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Kryptowährungsfonds von Grayscale: Bitcoin trifft Co.

Die FINRA (Financial Industry Regulatory Authority) hat Grayscale Investments grünes Licht für den ersten öffentlich genehmigten diversifizierten Kryptowährungsfonds der USA gegeben. Entsprechend kann Grayscale Investments den Grayscale Digitale Large Cap Fund jetzt an außerbörslichen Märkten anbieten. Der Grayscale Digital Large Cap Fund (DLC) bietet den Anlegern die Möglichkeit, am Krypto-Markt teilzuhaben, ohne direkt in die virtuellen Währungen investieren zu müssen. Durch die Investition in den Grayscale Digital Large Cap Fund (DLC) umgehen die Investoren den Kauf und die Lagerung der digitalen Coins.

Grayscales Kryptowährungsfonds im Detail

Der Aufbau des Kryptowährungsfonds richtet sich nach der Marktkapitalisierung. Die Zusammensetzung am 30. September sieht laut einer Pressemitteilung vom 14. Oktober wie folgt aus: 80,3 Prozent Bitcoin (BTC), 9,9 Prozent Ethereum (ETH), 5,8 Prozent XRP, 2,2 Prozent Bitcoin Cash (BCH) und 1,8 Prozent Litecoin (LTC). Damit deckt der neue Fonds alle großen Kryptowährungen ab. Grayscale Investments versucht so, die oberen 70 Prozent des Krypto-Marktes abzudecken. Es findet jedes Vierteljahr ein Update der Zusammensetzung statt. Bei dem Update kann es zur Aufnahme neuer Kryptowährungen kommen. Im Gegenzug ist auch der Abwurf von Fondskomponenten möglich.

Wann geht es los mit dem neuen Fonds?

Der Kryptowährungsfonds steht schon in den Startlöchern. Eine Zulassung durch die Depository Trust Company (DTC) steht indes noch aus. Bei der DTC handelt es sich um eine der weltweit größten Wertpapierdepots.  Grayscale Investments rechnet damit, dass der neue Fonds in Kürze den DTC-Stempel erhält.

Grayscale fügte hinzu, dass DLC nicht bei der Securities and Exchange Commission registriert ist und nicht der Offenlegung und bestimmten anderen Anforderungen unterliegt, die durch die US-amerikanischen Wertpapiergesetze vorgeschrieben sind.

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Schweizer Börse SIX nimmt Handel für BNB-ETP auf

Die Schweizer Börse SIX hat ein weiteres börsengehandeltes Krypto-Produkt (Exchange Traded Product, ETP) in den Handel aufgenommen. Das ETP trägt den Namen Amun BNB ETP (ABNB) und ist aus einer Zusammenarbeit der Bitcoin-Börse Binance mit dem Schweizer FinTech Amun hervorgegangen. ABNB verfolgt den Kurs des Binance Coin (BNB), der hauseigenen Kryptowährung von Binance.

Changpeng Zhao, CEO von Binance, freut sich auf Investoren aus dem traditionellen Markt, die ihr Portfolio bunter gestalten möchten.

Unsere Partnerschaft mit Amun bei der Einführung des BNB ETP wird Anlegern eine neue und regulierte Anlageklasse mit einer einzigartigen Dimension für Utility-Token bieten, die sie über eine traditionelle Finanzinfrastruktur zugänglicher und zuverlässiger macht. Dies wird traditionellen Investoren einen Zugang zu einem diversifizierten Angebot verschaffen.

Wie auch der vor Kurzem mit Bitcoin Suisse lancierten Bitcoin-Ether-ETP ABBA wird ABNB ebenfalls über die Onyx-Plattform von Amun herausgegeben. Ebenso ist ABNB  vollständig durch Krypto-Einlagen gedeckt. Für die Verwahrung der Binance Coins zeichnet diesmal der Custodian Kingdom Trust verantwortlich. Die für ABNB erworbenen BNB Coins wandern in dessen Cold Storage (nicht mit dem Internet verbundene Krypto-Wallets).

Es war großartig, den schnellen Aufstieg von Binance von seinem bescheidenen Start im Jahr 2017 bis zu seiner heutigen Führungsposition zu beobachten

lässt sich Amun CEO Hany Rashwan in der Pressemitteilung zum ETP-Launch zitieren.

Wir freuen uns sehr, mit der weltweit grössten Krypto-Börse zusammenzuarbeiten und ihren nativen Token institutionellen und privaten Anlegern als sicheres, kostengünstiges und reguliertes Schweizer Börsenprodukt zugänglich zu machen,

so Rashwan weiter.

BNB-Kurs: Von der Realität eingeholt

Am Tag des Handelsbeginns von ABNB konnte sich der BNB-Kurs der Stagnation unter den Top-10-Kryptowährungen zwar zwischenzeitlich entreißen; ein zartes Tagesplus von fünf Prozent hielt jedoch nicht lange vor. Zu Redaktionsschluss handelte der BNB mit 18,27 US-Dollar wieder auf dem Niveau des Vortages. Immerhin: Mit einem Wochenplus von 14 Prozent stellt der Binance Coin den Rest der Top deutlich in den Schatten.

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eToro bietet Krypto-Anlagestrategie auf Basis von Twitter Stimmungsbild an

eToro, eine Investitionsplattform für sogenanntes Social-Trading, hat sich mit dem Krypto-Marktanalysten von The Tie zusammengetan, um eine Anlagestrategie zu veröffentlichen, die auf einer Sentimentanalyse von Twitter basiert.

Die entsprechende Anlagestrategie hat eToro am 15. Oktober in einem Blogeintrag vorgestellt. Als Grundlage der Strategie namens „TheTIE-LongOnlyCopyPortfolio“ dient das firmeneigene Analysetool von The Tie, das pro Tag mehr als 850 Mio. Twitter-Nachrichten auf ihren Bezug zu Kryptowährungen untersucht und daraus ein Stimmungsbild ableitet.

Krypto-Trading auf der Basis von Sentimentanalyse

Das Tool wertet dabei jede Twitter-Nachricht einzeln aus, wobei Maschinelles Lernen und Sprachverarbeitung genutzt werden, um die positive oder negative Meinung zu einer jeweiligen Kryptowährung herauszufiltern.

Wie eToro betont ist ein solches Stimmungsbild ein wichtiger Indikator für die künftige Kursentwicklungen, da es auf den Kryptomärkten noch keine zuverlässigen Kennzahlen gibt, nach denen sich die Allgemeinheit der Anleger richtet.  

Die Anlagestrategie von The Tie, die sich eben nun auf das Twitter Stimmungsbild stützt, eröffnet Trades erst sobald die Stimmung ausreichend positiv ist. Laut Pressemitteilung fährt die Anlagestrategie dadurch einen durchschnittlichen Gewinn von 123% ein. Nutzer von eToro können die Strategie kopieren, um von der Stimmungsanalyse zu profitieren, wie The Tie Geschäftsführer Joshua Frank erklärt:

„Mit nur einem Knopfdruck kann unsere Anlagestrategie kopiert werden, auf die bereits auch Hedgefonds und institutionelle Investoren vertrauen.“

Krypto-Informationsdienste auf dem Vormarsch

Wie heute bereits berichtet, hat die Nasdaq den Krypto-Kursindex CIX100 in ihre Notierung aufgenommen, der seinerseits auf Künstlicher Intelligenz beruht und damit versucht möglichst „frei von menschlichen Einflüssen“ zu seiner Bewertung von 100 verschiedenen Kryptowährungen zu kommen. Zudem werden mehr als 200 verschiedene Einflussfaktoren bei der Berechnung berücksichtigt.

Des Weiteren hat die Cybersicherheitsfirma Cipher Trace heute den Umfang ihrer Krypto-Beobachtungsplattform auf mittlerweile 700 Kryptowährungen ausgebaut. Auf der Plattform können nahezu die vollständigen Transaktionsdaten vieler großer Kryptowährungen eingesehen werden, darunter auch Ether (ETH), Tether (USDT), Bitcoin Cash (BCH) und Litecoin (LTC).

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Nasdaq nimmt KI-gestützten Krypto-Kursindex in ihre Notierung auf

Die Nasdaq, die zweitgrößte Aktienbörse der Welt, hat den KI-basierten Kryptowährungs-Kursindex CIX100 in ihre Notierung aufgenommen. Dies geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung hervor, die Cointelegraph am 15. Oktober zugespielt wurde.

Keine menschliche Einflussnahme

Der CIX100 ist ein Krypto-Kursindex, der von dem Unternehmen Cryptoindex herausgegeben wird. Der Kursindex basiert auf einem speziellen Algorithmus, der die Top-100 Kryptowährungen betrachtet und mehr als 200 verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt.

Dabei zielt der Kursindex auch darauf ab, Kryptowährungen mit manipulierten Handelsvolumen rauszurechnen. Außerdem sind die Berechnungen von Künstlicher Intelligenz gestützt und frei von „menschlicher Einflussnahme“. Der Kursindex richtet sich sowohl an Privatanleger als auch an professionelle Investoren.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, werden die verwendeten Marktdaten direkt von den neun größten Kryptobörsen ausgelesen. Hinzu kommen mehrere Millionen einzelne Trades, die berücksichtigt werden, sowie verschiedene Daten aus den Sozialen Medien.

Es werden nur solche Kryptowährungen in die Betrachtung genommen, die für mindestens drei Monate unter den Top-200 waren. Um dies zu garantieren, wird der Kursindex jeden Monat neu zusammengestellt.

Der „Cryptoindex CIX100“ ist bereits bei Retuers, Bloomberg und TradingView in der Notierung. Seit seiner Einführung im Mai 2017 soll der Krypto-Kursindex um mehr als 1100% gewachsen sein. Die computergestützten Kursberechnungen sollen eine tägliche Genauigkeit von 82% haben.

Krypto-Kursindizes gewinnen an Beliebtheit

Wie zuvor berichtet, hatte sich die Nasdaq im Juni mit dem Krypto-Unternehmen CryptoCompare zusammengetan, um einen ähnlichen Kursindex auf den Markt zu bringen, der sich allerdings speziell an institutionelle Investoren richtet.

Im Februar 2019 hatte die Nasdaq wiederum zwei Krypto-Kursindizes der amerikanischen Blockchain-Firma Brave New Coin in ihre Notierung genommen.

CryptoCompare hat in Zusammenarbeit mit der Krypto-Handelsplattform BitMEX eine Datenbank zur Bewertung von Krypto-Futures erstellt, die über den Dienstleister Refinitiv herausgegeben wird.

Im Sommer hat die Sina Finance, ein Finanzdienstleister, der dem großen chinesischen Tech-Konzern Sina angehört, einen Krypto-Kursindex in die firmeneigene Smartphone-App eingebaut, ohne dies zuvor angekündigt zu haben.

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Dubai goes Blockchain: Großbank engagiert sich bei der „digitalen Seidenstraße“

Ziel der „digitalen Seidenstraße“ ist es, Handelshemmnisse zwischen Partnern in der Region mittels Blockchain-Technologie und Automatisierung von Prozessen zu beseitigen. Laut der Absichtserklärung soll die von Dubai kontrollierte Emirates NBD dafür Handelsfinanzierungsleistungen zur Verfügung stellen.

Emirates NBD war der erste in der Region, der einen Blockchain-Anwendungsfall für Handelsfinanzierungen erfolgreich erprobt hat, und wir freuen uns darauf, unsere Expertise und Unterstützung für die Initiative Digital Silk Road zur Verfügung zu stellen. Wir arbeiten an einer gemeinsamen Vision von einer nahtlosen Handelsfinanzierung für alle Beteiligten, die dazu beitragen wird, Dubais Position als führende und effiziente Drehscheibe für den weltweiten Handel weiter zu stärken,

kommentiert Hesham Al Qassim, Managing Director bei Emirates NBD die Kooperation gegenüber SG. Die Bankengruppe erprobt die Blockchain-Technologie bereits seit mehreren Jahren. Im Frühjahr 2018 lancierte Emirates NBD mit „Cheque Chain“ eine Blockchain-basierte Lösung, die fälschungssichere Schecks garantieren soll.

Dubai: Von der Öl- zur Blockchain-Nation

Das Emirat hat sich im weltweiten Vergleich als besonders blockchainaffin positioniert. Im Gegensatz zu kleinen Staaten und Steueroasen, die mangels natürlicher Ressourcen ihr wirtschaftliches Heil im Krypto-Sektor suchen, gehört Dubai als Teil der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu den größten Öl-Exporteuren der Welt. Um auch für das Post-Öl-Zeitalter gewappnet zu sein, verfolgen die Emirate eine offensive Digitalisierungsstrategie. Die Blockchain gehört zu den Zukunftstechnologien, denen Dubai und die VAE dabei besondere Aufmerksamkeit schenken. Vor diesem Hintergrund hat Dubai etwa im Mai 2019 ein nationales Blockchain-Register für Hypotheken eingeführt. Darüber hinaus hat das Finanzministerium des Emirats bereits im Herbst 2018 die Blockchain-Technologie in seine Zahlungs- und Abgleichprozesse eingebunden.

Mit seinem Blockchain-Engagement befindet sich Dubai auf der arabischen Halbinsel unterdessen in bester Gesellschaft. So verfolgt etwa Abu Dhabi den Plan, ein blockchainbasiertes Grundbuch einzuführen. Auch Öl und Blockchain will Abu Dhabi miteinander vereinen: Die Nationale Ölgesellschaft Abu Dhabis erprobt den Einsatz der Technologie für die Überwachung der Lieferketten des „schwarzen Goldes“. Darüber hinaus existieren Pläne für eine gemeinsame Kryptowährung für Saudi Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate.

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Bitcoin klammert sich an 8.300 US-Dollar, Indikatoren deuten auf Abschwung

Dienstag, 15. Oktober: Der Bitcoin-Kurs (BTC) bewegt sich am Nachmittag weiterhin seitwärts, wobei einige Analysten mittlerweile vor vorübergehender Volatilität warnen.

Cryptocurrency market daily overview

Marktvisualisierung von Coin360

Bitcoin klammert sich an 8.000 US-Dollar Support

Wie die Daten von Coin360 zeigen, hat Bitcoin sich zuletzt an der 8.300 US-Dollar Marke gefestigt, wobei der Kurs in den letzten 24 Stunden jeweils etwas darüber oder darunter lag.

So lag das entsprechende Hoch in diesem Zeitraum bei 8.390 US-Dollar, wodurch kurzfristig das vorherige Tief von 8.240 US-Dollar ausgeglichen werden konnte.

Bitcoin seven-day price chart

Bitcoin 7-Tage-Kursverlauf. Quelle: Coin360

Nachdem es am Sonntag einen plötzlichen Abschwung gegeben hatte, hat sich die marktführende Kryptowährung nun wieder gefangen und liegt in einer engen Preisspanne knapp über dem Support von 8.000 US-Dollar.

Wie der Cointelegraph Analyst Michaël van der Poppe meint, zeigt die momentane Preisspanne, in welcher schwierigen Lage Bitcoin sich befindet.

Demnach ist die führende Kryptowährung zurzeit stark an ihre Gleitenden Mittel (Moving Averages) gebunden, genauer gesagt „steckt sie zwischen dem 20-Tage-MA, dem EMA und dem 100-Wochen-MA fest“.

Der Krypto-Analyst filbfilb prognostiziert, dass es für Bitcoin dementsprechend etwas tiefer gehen wird, wodurch der Support von 8.000 US-Dollar einem erneuten Härtetest unterzogen wird. So schreibt der Experte auf Telegram:

„Die Gleitenden Mittel haben momentan in fast jedem wichtigen Betrachtungszeitraum eine negative Überschneidung vollzogen.“

Obwohl dies ein schlechtes Zeichen ist, gibt Van der Poppe sich zuversichtlich, dass es den Kryptomärkten insgesamt weiterhin gut geht. Vielmehr geht er davon aus, dass es sich bei der momentanen Lage um eine sogenannte „Bärenfalle“ handelt.

Diese Annahme wird durch die Tatsache gestützt, dass Bitcoin im bisherigen Jahr immer noch 120% höher liegt als noch im Vorjahr.

Altcoin Aufschwung lässt nach

Die Altcoins klettern derweil nur noch langsamer nach oben. Am Montag lagen die alternativen Kryptowährungen noch überwiegend im Plus, während heute nur noch gemischte Signale zu vernehmen sind, wobei die Kurse jeweils bis zu 2% im Plus oder Minus liegen.

Die positive Ausnahme ist der Binance Coin (BNB), der durch die Einführung eines eigenen Indexfonds (ETF) auf der Schweizer Börse SIX ordentlich hinzugewinnen konnte.

Ether (ETH), die zweitgrößte Kryptowährung, konnte immerhin 0,5% nach oben klettern, was deren Kurs nun auf 184 US-Dollar anhebt.

Ether seven-day price chart

Ether 7-Tage-Kursverlauf. Quelle: Coin360

Die Gesamt-Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen ist derweil auf 226 Mrd. US-Dollar abgerutscht, wobei Bitcoin einen Marktanteil von 66,3% hält.

alle live-updates zu den kryptomärkten hier

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Plötzlicher Einbruch am Sonntag: Bitcoin-Kurs könnte auf 7.800 US-Dollar fallen

Der Bitcoin-Kurs (BTC) stagniert am 14. Oktober wieder, nachdem es am Sonntagabend in wenigen Minuten einen plötzlichen Einbruch um 2 Prozent gegeben hatte.

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht. Quelle: Coin360

Bitcoin klettert allmählich wieder nach oben

Aus den Daten von Coin360 geht hervor, dass die größte Kryptowährung bei Redaktionsschluss um 8.300 US-Dollar pendelte. Zuvor war die Kryptowährung wieder etwas nach oben geklettert.

Das BTC/USD-Paar ist über das Wochenende überwiegend nach oben geklettert und erreichte einen Höchststand von 8.460 US-Dollar, bevor es dramatisch umkehrte, um Minuten später mit 8.200 US-Dollar ein Tief erreichte.

Seitdem erholt es sich allmählich und konnte bereits 50 Prozent wieder gut machen.

Bitcoin 7-Tage-Kurschart

Bitcoin 7-Tage-Kurschart. Quelle: Coin360

Dieses Verhalten wurde bereits mehrmals in den letzten Wochen und Monaten beobachtet. Bitcoin ist dabei nach Phasen der Stagnation plötzlich nach oben oder unten ausgebrochen.

In verschiedenen Theorien wird dieses unvorhersehbare Verhalten auf Trader und Abwicklungen von institutionellen Investoren zurückgeführt. Diesmal, so Analysten gegenüber Cointelegraph, sei der Markteinbruch wahrscheinlich auf einen kombinierten Ausverkauf durch Besitzer zurückzuführen, die beträchtliche Summen von Kryptowährungen haben.

Für den Cointelegraph-Mitarbeiter filbfilb ist für Bitcoin kurzfristig nun eine wichtige Frage, ob die Unterstützung über 7.800 US-Dollar hält. Der Aufwärtstrend am Wochenende schwächte ab, als er den 200-Tages-Durchschnitt von Bitcoin erreichte.

„Wenn er wirklich bullisch ist, will ich nicht, dass wir die Tiefststände von gestern Abend an diesem Docht verlieren“, wie er gegenüber den Abonnenten seines Telegram-Handelskanals den Rückgang am Sonntag kommentierte.

Michaël van der Poppe ist ähnlicher Meinung. Für ihn ist das Niveau um 7.400 US-Dollar entscheidend.

„Insgesamt nicht das Schlimmste“, fasste er auf Twitter zusammen.

Altcoins etwas vielversprechender

Für Altcoin-Anleger sah es besser aus als bei Bitcoin. Viele Vermögenswerte konnten über Nacht leichte Gewinne erzielen. 

Ether (ETH), der größte Altcoin nach Marktkapitalisierung, begann die Woche mit einem Anstieg von 0,8 Prozent auf knapp über 183 US-Dollar.

Ether 7-Tage-Kurschart

Ether 7-Tage-Kurschart. Quelle: Coin360

Andere konnten sich noch stärker entwickeln. XRP konnte ein Plus von 4,3 Prozent auf 0,29 US-Dollar und Binance Coin (BNB) ein Plus von 3 Prozent auf 18 US-Dollar verzeichnen. 

Im Gegensatz dazu fiel Bitcoin SV (BSV) im gleichen Zeitraum um 3,5 Prozent auf 86 US-Dollar. 

Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen liegt bei Redaktionsschluss bei 226,1 Mrd. Euro. Der Marktanteil von Bitcoin lag dabei bei 66,4 Prozent.

Behalten Sie hier die wichtigsten Kryptomärkte in Echtzeit im Auge.

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Blockchain: Bitcoin-Technologie im Tal der Enttäuschungen

Die Technologie, die Bitcoin zur Berühmtheit verhalf, hat es nicht leicht. Zumindest laut Gartner, einem US-amerikanischen Forschungs- und Beraterunternehmen. Dieses erstellt regelmäßig Prognosen, in denen der Entwicklungsstand von Technologien und deren Etablierung am Markt analysiert werden. Der Gartner 2019 Hype Cycle zeigt, dass die meisten Blockchain-Technologien noch fünf bis zehn Jahre von der Durchsetzung am Markt entfernt sind. Der Prognose nach befindet sich die Bitcoin-Technologie derzeit in einem Tal der Enttäuschungen.

Hype Cycle: Die fünf Entwicklungsstufen neuer Technologien

Gartner teilt die Marktetablierung von Technologien in fünf Entwicklungsstufen auf. Das Modell des Hype Cycles kategorisiert dabei folgende fünf Phasen:

  1. Der innovative Auslöser
  2. Der Gipfel der überzogenen Erwartungen
  3. Das Tal der Enttäuschungen
  4. Der Pfad der Erleuchtung
  5. Das Plateau der Produktivität

Dem aktuellen Hype Cycle ist zu entnehmen, dass die Blockchain-Technologie derzeitig in die dritte Stufe, also in das Tal der Enttäuschungen, rutscht – manche Beobachter würden für den Bitcoin-Kurs Ähnliches feststellen. Nachdem der Blockchain-Höhenflug vergangener Jahre abgeklungen ist, kehrt nun Ernüchterung ein. Das Tal der Enttäuschungen beschreibt den Zustand, an dem das öffentliche Interesse nachlässt, da bestimmte technologische Innovationen nicht hielten, was sie versprachen.

Licht am Ende des Tunnels für Bitcoin & Co.?

In den nächsten zwei bis drei Jahren beschreiben die Prognosen von Gartner einen Aufwärtstrend der Blockchain-Technologie. Die Fortschritte und praktischen Anwendungen, die die Blockchain unterstützt, werden weiter zunehmen. Daher wird sich die Technologie laut dem Hype Cycle bis 2021 aus dem Tief befreien.

Für Avivah Litan, Vizepräsidentin von Gartner Research, sind die „Blockchain-Technologien dem Hype noch nicht gerecht geworden und die meisten Blockchain-Projekte stecken im Experimentiermodus fest“. Für Litan, die derzeit die Gartner Forschungsagenda für Blockchain leitet, liegt die Ursache des Tiefs darin, dass „Blockchain noch keine digitale Geschäftsrevolution in wirtschaftlichen Ökosystemen ermöglicht“.

Die vollständige Etablierung „kann bis mindestens 2028 dauern, wenn Gartner erwartet, dass die Blockchain technisch und operativ vollständig skalierbar wird“, so Litan. Damit die Technologie unter Bitcoin und anderen Kryptowährungen zum Mainstream wird, müsse die Technologie noch in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit nachgebessert und Zweifel über allgemein verbindliche Anwendungsmöglichkeiten ausgeräumt werden.

Zudem fügte Avivah Litan hinzu:

Wir erleben viele Entwicklungen in der Blockchain-Technologie, die das aktuelle Muster verändern werden. Bis 2023 werden Blockchain-Plattformen skalierbar und interoperabel sein und Smart-Contract-Portabilität und blockchainübergreifende Funktionalität unterstützen. Sie werden auch vertrauenswürdige private Transaktionen mit der erforderlichen Vertraulichkeit der Daten unterstützen. Insgesamt werden uns diese technologischen Fortschritte dem Mainstream der Blockchain und dem dezentralen Web, auch bekannt als Web 3.0, viel näherbringen.

Über Gartner

Gartner ist ein Forschungs- und Beratungsunternehmen, das die Marktentwicklungen von Firmen und Technologien analysiert. Gartner analysiert branchenübergreifend mehr als 15.000 Unternehmen unterschiedlicher Unternehmensgrößen in mehr als 100 Ländern.

Der Hype Cycle beurteilt die Entwicklung von Technologien und hält diese in einem fünfgliedrigen Schema fest. Das Modell beschreibt den Verlauf von technologischen Innovationen als Höhen- und Tiefflüge. Diese werden von Erwartungen und Enttäuschungen begleitet, wie in diesem Fall auch bei Bitcoin und Blockchain. Erst wenn Technologien diese Prozesse bestehen, etablieren sie sich beständig am Markt. Die Aufteilung dient dabei als grober Richtwert und vernachlässigt Übergänge und Zwischenstadien der Entwicklungsphasen.

Vom 3. bis zum 7. November findet in Barcelona das Gartner IT Symposium/Xpo 2019 statt, auf dem Analysten über Technologien und Trends diskutieren, die die Zukunft von IT und Business darstellen.

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Können Kryptobörsen jemals vollständig dezentralisiert sein?

Anfang dieser Woche startete der britisch-amerikanische Unternehmer John McAfee, der derzeit aufgrund von Steuerklagen, die von den US-Behörden gegen ihn erhoben wurden, im Exil lebt, seine eigene dezentrale Börse (DEX).

Das McAfeedex.com des ausdrucksstarken Krypto-Befürworters läuft in der Ethereum (ETH)-Blockchain und ist nach McAfees eigenen Worten eine „Wild Wild West-Börse“, die von den Aufsichtsbehörden angeblich nicht verboten werden kann. „Es gibt nichts stillzulegen“, schrieb er auf Twitter, „Unsere Technologie sind die intelligenten Verträge, die für immer in der Blockchain liegen.“

Laut dem Geschäftsmann ist DEX Open Source und stellt keine Anforderungen an Know Your Customer (KYC) oder Anti-Money Laundering (AML).

Aber kann eine Krypto-Handelsplattform in der gegenwärtigen Post-ICO-Umgebung, in der Behörden schlechte Akteure aktiv verfolgen und die Möglichkeit digitaler Assets im Kongress erörtern, vollständig von den Vorschriften ausgenommen werden?

In Cointelegraphs neuer Reihe „Krypto Mythen“ versucht wir, verschiedene Annahmen zu entlarven, die im Kryptoraum kursieren.

Was ist ein DEX?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Kryptobörsen: zentrale und dezentrale. Erstere sind weitaus beliebter, da sie offenbar mehr als 99% des weltweiten Handelsvolumens mit Kryptowährungen ausmachen. Als Beweis dafür sind die größten und bekanntesten Handelsplattformen – Coinbase, Kraken, Binance, Bittrex usw. – alle zentralisiert.

Sie agieren als Zwischenhändler und verbinden Menschen, die bereit sind, mit Kryptowährungen zu handeln, während sie ihr Vermögen in firmeneigenen Wallets verwahren. Infolgedessen übergibt ein Händler, sobald er seine Coins an einer zentralen Börse eingezahlt hat, im Wesentlichen die Kontrolle über seine privaten Schlüssel und vertraut der Plattform seine Vermögenswerte an.

Diese Vorgehensweise widerspricht der im Kryptowährungsraum vorherrschenden dezentralen Agenda, nämlich dem eingängigen Sprichwort „Nicht Ihre Schlüssel, nicht Ihre Bitcoins“. Im vergangenen Jahr ging Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, so weit zu sagen, dass zentralisierte Börsen „in der Hölle schmoren“ sollten.

DEXs sind daher so aufgebaut, dass Benutzer weiterhin das Eigentum an ihren Kryptowährungen und privaten Schlüsseln behalten. Insbesondere handelt es sich um Peer-to-Peer-Dienste (P2P), die direkte Transaktionen zwischen zwei interessierten Parteien in der Blockchain ermöglichen. Angesichts der Tatsache, dass DEXs intelligente Verträge verwenden, um den Handel zu erleichtern, stehen sie im Vergleich zu zentralisierten Plattformen weitaus weniger unter Beaufsichtigung.

Während es einige Leute immer noch einfacher finden, einem Dritten ihre privaten Schlüssel anzuvertrauen, haben DEXs andere wichtige Vorteile gegenüber einer zentralisierten Börse, namentlich Anonymität und Sicherheit. In der Tat sind dezentrale Plattformen viel schwieriger zu hacken, da sie auf intelligenten Verträgen beruhen. Dies steht im Gegensatz zu den regelmäßigen Sicherheitsverletzungen bei zentralisierten Servern, die jedes Jahr zu Verlusten von mehreren Millionen Euro führen. Darüber hinaus sind laxe KYC-Anforderungen auch ein Plus für Kryptowährungsbegeisterte, die Wert auf Anonymität legen.  

DEXs bleiben jedoch immer noch hinter zentralisierten Plattformen zurück. Warum?

DEXs bleiben eine stark alternative Option, was sich in relativ niedrigen Liquiditätsraten zeigt. Es gibt eine Reihe von Gründen, sagen Experten, beispielsweise Kosten und Geschwindigkeit des Handels. Andrej Cvoro, CEO und Gründer des Blockchain-Unternehmens Decenter, erklärte gegenüber Cointelegraph: „Zentralisierte Börsen sind natürlich historisch älter und hatten daher mehr Zeit, um sowohl Benutzer als auch Liquidität zu akkumulieren, das Vertrauen der Benutzer zu gewinnen und ihren Service zu optimieren.“ Laut Cvoro weisen einige vermeintliche Vorteile von DEXs gleichzeitig auch Nachteile auf, während die Sicherheit ebenfalls ein Problem darstellt:

„DEXes sind Systeme, bei denen Benutzer ihr Geld in ihrer Wallet aufbewahren und ihre Transaktionen über intelligente Verträge laufen lassen. Dies beinhaltet jedoch Interaktionen in der Chain, bei denen darauf gewartet wird, dass Transaktionen gemint werden, und die erforderlichen Gebühren für sie bezahlt werden. DEXes enthüllen auch alle Bestellungen und die Konten, worauf einige Benutzer verzichten möchten. Schließlich könnten DEXes auch Sicherheitsprobleme haben, und es ist bekannt, dass sie mit Problemen wie Front-Running zu kämpfen haben.“

Nutzererfahrung und institutionelles Engagement sind weitere Faktoren, die berücksichtigt werden sollten, so John Todaro, Forschungsdirektor bei TradeBlock, einem Anbieter von institutionellen Handelsinstrumenten für digitale Währungen. Der Analyst teilte Cointelegraph mit, dass zentralisierte Börsen von Natur aus mehr Institutionen und Kursmakler nutzen würden, und fügte hinzu:

„Angesichts der Tatsache, dass Institute in der Regel innerhalb einer bestimmten regulatorischen Sandbox operieren, ist es angenehmer für sie, über zentrale Börsen zu handeln. Darüber hinaus konzentriert sich der Großteil der Einzelhandelsströme auf zentralisierte Börsen. Die Verwendung einer DEX erfordert ein tieferes Verständnis von Wallets und Börsenaufträgen als die Verwendung einer zentralen Börse wie Coinbase, auf die über eine Smartphone-App zugegriffen werden kann. Somit ist der Kundenpool für DEXs begrenzt.“

Dezentralisierung als Spektrum

Ein weiteres entscheidendes Problem einer DEX liegt in ihrem Namen, da es keine klare Definition gibt, was diese Art von Handelsplattform beinhalten sollte. Als das Phänomen im vergangenen Jahr immer populärer wurde, entschieden sich viele bekannte Kryptowährungsbörsen wie Binance und Huobi, ihre Marke zu nutzen, um ihre eigenen dezentralen Marktplätze zu eröffnen und dabei dieselben Compliance-Prinzipien anzuwenden. Tatsächlich befolgt die Mehrheit der DEX-Unternehmen inzwischen gesetzliche Standards wie KYC und AML auf die gleiche Weise wie zentralisierte Plattformen, so Todaro:

„Viele DEXs verfügen über KYC/AML-Verfahren und entscheiden, welche Token zu ihren Plattformen hinzugefügt werden. Die Aufsichtsbehörden haben in der Vergangenheit gezeigt, dass DEXs bestehenden Börsenanforderungen unterliegen, und wenn DEXs diese Anforderungen nicht erfüllen, sehen sich DEX-Ersteller Bußgeldern und anderen Auswirkungen gegenüber.“

Einige Experten zögern sogar, diese Börsen dezentral zu nennen. „Die meisten Börsen, die sich heute als dezentrale Börsen bezeichnen, sind eigentlich nur Börsen, die die Mittel ihrer Kunden nicht aufbewahren, sagte Eyal Shani, ein Blockchain-Forscher bei der Beratungsfirma Aykesubir. Weiter sagte er:

„Sie besitzen nicht Ihre digitalen Assets, aber der Börsenbetreiber hat immer noch die Kontrolle über alles, was auf der Plattfrom geschieht. Jede Börse, die sich auf eine herkömmliche Webfront stützt, um das Auftragsbuch zu vereinfachen, führt normale KYC / AML-Prozesse aus und ist nicht vollständig dezentralisiert. Aber das ist eine Frage der Definition.“

Nach Ansicht von Shani wäre ein echte dezentrale Börse diejenige, die gebührenfreie Transaktionen zwischen Menschen ohne KYC oder AML ermöglicht.

„Der Betrieb einer solchen Operation ist jedoch in der Regel kostenintensiv, und diejenigen, die sich mit dieser Art von Geschäft befassen, möchten in der Regel einen Gewinn daraus ziehen. Und hier setzt das Gesetz an und schreibt vor, dass man, wenn man Gewinne aus dem Betrieb erzielt, de facto dafür verantwortlich ist und dass dieses Unternehmen unter anderem KYC/AML betreiben muss.“

Um mögliche Verwirrung zu vermeiden, sollte Dezentralisierung als „Spektrum statt als binäre Schwarz-Weiß-Klassifikation“ betrachtet werden, schlug Cvoro vor und lieferte einige spezifische Beispiele:

„Auf der einen Seite gibt es die am wenigsten dezentralen Optionen wie Binance DEX, für die KYC erforderlich ist, deren Verfügbarkeit abhängig vom Wohnsitzland des Benutzers eingeschränkt ist und die unter anderem auf einem zentralen, serverbasierten Bestellabgleich beruhen. Und auf der anderen Seite gibt es zum Beispiel Uniswap, das über keinerlei KYC verfügt, uneingeschränkte weltweite Verfügbarkeit hat und alles direkt in der Chain erledigt, ohne dass Konten mit Administratorrechten jeglicher Art erforderlich sind.“

Was ist nun mit McAfees DEX, das mutig als unabhängige Plattform vermarktet und von jemandem unterstützt wird, der sich selbst vor Behörden in internationalen Gewässern versteckt hält? In einer E-Mail an Cointelegraph sagte Shani: „Meines Wissens profitiert McAfees DEX von der Ausführung des Vorgangs. Ich empfehle ihm daher, den Ersteller von EtherDelta zu fragen, was die SEC von solchen Börsen hält.“

Shani bezog sich darauf, als die US-Behörden Zachary Coburn, den Gründer der dezentralen Kryptotoken-Handelsplattform EtherDelta, beschuldigten, eine nicht registrierte Wertpapierbörse zu betreiben.

Coburn gab die Anschuldigungen weder zu noch bestritt er sie, erklärte sich jedoch bereit, dem Staat mehr als 300.000 US-Dollar wegen rechtswidriger Gewinne sowie weitere Strafen zu zahlen. McAfee ist sich jedoch der Bedenken der SEC bewusst – zumindest seinem Twitter zufolge, wo er schrieb:

„Die SEC sagt, solange wir die AML- und KYC-Verfahren befolgen, ist die http://McAfeedex.com Börse OK. Aber wir folgen kein von beidem und warum sollten wir auch? Wir sind nur ein Portal in die Blockchain, in der Menschen handeln. Dies ist für das Volk, nicht für die Regierung. Sch**ß auf sie.“

Auch wenn McAfee DEX aufgrund eines dezentralen Listungs- und Selbstverwaltungsprozesses, der keine personenbezogenen Daten für KYC- und AML-Verfahren erfordert, „als einer der dezentraleren Börsen heraussticht“, gibt es wahrscheinlich zentrale Fehlerquellen im Back-End, auf die die Aufsichtsbehörden abzielen könnten“, so Todaro.

Mythos widerlegt?

Theoretisch ist es möglich, eine vollständig dezentrale Börse zu betreiben, sagte Shani gegenüber Cointelegraph. Dies würde jedoch sicherlich weniger Gewinn für die Eigentümer bedeuten, insbesondere in Anbetracht des aktuellen Handelsvolumens, das die DEXs aufweisen. Shani fügte hinzu:

„Es gibt eine Möglichkeit, einen wirklich dezentralen DEX zu betreiben. Aber es könnte möglicherweise so teuer sein, dass es die kleinen Händler abschreckt. Dazu muss nicht nur KYC/AML fehlen, sondern auch das Auftragsbuch ausgeführt und alle Daten auf replizierenden Systemen gespeichert werden. Aber selbst dann könnte die Regierung diese Dienste blockieren, wer auch immer involviert ist usw. Wir würden also dezentrale DNS-Server, dezentrale ISPs und viele weitere Dienste brauchen, die großartige Lösungen darstellen. Auf der Grundlage des aktuellen DEX-Volumens scheint es jedoch eher eine Lösung zu sein, die nach einem Problem sucht, als eine echte Produkt-Markt-Übereinstimmung.“

Basierend auf der aktuellen Handelshistorie, die im McAfee DEX angezeigt wird, scheint es, dass der Service noch keinen massiven Zustrom von Händlern zu verzeichnen konnte. Todaro erklärte, dass Krypto-Händler neben Anonymität und Dezentralisierung im Allgemeinen andere Merkmale schätzen:

„Es besteht eine Nachfrage nach vollständig dezentralisierten Börsen, aber ich würde erwarten, dass die große Mehrheit der Händler und Börsenbenutzer der Liquidität, der Verfügbarkeit von Token und der Benutzerfreundlichkeit Vorrang einräumen.“

Daher ist immer noch unklar, ob der Markt für einen vollständig dezentralen Austausch bereit ist, auch wenn es einen gibt. Die Tatsache besteht, dass die drei größten Handelsplattformen ihre einzelnen Schritte (insbesondere auf dem US-amerikanischen Markt) berechnen, um zu vermeiden, dass die Regulierungsbehörden hohe Bußgelder verhängen. Es ist daher unwahrscheinlich, dass sich ein „echter“ DEX in der aktuellen Landschaft so gut entwickeln kann – zumindest wenn es um den Profit geht.

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Krypto- und traditionelle Märkte: Wo bleibt Bitcoins Volatilität?

Seit fast einem Jahr verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat sich BTC-ECHO der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017. Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten:

  • die Korrelation zwischen dem Bitcoin-Kurs und den traditionellen Märkten
  • die Volatilität und
  • die Performance des Bitcoin-Kurses

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf diese drei Größen. Sie werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage berechnet. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Nikkei und Dax sowie Öl und Gold.

Korrelation: Bitcoin im Gleichschritt mit den Märkten

Der Bitcoin-Kurs ist zu allen Vergleichsassets außer dem Nikkei-Index leicht positiv korreliert. Der Nikkei-Index und der Bitcoin-Kurs verhalten sich jedoch vollkommen unabhängig voneinander. Jenseits von Bitcoin ist noch interessant, dass genannter Index zu fast allen Assets im Marktvergleich gegenläufig ist. Besonders stark ist das bezüglich Gold ausgeprägt:

Korrelationen von Bitcoin und den Vergleichsassets untereinander.

Insgesamt bewegen sich die Korrelation zwischen Bitcoin und den Vergleichsassets in einem engen Kanal zwischen null und 20 Prozent. Dieser Kanal hält nun seit Anfang Oktober:

Laufende Korrelation von Bitcoin mit den Vergleichsassets

Die absolute mittlere Korrelation mit den übrigen Märkten liegt ähnlich wie in den letzten Wochen bei 10 Prozent. Damit besitzt Bitcoin die zweitkleinste absolute Korrelation in unserem Marktvergleich, nur Öl verhält sich mit einer Korrelation von 6 Prozent noch unabhängiger von den übrigen Märkten. Der Nikkei-Index und Gold sind mit Korrelationen von 12 beziehungsweise 17 Prozent jedoch nicht weit von Bitcoin entfernt. Berücksichtigt man Kompensationseffekte, besitzt auch dann der Bitcoin-Kurs noch eine Korrelation von 10 Prozent, ist jedoch damit am zweitstärksten mit dem übrigen Markt korreliert. Nur der S&P 500 weist eine Gesamt-Korrelation von 19 Prozent auf, während der DAX und Öl mit 9 beziehungsweise 3 Prozent deutlich unabhängiger vom übrigen Markt sind. Gold und vor allem der Nikkei-Index sind mit -5 Prozent und -10 Prozent sogar gegenläufig zum übrigen Markt.

Volatilität weiterhin stabil bei knapp 3 Prozent auf dem Level von Öl

Die Volatilität des Bitcoin-Kurses beträgt immer noch knapp 3 Prozent und steht damit auf der Höhe der Volatilität der Öl-Futures:

Volatilität Bitcoins und der anderen Assets im Marktvergleich

Bitcoin-Kurs immer noch Klassenletzter

Auch jetzt, gute zwei Wochen nach dem Kurssturz vom 24. September, hinterlässt dieser seine Spuren. Dem Bitcoin-Kurs ging es zwischenzeitlich sogar noch schlechter als in der vorangegangenen Woche. Die mittlere tägliche Performance beträgt aktuell -0,5 Prozent und lag zwischenzeitlich bei -1 Prozent. Im Gegensatz dazu bewegen sich die Performances der Vergleichsassets um null. Eine Ausnahme sind die Öl-Futures, die ihren Abwärtstrend seit dem 23. September weiter verfolgten:

Performance Bitcoins und der anderen Assets im Marktvergleich

Betrachtet man die Entwicklung einer hypothetischen, einmaligen Investition über den letzten Monat, das Quartal, seit Anfang des Jahres und seit einem Jahr, bestätigt sich wieder, was viele Hodler bereits wissen:

Langfristige Anleger profitieren. Besonders jene, die zu Beginn des neuen Jahres in Bitcoin investiert hatten, waren von dem jüngsten Kursrutsch nicht sonderlich betroffen gewesen. Mit einem Gewinn von 126 Prozent verblassen sogar die beachtenswerten Profite des S&P 500 und von Gold, die jeweils bei 16 Prozent liegen. Im Gegensatz dazu hatten jene, die beim letzten Bull Run All-in gegangen waren, heute ein starkes Minus: Sie mussten ungefähr 23 Prozent Verlust hinnehmen. Auch alle, die vor einem Monat investierten, müssen aktuell ein Minus von 16 Prozent verkraften:

Langfristige Entwicklungen der Vergleichsassets

Was der einfache, leicht vernerdete Investor Hodl nennt, ist auch die Hoffnung der institutionellen Investoren. Selbst in einer Zeit, in der der Bitcoin-Kurs zwischenzeitlich einen dramatischen Drawdown verkraftete, konnte er sich wieder aufrappeln und mit einer Jahresbilanz von 36 Prozent als bestes Asset in der Zeit zwischen Oktober 2018 und Oktober 2019 aus diesem Marktvergleich gehen.

Die geringe Volatilität wird jedoch wieder etwas sein, worauf institutionelle Investoren zwar achten, aber sich erst in eine Habachtstellung begeben. Diese erneute Seitwärtsphase muss der Bitcoin-Kurs erst einmal hinter sich bringen, bevor das Asset wieder interessant wird.

Daten am 11. Oktober von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org verwendet.

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