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Bitcoin-Kurs klettert auf fast 11.500 US-Dollar: Top-Trader nun bullisch

Am 7. Oktober berichtete Cointelegraph, dass die Top-Krypto-Händler seit Mitte September eher pessimistisch sind und das Verhältnis zwischen Long- und Short-Positionen bei Bitcoin (BTC) den niedrigsten Stand seit 10 Wochen erreicht habe. All das änderte sich innerhalb weniger Stunden, als BTC über den Widerstand bei 11.000 US-Dollar gestiegen ist.

Wann immer die Volatilität von Bitcoin zu niedrig ist, bedeutet das normalerweise, dass die Trader zu selbstgefällig geworden sind. Es gibt immer Phasen mit Spannen, aber die kurzfristige Unvorhersehbarkeit ist ein charakteristisches Merkmal von Bitcoin.

Für professionelle Trader ist die implizierte Volatilität allgemein als Angstindex bekannt, da sie den durchschnittlichen Aufschlag misst, der auf dem Optionsmarkt gezahlt wird. Jede unerwartete beträchtliche Bewegung (negativ oder positiv) führt zu einem starken Anstieg dieses Indikators.

Bitcoin implizite Volatilität 3 Monate Quelle: Skew

Die 3-monatigen Optionen haben kürzlich den niedrigsten Stand seit siebzehn Monaten erreicht. Das sollte nicht als ein risikoloser Markt interpretiert werden, da die 3-Monats-Volatilität des S&P 500 derzeit bei 28 Prozent liegt. Das ist nicht einmal die Hälfte von Bitcoin, dessen Volatilität derzeit bei 60 Prozent liegt. Daher sollte eine tägliche 500-US-Dollar-Kerze nicht überraschend sein.

In den letzten zwei Wochen bewegte sich der Bitcoin-Kurs im Bereich zwischen 10.400 und 10.900 US-Dollar. Der Open Interest bei den BTC-Futures stieg um 300 Mio. US-Dollar. Das zeigt, dass Trader jetzt wieder mehr einsetzen, obwohl es eine ruhige Phase war.

BTC/USD 3-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Top-Händler haben ihre Short-Positionen jedenfalls überwiegend geschlossen. Unterdessen ist die Prämie für Futures derzeit noch eher bescheiden, das signalisiert eine mögliche, nachhaltige Rallye.

Futures-Prämie: Positiver Eindruck

Ein Futures-Verkäufer verlangt in der Regel einen Aufschlag gegenüber dem regulären Spot-Kurs. Das gibt es auf jedem Derivatemarkt und nicht nur auf Kryptomärkten. Neben dem Liquiditätsrisiko verschiebt der Verkäufer die Abwicklung, daher ist der Preis höher.

Gesunde Märkte handeln mit einem Jahresaufschlag von 5 bis 15 Prozent. Das nennt man den Basissatz. Andererseits werden Futures unterhalb der regulären Spot-Preise gehandelt, was auf eine kurzfristige bärische Tendenz hindeutet.

Bitcoin-Futures 3-Monate Quelle: Skew

Wie aus dem obigen Chat hervorgeht, gab es bei den BTC-Futures zuletzt am 18. August einen Aufschlag von 15 Prozent. Seither haben sie durchgehend einen leicht positiven Satz. Die Rallye vom Freitag reichte nicht aus, um einen Überhebel zu verursachen. Daher ist eher die Erklärung im Zusammenhang mit der Schließung von Short-Positionen plausibel.

Da BTC 11.000 US-Dollar als neues Unterstützungsniveau etablieren will, sollte man das Verhältnis zwischen Long- und Short-Positionen an den Börsen betrachten, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie ich Trader positionieren.

Top-Trader zu 20 Prozent optimistisch

Auch wenn auf jedem Futures-Markt ein Gleichgewicht zwischen Käufern (Longs) und Verkäufern (Shorts) herrscht, können sich die Positionen der Top-Händler von der Mehrheit der anderen Kunden deutlich unterscheiden.

Wenn man nur die Positionen der Top-Händler betrachtet, kann man feststellen, wie bullisch oder bärisch sie insgesamt sind.

OKEx Top-Händler BTC Long/Short-Verhältnis. Quelle: OKEx

Nach Angaben von OKEx erreichte das Long/Short-Verhältnis der Top-Händler an der Börse am 9. Oktober mit 0,75 seinen Tiefststand. Das bedeutet, 25 Prozent Short-Positionen und kann als bärisch interpretiert werden.

In den folgenden 24 Stunden schlossen diese Händler nicht nur ihre Short-Positionen, sondern eröffneten auch wieder 25 Prozent Long-Positionen. Das deutet auf eine nachhaltige Erholung hin.

Binance Top-Händler BTC Long/Short-Verhältnis. Quelle: Binance

Aus Daten von Binance geht ähnliches hervor. Das Long-/Short-Verhältnis unter den Top-Tradern stieg im gleichen Zeitraum von 9 Prozent auf 23 Prozent Long-Positionen. Die Methoden der Börsen unterscheiden sich allerdings. Deshalb sollte man eher Veränderungen und nicht die absoluten Zahlen betrachten.

Diese Daten deuten darauf hin, dass die Top-Händler dem jüngsten BTC-Kursanstieg insgesamt knapp zuvor gekommen sind. Der Futures-Aufschlag hat sich auf einem positiven, gesunden Niveau gehalten. Das könnte mehr Käufer anziehen.

Anstatt auf ein typisches „Bart-Simpson-Muster“ zu wetten, tendieren die Top-Händler nun eher zu bullisch. Damit wird auch wieder ein Bullenlauf auf 14.000 US-Dollar möglich.

In Zukunft könnten Trader ihre Positionen anhand der Datenlage anpassen, anstatt darüber zu spekulieren, inwiefern Kursbewegungen Trendveränderungen auslösen können.

Es spielt keine Rolle, ob die Kursschwankung durch den Kauf von 4.709 Bitcoins durch Square ausgelöst wurde. Wenn Top-Händler bullisch sind, ist das typischerweise ein Signal dafür, dass sich der Trend in diese Richtung verstärkt.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

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Blockchain-Status-Quo: CV VC gibt Ein- und Ausblicke

In einer Pressemitteilung gab das Unternehmen INX bekannt, dass es die Mindestmarke von 7,5 Mio. US-Dollar erreicht hat. Mehrere Kryptowährungen akzeptiert es nun zum Zahlen.

Innerhalb drei Tage nach Beginn des Initial Public Offering (IPO) für ihren INX-Token am 25. August hat INX Limited die Summe von 7,5 Mio. US-Dollar eingesammelt. Die Börse akzeptiert im Rahmen des IPO nun auch Bitcoin (BTC), Ether (ETH) und USD Coin (USDC) als Zahlungsmittel.

Das IPO für den Security Token war eines der ersten seiner Art, das mit Zulassung der US-amerikanischen Securites and Exchange Commission (SEC) stattfand. Im Jahre 2017 erfolgte der Großteil der ICOs – die Krypto-Äquivalente zu IPOs – ohne Behördenaufsicht statt. Da die SEC nachträglich zahlreiche der dabei herausgegebenen Token als Wertpapiere klassifiziert hat, müssen sich diese Projekte nun wegen des Verkaufs nicht registrierter Securities verantworten.

IPO: Zugängliches INX-Token-Angebot

Insgesamt plant INX, 117 Mio. US-Dollar einzusammeln. Diese Summe wäre eine der größten, die ein Krypto-Unternehmen durch solch ein Projekt je aufgebracht hat. Das Unternehmen würde mit dem Geld eine Handelsplattform für digitale Werte anlegen, das heißt für Kryptowährungen, digitale Wertpapiere und deren Derivate. Außerdem ist ein Fonds mit Liquiditätsreserven angedacht.

Langfristig möchte das Unternehmen seine Handelsplattform ausbauen: Das im Jahre 2017 gegründete Start-up hat erst 14 Angestellte. Außerdem kann es neben dem tatsächlich beachtenswerten IPO keine anderen Produkte vorweisen. Seit über zwei Jahren bereitete das Unternehmen diese vor.

Zusammen mit dem Unternehmen Tokensoft führte es das IPO im August durch. Tokensoft hilft Anlegern unter anderem bei der Verwaltung ihrer Investments und prüft Rechtskonformität. Das auf der Ethereum-Blockchain basierende INX-Token ist in 14 US-Bundesstaaten erhältlich, darunter Hawaii, Louisiana und Wyoming.

Erst im Frühjahr war etwa ein chinesisches Unternehmen in einem IPO an die Börse gegangen. Ebang International Holdings stellt Ausrüstung für das Bitcoin Mining her. Ant Financial, ein Tochterunternehmen von Alibaba, plant ebenfalls den Börsengang, mit dem es den digitalen Finanzmarkt wohl durchrütteln wird.

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Volatilität: Daten deuten auf Bitcoin-Rückgang auf 10.000 US-Dollar hin

In einem kürzlichen Bericht des Kryptowährungs-Forschungsunternehmens Zubr heißt es, dass Bitcoin (BTC) trotz seiner extrem hohen Volatilität im Vergleich zu traditionellen Anlageklassen die meiste Zeit über ein „Marktgleichgewicht“ halten könne. 

Der Bericht erschien nur wenige Tage, nachdem Bitcoin die Marke von 12.000 US-Dollar überschritten hatte. Seine Volatilität hatte sich damit von einem mehrjährigen Tief erholt.

Anhand von Daten von CoinAPI, einem Anbieter von Kryptowährungs-Marktdaten, beobachtete Zubr, dass Bitcoin-Kursschwankungen typischerweise mit nahezu symmetrischen Bewegungen auf der Gegenseite einhergehen würden. Dadurch würden sich Chancen sowohl auf der positiven als auch auf der negativen Seite ergeben. 

Zubr erklärte dazu:

„Größtenteils ahmt Bitcoin fast immer den genauen prozentualen Anstieg mit einem prozentualen Rückgang am selben Tag nach“.

Bitcoin: Tägliche prozentuale Änderung von Eröffnung auf Hoch und von Eröffnung auf Tief

Bitcoin: Tägliche prozentuale Änderung von Eröffnung auf Hoch und von Eröffnung auf Tief. Quelle: Zubr

Typischerweise findet diese Spiegelung im Laufe desselben Handelstages statt. Aber Zubr fand auch heraus, dass eine solche auch im Laufe längerer Zeiträume auftreten könne. 

Das bedeutet, dass die jüngste Rallye von Bitcoin auf 12.000 US-Dollar kurzfristig eine ähnliche Rückkehr auf 10.000 US-Dollar verzeichnen könnte. Eine Reihe anderer Faktoren deuten ebenfalls auf einen solchen möglichen Pullback hin. 

Was haben Trader davon?

Die Entwicklung eines besseren Bewusstseins für das Marktgleichgewicht und seine Beziehung zum Bitcoin-Kurs kann äußerst aufschlussreich sein, wenn man das in einer Day-Trading-Strategie umsetzt. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass das genannte Volatilitätsphänomen seit 2017 konstant ist. 

Händler können die Volatilität ausnutzen und durch gezielte Short- und Long-Positionen auf Bitcoin täglich Gewinne erzielen. Das ist jedoch nur einer der vielen Faktoren, an die Händler denken sollten. 

Zubr erläuterte außerdem:

„Effektiv sagen die Daten aus, dass es Gelegenheit mit geringeren Risiko geben kann, wenn man den Ereignissen der Vergangenheit vertraut und eine solche Bewegung als charakteristisch für den Bitcoin-Handel betrachtet. Sollte Bitcoin beispielsweise um 10 Prozent steigen und wieder auf den Eröffnungskurs zurückgehen, kann man aus der Vergangenheit ersehen, dass es extrem wahrscheinlich ist (zu über 50 Prozent), dass der Kurs innerhalb desselben oder des folgenden Tages zwischen 9-12 Prozent fällt.“

Obwohl diese Daten an sich nicht schlüssig sind, können sie bei der Ausarbeitung von Intraday- und Schwung-Trading-Strategien verwendet werden.

Nur die Zeit wird zeigen, ob Bitcoin sein derzeitiges Marktgleichgewicht aufrechterhalten wird oder weiter über 12.000 US-Dollar steigt.

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Bitcoin-Optionen: Investoren wetten auf BTC-Kurs von 50.000 US-Dollar bis 2021

In den vergangenen drei Wochen wurden Bitcoin (BTC) Optionen im Wert von 150.000 US-Dollar für Juni und Dezember 2021 gehandelt. Bei diesen Optionen rechnen die Trader mit einem BTC-Kurs von 50.000 US-Dollar. Die Derivatebörse LedgerX hat diese extrem bullischen Geschäfte vermittelt. Aber was könnte der Grund für diesen Optimismus sein?

Es gibt einige gute Gründe für den Kauf von Optionen mit so geringen Chancen. Es wirkt allerdings unvernünftig, 1.000 US-Dollar für ein Privileg zu bezahlen, mit dem man Bitcoin in 18 Monaten 440 Prozent über dem aktuellen Kurs kaufen kann.

Selbst unter Berücksichtigung einer jährlichen Volatilität von 100 Prozent, was selbst für Bitcoin recht hoch ist, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis 50.000 US-Dollar erreichen wird, bei weniger als 8 Prozent.

Verkäufer der Kaufoption trägt Risiko

Der Verkäufer dieser Kaufoption hat einen unbegrenzten Nachteil, wenn der Kurs es irgendwie schafft, über 51.000 US-Dollar zu klettern. Für dieses Risiko erhält der Verkäufer die 1.000 US-Dollar im Voraus bezahlt.

Zum Vergleich: Eine Kaufoption für Dezember 2021, wo ein Kurs von 25.000 US-Dollar angepeilt wird, kostete 1.750 US-Dollar. Käufer erhalten 13.250 US-Dollar, wenn der Bitcoin-Kurs 40.000 US-Dollar erreicht. Das entspricht einer Rendite von 650 Prozent. 

Jemand, der eine 50.000-US-Dollar-Option kauft, hätte hingegen nichts von einem Bullenlauf auf 40.000 US-Dollar.

Mögliche Gründe für einen solchen Trade

In Kryptomedien und auf Twitter ging es in letzter Zeit sehr viel um Optionen und Futures-Instrumente. Aber in Wirklichkeit macht es für private Trader keinen Sinn, teure Optionen zu kaufen, nicht einmal für die größten Optimisten. 

Die Beweggründe für diese immens optimistischen Investoren sind vollkommen unbekannt. Es könnte sich hierbei um eine Methode handeln, die man Bull Call Spread nennt.

In diesem Szenario kauft der Anleger die teurere 25.000-US-Dollar-Option und verkauft die 50.000-US-Dollar-Option. Das ist sinnvoller, da das die Ausgaben von 1.750 auf 750 US-Dollar reduziert und man gleichzeitig massiv von einem möglichen Bullenlauf profitieren kann.

Gewinn/Verlust für Bull Call Spread

Gewinn/Verlust für Bull Call Spread. Quelle: Optioncreator.com

Der obige Chart zeigt die Rendite für einen solchen Bull Call Spread. Das ist zwar immer noch sehr optimistisch, aber diese Strategie bietet positive Renditen bereits bei über 25.750 US-Dollar.

Wette auf 50.000 US-Dollar im Jahr 2018 hat sich nicht ausgezahlt

Im Dezember 2017 zahlte Blocktower Capital 1 Mio. US-Dollar für Optionen auf 50.000 US-Dollar mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ende 2018 erklärte der Blocktower-CIO Ari Paul, dass das ein Volatilitätshandel war, da sie gleichzeitig BTC und andere Vermögenswerte verkauften. 

Es gibt keine Möglichkeit, den Gewinn oder Verlust bei diesem Trade zu schätzen. Aber die 1 Mio. US-Dollar wurden definitiv verloren.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

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Bitcoin-Kurs (BTC): Neues Modell kündigt Bullrun an

Der Bitcoin-Kurs parkt momentan zwischen der 9.000 und der 10.000 US-Dollar-Marke. Ein neues Modell deutet darauf hin, dass er sich dort für den nächsten Bullrun vorbereitet.

Der Bitcoin-Kurs notiert derzeit bei 9.110 US-Dollar und verzeichnet damit ein 24-Stunden-Plus von 1,6 Prozent. In der Wochenrückschau musste die Kryptowährung mit knapp 1 Prozent leicht an Stärke einbüßen. Im 30-Tages-Verlauf sind es 3 Prozent Verlust, die der Bitcoin-Kurs verkraften muss.

Wenn es nach Krypto-Analyst und Twitter-Nutzer WillyWoo geht, könnte der Kurs jedoch kurz vor einem Ausbruch stehen.

Ein Blick in Willy Woos Kristallkugel

Das ist das neue Modell, an dem ich arbeite, es macht den Beginn von neuen Bullruns aus.

1) Der Bitcoin-Kurs hat gerade zu einem Bullrun angesetzt, als der weiße Covid-Schwan die Party beendet hat.

2.) Dieses Modell legt nahe, dass wir vor einem Bullrun stehen. Vielleicht in einem Monat oder so.

WillyWoo

Wie man der Grafik entnehmen kann, nahm Willy Woo die vergangenen Bullruns der vergangenen Jahre als Grundlage und modellierte daraus die Daten für das nächste große Ding. Der Corona-Ausbruch und der damit verbundene „Schwarze Donnerstag“, der den Bitcoin-Kurs (BTC) kurzzeitig unter 4.000 US-Dollar drückte, habe den Bullrun jedoch vorerst aufgehalten. Wäre das nicht passiert, so die Mutmaßung des Krypto-Analysten, stünden wir bereits mitten in einem Bullrun. In einem weiteren Tweet betont Willy Woo, dass es sogar ein gutes Zeichen sei, dass der Bitcoin-Kurs momentan immer wieder an einem Ausbruch scheitert. Je länger die Akkumulationsphase dauere, so betont der Krypto-Analyst, umso gesunder das spätere Wachstum. Ein längeres „Seitwärtsband der Akkumulation“ (Sideways Accumulation Band) könne den Bitcoin-Kurs sogar noch höher treiben.

Steht der Bitcoin-Kurs also kurz vor einem Bullrun?

Analysen wie das von Willy Woo oder auch das Stock-to-Flow-Modell von PlanB haben ein grundlegendes Problem. Sie versuchen, anhand von Daten aus der Vergangenheit, um daraus Prognosen für die Zukunft zu machen. Sie nehmen grundsätzlich an, dass sich vergangene Muster wiederholen lassen und übersehen dabei, dass es kein unendliches Wachstum geben kann und blicken dabei berufsbedingt durch ihre technische Analysebrille auf die Krypto-Welt. Dabei geht tendiert ein Großteil der Krypto-Analysten dazu, ins reißerische zu gleiten, anstatt sich um einen sachlichen Ton zu bemühen. Letztlich kann man also nicht mit Sicherheiten sagen, ob sich die Prognosen auch bewahrheiten werden. Wie weit die Meinungen im Land der Krypto-Analysen auseinandergehen zeigt etwa Traderguru Tone Vays: Erst vergangene Woche betonte er, dass er es für unwahrscheinlich halte, dass der Bitcoin-Kurs dieses Jahr noch die 10.000 US-Dollar-Marke nachhaltig überschreiten werde.

Nachrichten, die den Markt bewegen

Nach wie vor schwebt das Gerücht über dem Krypto-Markt, dass PayPal vor einer Bitcoin-Integration stehen soll. Falls sich das bewahrheiten sollte, würde die Zahlungsapp für seine 277 Millionen Kunden eine Interaktion mit dem Krypto-Markt bereitstellen. Inzwischen hat sich PayPal gegenüber BTC-ECHO geäußert. Das Unternehmen hat die News weder bestätigt noch negiert:

PayPal äußert sich nicht zu Gerüchten oder Mutmaßungen.

Sollten sich die Gerüchte dennoch bewahrheiten, könnte das positive Signale an den Krypto-Markt senden.

Inzwischen nähert sich auch NASDAQ dem Sektor run um dezentrale Technologien an. So berichtet Forbes am 27. Juni, dass die größte elektronische Börse der USA eine Plattform bereitstellt, die es Unternehmen ermöglichen soll, digitale Assets auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie herauszugeben. Forbes sieht darin ein positives Signal für die Blockchain-Adaption:

Dass etablierte Unternehmen wie Nasdaq und Microsoft jetzt auf Blockchain setzen und diese ihren Kunden anbieten, ist ein Signal dafür, dass die Technologie inzwischen vom Mainstream übernommen wurde.

Forbes

Bleibt festzuhalten: Die bislang recht schwer zu greifende und ominöse Blockchain- beziehungsweise Distributed-Ledger-Technologie hält immer weiter Einzug in das alltägliche Leben. Die international auf den Weg kommenden digitalen Zentralbankwährungen sprechen eine ähnliche Sprache. Sollte sich die Stimmung gegenüber dezentralen Technologien allgemein bessern, werden auch Kryptowährungen profitieren. Dann klappt’s auch mit dem Bitcoin-Kurs.

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ETH auf 300 US-Dollar? Ethereum könnte es Cardano gleichtun

In letzter Zeit haben mehrere Altcoins Stärke gezeigt. Gute Beispiele dafür sind sind Theta Token (THETA), Zilliqa (ZIL) und Elrond (ERD). Die Coins mit einer großen Marktkapitalisierung hinken jedoch stark hinterher. Der einzige solche Coins, der sich gut entwickelt hat, ist Cardano (ADA).

Da Altcoins mit einer kleineren Marktkapitalisierung allmählich steigen, fragen sich einige Anleger vielleicht, was genau für einen beträchtlichen Anstieg der Coins mit einer großen Marktkapitalisierung nötig wäre. Braucht der Markt eine Bestätigung von Bitcoin (BTC), dem größten digitalen Vermögenswert auf CoinMarketCap? Oder ist der Top-Altcoin Ether (ETH) das Signal? 

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht. Quelle: Coin360

Ether hält entscheidende Unterstützung bei 220 US-Dollar

Das ETH/USD-Paar erholte sich im letzten Monat von 195 US-Dollar auf 250 US-Dollar, fiel aber in den Tagen davor auch zusammen mit Bitcoin. Als der Bitcoin-Kurs diese Woche einen Pullback machte, gab es auch bei Ether einen Test. Der grüne Bereich zwischen 271 US-Dollar und 222 US-Dollar ist die Zone, die als Unterstützung halten musste.

ETH/USDT 1-Tages-Chart

ETH/USDT 1-Tages-Chart. Quelle: TradingView

Wie man auf dem obigen Chart sieht, gelang die Erholung und bestätigte damit, dass das Niveau zwischen 217 US-Dollar und 222 US-Dollar als Unterstützung fungiert. Den ganzen Mai über war diese Zone hingegen ein Widerstand.

Auf dem Chart ist auch ein Widerstand bei 250 US-Dollar zu sehen. In dieser Spanne gibt es eine Unterstützung zwischen 217 US-Dollar und 222 US-Dollar und einen Widerstand bei 250 US-Dollar. Wenn die Spanne festgelegt ist, kann man daraus schließen, dass ein Ausbruch zu einem Trend führt.

Das ETH/USD-Paar befindet sich seit dem Einbruch am 12. März in einem Aufwärtstrend. Demnach ist es wahrscheinlich, dass es über 250 US-Dollar weiter steigen wird.

Die nächsten wichtigen Widerstände liegen bei 290 US-Dollar und zwischen 330 US-Dollar und 340 US-Dollar. Wenn der Kurs unter 217 US-Dollar fällt, kann man einen potenziellen Test der Unterstützung beim gleitenden 100-Tages- und 200-Tages-Durchschnitt zwischen 168 US-Dollar und 176 US-Dollar erwarten.

ETH/USD 1-Tages-Chart

ETH/USD 1-Tages-Chart. Quelle: TradingView

Das Gesamtbild weist eine klare Akkumulationsperiode für das ETH/USD-Paar auf. Seit Juli 2018 pendelt der Ethereum-Kurs zwischen 100 US-Dollar und 300 US-Dollar. Das ist eine Spanne, in der sich das Paar sein zwei Jahren befindet. Jetzt könnte ein Ausbruch anstehen.

Je länger eine solche Spanne sich hält, desto heftiger wird der Ausbruch. Außerdem bietet eine so lange Akkumulationsperiode auch eine ausgezeichnete Risiko-Ertragschance. 

Was ist auf diesem Chart entscheidend? Die 100- und 200-Tages-Durchschnitte liegen unter dem aktuellen Kurs. Das bietet eine Unterstützung und die Chance auf einen weiteren Aufwärtsschwung. 

Auch das gestiegene Volumen im Rahmen dieser Akkumulation stärkt die Aussicht auf ein Wachstum. Das Volumen geht dem Preis voraus, wie es so oft heißt. Eine Akkumulation wird daher oft anhand einer Zunahme des Volumens erkannt. Ether weist derzeit genau dieses Signal auf.

Gesamtmarktkapitalisierung deutet auf stärkeres Interesse an Kryptowährung hin

Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen zeigt, dass es einen klaren Durchbruch bei der Unterstützung im Jahr 2018 gab. Das Niveau zwischen 215 Mrd. US-Dollar und 222 Mrd. US-Dollar dienten zu Beginn des Zyklus als Unterstützung und haben sich nun erneut in Unterstützungen verwandelt. 

Gesamtmarktkapitalisierung 1-Tages-Chart

Gesamtmarktkapitalisierung 1-Tages-Chart. Quelle: TradingView

Ähnliches kann man auch in den Charts für die Marktkapitalisierung und das ETH/USD-Paar beobachten. Das zunehmende Interesse durch das steigende Volumen ist ebenfalls ein Signal dafür, dass eine Akkumulation stattfindet.

Die 100- und 200-Tages-Durchschnitte liegen unter der aktuellen Marktkapitalisierung. Das deutet darauf hin, dass sich die Marktkapitalisierung derzeit im bullischen Bereich bewegt.

Wichtig für die Gesamtmarktkapitalisierung wäre ein Ausbruch über den Widerstand bei 305 Mrd. US-Dollar. Das würde auf ein neues höheres Hoch hindeuten und ein weiteres bullisches Argument für den Beginn eines massiven neuen Zyklus bieten. 

Gesamtmarktkapitalisierung aller Altcoins hinkt stark hinterher 

Gesamtmarktkapitalisierung aller Altcoins 1-Tages-Chart

Gesamtmarktkapitalisierung aller Altcoins 1-Tages-Chart Quelle: TradingView

Die Marktkapitalisierung der Altcoins weist auf eine deutliche Akkumulationsperiode hin, da die Marktkapitalisierung der Altcoins zwischen 50 und 113 Mrd. US-Dollar schwankt. Mit dem Ende der Akkumulationsspanne nähert sich der Höhepunkt auch für die Gesamtmarktkapitalisierung der Altcoins.

Entscheidend ist wiederum, dass die gleitenden 100- und 200-Tages-Durchschnitte während des gesamten Zyklus Unterstützung bieten, wie sie es vor dem Höchststand im Dezember 2017 taten.

Wenn das geschieht, ist ein Ausbruch über 113 Mrd. US-Dollar und eine nachhaltige Rallye in Richtung 135 oder sogar 200 Mrd. US-Dollar möglich. Derzeit ist der Widerstand bei 113 Mrd, US-Dollar mehrfach getestet worden. 

In der Regel gilt: Je öfter ein Widerstand getestet wird, desto schwächer wird das Niveau. Ein weiterer Test würde wahrscheinlich genug Kraft für einen Ausbruch und einen Aufschwung schaffen. 

In dieser Hinsicht sind 200 Mrd. US-Dollar bei der nächsten Rallye nicht unmöglich. 

ETH/BTC-Paar komprimiert 

ETH/BTC 1-Tages-Chart

ETH/BTC 1-Tages-Chart. Quelle: TradingView

Der ETH/BTC-Chart zeigt derzeit eine Kompression, aber was bedeutet das? Im Grunde bedeutet das, dass sich der Kurs in einer engen Spanne bewegt. Wenn sich der Kurs innerhalb einer solchen engen Spanne bewegt, führt ein Ausbruch typischerweise zu einer starken Bewegung nach oben oder unten.

Im Fall von Ether ist zu erwarten, dass dieser Ausbruch nach oben geht. Hier ist eine ähnliche Akkumulation zu beobachten, bei der das ETH/BTC-Paar über dem 100- und 200-Tages-Durchschnitt schwebt. 

Solange diese Niveaus die Unterstützung halten, ist mit einem Ausbruch nach oben zu rechnen. Die nächsten Zonen, die man im Auge behalten sollte, liegen zwischen 0,029 und 0,03 Sats und 0,036 und 0,04 Sats. 

Wichtige Niveaus beim ETH/USD-Paar

ETH/USD 1-Tages-Chart

ETH/USD 1-Tages-Chart. Quelle: TradingView

Das wahrscheinlichste Szenario ist im obigen Chart zu sehen. Da der bisherige Widerstand zwischen 217 US-Dollar und 222 US-Dollar als Unterstützung bestätigt wurde, ist mit einer Fortführung der Aufwärtsbewegung zu rechnen. 

Wie bereits erwähnt, zeigte die vorherige Rallye auf 215 US-Dollar, dass hier eine Konsolidierung am wahrscheinlichsten ist. Bei dieser Konsolidierung kann Kraft für die nächste massive Impulswelle gesammelt werden.

Sobald der Ether-Kurs über 250 US-Dollar ausbricht, ist ein weiterer Anstieg in Richtung 290 US-Dollar und 330 US-Dollar möglich. In diesem Fall liegt der wichtigste Widerstand bei 330 US-Dollar.

Weiter unten ist ein Abwärtstrend wahrscheinlich, wenn der Ether-Kurs unter die Unterstützung zwischen 217 US-Dollar und 222 US-Dollar fällt. Die letzte Unterstützung sind der 100- und 200-Tages-Durchschnitt bei etwa 175 US-Dollar und 180 US-Dollar. 

Diese Zone muss als Unterstützung gehalten werden, um einen weiteren Aufwärtsschwung aufrechtzuerhalten. Andernfalls könnte es sogar zu Rückgängen auf 100 US-Dollar kommen. 

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

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Bitcoin-Dominanz sinkt, Altcoins mit bullishen Tendenzen – Marktanalyse

Mit dem Kursrutsch bei Bitcoin ist auch seine Dominanz etwas gesunken. Ob sich die Altcoins nun durchsetzen, müssen die nächsten Tage zeigen. Die Gesamtmarktanalyse.

Marktkapitalisierung: Gesamtmarkt weiter in Seitwärtskanal gefangen

Chartanalyse Gesamtmarktkapitalisierung KW23

Gesamtmarktkapitalisierung auf Basis von Werten von Cryptocap dargestellt

Der plötzliche Kurssturz des Bitcoin-Kurses auf 9.300 US-Dollar verhinderte am gestrigen Dienstag, den 02. Juni, einen Ausbruch der Gesamtmarktkapitalisierung. Der Gesamtmarkt korrigierte deutlich und schaffte es nicht, das anvisierte Ziel bei 281 Milliarden US-Dollar (61er Fibonacci-Retracement) per Tagesschlusskurs zu halten. Immerhin schafften es die Bullen, den Gesamtmarkt nicht unter die 257 Milliarden US-Dollar abstürzen zu lassen.

Bullishes-Szenario

Kann der Gesamtmarkt nun abermals Fahrt aufnehmen und zeitnah wieder in Richtung der Trendkanaloberkante ansteigen, ist ein Anlaufen des mehrfach erwähnten mittelfristigen Kursziels bei 305 Milliarden US-Dollar weiterhin realistisch. Bei einer anhaltenden Stärke der Altcoins wäre auch ein Retest der pinken horizontalen Widerstandlinie bei 314 Milliarden US-Dollar einzuplanen.

Bearishes-Szenario

Fällt die Kapitalisierung des Gesamtmarktes hingegen per Tagesschlusskurs unter die 257 Milliarden US-Dollar und rutscht damit auch unter den EMA10 (gelb) und EMA20 (rot), lauten die Kursziele 246 Milliarden US-Dollar sowie 237 Milliarden US-Dollar. Falls sie darunter rutschen, ist mit weiteren Abgaben zu rechnen.

Bei einer anhaltenden Schwäche am Gesamtmarkt muss auch ein erneuter Retest des EMA200 (blau) bei 226 Milliarden US-Dollar eingeplant werden. Kann der Gesamtmarkt sich hier ebenfalls nicht stabilisieren und zeigt weiter Schwäche, könnten die Bären versuchen, die Gesamtmarktkapitalisierung erneut in Richtung des 38er Fibonacci-Retracements bei 215 Milliarden US-Dollar zu drücken. Ein Bruch dieses Supports auf Tagesbasis aktiviert sodann die psychologische Unterstützung bei 200 Milliarden US-Dollar als maximales Kursziel auf der Unterseite. Wie bereits in den letzten Wochen auch, ist dieses Szenario nur als alternative Variante anzusehen.

Bitcoin-Dominanz mit Fehlausbruch

Chartanalyse Bitcoin-Dominanz KW23

Bitcoin-Dominanz auf Basis von Werten von Cryptocap dargestellt

Die BTC-Dominanz schaffte es diese Woche kurzfristig, nach oben auszubrechen und ein neues Mehrmonatshoch bei 69,83 Prozentpunkten zu markieren. Dieser Spike über die sämtliche Widerstandslinie währte jedoch nur kurz und endete in einem Fehlausbruch auf der Oberseite. Der Rückfall unter die lila und rote Abwärtstrendlinie ist ein eindeutig bearishes Signal und lässt auf eine weiter fallende Dominanz schließen. Aktuell notiert die BTC-Dominanz bei 65,97 Prozent und damit unterhalb des Kreuzsupports aus dem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage (EMA200) (blau) und Supertrend aus dem Tageschart.

Bitcoin-Dominanz: Bearishes Szenario

Sollte die BTC-Dominanz zeitnah unter den Support bei 65,57 Prozent fallen, eröffnet sich weiteres Abwärtspotential. Die hier verlaufende braune horizontale Unterstützungslinie war in der Vergangenheit schon mehrfach Dreh- und Angelpunkt für einen Richtungswechsel der Bitcoin-Dominanz. Hier dürfte es kurzfristig zu einer Richtungsentscheidung kommen. Rutscht der Kurs auch unter diesen wichtigen Support, ist der gelbe Supportbereich bei 64,50 Prozent als erstes Ziel aktiviert. Wird auch diese Zone unterboten und die BTC-Dominanz verliert weiter an Stärke, ist ein Retest des April-Tiefs aus 2020 bei 64 Prozent zunehmend wahrscheinlich. Hier werden die Bullen entscheiden müssen, ob sie abermals zum Gegenschlag ausholen können. Schaffen sie es nicht, wird das Kurstief aus dem Februar 2020 bei 62,00 Prozentpunkten als mittelfristiges Kursziel als Chartziel aktiviert.

Kann sich die Leitwährung in diesem Bereich nicht stabilisieren und mit steigenden Kursen auch seine Dominanz erneut ausbauen, kommt es womöglich zu erneuten Abgaben und das Make-or-Break Level zwischen 60,05 und 59,64 Prozent dürfte angelaufen werden. Hält auch der graue Supportbereich nicht, kommt es zu einem Stimmungswechsel am Gesamtmarkt und die Altcoins dürften weiter an Stärke gewinnen. Die in der Vorwoche angesprochene Wahrscheinlichkeit für eine Altcoin-Rallye in der zweiten Jahreshälfte 2020 nimmt sodann spürbar zu.

Bitcoin-Dominanz: Bullishes Szenario

Die Bullen haben es somit vorerst nicht geschafft, die BTC-Dominanz per Tagesschluss über den Widerständen bei 68,01 und 68,50 Prozentpunkten zu stabilisieren. Dieses verringert die Wahrscheinlichkeit einer Bullenhausse der Leitwährung spürbar. Erst wenn die Dominanz der Leitwährung zurück über das Widerstandscluster im Bereich 66,60 Prozent springen kann, könnten die Bullen erneut Hoffnung schöpfen. Ein nochmaliges Anlaufen der roten Abwärtstrendlinie wäre hingegen ein wirklich bullishes Zeichen. Oberhalb dieses Chartlevels lauten die Widerstände weiterhin 69,53 Prozent sowie maximal 70,91 Prozentpunkte. Dafür muss das Käuferlager die Leitwährung jedoch zeitnah deutlich zurück über die 10.000 US-Dollar Marke hieven. Diese Chance ist durch den deutlichen Kursrutsch am gestrigen Dienstag den 02. Juni als gering zu bewerten. Erst wenn die Leitwährung nachhaltig neue Jahreshochs oberhalb der 10.500 US-Dollar ausbilden kann, dürfte sich das Bild zu Gunsten einer erneut ansteigenden Bitcoin-Dominanz aufhellen.

Bitcoin-Kurs mit deutlichem Abpraller an der 10.300 US-Dollar, die Altcoins zeigen sich deutlich bullisher

Der Gesamtmarkt schaffte es diese Woche, das wichtige Kursziel bei 281 Milliarden US-Dollar abzuarbeiten. Damit können die Altcoins die relative Schwäche der Leitwährung Bitcoin kompensieren. Ob die Anleger in den kommenden Tagen weiter in Altcoins investieren, wird darüber entscheiden ob sich der Gesamtmarkt weiter der 305 Milliarden US-Dollar annähern kann. Auch wenn die Dominanz der Leitwährung aktuell weiter fällt, Bedarf es dennoch der Hilfe eines steigenden Bitcoin-Kurses um auch nachhaltig höhere Hochs im Gesamtmarkt auszubilden. Solange der Bitcoin unter dem wichtigen Widerstand bei 10.500 US-Dollar handelt, wird es schwierig sein das Jahreshoch bei 305 Milliarden US-Dollar zu überwinden. Des Weiteren bedarf es einer anhaltend bullishen Stimmung am klassischen Aktienmarkt. Nur solange die Finanzspekulanten auf weiter steigende Aktienkurse setzen, wird auch der Kryptomarkt bullish tendieren.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,89 Euro.

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BSI-Studie zur IT-Sicherheit: Blockchain ist kein Allheilmittel

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im Rahmen einer Marktanalyse mehr als 300 Blockchain-Angebote untersuchen lassen. Nur neun Blockchain-Anwendungen stammen aus Deutschland, die Mehrheit jedoch aus der USA – über 25 Prozent. Auftragnehmer der Studie war das Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe. 

Wie das veröffentlichte Papier zeigt, haben Blockchain-Produkte einen durchschnittlich hohen Sicherheitsgrad. Die Hauptgründe dafür sind laut der BSI-Stellungnahme ein starker Fokus auf IT-Sicherheit und das hohe Finanzvolumen im Blockchain-Markt. Beide Faktoren machen es für Sicherheitsexperten attraktiv, im Blockchain-Bereich tätig zu werden. 

Analyse zeigt Vor- und Nachteile 

Grundsätzlich sei die Blockchain gegenüber klassischen zentralen Datenbanken besser verfügbar und robuster gegen Missbrauch. Dem stünden allerdings Nachteile im Bereich der Vertraulichkeit und der Effizienz gegenüber.

Auch könne keine der untersuchten Anwendungen “einen formalen Sicherheitsnachweis vorweisen”, so das BSI. Nur in wenigen Einzelfällen wurden von den Herstellern der Produkte unabhängige Sicherheitsuntersuchungen in Auftrag gegeben und deren Ergebnisse veröffentlicht. Eine Ausnahme bilden hier Hardware-Wallets und Blockchain-Clients, die überdurchschnittlich gut untersucht sind und einen hohen Grad an Sicherheit haben. Dies sei besonders vor dem Hintergrund zu erklären, “dass Sicherheitslücken in diesen Angeboten schnell zum Verlust einer großen Menge Geld führen können”. 

Das BSI bestätigt in seiner Analyse:

“Es ist allerdings auffällig, dass nur sehr wenige Konzepte und Lösungen aus dem Blockchain-Ökosystem wissenschaftlich fundiert untersucht wurden. Das ist vor allem deswegen problematisch, weil die Sicherheitsgarantien, die von verschiedenen Produkten gegeben werden, neuartig und häufig nicht vollständig verstanden sind”.

Zu den weiteren Problemen gehört auch “die große Anzahl an Abhängigkeiten zu fremden Programmbibliotheken, die in veralteten Versionen, teilweise mit bekannten Sicherheitslücken eingesetzt werden”. Die Verwendung von identischen Code-Bausteinen, die von einer Vielzahl von Implementierungen geteilt werden, sowie die ungewöhnliche Wahl der kryptographischen Primitiven deuten ebenso auf wesentliche strukturelle Probleme hin.

Fehlende Authentizität der Daten in der Blockchain, manipulierbare Zufallszahlen und Fehler im Code sind demnach weitere Probleme.

Blockchain-Produkte spielen auf dem Markt kaum eine Rolle

Laut BSI haben fast 80 Prozent aller untersuchten Anwendungen nur eine kleine oder sehr kleine Marktrelevanz. Jedes fünftes Produkt ist für den Einsatz im Finanzsektor gedacht, bei dem zweitgrößten Teil handelt es sich um Spiele. Insbesondere die Anwendungsfelder Verwaltung, IoT, Identitätsmanagement, Gesundheit und Energie, welche häufig als Haupteinsatz der Blockchain-Technologie genannt werden, werden bisher kaum von den untersuchten Anwendungen abgedeckt. 

Auch hinsichtlich des Reifegrades bleiben Blockchain-Produkte hinter anderen Arten von Angeboten zurück: Nur 20 Prozent aller Anwendungen haben einen hohen oder sehr hohen Reifegrad. 

“<…> die Blockchain-Anwendungen sind die am wenigsten entwickelte Art von Blockchain-Angeboten auf dem Markt. Es entsteht insgesamt der Eindruck, dass es bisher noch so gut wie keine im Einsatz befindlichen Anwendungen für die Blockchain-Technologie gibt.”

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Könnten Miner den Bitcoin-Kurs (BTC) unter 9.000 US-Dollar drücken?

Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist unter die Marke von 9.000 US-Dollar gerutscht. Die Perspektivlosigkeit kleiner Miner könnte sich aktuell im Kurs einpreisen.

Der Bitcoin-Kurs befindet sich weiterhin auf Bodensuche und ist um 0,3 Prozent in den letzten 24 Stunden auf 8.923 US-Dollar gefallen. Auf Wochensicht ist der Bitcoin-Kurs somit um 9,2 Prozent eingeknickt. Seit seinem letzten Annäherungsversuch an die 10.000 US-Dollar an vergangenem Mittwoch, hat die Krypto-Leitwährung rund 1.000 US-Dollar an Wert verloren und versucht aktuell, die Marke von 9.000 US-Dollar zurückzuerobern.

Im Sog des Bitcoin-Kurs müssen auch die Altcoins Federn lassen. Der Ether-Kurs (ETH) notiert mit einem 24-stündigen Minus von 1,1 Prozent bei 201,90 US-Dollar und ist im Wochenvergleich um 5,6 Prozent gefallen. Mit einem Rückgang von 0,4 Prozent im Tagesvergleich knickt der XRP-Kurs ebenfalls leicht ein und rutscht auf aktuell 0,194 US-Dollar. In den letzten sieben Tagen verzeichnet der Ripple-Coin somit einen Kursverfall von 5,1 Prozent. Der IOTA-Kurs (MIOTA) hingegen notiert mit einem Minus von 0,8 Prozent auf Tagessicht bei 0,195 US-Dollar und musste 4 Prozent in den letzten sieben Tagen liegen lassen.

Odyssee der Hash Rate zieht Bitcoin-Kurs mit

Das Bitcoin-Netzwerk wurde mit gleich zwei einschneidenden Belastungsproben in den letzten knapp drei Monaten konfrontiert, die noch ihren Schatten auf den Bitcoin-Kurs werfen: Die globale Erschütterung der Finanzmärkte durch die Corona-Krise und die Halbierung der Coinbase Rewards durch das kürzlich stattgefundende Halving. Beides wirkt noch nach und zeichnet sich in Schwankungen des Netzwerk-Seismographen ab: Der Hash Rate.

Die Hash Rate, also die gesamte Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk, durchlebt in letzter Zeit ein Wechselbad der Gefühle und rangiert zwischen Allzeithoch und -tief. Erreichte sie noch kurz vor dem schwarzen Donnerstag, den 11. März, mit 123,28m TH/s ein Allzeithoch am 8. März, fiel sie infolge weniger Tage auf 94,158m TH/s und mit ihr der Bitcoin-Kurs von rund 9.000 auf unter 5.000 US-Dollar.

Bis zum Halving stieg die Hash Rate erneut sukzessive an und verfehlte am 08.Mai mit 122,165 TH/s nur knapp den Wert, den sie genau zwei Monate zuvor erreichte. Doch so rasch die Hash Rate in die Höhe schnellte, fiel sie auch wieder und befindet sich seither mit einem aktuellen Wert von 90,29m TH/s im freien Fall. Nachdem der Bitcoin-Kurs nur knapp die Marke von 10.000 US-Dollar verfehlte, fiel er parallel zur Hash-Rate-Entwicklung auf aktuell 8.923 US-Dollar.

Zwar lässt sich keine direkte Kausalität zwischen Hash Rate und Bitcoin-Kurs herleiten. Da sie aber indirekt korrelieren, lohnt ein Blick auf die Hintergründe.

Miner in Pattsituation

Seitdem das Halving die Blockbelohnungen halbiert hat, kämpfen zumindest kleine Miner um ihre wirtschaftliche Existenz. Da sich der Ertrag nicht mehr mit den Kosten für die Inbetriebnahme energiefressender Mining-Geräte deckt, werden aktuell viele Geräte vom Netzwerk genommen. In der Konsequenz fällt die Hash Rate rapide.

Der Einbruch der Hash Rate nach dem Halving dürfte dabei nachhaltiger wirken, als der Riss, den der Corona-Crash zugeführt hat. Auslöser für den ersten Einschnitt waren makroökonimische Zusammenhänge. Durch den Kollaps der Märkte war es für Miner zeitweise rentabler, BTC am Markt zu verkaufen, als neue hinzuzuführen. Dass die Geräte in dieser Zeitspanne vom Netz gingen, erscheint aus Kosten-Nutzen-Gründen logisch.

Der aktuelle Fall der Hash Rate wiegt hingegen schwerer, da sich darin eine Neujustierung des Netzwerks widerspiegelt. Trotz Erholung des Gesamtmarkts: Die Coinbase Rewards werden nicht wieder hoch geschraubt. Miner müssen nach effizienteren Wegen suchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich an Pools anschließen, um ihre Gewinnchance zu erhöhen. Andernfalls gucken sie in die Röhre und werfen ihre BTC-Reserven auf den Markt, um zumindest kurzfristig Kosten zu decken.

Letzteres könnte Auslöser oder jedenfalls Begleiterscheinung der aktuellen Kursflaute sein. So könnten sich Miner ungewollt selbst in Bedrängnis bringen. In Abhängigkeit zu einem schwachen Bitcoin-Kurs legen sie ihre Geräte still, veräußern BTC-Reserven am Markt, drücken den Bitcoin-Kurs dadurch wiederum und sind folglich gezwungen, weitere BTC-Bestände zu verschleudern.

Diese Entwicklung dürfte aber nur temporär andauern. Letztlich befindet sich das Netzwerk im Übergang und stellt die Weichen neu.

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Bitcoin bildet ein „Golden Cross“ – sind 10.500 US-Dollar möglich?

Der Bitcoin-Kurs (BTC) bleibt in einer etwas neutralen Zone, die zwischen zwei Pfaden liegt. In der vergangenen Woche hatte das hochrangige digitale Asset auf CoinMarketCap Probleme, über 9.900 US-Dollar zu steigen, um die Marke von 10.000 US-Dollar anzugreifen.

Am Dienstagmorgen unternahm Bitcoin einen weiteren Versuch bei 10.000 US-Dollar, als der Kurs schnell auf 9.900 US-Dollar stieg, da eine Art Schluckauf bei BitMEX dazu führte, dass die Börse fast eine Stunde lang ausfiel. Die Bewegung hielt nicht lange an und ließ den Kurs bei 9.800 US-Dollar verharren. 

Gestern ist der Schwierigkeitsgrad beim Mining um 6% gesunken, was bedeutet, dass einige Miner, die ihren Betrieb aufgrund der Reduzierung der Blockbelohnung und des aktuellen Bitcoin-Preises eingestellt haben, es möglicherweise auch einfacher finden, erneut Bitcoin zu minen.  

Wöchentliches Preisdiagramm für den Kryptomarkt. Quelle: Coin360

Wie bereits erwähnt, befindet sich Bitcoin derzeit im Moment der „Überquerung des Rubikons“. Einige Händler glauben, dass der Weg nach vorne bullisch ist, wenn der Vermögenswert auf 10.200 US-Dollar steigen und über diesem Niveau schließen kann, insbesondere wenn Bitcoin sich bei 10.500 US-Dollar behaupten kann. Andere glauben, dass ein Rückgang unter die Unterstützungszone von 8.900 bis 8.550 USD bedeutet, dass für den Rest des Jahres 2020 mit längeren seitwärts gerichteten Preisbewegungen zu rechnen ist.  

Ein Blick auf das Tagesdiagramm zeigt, dass Bitcoin weiterhin höhere Tiefststände aufweist und über der mehrwöchigen aufsteigenden Trendlinie bleibt. Derzeit sinkt der Preis in einem Wimpel, der im Zeitraum von 4 Stunden und 1 Stunde zu sehen ist, weiter. 

Ein starker Volumenausbruch dieses Wimpels dürfte den Preis auf 10.200 US.Dollar treiben, ein Punkt, der auch mit dem Oberarm des Bollinger-Band-Indikators übereinstimmt.

BTC USDT Tagesdiagramm. Quelle: TradingView

Bedeutet ein Golden Cross, dass ein Bullenlauf kommt?

Diese Woche haben die Kryptomedien dem bevorstehenden Golden Cross zwischen dem gleitenden 50-Tage- und 100-Tage-Durchschnitt große Aufmerksamkeit geschenkt. Daten von Cointelegraph Markets zeigen, dass dies das siebte Mal in der Geschichte von Bitcoin ist, dass die gleitenden Durchschnitte konvergieren.

In der Regel interpretieren Händler die Kreuzung zwischen den gleitenden Durchschnitten als ein Bullensignal, sodass das Bitcoin-Preis einen Anstieg des Kaufdrucks verzeichnen könnte, wenn sich das Manöver dem Abschluss nähert. Dies ist möglicherweise ein weiterer Grund zu der Annahme, dass der digitale Vermögenswert über 10.000 US-Dollar hinausgeht und kurzfristig das Niveau von 10.200 US-Dollar testet.

Wichtig ist aber, dass auf ein Golden Cross nicht zwangsläufig eine starke Rallye mit sich bringt. Nehmen wir das jüngste Beispiel des Golden Cross vom 19. Februar, dem der katastrophale Rückgang auf 3.750 US-Dollar weniger als einen Monat später am 13. März folgte.. 

BTC USDT 4-Stunden-Diagramm. Quelle: TradingView

Kurzfristig beobachten Händler, ob Bitcoin aus dem Wimpel ausbrechen und die Widerstandszone von 9.900 bis 10.000 US-Dollar überholen kann. Wenn das Volumen es zulässt, macht eine Bewegung über 10.071 US-Dollar den Weg frei, um auf 10.200 US-Dollar zu steigen. 

Wenn das Hoch von 2020 bei 10.500 US-Dollar übertroffen wird, würde der Preis über der langfristigen absteigenden Trendlinie von 19.800 US-Dollar steigen. Dies wäre eine Leistung, die viele Händler als als Bestätigung für den Beginn eines neuen bullischen Zyklus bezeichnen würden. 

Aus bärischer Sicht erhöht eine wiederholte Ablehnung bei 9.900 US-Dollar und 10.000 US-Dollar die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis auf ein hohes Unterstützungsniveau fällt. Ein Rückgang unter 9.600 US-Dollar könnte dazu führen, dass der Preis auf 8.900 bis 8.550 US-Dollar und darunter auf 7.438 bis 7.200 US-Dollar fällt.   

Die hier geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investitions- und Handelsschritt ist mit Risiken verbunden. Sie sollten Ihre eigenen Recherchen anstellen, bevor Sie Entscheidungen treffen.

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