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„In den dunkelsten Ecken des Finanzsystems“: Urteil gegen Tether (USDT)

Während sich der Krypto-Markt vom Schock zu Wochenbeginn erholt, ist es im Verfahren gegen Tether limited und Bitfinex zu einem Urteil gekommen. Die Delinquenten kommen mit einem blauen Auge davon.

Vom Schock zu Wochenbeginn hat sich der Markt inzwischen erholt. Die Gesamtmarktkapitalisierung dreht allmählich ins Plus und hat seit dem gestrigen Tiefpunkt rund 150 Milliarden US-Dollar zugelegt. Das Zugpferd Bitcoin (BTC) konnte zu Redaktionsschluss die 50.000-US-Dollar-Marke zurückerobern. Auch die Altcoins drehen im Tageschart langsam wieder auf. Ethereum (ETH) verbucht ein Plus von 1,6 Prozent, während sich der Binance Coin (BNB) mit einem Plus von 0,5 Prozent wieder vor Tether (USDT) auf Platz drei gedrängt hat.

Tether und Bitfinex werden zur Kasse gebeten

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Die Frage, ob der Stablecoin Tether (USDT) durch genügend Rücklagen gedeckt ist, beschäftigt nicht nur den Krypto-Space. Wie BTC-ECHO berichtete, mussten Tether Limited, Herausgeberin des Stablecoins Tether und iFinex, Betreiberin der Bitcoin-Börse Bitfinex, der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft Mitte Januar umfassende Einsichten in ihre Bücher gewähren. Ein Vorwurf: Bitfinex soll sich heimlich 850 Millionen US-Dollar bei Tether Limited geliehen haben, um die klamme Kasse zu füllen. Pikant daran ist, dass beide Unternehmen zu DigFinex Inc. gehören.

Nun kam es zu einem Vergleich zwischen Tether und Bitfinex und der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft. Neben einer Strafzahlung in Höhe von 18,5 Millionen US-Dollar sieht der Vergleich vor, dass Tether vierteljährliche Berichte über ihre Reserven vorlegen muss. Dazu gehört “die Offenlegung der Vermögenswerte”, die hinter Tether stehen, “einschließlich aller Darlehen an oder von verbundenen Unternehmen”. Bitfinex und Tether haben zudem zugestimmt, alle Handelsaktivitäten im Bundesstaat einzustellen.

In einer Pressemitteilung hält sich die zuständige Generalstaatsanwältin Letitia James derweil nicht mit Kritik zurück. “Bitfinex und Tether haben rücksichtslos und rechtswidrig massive finanzielle Verluste vertuscht, um ihr System am Laufen zu halten und ihre Gewinne zu schützen”, sagte James. Die Behauptung, dass der Stablecoin jederzeit vollständig durch US-Dollar gedeckt gewesen sein soll, sei eine Lüge gewesen. “Diese Unternehmen verschleierten das wahre Risiko, dem Investoren ausgesetzt waren, und wurden von nicht lizenzierten und nicht regulierten Personen und Unternehmen betrieben, die in den dunkelsten Ecken des Finanzsystems agierten”, so James weiter.

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Kein Schuldeingeständnis

Auf der anderen Seite zeigen sich die Beschuldigten reumütig. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklären Tether und Bitfinex, dass man sich über den Vergleich freue. Ein Fehlverhalten räume man jedoch nicht ein. Man habe “in den vergangenen zweieinhalb Jahren in voller Kooperation mit der Generalstaatsanwaltschaft gearbeitet und mehr als 2,5 Millionen Seiten an Unterlagen zur Verfügung gestellt”.

Auch zum Leihgeschäft äußerten sich die Unternehmen. So sei das Darlehen in Höhe von 850 Millionen US-Dollar gewährt worden, “um die Kontinuität für die Kunden von Bitfinex zu gewährleisten”. Die Gelder seien jedoch “inzwischen vorzeitig und vollständig, einschließlich Zinsen, zurückgezahlt” worden. Zudem habe das Darlehen “zu keinem Zeitpunkt […] Auswirkungen auf die Fähigkeit von Tether gehabt, Rücknahmen zu verarbeiten”.

Tether kommt mit einem blauen Auge davon

Mit dem Urteil kommen die Beschuldigten gut weg. Die Vergleichszahlung scheint angesichts des Ausmaßes der Verflechtungen beider Unternehmen noch milde. Die Staatsanwaltschaft kommt schließlich entgegen der Darstellung von Tether und Bitfinex zu dem Schluss, dass Tether seit 2017 keinen “Zugang zu einer Bank hatte” und “daher zeitweise keine Rücklagen hielt, um die im Umlauf befindlichen Tether im Verhältnis von einem Dollar für jeden Tether zu stützen”.

So sollen die Unternehmen gezielt Falschangaben über den 850-Millionen-USD-Transfer gemacht haben. Die Unternehmen erklärten damals, dass die Gelder bei dem Zahlungsdienstleister Crypto Capital beschlagnahmt worden seien. Die Realität sei jedoch gewesen, “dass Bitfinex den Verbleib aller von Crypto Capital gehaltenen Kundengelder tatsächlich nicht kannte und daher keine solche Zusicherung machen konnte”.

Auch sollen iFinex und Tether fälschlicherweise behauptet haben, “keine Handelsaktivitäten von New Yorkern” zuzulassen. Das Gegenteil war aber der Fall. Die Untersuchung habe ergeben, “dass dies unwahr ist und dass die Unternehmen seit Jahren als nicht lizenzierte und unregulierte Unternehmen tätig sind, die illegal mit virtuellen Währungen im Staat New York handeln”.

Ein Vergleich mit Nachspiel

Bei Tether und Bitfinex heißt es lediglich zu den Vorwürfen, dass man “bei der öffentlichen Bekanntgabe dieser Ereignisse hätte besser vorgehen können”. Zudem habe sich im Zuge der Untersuchungen nicht feststellen lassen, dass der Stablecoin USDT ungedeckt gewesen sein soll. Eine bemerkenswerte These, spricht das Schreiben der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft doch eine eindeutig andere Sprache.

Aus dem Schneider sind Tether und Bitfinex dennoch nicht gänzlich. Die Unternehmen sind verpflichtet, in vierteljährlichen Berichterstattungen alle Informationen zu “Kerngeschäftsfunktionen” offenzulegen. Dazu gehören Informationen über die Tether-Reserven, ebenso wie “Berichterstattung über Vermögensübertragungen zwischen und unter Bitfinex- und Tether-Unternehmen”.

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auf btc-echo lesen

Bitfinex und Tether müssen 18,5 Mio. Dollar Strafe in New Yorker Abwicklung zahlen

Die NY Generalstaatsanwaltschaft hat sich mit Bitfinex und Tether geeinigt. Bitfinex und Tether werden alle Operationen in New York einstellen und auch eine 18.5 Millionen Dollar Strafe zahlen.

Der Bundesstaat New York ist in einen laufenden Rechtsstreit mit BitFinex verwickelt, der die Krypto-Börse beschuldigt, 850 Millionen Dollar an Verlusten zu verstecken.

Im Fall von Tether, dem populärsten Stablecoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 34 Milliarden Dollar, stellt die AG fest, dass das Unternehmen darstellte, dass diese Stablecoins eins-zu-eins durch US-Dollars in Reserve gedeckt waren, aber eine Untersuchung des Office of the Attorney General (OAG) ergab, dass iFinex, der Betreiber von Bitfinex, und Tether falsche Aussagen über die Deckung des Stablecoins machten. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James sagte:

“Bitfinex und Tether haben rücksichtslos und unrechtmäßig massive finanzielle Verluste vertuscht, um ihr System am Laufen zu halten und ihre Gewinne zu schützen. Die Behauptung von Tether, dass seine virtuelle Währung jederzeit vollständig durch US-Dollar gedeckt sei, war eine Lüge. Diese Unternehmen verschleierten das wahre Risiko, dem Investoren ausgesetzt waren, und wurden von nicht lizenzierten und nicht regulierten Personen und Unternehmen betrieben, die in den dunkelsten Ecken des Finanzsystems agierten.”

In einer Erklärung sagte Tether, dass es kein Fehlverhalten im Rahmen der Bedingungen des Vergleichs zugegeben hat.

Tether räumte ein, dass es das Darlehen, das von der NYAG hervorgehoben wurde, gemacht hat, sagte aber, dass es seitdem vollständig zurückgezahlt wurde. Tether sagte, dass das Darlehen nicht die Firma von der Ausgabe von Rücknahmen zu jeder Zeit zu verhindern.

Infolgedessen werden Bitfinex und Tether keine Handelsaktivitäten mehr mit Bürgern von New York haben dürfen. Die Unternehmen müssen außerdem regelmäßig Berichte über die Geschäftsfunktionen vorlegen, die klare Details über ihre als Rücklagen gehaltenen Mittel enthalten. Tether muss die Vermögenswerte, die hinter Tether stehen, öffentlich offenlegen, getrennt nach Kategorien, einschließlich aller Darlehen an oder von verbundenen Unternehmen.

Bild@ Pixabay / Lizenz

auf Coin Kurier lesen

Schnapsidee? – New Yorker Barbesitzer will zwei Lokale für Bitcoin verkaufen

Der New Yorker Barbesitzer Patrick Hughes bietet seine zwei nebeneinander liegenden Bars in Manhattan ausschließlich für Kryptowährungen zum Verkauf an.

Laut einem Bericht der New York Post, möchte Hughes den Kaufpreis für seine Bars namens „Hellcat Annie’s“ und „Scruffy Duffy’s“ in Form von Ether (ETH) oder Bitcoin (BTC) bezahlt bekommen. Die beiden Lokale befinden sich im berühmt-berüchtigten Stadtteil Clinton, der auch als „Hell’s Kitchen“ bekannt ist. Wie auf der zugehörigen Werbetafel ersichtlich ist (siehe unten), können die beiden Etablissements lediglich zusammen erworben werden. Der gemeinsame Kaufpreis beläuft sich auf stolze 800 ETH bzw. 25 BTC, was bei momentanem Kursstand einem Gegenwert von 1 Mio. US-Dollar entspricht.

Werbetafel von Patrick Hughes. Quelle: NY Post

„Ich hoffe, dass ich einen dieser Krypto-Typen begeistern kann, der schon immer mal eine Bar besitzen wollten“, wie Hughes die besondere Verkaufsform erklärt. Während er Kryptowährungen „voll im Trend“ sieht, wäre der US-Dollar „in der nächsten Krise nur noch als Toilettenpapier zu gebrauchen“.

Der 56-jährige Barbesitzer erklärt, dass ihn die Coronakrise in erster Linie zu diesem Schritt veranlasst hat. So musste er wegen des Lockdowns die Belegschaft in beiden Bars um fast 90 % reduzieren. Während er vor Ausbruch der Pandemie noch 50 Mitarbeiter beschäftigt hatte, sind es mittlerweile nur noch „fünf oder sechs“, wie Hughes angibt.

Obwohl der Verkauf einer Bar (bzw. zweier Bars) gegen ausschließlich Kryptowährungen wohl ein Novum ist, und einen weiteren Beleg für deren Adoption liefert, erntet der Gastronom von der Krypto-Community allerdings auch Hohn und Spott, der sich mit substanzieller Kritik mischt.

„Das Produkt New York verliert momentan stark an Wert, da die Menschen massenweise die Stadt verlassen“, wie der Reddit-Nutzer Chuyito angesichts der Auswirkungen der Krise auf die Metropole feststellt. Dementsprechend hält sich sein Interesse am Verkaufsangebot in Grenzen: „Da bin ich voll raus.“

„Scheint, als ob er die Anzahl der Bieter einschränken will“, wie der Krypto-Nutzer dladowitz wiederum schreibt. Seine Logik: „Niemand wird einen Preis in Bitcoin bezahlen, wenn die Krypto-Gelder für die Abwicklung 30 Tage lang auf ein Treuhandkonto wandern. Der Kurs könnte sich in der Zeit verdoppeln.“

Viele Bars und Restaurants werben schon seit längerem damit, dass sie Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Die Berliner Bar Room 77 war weltweit eine der ersten Gaststätten, die die Kryptowährung schon 2011 angenommen hat. Vergangenen Oktober musste das in Kreuzberg gelegene Etablissement jedoch schließen, was wohl auch eine Folge der Pandemie ist.

Bei Redaktionsschluss beläuft sich der Bitcoin-Kurs auf 37.761 US-Dollar, was einem Minus von 6 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Der ETH-Kurs hat über die Woche derweil 21 % zugelegt, wodurch nun 1.266 US-Dollar erreicht werden.

auf cointelegraph lesen

New York: Lizenz für ersten Yen-Stablecoin-Betreiber in USA

New York hat einem Stablecoin, der an den japanischen Yen gekoppelt ist, die erste Genehmigung für den Betrieb in den Vereinigten Staaten erteilt.

Laut einer Mitteilung vom Dienstag hat die New Yorker Finanzdienstleistungsaufsicht NYDFS der japanischen Firma GMO-Z.com eine Lizenz für Stablecoins in New York erteilt, die an den US-Dollar und Yen gekoppelt sind. 

Angesichts der Tatsache, dass New York als globales Zentrum gilt, ist die NYDFS die prominenteste staatliche Finanzaufsichtsbehörde in den Vereinigten Staaten und auch eine der aggressivsten. Eine Lizenz für den Betrieb in New York öffnet einem Unternehmen oft auch die Türen für den Rest des Landes.

Die GMO-Satzung ist eher eine Treuhandgesellschaft mit beschränkter Haftung als eine Vollbank. Der Hauptunterschied liegt darin, dass letztere die Berechtigung hat, Einlagen zu verwalten. Ein Stablecoin-Betreiber braucht typischerweise die Berechtigung, Reserven des jeweiligen Vermögenswerts zu halten. Die Satzung der GMO schränkt die Rechte der Firma allerdings ein, andere Arten von Einlagen zu halten, die nicht zentral für die „Ausgabe, Verwaltung und Einlösung“ ihrer Stablecoins sind. 

Die Vergabe derartiger Berechtigungen ist auch ein Streitpunkt zwischen staatlichen Aufsichtsbehörden wie der NYDFS und nationalen Bankenaufsichtsbehörden in den Vereinigten Staaten.

GMO-Präsident und -CEO Ken Nakamura sagte dazu: „Wir betreten Neuland mit unserem Plan, den ersten regulierten, an den JPY gekoppelten Stablecoin zu emittieren. Dieser wird von vielen als ein sicherer Hafen betrachtet.“ 

Die NYDFS hat kürzlich Änderungen an ihrer berühmten BitLicense vorgenommen. Darunter ist auch eine neue Regelung, die neu lizenzierte Firmen mit bestehenden Lizenznehmern zusammenbringt. Die erste bedingte BitLicense ging an PayPal, das im Herbst mit Hilfe des langjährigen Lizenznehmers Paxos seine neuen Krypto-Dienste auf den Markt bringen konnte.

auf cointelegraph lesen

Sierra Club führt Klage gegen eine New Yorker Stadt an: Bitcoin-Mining-Anlage soll erweitert werden

Mehrere Organisationen haben eine Klage gegen die US-Stadt Torrey im Bundesstaat New York eingereicht, weil sie einen Plan zur Erweiterung einer Bitcoin (BTC)-Mining-Anlage in der Nähe einer der Finger Lakes genehmigt hat.

In Gerichtsdokumenten, die am Donnerstag beim Obersten Gerichtshof des Staates New York eingereicht wurden, behaupten der Sierra Club, der Seneca Lake Guardian, das Komitee zur Erhaltung der Finger Lakes und mehr als 20 Anwohner, dass die lokale Regierung gegen staatliche Gesetze verstoßen habe, indem sie den Standortplan von Greenidge Generation zur Erweiterung ihrer bestehenden Bitcoin-Mining-Anlage genehmigt hat.

In der Klage wird behauptet, Greenidge habe die Gesetze, die eine Umweltverträglichkeitserklärung vorschreiben, umgangen, indem das Unternehmen die behördliche Genehmigung „durch zwei separate, aber voneinander abhängige Genehmigungsanträge“ beantragt hat. Die New Yorker, die sich der Klage angeschlossen haben, nennen verschiedene Gründe für die ihre Teilnahme an der Klage des Sierra Club. Darunter werden etwa mögliche Lärmbeschwerden und eine mögliche Verschmutzung des Wassers im See durch die Anlage genannt. Das würde sich negativ auf die Tierwelt und Freizeitaktivitäten auswirken.

Das Greenidge-Kraftwerk in der nahegelegenen Stadt Dresden nutzt eine Pipeline, um Erdgas direkt zum Kraftwerk zu transportieren. Damit wird der Strom für seine Bitcoin-Mining-Anlage erzeugt und die Kosten gesenkt. Die Firma Atlas Holding ist Eigentümerin der Anlage und hat im vergangenen Jahr 7.000 Krypto-Mining-Maschinen installiert.

Laut dem lokalen Nachrichtenportal Fingerlakes1 war die Anlage in letzter Zeit „nur sporadisch und weit unter ihrer Kapazität“ in Betrieb. Greenidge beantragte bei den örtlichen Behörden eine Erweiterung und bat um die Erlaubnis, vier neue Gebäude mit Bitcoin-Mining-Ausrüstung zu errichten und zu betreiben. Diese Erweiterung der Anlage würde Greenidge die Möglichkeit bieten, „mit voller Kapazität und rund um die Uhr“ zu arbeiten.

Bei einer Stadtratssitzung im Oktober behauptete das Unternehmen, die Bitcoin-Mining-Anlage würde „fest innerhalb der von der Landes- und Bundesregierung gesetzten Umweltgrenzen bleiben.“ 

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Regulierung lässt PayPals Pläne vom Krypto-Gedanken abrücken

PayPal hat bestätigt, dass das Unternehmen in den kommenden Monaten Krypto-Zahlungen auf seiner globalen Plattform anbieten werde.

Die Einführung wird in den Vereinigten Staaten beginnen, wo PayPal eine bedingte sogenannte Bitlicense von der New Yorker Finanzdienstleistungsaufsicht erhalten hat. Die Regulierungsbehörde hat das Programm im vergangenen Sommer lanciert

Der Teufel steckt im Detail

Für Krypto sind diese Nachrichten etwas großes. Aber PayPal wird genau beobachtet. Die bedingte Bitlicense bedeutet, dass bedingte Lizenznehmer mit Firmen zusammentun müssen, die über eine volle Bitlicense verfügen (in diesem Fall ist diese Firma Paxos). Diese wird dann als eine Art Mentor fungieren. Wie das NYDFS erklärt, können bedingte Lizenznehmer auch „einer verstärkten Überprüfung im Hinblick auf den Umfang und die Häufigkeit der Prüfung oder anderweitig“ unterzogen werden.

Die bedingte Lizenz gilt für zwei Jahre. Eine Erneuerung oder Aufwertung auf eine volle Bitlicense hängt von der Entscheidung der Superintendentin Linda Lacewell ab.

Vertreter von PayPal wollten sich nicht zu der Frage zu äußern, in welcher Form eine verstärkte Prüfung stattfinden werde. Cointelegraph sollte zu diesem Zweck mit der NYDFS sprechen. Die Vertreter der NYDFS wollten wiederum nicht konkretisieren, was eine „verstärkte Überprüfung“ für PayPal genau bedeuten würde.

Die Vertreter von Paxos wollten sich hingegen nicht zu ihrer Rolle bei der bedingten Bitlicense von PayPal äußern. Das heißt, dass alle drei Organisationen diese Nachricht zwar öffentlich gemacht haben, aber nicht auf die Einzelheiten im Hinblick auf die regulatorische Vereinbarung eingehen wollten. Es ist besorgniserregend, wenn sie das nicht einmal auf Nachfrage tun wollen. 

Krypto ist, was Krypto tut

Niemand weiß, welche Hürden PayPal mit seinen weltweit über 340 Millionen Nutzern noch überkommen muss, um die Regulierungsbehörden zufrieden zu stellen. Aber das Unternehmen wird eindeutig alles in seiner Macht stehende tun müssen, damit sich Krypto nicht wie Krypto auf seiner Plattform verhält. Hier ist die Kundendatenerfassung, die PayPal schon immer durchgeführt hat, ein Problem.

Die Wallet von PayPal dient nicht nur zur Verwahrung, sondern auch als Silo. Laut den FAQs der Firma zu Kryptowährungen werden Benutzer weder private Schlüssel besitzen, noch werden sie ihre Bestände in andere Wallets überweisen können: 

„Derzeit können Sie nur die Kryptowährung, die Sie bei PayPal kaufen, auf Ihrem Konto halten. Außerdem kann die Kryptowährung auf Ihrem Konto nicht auf andere Konten bei oder außerhalb von PayPal übertragen werden.“

Was bedeutet das? Die Coins gehören dem Nutzer also auf PayPal nicht. Nach diesem Standard werden sich wohl auch andere große Firmen richten müssen, um im Krypto-Bereich zu arbeiten.

Seit einiger Zeit hört man von regulatorischen „Whitelists“. Das sind Kryptobörsen und -Firmen, die sich an strenge Vorschriften halten wollen und die nur mit genehmigten Wallet-Adressen Geschäfte tätigen können. Diese Praxis ist noch nicht gesetzlich verankert.

Bei PayPal könnte es soweit kommen, dass die Regulierungsbehörden Krypto auf den großen Plattformen nur dann zulassen, wenn diese Währungen nicht auf andere Plattformen übertragen werden können. Das ist eine aggressivere Maßnahme als eine Whitelist. Das heißt, man ist völlig von Dritten abhängig, es besteht kein Risiko durch Peer-to-Peer-Überweisungen und es ist keine Interaktion mit Leuten möglich, die nicht bereits PayPal-Konten eröffnen können. Das entspricht nicht wirklich dem Krypto-Gedanken. Zumindest so, wie der Stand jetzt ist.

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SEC-Chef soll Generalstaatsanwalt von New York werden, Kryptobranche horcht auf

William Barr, der Justizminister der USA, hat offengelegt, dass Präsident Trump höchstwahrscheinlich Jay Clayton, den aktuellen Vorsitzenden der US-Börsenaufsicht, zum Generalstaatsanwalt für den südlichen Verwaltungsbezirk von New York machen will.

So heißt es am 19. Juni in einer offiziellen Mitteilung des amerikanischen Finanzministeriums:

„Ich freue mich, bekanntgeben zu dürfen, dass Präsident Trump beabsichtigt, Jay Clayton, derzeit Vorsitzender der SEC (Börsenaufsicht), zum nächsten Generalstaatsanwalt von Süd-New York zu ernennen.“

Wichtige Front für Krypto-Regulierung

Die geplante Ernennung von Clayton könnte für die Kryptobranche von immenser Bedeutung sein, denn das globale Finanzmekka New York hat sich für Krypto-Unternehmen bisher als hartes Pflaster erwiesen. Die regionale Finanzdienstleistungsaufsicht hat 2015 die sogenannte BitLicense eingeführt, die Krypto-Firmen zwar einen Weg zum legalen Betrieb ebnet, diesen aber zugleich die Einhaltung strenger Auflagen abverlangt.  

Der südliche Verwaltungsbezirk von New York ist dabei zuletzt immer wieder in die Schlagzeilen geraten, da hier gleich mehrere wichtige Gerichtsprozesse der Kryptobranche verhandelt wurden und werden. Dabei umfassen die Fälle eine große Bandbreite an verschiedenen Tatbeständen, darunter zum Beispiel der Prozess um die „Silk Road“, in dem Kryptowährungen als Zahlungsmittel für illegale Geschäfte genutzt wurden.

Finanzminister Barr lobt Clayton als beste Wahl für den Posten des Generalstaatsanwalts von Süd-New York, da dessen „Erfahrung und Expertise in der Finanzregulierung die idealen Voraussetzungen für die Leitung der Generalstaatsanwaltschaft sind“.

Krypto-Kritiker Clayton

Clayton ist in der Kryptobranche ein bekanntes Gesicht, denn als Vorsitzender der amerikanischen Börsenaufsicht wurde seine Haltung zur Regulierung von Kryptowährungen viel beachtet. In einer seiner jüngsten Mitteilungen sprach er zuletzt sogar positiv über die Blockchain-Technologie, die auch für Kryptowährungen als Grundlage dient.

Nichtsdestotrotz hatte er noch im August 2019 seine ablehnende Haltung bekräftigt.

So gab er damals im Interview mit Bloomberg an:

„Ich glaube viele Leute haben gehofft, dass wir die rechtlichen Vorgaben anpassen würden, um die Krypto-Technologie zu fördern. Sie haben viel Zeit und Mühe investiert, in der Hoffnung, dass es so kommt. […] Ich hatte aber von Anfang an gesagt, dass wir das nicht machen werden.“

Im September 2019 hatte Clayton dann wiederum betont, dass es eine strengere Regulierung von Bitcoin braucht, damit die Kryptowährung eines Tages auch auf großen Börsen notiert werden kann.

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Riot Blockchain will in New York Bitcoin minen

Die Association of Chartered Certified Accountants (ACCA) und der Südostasiatische Arm von Tezos haben verkündet, dass sie gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten der Tezos-Blockchain in der Buchhaltung erkunden wollen.

Aus einer Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt, geht hervor, dass die beiden Unternehmen die (Tezos-)Blockchain mit diesem Schritt in der Geschäftswelt verankern wollen. Wie die Unternehmen am 13. April mitteilten, haben sie dazu ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet.

Tezos in der Buchhaltung

Durch die Partnerschaft soll das Wissen von ACCA dazu beitragen, gemeinsam mit dem Blockchain-Unternehmen die organisatorischen Schwierigkeiten in der Welt der Buchhaltung anzugehen. Ferner planen die Unternehmen, entsprechende Bildungsangebote einzurichten, um die Mitarbeiter der Organisation über die Vorteile eines Blockchain-Einsatzes zu unterrichten.

Die in der Blockchain gespeicherten Informationen liegen als gemeinsam genutzter und kontinuierlich abgeglichener Speicher, verteilt auf mehrere Computer, vor. Versuche, eine Aufzeichnung zu fälschen oder zu zerstören, würden einen immensen Aufwand erfordern, der auf globaler Ebene repliziert werden müsste, ein Kunststück, das in der Größenordnung wesentlich schwieriger zu koordinieren ist. Mit dieser unveränderlichen Standardisierung in der Buchhaltungspraxis werden Prüfer in der Lage sein, größere Datenmengen effizienter, mit weniger Papieraufwand und mit größerer Sicherheit zu überprüfen. Wir sind davon überzeugt, dass durch eine Partnerschaft mit ACCA ein gegenseitiges Verständnis entstehen kann, um Lösungen zu finden, […] und die Finanzfunktionen […] innerhalb des Buchhaltungssektors zu verbessern. […]

Caleb Kow, Präsident von Tezos Südostasien

Erst jüngst wurde bekannt, dass es eine neue Tezos-Lösung gibt, die das Projekt mit Bitcoin vereint.

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Chainalysis: Volle Transparenz ist für Kryptowährungen nicht gut

Chainalysis, ein großes globales Unternehmen, das bei der Bekämpfung illegaler kryptowährungsbezogener Aktivitäten hilft, hält Privatsphäre auf den Krypto-Märkten nicht zwangsläufig für schlecht.

Obwohl Chainalysis einer der Hauptlieferanten für Krypto-Transaktionsdaten für Bundesbehörden wie die US-Steuerbehörde (Internal Revenue Service) und das FBI ist, lehnt das Unternehmen Privatsphäre und Dezentralisierung von Krypto nicht grundsätzlich ab.

„Vollständige Transparenz ist nicht unbedingt ideal“

Jonathan Levin, Mitbegründer und CSO des Blockchain- und Kryptoanalyse-Unternehmens Chainalysis, bekräftigte seine Haltung zum Schutz der Privatsphäre im Kryptobereich. Vollständige Transparenz von Kryptowährungstransaktionen ist seiner Meinung nach nicht erstrebenswert.

In einem Interview mit Cointelegraph wies Levin jedoch darauf hin, dass die Fähigkeit von Regulierungsbehörden und Unternehmen, illegale Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen überwachen zu können, noch unterstützt werden müsse. Er sagte in diesem Zusammenhang:

„Es wird technologische Erfindungen zur Verbesserung der Privatsphäre geben. Vollständige Transparenz ist auch nicht unbedingt ein Idealzustand, letztlich müssen Regulierungsbehörden und Unternehmen aber mit der entsprechenden rechtlichen Autorität und Aufsicht in der Lage sein, gegen die illegalen Aktivitäten vorzugehen, welche durch den Missbrauch der Systeme entstehen.“

In einem Gespräch mit Cointelegraph im Januar hatte Levin das Thema extremer Privatsphäre und Transparenz bereits umrissen:

„Die beiden Extreme der totalen Anonymität und der vollständigen Transparenz sind schlecht. Völlige Anonymität öffnet die Tür für illegale Aktivitäten, die per Definition dann nicht untersucht werden können. Das ist keine Welt, in der man leben möchte. Auf der anderen Seite bedeutet völlige Transparenz, dass es keinerlei Privatsphäre gibt. Das ist auch keine Welt, in der man leben möchte“.

Kettenanalyse kann manche Privacy Coins zurückverfolgen

Auch wenn Levin Privatsphäre im Krypto-Bereich in zu unterstützen scheint, gab der Mitbegründer von Chainalysis zu, dass das Unternehmen noch nicht in der Lage ist, datenschutzfokussierte Kryptowährungen vollständig zurückzuverfolgen:

„Wir sind vielleicht nicht unbedingt in der Lage, alle Gelder bei Privacy Coins zu verfolgen, aber wir führen dennoch Untersuchungen darüber durch, wofür sie verwendet werden. Manchmal finden wir Wege, um etwas davon zurückzuverfolgen.“

Levin wies darauf hin, dass die Mehrzahl der Kryptowährungstransaktionen bisher auf öffentlich nachvollziehbaren Blockchains wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) durchgeführt werden. Einige Kryptosicherheitsfirmen wie Elliptic sind jedoch der Meinung, Privacy Coins wie Monero (XMR) und Dash (DASH) würden trotz der im Darknet dominierenden Bitcoin-Transaktionen immer noch an Zugkraft und Benutzerfreundlichkeit dazugewinnen.

Chainalysis wurde ursprünglich 2013 in Dänemark gegründet und ist heute ein in New York ansässiger Anbieter von Know Your Transaction- und Anti-Geldwäsche-Lösungen für Finanzinstitute und Aufsichtsbehörden in der Kryptobranche.

Das Unternehmen hat sich zu einer der zuverlässigsten Quellen für analytische Daten über globale illegale Aktivitäten im Krypto-Bereich sowie der Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche sowie anderer Darknet-Aktivitäten entwickelt. Laut Levin arbeitet das Unternehmen derzeit weltweit mit 250 Agenturen und Firmen zusammen, wobei sich die Dienstleistungen auf 45 Länder erstrecken.

Am 12. Februar ging Chainalysis eine Kooperation mit dem großen, an den US-Dollar gebundenen Stablecoin-Projekt Tether ein, um risikoreiche Transaktionen in dessen Netzwerk zu identifizieren.

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Telegram Prozess: Gericht lehnt Offenlegung von Bankdaten zunächst ab

Das Bezirksgericht von Süd-New York hat zunächst einen Antrag der amerikanischen Börsenaufsicht SEC abgelehnt, der den Messenger-Dienst Telegram dazu zwingen sollte, seine Bankdaten offenzulegen.

Laut einem Gerichtsdokument vom 6. Januar lehnt Richter P. Kevin Caste den entsprechenden Antrag der SEC ab, der „den Angeklagten [Telegram] zur Offenlegung seiner Bankdaten zwingen sollte“. 

Offenlegung wird zunächst abgelehnt

Die Entscheidung des Gerichtes bezieht sich auf einen Antrag der US-Börsenaufsicht vom 2. Januar, indem diese Telegram dazu aufgefordert hatte, nachvollziehbar zu machen, wie das durch den Verkauf der firmeneigenen Kryptowährung eingenommene Investitionskapital in Höhe von 1,7 Mrd. US-Dollar verwendet worden ist. Am 4. Januar haben die Anwälte des Messenger-Dienstes das Gericht wiederum ersucht, diesen Antrag abzulehnen, da die Börsenaufsicht „im Trüben fischen“ würde.

Obwohl das Gericht zwar nun zu Gunsten von Telegram entschieden hat, ist der Messenger-Dienst damit noch nicht ganz aus dem Schneider, da die Offenlegung der Bankdaten zu einem späteren Zeitpunkt womöglich doch noch erforderlich wird. So heißt es im Gerichtsdokument:

„Das Gericht lehnt den Antrag des Klägers, dass der Angeklagte seine Bankdaten offenlegen muss, ab. Bis zum 9. Januar 2020 hat der Angeklagte jetzt einen Ablaufplan zur Prüfung der Bankdaten vorzulegen, damit sichergestellt werden kann, dass die Herausgabe dieser Dokumente mit geltenden Datenschutzbestimmungen vereinbar ist.“

Telegram veröffentlicht Klarstellung

Die Gerichtsentscheidung erfolgte am selben Tag an dem Telegram in einer öffentlichen Mitteilung mehrere Klarstellungen zu seiner Blockchain Telegram Open Network (TON) und der dazugehörigen Kryptowährung Gram abgegeben hat. Im Zuge dessen weist der Messenger-Dienst auch darauf hin, dass er zuvor absichtlich keine genaueren Details zu dem Projekt veröffentlicht hatte, um sicherzustellen, dass hinter den Kulissen störungsfrei an dessen Fertigstellung und Gesetzestreue gearbeitet werden kann:

„Telegram hat absichtlich nicht öffentlich über die kolportierten Gerüchte zur TON Blockchain gesprochen, um in aller Ruhe an der genauen Ausgestaltung des Projektes arbeiten zu können, damit sowohl die TON Blockchain als auch die Gram Kryptowährung so konzipiert sind, dass sie allen relevanten gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.“

Im gleichen Atemzug hat Telegram darüber hinaus betont, dass die firmeneigene Gram Kryptowährung kein Anlageprodukt ist und damit auch nicht in den Zuständigkeitsbereich der SEC fällt.

Die Aufforderung der Börsenaufsicht zur Offenlegung der Bankdaten von Telegram ist Teil eines Verfahrens gegen den Messenger-Dienst, das im Oktober 2019 vor Gericht gegangen war. Eigentlich hätte die TON Blockchain nur wenig später in Betrieb genommen werden sollen.

Der Start der Blockchain wurde wegen des Gerichtsverfahrens zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben. Gegenstand des Verfahrens ist, ob die Gram Kryptowährung, wie von der SEC behauptet, ein Wertpapier darstellt oder nicht, denn davon hängt wiederum ab, ob Telegram mit deren Verkauf gegen das Wertpapierrecht verstoßen hat. Der Messenger-Dienst sieht in Gram lediglich eine Währung bzw. eine Handelsware und streitet dementsprechend einen möglichen Gesetzesverstoß ab.

Telegram Geschäftsführer Pavel Durov soll am 7. und 8. Januar 2020 in dem Fall aussagen, dies sieht zumindest der gerichtliche Terminplan aus dem November 2019 vor.

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