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Game of Coins? – OneCoin Schneeballsystem wird als Serie verfilmt

Während sich die Gründer des betrügerischen Schneeballsystems OneCoin weiterhin auf der Flucht befindet, soll die „Krypto-Königin“ in ihrer Abwesenheit zum Gegenstand einer TV-Serie werden.

Wie das Hollywood-Nachrichtenportal Deadline am 4. Februar berichtet, hat eine amerikanische Produktionsfirma die Rechte an einem mehrteiligen Podcast des britischen Fernsehsenders BBC gewonnen, der die Geschichte von Ruja Ignatova nacherzählt hat.

OneCoin Serie soll für Aufmerksamkeit sorgen

Die Podcast-Serie namens „The Missing Cryptoqueen” beschäftigt sich mit dem Aufstieg, Fall und Verschwinden von Frau Ignatova und erfreute sich dabei großer Beliebtheit. So verzeichnet der Podcast bereits knapp 3,5 Mio. Downloads, obwohl dieser erst vor vier Monaten online gestellt wurde.

Das große Interesse an der Geschichte der „Cryptoqueen“ hat dafür gesorgt, dass sich die bekannte TV-Produktionsfirma New Regency Television die dazugehörigen Rechte gesichert hat, um daraus eine Fernsehserie im Stile eines mehrteiligen Dramas zu machen.

Georgia Catt, die Produzentin und Co-Autorin des Podcasts, hofft, dass „sich die Geschichte von OneCoin dadurch in der ganzen Welt verbreitet“.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, befindet sich Ignatova momentan auf der Flucht, da ihr und ihrem Bruder Konstantin Ignatov Geldwäsche und schwerer Betrug in mehreren Fällen vorgeworfen werden. Konstantin Ignatov hat sich zu den Vorwürfen bereits schuldig bekannt und muss nun mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 90 Jahren rechnen. 

Das Krypto-Projekt OneCoin hat Anleger mit einem Schneeballsystem um fast Mrd. US-Dollar betrogen. Wobei Cointelegraph schon 2015 Bedenken über das Projekt geäußert hatte.

Das Mahnmal der Kryptobranche

Der „Erfolg“ von OneCoin steht wie ein Mahnmal über der Kryptobranche. So geraten auch andere fragwürdige Krypto-Projekte immer schneller ins Fadenkreuz der Kritik. Der Krypto-Token Hex (HEX) ist ein solches Beispiel, da den Anlegern hier ebenfalls hohe Renditen versprochen wurden, während der Coin mittlerweile nahezu wertlos ist.

Im Januar hatte Cointelegraph darauf hingewiesen, dass ein HEX-Token inzwischen weniger Wert ist als ein Satoshi (die kleinste Währungseinheit von Bitcoin).

Richard Heart, der Erfinder von Hex, hält jedoch weiter daran fest, dass sein Projekt in keinster Weise betrügerisch sei.

Im Gegensatz zu Hex war OneCoin jedoch zu keinem Zeitpunkt eine wahrhafte Kryptowährung, da die Betreiber des Schneeballsystems den Coin zu jeder Zeit vollständig unter ihrer Kontrolle haben und es keinen freien Handel von diesem gab.

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Schneeballsystem OneCoin hat Image systematisch mit gefälschten Bewertungen aufpoliert

Ein neuer Forschungsbericht des Digital Forensic Research Lab (DFRLab), das wiederum der Denkfabrik Atlantic Council angehört, kommt zu dem Ergebnis, dass das berüchtigte Krypto-Betrugsprojekt OneCoin massenweise gefälschte Kundenbewertungen auf TrustPilot und Quora veröffentlicht hatte, um den eigenen Ruf zu schönen.

Laut dem Bericht vom 29. Januar hatte OneCoin plötzlich eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Fünf-Sterne Bewertungen auf TrustPilot erhalten, nachdem es im Oktober 2019 negative Berichterstattungen über das Krypto-Projekt gegeben hatte.

OneCoin’s TrustPilot reviews over time

Zeitlicher Verlauf der Bewertungen von OneCoin auf TrustPilot. Quelle: DFRLab

Wie der Forschungsbericht des Weiteren zeigt, sind auf TrustPilot von den 579 Kundenbewertungen über OneCoin insgesamt 90% positiv. Rund 400 der dort veröffentlichten Fünf-Sterne Bewertungen wurden zudem nur in einem einzigen Monat geschrieben. Das DFRLab weist darauf hin, dass OneCoin zwar auch ein paar Ein-Stern Bewertungen erhalten hat, allerdings wären diese ganz klar in der Minderheit.

Verdächtiges Verhalten

Aufgrund des Designs von TrustPilot konnten die Forscher zwar nicht zweifelsfrei feststellen, ob die betroffenen Kundenbewertungen gefälscht sind, nichtsdestotrotz wären sie jedoch zumindest verdächtig:

„Die Spitze an Fünf-Sterne Bewertungen im Oktober 2019 zeigt einen unnormalen Anstieg an positiven Bewertungen genau in dem Zeitraum, als negative Berichterstattung und die rechtlichen Schwierigkeiten des Unternehmens ihren Höhepunkt erreichten. Es ist zwar möglich, dass der Anstieg an positiven Bewertungen und Kommentaren echt ist, aber der Zeitpunkt und die extreme positive Darstellung sind sehr verdächtig.“

Auch auf der Frage-Plattform OneCoin hat das DFRLab mehrere Profile gefunden, die OneCoin loben und dabei „einen unglaubwürdigen Eindruck erwecken“. So fehlten diesen Profilen oftmals Profilbilder und Nutzerinformationen, zudem passten die Veröffentlichungszeitpunkte der geschriebenen Beiträge nicht zusammen und obendrein beteiligten sich die betreffenden Profile ausschließlich an Diskussionen über OneCoin.

So führen die Forscher beispielhaft ein Profil an, das dessen Nutzer als „Krypto-Experten und Investoren“ beschreibt, allerdings nur Fragen zum Thema OneCoin beantwortet. Das Konto war lediglich von Januar bis März 2018 aktiv, als das betrügerische Krypto-Projekt seinen Höhepunkt erreicht hatte.

„Als OneCoin immer mehr in rechtliche Schwierigkeiten geraten ist, rückte allen voran das Schneeballsystem des Unternehmens in den Fokus. Die digitalen Marketingstrategien blieben derweil größtenteils unbeachtet.“

OneCoin ist einer der berüchtigsten Betrugsfälle der Kryptobranche. Die offizielle Webseite des Unternehmens wurde trotz erster rechtskräftiger Urteile gegen das Projekt allerdings erst im Dezember 2019 vom Netz genommen. Im gleichen Monat hatte ein amerikanisches Gericht das laufende Verfahren gegen David Pike, den Leiter eines zugehörigen Fonds, verlängert.

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Prozess gegen Beteiligten des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin wird verlängert

Das Bezirksgericht von Süd-New York hat einer Verlängerung des Gerichtsprozesses um David Pike, einem vermeintlichen Mitwisser des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin, zugestimmt.

Wie das Nachrichtenportal FinanceFeeds am 21. Dezember berichtet, wurde die Verhandlung des Falles dementsprechend bis auf den 12. Januar 2020 verlängert. Dies geht aus offiziellen Gerichtsdokumenten vom 20. Dezember hervor.

Mitwisser macht falsche Angaben

Wie Staatsanwalt Nicholas Folly erklärt, verhandeln beide Seiten derzeit noch über eine außergerichtliche Befragung von Pike, weshalb der Verlängerung des Verfahrens zugestimmt wurde.

David Pike soll der operative Geschäftsführer der sogenannten „Fenero Funds“ gewesen sein. Die privaten Fonds wurden dazu genutzt, um die illegalen Gelder des betrügerischen Schneeballsystems OneCoin zu waschen.

Was dies betrifft, soll Pike gegenüber Vertretern der amerikanischen Behörden Bundeskriminalamt (FBI), Finanzamt (IRS) und Staatsanwaltschaft von Süd-New York falsche Angaben gemacht haben.

OneCoin-Spuk neigt sich dem Ende zu

Demnach hatte Pike angegeben, nicht gewusst zu haben, dass die knapp 400 Mio. US-Dollar, die in die oben genannten Fonds geflossen waren, vom betrügerischen Krypto-Projekt OneCoin stammen bzw. deren Gründerin Ruja Ignatova gehörten.

Wie Cointelegraph Anfang des Monats berichtet hatte, ist die Webseite von OneCoin endlich offline genommen worden. Obwohl die amerikanischen Justizbehörden schon mehrere Monate gegen die Drahtzieher des Pyramidensystems prozessieren, bei dem Krypto-Anlegern ein Schaden von insgesamt 4 Mrd. US-Dollar entstanden ist, war die Webseite des Projekts lange Zeit weiterhin erreichbar.

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Webseite des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin endlich offline

Die Webseite des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin ist endlich vom Netz genommen, nachdem die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden schon vor mehreren Monaten einen der Firmengründer verurteilt hatten.

Wie das Betrugsportal BehindMLM.com am 1. Dezember anzeigt, kann die Webseite OneCoin.eu seit dem 30. November nicht länger aufgerufen werden.

OneCoin.eu wegen Gerichtsverfahren vom Netz genommen

Ein Sprecher der Registrierstelle EurID bestätigt, dass die Webseite des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin aufgrund der laufenden Gerichtsverfahren gegen das Unternehmen abgeschaltet wurde.

„Die Domain ist zurzeit Gegenstand eines juristischen Verfahrens. Bitte rufen sie unsere WHOIS ab, um weitere Informationen über den momentanen Status der Domain zu erfahren“, wie es dazu in einer schriftlichen Antwort heißt.

Die Abschaltung der OneCoin-Webseite ist das nächste Kapitel im Fall des Krypto-Projektes, das seine Anleger um knapp 4 Mrd. US-Dollar betrogen haben soll und deshalb hohe mediale Wellen geschlagen hatte.

Wie Cointelegraph jüngst berichtete, wurde zuletzt ein Anwalt angeklagt, der mit dem Projekt und dessen Gründerin Ruja Ignatova, in Verbindung gestanden haben soll. Der Beklagte soll dabei geholfen haben, 400 Mio. US-Dollar an illegalen Geldern zu waschen.

Betrugsversuche haben weiterhin Konjunktur

OneCoin wurde bereits 2015 wegen seiner fragwürdigen Praktiken verdächtigt. Cointelegraph hatte damals eine gesonderte Analyse veröffentlicht, die sich auf Untersuchungen von BehindMLM stützte.

In den Folgejahren hatten Regierungsbehörden aus mehreren Ländern explizit vor dem Schneeballsystem gewarnt, das seinen Anlegern hohe Gewinne bei minimaler Investition versprach.

Firmengründerin Ignatova befindet sich weiterhin auf der Flucht, während ihr Bruder und Komplize Konstantin Ignatov sich zuletzt in mehreren Anklagepunkten schuldig bekannt hat. Ignatov muss nun mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 90 Jahren rechnen.

Derweil zieht auch ein neues Krypto-Projekt die Kritik der Community auf sich. So wird Richard Heart, dem Erfinder des neuen Altcoins HEX, vorgeworfen, dass es sich bei seiner Kryptowährung ebenfalls um ein betrügerisches System handeln soll.

HEX wirbt damit, die „erste Blockchain mit Zinszahlungen“ zu sein.

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OneCoin-Anwalt wegen Geldwäsche in Millionenhöhe verurteilt

Eine Jury hat im Prozess gegen den OneCoin-Anwalt Mark S. Scott ein Urteil gesprochen. Laut dem Portal law360 befanden die Geschworenen eines Gerichts in Manhattan den Anwalt am 20. November für schuldig. Er soll Geldwäsche für das Krypto-Unternehmen und dessen verschwundene Gründerin, „Cryptoqueen“ Ruja Ignatova, betrieben haben.

Scott nutzte demnach diverse Scheinfirmen und Offshore-Konten um 400 Millionen US-Dollar zu waschen. Diesen Service ließ sich der OneCoin-Anwalt mit 50 Millionen US-Dollar vergüten. Von den Geldern erwarb er eine Yacht und mehrere Luxushäuser. In ihren Abschlussplädoyers vom 19. November hatten die Vertreter der Staatsanwaltschaft die überwältigende Beweislage gegen Scott betont. Dieser soll „besessen“ von Geld gewesen sein.

Der Richter setzte das Datum für die Verkündung des Strafmaßes auf den 21. Februar. Scott wird bis dahin unter Hausarrest bleiben. Einen Antrag der Anklage auf sofortige Gefängnishaft lehnte der Richter ab, die Anzeichen für Fluchtgefahr reichten hierfür nicht aus.

Scotts Anwälte pochten auf seine Unschuld

Unterdessen beharrten Scott und seine Anwälte bis zum Schluss auf seiner Unschuld. Sie wollten die Jury davon überzeugen, dass Scott nichts von der kriminellen Natur von OneCoin gewusst habe.

Um dieses Argument zu untermauern, holten die Anwälte sogar Neil Bush, den Bruder des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, hervor. Neil Bushs einstige Teilnahme an einem gemeinsamen Geschäftstreffen mit der Cryptoqueen Ignatova soll OneCoin einen ausreichenden Anschein von Legitimität verliehen haben.

Zudem verwiesen Scotts Anwälte immer wieder auf Robert Courtneidge, einem Experten für Kryptowährungen bei Locked Lord, Scotts ehemaliger Anwaltskanzlei. Auch er soll Scott die Legalität von OneCoin bestätigt haben. Die Kanzlei selbst distanzierte sich derweilen von Scott. Sie machte deutlich, dass Scotts kriminelle Aktivitäten nach seiner Zeit bei der Kanzlei geschehen waren:

Scott, der für etwas mehr als ein Jahr bei uns war, wurde fast zwei Jahre nach seinem Ausscheiden von der US-Regierung wegen Geldwäsche angeklagt. Wir wussten nichts von seinen persönlichen Aktivitäten außerhalb der Firma, und wir haben uneingeschränkt mit den Behörden kooperiert und mit ihnen zusammengearbeitet.

Letztendlich gelang es Scotts Anwälten nicht, die Jury von seiner Unschuld zu überzeugen. Sie kündigten jedoch an, dass Scott in Berufung gehen wird.

OneCoin-Gründerin weiterhin verschwunden

Neben Scott muss sich auch Konstantin Ignatov wegen der Causa OneCoin vor einem US-Gericht verantworten. Anders als Scott legte Ignatov allerdings ein Geständnis ab. Dem Bruder der Cryptoqueen drohen nun bis zu 90 Jahre Haft. Jene bleibt unterdessen verschollen. Nach Angaben ihres Bruders soll sie über Wien und Athen geflohen sein. Ignatov soll weiterhin gesagt haben, dass seine Schwester unter dem Schutz eines „reichen und mächtigen“ Russen stehe.

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#752 ProtonMail Bitcoin, Mimblewimble enttarnt & OneCoin Cofounder schuldig

Hey Krypto Fans,

willkommen zur Bitcoin-Informant Show Nr. 752 gesponsert von www.Bitsonar.com – Heute geht’s um folgende Themen: ProtonMail bekennt sich zu Bitcoin, Mimblewimble Transaktionen zu 96% enttarnt & OneCoin Mitbegründer bekennt sich schuldig.

1.) ProtonMail bekennt sich zu Bitcoin
https://www.btc-echo.de/hodler-seit-jahren-protonmail-bekennt-sich-zu-bitcoin/

2.) Mimblewimble Transaktionen zu 96% enttarnt – Das Ende für das Protokoll?
https://bitcoin-kurier.de/mimblewimble-transaktionen-zu-96-enttarnt-das-ende-fuer-das-protokoll/

3.) Mitgründer des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin bekennt sich schuldig
https://de.cointelegraph.com/news/onecoin-co-founder-pleads-guilty-faces-up-to-90-years-in-jail

4.) Bitcoin Informant bei iTunes als Podcast
http://ppq6xp.podcaster.de/bitcoin-informant.rss

5.) Der Bitcoin Informant Inside Telegram Kanal
https://t.me/bitcoininformant

Top 10 Kryptowährungen am 19.11.19 um 09:00Uhr

Sonnige Grüsse

Dennis “Bitcoin-Informant” Koray

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Mitgründer des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin bekennt sich schuldig

Konstantin Ignatov, einer der Gründer des Krypto-Projekts OneCoin, hat sich wegen Betrugs in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar schuldig bekannt. Laut einem BBC Bericht vom 14. November, hatte Ignatov das entsprechende Schuldeingeständnis bereits am 4. Oktober unterzeichnet, allerdings wurde dies erst am 12. November offiziell bekanntgegeben.

Ignatov wurde im März 2019 auf dem Los Angeles International Airport festgenommen und hat sich nun in gleich mehreren Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter insbesondere Geldwäsche und Betrug. In Folge dessen drohen im 90 Jahre Haft, allerdings steht die Urteilsfindung momentan noch aus. Ihm sollen nach seinem Eingeständnis keine weiteren Anklagepunkte zur Last gelegt werden.

OneCoin ergaunert 4 Mrd. Euro

Wie zuvor berichtet, ist das Schneeballsystem OneCoin wohl der bekannteste Fall von Krypto-Betrug. Eine ähnliche Aufmerksamkeit erreichte zuvor höchstens noch der Fall BitConnect.

OneCoin wurde ursprünglich 2014 gegründet, das in Bulgarien ansässige Unternehmen ist trotz laufender Verfahren weiterhin in Betrieb. Wie die BBC schreibt, werfen die Strafverfolgungsbehörden dem Krypto-Projekt vor, auf betrügerische Weise mehr als 4 Mrd. Euro ergaunert zu haben.

Ignatov legt Informationen über seine Schwester offen

Konstantin Ignatov soll neben seinem Schuldeingeständnis auch Informationen zu seiner Schwester offengelegt haben, die ebenfalls als Mitgründerin in den OneCoin Betrug verwickelt ist und deshalb in den Medien den Spitznamen „Krypto-Queen“ erhalten hat. Im Prozess gegen Markt Scott, den dritten Drahtzieher von OneCoin, sagte Ignatov aus, dass seine Schwester von Bulgarien aus nach Griechenland und Österreich geflohen sein soll.

Laut Ignatov sieht seine Schwester die Kritik an OneCoin lediglich als „Hass“ an. Aus Angst, dass sie verraten werden könnte, sei sie nun geflohen. Ignatov selbst hat einen Privatdetektiv engagiert, um seine Schwester zu finden, da er seit deren Verschwinden keinen Kontakt mehr zu ihr hat.

Setzt sich die „Krypto-Queen“ nach Russland ab?

Wie Cointelegraph berichtete, hatte Ignatov am 6. November bereits ausgesagt, dass die Sicherheitsleute seiner Schwester ihm gegenüber angegeben haben, dass sie sich mit Russen getroffen hätte. Ein investigativer Journalist vermutet, dass Ignatova womöglich die Rückendeckung eines „reichen und einflussreichen“ russischen Oligarchen hat.

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Bruder des ehemaligen Präsidenten George W. Bush in OneCoin Krypto-Betrug verwickelt

Neil Bush, ein Bruder des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, soll 300.000 US-Dollar bekommen haben, um an einem Treffen mit der OneCoin-Gründerin Ruja Ignatova teilzunehmen. Die auch als „Krypto-Queen“ bekannte Ignatova befindet sich derzeit auf der Flucht, da ihr massiver Krypto-Betrug vorgeworfen wird.

Wie Law360 am 15. November berichtet hat, haben Zeugenaussagen vor dem Bezirksgericht von Süd-New York ergeben, dass Neil Bush, der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten George Bush und Bruder von George W. Bush, womöglich in den Skandal um OneCoin verwickelt ist.

Familienbande

Der Fall OneCoin ist einer der wohl bekanntesten Fälle von Krypto-Betrug, der in der Vergangenheit bereits hohe Wellen geschlagen hat. Das in Bulgarien ansässige Krypto-Projekt wurde 2014 gegründet und ist trotz laufender Gerichtsverfahren weiterhin in Betrieb. Laut Strafverfolgungsbehörden soll das Schneeballsystem seine Anleger um knapp 4 Mrd. Euro betrogen haben.

„Krypto-Queen“ Ignatova ist die Schwester des OneCoin Mitgründers Konstantin Ignatov, der sich am 4. Oktober in dem Fall schuldig bekannt hat. Ihn erwartet eine Strafe von bis zu 90 Jahren Gefängnis.

Ignatova werden ebenfalls Betrug und Geldwäsche vorgeworfen, allerdings befindet sie sich momentan noch auf der Flucht.

OneCoin zieht weite Kreise

Wie Law360 berichtet, ist auch der Anwalt Mark Scott in dem Fall angeklagt, da er gemeinsam mit Ignatova und deren Bruder zu den Drahtziehern des OneCoin Betrugs gehören soll. Allerdings beteuert Scott, dass er davon ausgegangen sei, dass das Projekt legal war.

Neil Bush wurde im Rahmen der Untersuchungen vom FBI verhört, da er im Aufsichtsrat der Firma Hoifu Energy sitzt, die wiederum dem wohlhabenden chinesischen Unternehmer Dr. Hui Chi Ming gehört. 

Eines der Unternehmen von Ming soll sich um einen Kredit von 60 Mio. US-Dollar bemüht haben, um ein afrikanisches Ölfeld zu kaufen. Die Anwälte von Mark Scott argumentieren, dass die indirekte Verbindung zu Neil Bush einer der Gründe für Scott war, um den Deal abzuschließen und an dessen Rechtmäßigkeit zu glauben.

Das Ölfeld sollte in Bargeld gekauft werden, wovon „ein Großteil des Kaufpreises“ mit OneCoin bezahlt werden sollte. Im Rahmen der Verhandlung vor dem New Yorker Bericht wurden nun auch Auszüge aus dem FBI Verhör von Neil Bush offengelegt. So heißt es demnach:

„Bush konnte sich daran erinnern, dass der Besitzer von Hoifu Energy, Dr. Hui Chi Ming, eine Große Summe an Kryptowährungen für den Kauf eines Ölfeldes in Madagaskar bekommen hatte. Bush stand eine Zinszahlung in Form der Kryptowährung für den Deal zu. Bush hat Ruja Ignatova, die Mitgründerin des Unternehmens, das die betreffende Kryptowährung herausgibt, zusammen mit Dr. Hui in Hongkong getroffen.“

Der vorsitzende Richter Ramos soll den Anwalt von Scott daraufhin explizit gefragt haben:

„Gab es ein tatsächliches Treffen zwischen Frau Ignatova, Herrn Bush und Herrn Hui?“

Dies bestätigte der Anwalt und fügte an, dass Bush für dieses Treffen 300.000 US-Dollar erhalten haben soll.

Wie des Weiteren in den FBI Unterlagen vermerkt ist, soll Hui Bush 10% des Erlöses versprochen haben, falls Hui die Kryptowährungen vollständig hätte veräußern können, allerdings kam das entsprechende Geschäft nicht zustande.

Einen Antrag, dass Neil Bush selbst in den Zeugenstand berufen werden müsse, lehnte der Richter ab, da seine Aussagen wohl nur von geringer Relevanz für den Fall wären, schließlich sei er nicht direkt an dem Unternehmen beteiligt gewesen, das den Kauf angestrebt hatte. Außerdem würden durch seine Aussagen wohl keine neuen Erkenntnisse zu Tage gefördert, die nicht bereits aus seinem FBI Verhör hervorgehen.

Ignatova auf der Flucht

Wie zuvor berichtet, hatte Ignatov wiederum am 6. November vor Gericht ausgesagt, nachdem seine Schwester im Vorfeld der Verhandlungen geflohen war. Angeblich soll sie sich mit russischen Geschäftsleuten getroffen haben, was Journalisten zu der Annahme verleitet, dass sie einen „reichen und einflussreichen“ russischen Fürsprecher hat.

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OneCoin-Anwalt vor Gericht: Neil Bush soll Cryptoqueen getroffen haben

Mark Scott muss sich in der Causa OneCoin vor einem US-Gericht verantworten. US-Ermittler halten die Kryptowährung für ein betrügerisches Pyramiden-System. Dem OneCoin-Anwalt Scott werfen sie folglich vor, 400 Millionen US-Dollar für die Betreiber von OneCoin gewaschen zu haben. Scott und seine Anwälte beharren hingegen auf seiner Unschuld. Ihre Argumentation: Scott habe nichts von der mutmaßlich kriminellen Natur von OneCoin gewusst.

Das Portal law360 berichtete mit Verweis auf Gerichtsunterlagen, dass Scotts Anwälte jüngst Neil Bush hervor zauberten, um dieses Argument zu untermauern. Der Investor entstammt einer hoch angesehenen Familie, schließlich bekleideten sowohl sein Bruder Georg W. Bush als auch sein Vater Georg H. W. Bush das Amt des US-Präsidenten. Neil Bush nahm einst jedoch an einem Geschäftstreffen teil, bei dem auch die verschwundene OneCoin-Gründerin und „Cryptoqueen“ Ruja Ignatova anwesend war. Seine Teilnahme ließ er sich mit 300.000 US-Dollar vergüten. Scott und sein Anwalt Arlo Devin-Brown behaupten nun, dass die Anwesenheit von Bush dem gesamten OneCoin-Projekt Legitimität verliehen haben soll.  Mehr noch, erst Bushs Verbindung zur Kryptowährung habe dem zunächst skeptischen Scott das nötige Gefühl von Sicherheit gegeben. Folglich forderten sie, dass Bush als Zeuge vorgeladen wird.

Neil Bush traf tatsächlich OneCoin-Gründerin

Die US-Behörden wissen schon länger von dem Treffen zwischen Bush und der OneCoin-Gründerin Ignatova. Das FBI hatte den Bruder des ehemaligen US-Präsidenten schon zweimal in dieser Sache befragt. Scotts Anwälte lasen in der Gerichtsverhandlung aus einer Abschrift dieser Interviews.

Demnach kam es zu dem Treffen, weil Bush Geschäftsverbindungen mit dem wohlhabenden Chinesen Dr. Hui Chi Ming und dessen Firma Hoifu Energy unterhielt. Hui war damals im Zentrum eines 60 Millionen US-Dollar Geschäftes. Es ging um ein Darlehen für den Kauf eines Ölfelds in Afrika, „ein sehr großer Teil des Kaufpreises“ hätte in OneCoin bezahlt werden sollen. Im Rahmen dieses Geschäfts kam es in Hong Kong zu einem Treffen zwischen Bush, Hui und Ignatova. Laut dem FBI-Bericht, hätte Bush ein Anrecht auf 10 Prozent des Erlöses gehabt, falls Hui die ihm angebotene Kryptowährung erfolgreich verkauft hätte. Der Deal kam allerdings nicht zu Stande.

Bushs Anwalt David Gerger bestätigte vor Gericht, dass es zu dem Treffen kam. Er bejahte auch, dass Bush Geschäftsbeziehungen zu Hui unterhielt. Allerdings wies er die von Scotts Anwälten aufgestellte Behauptung zurück, wonach Bush gar als Aufsichtsratmitglied bei Hoifu Energy tätig war. Letztlich betonte Gerger, dass Bush an nichts  von dem was Scott tat, einen Anteil hatte. Er argumentierte zudem, dass eine erneute Aussage von Bush nichts inhaltliches zu den FBI-Berichten hinzufügen würde. Der Richter stimmte dem zu. Bush wird somit nicht als Zeuge vorsprechen müssen.

Cryptoqueen weiterhin auf freiem Fuß

Gleichzeitig läuft in den USA ein Prozess gegen Konstantin Ignatov, den Bruder der Cryptoqueen. Anders als Scott legte Ignatov allerdings ein umfassendes Geständnis ab. Auch im Prozess gegen den OneCoin-Anwalt trat er als Zeuge der Anklage auf. Wegen seiner Beteiligung an OneCoin drohen Ignatov bis zu 90 Jahren Haft. Unterdessen befindet sich seine Schwester weiterhin auf freiem Fuß. Ihr Bruder gab vor Gericht an, nichts über ihren aktuellen Aufenthaltsort zu wissen. In den USA ist auch Ruja Ignatova wegen Geldwäsche und Betrug angeklagt.

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OneCoin: Drahtzieher des mutmaßlichen Bitcoin-Betrugs stehen vor Gericht

Die Gerichtsverhandlungen gegen die Drahtzieher des mutmaßlichen Bitcoin Scams OneCoin laufen in den USA an. Der angeklagte Bruder der OneCoin-Gründerin legte jüngst ein Geständnis ab. Zudem muss sich auch ein beteiligter Anwalt vor Gericht verantworten.

US-Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem in Bulgarien gegründeten OneCoin um einen riesigen Pyramiden-Scam handelt. Etwa vier Milliarden US-Dollar sollen die Betreiber den hinters Licht geführten Investoren aus der Tasche gezogen haben. Das Geständnis von Konstantin Ignatov scheint diese Annahmen nun zu bestätigen. Schließlich gab er zu, im Rahmen seiner Aktivität für OneCoin an Geldwäsche und Betrug beteiligt gewesen zu sein.

Der im März festgenommene Ignatov ging bereits am 4. Oktober seinen Geständnis-Deal ein. Die Abmachung gelangte jedoch erst am 12. November an die Öffentlichkeit. Nach Angaben der BBC muss Ignatov nun keine weiteren Anklagepunkte fürchten. Ihm drohen dennoch bis zu 90 Jahren Haft. Das britische Medienhaus äußerte zudem die Vermutung, dass Ignatov ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden könnte. Die Gerichtsunterlagen würden demnach nahelegen, dass für ihn und seine Familie Gefahr besteht.

Verbleib der „Cryptoqueen“ nach wie vor unklar

Im Rahmen des Gerichtsverfahrens äußerte sich Ignatov auch über den Verbleib seiner Schwester. Die als „Cryptoqueen“ bekannte Dr. Ruja Ignatova gilt als eine der Gründerinnen des mutmaßlichen OneCoin Scams. Seit 2017 ist sie jedoch von der öffentlichen Bildfläche verschwunden.

Ignatov gab nun an, dass seine Schwester in der bulgarischen Hauptstadt Sofia gelebt haben soll. Ihm gegenüber gab sie an, „sehr müde“ gewesen zu sein. Ignatova hatte zudem Angst vor einer möglichen Auslieferung an das FBI. Um den Strafverfolgern zuvorzukommen, soll sie sich zunächst gefälschte Papiere verschafft haben. Dann ergriff sie über Wien und Athen die Flucht. Ihr Bruder gab an, dass ihr aktueller Aufenthaltsort auch ihm unbekannt sei.

OneCoin-Anwalt ebenfalls vor Gericht

Neben Ignatov muss sich auch Mark S. Scott vor den US-amerikanischen Behörden verantworten. Der Anwalt wird beschuldigt, 400 Millionen US-Dollar für OneCoin gewaschen zu haben. Dafür nutzte er unter anderem Konten in Irland. Konstantin Ignatov trat in seinem Prozess als Zeuge auf.

Nach Angaben der BBC gehen die US-Ermittler davon aus, dass Scott einen Teil der von OneCoin erhaltenen Gelder für den Erwerb von diversen Luxusgütern nutzte. Neben einer Yacht soll er so auch einen Ferrari und drei Häuser erstanden haben.

Scott selber gab indes an, nichts von der vermeintlich kriminellen Natur von OneCoin gewusst zu haben. Da die Gerüchte über OneCoin auch bis zu ihm vorgedrungen seien, bat er einen Kollegen, Nachforschungen über OneCoin anzustellen. Erst als dieser ihm Entwarnung gegeben haben soll, nahm er die Zusammenarbeit mit der Kryptowährung auf. Die Frage, ob Scott Bescheid wusste oder nicht, könnte sich als zentral für seinen Prozess erweisen. Er selbst beteuert vor Gericht seine Unschuld.

Vertreter und Anwälte der Kryptowährung weisen alle Betrugsvorwürfe von sich.

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