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Binance: US-Handelsplattform führt Staking-Belohnungen ein

Binance.US, die US-Kryptowährungshandelsplattform der großen Kryptobörse Binance, wird im Februar Staking-Belohnungen einführen.

Laut einer Ankündigung vom 29. Januar von Binance.US werden für Algorand (ALGO) und COSMOS (ATOM) ab nächsten Monat Staking-Belohnungen angeboten.

Staking für weitere Coins geplant

Außerdem kündigte die Börse an, später weitere Proof-of-Stake (PoS)-Coins anbieten zu wollen. In der Ankündigung heißt es, dass ein einfacher Zugang zum Staking „es mehr Menschen ermöglicht, für ihren Beitrag zum Netzwerk durch die Förderung der Netzwerksicherheit Belohnungen zu verdienen. Das senkt die Validierungskosten“.

Weiterhin behauptet Binance.US, der erste Marktplatz in den Vereinigten Staaten zu sein, der Staking-Belohnungen für ATOM- und ALGO-Nutzer anbietet. Catherine Coley, CEO der Firma, sagte dazu:

„Das Staking ist nur eine von vielen attraktiven Möglichkeiten, wie wir neue Leute in den digitalen Vermögenswertmarkt anziehen wollen. Wir betrachten das als einen weiteren Schritt in Richtung unseres Ziels, mehr Menschen eine finanzielle Eingliederung zu ermöglichen“.

Staking-Zentralisierung?

Ende September 2019 hat die große Kryptowährungshandelsplattform Binance eine Staking-Plattform eröffnet. Staking ist auf PoS-basierten Blockchains möglich und ermöglicht es den Netzwerkknoten, Blöcke zu validieren, indem sie Kryptowährungen als Sicherheit halten.

Bei Bitcoin (BTC) würde ein 51-Prozent-Angriff sehr viel Rechenleistung erfordern. Der Angreifer muss bei einer PoS-Blockchain hingegen einen Großteil des angegriffenen Coins halten. Wie Cointelegraph kürzlich berichtete, gab es auf die Blockchain von Bitcoin Gold (BTG) einen solchen 51.Prozent-Angriff. Das führte dazu, dass BTG im Wert von über 70.000 US-Dollar doppelt ausgegeben wurden.

Das sogenannte Staking-as-a-Service wurde von der Kryptowährungs-Community oft kritisiert. Dovey Wan, ein Gründungspartner der Blockchain-Investmentgesellschaft Primitive Ventures, hat in Bezug auf die Ankündigung kommentiert:

„Darum heißt es Ruhe in Frieden. Alle StakingaaS Börsen werden aussterben, Depot-Wallets werden aussterben, sogar der PoW-Pool wird aussterben. Der Rest ist dann nur noch ein Rennen nach unten. Schlechtes Geschäft, einfach schlecht.“

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Ubisoft kooperiert als erster großer Videospielkonzern mit Blockchain-Plattform

Es gibt bereits erste Vermutungen, dass nicht Kryptowährungen oder dezentralisierte Finanz-Apps für eine breite Annahme der Blockchain-Technologie sorgen, sondern Videospiele.

Obwohl schon mehrere kleine Unternehmen und vereinzelte Hobby-Programmierer an ersten Blockchain-Videospielen arbeiten, hat die Distributed-Ledger-Technologie bei den großen Playern der Gaming-Branche bisher wenig Anklang gefunden.

Kooperation mit Blockchain-basiertem Steam

Dies könnte sich jetzt allerdings ändern, da der namhafte Videospielkonzern Ubisoft eine Partnerschaft mit der Blockchain-Plattform Ultra eingegangen ist. Ultra ist eine Art Blockchain-basiertes Steam, auf dem Nutzer Digitalwährungen verdienen sowie Spiele kaufen und verkaufen können.

Ubisoft zeichnet sich derweil für erfolgreiche Videospiele wie Assassin’s Creed, Far Cry, Splinter Cell und viele weitere bekannte Titel verantwortlich. Der Entwickler und Publisher bringt regelmäßig Spiele auf den Markt, die bei Verbrauchern und Journalisten auf positives Feedback stoßen.

Bisher haben die großen Videospielkonzerne eher die Finger von der Blockchain-Technologie gelassen, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass die Technologie momentan noch von rechtlicher Unsicherheit behaftet ist. Umso erstaunlicher, dass sich Ubisoft nun zu diesem Schritt entschlossen hat. Damit wird das Unternehmen gleichsam zu einem Teilnehmer der zur Ultra Plattform gehörenden Blockchain UOS.

Ubisoft könnte Türöffner sein

Allen voran bietet Ubisoft der UOS Blockchain also nicht nur Zugriff auf große Rechenkapazitäten, die jetzt Teil des eigenen Netzwerkes zur Bestätigung von Blöcken werden, sondern vielmehr einen ungeheuren Zuwachs an Vertrauenswürdigkeit. Zudem darf spekuliert werden, dass Ubisoft womöglich auch ein eigenes Blockchain-Spiel für die Ultra Plattform entwickelt.

Allerdings ist dies zunächst nur Kaffeesatzleserei. Fakt ist aber zumindest, dass mit Ubisoft nun erstmals ein Schwergewicht der Gaming-Branche an einem Blockchain-Projekt mitwirkt.

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Proof of Stake soll Dash-Netzwerk Leben einhauchen

Ryan Taylor, CEO der Dash Core Group, hat bei dem Dash Evolution Open House am 7. Dezember seine Strategien für die künftige Entwicklung der Dash-Plattform präsentiert, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Da Dash seit Anfang 2018 im Vergleich zu den Vorjahren erhebliche Einbußen in der Marktkapitalisieung verzeichnete, schlug Taylor grundsätzliche Änderungen im Dash-Netzwerk vor, darunter eine Reduzierung der Mining-Belohnung und einen Wechsel des Konsensverfahrens. Statt eines Proof of Work könnte in Zukunft ein Proof of Stake zum Einsatz kommen.

Taylor erörterte in seinem Vortrag die Struktur des Netzwerks und leitete daraus resultierende Auswirkungen auf Kursschwankungen ab. Ein entscheidender Effekt geht seiner Ansicht nach von den Vergütungsstrukturen des Netzwerks aus. Neben einer ersten Ebene, bestehend aus den Minern, hat Dash eine zweite Ebene, die sich aus den Masternodes (Full Nodes) zusammensetzt. Die Masternodes erfüllen bestimmte Funktionen innerhalb des Netzwerks, wie schnelle (InstantSend) und anonyme (PrivateSend) Transaktionen, und bilden die Grundlage des dezentralen Governance- und Treasury-Systems. Die Masternodes erhalten außerdem einen Teil der Block-Belohnungen (Blockrewards). Von diesen Belohnungen gehen 45 Prozent an die Miner, weitere 45 Prozent an die Masternodes und die verbleibenden 10 Prozent fließen in die Treasury.

Um als Masternode im Dash-Netzwerk arbeiten zu können, müssen 1.000 Dash gehalten werden. Das führt zu einer Immobilität von Vermögen, das im Netzwerk verwahrt bleibt. Zudem geht ein großer Teil der Belohnungen in die Vergütung der Masternodes. Insgesamt führen diese Faktoren dazu, dass Vermögen innerhalb von Dash bleibt und das Netzwerk nicht verlässt. Folglich schlug Taylor mehrere Änderungen des Netzwerks vor, darunter eine Änderung der Vergütungsverteilung und eine mögliche Änderung der Konsenmethode.

Möglicher Konsenswechsel

Taylor schlug vor, den Proof of Work künftig durch einen Proof of Stake zu ersetzen. Ein solcher Wechsel des Konensmechanismus wäre ein entscheidender Eingriff in das Netzwerk, womit eine Reduzierung der Block-Belohnungen einherginge. Zudem ließe sich die Emissionsrate für Dash Coins (DASH) senken, um den Nutzern eine attraktivere Inflationsrate zu bieten. Da das Netzwerk eine Dezentrale Autonome Organisation (DAO) ist, würden jedoch alle entscheidenden Änderungen, insbesondere ein Wechsel des Konsensverfahrens, einer Abstimmung durch die Masternodes unterliegen.

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EOS New York kritisiert Zentralisierung unter Blockproduzenten

Dezentralisierung – Wackliger Grundpfeiler im Krypto-Space

Mit der Dezentralisierung im Blockchain Space ist es so eine Sache. Die Idee, vorangetrieben durch Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto, ist für Krypto-Enthusiasten meist einleuchtend. Vertrauen weg von einzelnen Institutionen hin zu einem verteilten Netzwerk zu verschieben, soll für mehr Sicherheit und eine fairere Verteilung der Kontrolle führen. In der Praxis gestaltet sich die Umsetzung bisweilen jedoch noch schwierig.

So etwa beim Bitcoin Mining. (Spätestens) seit das „Schürfen“ der führenden Kryptowährung nach Marktkapitalisierung populär geworden ist, haben sich zunehmend sogenannte Mining Pools gebildet. Dabei schließen sich Gruppen von Rechnern zusammen, um gemeinsam gegen andere Bitcoin Miner oder andere Pools um den nächsten gültigen Block in der Blockchain zu buhlen. Denn wer das schafft, so der monetäre Anreiz im Bitcoin-System, bekommt eine Belohnung von derzeit 12,5 BTC-Einheiten. Diese Belohnung versuchen sich einzelne Unternehmen – so etwa der Bitcoin-Mining-Chip-Hersteller Bitmain – zu eigen zu machen. Dafür geriet das Unternehmen immer wieder in die Kritik.

Zentralisierung bei EOS

Mit Zentralisierungstendenzen hat auch der EOS-Kosmos zu kämpfen. So beklagte die EOS-Delegation New York unlängst, dass insgesamt sechs Blockproduzenten des Altcoins von einer einzelnen Entität kontrolliert würden. Auf Twitter hat das Unternehmen seinem Unmut am 27. November Luft gemacht:

Sechs registrierte EOS-[Block-]Produzenten werden von einer einzelnen Entität kontrolliert. Das ist inakzeptabel. Wir haben die Signaturen von den Top 50 der registrierten Block-Produzenten aufgezeichnet, damit alle Token-Besitzer wissen können, wer so ein Fehlverhalten billigt und wer nicht. […].

Das EOS Team stellt in einem weiteren Post die sechs betroffenen Entitäten in die Öffentlichkeit und schlägt deren Verbannung aus dem EOS-Netzwerk vor. Doch die von EOS New York bemängelte Zentralisierung findet ihren Ursprung nicht zwingend im „Fehlverhalten“ der Blockproduzenten. Der in EOS verwendete Konsensmechanismus scheint bei näherer Betrachtung zur Zentralisierung einzuladen.

Proof of Stake: Eine Einladung zur Zentralisierung

Im Gegensatz zu Bitcoin, der auf den „Arbeitsnachweis“ Proof of Work setzt, setzt EOS auf einen Delegated-Proof-of-Stake-Mechanismus. Grob verkürzt bedeutet dies: Wer mehr Token besitzt, hat auch mehr Stimmrechte. Zwar können normale Nutzer, anders als im Proof-of-Stake-Mechanismus, keine Blöcke produzieren, dafür aber sogenannte Block Producer wählen. Man mag sich hier an eine Aktiengesellschaft erinnert fühlen: Wer einen größeren Anteil am Unternehmen hält, hat im Normalfall auch mehr Stimmrechte. Dezentralisierung sieht anders aus.

Was im aktuellen Fall jedoch hinzukommt – und das Ganze nicht unbedingt dezentraler macht –, ist die Bloßstellung der einzelnen Entitäten und die Forderung nach Verbannung vom Netzwerk. Die EOS-Delegation New York demonstriert hier eine Vormachtstellung, indem sie den Ausschluss einzelner Netzwerk-Teilnehmer fordert, die versuchen, das Anreizsystem im EOS-Netzwerk für sich zu nutzen. Nochmal: Dezentralisierung sieht anders aus.

Kritik an EOS

Bereits im November 2018 wurde Kritik an der Plattform laut. Blockchain-Analysten nahmen sich das EOS-Netzwerk vor und kamen zu dem Ergebnis, dass EOS keine „echte“ Blockchain sei. Schon damals wurde die Kritik an den EOS-Blockproduzenten laut. Die Konsensfindung per Proof of Stake verfügte demnach nicht über eine Byzantinische Fehlertoleranz (BF), die nach Ansicht der Analysten eine „echte“ Blockchain auszeichne. Darüber hinaus hieß es bereits zu diesem Zeitpunkt:

Die EOS-Blockproduzenten sind stark zentralisiert und die Benutzer können nur auf das Netzwerk zugreifen, indem sie diese als Mittelsmänner verwenden. Blockhersteller sind ein Single Point of Failure für das gesamte System.

Ob es EOS nun schafft, diese Fehlerquelle zu beseitigen, bleibt indes freilich abzuwarten.

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Algorand integriert vereinfachte Form von Smart Contracts

Erst seit Juni ist die plattformeigene Währung ALGO auf den Bitcoin-Börsen erhältlich und hat seitdem einen Verlust von über 90 Prozent gegenüber dem ICO-Preis zu verbuchen. Da das Projekt das Modell der holländischen Auktion verwendet, erlaubt es Investoren die Rückgabe der Token für 90 Prozent des ursprünglichen Kurses. Gegründet wurde Algorand von Silvio Micali, einem MIT-Professor, der mit dem Turing Award ausgezeichnet wurde.

Aus technologischer Sicht hat das Projekt für Aufmerksamkeit gesorgt, da es eine neue Form von Proof of Stake verwendet. Diesen Konsensalgorithmus nennt Algorand „Pure PoS“. Er baut darauf auf, dass die Mehrheit der Teilnehmer am Netzwerk ehrlich ist. Sie haben unter normalen Umständen kein Interesse daran, dem Netzwerk zu schaden. Einer Minderheit an Netzwerkteilnehmern ist es nicht möglich, den korrekten Ablauf der Konsensfindung zu stören.

Konsensfindung durch Lotterie unter Node-Betreibern

Für jeden neuen Block wird ein zufälliger Token ausgewählt, dessen Besitzer den Block schreiben darf. In einer zweiten Phase werden 1.000 weitere Token ausgewählt, deren Besitzer diesen Block verifizieren dürfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Netzwerkknoten (Node) für eine dieser beiden Phasen ausgewählt wird, steigt mit der Zahl der gehaltenen Token.

Das Netzwerk wählt dabei selbst aus, wer den Block schreibt. Dies verhindert, dass eine ungewollte Fork entsteht. Darüber hinaus verspricht die Technologie einen hohen Grad an Dezentralisierung. Jeder kann sich an der Block-Produktion beteiligen, indem er einen „Participation Node“ betreibt und Token hält. Kritiker werfen Algorand jedoch vor, dass es nicht wirklich dezentralisiert ist, da die Entwickler im Besitz von 25 Prozent aller Token, die in Zukunft existieren werden, sind.

Neben den Participation Nodes übernehmen die „Relay Nodes“ eine zentrale Rolle im Netzwerk. Sie ermöglichen die Kommunikation zwischen den Teilnehmern. Diese Relay Nodes sind nicht an der Produktion der Blöcke beteiligt.

Algorand bietet eine simplere Art von Smart Contracts

Eine der zentralen Eigenschaften von Smart Contracts, wie sie z. B. Ethereum anbietet, ist die Turing-Vollständigkeit. Diese Eigenschaft ist für viele komplexere Aufgaben erforderlich. Veranschaulichen lässt sich dies daran, dass die Programmiersprachen C++ und Java turingmächtig sind, HTML aber nicht.

Algorand setzt durch sein neues 2.0 Update auf Smart Contracts, die nicht turingmächtig sind. Es preist dies als Vorteil gegenüber anderen Plattformen an. Dieser Vorteil soll darin bestehen, dass derartige Smart Contracts einfacher zu gestalten und sicherer sein sollen. Das Algorand-Team gibt zu, dass hierdurch eingeschränkte Möglichkeiten bestehen. Es geht jedoch davon aus, dass die meisten Projekte keine Turing-Vollständigkeit benötigen.

Zu den anderen Funktionen des 2.0 Updates gehören die Möglichkeit, Token zu erstellen, sowie rudimentäre DeFi-Werkzeuge. Laut den Entwicklern erlauben die neuen Funktionen es Unternehmen, jeden Wert in einen Token zu übersetzen.

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Coinbase Custody führt Krypto-Staking für globale Investoren ein

Die in den USA ansässige Krypto-Börse Coinbase hat bekannt gegeben, dass sie ab dem 21. November auf einen international ausgerichteten Stake-Service umstellt.

Coinbase Custody scheint seine Markenbekanntheit zu nutzen, um seine Staking-Dienste auf eine globale Investorenbasis auszudehnen und als eine wichtige aufstrebende Anlagestrategie für den Blockchain- und Kryptowährungsbereich zu fördern.

Die Ankündigung zeigt auf, dass die Depotbank beabsichtigt, allen ihren globalen Kunden „einen angemessenen Zugang zu Krypto-First-Features“ zu bieten.

Coinbase Custody bietet seit März 2019 einen Staking-Service Tezos (XTZ) in Institutionsqualität an – vorbehaltlich der gesetzlichen Zulassungsvoraussetzungen. Das Flaggschiff des Unternehmens hat Anfang dieses Monats die Unterstützung für die XTZ-Absteckung für US-Kunden einführt.

Wie funktioniert Staking?

Staking ist spezifisch für Proof-of-Stake-Blockchains (PoS) und ermöglicht es Netzwerkteilnehmern im Wesentlichen, passiv eine Form von „Zinsen“ zu verdienen, indem sie ihre Token hinterlegen, um das Netzwerk zu erhalten und potenzielle Belohnungen zu erhalten.

Im Gegensatz zu PoW-Blockchains (Proof of Work) wie Bitcoin prüfen Knoten in einem PoS-Netzwerk Blöcke, anstatt sie abzubauen. Ein deterministischer Algorithmus wählt Blockvalidierer basierend auf der Anzahl der Token aus, die ein bestimmter Knoten in als Sicherheit in seiner Wallet abgelegt hat, m das Hinzufügen des nächsten Blocks zur Chain abzuschließen.

Während des langwierigen Kryptowinters 2018 wurde der Einsatz von Kryptofondsmanagern und -analysten als Überlebensstrategie für Investitionen eingestuft, wobei viele hervorhoben, dass HODLer mit langen Laufzeiten ebenso gut auf die „Zinsen“ setzen könnten.

Gegenstimmen – darunter auch Aaron Brown von Bloomberg – haben sich gegen die langfristige Tragfähigkeit der Strategie ausgesprochen, und zwar auf der Grundlage der grundlegenden Vorteile von PoW gegenüber PoS-Währungen in Bezug auf Vertrauen und Sicherheit.

Ethereums Wandel zum PoS und zur weiteren Industrie

Die Schilderung, dass Staking einen großen Einfluss auf die Branche haben wird, wurde kürzlich vom Research-Zweig der Top-Kryptobörse Binance verbreitet. In dem Bericht wurden die Auswirkungen von Token-Lock-Ups auf die Liquidität untersucht und das potenzielle Risiko-Rendite-Profil von Staking als passive Anlagestrategie gegen aktiven Handel verglichen. Binance hat in diesem Herbst selbst ein Staking-Dienst eingeführt.

Als sich das Ethereum-Netzwerk auf den möglichen Übergang zu PoS-basiertem Ethereum 2.0 vorbereitet, hat ein leitender Angestellter von ConsenSys kürzlich bekannt gegeben, dass Ethereum 2.0 Validatoren mit einem jährlichen Gewinn von 4,6% bis 10,3% rechnen können.

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Binance Research: Ethereum-Wechsel auf Staking verändert Branche

Im jüngsten Forschungsbericht von Binance hieß es, dass das Staken mit der geplanten Umstellung von Ethereum auf den Proof-of-Stake-Algorithmus (PoS-Algorithmus) einen großen Einfluss auf die Branche haben würde.

Der Bericht wurde am 28. Oktober veröffentlicht und hebt hervor, dass die größten 10-Krypto-Vermögenswerte, die das Staking unterstützen – oder unterstützen wollen – insgesamt auf eine Marktkapitalisierung von 25,8 Mrd. US-Dollar kämen.

Das bedeutet, dass der mögliche Staking-Marktanteil auf etwa 10 Prozent der Gesamtmarktkapitalisierung der Branche kommt.

Passive Anlagestrategie

Wie bereits berichtet, ist das Staken eines der speziellen Merkmale bei Proof-of-Stake (PoS)-Blockchains und ermöglicht es den Netzwerkteilnehmern im Wesentlichen, passiv eine Form von „Zinsen“ zu erhalten. Sie zahlen Token ein, um sowohl das Netzwerk zu erhalten als auch mögliche Belohnungen zu erhalten.

Im Gegensatz zu Proof-of-Work (PoW)-Blockchains, wie etwa Bitcoin, arbeiten Knoten in einem PoS-Netzwerk eher an der Validierung von Blöcken als diese zu minen. Ein deterministischer Algorithmus wählt Blockvalidatoren auf Grundlage der Anzahl der Token aus, die ein bestimmter Knoten in seiner Wallet abgelegt hat. Das heißt, dass diese als Sicherheit hinterlegt ist, um den nächsten Block zur Chain hinzuzufügen.

Zehn größte Krypto-Vermögenswerte für das Staking, Stand: Oktober 2019

Zehn größte Krypto-Vermögenswerte für das Staking, Stand: Oktober 2019. Quelle: Binanz Research

Ohne Ethereum liegt die Staking-Marktkapitalisierung am 24. Oktober bei insgesamt rund 11,2 Mrd. US-Dollar – davon sind 6,4 Mrd. US-Dollar Stakes.

Lock-ups und Liquidität

Über alle Blockchains hinweg deuten die Daten von Binance darauf hin, dass 43 Prozent der Token als Stakes genutzt werden und 57 Prozent im freien Umlauf sind. 

Unter den Coins auf der Plattform der Börse haben besonders die Altcoins Algorand, Tezos und Cosmos sehr hohe Stakingquoten. Die Stakingquote ist das Verhältnis zwischen einem Betrag, der zu einem bestimmten Zeitpunkt als Stake genutzt wurde geteilt durch das gesamte Umlaufangebot. Diese liegt derzeit bei über 70 Prozent aller als Stakes genutzten Coins. Tron und Qtum weisen hingegen eine Stakingquote von unter 25 Prozent auf.

Binance beschreibt das potenzielle Risiko-Ertrags-Profil beim Staking als passive Anlagestrategie im Vergleich zum aktiven Handel. Die Börse erklärt, dass die Marktteilnehmer die möglichen Liquiditätsrisiken analysieren sollten, die sich aus der Lock-Up-Periode der verschiedenen Blockchains ergeben.

Einige Chains ermöglichen es den Nutzern, ihre Coins sofort „zu „entstaken“. Auf nicht abgeholte Belohnungen wird dabei verzichtet. Andere können eine obligatorische Lock-Up-Periode umfassen, die die Gelder illiquid macht und man aktive Anlagechancen verpassen könnte.

Ethereum 2.0 kommt im Januar 2020

Wie gestern berichtet wurde hat eine Führungskraft von ConsenSys bekanntgegeben, dass Ethereum 2.0-Validatoren damit rechnen können, zwischen 4,6 Prozent und 10,3 Prozent als Belohnung für das Staken pro Jahr zu verdienen. 

Um Validator zu werden, müssen die Teilnehmer mindestens 32 Ether (ETH) besitzen. Der Wert beläuft sich bei Redaktionsschluss bei 5.952 US-Dollar. Der Übergang zu Ethereum 2.0 ist derzeit für Januar 2020 geplant.

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5 Gründe, wieso Proof of Stake noch nicht sicher ist

Immer mehr Energie fließt in Bitcoins Sicherheit, mittlerweile in der Größenordnung ganzer Nationalstaaten: Einer Studie der Universität Cambridge zufolge verbraucht Bitcoin mit aktuell 79,06 TWh pro Jahr knapp mehr Energie als die Philippinen (78,30 TWh/Jahr) und Chile (73,22 TWh/Jahr) und nur knapp weniger als Belgien (82,16 TWh/Jahr). Ein anderes Konsensmodell müsse her, tönt es daher von vielen Seiten der Community.

Am besten eines das bei gleicher Sicherheit weniger energieintensiv ist. Seit geraumer Zeit heißt die Lösung aus Sicht der Ethereum Community Proof of Stake (PoS). Das Modell verlässt sich – im Unterschied zu Proof of Work (PoW) – nicht auf rechenintensive Hashing-Vorgänge des Block Headers, sondern basiert auf einem sogenannten Staking-Modell. Je nach PoS-Algorithmus votieren Nodes, die eine gewisse Menge an Ether hinterlegt haben (man spricht vom sogenannten Collateral), über den nächsten Block. Wer sich nicht an die Konsensregeln hält, verliert seinen Stake; dies soll sodann Anreiz für die Nodes sein, sich entsprechend der Regel zu verhalten. Doch bei Kryptowährungen, die mit mehreren Milliarden kapitalisiert sind, sollte man nicht nachlässig sein und genau hinschauen. Denn so ganz ohne Risiko ist die alternative Konsensmethode aus dem Hause Vitalik Buterins nicht.

Hier sind fünf Schwächen von PoS.

1. Das Nothing-at-Stake-Problem

Proof of Work incentiviert die Compliance der Miner, indem es der Algorithmus kostspielig macht, die Regeln zu brechen. Wer betrügt, indem er etwa Double Spends in einen Block einbaut, schürft umsonst. Schließlich widerspricht ein Double Spend den Netzwerkregeln – einen solchen Block würde keine Node akzeptieren. In anderen Worten, unehrliche Miner verbrauchen Energie, werden dafür aber nicht mit dem Coinbase Reward belohnt. Es lohnt sich also nicht, zu betrügen.

Bei PoS ist das etwas anders. Staking Nodes können theoretisch an einer Vielzahl von Blockchain-Versionen gleichzeitig arbeiten; auch an solchen, die illegitime Transaktionen wie Double Spends enthalten. Im Gegensatz zu PoW gibt es bei PoS (noch) keinen wirklich ausgereiften Mechanismus, das kooperative Schmieden an einer einzigen Blockchain zu gewährleisten. Opportunistische Validatoren dürfte es nämlich egal sein, welche Kette das Rennen macht – Hauptsache die Rewards fließen.

2. Short-range Attack

Doch damit nicht genug. Neben dem vieldiskutierten Nothing-at-Stake-Problem tauchen bei PoS-Kryptowährung wie dem Peercoin weitere Sicherheitslücken, wie etwa mögliche Short-range Attacks auf.

Eine Short-range Attack spielt sich folgendermaßen ab: Ein Angreifer kauft seinen Kaffee mit Ether und besticht – nachdem die Transaktionsbestätigung beim Händler eingegangen ist – einen Validatoren, an einer Blockchain zu basteln, die besagte Transaktion nicht enthält.

Kurz gesagt, eine Short-range Attack zielt auf die kurzfristige Reorganisation der Blockchain ab. Da Validatoren bestochen werden, spricht man auch von einer Bribery Attack.

3. Long-range Attack

Während Short-range Attacks eine opportunistische Reorganisation der Blockchain zum Ziel haben, um sich etwa Waren und Dienstleistungen zu erschleichen, ist eine Long-range Attack der böse Zwilling selbiger Idee. Im Unterschied zu Short-range Attacks setzt die angreifende Node aber nicht inmitten der kurzfristig erzeugten Blockchain, sondern ganz an ihrem Anfang, also am Genesis Block an.

Der Angreifer kann somit unbemerkt eine gänzlich neue Transaktionshistorie erzeugen. Sobald diese die Blockhöhe der eigentlich legitimen Blockchain überholt hat, könnte er sie sogar ersetzen. Schließlich setzen Validatoren in aller Regel an der längsten möglichen Blockchain an. Bei Pow Blockchains wie Bitcoin ist ein derartiger Angriff undenkbar, müsste ein Angreifer doch alle Proof-of-Work-Kalkulationen seit Block eins nachträglich durchführen – ein Unterfangen mit schier unendlichen Kosten.

4. Sybil-Angriff

Sybil Attacks sind ein Angriffsvektor, dem sich theoretisch alle Blockchains – auch jene mit PoW ausgesetzt sehen können. Eine Sybil Attack beschreibt einen Angriffsvektor, in dessen Zuge eine ehrliche Node eine Vielzahl an gefälschten digitalen Identitäten hinzudichtet und dem Netzwerk weismacht, es handle sich um legitime Netzwerkknoten. Diese Sybil-Nodes fungieren im Falle von PoS wie Validators Nodes und können so die Geschicke der Blockchain mitbestimmen. Übersteigt die Anzahl der Fake Nodes die der ehrlichen, ist das Netzwerk gänzlich unter Kontrolle gebracht und kann nach Gutdünken ummodelliert werden.

5. Coin Accumulation Attack

Letztlich gibt es noch eine Menge ungelöster Schwierigkeiten, die mit einer übermäßigen Coin-Akkumulation entstehen können. Denn Validatoren, die über ein gewisses Kapital verfügen, verfügen so natürlich über größere Stimmanteile und haben größere Chancen, häufiger als Validator ausgewählt zu werden. Delegated Proof of Stake, also der Ethereum-eigene Ansatz, scheint dieses Problem aber einigermaßen zuverlässig umschiffen zu können. Zudem scheint es bei hochkapitalisierten Coins schlicht unwahrscheinlich, dass einzelne Validatoren einen wirklich nennenswerten Teil der Coins akkumulieren können.

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Ardor-Blockchain: Full Node auf dem Smartphone

Der Blockchain-Technologie will der große Durchbruch bisher nicht so recht gelingen. „Blockchain Washing“, also der Ansatz, plötzlich jeden Vorgang dezentral zu gestalten, scheint zwar passe. Trotzdem arbeiten viele Unternehmen nach wie vor intensiv an einer vermeintlich dezentralen Zukunft: IBM lanciert beinahe wöchentlich neue Lizenzen für Blockchain-Anwendungen, Microsoft lässt Entwickler Smart Contracts mit dem .NET Framework schreiben und sogar auf dem Broadway hält die Technologie Einzug. Allein, zur Massentauglichkeit hat es bisher keines der Blockchain-Projekte gebracht.

Einen neuen Ansatz wagt daher die Ardor Blockchain von Jelurida. Denn wie das Schweizer Start-up in einer Pressemitteilung bekannt gibt, könnten Nutzer Ardor ab sofort auch auf dem Smartphone synchronisieren. Besitzer eines Android-Smartphones können demgemäß eine eigene Full Node auf ihrem mobilen Endgerät aufsetzen, werden so laut Mitteilung zu einem souveränen Teilnehmer des Netzwerks und sorgen obendrein noch für eine „widerstandsfähigere Blockchain“.

Bisher wurde auf mobilen Geräten nur die „Light“-Client-Funktionalität unterstützt. Die Erstellung neuer Blöcke, ein wesentlicher Teil jeder Blockchain, und viele wichtige Ardor-Funktionen – Bündelung, automatisierte Finanzierung, Coin Shuffle – erfordern den Betrieb eines Servers. Mit dem Full Node des Android-Pakets kann der Zugriff auf all diese Funktionen nun über moderne Smartphones erfolgen,

heißt es in der Pressemitteilung.

Bei Ardor handelt es sich laut Unternehmensangaben um eine interoperable Proof of Stake (PoS) Multichain-Blockchain-Plattform. Das heißt, das alle Blockchains im Ardor-Kosmos mit einer Art Main Chain verknüpft sind, die für die nötige Netzwerkintegrität sorgt. Alle so genannten Child Chains weisen einen gesonderten Use Case auf und verfügen über eigene native Token. In kurz: Ardor will den großen Wurf.

Proof-of-Stake ist nicht ohne Risiko

„Blockchain-Technologie kann mehr als einfach Werttransfers leisten,“ heißt es auf der Website des Unternehmens – und diesem Motto scheint Ardor mit seiner Multifunktionsblockchain gerecht werden zu wollen. Ob sich das Netzwerk mit PoS allerdings zuverlässig absichern lässt, scheint bei genauerer Betrachtung fraglich.

Denn eine Blockchain ist nur so sicher wie sein Konsensmodell. Bei einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 52 Millionen US-Dollar ist der Ardor Token (ARDR) nicht sonderlich liquide. Das bedeutet, ein potenzieller Angreifer könnte mit einem vergleichsweise geringen finanziellen Aufwand einen nennenswerten Teil der Token akquirieren und so das gesamte Projekt gefährden.

Mit der Idee, einen Blockchain-Knotenpunkt auf dem Smartphone betreiben zu können, ist Ardor unterdessen nicht alleine. Schließlich hat auch HTC angekündigt, dass Besitzer des neuen Exodus s1 eine Bitcoin Full Node installieren können. Wir berichteten.

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Binance nun „Super-Vertreter“ von TRON: TRX-Staking geplant

Die große Kryptowährungsbörse Binance ist nun auf Platz Eins der „Super-Vertreter“ im Tron (TRX)-Ökosystem.

Laut Daten von Tronscan vom 30. September hat Binance über 12 Milliarden Stimmen erhalten und sich damit an die Spitze für diese Position gesetzt. Die Blockchain-Community Sesameseed.org ist nun der zweitgrößte Super-Vertreter und der auf Tron basierende BeatzCoin liegt nun auf Platz drei.

Binance kündigt TRX-Staking an

Am 30. September gab Binance bekannt, dass die Börse ab dem 1. Oktober TRX-Staking anbieten würde. Eine erste Schätzung der Belohnungen soll bis zum 1. November berechnet werden und diese anschließend noch vor dem 5. November verteilt werden. Das System soll dann jeden Monat auf dieser Grundlage weiterlaufen, wie es auf der Webseite von Binance heißt.

Letzte Woche hat die Börse Staking-Dienste eingeführt. Damit können Binance-Nutzer ihre Tokenbestände hinterlegen und Staking-Belohnungen verdienen, ohne eigene Knoten einrichten zu müssen. Auch Mindestbeträge und/oder bestimmte Laufzeiten sind dabei nicht nötig.

Binance: 12 Mrd. TRX eingefroren – ein Sechstel der Umlaufmenge aus dem Verkehr gezogen

Der BeatzCoin-COO Misha Lederman erklärte in einem Tweet am 29. September, dass Binance im Wesentlichen 12 Mrd. TRX eingefroren und damit ein Sechstel der Umlaufmenge des Coin aus dem Verkehr gezogen habe.

Die Tatsache, dass die Börse nun der Top-Super-Vertreter ist, hat in der Krypto-Community auf Twitter zu einer Debatte geführt.

Während Lederman die herausragende Position von Binance im Ökosystem und die Einfrierung der Token als eine potenziell bullische Entwicklung für den Kurs von TRX betrachtete, haben andere ihre Besorgnis über die Auswirkungen geäußert, die mit dem „Erkaufen“ des ersten Platzes durch einen führenden Branchenriesen einhergehen.

Derzeit TRX nach Marktkapitalisierung auf Platz 14 unter den größten Kryptowährungen und verzeichnete laut Coin360 über den Tag einen Anstieg um fast 6,5 Prozent.

Anfang des Monats kündigte der Tron-Gründer und CEO Justin Sun einen neuen Plan für den Proof-of-Stake-Mechanismus von TRON an. Dieser würde sich auf die Förderung einer „fairen, dezentralen Verteilung der Stake-Renditen“ konzentrieren, um die Beteiligung der Nutzer und das Engagement von Branchenriesen wie Börsen, Wallets und anderen Partnern zu stärken.

Der CEO hat auch bekanntgegeben, sein mit Spannung erwartetes Mittagessen mit dem Vorsitzenden von Berkshire Hathaway und Bitcoin-Skeptiker Warren Buffett verschieben zu wollen. 

Sun hatte im Juni bei einer Wohltätigkeitsauktion auf eBay den Zuschlag bekommen und ein Mittagessen mit Buffett und eigenen Gästen ersteigert. Sein Gebot belief sich dabei auf 4.567.888 US-Dollar – das höchste Gebot in der 20-jährigen Geschichte dieser Veranstaltung. Doch nur wenige Tage vor dem geplanten Essen war er aus medizinischen Gründen gezwungen, dieses zu verschieben.

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