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Mann hinter Krypto-Vorstößen der SEC Bill Hinman verlässt Behörde

Am Mittwoch gab die US-Wertpapieraufsicht SEC bekannt, dass William Hinman bis Ende dieses Jahres aus der Kommission austreten werde. 

Hinman trat der Kommission im Jahr 2017 bei und ist derzeit Direktor der SEC-Abteilung für Unternehmensfinanzen. Er hat auch bei der SEC die ersten Schritte in Richtung digitale Vermögenswerte unternommen. Dabei hat er kritische Beiträge zur Diskussion darüber eingebracht, welche Kryptowährungen als Wertpapiere kategorisiert werden. In der Ankündigung heißt es:

„Hinman leitete die Bemühungen in Bezug auf die rasche Innovation bei digitalen Vermögenswerten. Dabei hat er etwa ein Rahmenwerk erstellt, mit dem Marktteilnehmer beurteilen können, ob digitale Vermögenswerte als Wertpapiere angeboten und verkauft werden.“

Auch die Lancierung von FinHub im Jahr 2018 durch die SEC, das sich auf digitale Vermögenswerte konzentriert, gilt als eine Initiative, die von Hinman ausging. Valerie Szczepanik, die bei der SEC als Beraterin von Hinman begann, leitet FinHub derzeit. Das brachte ihr innerhalb der Branche den Spitznamen Crypto Czar (engl. Krypto-Zarin) ein.

Shelley Parratt soll nach seinem Ausscheiden die Position von Hinman kommissarisch übernehmen.

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IOTA hilft japanischer Regierung bei Blockchain-Projekt

Die gemeinnützige Organisation hinter der IOTA-Blockchain IOTA Foundation arbeitet mit Japans Regierung an einem Projekt, das sich an die industrielle Infrastruktur richtet.

Die Stiftung hat sich an einem Projekt beteiligt, das von den großen japanischen Unternehmen Best Materia und IMC lanciert wurde, so IOTA-Vertreter am 27. Oktober. Das Projekt wird von der Organisation für die Entwicklung neuer Energie- und Industrietechnologien finanziert. Diese Forschungs- und Entwicklungsbehörde untersteht dem japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie.

Laut einer Ankündigung wolle die Initiative künstliche Intelligenz und Distributed-Ledger-Technologie für risikobasierte Wartungssysteme in Energie-, Industrie-, Petrochemie- und Ölraffinerieanlagen einsetzen.

Dominik Schiener, der Vorsitzende und Mitbegründer von IOTA, sagte gegenüber Cointelegraph, das Projekt sei darauf ausgerichtet, manuelle Prozesse mit KI und Deep Learning zu digitalisieren, um „vorherzusagen, wann und welche Teile der Anlage gewartet werden müssen“. Laut Schiener erwarte man, dass die Verwendung von KI und Blockchain Ausfälle reduzieren, die Verfügbarkeit verbessern und die Kosten durch weniger unnötige Inspektionen und Reparaturen senken werde.

Er sagte auch, dass die IOTA-Stiftung als DLT-Plattformpartner des Projekts ausgewählt wurde. IOTA dient der gemeinsamen Nutzung unveränderlicher Daten und bietet eine Vertrauensinfrastruktur sowie einen „Single Point of Truth“ für verschiedene Interessengruppen, so der Vorsitzende. Schiener betonte, dass das neue System von den gebührenfreien Transaktionen von IOTA auf IOTA Tangle profitieren werde. Er erklärte:

„Und dabei fällt keine Transaktionsgebühr an, man kann einfach kostenlose Daten- und Werttransaktionen im Netzwerk tätigen. IOTA zieht die verschiedenen Parteien für die Qualität der Daten, die sie in das System eingeben, zur Verantwortung.“

Der Ankündigung zufolge umfasst das Projekt eine Reihe von Organisationen, darunter Best Materia, IMC, das High Pressure Institute of Japan, die Society of Chemical Engineers Japan, OMC, Lloyd’s Register und die Yokohama National University.

Die Organisation für die Entwicklung neuer Energie- und Industrietechnologien war in den letzten Jahren an mehreren Blockchain-Entwicklungen beteiligt. Im Jahr 2018 kündigte die Organisation an, dass sie an einem Blockchain-Datenaustauschsystem für die Handelsbranche arbeite. Das Projekt ist ein Joint Venture mit dem japanischen IT-Riesen NTT Data.

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Südkorea streitet sich um Zuständigkeit für nordkoreanische Hackerangriffe auf Kryptobörsen

In Südkorea ist eine heiße politische Debatte darüber entbrannt, welche Behörde für die Abwehr nordkoreanischer Hackerangriffe auf heimische Kryptobörsen verantwortlich ist. Die südkoreanische Finanzaufsicht hatte zuletzt betont, dass sie sich selbst nicht zuständig sieht.

Laut einem Bericht der Fn News hat die südkoreanische Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen (FSC) am 23. Oktober die entsprechende Antwort auf eine schriftliche Anfrage des parlamentarischen Ausschusses für behördliche Angelegenheiten gegeben. So sieht sich die FSC nicht dafür zuständig, sich um gestohlene Krypto-Vermögen zu kümmern, die von der Lazarus Group, einer vom nordkoreanischen Regime gestützten Hackergruppe, erbeutet wurden.

Die Aufsichtsbehörde argumentiert, dass Kryptobörsen schlichtweg nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen, ohne dafür konkrete Gründe zu nennen. Stattdessen sieht sie die Verantwortlichkeit beim Außenministerium und der Kommunikationsbehörde (KCC).

Sowohl das Außenministerium als auch die KCC sehen die FSC aber wiederum für Schäden zuständig, die Kryptobörsen durch die Hackerangriffe entstanden sind, da es sich hierbei um finanzielle Angelegenheiten handelt. Dahingehend betonen sie, dass die Finanzaufsicht „vollumfänglich mit der Bearbeitung und Beaufsichtigung von Dienstleistern für virtuelle Vermögenswerte, darunter auch Kryptobörsen, betraut ist“.

Der oppositionelle Parlamentarier Seong Il-jong stimmt der Einschätzung der FSC ebenfalls nicht zu und weist darauf hin, dass „mit der Abänderung des südkoreanischen Krypto-Gesetzes alle Krypto-bezogenen Vorgänge unter die Aufsicht der FSC gelegt wurden“.

Im Februar wurde berichtet, dass die Lazarus Group im Jahr 2019 gleich mehrere südkoreanische Kryptobörsen angegriffen hatte.

Im August hat die US-Army wiederum berichtet, dass Nordkorea inzwischen mehr als 6.000 Hacker in Ländern wie Weißrussland, China, Indien, Malaysia und Russland stationiert hat.

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Schweizer Regierung beginnt Konsultation für Blockchain-Gesetze

Das Eidgenössische Finanzdepartement hat eine Konsultation für eine Rahmenverordnung im Bereich der Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie eingeleitet.

Die Konsultation findet zwischen Kantonen, Parteien und anderen interessierten Gruppen in diesem Raum statt. Sie wird etwa drei Monate andauern und am 2. Februar 2021 enden.

Damit zeigt sich erneut das aktive Interesses der Schweizer Regierung an der Förderung von Blockchain und Kryptowährung. Nur einen Monat vor dieser Konsultation im Zusammenhang mit besseren Gesetzen für die Blockchain-Industrie hat die Regierung mehrere Finanz- und Unternehmensgesetze geändert und Bestimmungen für die Blockchain-Technologie und DLT hinzugefügt.

Laut einer offiziellen Mitteilung haben die Änderungen dieser Gesetze den regulatorischen Rahmen in der Schweiz verbessert. Das Land konzentriert sich nun stärker auf die Förderung von Blockchain- und DLT-Innovationen.

Die Rahmenverordnung soll der Regierung dabei helfen, diese Änderungen in Gesetze Bundesebene umzusetzen. Der Bundesrat will diese Gesetze ab August 2021 in Kraft treten lassen.

Da die Schweiz Blockchain- und Kryptowährungsunternehmen so stark fördert, haben viele Unternehmen aus der ganzen Welt ihren Hauptsitz in diesem Land eingerichtet. In der Schweiz befinden sich mehr als 900 Blockchain-Unternehmen mit über 4.700 Mitarbeitern.

Die Akzeptanz von Blockchain und Kryptowährungen durch die Schweizer Regierung ist so weit fortgeschritten, dass der Schweizer Kanton Zug, der auch als „Crypto Valley“ bekannt ist, nun erlaubt, Steuerzahlungen in Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) zu leisten. Sogar die staatliche Basler Kantonalbank soll Kryptowährungsdienstleistungen anbieten wollen.

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Gewinner von Chinas CBDC-Lotto geben digitale Yuan aus

Die Mehrheit der chinesischen Lotto-Gewinner, bei dem es 1,5 Mio. US-Dollar in digitalen Yuan zu gewinnen gab, hat ihre „roten Umschläge“ erhalten und ausgegeben.

Bis zum 18. Oktober haben insgesamt 47.573 von 50.000 Lotteriegewinnern in China ihre Preise erhalten, wie die Behörden in Shenzhen am Sonntag offiziell mitteilten.

Der Mitteilung zufolge führten die Gewinner insgesamt 62.788 Transaktionen im Wert von 1,3 Mio. US-Dollar durch. Das sind etwa 88 Prozent der insgesamt 1,5 Mio. US-Dollar, die im Rahmen des Pilotprojekts in Shenzhen verteilt wurden.

Einige Gewinner haben nicht nur ihre „roten Umschläge“ ausgegeben, sondern auch ihre Wallets aufgeladen. Dabei haben sie zusätzlich etwa 134.000 US-Dollar hinzugekauft.

Shenzhen startete am 9. Oktober ein Pilotprogramm zur Förderung des digitalen Yuan. Dabei gab es auch Werbegeschenke. Die Organisatoren der Lotterie nehmen die nicht verbrauchten digitalen Yuan zurück, wenn die Gewinner diese nicht bis zum 18. Oktober ausgeben.

Wie bereits berichtet, haben sich seit dem 12. Oktober insgesamt 2 Millionen Menschen für eine Teilnahme am digitalem Yuan-Programm beworben.

Die chinesische digitale Zentralbankwährung wir seit April 2020 getestet. Die Pilotprojekte wurden seitdem auf neun Städte ausgeweitet, darunter Shenzhen, Guangzho, Hongkong und Macao.

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Spanien: Neuer Gesetzesvorschlag für Krypto-Besteuerung

In Spanien soll ein neuer Gesetzesentwurf illegale Steuergeschäfte unterbinden. Das Gesetz braucht nur noch die parlamentarische Zustimmung, Cointelegraph Spanish berichtete. Das könnte zu kleineren Geschäftstransaktionen sowie einer Meldepflicht für Krypto-Vermögenswerte führen. Und das würde selbst für international gehaltene oder gehandelte Vermögenswerte gelten.

Der „Gesetzesentwurf über Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Steuerbetrug“ wurde kürzlich vom spanischen Ministerrat, der zentralen Regierungsstelle Spaniens, durchgewunken, wie aus einem Briefing der Finanzministerin des Landes María Jesús Montero vom 13. Oktober hervorgeht.

Kryptowährungen sind seit 2017 weltweit stärker in den Fokus gerückt. Daraufhin haben einige Länder ihre Steuerüberwachungsmaßnahmen allmählich verstärkt, um von den relevanten Gewinnen durch diese Branche zu profitieren. Der neue, spanische Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Bürger jegliche Nutzung von digitalen Vermögenswerten oder solche Bestände angeben müssen. Das gilt auch für Vermögenswerte, die außerhalb Spaniens gehalten oder gehandelt werden.

Der Gesetzesentwurf verbietet auch Bargeldgeschäfte über 1.000 Euro. Zuvor galt die Grenze von 2.500 Euro in Spanien. Für nicht geschäftliche Transaktionen zwischen Personen bleiben es 2.500 Euro, wie Cointelegraph berichtete. Geschäftliche Zahlungen von mehr als 1000 Euro müssen in elektronischer Form erfolgen. Das bedeutet, die Einwohner Spaniens werden nun stärker überwacht. Wenn digitale Zentralbankwährungen hinzukommen, könnte die Verfolgung der Finanzen für die Länder noch einfacher werden. Damit hätten Bürger allerdings auch weniger Privatsphäre und Freiheit.

Kürzlich wurde auch berichtet, dass 350 Regierungsangestellte des Landes Krypto im Wert von 1 Euro erhielten. Diese kleine Summe wurde an alle Mitglieder des Abgeordnetenkongresses des Landes überwiesen, um sie über diese aufkommende Technologie aufzuklären.

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Bank von Russland: Kosultationspapier zum digitalen Rubel

Die russischen Finanzbehörden haben bestätigt, dass die Regierung eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) ausgeben will.

Am 13. Oktober veröffentlichte die Bank von Russland ein Konsultationspapier über die Entwicklung des digitalen russischen Rubels.

In der Erklärung sagte die Zentralbank, der digitale Rubel könne eine „zusätzliche Form von Geld neben Bargeld und Sachwerten“ werden. Für ein russisches CBDC-Projekt brauche man eine zusätzliche Zahlungsinfrastruktur, so die Bank.

Die Bank sagte auch, der digitale Rubel werde „alle notwendigen Eigenschaften haben, um die Funktionen von Geld zu erfüllen“. Der Zeitplan des Projekts werde in naher Zukunft von den Behörden festgelegt, so die Bank weiter.

Dem Papier zufolge soll der digitale Rubel Zahlungen „schneller, einfacher und sicherer“ machen. Die Bank merkte auch an, dass eine CBDC wie der digitale Rubel das Risiko eines Kapitalabflusses verringern werde. Es hieß weiter:

Die nationale digitale Währung wird auch das Risiko der Umschlichtung von Geldern in ausländische digitale Währungen begrenzen und so zur makroökonomischen und finanziellen Stabilität beitragen.“

Nach Angaben der Bank können die Nutzer auf die digitalen Rubel auf ihren elektronischen Wallets und mobilen Geräten zugreifen. Er werde sowohl online als auch offline zur Verfügung stehen. „So wird der digitale Rubel den Geldkreislauf ergänzen und wird parallel mit Bargeld Rubel und Geldern der Bevölkerung und Unternehmen auf Konten bei Geschäftsbanken verwendet werden“, so die Bank.

Der digitale Rubel wird „allen Akteuren in der Wirtschaft“ wie Bürgern, Unternehmen, Finanzmarktteilnehmern sowie der Regierung zur Verfügung stehen. Die Bank fügte hinzu, dass der digitale Rubel drei Funktionen des Geldes haben: Wertaufbewahrungsmittel, Rechnungseinheit und Tauschmittel.

Das Konsultationspapier der Bank von Russland zeigt, dass das Land es mit der Ausgabe einer eigenen digitalen Währung ernst meint. Die russische Regierung hatte zuvor bereits über die Möglichkeit gesprochen, einen sogenannten „CryptoRuble“ herauszugeben. Aber das Papier der Zentralbank ist der erste ernsthafte Schritt in Richtung einer CBDC. Im August 2020 behauptete die russische Staatsbank Sberbank auch, sie erwäge die Ausgabe eines an den Rubel gekoppelten Stablecoins.

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US-Politiker Bill Foster sieht in „Digitaler Identität“ die Zukunft

Im Rahmen der einführenden Konferenz der Global Digital Asset & Cryptocurrency Association, einem in Chicago ansässigen Verband, der sich für die Regulierung von Kryptowährungen einsetzt, betonte US-Politiker Bill Foster die Wichtigkeit einer „sicheren Digitalen Identität“.

„Man kann die solideste kryptografische Absicherung auf einer Blockchain haben, aber das bringt alles nichts, wenn die Menschen, die sich darauf bewegen, betrügerisch agieren und anonym bleiben“, wie Foster dahingehend argumentiert. Als Beispiel dafür nennt er den Krypto-Handel und verweist darauf, dass Akteure mit bösen Absichten problemlos unter falschem Namen illegal handeln könnten.

Harvard-Absolvent Foster, der selbst Blockchain-Programmierer ist, kennt das Potenzial der Technologie sehr genau. Dementsprechend ist er Vize-Vorsitzender des parlamentarischen Blockchain-Ausschusses im amerikanischen Kongress. Die Arbeitsgruppe setzt sich explizit mit der Regulierung der Blockchain-Technologie auseinander. Der heutige Politiker hatte seine akademische Karriere schon mit 15 Jahren begonnen und war zunächst Physiker, ehe er in die Politik wechselte.

In seiner Ansprache betonte Foster zunächst die Wichtigkeit einer sogenannten Third-Party-Anonymität, wodurch Identitäten zumindest auf der Oberfläche anonym wären, jedoch zum Beispiel in einem Strafprozess aufgedeckt werden könnten.

„Ich denke, das ist eine grundlegende Voraussetzung für alle Arten von digitalen Verträgen und andere Anwendungsfälle, auf die dies zutrifft“, so der Politiker. Die nötige Akzeptanz dafür könnte geschaffen werden, indem den Menschen eine überprüfbare Methode für die sichere und zuverlässige Verifizierung der eigenen Identität angeboten wird, wie Foster meint. Dabei ist er davon überzeugt, dass die Blockchain-Branche bereits in der Lage wäre, ein solches System aufzustellen.

Dahingehend ergänzt er:

„Das fehlende Puzzleteil, und da kommen die Behörden ins Spiel, ist, dass wenn man seinen Personalausweis oder Reisepass beantragt, müsste man gleichzeitig als einzigartige, nachverfolgbare Person erfasst werden. Dazu müssten biometrische Daten hinterlegt werden, damit man sich nicht in einem anderen Land eine neue Identität verschaffen kann.“

Ein solches System bräuchte allerdings enge internationale Kooperation. „Dazu müsste sich eine Gruppe von Ländern zusammentun, um ein gemeinsames Identitätssystem aufzubauen“, wie Foster feststellt. Darauf würde sich dann aber auch eine ganze Reihe an Anwendungsfällen aufbauen lassen.

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Kirgistan: Zentralbank setzt SWIFT-Transaktionen aus

Die Zentralbank Kirgisistans hat inmitten der Unruhen über die umstrittenen Parlamentswahlen des Landes grenzüberschreitende Transaktionen über das SWIFT-Finanznetzwerk ausgesetzt.

Aida Karabaeva, eine offizielle Vertreterin der Nationalbank von Kirgistan, kündigte am 7. Oktober in einer Erklärung an, dass SWIFT in Kirgistan vorübergehend ausgesetzt werde.

Laut Karabaeva beschloss die Bank, SWIFT-Transaktionen auszusetzen, um Kapitalabflüsse aus dem Land zu verhindern und die Sicherheit von Vermögenswerten zu gewährleisten. Die leitende Mitarbeiterin behauptete, die Bank werde die SWIFT-Transaktionen wieder erlauben, sobald sich die Lage im Land stabilisiert habe:

„Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit des Systems und die Sicherheit von Vermögenswerten zu gewährleisten. Die Nationalbank beobachtet die Situation, und sobald sie sich stabilisiert, wird das Bankensystem den Normalbetrieb wieder aufnehmen.“

Karabaevas Erklärung deckt sich mit der Empfehlung der kirgisischen Zentralbank für die lokalen Finanzinstitutionen, ihre Aktivitäten aufgrund der komplizierten politischen Situation vorübergehend auszusetzen. Am 7. Oktober gab die Nationalbank von Kirgistan eine offizielle Erklärung heraus, in der sie die Geschäftsbanken und Kreditgeber in Kirgisistan darum bat, den Betrieb vorübergehend einzustellen:

„Um die Sicherheit des Finanz- und Bankensektors des Landes zu gewährleisten und die Vermögenswerte der Finanzkreditinstitute zu schützen, empfiehlt die Nationalbank der Republik Kirgisistan den Geschäftsbanken und Finanzinstitutionen, ihre Arbeit am 7. Oktober vorübergehend einzustellen und die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken, bis sich die politische Lage im Land stabilisiert hat.“

Hintergrund dieser Maßnahme sind die gewaltsamen Proteste, die am 5. Oktober als Reaktion auf die Parlamentswahlen in Kirgisistan begannen. Diese wurden von den Demonstranten als ungerecht empfunden. Nach den massiven Protesten annullierten die lokalen Wahlbehörden am 6. Oktober das Wahlergebnis.

Kirgisistan ist nur eines der vielen Beispiele für die Unvollkommenheiten des traditionellen Bankensystems im Vergleich zur Kryptoindustrie. Im Gegensatz zu traditionellen Banken gibt es bei großen Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) keine zentrale Partei, die über den Umgang mit den Geldern der Kunden entscheidet.

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Weißrussland: Kryptobörse will Leute nicht an Regierung verraten

Die ukrainische Kryptobörse Kuna.io weigert sich, persönliche Informationen über Personen zu liefern, die von der belarussischen Regierung potenziell als Dissidenten abgestempelt werden könnten.

Laut einem Facebook-Post des Gründers der Belarus Solidary Foundation Andrej Stryzhak vom 5. Oktober, hat Kuna erklärt, dass die Börse der offiziellen Anfrage nicht nachkommen werde. Sie habe dies Anfrage am 30. September von der Abteilung für Finanzermittlungen FDI unter dem Komitee für Staatskontrolle des Landes erhalten.

Die Abteilung bat um persönliche Informationen über weißrussische Bürger, die über die BYSOL Gelder erhalten hatten. Es wurde angedeutet, dass diese Leute möglicherweise irgendwann in den letzten zwei Monaten an den landesweiten Protesten beteiligt gewesen sein sollen. Die Organisation half dabei, Kryptospenden für diese Leute zu sammeln, die aufgrund ihrer Teilnahme an den Protesten ihren Arbeitsplatz verloren oder andere finanzielle Nöte erlitten.

Da der Fonds außerhalb von Weißrussland registriert ist, kann er Krypto direkt an einzelne Leute übertragen, ohne dass es zu erheblichen Störungen durch die Regierung kommt. Der Kuna-Gründer Michail Tschobanjan, der aus der Ukraine stammt, soll Stryschak nicht nur mitgeteilt haben, dass er die Anfrage der FDI ablehnen werde, sondern auch offen seine Unterstützung für „das brüderliche weißrussische Volk“ zum Ausdruck gebracht haben.

„Die Mission von KUNA ist ein offenes und dezentralisiertes Finanzsystem“, so Tschobanjan. „Deshalb unterstützen wir alle, die uns dabei helfen und bereit sind, von unserer Unterstützung Gebrauch zu machen. Wir unterstützen weder Gewalt noch wenn jemand nicht bereit ist, mit den Gegnern einen Dialog zu führen, genau wie jedes zivilisierte Volk.“

Am 9. August erklärte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko seinen Sieg über die Oppositionskandidatin Swjatlana Zichanouskaja mit über 80 Prozent der Stimmen. Allerdings haben viele Offizielle innerhalb und außerhalb des Landes die Wahlergebnisse angezweifelt. Bei den Protesten wurde der Rücktritt Lukaschenkos gefordert, da er kein legitimer Präsident sei.

BYSOL ist eine gemeinnützige Organisation, die im August gegründet wurde. Sie hat Bitcoin (BTC) verschenkt, um all jenen zu helfen, „die aufgrund der Teilnahme an Streiks oder friedlichen Protesten in Weißrussland unterdrückt wurden oder ihren Arbeitsplatz verloren haben“ und „Regierungs- und Polizeibeamten, die aus Protest ihren Posten verlassen haben“, wie es auf der Spendenseite von Kuna heißt.

Der Fonds wurde von einer Gruppe von Aktivisten und Unternehmern gegründet. Der Fonds behauptet insgesamt 2,1 Mio. US-Dollar an Spenden gesammelt und mehr als 1,3 Mio. US-Dollar an 1.579 Menschen verteilt zu haben.

„Ich verstehe, dass ich nicht nach Weißrussland reisen kann“, so der Kuna-Gründer. „Aber mein Gewissen ist rein.“

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