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Kryptobörse Bybit stellt Dienstleistungsangebot auf Südkoreanisch ein

Die große südkoreanische Kryptobörse Bybit, eine der weltweit führenden Plattformen für den Handel von Krypto-Derivaten, wird Teile ihres Dienstleistungsangebots für heimische Nutzer einschränken, was mit einer strenger werdenden Gesetzeslage in Südkorea zusammenhängt.

So hat die Bybit am gestrigen Freitag offiziell angekündigt, dass ab Montag zunächst sowohl auf der Handelsplattform als auch auf den eigenen Social-Media-Kanälen nicht mehr in südkoreanischer Sprache kommuniziert wird.

„Südkoreanische Krypto-Trader können weiterhin die Produkte und Dienstleistungen von Bybit nutzen, allerdings werden diese Produkte und Dienstleistungen nicht mehr in südkoreanischer Sprache angeboten“, wie ein Sprecher gegenüber Cointelegraph bestätigt.

Dieser Schritt soll noch vor dem 24. September erfolgen, denn dieser Termin markiert die Frist bis zu der Kryptobörsen eine offizielle Zulassung in Südkorea einholen müssen. Der Bybit-Sprecher führt in diesem Kontext aus: „Wir hatten dahingehend bereits Gespräche mit den südkoreanischen Aufsichtsbehörden, und uns wurde gesagt, dass diese Genehmigungen nur für inländische Handelsplattformen erteilt werden. Unsere Unternehmensstruktur kann dieses Kriterium nicht erfüllen.“

Frist und Antragsstellung sind durch neue Vorgaben zur Geldwäschebekämpfung für inländische Kryptobörsen und ausländische Kryptobörsen, die ihre Produkte und Dienstleistungen auf Koreanisch oder in Form der Landeswährung Won anbieten, verpflichtend.

Dies hat einige große Kryptobörsen bereits dazu veranlasst, sich vollständig aus Südkorea zurückzuziehen, anstatt den neuen Vorgaben zu folgen, denn diese sehen unter anderem die Eröffnung von südkoreanischen Bankkonten vor, obwohl das Bankenwesen des Landes kaum bis gar nicht mit der Branche kooperiert. Die marktführende Binance hat deshalb vergangenen Monat alle Won-Währungspaare aus der Notierung genommen und die südkoreanische Sprache von ihrer Webseite entfernt.

Die Bybit schreibt in ihrer Ankündigung wiederum, dass sie „als eine der führenden Handelsplattformen ihre Verpflichtungen anerkennt, und mit den Aufsichtsbehörden der verschiedenen Länder zusammenarbeitet, um die finanzielle Inklusion und die Weiterentwicklung der Kryptobranche voranzutreiben“. Laut dem Sprecher der Kryptobörse stammt der Großteil des Handelsvolumens der Plattform ohnehin aus Europa.

Die südkoreanische Finanzaufsicht (FSC) mahnt derweil, dass alle Kryptobörsen, die keinen fristgerechten Antrag stellen, ihre Kunden „mindestens sieben Tage vorher“ über eine baldige Schließung und Möglichkeiten zur Auszahlung von Geldern informieren müssen. Mehr als 60 Krypto-Handelsplattformen müssen demnach schon bald den Betrieb ganz oder zumindest teilweise in Südkorea einstellen.

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Kurz vor der Wahl: Kanadischer „Querdenker“ fordert Einführung von Bitcoin

Maxime Bernier, der Gründer und Vorsitzende der Kanadischen Volkspartei, befürwortet die Einführung von Kryptowährungen in seinem Land.

In einem entsprechenden Tweet vom 14. September bezeichnete Bernier Kryptowährungen als „neuen und innovativen Weg“, die geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken zu kontern, denn diese würden „unser Geld und unsere Wirtschaft zerstören“. Dabei stört sich der kanadische Politiker in erster Linie daran, dass die Bank of Canada „Geld druckt“. Auch Premierminister Justin Trudeau würde mit seiner Wirtschaftspolitik einen Teil zu dieser Zerstörung beitragen.

Der frühere Minister, der den spöttischen Spitznamen Mad Max trägt, gilt auch als ausgewiesener Kritiker der Corona-Politik. Dementsprechend fordert der „Querdenker“ ein Ende des Lockdowns und der Maskenpflicht, außerdem will der Impfgegner verhindern, dass eine regelrechte Impfpflicht entsteht.

Das Lob für Kryptowährungen kurz vor der kanadischen Bundestagswahl am 20. September hat also einen kleinen Beigeschmack, und ist wohl dem Populismus zuzuordnen, denn die Kanadische Volkspartei hat derzeit keine Sitze im Parlament. Obwohl zwar viele rechte Politiker explizit für Bitcoin (BTC) und Kryptowährungen Stellung beziehen, ist die Anlageklasse nicht zwangsläufig auf einer politischen Seite verhaftet.

Kanada hat sich in den vergangenen Jahren als relativ offen gegenüber der Kryptobranche erwiesen. Nicht nur, dass Ethereum-Gründer Vitalik Buterin russisch-kanadischer Abstammung ist, sondern auch die Einführung von mehreren Krypto-Indexfonds (ETFs) ist ein Novum im nordamerikanischen Raum, denn der große Nachbar USA hinkt in diesem Punkt noch hinterher.

Die Regierung um Trudeau verhält sich derweil auffallend neutral gegenüber Kryptowährungen, während dessen Halbbruder Kyle Kemper ein großer Fan vom Dogecoin (DOGE) ist, und diesen auch schon auf einer Blockchain-Konferenz euphorisch beworben hat.

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US-Finanzministerium erwägt Stablecoin-Regulierung

Angesichts des massiven Wachstums des Stablecoin-Marktes erwägt das US-Finanzministerium eine Regulierung privater Stablecoins.

Das Finanzministerium hat in der vergangenen Woche mehrere Meetings abgehalten, um die Risiken von Stablecoins für Nutzer, Märkte oder das Finanzsystem zu untersuchen. Aber auch deren Vorteile und eine mögliche Regulierung wurden beleuchtet, wie Reuters am 10. September berichtete.

„Das Finanzministerium trifft sich mit vielen Interessenvertretern, darunter Verbraucherschützer Kongressmitglieder und Marktteilnehmer“, so der Sprecher des Finanzministeriums John Rizzo.

In dem Bericht heißt es, drei anonyme Quellen würden behaupten, dass eines dieser Treffen des Finanzministeriums am vergangenen Freitag stattfand. Bei diesem hätten Beamte die Krypto-Community gefragt, ob Stablecoins direkt beaufsichtigt werden müssten, wenn diese Art von Kryptowährung viel stärker genutzt wird. Sie sollen auch darüber gesprochen haben, wie Regulierungsbehörden die Auswirkungen einer Massenabhebung von Stablecoins begrenzen können und ob größere Stablecoins durch traditionelle Vermögenswerte abgesichert werden sollten.

Beamte des Finanzministeriums trafen sich zuvor auch mit Banken und Kreditgenossenschaften, um eine mögliche Regulierung von Stablecoins zu erörtern. Im Reuters-Bericht hieß es weiter, die Beamten würden Informationen sammeln und hätten sich nicht dazu geäußert, wie man Stablecoins regulieren sollte.

In diesem Zusammenhang: EZB-Präsidentin: Stablecoins sind Vermögenswerte und keine Währungen

Das US-Finanzministerium ist deshalb nun auf den Stablecoin-Markt fokussiert, weil es im letzten Jahr einen parabolischen Anstieg in diesem Bereich gab. Die Gesamtmarktkapitalisierung aller großen Stablecoins, wie etwa Tether (USDT) und USDC Coin (USDC) lag bei Redaktionsschluss bei über 125 Milliarden US-Dollar. Im Januar waren es noch 37 Milliarden US-Dollar. Viele traditionelle Finanzunternehmen wie der Zahlungsriese MasterCard haben ihre Unterstützung von Stablecoin-bezogenen Lösungen nochmals bekräftigt. Visa behauptet, dass Stablecoins „allmählich das Versprechen von digitalem Fiat erfüllen“.

Kurz zuvor hatte die US-Senatorin Elizabeth Warren die Kryptowährungsbranche als „neue Schattenbank“ bezeichnet und vorgeschlagen, man solle sich darüber mal Gedanken machen, US-Banken zu verbieten, Reserven zu halten, mit denen private Stablecoins finanziert werden. Zuvor hatte die US-Finanzministerin Janet Yellen die Regierung dazu aufgerufen, schnell zu handeln und einen regulatorischen Rahmen für Stablecoins zu schaffen.

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Bitcoin-Investoren: Keine Steuern in El Salvador

Die Regierung von El Salvador will Investoren von der Kapitalertragssteuer und Einkommenssteuer auf Bitcoin (BTC) befreien, wie ein Rechtsberater des Präsidenten erklärte.

Javier Argueta, ein Rechtsberater von Präsident Nayib Bukele, will ausländische Investoren mit beträchtlichen Bitcoin-Steuererleichterungen locken, wie die Agence France-Presse September berichtete.

„Wenn jemand ein Vermögen in Bitcoin hat und hohe Gewinne macht, wird keine Steuer fällig. Damit wollen wir natürlich ausländische Investitionen fördern“, so Argueta. Er fügte hinzu, El Salvador werde keine Steuern erheben, „weder auf die Kapitalsteigerung noch auf das Einkommen“.

Argueta sagte auch, die salvadorianische Regierung werde aktiv Bitcoin-Transaktionen auf El Salvadors offizieller BTC-Wallet Chivo nachverfolgen, um einer möglichen illegalen Nutzung der Kryptowährung vorzubeugen. „Wir setzen die Empfehlungen internationaler Institutionen zur Bekämpfung von Geldwäsche um“, sagte er.

Die Chivo-Wallet würde auch vorübergehend Bitcoin-Transaktionen auf der Anwendung stoppen, wenn der Bitcoin-Wert so stark einbricht, um die Auswirkungen von extremer Volatilität oder Kursschwankungen zu minimieren.

In diesem Zusammenhang: El Salvadors größte Bank: Zusammenarbeit mit Flexa bei Bitcoin-Zahlungen

Letzten Dienstag hat El Salvador als erstes Land der Welt Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Alle Händler in dem Land, müssen BTC nun als Zahlungsmittel akzeptieren. In Zusammenarbeit mit globalen Unternehmen wie der Kryptobörse Bitso und der Silvergate Bank hat El Salvador eine offizielle BTC-Wallet namens Chivo herausgebracht, mit der Nutzer BTC-Transaktionen in US-Dollar umwandeln oder an einem speziellen Geldautomaten Abhebungen machen können, ohne dass Transaktionsgebühren anfallen.

Wie bereits berichtet, fiel die Chivo-Wallet am Tag der Einführung vorübergehend wegen Wartungsarbeiten aus. Laut mehreren Social Media-Berichten haben einige Chivo-Wallet-Nutzer immer noch große Probleme mit Transaktionen oder Abhebungen über Chivo. Dabei hat El Salvador die Krypto-Wallet letzte Woche wieder funktionsfähig gemacht.

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Krypto-Handelsplattform der Schweizer Börse SIX bekommt offizielle Zulassung

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA hat der Schweizer Börse SIX genehmigt, eine Handelsplattform für digitale Investitionsprodukte zu betreiben und dafür auch als Zentralverwahrer unter Zuhilfenahme der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) zu agieren.

Obwohl der Start der Handelsplattform eigentlich schon für Ende 2019 geplant war, wurde dieser aufgrund von behördlichen Einwänden immer wieder verschoben. Dementsprechend vorsichtig ist die Börse jetzt, denn trotz der Zulassung wurde bisher noch kein konkretes Startdatum bekanntgegeben. Allerdings können die Anleger davon ausgehen, dass dieser bald erfolgt, nachdem die FINMA nun endlich grünes Licht gegeben hat.

Nichtsdestotrotz arbeitet die SIX schon länger mit digitalen Investitionsprodukten, so wurde im Februar zum Beispiel das weltweit erste Polkadot-ETP an der Schweizer Börse notiert.

Ohnehin gilt die Schweiz als eines der Länder, das am offensten gegenüber der neuen Anlageklasse ist. Nicht umsonst trägt das Kanton Zug den Spitznamen „Crypto Valley“, denn hier sind die Voraussetzungen für die Kryptobranche besonders förderlich. Auch eine Änderung des Steuerrechts halten die Eidgenossen aktuell nicht für notwendig, denn dies wäre schon jetzt ausreichend vorteilhaft für Blockchain-Unternehmen.

Neben Bermuda und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Schweiz deshalb eine der attraktivsten Regionen zur Ansiedlung für die Branche, wie das Tax Justice Network meint. Die Alpenrepublik hat also beste Karten, um zukünftig vom rasanten Wachstum des Kryptomarkts zu profitieren.

Thomas Zeeb, der Global Head of Exchanges und Mitglied der Konzernleitung von SIX, sieht den Erhalt der beiden Zulassungen dementsprechend optimistisch:

„Die Digitalisierung der Finanzmärkte schreitet weiter voran. Auch wenn die endgültige Form des Marktes noch nicht feststeht, ist dies ein wichtiger Meilenstein, um institutionellen Anlegern eine sichere und robuste Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.“

Nach der Öffnung für Privatanleger will die SIX ihr Krypto-Angebot auch verstärkt auf institutionelle Investoren, Banken und Versicherungsgessellschaften zuschneiden.

Des Weiteren sollen neben Kryptowährungen zukünftig auch Aktien, Indexfonds (ETFs) und tokenisierte Güter wie Kunst oder Immobilien auf der digitalen Handelsplattform angeboten werden.

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Cardano-Gründer über Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel: Mehr Länder werden es wie El Salvador machen

Nach El Salvadors historischer Einführung von Bitcoin (BTC) als gesetzliches Zahlungsmittel am Dienstag, sagte der Cardano-Gründer Charles Hoskinson voraus, dass viele weitere Länder dem lateinamerikanischen Land folgen würden.

Die Bitcoin-Akzeptanz in El Salvador bestätige, dass die Leute die Kontrolle über ihr Geld haben sollten, so Hoskinson in einem YouTube-Video mit dem Titel „Congratulations Bitcoin“ am Dienstag.

Der Cardano-Gründer sei zuversichtlich, dass Kryptowährungen wie Bitcoin die Zukunft des Geldes seien, da die jüngere Generation unweigerlich die Massenakzeptanz von Kryptowährungen auslösen werde. „Die Mehrheit der Leute unter 25 Jahren steht Kryptowährungen positiv gegenüber, und viele von ihnen besitzen welche. Das ist die Zukunft. Ihre Kinder werden mit diesen Werten und Überzeugungen über die Natur des Geldes aufwachsen“, wie er weiter erklärte.

Hoskinson sagte außerdem voraus, dass mehr Länder auf der ganzen Welt in die Kryptowährungsbranche einsteigen und diese im Rahmen verschiedener Regierungsstrukturen verwenden würden.

„In den kommenden Jahren werden viele weitere Länder Kryptowährungen in ihre Geldpolitik miteinbeziehen. Entweder als Reserven in ihren Zentralbanken oder sie verwenden Kryptowährungen für Zentralbankabrechnungen. Oder sie machen einfach nur eine Kryptowährung zu ihrer nationalen Währung, wie El Salvador.“

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Hoskinson ist nicht der Einzige, der glaubt, dass die Akzeptanz von Bitcoin in El Salvador auch andere Länder zu ähnlichen Schritten animieren wird.

Am Dienstag, den 7. September hat El Salvador offiziell als erstes Land der Welt, Bitcoin als offizielle Währung angenommen. Alle Händler im Land sind dazu verpflichtet, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Bitcoin verzeichnete einen großen Flash-Crash, bei dem der Kurs von rund 52.000 US-Dollar auf unter 43.000 US-Dollar am Dienstag einbrach.

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Kreml über El Salvadors Strategie: Russland nicht bereit für Bitcoin als legales Zahlungsmittel

Während El Salvador am Dienstag, den 7. September, Bitcoin (BTC) offiziell als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert, hat die russische Regierung ihre ablehnende Haltung gegenüber Kryptowährungen erneut gezeigt. Dabei lehnte sie strikt ab, das BTC als offizielle Währung anerkannt werden könnte.

Dimitri Peskow, der offizielle Vertreter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, behauptete, Russland habe keinen Grund dazu, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anzuerkennen, wie die lokale Nachrichtenagentur RIA Novosti am Dienstag berichtete.

Der Kreml-Sprecher meinte, dass die Gleichstellung von Kryptowährungen wie Bitcoin mit traditionellen Geldinstrumenten dem Finanz- und Wirtschaftssystem des Landes nur schaden würde.

„Russland ist eindeutig noch nicht bereit für einen solchen Schritt“, erklärte Peskow.

Damit bekräftigte Peskow die skeptische Haltung der russischen Regierung gegenüber Bitcoin, die sie bereits seit Jahren hat. Damit griff er auch eine ähnliche Aussage von Anatoli Aksakow, einem Mitglied der Staatsduma, auf. Aksakow ist einer der Hauptverantwortlichen für das Verbot von Kryptowährungszahlungen in Russland. Letzten August meinte Aksakow, es würde einer „Zerstörung des Finanzsystems“ gleichkommen, wenn man Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptiert.

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Russland hat im Januar 2021 im Rahmen eines großen und viel diskutierten Krypto-Gesetzes des Landes offiziell Zahlungen in Kryptowährungen verboten. Das Gesetz verbietet russischen Bürgern nicht den Kauf oder Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Im Mai 2021 erwägten einige russische Gesetzgeber eine teilweise Aufhebung des Kryptozahlungsverbots und erwägten, um Kryptozahlungen als „Vertragsmedium“ zuzulassen.

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Bitcoin-Rallye: Nachfrage nach Krypto-Mining in Vietnam steigt

Der Kryptowährungs-Mining-Markt in Vietnam entwickelt inmitten der aktuellen Krypto-Rallye reges Leben. Bitcoin (BTC) ist unterdessen erstmals seit Mai wieder auf über 51.000 US-Dollar geklettert.

Krypto-Unternehmer und -Enthusiasten in Vietnam haben einen beträchtlichen Anstieg der Nachfrage nach Krypto-Mining-Geräten im Land verzeichnet, wie die lokale Nachrichtenagentur VnExpress am Montag berichtete.

Quang Thuan, der Besitz einer Ladenkette, die Kryptowährungs-Miner in der Hauptstadt Ho Chi Minh, sagte dass die Umsätze des Unternehmens Anfang September um das dreifache gestiegen seien. Er erklärte, dass der Mining-Geräte-Markt in Vietnam vor dem Anstieg von Bitcoin auf über 50.000 US-Dollar Mitte August eher schleppend lief.

Die steigende Nachfrage hat dazu geführt, dass die Preise für Krypto-Miner beträchtlich gestiegen sind. Einige Geräte kosten und teilweise umgerechnet 220 US-Dollar mehr als noch Mitte August, wie der vietnamesischen Krypto-Mining-Enthusiast Ngoc Van meldete. Grafikkarten von AMD oder Nvidia, die als Mining-Geräte verwendet werden, kosten zwischen 3.500 US-Dollar und 4.400 US-Dollar, wie er hinzufügte.

Laut Le Hung, dem Verwalter der lokalen Krypto-Mining-Community mit fast 80.000 Mitgliedern, entwickelte der Krypto-Mining-Markt in Vietnam im Zuge der aktuellen Krypto-Rallye und der Corona-Pandemie neues Leben. „Zunächst haben Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen gleichzeitig Kursanstiege verzeichnet und die Miner haben allmählich Gewinne erzielt. Außerdem zieht sich die Pandemie in die Länge und reduziert Anlagemöglichkeiten. Daher sind die Leute dazu übergegangen, Coins zu minen“, wie er erklärte.

In diesem Zusammenhang: Nvidia verkauft im zweiten Quartal weniger Krypto-Mining-GPUs als erwartet

Die vietnamesische Regierung ist gegenüber Kryptowährungen weiterhin skeptisch. Der Finanzminister hat die Öffentlichkeit Anfang des Jahres gewarnt, das Krypto im Land noch unreguliert sei. Im Jahr 2018 wurden Kryptowährungen als Zahlungsmittel verboten und vietnamesische Behörden haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, Krypto zu vermeiden.

Obwohl die Regierung dagegen ist, gab es unter 26 Ländern in Vietnam die höchste Kryptowährungs-Akzeptanz im August. In Sachen realisierte Bitcoin-Gewinne im Jahr 2020 lag das Land auf Platz 13, obwohl es in Sachen Bruttoinlandsprodukt nur auf Platz 53 rangiert.

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US-Senatorin nennt Krypto „neue Schattenbank“

Die US-Senatorin Elizabeth Warren zählt zu den größten Kryptowährung-Skeptikern in der US-Regierung. Kürzlich nannte sie die Kryptowährungsbranche die „neue Schattenbank“.

In einem Interview am Sonntag mit der New York Times sagte Warren, die Kryptowährungsbranche biete „viele der gleichen Dienstleistungen“ an, wie Schattenbanken. Aber es fehle ihr nach wie vor „Verbraucherschutz oder Finanzstabilität, wie sie beim traditionellen System Gang und Gebe sind“. 

Warren sei im Hinblick auf den schnell wachsenden Markt für Stablecoins besorgt. Stablecoins sind eine Kryptowährung, die etwa an Fiat-Währungen wie dem US-Dollar, dem Euro oder Gold gekoppelt sind.

Die Senatorin sagte, man „könnte erwägen“, US-Banken zu verbieten, die Reserven für private Stablecoins zu halten. Dieser Schritt „könnte effektiv den wachsenden Markt stoppen“.

Die Gesamtmarktkapitalisierung von Stablecoins wie Tether (USDT) und USDC Coin (USDC) ist in diesem Jahr sprunghaft angestiegen. Und zwar von rund 37 Milliarden US-Dollar im Januar auf 123 Milliarden US-Dollar bei Redaktionsschluss, wie Daten von Statista bzw. CoinMarketCap zeigen. Wenn Stablecoins stark gekauft werden, gilt das im allgemeinen als Indikator für die Kaufkraft von Kryptowährungen wie etwa Bitcoin (BTC). Denn Stablecoins, die an Fiat-Währungen gekoppelt sind, bieten Händlern die Möglichkeit, ganz einfach Einzahlungen an Börsen vorzunehmen, um Kryptowährungen zu kaufen und zu verkaufen.

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Finanzaufsichtsbehörden auf der ganzen Welt nehmen Stablecoins wie USDT immer ernster. Berichten zufolge soll die Wertpapieraufsicht von Ontario Handelsdienstleistungen mit dem USDT auf den ersten beiden registrierten Kryptobörsen in Kanada, nämlich Wealthsimple and Coinberry, verboten haben. Mitte Juli hat die US-Finanzministerin Janet Yellen Finanzbehörden dazu aufgerufen, ein regulatorisches Rahmenwerk für Stablecoins zu entwickeln.

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Ehemaliger US-Präsident: Krypto eine ‚verheerende Katastrophe‘

In einem Interview mit Fox Business vom Dienstag, hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump darüber gesprochen, wie er die Gesundheit der Wall-Street-Märkte, den Fortschritt der derzeitigen Regierung, das Potenzial von Bitcoin (BTC) und des Kryptowährungsmarkts sehe.

Der ehemalige Präsident antwortete auf die letzte Frage: „Ich mag die Währung der Vereinigten Staaten, aber ich denke die anderen werden möglicherweise eine verheerende Katastrophe“. Weiter sagte er:

„Kryptowährungen könnten ein krummes Ding sein. Wer weiß, was sie sind? Sie sind auf jeden Fall etwas, über das die Leute nicht viel wissen.“

Er sprach auch darüber, dass man die Souveränität des US-Dollars schützen und das die oberste Priorität sein sollte. Das sei wichtiger, als das stagnierende Finanzsystem weiterzuentwickeln und die vielen Vorteile, die Krypto- und Blockchain-Technologien bieten können, zu verstehen.

Trotz dieser eher pessimistischen Kommentare, zeigten sich die Krypto-Kurse bei Redaktionsschluss davon unbeeindruckt. Bitcoin ist über den Tag um 1,17 Prozent gefallen, Ether (ETH) ist um 6,30 Prozent gestiegen und die Kryptowährung auf dem dritten Platz, nämlich Cardano (ADA) ist um 1,1 Prozent gefallen.

Im Gegensatz dazu hat der derzeitige US-Präsident Joe Biden eine positivere Haltung gegenüber der Kryptowährungsbranche. Aber es dennoch sehr vorsichtig in dieser Hinsicht.

Anfang des Jahres hat Präsident Biden Gary Gensler, den ehemaligen Vorsitzenden der US-Regulierungsbehörde CFTC, zum neuen Leiter der US-Wertpapieraufsicht SEC ernannt.

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Gensler verfolgt bisher einen strengen regulatorischen Ansatz, mit dem er ein Gleichgewicht zwischen einer Förderung von Innovation und den Schutz der Interessen der Marktteilnehmer erreichen möchte.

Anfang des Monats erklärte Gensler, die Märkte bräuchten „weitere Behörden, um zu verhindern, dass Transaktionen, Produkte und Plattformen durch das regulatorische Netz fallen“. Außerdem bräuchte es „mehr Ressourcen, um die Anleger in diesem wachsenden und volatilen Sektor zu schützen“.

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