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Schweden: Zentralbank schließt Partnerschaft mit Accenture für e-Krona

Die schwedische Zentralbank plant eine Pilotplattform für eine digitale Währung namens e-Krona.

Die Schweiz hat sich kürzlich negativ gegenüber digitalen Zentralbankwährungen geäußert und die Regierung behauptete, dass diese mehr Schaden als Nutzen bringen könnten. Schweden erforscht daher allmählich die potenziellen Vorteile einer E-Krona, wie Reuters am 13. Dezember berichtete.

Riksbank schließt Partnerschaft mit irischem Unternehmen Accenture

Dem Bericht zufolge sagte die schwedische Zentralbank, dass sie mit dem irischen Unternehmen für professionelle Dienstleistungen Accenture zusammenarbeiten werde, um eine Pilotplattform für eine digitale Währung namens e-Krona zu entwickeln.

Damit will die Riksbank ihr Wissen über das Potenzial der digitalen Währung erweitern. Die Bank sagte dazu:

„Das Hauptziel des Pilotprojekts e-Krona ist es, der Bank ein breiteres Verständnis für die technologischen Möglichkeiten der e-Krona zu liefern.“

Der Chef der Riksbank hielt den Libra bisher für ein „unglaublich wichtiges katalytisches Ereignis“.

Im Bericht heißt es, die Riksbank habe genau geprüft, ob sie eine digitale Währung ausgeben sollte, da die Verwendung von Bargeld in Schweden in den letzten Jahren stark zurückgegangen sei.

Tatsächlich hat die Riksbank die Probleme im Zusammenhang mit digitalen Währungen bisher genau beobachtet. Mitte Oktober betrachtete der Chef der schwedischen Riksbank Facebooks Stablecoin Libra als ein „unglaublich wichtiges katalytisches Ereignis“. Der Riksbank-Gouverneur Stefan Ingves erklärte, dass solche Initiativen die Zentralbanken der Welt veranlassen, sich auf die digitale Transformation vorzubereiten.

Kurz zuvor hat das Heimatland der Crypto Valley Association, nämlich die Schweiz, eine Ausgabe eines digitalen Schweizer Frankens abrupt eingestellt. Wie Cointelegraph berichtete, kam der Bundesrat zu dem Schluss, dass eine CBDC die Erwartungen an Zahlungseffizienz, effektive Geldpolitik und ein stabileres Finanzsystem nicht erfüllen könne.

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Risikomonitor der Schweizer FINMA: „Blockchain erhöht Geldwäscherisiken“

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA warnt in einem neuen Bericht, dass die Schweiz besonders anfällig für Geldwäsche ist, wobei die Blockchan-Technologie dahingehend als einer der Risikofaktoren benannt wird.

Im neuen Risikomonitor, der von der FINMA am 10. Dezember zum ersten Mal veröffentlicht wurde und zukünftig jedes Jahr erscheinen soll, warnt die Aufsichtsbehörde, dass Kryptowährungen das Risiko der Geldwäsche in der Schweiz zusätzlich erhöhen. So heißt es im neuen Bericht:

„Zu ‚traditionellen‘ Geldwäscherisiken kom­men neue Risiken im Bereich der Blockchain-Techno­logie und jener digitalen Vermögenswerte hinzu, die auf ein steigendes Interesse bei den Kunden stoßen.“

Geldwäsche ist schlecht für Krypto-Massentauglichkeit

Die FINMA versteht zwar, dass die Blockchain-Technologie für die Finanzbranche etwaige Effizienzsteigerungen ermöglichen kann, allerdings mahnt sie, dass die Technologie gleichzeitig auch das Risiko für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung steigert. Vor allen Dingen die Anonymität der Blockchain sowie deren Transaktionsgeschwindigkeit und globale Natur würden sie zu einem attraktiven Mittel für kriminelle Personen machen.

Auch die Blockchain selbst würde durch Verbrechen wie Geldwäsche Schaden nehmen, da dies die Annahme der Technologie in der Schweiz maßgeblich verzögern könnte:

„Missstände bei im Fintech-Bereich tätigen Finanzinstituten könnten die Reputation des Finanz­platzes stark beeinträchtigen und die Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung bremsen.“

Allerdings sieht die FINMA auch andere Faktoren für das steigende Geldwäscherisiko der Schweiz verantwortlich. Dies würde zum Beispiel einerseits dadurch begünstigt, dass die Alpenrepublik als zentrale Anlaufstelle für die Einlagerung von Privatvermögen dient (Stichwort: Schweizer Bankgeheimnis) und andererseits könnte sinkende Rentabilität dafür sorgen, dass sich viele Banken dazu genötigt sehen, auch Kunden aus risikobehafteten Branchen anzunehmen.

So oder so, Bedenken hinsichtlich Geldwäsche sind eine der größten Hürden für die Blockchain-Technologie auf dem Weg zur Massentauglichkeit. Wie Cointelegraph jüngst berichtet hatte, lehnen Europarat und Europäische Kommission strikt eine Einführung von globalen Stablecoins wie Facebook Libra ab, ehe die damit einhergehenden Risiken bezüglich Geldwäsche und Steuerhinterziehung nicht adäquat adressiert werden.

Um sich an die immer strenger werdenden Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche halten zu können, entscheiden sich derweil immer mehr Kryptobörsen dazu, Kryptowährungen, die auf Anonymität und Datenschutz spezialisiert sind, aus ihren Notierungen zu nehmen. So hat die Kryptobörse BitBay Ende November zum Beispiel die Kryptowährung Monero (XMR) von ihrer Plattform genommen. Die Kryptobörse OKEx hatte im September bereits einen ähnlichen Schritt unternommen.

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Marshallinseln: Nationale Kryptowährung von Block.One inspiriert

Es ist fast ein Jahr her, seit die Republik Marshallinseln (RMI) die Entwicklung ihrer nationalen digitalen Währung Sovereign (SOV) angekündigt hat. Die Kryptowährung soll einige Probleme lösen, mit denen die Republik ringt, wie etwa den hohen Überweisungskosten. Ein gesetzliches Krypto-Zahlungsmittel soll die Lösung für teure Überweisungen in das Geldsystem „direkt einbacken“.

Cointelegraph hat sich das Whitepaper von SOV genau angesehen und festgestellt, dass von einen Delegierten-Proof-of-Stake (DPoS) die Rede ist. Dieses System wurde wahrscheinlich von EOS entlehnt, insbesondere im Hinblick auf die Blockproduktion. Cointelegraph sprach mit Jim Wagner, dem Mitbegründer und CTO von SFB Technologies. Das Unternehmen steht hinter der Entwicklung der Blockchain-Infrastruktur von SOV. Der CTO wurde gefragt, ob das System von SOV auf der EOS-Software basiere, die von Block.One entwickelt wurde.

Inspiriert von Block.one

Wagner bestätigte, dass SOV derzeit intern aktiv entwickelt werde und dass die Kryptowährung nicht nur Ähnlichkeiten mit EOS aufweise, sondern tatsächlich auch von der Arbeit von Block.One inspiriert sei. Er sagte auch, dass ihre Chain vollkommen unabhängig sei, wollte sich aber nicht zur Interoperabilität oder zu Partnerschaften äußern.

Wagner erklärte, dass die Messwerte zum erwarteten/getesteten Transaktionsdurchsatz der Blockchain bald verfügbar sein würden. Dann wüsste man, wie viele Transaktionen pro Sekunde diese Blockchain schafft.

Entwicklungsstand

Dem Whitepaper zufolge besteht jeder SOV aus 100 Cent (Sovis). Jeden Sovi kann man wiederum bis auf vier Dezimalstellen unterteilen. Dieses interessante Detail unterscheidet den SOV von „traditionellen“ Krypto-Vermögenswerten.

Es scheint so, als ob die Entwickler den Coin extra so konzipieren, dass er für Leute nicht fremd wirkt, da sie es gewohnt sind, dass Währungen in Cent unterteilbar sind. Aber auch Mikrotransaktionen für geringere Werte werden dadurch ermöglicht.

Wagner kommentierte diese Vermutung: „Es ist nützlich, eine geeignete Terminologie zu bieten, aber je nach Wert und Verwendungszweck könnten eine neue Terminologie für verschiedene, geringere Werte aufkommen“.

Den aktuellen Entwicklungsstand von SOV kommentierte Wagner ebenfalls:

„Die Marshallinseln wollen bald mit der Timed Release Monetary Issuance [zu Deutsch: Zeitlich abgestimmte Geldausgabe] beginnen, um den SOV allmählich einzuführen. Der Pre-SOV ist das Recht auf einen SOV, sobald der SOV ausgegeben wird.“

Nationale Freiheit zeigen

Mit dem SOV wolle die Regierung „unsere nationale Freiheit zeigen“ und eine Alternative zum US-Dollar als Nationalwährung schaffen. Der kleine Inselstaat verwendet den US-Dollar bereits seit Jahrzehnten. 40 Jahre lang wurde das Land von den USA im Rahmen des Treuhandgebietes Pazifikinseln verwaltet und erlangte im Jahr 1986 aufgrund des freiwilligen Zusammenschlusses Compact of Free Association seine Unabhängigkeit.

Im September veröffentlichte David Paul, der Assistenzminister des Präsidenten und der Umwelt der Marshallinseln, ein Essay. In diesem erklärte er, dass die Marshallinseln ein zweites gesetzliches Zahlungsmittel auf Basis der Blockchain-Technologie herausbringen wollen,  weil zentralisierte Lösungen in einem Land mit etwas mehr als 50.000 Menschen auf über 1.000 pazifischen Inseln nicht funktionieren können.

Paul erklärte, dass es vom SOV eine feste, manipulationssichere Geldumlaufmenge geben werde und dass sein Wachstum auf 4 Prozent pro Jahr festgelegt sei. Er erläuterte weiterhin:

„Wir haben uns für eine feste Geldumlaufmenge mit festem Wachstum entschieden, da Fiatwährungen ausgesprochen instabil sein können. […] Die Politik der großen Zentralbanken ist nicht beruhigend, wie die Gold- und Bitcoin-Kurse zeigen. Wir als Regierungen müssen einen nachhaltigeren Geldansatz wählen und Geld nicht als unbegrenzte Ressource betrachten.“

Die Entwicklung des SOV wurde jedoch vom Internationalen Währungsfonds (IWF) kritisiert. Er warnte die Behörden der Marshallinseln vor einer Einführung von Kryptowährungen und riet diesen davon ab. Es hieß, dass ein solcher Schritt Risiken für die finanzielle Integrität des Landes sowie für die Beziehungen zu ausländischen Banken mit sich bringen würde. Die Regulierungsbehörde rief die Republik dazu auf, die Ausgabe einer Kryptowährung zu überdenken, bis die Regierung „starke politische Rahmenbedingungen“ vorlegen und umsetzen kann.

Adrian Zmudzinsky trug zu diesem Artikel bei.

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Südkorea: Regierung will Krypto-Transaktionen als Kapitalertrag besteuern

Die südkoreanische Regierung plant, Kapitalerträge aus Kryptowährungstransaktionen zu besteuern. Laut einem Bericht der Korea Times vom 9. Dezember heißt es, dass das Wirtschafts- und Finanzministerium des Landes bis zum ersten Halbjahr 2020 einen überarbeiteten Gesetzesentwurf zur Einführung dieser Maßnahme erarbeiten wolle.

Außerdem will die koreanische Nationalversammlung derzeit einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Erhöhung der Transparenz im Kryptowährungshandel billigen. Kommt es zu einer Verabschiedung, würde diese neue Regulierung ein Jahr nach der Plenarsitzung der Versammlung in Kraft treten.

Der Vorschlag im Zusammenhang mit dem Kapitalertrag soll unabhängig von anderen gesetzlichen Regelungen verabschiedet werden. Die Korea Times erklärte jedoch, dass eine angemessenere Definition von Kryptowährungen und digitalen Vermögenswerten erforderlich sein werde, damit die Maßnahmen der Regierung für jeden nachvollziehbar seien.

Es müsse unter anderem die Frage geklärt werden, ob Krypto-Erträge ähnlich wie Erträge aus dem Aktienhandel oder aus Immobilientransaktionen betrachtet werden.

Um ihre Besteuerungspläne umzusetzen, könnte die Regierung daher Zugang zu Handelsaufzeichnungen an Kryptowährungsbörsen benötigen. Das ist in Ländern, wie etwa den USA, bereits üblich.

Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche

Wie Cointelegraph berichtete, heißt es in Südkoreas geplantem Gesetz über die Angabe und Verwendung bestimmter Finanztransaktionsinformationen, dass Banken für Kryptobörsen Konten auf echtem Namen ausstellen müssen. Dadurch sei sichergestellt, dass die Kryptobörsen die gleichen Identitätsprüfungs– und Anti-Geldwäsche-Maßnahmen umsetzen wie traditionelle Finanzinstitute.

Kryptowährungsbörsen sollen direkt durch die Aufsichtsbehörde des Landes, die FSA, reguliert werden. Diese Maßnahme umfasst auch die Einführung eines Kryptobörsenlizenzsystems, wie es die transnationale Aufsichtsbehörde FATF empfiehlt.

Die große südkoreanische Börsen Upbit, die von einer Tochtergesellschaft des koreanischen Technologieriesen Kakao betrieben wird, gab letzten Monat bekannt, dass 342.000 Ether (ETH) aus ihren Hot-Wallets gestohlen wurden.

Der Diebstahl ereignete sich, als die Börse Vermögenswerte zwischen Hot- und Cold-Depots bewegte. Einige Leute vermuten daher, dass jemand aus dem Umfeld der Börse diesen Diebstahl durchgeführt hat. Upbit hat versprochen, den Betroffenen den Schaden aus seinen Unternehmensmitteln zu erstatten.

Es wurden seither mehrere Überweisungen auf der Ethereum-Blockchain entdeckt, die mit diesen gestohlenen Vermögenswerten in Verbindung gebracht werden.

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Steven Mnuchin: In den nächsten fünf Jahren kein digitaler US-Dollar

Der US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte, dass er und der Vorsitzende der US-Zentralbank Jerome Powell erwarten würden, dass in nächster Zeit keine nationale digitale Währung im Land entwickelt werde.

Mnuchin äußerte sich so während einer Anhörung des Finanzdienstleistungsausschusses des US-Repräsentantenhauses in Washington, wie Bloomberg am 5. Dezember berichtete. „Der Vorsitzende Powell und ich haben darüber gesprochen. Wir sind uns beide einig, dass wir in in den nächsten fünf Jahren keine Notwendigkeit darin sehen, dass die Fed eine digitale Währung herausgibt“, so Mnuchin.

Die Erklärung des Finanzministers war die Reaktion auf eine Frage zu Facebooks geplantem Stablecoin Libra. Mnuchin sagte außerdem, dass er nichts gegen den Libra habe, solange er das Bankgeheimnis wahrt und die Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche in vollem Umfang einhalte. Er soll „in keiner Weise für die Finanzierung des Terrorismus verwendet werden können“. 

Skepsis der Regulierungsbehörden gegenüber Krypto

Die US-Zentralbank ließ den US-Abgeordneten French Hill und Bill Fosters Mitte November ein Schreiben zukommen, in dem die Behörde bekanntgab, dass sie derzeit keine digitale Zentralbankwährung (CBDC) entwickle. Sie hat aber die Kosten und den Nutzen eines solchen Schrittes bewertet und bewertet diese weiterhin.

Powell erklärte in dem Schreiben, dass die US-Notenbank eine Reihe von Rechtsfragen klären müsse, bevor sie eine CBDC ausgibt. Darunter etwa Fragen zur Geld- und Zahlungspolitik, Finanzstabilität, Aufsicht und betriebliche Fragen sowie die Anfälligkeit für Cyberangriffe.

Am 4. Dezember warnte ein Gremium aus hochrangigen Finanzaufsichtsmitarbeitern in den USA unter der Leitung von Mnuchin die Öffentlichkeit vor den mutmaßlichen Risiken von Stablecoins und Kryptowährungen. Die Regulierungsbehörden erklärten dabei:

„Wenn sich ein Stablecoin als Zahlungsmittel oder Wertaufbewahrungsmittel durchsetzt, könnten Störungen beim Stablecoin-System die gesamte Wirtschaft beeinflussen. Die Finanzaufsichtsbehörden sollten bestehende und geplante digitale Vermögenswertprojekte und ihre Risiken gegebenenfalls überprüfen.“

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Die thailändische Polizei verhaftete 24 Chinesen wegen Bitcoin-Betrugs

Beamte der thailändischen Einwanderungsbehörde haben 24 chinesische Staatsangehörige festgenommen, die ein angebliches Kryptowährungs-Betrugs-Callcenter im Viertel Rama III in Bangkok betrieben haben.

Laut einer offiziellen Ankündigung am 2. Dezember nahm die Einwanderungsbehörde der Royal Thai Police 24 Personen fest, beschlagnahmte 61 Laptops, 424 Mobiltelefone und mehrere Router.

Die Einwanderungsbehörde gibt weiter an, dass der Leiter der Operation Angestellte mit Dreimonatsverträgen eingestellt habe, bei denen alle ihre Ausgaben einschließlich eines monatlichen Gehalts von 5.000 Yuan (710 USD) bezahlt wurden. Nach ihrer Ankunft gaben die Arbeiter ihre Pässe an den Leiter der Operation ab. Die Mitarbeiter arbeiteten in Schichten von 9 bis 22 Uhr.

Die mutmaßlichen Betrüger haben chinesische Investoren dazu verleiten, Bitcoin (BTC) zu kaufen, angeblich um die Zinsen zu verfälschen und dadurch Gewinne zu erzielen.

Thailändische Polizei ermittelt gegen Telefonbetrug

Die lokale Nachrichtenzeitung Chiang Rai Times gibt an, dass die Einwanderungsbehörde eine Reihe von Call-Center-Betrügereien, die von chinesischen Staatsbürgern betrieben werden, aufgedeckt hat. Die Einwanderungspolizei hat heute eine Razzia bei einem von chinesischen Teenagern betriebenes Aktienspekulationsprogramm durchgeführt. Berichten zufolge wurden 54 Minderjährige in einem thailändischen Resorthotel festgenommen, weil sie chinesische Investoren dazu gebracht hatten, in Scheinaktien zu investieren.

Die Betrüger wollten Berichten 5 Millionen Thai-Baht (165.000 US-Dollar) von Investoren stehlen, die sie in Internet-Chatrooms getroffen haben. Die Polizei verfolgt weiterhin den Organisator, der wie der Chef des angeblichen Bitcoin-Betrugs im Besitz der Pässe der Mitarbeiter ist.

Der Kryptohandel ist in Thailand mit Vorbehalten verbunden

Während der Handel mit Kryptowährungen in Thailand legal ist, hat das Land einen regulatorischen Rahmen und Compliance-Standards für die Branche.

Sowohl die Ausgabe von Token als auch der Handel mit Kryptowährungen auf einem Sekundärmarkt sind durch eine Reihe von Verordnungen gesetzlich geregelt. An Kryptowährungsbörsen sind akzeptable Handelspaare für Kryptowährungen entweder die Fiatwährung des Landes oder Kryptowährungen, die von der thailändischen Aufsichtsbehörde genehmigt wurden.

Darüber hinaus werden Krypto-Unternehmen im Rahmen der Geldwäschebekämpfung als Finanzinstitute angesehen, um der Finanzierung des Terrorismus entgegenzuwirken.

Wie Cointelegraph kürzlich berichtete, planen Gesetzgeber in Thailand eine Reform der Kryptowährungsgesetze, da sie befürchten, dass solche Vorschriften das Land wettbewerbsunfähig machen.

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Deutsche Bank Research: Krypto wird Fiat-Währungen bis 2030 ersetzen

Bis 2030 wird die Nachfrage nach alternativen Währungen steigen, wobei digitale Währungen nach jüngsten Untersuchungen der Deutschen Bank das Bargeld ersetzen werden.

Im Bericht “Imagine 2030” machte der Stratege der Deutschen Bank, Jim Reid, auf die Herausforderungen aufmerksam, denen sich das bestehende Fiat-System in den letzten Jahren gegenübersah, insbesondere mit dem Aufkommen von Kryptowährungen. Reid vertritt die Auffassung, dass die zunehmende Nachfrage nach entmaterialisierten Zahlungsmitteln und Anonymität mehr Menschen zu digitalen Währungen führen könnte.

Mainstream-Akzeptanz und begleitende Herausforderungen

Um eine größere Akzeptanz zu erzielen, müssen digitale Assets drei große Hürden überwinden. Dazu gehört die in den Augen von Regierungen und Aufsichtsbehörden wahrgenommene Legitimität, die Preisstabilität mit sich bringt und eine globale Reichweite auf dem Zahlungsmarkt ermöglicht. Laut Reid wird der Aufbau von Allianzen mit wichtigen Stakeholdern wie mobilen Apps und Kartenanbietern diese Entwicklung ermöglichen.

Gleichzeitig wies Reid darauf hin, dass sich mit der Übernahme durch den Mainstream neue Herausforderungen ergeben werden. Reid nannte die Abhängigkeit von Elektrizität, Cyberangriffen und einem digitalen Krieg als eine der größten Bedrohungen für ein potenzielles, auf digitalen Währungen basierendes Finanzsystem. „In diesem Fall kann die Grenze zwischen Kryptowährungen, Finanzinstituten sowie öffentlichem und privatem Sektor verschwimmen“, schrieb Reid.

Länder untersuchen CBDC

In der Zwischenzeit haben die Regierungen der Welt aktiv über die Notwendigkeit der Entwicklung nationaler digitaler Währungen debattiert. Der Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, sagte heute, dass im Land keine öffentliche Nachfrage nach einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) bestehe. Kuroda bemerkte die steigende Nachfrage nach Barzahlungen und fügte hinzu, dass die Bank technische und rechtliche Untersuchungen in dieser Angelegenheit durchgeführt habe.

Die Britischen Jungferninseln haben einen proaktiveren Ansatz für CBDCs gewählt und angekündigt, dass das Land in Zusammenarbeit mit dem Blockchain-Startup LifeLabs eine digitale Währung namens BVI-LIFE entwickelt. Die Währung ist Teil einer umfassenderen Initiative zum Ausbau des lokalen Fintech-Sektors. Sie ist an den US-Dollar gebunden.

Die französische Zentralbank plant, 2020 ein CBDC für Finanzinstitute zu erproben.

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US-Regulierungsbehörden warnen: Stablecoins können Wirtschaft beeinflussen

Ein Gremium aus leitenden Finanzaufsichtsbehörden in den Vereinigten Staaten hat die Öffentlichkeit vor den mutmaßlichen Risiken von Stablecoins und Kryptowährungen gewarnt. 

In einem Bericht des Aufsichtsrates für Finanzstabilität FSOC vom 4. Dezember wurden mögliche Probleme aufgezeigt, die sich aus der weiträumigen Verwendung von Stablecoins ergeben.

Der FSOC wurde im Jahr 2008 nach der Finanzkrise gegründet, um Risiken für den Finanzsektor zu vermeiden. Das Gremium wird vom US-Finanzminister Steven Mnuchin geleitet. Zu den Mitgliedern zählen etwa Jay Clayton, der Vorsitzende der Wertpapier- und Börsenkommission SEC und Heath Tarbert, der seit Kurzem der Vorsitzende der Aufsichtsbehörde CFTC ist.

FSOC: Stablecoins könnten „die gesamte Wirtschaft beeinflussen“

In ihrem Jahresbericht für 2019 erklärten die Regulierungsbehörden: „Wenn sich ein Stablecoin als Zahlungsmittel oder Wertaufbewahrungsmittel durchsetzt, könnten Störungen beim Stablecoin-System die gesamte Wirtschaft beeinflussen. Die Finanzaufsichtsbehörden sollten bestehende und geplante digitale Vermögenswertprojekte und ihre Risiken gegebenenfalls überprüfen.“ 

Der FSOC hat Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen in seinem Bericht ebenfalls erwähnt. Der Rat konnte keine konkreten Schlussfolgerungen im Hinblick auf das Phänomen ziehen. Er räumte ein, dass die Handelsdaten „spärlich und möglicherweise unzuverlässig“ gewesen seien.

Der Rat äußerte auch Zweifel an der so genannten Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Das ist ein Begriff für digitale Währungsprojekte, die mit Blockchain zusammenhängen. 

„Der Erfolg der Technologie, darunter auch Anwendungen im Finanzsektor, ist noch nicht gesichert“, wie es im Bericht heißt. Der FSOC erklärte weiter: 

„Einige Initiativen, die es zuvor gab, haben nicht zu den erwarteten Effizienzsteigerungen und anderen versprochenen Vorteilen geführt und wurden daher verkleinert, neu ausgerichtet oder aufgegeben.“

Weiterhin Skepsis gegenüber Kryptowährungen

Wie Cointelegraph berichtete, war Mnuchin ein lautstarker Bitcoin-Kritiker und deutete an, dass die Kryptowährung wahrscheinlich nur eine vorübergehende Modeerscheinung sei. In einem Interview im Juli erklärte er:

„Ich werde in 10 Jahren nicht mehr über Bitcoin sprechen, das kann ich Ihnen versichern. Ich würde sogar wetten, dass ich als Finanzminister in 5 oder 6 Jahren schon nicht mehr über Bitcoin sprechen werde. Ich werde andere Prioritäten haben. Ich kann Ihnen versichern, dass ich persönlich nicht viel Energie für Bitcoin aufwenden werde.“

US-Gesetzgeber konzentrieren sich weiterhin auf die Risiken, die mit dem Kryptowährungssektor einhergehen. Auch mit geplanten Projekten, wie Facebooks digitale Währung Libra ist dabei ein Thema.

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Krypto an der Macht – Bakkt Chefin Kelly Loeffler wird zur US-Senatorin ernannt

Brian Kemp, der Gouverneur des amerikanischen Bundesstaates Georgia, hat Kelly Loeffler, die Geschäftsführerin der Krypto-Handelsplattform Bakkt, in den US-Senat ernannt.

Durch ihre Ernennung wird Loeffler zur Nachfolgerin von Johnny Isakson, der sein Amt Ende des laufenden Jahres abgeben wird, wie die Washington Post am 4. Dezember berichtet. Eine anonyme Quelle zitiert Loeffler gegenüber der Zeitung wie folgt:

„Ich hatte Washington in meiner Karriereplanung nie vorgesehen, aber so viel kann ich den Leuten über mich sagen: Ich bin schon mein Leben lang konservativ eingestellt, befürworte Waffenbesitz, befürworte das Militär, befürworte die Mauer an der mexikanischen Grenze und ich bin pro Trump. Ich vertrete stolz meine konservativen Werte und werde die von Präsident Trump ernannten Verfassungsrichter unterstützen.“

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, wollte Präsident Trump anstelle von Loeffler lieber den Politiker Doug Collins in das Senatorenamt gewählt sehen, da dieser als loyaler Unterstützer von Trump gilt und sich ebenfalls für Waffenbesitz sowie gegen Abtreibung ausspricht.

Trump und seine Anhänger sehen Loeffler als zu moderat an, weshalb sie deren Ernennung ablehnen. Kemp soll sich im Vorfeld seiner Entscheidung allerdings mit dem Präsidenten getroffen haben, um ein Wort für seine Auserwählte einzulegen, was bei diesem allerdings wohl auf taube Ohren stieß.

Die Krypto-Community hofft, dass Loeffler in ihrer neuen Funktion eine Lanze für Kryptowährungen brechen und womöglich sogar auf eine bevorstehende Krypto-Gesetzgebung der USA einwirken kann.

Bakkt mausert sich zur Erfolgsgeschichte

Auch über die Performance ihrer Handelsplattform kann sich Bakkt Geschäftsführerin Loeffler mittlerweile freuen, so hatte diese am 3. Dezember mit 6,5 Mio. US-Dollar einen neuen Rekordwert für den Open Interest der firmeneigenen Bitcoin-Futures aufgestellt.

Außerdem will die Bakkt am 9. Dezember Bitcoin-Optionsscheine auf den Markt bringen. Die Handelsplattform würde bereits eine entsprechende Nachfrage feststellen, wie die Geschäftsführerin angibt. In einer dazugehörigen Ankündigung heißt es:

„Wir haben unsere Bitcoin-Optionskontrakte freiwillig von der Aufsichtsbehörde CFTC zertifizieren lassen und freuen uns nun, unsere Bitcoin-Futures und unseren Depotservice durch behördlich genehmigte Optionen ergänzen zu können.“

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Japanische Zentralbank: „Es gibt keine Nachfrage nach einer eigenen Digitalwährung“

Haruhiko Kuroda, der Chef der japanischen Zentralbank (BOJ), gibt an, dass es in seinem Land keinerlei Nachfrage nach einer Zentralbank-Digitalwährung (CBCD) gibt.

In einer Rede, die er am 4. Dezember auf einer Konferenz der heimischen Finanzindustrie gehalten hat, ging Kuroda auf die Herausforderungen ein, die sich durch globale Stablecoins und Zentralbank-Digitalwährungen ergeben. Allerdings sieht er für Japan deshalb trotzdem keine Notwendigkeit, eine eigene CBDC herauszugeben:

„In Japan wird die Bargeldmenge weiterhin erhöht und es scheint momentan nicht so, als ob es aus der Bevölkerung überhaupt eine Nachfrage nach einer Zentralbank-Digitalwährung gibt. Nichtsdestotrotz hat die japanische Zentralbank dahingehend schon technische und rechtliche Untersuchungen angestellt, um bereit zu sein, falls es in der Zukunft eine entsprechende Nachfrage geben sollte.“

Zentralbank wirbt für private Digitalwährungen

Obwohl der Zentralbankchef momentan also keinen Anlass sieht, eine eigene Digitalwährung herauszugeben, räumt er ein, dass es „eine große Bandbreite an digitalen Währungen gibt, die in Yen gehandelt werden“. Die Zentralbank befürwortet die Nutzung solcher Digitalwährungen und fordert, dass diese soweit verbessert werden sollten, dass sie einer CBDC möglichst nahekommen.

Um die Entwicklung solcher Digitalwährungen zu fördern, will die Zentralbank, für die Nutzung von Onlinezahlungen werben und sicherstellen, dass es eine bessere Interoperabilität zwischen den einzelnen Zahlungsdienstleistern gibt. Im Oktober hat die Zentralbank darum ein Bonusprogramm eingeführt, dass Verbraucher dafür belohnt, wenn sie Onlinezahlungen nutzen.

Stablecoins müssen Risiken adressieren

Im Hinblick auf Stablecoins ist die japanische Zentralbank allerdings viel vorsichtiger, wie Kurod erklärt:

„Globale Stablecoins wie Facebook Libra könnten zwar ein tolles Zahlungsmittel für die Verbraucher sein, aber nur wenn sie rechtlich wasserfest und technisch sicher sind. Die Verbraucher werden letztendlich nur in den Genuss von globalen Stablecoins kommen, wenn im Voraus alle Risiken hinsichtlich Geldwäsche, Cybersicherheit, Datenschutz und Anleger- bzw. Verbraucherschutz adäquat adressiert werden.“

Dementsprechend lehnt Kuroda es auch ab, dass globale Stablecoins auf den Markt gebracht werden, ehe diese Fragen restlos geklärt sind. In diesem Zusammenhang sieht er es als wichtig an, dass Regierungen und Finanzbehörden der ganzen Welt kooperieren, um die globale Finanzstabilität aufrecht zu erhalten.

Andere Länder sind derweil schon viel weiter, was die Herausgabe einer eigenen Digitalwährung angeht. So hat das Blockchain-Startup LifeLabs zum Beispiel gestern angekündigt, dass es die offizielle Digitalwährung der Britischen Jungferninseln entwickeln wird, die an den US-Dollar angebunden sein soll.

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