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Bundesbank-Vorstand Balz sieht Stablecoins als “Kompliment” für Zentralbanken

Das Vorstandsmitglied der deutschen Bundesbank hat in einer am 8. Oktober in Südafrika gehaltenen Rede die Existenz von Stablecoins als ein Kompliment für die Bedeutung von Zentralbanken eingestuft.

Stablecoins kein “Gold 2.0”

Bei der Rede an der Universität von Kapstadt ging Balz auf die Unterschiede zwischen klassischen Kryptowährungen und Stablecoins ein. Token wie Bitcoin hätten keinen inneren Wert und keine öffentliche Autorität hinter sich, die ihre Ausgabe und auch die Preisstabilität garantiere, sagte Balz.

Als “Gold 2.0” könnten Kryptowährungen deshalb nicht bezeichnet werden und aufgrund fehlender Preisstabilität würden die aktuell mehr als 2.000 existierenden Token auch nicht als Wertspeicher genutzt.

Das Aufkommen von Stablecoins, die oft an einen Währungskorb gebunden seien, verdeutliche die Bedeutung von Preisstabilität bei Währungen. Nach Balz Interpretation stellt genau dies eine Untermauerung der Wichtigkeit von Zentralbanken dar. Der Zentralbanker sagte:

“Daher profitieren Stablecoins von einer Art indirekter Stabilität. Dies könnte als Ergänzung zur erfolgreichen, stabilitätsorientierten Geldpolitik der Zentralbanken interpretiert werden.”

Für Preisstabilität sei Geldpolitik ein notwendiger Faktor, so Balz weiter. Die von Bitcoin-Befürwortern oft propagierte Idee einer Art “automatischer Geldpolitik” über Algorithmen funktioniere aber nicht, da Geldpolitik von Angebot und Nachfrage abhängig seien. “Eine festgelegte Bereitstellung oder eine feste algorithmische Angebotserhöhung” sei keineswegs eine Garantie für Stabilität.

Bundesbank will keinen digitalen Euro

Die Bundesbank hat bereits mehrfach ihre kritische Haltung gegenüber geplanten oder existierenden Stablecoin-Projekten wie Libra von Facebook verdeutlicht. Auch für einen eigenen digitalen Euro als Krypto-Zentralbankwährung (CBDC) sieht die Bundesbank keinen Bedarf, wie die deutsche Zentralbank jüngst in einem Statement klarstellte

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Bitcoin ETF: So will Wilshire die US-Börsenaufsicht überzeugen

Es ist eine Woche vergangen, seit die Securities and Exchange Commission (SEC) dem letzten Antrag auf einen Bitcoin Exchange Traded Fund (ETF) eine Abfuhr erteilt hat. Am 9. Oktober argumentierte die US-Börsenaufsicht auf 112 Seiten, dass sie die Infrastruktur im Blockchain-Ökosystem nicht für sicher genug halte, um einen Bitcoin ETF zu genehmigen. Dass der Bitwise-Antrag nicht der letzte ETF auf den Schreibtischen der SEC sein würde, war abzusehen.

So hat die US-Börsenaufsicht am 15. Oktober ein Update zum Wilshire Bitcoin ETF veröffentlicht. Demnach hat die Investment-Management-Firma Wilshire Phoenix sowie die New York Stock Exchange Arca (NYSE Arca) die „geänderten Umstände“ in ihren Antrag vom 12. Juni 2019 mit einbezogen. Darin gehen die Unternehmen unter anderem auf die Bedenken der SEC bezüglich einer Bitcoin-Kurs-Manipulation ein.

Wilshire Phoenix will sicheren Bitcoin-Kurs-Index verwenden

Unsichere Daten zum Bitcoin-Kurs waren einer der Hauptgründe, weswegen die SEC den letzten Antrag auf einen BTC ETF ablehnte. Um diesbezüglichen Bedenken zuvorzukommen, bezieht sich Wilshire Phoenix nun auf ein bereits zugelassenes Produkt: die Bitcoin Futures der Chicago Mercantile Exchange (CME). Dahingehend plant Wilshire Phoenix, die Daten für den Bitcoin-Kurs von den Daten zu BTC Futures der CME zu beziehen.

Dieser Preisindex besteht seit November 2016 und sammelt Daten von verschiedenen Handelsplätzen für Kryptowährungen, um damit einen verlässlichen Index für den Bitcoin-Kurs zu bilden. Dabei bezieht der Index jedoch nur „relevante Transaktionen“ ein, Faktoren wie Wash Trading und Preismanipulation will man dadurch ausschließen. So heißt es im Antrag:

[Wir][…] sind der Ansicht, dass der [Bitcoin-Kursindex der] CME grundsätzlich manipulationssicher ist. Darüber hinaus sind […] wichtige regulierte Mitglieder für den Handel mit Bitcoin-Derivaten Mitglieder der Intermarket Surveillance Group (ISG) und die Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) kann im Namen der Exchange mit jenen Märkten kommunizieren, wenn es für die Marktüberwachung notwendig ist.

Für die Aufbewahrung der BTC plant Wilshire Phoenix, den Krypto-Verwahrer Coinbase zu beauftragen. Das Unternehmen muss dann laut Antrag stets nachweisen können, dass die jeweiligen BTC auch vorhanden sind.

Wie stehen die Chancen für den Wilshire Phoenix ETF?

Die Chancen auf eine Zulassung eines Bitcoin ETF verbessern sich mit jedem Antrag. Da die SEC wie zuletzt im Fall Bitwise ausführliche Begründungen für ihre Bedenken gibt, können neue Antragsteller darauf reagieren. So auch im vorliegenden Fall. Der Kniff von Wilshire Phoenix, mit einem bereits vorhandenen Index für den Bitcoin-Kurs zu arbeiten, könnte den Antrag zumindest ein Stück näher ans Ziel bringen.

ETF und Bitcoin-Kurs

Teile der Krypto-Community richten hohe Erwartungen an einen BTC ETF. Die Zulassung eines ETFs, so die Hoffnung, würde einen Zugang eines breiteren Publikums in die Welt der Kryptowährungen erleichtern. Mit einer steigenden Nachfrage, so die weitere Hoffnung, würde auch der Bitcoin-Kurs steigen. Das Angebot ist schließlich begrenzt; aufgrund der regelmäßigen Verknappung des Nachschubs („Halving“) ist der Vorrat an BTC insgesamt begrenzt.

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Bitcoin-Börse Coinbase erhält E-Money-Lizenz in Irland

Wie Zeeshan Feroz, Geschäftsführer von Coinbase Großbritannien, am 12. Oktober bekannt gegeben hat, ist die Krypto-Börse „eines der wenigen Unternehmen“, die über eine E-Money-Lizenz verfügen. Ausgestellt hat die Lizenz die irische Zentralbank. Die Zulassung ermögliche es Coinbase, die „irische Geschäftstätigkeit auszuweiten und Kunden in einem der am schnellsten wachsenden Märkte ein besseres Produkt anzubieten“, so Feroz.

Coinbase hat erst im vergangenen Jahr einen Sitz in Dublin eingerichtet. Durch die Lizenz erhält Coinbase nun unter anderem Handlungsfreiheit im europäischen Finanzsektor. Durch die E-Money-Lizenz kann Coinbase in jedem anderen Mitgliedstaat der EU Geschäfte tätigen.

Lizenz ist ein wichtiger Schritt für Coinbase

Für Feroz bedeutet die Lizenz dabei vor allem „einen wichtigen Schritt für die Mission, ein offenes Finanzsystem für die Welt zu schaffen“. Außerdem gewährleiste die Genehmigung das sichere Einreisen der Kunden in der Europäischen Union.

Feroz stellt zudem fest:

Europa stellt eine große Chance für Coinbase dar und die heutige Ankündigung ist ein weiterer positiver Schritt für uns in der Region. Die Genehmigung der Central Bank of Ireland wird es uns nun ermöglichen, unsere irische Geschäftstätigkeit auszuweiten und unseren Kunden in einigen unserer am schnellsten wachsenden Märkte ein besseres Produkt anzubieten.

Martin Shanahan, Geschäftsführer der irischen Agentur für die Förderung ausländischer Investitionen IDA, deutet die E-Money-Lizenz für Coinbase indes als irischen Lockruf für Finanzdienstleister:

Die Entscheidung von Coinbase für Dublin stärkt Irland als Heimat für Finanzdienstleistungsunternehmen mit einem unternehmensfreundlichen Umfeld, in dem Firmen wachsen und gedeihen können.

E-Money-Richtlinien

E-Money ist eine digitale Alternative zu Bargeld. Es ermöglicht den Benutzern, mit Geld zu bezahlen, das beispielsweise auf einer Karte oder einem Telefon  gespeichert ist. Dabei gelten allerdings EU-Vorschriften. Die Vorschriften sind durch Richtlinien (E-Money Directive, EMD) der Europäischen Kommission festgelegt. Die E-Money-Richtlinien legen die Regeln für Geschäftspraktiken sowie die Aufsicht über E-Money-Institute fest.

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Dämpfer für Libra: G7-Bericht warnt vor Facebook Coin

Geht es nach Facebook und dessen Tochterorganisation Calibra, sollte dem Startschuss des Währungsprojektes Libra mittlerweile noch kaum etwas im Wege stehen. Bereits für die zweite Jahreshälfte 2020 ist dessen Markteinführung angesetzt. Doch der Termin scheint zu optimistisch gewählt. Im Zuge heftigen Gegenwindes vonseiten der Politik, Zentralbanken und Aufsichtsbehörden verdunkelt sich der Himmel für die Konzern-Währung. Nun bekommt Libra von den G7 den nächsten Dämpfer.

Wie der britische Nachrichtensender BBC an diesem Sonntag, dem 13. Oktober, berichtet, warnt ein Berichtsentwurf der G7-Länder vor den Risiken global genutzter Digitalwährungen wie Libra. Unter anderem heißt es dort, diese würden die Fähigkeit der Zentralbanken einschränken, effektive Zinspolitik zu betreiben.

Bericht soll auf IWF-Ministertreffen vorgestellt werden

Aufgrund der großen Marktmacht von Facebook könnte Libra zudem nicht nur andere Wettbewerber aus dem Feld drängen. Außerdem könnte das Projekt letztlich sogar zu einer Gefahr für die globale Finanzstabilität werden. Neben seinen bereits registrierten Nutzern will Facebook mit seinem Währungsprojekt auch die bis zu 1,7 Milliarden Menschen erreichen, die derzeit ohne jedweden Zugang zum Finanzwesen auskommen müssen.

Käme es in Zukunft dann etwa zum Crash des Stable Coins, könnte dies nach Ansicht der Experten die weltweite Finanzwirtschaft lahmlegen, sollten Nutzer das Vertrauen in Libra verlieren.

Vonseiten der Herausgeber globaler Stable Coins gelte es deshalb sicherzustellen, dass Währungsprojekte wie Libra rechtlich wasserdicht seien. Auch müssten Geldwäscherisiken ausgeräumt werden. So heißt es in dem Bericht:

Die G7 sind der Auffassung, dass kein Stable-Coin-Projekt an den Start gehen sollte, bis nicht die juristischen, behördlichen und aufsichtsrechtlichen Herausforderungen und Risiken angemessen angegangen wurden.

Doch auch wenn Risiken beseitigt sind, sei dies längst keine Garantie für die Segen der Gesetzgeber, fasst der Bericht der G7-Taskforce zusammen. Für diesen hatten sich zuvor neben Vertreter der nationalen Zentralbanken, Experten des International Währungsfonds (IWF) sowie des Financial Stability Board (FSB) zusammengetan.

Die gemeinsame Analyse wollen sie nun auf dem jährlichen Treffen der IWF-Finanzminister vorstellen. Dieses findet in dieser Woche in der US-Hauptstadt Washington statt.

Financial Stability Board unterstreicht Kritik

In einem Brief an die Finanzminister der G20-Länder unterstreicht der FSB-Vorsitzende Randal Quarles derweil die Warnungen der G7-Arbeitsgruppe.

Die Einführung „globaler Stable Coins“ stellt die Regulierungsgemeinschaft vor zahlreiche Herausforderungen, nicht zuletzt weil diese das Potenzial haben, systemrelevant zu werden,

warnt der Chef des FSB. Sein Auftrag ist es, die Gesetzesinitiativen der weltweit führenden Wirtschaftsnationen aufeinander abzustimmen.

Zwar besäße die Technologie dezentraler Währungen wegweisendes Potential etwa für die Abwicklung internationaler Überweisungen. Dennoch stünden globalen Stable Coins nach wie vor große Hürden in den Bereichen Datenschutz, Steuerhinterziehung, Wettbewerbspolitik und Cyber-Sicherheit im Wege.

Noch in diesem Monat will seine Organisation deshalb einen ersten Bericht mit Einschätzungen vorlegen. Bis Juli 2020 sollen dann finale Handlungsempfehlungen für die gesetzliche Handhabe von Libra & Co. folgen.

Während derweil mit Visa, MasterCard und PayPal zunehmend die größten Partner aus Facebooks Calibra-Organisation aussteigen, dürfte sich die Markteinführung von Libra noch um Monate, wenn nicht Jahre in die Zukunft verschieben. Hieran wird auch die für Oktober geplante Anhörung von Facebook CEO Mark Zuckerberg im US-Kongress nichts ändern können.

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UK Forex Riese startet neuen Bitcoin-Service, da Brexit Ängste wachsen.

Die britische FXCM Group hat einen neuen Bitcoin-Handelsservice eingeführt und zwar genau zu dem Zeitpunkt, zu dem die Investoren die Gefahren eines harten Brexits abwägen.

Der Forex-Brokerage-Riese kündigte in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung an, dass man CryptoMajor einführt. Es ist eine Sammlung, der fünf gängigen Kryptowährungen – Bitcoin, Ethereum, XRP, Bitcoin Cash und Litecoin – zu gleichen Teilen enthält.

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CryptoMajor verhält sich wie eine einzige Einheit, die den kombinierten Wert der genannten Vermögenswerte darstellt. Das bedeutet, dass FXCM-Anwender in der Lage wären, mehrere Kryptowährungen auf einmal zu kaufen. Brendan Callan, der Chief Executive Officer von FXCM, betrachtet CryptoMajor als ideales Instrument zur Absicherung des Risikomanagements für Trader. Er projizierte den Sammelkorb als “große Chance” für Trader, die mit dem Handel von Kryptowährungen beginnen wollen, aber nicht “zu viel Risiko eingehen” wollen.

“Der Handel mit einer Sammlung von Kryptowährungen bedeutet, dass unsere Benutzer von der Aufgabe befreit sind, die Märkte ständig zu beobachten”, sagte Callan.

Brexit Ängste

Die Ankündigung von FXCM kam, als der Pfund gegenüber dem US-Dollar um 0,71 Prozentpunkte nachgab. Michel Barnier sagte, dass die Vereinbarung des britischen Premierministers Boris Johnson zu kompliziert sei und mehr Zeit benötige. Das legte Bedenken über Johnsons Versprechen den Brexit vor dem 31. Oktober einzuleiten.

Die Nachrichten löschten einen Teil der Gewinne, die Pfund sowie die britischen Aktien Ende der letzten Woche erzielt hatten. Strategen bei ING bezeichneten die Abwärtskorrektur als “Realitätsprüfung” für Brexit-Bullen und fügten hinzu, dass nun ein weiterer Kursverfall drohen kann.

“GBP-Gewinne wurden zum Teil durch eine sinnvolle kurze spekulative Positionierung verursacht, die den Effekt des Nachrichtenflusses übertrieben hat”, erklärten sie.

Holger Schmieding, der Chefökonom der Berenberg Bank, betonte weiter:

“Eine Einigung rechtzeitig vor dem EU-Gipfel am 17. und 18. Oktober zu erzielen und sie in einer außerordentlichen Samstagssitzung am 19. Oktober vom britischen Parlament verabschieden zu lassen, stellt eine große Herausforderung mit einem höchst unsicheren Ergebnis dar, um es vorsichtig auszudrücken. Außerdem könnte die EU möglicherweise eine technische Verlängerung benötigen, um das Abkommen auf ihrer Seite zu ratifizieren.”

Textnachweis: newsbtc

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SE Digital: Thailand erhält erstes ICO-Portal

In Thailand startet bald das erste heimische Portal für Initial Coin Offerings (ICOs). Das Finanzunternehmen SE Digital sicherte sich hierfür eine offizielle Genehmigung der thailändischen Finanzaufsicht.

Der zugehörigen Pressemitteilung nach, erhielt SE Digital als erstes thailändisches Unternehmen eine derartige Genehmigung. Tatsächlich ist Thailand für vergleichsweise strikte Krypto-Gesetze bekannt, erst im Juli verschärfte die Regierung nochmals die Regulierungsrichtlinien. Der Start des ICO-Portals markiert für den südostasiatischen Staat somit den Beginn des regulierten Marktes für digitale Assets.

Der CEO Jesadavat Priebjrivat zeigte sich folglich erfreut, an der Spitze der kryptographischen Transformation der heimischen Finanzwirtschaft zu stehen:

Nach der Genehmigung der Börsenaufsicht wird SE Digital in der Lage sein, die Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte zu fördern, die Anlegern Zugang zu bisher illiquiden und schwer zugänglichen Vermögenswerten wie gewerblichen Immobilien und Anlageprodukten mit globalem Engagement verschaffen, während den Emittenten eine neue Fundraising-Alternative geboten wird, die den Zugang zu einem breiteren Pool von Kapitalgebern mit Kosteneinsparungen durch die Digitalisierung auf der Blockchain ermöglicht.

SE Digital verspricht Rundum-Paket

Als ICO-Portal möchte SE Digital zugleich den ersten Investment Token Thailands starten. Durch den Verkauf des Token sollen zwischen zwei und drei Milliarden Thai Baht (zwischen 6,6 und 9,8 Millionen US-Dollar) eingenommen werden. Zmico, der Mutterkonzern von SE Digital, arbeitet zudem an einer eigenen Bitcoin-Börse, die von ihrem strategischen Investmentarm betrieben werden soll. Die geplante Krypto-Börse wird dann als Sekundärmarkt für den Investment Token auftreten und den Namen ERX tragen.

SE Digital verspricht weiterhin, als eine „one-stop shop“-Lösung aufzutreten. Das Unternehmen möchte also ein Gesamtpaket an Dienstleistungen rund um ICOs anbieten. Neben verschiedenen Beratungsangeboten sollen Kunden etwa auch beim Zugang zu Sekundärmärkten Unterstützung erhalten. Das Portal kündigte an, insbesondere beim ICO-Bewilligungsprozess Hilfestellung geben zu wollen. Ein Sprecher des Unternehmens äußerte zudem die Hoffnung, Investoren aus der internationalen Krypto-Szene für den thailändischen Markt begeistern zu können.

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Russland: Aus für den Krypto-Rubel?

Zahllose Länder dieser Welt haben sich inzwischen zum Thema Kryptowährungen geäußert. Die Ansichten darüber könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie reichen von kompletten Verboten bis zur Zulassung als offizielles Zahlungsmittel. Die meisten Nationen, die sich äußersten, zeigen sich wankelmütig. Dies gilt nicht nur für bereits existierende Kryptowährungen, auch die Überlegungen zu staatlichen Kryptowährungen gehen mal in die eine, mal in die andere Richtung. Das jüngste Beispiel für diese kontroverse Debatte stellt Russland dar. Wie das russische News-Outlet tass.com am 10. Oktober berichtete, seien die Pläne zu einer nationalen Kryptowährung nun vom Tisch.

Entschlossenheit geht anders

Wie wir im September 2017 berichteten, stand die russische Zentralbank Kryptowährungen ablehnend gegenüber. Bereits 2 Monate später gab die Regierung ein Forschungsprojekt in Auftrag, in dem mögliche Vor- und Nachteile von Kryptowährungen für den Staat erarbeitet werden sollten. Teil des Parlamentsvorhaben war auch die Diskussion des Krypto-Rubels, der nationalen Kryptowährung Russlands. Im Mai dieses Jahres stand das Forschungsprojekt dann kurz vor dem Abschluss, wobei der Krypto-Rubel lediglich noch für internationale Ausgleichszahlungen im Gespräch war. Immer wieder meldete sich die Chefin der Zentralbank, Elvira Nabiullina, zu Wort . Am 10. Oktober wandte sie sich in Sotschi im Finopolis Forum of Innovative Technologies mit folgenden Worten an Fan Yifei von der Bank of China:

Als Russlands Zentralbank haben wir das Thema ausgiebig studiert und die Gründe für die Ausgabe einer nationalen Kryptowährung sind nicht eindeutig. Nicht nur aus technologischen Gründen, sondern auch weil es (schwierig) ist, abzuschätzen, welche Vorteile eine nationale Kryptowährung mit sich bringen würde. Ein Beispiel wären Vorteile gegenüber dem bereits bestehenden elektronischen Bezahlsystem. Es gibt viele Risiken und die Vorteile sind vielleicht nicht offensichtlich genug.

Neben Krypto-Rubel auch andere Kryptowährungen in der Schwebe

Dem lässt sich eine nach wie vor unentschiedene Haltung entnehmen. Offenbar anders reagierte Russlands größtes Finanzinstitut bereits früher auf das Hin und Her. Bereits im zweiten Quartal stellte die Sberbank ihre Krypto-Projekte ein. Zu schleppend sei die gesetzliche Regelung von Kryptowährungen bis dahin gewesen. Und auch bis zum heutigen Tag hat sich nichts daran geändert. Zwar sollten im Februar letzten Jahres mehr oder weniger klare Regeln aufgestellt werden. Doch auch im Juni dieses Jahres war dies noch nicht passiert.

Festzuhalten ist: Der Krypto-Rubel dürfte unwahrscheinlicher geworden sein und die Regulierung von Kryptowährungen im Allgemeinen bleibt nach wie vor in der Schwebe.

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CFTC erkennt Ether (ETH) als Handelsgut an

Die US-amerikanische Finanzaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat eine Entscheidung über den rechtlichen Status von Ethereum und Ether gefällt. Heath Tarbert, der neue Vorsitzende der CFTC, gab bekannt, dass die Behörde Ether als Handelsgut (Commodity) und nicht als ein Wertpapier (Security) einstuft.

Tarbert verkündete die Einschätzung seiner Behörde anlässlich der Veranstaltung All Markets Summit am 10. Oktober in New York. Das Urteil der CFTC zu Ether entspricht dabei der Auffassung ihrer Schwesternbehörde, der Securities and Exchange Commission (SEC). Auch diese gelangte zu dem Schluss, dass Ether und Bitcoin keine Wertpapiere sind. Die beiden größten Kryptowährungen fallen somit unter den rechtlichen Zuständigkeitsbereich der CFTC. Tarbert geht zudem davon aus, dass Ether Futures in den USA schon bald auf den Markt gelangen könnten.

CFTC-Vorsitz äußert sich auch zu Initial Coin Offerings

Im weiteren Verlauf des Gesprächs äußerte sich Tarbert auch zu anderen Kryptowährungen. Der Vorsitzende der CFTC sprach sich für eine gleichartige Behandlung von ähnlichen Assets aus, etwaigen Uneindeutigkeiten des Marktes zum Trotz. Bei der Einschätzung, ob etwas als Ware beziehungsweise Handelsgut oder als Wertpapier einzustufen sei, gehe es demnach um folgende fundamentale Frage:

Ist das etwas, das für die Kapitalbeschaffung verwendet wird, und investieren Sie in ein Unternehmen oder kaufen Sie etwas, das an und für sich einen greifbaren Wert birgt?

Als Handelsgut gilt somit alles, was „an sich“ Wert besitzt und folglich als Wertspeicher Verwendung findet. Eine derartige Einschätzung hat auch Konsequenzen für Token aus Initial Coin Offerings (ICOs). Tarbert meint, dass diese zunächst als Wertpapiere anzusehen seien, schließlich sei Kapitalbeschaffung das primäre Motiv hinter ICOs. Im Verlauf der Zeit könnten derartige Token ihren Status allerdings durchaus ändern. Sie könnten sich zum Wertspeicher und damit zu einem Handelsgut entwickeln.

Regulierungsbehörden widmen sich verstärkt Hard Forks

Ferner äußerte sich der CFTC-Vorsitzende auch zum rechtlichen Status von Hard Forks. Kryptowährungen wie etwa Bitcoin Cash (BCH) und Ethereum Classic (ETC), die durch Abspaltung von der ursprünglichen Blockchain entstanden sind, müssten für ihn in regulatorischer Hinsicht im Normalfall gleich behandelt werden wie die ihnen entsprechenden Originale.

Tarberts Aussagen kamen nur einen Tag nachdem die US-amerikanische Steuerbehörde IRS neue Richtlinien für die Besteuerung von Kryptowährungen herausgegeben hatte. Der Fokus der Publikation des IRS liegt hierbei ebenfalls auf Hard Forks. Der IRS entschied, dass diese Einnahmen „als gewöhnliches Einkommen entsprechend des Marktwertes der neuen Kryptowährung zum Zeitpunkt des Erhalts“ zu behandeln sind. Eine derartige Einschätzung entspricht zwar dem Urteil des IRS zu Bitcoin, allerdings blieb sie in diesem Fall dennoch nicht ohne Kritik. Manche Skeptiker sehen hier die Gefahr von unbegründeten Steuerauffoderungen, die Dritte durch eine Netzwerk-Fork auslösen könnten.

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Bitcoin-Steuer: IRS veröffentlicht neue Regeln

Die US-Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) hat am 9. Oktober neue Richtlinien zur Besteuerung von Krypto-Einnahmen vorgestellt. Darin behandelt die Behörde die Auswirkungen von Hard Forks auf die Besteuerung, die Einkommensklassifizierung von Krypto-Einnahmen sowie die Berechnung der Steuern beim Verkauf von Bitcoin & Co.

Die IRS verlangt von den Steuerzahlern zunächst eine umfassende Dokumentation ihrer Krypto-Transaktionen. Auch der Transfer zwischen Wallets desselben Besitzers muss festgehalten werden, um die Steuerfreiheit nachzuweisen. Weiterhin sieht das Dokument eine höhere Besteuerung von Langzeit-Einlagen vor. Konkret werden Assets nach einer Aufbewahrungszeit von mehr als einem Jahr höher besteuert als kurzfristige Investitionen.

IRS gibt Regeln zu Hard Forks heraus

Die Besteuerung von Einnahmen, die infolge einer Hard Fork entstehen, beschäftigte die Krypto-Community schon seit Längerem. Die IRS verfügt nun, dass diese Einnahmen „als gewöhnliches Einkommen entsprechend des Marktwertes der neuen Kryptowährung zum Zeitpunkt des Erhalts“ zu behandeln sind. Sollte eine Hard Fork die Entstehung eines neuen Coins zur Folge haben (Beispiel: BCH nach der BTC Hard Fork), fallen diese unter die Steuerpflicht. Das Gleiche gilt für Einheiten einer neuen Kryptowährung, die per Air Drop erhalten wurden.

Einige Experten üben aufgrund dieser Regelung Kritik an der IRS. Denn wie Jerry Brito, Direktor des Anwaltsfirma Coin Center, dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg mitteilte, „können dritte Parteien nun Steueraufforderungen an jemanden erzeugen, indem sie das Netzwerk, dessen Coins die Person besitzt, forken oder sie zu einem ungewohnten Airdrop bewegen.“

Die IRS hatte die Veröffentlichung entsprechender Regularien bereits im Mai dieses Jahres angekündigt. Seitdem erwarteten Mitglieder der Krypto-Industrie die Informationen mit Spannung. Denn die bestehenden Regeln aus dem Jahr 2014 ließen nicht nur viele Fragen unbeantwortet. Sie waren zudem der Komplexität der bestehenden Anforderungen der Branche nicht angemessen. Viele Krypto-Anleger zahlten folglich teilweise überhaupt keine Steuern.

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Open Libra, Konkurrenz für Facebooks Libra-Projekt?

Aktuell bemüht sich Facebook darum, dass Libra in die Tat umgesetzt wird. Bisher ist das Projekt durch Behörden und Politik derart kritisiert worden, dass die Verantwortlichen sich um die Realisierung mehr Gedanken machen. Nun hat der Mitgründer des Start-up-Unternehmens Wireline, Lucas Geiger, Open Libra bekannt gegeben, eine von Facebook geplante, frei zugängliche Ausführung der Blockchain.

Bevor Libra auf die Welt kommt, bekommt es bereits Kinder

Trotz aller Vorwürfe und Kritik kann es jedoch sein, dass ein Fork mehr Startchancen hat, wenn es getrennt von Facebook ist, das ist Open Libra. Eine Facebook-freie Libra ist zwar schwer vorstellbar, aber das ist offenbar der größte Pluspunkt des Projekts. Viele sind nämlich der Meinung, dass die Regulierungsbehörden sich gegenüber Libra weniger unsicher fühlen würden, wenn Facebook nicht hinter dem Projekt stehe. In Bezug auf diese Idee sagte Ben Mezrich auf CNBCs “Squawk Box”:

“Es geht hier um Vertrauen. Man kann keine Bank haben, man kann keine neue Währung sein, ohne dass Leute ihr vertrauen, wenn man mittendrin sitzt, und die Leute vertrauen Facebook nicht…. Ich denke, dass Amazon das durchziehen könnte, weil wir alle Amazon vertrauen, aus welchem Grund auch immer… Wir nutzen unsere Kreditkarten jeden Tag dort.”

Bei der Ethereum Devcon sprach Lucas Geiger, Mitbegründer von Wireline, über das Projekt Open Libra, das ins Leben gerufen wurde. Es wurde ins Leben gerufen, um die Tür für diese Kryptowährung “offen zu halten”. Wenn man diese Tür öffnen will, muss man einfach Facebook aus der Welt schaffen und damit die gesamte Technologie Open-Source bereitstellen.

Da es für Open Libra noch kein Whitepaper gibt, ist die Frage unklar, wie sie einige der kritischen Ziele für das Libra-Projekt erfüllen wollen. Dafür wurde von den Entwicklern eine Codebasis eingerichtet, die von den Benutzern eingesehen werden kann.

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Es sind viele offene Fragen zu klären, die im Moment niemand beantworten kann. Im ersten Moment scheint es die gleiche Idee zu sein, wobei das Projekt jedoch genauer untersucht werden muss. Viele Skeptiker äußern sich zu all diesen Fragen, dass eine “Facebook-Münze” auch ohne Facebook nicht sinnvoll ist.

Quellenangaben: beincrypto
Bildquelle: Pixabay

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