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Prof. Dr. Philipp Sandner zur ITSA: „Ende dieses Jahres wollen wir die Top 1.000 kategorisiert und identifiziert haben“

BTC-ECHO: Warum wurde die ITSA ins Leben gerufen? Was hat es damit auf sich?

Prof. Dr. Philipp Sandner: Bereits heute existieren bereits über 2.000 Krypto-Assets – Tendenz steigend. Vor diesem Hintergrund nimmt die Unordnung im Krypto-Ökosystem zu. Denn mittlerweile gibt es neben Kryptowährungen auch sogenannte Payment Token, Security Token, Utility Token und dergleichen mehr.

Und dafür braucht man Strukturen, Kategorisierungen und Identifizierungsnummern, um etwas Ordnung ins Krypto-Ökosystem zu bringen. Genau das ist das Ansinnen der ITSA.

BTC-ECHO: Wie läuft eine Token-Standardisierung ab, was sind die einzelnen Schritte?

Sandner: Primär machen wir drei Dinge. Erstens: Wir machen die International Token Classification (ITC). Dabei klassifizieren wir Token nach einem von uns entworfenen Regime.

Zweitens: Wir weisen so den Token eindeutige Identifizierungsnummern zu; das ist wichtig, da bereits heute Redundanzen in der Klassifizierung bestehen. Aus steuerlicher Sicht ist eine eindeutige Identifizierbarkeit enorm wichtig.

Drittens: Wir legen die sogenannte Token Base an. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, auf der Kurse, Volumina, Marktkapitalisierung und ähnliches enthalten sind.

BTC-ECHO: Welche Voraussetzungen muss ein Blockchain Asset erfüllen, um von der ITSA standardisiert zu werden?

Sandner: Die ITSA ist keine Instanz, die eine Qualitätssicherung durchführen kann oder will. Das Ziel ist, alle Krypto-Assets zu kategorisieren. Bisher sind wir so vorgegangen, dass wir die Top 100 (Marktkapitalisierung) von CoinMarketCap von oben bis unten durchgegangen sind und alle Token analysiert und kategorisiert haben. Ende dieses Jahres wollen wir die Top 1.000 kategorisiert und identifiziert haben. Damit decken wir 99,9 Prozent des Marktes in Sachen Marktkapitalisierung ab.

BTC-ECHO: Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen erfüllen, wenn es Mitglied der ITSA werden will?

Sandner: Ehrlich gesagt keine. Universitäten oder Forschungsinstitute können Mitglied werden, genau wie Unternehmen. Auch Verbände können Mitglied werden, der Bankenverband etwa ist es bereits.

Unter den 150 Gründungsmitgliedern ist zum Beispiel auch der main incubator von der Commerzbank sowie der Deutsche Fondsverband, außerdem eine Vielzahl von Unternehmen aus dem In- und Ausland. Das zeigt, dass das Projekt gut funktioniert.

BTC-ECHO: Kürzlich ist die ITSA auch dem Deutschen Institut für Normung, bekannter auch unter dem Kürzel DIN, beigetreten. Was erhoffst du dir von der Partnerschaft und wie siehst du die Chancen, dass der ITSA-Standards auch international Anerkennung findet?

Sandner: Zurzeit sind wir ein Verein, ähnlich eines Start-ups. Daher kann ich keine Versprechungen abgeben. Allerdings deutet einiges darauf hin, dass wir das Richtige tun, denn das, was wir machen, findet sehr viel Anklang. Die Finanzmarktaufsichten verschiedener Länder sind etwa auf uns aufmerksam geworden und möchten mit uns sprechen. Auf institutioneller Ebene sprechen wir überdies mit der ANNA (Association of National Numbering Agencies), das ist die zentrale Vergabestelle von ISIN (Internationale Wertpapierkennnummer).

Schließlich muss diese sich auch überlegen, ob sie Security Token eine ISIN geben, sie also als Aktie bezeichnen. Alle diese Gespräche waren sehr erfolgreich und es zeichnet sich ab, dass auch die ITSA international Anerkennung findet.

BTC-ECHO: Losgelöst von der ITSA. Welche blockchain-spezifischen Themen beschäftigen dich aktuell am meisten?

Sandner: Die ITSA selbst nimmt natürlich einen gewissen Raum ein. Weiterhin haben wir Forschungsprojekte laufen etwa mit der TU-Darmstadt oder mit Bosch; dabei steht in erster Linie das Thema IoT (Internet of Things) im Fokus. Ein anderes Thema ist Facebooks Kryptowährung Libra. Ein Komplement dazu wäre zum Beispiel der digitale Euro, also der Euro auf Blockchain-Basis.

Der wird erforderlich sein, weil nur dann Unternehmen im B2B-Kontext Smart Contracts einsetzen können; denn da wird man weiterhin den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel brauchen.

BTC-ECHO: Wo siehst du in der Regulierung den aktuell dringendsten Handlungsbedarf?

Sandner: Start-ups haben bereits vor zwei Jahren damit begonnen, nach Regulierung zu rufen. Man kann hier schon sagen, dass sowohl die BaFin als auch das Finanzministerium und die Europäische Union den Aufruf ernst genommen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet haben.

Zu nennen ist hier etwa die Änderungsrichtlinie zur Geldwäscheverordnung. Inzwischen steckt hier erstmals das Wort „Krypto-Asset“ drin. Natürlich gibt es aber auch noch Justierungsbedarf. So enthält besagte Änderungsrichtlinie einen Passus, der das Hantieren mit Krypto-Assets unter Lizenz stellt. Das ist für Firmen, die mit Krypto-Assets handeln oder diese verwahren, brandgefährlich. Schließlich brauchen diese ab dem 1. Januar 2020 eine Lizenz. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Gesetzgeber in diesem Zusammenhang etwas über das Ziel hinausgeschossen hat.

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Israelische Behörden schalten auf Turbo: Finanzaufsicht will FinTech-Lizenzen im Eilverfahren vergeben

Für Schlagzeilen sorgt Israels IT-Sektor hierzulande selten. Zwischen den USA auf der einen und Ostasien auf der anderen Seite hat sich das Land jedoch längst unter die Weltmarktführer im Software-Bereich gemischt. Die israelische Tech-Branche boomt. Zwar ist die Zahl der Blockchain- und Krypto-Unternehmen im Mittleren Osten dieser Tage gering. Interesse aus der Szene besteht dennoch. Derzeit türmen sich die Lizenzanträge bei den zuständigen Behörden.

Um Zulassungen künftig schneller erteilen zu können, will die israelische Finanzmarkt- und Versicherungsaufsicht CMA nun ihr Lizenzsystem umstellen und setzt dabei auf Eilverfahren. Wie die israelische Tech-Plattform Calcalist berichtet, habe die Behörde den Schritt am Montag, dem 19. August, in einer offiziellen Pressemitteilung angekündigt.

Laut dem Bericht sollen derzeit über 2.000 ausstehende Lizenzanträge von FinTech- und Blockchain-Unternehmen auf dem Schreibtisch der CMA liegen. Einer ersten Prüfung der Behörden zufolge würden zur Stunde jedoch bereits dutzende Start-ups und Firmen die nötigen Auflagen erfüllen. Nach Ansicht der Finanzaufsicht könnten diese unmittelbar ihren Segen bekommen.

Nun sollen spezialisierte Teams die Blockchain- und FinTech-Unternehmen einzeln unter die Lupe nehmen und damit für eine schnelle Marktzulassung sorgen.

Technologische Innovation und die Beziehungen mit der Industrie sind die Grundprinzipien, die [unsere] Behörden in ihrer Arbeit anleitet. [Die FTA] setzt sich für die Regulierung und Zulassung des FinTech-Sektors, darunter […] Peer-to-Peer-Plattformen, digitale Wallets, blockchainbasierte FinTech-Unternehmen sowie andere Bezahlsysteme, ein,

fasst CMA-Leiter Moshe Barakat Mission und Antrieb seiner Behörde zusammen.

Zukunftsmarkt FinTech: Behörde will Wettbewerb ankurbeln

Wie es in dem Bericht weiter heißt, wolle man mit dem Eilverfahren vor allem den Wettbewerb innerhalb der israelischen FinTech-Branche ankurbeln. Damit steht der CMA-Vorstoß im Rahmen einer großangelegten Anstrengung, FinTech-Unternehmen ins Land zu locken.

Auch nachdem das Finanzministerium bereits 2017 für Unternehmen eine sogenannte „Regulatory Sandbox“ eingerichtet und ihnen damit die Tür geöffnet hatte, steckt besonders die streng regulierte israelische Blockchain- und Krypto-Industrie weiterhin in den Kinderschuhen. Stimmen aus der Branche beklagen vorherrschende Vorbehalte und Skepsis vonseiten der Banken. Laut dem Calcalist-Bericht gäbe es für viele Start-ups im Land kaum einen Markt.

Damit sich dies ändert, ist die Finanzaufsicht CMA erst kürzlich dem Globalen Innovationsnetzwerk GFIN beigetreten. Gemeinsam mit 30 weltweiten Regulierungs- und Aufsichtsbehörden sowie internationalen Organisationen, zu denen sowohl der Internationale Währungsfonds (IWF) als auch die Weltbank gehören, will sich die Behörde nun dafür einsetzen, Branchenwissen auszutauschen und so innovative Technologielösungen zu fördern.

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Einspruch abgelehnt – Verfahren gegen Bitfinex und Tether wird fortgesetzt

Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates New York hat entschieden, dass die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft (NYAG) Zuständigkeit für die Kryptobörse Bitfinex besitzt.

Laut Gerichtsdokumenten vom 19. August ist die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft somit in der Lage, ihre Untersuchungen gegen die Kryptobörse fortzusetzen, in der es um den vorsätzlichen Betrug an Anlegern geht.

So heißt es in den Dokumenten, dass Richter Joel Cohen den Einspruch von Bitfinex abgelehnt hat. Die Kryptobörse hatte behauptet, dass die New Yorker Staatsanwaltschaft keinerlei Zuständigkeit besitzt, weshalb das laufende Verfahren einzustellen sei. Die NYAG wirft Bitfinex vor, gemeinsam mit deren Schwesterfirma Tether Verluste in Höhe von 850 Mio. US-Dollar verschleiert zu haben, wodurch auch Anleger aus dem Bundesstaat New York absichtlich getäuscht worden sein sollen.

Die Vorwürfe haben ein Gerichtsverfahren ausgelöst, dass sich nun schon eine ganze Weile zieht, wobei die Kryptobörse behauptet, dass sie bereits 500.000 US-Dollar ausgeben musste, allein um die bisherigen Prozesskosten zu decken.

Die Frage nach der Zuständigkeit war zuletzt in den Mittelpunkt gerückt, nachdem sowohl die Anwälte von Bitfinex als auch die Anwälte von Tether Dokumente eingereicht hatten, aus denen hervorgehen soll, dass keine der beiden Firmen jemals in New York operiert hat.

Des Weiteren hatten die Anwälte der beiden zusammengehörigen Unternehmen argumentiert, dass allein die Feststellung eines Geschäftsbetriebes im Staat New York nicht ausreichend sei, da vielmehr nachzuweisen sei, dass Anleger durch das Vorgehen der Firmen zu Schaden gekommen sind.

Mit der heutigen Entscheidung von Richter Cohen wird der Einwand, dass die New Yorker Staatsanwaltschaft keine Zuständigkeit besitzt, jedoch aufgehoben, weshalb die Strafverfolgungsbehörde ihre Untersuchungen nun fortsetzen kann.

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Tokkata Software: BaFin ordnet Einstellung von Krypto-Geschäften an

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Berliner Tokkata Software GmbH angeordnet, unerlaubten Zahlungsgeschäfte mit Krypto-Bezug einzustellen, wie die BaFin am 16. August auf ihrer Webseite bekanntgab.

Nicht erlaubte Krypto-Geschäfte

Ein entsprechender Bescheid sei dem Unternehmen bereits am 28. Juni zugestellt worden. Tokkata Software nehme auf ihrem Geschäftskonto Gelder von Privatpersonen entgegen und leite diese “auf diverse ausländische Konten verschiedener Gesellschaften weiter, die überwiegend im Ausland ansässig sind.” Wie die BaFin erläutert, werden dadurch in Deutschland nicht genehmigte Krypto-Geschäfte ermöglicht:

“Auf diese Weise zahlen unter anderem Kunden der nicht lizenzierten Internethandelsplattform www.stscrypto.com Gelder ein, damit diese ihrem intern bei der Handelsplattform geführten Handelskonto gutgeschrieben werden.”

STScrypto gibt sich auf seiner Webseite als “Handelsplattform mit Sitz in Deutschland” aus. Wie von einem Reddit-Nutzer bereits vor drei Monaten durchgeführte Recherchen ergaben, scheint der offenbar betrügerische Krypto-Händler tatsächlich aus der Ukraine zu operieren. 

Strengere Krypto-Regulierung

Die BaFin nimmt bereits seit einiger Zeit eine aktivere Rolle bei der Krypto-Regulierung ein, welche durch eine Gesetzesänderung ab 2020 nochmals deutlich verstärkt werden dürfte. Ab Januar kommenden Jahres werden in Deutschland tätige Kryptobörsen und Wallet-Anbieter eine BaFin-Lizenz benötigen.

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BaFin hilft Token-Emittenten mit Merkblatt zu Prospekt- und Erlaubnispflichten

Ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 16. August veröffentlichtes Merkblatt bietet Emittenten von Krypto-Token eine Zusammenfassung der aktuell in Deutschland zu diesem Thema geltenden Rechtsnormen.

Wichtige Infos für STO-Emittenten

In dem Dokument führt die Behörde aus, welche Informationen und Unterlagen ihr die Emittenten einreichen sollen, damit sie die Anfragen schon im Vorhinein zielführend und zügig beantworten kann. Außerdem setzt sich das Merkblatt mit dem Wesen von Krypto-Token auseinander und informiert über die Wertpapiereigenschaft nach Prospekt-Verordnung bzw. Wertpapierprospektgesetz und die Vermögensanlageneigenschaft nach Vermögensanlagegesetz. 

Merkblatt hilft auch der BaFin selbst

Mit der Veröffentlichung des Merkblatts dürfte die Regulierungsbehörde neben der Hilfestellung für Krypto-Startups auch die Vereinfachung eigener Prozesse im Blick haben. Durch vorab klar definierte Standards ist ein deutlich geringerer Kommunikationsaufwand zwischen Antragstellern und der BaFin zu erwarten.

Dies ist angesichts der zweiten Welle von Token-Emissionen mit Security Token Offerings (STO) und aufgrund der rechtlich deutlich komplizierten Rechtslage von entscheidender Bedeutung. In Deutschland wurden von der BaFin bereits eine Reihe von STOs genehmigt bzw. durchgeführt. 

Ende Juli genehmigte die BaFin das STO des tokenbasierten “Krypto-Investmentfonds” Startmark. STOs der Unternehmen Bitbond und der Fundament Group waren zuvor bereits erfolgreich und mit BaFin-Lizenz durchgeführt worden. 

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Facebook Libra: Deutscher Bankenverband fordert strenge Kontrolle

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) Andreas Krautscheid hat in einem in den Zeitungen der Funke Mediengruppe veröffentlichten Interview vom 14. August eine strenge Regulierung von Facebooks Stablecoin Libra gefordert.

Schockwellen durch Libra-Ankündigung

Laut dem Verbandschef hat das von ihm gegenwärtig nur als “Idee” bezeichnete Projekt “im Finanzsektor eingeschlagen wie ein Meteorit”. Es sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abzusehen, ob Libra zu einer Art globaler Währung in privater Hand oder eine Gefahr für das Geldsystem werde.

Sollte Libra jedoch auf den sozialen Plattformen angenommen werden, “dürfte sie im internationalen Geldsystem allein wegen der schieren Zahl von derzeit 2,4 Milliarden aktiven Facebook-Nutzern eine wichtige Rolle spielen”, sagt Krautscheid vorher.

Zu den Bedingungen einer möglichen Zulassung durch die Regulierungsbehörden sagte Krautscheid:

“Wenn man eine „Währung“ in privater Hand zulassen will, dann muss das gut kontrolliert und reguliert sein. Libra müsste die weltweit höchsten regulatorischen Standards erfüllen und einer sorgfältigen Aufsicht und Kontrolle unterliegen. Zudem spielt Prävention gegen Cyberangriffe eine riesige Rolle.”

Bankenverband präzisiert seine Kritik

Bereits im Juli hatte der Bankenverband in einem Positionspapier zu einer internen Veranstaltung eine Regulierung von Libra eingefordert. Mit dem Interview hat Krautscheid diese Position öffentlich bekräftigt.

Angesichts des breiten Widerstands gegenüber Libra hat Facebook mittlerweile eine einflussreiche und gut in der US-Politik vernetzte Lobbyistin für das Projekt eingestellt. Unterdessen veröffentlichte der US-Einzelhandelsriese Walmart ebenfalls ein Patent für eine eigene Kryptowährung, welche nach der Meinung einiger Experten bessere Chancen haben könnte als Libra.

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US-Regulierungsbehörde OFAC nimmt sich Bitcoin an

Die US-Regulierungsbehörde OFAC (U.S. Department of the Treasury‘s Office of Foreign Assets Control) will Krypto-Themen mehr Aufmerksamkeit schenken. Dies geht aus einem Dokument hervor, welches am 13. August auf der Newsseite Mondaq erschien. Darin legen Experten das Interesse der Behörde an der Regulierung und der rechtlichen Einordnung der Kryptowährungen in den Vereinigten Staaten dar.

Das OFAC ist eine Kontrollbehörde der USA, welche im Auftrag des Finanzministeriums Ziele für mögliche Sanktionen recherchiert und diese dann umsetzt. Sie ist beispielsweise dafür verantwortlich, sanktionierte Länder vom internationalen Bankenverkehr zu isolieren. 2017 überwachte die OFAC etwa 5.800 Personen und Organisationen.

Woher kommt OFACs Kurswechsel?

Tatsächlich signalisierte die OFAC erst relativ spät, nämlich im Januar 2018, Interesse an einer Krypto-Regulierung. In dem Dokument heißt es:

Während das U.S. Department of Justice (DOJ) und die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) aggressive Ansätze zur Regulierung verfolgen, die in hochdotierten Einigungen resultierten, war die OFAC da bislang langsamer.

Dies soll sich nun allerdings endgültig ändern. Als Grund für die zunehmende Priorisierung von Bitcoin & Co. nennen die Autoren unter anderem die zunehmende Verbreitung von ICOs (Initial Coin Offerings) in den letzten Jahren.

Damals war es zunächst die Nachricht von Venezuelas Veröffentlichung einer eigenen Kryptowährung namens Petro, welche die Behörde erstmals auf den Plan rief. Anschließend publizierte sie auf ihrer Webseite ein FAQ, welches US-Bürger vor rechtlichen Konsequenzen warnte, sollten sie Transaktionen mit dem Petro durchführen. Später weitete sie diese Drohungen auf die gesamte Krypto-Industrie aus.

Nun geht das OFAC noch einen Schritt weiter und ernennt Bitcoin & Co. zu seiner Schlüsselpriorität. Offenbar sammelt die Behörde Informationen von einem Dutzend Krypto-Börsen. Mindestens eine davon erhielt hat sogar eine Vorladung. Unklar bleibt, welche Regulierungsmaßnahmen die Behörde konkret anstrebt und was sie mit den gesammelten Informationen langfristig vorhat. Denkbar wäre, dass sie die gesammelten Daten mit der SEC und anderen Behörden teilt, um interne Untersuchungen voranzubringen.

Die neuen Richtlinien der OFAC führen unter Umständen dazu, dass Krypto-Börsen mehr Wert auf AML (Anti-Geldwäsche-Richtlinien) und KYC-Prozesse (Know-Your-Customer) legen. So entgehen sie einer möglichen Verfolgung durch US-Regulierungsbehörden.

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Cardano News: Hoskinson kündigt kommendes Update von v1.6 an

Cardano das von IOHK initiierte Kryptowährungsprojekt ist dabei, die neueste Version der Blockchain, Version 1.6, zu veröffentlichen. Charles Hoskinson deutete am Dienstag über einen Tweet auf die Veröffentlichung hin.

Cardano Version 1.6 startet in Kürze

Laut der Website von IOHK handelt es sich bei Cardano um eine Blockchain-Plattform, bei der der Proof-of-Stake-Algorithmus Ouroboros genutzt wird. Die Kryptowährung des Unternehmens, ADA, baut auf der funktionalen Programmiersprache Haskell auf. Daedalus seinerseits ist die einzige Kryptowährungs-Wallet, die ADA unterstützt. Zudem heißt es auf der Website, dass Daedalus sich auch als Wallet Manager einsetzen lässt, in dem es darum geht, andere Wallets und deren Assets optimal zu organisieren bei gleichzeitiger Sicherung.

Der CEO hat die Benutzer aufgefordert, Screenshots und Kommentare zur neuesten Version der Daedalus Open-Source-Krypto-Wallet zu teilen.

“Wir liefern das 1.6 Cardano Update in den nächsten Tagen aus. Schickt mir ein paar Screenshots der neuen Daedalus und lasst es mich wissen, wenn es euch gefällt. In diese Version ist viel Arbeit eingeflossen und ich bin extrem stolz auf das Team.” 

Mit Cardano und anderen Projekten von IOHK beschäftigt sich Hoskinson auch mit einem neuen Projekt, welches er im Rahmen der Blockchain-Konferenz Consensus 2019 vorgestellt hat. Es handelt sich um eine Idee von Polymath, einer Sicherheits-Token-Plattform. Es wird die Schaffung einer Blockchain für Token angestrebt, die die Einhaltung der Vorschriften sicherstellen soll.

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“Nach der Mitbegründung von Ethereum und Cardano, zwei der am häufigsten verwendeten Blockchains der Welt, freue ich mich auf die Arbeit an Polymesh. Es gibt Milliarden von Dollar an Finanztiteln und der Aufbau einer Blockchain, um sie zu sichern, ist eine unglaublich spannende Aufgabe”. 

Hoskinson Ansicht über Libra

In der Vergangenheit hat Hoskinson auch dazu Stellung genommen, wie er der Meinung ist, dass die Libra ihre globalen Ziele, insbesondere in den Schwellenländern, verfehlen wird. In einem Interview ende Juni erklärte er:

“Facebook muss in Länder kommen, von denen es nicht viel weiß, und sie davon überzeugen, sich einem wirtschaftlichen Monopol zu unterwerfen und nichts zurückzugeben. Und ihr einziger Vorteil ist, dass Sie weniger Gebühren zahlen müssen. Ich gehe dorthin und sage: “Wir werden alle Ihre Systeme wieder aufbauen, damit Sie eine betrugsfreie Grundbucheintragung, bessere Abstimmungssysteme und verbesserte Lieferketten haben. Wir machen das schon, aber es hat Jahre gedauert. Das sind beziehungsbasierte Märkte – und Facebook hat diese Beziehungen nicht.” 

Quellenangaben: Cointelegraph
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Ripple (XRP) erhält regulatorische Klarheit durch die Finanzmarktaufsicht

Die mangelnde Klarheit der Regulierung und der Verdacht auf Kryptowährungen haben die britische Kryptoindustrie zurückgehalten, wie Industrieverbände wie CryptoUK und auch andere Kommentatoren beklagt haben. Doch die Lage änderte sich in den vergangenen Monaten nach und nach, als die Financial Conduct Authority (FCA) ihre Richtlinien zu Kryptowährungen aktualisierte und eine Reihe von Abstimmungen zur Regulierung von Kryptowährungen zum Jahresende einleitete. 

Ripple wird von der FCA als Börsen- oder Utility-Token eingestuft

Den neuen Klassifizierungen der Financial Conduct Authority zufolge schließt sich Ripple den beiden anderen dominierenden Krypto-Assets auf dem Markt an, indem es als Exchange- oder Utility-Token eingestuft wird und nicht als die ungünstigere Klassifizierung der Security-Token.

Die globale Leiterin der Ripple-Gruppe, Michelle Bond, gab kürzlich bekannt, dass die britische Finanzmarktaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority Ripple als Börsen- oder Utility-Token eingeordnet hat, sodass es nicht mehr infrage kommt, als Security-Token zu gelten.

Aus dem Bericht geht hervor, dass “XRP ähnliche Funktionen hat”, wie z.B. als “Zahlungsmittel” (Börsen-Token) oder als “Ausführen von Anwendungen” (Utility-Token). Auch Bitcoin verdeutlicht ein weiteres Krypto-Asset, das von der FCA als Börsen- oder Utility-Token eingestuft wird und den Anlegern Klarheit bei der Regulierung bietet.

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Bei der Financial Conduct Authority handelt es sich um eine 2013 gegründete Finanzmarktaufsicht, deren Tätigkeit unabhängig von der britischen Regierung ist und sich vielmehr durch die Gebühren finanziert, die von den rund 58.000 von ihr regulierten Finanzunternehmen erhoben werden. Der Bereich der Regulierungsbehörde umfasst die Erstellung der Richtlinien, nach denen Finanzmärkte und Unternehmen arbeiten, sowie die Aufsicht über die Konsumkreditbranche. Das Unternehmen hat die Befugnis erhalten, Vermögenswerte der von ihm untersuchten Teilnehmer am Finanzmarkt einzufrieren, auch wenn diese noch nicht schuldig gesprochen werden.

Die beiden dezentralen Krypto-Assets Bitcoin und Ethereum wurden mit dem Gedanken geschaffen, um zu zeigen, dass staatliche Kontrolle für die Finanzmärkte schlecht ist und die Leute die Verantwortung für ihr eigenes Vermögen tragen sollten.

Die Kryptocommunity betrachtet die Kontrolle von Ripple über XRP als vergleichbar mit der Kontrolle, die die aktuellen Finanzinstitute über Geld und Vermögen haben, was es zu ungünstigen Entscheidungen angesichts des ursprünglichen Verhaltens der Kryptowährung macht.

Quellenangaben: newsbtc
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SEC verzögert erneut Entscheidungen über Bitcoin ETF

Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) verzögerte am Montag die Entscheidung über die Vorschläge für drei Bitcoin Exchange Traded Fund (ETF).

SEC verzögert erneut Entscheidungen über Bitcoin ETF

Ein ETF oder börsengehandelter Fonds ist ein Anlagevehikel, das die Wertentwicklung eines bestimmten Vermögenswertes oder einer bestimmten Gruppe von Vermögenswerten verfolgt. Ein Bitcoin ETF wird den Preis von BTC, dem nach Marktkapitalisierung größten Krypto-Asset, verfolgen. Der Vorteil eines Bitcoin-ETFs besteht darin, dass er es Anlegern ermöglicht, sich in den ETF einzukaufen und somit das Engagement von Bitcoin als Anlageklasse zu erhöhen, ohne dass sie den Vermögenswert selbst kaufen und verwahren müssen.

Die drei verschiedenen ETF-Vorschläge sind Bitwise Asset Management über die NYSE Arca-Börse, VanEck/SolidX unter der Cboe BZX Exchange und Wilshire Phoenix Funds, ein Fonds, der vorschlägt, BTC durch Schatzwechsel abzusichern.

Seit 2018 wurden alle Vorschläge für Bitcoin ETFs von der SEC abgelehnt oder verzögert, da Bedenken hinsichtlich Betrug, Custody-Lösungen, dem Potenzial für Marktmanipulationen und den Komplikationen, die sich aus einem globalen Markt ergeben, der nicht unter einen einzigen Regulierungsrahmen fällt.

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Die Hoffnungen auf die Zulassung eines Bitcoin-ETFs haben die Hochläufe in der Kryptowährung in der Vergangenheit angeheizt. Ein ETF-Tracking-Bitcoin würde es einem breiten Spektrum von Anlegern leicht machen, auf seinen Preis zu setzen, ohne tatsächliche digitale Münzen kaufen und speichern zu müssen. Obwohl die Krypto-Bullen sehnsüchtig auf einen solchen ETF gewartet haben, würde es den Händlern auch leicht fallen, bei Kursverlusten von Bitcoin Short-Wetten zu platzieren.

Die Kryptoindustrie kann auf die Unterstützung von SEC-Kommissar Hester Crypto Mom Peirce zählen. Peirce hat sich mehrmals für eine Bitcoin-ETF ausgesprochen, aber sie hat auch zur Vorsicht aufgerufen, und Ende 2018 schien sie anzunehmen, dass Geduld erforderlich ist.

“Es könnte in 20 Jahren oder morgen sein”, sagte Peirce über einen möglichen ETF-Zeitrahmen. “Halte nicht den Atem an. Die SEC brauchte lange Zeit, um Finhub zu etablieren. Es könnte noch länger dauern, ein börsengehandeltes Produkt zu genehmigen.”

Quellenangaben: Bitcoinist
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