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Regulierungs-Echo: Bitcoin und Co. weltweit unter Beschuss | BTC-ECHO

Die Wolken am Krypto-Himmel verdunkeln sich. Denn während China ein generelles Bitcoin-Verbot ausspricht, kündigt sich auch in den USA, der Türkei und Indien ein härterer Regulierungskurs an.

China verbietet Bitcoin-Transaktionen

Am Krypto-Markt stehen turbulente Zeiten an. Denn die chinesische Zentralbank verfügte am Freitag, dem 24. September, ein umfassendes Transaktionsverbot für Bitcoin und Co. Allen innerchinesischen Bitcoin-Börsen soll der Stecker gezogen und ausländischen Umschlagplätzen der Zugang zum Land versperrt werden. Generell soll Chinas Finanzwelt vom Krypto-Space geschieden werden. Die Zentralbank verlautbarte ihre Pläne bei einer Fragestunde. Damit folgt sie dem Krypto-feindlichen Trend der chinesischen Regierung, dem vor einigen Monaten auch das Bitcoin-Mining im Land zum Opfer fiel.

Biden nominiert Krypto-Gegnerin für Bankaufsicht

Bloomberg berichtete am 22. September, dass US-Präsident Joe Biden die Juraprofessorin Saule Omarova zur Chefin der US-Bankenaufsicht Office of the Comptroller of the Currency (OCC) nominieren will. Das Magazin berief sich dabei auf Insiderinformationen. Omarova ist als scharfe Kritikerin des Bankensektors im Allgemeinen und von Kryptowährungen im Besonderen bekannt. Bitcoin und Co. kämen demnach “hauptsächlich unserem bestehenden, dysfunktionalen Finanzsystem zu Gute.” Folglich muss davon ausgegangen werden, dass sich Omarova für stärkere Krypto-Regulationen einsetzen wird. Ob der Kongress ihre Nominierung bestätigt, bleibt abzuwarten. Widerstand seitens der Republikaner:innen und der Bankenlobby gilt als ausgemacht.

Erdogan erklärt Bitcoin und Co. den Krieg

Im Kontrast zur Mehrheit der Türk:innen ist Präsident Recep Tayyip Erdoğan kein Krypto-Freund. Denn während die Türkei weiter an der digitalen Lira arbeitet, formulierte der türkische Machthaber bei einem Q&A-Event eine wortwörtliche Kriegserklärung an Bitcoin und vergleichbare dezentrale Angebote: “Wir würden niemals Kryptowährungen unterstützen,” sagte er weiterhin. Konkrete Gründe für seine Haltung brachte Erdogan nicht vor, die türkische Notenbank fährt jedoch bereits seit längerem einen restriktiven Krypto-Kurs. Hierbei dürfte nicht unerheblich sein, dass türkische Krypto-Fans in den vergangenen Jahren wiederholt Betrügereien zum Opfer gefallen sind. Binali Yildirim, stellvertretender Vorsitzer der Regierungspartei AKP, versprach jüngst, hier in Zukunft Vorkehrungen treffen zu wollen.

Indiens Finanzministerin warnt vor Bitcoin-Verbot

Seit 2017 fordert Indiens Zentralbank ein generelles Verbot von Kryptowährungen. Auch ein Regierungsausschuss hat sich jüngst dieser Lagebestimmung angeschlossen. Ein Statement der amtierenden Finanzministerin Nirmala Sitharaman dürfte auf besorgte indische Hodler:innen deshalb wie der Silberstreif am Horizont wirken. Denn Sitharaman sprach sich bei einem Gespräch mit der Tageszeitung Hindustan Times, gegen einen strikten Bitcoin-Bann aus.  Ihr O-Ton: Zukunftsträchtige Technologien dürften nicht pauschal ausgeschlossen werden. Stattdessen mahnte die Ministerin zur regulativen Vorsicht. Eine generelle Bitcoin-Adaption wie in El Salvador hält sie jedoch ebenfalls für unwahrscheinlich. Die Möglichkeit einer eigenen digitalen Zentralbankwährung schloss Sitharaman hingegen nicht aus. Der Direktor der indischen Zentralbank ließ ebenfalls kürzlich verlautbaren, dass ein Pilotprojekt für ein indisches CBDC bereits im Dezember starten könnte.

Bhutan startet gemeinsam mit Ripple CBDC-Tests

Während das indische CBDC bis lang in der Spekulationsphase verbleibt, konkretisieren sich im Nachbarstaat Bhutan die Pläne für eine digitale Zentralbankwährung. Denn die königliche Währungsbehörde kooperiert dort mit Ripple für eine gemeinsame Testreihe. Am 22. September ist bekannt geworden, dass Bhutan eine CBDC auf Basis von Ripples Privat-Ledger-Technologie erproben will. Mit der möglichen Einführung einer CBDC möchte das Königreich bei der Inklusion seiner Bürger:innen in das Finanzsystem nachbessern. Eine Verbesserung des grenzübergreifenden Zahlungsverkehrs steht ebenfalls auf der Agenda. Bhutan hat sich weiterhin ganz dem Umweltschutz verschrieben, bei der Kooperation mit Ripple hat deshalb das Engagement des Unternehmens für den Klimaschutz ebenfalls eine Rolle gespielt. Auch die geplante digitale Zentralbankwährung ist demnach kohlenstoffneutral.

Coinbase verkauft Dienstleistungen an US-Einwanderungsbehörde

Vergangene Woche berichteten wir, dass die US-Börsenaufsicht SEC Coinbase ins Visier genommen hat. Stein des Anstoßes ist dabei ein geplantes Lending-Programm der Bitcoin-Börse. Kund:innen hätten hier die Möglichkeit, in den Stablecoin USD Coin (USDC) anzulegen. Das Kapital soll dann an verifizierte Interessent:innen verliehen werden. Da die SEC dieses Finanzprodukt jedoch als eine Anleihe ansieht, droht sie bei ungenehmigter Einführung mit rechtlichen Schritten. Da scheint eine wohlwollende Geste gegenüber den US-Behörden für Coinbase gerade recht zu kommen. Denn seit dem 20. September ist bekannt, dass die Bitcoin-Börse einen Kooperationsvertrag mit der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) abgeschlossen hat. Der Deal sieht die Entwicklung von Software vor. Bei einer potenziellen Vertragslaufzeit von drei Jahren könnte er 1,36 Millionen US-Dollar in die Coinbase-Kassen spülen. Die Krypto-Community übte aufgrund der geringen Vertragssumme indessen Kritik und warnte vor einem möglichen Image-Schaden.

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Kanadische Regulierer rügen Kryptobranche wegen „glücksspielartigem“ Marketing

Die kanadischen Börsenaufsicht (CSA) und der kanadische Verband zur Regulierung der Investmentbranche (IIROC) haben gemeinsame Richtlinien für Krypto-Handelsplattformen formuliert, in denen sie diese dazu auffordern, von „Werbung und Marketingmaßnahmen abzusehen, die für die Anleger irreführend sein könnten“.

Wie aus einer entsprechenden Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht, warnen die Richtlinien Krypto-Unternehmen allen voran vor „glücksspielartigen“ Werbemaßnahmen, bei denen Anleger dazu animiert werden, innerhalb einer bestimmten Frist zu investieren, um eine Belohnung zu erhalten. Obwohl die Vorgaben im Bezug auf Werbung in den sozialen Medien sehr vage gehalten sind, schlagen die beiden Regulierer vor, dass Krypto-Unternehmen einen gesonderten Mitarbeiter für die Überprüfung der Kommunikation in den sozialen Netzwerken abstellen, um die Einhaltung der Richtlinien zu gewährleisten.

„Irreführende Werbung und sittenwidrige Marketingmaßnahmen könnten Anleger dazu animieren, Risiken einzugehen, die sie normalerweise vermeiden würden“, wie CSA-Chef Louis Morisset dahingehend meint. Und weiter: „Eine Missachtung des Wertpapierrechts und der IIROC-Regeln würde ohnehin ernsthafte Zweifel an der Legitimität von Krypto-Handelsplattformen aufwerfen.“

In den Richtlinien sind auch Beispiele für das angemahnte Werbeverhalten aufgeführt, darunter Kryptobörsen, die eine Zulassung durch die Börsenaufsicht oder andere Aufsichten nur vorgeben, um Anleger damit zu täuschen. CSA und IIROC bitten die Handelsplattformen deshalb eindringlich, sich interne oder externe Rechtsberatung einzuholen, ehe Werbung und Marketingmaßnahmen gestartet werden.

Die „Industry Regulatory Organization of Canada“ (IIROC) ist eine Organisation der kanadischen Investmentbranche, die die Selbstregulierung der Finanzmärkte gestaltet, um sowohl Anleger als auch Investmentfirmen zu schützen. Die „Canadian Securities Administrators“ (CSA) ist wiederum die bundesweite Börsenaufsicht von Kanada. Zusammen haben beide schon andere Regeln für den Kryptomarkt herausgegeben, um den rechtlichen Umgang mit der Anlageklasse zu vereinfachen und das Verhalten der Branche anzupassen.

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Security Token Offering: Was muss beim Widerrufsrecht beachtet werden?

Fachanwalt Lutz Auffenberg hat sich mit seiner Kanzlei Fin Law auf den Bereich Fintech und innovative Technologien spezialisiert. Insbesondere die Blockchain-Technologie und ihre Regulierung steht dabei im Mittelpunkt seiner Tätigkeit. In seinem Gastbeitrag widmet er sich dem Widerrufsrecht beim Securtiy Token Offering.

Dieser Artikel ist zuerst auf dem Fin Law Blog erschienen.

Nicht erst seit dem Ausbruch der Pandemie digitalisiert sich die Teilnahme am wirtschaftlichen Leben stetig. Eine zunehmend große Anzahl von Verträgen des täglichen Lebens kommen inzwischen über das Internet zustande. Soweit Verbraucher mit einem Unternehmer Verträge über das Internet abschließen, steht Ihnen nach deutschem Recht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht gegenüber dem Unternehmer zu, bei dessen wirksamer Ausübung der geschlossene Vertrag rückabzuwickeln ist. Die vierzehntägige Widerrufsfrist beginnt dabei erst, wenn der Unternehmer den Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt hat. Auch bei über das Internet zustande gekommenen Verträgen über Finanzdienstleistungen kann Verbrauchern ein Widerrufsrecht zustehen. Wie sieht es vor diesem Hintergrund bei vollständig über das Internet vertriebenen Security Token aus? Wer muss beim öffentlichen Angebot von tokenisierten Anlageprodukten über Widerrufsrechte belehren?

Zunächst kann ein gesetzliches Widerrufsrecht nach deutschem Privatrecht nur solchen Anlegern zustehen, die nicht als Unternehmer agieren. Für den Bereich der Geldanlage bedeutet das, dass ein gesetzliches Widerrufsrecht bei institutionellen Anlegern nicht in Frage kommt, die in professionellem und gewerblichem Umfang investieren. Bei vermögenden und kapitalmarktversierten Privatpersonen sowie kleineren Familiy Offices kann die Abgrenzung im Einzelfall schwierig sein, ob es sich im Hinblick auf die Investitionstätigkeit eher um Verbraucher oder doch um Unternehmer handelt. Unabhängig von der Professionalität des betreffenden Anlegers können aber auch die Eigenschaften des Security Token über das Vorliegen eines gesetzlichen Widerrufsrechts entscheiden. Denn nach deutschem Recht haben Verbraucher bei Verträgen über Waren, Dienstleistungen einschließlich Finanzdienstleistungen kein gesetzliches Widerrufsrecht, wenn der Preis von Schwankungen auf dem Finanzmarkt abhängt, auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat und die innerhalb der Widerrufsfrist auftreten können. Das kann zum Beispiel bei Security Token, die unmittelbar einen Marktpreis aufweisen, der Fall sein, etwa weil sie direkt auf einer Kryptotauschbörse zum Handel gelistet sind. Tokenisierte Anlageprodukte hingegen, die beispielsweise einen unbedingten Rückzahlungsanspruch und eine Verzinsung aufweisen und die nicht unter Entwicklung eines Marktpreises handelbar sind, kommen für den Ausnahmetatbestand eher nicht in Betracht.

Wer muss über das Widerrufsrecht belehren?

Die Pflicht zur Belehrung über ein gesetzliches Widerrufsrecht trifft den Unternehmer, der mit dem Verbraucher den Vertrag über die Zeichnung des tokenisierten Anlageprodukts abgeschlossen hat, sofern ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht. Das kann zunächst der Emittent des Token sein, soweit er dem Anleger das Anlageprodukt über das Internet verkauft hat. Denkbar ist es aber auch, dass der Verkauf von Security Token über einen professionellen Zwischenerwerber erfolgt, etwa eine Emissionsbank. In solchen Fällen kommt der Vertrag über den Erwerb der Security Token mit dem Zwischenerwerber zustande, der insoweit als Anbieter agiert. Die Pflicht zur Belehrung trifft dann den Anbieter. Sofern es am Vorliegen eines gesetzlichen Widerrufsrechts fehlt, etwa weil der Anleger kein Verbraucher ist, sollte eine Belehrung aber unterbleiben, denn eine unnötige Widerrufsbelehrung kann je nach den Umständen des Einzelfalls als die freiwillige Einräumung eines vertraglichen Widerrufsrechts gewertet werden.

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Federal Reserve hat noch keine Entscheidung zum digitalen Dollar getroffen

Die amerikanische Zentralbank prüft weiter die Einführung einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC), denn noch ist sie in dieser Hinsicht zu keiner finalen Entscheidung gelangt.

Dies bestätigte Zentralbankchef Jerome Powell in dieser Woche im Rahmen einer Pressekonferenz. Demnach prüft die „Federal Reserve“ aktuell, welche Vor- und Nachteile eine digitaler Dollar haben könnte. Die Ergebnisse dieses Prüfungsprozesses sollen anschließend in einer Studie vorgestellt werden.

„Wir arbeiten proaktiv an der Herausgabe einer CBDC und an einer möglichen Form“, wie Powell eine dahingehend Frage beantwortete. Weiter führte er aus:

„Wir sehen es als unsere Pflicht an, sowohl die gesellschaftlichen als auch die technischen Implikationen genau zu ergründen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Die letztendliche Frage bei einer Zentralbank-Digitalwährung und anderen digitalen Innovationen ist immer, ob die tatsächlichen Vorteile die Kosten und Risiken überwiegen.“

Obwohl inzwischen schon mehrere Länder beim Thema Digitalwährung deutlich weiter voraus sind, verspürt der amerikanische Zentralbankchef keinen Zeitdruck.

Vielmehr würde der Fokus der „Fed“ nicht auf einer schnellen Herausgabe, sondern auf einer richtigen Herausgabe liegt. Zudem sieht Powell die USA längst nicht so weiter hinterher, wie es den Anschein hat.

Zentralbank-Digitalwährungen sind für die Regierungen und Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt inzwischen auch ein beliebtes Stilmittel, um Kryptowährungen den Kampf anzusagen.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, unterstützt die Großbank HSBC deshalb zum Beispiel explizit die Einführung von CBDCs gegenüber Kryptowährungen und Stablecoins.

Die amerikanische Senatorin Elizabeth Warren bezeichnet die Zentralbank-Digitalwährungen im Vergleich mit Kryptowährungen gar als „legitimes öffentliches Digitalgeld“. Die Politikerin gilt als ausgewiesene Gegnerin von Bitcoin & Co.

Im September hatte James Mackintosh, ein Kolumnist vom Wall Street Journal, allerdings gewarnt, dass digitales Zentralbankgeld für „starke Negativzinsen“ sorgen könnte.

Auch Fed-Gouverneur Chris Waller sieht die Einführung von CBDCs kritisch, denn diese wären „die Lösung für ein Problem, das erst noch gefunden werden muss“.

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FUD aus China: Krypto erholte sich über 12 Mal seit 2009

Der Bitcoin-Kurs ist heute um 5 Prozent gefallen, nachdem die (eher wochenalte) „Eilmeldung“ öffentlich wurde, dass die chinesische Zentralbank Kryptowährungstransaktionen verboten hat.

Sehen wir uns mal die letzten zwölf Jahre an, in denen es FUD aus China gab, und suchen ein Muster.

Erstes Verbot „virtueller Währungen“ von China im Jahr 2009

1: Chinesische Regulierungsbehörden waren noch nie wirklich Krypto-Fans. Als die Blockchain-basierten digitalen Währungen noch in ihren Kinderschuhen steckten, also im Jahr 2009, hat das chinesische Kultusministerium und das Handelsministerium die Nutzung von „virtuellen Währungen“ zum Handel gegen Waren aus der echten Welt verboten. Obwohl Bitcoin (BTC) nicht konkret genannt wurde, setzte dieser Schritt einen Präzedenzfall, auf den ein Jahrzehnt von Anti-Krypto-Regulierungen folgte.

Erstes spezifisches Bitcoin-Verbot im Jahr 2013

2: Im Jahr 2013 hat die chinesische Zentralbank Finanzinstituten verboten, BTC-Transaktionen zu tätigen, und nannte Krypto eine Währung ohne „wirkliche Bedeutung“. Infolge dieser Nachricht fiel der BTC-Kurs auf unter 1.000 US-Dollar. Das war zu einer Zeit, als BTC China (BTCC) die größte Kryptobörse nach Volumen war.

Innerhalb von wenigen Wochen erholte sich der Vermögenswert.

Vorgetäuschte Verbote im Jahr 2014

Das Jahr 2014 brachte uns bei, dass vorgetäuschte Berichte der chinesischen Zentralbank manchmal genauso effektiv sein können, wie echte.

3: Im März wurde ein Fake-News-Artikel auf der Webseite Sina Weibo veröffentlicht, in dem behauptet wurde, dass die chinesische Zentralbank plane, alle Bitcoin-Transaktionen im Land unterbinden zu wollen. Dieser Bericht stellte sich als falsch heraus, dennoch ist der Bitcoin-Kurs gefallen.

4: Etwa zur selben Zeit erklärte die Kryptobörse FXBTC aus China, sie würde ihren Betrieb einstellen, weil Regulierungsbehörden drohten, Börsen zu verbieten. Die Kombination aus diesen beiden Vorfällen hat wohl zum Bitcoin-Einbruch von 709 US-Dollar auf 346 US-Dollar geführt.

Obwohl dieser Einbruch sehr heftig war, hat sich der Kurs in kurzer Zeit erholt und lag bis Ende Mai wieder über 600 US-Dollar.

Hackerangriff auf chinesische Börse sorgt 2016 für Kurseinbruch

5: Die Hongkonger Kryptobörse Bitfinex wird zwar nicht direkt von China kontrolliert, fiel aber im August 2016 einem der größten Hackerangriffe überhaupt zum Opfer. Die Angreifer haben etwa 119.756 BTC gestohlen, die derzeit über 5 Milliarden US-Dollar wert sind. Ein Teil dieses Geldes wird bis heute noch verfolgt. Damals hat die Nachricht über diesen Hackerangriff große Wellen geschlagen und soll für einen Bitcoin-Einbruch um über 10 Prozent in zwei Tagen gesorgt haben.

Bis September hat sich der Kurs allerdings wieder auf Niveaus erholt, wie vor dem Hackerangriff.

China hebt im Jahr 2017 Krypto-Verbote in einem Monat zweimal auf

6 & 7: Im September hat die chinesische Regierung Börsen offiziell verboten, Nutzer im Land zu bedienen. Die Zentralbank kündigte an, dass Bürger sich auch nicht an Initial Coin Offerings beteiligen dürfen.

Bitcoin brauchte drei Monate, um von 4.000 US-Dollar auf das damalige Allzeithoch von etwa 20.000 US-Dollar zu steigen

8 & 9: Die Kryptowährung war auf dem Weg, einen der größten Bullenläufe überhaupt zu starten, als BTCC erklärte, sie würde ihren Betrieb einstellen. Grund dafür sei ein „Verbot“ der Regierung (obwohl sie jetzt immer noch in Betrieb ist) gewesen. Der Vizegouverneur der chinesischen Zentralbank behauptete, die „Leiche von Bitcoin“ würde eines Tages im Fluss treiben.

Krypto war zu dieser Zeit bereits wieder in einer Erholung und hat nur kleinere Rückgänge verzeichnet.

Medienberichte führen zu kurzer Krypto-Krise im Jahr 2018

10: Im Januar 2018 gingen Berichte um, dass einige Leute aus China einen großen Kurseinbruch bei den Kryptowährungen verursacht haben sollen.

11: Viele Leute argumentierten, dass dieser Rückgang auf chinesische Medienberichte zurückzuführen sei, in denen behauptet wurde, dass das Land gegen Krypto-Mining hart durchgreifen wolle. Mitte Februar ist der Bitcoin-Kurs um über 65 Prozent auf 6.852 US-Dollar gefallen.

Diese Flaute hielt aber nicht lange an. Der Kurs lag gegen Ende des Monats wieder bei über 11.000 US-Dollar.

FUD im Jahr 2019

12: Der Bitcoin-Kurs ist im April 2019 leicht eingebrochen, als es in einem Vorschlag der chinesischen Kommission für nationale Entwicklung und Reform (wieder mal) hieß, dass die Regierungsorganisation ein Mining-Verbot im Land plane.

13: Die chinesische Zentralbank hat daraufhin angekündigt, dass der Krypto-Handel „umgehend beseitigt“ werde.

Trotz eines kurzen Rückgangs, gab es bald schon neue Allzeithochs.

China steckt hinter „Krypto-Blutbad“ im Jahr 2020

14: Das „Krypto-Blutbad“ im März 2020, als die Kurse fast aller großen Token zu Beginn der Corona-Pandemie heftig einbrachen, soll überwiegend auf chinesische Miner zurückzuführen sein, die ihre Bestände liquidierten.

In diesem Zusammenhang: Bitcoin-Kurs fällt auf 32.500 US-Dollar wegen FUD aus China

15: Die Hongkonger Regierung kündigte im November 2020 an, den privaten Kryptohandel verbieten zu wollen. Damit wollte die Regierung hart gegen Geldwäsche vorgehen.

Das erste Corona-Jahr beendete Bitcoin mit einem Ausbruch über die Marke von 20.000 US-Dollar. Das war das erste Mal seit drei Jahren, dass er das tat. Dabei erreichte er ein neues Allzeithoch von über 30.000 US-Dollar noch bevor das Jahr 2020 endete.

FUD hält bis heute an

16: Der nationale Verband für Internetfinanzen von China, der chinesische Bankenverband und der chinesische Verband für Zahlungen und Clearing haben im Mai 2021 eine Erklärung veröffentlicht, in der sie gegen Investitionen in Kryptowährungen warnen, da eine solche potentielle Risiken berge.

17: Im Monat darauf ordnete die chinesische Zentralbank anderen Banken und mobilen Zahlungsdienstleistern im Land an, Kunden, die mit Krypto-Transaktionen zu tun haben, keine Bankdienstleistungen anzubieten.

18:Im Juni hat die Regierung ein Mining-Verbot ausgesprochen, der zu einer Massenabwanderung von Minern aus dem Land führte.

19: Damit landen wir beim heutigen Tag, an dem die chinesische Zentralbank erklärte, dass alle Kryptowährungstransaktionen in China nun illegal sind.

Insgesamt hat China nun 19 mal versucht, Krypto mit FUD zu töten, und ist jedes Mal gescheitert.

Mit der heutigen Nachricht der chinesischen Zentralbank gibt es nun insgesamt elf Nachrichten, die direkt von chinesischen und Hongkonger Regulierungsbehörden kommen, in denen ein Verbot von Krypto, Börsen oder Mining in Kraft gesetzt oder mit einem solchen gedroht wird. Zudem gab es bisher acht große Vorfälle von Fake-News und anderen Medienberichten, die den Kryptomarkt beeinflusst haben. Daneben gab es eine Hand voll anderer Vorfälle, wie etwa Hackerangriffe und Entscheidungen von Kryptounternehmen in dem Land, die zu Rückgängen geführt haben. Insgesamt hat China seit 2009 über 19 mal Krypto-Verbote ausgesprochen oder auf andere Weise für FUD auf dem Kryptomarkt gesorgt.

Aus Daten von Cointelegraph Markets Pro geht hervor, dass der Bitcoin-Kurs in den letzten 24 Stunden um über 5 Prozent gefallen ist. Aber derzeit erholt er sich wieder und liegt etwa bei 42.600 US-Dollar.

Jeffrey Albus hat bei diesem Artikel recherchiert und zu diesem beigetragen.

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Folgt Indien bald El Salvador? Finanzministerium gibt Hoffnung | BTC.ECHO

Nach der zweiten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen mit 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet und ist somit zum Unicorn aufgestiegen.

In der letzten Finanzierungsrunde der Serie B konnte das Blockchain-Knoteninfrastruktur-Unternehmen Blockdaemon weitere 155 Millionen US-Doller einsammeln. Das Unternehmen um Gründer und CEO Konstantin Richter wird somit zum Unicorn. Die von SoftBank Vision Fund 2 angeführte Runde möchte das Unternehmen dafür nutzen, die internationale Expansion zu ermöglichen und den Technologie-Stack auszubauen. Auch sollen neue Talente für das Unternehmen gewonnen werden.

Einem Pressebericht zufolge besteht die nächste Phase vor allem in der technischen Weiterentwicklung des Ökosystems:

Die nächste Strategiephase wird darin bestehen, den Zugriff auf Protokolle über APIs zu überbrücken, die Finanzberichterstattungsfunktionen für Institutionen zu erweitern und ihre Infrastrukturkapazitäten zu vertiefen, um die Integration für die nächste Phase des Blockchain-Ökosystems zu erleichtern.

Weitere Investitionen

Damit setzt das Unternehmen seine erfolgreiche Vergrößerung fort. Bereits in der Serie-A-Finanzierungsrunde im Juni 2021 konnte Blockdaemon 28 Millionen US-Dollar einsammeln. Insgesamt beläuft sich die Gesamtsumme an fremd investiertem Kapital nun auf 190 Millionen US-Dollar. Dabei gehörten in der Series B auch zuvor Investierte wie Boldstart Ventures, Goldman Sachs, Greenspring Associates, CoinFund, Kenetic, Kraken Ventures, Borderless Capital, und Lerer Hippeau auch dieses Mal wieder zu den Geldgebenden.

Darüber hinaus erhielt das Unternehmen in der jetzigen Runde eine Bewertung von 1,25 Milliarden US-Dollar. Somit ist Blockdaemon nun nicht nur ein Unicorn, sondern zugleich auch das weltweit größte Blockchain-Infrastrukturunternehmen für die Knotenverwaltung und Staking.

Blockdaemon gibt Gas

Das Unternehmen unterstützt bislang weltweit mehr als 40 Blockchain-Netzwerke. Dabei ist das Kerngeschäft das Bereitstellen und Betreiben der Blockchain-Knoteninfrastruktur. Diese soll auf institutionellem Niveau das Einsetzen, Skalieren und Bereitstellen von Knoten mit Sicherheit und Überwachung ermöglichen. Nutzer des Angebots sind Unternehmen von Börsen über Finanzinstituten bis hin zu Entwicklern. Indessen kommuniziert Blockdaemon vor allem, dass sie kommerzielle Akteure miteinander verbinden und innovative Tools zur Entwicklung eigener Blockchain-Lösungen zur Verfügung stellen möchten.

Im Vergleich zum vorangegangen Jahr konnte das Unternehmen die Anzahl seiner Mitarbeitenden, seinen Umsatz und die Bewertung erheblich erhöhen. Darüber hinaus wurden mehrere neue ETH-Validatoren eingeführt, neue Cloud-Regionen und Rechenzentren aufgebaut und mittels Diversifizierung und Absicherung in Vermögenswerte das Risiko für die Kund:innen reduziert. Außerdem führte Blockdaemon für diese auch eine Versicherungsgarantie ein.

Das in New York ansässige Unternehmen habe sein Wachstum in den letzten 90 Tagen erheblich beschleunig, heißt es. So sei die Anzahl der verwalteten Knoten von 8.000 auf 18.000 erhöht worden.

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Stratege prognostiziert: Genehmigung für Bitcoin-ETF in USA kommt nächsten Monat

Der Handelswarenstratege bei Bloomberg Intelligence Mike McGlone glaubt, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die US-Wertpapieraufsicht SEC den ersten Börsen gehandelten Bitcoin-Fonds genehmigt.

In einem Interview mit der Moderatorin der Sendung Stansberry Investor Daniela Cambone am 21 September, behauptete McGlone, dass Kanada seinen Vorsprung gegenüber den vereinigten Staaten weiter ausgebaut hat, nachdem das Land im April Bitcoin-ETFs von 3iQ und Coinshares genehmigt hat.

Er betonte, dass das Kapital von den USA in die institutionellen Krypto-Produkte in Kanada fließen würde. Dabei nannte er konkret auch Ark Invest. Er glaubt jedoch, dass die Gesetzgeber in Vereinigten Staaten sich dieses Geld nicht länger entgehen lassen wollen.

Als er gefragt wurde, wann denn etwa ein Bitcoin-ETF in den USA grünes Licht bekommen könnte, sagte McGlone, könnte „möglicherweise Ende Oktober“ schon soweit sein. Er behauptete, es sei wahrscheinlich, dass es zuerst ein Futures-Produkt sein werde. Er glaubt, das würde ein „Legitimierungsfenster für einen starken Geldzufluss“ eröffnen.

McGlone bekräftigte auch erneut, es sei gut möglich, dass der Bitcoin-Kurs dieses Jahr noch auf 100.000 US-Dollar steigt. In einem Bericht von Bloomberg Intelligence wurde das ebenfalls prognostiziert und es hieß auch, dass die Genehmigung eines ETF dabei eine tragende Rolle spielen würde.

Der Krypto-YouTuber Lark Davis stimmte der Prognose von McGlone zu. Er erklärte, dass es in den Bullenmärkten in den letzten Quartalen jeweils große Kursrallyes gegeben hat.

In diesem Zusammenhang: USA hinkt hinterher: Kanadische Bitcoin-ETFs verwalten nun 1,3 Mrd. US-Dollar

Die SEC hat bisher noch keinem Krypto-ETF grünes Licht gegeben, obwohl es eine ganze Reihe von Anträgen gegeben hat. Und es kommen immer weitere herein.

Anfang des Monats hat die Finanzdienstleistungsfirma Fidelity Investments Lobbyarbeit bei der SEC betrieben, um ein ETP genehmigt zu bekommen. Dabei wurde argumentiert, dass der Bitcoin-Markt bereits unter den Standards der Regulierungsbehörde gereift sei.

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Präsident Erdoğan: „Wir befinden uns im Krieg mit Kryptowährungen“

Die türkische Bevölkerung gilt als Krypto-affin. Präsident Erdoğan teilt diese Affinität nicht und erklärt dem Space den Krieg.

Im Zuge eines Q&A-Events äußerte sich Präsident Recep Tayyip Erdoğan unter anderem zu den Themen Kernenergie, Social Media und auch zum Thema Krypto. Auf letzteres Thema scheint der türkische Präsident nicht ganz so gut zu sprechen zu sein, wie sich im Laufe des Frage-Antwort-Panels herausstellte.

Der türkische Präsident sagte gegenüber den Anwesenden, dass die Türkei “kein Problem habe, sich für digitale Vermögenswerte zu öffnen”. Weiter wolle die Türkei ihre eigene Währung verbreiten – ein Hinweis auf den digitalen Lira. So berichtete auch die Nachrichtenseite Daily Sabah kürzlich, dass die türkische Zentralbank eine eigene Plattform für digitale Währungen aufgesetzt habe.

Gegen Kryptowährungen im Ganzen äußerte sich der türkische Präsident jedoch weiterhin sehr kritisch:

Wir haben einen separaten Krieg und einen eigenen Kampf [gegen Kryptowährungen]. Wir würden niemals Kryptowährungen unterstützen. Denn wir werden unsere eigene Währung mit eigener Identität weiterführen.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan

Was genau der türkische Präsident an Kryptowährungen auszusetzen hat, ließ er vorerst offen. Neu ist die Ablehnung jedoch nicht. Denn bereits im April dieses Jahres berichtete auch BTC-ECHO über den harten Kurs der türkischen Zentralbank gegen den Krypto-Space – die Notenbank hatte mit einer Verordnung alle Krypto-Zahlungen verboten. Damit fährt die Türkei einen ähnlichen Regulierungs-Weg wie etwa Russland. Denn türkische Staatsbürgerinnen und -Bürger dürfen zwar Bitcoin und Co. halten, doch für Zahlungen von Dienstleistungen darf man Kryptowährungen in dem Land nicht verwenden.

Krypto-Affinität der türkischen Bevölkerung

Konträr zur Krypto-kritischen Haltung der Notenbank und des türkischen Präsidenten gehören die türkischen Staatsbürger:innen derweil zu den Krypto-affinsten Menschen der Welt. Wie die Ergebnisse einer Umfrage aus dem Jahr 2018 zeigen, hielten bereits damals ungefähr 18 Prozent der Türken Kryptowährungen. Dabei lockt gerade diese Krypto-Affinität der Bevölkerung viele Betrüger auf den Plan. So berichtete BTC-ECHO jüngst über einen Dogecoin-Mining-Scam. Bei diesem Betrug entstand bei den – hauptsächlich türkischen – Anlegern ein Schaden in Höhe von 120 Millionen US-Dollar.

Jüngste Betrugsfälle

Auch Binali Yildirim, stellvertretender Vorsitzender der AKP, äußerte sich bei dem Event in Mersin:

Leider öffnet der Handel mit Kryptowährungen auch die Tür für Betrugsfälle. Es ist also ein Thema, das einer ernsthaften Überwachung bedarf. Es gibt eine Art imaginären zukünftigen Verkauf. Und dann haben wir einige schlechte Beispiele dafür gesehen, wo es Opfer solcher Betrugsfälle gab. Aber in der Zukunft kann es natürlich als Staat, als Regierung notwendig sein, einige Vorkehrungen zu treffen, um solche Betrugsfälle und Fehler zu verhindern. Die Arbeit an solchen Vorkehrungen wurde bereits begonnen.

Binali Yildirim, stellvertretender Vorsitzender der AKP

Und Binali Yildirim dürfte mit seiner Aussage einen wunden Punkt treffen. Denn in der jüngsten Krypto-Historie der Türkei gab es mehrere Betrugsfälle. Solche Betrugsfälle tragen sicher zu dem skeptischen und defensiven Kurs der Notenbank gegenüber Kryptowährungen bei. Erdogans jüngste Äußerung dürfte derweilen keine freundlichere Einstellung der Regierung gegenüber Kryptowährungen nach sich ziehen. Im Gegenteil: Eine härtere Regulierung des Marktes könnte folgen, um den “Krieg gegen Kryptowährungen” nicht zu verlieren.

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Türkischer Präsident Erdoğan: „Wir führen einen Krieg“ mit Krypto

Die Türkei will ein Blockchain-Zentrum werden, da das Land sowohl in Europa als auch in Asien liegt. Doch für Kryptowährungen hat das Land nichts übrig, wie der türkische Präsident Recep Tayyib Erdoğan kürzlich erneut bekräftigte.

Erdoğan veranstaltete eine Fragerunde in der türkischen Stadt Mersin, an der Jugendliche aus dem ganzen Land teilnehmen konnten. Einer der Teilnehmer sprach die digitale Kollaborationsplattform für die türkische Lira an, die letzte Woche angekündigt wurde. Er fragte, ob die Zentralbank Kryptowährungen begrüßen würde. Er fragte Erdoğan auch, was er von Krypto halte.

„Wir wollen Kryptowährungen absolut nicht begrüßen“, wie der Präsident antwortete. Er fügte hinzu:

„Ganz im Gegenteil, wir führen einen Krieg, einen Kampf gegen sie. Wir würden Kryptowährungen niemals unterstützen. Denn wir werden mit unserer eigenen Währung Fortschritte machen, ihre eigene Identität hat.“

Die ehemalige türkische Premierminister Binali Yıldırım ergänzte dazu, dass Kryptowährungen aufgrund ihres potentiellen Risikos eine strenge Aufsicht bräuchten. „Es ist wie der Verkauf eines fiktiven Termingeschäfts“, wie er erklärte.

In diesem Zusammenhang: Türkische Zentralbank: Zusammenarbeitet mit lokalen Tech-Firmen an Forschung und Entwicklung einer digitalen Währung

Türkei hat im Jahr 2019 erstmals Pläne angekündigt, an einer nationalen Blockchain-Infrastruktur arbeiten zu wollen. Seitdem haben sich die Regierung und die lokalen Behörden positiv über Blockchain geäußert. Die Regierung kündigte für Ende 2021 auch Tests für eine digitale Zentralbankwährung an.

Die türkische Zentralbank hat einen großen Schritt in Richtung einer digitalen Zentralbankwährung gemacht und die digitale Kollaborationsplattform für die türkische Lira eingerichtet, an der auch drei lokale Technologieunternehmen beteiligt sind.

Doch diese jüngsten Kommentare von Präsident Erdoğan über Kryptowährungen könnten das Ende der Krypto-Freundlichkeit der Türkei einläuten. Dort haben sich mehrere globale Kryptobörsen, wie etwa Binance und Huobi, Büros eingerichtet.

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Insiderhandel bei Binance? Behörde mit schweren Vorwürfen | BTC-ECHO

Der Krypto-Markt startet mit einer Korrektur in die neue Woche. Gleichzeitig werden neue Vorwürfe gegen Binance laut.

Zum Wochenstart schaltet der Krypto-Markt in den Korrekturmodus. Bis auf wenige Ausnahmen müssen fast alle Coins Verluste im teils zweistelligen Prozentbereich hinnehmen. So liegt die Verlustspanne unter den zehn nach Marktkapitalisierung wertvollsten Kryptowährungen zwischen vier und elf Prozent. Dabei schneidet Solana am schlechtesten ab. Noch vor einer Woche feierte der Ethereum-Konkurrent ein neues Allzeithoch bei etwa 214 US-Dollar. Seitdem tendierte der SOL-Kurs jedoch nur noch in südliche Richtung. Zu Redaktionsschluss handelt Solana mit einem Minus von 13,87 Prozent bei 144,59 US-Dollar.

Der Solana-Kurs in der Wochenansicht

Dazu gesellen sich neue Meldungen um Binance. Wie Bloomberg von anonymen Quellen erfahren haben will, sollen mehrere amerikanische Behörden, darunter auch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Untersuchungen gegen die weltweit größte Krypto-Börse eingeleitet haben. Die Vorwürfe lauten auf Insiderhandel und Marktmanipulation. Die Behörden untersuchen dabei, inwiefern Binance oder einzelne Mitarbeiter durch das Ausnutzen von Kundenaufträgen Vorteile für sich oder das Unternehmen erzielt haben könnten. Dazu habe die CFTC jüngst nach Zeugen gesucht und eine Befragung eingeleitet. Zu einer Stellungnahme war die Behörde allerdings nicht bereit.

Binance weist die Vorwürfe zurück. In einem Statement gegenüber Bloomberg betonte ein Unternehmenssprecher die “Null-Toleranz-Politik” gegenüber Insiderhandel und verwies gleichzeitig auf einen “sehr strengen ethischen Kodex”, den Binance gegenüber seinen Kunden und der Krypto-Industrie habe. Die Handelsplattform habe in der Hinsicht bereits seit längerem strenge Richtlinien eingeführt, die bei Verstößen auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen würden.

Parallel dazu laufen weitere Untersuchungen gegen Binance in den USA. Sowohl der Internal Revenue Service (IRS) als auch das US-amerikanische Justizministerium prüfen derzeit mögliche Geldwäscheaktivitäten auf der Krypto-Börse.

Binance bereits länger unter regulatorischem Druck

Für Binance kommt die Ausweitung der Untersuchung zu einem Zeitpunkt, an dem die Börse ohnehin unter massiver Beobachtung internationaler Aufsichtsbehörden steht. Zur Erinnerung: Ende Juni warnten mehrere Behörden die Bürger vor dem Derivatehandel auf Binance. Die Plattform habe keinerlei Genehmigung für solche Aktivitäten, hieß es damals. In der Folge beendeten mehrere Zahlungspartner ihre Kooperation mit dem Krypto-Marktplatz.

Binance selbst hat seitdem einiges unternommen, um die regulatorischen Bedenken auszuräumen. So führte man Ende August einen umfangreichen KYC-Prozess ein, den jeder Nutzer durchlaufen muss. Zudem senkte man das Auszahlungslimit für nicht-verifizierte Nutzer von 2 auf 0,6 BTC. Maßnahmen, die zumindest die britischen Behörden einigermaßen beschwichtigen konnten, wenngleich eine Wiederaufnahme der Handelsaktivitäten ausblieb.

Einer der Hauptgründe für die anhaltende Skepsis gegenüber Binance dürfte sicher auch dem Umstand geschuldet sein, dass die Krypto-Börse nach wie vor keinen eindeutigen Hauptsitz hat. So gelten etwa Malta, die Cayman Islands aber auch die Seychellen als mögliche Unternehmensstandorte, verifiziert sind diese Informationen jedoch bis heute nicht. Das will man nun wohl ändern. Wie CEO Changpeng Zhao (alias “CZ”) in einem Interview mit der South China Morning Post erklärte, wolle man “zentralisierter” werden, um besser mit Regulatoren zusammenarbeiten zu können. Als einen ersten Schritt strebe man deshalb die Errichtung einer Hauptdirektion an. Wann und vor allem wo dieser neue Standort entstehen soll, ließ CZ jedoch offen.

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