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Bhutan: Gemeinsame nachhaltige CBDC-Testphase mit Ripple

Bhutan fördert finanzielle Eingliederung und Nachhaltigkeit mit der CBDC-Lösung von Ripple zugunsten des “Bruttonationalglücks.” Wenn das so weitergeht, läuft Asien in Sachen digitaler Zentralbankwährung Europa den Rang ab.

Die königliche Währungsbehörde von Bhutan (Royal Monetary Authority, kurz: RMA) geht eine Partnerschaft mit Ripple ein. Das gemeinsame Ziel ist es, eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) in dem buddhistischen Königreich zu testen. In einer Ankündigung vom Mittwoch teilte Ripple Labs das Vorhaben mit. Die Zentralbank von Bhutan möchte demnach die Vorteile des privaten Ledgers nutzen, um digitale Ngultrum auszugeben und zu verwalten. 

Der Grund für diesen Schritt ist der Wunsch des Landes, den digitalen und grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu verbessern. Zudem möchte man die Bemühungen um finanzielle Inklusion vorantreiben. Zeitgleich will das Königreich das Engagement für Nachhaltigkeit als einziges kohlenstoffnegatives Land der Welt ausbauen.  

Die RMA ist davon überzeugt, dass einfachere, schnellere und erschwinglichere Zahlungen sowohl im Inland als auch international dazu beitragen werden, ihr Ziel zu erreichen, die finanzielle Inklusion bis 2023 um 85 Prozent zu erhöhen. Die Leistungsfähigkeit der Technologie, die dem XRP-Ledger zugrunde liegt, kombiniert mit der Erfahrung von Ripple im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und der Tokenisierung, soll dazu ihren Beitrag leisten. 

Das Bruttoinlandsprodukt Bhutans mit seinen rund 800.000 Einwohnern belief sich im Jahr 2020 auf 2,5 Milliarden Dollar. Die Tendenz der letzten Jahre ging dabei deutlich nach oben, wenngleich man im vergangenen Jahr eine leichte Rückwärtsbewegung verzeichnete. Obwohl vielen Nachrichten von einem “Bruttonationalglück” als Alternative zu traditionellen Finanzmitteln sprechen, haben Tausende bhutanischer Bürger keinen Zugang zu einem Sparkonto oder einer Kreditkarte. 

Bhutan definiert mit “Bruttonationalglück” eigenen Parameter

Bhutans Premierminister Tshering Tobgay versteht es als Mission seines Landes, das Glück über das Wirtschaftswachstum zu stellen und einen weltweiten Standard für die Erhaltung der Umwelt zu setzen. Tief im Himalaya an der Grenze zwischen China und Indien gelegen, hat sich das Königreich Bhutan für alle Zeiten auch verfassungsrechtlich dazu verpflichtet, klimaneutral zu bleiben. Daher war neben der Technologie für Bhutan auch das Engagement von Ripple für Nachhaltigkeit wichtig. Die CBDC-Lösung ist ebenfalls kohlenstoffneutral, da sie auf dem öffentlichen XRP-Ledger basiert und damit als 120.000-mal energieeffizienter gilt als Proof-of-Work-Blockchains. 

Das Vorhaben kommt mehr als sechs Monate nachdem Ripple angekündigt hatte, eine private Version des XRP-Ledgers zu testen, um Zentralbanken eine Lösung für die Einführung eines CBDC zu bieten. Bhutan ist jetzt eines der ersten Länder, das diesen Service in Anspruch nimmt. Mit Indien und natürlich China sind weitere asiatische Länder in puncto digitaler Zentralbankwährung vorne mit dabei. Die Europäische Zentralbank wird am 1. Oktober eine Versuchsphase starten. Und auch die USA mischen im Rennen um die Erforschung und Einführung einer nationalen CBDC mit.

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Smartphone-Bank Nuri macht Ripple-Expertin zum Technikvorstand

Die Berliner Neobank Nuri hat eine IT-Expertin des Krypto-Unternehmens Ripple als Technikvorstand (CTO) verpflichtet, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Blockchain-Expertin aus dem Silicon Valley

Vidya Mani werde “die Tech-Strategie des Unternehmens sowie die Weiterentwicklung einer agilen und innovativen Arbeitsumgebung vorantreiben”, schreibt Nuri. Der Fokus werde dabei “auf der Skalierung einer leistungsstarken technischen Organisation unter Beibehaltung eines hohen Niveaus an Effizienz und Produktqualität liegen”, so das Startup weiter. 

Nuri dürfte vielen noch unter dem Namen Bitwala bekannt sein. Nach einer Umbenennung will das Startup für Blockchain-Banking die neue Marke etablieren.

Die neue CTO Vidya Mani verfügt laut Nuri über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Technologiebranche und war zuletzt als Vice President Engineering bei Ripple tätig. Vor Ripple war Mani als Director of Engineering, Payments and Data bei der Paypal-Tochter Braintree für Entwicklung und Wachstum der internationalen Zahlungsverkehr- und Datenplattformen verantwortlich. 

Vidya Mani solle Nuri für die nächsten Wachstumsphasen fit machen und mithelfen, eine moderne Führungskultur zu etablieren.

Deutscher Pionier für Krypto-Banking

Nuri bietet in Deutschland bereits seit 2018 ein Online-Girokonto mit eingebauter Handelsfunktion für Kryptowährungen an, seit August 2019 über eine eigene Smartphone-App. Nuri setzt zur Verwahrung der Krypto-Bestände seiner Kunden auf die Solarisbank-Tochter Solaris Digital Assets, welche über die dafür nötige Bafin-Lizenz für Kryptoverwahrgeschäfte verfügt.

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Rückschlag für Ripple: Slack-Nachrichen werden übergeben

Binance-CEO Changpeng Zhao stellt einen Börsengang binnen drei Jahren in Aussicht.

Der CEO der Krypto-Börse Binance, Changpeng Zhao, hat an einem Interview mit der Nachrichtenseite The Information teilgenommen. In diesem äußerte er sich offen gegenüber einem etwaigen Börsengang der US-amerikanischen Unternehmenssparte. Geht es nach dem CEO der Krypto-Börse, könnte es bereits in den nächsten drei Jahren zu solch einem IPO kommen. So sagte Zhao gegenüber der Nachrichtenseite The Information:

Binance wird einfach das machen, was Coinbase gemacht hat.

Nach Angaben von coingecko.com hatte die Exchange, über die letzten 24 Stunden, ein Handelsvolumen von 29 Milliarden US-Dollar. Coinbase schaffte es mit 5,4 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei der größten Krypto-Börsen.

Regulatorischer Druck auf Binance in Singapur

Indessen hat die größte Krypto-Börse weltweit weiterhin mit großem regulatorischen Druck zu kämpfen. So gab zum Beispiel in Singapur die “Monetary Authority of Singapore” (MAS) am 2. September bekannt, Binance daran zu hindern, nicht lizenzierte Zahlungsdienste für Kunden aus Singapur anzubieten. Das geht aus einem Bericht von The Business Times hervor.

Da Binance keine Lizenz nach dem PS Act beantragt hat, hat die Zentralbank von Singapur Binance.com auf die Investor-Warn-Liste aufgenommen. Damit warnt die MAS Verbraucher davor, dass die Krypto-Börse in Singapur nicht reguliert oder lizenziert ist, um Zahlungsdienste anzubieten,

so die Monetary Authority of Singapore.

Indessen kontert Binance-Asia-Services (BAS), welche für den singapurischen Zweig verantwortlich ist, dass Binance.com nicht zu ihnen gehört. Denn BAS gibt an, die von der Zentralbank verlangte Lizenz beantragt zu haben.

Gegenüber The Business Times sagte der singapurische Zweig:

Binance Singapore ist eine von Binance.com separate juristische Person. Schließlich haben wir ein eigenes lokales Führungs- und Managementteam. Wir bieten keine Produkte oder Dienstleistungen über die Binance.com-Website oder andere verbundene Unternehmen an. Auch umgekehrt. Der Standort in Singapur konzentriert sich ausschließlich auf den Ausbau des Krypto-Ökosystems in Singapur (…).

In dem Fall kommt der größten Krypto-Börse zugute, dass es nicht ein großes Unternehmen, sondern in mehrere kleinere gegliedert ist. Denn der regulatorischer Druck nimmt weltweit immer weiter zu. So muss man nicht einen großen, sondern mehrere kleine Kämpfe führen. Davon abgesehen könnte die Krypto-Börse eine positive Nachricht gut vertragen.

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XRP-Prozess: Ripple muss 1 Mio. fehlende Slack-Nachrichten vorbringen

Die amerikanische Richterin Sarah Netburn hat angeordnet, dass der Krypto-Zahlungsdienstleister Ripple knapp 1 Million fehlende Nachrichten von der Kommunikationsplattform Slack einreichen muss, auf die die amerikanische Börsenaufsicht SEC Einsicht erhalten will.

Obwohl Ripple entgegenhält, dass dieser Schritt für das Unternehmen bis zu 1 Mio. US-Dollar kosten könnte, hält die Richterin an ihrer Entscheidung fest, da es sich dabei um interne Nachrichten handelt, die in dem Prozess von entscheidender Bedeutung sein könnten.

In dem Fall hatte die SEC Anklage gegen Ripple Labs und die beiden Geschäftsführer Christian Larsen und Brad Garlinghouse erhoben, weil diese mit dem Verkauf der firmeneigenen Kryptowährung XRP unrechtmäßig ein Wertpapier veräußert haben sollen.

Laut Law360 hatte die Börsenaufsicht bereits am 9. August Einsicht in die Slack-Nachrichten beantragt, da sie diese als „relevant für die Argumente und Verteidigungsstrategie der Beklagten, und völlig verhältnismäßig zum Fall“ erachtet. Neben den Nachrichten der Kommunikationsplattform sollen auch die E-Mails von 22 weiteren E-Mail-Diensten vorgebracht werden.

Vergangenen Monat hatte die SEC die Richterin bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die bisher eingereichten Slack-Nachrichten scheinbar unvollständig sind. Ripple bestritt dies zunächst, räumte dann jedoch ein, dass ein Fehler bei der Datenverarbeitung dazu geführt hätte, dass nur ein kleiner Teil eingegeben worden war und noch knapp 1 Mio. weitere Nachrichten fehlen.

Die SEC schlussfolgerte, dass das Fehlen der betreffenden Slack-Daten schon „sehr verdächtig“ sei, und daran abzusehen wäre, dass die restlichen Nachrichten höchst relevant sind:

„Diese Nachrichten beinhalten Diskussionen : 1.) Über die Pläne von Ripple, einen spekulativen Handel um XRP zu initiieren; 2.) Die Einflussnahme von Ripple auf die Kursentwicklung von XRP; 3.) Die Wichtigkeit von XRP für das Geschäftsmodell von Ripple; 4.) Den rechtlichen Status von XRP.“

Ripple gab dennoch zu bedenken, dass das Vorbringen der Nachrichten bis zu 1 Mio. US-Dollar kosten könnte, woraufhin die Richterin jedoch entschied, dass dies im Verhältnis zur Wichtigkeit des Falls steht.

„Jede finanzielle Bürde für Ripple wird dadurch aufgewogen, dass zuvor vereinbart war, dass alle Slack-Nachrichten vorzubringen sind, die finanzielle Mittel absolut vorhanden sind und die fehlende Menge beträchtlich ist“, so die Richterin Netburn in ihrem Urteil.

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Ripple vs. SEC: US-Börsenaufsicht nach E-Mail-Leak in Erklärungsnot

Der Rechtsstreit zwischen Ripple und der SEC zieht sich weiter hin. Nun taucht eine E-Mail der Behörde auf, die neue Fragen aufwirft.

Die US-Börsenaufsicht SEC wirft Ripple in einem noch immer andauernden Rechtsstreit vor, mit XRP nicht-registrierte Wertpapiere (Security Token) verkauft zu haben. Die jüngste Argumentation des beschuldigten Unternehmens lautet, dass die SEC jahrelang überhaupt keine Bewertung von XRP vorgenommen hat. Zudem hätten Mitarbeiter der Behörde höchstselbst in XRP investiert. Nach nun veröffentlichten Dokumenten wird es erneut eng für die Securities and Exchange Commission. Denn laut Medienberichten bezeugt eine E-Mail, dass die SEC intern nie Regeln gegen das Halten oder den Handel mit der Kryptowährung aufgestellt hat.

Unser Ethikbüro verfügt über die Liste ‘Verbotene Bestände’, die sich auf Wertpapiere bezieht, die unter 5 C.F.R. 4401.102(c)(1) fallen. BTC, ETH und XRP sind nie auf dieser Liste erschienen,

heißt es in der E-Mail.

Handelt die SEC in der Ripple-Causa im eigenen Interesse?

Die Enthüllung erfolgte im Zusammenhang mit der Frage, ob die SEC verpflichtet ist, interne Überlegungen über Krypto-Wertpapierklassifizierungen offenzulegen. Dazu zählen neben Bewertungen von XRP auch noch die von BTC und ETH. Die zuständige Richterin Netburn wird hierüber noch eine Überprüfung unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchführen. Dieser Sachverhalt ist von entscheidender Wichtigkeit, da weder BTC noch ETH von der SEC als Wertpapiere eingestuft wurden. Aber wenn es um Ripple geht, beharrt die Behörde genau darauf: dass XRP ein Wertpapier sein soll. Die SEC hat in ihren Regeln gegen das Halten von Wertpapieren XRP zudem nicht als ein solches bezeichnet.

Es hat aber den Anschein, als ob die Börsenaufsichtsbehörde ihre Zuständigkeit ohne Kontrolle durch den Kongress oder gerichtliche Auslegung ausgeweitet hat. Ein sehr altes Gesetz aus dem Jahre 1933 wurde auf neue Umstände ausgedehnt. In diesem Gesetz heißt es, dass die Zuständigkeit der SEC ausschließlich auf Aktien beschränkt ist. Eine Ausweitung muss einen Rechtsakt des Kongresses erfordern, was im Falle von Ripple jedoch nicht erfolgt ist. Es liegt auf der Hand, dass das gesamte System der Machtgleichgewichte zusammenbricht, wenn die SEC bei ihren Entscheidungen ihre eigenen Interessen vertreten und den Marktpreis zu ihrem handelbaren Vorteil beeinflussen kann. 

Die Kernfrage hinter dieser ganzen Enthüllungsgeschichte lautet nun, warum die SEC befugt sein soll, im Streit mit Ripple die Rolle der Durchsetzungsinstanz zu spielen, wenn sie von ihrer eigenen Entscheidung profitieren würde. Diese fehlende Trennung lässt erhebliche Zweifel daran aufkommen, ob die SEC überhaupt dazu geeignet ist, Kryptowährungen zu regulieren. 

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Ripple auf Angriffskurs: Besaß das SEC-Personal XRP?

Der Rechtsstreit zwischen Ripple und der SEC dauert an. War der XRP-Verkauf ein unerlaubtes Wertpapiergeschäft? Ripple will hier entschieden widersprechen. Nach einigen Teilerfolgen holt das Unternehmen erneut zum Schlag aus.

Ripple fordert Einsicht in XRP-Rücklagen von Mitarbeiter:innen der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC). Mit dem diesbezüglichen Antrag unterfüttert das Unternehmen dabei die eigene Verteidigungsstrategie im Prozess gegen die Behörde. Das Argument: 2013 konnte das Ripple-Team nicht berechtigterweise wissen, dass XRP als Wertpapier einzustufen sei.

Der Anwalt James K. Filan, der den Prozess auf Twitter beobachtet, machte den Antrag am 27. August publik. Die Ripple-Anwälte fordern darin “anonymisierte Dokumente, die die Entscheidungen der SEC zur Vorabgenehmigung des Handels mit XRP, Bitcoin und Ether widerspiegeln.” Darüber hinaus verlangen sie anonymisierte oder aggregierte Daten zum etwaigen XRP-Besitz bei SEC-Mitarbeiter:innen:

Die Angeklagten haben ein Recht darauf zu erfahren, ob die SEC ihren eigenen Mitarbeitern erlaubt hat, XRP als Marktteilnehmer zu verkaufen, zu kaufen und zu halten, und zwar genau in dem Zeitraum, in dem die SEC nun behauptet, dass die Angeklagten durch den Verkauf von XRP gegen das Gesetz verstoßen und rücksichtslos gehandelt haben.

SEC intern erst ab 2018 auf hartem Krypto-Kurs

Im Zuge des Antrags argumentiert Ripple, dass die SEC Krypto-Investments ihrer Mitarbeiter:innen erst zum 19. Januar 2018 unter Vorbehalt stellte, da Kryptowährungen potenziell Wertpapiere sind. Dies geht aus bislang gesichteten Unterlagen hervor. Daraus lässt sich schließen, dass die Börsenaufsicht Kryptowährungen wie XRP davor gerade nicht grundsätzlich als Wertpapiere ansah. Schließlich ist der Handel mit letzteren für SEC-Mitarbeitende schon lange untersagt.

Die SEC beschloss indessen auch 2018 kein pauschales, internes Krypto-Handelsverbot. Stattdessen sollte von Fall zu Fall entschieden werden. Gerade deswegen fordern die Ripple-Anwälte konkrete Unterlagen, die auf XRP Bezug nehmen.

Dem Antrag waren im Juli und August vier ergebnislose Treffen vorausgegangen. Das Gericht stimmte der Herausgabe der Unterlagen zu. Die SEC hat nun bis zum 3. September Zeit.

Ripple vs. SEC: Schlag auf Schlag

Die Forderung nach der Einsicht in die internen Entscheidungen zum XRP-Handel ist nur eine Station im Disput darüber, ob XRP ein Token ist oder ein Wertpapier. Dabei steht für Ripple in dem seit Dezember 2020 andauernden Verfahren einiges auf dem Spiel. Sollte das Gericht der Behauptung recht geben, wonach Ripple seit sieben Jahren unerlaubterweise ein Wertpapier vertreibt, droht eine Strafzahlung in Höhe von bis zu 1,3 Milliarden US-Dollar.

Momentan sieht es unterdessen so aus, als befände Ripple sich auf Siegeskurs. Im Juni verwehrte das Gericht der SEC Einsicht in Unterlagen aus einer Rechtsberatung der Angeklagten. Wenige Wochen später stimmte es hingegen einem Ripple-Antrag zu. Der ehemalige SEC-Beamte Wiliam Hinman darf demnach als Zeuge vorsprechen. Hinman behauptete noch 2018, dass Ethereum kein Wertpapier sei. Sein Statement spielt der Verteidigung somit in die Hände.

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Ripple zieht weiteren Partner an Land – XRP schießt nach oben

Ripple kann einen weiteren Partner für sich gewinnen. Mit GME Remittance tritt der größte nicht Bank-basierte Überweisungsdienstleister Südkoreas dem RippleNet bei. XRP reagiert positiv.

Abseits der Grabenkämpfe mit der Securities and Exchange Commission (SEC) kann Ripple einen weiteren Erfolg verbuchen. Mit der Global Money Express Co. Ltd (GME Remittance) konnte das Start-up aus San Francisco einen weiteren Partner für sein RippleNet gewinnen. Das teilte das Krypto-Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung mit. Die GME Remittance ist der größte nicht Bank-basierten Überweisungsdienstleister Südkoreas. Gemeinsam mit der Siam Commercial Bank – immerhin die größte Bank Thailands – möchte man einen Zahlungskorridor zwischen den beiden Ländern schaffen und so Transaktionen erleichtert und beschleunigen. Insgesamt sollen von der Partnerschaft 184.000 Thailänder profitieren.

Ermöglicht wurde die Kooperation durch SBI Ripple Asia, einem Joint Venture zwischen der japanischen SBI Holding und dem kalifornischen FinTech. Die Beweggründe für den Beitritt zum RippleNet erklärt der Direktor und COO der GME Remittance Subash Chandra Poudel:

Wir haben uns für Ripple als Partner entschieden, weil wir mit RippleNet innerhalb von ein bis zwei Wochen in neue Länder mit neuen Partnern expandieren können. Dies hat die Markteinführungszeit drastisch verkürzt und uns einen Vorteil gegenüber unseren Mitbewerbern verschafft. Seit dem Start unserer Partnerschaft profitiert unser Team von der Robustheit des RippleNet. Transaktionen können in jedem Schritt des Prozesses nachverfolgt werden. Das erleichtert es, Geld schnell und transparent über Grenzen hinweg zu versenden.

Subash Chandra Poudel

Ripple-Kurs rangiert wieder bei 1 US-Dollar

Seit dem Flash Crash Mitte Mai hatte es auch XRP tief in den Keller gezogen. Von 1,83 US-Dollar ging es zunächst auf 1,70 US-Dollar, bis bei knapp 0,51 US-Dollar der vorläufige Tiefpunkt der Talfahrt erreicht wurde. Der Aufwind des Krypto-Marktes erfasste jedoch auch den “Banken-Coin” und verhalf ihm seitdem, wieder in positivere Gefilde zurückzufinden.

Die Ankündigung der Partnerschaft versetzte die Ripple-Community in Bullenstimmung. So durchbrach XRP heute bereits mehrmals die 1-US-Dollar-Marke, handelte zwischenzeitlich sogar bei 1,09 US-Dollar. Damit legte die Kryptowährung über Nacht ein Kursplus von knapp 12 Prozent hin. Zu Redaktionsschluss rangiert XRP bei genau 1,00 US-Dollar.

Dabei überraschte Ripple Marktbeobachter in den vergangenen Monaten immer wieder mit neuen Kooperationen. Diese konzentrierten sich vor allem auf den asiatisch-pazifischen Raum. So verkündete das kalifornische FinTech erst Ende Juli einen neuen Zahlungskorridor zwischen Japan und den Philippinen. Und auch aus juristischer Sicht sieht es im andauernden Rechtsstreit mit der SEC bisher gar nicht schlecht aus für das Krypto-Start-up. So gab vor knapp einer Woche das zuständige New Yorker Gericht einem Antrag Ripples statt, der Dokumente von der Binance Holding Limited fordert. Diese beinhalten XRP-Transaktionen von CEO Brad Garlinghouse. Damit möchte er Beweise dafür liefern, dass diese Transaktionen außerhalb der Zuständigkeit der SEC stattgefunden hätten.

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„Unter diesen Bedingungen erreicht Bitcoin dieses Jahr die 200.000 USD“

Ein Analyst sieht Bitcoin bei 200.000 US-Dollar noch in diesem Jahr. Dafür müssen jedoch zwei Faktoren erfüllt werden.

Bitcoin bleibt weiter bullish. Über Nacht verbucht die Kryptoleitwährung zwar einen minimalen Kursverlust von 1,34 Prozent, auf Wochensicht ist der digitale Wertspeicher jedoch kaum zu bremsen. Knapp 15 Prozent liegt BTC über seinem Handelsniveau im Vergleich zum Stand vor sieben Tagen. Zu Redaktionsschluss handelt Bitcoin bei 45.121 US-Dollar. Zusätzlich sorgt die gute Performance im Altcoin-Sektor dafür, dass die gesamte Marktkapitalisierung des Krypto-Space kurz davorsteht, wieder den Bereich der 2 Billionen US-Dollar zurückzuerobern.

Der Bitcoin als Candle Chart in der Wochenansicht, Quelle: BTC-ECHO

Bitcoin: 200.000 US-Dollar noch in diesem Jahr?

Nach Monaten der Durststrecke haben die Bullen nun wieder das digitale Parkett betreten und treiben Bitcoin weiter vor sich her. Erst gestern stellte der digitale Wertspeicher bei 46.735 US-Dollar einen neuen Höchstwert seit dem Flash Crash Mitte Mai auf. Vor der Kurskorrektur prognostizierten viele einen Bitcoin-Kurs von 100.000 US-Dollar bis zum Ende des Jahres. Diese Prognose schien zwischenzeitlich in weite Ferne gerückt zu sein, doch dank der jüngsten Rallye schöpfen Analysten wieder Hoffnung, so auch Justin Bennet. Über seinen Twitter Account zeichnete der Krypto-Spezialist ein mögliches Szenario, bei dem Bitcoin gar die 200.000er Marke noch in diesem Jahr durchbrechen könnte.

Entscheidend dafür seien jedoch zwei Faktoren. Einerseits die 47.000er Marke, die der digitale Wertspeicher zuerst nachhaltig erobern müsse, bevor es zum eigentlichen Showdown kommen könne. Richtungsweisend sei dann auch der Bereich um die 65.000 US-Dollar, meint Bennet – also die Zone um das aktuelle Allzeithoch. Wenn Bitcoin es schaffe, diese Marke zu durchbrechen, setze dies laut dem Krypto-Analysten eine FOMO-Welle ungesehenen Ausmaßes in Gang, die den BTC-Kurs letztlich auf 200.000 US-Dollar treiben werde.

Bennet mahnt jedoch zur Vorsicht. Bitcoin habe noch eine Menge zu tun, um die alten Widerstände im und bis zum 60.000er Bereich zu brechen.

Auch BTC-ECHO Analyst Stefan Lübeck sieht in seiner Kursanalyse die 47.000er und 48.000er Marke als eminente Widerstände, um Bitcoin weiter gen Norden zu treiben. Kurzfristig, so seine Prognose, müsse der digitale Wertspeicher diese Bereiche durchbrechen, um sein Zwischenziel bei 50.000 US-Dollar zu erreichen.

Ripple im Aufwind

Unter den Top-10-Coins krönt sich derweilen Ripple zum Tagessieger. XRP legt über Nacht um knapp 12 Prozent zu und eroberte zwischenzeitlich sogar die 1-US-Dollar-Marke zurück. Zu Redaktionsschluss handelt die Kryptowährung bei 0,99 US-Dollar.

Der Rallye waren bullishe News aus Südkorea vorausgegangen. GME Remittance, einer der größten nicht Bank-basierten Überweisungsdienstleister des Landes, verkündete den Beitritt zum RippleNet. Damit wolle man Transaktionen zwischen Südkorea und Thailand beschleunigen und vereinfachen. Dazu arbeitet man auch mit der thailändischen Siam Commercial Bank (SCB) zusammen. Insgesamt sollen 184.000 Thailänder von der Partnerschaft profitieren.

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Teilerfolg für XRP-Herausgeber Ripple: Binance-Akteneinsicht angeordnet

Ripple erhält Einsicht in die Unterlagen von Binance im Verfahren gegen die SEC. Die Dokumente könnten entscheidende Beweise dafür liefern, dass CEO Brad Garlinghouse außerhalb der Zuständigkeit der SEC gehandelt hat.

Die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen dem Fintech-Unternehmen Ripple und der US-Regulierungsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) nahm diese Woche erneut eine dramatische Wendung. US-Magistratsrichterin Sarah Netburn gab dem Antrag von Ripple-CEO Brad Garlinghouse auf “internationale Offenlegung” von Binance-Aufzeichnungen statt. Zuvor hatte das Anwaltsteam, das Garlinghouse vertritt, von Binance Holdings Limited Dokumente angefordert, die “für den Fall relevant und auf anderem Wege nicht zu erhalten sind”.

Binance Holdings Limited ist eine auf den Kaimaninseln ansässige Tochtergesellschaft der großen Kryptowährungsbörse Binance. Der Antrag auf Offenlegung bei einer im Ausland ansässigen Firma ist ein durchaus kluger Schachzug des Ripple-CEOs Garlinghouse. Die Aufzeichnungen sollen von ihm durchgeführte XRP-Transaktionen belegen. Damit möchte er Beweise dafür liefern, dass diese Transaktionen außerhalb der Zuständigkeit der SEC stattgefunden haben.

Zur Erinnerung: Im Rahmen des Verfahrens gegen Ripple behauptet die SEC, das Unternehmen habe Token im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar verkauft und nicht ausreichend als Wertpapier gekennzeichnet. Außerdem stehen private XRP-Verkäufe durch Garlinghouse in Höhe von 357 Millionen Token zur Diskussion. Die nun erfolgte Einreichung zitiert US-Gesetze in Bezug auf das Außenministerium und sogar die Haager Konvention. Das Gericht wurde darin aufgefordert, ein Ersuchen an die Zentralbehörde der Kaimaninsel auszustellen, um Beweise von Binance zu erzwingen. Laut der Klageschrift gab Richterin Netburn diesem Antrag statt. 

Ripple konnte kürzlich einen ähnlichen Teilerfolg erringen

Die Anwälte von Ripple argumentieren, das von der SEC zurate gezogene Wertpapiergesetz gelte nur für inländische Verkäufe und Wertpapierangebote. Die XRP-Verkäufe von Garlinghouse hätten jedoch “überwiegend auf Handelsplattformen für digitale Vermögenswerte außerhalb der Vereinigten Staaten” stattgefunden. Daher fielen sie auch gar nicht unter das Gesetz, auf das sich die SEC in dieser Causa beruft.

Im Juni reichten Garlinghouse und sein ehemaliger Kompagnon Brad Larsen schon mal einen ähnlichen Antrag ein. Darin forderten sie internationale Behörden auf, Dokumente von mehreren anderen Kryptobörsen mit Sitz außerhalb der USA zu sichten. Zu diesen zählen Bitstamp, Huobi und Upbit.

Zuletzt hatte es bereits eine andere günstige Entscheidung seitens Richterin Netburn gegeben. Dabei ging es darum, einen ehemaligen SEC-Beamten als Zeugen zu laden. Dieser hatte seinerzeit Ethereum explizit nicht als Wertpapier bezeichnet. Ripple versucht, diese Einschätzung auch für seinen XRP-Token geltend zu machen. Ripple argumentiert überdies, dass die SEC XRP auch deswegen nicht als Wertpapier regulieren kann, da es sich um ein Tauschmittel handelt, das für internationale und nationale Transaktionen verwendet wird.

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XRP gegen SEC – Ripple darf Unterlagen von Binance einsehen

Im Fall zwischen Blockchain-Zahlungsdienstleister Ripple und der amerikanischen Börsenaufsicht SEC gibt es eine neue Wendung, denn dem Unternehmen wurde Einsicht in relevante Daten der marktführenden Kryptobörse Binance gewährt.

US-Richterin Sarah Netburn hat am 3. August dem entsprechenden Antrag von Ripple-Chef Brad Garlinghouse stattgegeben. So heißt es in dem Gerichtsdokument:

„Dem Antrag auf Einsicht wurde stattgegeben. Das Gericht wird mit den Anwälten die Einholung der Informationen abstimmen.“

Im Rahmen des Rechtsstreits, in dem es darum geht, dass die Herausgabe der Ripple-Kryptowährung XRP einen unrechtmäßigen Wertpapierverkauf konstituiert, wird Garlinghouse beschuldigt, über Kryptobörsen den Vertrieb von 357 Mio. XRP organisiert zu haben.

Um diesen Vorwurf zu entkräften haben die Anwälte von Garlinghouse am 2. August Einsicht in „für den Fall relevante Dokumente“ von der Binance Holdings Limited gefordert, die auf anderem Wege nicht einholbar ist.

Der Ripple-CEO begründet diese Forderung damit, dass Binance über einzigartige Unterlagen und Informationen verfügen soll, die für den Fall von entscheidender Bedeutung sind. Dabei handelt es sich um Aufzeichnungen über XRP-Transaktionen, die von Garlinghouse durchgeführt wurden und belegen könnten, dass der Ripple-Geschäftsführer diese Transaktionen außerhalb des Zuständigkeitsbereiches der Börsenaufsicht getätigt hat.

Die Ripple-Anwälte argumentieren, dass ein unrechtmäßiger Wertpapierverkauf nach Absatz 5 des amerikanischen Wertpapiergesetzes lediglich für heimische Wertpapiere Anwendung findet. Die Verkäufe durch Garlinghouse hätten jedoch „überwiegend auf Krypto-Handelsplattformen außerhalb der USA“ stattgefunden, und würden deshalb nicht unter die Zuständigkeit der SEC fallen.

Im Juni hatte Garlinghouse die internationalen Behörden bereits dazu aufgefordert, ähnliche Dokumente von anderen ausländischen Kryptobörsen einzuholen, darunter Bitstamp, Huobi und Upbit.

Darüber hinaus ist Ripple der Auffassung, dass die SEC XRP nicht als Wertpapier einstufen kann, weil es sich dabei in erster Linie um ein Zahlungsmittel handelt, das für den internationalen Zahlungsverkehr benutzt wird. Mitte Juli hatte Richterin Netburn wiederum gestattet, dass Ripple die ehemalige SEC-Führungskraft William Hinman in den Zeugenstand laden darf. Dieser hatte in der Vergangenheit geäußert, dass er ETH nicht als Wertpapier einschätzt.

Das Gerichtsverfahren wurde im Dezember 2020 aufgenommen, als die US-Börsenaufsicht dem Ripple-Chef Brad Garlinghouse und Mitgründer Chris Larsen zur Last gelegt hatte, mit dem Vertrieb der Kryptowährung XRP einen „unrechtmäßigen Wertpapierverkauf“ abgewickelt zu haben.

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