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Ripple-Armageddon: Grayscale löst XRP-Trust auf

Ripple muss den nächsten Tiefschlag hinnehmen. Der größte digitale Vermögensverwalter Grayscale löst seinen XRP-Trust auf.

Ripple befindet sich im Krisenmodus. Die Klage der Securities and Exchange Commission (SEC) hat eine Lawine an Negativereignissen losgetreten, die das FinTech-Unternehmen nun unter sich zu begraben droht. So fordern Investoren mittlerweile in Scharen ihr Geld zurück. Krypto-Börsen, wie beispielsweise Coinbase, entfernen kurzerhand alle XRP-Handelspaare von ihrer Handelsplattform. Als wäre das nicht schon eine ausreichend fordernde Situation, gesellt sich nun auch noch Grayscale zu den Problemen des Start-ups aus San Francisco. Der größte digitale Vermögensverwalter der Welt löst kurzerhand seinen XRP-Trust auf. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 13. Januar hervor. Dabei begründet Grayscale diesen Schritt mit den Folgen, die aus der Klage der amerikanischen Börsenaufsicht entstanden sind.

Insbesondere sei der Umstand des De-Listings auf verschiedenen Krypto-Börsen ausschlaggebend gewesen. So hätten US-Investoren, der Trust eingeschlossen, keine Möglichkeiten mehr, XRP in US-Dollar umzuwandeln. Somit könnten die Tätigkeiten des Trusts nicht mehr fortgeführt werden. Anteilseigner sollen die Netto-Erlöse erstattet bekommen. Der genaue Wert des Trusts zum Zeitpunkt der Liquidation ist unbekannt. Allerdings geht aus einem Formular der SEC vom 8. Januar hervor, dass der XRP-Trust vor knapp einer Woche noch 70 Investoren mit einem Investitionsvolumen von 19,2 Millionen US-Dollar hatte.

Am 5. Januar verkündete Grayscale, dass man XRP aus dem Digital Large Cap Fund entfernt habe. Der Fonds ermöglicht Anlegern ein Engagement in einem nach Marktkapitalisierung gewichteten Portfolio von Digitalwährungen über ein einziges Anlageinstrument. Hierbei entfallen die Herausforderungen, die der direkte Kauf, die Lagerung und die Verwahrung von Kryptowährungen mit sich bringen.

Neuer SEC-Chef: Ripple tendenziell Security Token

Ein Strohhalm, an den sich Ripple CEO Brad Garlinghouse zuletzt klammerte, war die Ernennung eines neuen, Krypto-affineren SEC-Chefs. Laut Medienberichten fällt dabei die Wahl des designierten US-Präsidenten Joe Biden nun auf Gary Gensler. Der frühere CFTC-Vorsitzende (Commodity Futures Trading Commission) gilt zwar als Krypto-Kenner, jedoch sagte er in einem Interview mit der New York Times, das es „starke Argumente“ gebe, die für eine Einstufung Ripples als Security Token sprechen. Nach Definition der SEC, würde diese Klassifikation XRP als digitales Wertpapier bezeichnen.

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Eine stark abweichende Meinung hat jedoch das britische Finanzministerium HM Treasury. Am 12. Januar veröffentlichte das Finanzministerium der Majestät Großbritanniens einen Bericht, in dem sie die Ripple als Exchange Token einstufte, der bisher keiner Regulierung unterliege. Indes gibt sich Garlinghouse weiterhin zuversichtlich. Auf Twitter sagte er, dass man den Kampf nicht aufgeben und auf der richtigen Seite der Geschichte stehen werde. Man freue sich auf den Tag vor Gericht.

auf btc-echo lesen

SEC gegen Ripple: Neuer Chef könnte den Todesstoß für XRP bedeuten

Der Kampf der SEC gegen Ripple geht in die nächste Runde. Ein neuer Chef der US-Börsenaufsicht SEC diente vielen XRP-Holdern als Hoffnungsschimmer. Doch Gary Gensler könnte das Ende der Kryptowährung einläuten.

Mit dem Ende der Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump schied vor einigen Wochen auch Jay Clayton aus dem Amt. Bis zum 23. Dezember vergangenen Jahres leitete der Anwalt die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission). Für Aufmerksamkeit in der Krypto-Szene sorgte Clayton zuletzt pünktlich zu seinem Amtsaustritt, als er eine Klage der SEC gegen Ripple Labs Inc. einleitete. Der Grund: Die Börsenaufsicht stuft Ripple als Wertpaper ein – eine Hiobsbotschaft für XRP-Holder.

Wenngleich sich die mitangeklagten Ripple-Co-Gründer Brad Garlinghouse und Chris Larsen seitdem siegesgewiss geben, brach der Kurs der Kryptowährung XRP dennoch in Folge der SEC-Klage ein. In der Schrift hieß es damals, dass das Unternehmen und dessen Gründer nicht hinreichend auf die Natur des XRP als Wertpapier hingewiesen hätten:

Wir unterstellen, dass Ripple und seine Führungskräfte es über Jahre hinweg versäumt haben, diese Kernbestimmungen des Anlegerschutzes zu erfüllen, sodass den Anlegern Informationen vorenthalten wurden, auf die sie ein Recht hatten.

Marc P. Berger, stellvertretender Direktor der Enforcement Division der SEC

Gary Gensler: Das ist der neue SEC-Chef

Zwischenzeitlich hatte XRP einen Kurs von über 0,70 US-Dollar erreicht. Nun befindet er sich wegen des Rechtsstreits der SEC gegen Ripple unterhalb der 30-Cent-Marke. Trotzdem stellt Ripple nach wie vor die viertgrößte Kryptowährung weltweit dar. Den Coin aufgeben wollen viele Anleger daher nicht. Getragen wurde ihre Hoffnung zuletzt auch von der Möglichkeit eines neuen, Krypto-affineren SEC-Chefs, der Gnade walten lassen könnte.

Mit den neuesten Entwicklungen in den USA wurde dieser Hoffnungsschimmer jedoch jüngst geschmälert. Denn der designierte US-Präsident Biden möchte Berichten zufolge Gary Gensler als neuen Chef der Aufsichtsbehörde ernennen. Und der ist zwar Krypto-affin, hatte jedoch in einem Interview mit der New York Times betont, dass es „starke Argumente“ für Ripple als Security Token, sprich Wertpapier, gebe. Diese Aussagen stammen allerdings aus dem Jahr 2018. Inwiefern das also seine derzeitige Meinung zum Thema widerspiegelt, bleibt abzuwarten. Sollte Gensler in die Fußstapfen seines Vorgängers treten, gibt es einen weiteren Hoffnungsschimmer der XRP-Holder im Kampf von SEC gegen Ripple. Und der stammt aus dem Vereinigten Königreich.

SEC gegen Ripple: Britisches Finanzministerium vertritt andere Ansicht

Erst am gestrigen 12. Januar berichtete BTC-ECHO, dass das britische Finanz- und Wirtschaftsministerium die Angelegenheit um Ripple (XRP) anders sieht. So stuft die HM Treasury in einem nun veröffentlichten Krypto-Bericht Ripple (XRP) als Exchange Token ein. Diese werden als „Token, die als Tauschmittel verwendet werden“ bezeichnet. Neben XRP werden auch Ether und Bitcoin dazugezählt.

Gestützt wird diese Einstufung von einem aus dem Jahr 2019 stammenden Bericht der Financial Conduct Authority (FCA), die das britische Pendant zur SEC darstellt. In diesem Report wird Ripple ebenfalls als Exchange Token eingestuft. Damit widerspricht die britische Behörde der US-Börsenaufsicht und gewährt den XRP-Holdern im Kampf der SEC gegen Ripple zumindest ein Fünkchen Hoffnung.

auf btc-echo lesen

Britisches Finanzministerium hält Ripple für Exchange Token

Der Milliarden Rechtsstreit in den USA setzt Ripple mächtig zu. Nun bekommt das Unternehmen aus San Francisco unerwartete Unterstützung des britischen Finanzministeriums.

Ripple (XRP) steht dieser Tage an einem schicksalhaften Scheideweg. Wird vor Gericht der Klage der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) stattgegeben, ist es fraglich, ob sich das FinTech-Unternehmen von diesem Tiefschlag erholen kann. Sollten sich allerdings die Vorwürfe als unbegründet herausstellen, stünde Ripple vor einer blühenden Zukunft. Geht es nach dem britischen Finanzministerium, wäre letzteres Szenario denkbar. Ein Krypto-Bericht der Treasury der Majestät Großbritanniens stuft XRP als Exchange Token ein und bezieht sich dabei auf einen aus 2019 stammenden Report der Financial Conduct Authority (FCA). Unter Punkt 1.12 der Untersuchung findet sich eine Klassifikation unregulierter Tokens mit einer genaueren Definition. Demnach sind:

Exchange Token: Token, die als Tauschmittel verwendet werden. Dazu gehören weiterhin bekannte Kryptowährungen wie: Bitcoin, Ether und Ripple.

SEC sieht Ripple als Security Token

Damit widerspricht die HM Treasury der Interpretation der SEC. Die Finanzaufsicht der USA reichte kurz vor Weihnachten letzten Jahres Klage bei einem US-Gericht ein. Aufgrund der Marktkapitalisierung stufte die amerikanische Behörde Ripple als Security Token ein – das Krypto-Äquivalent zum klassischen Wertpapier. Stephanie Avakian, Direktorin der Enforcement Division der SEC, erklärte in einer Pressemitteilung:

Emittenten, die die Vorteile eines öffentlichen Angebots, einschließlich des Zugangs zu Kleinanlegern, eines breiten Vertriebs und eines Sekundärhandelsmarktes, nutzen wollen, müssen die Bundeswertpapiergesetze einhalten, die eine Registrierung von Angeboten vorschreiben, es sei denn, es gilt eine Ausnahme von der Registrierung. Wir behaupten, dass Ripple, Larsen und Garlinghouse es versäumt haben, ihr laufendes Angebot und den Verkauf von Milliarden von XRP an Kleinanleger zu registrieren, wodurch potenziellen Käufern eine angemessene Offenlegung über XRP und das Geschäft von Ripple sowie andere wichtige, seit langem bestehende Schutzmaßnahmen vorenthalten wurden, die für unser robustes öffentliches Marktsystem grundlegend sind.

Brad Garlinghouse zeigt sich kämpferisch

Vor Kurzem äußerte sich auch Ripple CEO Brad Garlinghouse auf Twitter zu den Vorwürfen. Er zeigte sich zuversichtlich den Rechtsstreit am Ende gewinnen zu können. Man werde den Kampf nicht aufgeben. Zuletzt betonte er, dass man auf der richtigen Seite der Geschichte stehen werde und sich auf den Tag vor Gericht freue. Zudem begegne man der Zusammenarbeit mit der zukünftigen SEC unter dem designierten US-Präsidenten Joe Biden mit Vorfreude.

Die Klassifizierung der FCA ist Garlinghouse indes schon bekannt. In einer Pressemitteilung des Startups heißt es:

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Konkret klassifiziert die FCA digitale Vermögenswerte als eine von drei Arten von Token: Exchange, Utility und Security. Diese Einstufungen sind entscheidend, weil sie die Anwendungsfälle für jeden Token-Typ definieren. Zum Beispiel wird XRP aufgrund seiner Rolle bei der Erleichterung von grenzüberschreitenden Transaktionen als Tausch-Token klassifiziert.

XRP in einem Mehrfrontenkrieg

Die SEC-Klage ist dabei nicht die einzige Sorge, um die sich das FinTech-Unternehmen kümmern muss. Es ist in gewisser Weise jedoch der Ursprung der Probleme, mit denen Sich Ripple nun rumschlagen muss. So musste das Startup nicht nur ein massiven Kurseinbruch überstehen. Einige Krypto-Börsen wie beispielsweise Coinbase entfernten kurzerhand einfach alle XRP-Handelspaare. Auch Investoren werden ungeduldig und erwägen mittlerweile, selbst rechtliche Schritte einzuleiten. Finanzdienstleister Tetragon fordert zum Beispiel sein 200-Millionen-Dollar-Investment in Ripple zurück.

Die Krypto-Community zeigt sich hingegen gespalten. Während Einige mit der Klage der SEC den Untergang Ripples als in Stein gemeißelt ansehen, gibt es auch eine große Anzahl an Fürsprechern, die Ripples Chancen auf Erfolge positiv sehen.

Wie der Rechtsstreit nun auch ausgehen mag, dass die HM Treasury als höchstes Finanzorgan Großbritanniens die Definition der FCA anstandslos übernimmt, ist zweifelsohne ein Umstand, der Ripple in die Karte spielt.

auf btc-echo lesen

Ripple-Chef Garlinghouse bezieht Stellung zur SEC-Klage gegen XRP

Brad Garlinghouse, der CEO des Krypto-Zahlungsdienstleisters Ripple, hat in einem neuen Twitter-Thread offengelegt, dass sein Unternehmen keine außergerichtliche Einigung mit der amerikanischen Börsenaufsicht erzielen konnte, was die Klage der SEC bezüglich der firmeneigenen Kryptowährung XRP betrifft.

Im gleichen Atemzug moniert er zudem das „rechtliche Chaos“ in den USA um die Regulierung von Kryptowährungen.

Der Ripple-Chef bezieht in dem Twitter-Thread erstmals ausführlich Stellung zur Klage, wobei er die „unbewiesenen Anschuldigungen der SEC“ aufs Schärfste zurückweist. Vielmehr würde sich der Krypto-Zahlungsdienstleister „auf der richtigen Seite der Faktenlage und Geschichte“ befinden.

Obwohl bisher keine Einigung erzielt werden konnte, sei Ripple weiterhin gesprächsbereit. Dementsprechend schreibt Garlinghouse:

„Wir haben versucht, eine Einigung zu erzielen, und werden das auch unter der neuen Regierung wieder versuchen, damit wir diese Sache so lösen können, dass die XRP-Community unsere Innovation weiter vorantreiben darf, Anleger ausreichend geschützt sind und der ordnungsgemäße Betrieb der Märkte wiederhergestellt ist.“

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte im Dezember 2020 eine Anklage gegen Ripple, Garlinghouse und Mitgründer Chris Larsen eingereicht, die zum Gegenstand hat, dass es sich bei dem Vertrieb der firmeneigenen Kryptowährung XRP um einen unrechtmäßigen Wertpapierverkauf handelt. Seit bekanntwerden der Klage haben mehr als 25 Kryptobörsen, darunter Coinbase, Bittrex, OKCoin und Bitstamp, den XRP-Handel eingestellt oder die Kryptowährung gänzlich aus ihrer Notierung genommen.

Garlinghouse weist darauf hin, dass XRP eine dezentralisierte und unabhängige Kryptowährung ist, weshalb Ripple keine Kontrolle darüber hätte, auf welchen Handelsplattform diese notiert wird. Dahingehend stellt er jedoch fest, dass es einen großen Unterschied zwischen einem vorübergehenden Handelsstopp und einer vollständigen Entfernung gibt. Zudem würde XRP zu 95 % außerhalb der USA gehandelt werden, weshalb eine Einschränkung durch die SEC nur eine geringe Tragweite hätte.

Obwohl Garlinghouse zwar einräumt, dass „Ripple keine Kontrolle darüber hat, wo XRP notiert wird und wer sie kauft“, beantwortet er damit nicht die Frage, ob der Krypto-Zahlungsdienstleister jemals dafür bezahlt hat, dass Kryptobörsen die eigene Kryptowährung in den Handel aufnehmen.

Der Ripple-Chef gibt sich des Weiteren enttäuscht, dass Tetragon, einer der größten Investoren des Krypto-Zahlungsdienstleisters, der 1,5 % der Firmenanteile besitzt, eine zusätzliche Klage eingereicht hat. Laut Garlinghouse hätten die anderen Anteilseigner jedoch weiterhin Vertrauen.

Die Stille von Ripple seit Dezember will Garlinghouse derweil nicht als Untätigkeit verstanden wissen, denn hinter den Kulissen würde die Rechtsabteilung unter Leitung von Chefsyndikus Stuart Alderoty bereits an einer offiziellen Stellungnahme arbeiten, die innerhalb der nächsten Wochen abgegeben werden soll.

Für das neue Jahr erhofft sich der Ripple-Chef eine bessere Gesetzeslage für Kryptowährungen, indem der „Digital Commodity Exchange Act“ (DCEA), der die Regulierung für den Handel von Digitalwährungen vereinfachen und vereinheitlichen soll, von der neuen Regierung verabschiedet wird:

„Wir sind in den USA von rechtlicher Klarheit zum rechtlichen Chaos übergegangen. Regulierung durch Strafverfolgung war von Anfang an eine schlechte Idee. Die neue Regierung verabschiedet hoffentlich den #DCEA, damit wir einen sinnvollen Gesetzesrahmen bekommen, der Klarheit für die gesamte Kryptobranche schafft.“

Die SEC-Klage ist nicht das erste Mal, dass die viertgrößte Kryptowährung zum Streitthema wird. So wurde Ripple in den vergangenen Jahren mehrfach für massive Abverkäufe der eigenen XRP-Vermögen kritisiert, wodurch das Unternehmen den Kurs der Kryptowährung manipuliert haben soll. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Sammelklage eingereicht, da Garlinghouse die Attraktivität von XRP als Finanzprodukt irreführend dargestellt haben soll.

Obwohl der XRP-Kurs in dieser Woche wieder um 48 % nach oben klettern konnte, steht über die letzten 30 Tage ein Minus von 44 % auf dem Tableau.

Die US-Börsenaufsicht geht mit starkem Rückenwind in die Verhandlungen, den im Jahr 2020 konnte sie bereits Erfolge gegen die Krypto-Projekte der Messengerdienste Telegram und Kik erzielen.

auf cointelegraph lesen

Ripple CEO äußert sich zur Milliarden-Klage der SEC auf Twitter

Ripple CEO Brad Garlinghouse hat sich zum aktuellen Rechtsstreit seines Unternehmens mit der amerikanischen Finanzbehörde SEC geäußert. In einem Tweet bezeichnete er die Milliarden-Klage als „haltlose Anschuldigungen“. Die Probleme für das FinTech-Unternehmen reißen indes nicht ab.

Der Ripple-Rechtsstreit geht in die nächste Runde. In einem zehnteiligen Tweet äußerte sich CEO Brad Garlinghouse zu den Vorwürfen der Securities and Exchange Commission (SEC). Dabei bezeichnete er die von der Finanzbehörde hervorgebrachten Anschuldigungen als unbegründet. Ins Detail wollte der Ripple-CEO dabei jedoch nicht gehen. Ripple habe keine Kontrolle darüber, wo XRP gelistet werde, weil das Projekt „Open Source und dezentralisiert“ sei. Auf die Frage, warum man sich bisher gegenüber der Öffentlichkeit so still verhalten habe, verwies Garlinghouse auf juristische Gründe. Hinter den Kulissen arbeite man jedoch mit Hochdruck.

Garlinghouse kritisierte unter anderem die „teils widersprüchlichen Haltungen“ der verschiedenen Finanzbehörden. Weiter sagte er:

Wir sind von einem anfänglichen Mangel an Regulation in ein Regulationschaos in den USA abgedriftet. Das ist der Grund, warum die Regulierung durch Vollstreckungsbehörden eine so schlechte öffentliche Reputation hat. Mit der neuen Regierung erwarten wir, dass #DCEA wieder eingeführt wird – eine vernünftige Gesetzgebung, die Klarheit für die gesamte Branche schafft.

Massive Probleme bei Ripple

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Obwohl das Krypto-Jahr 2021 für die meisten Währungen gut begonnen hat, bleibt die Zukunft von Ripple bisher ungewiss. Erst Ende Dezember vergangenen Jahres brachte die SEC Vorwürfe gegenüber Ripple hervor und unterstellte dem FinTech-Unternehmen den Handel unregistrierter Wertpapiere. Im Zuge dessen drohen dem Start-up nun Strafzahlungen in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar. Daraufhin stürzte der XRP-Kurs fast ins Bodenlose. Aktuell liegt der Kurs bei 0,33 US-Dollar (Stand: 8. Januar).

Darüber hinaus muss Ripple mittlerweile einen Krieg an mehreren Fronten gleichzeitig führen. Nach der Klage der SEC hagelte es quasi weitere Negativmeldungen. So stellte die nach Handelsvolumen größte US-Krypto-Börse den Handel aller XRP-Handelspaare ein, wie auch BTC-ECHO berichtete. Als Grund dafür nannte das Unternehmen aus San Francisco die Klage der Börsenaufsicht.

Am 5. Januar folgte ein weiterer Rückschlag für Ripple: Grayscale, der weltweit größte Vermögensverwalter für digitale Assets, kündigte an, den eigenen XRP-Fonds aufzulösen. Überdies hat die Kryptowährung nun auch mit den eigenen Investoren zu kämpfen. So hat die Finanzgesellschaft Tetragon eine Klage gegen Ripple eingereicht. Tetragon hatte sich 2019 mit 200 Millionen US-Dollar bei der Series-C-Finanzierungsrunde an Ripple beteiligt. Das Investment sollte ursprünglich den Grundstein für einen Börsengang legen. Demnach soll Ripple nun die an Tetragon ausgegeben Vorzugsaktien wieder zurückkaufen.

Garlinghouse gibt sich kämpferisch

Laut Brad Garlinghouse sei der Glaube der Investoren in Ripple trotzdem weiterhin stark. Auf Twitter sagte er:

Ja, wir haben echte Aktionäre. So besitzt man Ripple-Aktien – indem man unsere Aktien kauft, nicht indem man XRP kauft. Wir sind enttäuscht, dass Tetragon (der 1,5 Prozent von Ripple besitzt) versucht, sich durch die Anschuldigungen der SEC einen unfairen Vorteil zu verschaffen.

Zum Ende des Beitrags gibt sich der CEO zuversichtlich. Man werde den Kampf nicht aufgeben. Zuletzt betonte er, dass man auf der richtigen Seite der Geschichte stehen werde und sich auf den Tag vor Gericht freue. Zudem begegne man der Zusammenarbeit mit der zukünftigen SEC unter dem designierten US-Präsidenten Joe Biden mit Vorfreude.

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Ripple (XRP): Unternehmen und Kryptowährung nun endgültig am Ende?

Nur wenige Kryptowährungen polarisieren so stark wie XRP. Die Kryptowährung, die vom Unternehmen Ripple Labs herausgegeben wurde, spaltet die Krypto-Community. Dass nun die amerikanische Wertpapieraufsicht SEC das Unternehmen mit einer Klage belastet, lässt die Frage nach der Legitimität des Unternehmens sowie seiner Kryptowährung stärker denn je aufkommen. Insbesondere XRP-Investoren fragen sich, ob die gerne als „Bankencoin“ bezeichnete Kryptowährung überhaupt noch eine Zukunft haben kann. Eine Einschätzung.

Für nicht wenige Krypto-Enthusiasten, die den Wert der Dezentralität hochhalten, war und ist XRP ein hoch zentralisiertes Projekt. Manch Kritiker bezeichnet Ripple Labs – inklusive seiner Kryptowährung – sogar als Scam. Dass der Zentralisierungsgrad sehr hoch ist, lässt sich dabei nicht von der Hand weisen. Rund zwei Drittel aller XRP sind im Unternehmen Ripple Labs und in seinen Vorständen gebunden. Was auf der Blockchain und in den Transaktionen von Ripple passiert, liegt folglich in der Hand weniger Personen und ihren persönlichen Interessen.

Bereits in einer älteren Untersuchung vom BitMEX-Research-Team kam man zu dem Ergebnis, dass XRP nicht mit anderen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum vergleichbar sei. Der vermeintlich dezentrale Konsensmechanismus mit seinen Knotenpunkten (Nodes) hänge letztlich effektiv von den Ripple.com Servern ab.

Streitwert: 1,3 Milliarden US-Dollar

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Die US-Wertpapieraufsicht SEC hat nun am 22. Dezember Ripple Labs angeklagt, da es sich bei XRP um ein Wertpapier handle, das ohne Genehmigung emittiert worden sei. Sollte die SEC-Klage Erfolg haben, dann müssten sich Ripple Labs sowie die beiden Vorstände, Christian Larson und Brad Garlinghouse, für einen unerlaubten Börsengang in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar vor dem Gericht verantworten.

Ausgangspunkt ist auch hier der hohe Zentralisierungsgrad von XRP, der nach Einstufung der SEC maßgeblich zu einer Einstufung als Wertpapier beiträgt. Während beispielsweise Bitcoin oder Ether durch ihre dezentrale Ausgestaltung nicht unter das amerikanische Wertpapiergesetz fallen.

Wie ernst ist die Anklage gegen Ripple Labs?

Um es unmissverständlich auszudrücken: Die Lage ist sowohl für Ripple Labs, als auch die genannten Vorstände und den Kurs-Wert von XRP mehr als ernst. Die SEC hat seit der XRP-Emission in 2013 Ripple Labs im Visier. Die gegenwärtige Anklage ist bestens vorbereitet. Es ist absolut davon auszugehen, dass die SEC sehr genau weiß, was sie macht und wie wahrscheinlich es ist, dass sie mit ihrer Anklage durchkommt. Dass XRP-Vertreter dabei sind, eine Petition im Weißen Haus einzureichen, dürfte daran nur wenig ändern.

Lest auch: Ripple Jahresrückblick – Kooperationen und Katastrophen

Das zeigt sich auch an den wenig sachlichen Erklärungsversuchen vom Ripple CEO Brad Garlinghouse, der gegen ihn und sein Unternehmen eine Kampagne wittert. Dabei warnt er, dass ein Vorgehen gegen Ripple Labs geradezu anti-amerikanisch wäre und China bevorteilen würde. Die kämpferische Rhetorik dürfte die SEC allerdings nicht beeindrucken. Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass Ripple Labs und die Vorstände mit einem blauen Auge davonkommen, ist der Schaden enorm.

Keine Börse, keine Liquidität, keine Investoren 

Angesichts des Vorwurfs, dass es sich nach amerikanischem Recht bei XRP um eine Security (Wertpapier) handelt, reagieren auch die Krypto-Börsen. Immer mehr von ihnen geben das Delisting von XRP bekannt. Darunter die größten und wichtigsten wie unter anderem Coinbase, Binance US oder Bittrex. Schließlich besitzen sie keine Lizenz, um Wertpapiere zu listen.

Auch wenn die Notwendigkeit eines Delistings streng genommen nur die amerikanische Jurisdiktion betrifft, ist die Auswirkung dennoch existentiell. Der Wert einer Kryptowährung, die nur in manchen Regionen genutzt werden kann, ist angesichts des Business Case von XRP – internationale Zahlungen zu ermöglichen – massiv gefährdet. Zudem haben Entscheidungen der SEC eine hohe internationale Signalwirkung.

Im Zuge der Delistings dürfte die Liquidierung von XRP weiter zunehmen. Auch die Hoffnung auf die hohen institutionellen Geldsummen, die aktuell für das Kursfeuerwerk bei Bitcoin sorgen, ist damit erstmal vom Tisch. Investmentgesellschaften dürften zudem von traditionell verbrieften XRP-Finanzprodukten wie Fonds oder Zertifikaten vorerst Abstand nehmen.

XRP-Kurs immer noch zu hoch?

Blickt man auf den XRP-Kurs, dann zeigt sich, dass alle Gewinne der gegenwärtigen Krypto-Rallye abgegeben wurden. Auf der anderen Seite notiert der Kurs mit rund 0,32 US-Dollar (Stand 7. Januar) immer noch in einem mittleren Bereich auf Sicht der letzten 12 Monate. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 10 Milliarden US-Dollar kämpft XRP mit Litecoin um Platz vier, bei den am höchsten kapitalisierten Kryptowährungen. Das bedeutet aber auch: Die Fallhöhe ist noch sehr hoch. 

Die ungewisse Zukunft von Ripple Labs und XRP

Wie es mit Ripple Labs weitergeht, ist gegenwärtig ziemlich ungewiss. Auch wenn der Zentralisierungsgrad hoch ist und nicht dem Kryptowährungs-Ideal entspricht, kann Ripple Labs – losgelöst von der Kryptowährung – versuchen, sich im Infrastruktur-Bereich bei Banken zu etablieren. Ripple Labs hat bereits einige Banken und Finanzdienstleister als Kunden gewinnen können, die auf die Dienstleistungen zurückgreifen. Unter anderem von der japanischen Finanzgruppe SBI Holdings erhält Ripple Labs Rückendeckung.

Sollte Ripple Labs durch einen Vergleich einer Insolvenz entkommen und seine Nische finden, hat das Unternehmen eine gewisse Überlebenschance. So könnte das Unternehmen darüber hinaus versuchen, einen klassischen Börsengang beziehungsweise Börsenlisting von XRP als Aktie durchzuziehen. Langfristig könnten dadurch andere Investorengruppen angesprochen werden und dem Wertpapier zu Kurssteigerungen verhelfen.

Eine andere Option: Die vollkommene Loslösung von XRP von Ripple Labs. Denn wie schon der CEO Garlinghouse betonte, könnte die Kryptowährung auch ohne das Unternehmen für diverse Blockchain Use Cases genutzt werden.

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XRP im freien Fall: Eine Ripple-Schadensbilanz

Seitdem die US-Börsenaufsicht vor wenigen Wochen Ripple der Ausgabe nicht-registrierter Wertpapiere beschuldigt hat, kämpft das Unternehmen um Schadensbegrenzung. Dabei steht weit mehr als nur die Reputation auf dem Spiel.

60 Prozent Kursabschlag in etwas mehr als zwei Wochen: Das ist die vorläufige XRP-Bilanz einer wahrscheinlich noch lange währenden Auseinandersetzung zwischen Ripple und der Securities and Exchange Commission (SEC). Seitdem die US-Börsenaufsicht am 21. Dezember Ripple wegen der Ausgabe nicht-registrierter Wertpapiere verklagt hat, häufen sich die Hiobsbotschaften für das kalifornische FinTech – und schließlich auch für Anleger.

Der erste Streich

Vor knapp zwei Wochen erhielt die Ripple-Chefetage ein Schreiben der SEC, in dem das Unternehmen über ein drohendes Verfahren in Kenntnis gesetzt wurde. Nach Jahren der Ungewissheit hat sich die SEC schließlich doch noch zu der Entscheidung durchringen können, die Ripple-Währung XRP als Wertpapier, also als Security Token, und nicht als Utility Token zu klassifizieren. Die Entscheidung münzt auf dem Howey-Test, der anhand verschiedener Kriterien eine Grenze zwischen Währung und Wertpapier zieht.

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Welches Kriterium letztlich den Ausschlag gegeben hat, ist nicht ganz klar. Eine wesentliche Bedingungen sei es laut SEC, „wenn Geld in ein gemeinsames Unternehmen investiert wird, mit der begründeten Erwartung von Gewinnen aus den Bemühungen anderer“. Dies ist beispielsweise dann der Fall, „wenn ein Token dem Inhaber das Recht gibt, sich an den Erträgen oder Gewinnen des Unternehmens zu beteiligen bzw. um Gewinne aus der Wertsteigerung des digitalen Assets zu realisieren“. Die nicht gerade trennscharfe Verflechtung von XRP- und Ripple-Marktkapitalisierung dürfte die SEC in ihrer Ansicht gestärkt haben.

Pikante Verflechtungen im Hause Ripple

Hinzu kommt, dass sich nicht unerhebliche XRP-Mengen in privaten Händen von Ripple CEO Brad Garlinghouse und Co-Founder Chris Larsen befinden. Somit ist auch ein weiteres Kriterium der SEC gegeben: „Der Emittent besitzt oder kontrolliert den Besitz von geistigen Eigentumsrechten des Netzwerks oder digitalen Asset – direkt oder indirekt“. Dass Ripple zudem regelmäßig XRP-Kontingente freischaltet und Teile davon in Treuhandkonten zurücküberweist, nährt den Verdacht, dass „der Herausgeber einen Markt für sein Asset [erschafft] und über die Anzahl der erschaffenen Token [bestimmt]“.

Somit könnte es sich bei XRP nach Meinung der Behörde letztlich um ein Wertpapier handeln. In diesem Fall hat Ripple potenzielle Investoren nicht ausreichend aufgeklärt (Stichwort: Wertpapierprospekt), damit die geltenden US-Bundeswertpapiergesetze verletzt – und sich nach Auffassung der SEC schließlich der Ausgabe nicht-registrierter Wertpapiere schuldig gemacht.

Ripple-GAU

Der Vorwurf hat eine Lawine in Gang gesetzt. Dass die Kryptowährung mittlerweile von Litecoin (LTC) überholt und auf den fünften Platz der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährungen gerutscht ist, stellt dabei nur die Spitze des Eisbergs dar.

Den Anfang machte die Krypto-Börse Coinbase, die bereits eine Woche nach Bekanntwerden der Anschuldigungen mitteilte, sämtliche XRP-Handelspaare ab dem 19. Januar von der Plattform zu nehmen. Es folgte eine Reihe weiterer Handelsplätze, darunter Binance US, Bittrex, CeFi-Plattform Crypto.com, der Broker eToro und jüngst Blockchain.com, die allesamt ebenfalls den Handel mit XRP einstellen werden. Aus gutem Grund, schließlich drohen US-amerikanischen Unternehmen rechtliche Konsequenzen, wenn sie weiterhin den Handel mit XRP betreiben.

Das hat den Unmut einiger Investoren auf sich gezogen, die nun teils schwere Verluste mit XRP-Investments eingefahren haben. Ein Coinbase Kunde will mit einer Sammelklage gegen Coinbase nun klären, ob die Börse mit dem Handel von XRP wissentlich Wertpapiere an Kleinanleger ausgegeben hat. In diesem Fall hätte Coinbase das kalifornische Wettbewerbsrecht verletzt. Auf der anderen Seite habe Ripple-Unterstützer im Dezember eine Petition ins Leben gerufen, die von der US-Regierung fordert, XRP als Währung einzustufen. Bereits 35.000 Unterschriften wurden gesammelt.

Investoren streichen die Segel

Doch damit nicht genug. Laut eines Bloomberg-Artikels vom 5. Januar soll nun auch die Investmentgesellschaft Tetragon eine Klage gegen Ripple eingereicht haben. Tetragon hat sich 2019 mit 200 Millionen US-Dollar bei der Series-C-Finanzierungsrunde von Ripple beteiligt, die ursprünglich den Grundstein für einen Börsengang legen sollte. Demnach soll Ripple die an Tetragon ausgegeben Vorzugsaktien wieder zurückkaufen.

Die Antwort von Ripple ließ nicht lange auf sich warten:

In der Series-C-Investitionsvereinbarung von Ripple gibt es eine Klausel, die besagt, dass Tetragon die Möglichkeit hat, ihre Ripple-Aktien von Ripple zurückkaufen zu lassen, wenn XRP auf einer Go-Forward-Basis als Wertpapier eingestuft wird. Da es keine solche Bestimmung gegeben hat, hat diese Klage keinen Wert. Wir sind enttäuscht, dass Tetragon versucht, den Mangel an regulatorischer Klarheit hier in den USA auf unfaire Weise auszunutzen. Die Gerichte werden diese Klarheit schaffen und wir sind sehr zuversichtlich in unserer Position.

Mit anderen Worten: So lange das Urteil der SEC nicht rechtskräftig ist, gibt es auch kein Geld von Ripple. Immerhin Zahlungsdienstleister MoneyGram hält (noch) zu Ripple. In einem am 23. Dezember veröffentlichten Schreiben heißt es jedoch:

Zur Erinnerung: MoneyGram nutzt weder die ODL-Plattform noch RippleNet für direkte Überweisungen von Kundengeldern – ob digital oder nicht. Darüber hinaus ist MoneyGram keine Partei in der SEC-Klage.

Man wolle „weiterhin die Entwicklung der Klage im Hinblick auf mögliche Auswirkungen beobachten“ und Risiken wie „Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungen […], die zu wesentlichen Vergleichen, Geldstrafen oder Bußgeldern, Vertragskündigungen, anderen Verwaltungsmaßnahmen oder Prozessen und negativer Publicity führen könnten“ im Blick halten. Ein Treueschwur klingt anders.

Grayscale löst XRP-Fonds auf

Am 5. Januar folgte sodann ein weiterer Rückschlag. Der weltweit größte Vermögensverwalter für digitale Assets Grayscale hat bekannt gegeben, den XRP-Fonds aufzulösen. In einer offiziellen Mitteilung erklärte Grayscale, „die Bareinnahmen zum Kauf der verbleibenden Fondsbestandteile zu verwenden: Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash“.

Am 30. Dezember 2020 gab Genesis Global Trading, Inc. als autorisierter Teilnehmer des Fonds bekannt, dass er mit Wirkung vom 15. Januar 2021 um 17 Uhr ET den Handel mit XRP vorübergehend aussetzen wird. Gemäß der Dokumentation des Fonds kann der Manager während der vierteljährlichen Überprüfung des Fonds beschließen, einen digitalen Vermögenswert aus dem Portfolio des Fonds auszuschließen, auch wenn er die Aufnahmekriterien des Fonds erfüllt, insbesondere wenn der zugelassene Teilnehmer nicht in der Lage ist, diesen digitalen Vermögenswert zu handeln oder anderweitig zu unterstützen.

Infolgedessen werde „der XRP Fonds aus dem Portfolio entfernt und die XRP-Bestände verkauft“.

Walpopulation sinkt

Im Zuge dessen wundert es kaum, dass die Zahl der XRP-Großinvestoren drastisch gesunken ist. Coinmetrics zufolge ist die Anzahl der Adressen, die mindestens eine Million XRP halten, von 1.721 am 21. Dezember auf 1.567 am 3. Januar gefallen.

Der prominenteste unter ihnen dürfte Jed McCaleb sein, ehemals Ripple CTO und Mitgründer von Stellar. Als Abfindung erhielt McCaleb 2014 9,5 Milliarden XRP, von denen er Teile im regelmäßigen Takt veräußert. Laut Whale Alert hat McCaleb allein in 2020 „weitere 1,2 Milliarden XRP für insgesamt 411 Millionen US-Dollar verkauft, was den Gesamtwert seiner Verkäufe auf 546 Millionen US-Dollar bringt“. Es scheint, als habe der Ripple-Gründer die Zeichen der Zeit früh erkannt. Die meisten XRP-Investoren haben sich hingegen verkalkuliert und können nur noch in die Röhre gucken.

Das Drama um Ripple dürfte auch in den nächsten Wochen und Monaten eines der spannendsten Themen im Krypto-Space bleiben. Zu Ripples Verteidigung muss erwähnt werden, dass die Haltung der US-Börsenaufsicht kein Rechtsurteil darstellt. Der Fall muss erst vom zuständigen Bundesbezirksgericht in Manhattan geklärt werden und könnte sich noch einige Jahre hinziehen. Ob Ripple und XRP noch dann eine wichtige Rolle im Krypto-Ökosystem spielen werden, ist jedoch angesichts der sich überschlagenden Ereignisse fraglich.

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auf btc-echo lesen

Neue Klage gegen Ripple: XRP fällt erneut hinter LTC zurück

XRP hat seinen Platz als viertgrößte Kryptowährung erneut verloren. Die Klagen gegen Ripple häufen sich, nachdem einer der Hauptinvestoren dem Beispiel der SEC folgte und eine Klage gegen das Projekt einreichte.

Einem Bericht von Bloomberg vom 6. Januar zufolge hat Tetragon, einer der Hauptinvestoren in einer 200-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde der Serie C für Ripple im Jahr 2019, vor dem einem Gericht in Delaware eine Klage gegen die Firma eingereicht.

Die Investmentgesellschaft behauptet, sie wolle vor Gericht „ihr vertragliches Recht durchsetzen“, von Ripple die Rücknahme der von Tetragon gehaltenen Vorzugsaktien der Serie C zu verlangen. Darüber hinaus beantragt die Firma bei Gericht, Ripple bis zur Klärung der Angelegenheit daran zu hindern, „Bargeld oder andere liquide Mittel“ einzusetzen.

Ripple hat auf die Vorwürfe reagiert und behauptet, die Klage sei „unbegründet“. Das Unternehmen wirft Tetragon vor, die „mangelnde regulatorische Klarheit“ in den Vereinigten Staaten bei der Klage auszunutzen.

Die Führungskräfte der Firma haben zuvor die Regulierungsbehörden in den USA kritisiert. Sie machten dabei Andeutungen, die Firma könnte ihren Hauptsitz ins Ausland verlegen, um der „Regulierung durch Durchsetzung“ in den Vereinigten Staaten zu entgehen.

Wohl aufgrund der Klagen von der US-Wertpapieraufsicht SEC und jetzt auch von Tetragon hat der XRP seine Position als viertgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung verloren. Laut Daten von CoinMarketCap liegt die Marktkapitalisierung von XRP mit 10,3 Mrd. US-Dollar hinter der von Litecoin mit 10,5 Mrd. US-Dollar. LTC ist in den letzten sieben Tagen um 26 Prozent gestiegen, während die Marktkapitalisierung von XRP stagnierte. Litecoin hat XRP am Sonntag zum ersten Mal überholt, aber das war nur kurzzeitig.

Im Dezember verklagte die SEC den Ripple-CEO Brad Garlinghouse und den Mitbegründer Chris Larsen wegen der Durchführung eines „unregistrierten, fortlaufenden Wertpapierangebots für digitale Vermögenswerte“ über ihre XRP-Verkäufe. Es soll dazu eine virtuelle Vorverhandlung im Februar stattfinden.

Viele Kryptobörsen, darunter Coinbase, Bittrex, OKCoin, Bitstamp, OSL, Beaxy, und CrossTower haben sich von XRP daraufhin distanziert. Einige haben angekündigt, den Handel mit XRP aussetzen zu wollen, während andere den Token ganz aus ihrem Angebot streichen.

Bei Redaktionsschluss lag der XRP bei 0,22 US-Dollar. Er ist seit Ende November um 70 Prozent gefallen.

Cointelegraph bat Voatz um einen Kommentar, aber bis Redaktionsschluss lag noch keine Antwort vor. 

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Krypto-freundliche App warnt Nutzer vor XRP-Handel

Die kryptofreundliche Handels-App Revolut hat seine Kunden bezüglich des Kaufs und Verkaufs von XRP klar gewarnt.

Wie die Irish Times berichtete, hat das Fintech-Unternehmen kürzlich eine Mitteilung an seine Kunden verschickt, in der es heißt, dass das Unternehmen immer noch ohne Vorankündigung den Handel mit XRP beenden oder einschränken könnte. Revolut warnte die Nutzer, dass ihr Geld „im schlimmsten Fall“ effektiv feststecken und sie Token möglicherweise nicht verkaufen könnten, selbst wenn der Kurs auf Null fällt.

„Es ist wichtig, dass Sie Ihre Krypto-Bestände, insbesondere XRP, ständig neu bewerten. Bewerten Sie auch immer wieder, ob Sie sich mit den damit verbundenen Risiken wohlfühlen“, sagte Revolut.

Revolut-Nutzer können nur innerhalb der App handeln und keine Kryptowährungen von Dritt-Wallets senden oder empfangen. Das Unternehmen sagte, die kürzlichen Vorwürfe der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC könnten dazu führen, dass die Liquidität auf einigen seiner Partner-Kryptobörsen sinkt, da sie den Token aus ihrem Angebot nehmen. Revolut wäre dann nicht in der Lage, XRP zu kaufen oder zu verkaufen.

Mehrere Kryptobörsen, darunter Coinbase, haben angekündigt, sie den XRP-Handel ab dieser Woche aussetzen zu wollen. Das ist die Reaktion auf die rechtlichen Schritte der SEC gegen Ripple. Die Kommission wirft Ripple, dem CEO Brad Garlinghouse und dem Mitbegründer Chris Larsen vor, mit dem Verkauf von XRP-Token ein „unregistriertes, fortlaufendes Wertpapierangebot für digitale Vermögenswerte“ durchgeführt zu haben.

Im vergangenen Jahr hat die britische Geld-App ihre Krypto-Handelsdienste auf Australien und die Vereinigten Staaten ausgeweitet. Das soll das wachsende Interesse an Krypto während der COVID-19-Lockdowns beschleunigt haben. Revolut-Nutzer hielten 2019 Krypto im Wert von rund 120 Mio. US-Dollar, obwohl das Unternehmen im selben Jahr massive Verluste verzeichnete.

Bei Redaktionsschluss lag der XRP-Kurs bei 0,23 US-Dollar. In den letzten 24 Stunden ist er um 2,6 Prozent gestiegen.

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Uphold: Keine XRP-Denotierung vor Gerichtsentscheidung

Der Kryptowährungs-Zahlungsabwickler und Börsenbetreiber Uphold hat offiziell klargestellt, dass er XRP vorerst nicht denotieren werde.

In einer Ankündigung am Montag erklärte Uphold, dass es XRP nicht aus seinem Krypto-Angebot entfernen werde, bis die Klage der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC beigelegt ist.

„Uphold hat beschlossen, XRP weiterhin zu listen, bis und wenn die Klage der SEC zu ihren Gunsten entschieden wird und XRP als Wertpapier eingestuft wird (oder das Handelsvolumen so weit zurückgeht, dass wir XRP nicht mehr unterstützen können).“

Die Börse merkte an, dass es sich bei der Klage gegen Ripple und seine Führungskräfte um eine Behauptung handelt und kein US-Gericht XRP formell als ein Wertpapier eingestuft hat. „Wir vertrauen darauf, dass andere Börsen eine ähnliche Haltung einnehmen werden, anstatt vor der Entscheidung des Gerichts ein vorschnelles Urteil zu fällen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Börse hat auch die Strenge der SEC gegen Ripple in Frage gestellt. Das hat dem XRP-Kurs einen starken Einbruch beschert. XRP hat mehr als 50 Prozent seines Wertes verloren, seit die Gerüchte im Umlauf sind, dass gegen den Token vorgegangen werden soll. Der XRP fiel bis Redaktionsschluss von 0,57 auf 0,23 US-Dollar.

Die Verluste wurden durch eine Reihe von Denotierungen durch große Börsen erheblich verstärkt. Darunter waren etwa Bitstamp, Coinbase, Binance.US und eToro. Große Hedgefonds und institutionelle Dienstleister wie Bitwise und Genesis Trading haben ebenfalls aufgehört, den Vermögenswert zu unterstützen.

Die Denotierungen wurden weitgehend als Vorsichtsmaßnahme zum Schutz vor regulatorischen Risiken betrachtet. Der Prozess befindet sich noch im Anfangsstadium und eine virtuelle Anhörung vor der Verhandlung ist für den 22. Februar angesetzt.

In der Zwischenzeit hat Ripple versprochen, sich gegen die SEC zu verteidigen. Ebenso unterstützten viele Community-Mitglieder durch Petitionen und Sammelklagen.

Cointelegraph bat Uphold um einen Kommentar, erhielt aber bis Redaktionsschluss keine Antwort. Der Artikel wird aktualisiert, wenn weitere Informationen vorliegen.

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