Beiträge

Risikokapitalgesellschaft sieht langfristigen Wachstumstrend für Bitcoin und Co.

Andreessen Horowitz ist eine der führenden US-Risikokapitalgesellschaften. In einem Paper spielen die Venture-Kapitalisten bullishe Zukunftsmusik für die Krypto-Branche.

Die Risikokapitalgeber von Andreessen Horowitz geben sich bullish. In einem datengestützten Papier untersuchen die Autoren die langfristige Tendenz der Krypto-Szene. Der Trend ist eindeutig: Die Branche wächst.

Wer bereits seit geraumer Zeit mit Bitcoin und Co. zu tun hat der weiß, dass der Kurs zyklisch wächst. Ausgelöst durch die Halving-Events, wird mitsamt der Block-Belohnung, die jüngst von 12,5 auf 6,25 BTC gedrosselt wurde, auch die Inflationsrate halbiert. Diese liegt nach dem letzten Halving erstmals unter derjenigen von Gold. Folglich ist Bitcoin somit seltener und – der Theorie nach – wertvoller als das Edelmetall. So stellen sich etwa alle vier Jahre Angebotsschocks ein, die in exorbitanten Kurssteigerungen enden können.

Zuletzt schoss der Kurs des digitalen Goldes Ende 2017 in luftige Höhen um dann bei knapp 20.000 US-Dollar seinen vorläufigen Höhepunkt zu finden. Wie die Autoren der Andreessen-Horowitz-Studie in ihrem Paper schreiben, sorgen derlei Bull Runs nicht nur für Krypto-Millionäre, sondern schlagen sich auch im langfristigen Wachstum der gesamten Branche nieder. Demnach sorge die zusätzliche mediale Aufmerksamkeit, für ein Aufblühen nachhaltigen Gründergeistes. Steht der Bitcoin im Rampenlicht,

Dies ließe sich sowohl anhand der Start-up-Gründungen, der Entwickler-Aktivität als auch einer verstärkten Präsenz auf Social-Media-Plattformen wie Reddit ablesen.

Bitcoin: Gekommen um zu bleiben

Die Autoren der Studie haben dafür Websites wie GitHub und Pitchbook nach Einträgen mit Krypto-Bezug durchforstet und nach langfristigen Trends untersucht. Es zeigt sich: Einmal gegründet zeigen die Jungunternehmen durchaus Beständigkeit. So fördern die Spitzen des Bullenzyklus zwar exorbitant viele Unternehmen zutage. Während des darauffolgenden Krypto-Winters bricht die Branche aber nicht wieder auf das vorige Niveau ein, sondern wächst beständig. Dies, so die Autoren, spricht eindeutig für einen langfristigen Wachstumstrend für Bitcoin, Blockchain und Co.

Auch wenn die Krypto-Zyklen chaotisch aussehen, haben sie auf lange Sicht ein stetiges Wachstum neuer Ideen, Codes, Projekte und Startups hervorgerufen die grundlegenden Triebkräfte der Software-Innovation. Technologen und Unternehmer werden die Branche in den kommenden Jahren weiter vorantreiben.

Die US-Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz gilt als Pionierin in Sachen Blockchain-Engagement. Erst Anfang Mai erreichte uns die Nachricht, dass die Venture-Kapitalisten 515 Millionen US-Dollar für einen neuen Krypto-Fonds aufgebracht haben. Damit verfügt das Unternehmen über zwei Krypto-bezogene Kapitalfonds mit einem Gesamtvolumen von 815 Millionen US-Dollar.

auf btc-echo lesen

Alternativer Ansatz – Warum ein Wagniskapitalgeber gezielt in Blockchains investiert

Nachdem der Hype um Initial Coin Offerings (ICOs) und vergleichbare Formen des Token-Verkaufs nachlässt, drängen klassische Wagniskapitalgeber immer mehr als Geldgeber in den Kryptomarkt. Cointelegraph hat sich mit Michael Anderson, dem Mitgründer von Framework Ventures, getroffen, um mit ihm über seine Investitionsabsichten und seine Hoffnungen in der Kryptobranche zu sprechen.

Zu den wichtigsten bisherigen Investitionen von Anderson gehören zum Beispiel die Projekte Chainlink (LINK) und Synthetix, die 2019 beträchtlich wachsen konnten. Dementsprechend ist er auch sehr zuversichtlich, was den Sektor der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) angeht. Bevor wir dieses Thema mit ihm anschneiden, haben wir ihn zunächst zu Risikokapitalinvestitionen in der Kryptobranche befragt.

Warum die Kryptobranche?

Bevor Anderson Wagniskapitalgeber wurde, war in der Technologiebranche tätig. So erklärt er zu Beginn unseres Interviews:

„Ich komme eigentlich aus der Technologiebranche. Zunächst habe ich vier Jahre lang bei Dropbox gearbeitet und bin dann zu Snapchat gewechselt. Bei beiden Unternehmen war ich als Produktmanager beschäftigt, wobei ich mich hauptsächlich um das Geschäftliche gekümmert habe […]. Tagsüber habe ich also den klassischen Geschäftsbetrieb mitbekommen und nachts habe ich gelernt, geforscht und mit verschiedenen neuen Technologien herumexperimentiert.“

Gemeinsam mit Vance Spencer hat er anschließend das Unternehmen Hashletes gegründet, das auf die Herausgabe von sogenannten Non-Fungible Krypto-Tokens spezialisiert ist. Nachdem die Firma verkauft wurde, haben die beiden Partner wiederum zusammen das Investitionsunternehmen Framework Ventures ins Leben gerufen.

Die Entscheidung des Duos, einen Investmentfonds zu gründen, erklärt Anderson dabei folgendermaßen:

„Als wir unser Unternehmen gegründet haben, ist uns aufgefallen, dass es eine große Marktlücke für Investitionen in Blockchain-Protokolle gibt. Klassische Wagniskapitalgeber waren zumeist nur daran interessiert, sich Firmenanteile zu sichern. Technologieunternehmen haben Blockchain-Protokolle tatsächlich genutzt oder selbst welche entwickelt, während Hedgefonds diese lediglich aus der Sicht der Gewinnmaximierung betrachtet haben.“

Dementsprechend sind die Framework Gründer der Meinung, dass es für Investitionen in Blockchain-Protokolle einen gänzlich anderen Ansatz braucht. Aus diesem Grund haben sie ihren Hedgefonds „Network Capital“ genannt, um auf die gezielte Investition in Blockchain-Netzwerke hinzuweisen.

Der Hedgefonds tätigt dabei in erster Linie Token-basierte Investitionen, da „hier am meisten Wertschöpfung entsteht“. Allerdings investiert er auch ganz klassisch in Firmenanteile bzw. stellt Investitionskapital zur Verfügung und entwickelt Tools für diejenigen Blockchains, mit denen er zusammenarbeitet.

Krypto braucht alternativen Ansatz

Sowohl Spencer als auch Anderson waren „Unternehmensengel“, ehe sie sich letztendlich zur Gründung von Framework entschlossen haben. Dementsprechend ist ihr Investitionsansatz ähnlich dem von sogenannten Business Angels.

Laut Anderson bedeutet dies unter anderem, dass Framework mit langfristigen Absichten in Projekte investiert, selbst wenn es kurzfristig oder mittelfristig sogar rentablere Zeitpunkte für einen Ausstieg gibt. Deshalb arbeitet das Investmentunternehmen zum Beispiel weiterhin eng mit Chainlink und Synthetix zusammen, obwohl beide Projekte im vergangenen Jahr eine beträchtliche Wertsteigerung erzielen konnten.

Auf die Frage, warum Framework sich dazu entscheidet, in eine Branche zu investieren, in der Unternehmen oftmals wenig bis gar keinen Umsatz erzielen, antwortet Anderson, dass es dafür „eine völlig andere Einstellung“ braucht.

Natürlich investiert der Investmentfonds auch in klassische Unternehmen, die ein etabliertes Geschäftsmodell und ein geregeltes Einkommen haben, aber nichtsdestotrotz ist Anderson davon überzeugt, dass Investitionen in Blockchain-Netzwerke sich später in einer Wertsteigerung des jeweils zugehörigen Krypto-Tokens widerspiegeln.

Da für Blockchain-Unternehmen aber keine der üblichen wirtschaftlichen Kennzahlen zutreffend sind, muss sich entsprechend auch die Grundlage zur Bewertung von Investitionsprojekten anpassen. So meint Anderson:

„Generell richtet sich unsere Bewertungsgrundlage nicht nur nach dem Wert, sondern vielmehr nach vergleichbaren Preisen oder ähnlichen Projekten. Was uns letztendlich aber viel wichtiger ist, ist eine qualitative Bewertung.“   

So fließt zum Beispiel die weitere Planung eines Unternehmens in diese Bewertung mit ein, wodurch die Investoren das Potenzial eines Investitionsprojekts abschätzen können. Die jeweilige Wettbewerbssituation ist ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt.

Die Investitionsentscheidung hängt jedoch zum großen Teil auch von den Personen ab, die an einem Krypto-Projekt beteiligt sind. Dies wird besonders deutlich, als Anderson erklärt, weshalb sein Investmentfonds bei Chainlink und Synthetix eingestiegen ist:

„Wir wussten, dass Sergey Nazarov [der Gründer von Chainlink] schon seit 2013 in der Kryptobranche ist. Er hatte sich schon in der Vergangenheit an Smart Contract Plattformen probiert, wobei ihm Ethereum natürlich zuvorgekommen ist, aber immerhin hatte er das Ganze schonmal mitgemacht. Zudem hat die implizite Unterstützung der Cornell Universität uns zusätzlich darin bestärkt, dass Chainlink die richtige Wahl ist.“

Im Fall von Synthetix hatte Anderson schon mit Gründer Kain Warwick gesprochen, noch bevor eine Investition überhaupt zur Diskussion stand:

„Bei einem Chainlink Geschäftsessen auf der ETHBerlin letzten Sommer saß ich zufällig neben Kain und habe ihn und seine Ambitionen so genauer kennengelernt.“

Im Großen und Ganzen richtet sich die Investmentstrategie von Framework allerdings nach der Vision des Unternehmens für die Kryptobranche.

Das Potenzial der DeFi

Dabei konzentriert sich Framework Ventures momentan auf den Bereich der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen, der seit 2019 deutlich an Beliebtheit gewinnt. So hatte Anderson zuletzt geschrieben:

„Wenn wir uns überlegen, was die grundlegende Funktion der Blockchain ist, dann ist das Werttransfer ohne einen Gläubiger. Wenn man das in ein Computerprogramm überträgt, dann kommen dabei die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen heraus.“

Obwohl er auch davon überzeugt ist, dass es in der Zukunft ein Web 3.0 geben wird, sind die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi), also Finanzdienstleistungen auf Basis von Blockchain, der momentane Hauptfokus seines Investmentfonds. Zurzeit beschränken sich die DeFi allerdings noch überwiegend auf den Handel von Kryptowährungen. So erklärt Anderson in dieser Hinsicht:

„Viele Projekte in diesem Bereich sind schon fast altbacken […], besonders Maker. Übermäßig durch Pfand besicherte Kredite sind einfach ein ineffizientes Geschäftsmodell.“

Auf die Frage, ob Dezentralisierte Finanzdienstleistungen bald auch außerhalb des Krypto-Handels Anwendung finden, antwortet Anderson:

„Kurz gesagt, Ja! Die Frage ist nur, wann.“

In diesem Zusammenhang ließ er auch durchsickern, dass Framework zum Beispiel an Kreditvergabe mit möglichst wenig Besicherung durch Pfand arbeitet. 

Dezentralisierte Versicherung

Das größte Potenzial für die DeFi sieht Anderson jedoch in der Versicherungsbranche:

„In der Versicherungsbranche könnte es ein großes Ding werden. Fünfzig Prozent der Kosten einer Versicherung, die normalerweise eine ein bis zwei prozentige Gewinnspanne haben, entstehen im Abwicklungsprozess von Versicherungsfällen. Selbst wenn nur ein kleiner Teil dieser 50% optimiert werden kann, wird ein Versicherungsunternehmen dadurch plötzlich sehr rentabel.“

Dezentralisierte Versicherungsdienstleistungen sind ein Anwendungsbereich mit sehr großem Potenzial, was nicht nur Framework, sondern auch Chainlink durchaus bewusst ist, wie Anderson angibt.

Dies verdeutlicht er an einem Beispiel, in dem die Sensoren an einem Auto alle wichtigen Informationen über einen Unfall automatisch erfassen und an einen Smart Contract auf einer Blockchain senden würden, was wiederum den Abwicklungsprozess der entsprechenden Versicherungsleistung bedeutend optimieren würde. Allerdings sei diese Vorstellung noch Zukunftsmusik, wie er gleichsam einräumt.

Als wir ihn abschließend fragen, ob die Blockchain-Technologie hierfür wirklich zwingend notwendig wäre, entgegnet Anderson, dass offene Blockchain-Netzwerke große Vorteile gegenüber den traditionellen Versicherungsanstalten hätten, was er am Beispiel von Geico verdeutlicht:

„Ich denke einer der großen Vorteile eines offenen Netzwerks ist es, dass man sich ganz einfach einen großen Pool an Pfandgebern aufbauen kann, die als Kontrahent fungieren würden. […] Die Geico gibt es bereits seit mehr als 100 Jahren, wodurch sie sich einen großen Schatz an Pfand und Pfandgebern aufbauen konnte. […] Wenn wir das gleiche Resultat auch in kürzester Zeit mit einem Blockchain-Netzwerk erzielen können, dann ist das ein großer Vorteil.“

auf cointelegraph lesen

Fidelity leitet Finanzierungsrunde für Blockchain-Startup Clear: 13 Mio. US-Dollar aufgebracht

Das israelische Blockchain-Startup Clear hat in einer Finanzierungsrunde der Serie A, angeführt von Eight Roads, 13 Mio. US-Dollar aufgebracht. Eight Roads ist ein Unternehmen, das von Fidelity unterstützt wird.

Clear entwickelt Blockchain-Netzwerke für Transaktionssysteme zwischen Unternehmen mit einem hohen Volumen. Die Firma gab am 5. Februar in einer Erklärung auf TechCrunch bekannt, dass die Runde beendet worden sei.

Eight Roads ist eine globales Unternehmen, das aus dem ersten Investmentunternehmen von Fidelity namens Fidelity Ventures hervorgegangen ist. 

An der Finanzierungsrunde für Clear haben auch mehrere führende, globale Telekommunikationsunternehmen teilgenommen: Telefónica Innovation Ventures aus Spanien, Telekom Innovation Pool von der Deutschen Telekom, die Hongkonger Firma Telco HKT und Singtel Innov8 aus Singapur. 

Die Telekommunikation ist der Bereich, auf den Clear bei der Entwicklung seines Blockchain- und Smart Contract-Transaktionsnetzes den Schwerpunkt legt. Das Netz soll grenzüberschreitende Zahlungen zwischen Unternehmen erleichtern. 

Der Mitbegründer Gal Hochberg sagte, dass vor allem Smart Contracts ein mächtiges Instrument seien, um mit internationalen Transaktionen mit einem hohen Volumen umzugehen:

„Sie schaffen eine vertrauenswürdige Einsicht in Bezug auf den wahren Stand der Beziehung zwischen den Geschäftspartnern des Unternehmens. Sie können Probleme in Echtzeit identifizieren, sei es in der Handelsinformation oder in der Dienstleistungserbringung. Und sie können diese sogar innerhalb unserer Plattform tatsächlich lösen.“

Die Blockchain stellt sicher, dass alle diese Transaktionen zwischen den Unternehmen überprüfbar und durch Kryptographie gesichert sind. Dabei sind die Daten für alle beteiligten Parteien konsistent und synchronisiert.

Hochberg behauptet, dass das Netzwerk „Hunderte von Millionen abrechenbare Ereignisse“ verarbeiten könne. Das sei bei internen Tests bestätigt worden.

Clear erwartet, seine Dienste im ersten Halbjahr 2020 vollständig anbieten zu können. Mit Hilfe der gestrigen Finanzierungsrunde will das Unternehmen letztendlich auch über die Telekommunikation hinaus expandieren.

Blockchain in der globalen Telekommunikation: Immer größere Bedeutung

Letzten Monat schloss Telefónica mit der lokalen Vereinigung der Wissenschafts- und Technologieparks eine Partnerschaft. Damit soll etwa 8.000 Firmen in Spanien ein Zugang zu ihrer Hyperledger-Blockchain ermöglicht werden.

Im September 2019 kündigte Union Mobile, Südkoreas viertgrößter Mobilfunkanbieter, den Start seines Blockchain-Projekts ELYNET an.

Die Enterprise Ethereum Alliance hat im August 2019 eine Übersicht über Anwendungsszenarien für Blockchain in der Telekommunikation veröffentlicht.

auf cointelegraph lesen

Salesforce und Samsung investieren in Smart Contract Projekt Digital Asset

Salesforce und Samsung haben in einer Stufe C Finanzierungsrunde in das Startup Digital Asset investiert.

Nachdem Digital Asset im Dezember 2019 in einer vorherigen Stufe C Finanzierungsrunde bereits 35 Mio. US-Dollar einnehmen konnte, entschied sich das Startup jetzt zu einer weiteren Runde, wie es in einer entsprechenden Pressemitteilung vom 4. Februar heißt.

An dieser zweiten Stufe C Finanzierungsrunde haben sich unter anderem die Samsung Venture Investment Corporation und die Salesforce Ventures, also die Investitionsabteilungen von Samsung und Salesforce, beteiligt.

„Die Tatsache, dass sich Salesforce und Samsung an unserer Finanzierungsrunde beteiligt haben, zeigt, welches Potenzial Technologiekonzerne in DAML als Standard für Smart Contracts sehen“, wie Digital Asset Mitgründer und Geschäftsführer Yuvol Rooz die Investitionen einordnet.

DAML

Das Blockchain-Startup Digital Asset arbeitet an der sogenannten „Digital Asset Modeling Language“ (kurz DAML) Programmiersprache, die erstmals im April 2019 veröffentlicht wurde. DAML ist ein Open-Source Projekt, das sich ähnlich wie bestehende Programmiersprachen für Smart Contracts verhält, jedoch deutlich vereinfacht sein soll.

Das neu eingesammelte Investitionskapital will Digital Asset dazu nutzen, um die Verbreitung von DAML voranzutreiben, neue DAML-Produkte zu entwickeln und weitere „DAML basierte Partnerprodukte“ herauszubringen, wie die Pressemitteilung erklärt.

Digital Asset sichert sich auch Humankapital

Zudem konnte Digital Asset jüngst einen erfahrenen Kopf der Technologiebranche für sich gewinnen. Nach 28 Jahren bei Microsoft, von denen sie für einige Zeit sogar als Vize-Präsidentin des großen Players tätig war, hat sich Susan Hauser nun dem Aufsichtsrat von Digital Asset angeschlossen.

Hauser hatte Digital Asset zuvor schon in beratender Funktion zur Seite gestanden. „In meiner Zeit als Beraterin von Digital Asset habe ich schnell gemerkt, welches Potenzial in der Anwendung von Smart Contracts steckt“, so Hauser in der Pressemitteilung. „In naher Zukunft werden wir sehen, dass Smart Contracts und Programmiersprachen wie DAML eine wichtige Rolle spielen werden“.

Im Juni 2019 hatte Cointelegraph bereits über die Partnerschaft zwischen der Amazon AWS Aurora und Digital Asset berichtet.

Cointelegraph hat Digital Asset um eine Stellungnahme zur Pressemitteilung gebeten, bei Redaktionsschluss jedoch noch keine Rückmeldung erhalten. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald eine entsprechende Antwort vorliegt.

auf cointelegraph lesen

Ripple bringt 200 Mio. US-Dollar auf: 2019 stärkstes Wachstumsjahr

Ripple, das Blockchain-Zahlungsunternehmen hinter dem drittgrößten Altcoin nach Marktkapitalisierung XRP, hat in einer neuen Finanzierungsrunde 200 Mio. US-Dollar aufgebracht.

Die geschlossene Investmentgesellschaft Tetragon hat diese Finanzierungsrunde der Serie C geleitet. Es haben sich auch der große japanische Ripple-Partner SBI Holdings und die Risikokapitalgesellschaft Route 66 Ventures beteiligt, wie die Firma am 20. Dezember bekanntgab.

Das frische Kapital will Ripple dazu nutzen, sein globales Zahlungsnetzwerk und den allgemeinen Nutzen des digitalen Vermögenswertes XRP und von XRP Ledger weiter zu verbessern, so die Bekanntgabe.

Trotz 73 Prozent Umsatzrückgang in Q3: Ripple verzeichnet starkes Jahreswachstum

Die neue Investition soll ein Rekordjahr für das Unternehmen sein, da Ripple „im Jahr 2019 das bisher stärkste Wachstumsjahr“ verzeichnet habe.

Der Ripple-CEO Brad Garlinghouse sagte, dass das Unternehmen weiter an Schwung gewonnen und die führende Stellung in der Branche ausgebaut habe. Garlinghaus sagte auch, „andere im Blockchain-Bereich haben ein langsameres Wachstum verzeichnet oder sogar den Betrieb eingestellt“.

Bis heute soll Ripple Kunden in über 45 Ländern und auf sechs Kontinenten haben. Auszahlungen sind dabei in mehr als 70 Ländern möglich. Das Transaktionsvolumen des Unternehmens soll im Vergleich zum Vorjahr um das 10-Fache gewachsen sein. Das globale Zahlungsnetzwerk des Unternehmens RippleNet hat nun mehr als 300 Kunden weltweit.

Ripple behauptet, 2019 sei das bisher stärkste Jahr gewesen. Dennoch hat das Unternehmen im dritten Quartal 2019 einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Wie Cointelegraph Mitte Oktober berichtete, ging der Umsatz von Ripple im dritten Quartal 2019 um über 73 Prozent zurück. Im Vergleich dazu gab es im zweiten Quartal einen Rekordumsatz in Höhe von 251,51 Mio. US-Dollar.

Anfang des Jahres schloss Ripple eine Partnerschaft mit MoneyGram, dem zweitgrößten Überweisungsunternehmen der Welt. Garlinghouse behauptete, die Tatsache, dass MoneyGram das Liquiditätsprodukt xRapid von Ripple verwendet, eine größere Sache sei als Facebooks Stablecoin-Projekt Libra. Ende November sicherte sich MoneyGram von Ripple eine Kapitalinvestition in Höhe von 20 Mio. US-Dollar im Rahmen der ursprünglichen Kapitalinvestitionsvereinbarung in Höhe von 50 Mio. US-Dollar.

auf cointelegraph lesen

ConsenSys Manager gründet neuen Blockchain-Investmentfonds

Ein leitender Mitarbeiter des Ethereum-Inkubators ConsenSys hat seine eigene Blockchain-Investmentfirma namens Aligned Capital gegründet. Sam Cassatt, der eigentlich Chef-Stratege von ConsenSys ist, hat am 15. November angekündigt, dass sein neues Unternehmen im Vorfeld der Betriebsaufnahme 50 Mio. US-Dollar Startkapital einsammeln will.

Cassatt, der seit fünf Jahren bei ConsenSys arbeitet, wird der Ethereum-Firma zwar weiterhin beratend zur Seite stehen, will sich aber in Vollzeit bei Aligned Capital engagieren.

Drei große Investitionsbereiche

Laut Mitteilung wird Aligned Capital hauptsächlich in drei große Bereiche investieren, diese sind Blockchain und Kryptowährungen, Künstliche Intelligenz und Innovationen im Gesundheitswesen. Zu diesem Zwecke will Cassatt von ConsenSys entwickelte Software nutzen, außerdem will er mit dem Startup-Inkubator eng zusammenarbeiten.

Zu den Investoren von Aligned Capital gehören bekannte Gesichter der Kryptobranche, wie zum Beispiel ConsenSys Gründer und Ethereum Mitgründer Joseph Lubin, der zusätzlich als Berater für das neue Investmentunternehmen fungieren wird. Andrew Keys, der ebenfalls zur Führungsriege von ConsenSys gehört, ist auch bei Aligned Capital als Investor eingestiegen.

Weitere namhafte Investoren der Firma sind die Stanford Dozentin Nichol Bradford und Nicholas Paul Brysiewicz, der als Chef-Entwickler bei der Long Now Foundation tätig ist. Der Unternehmer und Risikokapitalgeber Seth Goldstein beteiligt sich ebenfalls.

Blockchain-Investitionen nehmen stetig zu

Der neue Blockchain-Investmentfonds von Sam Cassatt zeigt, dass die Branche langsam, aber sicher wächst. Laut einer neuen Studie investieren mittlerweile 61% aller großen Digitalunternehmen in die Blockchain-Technologie.

In June 2019, billionaire investor Henry Kravis reportedly made his first crypto investment in blockchain-focused investment firm ParaFi Capital.

Laut neuen Berechnungen des Marktforschungsinstitutes Research and Markets, werden sich die Ausgaben für Blockchain allein in den USA bis 2025 von 3,12 Mrd. US-Dollar auf 41 Mrd. US-Dollar steigern.

auf cointelegraph lesen

Von Peter Thiel unterstützter Krypto-Investmentfonds sammelt 45 Mio. US-Dollar ein

Der Krypto-Investmentfonds 1Confirmation, der unter anderem vom bekannten deutschen Investor Peter Thiel unterstützt wird, konnte 45 Mio. US-Dollar Investitionskapital für seinen zweiten Fonds einsammeln.

Damit hat die 1Confirmation nun Vermögen in Höhe von 75 Mio. US-Dollar in ihrer Verwaltung, um diese in neue Krypto-Projekte zu investieren. Dies hat Gründer Nick Tomaino am 25. September offengelegt.

Die in San Francisco ansässige Vermögensverwaltung 1Confirmation ist eines der ersten Krypto-Investitionsunternehmen, das namhafte Investoren wie den PayPal Mitgründer Peter Thiel, Milliardär und Dallas Mavericks Besitzer Mark Cuban, Andreessen Horowitz Mitgründer Marc Andreessen und die große Investmentberatung Horsley Bridge zu seinen Unterstützern zählt.

60 Mio. US-Dollar waren das eigentliche Ziel

Tomaino, der zuvor bei der großen amerikanischen Kryptobörse Coinbase tätig war, lehnte es gegenüber Fortune jedoch ab, die Namen seiner jüngsten Investoren bekanntzugeben.

Allerdings bestätigte der 1Confirmation Gründer, dass erneut einige seiner ursprünglichen Investoren daran beteiligt waren. In diesem Zusammenhang betonte Tomaino, dass die Kryptobranche noch immer auf den einen Anwendungsfall wartet, der ihr zum Durchbruch verhelfen kann, abgesehen vom spekulativen Handel mit Kryptowährungen.

Einen ersten wirklichen Nutzen sieht er im Anwendungsbereich von Sparvermögen und Kreditvergabe, da Kryptowährungen zunehmend als alternative Sparmöglichkeit gesehen werden, denn während die Zinsen für Sparbücher mittlerweile gegen null tendieren, kann der Verleih von Kryptowährungen hingegen gewinnbringend sein.

Im Januar hatte das Wall Street Journal wiederum berichtet, dass die 1Confirmation für ihren zweiten Fonds eigentlich Vermögen in Höhe von 60 Mio. US-Dollar einsammeln wollte.

auf cointelegraph lesen

IEOs, ICOs, STOs und jetzt IDOs – Wie funktioniert Fundraising im Jahre 2019?

Die Krypto-Community hat eine tektonische Verschiebung der Fundraisingtrends erlebt: vom Rückgang der Initial Coin Offerings (ICOs) zum Hype um Security Token Offerings (STOs) und dann zum Anstieg der Initial Exchange Offerings (IEOs). Die Neigung beim Fundraising scheint sich jedes Jahr zu ändern. In ähnlicher Weise brachte 2019 eine neue Möglichkeit für Kryptounternehmen mit sich, ihre Token auf den Markt zu bringen.

Fundraising ist der Schlüssel eines jeden Unternehmens. Crowdsourcing-Trends haben in allen Sektoren weltweit zugenommen, insbesondere in der dezentralen Welt der Kryptos – obwohl sich der Weg zu Crowdsourcing mit fortschreitender Technologie und mit fortschreitender Gesellschaft ändert.

Gehören ICOs der Vergangenheit an?

Bereits 2017 waren ICOs eines der beliebtesten Themen in der Kryptosphäre. Allein in diesem Jahr haben 875 Projekte durch ICOs mehr als 6 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Selbst wenn man sich die Trends der Google-Suche nach der Beliebtheit von ICOs ansieht, kann man sehen, dass sie zur gleichen Zeit ihren Höchststand erreicht hatten, als die Bitcoin-Preise ein Allzeithoch erreichten (Dezember 2017 – Januar 2018).

Google Trends

Der Rückgang des Interesses an ICOs begann im Jahr 2018. Obwohl in dem Jahr 1253 ICOs rund 8 Milliarden US-Dollar aufgebracht haben, entfiel der überwiegende Teil der Finanzierung auf das erste Halbjahr. Bis 2019 haben nur 84 Projekte in den ersten drei Quartalen des Jahres insgesamt weniger als 350 Millionen US-Dollar aufgebracht.

Weiterhin besteht die Narrative, dass ICOs zweifelhafte Geschäfte sind. Tatsächlich sind 350 Millionen US-Dollar immer noch eine Menge Kapital in einem Ökosystem, das sich in einem jungen Stadium befindet. 2019 fand sogar die bisher größten ICOs statt. Das Blockchain-Unternehmen Algorand sammelte im Juni über 60 Millionen US-Dollar mit einem Token-Verkauf, während Tron Game Global rund 80 Millionen US-Dollar für seinen ICO sammelte.

Die Reife des Ökosystems spielt eine Rolle

Es kann nicht genug betont werden, wie wichtig der Einbruch des Bitcoin-Kurses von seinem Allzeithoch für die Branche war. ICOs waren 2017 und auch 2018 noch in hohem Maße von Gier und Spekulationen geprägt. Die meisten Leute betrachteten die Branche als ein System, mit dem man schnell reich werden konnte, während Unternehmen erkannten, dass sie in der Lage waren, Hunderttausende an Finanzmitteln zu generieren, indem sie nur Whitepapers plagiierten und ihren Investoren unrealistische Renditen versprachen. 

Wie eine Studie zeigte, handelte es sich bei über 80% der 2018 durchgeführten ICOs um Betrug. Inzwischen gibt es Vorschriften und die Betrüger werden strafrechtlich verfolgt. Dies hat nicht nur dazu beigetragen, die Öffentlichkeit vor den Konsequenzen ihres Handelns zu warnen, sondern auch das Bewusstsein für die Möglichkeiten von Fehlverhalten in der Branche zu schärfen. 

STOs sollten die Nachfolger von ICOs werden, aber jetzt erkennen die meisten die unrealistischen Anforderungen, um an einer STO teilzunehmen. Anleger müssen von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC als akkreditiert gelten, um an STOs teilnehmen zu können.

Auch wenn STOs durch reale Vermögenswerte abgesichert sind, hat die hohe Markteintrittsbarriere verhindert, dass sie eine tragfähige Option für die Beschaffung von Mitteln darstellen. Tatsächlich ist die Kapitalbeschaffung durch eine STO aufgrund der SEC so schwierig, dass sie fast mit einem traditionellen Börsengang (IPO) identisch ist. STOs sind jedoch kostengünstiger als IPOs. 

Die Ankunft der IEO

Wenn 2017 das Jahr für ICOs war, ist 2019 das Jahr für IEOs. Ausgelöst durch die Krypto-Börse Binance, die im Januar ein Angebot für BitTorrent auf den Markt brachte, gab es eine Vielzahl von Projekten für Börsen, die denselben Service anbieten.

Eine IEO wird von einer Krypto-Börse im Auftrag eines Startups orchestriert, das Mittel sammeln möchte. Als Gegenleistung für ihre Dienste müssen die Startups Listing-Gebühren und einen Prozentsatz der im IEO verkauften Token bezahlen. Die Beziehung zwischen der Börse und dem Startup wird somit zu einer Symbiose, da die Börsen Anreize bieten, Startups bei Marketing und Werbeaktionen zu unterstützen. 

Ronald Chan, der Director of Partnership bei ProBit, fasste den Aufstieg der IEOs für Cointelegraph in einer E-Mail zusammen. Er sagte:

„Erstens wurden die Einzelhandelsbenutzer wachsam gegenüber den vielen ICOs, die auftauchten. Benutzer suchten nach etablierten Marken in der Kryptowährungsbranche, um die Projekte zu überprüfen, bevor sie am Token-Verkauf teilnahmen. Zweitens gab es eine Zunahme von Krypto-Börsen, und einige Börsen fanden es rentabel, diese Nachfrage nach Überprüfung durch die Projekte zu erfüllen, bevor Token-Verkäufe getätigt wurden.“

n vielerlei Hinsicht lagern Benutzer die Sorgfaltspflicht im Grunde genommen an die Börsen aus, wodurch die Sicherheit und die technologische Infrastruktur besser gewährleistet werden können, als dies Unternehmen selbst können. Die Börse überprüft das Projekt, um sicherzustellen, dass es vertrauenswürdig ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Token fast sofort an der Börse für den Handel zugelassen wird. 

Viele glauben, dass IEOs Neueinsteigern einen faireren Spielraum bieten, sowohl für neue Investoren als auch für Start-ups, die nach Fonds suchen. Nischal Shetty, der CEO von WazirX, der größten Krypto-Börse in Indien, ist der Ansicht, dass die Umstellung auf IEOs ein natürlicher Fortschritt ist. Zusätzlich sagte er, dass einer der größten Vorteile, die IEOs haben, ihr Publikum ist. In einer Diskussion mit Cointelegraph stellte er fest: 

„IEOs präsentieren ein bereites Publikum, das versteht, wie Krypto funktioniert, das Gute und das Schlechte. Insgesamt ist dies eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Menschen in den USA können IEOs jedoch noch nicht nutzen. IEOs sind derzeit illegal, da Tokens eindeutig Wertpapiere sind und unregulierte Börsen als Broker fungieren. Globale Investoren haben jedoch gezeigt, dass IEOs die erste Wahl sind, um ein Krypto-Projekt zu finanzieren. Die 1,5 Milliarden US-Dollar, die die IEOs 2019 ohne Beteiligung von US-amerikanischen Investoren aufgebracht haben, sind ein Beispiel dafür.

Geht die Risikokapitalfinanzierung gegen eine dezentrale Philosophie?

Venture Capital (VC) -Finanzierung wird in Bezug auf Krypto-Projekte außen vor gelassen. Sogar als der ICO-Hype seinen Höhepunkt erreichte, wurden Risikokapital-Investments getätigt. Insbesondere wurden massive Kryptoprojekte wie Circle und Coinbase von VCs finanziert. 

Tatsächlich investierten VCs allein im Jahr 2018 fast 3 Milliarden US-Dollar in Krypto- und Blockchain-Projekte, was fast 40% der von ICOs erzielten Einnahmen entspricht. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass VCs erfahrene Investoren sind und über viel Erfahrung und Daten verfügen, um ihre Investitionen zu stützen, was auf einen durchschnittlichen ICO-Investor nicht unbedingt zutrifft.

Vijay Anand, Angel Investor und CEO von The Startup Center, ist der Ansicht, dass das traditionelle Risikokapital-Finanzierungsmodell gegen die Philosophie des gesamten Blockchain- und Kryptoraums verstößt. In einem Gespräch mit Cointelegraph sagte Anand:

Ein verteiltes System (in Bezug auf Kryptowährung / Blockchain), war schon immer schwer zu bauen, aber es ist das, worauf am Ende abgezielt wurde. Zufälligerweise gibt es auch einige sehr sozialistische Gründe. Die Finanzierung der sozialistischen Infrastruktur durch kapitalistische Maßnahmen scheint eine grundlegend fehlerhafte These zu sein. Wenn wir uns überlegen, wie verteilte Systeme aussehen sollen, und nicht versuchen, sie zu kontrollieren, wird sich die Zukunft viel früher zeigen.“

Einer der größten Vorteile des Blockchain-Ökosystems ist seine Dezentralität. Daher sollte eine zentralisierte Finanzierung von Blockchain-Startups im Idealfall keine Nachfrage finden. Dies hat VCs jedoch nicht davon abgehalten, in Blockchain-Unternehmen zu investieren und nach einer Finanzierung mit Risikokapitalgebern zu suchen. Tatsächlich sicherte sich der Krypto-Kreditgeber BlockFi am 6. August 2019 in einer von Valar Ventures angeführten Finanzierungsrunde 18,3 Millionen US-Dollar.

Ist die IDO das nächste IEO?

Ein Initial DEX Offering (IDO) ähnelt einem IEO, mit der Ausnahme, dass IDOs an dezentralen Börsen (DEX) und IEOs an zentralen Börsen durchgeführt werden. Vor ein paar Monaten führte Raven Protocol (RAVEN) ein IDO für Binance DEX durch. 

Derzeit haben DEXs jedoch nur eine sehr geringe Traktion – bis zu dem Punkt, dass viele in der Community den Nutzen eines DEX in Frage gestellt haben. Binance DEX selbst hat ein tägliches Handelsvolumen von etwas unter 2 Millionen US-Dollar. Chan von ProBit relativiert dies folgendermaßen:

„DEX ist in Bezug auf Nutzerzahlen und Auftragsbuchtiefen noch nicht ausgereift. Erfolgreiche IEOs erfordern eine gute Anzahl von Benutzern und eine gute Zusammenarbeit mit diesen Benutzern, um beliebt zu sein.“

Die Evolution begrüßen

Ein ICO ist nur ein Instrument, um Mittel zu sammeln. In vielerlei Hinsicht hatten die Nachteile von ICOs zu STOs und IEOs geführt. IEOs sind nur ICOs mit einer neuen Ebene der Intervention und Regulierung, die versuchen, den Wert für die Teilnehmer zu sichern und die Risiken zu senken. STOs hingegen haben eine so hohe Eintrittsbarriere, dass sie für die meisten Projekte nicht mehr brauchbar sind.

Der Rückgang des Interesses an ICOs ist auf die Verschärfung der Marktregulierungen zurückzuführen. Darüber hinaus ist der Durchschnittsinvestor jetzt weiser in Bezug auf die damit verbundenen Risiken und führt mehr Due Diligence durch als vor ein paar Jahren. IEOs haben sich jedoch als Mittelweg für die libertäre Struktur von ICOs und die drakonische Struktur der Regulierung erwiesen, die mit STOs einhergeht.

auf cointelegraph lesen

Circle will Kapital für Handelsplattform SeedInvest aufbringen

Das Krypto-Startup Circle, das von Goldman Sachs unterstützt wird, plant, einen 100 Millionen US-Dollar umfassenden Risikokapitalfonds für seine Crowdfunding-Plattform SeedInvest aufzulegen.

Laut einem aktuellen Stellenangebot auf LinkedIn sucht Circle einen General Partner, der für die Aufbringung und Verwaltung des Fonds in Partnerschaft mit dem leitenden Führungsteam von SeedInvest verantwortlich sein wird.

Von dem Partner wird erwartet, dass er eine Investmentarbeit entwickelt und anführt, die sich an das Netzwerk aus 250.000 Investoren von SeedInvest richtet. Ziel dabei soll es sein, die Renditen zu maximieren, wie es in dem Stellenangebot heißt. Die neue Position erfordert auch, dass der Tagesbetrieb des Fonds geleitet wird, darunter etwa wichtige Kapitalbeschaffungsinitiativen, die Identifizierung von Investitionsmöglichkeiten sowie die Verwaltung und Erweiterung des Investmentteams.

Das 2012 gegründete Unternehmen SeedInvest aus New York hat bisher über 150 Startups finanziert und landete auf der Liste der 500 am schnellsten wachsenden Finanzdienstleistungsunternehmen in den Vereinigten Staaten des Inc. Magazine auf Platz vier. Im März 2019 wurde SeedInvest von Circle übernommen. Damit konnte SeedInvest sein Angebot ausweiten und Kryptowährungen sowie die Ausgabe von tokenisierten Wertpapieren anbieten.

Anfang des Jahres hat SeedInvest eine Genehmigung von der US-Regulierungsbehörde für die Finanzindustrie erhalten, um einen Sekundäraktienhandel anzubieten.

Vor kurzem behauptete der Circle-CEO Jeremy Allaire, dass Bitcoin (BTC) eine sichere Investition sei und erklärte, dass Menschen, die ihr Kapital kontrollieren wollen, Bitcoin kaufen würden.

auf cointelegraph lesen

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein

Das Silicon-Valley-Unternehmen Robinhood darf sich über eine veritable Finanzspritze freuen. Wie das Start-up am 22. Juli bekannt gegeben hat, investieren Venture Capitalists wie DST Global, Ribbit Capital, NEA, Sequioa und Thrive Captial insgesamt 323 Millionen US-Dollar.

Wir freuen uns, eine 323 Millionen US-Dollar Series-E-Finanzierung bei einer Bewertung von 7,6 Milliarden US-Dollar bekannt zu geben. Diese Mittel werden für unsere Mission verwendet, um unser Finanzsystem für alle zu demokratisieren.

Wie Robinhood indessen auf Twitter schreibt, sollen die Mittel in den Ausbau der Trading-Infrastruktur fließen.

Wir werden die Finanzmittel verwenden, um unsere Mission der Demokratisierung der Finanzen für alle weiter zu verfolgen,

heißt es seitens des Unternehmens.

Ausbau von Robinhood Crypto

Ferner ist in der Pressemitteilung die Rede von Expansionsabsichten für die Krypto-Sparte der Plattform in weitere US-Bundesstaaten. Aktuell ist ist Robinhood Crypto in 30 Staaten verfügbar, darunter auch New York. Damit Unternehmen in dem Bundesstaat an der Ostküste der USA Krypto-Dienstleistungen anbieten dürfen, müssen sie zunächst einer sogenannten BitLicense habhaft werden, dies ist Robinhood im Mai dieses Jahres gelungen.

Robinhood ist indes vor allem unter Kleinanlegern beliebt. Schließlich berechnet das Unternehmen für Trades keinerlei Gebühr. Neben klassischen Wertanlagen wie Aktien können Investoren ferner am Krypto-Markt partizipieren. Aktuell sind Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash, Ethereum Classic, Litecoin und Dogecoin auf der Trading-Plattform handelbar.

Robinhood plant Börsengang

Unterdessen arbeitet das Unternehmen nach wie vor an seinem Börsengang.

Eine Aktiengesellschaft zu sein, passt meiner Meinung nach auch sehr gut zu unserer Mission. Und es ist definitiv am Horizont, nicht kurzfristig, aber das ist etwas, woran wir denken,

äußerste sich CEO Baiju Bhatt vor etwa einem Jahr. Im September 2018 leitete Robinhood die Genehmigung seines Börsengangs ein.

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Monatsabo inkl. GRATIS Bitcoin Whitepaper (Deutsche Fassung gedruckt)

Mehr zum Thema:

auf btc-echo lesen