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Report: Blockchain-Unternehmen im Crypto Valley mit mehr Substanz bei schwächerem Wachstum

Die Zahl der im sogenannten Crypto Valley beheimateten Blockchain-Unternehmen ist in der zweiten Jahreshälfte von 2019 nur geringfügig von 810 auf 842 gewachsen. Dies geht aus der vierten Ausgabe des am 23. Januar veröffentlichten CV VC Top 50-Reports der Investmentgesellschaft CV VC (Crypto Valley Venture Capital) hervor.

Als Crypto Valley bezeichnet der Report nicht nur den häufig damit assoziierten Standort Zug, sondern alle acht Schweizer Blockchain-Hubs sowie Liechtenstein.

Zug weiter führender Krypto-Hub

Rund die Hälfte aller Blockchain-Unternehmen sind laut CV VC in Zug ansässig (425). Die weiteren Hotspots sind in den Kantonen Zürich (139 Unternehmen), Genf (45), Tessin (42), Waadt (27), Luzern (16) und Bern (14) zu finden. In Liechtenstein verdoppelte sich die Anzahl Unternehmen in den letzten sechs Monaten von 2019 auf 80 Unternehmen.

Insgesamt beläuft sich die Bewertung der Top 50 Unternehmen im Crypto Valley nach einem Rückgang um 17,3 Mrd. nur noch auf 25,3 Mrd. US-Dollar. Rechnet man die Halbierung der Marktkapitalisierung von Ethereum in der zweiten Jahreshälfte von 2019 allerdings heraus, zeigt sich ein deutlich stabileres Bild. Die dann 10,8 Mrd Dollar entsprechen in etwa der Bewertung im vorherigen Report vom Juni 2019.

Als wichtige Meilensteine, die dem Blockchain-Sektor im Crypto Valley deutlich mehr Substanz verschafft hätten, nennt der CV VC Top 50-Report die von der Schweizer Finanzaufsicht den Krypto-Banken Seba Bank und Sygnum verliehenen Bankenlizenzen. Weitere Unternehmen wie etwa Bitcoin Suisse hätten ebenfalls bereits Banklizenzen beantragt. 

Krypto-Sektor wird erwachsen

Krypto-freundliche Banken der ersten Stunde wie die Bank Frick und Falcon haben durch Institute wie Bank Reyl, InCore Bank, Maerki Baumann, Mason Bank und Zarattini Gesellschaft bekommen. Weitere Unternehmen wie Algo Trader, Bitcoin Suisse, Crypto Finance, CoreLedger, Flovtec und Tokengate bieten ebenfalls Fintech-Produkte sowie Dienstleistungen wie Verwahrung, Transaktionsverarbeitung, KYC und AML an.

Auch die Schweizer SIX Group ist mit ihrer geplanten digitalen Handelsplattform SDX auf den Krypto-Zug aufgesprungen, hebt der Report hervor. Mit der Ansiedlung der Libra Association habe das Crypto Valley ein weiteres Einhorn mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Marktkapitalisierung anziehen können.

Mehr Einhörner, weniger Neugründungen

Zu den Einhörnern im Crypto Valley zählten laut CV VC Ende 2019 Ethereum ($14.4 Mrd.), Dfinity ($2 Mrd.), Polkadot ($1.2 Mrd.), Bitmain ($1 Mrd.) und Libra ($1 Mrd.). Als Unicorn-Anwärter führt der Report Tezos ($924 Mio.), Cardano ($869 Mio.) und Cosmos ($818 Mio.) auf.

Dass sich das Wachstum der Unternehmensansiedlungen im Crypto Valley in 2019 abgekühlt hat, hatte Anfang Januar 2020 bereits die Luzerner Zeitung gemeldet. Der von der Luzerner Zeitung zitierte CEO von Startups.ch Michele Blasucci wertete dies als Anzeichen dafür, “dass die Goldgräberstimmung bei den Kryptowährungen vorbei ist.”

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LinkedUp: Schweizer Blockchain-Startup Dfinity präsentiert dezentrale Alternative zu LinkedIn

Das an einem Blockchain-basierten “Internet Computer” arbeitende Schweizer Startup Dfinity hat mit dem offenen sozialen Netzwerk LinkedUp eine erste Demoanwendung entwickelt. Dies meldete der Technologie-Blog Techcrunch am 23. Januar.

Internet-Computer soll 2020 starten

LinkedUp läuft auf der sogenannten Bronze Edition des noch in Entwicklung befindlichen Internet-Computers, welchen Dfinity diese Woche in Davos vorstellte. Der offizielle Start des dezentralen Computers sei für später in 2020 geplant.

Wirklich dezentral läuft das von Dfinity als LinkedIn-Alternative beworbene soziale Netzwerk LinkedUp nicht, so Techcrunch. Die Testversion des ausführenden Internet-Computers laufe aktuell in einem Schweizer Rechenzentrum. 

Sobald der dezentrale Computer online geht, sollen die für Anwendungen benötigten Daten auf mindestens vier Nodes eines künftigen Rechen-Netzwerks verteilt werden, welche in unabhängigen Rechenzentren platziert werden sollen. Die maximale Anzahl der ausführenden Nodes sei theoretisch unbegrenzt.

Dezentral, aber kein Blockchain-Rechner

Um einen wirklichen Blockchain-Rechner handelt es sich bei dem Dfinity-System nicht, schreibt Techcrunch. Ein Unternehmenssprecher beschreibe die genutzte Architektur vielmehr als „verteiltes Computersystem der nächsten Generation – ähnlich seinen Vorgängern Mainframe, Client-Server und Public Cloud“, welches auf Kryptographie basiere.

Dfinity konnte in mehreren Finanzierungsrunden unter Beteiligung namhafter Risikoinvestoren wie Andreessen Horowitz fast 200 Millionen Euro Kapital aufnehmen. Unter zahlreichen im Krypto-Winter gescheiterten Krypto-Startups gilt Dfinity mit einer Bewertung von mehr als eine Milliarde US-Dollar als sogenanntes erfolgreiches “Einhorn”.

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Bitcoin und Co.: Schweizer Privatbank Julius Bär startet Angebot für digitale Vermögenswerte

Die größte Schweizer Privatbank Julius Bär steigt in das Geschäft mit digitalen Vermögenswerten ein. Dies gab das Unternehmen am 21. Januar per Pressemitteilung bekannt.

Julius Bär setzt auf Fintech-Knowhow der Seba Bank

Wie das Unternehmen mitteilt, basiert das neue Angebot auf einer Partnerschaft mit der durch die Schweizer Finanzaufsicht Finma lizenzierten Seba Bank AG. Diese biete eine “innovative und moderne Plattform”, heißt es in der Pressemitteilung. 

Die Angebotspalette umfasse künftig auch “Angebote für digitale Vermögenswerte wie verlässliche Lösungen für Aufbewahrung und Transaktion, aber auch konsolidierte Portfolioübersichten konventioneller und digitaler Vermögenswerte”, schreibt Julius Bär. Dazu sollen eine Reihe von Kryptowährungen gehören, “die aufgrund ihrer Handelbarkeit, Sicherheit und technischen Zuverlässigkeit ausgewählt” worden seien. 

Die aus der Seba Crypto AG hervorgegangene Seba Bank AG hatte im August 2019 von der Finma eine Lizenz als Bank und Wertpapierhändler erhalten. Seit November 2019 bietet die Seba Bank ihre Dienstleistungen auch professionellen Investoren und Firmenkunden an. Dazu gehören der Handel mit den Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Stellar (XLM), Litecoin (LTC) und Ether Classic (ETC) untereinander und gegen Fiatwährung.

Kooperation bereits seit 2019 geplant

Die Kooperation zwischen der Seba Bank und Julius Bär war bereits im Februar letzten Jahres vereinbart worden. Damals wurde auch bekannt, dass Julius Bär schon seit 2018 eine Minderheitsbeteiligung an der Seba AG hält.

Für institutionelle Kunden ist die Seba Bank seit Dezember auch in Singapur, Hongkong, Großbritannien, Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich und Portugal aktiv. Die künftige Expansion will Seba mit einer 100 Millionen Schweizer Franken schweren zweiten Finanzierungsrunde stemmen.

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Schweiz: Token Factory tokenisiert ersten regulierten Immobilienfonds

Die Tokenisierung von Vermögenswerten erreicht stetig neue Meilensteine. In Zusammenarbeit mit der Bank Frick tokenisiert das Schweizer Blockchain-Unternehmen Token Factory erstmals in der Geschichte einen regulierten Immobilienfonds in Europa. Die Finanzmarktaufsicht Liechtensteins (FMA) hat den Fonds bereits als alternativen Investmentfonds (AIF) bewilligt.

Token Factory betritt Neuland

Das Schweizer Start-up hat jüngst in einer Pressemitteilung die erstmalige Tokenisierung eines regulierten Immobilienfonds bekannt gegeben. Die tokenisierten Vermögenswerte werden folglich als Security Token auf der Ethereum Blockchain abgebildet, die die Eigentumsrechte der digitalen Wertpapiere dokumentiert. Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) hat den Fonds zudem bereits formell abgesegnet.

Bastiaan Don, Managing Director der Token Factory, erklärte:

Unsere Tokenisierungslösung basiert auf Standard-Protokollen wie ERC20 und der offenen Blockchain Ethereum. Dies ermöglicht unseren Kunden, das Potenzial der Blockchain-Technologie maximal zu nutzen, ohne dass sie sich auf einen zentralen Technologie-Partner oder proprietäre – geschlossene – Lösung festlegen müssen.

Der Security Token ist verknüpft mit einer On-Chain Whitelist, wodurch sich nur rechtmäßige Transaktionen abwickeln lassen sollen. Die Investition und der Handel mit den Security Token ist somit nur Anlegern gestattet, die sich zuvor per AML/KYC-Richtlinien identifizieren.

Die Kontrolle über die Whitelist obliegt der Bank Frick, die bereits im Februar 2019 eine institutionelle Krypto-Handelsplattform eingerichtet hat. Die Bank unterstützt die Investoren beim Onboarding-Prozess und überträgt diese in die Whitelist.

Raphael Haldner, Head Fund and Capital Markets bei Bank Frick, erklärt:

Als bevorzugte Anlaufstelle für Blockchain-Banking haben wir mit der Tokenisierung eines regulierten Investmentfonds erneut die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie demonstrieren können. Die Ausgabe von digitalen, blockchainbasierten Fondsanteilen führt zu mehr Effizienz und einem höheren Automatisierungsgrad beim Übertragungsprozess.

Token Factory hat außerdem bereits im März 2019 über ihre Plattform blockimmo eine Immobilie in der Schweiz tokenisiert. Der Schweizer Blockchain-Immobilieninvestor BrickMark ist dem Beispiel indes gefolgt und hat kürzlich die bislang teuerste Immobilie in Zürich tokenisiert.

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Industrieführer sehen eine wichtige Rolle der Blockchain für Rückverfolgung von Produkten und Materialien

Beim Crypto Valley Summit im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos steht die ökologische Nachhaltigkeit im Vordergrund. Obwohl die Blockchain am Rande der globalen Diskussion steht, sehen einige Experten ihre Verwendung in der Rückverfolgbarkeit als eine der Schlüsseltechnologien zur Verbesserung der Nachhaltigkeit.

Branchenübliche Anwendungen

Lieferketten, die auf der Blockchain basieren, ermöglichen die Verfolgung der gesamten Produktionskette bestimmter Produkte. Ihre Verwendung stellt sicher, dass Verbraucher und Unternehmen immer wissen, woher ein bestimmtes Produkt oder Material stammt. Dies hilft, Fälschungen zu verhindern – ein Problem, das angesichts der Komplexität globaler Handelssysteme nur schwer zu beheben ist.

Lieferketten-Blockchains haben bereits einige bemerkenswerte Akzeptanz auf globaler Ebene erfahren. Seit November 2018 ermöglicht der europäische Einzelhandelsriese Carrefour seinen Kunden, die Herkunft seiner Produkte über eine App zu überprüfen. Auch im Bereich der Rohstoffverfolgung gibt es zahlreiche Anwendungen, beispielsweise bei der Herstellung von mongolischem Kaschmir oder afrikanischer Gerste und Malz.

Mehrere in Davos anwesende Experten äußerten sich am 23. Januar durch Präsentationen zur Zukunft der Lieferketten- Blockchain.

Christian Di Giorgio, Leiter DLT-Lösungen bei Inacta AG, einem Schweizer Unternehmen, das sich für die Einführung von Blockchain einsetzt, betonte die Bedeutung von transparentem Tracking:

„Kriminalität zahlt sich aus, wenn die Provenienz nicht eindeutig ist. Das Problem besteht darin, zu wissen, woher ein Produkt stammt, und zu wissen, dass es echt ist. Es reicht von Schuhen über Taschen bis hin zur Pharmaindustrie und zum B2B-Markt – zum Beispiel für Medizin und Autoteile.“

Er räumte ein, dass das Problem nicht einfach anzugehen sei, da „es sonst schon jemand anderen gelöst worden wäre“.

Di Giorgio erklärte darüber hinaus, was getan werden kann, um die Situation zu verbessern:

„Dieses Ökosystem braucht Standards. Hier gibt es einige gravierende negative wirtschaftliche Auswirkungen.“

Marc Degen, Mitbegründer von ProofX, einem Schweizer Unternehmen für Produktverifizierung, stimmte zu, dass eine Rückverfolgbarkeit zwingend nötig sei, eine Implementierung sich jedoch als schwierig erweisen könnte. Er erklärte:

„Es erfordert eine Überprüfung der gelieferten Materialien, eine Änderung der Verpackung, der Kennzeichnung und der Produktion sowie eine Änderung des Vertriebs.“

Degen reagierte auch auf mögliche Bedenken hinsichtlich der Verwendung von Blockchain, um diese Probleme zu lösen. Er fügte hinzu:

„Neue Technologien wie Blockchain werden anfangs überbewertet, aber langfristig unterbewertet. Am Ende des Tages passen Rückverfolgbarkeit und Blockchain perfekt zusammen. Unser Ansatz ist es, heute zu beginnen und uns im Laufe der Zeit zu verbessern.“

Lieferketten-Blockchain bei WEF

Am 23. Januar kündigte die Organisation des Weltwirtschaftsforums außerdem eine öffentliche Rückverfolgbarkeitsplattform an, die auf Blockchain basieren soll. Ziel ist es, Unternehmen in verschiedenen Branchen dabei zu unterstützen, auf die „Nachfrage der Verbraucher nach ethischen und umweltfreundlichen Produkten“ zu reagieren, heißt es in der Pressemitteilung.

Die wichtigste Innovation hinter der Initiative besteht darin, eine neutrale, Blockchain-basierte Plattform anzubieten, um die branchenübergreifende Zusammenarbeit zu fördern. Sie wurde in Zusammenarbeit von Everledger, Lenzing Group und anderen erstellt.

Dylan Love hat zur Berichterstattung für diesen Artikel beigetragen.

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Amun bringt Short-Bitcoin-ETP auf Schweizer Börse SIX heraus

Das Schweizer Finanzunternehmen Amun AG hat ein börsengehandeltes Produkt (ETP) auf den Markt gebracht, das Investoren ermöglicht, Short-Positionen auf Bitcoin (BTC) zu eröffnen. Das Produkt heißt 21Shares Short Bitcoin (SBTC).

Wie Cointelegraph Japan berichtete, hat Amun das Derivat am 22. Januar an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange lanciert. In der Beschreibung des Produkts auf der offiziellen Webseite der Firma heißt es:

„Das ETP 21Shares Short Bitcoin (Ticker: SBTC) strebt eine Rendite von -1x auf die Entwicklung von Bitcoin für einen einzelnen Tag an. Dieses Produkt umfasst Short-Positionen durch die Anleihe von Bitcoin und den gleichzeitigen Verkauf auf einer Ausführungsplattform“.

Laut der offiziellen Webseite hat die SIX Swiss Exchange im Jahr 2018 ein Betriebsergebnis von 1,94 Mrd. Schweizer Franken und einen Nettogewinn von 2,88 Mrd. Schweizer Franken erzielt und beschäftigt 2.594 Mitarbeiter. Die Börse behauptet auch, dass sein Marktanteil beim Handel auf dem Schweizer Leader Index 70,8 Prozent betrage. SIX hat auch 32,4 Millionen Finanzinstrumente in ihrer Datenbank.

Reguliertes inverses Bitcoin-ETP erstmals in der Schweiz

In einer Pressemitteilung, in der das neue Produkt angekündigt wurde, erklärte Hany Rashwan, der CEO von Amun, dass die Einführung dieses ETP seine vorhandenen Derivate auf wichtige Weise ergänze. Er behauptete:

„Wir haben hart gearbeitet, um das erste inverse Bitcoin-ETP auf einem regulierten Handelsplatz hier in der Schweiz anbieten zu können. Amun bietet eine ganze Palette von Anlageprodukten für Long-Positionen auf eine Vielzahl von Krypto-Vermögenswerten an. Das einzige, was fehlte, war ein Produkt, mit dem man aus negativen Kursbewegungen Kapital schlagen kann“.

Nicht das einzige Produkt

Dieses ETP ist nur eines von vielen vollständig besicherten und verwahrten Krypto-Finanzderivaten, die von Amun eingeführt wurden. Zuvor hat das Unternehmen auch den Amun Crypto Basket Index ETP, Amun Bitcoin, Amun Ethereum, Amun XRP, AMUN Bitcoin Cash ETPx, Amun Binance ETP, Amun Tezos ETP, Amun Bitcoin Suisse ETP, Amun Bitwise 10 ETP und Amun Sygnum Platform Winners Index ETP aufgelegt.

Ein Amun-Sprecher sagte gegenüber Cointelegraph, dass, je nachdem, wie erfolgreich der SBTC ist, die Firma möglicherweise weitere ETPs für Krypto-Short-Positionen sowie andere Produkte, wie etwa gehebelte Derivate herausbringen werde. Der CEO der Firma Hany Rashwan sagte gegenüber Cointelegraph, dass die Produkte von Amun reguliert seien und behauptete, dass man sie einfach benutzen könne. Dann sagte er auch seine Meinung zu aktuellen Produkten, die im Bereich der Kryptoderivate fehlen:

„Krypto wird zu einer Anlageklasse und die Nachfrage nach Derivaten, wie Hebel und Short-Positionen, ist sowohl sehr groß als auch schnell wachsend. Doch die Produkte, die es heute in Form von Optionen/Futures gibt, werden zumeist aus unregulierten Regionen heraus entwickelt. Das schreckt institutionelle Anleger ab oder sie sind zu kompliziert und erfordern einen hohen Verwaltungsaufwand, der für Privatanleger zu kompliziert ist“.

Seit Dezember 2019 darf Amin auch seine Produkte Privatkunden in der Europäischen Union anbieten. Damit erhält eine breitere Bevölkerungsschicht einen Zugang zu Krypto-Angeboten.

Viele Unternehmen bringen Kryptowährungsderivate heraus, da Investoren eine steigende Nachfrage nach solchen Produkten zeigen.

Anfang Dezember erreichte der Open Interest der Bitcoin-Futures der digitalen Vermögenswertplattform Bakkt ein neues Allzeithoch. Anfang des Monats hat die Börse für Kryptowährungsderivate FTX ein Bitcoin-Produkt herausgebracht und soll zwei Stunden nach dem Start 1 Mio. US-Dollar erreicht.

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Sechs große Zentralbanken wollen gemeinsam an Zentralbank-Digitalwährungen forschen

Die Zentralbanken von Kanada, Großbritannien, Japan, der EU, Schweden und der Schweiz haben gemeinsam mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) eine Arbeitsgruppe gegründet, die das Feld der Zentralbank-Digitalwährungen (CBDC) untersuchen soll.

Laut einer entsprechenden Pressemitteilung, die die Bank of England am 21. Januar veröffentlicht hat, werden die an der Arbeitsgruppe beteiligten Zentralbanken ihre Forschungsergebnisse untereinander teilen, sobald jede für sich neue Erkenntnisse hinsichtlich von Zentralbank-Digitalwährungen gesammelt hat. So heißt es in der Pressemitteilung:

„Die Arbeitsgruppe will gemeinsam Anwendungsfälle, wirtschaftliche, funktionelle und technische Designentscheidungen, darunter grenzübergreifende Interoperabilität, der CBDCs erforschen und zudem Wissen über aufkommende technische Neuerungen teilen. Zwischen allen relevanten Institutionen soll eine enge Koordination stattfinden, darunter ganz besonders mit dem Finanzstabilitätsrat und dem Ausschuss für Zahlungsdienstleistungen und Marktinfrastruktur (CPMI).“

Die Leitung der Arbeitsgruppe werden Benoît Cœuré, der das Innovationszentrum der BIZ leitet, und Jon Cunliffe, stellvertretender Gouverneur der Bank of England und Vorsitzender des CPMI, übernehmen. Des Weiteren werden führende Vertreter jeder beteiligten Zentralbank in der Arbeitsgruppe mitwirken.

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Krypto-Bank Seba will weitere 100 Mio. Schweizer Franken einsammeln

Die Seba, eine Schweizer Bank, die sich auf digitale Vermögenswerte, darunter auch Kryptowährungen, spezialisiert hat und über eine behördliche Zulassung verfügt, will in einer zweiten Finanzierungsrunde 95 Mio. US-Dollar Investitionskapital einsammeln.

Genauer gesagt will die Seba im Rahmen ihrer zweiten Finanzierungsrunde 100 Mio. Schweizer Franken einsammeln, was einem Gegenwert von 96,5 Mio. US-Dollar entspricht. Dieses neue Investitionskapital soll von „neuen Investoren kommen, darunter von Finanzinstituten, wohlhabenden Familien und Einzelpersonen“, wie die Financial News London am 17. Januar berichtet.

Startschuss erst vor wenigen Monaten

Die Krypto-freundliche SEBA Bank AG hat ihren Betrieb am 12. November 2019 aufgenommen, nachdem sie von der Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) eine Banklizenz zugesprochen bekommen hatte, mit der sie offiziell als Bank agieren darf.

In einer ersten Finanzierungsrunde konnte das Startup bereits Investitionskapital in Höhe von 103 Mio. US-Dollar einsammeln, wie Seba Geschäftsführer Guido Bühler zuvor in einer Pressemitteilung angegeben hatte:

„Wir sind stolz darauf, dass wir in nur 18 Monaten eine Bank gegründet haben, die 100 Mio. Schweizer Franken an Investitionskapital einsammeln konnte.“

Mit schnellen Schritten voran

Wie Cointelegraph berichtet hatte, war die junge Bank nur einen Monat nach ihrer Gründung bereits in neun weitere Länder expandiert, darunter Hongkong, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Portugal, Singapur, Italien und Österreich.

Im Februar 2019 hatte Cointelegraph zudem über die Partnerschaft zwischen der Seba und der Hypothekarbank berichtet.

Auf Anfrage von Cointelegraph hat die Seba bei Redaktionsschluss noch nicht reagiert. Sobald es eine entsprechende Stellungnahme gibt, wird dieser Artikel aktualisiert.

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SEC-CryptoMom: USA soll von chinesischer Digitalinnovation lernen

Die USA könnten von Chinas Innovationen im Bereich digitale Währungen lernen, so die Börsenkommissarin Hester Peirce. 

Diese Woche hat sie Fragen per Webcam im Rahmen der Crypto Finance Conference in der Schweiz beantwortet. Sie ist auch unter dem Namen CryptoMom bekannt und rief die USA dazu auf: 

„Man sollte von dem lernen, was andere Länder tun, und das Beste von dem nehmen, was sie tun, und das Schlimmste von dem ablehnen, was sie tun.“ 

China übertrifft die USA in Sachen digitale Währung

Im letzten Herbst hat auch Mark Zuckerberg in seiner Aussage vor dem Kongress zu Facebooks Libra deutlich gesagt, dass die Innovationen in den USA zurückbleiben werde. Nun will Chinas Zentralbank, die kürzlich eine zweite Auflage eines Handbuchs über digitale Währungen für chinesische Beamte gedruckt hat, bald eine staatlich gekoppelte Kryptowährung herausbringen. Darauf werden auch leitende Führungskräfte wie Peirce aufmerksam: 

„In China gibt es eine Menge Innovationen. Ich denke, die Tatsache dass die Regierung das Potential erkannt hat, ist etwas, von dem wir lernen sollten.“

Weitere Probleme für die SEC

Die SEC arbeitet an ihrer Definition eines „akkreditierten Investors“. Die Schutzmaßnahmen beschränken den Zugang zum digitalen Marktplatz. Peirce sagte dazu:

„Wenn man ein akkreditierter Investor ist, kann man in bestimmte Dinge investieren, in die andere Leute nicht investieren können. Das war also für einige Leute eine Barriere in diesem Raum, die sich an Projekten beteiligen wollten. Aus rechtlichen Gründen schränkt man den Kauf auf zugelassene Investoren ein. Daher haben wir kürzlich einen Vorschlag veröffentlicht, um die Definition eines akkreditierten Investors zu erweitern.“

Peirce zeigte auch Interesse an der Förderung von „sicheren Häfen„. Damit ist ein Schutz für Steuerzahler vor Strafen gegen geforkte Vermögenswerte gemeint. Dazu sagte sie: 

„Ich hoffe, dass wir eine Art Rahmenwerk schaffen können, ein Safe-Harbor-Rahmenwerk, das es den Leuten ermöglicht, ihre Token-Projekte zu starten, um ihre Netzwerke tatsächlich online zu bringen.“

Peirce fügte dann noch hinzu: „Ich glaube, wir müssen wieder etwas dazu lernen.“

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Schweizer Krankenhäuser testen Blockchain-Technologie für Medizinprodukte

In der Schweiz haben mehrere Krankenhäuser in einem Pilottest erstmals Blockchain-Technologie zur Nachverfolgung von Medizinprodukten eingesetzt. Dies berichtete das bei dem Test beteiligte Startup Xatena in einer Medienmitteilung vom 14. Januar.

Nachverfolgung per Blockchain

Beteiligt haben sich laut dem Artikel das Kantonsspital Winterthur, das Kantonsspital Baden, das Universitäts-Kinderspital Zürich und die Spitalregion Fürstenland Toggenburg. Getestet worden sei für die Bestellung von Medizinprodukten ein Blockchain-System von Xatena. Die Abwicklung der Bestellungen übernahmen die ebenfalls am Test beteiligten Medizinprodukte-Lieferanten Anandic System Medical AG und ITRIS Medical AG. 

Zur Funktionsweise des getesteten Blockchain-Systems auf Hyperledger-Basis schreibt Xatena:

“Mit der neuen Medical Device Regulation (MDR) werden Medizinprodukte grundsätzlich über eine Identifikationsnummer (Unique Device Identification, UDI) verfügen müssen. Damit kann ein Medizinprodukt in der Lieferkette eindeutig identifiziert werden. Über die Blockchain ist es möglich, auch die Transaktionsschritte zu verfolgen. Nur gemeinsam ermöglichen die beiden Faktoren eine rückverfolgbare Lieferkette für jedes Medizinprodukt. Dies dient direkt der Patientensicherheit.”

Blockchain im Gesundheitssektor

Die Blockchain-basierte Infrastruktur erlaube “es den Parteien, Medizinprodukt-Bestellungen ohne Transaktionsintermediäre oder Direktanbindung durchzuführen”. Die Nutzung des “Netzwerk-Ansatzes” ermögliche eine Einbindung “aller an der Lieferkette beteiligter Akteure auf gemeinsamer Vertrauensbasis”. 

Blockchain-Technologie wird im Gesundheitsbereich bereits auch an anderer Stelle erfolgreich eingesetzt. So schloss sich das deutsche Pharmaunternehmen Böhringer Ingelheim im Juni mit der Blockchain-Gesundheits-Plattform Solve.Care zusammen, um ein Netzwerk für Patientendaten zu entwickeln. 

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