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„Krypto-Mutti“ Hester Peirce fordert Zulassung für Bitcoin-ETFs

Im Rahmen einer virtuellen Podiumsdiskussion mit der Anwaltskammer von Washington (D.C.) hat die SEC-Kommissarin Hester Peirce die ablehnende Haltung ihrer amerikanischen Börsenaufsicht gegenüber einem Bitcoin-Indexfonds (ETF) kritisiert.

Moderatorin Ashley Ebersole fragte Peirce, die in der Branche auch als „Krypto-Mutti“ bekannt ist, nach den wiederholten Ablehnungen von beantragten Bitcoin-ETFs durch die SEC, woraufhin diese antwortete: „Ich habe meine Unzufriedenheit mit den Entscheidungen meiner Kollegen, was die Ablehnung von börsennotierten Bitcoin-Finanzprodukten angeht, wiederholt betont.“

Die hohe Volatilität der marktführenden Kryptowährung, die als einer der Hauptgründe für die Ablehnungen angeführt wird, ist dabei ein Problem, das bei Zulassungen für andere ETFs durchaus schon gelöst werden konnte, so meint Peirce: „Ich schlage vor, dass wir schauen, wie wir ähnliche Finanzprodukte in der Vergangenheit behandelt haben. Viele Produkte, die wir zugelassen haben, hatten ihre Probleme, aber man kann nichtsdestotrotz ein ordentliches Derivat (wie einen ETF) darauf aufbauen.“

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Paukenschlag: Erster Bitcoin-ETF erhält Zulassung

Bitcoin-ETFs sind schon länger eine Wunschvorstellung vieler Krypto-Fans. Allerdings standen bis dato immer die Regulierungsbehörden im Weg. Im Steuerparadies Bermudas ist nun der erste Bitcoin-ETF zugelassen.

Wie aus einer Meldung der Bermuda Stock Exchange (BSX) hervorgeht, hat sie den weltweit ersten auf Bitcoin beruhenden Exchange Traded Fund (ETF) genehmigt. Der regulierte brasilianische Fondsmanager Hashdex hat dazu einen Vertrag mit der Nasdaq abgeschlossen. Es handelt sich dabei um den weltweit ersten kryptobasieren ETF überhaupt. Für den „Hashdex Nasdaq Crypto Index“ werden insgesamt drei Millionen Aktien für den Handel auf der Plattform ausgegeben. Medienberichte bestätigten die Nasdaq-Partnerschaft und den ETF unter Berufung auf den Vorstandsvorsitzenden von Hashdex, Marcelo Sampaio.

Schon mehrfach ist versucht worden, einen Bitcoin-ETF an einer regulierten Börse wie etwa der in den USA herauszugeben. Doch die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC hat sich gegen diese wiederholten Versuche stets gewehrt. Ihr Einwand lautete meist, der Schutz vor Marktmanipulation und illegalen Praktiken sei zu gering. Teilweise zogen die Antragsteller ihr Vorhaben auch wieder zurück, wie Anfang des Jahres im Falle von Bitwise geschehen. 

Hürden zur Zulassung in Bermuda deutlich niedriger

Zwar sind die regulatorischen Hürden bei der Bermuda Stock Exchange deutlich niedriger sind als in Europa oder den USA. Dennoch ist von der Entscheidung der BSX eine Signalwirkung zu erwarten. Wie das brasilianischen Branchenportal InfoMoney berichtet, soll der Fonds bis Ende des Jahres live und im Handel an der BSX sein. Der Artikel macht keinen Hehl daraus, dass Hashdex sich aufgrund der kryptofreundlichen Vorschriften der Bermudas für die BSX entschieden hat.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Fondsmanager und ehemalige Mitarbeiter der US-Investmentbank Goldman Sachs Raoul Pal auf einen baldigen US-amerikanischen Bitcoin-ETF angespielt. In einem YouTube-Interview mit Jerry Hall sagt Pal, dass ein regulierter börsengehandelter Bitcoin-Fonds (ETF) der Katalysator sein wird, der Milliarden von Dollar in BTC wandelt. Damit werde er die Marktkapitalisierung der größten Kryptowährung exponentiell vergrößern.

Die registrierten Anlageberater versuchen bisher nur, sich mit Bitcoin vertraut zu machen. Selbst wenn einige von ihnen die Vorteile erkennen, gibt es noch kein Produkt, mit dem sie handeln können. Die regulatorischen Vorschriften erlauben es ihnen einfach nicht.

Ob die SEC ihre ablehnende Haltung gegenüber Bitcoin ETFs nun überdenkt, bleibt abzuwarten. In einem Kommentar gegenüber der großen brasilianischen Zeitung Oglobo sagte Hashdex-CEO Sampaio, dass er sich von der Zulassung an der BSX durchaus eine Signalwirkung verspricht.

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INX Limited: IPO von Krypto-Börse erreicht Marke von 7,5 Mio. US-Dollar

In einer Pressemitteilung gab das Unternehmen INX bekannt, dass es die Mindestmarke von 7,5 Mio. US-Dollar erreicht hat. Mehrere Kryptowährungen akzeptiert es nun zum Zahlen.

Innerhalb drei Tage nach Beginn des Initial Public Offering (IPO) für ihren INX-Token am 25. August hat INX Limited die Summe von 7,5 Mio. US-Dollar eingesammelt. Die Börse akzeptiert im Rahmen des IPO nun auch Bitcoin (BTC), Ether (ETH) und USD Coin (USDC) als Zahlungsmittel.

Das IPO für den Security Token war eines der ersten seiner Art, das mit Zulassung der US-amerikanischen Securites and Exchange Commission (SEC) stattfand. Im Jahre 2017 erfolgte der Großteil der ICOs – die Krypto-Äquivalente zu IPOs – ohne Behördenaufsicht statt. Da die SEC nachträglich zahlreiche der dabei herausgegebenen Token als Wertpapiere klassifiziert hat, müssen sich diese Projekte nun wegen des Verkaufs nicht registrierter Securities verantworten.

IPO: Zugängliches INX-Token-Angebot

Insgesamt plant INX, 117 Mio. US-Dollar einzusammeln. Diese Summe wäre eine der größten, die ein Krypto-Unternehmen durch solch ein Projekt je aufgebracht hat. Das Unternehmen würde mit dem Geld eine Handelsplattform für digitale Werte anlegen, das heißt für Kryptowährungen, digitale Wertpapiere und deren Derivate. Außerdem ist ein Fonds mit Liquiditätsreserven angedacht.

Langfristig möchte das Unternehmen seine Handelsplattform ausbauen: Das im Jahre 2017 gegründete Start-up hat erst 14 Angestellte. Außerdem kann es neben dem tatsächlich beachtenswerten IPO keine anderen Produkte vorweisen. Seit über zwei Jahren bereitete das Unternehmen diese vor.

Zusammen mit dem Unternehmen Tokensoft führte es das IPO im August durch. Tokensoft hilft Anlegern unter anderem bei der Verwaltung ihrer Investments und prüft Rechtskonformität. Das auf der Ethereum-Blockchain basierende INX-Token ist in 14 US-Bundesstaaten erhältlich, darunter Hawaii, Louisiana und Wyoming.

Erst im Frühjahr war etwa ein chinesisches Unternehmen in einem IPO an die Börse gegangen. Ebang International Holdings stellt Ausrüstung für das Bitcoin Mining her. Ant Financial, ein Tochterunternehmen von Alibaba, plant ebenfalls den Börsengang, mit dem es den digitalen Finanzmarkt wohl durchrütteln wird.

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Unikrn: US-Börsenaufsicht SEC bewirkt Aus des UnikoinGold

Die US-Börsenaufsicht SEC hat am ICO von Unikrn so viel zu beanstanden, dass der eSports-Anbieter eine hohe Strafe zahlen muss.

Der US-amerikanische eSports-Anbieter Unikrn hat derzeit ein Problem mit der US-Börsenaufsicht SEC. Schon im Jahr 2017 hat Unikrn seinen ICO lanciert. In einer aktuellen Pressemitteilung wirft die SEC Unikrn vor, nicht die ordnungsgemäßen Schritte durchlaufen zu haben, die bei einem Initial Coin Offering notwendig sind. Das Unikrn-Projekt namens UnikoinGold (UKG) nahm im September 2017 in Form eines ICOs Gestalt an. Die Internetseite ICObench gibt als investiertes Kapital rund 28,6 Millionen US-Dollar an. Die Mitteilung der SEC-Erklärung listet für das Projekt von Juni bis Oktober einen jedoch einen etwas höheren Betrag auf, nämlich etwa 31 Millionen US-Dollar.

Der UKG wurde laut SEC lediglich als Instrument angekündigt, mit dem man auf der Plattform von Unikrn Wetten auf bestimmte Wettkämpfe im eSports-Bereich abschließen kann. De facto sei der ICO dann aber in einer anderen Weise gestaltet worden. Er erschien eben nicht nur als Sportwette, sondern als Gewinnchance für Investoren. Dafür sei aber, so der Vorwurf der SEC, eine spezielle Lizenz erforderlich gewesen, die der Behörde nicht vorlag. „Die Anordnung der SEC stellt fest, dass Unikrn die Registrierungsbestimmungen der Bundeswertpapiergesetze verletzt hat“, so der O-Ton der Erklärung.

Unikrn zahlt Strafe und nimmt UKG vom Handelsplatz

Weiter heißt es in der SEC-MItteilung, dass Unikrn offenbar plante, den Erlös aus dem Angebot dazu zu verwenden, mehr Funktionen auf der eigenen Spielplattform zur Verfügung zu stellen. Außerdem wollte man zusätzliche Anwendungen für die UKG-Token entwickeln. Unikrn hat Investoren versprochen, dass ein sekundären Handelsmarkt für die Tokens entstehen würde. Zudem sei mit einer größeren Nachfrage nach dem UKG-Token zu rechnen, da Unikorn seine Nutzungsmöglichkeiten erhöhen wollte. Damit habe man den Investoren gewissermaßen implizit eine Wertsteigerung versprochen.

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Die SEC stellt somit fest, dass Unikrn UKG als Investitionsverträge, die Wertpapiere darstellten, angeboten und verkauft hat. Es wurde jedoch versäumt, das Angebot korrekt zu registrieren oder für eine Befreiung zu beantragen.

„Unikrn erklärte sich bereit, die Kosten durch die Zahlung einer Strafe in Höhe von 6,1 Millionen Dollar zu begleichen. Das ist im Wesentlichen das gesamte Vermögen des Unternehmens. Es wird nun über einen fairen Fonds an die Investoren verteilt“, so die Mitteilung der SEC.  „Unikrn stimmte auch zu, den UKG zu deaktivieren, eine Mitteilung über die Anordnung zu veröffentlichen und die Entfernung der UKG von allen Handelsplattformen für digitale Vermögenswerte zu beantragen“.

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Falsche Pastoren nutzen ihre „Autorität“ für Krypto-Betrugsmasche

Eine Anklageschrift der amerikanischen Börsenaufsicht SEC erhebt schwere Vorwürfe gegen drei Personen, die unter anderem durch Krypto-Betrug mehrere Millionen US-Dollar von mehr als 1.000 Opfern erbeutet haben sollen.

„Von 2017 bis Mai 2019 haben die Beschuldigten Jali, Frimpong und Johnson direkt und über zwei Firmen Smart Partners und 1st Million auf betrügerische Art und Weise mehr als 27 Mio. US-Dollar von knapp 1.200 Anlegern erbeutet, überwiegend von afrikanischen Immigranten“, wie es in der Anklageschrift vom 28. August heißt.

Laut Anklage sollen die drei Personen ihre einflussreichen Positionen in Kirchen und Pflegeeinrichtungen genutzt haben, um aus der Gutgläubigkeit ihrer Opfer Kapital zu schlagen. So gaben Johnson und Jali vor, Pastoren zu sein, wodurch sie in mehreren afrikanischen Gemeinden im US-Bundesstaat Maryland predigen konnten. Durch die Glaubwürdigkeit, die sie durch ihre autoritäre Stellung erhielten, konnten sie anschließend Gemeindemitglieder dazu bewegen, ihnen Geld für angebliche Investitionen in Kryptowährungen und Fremdwährungen zu zahlen.

Die Beschuldigten lockten mit dem Versprechen, die erzielten Kapitalerträge plus Investitionskapital ein Jahr später zurückzuzahlen, allerdings nutzten sie das erbeutete Geld für ihre eigenen Zwecke.

„Von 2017 bis Mai 2019 haben die Beklagten mit Anlegern in Maryland und in weiteren Bundesstaaten, darunter Georgia, Florida und Texas, betrügerische Investitionsverträge geschlossen, in denen sie Gewinne aus dem Fremdwährungs- und Kryptowährungshandel versprachen“, so die Anklageschrift.

Die Mindestinvestition soll 5.000 US-Dollar betragen haben, wobei sie Erträge zwischen 6 – 42 % pro Monat oder Quartal in Aussicht stellten. Im Sinne eines Schneeballsystems zahlten sie anfangs an einige Anleger Teilgewinne aus, um Legitimität vorzugaukeln.

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Ribbit Capital: Investoren für 350-Millionen-Blankoscheck gesucht

Rabbit Capital ist eine äußerst Krypta-affine Investmentgesellschaft. Nun startet sie den nächsten Coup mit einem 350 Millionen Dollar schweren IPO-Offering. Doch es gibt Risiken.

Die Wagniskapitalgesellschaft Ribbit hat eine Initial Public Offering (IPO)-Kampagne gestartet, um insgesamt 350 Millionen US-Dollar einzusammeln. Dies geht aus einem Antrag hervor, den Ribbit bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat. Mehrere Nachrichtendienste wie Yahoo Finance und The Block haben die Meldung ebenfalls aufgegriffen. Als Akquisitionszweckunternehmen (SPAC) betreibt Ribbit Leap Inc. selbst kein operatives Geschäft. Stattdessen möchte man ein anderes finden und kaufen. „Wir haben noch keinen Partner für einen Unternehmenszusammenschluss ausgewählt und wir haben noch keine substanziellen Gespräche mit Kandidaten aufgenommen“, heißt es im Prospekt.

Im Gegensatz zu traditionellen börsennotierten Unternehmen, bei denen größere Übernahmen von der Zustimmung der Aktionäre abhängig sind, verlangt eine SPAC einen großen Spielraum für Käufe. Manchmal ist im Vorfeld noch nicht einmal klar, um welchen Kauf es sich überhaupt handelt. Daher taucht manchmal auch der der Begriff „blank check company“ auf. Aus den damit verbundenen Risiken macht das bei der Börsenaufsicht SEC eingereichte Papier auch keinen Hehl. 

Ribbit erwähnt die möglichen Risiken explizit

Unsere Aktionäre erhalten möglicherweise keine Gelegenheit, über unseren vorgeschlagenen ursprünglichen Unternehmenszusammenschluss abzustimmen. Das bedeutet, dass wir unseren ursprünglichen Unternehmenszusammenschluss abschließen können, auch wenn eine Mehrheit unserer Aktionäre einen solchen nicht befürwortet,

so die Warnung des Prospektes.

Laut The Block steht noch nicht einmal fest, ob die Übernahme überhaupt auf eine Kryptofirma zielt. Aber im Fokus soll ein Unternehmen stehen, das „sich auf die Schnittmenge von Finanzdienstleistungen und Technologie konzentriert“, sprich: ein FinTech. Wie dem auch sei, jedenfalls kommt die IPO-Ankündigung zu einer Zeit, in der die Krypto-Giganten Coinbase und BlockFi Pläne schmieden, um an die Börse zu gehen. Immerhin kann Ribbit Leap mit der Bank JPMorgan Chase auf einen namhaften Bookrunner für den Börsengang zurückgreifen. Als alleiniger Bookrunner hat dieser die Option, 15 Prozent mehr Aktien auszugeben. Das angestrebte Kapital würde dann auf insgesamt 402,5 Millionen US-Dollar ansteigen. Übrigens ist Ribbit Capital auch Mitglied der Libra Association

Der Zusammenschluss diverser Unternehmen wurde im letzten Jahr von Facebook ins Leben gerufen, um eine globale digitale Währung zu entwickeln. Vom ursprünglichen Plan, Stable Coins auszugeben, die an Fiatwährungen gebunden sind, ist man dort mittlerweile etwas abgerückt. Im Blockchain-Bereich führte die Ribbit Capital eine Seed-Runde für Bobby Lees Ballett-Krypto-Wallet an, die es seit 2019 gibt. Sie hat auch in Coinbase, Chainalysis und diverse andere investiert.

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Fidelity mit neuem Mainstream-Bitcoin-Produkt

Fidelity hat bei der US-Wertpapieraufsicht SEC eine Ausnahme nach „Regulation D“ für ein auf Bitcoin basierendes Finanzprodukt beantragt.

Der Wise Origin Bitcoin Index Fund fällt unter die Kategorie „Investmentfonds-Pool“, wie aus dem Formular D der Firma vom 26. August 2020 hervorgeht. Unternehmen und Organisationen können ein Wertpapier ohne Registrierungsgenehmigung der SEC anbieten, solange sie ein Formular D bei der Kommission einreichen. Das geht aus Informationen von der Webseite der SEC hervor.  

Peter Jubber, der Präsident von Fidelity, reichte das Formular D für das Bitcoin (BTC)-Indexprodukt ein, bei dem eine Mindestinvestition von 100.000 US-Dollar nötig ist. Dem Antrag zufolge falle das Produkt unter die Ausnahme 506(b), durch die Fidelity das Produkt so vielen akkreditierten Anlegern anbieten kann, wie das Unternehmen möchte. An anderer Stelle auf der SEC-Webseite heißt es hingegen, dass nur 35 finanzkundige, nicht akkreditierte Investoren dieses in Anspruch nehmen könnten.

Gemäß 506(b) darf Fidelity das Produkt auch nicht in der Öffentlichkeit bewerben. Es gibt zusätzlich auch weitere Details und Parameter, die dabei eine Rolle spielen. 

Im Jahr 2020 hat Bitcoin bisher ein großes institutionelles Interesse geweckt. Auch der Hedgefonds-Gründer und Milliardär Paul Tudor Jones zeigte sich interessiert. Fidelity bezeichnete Bitcoin kürzlich als „aufstrebendes Wertaufbewahrungsmittel„.  

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US-Parlamentarier Tom Emmer: „XRP ist kein Wertpapier“

Der amerikanische Parlamentarier Tom Emmer, hat am 20. August die erste öffentliche Anhörung zum Thema Kryptowährungen abgehalten, an der sich auch einige der wichtigsten Köpfe der Branche beteiligt haben.

Die entsprechende Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Handelskammer für Digitalwirtschaft veranstaltet. Zum namhaften Teilnehmerfeld gehörten Circle CEO Jeremy Allaire, Ripple CEO Brad Garlinghouse, Guy Hirsch von eToro, BitPay CEO Stephen Pair und Chad Cascarilla von Paxos.

Ripple Geschäftsführer Garlinghouse erklärte im Rahmen der Anhörung, dass für Ripple die mangelnde Klarheit bezüglich der rechtlichen Einstufung der firmeneigenen Kryptowährung XRP die größte Hürde ist. So meint er: „Die größte Herausforderung für Ripple und die gesamte XRP-Community ist die mangelnde Klarheit, was die rechtliche Einstufung von Kryptowährungen durch die Börsenaufsicht SEC angeht, die nicht Bitcoin oder Ether heißen.“

In diesem Zusammenhang ergänzt er, dass ein fehlender gesetzlicher Leitfaden „Innovation behindert“.

Die Anmerkungen von Garlinghouse stehen im Kontext des langen Hickhacks um die Einstufung von XRP. So wurden in der Vergangenheit bereits mehrere Gerichtsverfahren angestrengt, in denen verhandelt wurde, ob es sich bei XRP womöglich um ein unrechtmäßig angebotenes Wertpapier handelt. Obwohl die Fragestellung erstmals 2018 aufgeworfen wurde, konnte sich die amerikanische Börsenaufsicht SEC noch nicht zu einer klaren Haltung gegenüber der Kryptowährung durchringen.

Der Abgeordnete Emmer bezog im Rahmen der Anhörung wiedeurm sehr deutlich Stellung:

„Meine Meinung ist glasklar. XRP ist kein Wertpapier.“

Auch Emmer schlägt in die Kerbe, dass die USA riskieren, dass Unternehmen ins Ausland abwandern, wenn Innovation unterdrückt wird.

Der Abgeordnete ist mit dieser Einschätzung von XRP nicht allein. Chris Giancarlo, der ehemalige Chef der amerikanischen Aufsichtsbehörde für Derivatehandel (CFTC), kam im Juni 2020 unter Anwendung des sogenannten Howey-Tests ebenfalls zum Schluss, dass XRP kein Wertpapier ist.

Im Zuge der Anhörung kündigte Emmer zudem an, dass er zukünftig Wahlkampfspenden in Form von Kryptowährungen akzeptiert. Dabei nutzt er den Krypto-Zahlungsdienstleister BitPay für die Abwicklung der Spendengelder. Auf der Webseite des Politikers ist bereits eine Rubrik namens „Krypto-Spenden“ eingerichtet.

Anfang des Monats hatte sich Emmer im Interview mit dem Krypto-Podcaster und Morgan Creek Digital Gründer Anthony Pompliano positiv über Bitcoin geäußert. So meinte er, dass die marktführende Kryptowährung „gekommen ist, um zu bleiben“ und von jetzt an „nur noch stärker“ wird.

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Kalifornien treibt Krypto-Gesetz voran

Der parlamentarische Bankenausschuss des kalifornischen Senates hat einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der die rechtliche Einstufung von Digitalwährungen klären soll.

Die „Assembly Bill 2150“, die möglicherweise sogar Auswirkungen darauf haben könnte, wie Kryptowährungen zukünftig auf der übergeordneten Bundesebene behandelt werden, wurde im parlamentarischen Ausschuss einstimmig durchgewunken. Im nächsten Schritt muss nun auch der parlamentarische Haushaltsausschuss den Entwurf behandeln, was jedoch frühestens für den 17. August geplant ist. Im Vorfeld zur Eingabe in den Senat hatte die „Bill 2150“ bereits erfolgreich das kalifornische Unterhaus (ähnlich dem deutschen Landtag) durchlaufen.

Das Gesetz wurde ursprünglich von Ian Calderon, dem Vorsitzenden der Mehrheitsfraktion, eingebracht und hatte zum Ziel, dass Digitalwährungen nicht als Wertpapiere eingestuft werden. Spätere Änderungen am Entwurf konkretisierten eine solche generelle Einstufung jedoch nicht, stattdessen soll die Wirtschaftsaufsicht jetzt prüfen, ob Kalifornien Digitalwährungen zumindest in Ausnahmefällen als Wertpapier behandeln sollte.

Dementsprechend soll die Studie evaluieren, inwiefern es für den Anlegerschutz und für den Bundesstaat von Vorteil sein kann, wenn Digitalwährungen für eine begrenzte Zeit als Wertpapier gelten. Zudem sollen die Minimalvoraussetzungen für diese Ausnahmeregelung definiert werden.

Darüber hinaus ist die Wirtschaftsaufsicht damit beauftragt, Vorschläge für einen Gesetzesrahmen zu machen. Die Studie soll spätestens bis zum 1. Januar 2022 fertiggestellt werden.

SEC-Kommissarin Hester Peirce, die auch als „Krypto-Mutti“ bezeichnet wird, hatte bereits im Februar eine ähnliche Ausnahmeregelung vorgeschlagen, die bisher jedoch noch nicht umgesetzt wurde.

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SEC greift durch: Betrügerisches 5 Millionen US-Dollar ICO abgestraft

Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) setzt ihren Kreuzzug gegen betrügerische ICOs fort. Dieses mal ging es der Jobbörse Boon.Tech an den Kragen. Diese versprach Investoren nicht weniger, als die Volatilität digitaler Assets beseitigt zu haben.

Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Comission (SEC) hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf dem Feld der zweifelhaften Intial Coin Offerings (ICOs) aufzuräumen. Am 13. August machte sie eine Anzeige gegen die Blockchain-basierte Jobbörse Boon.Tech publik.

Die Aufsichtsbehörde beschuldigt die Plattform und ihren CEO Rajesh Pavithran dabei nicht nur einer versäumten Registrierung. Im Zuge ihres 5 Millionen US-Dollar schweren ICOs soll die Jobbörse stattdessen Investoren ebenfalls bewusst getäuscht haben. Boon.Tech und die SEC sind zu einer außergerichtlichen Einigung gelangt.

Konnte Boon.Tech das Volatilitätsproblem lösen?

Boon.Tech wollte eine Jobplattform sein, die Auftraggeber und Freelancer zusammenbringt. Um das Projekt zu finanzieren, ließ CEO Pavithran zwischen November 2017 und Januar 2018 ein ICO durchführen. Die dabei herausgegeben Boon Coin müssen aus der Sicht der SEC als Investment-Verträge gewertet werden. Denn Investoren sicherten sich durch den Erwerb einen Anspruch auf spätere Gewinnausschüttungen. Für die US-Börsenaufsicht handelt es sich bei den Boon Coin somit um registrierungspflichtige Wertpapiere.

Daneben steht noch der Vorwurf des Betrugs im Raum und dieser entbehrt nicht einer gewissen Dreistigkeit. Schließlich ist die überdurchschnittliche Preisvolatilität ein bekanntes Charakteristikum von Bitcoin und Co. Pavithran behauptete, dass ausgerechnet sein Boon Coin die Lösung liefert. Denn dank einer ominösen Technologie sollte der Token gegen den US-Dollar abgesichert sein. Die Jobbörse gab an, dass auf diese Technologie ein Patent ausstände. Wie die SEC nun klarstellt, war dies nicht der Fall.

Boon.Tech lockte Investoren ferner mit dem Versprechen, dass die eigene Blockchain schneller und skalierbarer sei als andere Angebote. Auch hierzu merkt die SEC an, dass das Projekt die selbe öffentliche Blockchain verwendete, wie die Konkurenz. Hierzu Kristina Littman, Leiterin des Cyber Unit der SEC Enforcement Division:

Investoren haben ein Recht auf wahrheitsgemäße Angaben von den Emittenten von Wertpapieren, ob digital oder anderweitig. Pavithran und Boon.Tech betrogen Investoren, indem sie sie überzeugten, dieses Unterfangen zu finanzieren, basierend auf dem Reiz einer Innovation, die einfach nicht existierte.

SEC bleibt wachsam

Boon.Tech und die SEC gelangen schließlich zu einem Schlichtungsabkommen. Die Plattform muss die durch das ICO erworbenen 5 Millionen US-Dollar herausgeben und zusätzlich einen Vorurteilszins in Höhe von 600.000 US-Dollar entrichten. Die Börsenaufsicht ordnete ebenfalls eine Zerstörung aller Boon Coin an.

Für Pavithran wird es ebenfalls teuer. Er muss eine Strafe von 150.000 US-Dollar zahlen. Außerdem ist ihm die Arbeit im Management eines börsennotierten Unternehmens künftig untersagt.

Der oberste Gerichtshof der US hat unterdessen die Befugnisse der SEC gegenüber Krypto-Firmen eingeschränkt. Die Richter begrenzen konkret die Höhe der Geldstrafen, die die Börsenaufsicht gegen betrügerische ICOs und andere Krypto-Betrüger erhebt. Diese dürfen die Gewinne aus den illegalen Handlungen der Angeklagten nicht länger übersteigen.

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