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Ripple: Höchste Ausgaben für Lobbyarbeit im Kryptobereich in 2020

Ripple Labs gab im Jahr 2020 690.000 US-Dollar für Lobbyarbeit in den USA aus. Das hat die Firma jedoch nicht vor einer Klage der US-Wertpapieraufsicht SEC bewahrt.

Wie aus der gesetzlich vorgeschriebenen Offenlegung für 2020 hervorgeht, stellte Ripples Lobbying-Programm das anderer Firmen aus der Kryptobranche in den Schatten. Coinbase will die erste amerikanische Kryptobörse werden, die öffentliche Aktien ausgibt und gab im selben Jahr 230.000 US-Dollar für Lobbyarbeit aus. Andere Börsen wie Binance.US, Gemini und Kraken meldeten keine Ausgaben für Lobbyarbeit.

Die Ausgaben von Ripple für Lobbyarbeit sind jedoch im Vergleich zu den Riesen aus der Tech-Industrie relativ gering. Facebook etwa hat allein im vierten Quartal 2020 weit über 5 Mio. US-Dollar ausgegeben.

Die Diem Association, früher bekannt als Libra Association, meldete keine Lobbying-Aktivitäten im Jahr 2020, obwohl der zukünftige Stablecoin-Emittent mit den Regulierungsbehörden sehr zu kämpfen hat. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen mit dem Washingtoner Büro der Anwaltskanzlei Skadden zusammengearbeitet. Die Diem Association hat ihre Beziehung zu Facebook zwar immer wieder heruntergespielt, aber Facebook hat im Jahr 2020 einen Vertrag über 200.000 US-Dollar mit Lobbyisten bei FS Vector abgeschlossen, in dem es um Blockchain-Themen geht.

Ripple war im Übrigen ebenfalls ein FS Vector-Kunde. In der ersten Hälfte des Jahres 2020 hat Ripple außerdem sein internes Lobby-Team aufgelöst. Das Unternehmen verlässt sich jetzt ausschließlich auf professionellen Firmen.

Die von Ripple finanzierte Lobbyarbeit zielt in erster Linie auf die Gesetzgebung im Zusammenhang mit dem Kongress ab, wie etwa dem Token Taxonomy Act und dem Digital Commodity Exchange Act. Diese Gesetze legen neue Regeln dafür fest, welche digitalen Vermögenswerte Wertpapiere sind und welche nicht.

Fragen im Zusammenhang mit dem Wertpapierrecht und Kryptowährungen sind wichtig für das Geschäftsmodell von Ripple. Die Firma muss sich schon lange mit der Frage auseinandersetzen, ob XRP tatsächlich ein Wertpapier ist oder nicht. Diese Fragen gipfelte in einer Klage der SEC gegen Ende Dezember 2020, die diese gegen Ripple Labs einreichte. In der Klage behauptet die SEC, dass der Großteil der Einnahmen von Ripple aus dem Verkauf von XRP stammte und Ripple so seine Geschäfte finanzierte.

Weder Ripple noch FS Vector reagierten auf die Anfrage von Cointelegraph nach einem Kommentar. Diem-Vertreter lehnten eine Stellungnahme ab.

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Ethereum: Wichtigster Vermögenswert für Investoren im Jahr 2021

In der zweiten Hälfte des Jahres 2020 wurde ein steigendes Interesse an Kryptowährungen von institutionellen Investoren und finanziell starken Unternehmen verzeichnet. Die Aufmerksamkeit war jedoch ganz auf Bitcoin (BTC) gerichtet. Heute werden wollen wir betrachten, warum Ether (ETH) ein attraktiverer Vermögenswert ist und warum diese Kryptowährung die „erste Kryptowährung“ für jeden Anleger werden sollte.

Sehen wir uns zunächst die Zahlen dazu an: ETH ist seit dem Tiefpunkt im März 2020, als durch den Coronavirus ein Marktabsturz verursacht wurde, um 1.200 Prozent gestiegen. BTC kann hingegen nur etwa 700 Prozent aufweisen. Natürlich erscheint der Anstieg von Ether auf 1.400 US-Dollar im Vergleich zum Rekordhoch von Bitcoin, der über 42.000 US-Dollar erreichte, nicht so beeindruckend. Außerdem ist die Marktkapitalisierung von ETH fünfmal kleiner als das Volumen des BTC-Marktes. Aber was ist wichtiger für einen Anleger: gute Zahlen und Aufzeichnungen eines Vermögenswertes aus einem Portfolio oder ein hohes Einkommen?

Es gibt sehr gute Argumente dafür, dass Ether im Jahr 2021 weiter steigen und Investoren mehr Gewinn bringen wird als die „berühmteste Kryptowährung“ Bitcoin.

In diesem Zusammenhang: ETH-Kurs erreicht neues Allzeithoch: Finanzieller Schwung für weiteren Anstieg

Nachfrage unter Entwicklern

Ethereum ist die Plattform Nummer eins für die Entwicklung von Blockchain-Projekten und dezentralen Anwendungen. Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der einzigartigen ERC-20-Token, die in den ersten Jahren seit dem Start des Ethereum-Netzwerks gehandelt wurden. Und trotz der Tatsache, dass der Markt für Blockchain-Startups seit dem Platzen der Initial Coin Offering-Blase im Jahr 2018 langsamer ausbreitet, wächst die Gesamtzahl an solchen immer noch.

Und obwohl Ethereum ernsthafte Konkurrenz hat, etwa Tron, Polkadot, Cardano, Cosmos und Tezos. ist Vitalik Buterins Kryptowährungsplattform weiterhin führend in diesem Bereich.

Wachsendes Transaktionsvolumen

Im Jahr 2020 wurden auf der Ethereum-Blockchain Transaktionen im Wert von mehr als 1 Bio. US-Dollar verzeichnet. Diese Zahlen übersteigen das Transaktionsvolumen von Zahlungsriesen wie PayPal, das von über 350 Millionen Nutzern verwendet wird und durchschnittlich etwa 200 Mrd. US-Dollar pro Quartal an Volumen verzeichnet.

Jede Transaktion zieht auch Netzwerkgebühren nach sich, die in ETH bezahlt werden. Und da die Wachstumsrate des Netzwerks immer noch hoch ist, können wir wohl weiter einen „bullischen“ Trend bei ETH erwarten. In jedem Fall steigt das Interesse an Kryptowährungen, sowie die Anzahl der aktiven Wallets, die Anzahl der Transaktionen im Netzwerk und die durchschnittliche Transaktionsgröße.

Entwicklung des DeFi-Sektors

Trotz der Führungsposition von Bitcoin auf dem Kryptowährungsmarkt ist Ethereum weiter der Anführer der jungen DeFi-Branche. Seit dem Sommer 2020 erfreuen sich DeFi-Kredit- und Staking-Projekte großer Beliebtheit und ziehen immer neue Anleger an.

In diesem Zusammenhang: War 2020 ein „DeFi-Jahr“? Was kann man 2021 von der Branche erwarten? Experten antworten

Der Gesamtwert, der seit Anfang 2020 im dezentralen Finanzwesen eingeschlossen wurde, ist um fast 3.300 Prozent gestiegen. Genauer gesagt, von 687 Mio. US-Dollar auf 23,2 Mrd. US-Dollar. Und Ethereum ist die Hauptplattform für den Start und die Entwicklung der meisten neuen DeFi-Projekte und Stablecoins.

Es werden immer mehr Stablecoins ausgegeben, da digitale Vermögenswerte, die an den Wert von weniger volatilen Fiat-Währungen gekoppelt sind, ein sehr bequemes Werkzeug für alle sind. Etwa für schnelle Abwicklungen zwischen Nutzern, für die Bildung von Handelspaaren an Kryptobörsen und für den Schutz vor hoher Volatilität in der Krypto-Wallet.

Gehen wir näher auf das Interesse institutioneller Investoren am DeFi-Bereich ein. Das Chaos auf dem DeFi-Markt im Sommer 2020 hat das Vertrauen der Institutionen in das Potenzial von Blockchain im Finanzsektor fast untergraben. Dennoch zeigen öffentliche Unternehmen weiterhin Interesse an der neuen Anlageform.

Im August 2020 haben Archax und Algorand bekanntgegeben, Tools für die Einführung von DeFi bei Institutionen entwickeln zu wollen. Im Herbst 2020 wurde bekannt, dass die Tochtergesellschaft xSigma der Nasdaq-notierten Firma ZK International an der Entwicklung von DeFi-Diensten arbeite. Auch die Eröffnung einer dezentralen Börse für den Handel mit Stablecoins sei geplant.

Was die Aufmerksamkeit von Großinvestoren im letzten Jahr bei Bitcoin ausgelöst hat, haben wir ja gesehen. Jetzt sieht es so aus, als ob anderen Bereichen der Kryptowährungsbranche das Gleiche blüht. Einige von ihnen stehen direkt in Verbindung mit Ethereum. Der Hauptvorteil von Ethereum liegt in der Vielseitigkeit seiner Technologie und seiner wachsenden Community.

Dieser Artikel dient nicht als Investmentberatung oder -empfehlung. Jeder Investment- und Handelsschritt birgt ein Risiko und man sollte gut recherchieren, bevor man eine Entscheidung trifft.

Die Ansichten, Gedanken und Meinungen, die hier geäußert werden, sind allein die des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten und Meinungen von Cointelegraph wider.

Nick Bel ist ein Kryptowährungs-Enthusiast und Tech-Autor aus London. Seine Leidenschaft gilt dem Finanzwesen und aufstrebenden Technologien wie Blockchain, Kryptowährungen und künstlicher Intelligenz.

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Worldline: Größter digitaler Zahlungsdienstleister Europas macht in Gold

Das Unternehmen Worldline gab bekannt, eine Partnerschaft mit Gold Global SA zur Einführung des “DaVinci Gold”-Tokens geschlossen zu haben.

Das französische Unternehmen Worldline hat sich auf die Fahne geschrieben, die Akzeptanz von Kryptowährungen und digitalen Bezahlsystem in der Bevölkerung voranzutreiben. So unterzeichnete der größte digitale Zahlungsdienstleister Europas bereits Ende 2019 gemeinsam mit Bitcoin Suisse eine Absichtserklärung in diese Richtung. BTC-ECHO berichtete.

Nun gab das Unternehmen bekannt, eine Partnerschaft mit Gold Global SA zur Einführung des sogenannten “DaVinci Gold”-Tokens geschlossen zu haben. In der Pressemitteilung vom 19. Januar schreibt Worldline, dass Gold Global seinen DaVinci-Gold-Token auf der Grundlage der Stablecoin-Management-Infrastruktur von Worldline anbieten werde. Diese Initiative, so Worldline, unterstreiche “die Leistungsfähigkeit der Digital-Asset-Management-Plattform (DAM) von Worldine”. Ferner unterstütze die Initiative das Unternehmen auf seinem Weg “zu einer führenden Marktposition im Stablecoin- und Blockchain-Sektor”.

Der Innovation Executive Advisor (führender Innovationsberater) des börsennotierten Unternehmens Worldline, Nicolas Kozakiewicz, sagte, dass “die Blockchain-Technologie ursprünglich entwickelt wurde, um genau diese Art von Service zu bieten und den nativen Austausch von digitalen Assets zwischen den Teilnehmern zu erleichtern.” Genau diese Technologie bringe die “erhöhte Sicherheit, Administrierbarkeit und die notwendige Transparenz, bei vollständiger Automatisierung” mit sich.

Auch Roger Kinsbourg, Gründer und Chef von Gold Global äußerte sich enthusiastisch über die Zusammenarbeit:

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Wir glauben fest an den Erfolg unseres Modells und dass andere Stablecoins unserem Beispiel folgen werden. Darüber hinaus sind wir zuversichtlich, dass unsere DaVinci-Token, bei denen es sich um goldgestütztes, digitales Bargeld handelt, die beiden unterschiedlichen Welten der Fiat-Währungen und der dezentralisierten Kryptowährungen miteinander in Einklang bringen und den Weg für andere Token und möglicherweise für digitales Zentralbankengeld weisen werden.

Mit Worldline, so fügte Kinsbourg hinzu, hätte Gold Global einen passenden “Partner mit branchentauglichen Blockchain-Projekten” gefunden.

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Neuer „Marktangst“-Index: Trader können auf Krypto-Volatilität wetten

COTI, ein Blockchain-Fintech-Startup, hat einen neuen Kryptowährungsindex eingeführt, mit dem Händler von der Marktvolatilität profitieren können.

Der neue Crypto Volatility Index, kurz CVI, bringt den traditionellen „Marktangst-Index“ auf den Kryptomarkt. Damit können Nutzer, Positionen mit Tether (UDST) eröffnen.

Das Unternehmen COTI aus Gibraltar erklärte, dass Händler mit dem neuen Index CVI-Positionen für hohe und niedrige Volatilität zu eröffnen. „Nutzer, die einen Anstieg der Volatilität erwarten, können eine CVI-Position eröffnen. Wenn sie richtig liegen, können sie Gewinn machen, indem sie ihre Position verkaufen, sobald der Index gestiegen ist“, so COTI.

Im Gegensatz dazu können Händler, die erwarten, dass die Volatilität niedrig bleibt, der Plattform Liquidität zur Verfügung stellen. Wenn das stimmt, profitieren die Händler, indem sie Gebühren von Händlern kassieren, die CVI-Positionen eröffnet haben.

CVI-Liquiditätsanbieter müssen USDT für mindestens 72 Stunden hinterlegen. CVI-Händler müssen eine offene Position mindestens 6 Stunden lang halten, bevor sie diese verkaufen oder schließen können. 

Benutzer können ihre Konten mit wichtigen Wallets wie MetaMask oder Trust Wallet verknüpfen. COTI plant, in naher Zukunft Ether (ETH) und COTI-Token (COTI) für Einzahlungen zu unterstützen.

Mit dem Start des CVI-Mainnets können Nutzer auch mit GOVI, den firmeneigenen Governance-Token des CVI-Indexes, Staking betreiben. Mit dem Token können Benutzer Plattformgebühren verdienen und an Abstimmungen teilnehmen.

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Decred-Mitgründer sieht in CBDCs keine Bedrohung für etablierte Kryptowährungen

Im Laufe des Jahres 2020 sind immer mehr Länder in das Wettrennen um die Herausgabe einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) eingestiegen. Doch selbst, wenn jede Landeswährung irgendwann digitalisiert ist, haben Kryptowährungen weiterhin eine Daseinsberechtigung, wie Decred-Mitgründer Jake Yocom-Piatt meint.

„Ich gehe davon aus, dass viele Länder in nicht allzu ferner Zukunft eine eigene CBDC haben werden, aber es gibt einen großen Unterschied zwischen den CBDCs und Kryptowährungen“, wie Yocom-Piatt gegenüber Cointelegraph feststellt. Dahingehend ergänzt er: „Kryptowährungen wie zum Beispiel Bitcoin und Decred sind grundsätzlich fairer gestaltet als Fiatwährungen, also auch wenn einige CBDCs vielleicht gewisse Funktionen von Kryptowährungen übernehmen, werden sie diesen in Sachen Fairness niemals ebenbürtig sein.“

China hat sich im vergangenen Jahr immer mehr zum Vorreiter bei der Entwicklung einer Zentralbank-Digitalwährung gemausert, während die USA sich damit auch weiterhin Zeit lassen will. Obwohl genaue Details zur Ausgestaltung der einzelnen CBDCs noch nicht bekannt sind, kann davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um die digitale Version einer jeweiligen Landeswährung handelt.

Wie Yocom-Piatt erklärt, sind Kryptowährungen trotz bestimmter Gemeinsamkeiten vielfältig in ihrer Ausprägung, und weisen grundlegende Eigenschaften auf, die sie „besser“ als CBDCs machen. So ist Bitcoin (BTC) zum Beispiel vollständig dezentralisiert und kann nicht von einer Regierung kontrolliert werden. Zudem ist der Krypto-Marktführer auch nicht an einen anderen Vermögenswert oder Wertesystem angebunden, wodurch Bitcoin größtenteils unabhängig ist.

„Da Kryptowährungen einen höheren Grad an Fairness aufweisen, festgeschriebene Anstiegsraten haben und von den Nutzern selbst verwahrt werden können, denke ich, dass CBDCs ihnen keine große Konkurrenz machen werden, denn diese sind nur digitale Landeswährungen“, wie Yocom-Piatt dahingehend ausführt.

Stablecoins, also Kryptowährungen, die durch Anbindung an einen externen Vermögenswert ihre namensgebende (Wert-)Stabilität erhalten und in erster Linie als Zahlungsmittel genutzt werden, könnten durch Zentralbank-Digitalwährungen wiederum unter Druck geraten. Allerdings wird auch dies davon abhängen, wie die einzelnen CBDCs letztendlich konzeptioniert sind und angenommen werden.

„Je nachdem, welche Funktionen Zentralbank-Digitalwährungen erfüllen, könnten Stablecoins überflüssig werden“, wie der Decred-Mitgründer deshalb schlussfolgert. Dem fügt er an: „Falls es zu viele Einschränkungen für CBDCs gibt, könnten Stablecoins jedoch zumindest in puncto Flexibilität gewinnen.“

Marktführende Stablecoins wie USDT und USDC sind fester Bestandteil des Krypto-Ökosystems, da sie oftmals als „Zugangsrampe“ und „Zwischenstopp“ für Krypto-Anleger dienen, die ihre Vermögen von Fiatwährungen in Kryptowährungen umwandeln wollen oder zwischen Kryptowährungen wechseln wollen. Durch die zunehmende Beliebtheit von DeFi-Projekten hat dabei besonders der USDC profitiert.

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JPMorgan Chase äußert sich zu Stablecoins und Krypto-Zahlungen

Im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen des vierten Quartals 2020 hat sich die Geschäftsführung der großen amerikanischen Bank JPMorgan Chase zur jüngsten Freigabe der OCC für Stablecoins geäußert. Gleichsam bezogen CEO Jamie Dimon und CFO Jennifer Piepszak dazu Stellung, ob diese Entscheidung Einfluss auf den firmeneigenen JPM Coin haben wird.

Charles Peabody, ein Analyst von Portales Partners, hatte in der Fragerunde des „Earning Calls“ darauf hingewiesen, dass die OCC, also die amerikanische Aufsichtsbehörde für Kreditwesen, Banken zukünftig erlaubt, öffentliche Blockchain-Netzwerke und Stablecoins für Zahlungen nutzen zu dürfen.

JPM-Finanzchefin Jennifer Piepszak entgegnete dahingehend: „Durch diese neue Richtlinie dürfen Banken Stablecoins auf einer öffentlichen Blockchain anbieten. Das hat also keinerlei Einfluss auf den JPM Coin. Den JPM Coin müssen sie sich so vorstellen, dass es sich dabei um die Tokenisierung der Vermögen unserer Kunden handelt.“

Allerdings schließt Piepszak nicht aus, dass es zu einem späteren Zeitpunkt auch einen JPM Stablecoin gibt, sofern die entsprechende Nachfrage besteht:

„Wir befinden uns bei alldem noch in einer sehr frühen Phase. Wir werden verschiedene Anwendungsbereiche untersuchen und die Nachfrage erforschen, aber momentan ist es noch viel zu früh, um zu sagen, wo die Reise für uns hingeht.“

JPM-Geschäftsführer Jamie Dimon ergänzte in diesem Zusammenhang, dass seine Bank „die Blockchain-Technologie bereits für den Datenaustausch mit anderen Banken nutzt“. JPMorgan wäre in dieser Hinsicht also einer der Vorreiter.

Der JPM Coin wurde im Oktober 2020 in Betrieb genommen, wobei die Digitalwährung hauptsächlich im Backend der eigenen Zahlungssysteme eingesetzt wird. So werden über diese Zahlungen im Gesamtwert von 6 Bio. US-Dollar pro Tag abgewickelt.

Nichtsdestotrotz hält Dimon das Revolutionspotenzial von Krypto-Zahlungen für gering:

„Bei vielen Banken sind Digitalwährungen und solche Sachen im Gespräch. […] Das alles wird also kommen, aber wahrscheinlich verändert es für uns gar nicht so viel wie gedacht.“

Allerdings könnte Dimon sich verschätzen, denn die Zahlungsbranche scheint bereits großes Interesse an Kryptowährungen zu zeigen.

Paypal, einer der Zahlungsdienstleister, die Dimon explizit als Konkurrenz benennt, hat mittlerweile bestätigt, dass auf der eigenen Plattform bald auch Kryptowährungen als Zahlungsmittel zur Verfügung stehen. Immerhin erkennt der JPMorgan-CEO an, dass die Zahlungsbranche so oder so bald hart umkämpft sein wird:

„Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten 10 Jahren einen sehr harten Konkurrenzkampf sehen werden. Ich denke, dass wir gewinnen werden, wenn alles gut läuft.“

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Lieber richtig als schnell – US-Zentralbank will sich mit eigener Digitalwährung Zeit lassen

Jerome Powell, der Chef der amerikanischen Zentralbank, warnt, dass Stablecoins schneller als erwartet systemimmanent werden könnten. Nichtsdestotrotz, oder vielmehr gerade deshalb, will die „Fed“ bei der Entwicklung ihrer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) den Schwerpunkt auf Qualität anstatt auf Geschwindigkeit setzen.

Stablecoins sind Kryptowährungen, die an einen externen Vermögenswert wie zum Beispiel Fiatwährungen oder Gold angebunden sind, wodurch sie ihre namensgebende (Wert-)Stabilität erhalten. Aus diesem Grund eignen sie sich ganz besonders als Zahlungsmittel.

Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) sind die Antwort der Zentralbanken auf die privatwirtschaftlichen Stablecoins, doch obwohl sie wie diese meist auch auf einer Blockchain angelegt sind, fehlen ihnen viele charakteristische Merkmale von Kryptowährungen. So sind CBDCs nicht wirklich dezentralisiert und unabhängig, da sie unter der Kontrolle der herausgebenden Zentralbanken stehen. Im Prinzip handelt es sich dabei also um eine Blockchain-Version der jeweiligen Landeswährung.

Im Interview mit Yahoo Finance erklärt Powell in diesem Zusammenhang, dass der technologische Fortschritt privaten Unternehmen inzwischen ermöglicht hat, ihre eigenen Währungen zu schöpfen. Solche Privatwährungen hätten sich in der Vergangenheit jedoch als problematisch erwiesen:

„Der technologische Fortschritt macht es möglich, dass private Unternehmen quasi ihre eigenen Digitalwährung drucken können. In der Vergangenheit haben wir gesehen, dass die Bevölkerung diese Digitalwährungen als normales Geld versteht, aber irgendwann wird klar, dass es sich dabei nicht um normales Geld handelt. Das ist nicht gut, weshalb wir ein solches Szenario vermeiden müssen.“

Powell gibt an, dass er sich vorstellen könnte, dass Stablecoins schneller als erwartet eine große Rolle spielen und regelrecht „systemimmanent“ werden. Allerdings räumt er ein, dass die US-Zentralbank noch keinen genauen Plan hat, wie sie in einer solchen Situation handeln würde, da sie die damit einhergehenden Risiken erst ansatzweise versteht:

„Stablecoins könnten von jetzt auf gleich systemimmanent werden, wobei wir noch weit davon entfernt sind, die dadurch entstehenden Risiken abfedern zu können. Die Bevölkerung erwartet von uns, dass wir das können, und sie hat auch ein Recht, das zu erwarten. […] Dementsprechend hat das für uns oberste Priorität.“

Doch selbst diese Dringlichkeit veranlasst die „Fed“ nicht zu einem Schnellschuss, obwohl Russland, China, Schweden, Australien und die Europäische Zentralbank (EZB) bereits an entsprechenden Digitalwährungen forschen und arbeiten. Besonders die chinesische Zentralbank eilt dabei mit großen Schritten voran, doch Powell zeigt sich davon unbeeindruckt, denn durch den Status als globale Leitwährung hätte die USA ohnehin einen entscheidenden Vorteil:

„Da wir die globale Leitwährung sind, fühlen wir uns dazu verpflichtet, diese Sache richtig zu machen. Wir haben keinen Druck, die ersten sein zu müssen. Weil wir die globale Leitwährung sind, haben wir ohnehin einen First-Mover-Vorteil.“

Die Zuversicht von Powell teilen jedoch nicht alle Beobachter. So hatte ein ehemaliger japanischer Finanzminister im Oktober gewarnt, dass die chinesische Digitalwährung einen entscheidenden Vorsprung erzielen könnte, falls der Digitale Yuan als erstes an den Start geht.

Der Präsident des Chinesischen Finanzverbands weist diese Befürchtungen jedoch zurück, da der Digitale Yuan nicht so konzipiert ist wie der geplante Facebook Stablecoin Libra. Dementsprechend hätte China auch kein Interesse, andere Landeswährungen zu ersetzen.

Eine amerikanische Zentralbank-Digitalwährung ist auf jeden Fall noch weit entfernt, denn für Powell spielt der Faktor Zeit letztendlich nur eine untergeordnete Rolle:

„Wir wollen es lieber richtig als schnell machen, und das wird seine Zeit brauchen. […] Es wird also eher Jahre brauchen als Monate.“

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Tether muss blank ziehen – Gefahr für Bitcoin?

Ist der Stablecoin Tether (USDT) wirklich von genügend Rücklagen gedeckt? Diese Frage hängt bereits seit längerem wie ein Damoklesschwert über dem Krypto-Space. Doch bald könnte darüber endgültig Klarheit herrschen.

Nicht nur die Notenbanken haben 2020 die Geldruckmaschinen auf Hochtouren laufen lassen. Auch Tether Limited, Herausgeberin des Stablecoins Tether, hat im vergangenen Jahr so viele USDT-Token erschaffen wie nie zuvor. Kritiker des Stablecoins stellen Zweifel darüber an, ob wirklich jeder USDT 1:1 durch die Reserve von Tether Limited gedeckt ist. Doch bald könnte endgültig Klarheit über die Finanzlage von Tether herrschen: Am 15. Januar mussten Tether und iFinex, Betreiberin der Bitcoin-Börse Bitfinex der New Yorker Staatsanwaltschaft (Office of the Attorney General, OAG) Einblick in ihre Bücher gewähren. Beide Unternehmen sind Töchter von DigFinex Inc. Auch in der Führungsetage gibt es Überschneidungen.

Tether und Bitfinex im Fadenkreuz der New Yorker Staatsanwaltschaft

Das OAG, damals noch unter der Leitung von Barbara Underwood, hat Bitfinex und Tether bereits seit 2018 im Visier. Im Zentrum der Ermittlungen steht der Vorwurf, dass sich die Schwesterunternehmen strafbar gemäß Artikel 23-A des New Yorker Handelsgesetztes gemacht haben sollen. Der Artikel betrifft „Betrügerische Praktiken in Bezug auf Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere“.

Seit 1. Januar 2019 ist die Underwood-Nachfolgerin Letitia James mit der Causa Bitfinex/Tether bedacht. Ende April 2019 reichte sie den Antrag auf die Erhebung einer öffentlichen Klage gegen iFinex beim New Yorker Supreme Court ein. Der Vorwurf: Bitfinex soll sich im Jahr 2018 klammheimlich über 850 Millionen US-Dollar bei Tether geliehen haben, um einen Liquiditätsengpass zu vertuschen. Zahlreiche Bitfinex-Kunden klagten damals über Probleme beim Abheben von Geldern. Das hatte wiederum Gerüchte über eine Insolvenz der Bitcoin-Börse befeuert.

In einer Pressemitteilung vom 24. April 2019 erklärte das OAG:

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Unsere Untersuchung hat ergeben, dass die Betreiber der „Bitfinex“-Handelsplattform, die auch die virtuelle Währung „Tether“ kontrollieren, sich auf eine Vertuschung eingelassen haben, um den offensichtlichen Verlust von 850 Millionen [US-]Dollar an vermischten Kunden- und Firmengeldern zu verbergen,

Damit verbunden war Aufforderung an Bitfinex und Tether, alle relevanten Dokumente, auch über die Finanzströme zwischen den Unternehmen, an das OAG zu schicken. Zudem erließ das OAG eine einstweilige Verfügung, die Bitfinex und Tether weitere Transaktionen untereinander bis auf weiteres untersagte. Dabei stützt sich das OAG auf die Absätze 352-353 („Martin Act“) im Artikel 23-A. Diese räumen der Staatsanwaltschaft erheblichen Spielraum bei den Ermittlungen ein. Dazu zählt unter anderem die Befugnis, von den Verdächtigen alle Informationen anzufordern, die zur Klärung eines Vorwurfes benötigt werden.

Kampf um die Tether-Dokumente

Einen knappen Monat später erfolgte die Replik von iFinex. Die New Yorker Staatsanwaltschaft, so die Argumentation von iFinex, habe ihre Kompetenz überschritten, da die Unternehmen nicht in New York operierten. AG James solle ihre Ermittlungen deshalb einstellen.

Das Ersuchen von Bitfinex wurde im August 2019 vom New Yorker Supreme Court abgewiesen; unter anderem mit der Begründung, dass auch New Yorker zu den Kunden auf der Bitcoin-Börse Bitfinex zählten. Auf diese Weise konnten sie Tether gegen US-Dollar kaufen, was über die Tether-Homepage zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich war.

Dennoch konnten die Verdächtigten in den folgenden Monaten die Frist zur Herausgabe der Dokumente – ursprünglich sollte diese binnen eines Monats erfolgen – immer wieder verlängern. Die Anwälte von Tether und Bitfinex argumentierten, dass die Forderung des OAG zu umfassend sei und pochten auf eine Begrenzung der Menge an Dokumenten, die sie dem OAG zur Verfügung stellen sollten. Im Dezember 2020 verständigten sich die Parteien schließlich auf den 15. Januar als Deadline für die Einreichung der Dokumente sowie für die einstweilige Verfügung, die es Bitfinex untersagt, sich an der Tether-Reserve zu bedienen.

Tether – eine Gefahr für Bitcoin?

Mit einer Marktkapitalisierung von über 24 Milliarden US-Dollar ist Tether (USDT) mit Abstand der wichtigste Stablecoin im Krypto-Markt. Damit verbunden ist der Umstand, dass das Handelspaar USDT / BTC für das größte Trading-Volumen verantwortlich zeichnet. Sollten sich die Zweifel an der Deckung Tethers durch die Ermittlungen des OAG bestätigen, könnte das zu enormen Marktverwerfungen führen. Ein Einbruch der 1:1-Kopplung an den US-Dollar wäre in diesem Fall vorprogrammiert.

Ob dies jedoch wirklich zu einem dauerhaften Rückzug von Investoren aus dem Krypto-Space sogen würde, kann indes bezweifelt werden. So gibt es bereits seit längerem zahlreiche regulierte Alternativen zu dem Off-Shore-Stablecoin, etwa den USD Coin (USDC) von Circle und Coinbase. Und wer nach dem Tether-Debakel keine Lust mehr hat, Stablecoins bei einem Unternehmen zu erwerben, hat immer noch die Möglichkeit, auf dezentrale Alternativen wie DAI zurückzugreifen. Die Chancen stehen damit gut, dass Bitcoin und Co. selbst ein generelles Tether-Verbot an US-amerikanischen Krypto-Börsen überleben würden. Trotzdem sollten sich Krypto-Anleger kurz- bis mittelfristig auf turbulente Zeiten einstellen.

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New York: Lizenz für ersten Yen-Stablecoin-Betreiber in USA

New York hat einem Stablecoin, der an den japanischen Yen gekoppelt ist, die erste Genehmigung für den Betrieb in den Vereinigten Staaten erteilt.

Laut einer Mitteilung vom Dienstag hat die New Yorker Finanzdienstleistungsaufsicht NYDFS der japanischen Firma GMO-Z.com eine Lizenz für Stablecoins in New York erteilt, die an den US-Dollar und Yen gekoppelt sind. 

Angesichts der Tatsache, dass New York als globales Zentrum gilt, ist die NYDFS die prominenteste staatliche Finanzaufsichtsbehörde in den Vereinigten Staaten und auch eine der aggressivsten. Eine Lizenz für den Betrieb in New York öffnet einem Unternehmen oft auch die Türen für den Rest des Landes.

Die GMO-Satzung ist eher eine Treuhandgesellschaft mit beschränkter Haftung als eine Vollbank. Der Hauptunterschied liegt darin, dass letztere die Berechtigung hat, Einlagen zu verwalten. Ein Stablecoin-Betreiber braucht typischerweise die Berechtigung, Reserven des jeweiligen Vermögenswerts zu halten. Die Satzung der GMO schränkt die Rechte der Firma allerdings ein, andere Arten von Einlagen zu halten, die nicht zentral für die „Ausgabe, Verwaltung und Einlösung“ ihrer Stablecoins sind. 

Die Vergabe derartiger Berechtigungen ist auch ein Streitpunkt zwischen staatlichen Aufsichtsbehörden wie der NYDFS und nationalen Bankenaufsichtsbehörden in den Vereinigten Staaten.

GMO-Präsident und -CEO Ken Nakamura sagte dazu: „Wir betreten Neuland mit unserem Plan, den ersten regulierten, an den JPY gekoppelten Stablecoin zu emittieren. Dieser wird von vielen als ein sicherer Hafen betrachtet.“ 

Die NYDFS hat kürzlich Änderungen an ihrer berühmten BitLicense vorgenommen. Darunter ist auch eine neue Regelung, die neu lizenzierte Firmen mit bestehenden Lizenznehmern zusammenbringt. Die erste bedingte BitLicense ging an PayPal, das im Herbst mit Hilfe des langjährigen Lizenznehmers Paxos seine neuen Krypto-Dienste auf den Markt bringen konnte.

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Dynamic Set Dollar vor „massiver Herausforderung“: Stablecoin fällt auf bis zu 0,27 US-Dollar

Die starke Kursentwicklung bei Bitcoin und Ethereum hat die meisten Händler über das Weihnachtswochenende am meisten interessiert. Eine andere Gruppe von Krypto-Händlern verfolgt ein Experiment, das sich in Echtzeit abspielt und Auswirkungen auf die Zukunft der Stablecoins haben könnte. Dabei geht es um das Schicksal des Dynamic Set Dollar. 

Dynamic Set Dollar und der DSD-Token sind ein algorithmisches Stablecoin-Projekt, das entwickelt wurde, um letztendlich mit dem US-Dollar 1:1 gekoppelt zu sein. In Expansionszyklen, wie etwa letzte Woche, als der DSD auf bis zu 3 US-Dollar pro Token stieg, werden die Nutzer mit frischen Token, die wieder 1 US-Dollar wert sind, für die Bereitstellung von Liquidität belohnt.

Laut Emin Gün Sirer, dem Gründer der Blockchain-Plattform Avalanche, stehen die Entwickler von Protokollen jedoch vor einer weitaus schwierigeren Aufgabe bei Kurseinbrüchen wie beim DSD derzeit. Und zwar müssen sie Anreize für die Benutzer schaffen, die Menge der im Umlauf befindlichen Token anzupassen. Bei DSD können die Inhaber ihre Token jederzeit im Tausch gegen „Coupons“ verbrennen, die sie zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 30 Tagen einlösen können, solange der DSD über 1 US-Dollar pro Token liegt. Damit können sie hypothetisch einen beträchtlichen Gewinn erzielen.

„Diese Mechanismen verlassen sich auf Wale, die den Coin kaufen und verkaufen, um den Kurs zu stabilisieren,“ so Sirer in einem Interview mit Cointelegraph. „Und sie gehen implizit davon aus, dass die Wale genau die gleiche Weltsicht haben wie die Coin-Entwickler: Nämlich, dass der Stablecoin 1 US-Dollar wert sein sollte. Aber wenn die Wale selbst diese Ansicht nicht teilen, können die Coins versagen und ihre beabsichtigte Kopplung verlieren.“

In einem Twitter-Thread am Samstag erklärte Sirer, dass diese Diskrepanz zwischen der Spieltheorie und den Absichten der Entwickler dazu führen könne, dass die Teilnehmer eines Protokolls zwar einen Schelling-Punkt/Kurskopplung erkennen, aber nicht den, den die Entwickler im Sinn hatten:

Händler zurückhaltend

Diese riskante Dynamik macht auf andere Beobachter, wie etwa den Leiter der Investmentabteilung bei BlockTower Capital Ari Paul den Eindruck, dass das Projekt nicht von einem „Pump and Dump“ zu unterscheiden sei. Tyler Reynolds, ein DeFi-Experte, glaubt jedoch, wenn der DSD sich durchsetzt, würde das bedeuten, dass er sich als „der nächste große dezentrale Stablecoin“ etabliert hat.

Für Sirer ist diese Art von Unsicherheit zu erwarten und Händler müssen sie einkalkulieren. 

„Da die Wissenschaft hinter diesen Experimenten noch nicht gut genug etabliert ist, besteht ein beträchtliches Risiko und die Händler müssen selbst recherchieren“, sagte er. „Ich persönlich betrachte drei entscheidende Komponenten: Verwendungsmöglichkeiten für den Stablecoin, die über reine Spekulationen hinausgehen; Ein Anreizmechanismus, der in Zeiten der Stabilität realistische, bescheidene Renditen bietet; Ein engagiertes, finanziell gut aufgestelltes und kompetentes Team hinter dem Coin.“

Bis jetzt glaubt der Markt offenbar, dass der Dynamic Set Dollar seine Sache gut macht. Nach einem Tiefststand ist der DSD stetig gestiegen und liegt bei Redaktionsschluss 0.63 US-Dollar. Außerdem haben unerschrockene Block-Explorer ein beträchtliches On-Chain-Volumen beobachtet, die darauf hindeuten, dass die Wale tatsächlich DSD kaufen und für Coupons verbrennen:

Oszillierende Stabilität

Dennoch warnt Sirer, dass der DSD, selbst wenn er sich erholt, in Zukunft weitere Einbrüche verzeichnen könnte. 

„Algorithmische Stablecoins beinhalten Rückkopplungsschleifen, die dazu dienen, Oszillationen um den angestrebten Kopplungswert zu dämpfen“, sagte er. „Sie scheinen am besten abzuschneiden, wenn sie nahe an der Zielkopplung liegen, und eher nicht so gut, wenn sie von dieser abweichen. Ein Coin, der in gefährliches Terrain gerät und sich dann wieder erholt, könnte in Zukunft auch ähnlichen Schwankungen unterliegen.“

Abgesehen von der Kursentwicklung und dem Glück der Händler sind diese Experimente laut Sirer aber auch der Schlüssel, um den DeFi-Bereich voranzutreiben. Sirer verweist auf MakerDAO, Balancer, DyDx und Uniswap als frühere algorithmische Experimente. Diese seien „wirklich nützliche Instrumenten geworden, die wichtige Funktionen bieten.“

Und mit der Zeit werden Projekte, wie DSD, schließlich eine langfristige Rentabilität erreichen, so Sirer abschließend.

„Algorithmische Stablecoins werden so schnell nicht verschwinden.“

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