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Schweizer Joint-Venture lanciert Blockchain-Verrechnungsplattform für Eigenstrom

Die Schweizer Unternehmen PostFinance und Energie Wasser Bern (EWB) stellen mit der von ihnen gegründeten Ormera AG eine Plattform für die Blockchain-gesteuerte Verrechnung selbstproduzierter Energie bereit. Dies gab EWB am 14. Oktober per Pressemitteilung bekannt.

Blockchain-Plattform für Energieversorger und Hausverwalter

Die von Ormera betriebene Blockchain-Plattform richtet sich primär an Energieversorgungsunternehmen, Energie- und Immobiliendienstleister sowie Liegenschaftsverwaltungen, die durch selbsterzeugten Strom ihre Kosten senken wollen. 

Möglich werde dies aufgrund des bereits in 2018 in Kraft getretenen Energiegesetzes der Schweiz, welches Hauseigentümern den “Zusammenschluss zum Eigenverbrauch” (ZEV) erlaube. Auf dem Dach von Liegenschaften erzeugter Solarstrom kann seitdem direkt an Bewohnerinnen und Bewohner einer Liegenschaft verkauft werden.

Die Ormera-Plattform soll dafür eine intelligente Verrechnungsplattform bereitstellen, welche automatisch einen Abgleich zwischen aus dem Netz abgerufenen Strom und selbst erzeugter Energie ermöglicht. Zu den technischen Details der auf dem Internet der Dinge (IoT) basierenden Blockchain-Plattform schreibt EWB:

“Sie verknüpft intelligente Stromzähler – sogenannte Smart Meter – als Komponenten des Internet-of-Things mit der Blockchain. Dort werden die Stromproduktions- und Verbrauchsdaten gespeichert, für die automatische Abrechnung aufbereitet sowie zur Verrechnung genutzt. Die hierfür verwendete Blockchain-Technologie bietet die ideale Basis, um Daten transparent, vertrauenswürdig und sicher zu speichern und weiterzuverarbeiten.”

Ähnliche Projekte in Deutschland

Die dezentrale Verrechnung von Eigenstrom gilt als klassischer Anwendungsfall der Blockchain-Technologie und wird auch in Deutschland bereits erforscht und getestet. Der von Stromdao entwickelte Grünstromindex bietet in mehreren Pilottests Anbietern und Nachfragern bereits jetzt ein Blockchain-Verfahren zur Optimierung der Einspeisung und Entnahme von Ökostrom. Der Freistaat Bayern erwägt die Einrichtung einer regionalen Stromhandelsplattform auf Basis von Blockchain-Technologie, welche ähnlich funktionieren könnte.

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Freistaat Bayern fördert Erforschung einer regionalen Blockchain-Strombörse

Ein durch den Freistaat Bayern gefördertes Forschungsprojekt mehrerer Projektpartner soll die Umsetzbarkeit einer regionalen Stromhandelsplattform (RegHEE) auf Basis von Blockchain-Technologie untersuchen. Dies gab die beteiligte Thüga-Gruppe am 8. Oktober per Pressemitteilung bekannt.

Breit aufgestelltes Forschungsprojekt

Neben der Thüga-Gruppe sind an dem Forschungsprojekt auch die Technische Universität München, die regionalen Energieversorger erdgas schwaben und Energie Südbayern sowie das Unternehmen Syneco beteiligt. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie fördert das Projekt über das Zentrum Digitalisierung.Bayern.

Auf einer Veranstaltung zum Projektstart hob der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Hubert Aiwanger die Bedeutung des Projekts hervor:

“Wichtig für die Akzeptanz erneuerbarer Energien ist die Bürgernähe. Wenn wir den Bürgerinnen und Bürgern ihren persönlichen Nutzen deutlich aufzeigen, gelingt es uns, mehr erneuerbare Energien in das System zu bringen. Ich sehe neue Technologien wie Blockchain als wichtiges Mittel, die Energiewirtschaft zu modernisieren. Die Kunden möchten, dass ‚ihr‘ Strom auch wirklich vor Ort erzeugt wird.”

Auf der von dem Forschungsprojekt geplanten Handelsplattform sollen alle Teilnehmer sowohl Erzeuger als auch Abnehmer sein können. Vom Ansatz her soll das System für alle Erzeuger offen sein, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzender der Thüga Aktiengesellschaft Dr. Matthias Cord:

“Neben Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) von Hausbesitzern könnten dies auch Blockheizkraftwerke oder sogar Windenergieanlagen von Bürgerenergiegenossenschaften sein.”

Erste Pilotversuche für dezentralen Stromhandel laufen bereits

Wie eine solche regionale Stromhandelsplattform funktionieren kann, zeigt bereits der von Stromdao entwickelte Grünstromindex. Dahinter steht ein Blockchain-Verfahren, mit dem Anbieter und Nachfrager von Ökostrom ihre Einspeisung und Entnahme auch zeitlich optimieren können. Erste Pilotversuche laufen bereits in den Gemeinden Tübingen und Eberbach in Baden-Württemberg.

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Stadtwerke Tübingen testen Blockchain-Grünstromtarif von Stromdao

Die Stadtwerke der deutschen Gemeinde Tübingen bieten ausgewählten Kunden in einem Pilottest regionalen Ökostrom auf Basis des durch das Startup Stromdao angebotenen Grünstromindex-Tarifs. Dies teilte Stromdao am 12. September in einer Pressemitteilung mit.

Klimafreundlicher Strom dank Blockchain-Technologie

Der neue Blockchain-Grünstromindex der Stadtwerke zeigt postleitzahlengenau die aktuelle Verfügbarkeit von Ökostrom im lokalen Stromnetz an. Die Kunden können ihren Verbrauch damit klimafreundlich optimieren.

Stromdao-Gründer und Geschäftsführer Thorsten Zoerner beschreibt die Funktionsweise des Blockchain-Systems für den Stromvertrieb wie folgt:

“Die meisten Ökostromtarife arbeiten mit dem Index der Strombörse. Sinkt der Börsenstrompreis, weil viel Ökostrom im Netz ist, wird zum Kauf geraten. Für effektiven Klimaschutz ist es aber wichtig, dass Kunden wissen, wann in ihrer Region viel Ökostrom produziert wird. Nur dann sind Lieferstrecken kurz, es wird viel und echter Ökostrom aus der Region verbraucht.”

Laut Sebastian Rudischer von den Stadtwerken Tübingen plant der Energieversorger in Zukunft den Grünstromtarif als “dynamisches Angebot” parallel zu seinen bestehenden Tarifen anzubieten.

Zweiter Testpartner von Stromdao

Mit Tübingen konnte Stromdao nur einen Monat nach einem in der Gemeinde Eberbach begonnenen Pilotversuch die erste Großstadt in Baden-Württemberg von seinem Angebot überzeugen.

Stromdao hatte sein Blockchain-Verfahren zur variablen Stromabrechnung im vergangenen Juni vorgestellt. Damit lässt sich Angebot und Nachfrage von grünem Strom 36 Stunden im Voraus prognostizieren. Auf Basis der Daten sind zeitabhängige Stromtarife realisierbar, welche sich an der gegenwärtigen Marktlage orientieren.

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Australien: Power Ledger testet Blockchain-Stromaustausch für ländliche Gebiete

Das australische Blockchain-Startup Power Ledger testet ihr System zur direkten Peer-to-Peer Übertragung (P2P) von Strom erstmals in ländlichen Gebieten.

Stromnutzung in ländlichen Gebieten könnte deutlich effizienter werden

Laut einem Blogeintrag vom 9. September hat Power Ledger mit ersten Tests in ländlichen Gebieten von Westaustralien begonnen. Hierdurch soll besonders abgelegenen Siedlungen und Bauernhöfen geholfen werden, ihre Energieeffizienz steigern und Kosten reduzieren zu können.

Konkret ermöglicht die Blockchain-Plattform von Power Ledger den Teilnehmern der Tests, aus ihrer überschüssigen Solarenergie wortwörtlich Kapital zu schlagen. Da es keinerlei gesetzliche Zuschüsse gibt, wenn Nutzer ihren überschüssigen Solarstrom zurück ins Netz einspeisen, bleibt diese Energie oftmals ungenutzt. Durch die Blockchain-Plattform von Power Ledger kann der direkte Energieaustausch zwischen zwei Parteien vollautomatisch verhandelt und abgewickelt werden. Dies bedeutet einerseits eine mögliche Einnahmequelle für die Stromproduzenten und andererseits günstigere Preise für die Stromverbraucher.

David Martin, der Leitende Direktor von Power Ledger, erklärt in diesem Zusammenhang, dass das momentane australische Stromnetz nur unter großem Aufwand Energie bis in ländliche Gebiete wie Wongan Hills oder Moora transferieren kann, was den direkten Austausch von Solarstrom nicht nur kosteneffizienter, sondern auch umweltfreundlicher macht als die gängige Methode.

Kostenersparnis könnte bedeutsam sein

Die Tests werden unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Verband Innovations Central Midlands und den Unternehmen BSC Solar, Sonnen und CleanTech Energy durchgeführt. Steve Mason, der Geschäftsführer der Innovations Central Midlands, gibt sich zuversichtlich, dass die Blockchain-Plattform das Potenzial hat Energie effizienter zu verteilen und damit für deutlich niedrigere Stromkosten zu sorgen.

Mitte August hatte Power Ledger bereits ein gemeinsames Testprojekt mit dem japanischen Stromanbieter Kansai Electric Power angeschoben, das ebenfalls die Blockchain-Plattform für den Austausch von Strom zum Einsatz bringt.

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Japan: Blockchain-Plattform verkauft vollautomatisch überschüssige Energie

Das australische Blockchain-Unternehmen Power Ledger und der japanische Stromanbieter Kansai Electric Power Co. (KEPCO) haben in Osaka erfolgreich einen Test für den vollautomatisierten Verkauf von überschüssiger Energie abgeschlossen.

Blockchain ermöglicht Energieaustausch

So heißt es in einer Pressemitteilung vom 12. August, dass Power Ledger über die firmeneigene Blockchain-Plattform den Verkauf von überschüssiger Energie abgewickelt hat.  

Stromanbieter KEPCO konnte über das Blockchain-System einen direkten Energieaustausch (Peer-to-Peer) zwischen den beteiligten Verbrauchern bewerkstelligen, wobei das Verfahren autonom und vollautomatisch agiert. Die entsprechende Vergütung wurde in Form einer Kryptowährung ebenfalls über die Blockchain-Plattform getätigt.

Fumiaki Ishida, der Geschäftsführer von KEPCO, kommentierte den erfolgreichen Test wie folgt:

„Obwohl es noch ein paar rechtliche Hürden gibt, zeigt das Produkt von Power Ledger bereits jetzt, dass es für Prosumenten eine tolle Gelegenheit bieten kann, ihre überschüssige Energie zu guten Preisen verkaufen zu können, während die Stromverbraucher gleichsam von fairen Preisen profitieren.“

Energiebranche setzt zunehmend auf Blockchain

Die Marubeni Corp, ein japanisches Handelsunternehmen, hatte im Juli angekündigt, eine eigene Blockchain-Plattform für den Stromhandel entwickeln zu wollen. Das Projekt zielt dabei hauptsächlich auf den australischen Markt ab, da es hier an Nachfrage von Unternehmen mangelt, die für längere Zeiträume große Mengen Strom abnehmen wollen. Die Blockchain-Plattform soll es ermöglichen diese Nachfrage auf viele kleine Firmen aufteilen zu können.  

Im gleichen Monat hat der Stromkonzern E.ON beim Europäischen Patentamt ein Patent für einen Blockchain-basierten Datensensor eingereicht, der dafür sorgen soll, dass der Verbrauch innerhalb eines Stromnetzes für Verbraucher effizienter, transparenter und flexibler wird.

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Variabler Blockchain-Stromtarif von Stromdao kommt als “White Label”-Angebot nach Eberbach

Die Stadtwerke der Gemeinde Eberbach in Baden-Württemberg bietet ihren Kunden ab sofort regionalen  Ökostrom auf Basis eines durch das Startup Stromdao angebotenen Grünstromindex-Tarifs. Dies teilte Stromdao Anfang August auf seiner Webseite mit.

Kunden werden zu aktiven Klimaschützern

Durch die Implementierung von Stromdaos Blockchain-Technologie können die Stadtwerke Eberbach den Anteil regional erzeugten Ökostroms im Netz steigern und postleitzahlengenau und für Stundenabschnitte ihren Kunden anbieten. Michael Sigmund, Bereichsleiter Vertrieb der Stadtwerke Eberbach, hebt die Bedeutung des neuen Angebots wie folgt hervor:

“Wir sind begeistert von diesem Tarif. Damit werden unsere Kunden zu aktiven Klimaschützern, entlasten die Netze und schaffen langfristig Mehrwert für die regionalen Erneuerbaren Energien. In der Zukunft ist es sogar vorstellbar, das mit dem neuen Tarif in Kombination mit einem Stromspeicher Verbraucher bei hohem Ökostromangebot einkaufen und bei niedrigem Angebot im Netz ihren Bedarf aus dem Stromspeicher decken.”

Grünstromindex als Basis des neuen Stromtarifs 

Stromdao bietet seinen auf dem sogenannten Grünstromindex basierenden Stromtarif den Stadtwerken Eberbach als sogenanntes White-Label-Produkt an. Diese vermarkten damit den variabel abgerechneten Ökostrom aus regionaler Produktion unter eigenem Namen.

Wie die Stadtwerke Eberbach auf ihrer Webseite schreiben, stammt der regionale Ökostrom aus über 160 Photovoltaikanlagen aus dem Einzugsgebiet, welcher den Bedarf von 800 Haushalten decken kann. Dazu komme noch Windstrom aus nahen Gemeinden, welcher über die Übertragungsnetze nach Eberbach gelange.

Stromdao hatte sein Blockchain-Verfahren zur variablen Stromabrechnung im vergangenen Juni vorgestellt. Damit lässt sich Angebot und Nachfrage von grünem Strom 36 Stunden im Voraus prognostizieren. Auf Basis der Daten sind zeitabhängige Stromtarife realisierbar, welche sich an der gegenwärtigen Marktlage orientieren.

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US-Energieministerium vergibt Zuschüsse in Höhe von 1,05 Mio US-Dollar an Blockchain-Unternehmen

Das US-Energieministerium (DOE) hat Organisationen, die an der Kommerzialisierung einer Blockchain-basierten Energietransaktionsplattform arbeiten, einen Zuschuss in Höhe von 1,05 Mio. US-Dollar gewährt.

Vom Energiemanagement zum Energieaustausch

Die Nachricht stammt aus einer Pressemitteilung des Energieunternehmens ComEd, einer der vier gemeldeten Empfängerorganisationen des Zuschusses. Die anderen sind die University of Denver, Virginia Tech und BEM Controls, ein auf Energiemanagement-Software spezialisiertes Unternehmen. 

Das neue Projekt ist Berichten zufolge eine Fortsetzung der von BEM Controls bereits durch DOE finanzierten Arbeiten an Software zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Mit diesem neuen Zuschuss soll ein neuer Blockchain-basierter Energiemarkt erweitert und gefördert werden. ComEd nutzt das Grid of the Future Lab, um die Funktionalität des neuen Systems zu demonstrieren.

Die neue Initiative wird voraussichtlich noch drei Jahre in der Entwicklung sein.

Blockchain für ein neues Energienetz

Dr. Amin Khodaei, Vorsitzender des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik an der Universität von Denver sagte:

„Die zunehmende Verbreitung verteilter Energieressourcen erfordert fortschrittliche Management-Frameworks, die Peer-to-Peer-Kommunikation unterstützen und gleichzeitig schnell, skalierbar und sicher sind.“ Jetzt ist es an der Zeit, die Technologien zu entwickeln und zu demonstrieren, die eine nachhaltigere und belastbarere Zukunft ermöglichen.“

In der Pressemitteilung nannte BEM Controls die Sicherheit einer Vielzahl von Transaktionen als Hauptgrund für die Implementierung von Blockchain auf ihren Plattformen.

Das DOE hat wachsendes Interesse an der Verwendung von Blockchain in Energienetzanwendungen gezeigt. Wie bereits berichtet, kündigte die Abteilung im Januar eine Finanzierung von 4,8 Mio. USD für Technologieforschung einschließlich Blockchain an, um beispielsweise Daten von fossilen Stromerzeugungssensoren zu sichern.

Im April kündigte das DOE eine Partnerschaft mit dem in Colorado ansässigen Sicherheitsunternehmen Taekion an, um Blockchain für die Sicherheit von Kraftwerken einzusetzen.

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Studie: Bitcoin ist für 0,03 – 0,06% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich

Laut einer neuen Studie, die am 23. Juli von der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlicht wurde, ist Bitcoin (BTC) allein für einen CO2-Ausstoß von 10 – 20 Megatonnen pro Jahr verantwortlich, was ungefähr 0,03 – 0,06% der weltweiten Kohlenstoffdioxid-Emissionen entspricht.   

Bitcoin verbraucht in 6 Monaten mehr CO2 als Irland im ganzen Jahr

Wie die Studie in diesem Zusammenhang erklärt, hat der jüngste Anstieg der Bitcoin-Hashrate, also der aufgewendeten Leistung für das Mining der Kryptowährung, dazu geführt, dass auch der Stromverbrauch des Netzwerks zugenommen hat. So sollen schon im ersten Halbjahr 2019 insgesamt 29 Terrawattstunden (TWh) verbraucht worden sein. Diese Zahl liegt schon jetzt höher als der jährliche Stromverbrauch von Irland (26 TWh).

Der jährliche Energieverbrauch von Bitcoin wird auf einen Wert zwischen 20 – 80 TWh geschätzt, wobei die IEA in ihrer Studie von 45 TWh ausgeht. Obwohl Bitcoin damit vermeintlich mehr Strom verbraucht als Irland, fressen Elektroautos insgesamt noch mehr Strom (58 TWh im Jahr 2018).

Mining speist sich überwiegend aus erneuerbarer Energie

Dabei hat die Studie allerdings schon berücksichtigt, dass der Großteil des Bitcoin-Minings aus erneuerbaren Energien gespeist wird, da sich die entsprechenden Unternehmen vorwiegend in Regionen ansiedeln, die auf billige erneuerbare Energie zurückgreifen können. Die IEA geht in ihren Berechnungen davon aus, dass 76% der für das Mining aufgewendeten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt.

Diese Zahlen werden auch durch das Marktforschungsinstitut CoinShares bestätigt, das zuvor in einer eigenen Studie zu dem Ergebnis gekommen war, dass das Bitcoin-Mining zu 74,1% durch erneuerbare Energien angetrieben wird.

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E.ON will Blockchain-Sensor zur Erhebung von Verbraucherdaten einsetzen

Der Energiekonzern E.ON hat beim Europäischen Patentamt erfolgreich einen Antrag für einen Blockchain-basierten Datensensor gestellt.

Dies hat E.ON am 19. Juli auf der firmeneigenen Webseite bekanntgegeben.

Wie es in der entsprechenden Mitteilung heißt, soll das betreffende Gerät Verbraucherdaten über einen Sensor erheben, woraufhin die Nutzer ihre Daten anschließend an das Unternehmen verkaufen können. Dazu liest der Sensor verschiedene Informationen aus, die allerdings nur weitergereicht werden, sobald der Verbraucher ausdrücklich zustimmt. Dadurch soll eine Win-win-Situation geschaffen werden, in der E.ON Daten sammelt, aufbereitet und weiterverkauft, während der Verbraucher an dieser Monetarisierung finanziell beteiligt wird.

So meint Matthew Timms, der Chief Digital und Technology Officer bei E.ON, in diesem Zusammenhang:

„Die Möglichkeit, Teile dieser Auswertungen innerhalb eines sichereren, nachvollziehbaren Rahmens zu verkaufen, ist völlig neu.“

Die Blockchain-Technologie ist dabei für die Verschlüsselung und sichere Übertragung der Daten verantwortlich, die einerseits die Verbraucher vor ungewünschter Einsicht ihrer Informationen schützt und andererseits eine Fälschung oder Manipulation von Daten unmöglich macht, wovon wiederum der Endkäufer der Daten profitiert.

Der neue Sensor ist ein erster Schritt, um die innovativen Felder von Big Data und Blockchain zu verbinden, wie es in der Pressemitteilung heißt.  

Ein erster Prototyp des Gerätes hat bereits die nötigen Sicherheitstests bestanden und wurde gesondert von einem deutschen Prüflabor zertifiziert. Bis zum Ende des Jahres sollen weitere Tests bei Verbrauchern durchgeführt werden, ehe das Gerät Anfang 2020 auf den Markt kommen soll.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, entwickelt der Gründer des ehemaligen Filesharing-Netzwerks Napster mit seiner neuen Firma Blockchain-basiertes W-LAN, wodurch der Zugang zum Internet „dezentralisiert“ werden soll. Die dazugehörigen Geräte beinhalten ebenfalls Sensoren, die verschiedene Umgebungsdaten erfassen können.

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Iran will Krypto-Minern vorübergehend „den Strom abstellen“

Die iranische Regierung will KryptoMinern vorübergehend den Strom abstellen, bis neue Preise für deren Stromnutzung vereinbart sind. Dies geht am 24. Juni aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Iran Daily hervor.

Mostafa Rajabi Mashhadi, ein Sprecher des iranischen Energieministeriums, erklärt diese Entscheidung mit der Tatsache, dass der monatliche Stromverbrauch im Iran zuletzt um 7% zugenommen hat.

Der Anstieg des Verbrauchs liegt dabei außerhalb der Norm und ist im Vergleich zu vorherigen Jahren besonders hoch. Dementsprechend sollen sich daraus auch schon Konsequenzen ergeben haben, so sei mittlerweile sogar die Stabilität des Stromnetzes in Gefahr, wie Rajabi angibt.

Das Energieministerium vermutet, dass der ungewöhnliche Anstieg auf eine Zunahme des Krypto-Minings zurückzuführen sei. Die Regierungsbehörde hat bereits angekündigt, notwendige Schritte einzuleiten, um das etwaige Problem zu lösen.

Rajabi erklärt, dass im ersten Schritt den Krypto-Minern „der Strom abgestellt wird“. Diese Maßnahme soll solange durchgeführt werden, bis das Parlament einem Vorschlag des Energieministeriums zustimmt, der vorsieht, dass die Strompreise für Krypto-Mining speziell angehoben werden. Diesen drastischen Schritt rechtfertigt das Ministerium vor dem Hintergrund, dass der derzeitige Verbrauch „Probleme für andere Bürger auslöst“.

Schon am 9. Juni hatte der iranische Energieminister gefordert, dass die Strompreise für das Mining von Digitalwährungen angehoben werden sollen. Demnach müssten Miner den reellen Preis bezahlen und dürften nicht die staatlichen Subventionen ausnutzen. Der Iran subventioniert Strom massiv, um den Zugang für die eigene Bevölkerung sicherzustellen. Krypto-Miner haben diesen Umstand genutzt, um selbst in Zeiten schwacher Kryptomärkte noch profitabel zu operieren.

Der Iran hatte sich seit September 2018 überwiegend positiv zum Krypto-Mining positioniert, so haben mehrere Behörden Mining gar als eigene Branche anerkannt.

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