Beiträge

Diese Studenten wollen mit der Blockchain die Welt verändern

Wir sind wieder unterwegs im Crypto Valley. Angesichts der heißen Sommertemperaturen verschlägt es hier die meisten in die “Badi”, um im See eine Abkühlung zu finden. Nicht so einige Studenten der Hochschule Luzern (HSLU) und ihrer Partneruniversität University of British Columbia (UBC) in Vancouver, Kanada. Die multidisziplinären Teams büffeln in der Summer School, um dann spannende Konzepte im “Block-a-thon for Good” zu entwickeln.

Aber ganz von vorn. Die gemeinsame Geschichte der beiden Hochschulen reicht bereits vier Jahre zurück. Der kanadische Botschafter hatte Prof. Victoria Lemieux und Prof. Dr. Tim Weingärtner bekannt gemacht und es folgten gegenseitige Besuche. Das Potenzial, das eine Zusammenarbeit bieten würde, war rasch erkannt und eine Zusammenarbeit umgesetzt. Anlässlich eines multidisziplinären Workshops in Vancouver (2019) wurde das “3-Layer-Modell” für Blockchain Designs entwickelt. Nach diesem Modell beginnt ein Projekt mit der sozialen Ebene (Ökosystem), darauf aufbauend folgt die Business-Ebene (Information, Daten, Layer) und schließlich folgt die Technologie (Computer Science, Engineering und Konsensus Mechanismen).

Block-a-thon for Good

Weiter agierte Prof. Dr. Weingärtner als Juror bei dem jährlich stattfindenden “Block-a-thon for Good”, eine Coder-Veranstaltung für Krypto-Anhänger. Hier liegt ein klarer Fokus auf sozialen Problemstellungen und darauf, wie Technologie bei der Lösung dieser Herausforderungen unterstützen kann. Der persönliche Einsatz aller Beteiligten über die folgenden Jahre führte nun dazu, dass die beiden Institute sich entschieden, ihre Zusammenarbeit eine Stufe weiterzubringen und eben diesen Block-a-thon gemeinsam – mit Studenten aus der Schweiz und aus Kanada – durchzuführen. Der Planungshorizont für ein solches Projekt ist lang, so musste bereits im Februar entschieden werden, dass die kanadischen Studenten ihren Mitstreitern in der Schweiz nicht physisch vor Ort, sondern über ein Hybridmodell begegnen würden. Für Prof. Lemieux gab es dennoch kein Halten und nutzt ihr Sabbatjahr, um die Schweizer Studenten vor Ort zu unterstützen. 

Der Grund dafür ist für Prof. Lemieux, welche Blockchain@UBC aufgebaut und erst kürzlich ein Buch veröffentlicht hat:

Jedes Mal, wenn ich eines dieser Sommerinstitute leite, treffe ich neue Leute, lerne etwas Neues und es macht mir große Freude, Studenten dabei zu helfen, ihre Karriere zu starten, zu sehen, wie sie in dieser neuen Branche und all der Kreativität, die sie mit sich bringt, erfolgreich sind. Blockchain ist eine noch junge Technologie, die viele Menschen anzieht, die über den Tellerrand hinausschauen. Ich denke, dass sie in erster Linie bereit sind, ein gewisses Risiko einzugehen, um zu kommen und zu lernen, während andere Leute vielleicht nur am Strand liegen. Das ist der Grund, warum ich es mache, weil es einfach eine Menge Spaß macht!

Prof. Lemieux

Die Blockchain hilft

Der diesjährige Block-a-thon for good fokussiert sich auf die Fragestellung “Was würde mit Ihnen passieren, wenn Sie aus Ihrer Heimat fliehen müssten, entweder wegen eines Konflikts oder wegen des Klimawandels?”. Das Thema beschäftigte das Team bereits bevor der Ukraine-Krieg begann und ist nun aktueller denn je. Das HLP (Home Land Property) -Thema soll also zukünftig Menschen helfen, die, aus welchen Gründen auch immer, aus ihrer Heimat flüchten mussten und meist all ihre Dokumente (Ausweise, Besitzurkunden für das Heim etc.) zurückließen. Die zu erarbeitende Lösung soll es diesen Menschen ermöglichen, bei Rückkehr in ihre Heimat Transitional-Justice-Prozesse zu starten.

Das zu lösende Problem ist adressiert, doch wie finden die Studenten Lösungsansätze? Eine große Hilfestellung liegt im Aufbau der Summer Academy. Die erste Woche befasst sich ganz mit dem Aufbau eines Fundaments. Die Studenten lernen, ein solches Projekt mit dem 3-Layer-Modell zu designen. Sie sollen sich gerade nicht zuerst auf die Technologie, sondern auf das soziale Problem fokussieren und sich von dort aus rückwärts zur Technologie durcharbeiten. Weiter fanden verschiedene Workshops statt, um die Wissensbasis zu stärken: Ethereum als Beispiel einer Permissionless Blockchain, Self Sovereign Identitiy, DeFi & Crypto Economics und DAOs.

In der Umsetzung ihrer Idee waren die interdisziplinären Teams schließlich völlig frei. Es finden sich Studenten aus den Fachbereichen Wirtschaftsinformatik, Artificial Intelligence, Computer Science, Engineering and Archival Science unter den Teilnehmern, welche sich in der zweiten Woche gemeinsam ihren Ideen widmeten. Für die anwesenden Professoren ist es eine große Freude zu beobachten, wie die Teilnehmer das Gelernte umsetzen und in welch kreativer Weise sie an die Problemstellungen herangehen. Und es ist nicht nur Theorie, die umgesetzt wird. Die Studenten lernen auch, die Arbeitswelt von heute zu erleben. Sie arbeiten physisch zusammen, aber auch remote, sie stellen sich auf verschiedene Kulturen und Diversität ein und auch auf das Arbeiten in verschiedenen Zeitzonen. Alles Herausforderungen ihrer zukünftigen Arbeitswelt.

Für die Karriere und die Weiterentwicklung

Eine Frage bleibt dennoch offen. Was motiviert die Teilnehmer, hier und eben nicht am Strand zu sein? André Reichmuth (Student Wirtschaftsinformatik) sieht in der Summer School eine tolle Gelegenheit, sich näher mit der Blockchain-Technologie zu befassen und natürlich auch etwas für den eigenen CV zu tun. Für Jaron Matzinger (Student Artificial Intelligence, Machine Learning) ist es völlig klar, etwas von den Semesterferien zu investieren, um zusätzlich zu seinem Fachbereich ergänzendes Know-how zu erwerben. “Ich möchte in den Ferien das machen, wozu ich wirklich Lust habe und was ich wirklich lernen will”.

Auch Aurelio Schmid (Student Wirtschaftsinformatik) schließt sich seinen Kommilitonen an. Die Summer School bietet auch für ihn eine zusätzliche Möglichkeit, sich dem Thema Blockchain noch mehr zu nähern: “Die Summer School ist für mich auch eine tolle Möglichkeit, eine Partneruniversität kennenzulernen und so diesen internationalen Austausch zu fördern”. Aurelio sieht sich mehr auf der Wirtschaftsseite seines Wirtschaftsinformatik-Studiums: “Mein Hauptziel ist, die Theorie aufzubauen, um evaluieren zu können, was das Potenzial eines Projektes ist und wo die Herausforderungen liegen”. Dieses Wissen wird ihm in seiner Laufbahn ein guter Ratgeber sein.

Und die Zukunft? Beide Hochschulen freuen sich auf eine weitere Zusammenarbeit. Sofern möglich, sollen dann im nächsten Jahr die kanadischen Studenten tatsächlich auch physisch in die Schweiz kommen und im darauffolgenden Jahr soll die Summer School dann für alle in Vancouver stattfinden. Es wäre im Weiteren wunderbar, wenn Studenten aus der Schweiz an der UBC einige Kurse belegen würden, um dort mit den Professoren zusammenzuarbeiten und von und mit ihnen zu lernen und das Ganze auch andersherum stattfinden würde. Auch wäre es sicher spannend für die kanadischen Studenten, das Crypto Valley einmal selbst zu erleben und gemäß Prof. Lemieux wären auch die Schweizer Studenten erstaunt, was für ein großartiges Ökosystem in Kanada auf sie wartet.

Zwischen vielen Ideen und Plänen und ihrer Umsetzung steht nur noch etwas Papierkram.

Du möchtest Kryptowährungen kaufen?
eToro bietet Investoren, von Anfängern bis zu Experten, ein umfassendes Krypto-Trading-Erlebnis auf einer leistungsstarken und dabei benutzerfreundlichen Plattform. Wir haben eToro unter die Lupe genommen.

Zum eToro Test

auf btc-echo lesen

Sam Bankman-Fried, der neue Krypto-König?

Einige sehen in ihm bereits den J.P. Morgan der Krypto-Ära. Andere gleich: den Retter der Krypto-Branche, ihren Robin Hood. Mit einem Vermögen von über 11 Milliarden US-Dollar ist Sam Bankman-Fried aktuell der zweitreichste Krypto-Unternehmer der Welt, direkt nach Binance-CEO Changpeng Zhao. Nur Mark Zuckerberg wurde laut Forbes schneller reicher als der heute 30-Jährige. Sein selbsterklärtes Ziel: So viel Reichtum anhäufen, wie er kann. Und diesen dann an wohltätige Organisationen spenden. Er nennt es, “effektiven Altruismus”. Durch die Krise könnte der 30-Jährige der neue Krypto-König werden.

Vor rund fünf Jahren besitzt er nicht einmal einen Bitcoin. Dann kommt Sam Bankman-Fried als Krypto-Trader zu Millionen – durch das Ausnutzen eines Schlupflochs, einer beachtlichen Preisdifferenz des Bitcoin-Preises zwischen Japan und den USA. Am Ende macht er 25 Millionen US-Dollar Gewinn mit einem Trade. Mit dem Geld und großzügigen Finanzierungen durch Fonds gründet er 2019 FTX. Nach nur drei Jahren ist es eine der wertvollsten und größten US-Krypto-Börsen, mit gigantischer Kriegskasse.

Laut eigenen Angaben hat er einen Rettungsfonds von über zwei Milliarden US-Dollar eingerichtet. Im Juni 2022 leiht Sam Bankman-Fried dem mittlerweile insolventen Krypto-Broker Voyager Digital über 250 Millionen US-Dollar, dann kauft er den angeschlagenen Krypto-Lender BlockFi zu einem Schnäppchenpreis (25 Millionen statt 4 Milliarden), vorher Anteile am Broker Robinhood. Sein neuestes Objekt der Begierde: Bithumb, eine der führenden südkoreanischen Krypto-Börsen. Eine Übernahme ist laut Bloomberg im Gespräch.

Auf Luxus verzichtender Veganer mit Zockerherz

Sam Bankman-Fried wird 1992 auf dem Campus von Stanford geboren, als Sohn zweier Rechtsprofessoren der Elite-Uni. Nach Abschluss einer privaten High School in der Bay Area studiert er vier Jahre Physik am MIT. Die meiste Zeit verbringt er allerdings mit Videospielen wie “Starcraft” und “League of Legends”. Er liebt den Rausch, schnelle Entscheidungen unter Zeitdruck zu treffen: “Beim Schach oder anderen Spielen bestand er immer darauf, mit einem Timer zu spielen”, sagt ein Studienkollege über ihn einmal im Interview.

Trotz seines Milliarden-Vermögens verzichtet Bankman-Fried auf Luxus. Er ist Veganer aus Überzeugung, trägt Schlabberklamotten und fährt einen Toyota Corolla über die Straßen der Bahamas, auf denen er seit 2021 lebt. Nachts schläft er im Büro, auf einem Sitzsack. Weniger als fünf Stunden pro Nacht. Die Mitarbeiter können ihn jederzeit wecken, wenn sie Rat suchen. An der Universität entdeckt er die Lehre des “effektiven Altruismus”. Und richtet sein Leben danach aus.

Bisher spendet Sam Bankman-Fried kaum an wohltätige Zwecke

Die Bewegung wird 2011 von zwei Oxford-Philosophen gegründet. Ihre Maxime: die eigene Zeit und Ressourcen so einsetzen, das man das größtmögliche Wohl für die größtmögliche Zahl von Menschen bewirken kann. Sam Bankman-Fried will 99 Prozent seines Vermögens spenden, wenn die Zeit gekommen ist. Nur 100.000 US-Dollar pro Jahr behalten. Praktisch umgesetzt hat er davon noch nichts. Laut Forbes spendete er bisher nur 25 Millionen US-Dollar, rund 0,1 Prozent seines Vermögens. Weniger als jeder andere Milliardär der reichsten 400 Menschen der Welt. Anders gesagt: Sam Bankman-Fried muss erst noch ein wenig von der Krise profitieren, bevor er dann kurz die Welt retten kann.

Wofür er aktuell viel Geld ausgibt: Marketing, Investmentdeals und Lobbying. 2020 wird Bankman-Fried mit über fünf Millionen US-Dollar der zweitgrößte Spender der Biden-Kampagne, direkt nach Michael Bloomberg. Für die Wahl 2024 kündigte er an, die Demokraten mit bis zu einer Milliarde US-Dollar zu unterstützen, um einen Sieg von Donald Trump zu verhindern. Er wäre damit der größte Spender der Geschichte der USA.

Für die Sponsoring-Rechte der Basketballarena von Miami Heat investiert er 135 Millionen US-Dollar, hunderte Millionen buttert er in e-Sports Deals und das Formel-1-Team von Mercedes. Der Großteil seines Reichtums liegt in Anteilen an FTX – und diversen Kryptowährungen, wie etwa Solana (SOL). Die Wette des 31-jährigen Starunternehmers: Wenn er die Krypto-Welle weiterreitet, kann er sein Vermögen um das 900-Fache steigern. Und damit später auch seine Spenden.

Du möchtest Solana (SOL) kaufen?
Das ist unter anderem via eToro möglich. eToro bietet Investoren, von Anfängern bis zu Experten, ein umfassendes Krypto-Trading-Erlebnis auf einer leistungsstarken und dabei benutzerfreundlichen Plattform. Wir haben eToro unter die Lupe genommen.

Zum eToro Test

auf btc-echo lesen

Tinder: So macht Krypto dein Profil heißer als ein Mining-Rig

Wenn es dir wie 80 Prozent der Männer auf Tinder geht, fragst du dich sicherlich regelmäßig: When Match? Rettung naht!

Laut einer (vollkommen seriösen) Studie von Cryptoadvantage werden Krypto-Investoren von Frauen beim Dating als attraktiver und wohlhabender als der Durchschnitt eingeschätzt. So pimpst du dein Tinder-Game mit Krypto.

Nr. 1: Die perfekten Blockchain-Bro-Fotos

Hier bloß keine halben Sachen. Profilfoto: Ein Selfie. Du vor deinem Bitcoin-Mining-Rig. Ohne Shirt, natürlich. Schweißperlen auf dem Sixpack. Du hältst ein kleines Schild ins Bild mit der Aufschrift: “Proof of Workout”. Glaub uns, die Ladies lieben das.

Weil du keine echten Freunde hast, nimmst du für deine sozialen Bilder ein paar Screenshots aus dem Metaverse “The Sandbox”, in denen du mit deinem pixeligen Avatar vor einem Bild deines Bored Ape-NFTs tanzt. Nichts strahlt mehr Coolness aus.

Fehlen noch die Tierbilder: Du schießt mit Laseraugen auf einen Braunbären und reitest mit der teuersten Champagnerflasche der Welt auf einem Shiba Inu in den Sonnenuntergang. Die Sonne ist eigentlich ein riesiges, leuchtendes Bitcoin-Symbol. Unwiderstehlich!

Nr. 2: Deine perfekte Krypto-Biografie

Halte dich kurz. Mehr als einen Satz liest auf Tinder niemand.

Für den romantischen BTC-Maxi: “Ich hodle meine Frauen wie meine Bitcoin, für immer.”

Schamloser Playboy: “Wenn du mir deine Adresse schickst, airdroppe ich dir meine Token.”

Als dein Lied wählst du “Hodln” von Kool Savas oder “The House I Built” von Snoop Dogg.

Nr. 3: Die Anmachsprüche für dein All-Time-High

Bei so einem unwiderstehlichen Krypto-Tinder-Profil wirst du vermutlich jetzt mit Matches nur so überschwemmt. Doch wie das Gespräch beginnen? Unsere besten Krypto-Anmachsprüche. Funktionieren garantiert immer!

“Du bist so heiß wie ein schlecht aufgesetzter Mining-Rig.”

“Bist du mein Krypto-Portfolio? Ich checke dich nämlich 24/7 aus.”

Du hast unsere Profi-Tipps befolgt und kriegst als zertifizierter Blockchain-Super-Bro immer noch keine Tinder-Dates? Falls du dein Krypto-Portfolio weiter ausbauen möchtest, kannst du das beispielsweise über eToro tun.

Du möchtest Kryptowährungen kaufen?
eToro bietet Investoren, von Anfängern bis zu Experten, ein umfassendes Krypto-Trading-Erlebnis auf einer leistungsstarken und dabei benutzerfreundlichen Plattform. Wir haben eToro unter die Lupe genommen.

Zum eToro Test

auf btc-echo lesen

Bitcoin verloren: So will ein Brite seine 7,500 BTC wiederfinden

  • Mit dem Briten James Howells verbindet man in der Krypto-Szene ein unglückliches Schicksal, das der ein oder andere Hodler fürchtet. 2013 entsorgt der mittlerweile 32-Jährige eine vermeintlich leere Festplatte. Das Problem: Auf dem Hard Drive liegen seine 7.500 Bitcoin, die mit dem Abfall wohl auf einer Mülldeponie in Wales landen.
  • Zum aktuellen BTC Kurs von etwa 21.125 US-Dollar beliefe sich der Gegenwert auf fast 160 Millionen US-Dollar.
  • Nun hat der Brite eine neue Idee: Mit Roboterhunden und einer KI-Maschine möchte er sich durch 110.000 Tonnen Müll graben, um seine Festplatte aufzuspüren, erklärt Howells gegenüber Business Insider.
  • Mittlerweile habe man sich zwei Wagniskapitalgeber mit ins Boot geholt, um das Vorhaben zu finanzieren. Die zur Verfügung stehenden Mittel sollen sich auf bis zu 11 Millionen US-Dollar belaufen.
  • Falls die Bitcoin unter den Müllbergen wirklich gefunden werden sollte, sei es geplant, die Gemeinde und die Mithelfer:innen aus dem Geldtopf zu belohnen.
  • Howells kämpft seit Jahren mit der walisischen Gemeinde Newport um die Erlaubnis, die Müllkippe auf seine mit Elektroschrott verwechselte Wallet durchsuchen zu dürfen – bisher ohne Erfolg.
  • Leider ist Howells kein Einzelfall – hier entlang zu weiteren Geschichten über verlorene Bitcoin.
Du willst Bitcoin (BTC) kaufen?
Wir zeigen dir die besten Anbieter, bei denen du in wenigen Minuten Bitcoin kaufen und verkaufen kannst.

Zum Ratgeber

auf btc-echo lesen

Binance-CEO Changpeng Zhao verklagt Bloomberg Businessweek

  • Mehreren Medienberichten zufolge soll Binance-Chef Changpeng Zhao das Wirtschaftsmagazin Bloomberg Businessweek verklagt haben.
  • Der CEO der weltweit größten Krypto-Börse wirft dem Magazin vor, in der chinesischen Version eines Artikels, der im Juni dieses Jahres veröffentlicht wurde, diffamierende Aussagen getroffen zu haben.
  • Die Hong Kong Economic Times berichtet ebenfalls von den rechtlichen Schritten CZs und schreibt, dass die Überschrift des chinesischen Artikels lautete: “Changpeng Zhao’s Ponzi Scheme” (zu Deutsch: “Das Schneeballsystem von Changpeng Zhao”).
  • Des Weiteren sei auch die englische Version des Artikels dahingehend problematisch gewesen. Einem juristischen Dokument zufolge habe der Originalartikel Aussagen beinhaltet, die “völlig unbegründet waren und offensichtlich darauf abzielten, die Leser in die Irre zu führen, damit sie glauben, dass Zhao und Binance in illegale oder widerwärtige Aktivitäten verwickelt waren”. Dabei bezog man sich unter anderem auf die Behauptung in dem Artikel, dass Binance ein “Shitcoin Casino” sei.
  • “Die meisten Journalisten bei Bloomberg sind zwar gut, aber dieses Mal war es schlecht”, kommentierte CZ den Bloomberg-Artikel im Juni.
Du möchtest Kryptowährungen kaufen?
eToro bietet Investoren, von Anfängern bis zu Experten, ein umfassendes Krypto-Trading-Erlebnis auf einer leistungsstarken und dabei benutzerfreundlichen Plattform.

Zum Anbieter

auf btc-echo lesen

Neue Studie: Eine Milliarde Krypto-Nutzer bis 2030?

“Trotz der jüngsten Verlangsamung des Kryptomarktes glauben wir, dass die Kryptowirtschaft Bestand haben wird”, heißt es in dem Dokument. Der Boston Consulting Group zufolge sollen derzeit lediglich 0,3 Prozent des individuellen Vermögens in Kryptowährungen gehalten werden, und ganze 25 Prozent in Aktien. Im Vergleich zur Adoptionsrate des Internets in den neunziger Jahren gebe es noch ordentlich Luft nach oben.

Obwohl die Krypto-Adoption noch in den Kinderschuhen stecke, sei ein Wachstumstrend erkennbar, meinen die Unternehmen. “Auch wenn es schwer vorherzusagen ist, wird die Gesamtzahl der Kryptonutzer bis 2030 wahrscheinlich eine Milliarde erreichen, wenn sich der Trend der Kryptonutzung fortsetzt.”

Die großen Einflussfaktoren der Krypto-Adoption betitelt die Studie mit der verstärkten Beteiligung von Großinvestoren, dem Aufstieg des Web 3.0 und der Adoption in Schwellenländern.

Nicht nur der Wachstumstrend des Internets wird oft auf den Krypto-Sektor angewendet. Oft ziehen Experten auch einige Parallelen zwischen dem jüngsten Krypto-Crash und der Dotcom-Blase. Was Chefredakteur Sven Wagenknecht von diesem Vergleich hält, hat er in einem Kommentar niedergeschrieben.

auf btc-echo lesen

Lettland beschlagnahmt 8,7 Millionen US-Dollar von NFT-Künstler

  • Ilya Borisov ist Künstler aus Lettland. Unter seinem Pseudonym “Shvembldr” verkaufte er im NFT-Hype digitale Bilder für knapp 8,7 Millionen US-Dollar.
  • Um seinen Gewinn korrekt zu versteuern, kontaktierte er nach eigenen Angaben die lokalen Behörden. Diese rieten ihm, seine NFT-Profite als “Einkünfte aus selbstständiger Arbeit” zu versteuern. Daraufhin führte er 2,2 Millionen US-Dollar an den lettischen Staat ab.
  • Im Februar dieses Jahres dann der Schock, lettische Behörden hatten sein gesamtes Vermögen eingefroren. Der Vorwurf: Geldwäsche.
  • Borisov setzt sich juristisch zur Wehr. Vor dem Landgericht Riga erwirkt er eine Beendigung der Untersuchungen sowie eine Rücknahme der Beschlagnahmung seiner NFT-Verkäufe – diese wird von der Behörde aber nicht umgesetzt.
  • Stattdessen werden zwei neue Verfahren gegen ihn eingeleitet. Abermals wegen des Verdachts auf Geldwäsche.
  • Dagegen legte Borisov Einspruch ein – bisher jedoch ohne Erfolg. Die NFT-Gelder bleiben bisher eingefroren.
  • Zudem hat der Lette eine eigene Webseite eingerichtet, auf der man die Chronologie der Ereignisse nachvollziehen kann.
  • Neben dem Rückerhalt seiner Gelder will Borisov laut eigenen Angaben andere NFT-Künstler vor einem ähnlichen Schicksal bewahren.
Du möchtest Ethereum (ETH) kaufen?
Das ist unter anderem via eToro möglich. eToro bietet Investoren, von Anfängern bis zu Experten, ein umfassendes Krypto-Trading-Erlebnis auf einer leistungsstarken und dabei benutzerfreundlichen Plattform.

Zum Anbieter

auf btc-echo lesen

Doge, Lambo und to the Moon: Die Memefizierung der Krypto-Kultur

Was eine fliegende Katze, ein trauriger Frosch und ein treudoofer Hund gemeinsam haben? Richtig: Sie sind Teil des Meme-Kanons, und damit auch unweigerlich Bestandteil der Krypto-Kultur.

Ihr Schattenwurf reicht weit – so weit, dass sogar ganze Projekte allein von ihrer Anziehungskraft zehren. Ob Dogecoin, Shiba Inu oder Kätzchen-NFTs: Memes sind allgegenwärtig – und alles kann zum Meme werden. Text, Bild, Audiospur oder alles zusammen, Hauptsache schräg, trashig und durchgeknallt. Die Meme-Doktrin: je dümmer, desto besser. Eine Schamgrenze? Fehlanzeige. Stumpf ist Trumpf. Per Cut-up-Technik wird zusammengeschnippelt, was schlechter Geschmack, Paint-Programm und Situationskomik hergeben.

Im Grunde eine gewaltige Dekonstruktionsmaschinerie. Die zusammengekleisterten Montagen entzerren den ursprünglichen Sinn, kontextualisieren ihn neu, entwickeln sich zu einem Geheimcode für Eingeweihte der sich meist über Foren wie Reddit vernetzenden Communitys, geben dem schwarmintelligenten Haufen einen gemeinsamen Referenzpunkt und entfesseln damit eine unberechenbare ökonomische Macht – oder man malt halt Kätzchen mit Manga-Augen. Ach ja, das Internet. Unendliche Weiten – die nicht alle erkundet werden wollen.

Sparst du noch oder hodlst du schon?

Memes waren und sind schon immer Teil der Token-DNA gewesen. Das im Krypto-Dunstkreis wohl berühmteste Beispiel ist das auf Reddit im Vollsuff entstandene „Hodln“.

Im Dezember 2013, als der Bitcoin-Kurs kurz nach seinem ersten Ausflug über 1.000 US-Dollar auf 500 US-Dollar zurückfiel, verfasste der User GameKyuubi einen Post, in dem er – offensichtlich nicht ganz nüchtern – begründete, warum er seine Bitcoin trotz des aus heutiger Sicht kurios wirkenden Kursverfalls nicht verkaufen will. Er sei ein „Bad Trader“ und halt nicht so „cool“ wie die „Smart Trader“. Ob einem Flüchtigkeitsfehler oder der Whiskeyflasche neben ihm geschuldet: Der Post trug den verkorksten Titel „I am Hodling“. Der Rest ist Geschichte.

Fast 800.000-mal wurde der Post seitdem aufgerufen und die Genese nahm ihren Lauf: Aus Hold wurde unfreiwillig Hodl und aus Hodl schließlich ein geflügeltes Wort für Langzeitinvestments, das seinen unironischen Eingang selbst in die Marketingsprache seriöser Unternehmen gefunden hat. Aus dem Krypto-Jargon ist Hodln seitdem nicht mehr wegzudenken und hat sogar eine eigene Rap-Hymne von Sido und Kool Savas verpasst bekommen.

Hand in Hand mit Hodln geht das zahlreiche GIFs schmückende Meme „When Moon?“. Zusammen bilden sie das Yin und Yang der Krypto-Meme-Kultur: Schmeißt sich der Kurs nach vorn, heißt es: „When Moon?“, schmiert der Kurs ab, wird gehodlt, was das Zeug hält. Wer braucht da schon Investmentberater?

Quasi synonym mit „When Moon?“ hat sich die nicht weniger platte Frage „When Lambo?“ in diversen Trading-Telegram-Gruppen kultiviert – Materialismus in Reinform lässt grüßen.

Fly me to the moon

Memes haben aber nicht nur den Sprachgebrauch infiltriert. Ganze Krypto-Projekte sind auf dem Rücken von Memes entstanden. Das berühmteste Beispiel: Dogecoin, die Kryptowährung mit dem nach Leckerlis lächzenden Shiba-Inu-Konterfei. Von Anfang an war Dogecoin als Spaßwährung gedacht. Als satirischer Kommentar auf hypegetriebene Blasenbildungen am Krypto-Markt, der das auf 21 Millionen Einheiten gemünzte Wertversprechen von Bitcoin mit einer unlimitierten Umlaufmenge konterkariert.

Wurde Dogecoin, der mit seinem Launch 2013 schon zu den Urgesteinen am Krypto-Markt und zählt, mit Aktionen wie dem Sponsoring der jamaikanischen Bobmannschaft zunächst belächelt und nur von einer kleinen Community unterstützt, hat sich das Projekt spätestens im letzten Jahr zum Kassenschlager gemausert. Dem Tesla-Chef und selbst ernannten „Dogefather“ Elon Musk, um den sich geradezu ein Götzenkult gebildet hat, ist es zu verdanken, dass die DOGE-Marktkapitalisierung in kürzester Zeit von zehn auf fast 90 Milliarden US-Dollar stieg – und damit zwischenzeitlich so viel wert war wie die Airbus Group. Ein teurer Spaß.

Auch wenn sich der Hype etwas beruhigt hat, Elon Musk nicht mehr jeden Tweet für DOGE-Promo-Zwecke nutzt und Nachzöglinge wie Shiba Inu – immerhin auf Platz 15 der wertvollsten Kryptowährungen – den Memecoin-Boden abgrasen, hat sich Dogecoin zu einer ernst zu nehmenden Anlageklasse entwickelt. Dass die zehn dicksten DOGE-Wallets die Hälfte der gesamten Umlaufmenge verwahren, die Bestände der Kryptowährung damit im höchsten Grade zentralisiert und anfällig für Pump-and-Dump-Methoden sind: geschenkt. Der Witz, vom Beckenrand zu springen, besteht ja darin, dass man es nicht machen sollte.

Ein weites Feld?

Lässt sich Dogecoin noch problemlos dem Memecoin-Lager zuordnen, sieht es bei anderen Kryptowährungen schwieriger aus. Wenn die Kriterien lauten: Popularität in den sozialen Kanälen und gemeinsame Meme-Konventionen einer lautstarken Community, dann lässt sich auch Bitcoin als Memecoin abstempeln.

Nicht nur Hodln gehört zum Meme-Repertoire von Bitcoin. Für mediale, wenn auch nur kurze Aufregung sorgte auch das Laseraugen-Meme auf Twitter, die sich mehr oder weniger berühmte Personen aus dem Krypto-Business verpasst haben, um den Bitcoin-Kurs – kraft ihres Promi-Daseins – auf 100.000 US-Dollar zu katapultieren. Es hat zwar nicht sollen sein und die Laseraugen verschwanden wieder so schnell, wie sie kamen. Aktionen wie diese zeigen aber, dass auch die Krypto-Leitwährung Bitcoin knietief im Meme-Tümpel steckt.

Ein ganz entscheidendes Memecoin-Kriterium erfüllt Bitcoin aber nicht: Nutzlosigkeit. Einen Use Case, technische Alleinstellungsmerkmale oder spezifische Anwendungsfälle sucht man bei Memecoins vergebens. Es geht um Spaß an der Freude, ausgeklügelte Konzepte geben dabei nur den Spielverderber.

In Anbetracht der „offiziellen“ Memecoin-Liste wirkt ein Dogecoin sogar noch seriös: Da hätten wir neben Shiba Inu, dessen Whitepaper – pardon, „Woofpaper“ – keinen Hehl aus seinem Meme-Status macht, noch Baby Doge Coin oder Dogelon Mars im Angebot. Nicht zu vergessen natürlich Floki Inu und Kishu Inu – schlimmer geht halt immer.

Trash-Ästhetik als Verkaufsschlager

Auch und gerade am NFT-Markt, wo schon niemand mehr die Augenbrauen hochzieht, wenn wieder Millionen Dollar für bunte Pixelhaufen hingeblättert werden, zeigt sich die unberechenbare Macht der Meme-Kultur. CryptoPunks, CryptoKitties, Bored Ape Yacht Club: Der Wert der teuersten NFTs bemisst sich nicht gerade an ihrer künstlerischen Originalität, sondern eher durch den Grad an Memefizierung. Etwas überspitzt könnte man sogar sagen: Nur wegen Memes sprechen wir heute überhaupt über NFTs. Hätte es die flauschigen CryptoKitties nicht gegeben, wer weiß, welche Früchte der Ethereum-Token-Standard ERC-721 sonst getragen hätte.

So skurril der CryptoKitties-Hype 2017, der immerhin die Ethereum Blockchain an den Rand ihrer Belastungsgrenze brachte, in der Außenperspektive auch schien, ihr Erfolg war hausgemacht. Tamagotchis, Kätzchenfetisch, Manga-Verniedlichung: Bei den CryptoKitties wurden Meme-Erfolgszutaten besonders schmackhaft angerührt, aufgetischt als wertvolle Sammelobjekte und garniert mit einer Prise FOMO – na dann, Mahlzeit!

Memes und NFTs: Eine Lovestory

Dürfte der Memecoin-Markt mit Dogecoin, Shiba Inu und den mitplätschernden Plagiaten allmählich gesättigt sein, scheint der Meme-Hunger am NFT-Markt unstillbar. Das hat einen einfachen Grund: Via NFTs lassen sich alle Internetphänomene – und damit auch Memes – monetarisieren.

So wie Nyan Cat, die fliegende Regenbogenkatze, die als NFT für schlappe 590.000 US-Dollar verkauft wurde. Oder Bad Luck Brian, ein 2012 auf Reddit gelandetes Bild von einem zahnspangentragenden Rotschopf. NFT-Kostenpunkt: immerhin 36.000 US-Dollar. Und natürlich das Originalbild vom weltberühmten Shiba Inu „Kabosu“. Der NFT ist für vier Millionen US-Dollar unter den Hammer gekommen.

Selbst vor Tweets macht die Blockchain-Technologie nicht halt. „Just setting up my Twitter“ war der erste jemals veröffentlichte Kurzbeitrag von Twitter-Gründer Jack Dorsey – und wurde als NFT für 2,9 Millionen US-Dollar verkauft.

Unberechenbare Brandbeschleuniger

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Die Memedurchtränkten NFTs müssen nicht jedem gefallen. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Memefizierung auch und vor allem eine unkalkulierbare ökonomische Dimension hat. Je mehr sich NFTs und auch Kryptowährungen im Meme-Dunstkreis bewegen, umso höher sind auch ihre Gewinnaussichten. Kein Wunder: Memes sind die wirkungsvollste Form von Marketing. Einmal in die Echokammer der sozialen Netzwerke entlassen, verbreiten sich Memes unaufhaltsam in der Netzkultur, verankern sich im kollektiven Bewusstsein und können identitätsstiftend für ganze Gruppen werden.

Bestes Beispiel: die sich um den Memecoin Shiba Inu formierte SHIB-Army – ein loser Verbund gleichgesinnter SHIBEnthusiasten, die den Token-Kurs im Kollektiv nach oben kurbeln. Auch bei WallStreetBets, die Reddit-Gruppe, die sich letztes Jahr dem Leerverkauf von Hedgefonds entgegengestemmt und die Spielekette GameStop vor dem Ruin gerettet hat, hat sich gezeigt, welche Eigendynamik Memes im Verbund mit sozialen Netzwerken haben können.

Die Macht der Viralität ist nicht zu unterschätzen, lässt sich aber ebenso wenig einschätzen. Da helfen weder Chart- noch Fundamental- und auch keine On-Chain-Analysen. Memes sind der Faktor X, der vermeintliche Spaßprojekte aufblähen und ins Rampenlicht der Öffentlichkeit rücken kann. Was seinen Anfang in einer kleinen Bubble nimmt, kann eine Lawine auslösen – oder genauso gut wieder verpuffen.

Disclaimer

Dieser Artikel erschien bereits in der April-Ausgabe des BTC-ECHO Magazins. Hier entlang zum Shop!

Du möchtest Dogecoin (DOGE) kaufen?
Das ist unter anderem via eToro möglich. eToro bietet Investoren, von Anfängern bis zu Experten, ein umfassendes Krypto-Trading-Erlebnis auf einer leistungsstarken und dabei benutzerfreundlichen Plattform.

Zum Anbieter

auf btc-echo lesen

Google Trends: Krypto-Suchinteresse im Sommerloch?

Es sei uns gegönnt: Der Sommer ist endgültig da, die Sonne scheint, die Luftmatratzen werden aufgeblasen und der Cocktail Shaker ist im ständigen Gebrauch.

Da scheint es nur logisch, dass das eigene Krypto-Portfolio vielleicht nicht mehr die erste Geige spielt.

Ein entsprechendes Bild zeichnet sich vermutlich deshalb auch bei dem Suchinteresse nach den gängigen Krypto-Begriffen ab. Wir haben eine Google-Trends-Analyse durchgeführt und sind auf die folgenden Ergebnisse gekommen.

Bitcoin nach Ein-Jahres-Hoch abgeflacht

Betrachtet man das Diagramm ausgewählter Krypto-Suchbegriffe im letzten Jahr, erkennt man sofort, dass Bitcoin (BTC) trotz des Kurseinbruchs bei weitem die Nase vorn hat.

Das Debakel am Krypto-Markt könnte der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung in puncto Suchinteresse sogar zuträglich gewesen sein.

Nach einem Ausreißer Anfang Mai dieses Jahres verzeichnet Bitcoin ein neues Ein-Jahres-Hoch in der Woche des 12. Juni 2022. Was sich zu diesem Zeitpunkt genau ereignet hat, könnt ihr in unserer Zusammenfassung der wichtigsten News nachlesen.

Mittlerweile ist das Interesse anscheinend etwas abgeflacht und liegt in der Woche vom 17. Juli bei weniger als halb so viel im Vergleich zum Juni-Höhepunkt.

NFTs auf absteigendem Ast

Auf Jahressicht haben NFTs einen eindeutigen Höhepunkt erreicht. Anfang des Jahres gehörten NFTs zu den viel-gegoogelten Begriffen aus der Krypto-Szene.

Mittlerweile bewegt sich das Suchinteresse nach Non-fungible Token jedoch immer weiter nach unten. Auch andere Studien haben inzwischen festgestellt, dass sich die kollektive Euphorie rund um NFT-Projekte anscheinend beruhigt hat.

Trotzdem gibt es dahingehend regionale Unterschiede, die wir in diesem Artikel beleuchtet haben: Wer interessiert sich noch für NFTs?

Metaverse Hype kaum zu erkennen

Mit Blick auf das Diagramm ist zudem festzuhalten: Im Vergleich zu den anderen Bereichen im Krypto-Space ist das Metaverse abgeschmiert. Im August, September und Oktober letzten Jahres lag das relative Suchinteresse für den Begriff demnach bei weniger als 1.

Mit der Bekanntgabe der Namensänderung von Facebook zu Meta schürte Mark Zuckerberg das Interesse nach dem Begriff Ende Oktober 2021. Aktuell erkennt man jedoch einen Trend in Richtung Süden.

Während sich die Nachrichten der Unternehmen, die in die virtuelle Parallelwelt vorstoßen, immer mehr häufen, wird danach wohl nur im sehr kleinen Stil gegoogelt.

Methodik

Bei den Daten von Google Trends handelt es sich nicht um absolute Zahlen, sondern um das Verhältnis von bestimmten Suchbegriffen zu der gesamten Anzahl an Suchanfragen.

Der Höchststand dieses Verhältnisses in einem bestimmten Zeitraum ergibt demnach den Wert 100. Ein Wert von 50 bedeutet also beispielsweise, dass ein Suchbegriff in der jeweiligen Woche nur halb so oft gesucht wurde im Vergleich zur Hochzeit.

Du möchtest Kryptowährungen kaufen?
eToro bietet Investoren, von Anfängern bis zu Experten, ein umfassendes Krypto-Trading-Erlebnis auf einer leistungsstarken und dabei benutzerfreundlichen Plattform.

Zum Anbieter

auf btc-echo lesen

Michael Chobanian – Vom Staatsfeind zum Krypto-Krieger der Ukraine

Michael Chobanian feuert im Krieg nie einen Schuss ab und wird trotzdem ein kleiner Nationalheld der Ukraine. Im verzweifelten Kampf gegen die russische Übermacht nutzt der 38-Jährige eine neue Waffe: die Macht der Kryptowährungen.

Seit Beginn der Invasion sammelt Michael Chobanian weltweit Spenden in Bitcoin, Ethereum und Co. für die ­ukrainische Regierung. Sie kauft damit Nahrungsmittel und Medizin für Zivilisten, kugelsichere Westen und Helme für die Soldaten. Über 100 Millionen US-Dollar an Krypto-Spenden kommen im März zusammen.

Es ist eine beispiellose Solidaritätskampagne in der jungen Geschichte des Krypto-Space. Und eine von vielen verrückten Wendungen im wilden Leben des jungen Ukrainers. In seiner Heimat gilt er als „Pate der Kryptowährungen“. Vor dem Krieg wäre er deshalb fast verhaftet worden.

Anfang April kontaktieren wir Michael Chobanian zum ersten Mal. Wir wollen mehr über die Spendenkampagne und seine Lebensgeschichte wissen. Der Ukrainer antwortet sofort auf unsere ­Anfrage. Zum vereinbarten Videocall schafft er es nicht. Nach zwei gescheiterten ­Versuchen kommunizieren wir über den Nachrichtendienst Telegram. Wir senden Fragen, Michael ­Chobanian antwortet mit kurzen Sprachnachrichten. Es sind Snippets aus einem einzigartigen Leben, kondensiert in Einheiten von dreißig Sekunden bis zu einer Minute, gesprochen in fast perfektem ­britischem Englisch.

Chobanians Vater schürft Kohle und Michael Bitcoin

Michael Chobanian wird 1984 im Osten der Ukraine geboren, der Region Donbass. Dort toben aktuell die heftigsten Kämpfe. Mit 13 Jahren schicken die Eltern den Sohn auf ein englisches Internat. Er soll es einmal besser haben als sie. „Mein Vater schuftete sein ganzes Leben in der Kohlemine, wie schon sein Vater davor“, berichtet Chobanian. „Ich schürfte später Bitcoin in seinem Büro.“ Das digitale Gold wird sein Ticket raus aus dem schmutzigen Familiengeschäft – in die Freiheit.

Dabei glaubt der studierte Wirtschaftswissenschaftler von der London School of Economics nicht einmal an den Wert von Bitcoin, als er 2011 erstmals davon hört. Er tut es als Spinnerei ab – wie so viele zu der Zeit. Die Offenbarung kommt für Chobanian erst zwei Jahre später, mit der Bankenkrise in Zypern. „Die Regierung holte sich das Geld der Bevölkerung“, so Chobanian. „Der Kauf von Bitcoin war der einzige Weg, wie Menschen ihr Vermögen retten konnten. Ich dachte: Wenn Bitcoin einen vor der Tyrannei des Staates schützen kann, sollte ich es studieren. Und das tat ich, fast eineinhalb Jahre. Es war überwältigend.“

Michael Chobanian liest und lernt jeden Tag über Bitcoin und Co., vernetzt sich mit der weltweiten Krypto-Community, findet im Internet Freunde und Verbündete, auch in der Ukraine. Im Sommer 2014 baut er in der Arbeitsküche seines Vaters seine erste Bitcoin-Farm mit ASIC-Minern auf. Ein Jahr später gründet er die erste ukrainische Krypto-Börse, Kuna, und stellt den ersten Bitcoin-Automaten im Land auf. Michael Chobanian wird das Gesicht der lokalen Krypto-Szene, tritt überall in den Medien auf, spricht auf Konferenzen, mit Banken. Das macht ihn auch zur Zielscheibe der Regierungsbehörden.

Im September 2015 stürmen Polizisten sein Apartment in Kiew. Sie beschlagnahmen Festplatten, CDs und Handys und suchen nach Material, mit dem sie den Krypto-Banker erpressen können. Sie finden nichts. Michael Chobanian veröffentlicht den Vorfall im Internet. Das macht ihn endgültig im ganzen Land berühmt.

Krypto verbreitet sich in diesen Jahren wie ein Lauffeuer in der Ukraine. Laut Chainalysis ist es schon 2020 eines der Länder mit der stärksten Adoption weltweit. Kiew wird zum Zentrum dieser pulsierenden Szene. Viele große Unternehmen siedeln sich in der ukrainischen Hauptstadt an. Jede Woche treffen sich Nerds zu Hunderten auf Programmierwettbewerben, sogenannten Hackathons. Sie feiern Partys. „Es war eine wilde Zeit“, erzählt Chobanian.

Mit zwei Oldtimern auf der Flucht aus der Ukraine

Am 24. Februar 2022, um fünf Uhr morgens, findet dieses Kapitel endgültig sein Ende. Die ersten russischen Bomben fallen über der Ukraine, auch in Kiew. Der Fliegeralarm weckt Michael Chobanian und seine Familie. Sie sind seit Wochen auf den Ernstfall vorbereitet. In der Garage stehen zwei vollgetankte Oldtimer, die Rucksäcke sind gepackt mit US-Dollar, Euro und ihrem Krypto-Vermögen, gespeichert auf Hardware-Wallets. Über die Westukraine flüchten die Chobanians ins europäische Ausland, 700 Kilometer, 36 Stunden Fahrt, ein riesiger Stau an der Grenze. Zwischenzeitlich waren Millionen von Ukrainern auf der Flucht.

Einen Tag nach seiner Ankunft im Ausland startet Michael Chobanian eine Krypto-Spendenkampagne, erst über seinen Telegram-Channel mit über 100.000 Followern. Dann ruft ihn der ukrainische Minister für digitale Transformation an. Chobanian soll mit seiner Plattform Kuna die offizielle Krypto-Spendenkampagne der ­Ukraine leiten. Sie posten den Aufruf in den sozialen Medien. Die Aktion geht viral, die gesamte Presse berichtet, auch BTC-ECHO. Krypto-Stars wie Ethereum-Gründer Vitalik Buterin und Polkadot-Gründer Gavin Wood beteiligen sich mit Millionenbeträgen. Im April legalisiert Präsident Selenskyj sogar Kryptowährungen im Schnellverfahren als Zahlungsmittel.

„Die Kampagne hat viele Leben gerettet“, erzählt Chobanian. „Eine Bitcoin-Transaktion dauert fünfzehn Minuten, Geld aus dem Ausland per SWIFT zu schicken zwei Tage oder länger. Selbst die letzten Skeptiker im Militär und der Regierung verstehen nun: Krypto hat einen Wert für sie – und für unser Land.“

Michael Chobanian trägt seine Bitcoin-Botschaft heute in die ganze Welt. Jede Woche ist er auf einem anderen Kontinent, wirbt auf Konferenzen um die Unterstützung der Krypto-Community. „Ich lebe momentan im Flugzeug“, erzählt er. Gerade sei er in Asien, nächste Woche in den USA, dann Europa.

Obwohl ihn Tausende Kilometer vom Kampfgeschehen trennen, bleibt der Schock des Krieges bei ihm. „Wenn ich hier nachts die Zikaden höre, muss ich an den Fliegeralarm und die Bomben denken. Dann werde ich nervös“, erzählt der Ukrainer.

Der Glaube an die Macht der Kryptowährungen hat den Sohn eines Bergarbeiters weit gebracht. Michael Chobanian spricht Mitte April sogar vor dem US-Senat. Der Titel seiner kurzen, aber bewegenden Rede: „Kryptowährungen – die Verteidiger der Freiheit und Demokratie“.

Disclaimer

Dieser Artikel wurde redaktionell überarbeitet und ist zuvor in der Mai-Ausgabe des BTC-ECHO Magazins erschienen.

BTC-ECHO Magazin (Print & Digital) ab 4,99 EUR
Das BTC-ECHO Magazin ist das führende deutschsprachige Magazin seit 2014 zu den Themen Bitcoin, Blockchain, NFTs & Kryptowährungen.

Zum Magazin

auf btc-echo lesen