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Opera: Erster großer Browser mit .Crypto-Domain

Opera gibt seinen Benutzern nun die Möglichkeit, auf dezentralisierte Webseiten zuzugreifen. Das wird durch eine Partnerschaft mit Unstoppable Domains ermöglicht. Das ist eine Technologiefirma, die von dem prominenten Bitcoin (BTC)-Anhänger Tim Draper unterstützt wird.

Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde die Domainerweiterung .crypto von Unstoppable Domain bei Opera integriert, wie aus einer Ankündigung vom 26. März hervorgeht. Damit können Benutzer des Browsers auf dezentralisierte Webseiten zuzugreifen und auch Zahlungen in Kryptowährungen zu machen.

Keine Mittelsmänner mehr

In der Ankündigung heißt es weiter, dass Blockchain-Domains vom Eigentümer und nicht von Registrierungsfirmen gespeichert werden. Dezentrale Webseiten werden in Peer-to-Peer-Netzwerken und nicht in Cloud-Diensten gespeichert. Dadurch kann man Transaktionen ohne Zwischenhändler durchführen und Zensur vermeiden.

Unstoppable Domains erklärte gegenüber Cointelegraph, dass sich das auf die Geschwindigkeit der Internetverbindung auswirken werde, da ein verteiltes Netzwerk langfristig gesehen robuster sei, weitaus weniger Ausfallzeiten habe und das Risiko von Vorfällen wie DDoS-Angriffen geringer sei.

Was ist mit Ländern mit Internetzensur?

Unstoppable Domains merkte auch an, dass dezentralisierte Domains zwar dazu beitragen könnten, Zensur im Hinblick auf die Veröffentlichung von Dingen zu vermeiden, aber wenig dazu beitragen, Zuschauern in Regionen zu helfen, die von Zensur, Überwachung und Deanonymisierung betroffen sind:

„Genau wie beim aktuellen Web müssen Benutzer mit derartigen Problemen VPNs oder ein ähnliches Tool verwenden. Dezentralisierte Webseiten lösen das Problem, dass Benutzer ohne Zensur etwas veröffentlichen dürfen. Aber das gilt nur für denjenigen, der etwas veröffentlicht und nicht für diejenigen, die darauf zugreifen wollen. Im Moment können Sie über einen herkömmlichen Domainregister keine Dinge veröffentlichen, wenn Sie sich in einer Region befinden, in der die Redefreiheit eingeschränkt ist. Mit dezentralisierten Webseiten-Tools hingegen schon. Es geht also nur um die Veröffentlichung und nicht um den Zugriff darauf.“

Blockchain-basierte Browser immer beliebter

Das soll auch das erste Mal sein, dass ein Mainstream-Browser eine Domain integriert hat, die nicht Teil des traditionellen Domain-Namen-Systems ist. Letzten Oktober hat Opera auch als erster großer Browser Zahlungen mit Bitcoin (BTC) direkt im Browser ermöglicht.

Unterdessen hat Unstoppable Domains auch einen eigenen Blockchain-Browser auf den Markt gebracht, um den Zugriff auf das dezentralisierte Web zu vereinfachen. Die Webseiten von Unstoppable Domains werden in der Wallet des Benutzers gespeichert. Der Inhalt wird hingegen auf dem InterPlanetary File System oder anderen dezentralen Speichernetzwerken gespeichert.

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Was Videospiele uns über die Mechanismen der Kryptomärkte beibringen können

Die Funktionsweise einiger Videospiele könnte vielen Spielern geholfen haben, wirtschaftliche Mechanismen zu verstehen, besonders, was die Kryptomärkte angeht.

„Als Kind habe ich viel RuneScape gespielt“, wie der Krypto-YouTuber Ivan on Tech in einem Video vom 28. März angibt und damit die entsprechende These aufstellt.

RuneScape ist ein mittelalterliches Rollenspiel, in dem Spieler miteinander interagieren, so können sie hier unter anderem gemeinsam Missionen erfüllen, kämpfen oder auch handeln.

„RuneScape hat seine eigene Wirtschaft“, wie Ivan erklärt. „Als Kind kann man durchs Spielen viele Erfahrungen sammeln“, so der YouTuber. Und weiter: „Über ein Videospiel habe ich gelernt, wie Märkte funktionieren.“

RuneScape vermittelt Krypto-Grundlagen

Um dies zu verdeutlichen, führt Ivan eine Reihe von digitalen Gegenständen aus RuneScape an, die in dem Spiel gehandelt werden können, darunter Gold, Wasser, Eisen, Weintrauben und viele andere Güter.

Mit einem Mausklick lässt sich für jedes Gut ein Kursverlauf anzeigen, der die Preisentwicklung abbildet. Einige Güter weisen dabei eine deutliche Volatilität (Wertschwankung) auf, wie es oftmals auch bei Kryptowährungen der Fall ist.

„Eichenholz lag bis Dezember 2019 im Aufwärtstrend und seitdem liegt es in RuneScape wieder im Abwärtstrend“, wie Ivan angibt.

Pump-and-Dump schon in Videospielen

Aber hier hören für den YouTuber die Parallelen zur Krypto-Wirtschaft noch nicht auf, denn RuneScape habe ihm auch beigebracht, was Pump-and-Dump ist. Bei dieser fragwürdigen Handelsstrategie, die in der Kryptobranche berüchtigt ist, wird der Wert eines Gutes bzw. einer Kryptowährung zunächst künstlich nach oben getrieben, damit die Betreiber der Strategie dann zu überhöhten Preisen verkaufen können.

Seine Erfahrungen aus RuneScape haben Ivan dabei geholfen, zu erkennen, welche Kryptowährungen „aufgepumpt“ werden. „In RuneScape wurde ich erstmals auf diese Art und Weise betrogen.“

Eine Lehrstunde, die für Krypto-Anleger umso wertvoller sein könnte, da sie mit diesem Hintergrundwissen verhindern können, auf den Kryptomärkten echtes Geld durch Pump-and-Dump zu verlieren.

Reale und virtuelle Wirtschaft nähern sich an

RuneScape ist allerdings nicht das einzige Spiel, das eine In-Game-Ökonomie besitzt, die Ähnlichkeiten zur echten Wirtschaft hat. So werden bei Second Life zum Beispiel sogenannte Linden Dollars als virtuelle Währung verwendet, die in der realen Welt gehandelt werden.

Auch die Wirtschaft von World of Warcraft funktioniert ähnlich wie bei RuneScape. Einige Güter des Spiels werden sogar in der Wirklichkeit versteigert.

Die Überschneidungen zwischen virtueller und realer Wirtschaft werden also immer größer. Krypto und Blockchain könnten dabei der nächste große Schritt sein, durch den Spielwährungen in der echten Welt zum Handelsgegenstand werden können.

Die Blockchain-Technologie wird dementsprechend nicht nur für den Handel echter Vermögenswerte immer wichtiger, sondern auch digitale Vermögenswerte, wie zum Beispiel Immobilien in einer Spielwelt, können dadurch einen echten Wert erlangen.

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Binance entfernt „gehebelte“ Kryptowährungen wegen unklarer Wirkungsweise

Die große Kryptobörse Binance hat sich dazu entschieden, ihre sogenannten FTX-Tokens aus dem Angebot zu nehmen, da die Nutzer der Plattform nicht genau verstehen, wie die „gehebelten“ Kryptowährungen funktionieren.

„Da viele unserer Nutzer nicht ausreichend verstehen, wie unsere gehebelten Tokens funktionieren, hat Binance sich dazu entschieden, alle bestehenden FTX-Tokens und die dazugehörigen Währungspaare aus der Notierung zu entfernen“, wie die Kryptobörse dementsprechend am 28. März bekanntgegeben hat.

Binance wird ab dem 31. März um 08:00 Uhr UTC alle Ein- und Auszahlungen für die betreffenden Kryptowährungen abschalten, woraufhin ab 10:00 Uhr der Handel vollständig eingestellt wird.  

Binance hatte FTX-Tokens erst kürzlich eingeführt

Am 17. Januar hatte Binance die neuen FTX-Tokens überhaupt erst eingeführt. Die „gehebelten“ Krypto-Tokens basieren auf dem ERC20-Standard und repräsentieren eine Verbriefung an einem Terminkontrakt einer Kryptowährung. Das Besondere daran ist, dass der Future-Kontrakt der unterliegenden Kryptowährung jeweils mit 3-Facher „Leverage“ (Hebelwirkung) ausgestattet ist. Dadurch können Anleger Short- und Long-Positionen mit höheren Ertragschancen traden, ohne dass sie selbst für den nötigen Hebel – also den 3-fachen Kapitaleinsatz – sorgen müssen.

Am 11. März hat Binance zusätzlich zwei FTX-Tokens für die firmeneigene Kryptowährung Binance Coin (BNB) in die Notierung genommen, wobei diese als BNBBULL und BNBBEAR ausgewiesen sind.

„Die Nutzer können die gehebelten Krypto-Tokens genau wie jede andere Kryptowährung kaufen“, wie Binance damals erklärt hatte. „Allerdings müssen sie sich nicht um die ganzen Pflichten kümmern, die sonst mit Leverage-Trading einhergehen“.

Ein bei Redaktionsschluss aufgenommener Screenshot (siehe unten) zeigt die momentan noch verfügbaren Währungspaare der FTX-Tokens, die für die Kryptowährungen EOS, ETH, XRP und Bitcoin (BULL bzw. BEAR) gehandelt werden können. Als Basiswährung werden dafür wiederum die Stablecoins USDT und BUSD eingesetzt.

Quelle: Binance.com

Alle FTX-Währungspaare werden wieder entfernt

Im Zuge der Entfernung will Binance alle mit „BULL, BEAR, ETHBULL, ETHBEAR, EOSBULL, EOSBEAR, BNBBULL, BNBBEAR, XRPBULL und XRPBEAR“ gebildeten Währungspaare aus der Notierung nehmen, dies gilt sowohl für die Paare in USDT als auch für solche in BUSD.

Binance hatte die Zusammenarbeit mit FTX intensiviert, nachdem die Kryptobörse im Dezember 2019 selbst in die Handelsplattform für Krypto-Derivate investiert hatte. Dabei hat sich Binance auch einen Anteil an der firmeneigenen FTX-Kryptowährung gesichert.

Cointelegraph hat Binance um Stellungnahme gebeten, bisher allerdings noch keine Antwort erhalten. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald eine entsprechende Rückmeldung erfolgt ist.

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Venezuela: Internetprobleme durch Quarantäne könnten Krypto-Handel lahmlegen

Die Corona-Krise wirkt sich mittlerweile auch auf die Stabilität des Internets in Venezuela aus, was das Krypto-Trading in dem südamerikanischen Land erschweren könnte.

Durch die selbstverordnete Quarantäne in den eigenen vier Wänden, weichen auf einen Schlag sehr viele Menschen auf das Internet als Unterhaltungsmedium und Arbeitsmöglichkeit aus. Diese drastische Verschiebung führt in Venezuela inzwischen zu punktuellen Überbelastungen des nationalen Netzes, wie Movistar am 27. März gegenüber Bloomberg angibt.

Movistar ist eine Tochter der Telefonica SA und der größte Telekommunikationsanbieter in Venezuela. 

Corona-Quarantäne sorgt für Überlastung

Um die Corona-Epidemie einzudämmen, haben sich viele Nationen dazu entschlossen, ihre Bürger in die hauseigene Quarantäne zu schicken.

Das südamerikanische Land hat allerdings ein Netz, das ohnehin schon an Grenze zur Überbelastung war, weshalb die Schutzmaßnahmen gegen das Virus nun der große Tropfen sind, der das Fass zum Überlaufen bringt.   

„All das kommt jetzt zusätzlich auf ein Netzwerk, das sowieso schon seine Belastungsgrenze erreicht hatte“, wie der Movistar Präsident Jose Luis Rodriguez Zarco am 20. März in einer Mitteilung an seine Kunden erklärte.

Internetprobleme könnten Krypto-Euphorie bremsen

Javier Valero, ein in der venezolanischen Hauptstadt Caracas ansässiger Anwalt, ärgert sich, dass die jüngsten Internetprobleme seine Arbeit von zuhause erschweren. „Mein Internet bricht andauernd zusammen. Entweder ist es zu langsam oder ich bekomme nur die Hälfte von dem mit, was in einer Telefonkonferenz gesprochen wird“.

Da Krypto-Trading zwangsläufig über das Internet stattfindet, könnte der Handel von Kryptowährungen in Venezuela nun ebenfalls vor einem großen Problem stehen.

Dies ist umso tragischer, da die Bürger des Landes aufgrund einer 10.000.000%igen Inflationsrate immer mehr auf Kryptowährungen ausweichen. So wurde im Juli 2019 ein Rekordvolumen für den Direkthandelt von Bitcoin gemessen. Diese „Krypto-Flucht“ könnten durch die momentane Lage jedoch deutlich erschwert werden.

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Europäische Kommission: Aufruf an Blockchain-Entwickler

Die Europäische Kommission bietet Blockchain-Entwicklern und anderen Spezialisten Zuschüsse für Technologielösungen im zivilen bis hin zum Militärbereich.

Am 24. März veröffentlichte die Europäische Kommission eine Ausschreibung im Rahmen des Europäischen Programms für industrielle Entwicklung im Verteidigungsbereich. Dabei werden kleine und mittlere Unternehmen aufgerufen, schnelle und kostengünstige Lösungen vorzuschlagen. Der Schwerpunkt soll dabei auf neuen Ansätzen und Vorschlägen für Technologien oder Konzepte liegen, die bisher nicht auf den Verteidigungssektor angewandt wurden.

Blockchain-Kombinationen mit „digitalen Zwillingen“ für logistische Zwecke

In Bezug auf Blockchain bietet die Europäische Kommission eine Übersicht, die als Leitfaden für Bewerbungen für das Programm dient. Ausgewählte Projekte erhalten Zuschüsse aus dem Budget für 2019/2020, das 254 Mio. Euro umfasst. Konkret sucht die Europäische Kommission:

Lösungen, die „auf einer Echtzeit-Cloud und dem digitalen Zwilling vor Ort basieren. Sie sollen von der Robustheit der Blockchain-Technologie profitieren und alle derzeit optimierten logistischen Anforderungen kanalisieren. Dazu gehört etwa die Ersatzteilkette, Wartung und Energieverbrauchsmaterial.“

Ein digitaler Zwilling ist die virtuelle Repräsentation oder der Spiegel einer physischen Einheit, eines Vermögenswerts oder eines Prozesses. Das kann eine Maschine sein, ein Objekt, ein Teil der Infrastruktur oder ein Mensch. Der Blockchain-Bereich kann die Integrität von digitalen Zwillingen stärken, indem beispielsweise die Verwendung von manipulationssicheren kryptografischen Tags ermöglicht wird. Diese validieren die Herkunft, den Zustand und den Besitz von Produkten oder Objekten. 

Wie Deloitte in einem Bericht von 2018 erklärte, kann die Kombination von digitalen Zwillingen mit einer Blockchain besonders Vorteile im Bereich des Internets der Dinge bieten. Dabei können diese für die vorausschauende Wartung in Produktionsumgebungen genutzt werden. 

Deloitte sagte, dass eine Blockchain ein sicheres Identitätsmanagement, transparente Eigentumsmodelle und effiziente Datenanalysen bieten könne, was die Flexibilität und Belastbarkeit verschiedener Systeme verbessern könne.

Den Leitlinien zufolge sagt die Europäische Kommission, eine Kombination von Blockchains mit digitalen Zwillingen berge ein Potenzial für verschiedene Verteidigungsbereiche, wie etwa Lieferketten, Gerätewartung und Energie.

Für das Programm kann man sich ab dem 15. April bewerben. Die vorläufige Frist läuft bis zum 1. Dezember 2020. Dies kann sich, je nach Entwicklung der COVID-19-Pandemie, noch verschieben. 

Blockchain im Verteidigungssektor

Wie kürzlich berichtet, hat das US-Unternehmen für Support- und Servicelösungen für Verteidigungs-, Aufklärungs- und zivile Systeme BAE Systems im vergangenen Monat ein Stellenangebot veröffentlicht. Dabei wurde ein sogenannter „Cryptocurrency Exploiter“ zur Unterstützung des Betriebs gesucht.

Im Juli 2019 hat das US-Verteidigungsministerium eigene Pläne für die Blockchain-Technologie in seinem Vierjahresplan für die digitale Modernisierung veröffentlicht.

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MakerDAO beginnt mit MKR-Auktionen zur Abdeckung von DAI

MakerDAO will nach den heftigen Kursschwankungen von Ethereum in der letzten Woche die entstandenen Lücken in der Besicherung des firmeneigenen DAI Stablecoins schließen. Zu diesem Zwecke hat die Krypto-Organisation heute entsprechende Auktionen ins Leben gerufen, die das fehlende Geld einbringen sollen.

Die erste Auktion wurde am 19.März um 10:38 Uhr EST (Amerikanische Ostküstenzeit) gestartet und nur knapp eine Stunde später waren bereits weitere neun der geplanten 100 Auktionen am Laufen.

Auktionen im umgekehrten Format

Die Auktionen finden dabei in einem „umgekehrten“ Format statt, was bedeutet, dass zu Beginn einer Auktion ein Startgebot von 50.000 DAI für 250 MKR festgeschrieben ist. Die Bieter können dann die Anzahl der zu ersteigernden MKR-Tokens verringern, wobei die zu bezahlenden DAI gleichbleiben. Dabei müssen jedoch mindestens Rückwärtsschritte in Höhe von 3 % gemacht werden.

Jede Auktion wird solange fortgeführt, bis eine von zwei Voraussetzungen erfüllt ist. Entweder, wenn 6 Stunden seit dem letzten Gebot verstrichen sind oder, wenn 72 Stunden seit dem ersten Gebot vorüber sind.

Chance für Schnäppchenjäger?

Da der DAI Stablecoin an den US-Dollar angebunden ist, 1 DAI entspricht also knapp 1 US-Dollar, und die MKR Kryptowährung einen momentanen Kurswert von 265 US-Dollar hat, könnten durch das festgeschrieben Startgebot MKR im Wert von 66.250 US-Dollar für nur 50.000 US-Dollar in DAI ersteigert werden. Bei allen laufenden Auktionen wurde jedoch bereits ein weiteres Gebot getätigt, dass diese Rechnung jetzt schon etwas weniger lukrativ macht.  

Ein kostendeckendes Gebot würde dementsprechend bei 190 MKR liegen, solange der Kurs der Kryptowährung bei 265 US-Dollar bleibt. Die durch die Auktionen geschöpften Einheiten würden allerdings die Umlaufmenge erhöhen und damit vermutlich den Kurs etwas senken, obwohl die Kryptowährung seit Beginn der Auktionen sogar um 20 US-Dollar gestiegen ist.

Es wird vermutet, dass die meisten Gebote gegen Ende der Auktionen getätigt werden. Auf Cointelegraph werden wir Sie deshalb darüber auf dem Laufenden halten.

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IT-Firma will Gesundheitsdiensten während Corona-Krise kostenlos gegen Trojaner helfen

Im Zuge der durch das Coronavirus ausgelösten Krise hat eine Cybersicherheitsfirma Gesundheitsdienstleistern, die von Krypto-Erpressungstrojanern betroffen sind, ihre kostenlose Hilfe angeboten.

Laut einer Pressemitteilung vom 18. März hat sich die Cybersicherheitsfirma Emsisoft mit Notfalldienst Coveware zusammengetan, um Gesundheitsdienstleistern mit Serviceleistungen zur Bekämpfung von sogenannter „Ransomware“ zu helfen.

Dadurch soll es betroffenen Unternehmen aus dem Gesundheitswesen möglich sein, schnell wieder ihren Betrieb aufzunehmen, um in den Krisenzeiten Patienten versorgen zu können.

Eine tödliche Mischung

Wie die Cybersicherheitsfirma schreibt, treten Erpressungstrojaner saisonal auf und treiben vor allen Dingen im Frühling und Sommer ihr Unwesen.  

Emsisoft vermutet, dass Erpressungstrojaner momentan verstärkt aktiv sind, da viele Firmen ihre Mitarbeiter wegen dem Coronavirus in Home-Office schicken, wobei diese Netzwerke oftmals provisorisch eingerichtet sind und deshalb erhebliche Sicherheitslücken aufweisen können.   

Brett Callow, ein Analyst von Emsisoft erklärt gegenüber Cointelegraph, dass sich die meisten Erpressungstrojaner durch E-Mails oder schlecht abgesicherte Remote-Netzwerkverbindungen Zugang zu Firmennetzwerken verschaffen können:

„Wir gehen davon aus, dass es eine beträchtliche Zunahme an Erpressungstrojanern geben wird, die unglücklicherweise mit der Hochzeit des Coronavirus (COVID-19) zusammenfallen könnte. Eine tödliche Mischung.“

Ende des letzten Jahres hatte Emsisoft einen Forschungsbericht veröffentlicht, aus dem hervorging, dass 2019 mindestens 764 Gesundheitsdienstleister von Erpressungstrojanern befallen wurden. Die Cybersicherheitsfirma befürchtet, dass sich diese Zahl in Zeiten der Krise drastisch erhöhen wird und womöglich „für menschliche Verluste“ sorgt.

Chart of ransomware cases reported per month. Source: Emsisoft

Diagramm der gemeldeten Erpressungstrojaner pro Monat. Quelle: Emsisoft

Da die Dringlichkeit also beträchtlich höher ist als sonst, will das Unternehmen den Gesundheitsdienstleistern kostenlos technische Hilfe und die benötigten Entschlüsselungsprogramme zur Verfügung stellen. Sollte auch dies nicht helfen, will Emsisoft sich als Mittler bei der Abwicklung von etwaigen Lösegeldzahlungen an die Angreifer beteiligen und dafür sorgen, dass alle Daten im Anschluss an die Freigabe schnellstmöglich wiederhergestellt werden können.

Ransomware wird zunehmende Bedrohung

In einer Wirtschaft, die zunehmend abhängig ist von Technologie werden Erpressungstrojaner für Kriminelle immer mehr zum Mittel der Wahl. Dementsprechend hat der amerikanische Senat zum Beispiel jüngst geprüft, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um für mehr Cybersicherheit zu sorgen.

Dabei sind sich die Hacker nicht zu schade, aus der Corona-Krise Kapital zu schlagen, denn inzwischen ist Ransomware im Umlauf, die sich Zugriff auf die Rechner ihrer potenziellen Opfer erschleichen will, indem sie sich als Informationsblatt über das Coronavirus tarnt.

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MakerDAO-Leitung genehmigt Stablecoin USDC als Sicherheit

Die MakerDAO-Leitung hat den USD Coin (USDC) als dritten Sicherheitstyp im Maker-Protokoll genehmigt, so ein Community-Post am 17. März.

Die Entscheidung fiel außerhalb des üblichen Wochenplans in einer außerordentlichen Exekutivabstimmung. Ziel dabei war es, die Liquidität von Dai (DAI) nach der Marktinstabilität der letzten Woche zu erhöhen.

USDC nun neben Ether und Basic Attention Token 

Der USDC gesellt sich nun zu Ether (ETH) und dem Basic Attention Token (BAT) als akzeptierte Sicherheiten. Diese können zur Eröffnung von Vaults und zur Generierung von Dai verwendet werden.

Zuvor gab es eine ausführliche Diskussion in der Maker-Community über die Vorzüge einer Aufnahme des USDC und geeignete Risikoparameter für den Token. Es gab auch eine öffentliche Diskussion über die möglichen Auswirkungen der Einführung eines zentralisierten Stablecoin als Sicherheit.

Letztendlich entschied die Community, dass die rasche Aufnahme des USDC die Instabilität des Dai-Kurses und die Liquiditätsprobleme, die seit dem Einbruch des Ether-Marktes am vergangenen Donnerstag aufkamen, lösen könnte.

Loch von 4 Mio. US-Dollar

Das Maker-Protokoll ermöglicht es Benutzern, Dai zu generieren, indem sie Sicherheiten in einen Smart Contract oder Vault einsperren. Der beispiellose Kurseinbruch bei Ether in der vergangenen Woche führte dazu, dass der Wert der Sicherheiten in vielen Vaults unter den Wert der generierten Dai fiel. Das führte wiederum zu Liquidationen.

Zwar verfügt das Maker-Protokoll über Mechanismen für solche Ereignisse, aber das Ausmaß des Ausverkaufs war so gewaltig, dass diese nicht wie beabsichtigt funktionierten. In mindestens einem Fall wurden liquidierte Sicherheiten für 0 Dai versteigert.

Nachdem alle Dai im Puffer verbraucht waren, beliefen sich die Schulden schließlich auf etwa 4 Mio. US-Dollar.

Das hat zur ersten MakerDAO-Schuldenversteigerung geführt, die am 19. März um etwa 10:28 Uhr EST stattfinden wird. Der Schuldenversteigerungsmechanismus ist ebenfalls im Maker-Protokoll festgelegt. Er kam allerdings zum ersten Mal zum Einsatz.

Wie Cointelegraph berichtete, schlug die Maker-Leitung am 16. März vor, den USDC als Sicherheitstyp hinzuzufügen. Ein Stablecoin ist von Natur aus nicht von der Instabilität des Marktes betroffen. Die Maker-Leitung hat auch einen Mechanismus zum Einfrieren der Sicherheitsliquidierung eingeführt. Dieser dient als potenzieller Schutzschalter, falls sich eine solche Situation wiederholt.

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Kryptoanalyst: Photoshop-Vorwürfe wegen Trade-Screenshots

Ein Kryptoanalyst mit über 63.000 Followern ist in die Kritik geraten, weil er zahlreiche Screenshots mit Photoshop bearbeitet haben soll, um den Eindruck zu erwecken, dass seine Geschäfte erfolgreicher waren, als sie tatsächlich waren. 

Der Twitter-Nutzer „King“ hat am 14. März Screenshots gepostet, die zeigen sollen, dass Jacob Canfield, der selbsternannte „Kryptowährungsanalyst Nr. 1“ auf Twitter, immer wieder Bilder manipuliert habe, auf denen die Entwicklung seiner Geschäfte dargestellt wurden.

Kryptoanalytiker: Mehr als 10 Trade-Screenshots verändert

Als Reaktion auf die Kommentare auf Twitter gab Jacob Canfield in einem inzwischen gelöschten Beitrag vom 13. März öffentlich zu, er habe „eine Handvoll Trades“ mit Photoshop bearbeitet und auf Twitter gepostet, „um sie besser aussehen zu lassen“. In dem Post fügte er hinzu, das Photoshopping „wird nie wieder vorkommen“.

Am 14. März veröffentlichte King jedoch Screenshots, die darauf hindeuten, dass Canfield einen Screenshot geändert hatte, auf dem sein Gewinn von 7 Bitcoins (BTC) auf 15,59 BTC geändert wurde. Das war noch am selben Tag, an dem er versprach, das nicht mehr zu tun.

Der Beitrag enthielt auch Screenshots von Nachrichten zwischen Canfield und King, in denen Canfield freimütig zugibt, Photoshop verwendet zu haben, um den Gewinn von 7 BTC auf 15,59 BTC zu ändern. King behauptet, er könne beweisen, dass mehr als 10 Screenshots manipuliert worden seien.

Canfield wirft King versuchte Erpressung vor

Das Drama ist in den letzten 24 Stunden eskalierte, als King anbot, die US-Börsenaufsichtsbehörde nicht zu kontaktieren, wenn Canfield im Gegenzug seine Premium-Abonnentengruppe namens Signal Profits auflöst.

Am 15. März lud King Screenshots eines weiteren Gesprächs zwischen ihm und dem Trader hoch. Canfield warf King darin vor, ihn erpressen zu wollen.

Bei dem Gespräch deutet King wiederholt an, dass er bereit sei, Canfield ein anderes Angebot zu machen, statt ihn seine Gruppe auflösen zu lassen.

King droht auch damit, Screenshots ihres Gesprächs an die Handelsgruppe von King auf Discord zu schicken, wenn er keine andere Lösung habe. Er erklärte: „Ich habe auch gerade alle Discord-IDs in Ihrer Gruppe aufgeschrieben. Ich werde dieses Gespräch an diese Nutzer schicken, wenn Sie keine Lösung haben.“

Canfield hat seither erklärt, dass er seine Trades in Zukunft live streamen werde.

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IOTA-Netzwerk nach Hackangriff auf Trinity Wallet wieder online

Fast einen Monat nach einem massiven Hack hat die Iota Foundation ihr Netzwerk wieder in Betrieb genommen.

Das IOTA-Netzwerk wurde am Dienstag nach dem Angriff auf die Wallet-Software der Plattform namens Trinity am 12. Februar neu lanciert. Obwohl das Netzwerk noch am selben Tag abgeschaltet wurde, um weitere Angriffe zu verhindern, wurden 8,55 Millionen MIOTA oder etwa 2 Mio. US-Dollar von 50 Benutzern der digitale Vermögenswert-Wallet gestohlen.

In einem Blog-Post vom 10. März gab die IOTA Foundation bekannt, dass der Koordinator, also der zentrale Knotenpunkt, der alle Transaktionen kuratiert, nach einer Seed-Migrationsperiode wieder online sei.

Die Desktop-Version der Trinity Wallet hatte Schwachstellen, durch die Hacker Zugang zu privaten Wallet-Schlüsseln erlangen konnten. Die Ursache des Angriffs wurde MoonPay zugeschrieben. Der Dienst bietet Nutzern die Möglichkeit, IOTA direkt zu kaufen. Innerhalb einer Woche rief die Stiftung die Benutzer dazu auf, ein Migrationstool zu nutzen, um ihre Token auf neue und sichere Konten zu verschieben.

Verhinderung weiterer Angriffe auf das Netzwerk

Als Reaktion auf diesen Diebstahl erläuterte IOTA auch seine Pläne, um solche Angriffe in Zukunft zu verhindern:

„Die IOTA Foundation überholt ihre internen Prozesse. Es werden Änderungen in der Software-Sicherheit und Verbesserungen unserer Sicherheitsmaßnahmen und -ressourcen vorgenommen. Wir wollen uns auch stärker um Aufklärung und bewährte Praktiken für Software bemühen, die Benutzerkonten im IOTA-Netzwerk verwalten.“

Folgen des Diebstahls vom Februar

Nach Angaben der Stiftung hat man den Angreifer vom 12. Februar bisher nicht gefunden. IOTA will jedoch „weiterhin mit dem FBI sowie mit der britischen, deutschen und maltesischen Polizei zusammenarbeiten, um den Angreifer zu identifizieren und zu verfolgen“.

Am 6. März gab David Sønstebø, der Gründer von IOTA, bekannt, es würden alle Opfer des Hacks vollständig entschädigt werden. Damals waren die gestohlenen 8,55 Mio. IOTA über 2 Mio. US-Dollar wert.

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