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Gericht verdonnert Bitcoin-Börse Bitfinex

Die Bitcoin-Börse Bitfinex steht immer wieder im Kreuzfeuer der Behörden. Jetzt hat ein New Yorker Gericht die Freigabe von Akten gefordert, die das Unternehmen in Bedrängnis bringen könnten.

Wende in der Causa Bitfinex. Seit einem Jahr liegt die Bitcoin-Börse im Zwist mit der New Yorker Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf: Bitfinex und Tether Limited sollen sich an Tether-Reserven vergangen haben, um den Verlust beschlagnahmter Kundengelder auszugleichen. Dabei geht es keineswegs um einen geringen Betrag der Gattung Kavaliersdelikt. Im Raum steht der Veruntreuungsvorwurf von 850 Millionen US-Dollar.

Bitcoin-Börse in Erklärungsnot

Die Bitcoin-Börse wies die Vorwürfe stets von sich und hielt belastende Dokumente zurück. Angeblich falle das Unternehmen nicht unter die New Yorker Jurisdiktion, so die Argumentation der Börse vor Gericht. Da das Unternehmen seinen Hauptsitz in Hongkong habe und auf den Britischen Junferninseln registriert sei, unterstehe es nicht der Befugnis des New Yorker Gerichts.

Das Berufungsgericht des Obersten Gerichtshofs hat diese Begründung jedoch nun zurückgewiesen und ist damit der Argumentation der Staatsanwaltschaft gefolgt, die sich in der Anklageschrift auf das Anti-Betrugsgesetz berief, das auch schon in Verdachtsfällen greift. Der sogenannte Martin Act erteilt den Ermittlern weitreichende Befugnisse in Fällen von potenziellem Wertpapier- und Warenbetrug. Bitfinex scheint sich somit dem langen Arm des Gesetzes nicht länger entziehen zu können.

Das Gericht wies außerdem das Argument mit der Begründung zurück, dass die Generalstaatsanwaltschaft die Aushändigung von Dokumenten beantragt hat, die bis ins Jahr 2015 zurückreichen. Da iFinex es New Yorker Kunden erlaubt habe, bis Januar 2017 auf der Bitfinex-Plattform zu handeln, sei die Akteneinsicht rechtens. Darüber hinaus stellte das Gericht fest, dass einige der Führungskräfte des Unternehmens in New York gemeldet waren. Nach dem jüngsten Urteilsspruch kann nun ein Verfahren gegen Bitfinex angestrengt werden.

O wie schön ist Panama

Bitfinex soll die 850 Millionen US-Dollar an Crypto Capital eingezahlt haben, einem Zahlungsdienstleister mit Sitz auf Panama. Die Rechnung ging jedoch nicht auf. Crypto Capital wurde 2019 zerschlagen, der Geschäftsführer wegen Verdachts auf Geldwäsche verhaftet.

Brisant an der Sache: Der Betrag soll angeblich ohne gültigen Vertrag geflossen sein. Seither sind die Gelder eingefroren und wurden von verschiedenen Regierungsbehörden beschlagnahmt. So wurde der Betrogene zum (mutmaßlichen) Betrüger. Um das Bilanzloch zu füllen, soll sich Bitfinex an der Tether-Kasse bedient haben.

Klüngeleien mit Geschmäckle

Seit Bestehen von Bitfinex und Tethers kursieren Vorwürfe der Marktmanipulation. Dass sowohl die Bitcoin-Börse als auch der Stable Coin einer Firmenstruktur angehören, ließe sich bestenfalls als kritisch bezeichnen. So soll Bitfinex die Tether-Druckmaschine angeworfen haben, um den Bitcoin-Kurs zu manipulieren. Auch diesen Vorwurf hat die Bitcoin-Börse stets dementiert. Aus der Welt räumen konnte sie den Vorwurf aber nie.

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Experte über digitalen Yuan: Dominanz von Tether in Asien zu groß

Die digitale Zentralbankwährung von China gilt in der Regel nicht als Konkurrenz für Bitcoin (BTC), sondern als Möglichkeit, die Dominanz des US-Dollars zu reduzieren. Aber die Währung könnte es schwierig haben, sich in Nischen durchzusetzen, in denen Kryptoversionen des US-Dollars gedeihen, vor allem im Hinblick auf Tether (USDT).

Auf der Podiumsdiskussion Unitize am Montag erklärte Charles Yang von Genesis Block, warum der DCEP, die Abkürzung für den digitalen Yuan, als Krypto-Ersatz nicht besonders attraktiv ist.

Spekulation und Zahlungen

Yang nannte zwei Schlüsselfaktoren für die Krypto-Akzeptanz, insbesondere in Asien. Der erste Faktor ist die Spekulation. Er erklärte, dass Trader aus Ländern wie Korea und China stärker dazu neigen, Risiken einzugehen. Aber darüber hinaus ist die Grenzenlosigkeit der Kryptowährungen besonders für asiatische Händler nützlich:

„In Ländern, die solche Kapitalbeschränkungen haben — Korea ist ein solches Land, China natürlich auch — können Leute nicht einfach über die regulären Bankkanäle Geld in ein anderes Land schicken. […] Das ist derzeit das wichtigste Anwendungsszenario für Kryptowährungen.“

So gesehen ist eine zentralisierte und von Banken ausgegebene Digitalwährung möglicherweise kein guter Ersatz für den USDT. Yang glaubt, die Regeln für Kapitalverkehrskontrollen „werden sich nicht ändern“.

Er zeigte sich auch wegen der Internationalisierung des DCEP und darüber, wie andere Länder reagieren könnten, besorgt:

„Wenn China den DCEP etwa auf seiner Blockchain lanciert und will, dass andere Länder diesen akzeptieren, dann brauchen diese neuen Länder Zugang zu diesen Daten.“

Ob die chinesische Zentralbank bereit wäre, diese Daten mit anderen Ländern zu teilen, ist unklar.

Tether vorerst dominant

Yang erklärte, dass der USDT in Asien immer beliebter werde. Täglich würden Hunderte von Millionen US-Dollar gehandelt. Trotz der Bedenken, die es zuvor hinsichtlich der Reserven gab, ist das Vertrauen unter den Händlern nach wie vor hoch. Insbesondere sei das innerhalb der stündlichen und täglichen Zeitrahmens der Fall.

Ihm zufolge könne China den Tether-Umlauf im Land, trotz der Bedrohung, die das für die Kapitalkontrolle und -aufsicht darstellen könnte, nicht ohne weiteres einschränken.

Andererseits müsste sich der DCEP in großen Kryptomärkten und Börsen etablieren, um die Dominanz des USDT zu reduzieren:

„Das ist nur ein Mittel, um Werte zu bewegen. Das ist die praktischste Art, es zu betrachten: ‚Wenn Sie ihn akzeptieren, wie schnell und wie zuverlässig können Sie ihn dann ohne große Opfer loswerden?'“

Er fügte hinzu, dass die Währung bei Genesis Block in Hongkong bereitwillig akzeptiert werden würde, da viele Leute „einen Liquiditätsbedarf in Renminbi“ hätten. Aber in anderen Ländern und Kontinenten könnten einige sich weigern, überhaupt mit dem Yuan zu arbeiten.

Daher könnte es China mangels globaler Akzeptanz schwierig werden, die Kontrolle über das Kryptowährungs-Ökosystem mit dem digitalen Yuan zu übernehmen, zumindest vorerst.

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Stabil im Bitcoin-Ökosystem: Stable Coins auf der Überholspur

Ein Rekord jagt den nächsten: Stable Coins werden immer mehr genutzt. Warum sie im Bitcoin-Ökosystem so wichtig sind.

Stable Coins werden zum immer wichtigeren Anker im Bitcoin-Ökosystem. Während die Kurse von Bitcoin, Ethereum, Ripple & Co. für ihre starken Kursschwankungen beliebt wie gefürchtet sind, versprechen die „stabilen Münzen“ ein gewisses Maß an Sicherheit. So garantiert etwa Tether, dass jede im Umlauf befindliche Einheit des Tether Coin (USDT) durch einen hinterlegten US-Dollar (oder andere Assets, darunter auch Krypto-Einlagen) abgesichert ist. Dementsprechend ist er auch der Theorie nach wertstabil. Anleger, die einen USDT im Porftolio haben, sollen sich laut Tether Limited immer sicher sein können, diesen jederzeit verbrennen zu können und dafür genau einen US-Dollar aufs Konto zu bekommen.

Welche Bedeutung haben Stable Coins im Bitcoin-Ökosystem?

Durch ihre Wertstabilität sind die Stable Coins daher längst zum unverzichtbaren Vehikel für Trader geworden. Gerade, wenn es schnell gehen muss, ist es beim Bitcoin-Handel sehr viel bequemer, das eigene Kapital in Form von Tether und Co. zwischenzuparken, statt den umständlichen Weg über das Bankkonto gehen zu müssen.

Daher dürfte es kaum verwundern, dass das Stable-Coin-Volumen zur Zeit förmlich explodiert. Wie das Krypto-Magazin TheBlock jüngst berichtete, verzeichnete das angepasste Handelsvolumen aller Stable Coins im Juni ein neues Allzeithoch. Insgesamt seien hier im vergangenen Monat 54,9 Milliarden US-Dollar bewegt worden. Das entspricht einem Wachstum im Vergleich zum Vormonat von 13,9 Prozent. Dabei handelte es sich laut dem Krypto-Magazin um den vierten Monat, indem das Transaktionsvolumen über 40 Milliarden US-Dollar lag.

Tether nach wie vor Nummer Eins

Das größte Volumen davon entfällt auf Tether. Mit einer Marktkapitalisierung von 9,2 Milliarden US-Dollar führt USDT das Feld der Stable Coins an. Tether notiert auf der Liste der größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung aktuell Platz 3 – nach Bitcoin und Ethereum. Zweitgrößter Stable Coin ist der USD Coin (USDC) mit einer Marktkapitalisierung von 1,04 Milliarden US-Dollar auf Platz 18 aller Kryptowährungen. Paxos Standard folgt mit einer gesamten Marktkapitalisierung von knapp 245 Millionen US-Dollar.

Obwohl Tether in der Vergangenheit allerhand schlechte Presse bekommen hat, bleibt das Projekt also nach wie vor Stable Coin Nummer Eins. Trotz der deutlich vernehmbaren Kritiker, die in der Vergangenheit das Unternehmen der Bitcoin-Kurs-Manipulation bezichtigten. Gemeinsam mit der Bitcoin-Exchange BitFinex soll Tether über den unkontrollierten USDT-Druck den Bitcoin-Kurs während des Bullruns 2017 künstlich aufgepumpt haben. Bislang konnten die Vorwürfe weder bewiesen noch entkäftet werden.

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OKEx listet COMP-Token von DeFi-Protokoll Compound

Die Kryptowährungsbörse OKEx listet nun auch den Token COMP von Compound. 

COMP ist der firmeneigene Token von Compound. Compound ist ein DeFi-Protokoll, mit dem Benutzer Zinsen auf ihre Einlagen verdienen oder Kryptowährungen verleihen können. Kreditvergaben und Kreditaufnahmen auf Compound werden über ein dezentralisiertes, Peer-to-Peer-Blockchain-Protokoll verwaltet.

Seit dem Start im Jahr 2017 konnte die Plattform laut DeFi Pulse den Spitzenplatz unter allen DeFi-Diensten erreichen, gemessen am Gesamtwert der eingesetzten Vermögenswerte.

Am 29. Juni gab OKEx bekannt, dass der Spothandel von COMP gegen Bitcoin (BTC) und dem Stablecoin USDT von Tether von nun an verfügbar sei. COMP-Einzahlungen waren eine Stunde vor und Auszahlungen eine Stunde nach Handelsbeginn möglich.

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Bloomberg-Bericht: Kommt bald das Tether-Ether-Flippening?

Die Bank verlange viel zu hohe Gebühren für Kryptowährungen. Das wollen einige Karteininhaber nicht hinnehmen.

Die größte Bank der Vereinigten Staaten, JP Morgan Chase & Co. hat infolge einer Sammelklage ein juristisches Verfahren mit 2,5 Millionen US-Dollar beigelegt. Dabei handelte es sich um den Vorwurf unangekündigte Änderungen an der Gebührenordnung für Krypto-Käufe mit Kreditkarten vorgenommen zu haben.

Brady Tucker, Ryan Hilton und Stanton Smith beschuldigten die sechstgrößte Bank der Welt vor dem Bundesgericht Manhattan, zu hohe Gebühren und Zinsen von Kunden zu verlangen, die mit ihrer JPMorgan-Kreditkarte auf Internetplattformen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum kaufen. Die Bank hatte seit 2018 auf einmal angefangen, Krypto-Einkäufe auf Internetplattformen als Bargeld-Auszahlungen zu verbuchen, statt als Onlinekäufe.

JPMorgan hatte die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen. Nach zwei turbulenten Jahren und mehreren juristischen Verfahren gaben die Prozessparteien am 10. März bekannt, sich außergerichtlich auf die Vergleichssumme von 2,5 Millionen US-Dollar geeinigt zu haben. Am 26. Mai wurde das zuständige Gericht darum gebeten, die Vereinbarung zu bestätigen.

JPMorgan ist nicht das einzige Finanzinstitut, das für Krypto-Käufe hohe Gebühren erhebt. Weitere Karteninhaber klagten auch gegen Visa und Mastercard, die die Gebührenregeln mehrerer Krypto-Exchanges unerwartet änderten.

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Bitcoin-Kurs-Manipulation: Staatsanwaltschaft verschärft Vorwürfe

Die New Yorker Staatsanwaltschaft rückt nicht von ihren Vorwürfen gegen das Konglomerat um Tether und Bitfinex ab. Im Gegenteil: In einem Änderungsantrag verschärft die Klägerin ihre Anschuldigungen. Es geht um Bitcoin-Kurs-Manipulation.

BitFinex und Tether sollen den Bitcoin-Kurs manipuliert haben. Wie aus einer am 3. Juni veröffentlichten Anklageschrift der New Yorker Staatsanwaltschaft hervorgeht, sollen nun noch andere Bitcoin-Börsen verstrickt gewesen sein.

So soll Tether eine nicht näher spezifizierte Milliardensumme an USDT gedruckt und diese direkt an das Schwesterunternehmen Bitfinex weitergegeben haben. Das pikante: Tether hat im Gegenzug keinen entsprechenden Wert in US-Dollar hinterlegt.

Tether hat USDT mit einem Federstrich geschaffen. Man versuchte die Transaktionen als Verkäufe zu tarnen, allerdings sind die Betreiber von Tether und Bitfinex die selben Personen. Da Bitfinex und Tether im Wesentlichen identisch waren, konnte Tether neu ausgegebene USDT einfach auf sein Konto bei Bitfinex überweisen, ohne US Dollar zu erhalten, wie es von echten Kunden verlangt wurde,

heißt es wörtlich in dem Gerichtsdokument.

Doch damit nicht genug. Neben Bitfinex sollen mutmaßlich auch Bittrex und Poloniex von den Manipulationen rund um Tether und den Bitcoin-Kurs gewusst haben. Die Bitcoin-Exchanges hätten demnach wissentlich ungedeckte USDT auf ihren Plattformen akzeptiert, die sodann in Krypto-Assets umgetauscht worden sind.

Sollten sich die Anschuldigungen erhärten, wäre das ein Paukenschlag. Schließlich würde dies den Tatbestand der Marktmanipulation erfüllen. In anderen Worten: Nach Stand der Ermittlungen hat Bitfinex mit ungedeckten, selbstgedruckten Stable Coins BTC und Co. gekauft und so dessen Kurs künstlich in die Höhe getrieben.

Bitcoin Bull Run 2017 made by Tether?

Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Schema sogar den Hauptgrund für den exorbitanten Kursanstieg des Krypto-Markets 2017.

Von Dezember 2016 bis Dezember 2017 stieg der Preis für Bitcoin um das Fünfundzwanzigfache, von 800 US-Dollar auf 20.000 US-Dollar, was größtenteils auf die Preismanipulation der Beklagten zurückzuführen war.

Bereits seit April 2019 berichten wir über den Rechtsstreit der New Yorker Staatsanwaltschaft mit Tether und Bitfinex. Seither dringen immer neue Details über das fragwürdige Vorgehen der Krypto-Unternehmen ans Tageslicht. So war ursprünglich die Rede von veruntreutem Geld in Höhe von 850 Millionen US-Dollar. Bei einem am 6. Oktober eingereichten Änderungsantrag der Klage ging es dann schon um die astronomische Summe von 1,4 Billionen US-Dollar. So beziffert die Staatsanwaltschaft den Schaden, den die Schwesterunternehmen am Krypto-Markt angerichtet haben.

Eigentlich soll USDT im Verhältnis 1-zu-1 mit US-Dollar besichert sein. Den Nachweis, dass sich ebensoviele US-Dollar wie USDT auf Tether Bilanz befinden, muss das Unternehmen aber noch erbringen.

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Bloomberg: „Bitcoin erreicht dieses Jahr Rekordhoch von 20.000 US-Dollar“

In einem kürzlichen Bericht von Bloomberg hieß es, dass das Unternehmen davon ausgehe, dass Bitcoin (BTC) die Höchststände von 2017 erneut erreichen und sogar bis auf 28.000 US-Dollar steigen könnte.

COVID-19 und Institutionen helfen Bitcoin

Dem Bericht zufolge, würde COVID-19 den Reifeprozess von Bitcoin als Vermögenswert beschleunigen. Er zeigt inmitten des rückläufigen Aktienmarkts Stärke. Darüber hinaus wird darin auch auf das ständig wachsende Interesse institutioneller Investoren eingegangen. Insbesondere Grayscale oder GBTC, das etwa 25 Prozent des neuen Angebots aufgekauft hat:

„Bis jetzt in diesem Jahr hat das steigende AUM des Unternehmens etwa 25 Prozent der neuen Bitcoins aufgekauft, im Jahr 2019 noch waren es hingegen weniger als 10 Prozent. Unsere Grafik zeigt den rasch ansteigenden 30-Tages-Durchschnitt des GBTC AUM, der sich bei fast 340.000 in Bitcoin-Äquivalenten, also etwa 2 Prozent des Gesamtangebots, beläuft. Vor etwa zwei Jahren waren es noch 1 Prozent.“

Schmalerer GBTC/BTC-Aufschlag. Quelle: Bloomberg.

Schmalerer GBTC/BTC-Aufschlag

Bloomberg hält den schmaleren GBTC/BTC-Aufschlag für klares Signal:

„Der GBTC-Aufschlag sinkt trotz starker Zuflüsse stetig. Das deutet darauf hin, dass das Angebot vom Markt genommen wird und reift. Im 30-Tages-Durchschnitt steht der 20-Prozent-Aufschlag von GBTC auf den zugrunde liegenden Anlagenwert dem historischen Mittelwert von 39 Prozent gegenüber.“

Bitcoin steigt mit Gold. Quelle: Bloomberg.

BTC-Anstieg auf 20.000 US-Dollar oder 28.000 US-Dollar?

Im Bericht heißt es, dass „etwas wirklich schief gehen müsste“, damit der Bitcoin-Wert nicht steigt. Bitcoin werde sich dem Höchststand von 20.000 US-Dollar aus dem Jahr 2017 nähern und möglicherweise sogar einen neuen Höchststand von 28.000 US-Dollar erreichen:

„Letztes Jahr lag der Höchststand bei etwa 14.000 US-Dollar, was bei einer Rotation innerhalb der jüngsten Spanne bis 2020 fast eine Verdoppelung bedeuten würde. Im Gesamtbild bedeutet das allerdings wenig.“

Korrelation zwischen BTC und  USDT. Quelle: Bloomberg.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Wertsteigerung von Bitcoin ist dem Bericht zufolge das schnelle Wachstum von Tether (USDT). Im vergangenen Mai lag die Marktkapitalisierung bei 4 Mrd. US-Dollar. Ein Jahr später wuchs sie auf 10 Mrd. US-Dollar. Die Umlaufsteigerung des Stablecoin deutet auf eine größere Akzeptanz von Krypto-Vermögenswerten hin:

„Das Interesse an digitalen Verbindungen zum Dollar zeigt die Nachfrage nach Transaktionen und einen Wertbewahrung der globalen Reservewährung ohne Zwischenhändler. Wir sehen Parallelen zur Einführung von Papierwährungen im Laufe der Geschichte, da sich die Welt heute rasch in Richtung Digitalisierung entwickelt.“

Die Halbierung und fast die Hälfte des Jahres 2020 liegen hinter uns. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis wir sehen, ob sich die Bloomberg-Prognosen erfüllen.

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Tether (USDT) über OMG an Ethereum angebunden

Bitfinex hat Tether über die OMG-Plattform in Ethereum integriert. Damit dürfte eine Entlastung des Ethereum-Netzwerks einhergehen.

Bitfinex hat die Integration von Tether (USDT) im OMG-Netzwerk (ehemals OmiseGo) bekannt gegeben. Durch die Einbindung des Stable Coins in die ERC-20-basierte OMG-Plattform sollen „Bestätigungszeiten verkürzt, Zahlungen schneller ausgeführt und Transaktionskosten bei gleichem Sicherheitsniveau wie bei Ethereum gesenkt werden“.

So der Wortlaut der Presseerklärung. Als Brückenwährung soll Tether das Ethereum-Netzwerk künftig wesentlich entlasten. Gerade bei einem hohen Verkehr von Nutzern, stoßen die Kapazitäten des Ethereum-Netzwerks ständig an ihre Grenzen. Eine solche Überlastung zeigte sich zuletzt Anfang März. Der Ether-Kurs stürzte binnen weniger Tage von über 240 auf 110 US-Dollar. Innerhalb einer Woche sank die Marktkapitalisierung von Ethereum um 10 Milliarden US-Dollar. Die gleichzeitige Aktivität vieler Nutzer, die auf die Kursschwankungen reagieren wollten, führte zwischenzeitlich zu einem Anstieg der durchschnittlichen Wartezeit im Netzwerk von 15 Sekunden auf 44 Minuten.

Tether: Entlastung für das Ethereum-Netzwerk

Das Ethereum-Netzwerk wickelt durchschnittlich 12 Transaktionen pro Sekunde ab. Kommt zu einem hohen Andrang unbearbeiteter Transaktionen, überlastet das Netzwerk. Die Folge: Längere Wartezeiten und höhere Gebühren.

Mit der Integration und Nutzung von Tether über das OMG-Netzwerk, einer Ethereum-Plasma-Sidechain, sollen die Transaktions-Gebühren künftig auf 0,001 Ether pro Transaktion fallen. Durch die „More Viable Plasma“-Lösung des OMG-Netzwerks lassen sich zudem mehr Transaktionen in Blöcken verarbeiten.

Dies ermöglicht es Händlern, schneller auf Handelsmöglichkeiten zu reagieren und die Arbitrage zwischen den Börsen effizienter zu gestalten, wenn das Netzwerk wächst,

zeigt sich Bitfinex-CEO Paolo Ardoino optimistisch und ergänzt:

Durch die Migration von USDt-Werttransfers in das OMG-Netzwerk sparen wir Kosten, treiben Leistungsverbesserungen voran und entlasten die Root Chain.

Dies, so Ardoino, sei eine positive Entwicklung „für das gesamte Ethereum-Ökosystem“. Diese Meinung teilt auch Vansa Chatikavanij, CEO von OMG Network:

Wir freuen uns, heute den Start des OMG-Netzwerks anzukündigen, das Tausende von Transaktionen pro Sekunde unterstützt und die Transaktionskosten auf ein Drittel von Ethereum reduziert.

Auf Grundlage der Partnerschaft ließe sich folglich laut Chatikavanij „die Skalierungsprobleme von Blockchain angehen und das weitere Wachstum und die Einführung offener Finanzdienstleistungen vorantreiben“.

Die Einbindung von Tether in das OMG-Netzwerk könnte das Ethereum-Netzwerk insgesamt deutlich hochskalieren und dadurch entlasten. Das nächste große Ethereum-Upgrade, Serenity, soll Ethereum noch skalierbarer machen. Phase 0 für Ethereum 2.0 ist bereits in greifbare Nähe gerückt.

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Pornhub holt sich Boost aus dem Bitcoin-Ökosystem

BitClave gehört zu den Unternehmen, die zur ICO-Boomphase Ende 2017 viele Millionen von Investoren einsammeln konnten. Nun kommt die Rechnung: Die US-Wertpapieraufsicht SEC fordert einen zweistelligen Millionenbetrag gegen das bereits operativ gescheiterte Krypto-Start-up zurück.

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, kurz SEC) hat gestern, am 28. Mai, Anklage gegen das Blockchain-Unternehmen BitClave PTE Ltd. mit Sitz in San Jose, Kalifornien, wegen der Durchführung eines nicht registrierten Initial Coin Offerings (ICO) angekündigt. BitClave erklärte sich bereit, die Gebühren durch die Rückzahlung der Erlöse aus dem Angebot und die Zahlung zusätzlicher finanzieller Erleichterungen zu begleichen. Die Gelder aus dem Entschädigungsfonds sollen den Investoren zugutekommen.

Die kurze Erfolgsgeschichte von BitClave

Das Krypto-Start-up BitClave dürfte sinnbildlich für viele Krypto-Start-ups stehen, die zur richtigen Zeit in 2017 viel Geld durch ein ICO einsammeln konnten, ohne es aber letztlich zu schaffen, einen kommerziell erfolgreichen Use Case von dem vielen Geld aufzubauen. Laut Anordnung der SEC hat BitClave von Juni bis November 2017 durch den Verkauf seiner Consumer Activity Tokens (CAT) an circa 9.500 Investoren, darunter auch Investoren in den USA, über 25 Millionen US-Dollar eingenommen.

Die Anordnung stellt fest, dass BitClave, wie in seinen Angebotsunterlagen erläutert, plante, die ICO-Einnahmen zur Entwicklung, Verwaltung und Vermarktung einer blockchainbasierten Suchplattform für gezielte Verbraucherwerbung zu verwenden. BitClave unterstrich seine Erwartung, dass die Token an Wert gewinnen würden, und unternahm Schritte, um die Token nach dem ICO für den Handel auf Krypto-Handelsplattformen verfügbar zu machen.

Die Regulierungs-Falle hat zugeschnappt

Damit hat BitClave nach US-Gesetz Token verkauft, die als Wertpapiere bei der SEC hätten registriert werden müssen. Viele ICOs hatten gehofft mit ihren Token nicht unter das Wertpapiergesetz zu fallen. Die SEC sieht das anders und stellt in ihrer Verfügung fest, dass BitClave es versäumt hat, ihre Angebote und Verkäufe von CAT, die Wertpapiere darstellten, zu registrieren. Man hat CAT inzwischen von vielen Krypto-Börsen entfernt. Auch ist BitClave derzeit dabei, seinen Betrieb einzustellen und plant nicht, die Plattform weiterzuentwickeln.

Ohne die Feststellungen der SEC zuzugeben oder zu dementieren, stimmte BitClave der Zahlung von 25.500.000 US-Dollar, Verzugszinsen in Höhe von 3.444.197 US-Dollar und einer Strafe von 400.000 US-Dollar zu.

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Türkische Stablecoin erhält Spot-Listung auf der BTSE-Börse

Die außerbörsliche und Kryptowährungs-Futures-Börse BTSE hat heute die Unterstützung für BiLiras türkische Stablecoin TRYB hinzugefügt. TRYB kann jetzt an den Spotmärkten von BTSE gegen Tether (USDT) gehandelt werden.

Cointelegraph sprach mit BiLira und BTSE, um mehr darüber zu erfahren, was die Auflistung für den aufkeimenden Kryptowährungssektor der Türkei bedeutet.

Jonathan Leong, Mitbegründer und CEO von BTSE, erklärte, dass die Auflistung „türkischen Nutzern ermöglicht, niedrigere Gebühren durch Überweisungen sowie sofortige Abrechnungszeiten für TRYB-Nutzer zu ermöglichen“.

Leong sagte gegenüber Cointelegraph, dass BTSE Anfang dieses Jahres in den türkischen Markt eingetreten sei und dass die Börse „eine starke und wachsende Gemeinschaft in der Türkei“ hervorgebracht habe.

Er bemerkte auch „eine Zunahme der Nachfrage nach Onboarding-Optionen durch die türkische Lira“, was sie letztendlich dazu veranlasste, die TRYB Stablecoin aufzulisten.

BiLira ist das 19. Krypto-Asset, für das BTSE Paarungen eingeführt hat.

Die Türkei ist reif für die Einführung von Krypto

Im Gespräch mit Cointelegraph sagte der COO von BiLira Vidal Artditi voraus, das die Türkei zu einer führenden Gerichtsbarkeit innerhalb der globalen Blockchain-Industrie werden wird, und betonte das hohe Maß an Kryptokompetenz und Akzeptanz in der allgemeinen Bevölkerung.

Anekdotisch berichtet er, dass die türkischen Bürger Krypto-Assets überwiegend zum Handel und zur Absicherung von Risiken verwenden. Arditi behauptet, dass der Handel ein grundlegender Bestandteil der türkischen Kultur ist und erklärt, dass „die kulturellen Nuancen der [Türkei] wirklich mit Blockchain und Kryptowährung in Resonanz stehen“.

„Die Verbreitung von Mobilgeräten in diesem Land liegt nördlich von 90%. […] Sie können QR-Codes verwenden und Ihre Mobile-Banking-App für so ziemlich alles verwenden“, fügt er hinzu.

„Wir sind nicht hier, um eine Blase zu schaffen.“

Trotz der Betonung der starken türkischen Handelstraditionen betonte Artditi, dass BiLira „nicht hier ist, um Spekulationen zu erzeugen“.

„Wir sind nicht hier, um eine Blase zu schaffen. Wir sind hier, um echte Anwendungsfälle zu erstellen. Deshalb haben wir unser System und unsere Plattform so eingerichtet, dass Menschen bis zu 100.000 Euro pro Monat kaufen können, ohne auch nur eine Lira für Provisionen zu zahlen “, sagte er.

„Es leicht zugänglich sein, auch wenn es unserem Unternehmen kurzfristig finanziell schaden wird. Nur um sicherzustellen, dass wir das Wertversprechen dieses Produkts hervorheben und wie es das Leben dieser Menschen wirklich verändern kann.“ 

„In diesem Land leben viele Einwanderer, die jede Woche Gehaltsschecks an ihre Familien in verschiedenen Ländern senden. Es gibt Leute, die nicht unbedingt ein Bankkonto haben. Und eben diese würden gerne Kryptowährung mit wenigen Klicks übertragen“, fügte Artditi hinzu.

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