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WhatsApp plant Einführung von Digitalzahlungen in Indonesien

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet am 20. August, dass WhatsApp in Indonesien einen digitalen Bezahlservice für das Mobiltelefon lancieren will. Dem Bericht aus der Hauptstadt Jakarta zufolge führt das Internet-Unternehmen Gespräche mit verschiedenen indonesischen Finanzfirmen. Diesen möchte der Messenger-Dienst offenbar mobile Transaktionsservices anbieten.

Indonesien als Wachstumsmarkt für digitale Finanzservices

Neben Indien ist Indonesien das zweite Land weltweit, welches über solche WhatsApp-Services verfügen wird. Der Vorstoß von Mutterkonzern Facebook Inc. findet indes nicht zufällig in Indonesien statt. Der wachsende E-Commerce-Sektor des südostasiatischen Landes bietet dem IT-Giganten nämlich optimale Bedingungen für die Etablierung einer eigenen Finanzinfrastruktur.

Folglich könnte das indonesische Modell als Blaupause für die Adaption neuer Finanztechnologien in aufstrebenden Märkten fungieren. In wachsenden Volkswirtschaften asiatischer und südamerikanischer Schwellenländer erfreuen sich Social-Media-Dienste wie Facebook und WhatsApp nämlich einer enormen Beliebtheit. Gleichzeitig haben viele Menschen (noch) keinen Zugang zu klassischen Bankenprodukten wie beispielsweise einem Girokonto und Kreditkarten. Diese Lücke hoffen globale Internet-Giganten letztendlich zu füllen.

Im 260-Millionen-Einwohnerland Indonesien nutzen über 100 Millionen Menschen WhatsApp. Die E-Commerce Industrie wird Schätzungen zufolge bis 2025 auf einen Wert von 100 Milliarden US-Dollar anwachsen. Gleichzeitig hat die größte Volkswirtschaft Südostasiens aber die strengsten Vorschriften für Digitalzahlungen in der Region.

Im Gegensatz zu Indien wird WhatsApp in Indonesien deshalb keine direkten Peer-to-Peer-Payments anbieten. Vielmehr fungiert der Messenger lediglich als Plattform für die Bezahlung mit lokalen digitalen Wallets. Diese Entscheidung liegt den Reuters-Recherchen zufolge in den nationalen Lizenzregulierungen begründet.

Verhandlungen mit indonesischen Finanzfirmen laufen

Der Messenger-Dienst führt Verhandlungen mit verschiedenen indonesischen Digital-Payment-Firmen. Unter ihnen befinden sich beispielsweise der Transportation-Buchungsdienst Go-Jek und der Mobile-Payments-Anbieter DANA. Auch das FinTech-Start-up OVO und die staatliche Bank Mandiri sind an den Gesprächen beteiligt. Mandiri operiert sogar bereits mit einem Digital-Wallet-Service.

Eine Sprecherin von Facebook bestätigte die Pläne von WhatsApp. „Wie Mark Anfang diesen Jahres sagte […]planen wir, digitale Payments in mehr Länder zu bringen“, sagte sie gegenüber Reuters. Sie verwies aber auch darauf, dass sich die Gespräche in einem frühen Stadium befinden. Internen Quellen zufolge verzögert sich die Veröffentlichung des Dienstes in Indonesien, weil man den Service nicht vor dem Start in Indien lancieren will.

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Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit

Im Gerichtsdrama um die Untersuchungen der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft gegen Bitfinex und Tether steht es 1:0 für die Staatsanwaltschaft. Am 19. August urteilte ein Richter, dass die Unternehmen mit der New Yorker Justiz kooperieren müssen. Dies geht aus entsprechenden Gerichtsdokumenten hervor.

Zuvor hatten die Anwälte von Bitfinex und Tether versucht, die Ermittlungen mit dem Verweis auf Nicht-Zuständigkeit zu verhindern. Schließlich hätten beide Firmen nachweislich niemals in New York operiert. Zudem schlossen die internen Statuten US-Bürger explizit von den Dienstleistungen der Krypto-Unternehmen aus.

Der oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates New York hat nun entschieden, dass dieses Argument nicht stichhaltig ist. Denn eine Kontrolle der Ausschluss-Regelung erfolgte einerseits überhaupt nicht. Folglich gab es sehr wohl Geschäfte mit New Yorker Kunden, was die Staatsanwaltschaft nachweisen konnte. Des Weiteren soll ein Bitfinex-Manager zeitweise in New York gearbeitet haben. Die Anwälte von Bitfinex und Tether entgegnen, dass man auf bestimmte Umgehungsstrategien der Kunden wie etwa Geo-Blocking keinen Einfluss habe.

Bitfinex und Tether wehren sich weiter

Bei dem Verfahren in New York geht es um einen umstrittenen Kredit, den Tether Bitfinex im November 2018 gewährte. Dieser umfasste etwa 650 Millionen US-Dollar und diente dazu, Liquiditätsprobleme bei der Bitcoin-Börse auszugleichen. Darüber informierten die Verantwortlichen allerdings weder ihre Kunden noch die Öffentlichkeit. Außerdem besitzen Bitfinex und Tether dieselbe Unternehmensstruktur, was eine Kreditvergabe unter Umständen unzulässig macht. Deshalb wirft die New Yorker Staatsanwaltschaft den Firmen Verschleierung und absichtliche Täuschung vor.

Das Gerichtsverfahren zieht sich bereits seit April 2019. Die Muttergesellschaft von Bitfinex, iFinex Inc., gab für den Rechtsstreit laut eigener Aussage bereits über 500.000 US-Dollar aus. Da Richter Joel Cohen nun auch den Einspruch von Bitfinex abgelehnt hat, ist das Verfahren offiziell legitim. Das bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen fortsetzen darf und Bitfinex und Tether zur Herausgabe der relevanten Dokumente verpflichtet sind.

Offenbar wird die Klage für Bitfinex und Tether größere Konsequenzen haben, als die beiden Firmen anfangs hofften. Obwohl sich die Verantwortlichen weiterhin kämpferisch geben, droht im schlimmsten Fall eine Schließung der Unternehmen.

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Deloitte enthüllt Blockchain-Präsentations-Tool

Nicht jeder ist in der Lage, sich die Funktionsabläufe einer Blockchain einfach vorzustellen. Um diese Technologie nun ein Stück verständlicher zu machen, lancierte der Wirtschaftsprüfungs- und Consulting-Konzern Deloitte am 19. August ein neues Präsentations-Tool. Wie Deloitte in der zugehörigen Pressemeldung ausführt, entwickelte das Unternehmen das Projekt mit dem Namen „Blockchain in a Box“ (BIAB) , um „greifbare Blockchain-Demonstrationen und -Experimente“ möglich zu machen.

Bei „Blockchain in a Box“ handelt es sich demgemäß um eine mobile Tech-Plattform, die blockchainbasierte Anwendungen hosten kann. Diese lassen sich per SD-Karte in das Gerät speisen. Zudem besteht auch die Möglichkeit der Integration an externe Services, wie etwa Daten-Clouds. Linda Pawczuk, Leiterin der Deloitte Consulting US Blockchain Group, verdeutlichte in ihrem Statement, dass die Plattform entwickelt wurde, um konkrete Anwendungsfälle der Blockchain-Technologie einsichtig zu machen:

Deloitte entwickelte diese Lösung auf der Grundlage des Kundeninteresses am Verständnis der Blockchain-Funktionen in Live-Interaktionen. Was oft an Blockchain missverstanden wird, ist, dass es sich um eine Gesamtlösung handelt – in Wirklichkeit ist es eine Technologiekomponente, die größere Geschäftsanwendungen und -ansätze ermöglicht. Unsere mobile Demonstration ist praktisch, taktisch und vor allem für den Kunden greifbar.

Deloitte stellte die Plattform bereits auf mehreren Konferenzen vor.

Deloitte an zahlreichen Blockchain-Projekten beteiligt

Das zu den Big Four der globalen Wirtschaftsprüfer gehörende Unternehmen ist auch selber an zahlreichen Blockchain-Projekten beteiligt. So ist Deloitte etwa Mitglied der Clinical Supply Blockchain Working Group. Die vom Pharmariesen Pfizer initiierte Gruppe möchte die Lieferketten im Pharmasektor effizienter gestalten, indem diese auf einer Blockchain erfasst werden. Ziel des Projekts ist es, den gesamten Prozess der Arzneimittellieferung vom Hersteller bis zum Patienten nachzuverfolgen.

Darüber hinaus zählt Deloitte neben Fidelity, Amazon und anderen zu den Unterstützern von CoLab. Das Tochterunternehmen von IDEO fungiert als Start-up-Inkubator. CoLab möchte neue Blockchain-Firmen auf vielfältige Arten unterstützen. Neben finanzieller Unterstützung sollen daher vor allem Workshops zu verschiedenen Themen angeboten werden.

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A1 Telekom Austria akzeptiert Bitcoin-Zahlungen

Krypto-affine Österreicherinnen und Österreicher dürfen frohlocken: Seit dem 19. August können sie in ausgewählten Filialen des österreichischen TelCo-Marktführers A1 Telekom Austria mit Bitcoin & Co. bezahlen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt. Die Einführung der neuen Bezahloption erfolgt in Zusammenarbeit mit dem österreichischen FinTech-Start-up Salamantex. Salamentex stellt sowohl die Software als auch die Hardware für die Bitcoin-Kassenlösung zur Verfügung. Der Feldversuch soll A1 Payments, den Bezahlservice des österreichischen Kommunikationsanbieters, um Kryptowährungen erweitern. Das Bezahlen mit Bitcoin & Co. ist seit dem 19. August in folgenden A1-Filialen möglich:

  • Wien – Kärntnerstraße
  • Wien Mitte – The Mall
  • Niederösterreich – Krems Bühl Center
  • Steiermark – Graz Herrengasse
  • Tirol – Innsbruck Kaufhaus Tyrol
  • Salzburg – Europark
  • Oberösterreich – Linz Landstraße

Bitcoin-Akzeptanz macht aus A1 keinen Hodler

Wie bei den meisten Meldungen der Marke „XY akzeptiert Bitcoin-Zahlungen“ bedarf jedoch auch die Bitcoin-Akzeptanz durch A1 einer Differenzierung. Denn was am Ende auf dem Konto des österreichischen Telekommunikationsmarktführers landet, ist nicht BTC, sondern Euro. Bitcoin-Zahlungen von Kunden konvertiert das Kassensystem nämlich automatisch in Euro. Was bei Krypto-Puristen ideologisch motivierte Kritik hervorrufen könnte, hat für die Händler indes einen handfesten Vorteil. Durch die direkte Konvertierung von Bitcoin in Euro sind Geschäftstreibende vor der mitunter stark ausgeprägten Volatilität der Kryptowährungen gefeit.

Ebendas betont auch Markus Schreiber, zuständig für Business Marketing bei A1:

Der Handel mit Kryptowährungen an sich und die Akzeptanz von Kryptowährungen bei einem Bezahlterminal. Klare Antwort: Nein, es gibt kein Kursschwankungsrisiko in unserem Service – weder für den Kunden noch für den Händler. Bezahlt ein Kunde mit einer Kryptowährung, so wird der Bezahlwert von beispielsweise 100 Euro zu einem aktuellen Krypto-Tausch-Wert angeboten und behält für einen kurzen begrenzten Zeitraum seine Gültigkeit (unter 1 Minute). Unser Service bzw. unsere Partner wickeln den Tausch ab. Der Händler bekommt garantiert immer seine 100 Euro. Dauert die Bestätigung zu lang, wird der Wechselkurs ungültig, ein neuer Wechselkurs generiert, der wieder begrenzt gilt,

so Schreiber in einem Interview mit der firmeneigenen A1-Redaktion.

Erhöhte Nachfrage vor allem bei asiatischen Touristen

Darin äußert sich Schreiber auch zur Zielgruppe für die neue Bezahloption. Neben Händlern, die entsprechende Kundenanfragen bislang nicht erfüllen konnten, steht auch die Erschließung neuer Kundenkreise im Vordergrund. Vor allem bei asiatischen Touristen beobachtet Schreiber den wachsenden Wunsch, mit Bitcoin & Co. zu bezahlen.

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INX Limited plant den Börsengang – unterstützt von Samson Mow, Fluffypony und Co.

Das auf Gibraltar ansässige Krypto-Start-up INX Limited bewirbt sich für einen Börsengang (Initial Public Offering, IPO) in den USA. Das geht aus einem vorläufigen Wertpapierprospekt hervor, den INX Limited am 19. August bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht hat. Trotz einer Emission von Token wird in dem Prospekt von IPO und nicht Security Token Offering (STO) gesprochen.

Der INX Token: Verspricht Gewinnbeteiligung und Trading-Rabatte

Bei dem IPO will INX keine klassischen Wertpapiere, sondern digital verbriefte Genussrechte in Form eines Token (INX Token) verkaufen. Der INX Token soll seinen Inhabern anteilig Anspruch auf Gewinnbeteiligung aus dem operativen Geschäft garantieren:

Jeder INX-Token (einschließlich Bruchteile von INX-Token) berechtigt seinen Inhaber zu einer jährlichen anteiligen Ausschüttung von 40 Prozent des Netto-Cashflows der Gesellschaft aus der operativen Geschäftstätigkeit, mit Ausnahme von Barmitteln aus einem Erstverkauf des INX-Tokens durch die Gesellschaft.

Stimmrechte sind mit dem Erwerb des ERC-20 Token indes nicht verbunden. Neben den Genussrechten für die Holder soll der Token auch auf der geplanten Plattform eine Funktion erfüllen:

Nachdem die INX Securities-Handelsplattform in Betrieb genommen wurde, können Inhaber von INX-Token mit dem INX-Token Transaktionsgebühren auf der INX Securities-Handelsplattform bezahlen. Bei der Zahlung von Transaktionsgebühren haben INX-Token Anspruch auf mindestens 10 Prozent Rabatt auf andere Zahlungsarten.

Es existieren insgesamt 200 Millionen INX Token. Das Start-up plant, davon insgesamt 130 Millionen per IPO zu verkaufen. INX möchte mit dem IPO bis zu 130 Millionen – mindestens jedoch 5 Millionen US-Dollar – von institutionellen und Privatinvestoren sammeln. Die Mindestinvestition soll 1.000 US-Dollar betragen. Wie viel ein Token zu Beginn des IPO kosten soll, hat INX Limited indes noch nicht festgelegt. Über 18 Millionen INX-Token wurden zuvor im (privaten) Pre-Sale verkauft.

Audit offenbart „erhebliche Zweifel“ am Fortbestand von INX

Im Prospekt wird ausdrücklich auf das Risiko eines Investments in den INX Token hingewiesen. So gibt es einerseits diverse extrinsische Faktoren wie etwa der allgemeinen Volatilität von Krypto-Assets und -Märkten; auch Bedenken hinsichtlich der (globalen) Regulierung von Krypto-Assets werden dargelegt:

  • Die Preise von Blockchain Assets sind extrem volatil und Schwankungen im Kurs von Blockchain Assets könnten unsere Gewinne erheblich beeinflussen.
  • Die Steuerbehörden können mit unseren Steuerpositionen in Bezug auf die Gesellschaft, ihr Geschäft und den INX Token nicht einverstanden sein und uns bitten, diese Positionen in einer Weise zu überarbeiten, die sich nachteilig auf Sie auswirken könnte.
  • Wir könnten erhebliche Verzögerungen beim Erhalt einer Broker-Händler-Lizenz haben, da wir nicht in der Lage sind, eine Custodial-Relationship-Vereinbarung zu identifizieren, die FINRA oder die SEC als Erfüllung der Anforderungen von Regel 15c3-3 genehmigen werden,

heißt es dazu etwa im Abschnitt „Risikofaktoren“ des Prospektentwurfes.

Auch was die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens angeht, haben Wirtschaftsprüfer bislang Zweifel geäußert:

Die Wirtschaftsprüfer haben in ihrem Bericht vom 19. August 2019 erklärt, dass unser Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt wurde und erhebliche Zweifel an unserer Fähigkeit, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, geäußert.

Prominente Unterstützer: Samson Mow, Charlie Lee, Fluffypony

Nichtsdestotrotz unterstützt eine Reihe von bekannten Gesichtern aus der Krypto-Branche INX Limited. So hat beispielsweise Blockstream CTO Samson Mow 100.000 US-Dollar in INX Limited investiert. Auch der notorische Bitcoin-Bulle Charlie Lee hält Anteile an INX Limited in vergleichbarer Größenordnung. Hauptinvestor ist, was den einen oder anderen überraschen dürfte, Riccardo Spagni. Der auf Twitter unter dem Pseudonym „Fluffypony“ firmierende Influencer ist ein bekennender Befürworter des Privacy Coin Monero (XMR) und hält Anteile in Höhe von 924.000 US-Dollar an INX Limited.

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Rakuten: Japanischer E-Commerce-Gigant startet Bitcoin-Börse

In einer offiziellen Pressemitteilung vom 19. August verkündet die Rakuten Group, den Start ihrer Krypto-Börse. Die Nutzer können über eine spezielle App ihre Krypto-Assets handeln und verwalten. Handelbar sind die Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Bitcoin Cash (BCH). Die App wird zunächst für Android veröffentlicht. Eine iOS-Version soll Anfang September folgen.

Rakuten gehört weltweit zu den zehn größten Internetunternehmen der Welt und bietet ähnlich wie Amazon Produkte aus vielen verschiedenen Shops zum Kauf an. Rakuten Wallet ist eine Tochtergesellschaft der Rakuten Group und betreibt die Krypto-Börse.

Hohe Sicherheit für die Kunden im Bitcoin-Handel

Rakuten Wallet möchte seinen Kunden einen möglichst sicheren Handel mit Krypto-Assets ermöglichen. Hierfür wird das von den Kunden eingezahlte Vermögen getrennt von dem Firmenkapital verwaltet. Rakuten sichert das Vermögen über Treuhandkonten der Rakuten Trust Co. Ltd. Diese ist eine Treuhandgesellschaft und gehört zur Rakuten Group. Zudem nutzt Rakuten Wallet verschiedene Sicherheitsmethoden zur sicheren Verwendung der Bitcoin-Börse. Denn die Aufbewahrung der Krypto-Assets erfolgt in Cold Wallets. Diese sind von dem Internet isoliert und sollen einen höheren Sicherheitsstandard bieten. Ein Multisignatursystem verwaltet die Private Keys. Hinzu kommt ein zweistufiges Authentifizierungsverfahren. Sobald sich die Kunden anmelden, Geld abheben oder Vermögenswerte bewegen möchten, fragt das System die Authentifizierung des Nutzers ab.

Dazu bietet die App den Nutzern rund um die Uhr die Möglichkeit, Ein- und Auszahlungen in Fiatwährungen und Krypto-Assets vorzunehmen. Zudem können die Nutzer auf Funktionen für die effektive Verwaltung ihrer Krypto-Assets zugreifen. Es handelt sich hierbei um die Bestätigung von hinterlegten Krypto-Assets, den Handel mit Krypto-Assets sowie Echtzeit-Chart-Diagramme.

Im März hatte BTC-ECHO bereits über die Bitcoin-Börse berichtet. Denn damals musste Rakuten einen Plan zur Geschäftsverbesserung entwickeln und die internen Sicherheitssysteme überarbeiten. Bereits zu dieser Zeit lag der Fokus auf dem Thema Sicherheit.

Als virtueller Dienstleister für Devisenhandel wird Rakuten Wallet eine solide Entwicklung der Branche unterstützen und eine sichere und vertrauenswürdige Benutzererfahrung bieten, indem das Sicherheits- und Serviceangebot weiter verbessert wird.

Rakuten änderte zudem den bestehenden Namen der Bitcoin-Börse von „Everbody’s Bitcoin” in „Rakuten Wallet“. Ursprünglich sollte Rakuten Wallet im April 2019 online gehen.

Japan: Bitcoin-Börsen und die Adaption von digitalen Assets

Neben der voranschreitenden Adaption von Kryptowährungen in Japan ist auch der Markt für Bitcoin-Börsen umkämpft. Demnach sind in Japan mehr als ein Dutzend Bitcoin-Börsen registriert. Im Juli hatte BTC-ECHO berichtet, dass die japanische Regierung ein SWIFT-ähnliches Zahlungsnetzwerk entwickeln möchte. Denn ein solches System soll vor allem die Geldwäsche durch Kryptowährungen vermeiden.

Rakuten mischt schon länger im Bereich Kryptowährungen mit. Bereits im Jahr 2015 hatte der E-Commerce-Gigant begonnen, Zahlungen mit Bitcoin zu akzeptieren.

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Älteste Bank Koreas nutzt Blockchain

Südkoreas ältestes Bankinstitut, die Shinhan Bank, arbeitet in Zukunft mit zwei Krypto-Unternehmen zusammen. Dies meldet die englischsprachige nationale Newsseite Koreatimes am 14. August in Form eines Reports.

Offenbar unterzeichnete Shinhan ein „Memorandum of Understanding“, also eine Absichtserklärung, mit den zwei Firmen. Beteiligt sind daran das FinTech Ground X sowie der Blockchain-Entwickler Hexlant. Demnach geht es bei der Kooperation um die Erarbeitung eines neuen Sicherheitskonzepts für die Bank. Dieses soll insbesondere den Kunden zugutekommen.

Shinhan will ein Private Key Management System entwickeln

Konkret geht es bei der Kooperation von Shinhan, Ground X und Hexlant um die Entwicklung eines Private Key Management Systems (PKWS). Das System soll demnach die persönlichen Daten und Transaktionsaufzeichnungen der Kunden schützen.

Die Blockchain-Infrastruktur für das Vorhaben kommt augenscheinlich von Ground X. Das Unternehmen gilt derweil als „Krypto-Arm“ des Social-Media-Giganten Kakao. Kakao ist ein börsennotiertes Unternehmen, welches neben einem Messenger-Dienst auch eine Suchmaschine betreibt.

Hexlant hingegen ist ein Blockchain-Laboratorium aus Seoul. Dem Report zufolge entwickelt Hexlant für Shinhan Technologien für ein Anti-Cracking-Programm auf der Plattform. Ein Test-Programm des Dienstes wird für Oktober 2019 erwartet.

Shinhan experimentierte unterdessen bereits in der Vergangenheit mit blockchainbasierten Anwendungen. So gab es Ansätze für ein Derivat-System und für Anleihen-Anwendungen, die mit Blockchain operieren.

Ein Vertreter der Bank erläuterte dennoch die Schwierigkeiten mit der Blockchain-Adaption im Bankenwesen. „Die Blockchain-Technologie erhielt für ihre Vorteile viel Aufmerksamkeit vom Finanzsektor. Dennoch erlebten Finanz-Firmen Komplikationen bei der Anwendung der Technologie in ihr System.“ Er führte weiter aus: „Die Shinhan Bank wird gemeinsam mit Ground X und Haxlant eine nutzerfreundliche und leicht benutzbare Oberfläche entwickeln.“

Südkorea gilt mittlerweile als eines der krypto-freundlichsten Länder der Erde. Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor gibt es stetig neue Entwicklungen hinsichtlich der Adaption neuer Technologien. So plant die Hauptstadt Seoul beispielsweise einen Personalausweis auf Blockchain-Basis. Für den öffentlichen Dienst entwickelt das Land sogar eine eigene Digitalwährung namens S-Coin.

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Marco Polo: Commerzbank und LBBW gelingt weiterer Meilenstein auf DLT-Plattform

Die Commerzbank und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) haben ein weiteres Pilotprojekt mit der Distributed-Ledger-Technologie Corda erfolgreich abgeschlossen. Die beiden Banken wickelten hierzu erneut ein Handelsgeschäft zwischen dem Pumpenhersteller KSB und dem Technologiekonzern Voith über die Distributed-Ledger-Plattform Marco Polo ab. Das Beachtenswerte: Mit dem Logistikdienstleister Logwin AG wurde nun erstmals ein unbeteiligter Dritter in Echtzeit in die Prozesskette mit eingebunden.

Bei dem Deal ging es um die Lieferung einer hydraulischen Spezialkupplung von Deutschland nach Taiwan. Wie aus der Pressemitteilung vom 14. August hervorgeht, vereinbarten die Transaktionspartner die Daten zu Bestellung und Lieferung über die Marco-Polo-Plattform. Zudem sicherten sie das Zahlungsziel durch ein „unwiderrufliches Zahlungsversprechen“ im Distributed Ledger. Eben hier liegt die große Neuerung begründet, denn die Plattform bestätigte das Zahlungsziel nach einem Abgleich der relevanten Handelsdaten mit den von Logwin bereitgestellten Daten zur Verschiffung. Mathias Heuser, Leiter International Trade and Payment Solutions bei der LBBW, präzisierte in seinem Statement die Tragweite einer derartigen Prozedur:

Es ist nun möglich, dass eine unabhängige dritte Partei – in unserem Fall der Logistikdienstleister – das Zahlungsversprechen zugunsten des Verkäufers auslösen kann. Das bedeutet für das Payment Commitment eine deutliche Erhöhung der Werthaltigkeit.

DLT soll Sicherheit und Transparenz garantieren

Die Tech-Firma TradeIX rief die Marco-Polo-Plattform im Jahr 2017 in Kooperation mit mehreren Großbanken ins Leben. Internationale Geschäfte sollen durch die Plattform transparenter und letztlich sicherer gemacht werden. Marco Polo will dieses Ziel durch eine möglichst umfassende Einbindung der für Transaktionen relevanten Daten erreichen. Folglich bemüht sie sich auch um die Integration von unabhängigen Drittparteien. Enno-Burghard Weitzel, Global Head of Trade Finance Products bei der Commerzbank, verortet eben hier den wesentlichen Vektor für den weiteren Ausbau der Plattform:

Ziel der künftigen Weiterentwicklung ist es, das Marco-Polo-Netzwerk um weitere relevante Beteiligte an einer Handelstransaktion zu erweitern – also vor allem Versicherungen, Inspektionsbehörden oder lokale Handelskammern –, um rasch die gesamte Wertschöpfungskette im Außenhandelsgeschäft digital abbilden zu können.

Marco Polo beruht auf Corda, einer vom FinTech-Konsortium R3 entwickelten Distributed-Ledger-Lösung. Neben der Commerzbank und der LBBW sind auch weitere deutsche Banken dem Marco-Polo-Netzwerk beigetreten. Darunter die Landesbanken von Hessen, Thüringen und Bayern sowie S-Servicepartner, eine Dachorganisation der Sparkassenfinanzgruppe.

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Coinbase: Händler können Zahlungen mit USDC akzeptieren

Coinbase Commerce existiert seit Anfang 2018. Online-Händler nutzen die Plattform, um Zahlungen in Kryptowährungen zu akzeptieren. Zudem kann die App diese Transaktionen in bestehende Geschäftsabläufe integrieren. In einer Pressemitteilung aus dem Mai heißt es, dass 2.000 Händler Coinbase Commerce nutzen und ein Transaktionsvolumen von über 50 Millionen US-Dollar abgewickelt wurde. Auch der E-Commerce-Riese Shopify gehörte zu dem genannten Händlerkreis.

Shopify ist börsennotiert und bietet E-Commerce-Lösungen zum Erstellen von Online-Shops und Bezahlfunktionen.

Erst vor Kurzem hat Coinbase die Anwendung CREATE2, der Ethereum-Plattform, integriert.

Ethereum Update und USDC Stable Coin gegen die Volatilität von Kryptowährungen

Bojan Joveski, ein Coinbase-Softwareentwickler, schreibt in einem Blogbeitrag vom 14. August über die neue Funktion.

Seit Februar 2018 bietet Coinbase Commerce ihren Händlerkunden die Möglichkeit, Kryptowährungen zu akzeptieren. Bislang war es nur möglich Bitcoin, Ether, Litecoin und Bitcoin Cash zu verwenden. Viele Händler sorgen sich jedoch über die Volatilität der Kryptowährungen. Die neue Funktion CREATE2 kann dieses Problem lösen. Zudem sagt Joveski:

Wir haben vor einigen Monaten den USDC-Support veröffentlicht, der unseren Händlern einen volatilitätsfreien Weg bietet, Kryptowährungen zu akzeptieren. Der US-Dollar stützt den USDC Stablecoin eins zu eins. Das verleiht dem USDC einen stabilen Preis und macht diesen zu einer guten Option für den Handel.

Ferner ermöglicht CREATE2 einen neuen Workflow mit enormen Kosteneinsparungen.

Ohne CREATE2 müssten wir uns an die Blockchain wenden, um Ihnen die Adresse zu zeigen, an die Sie bezahlen können. Mit CREATE2 kann ich Ihnen eine Adresse zeigen, die nicht in der Blockchain existiert, aber an die Sie bezahlen können.

Dadurch spart Coinbase die Gaskosten und verhindert die Einleitung von gefälschten Zahlungen. CREATE2 ermöglicht Entwicklern, eine Interaktion mit der Blockchain zu simulieren. Dies geschieht jedoch, ohne die Smart Contracts direkt einzusetzen.

Chain-Security-CTO: Ein „deterministischer Ansatz“

Hubert Ritzdorf, CTO von Chain Security, bezeichnet es als „deterministischen Einsatz” und sagte in einem Interview im Februar:

Wenn ein neuer Smart Contract auf der Ethereum-Plattform bereitgestellt wird, berechnet das Netzwerk die Adresse, an die der Vertrag verteilt wird. CREATE2 macht es einfacher und sagt: „Wir werden in Zukunft einen Vertrag an diese Adresse verteilen.“

BTC-ECHO hatte bereits im Januar über das bevorstehende Ethereum Update Constantinople berichtet. Mit Constantinople wurde unter anderem CREATE2 aktiviert. Der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin entwickelte CREATE 2 (oder auch EIP 1014) selbst. Ziel war es, Off-Chain-Transaktionen zur Effizienzsteigerung, möglich zu machen.

CREATE 2 ermöglicht die Nutzung des USDC. Beim USDC handelt es sich um einen Stable Coin, der als ERC20-Token auf der Ethereum Blockchain implementiert ist. Ein Stable Coin ist preisstabil, da der Krypto-Asset eins zu eins den traditionellen Asset (US-Dollar, Euro, Yen etc.) abbildet. BTC-ECHO liefert unter der Rubrik Tutorials, weitere Informationen zum Thema Stable Coin.

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Steem.DAO kommt am 27. August – Steemit plant umfangreiche Updates

Steemit hat für den 27. August dieses Jahres ein Update angekündigt. Laut Pressemitteilung soll das Update allen voran das Funding von findigen Entwicklern sicherstellen. Denn mit der Hard Fork können Community-Mitglieder in Zukunft Vorschläge für Projekte einbringen, die sie auf der Steemit Blockchain realisieren möchten. Mittels eines speziellen Wahlsystems stimmen diejenigen Nutzerinnen und Nutzer, die Steem Dollars (SBD) hinterlegt (gestakt) haben, über die Vorschläge ab. Finden sich genügend Unterstützer, wird das Projekt realisiert.

Steem.DAO

Das neue System firmiert unter dem Alias Steem.DAO (Steem Proposal System). In Blockchain-Kreisen steht DAO für Decentralized Autonomous Organization, etwa dezentrale autonome Organisation. Bei denjenigen, die bereits etwas länger involviert sind, dürften beim Stichwort DAO indes die Alarmglocken klingeln. Schließlich konnten im Juni 2016 Unbekannte über 50 Millionen US-Dollar in Ether (ETH) aus den Beständen von DAO entwenden. Der Vorfall schrieb unter dem Stichwort DAO Hack Krypto-Geschichte, da sich im Zuge dessen die Ethereum Blockchain einer Hard Fork unterzogen hatte.

Eine ähnliche Gefahr bestehe für das Steem Proposal System nicht.

Steem.DAO hat zwar Ähnlichkeiten mit der berüchtigten Ethereum DAO. Das Steem Proposal System (Steem.DAO) weist aber keine der Sicherheitslücken der originalen DAO auf […],

heißt es in der Pressemitteilung.

Das Voting-System soll nach Inhalt der Pressemitteilung vollautomatisch funktionieren – eben dezentral. Das heißt, dass Vorschläge, die ausreichend Unterstützung finden, Funds automatisch von der Steemit Blockchain zugeteilt bekommen. Jährlich will das Unternehmen für neue Projekte zwischen 1,5 und 2 Millionen US-Dollar ausschütten. Ziel ist es, dass die Entwickler ihr Projekt vollumfänglich mit SBD finanzieren können.

Das Steemit Proposal System ist der beste Weg, um Entrepreneure sowie Steem-Nutzer zu unterstützen, die Projekte auf der Steem Blockchain realisieren wollen. Das ist ein großer Schritt für die Entwicklung der Steemit-Plattform,

lässt sich Senior-Blockchain-Entwickler Michael Vandeber zitieren.

In unserem Special zu digitalen Identitäten nehmen wir den dezentralen Blog Steemit genauer unter die Lupe.

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