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Proof of Trust will mit IBM Smart Contracts validieren

Proof of Trust arbeitet gemeinsam mit dem Technologie-Riesen IBM an einer Möglichkeit für die Validierung von Smart Contracts. Dazu greift sie auf externe Validatoren zurück.

Aufgrund der Skalierbarkeit der IBM Blockchain hat sich Proof of Trust für IBM als Partner entschieden. Die IBM-Blockchain soll die Skalierung des Proof-of-Trust-Algorithmus in der Public oder Private Cloud verbessern. Dadurch ist eine Implementierung auch in der Redhat Openshift, Azure, AWS und IBM Cloud gewährleistet.

In der Mitteilung von Proof of Trust heißt es, dass die Entwicklung des Proof-of-Trust-Protokolls abgeschlossen sei. Das Unternehmen arbeite nun mit IBM zusammen, um die Benutzeroberfläche auszubauen und zukünftige Anwendungen zu entwickeln. Die Entwicklung werde mit der Fertigstellung der Proof of Trust dApp abgeschlossen, die für Februar 2020 angesetzt ist. IBM entwickelt zusammen mit verschiedenen Unternehmen neue Blockchain-Anwendungen unter anderem im Bereich der Logistik und der Reisebranche.

Die IBM-Blockchain-Plattform nutzt Hyperledger für den Ausbau von Blockchain-Netzwerken in Unternehmen. Die kostenlose IBM-Blockchain-Plattform VS Code Extension for Hyperledger Fabric soll Unternehmen bei der Entwicklung, dem Testen und Debuggen von Smart Contracts und Client-Anwendungen helfen. Auch hinsichtlich der Kompatibilität soll die IBM Blockchain Vorteile bieten. Jede erstellte Komponente, die auf der IBM-Blockchain-Plattform basiert, erzeugt Hyperledger-Fabric-kompatible Artefakte.

Für Kevin Gill, Technischer Direktor der IBM Global Business Services, stellen Smart Contracts eine wichtige Technologie für Unternehmen dar:

Da Smart Contracts und die Blockchain-Technologie die Interaktion von Kunden und Unternehmen verändern, ist es wichtig, Vertrauen in Daten aufzubauen. Unternehmen versuchen heute, Daten als Assets zu verwalten, weshalb es wichtig ist, dass die Datenquellen vertrauenswürdig und überprüfbar sind.

Warum Proof of Trust?

Die Blockchain-Technologie bietet eine unveränderliche gemeinsame Aufzeichnung von Ereignissen und Transaktionen. Aber was passiert, wenn die ursprünglichen Daten, die in die Blockchain eingegeben werden, unzuverlässig sind?

Proof of Trust zielt nach eigenen Angaben darauf ab, dieses Problem durch die Bereitstellung eines digitalen Protokolls auf der Grundlage eines verteilten Konsens zu lösen. Auf seiner Plattform hat das Unternehmen einen Anti-Collusion-Algorithmus entwickelt, der Sicherheitsrisiken bei Smart Contracts ausschließen soll. Diese Technologie validiert die Authentizität von Daten mit verifizierten Experten, bevor sie in die Blockchain aufgenommen und zur Ausführung von Smart Contracts verwendet werden.

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Kryptowährungsfonds von Grayscale: Bitcoin trifft Co.

Die FINRA (Financial Industry Regulatory Authority) hat Grayscale Investments grünes Licht für den ersten öffentlich genehmigten diversifizierten Kryptowährungsfonds der USA gegeben. Entsprechend kann Grayscale Investments den Grayscale Digitale Large Cap Fund jetzt an außerbörslichen Märkten anbieten. Der Grayscale Digital Large Cap Fund (DLC) bietet den Anlegern die Möglichkeit, am Krypto-Markt teilzuhaben, ohne direkt in die virtuellen Währungen investieren zu müssen. Durch die Investition in den Grayscale Digital Large Cap Fund (DLC) umgehen die Investoren den Kauf und die Lagerung der digitalen Coins.

Grayscales Kryptowährungsfonds im Detail

Der Aufbau des Kryptowährungsfonds richtet sich nach der Marktkapitalisierung. Die Zusammensetzung am 30. September sieht laut einer Pressemitteilung vom 14. Oktober wie folgt aus: 80,3 Prozent Bitcoin (BTC), 9,9 Prozent Ethereum (ETH), 5,8 Prozent XRP, 2,2 Prozent Bitcoin Cash (BCH) und 1,8 Prozent Litecoin (LTC). Damit deckt der neue Fonds alle großen Kryptowährungen ab. Grayscale Investments versucht so, die oberen 70 Prozent des Krypto-Marktes abzudecken. Es findet jedes Vierteljahr ein Update der Zusammensetzung statt. Bei dem Update kann es zur Aufnahme neuer Kryptowährungen kommen. Im Gegenzug ist auch der Abwurf von Fondskomponenten möglich.

Wann geht es los mit dem neuen Fonds?

Der Kryptowährungsfonds steht schon in den Startlöchern. Eine Zulassung durch die Depository Trust Company (DTC) steht indes noch aus. Bei der DTC handelt es sich um eine der weltweit größten Wertpapierdepots.  Grayscale Investments rechnet damit, dass der neue Fonds in Kürze den DTC-Stempel erhält.

Grayscale fügte hinzu, dass DLC nicht bei der Securities and Exchange Commission registriert ist und nicht der Offenlegung und bestimmten anderen Anforderungen unterliegt, die durch die US-amerikanischen Wertpapiergesetze vorgeschrieben sind.

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Die Harten im „Walled Garden“: Libra-Partner unterzeichnen Charta

Die 21 verbleibenden Mitglieder der Libra Association haben ihre konstituiere Sitzung in Genf abgehalten. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt.

Danach haben die Mitglieder eine Charta verabschiedet, in der Details zum internen Aufbau der Organisation und ihre Organisationsform entsprechend den Gesetzen der Schweiz festgelegt sind. So erfordern gravierende Änderungen im Management beispielsweise eine Zweidrittelmehrheit der Mitglieder bei einer Abstimmung. Andere Entscheidungen bedürfen nur einer einfachen Mehrheit. Dem Vorstand von Libra gehören fünf Personen an. Unter ihnen befinden sich neben David Marcus von Facebook außerdem Vertreter der Unternehmen PayU und Kiva Microfunds. PayU ist dabei der einzige verbliebende Zahlungsdienstleister im Projekt, wobei die niederländische Firma nicht in den USA und Kanada operiert. Weitere Unternehmen, die am Libra-Projekt beteiligt sind, sind Uber, Vodafone sowie Lyft.

Libra: Mitgliederschwund „Korrektur“ statt Rückschlag?

Die Verantwortlichen versuchen unterdessen, trotz zahlreicher regulatorischer Hürden und abgesprungener Partner an dem Veröffentlichungstermin im Sommer 2020 festzuhalten.

Erst diese Woche wurde bekannt, dass Booking Holding nicht mehr Teil von Libra sein wird. Zu diesem Reisekonzern gehören unter anderem die Firmen Kayak und Booking.com. Letzten Freitag, am 11. Oktober, schieden bereits MasterCard und Visa aus dem Projekt aus. Auch Online-Zahlungsdienstleister PayPal beendete kürzlich die Beteiligung an Facebooks Kryptowährung, genauso wie Shopping-Gigant Ebay.

Zudem publizierten die G7, die Vereinigung der wirtschaftsstärksten Staaten, ebenfalls am Montag einen Bericht, in welchem sie eindringlich vor den Libra Coin warnen. Dieser stellt nach Ansicht der Experten möglicherweise eine Gefahr für die internationale Finanzstabilität dar.

Derweil dementieren Offizielle von Libra die negativen Folgen der Ereignisse der letzten Wochen für das Projekt. „Es ist eine Korrektur, kein Rückschlag“, betont Dante Disparte, Chef der Abteilung Planung und Kommunikation bei der Libra Association gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Dennoch gab Disparte zu, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen den Start von Libra möglicherweise nach hinten verschieben. Facebook-Chef Mark Zuckerberg muss sich am 23. Oktober erstmal vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses verantworten. Dies verkündete die Vorsitzende Maxine Waters am 9. Oktober. Dabei wird es um den Einfluss Facebooks auf die Finanzdienstleistungen und die Immobilienbranche gehen.

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Sicher ist Sicher: Schweizer Gold im Bitcoin-Netzwerk

Auf der Bitcoin Blockchain gibt es künftig einen Stable Coin, der durch Gold gedeckt ist, das in Schweizer Tresoren gebunkert ist. Dazu schloss sich der Asset Manager CoinShares, Blockchain.com sowie die MKS aus der Schweiz zusammen. Laut einer Pressemitteilung des Konsortiums haben sie dafür vorerst Gold im Wert von 20 Millionen US-Dollar digitalisiert. Das Ergebnis: der DGLD Token.

Das physische Gold lagert der Zusammenschluss der Unternehmen in Schweizer Tresorräumen. DGLD dient dabei als „Proof of Ownership“, der Token zertifiziert nach Art eines Stable Coins den Besitz des Goldes. Mit einem entscheidenden Vorteil: Man kann es in Form von Token effizienter handeln, analoge Transportwege fallen weg. Zudem garantiert die Bitcoin Blockchain eine deutlich bessere Verfügbarkeit als etwaige Goldschalter – sie hat 24 Stunden am Tag geöffnet.

DGLD: Gold Stable Coin auf Bitcoin Sidechain

Dabei steht jeder DGLD Token für ein Zehntel einer Feinunze Gold, folglich repräsentiert ein Token etwas über 3,1 Gramm Gold. Bevor neue Coins geschaffen werden, so teilen Blockchain.com, Coinshares und MKS weiter mit, wird die jeweilige Menge an Gold hinterlegt. Danny Masters, Chairman von Coinshares kommentiert:

DGLD kombiniert die Stabilität des langlebigsten Vermögenswertes der Welt, Gold, mit der Sicherheit des robustesten Netzwerks der Welt, Bitcoin. Sie können jetzt den Seelenfrieden von schweizerisch abgesichertem physischem Gold haben, mit der gleichen Bequemlichkeit, aber nicht den gleichen Schichten von Zwischenhändlern wie beim Besitz eines Gold ETFs.

DGLD soll also die Umständlichkeiten im Goldhandel durch die Vorteile der Bitcoin Blockchain überbrücken. Mittelsmänner fallen weg, wobei die Sicherheit erhöht wird. Durch seine Ausgestaltung fällt DGLD laut Mitteilung unter Kategorie fünf der Stable-Coin-Richtlinien und garantiert damit auch das Recht der Token-Besitzer auf das physische Gold.

Dazu Marwan Shakarchi, Vorsitzender der MKS:

DGLD ist die natürliche Weiterentwicklung unserer Arbeit mit Gold und Goldformaten bei MKS. Mit DGLD haben wir ein neues Format für den Goldbesitz geschaffen, das gelagertes physisches Gold digital nutzbar macht, 24/7. Dies hat das Potenzial, die Art und Weise, wie Gold im täglichen Leben verwendet wird, grundlegend zu verändern.

Für die technologische Infrastruktur sorgt die Bitcoin Sidechain namens Ocean aus dem Hause CommerceBlock. Die Transaktionen selbst validiert allerdings die Bitcoin Blockchain.

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Autobauer testen Blockchain-Identität für PKWs

Einer Pressemitteilung vom 14. Oktober zufolge wird die Mobilitätsinitiative MOBI gemeinsam mit fünf führenden Autobauern ihr Blockchain-ID-System für Fahrzeuge ab nächstem Monat in den USA testen. Die Kooperation mit BMW, General Motors, Ford, Renault und Honda entwickelte das VID („blockchain-based Vehicle Identity“) zur Fahrzeugidentifikation sowie als Bezahlsystem.

Autobauer wollen neue Bezahlfunktionen entwickeln

Konkret werden Autos in Zukunft digitale IDs besitzen, die mit den Autobesitzern verknüpft sind. Sie enthalten Informationen zur Geräteherkunft und zur zugehörigen Wallet. Zu den neu geschaffenen Funktionen zählt unter anderem die Fähigkeit des Fahrzeugs, ohne spezielle Hardware automatisch Zahlungen vorzunehmen. Die Autobauer sehen ferner vor, dass die Zahlungen etwa für Autobahnnutzung oder Parkgebühren beispielsweise während des Ladens von Elektrofahrzeugen vorgenommen werden.

Das Erschaffen einer vertrauenswürdigen digitalen Identität für Fahrzeuge bietet Potentiale für Bezahl-Netzwerke in der Mobilität. Diese beinhalten dann V2V [Vehicle to Vehicle]/V2X-Transaktionen, elektronische Fahrzeug-zu-Stromnetz-Verbindungen, nutzerbasierte Anwendungen, Flottenmanagement, Überlastungspreisgestaltung, die Verwaltung des Co2-Fußabdrucks und vieles mehr,

erklärt MOBI CEO Chris Ballinger in der Pressemitteilung. Die Funktionen zielen folglich auf zukunftsorientierte Technologien ab, die Autobauer in ihren Systemen verankern wollen. V2V/V2X-Vernetzung meint beispielsweise die Kommunikation eines Fahrzeugs zu anderen Fahrzeugen [V2V] beziehungsweise zu weiteren interaktiven Elementen seiner Umwelt [V2X].

MOBI setzt auf Blockchain bei VID

Derweil setzen die Autobauer auf Distributed-Ledger-Technologie bei der technischen Umsetzung ihrer ambitionierten Ziele. Mithilfe der Blockchain vernetzen sich die Fahrzeuge im Rahmen der VID direkt miteinander. Sie müssen dabei nicht auf Accounts kommerzieller Anbieter als Zwischenebene zurückzugreifen. Die Smart Contracts ermöglichen auf diesem Wege außerdem kostengünstige Micro-Payments. MOBI möchte damit auch den Trend der Mobilität nach Verbrauch vorantreiben.

MOBI, kurz für Mobility Open Blockchain Initiative, ist eine Arbeitsgruppe größerer Autobauer, die seit Mai 2018 an Blockchain-Lösungen für die Automobilindustrie arbeitet. Ihr erklärtes Ziel bestand darin, die Blockchain-Technologie mit dem Ziel, Transportsysteme sicherer, bezahlbarer und zugänglicher zu machen, zu erforschen. Die VID ist unterdessen das Kernprojekt von MOBI. Sie ist die große Hoffnung der Konzerne, die Distributed-Ledger-Technologie für Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit einzusetzen.

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Bitcoin-Börse Coinbase erhält E-Money-Lizenz in Irland

Wie Zeeshan Feroz, Geschäftsführer von Coinbase Großbritannien, am 12. Oktober bekannt gegeben hat, ist die Krypto-Börse „eines der wenigen Unternehmen“, die über eine E-Money-Lizenz verfügen. Ausgestellt hat die Lizenz die irische Zentralbank. Die Zulassung ermögliche es Coinbase, die „irische Geschäftstätigkeit auszuweiten und Kunden in einem der am schnellsten wachsenden Märkte ein besseres Produkt anzubieten“, so Feroz.

Coinbase hat erst im vergangenen Jahr einen Sitz in Dublin eingerichtet. Durch die Lizenz erhält Coinbase nun unter anderem Handlungsfreiheit im europäischen Finanzsektor. Durch die E-Money-Lizenz kann Coinbase in jedem anderen Mitgliedstaat der EU Geschäfte tätigen.

Lizenz ist ein wichtiger Schritt für Coinbase

Für Feroz bedeutet die Lizenz dabei vor allem „einen wichtigen Schritt für die Mission, ein offenes Finanzsystem für die Welt zu schaffen“. Außerdem gewährleiste die Genehmigung das sichere Einreisen der Kunden in der Europäischen Union.

Feroz stellt zudem fest:

Europa stellt eine große Chance für Coinbase dar und die heutige Ankündigung ist ein weiterer positiver Schritt für uns in der Region. Die Genehmigung der Central Bank of Ireland wird es uns nun ermöglichen, unsere irische Geschäftstätigkeit auszuweiten und unseren Kunden in einigen unserer am schnellsten wachsenden Märkte ein besseres Produkt anzubieten.

Martin Shanahan, Geschäftsführer der irischen Agentur für die Förderung ausländischer Investitionen IDA, deutet die E-Money-Lizenz für Coinbase indes als irischen Lockruf für Finanzdienstleister:

Die Entscheidung von Coinbase für Dublin stärkt Irland als Heimat für Finanzdienstleistungsunternehmen mit einem unternehmensfreundlichen Umfeld, in dem Firmen wachsen und gedeihen können.

E-Money-Richtlinien

E-Money ist eine digitale Alternative zu Bargeld. Es ermöglicht den Benutzern, mit Geld zu bezahlen, das beispielsweise auf einer Karte oder einem Telefon  gespeichert ist. Dabei gelten allerdings EU-Vorschriften. Die Vorschriften sind durch Richtlinien (E-Money Directive, EMD) der Europäischen Kommission festgelegt. Die E-Money-Richtlinien legen die Regeln für Geschäftspraktiken sowie die Aufsicht über E-Money-Institute fest.

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5.200 französische Tabakläden wollen Bitcoin anbieten

Wer in Frankreich Zigaretten kaufen will, der ist auf die Dienste der heimischen Tabakläden angewiesen. Lediglich hier dürfen Raucherprodukte verkauft werden. Diese Monopolstellung will das französische Unternehmen Keplerk nutzen und Krypto-Begeisterten in tausenden Geschäften den Kauf von Bitcoin ermöglichen.

Wie die französischen Nachrichten BFM-TV an diesem Donnerstag, dem 10. Oktober, berichten, hat das Unternehmen hierfür nicht weniger als 5.200 Tabakwarenläden mit Bezahl-Terminals ausgestattet.

Über diese können Kunden ab sofort ähnlich wie etwa beim Kauf von Mobilguthaben oder Gutscheincodes für Streaming-Dienste Coupons erstehen, mithilfe derer die Bitcoins dann auf eine von Keplerk bereitgestellte Krypto-Wallet gutgeschrieben werden. Dabei bieten die Geschäfte Bitcoin-Coupons im Gegenwert von 50, 100 oder 250 Euro an.

Zurück in neuem Gewand

Bereits im Januar hatte das Unternehmen einen ersten Anlauf gewagt und Bitcoin-Käufe in sechs Ladenlokalen ermöglicht. Zwei Monate später musste Keplerk sein Geschäft jedoch aufgrund langer Bearbeitungszeiten und nicht zuletzt öffentlicher Kritik auf Eis legen. Die Kunden waren vom plötzlichen Abgang des Anbieters wenig begeistert.

Das Produkt hat sich gut verkauft, aber von einen auf den anderen Tag wurden die Verkäufe gestoppt und ich habe von [Keplerk] nichts mehr gehört,

beklagt ein Tabakhändler diesen Schritt gegenüber BFM.

Geschäftsführer Adil Zakhar besteht hingegen darauf, zunächst „Opfer des eigenen Erfolgs“ geworden zu sein. Im zweiten Anlauf soll jetzt alles besser klappen. Hierfür hat sich Keplerk nicht nur von seinem alten Logo und Online-Anzeigen, sondern auch dem Plan verabschiedet, Ether anzubieten. Zudem senkt das Unternehmen seine Gebühren und erhebt künftig maximal 5,5 Prozent des Transaktionswerts.

Französische Behörden warnen

Zwar gilt Frankreich insgesamt als krypto-freundliches Land, Bitcoin-Begeisterte mahnen die französischen Behörden dennoch zu Vorsicht. Im vergangenen November etwa hatte die Zentralbank des Landes, Banque de France, gemeinsam mit der Finanzmarktbehörde AMF und der Bankenaufsicht ACPR vor den Investitionsrisiken „dieser spekulativen Anlageobjekte“ gewarnt. Nach Ansicht der Behörden sind Krypto-Investments für Privatanleger ungeeignet.

Ungeachtet dieser Warnungen schreitet die Bitcoin-Adaption in Frankreich derweil mit großen Schritten voran. Bis zum nächsten Jahr etwa wollen insgesamt 30 französische Händler, zu denen unter anderem Sportwarenriese Decathlon und Kosmetikkette Sephora zählen, Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel annehmen. So sollen bis zu 25.000 Akzeptanzstellen für die wichtigste Kryptowährung entstehen.

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FC Bayern München bekommt eigenen Fan Token

Die Herzen von  krypto-affinen FC Bayern München Fans dürften höher schlagen – bald dürfen sie ihren Lieblings-Fußballklub mit digitalen Sammelkarten unterstützen.

FC Bayern München auf der Blockchain

Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt. Darin teilt das Blockchain-Unternehmen Stryking Entertainment mit, dass es an einer globalen Blockchain-basierten Plattform mit Fokus auf Sportlizenzen arbeitet. Die Spieler des FC Bayern Münchens bekommen damit ein digitales Parkett:

Ausgehend von Stars wie Manuel Neuer, Robert Lewandowski, Philippe Coutinho, Lucas Hernández und weiteren Top-Spielern des Deutschen Rekordmeisters, arbeitet Stryking an einer globalen Plattform für Blockchain-basierte digitale Sammelkarten mit Fokus auf bekannten Sportlizenzen,

heißt es in der Mitteilung. Eine erste Teaser-Webseite gibt es auf stryking.io, weitere Lizenzpartnerschaften mit führenden Sportvereinen, Ligen und anderen Sportrechteinhabern zur Herstellung und Distribution von digitalen Sammelkarten in Form von Non-Fungible Tokens (NFT’s) sollen folgen.

Dirk Weyel, Gründer & CEO von Stryking Entertainment kommentiert:

Wir freuen uns sehr, unsere neue Plattform stryking.io mit dem FC Bayern München als erstem Lizenzpartner zu launchen. FC Bayern-Fans sollten auf den bald startenden Vorverkauf von seltenen Karten ihrer Lieblings-Stars achten. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir der Plattform weitere Fußballlizenzen und andere Sportarten hinzufügen. Unsere Vision ist es, einen globalen Anlaufpunkt zu erschaffen, auf dem sich Sportfans zum Sammeln und Tauschen treffen, aber auch mit ihren digitalen Sammelkarten spielen können.

Dabei verwendet Stryking das Fantasy-Sports-Challenge-Systems, welches das Unternehmen für „Football-Stars“ entwickelt hat. Es bietet einen Spielmodus für digitale Sammelkarten. Bei diesen können Fans ihre Spielerkarten der echten Sportstars in besonderen Challenges einsetzen, um gegeneinander anzutreten. Dabei erstellen die Nutzer virtuelle Aufstellungen und spielen gegen die Formationen anderer Teilnehmer. Die Berechnung der Ergebnisse basiert indessen auf den realen Live-Ergebnissen oder historischen Daten. Diese Mechanik ermöglicht es Fans, den Wert ihrer Spielerkarte zu steigern und sie auf dem Marktplatz wieder an andere Nutzer zu verkaufen, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

Blockchain Collectibles erobern Fußball

Der FC Bayern ist nicht erste Fußballverein, dessen Spieler zu digitalen Sammelobjekten werden. So kooperieren besipielsweise der AS Rom, Juventus Turin, Manchester City und West Ham United bereits mit Blockchain-Unternehmen Socios.

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Silicon Valley und Libra – Warum sich Apple von Kryptowährungen distanziert

Technische und ökonomische Diskussionen um Libra sind längst in den Hintergrund gerückt. Stattdessen dominieren zunehmend die politischen Machtspiele – sowohl in staatlichen Institutionen als auch im Silicon Valley. Es scheint, als liege der Stable Coin von Facebook vorerst auf Eis. Während Lobbyisten in Washington und Brüssel versuchen, der Konzernwährung den Weg freizuschaufeln, zeichnet sich eine Grundsatzdebatte ab, die mit Blockchain und Kryptowährungen nur noch wenig zu tun hat.

Was sind die wahren Gründe hinter PayPal Libra-Distanzierung?

In diesen Diskurs fügt sich auch die Ankündigung von PayPal, sich vorerst aus dem Libra-Netzwerk rauszuhalten. Doch woher kommt der Sinneswandel? Ist es der politische Gegenwind, sind es Zweifel an den Erfolgsaussichten oder einfach die Befürchtung, sich selbst zu kannibalisieren?

Fest steht jedenfalls, dass die Anfangseuphorie von staatlich-institutioneller Seite erfolgreich ausgebremst wurde. Es könne und dürfe nicht ohne weiteres möglich sein, das staatliche Geldmonopol mit Token inkl. eigener Spielregeln nachzubauen – so die Botschaft von staatlicher Seite. An genau dieser Stelle liegt der neuralgische Punkt von Libra: Wer definiert die Spielregeln und setzt sie durch?

In der Theorie mag diese Frage natürlich einfach zu beantworten sein. Es sind die Unternehmen in der Libra Association. Alle sind gleichrangig. Auch Facebook als Initiator ist nur eine Betreiberfirma unter vielen – dezentrale Governance lässt grüßen.

Alle Node-Betreiber sind gleich, aber manche sind gleicher

Sicherlich findet man bei allen bislang teilnehmenden Unternehmen nachvollziehbare Motive, warum die Teilnahme an Libra perspektivisch sinnvoll sein kann. Auf der anderen Seite kann kein anderes Unternehmen so sehr wie Facebook von einem Libra Coin profitieren. Auch ist davon auszugehen, dass noch kein anderes Unternehmen so konkrete Pläne zur Integration von Libra in das eigene Ökosystem hat, wie Facebook. Entsprechend werden sich einige Konzerne fragen, ob sie in erster Linie die Ziele von Facebook unterstützen oder ihre eigenen. Die Zweifel wachsen in der höchst fragilen Libra-Vereinigung. Im Spannungsfeld zwischen der Angst etwas zu verpassen – FOMO – und der realpolitischen Unternehmensstrategie können so schnell Gruppendynamiken pro oder contra Facebook und Libra entstehen.

Dass PayPal nun zurückrudert zeigt, dass sich der Zahlungsanbieter auf das eigene Geschäft konzentrieren will, anstatt in einem potenziell konkurrierenden Zahlungsnetzwerk mitzuwirken.

Open Libra – Eine Hard Fork von einer Kryptowährung, die es noch nicht gibt

Vor diesem Hintergrund erscheint der dezentrale Libra-Klon Open Libra als eine nachvollziehbare Reaktion auf die Zentralisierungstendenz beim Libra-Original. So haben 30 Blockchain-Unternehmen diese Woche bekanntgegeben, dass sie Libra forken möchten. Damit soll eine wirklich offene und dezentrale Version das Facebook-Sprösslings, aber eben ganz ohne Facebook selbst, geschaffen werden.

Mit Open Libra formiert sich ein neues Austragungsfeld im Konflikt zwischen den zentralen Plattform-Giganten und den dezentralen Newcomern. Der Kampf David gegen Goliath mündet dabei vor allem in der Frage, wie sich der Privatsphäre-Aspekt bei privaten Stable-Coin-Projekten entwickeln wird.

Apple zeigt klare Kante – Gedanken über eine mögliche Krypto-Strategie

Eine vermeintlich klare Position gegenüber Kryptowährungen vertritt Apple. Trotz mehrfacher Gerüchte gibt es keine Anhaltspunkte, dass Apple zeitnah in den Krypto-Sektor einsteigt. Gründe hätte Apple sicherlich, doch auch einen Plan? Das Risiko aktuell mit einer Kryptowährung zu scheitern ist viel zu groß. Man kann nur schwer einen Kryptowährungs-Plan aufstellen, der mit der Risikoaversion und Trägheit eines Konzernes kompatibel ist. Denn auch Apple weiß: Man hat kurz- bis mittelfristig nur einen Versuch. Es wäre ein großer Schaden, wenn man jedes Jahr versuchen würde, eine eigene Kryptowährung an den Markt zu bringen und damit jedes Mal scheitert.

Das Negieren von Krypto-Plänen kann daher ein durchaus kluger Schachzug sein. Denn eines ist sicher: Apple wird Libra mit Argusaugen beobachten. Zumal Apple gerade erst anfängt, ernsthaft den Finanzsektor zu erschließen. Es ist daher strategisch klug erstmal mit den klassischen Stärken zu punkten. Bevor also irgendwann mal der Apple Coin herausgeben wird, wird das Apple-eigene Finanzdienstleistungsspektrum ausgebaut. Genau das macht Apple gerade mit seiner Kreditkarte der Apple Card oder Apple Pay. Es spricht vieles dafür, dass die stylische Kreditkarte nicht nur in den USA, sondern auch in Europa auf starke Nachfrage treffen wird. Apple wird also erst seine Position als Finanzdienstleister ausbauen, bevor es sich wie Facebook auf das risikoreiche Krypto-Terrain einlässt. Über eine mögliche Apple-Strategie lässt sich trefflich spekulieren:

  1. Vorerst jede Krypto-Ambition unterlassen. An der Seitenlinie stehen und das Krypto-Treiben genau beobachten.
  2. Facebook und andere Libra-Unternehmen den regulatorischen Kampf austragen lassen.
  3. Parallel dazu seine Position als Finanzdienstleister ausbauen.
  4. Von den Fehlern der anderen lernen und Konzepte zur besseren Usability von Token und Token-Ökosystemen entwickeln.
  5. Gemeinsam mit der Ankündigung eines neuen iPhones das passende „iCoin“-Ökosystem präsentieren, das alle anderen Krypto-Anwendungen in den Schatten stellt – trotz oder gerade des hohen Zentralisierungsgrades.

Die Sache mit dem Marktumfeld: Timing schlägt (noch) Qualität

Jedem Unternehmen, das in der Krypto-Ökonomie aktiv ist, muss eines klar sein: Es kam bislang mehr auf das Timing als auf die Qualität der Dienstleistung bzw. Anwendung an. Das mag sehr hart klingen, aber ist angesichts der letzten Jahre im Krypto-Sektor alles andere als abwegig. Auch das  beste Krypto-Produkt hat keine Chance sich durchzusetzen, wenn es noch kein Ökosystem, keine Nachfrage, keine Schnittstellen, keine Regulierung etc. gibt. So war es auch weniger die Qualität, die in der Vergangenheit entschieden hat, wieviel Kapital ein Krypto-Unternehmen durch ein ICO einsammelt, als der Zeitpunkt des Token Sales.

Jedes Unternehmen muss sich die Frage stellen, ob die potentiellen Erträge durch den First-Mover-Vorteil im Krypto-Sektor die hohen Risiken eines Scheiterns rechtfertigen. Für viele innovative Krypto-Unternehmen und Blockchain-Protokolle könnten die externen Faktoren dazu führen, dass sie für einen kommerziellen Erfolg drei bis fünf Jahre zu früh dran sind.

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Frankfurt: Bitmain stellt neue Generation der ASIC Antminer vor

Kein halbes Jahr ist es her, seit Bitmain, der Weltmarktführer für Mining-Hardware, seine neuen Geräte vorgestellt hat. Die sogenannten Antminer des chinesischen Unternehmens gehören zum Typ der ASIC Miner, die speziell für das Lösen der kryptographischen Rätsel entwickelt wurden. Die nächste Generation des Antminers wurde am 9. Oktober auf dem World Digital Mining Summit in Frankfurt am Main vorgestellt. Man ahnt es: Die Geräte sind leistungsfähiger und sparsamer. In den Worten von Mitgründer Jihan Wu klingt das so:

Unsere neuen Antminer stehen in der vordersten Reihe, wenn es um Mining-Innovation geht. Jedes Gerät ist in Sachen Design und Effizienz zukunftsweisend. Wir werden uns weiterhin auf Forschung und Entwicklung konzentrieren und unsere Geräte stetig verbessern.

Die Innovation in Zahlen

Wie aus einem Blogpost hervorgeht, heißen die neuen Maschinen S17+ und T17+ und knüpfen damit an die Vorgängerserie S17 und T17 an. Der S17+ bringt eine Leistung von 73 TH/s bei einem Energieverbrauch von „40 J/TH + 10 Prozent“. Der T17+ leistet 64 TH/s bei einem Verbrauch von „50 J/TH + 10 Prozent“. Die 10 Prozent rühren von zweierlei Phänomenen her. Zum einen gibt es beim S17+ drei Betriebsmodi (Low, Normal und Turbo) und zum anderen wirkt sich die Betriebstemperatur bei beiden Geräten auf den Energieverbrauch aus. Während die Hash Rate bei beiden Geräten um etwa 50 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell gesteigert werden konnte, hat sich der Verbrauch lediglich um etwa 10 Prozent verbessert. Zu welchem Verkaufspreis die Geräte angeboten werden, geht weder aus dem Blogpost noch aus dem Onlineshop von Bitmain hervor. Es wird allerdings damit zu rechnen sein, dass der T17+ wie schon beim Vorgänger T17 ein günstigeres Modell sein wird als der S17+. So ist der T17 aktuell für 1.223 US-Dollar zu haben, der S17 hingegen für 2.322 US-Dollar.

Rund um Bitmain und Mining

Indes lief in jüngerer Vergangenheit nicht alles rund beim Hardware-Hersteller. So hatte Bitmain zum wiederholten Male einen Börsengang angekündigt, der immer wieder scheiterte. Zuletzt berichteten wir am 6. August 2019 von einem weiteren Versuch, der noch aussteht. Dem zuvor ging das erste Quartal 2019 mit roten Zahlen zu Ende. Weitere negative Presse erhob sich erst von der Klage eines kalifornischen Unternehmens, das einen Zulieferer von Bitmain namens TSMC wegen Patentrechtsverletzungen angeklagt hat. Dem mittel- und langfristigen Mining-Boom wird das allerdings keinen Abbruch tun.

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