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Expansion: Ölgigant Saudi Aramco schließt sich Blockchain-Plattform VAKT an

Die weltweit größte Erdölfördergesellschaft, Saudi Aramco Energy Ventures (SAEV), hat fünf Millionen US-Dollar in die blockchainbasierte Ölhandelsplattform VAKT investiert. Der Konzern wird die Plattform auch künftig zur Abwicklung des eigenen Ölhandels nutzen.

Saudi Aramco tritt VAKT bei

Einer Pressemitteilung vom 28. Januar zufolge hat Saudi Arabiens staatlicher Ölkonzern, Saudi Aramco, Firmenanteile der Handelsplattform VAKT für fünf Millionen US-Dollar erworben. Das gemessen am Börsenwert wertvollste und nach dem CO2-Ausstoß dreckigste Unternehmen der Welt schließt sich somit dem namhaften Aktionärskreis von VAKT an. Dieser besteht aus zwölf Investoren, die zu den größten Akteuren im globalen Energiehandel zählen, darunter Shell, BP und Total. Laut der Mitteilung helfe „die Investition VAKT bei der weiteren Entwicklung der Plattform und der Expansion in neue Märkte, insbesondere in Asien“.

Die Handelsabteilung des Ölkonzerns, Aramco Trading, wird die Plattform zudem zukünftig auch für den eigenen Handel in Anspruch nehmen. Durch den Einstieg der weltweit größten Erdölgesellschaft ist außerdem mit einem deutlichen Zuwachs des Handelsvolumens der Blockchain-Plattform zu rechnen.

Hans Middelthon, Geschäftsführer von SAEV Europa, teilte mit:

VAKT hat gezeigt, dass ihre Plattform das Potenzial hat, einen derzeit sehr manuellen Prozess zu digitalisieren und für Endbenutzer und Kunden wirklich transformativ zu sein. Durch die Nutzung der Blockchain-Technologie und deren Anwendung auf die komplizierte Welt der Nachhandelsverarbeitung hat VAKT ein überzeugendes Angebot gemacht, um ein integraler Bestandteil der Marktinfrastruktur zu werden.

VAKT ist auf die Abwicklung des Rohölhandels zugeschnitten und bildet sämtliche Prozesse der Wertschöpfungskette von Erdöl per Blockchain transparent ab. Von der Finanzierung bis hin zur Logistik fungiert VAKT folglich als Schnittstelle zwischen Lieferanten und Abnehmern. Die Digitalisierung dieser Vorgänge soll den bürokratischen Aufwand minimieren und Verwaltungskosten senken.

Das Unternehmen VAKT ist 2017 aus einem Konsortium branchenführender Konzerne hervorgegangen und hat die Handelsplattform 2018 in Betrieb genommen.

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Schweiz: Token Factory tokenisiert ersten regulierten Immobilienfonds

Die Tokenisierung von Vermögenswerten erreicht stetig neue Meilensteine. In Zusammenarbeit mit der Bank Frick tokenisiert das Schweizer Blockchain-Unternehmen Token Factory erstmals in der Geschichte einen regulierten Immobilienfonds in Europa. Die Finanzmarktaufsicht Liechtensteins (FMA) hat den Fonds bereits als alternativen Investmentfonds (AIF) bewilligt.

Token Factory betritt Neuland

Das Schweizer Start-up hat jüngst in einer Pressemitteilung die erstmalige Tokenisierung eines regulierten Immobilienfonds bekannt gegeben. Die tokenisierten Vermögenswerte werden folglich als Security Token auf der Ethereum Blockchain abgebildet, die die Eigentumsrechte der digitalen Wertpapiere dokumentiert. Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) hat den Fonds zudem bereits formell abgesegnet.

Bastiaan Don, Managing Director der Token Factory, erklärte:

Unsere Tokenisierungslösung basiert auf Standard-Protokollen wie ERC20 und der offenen Blockchain Ethereum. Dies ermöglicht unseren Kunden, das Potenzial der Blockchain-Technologie maximal zu nutzen, ohne dass sie sich auf einen zentralen Technologie-Partner oder proprietäre – geschlossene – Lösung festlegen müssen.

Der Security Token ist verknüpft mit einer On-Chain Whitelist, wodurch sich nur rechtmäßige Transaktionen abwickeln lassen sollen. Die Investition und der Handel mit den Security Token ist somit nur Anlegern gestattet, die sich zuvor per AML/KYC-Richtlinien identifizieren.

Die Kontrolle über die Whitelist obliegt der Bank Frick, die bereits im Februar 2019 eine institutionelle Krypto-Handelsplattform eingerichtet hat. Die Bank unterstützt die Investoren beim Onboarding-Prozess und überträgt diese in die Whitelist.

Raphael Haldner, Head Fund and Capital Markets bei Bank Frick, erklärt:

Als bevorzugte Anlaufstelle für Blockchain-Banking haben wir mit der Tokenisierung eines regulierten Investmentfonds erneut die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie demonstrieren können. Die Ausgabe von digitalen, blockchainbasierten Fondsanteilen führt zu mehr Effizienz und einem höheren Automatisierungsgrad beim Übertragungsprozess.

Token Factory hat außerdem bereits im März 2019 über ihre Plattform blockimmo eine Immobilie in der Schweiz tokenisiert. Der Schweizer Blockchain-Immobilieninvestor BrickMark ist dem Beispiel indes gefolgt und hat kürzlich die bislang teuerste Immobilie in Zürich tokenisiert.

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Institutionelle Investoren: Bitcoin-Börse Huobi greift nach dem großen Geld

Das große Geld, so eine Erzählung im Bitcoin-Kosmos, liegt in den Taschen der institutionellen Investoren und wartet noch darauf, in das Ökosystem zu fließen.

Institutionelle Investoren, das sind etwa Kreditinstitute, Investmentgesellschaften, Versicherungen, Fonds und eben alle, die über größere Mengen an Kapital verfügen und unter die Kategorie „Unternehmen“ fallen. Doch eben jene, man kann es nicht anders sagen, ziemen sich bisweilen. Bitcoin-Kurs-Manipulationen, unlautere Geschäfte und eine unklare Rechtslage sind oft Gründe, warum das große Geld – zumindest im Blockchain-Kosmos – noch fern bleibt.

Institutionelle Investoren sollen das große Geld bringen

Doch Krypto-Unternehmen werden nicht müde, auch „die Großen“ anlocken zu wollen. So aktuell auch die Huobi Group. Wie das Unternehmen, dessen Hauptsitz in Singapur liegt, am 21. Januar per Pressemitteilung verlauten lässt, will das Unternehmen mit ihrer Huobi-Brokerage-Plattform das Trading von digitalen Assets nun auch für institutionelle Investoren schmackhaft machen.

Bitcoin-Börse Huobi greift nach dem großen Geld

Zur Vorbereitung hatte die Huobi Group nach eigenen Angaben einen eigenen Geschäftszweig samt neuem Team dafür ins Leben gerufen. Mit Trading-Algorithmen und einem eigens entwickelten Software-Komplex sollen institutionelle Investoren mit einer „All-in-One-Lösung“ für Over the Counter Trading (OTC) versorgt werden.

Bitcoin-Handel Over the Counter

Über die Plattform, so die Huobi Group weiter, sollen Kunden die Möglichkeit bekommen, Kurse in Echtzeit abzurufen, und diese bei großvolumigen Trades für die Zeit ihrer Abwicklung absichern können. Zunächst unterstützt die Plattform die größte aller Kryptowährungen und einige Stable Coins:

  • Bitcoin
  • Tether (USDT)
  • HUSD
  • PAX
  • TUSD
  • USDC

Noch im ersten Quartal 2020 soll die Unterstützung für Ether (ETH), EOS (EOS), Bitcoin Cash (BCH), Litecoin (LTC) und den Ripple Coin (XRP) folgen. Ferner verspricht die Huobi Group eine größtmögliche Liquidität, um den Krypto-Handel reibungslos über die Bühne gehen zu lassen.

Ciara Sun, Vizepräsidentin für Global Business bei der Huobi Group, sieht in diesem Jahr noch den großen Wurf:

2019 hat die erste Welle von institutionellem Interesse gebracht. Aber 2020 ist das Jahr, indem wir erwarten, dass die Industrie mit einem wachsenden Bedarf wächst. Während wir in die neue Krypto-Phase eintreten, nimmt Huobi eine aktive Rolle ein. Und zwar indem sie neue Standards für institutionelle und private Kunden setzt.

Wenn es dann noch mit der Regulierung klappt, kann das große Geld ja kommen.

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Blockchain-Adaption: Buchgeld-Tokenisierung: Neuer Wind im Geldsegment

Monerium, ein E-Geld-Anbieter für Blockchains und Algorand, eine Proof of Stake Blockchain, wollen die Mainstream-Adaption der Blockchain-Technologie vorantreiben. Dazu, so die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt, wollen sie Buchgeld tokenisieren.

Algorand und Monerium bauen Brücken

Durch die Zusammenarbeit mit Algorand bietet Monerium nun nach eigenen Angaben die Unterstützung von elektronischem Buchgeld in der EU, Island, Norwegen und Liechtenstein in den Währungen US-Dollar, Euro, britisches Pfund und isländische Krone.

Dazu Sean Ford, COO von Algorand:

Wir freuen uns darauf, das Algorand-Protokoll zu unterstützen. Algorand enthält Schlüsselmerkmale für viele gängigen Anwendungsfälle, einschließlich staatenloser Smart Contracts und skalierbarem Proof-of-Stake-Konsens. Algorand hat einen pragmatischen und bewussten Ansatz gewählt, um eine Blockchain für Mainstream-Anwendungen zu entwerfen und gleichzeitig dem Ethos der Open-Source-Gemeinschaft nahe zu bleiben.

Buchgeld auf der Blockchain

Tokenisiertes Buchgeld auf der Blockchain ist indes kein Novum. Eine entsprechende Lösung hatte die Commerzbank bereits im März 2019 getestet. Eine Brücke zwischen traditionellem Finanzwesen und der Blockchain-Welt hat auch CashOnLedger bereits gebaut. Das deutsche Start-up hat dahingehend eine Schnittstelle zwischen Wallet und Girokonto entwickelt.

Über die Verwendung von Smart Contracts und der Tokenisierung mittels der Quorum Blockchain schafften sie die Tokenisierung des Euros beziehungsweise die Repräsentation der Währung auf der Blockchain. Eröffnet man ein Bankkonto über das Unternehmen, wird die IBAN des Kunden mit einer Ethereum Wallet verknüpft. Wenn dann eine SEPA-Überweisung stattfindet, wird das Ergebnis auf die entsprechende Wallet übertragen. Die Köpfe hinter CashOnLedger trafen wir hier zum Interview.

Digitales Zentralbankengeld

Die Tokenisierung von Fiatwährungen stößt aktuell bei vielen Staaten auf Interesse. So plant etwa die Volksrepublik China nach wie vor die Herausgabe einer digitalen Repräsentation der Staatswährung. Jüngst erreichte uns die Nachricht, dass sich auch die japanische Zentralbank, die Europäische Zentralbank, die Schwedische Reichsbank, die Bank of Canada, die Schweizer Nationalbank und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich treffen, um gemeinsam die Tokenisierung von Staatswährungen zu diskutieren.

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Schweiz: SIX Swiss Exchange sieht große Zukunft für Krypto-Assets

Die Six Swiss Exchange bestätigt dem Trading mit Krypto-Assets ein gestiegenes Interesse. Laut einer durch das Unternehmen durchgeführten Studie, die am 15. Januar veröffentlicht worden ist, sehen zwei Drittel der Befragten ein wachsendes Interesse am Trading mit Kryptowährungen. 80 Prozent der Befragten gehen indes davon aus, dass die Nachfrage weiter steigen wird. Das fand die SIX Swiss Exchange in einer Befragung von 126 europäischen Tradern heraus.

Nutzer der Schweizer Börse SIX erkennen Chancen von KI-Trading

Darüber hinaus denken zwei Drittel der Befragten, dass automatisiertes Trading durch die Verwendung Künstlicher Intelligenz die Zukunft des Handels mit Krypto-Assets maßgeblich beeinflussen wird. Derselbe Anteil der Studienteilnehmer geht ferner davon aus, dass Künstliche Intelligenz die Trading-Kosten senken wird. 72 Prozent gehen ferner davon aus, dass der Einsatz von solchen Bots die Volatilität an den Märkten noch erhöhen wird.

Tony Shaw, Executive Director der London Office von SIX, kommentiert:

Die Schweizer Börse macht bereits bedeutende Fortschritte im Bereich der digitalen Assets, da sie der weltweit führende regulierte Marktplatz für den Handel von Produkten mit Kryptowährungen als Basiswert ist. Zudem baut SIX derzeit die SIX Digital Exchange auf, eine voll integrierte Emissions-, Handels-, Abwicklungs- und Verwahrungsinfrastruktur für digitale Vermögenswerte. […]

Buy the rumour, sell the news?

Schließlich befragte die Schweizer Börse SIX in der Studie zum Trading-Verhalten selbst. Hier gaben vier von fünf Trader an, dass ihre Strategien wenigstens zum Teil von Tweets von Donald Trump beeinflusst seien. Drei von vier Tradern sehen dementsprechend einen Einfluss der kommenden US-Wahlen auf die Trading-Aktivitäten voraus. Zwei von drei Tradern denken ferner, dass ein Handelskrieg Auswirkungen auf das Trading-Verhalten im Allgemeinen haben könnte. Mehr als die Hälfte denken indes, dass uns eine globale Rezession bevorsteht.

Das Unternehmen selbst sieht auch für SIX eine große Zukunft bevorstehen. Jürg Schneider, Head of Media Relations bei SIX, gegenüber BTC-ECHO:

Für Produkte mit Kryptowährungen als Basiswert war 2019 ein Rekordjahr: an der Schweizer Börse SIX  […] sind die gehandelten Volumen und die Anzahl der Abschlüsse gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent respektive 21 Prozent gestiegen. In Zukunft rechnen wir mit weiterem Wachstum, denn in unserer jüngsten Umfrage signalisierten zwei Drittel unserer Börsenhändler eine steigende Nachfrage seitens ihrer Kunden für den Handel mit digitalen Vermögenswerten.

Zuletzt bescherte das Schweizer Unternehmen die Krypto-Trading-Welt mit der Listung von einem Bitcoin Exchange Traded Product (ETP) aus dem Hause Wisdom Tree. So wurde am 3. Dezember 2019 bekannt, dass es Tradern fortan möglich sein würde, über SIX in Bitcoin zu investieren, ohne diesen selbst besitzen zu müssen.

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Bitcoin-Börse: Bithumb wehrt sich gegen Steuerbehörde

Es geht um 80,3 Milliarden südkoreanische Won, in etwa 69,1 Millionen US-Dollar. Diesen Betrag soll die südkoreanische Bitcoin-Börse Bithumb an Steuern abführen, so die Forderung der Steuerbehörde in Südkorea. Die Forderung war bereits am 27. Dezember vergangenen Jahres bei Vidente Co., dem größten Shareholder der Krypto-Börse, eingegangen.

Bitcoin-Steuer in Südkorea

Wie das Nachrichtenmagazin Korea Times am 16. Januar berichtet, hat die Bitcoin-Börse nun jedoch Widerspruch bei der Steuerbehörde eingelegt. Sie halte die Forderung der Behörde demnach für unbegründet. Bithumbs Begründung: Da Bitcoin & Co. nicht offiziell als Währungen anerkannt würden, gebe es für die Behörden auch keine Grundlage, Steuern darauf zu verlangen. In diesem Zusammenhang zitiert das Magazin Choi Hwoa-in eine Beraterin der Finanzaufsicht:

Bitcoin ist nach der aktuellen Gesetzgebung kein [akzeptiertes] Asset. Das ist ganz klar. Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen hat das bereits klargestellt. Die Steuererhebung ist damit grund- und haltlos, vor allem da sie [die Steuerbehörde] nach wie vor auf die Meinung des Ministeriums zu dieser Frage wartet.

Die zunehmende Bitcoin-Trading-Aktivität in Südkorea, so das Magazin weiter, übe indes einen wachsenden Druck auf die Steuer- und Regulierungsbehörden des Landes aus. Schließlich handle es sich um Steuergelder, die den Behörden durch die Lappen gingen.

Nordkorea plant Krypto-Konferenz

Der totalitäre Nachbarstaat des Landes plant während dieser Bitcoin-Steuer-Streitigkeiten eine Krypto-Konferenz. Diese ist nicht unumstritten, so warnten jüngst die Vereinten Nationen nachdrücklich vor einer Teilnahme an der Konferenz. Letztlich stelle sie eine Verletzung der UN-Sanktionen dar, wie es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters heißt.

Nicht zuletzt steht das Land unter Verdacht, gestohlene Bitcoin und andere Kryptowährungen für die Finanzierung seines Nuklearprogramms genutzt zu haben. Bereits im August 2018 haben UN-Analysten dem Sicherheitsrat mitgeteilt, dass Nordkorea zwei Milliarden US-Dollar aus Cyberangriffen für diese Zwecke erbeutet haben soll.

Die erbeuteten Kryptowährungen stammten mutmaßlich aus Krypto-Raubzügen – unter anderem sollen sich nordkoreanische Hacker an den Krypto-Börsen des Nachbarlandes Südkorea bedient haben.

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Fusion: Visa schluckt FinTech Plaid für 5,3 Milliarden US-Dollar

Bequem von zu Hause aus: Die Nachfrage an Online Payment Services wächst stetig. Nun dringt auch Kreditkarten-Riese Visa verstärkt in den Sektor und hat angekündigt, das FinTech Plaid unter seine Fittiche zu nehmen. Plaid entwickelt Programmierschnittstellen, die digitale Zahlungs-Apps wie PayPals Venmo oder Transferwise mit Bankkonten vernetzen.

Für die stattliche Summe von 5,3 Milliarden US-Dollar verleibt sich Visa das Start-up ein, wie aus einer Pressemitteilung vom 13. Januar hervorgeht. Zum Abschluss der Übernahme soll es aber erst in den nächsten drei bis sechs Monaten kommen. Zuvor müssen die Aufsichtsbehörden noch ihre Zustimmung geben.

Visa im Epizentrum der FinTech-Welt

Durch die Übernahme ergeben sich für Visa neue Möglichkeiten der Zahlungsabwicklung bei digitalen Finanzdienstleistungen. Über Plaid können Nutzer ihre Bankkonten mit Apps wie Venmo von PayPal verbinden. Aber auch Krypto-Anbieter wie Coinbase und Abra Wallet können über die App genutzt werden.

Visa schluckt FinTech Plaid für 5,3 Milliarden US-Dollar

Al Kelly, CEO von Visa, teilte mit:

Die Kombination von Visa und Plaid wird uns in das Epizentrum der FinTech-Welt bringen, unseren gesamten adressierbaren Markt erweitern und unser langfristiges Umsatzwachstum beschleunigen.

Das 2012 gegründete Start-up erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Jeder vierte Mensch mit einem US-Bankkonto habe bereits Plaid genutzt, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Das Unternehmen sei mittlerweile bei 11.000 Banken angeschlossen und habe Zugriff auf rund 20 Millionen Kundenkonten.

Dan Schulman, CEO von PayPal, fügte hinzu:

Wir haben starke Beziehungen sowohl zu Visa als auch zu Plaid. Die Kombination der Fähigkeiten von Plaid mit der Sicherheit und dem Umfang des globalen Netzwerks von Visa wird uns spannende Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Produkte bieten.

Dem Wall Street Journal zufolge wurde Plaid bei einer Finanzierungsrunde 2018 noch mit lediglich 2,65 Milliarden Dollar bewertet. Dass Visa nun den doppelten Betrag auf den Tisch legt, ist als langfristige Strategie zu deuten, den Markt an Mobile Payment Services künftig zu monopolisieren.

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Hoffnung für Geschädigte: New Yorker Investor will Quadriga-Ansprüche kaufen

Es ist ein Silberstreif am Horizont. Geprellte Kunden der kanadischen Bitcoin-Börse Quadriga CX könnten ihre Ansprüche schneller geltend machen als bisher angenommen. Denn wie das Branchenmagazin Coindesk berichtet, stellt Argo Partners, ein Finanzdienstleister, der auf den Aufkauf faule Kredite spezialisiert ist, geprellten Kunden den Kauf von Ansprüchen in Aussicht. Damit könnten Geschädigte Kunden schneller an ausstehende Forderungen gelangen, als wenn sie bis zum Ende des laufenden Insolvenzverfahrens warten.

In dem Verfahren hatte das Gericht in Nova Scotia die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) als Insolvenzverwalterin betraut. Ersten Ergebnissen zufolge soll Quadriga bis zu 28 Millionen US-Dollar an Eigenkapital besitzen. Dazu kommt ein Millionenvermögen aus dem Privatbesitz des verstorbenen Geschäftsführers Jerry Cotten, das aktuell noch im Besitz von dessen Witwe Jennifer Robertson ist. Bereits 2019 sagte Robertson indes die Liquidation von neun Millionen US-Dollar aus dem Nachlass ihre verstorbenen Ehemannes zu.

In Krypto-Kreisen kein unbeschriebenes Blatt

Auf ihrer Website werben Argo Partners bereits mit dem Ankauf der Ansprüche; Gläubiger können sich direkt für eine Quotierung bewerben.

Argo Partners ist derzeit am Ankauf von Gläubigerforderungen im QuadrigaCX-Fall interessiert.

New Yorker Investor will Quadriga-Ansprüche kaufen

Gläubiger stehen nun vor einer schweren Entscheidung. Schließlich ist der Ausgang des Insolvenzverfahrens freilich nicht gewiss. Wer aber vorschnell Ansprüche an Dritte abtritt, kann sich von der vollständigen Auszahlung jedoch verabschieden. Denn der Ankauf von faulen Papieren stellt auch für Argo ein enormes Risiko dar – mit entsprechenden Abschlägen müssen Gläubiger beim Verkauf der Forderungen rechnen.

Bei Argo Partners handelt es sich um einen so genannten Vaulture Investor, zu Deutsch etwa „Geier-Investor“. Neben schuldrechtlichen Ansprüchen etwa an Target Canada war Argo auch an Forderungen von Gläubigern der gefallenen Bitcoin-Börse Mt.Gox interessiert.

Hintergründe zu Quadriga-Untergang noch immer ungeklärt

Wie es überhaupt zur Pleite der kanadischen Bitcoin-Börse kommen konnte, ist nach wie vor unklar. Wie BTC-ECHO bereits berichtet hatte, gilt der ehemalige Geschäftsführer der Exchange als tot. Er soll während eines Indien-Aufenthalts Anfang 2019 an den Folgen von Morbus Crohn gestorben sein. Da er als einziger das Passwort den Wallets hatte, ist das darauf auferlegte Krypto-Vermögen von bis zu 140 Millionen US-Dollar seither unzugänglich.

Aufgrund der mysteriösen Begleitumstände und der verschollenen Millionensumme ranken sich seit geraumer Zeit eine Vielzahl an Theorien um den Fall. Auf Reddit wird etwa diskutiert, ob Cotten seinen Tod nur vorgetäuscht hatte, um aus dem Ruder gelaufenen Einlassungen mit kriminellen Strukturen zu entgehen.

Ob diese Schauergeschichte etwas mit der Wahrheit gemein hat, könnte sich in den nächsten Wochen zeigen: Anwälte der Geschädigten verlangen die Exhumierung von Cottens Leichnam.

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Bitcoin Mining : Bitmain trennt sich von Management-Partner

Das texanische Städtchen Rockdale gilt als akuter Hotspot für Bitcoin-Mining-Anlagen. Mit günstigem Strom aus Windenergie und einer offenen Haltung gegenüber der Blockchain-Industrie lockte das 5.500 Einwohner-Städtchen bereits die Northern Bitcoin AG an. Das deutsche Unternehmen plant, dort die bisher größte Anlage zum „Schürfen“ neuer Bitcoins zu bauen.

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Bitmain trennt sich von Management-Partner

Bitmain trennt sich von DMG Blockchain Solutions

Auch das chinesische Unternehmen Bitmain, Marktführer im Segment Bitcoin Mining, hatte sich bereits in Rockdale angesiedelt – und betreibt dort (noch) die größte Farm der Welt. Bisher war DMG Blockchain Solutions für Management und Betrieb der Anlage zuständig.

Wie DMG jedoch am 6. Januar mitgeteilt hatte, haben sich die beiden Unternehmen einvernehmlich getrennt:

DMG und Bitmain haben den bestehenden Managementvertrag einvernehmlich gekündigt, da sich die Kosten- und Betriebseffizienz nicht wie geplant eingestellt hat. DMG und Bitmain erkunden weiterhin Möglichkeiten der Zusammenarbeit, einschließlich der DMG-Anlage in Christina Lake und neuer Standorte, die von gemeinsamem Interesse sind.

Wie das Unternehmen außerdem mitteilt, hat DMG den Auftrag bekommen, 1.000 neue Bitcoin-Mining-Geräte für einen neuen Kunden in den USA aufzubauen. Diese habe Bitmain bereits im Dezember 2019 an den Kunden ausgeliefert, die Installation sei nun erfolgreich abgeschlossen. Die installierten Geräte sollen laut DMG insgesamt 1,5 Megawatt an Energie verbrauchen. DMG COO Sheldon Bennett lässt verlauten, dass das Unternehmen es auf industrielle Kunden abgesehen hat:

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit diesem neuen Kunden und sind zuversichtlich, dass er einer von vielen sein wird, die wir im Laufe des Jahres 2020 hinzufügen werden. DMG hat sich entschieden, sich auf die Gewinnung großer Hosting-Kunden zu konzentrieren, da profitables Krypto-Mining eine Funktion der Kosteneffizienz ist und unsere Mininganlage für industrielle Miner gut geeignet ist.

Dessen ungeachtet suchen DMG und Bitmain weiterhin nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Bitcoin Mining: Halving steht an

Noch für Mai dieses Jahres wird das Halving beim Bitcoin Mining erwartet. Dabei halbiert sich die Belohnung für Miner um die Hälfte von aktuell 12,5 BTC auf 6,25 BTC. Von diesem Event erwarten sich Anleger eine Steigerung im Bitcoin-Kurs, schließlich wird der Nachschub an neuen Bitcoin-Einheiten verringert.

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Smart-Contract-Audits: PwC übernimmt Schweizer Start-up ChainSecurity

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Schweiz (PwC) überprüft künftig auch Smart Contracts auf Herz, Nieren und Bugs. Die Übernahme des Schweizer Start-ups Chainsecurity soll den Wirtschaftsprüfer nach eigenen Angaben zum Weltmarktführer im Bereich Smart Contract Assurance machen. PwC Schweiz hat die Übernahme von Chainsecurity am 5. Januar verkündet.

Als Teil von PwC Schweiz wird sich das ChainSecurity-Team auf die Beschleunigung der Blockchain-Audits von PwC Schweiz konzentrieren, darunter technische Prüfungen von Smart Contracts und Blockchain-Plattformen sowie Risikoabsicherungsdienstleistungen für Kunden, die Krypto-Anlagen besitzen,

kommentiert Andreas Eschbach, Partner und Leader Risk Assurance PwC Schweiz und Europa.

Chainsecurity bewahrte Ethereum 2019 vor dem Untergang

Chainsecurity hat im Januar 2019 Ethereum vor einer Katastrophe bewahrt. So war es das Start-up – bei dem es sich um eine Ausgründung der Eidegenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich handelt –, das eine schwerwiegende Sicherheitslücke im Ethereum Update entdeckte. Dies führte zur vorläufigen Absage der Constantinople Hard Fork. Darüber hinaus überprüfte das ETH-Spin-off bereits die Smart Contracts der Krypto-Projekte PolkaDot, Paxos, TenX, Ziliqa, Augur und weiterer auf Sicherheitslücken.

Mit der Übernahme von Chainsecurity will PwC die wachsende Bedeutung der Schweiz im Blockchain-Sektor weiter ausbauen.

Der Blockchain-Standort Schweiz wird gestärkt: Die neue Ausgangslage erlaubt es auch, großen regulierten Unternehmen die nötige Sicherheit und das Vertrauen zu geben, Blockchain-Technologie breit einzusetzen. Die Schweiz […] nimmt als unabhängige und neutrale Instanz eine Vorreiterrolle in einer nationenübergreifenden Blockchain-Welt ein,

heißt es dazu in der Pressemitteilung von PwC Schweiz.

PwC: Kein Neuling im Blockchain-Sektor

Auch vor der Übernahme von Chainsecurity hatte PwC bereits einen Fuß in der Tür zum Krypto-Space. Mit „Halo“ verfügt das Unternehmen über eine eigene Software zur Durchführung von Smart-Contract-Audits. Im Bereich Lebensmittel-Tracking kooperiert PwC seit Mitte 2019 mit dem chinesischen Ableger des Einzelhandelsunternehmens Walmart und dem VeChain-Projekt.

Ferner hat das Big-Four-Unternehmen an der Aufklärung des milliardenschweren Geldwäscheskandals um die Bitcoin-Börse WEX (ehemals BTC-e) mitgewirkt.

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