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US-Behörden wollen Schwelle zur Informationseinholung bei Transaktionen absenken

Die amerikanische Behörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität (FinCEN) und die US-Zentralbank (Fed) haben die Schwelle zur Informationseinholung bei Transaktionen drastisch gesenkt.

Laut einer entsprechenden Mitteilung, die am Freitag veröffentlicht wurde, wollen diebeiden Aufsichtsbehörden die bisherige Schwelle von 3.000 US-Dollar, die im Jahr 1995 festgelegt wurde, für internationale Transaktionen auf 250 US-Dollar absenken. Demnach müssten Finanzinstitute also für jede Transaktion die größter ist als 250 US-Dollar und ins Ausland getätigt wird, die zugehörigen Kundeninformationen an die Behörden übermitteln. Die sogenannte „Travel Rule“ würde also schon bei sehr geringen Beträgen greifen.

Die vorgeschlagene Gesetzesänderung bezieht sich zudem speziell auf „konvertierbare virtuelle Währungen“, für die die neue Vorschrift ebenfalls gelten soll.

Die nach der neuen Travel Rule zu übermittelnden Informationen sind:

„1.) Name und Adresse des Zahlenden; 2.) Der genaue Zahlungsbetrag bzw. Transaktionsauftrag; 3.) Das Ausführungsdatum; 4.) Alle Zahlungsanweisungen, die vom Ausführenden mit der Zahlung einhergehen; 5.) Die Bank bzw. das Finanzinstitut des Empfängers“

Es müssen also ziemlich viele sensible Informationen übermittelt werden, die Kryptobörsen dann neben den üblichen Kundendaten zusätzlich verwahren müssten. Dies wäre ein enormes Sicherheitsrisiko für die Nutzer. Außerdem impliziert die neue Vorschrift, dass Finanzinstitute den genauen Standort der jeweiligen Transaktionen kennen müssen.

Der Arbeitskreis Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (FATF) arbeitet zurzeit an einer ähnlichen Bestimmung auf globaler Ebene. Auch dieser Vorschlag ist in der Kryptobranche sehr umstritten. Die weitreichende Informationseinholung, die damit einhergehen würde, steht im starken Widerspruch zu den Grundsätzen von Kryptowährungen, wie sie unter anderem aus dem Whitepaper von Bitcoin hervorgehen.

Noch ist die Änderung an der Travel Rule nur ein Entwurf. FinCEN und Fed werden in den nächsten 30 Tagen öffentliches Feedback sammeln, ehe es in die nächste Runde geht.

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Jerome Powell über digitalen Dollar: Lieber richtig als zuerst

Die Vereinigten Staaten wollen keinen digitalen Dollar ausgeben, bis die US-Notenbank alle Fragen im Zusammenhang mit einer möglichen digitalen Zentralbankwährung (CBDC) geklärt habe, so der Vorsitzende der US-Zentralbank Jerome Powell.

Powell behauptete, er mache sich keine Sorgen darüber, dass sich andere Länder bei der Ausstellung von CBDCs einen Vorteil verschaffen, indem sie zuerst eine ausgeben.

Auf einer Podiumsdiskussion am Montag über grenzüberschreitende Zahlungen, das vom Internationalen Währungsfonds veranstaltet wurde, sagte Powell:

„Wir haben noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob wir eine CBDC herausbringen, und wir glauben, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. […] Ich glaube sogar, dass eine CBDC etwas ist, das die Vereinigten Staaten lieber richtig als zuerst machen sollten.“

Powell erklärte auch, „richtig machen“ bedeute, dass die USA nicht nur die potentiellen Vorteile einer CBDC, sondern auch die potentiellen Risiken in Betracht ziehen müssen. Insbesondere sei das wichtig, da der US-Dollar die globale Reservewährung ist.

Er sagte weiter, dass Länder weltweit ihre eigenen Beweggründe für die Ausgabe einer CBDC haben. Er behauptete, die USA würden sich darauf konzentrieren, „ob und wie eine CBDC ein bereits sicheres und aktives dynamisches inländisches Zahlungssystem verbessern könnte“. Powell weiter:

„Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern besteht hier in den Vereinigten Staaten weiterhin eine starke Nachfrage nach Bargeld. Außerdem haben wir einen robusten und reifen Finanz- und Bankensektor und wir haben eine Bevölkerung, in der die meisten ein Bankkonto haben. Daher haben viele, wenn auch nicht alle, bereits einen Zugang zum elektronischen Zahlungssystem.“

Der Direktor der Zentralbank erklärte auch, die Bank werde erst dann eine Entscheidung über die Ausgabe eines digitalen Dollars treffen, wenn sie die Risiken in Bezug auf Cyber-Angriffe, finanzielle Stabilität, Privatsphäre und Sicherheit im Zusammenhang mit CBDCs geklärt habe. Er sagte dazu noch:

„Neben der Bewertung der Vorteile gibt es auch einige recht schwierige politische und betriebliche Fragen. […] Eine CBDC muss etwa vor Cyberangriffen und Betrug geschützt sein. Man muss auch betrachten, wie sich eine CBDC auf die Geldpolitik und die Finanzstabilität auswirken würde. Auch die Frage, wie eine CBDC illegale Aktivitäten verhindern und gleichzeitig die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer schützen könnte, muss beantwortet werden.“

Eine Reihe von Ländern weltweit erkunden und erproben CBDCs derzeit aktiv. Russland und Japan haben ebenfalls zuletzt damit begonnen, an einer CBDC zu arbeiten. China und Schweden haben bereits Prototypen von digitalen Währungen entwickelt und testen diese nun.

Trotz der wachsenden Beliebtheit der Technologie weltweit, zeigen US-Bürger gegenüber der Idee eines digitalen Dollars Skepsis. Laut einer kürzlichen Umfrage sind mehr als 50 Prozent der Amerikaner dagegen, dass die US-Notenbank einen solchen herausgibt. Ende September verkündete die Federal Reserve Bank of Cleveland Einzelheiten zu den laufenden Forschungen der US-Zentralbank im Zusammenhang mit einem möglichen digitalen Dollar.

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US-Vermögensverwalter Fidelity: Bitcoin besitzt enormes Potenzial

Ein neuer Bericht, des US-Vermögensverwalter Fidelity schätzt Bitcoin (BTC) und den restlichen Krypto-Space bemerkenswert optimistisch ein. In Zukunft soll das Interesse Institutioneller Investoren, die Bitcoin Marktkapitalisierung um hunderte von Milliarden Dollar erhöhen. Ist Bitcoin massiv unterbewertet?

Nachdem jüngst MicroStrategy und Square Investitionen in Bitcoin bekannt gegeben haben, meldet sich jetzt einer der weltweit größten Vermögensverwalter der Welt zu Wort.

Fidelity Digital Assets, veröffentlicht einen Bericht mit dem Titel „Bitcoin Investment Thesi“. In diesem Report erklärt Fidelity, wie Portfoliomanager ihre Erträge durch das Halten von Bitcoin steigern.

Anhand einer Vielzahl von fundamentalen Daten analysiert Fidelity das Bitcoin-Netzwerk. Außerdem veranschaulichen mehrere Musterportfolio, die Performance Vorteile eines diversifizierten Portfolio das BTC enthält.

Insbesondere der Generationenwechsel und die neue Art des Medienkonsums gelten laut Fidelity als treibende Kräfte für den zukünftigen Wachstum digitaler Vermögenswerte:

Finanzmedien und die Art und Weise, wie Menschen Investitionsinformationen konsumieren verändern sich. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines massiven generationsbedingten Vermögenstransfers. Bitcoin hat das Potenzial als erstes Asset Kapital aus diesen Entwicklungen zu schlagen.

Fidelity vergleicht Krypto-Markt mit Investitionen in Schwellenländer Ende der 1980er

Die Akzeptanz von Bitcion und anderen Kryptowährungen kann mit der Akzeptanz von Aktien aus Schwellenländern in den späten 1980er verglichen werden.

Ähnlich wie im Krypto-Space heute gab es auch damals Bedenken hinsichtlich der Volatilität und Liquidität. Trotzdem erkannten im Laufe der Zeit viele Anleger das Potenzial der Schwellenländer und investierten frühzeitig.

Heute umfassen Investitionen in Aktien der Schwellenländer 11 Prozent des Globalen Aktienmarkt – ein enormes Wachstum. Kann auch der Bitcoin-Kurs in den kommenden Jahre von Institutionellen Investments profitieren?

Cathie Wood, Abteilungsleiterin bei Fidelity hält es für möglich, dass Bitcoin einen ähnlichen Weg einschlägt wie die Aktienmärkte der Schwellenländer.

In den USA herrschte Kurzsichtigkeit. Von Investitionen in Schwellenländer wurde abgeraten. Bitcoin heute kann deshalb mit der damaligen Situation verglichen werden.

Was bedeutet das für die Zukunft von BTC?

Die Beteiligung traditioneller Institutionen an Bitcoin ist auf dem höchsten Niveau, das es jemals gegeben hat.

Darüber hinaus äußerte sich Krypto YouTuber Quinten Francois zu dem Trend und veranschaulichte die Entwicklung in einer interessanten Grafik von Coin98 Analytics.

Nicht nur haben Square und MicroStrategy haben im Jahr 2020 in BTC investiert; insgesamt halten nun über zehn öffentliche Unternehmen die insgesamt BTC im Wert von über sieben Milliarden US-Dollar halten. Des Weiteren hält allein Grayscale mehr als 2,6 Prozent der gesamten Bitcoin-Umlaufmenge.

Fidelity glaubt, dass ständig sinkende Anleiherenditen und die expansive Geldpolitik der Zentralbanken, weitere Vermögensverwalter weltweit zu alternativen Anlagen wie Bitcoin treiben.

In einer optimistischsten Prognose des Fidelity-Bericht könnte somit die Marktkapitalisierung von Bitcoin auf bis zu zwei Billionen Dollar steigen.

Außerdem bieten Vermögenswerte wie Kryptowährungen, die negativ korreliert sind oder geringe Korrelationen mit dem Rest des Globalen Marktes haben, Portfoliomanagern enorme Vorteile bei der Verwaltung von Vermögen.

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Blockchain-Unternehmen aus Dortmund erhält Förderung von US-Ministerium

Dapper Labs, Erfinder der KryptoKitties und Pioniere der Non Fungible Token (NFT), haben einen unfassbar erfolgreichen Token-Auktion abgeschlossen

Dapper Labs gründete die Flow-Blockchain, nachdem die CryptoKitties das Ethereum-Netzwerk 2017 überlastet hatten. Das Flow-Token ist das Herzstück des gesamten Ökosystems der Flow-Blockchain. Verbraucheranwendungen, wie Spiele, das Sammeln von NFTs sowie auch die Interaktion dieser untereinander, sind durch die Verwendung des Flow-Token möglich.

Flow basiert auf einem neuartigen System, das Skalierbarkeit ermöglichen will, ohne die Dezentralisierung zu beinträchtigen oder das Netzwerk zu fragmentieren.

Die niederländische Auktion ermöglicht es Investoren, vor Beginn des Verkaufs Gebote abzugeben, bei denen sie bereit sind, Flow-Token zu kaufen. Besonders ist daran, dass der Eröffnungspreis so lange fällt bis alle Token verkauft sind und Anleger, am Ende, den gleichen endgültigen Verrechnungspreis zahlen.

Insgesamt sind zwei Prozent (25 Millionen), der Flow-Netzwerk Token, zu einem Kurs von 0,38 Dollar verkauft worden. Die Auktion ist der zweite Token-Sale von Flow. In der ersten Auktion konnten Teilnehmer, den Flow-Token für gerade einmal 0,10 Dollar erwerben. Noch nie haben so viele Investoren an einem Community Sale von Coinlist teilgenommen.

Auf Twitter gab das Flow-Projekt bekannt, das sich mehr als 12.000 Investoren aus über 100 verschiedenen Länder auf die Flow-Token stürzten.

Im Rahmen der Autkion, sind die verkauften Token 24-Monate nicht handelbar, wobei die Hälfte der Token innerhalb von 12 Monaten freigegeben werden. Die restlichen Flow-Token sollen, dann in den nächsten 12 Monaten linear auf den Markt gebracht werden.

Ungefähr einen Tag vor der Auktion hat Dapper Labs zudem zwei neue Sammlungen für das NFT-Game NBA Top Shot veröffentlicht. Die „Permium-Pack 2 Series“ war in unter einer Minute vollständig ausverkauft.

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US-Politiker Bill Foster sieht in „Digitaler Identität“ die Zukunft

Im Rahmen der einführenden Konferenz der Global Digital Asset & Cryptocurrency Association, einem in Chicago ansässigen Verband, der sich für die Regulierung von Kryptowährungen einsetzt, betonte US-Politiker Bill Foster die Wichtigkeit einer „sicheren Digitalen Identität“.

„Man kann die solideste kryptografische Absicherung auf einer Blockchain haben, aber das bringt alles nichts, wenn die Menschen, die sich darauf bewegen, betrügerisch agieren und anonym bleiben“, wie Foster dahingehend argumentiert. Als Beispiel dafür nennt er den Krypto-Handel und verweist darauf, dass Akteure mit bösen Absichten problemlos unter falschem Namen illegal handeln könnten.

Harvard-Absolvent Foster, der selbst Blockchain-Programmierer ist, kennt das Potenzial der Technologie sehr genau. Dementsprechend ist er Vize-Vorsitzender des parlamentarischen Blockchain-Ausschusses im amerikanischen Kongress. Die Arbeitsgruppe setzt sich explizit mit der Regulierung der Blockchain-Technologie auseinander. Der heutige Politiker hatte seine akademische Karriere schon mit 15 Jahren begonnen und war zunächst Physiker, ehe er in die Politik wechselte.

In seiner Ansprache betonte Foster zunächst die Wichtigkeit einer sogenannten Third-Party-Anonymität, wodurch Identitäten zumindest auf der Oberfläche anonym wären, jedoch zum Beispiel in einem Strafprozess aufgedeckt werden könnten.

„Ich denke, das ist eine grundlegende Voraussetzung für alle Arten von digitalen Verträgen und andere Anwendungsfälle, auf die dies zutrifft“, so der Politiker. Die nötige Akzeptanz dafür könnte geschaffen werden, indem den Menschen eine überprüfbare Methode für die sichere und zuverlässige Verifizierung der eigenen Identität angeboten wird, wie Foster meint. Dabei ist er davon überzeugt, dass die Blockchain-Branche bereits in der Lage wäre, ein solches System aufzustellen.

Dahingehend ergänzt er:

„Das fehlende Puzzleteil, und da kommen die Behörden ins Spiel, ist, dass wenn man seinen Personalausweis oder Reisepass beantragt, müsste man gleichzeitig als einzigartige, nachverfolgbare Person erfasst werden. Dazu müssten biometrische Daten hinterlegt werden, damit man sich nicht in einem anderen Land eine neue Identität verschaffen kann.“

Ein solches System bräuchte allerdings enge internationale Kooperation. „Dazu müsste sich eine Gruppe von Ländern zusammentun, um ein gemeinsames Identitätssystem aufzubauen“, wie Foster feststellt. Darauf würde sich dann aber auch eine ganze Reihe an Anwendungsfällen aufbauen lassen.

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Bloomberg: Präsidentschaft von Biden wäre gut für Bitcoin, schlecht für DeFi

Der aktuelle Krypto-Newsletter des Nachrichtenportals Bloomberg prognostiziert, dass ein Wahlsieg von Joe Biden ein Katalysator für die Massentauglichkeit von Bitcoin (BTC) sein könnte. Einer der Gründe dafür ist, dass der Demokrat womöglich einen Bitcoin-ETF, also einen Indexfonds, durchwinken würde. Während Biden vermutlich proaktiv wäre, zeigte sich die Regierung Trump bezüglich Kryptowährungen bisher eher reaktiv. So heißt es in dem Newsletter:

„Eine etwaige Präsidentschaft von Joe Biden sollte sich unserer Meinung nach förderlich auf die Kursentwicklung von Bitcoin auswirken. Eine neue Regierung könnte im Gegensatz zur Trump-Administration einen proaktiven Ansatz für den Kryptomarkt wählen, was den Marktführer umso mehr in Richtung Mainstream pushen könnte und die Chancen auf einen ETF erhöht.“

Was gut für Bitcoin sein könnte, wäre aber wohl schlecht für die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi), also Finanzdienste, die auf Blockchain und Krypto basieren. Beide Schlussfolgerungen stützen sich auf die Annahme, dass ein Sieg der Demokraten mehr rechtliche Klarheit für die Kryptobranche mit sich bringen würde. Die DeFi haben in diesem Jahr einen regelrechten Boom erlebt, was allerdings auch dadurch bedingt ist, dass sie kaum gesetzlichen Einschränkungen unterliegen. Dementsprechend war es kein Zufall, dass die beim Hackerangriff auf die Kryptobörse KuCoin erbeuteten Gelder über die Dezentralisierte Handelsplattform Uniswap, ebenfalls eine DeFi, gewaschen wurden.

So oder so, Bloomberg ist sich sicher, dass die marktführende Kryptowährung im Wert steigen wird, egal wer die Wahl gewinnt. Dabei weisen die Analysten des Nachrichtenportals darauf hin, dass selbst wenn Bitcoin im Laufe der nächsten Präsidentschaft nur noch halb so stark wächst wie von 2016 bis 2020, im Jahr 2024 nichtsdestotrotz ein Kurswert von 80.000 US-Dollar zu Buche stehen würde.

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Ripple-Mitbegründer: USA verlieren „Kalten Tech-Krieg“ mit China

Auf der Konferenz des LA Blockchain Summit am 6. Oktober kritisierte der Mitbegründer von Ripple Chris Larsen die Vereinigten Staaten und erklärte, sei würden im Wettlauf um die Gestaltung „der nächsten Generation des globalen Finanzsystems“ das Schlusslicht bilden.

Larsen zeigte sich frustriert mit der US-Regulierung. Diese habe dazu geführt, dass das Unternehmen mit dem Gedanken spielte, in eine andere Region abzuwandern.

Larsen argumentiert, dass die USA im derzeitigen „Kalten Technologie-Krieg mit China“ hinterher hinken. Er behauptet, dass Chinas Zentralregierung die amerikanischen Gesetzgeber in Sachen legislativer Klarheit, Zuweisung von Ressourcen, Aufbau von Infrastruktur und Förderung von Innovation in Blockchain- und anderen aufkommenden Technologien, wie etwa Big Data, Überwachung und KI, überholt habe.

„China hat erkannt, dass diese Technologien wichtig sind, um festzulegen, wer das Finanzsystem der nächsten Generation kontrollieren wird. SWIFT und Korrespondenzbanken sind keine Systeme, die sich in den nächsten zwei Jahrzehnten weiter durchsetzen werden.“ 

Der Ripple-Mitbegründer betonte, die Vereinigten Staaten hätten es versäumt, Initiativen zur Digitalisierung des US-Dollars zu begrüßen. Er sagte weiter, dass China „in Sachen digitaler Zentralbankwährung weit voraus“ sei. Larsen fügte hinzu, mit einer CBDC könne China „den Yuan global verbreiten“ und die Dominanz des US-Dollars auf den internationalen Märkten untergraben.

Anfang der Woche gab die stellvertretende Gouverneurin der Volksbank von China Fan Yi Fei bekannt, dass die Zentralbank im Rahmen ihres Pilotprogramms namens Digital Currency, Electronic Payment (DCEP) bereits Transaktionen im Wert von über 162 Mio. US-Dollar abgewickelt habe.

Larsen erklärte, dass die chinesischen Regulierungsbehörden weitaus anpassungsfähiger gewesen seien als die US-amerikanischen Kollegen. Er argumentierte, die US-Wertpapieraufsicht (SEC) solle anerkennen, dass Blockchain ein wichtiges Schlachtfeld im technologischen Wettrüsten mit China ist. Sie solle hingegen nicht an einer einschränkenden Vorgehensweise festhalten, deren Zweck es sei, einen Hype im Hinblick auf Initial Coin Offerings (ICOs) wie im Jahr 2017 zu verhindern.

Larsen warnte auch vor den Gefahren einer chinesischen Dominanz im Kryptowährungs-Mining und behauptete, dass das „Proof-of-Work-Mining von China kontrolliert“ werde und chinesische Miner unter der Kontrolle der regierenden Chinesischen Partei stünden.

„Miner sind Meister. Sie können die Geschichte neu schreiben, wenn sie wollen. Sie können Transaktionen blockieren.“ 

Der geschäftsführende Vorsitzende von Ripple sagte, die SEC bevorzuge Proof-of-Work-Protokolle und festige damit Chinas Einfluss auf den globalen Krypto-Sektor.

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Bitcoin-Kurs fällt, US-Justizministerium erhebt Anklage gegen BitMEX

Die bekannte Krypto-Derivatebörse BitMEX, wurde vom US-Justizministerium sowie der Commodity Futures Trading-Commision (CFTC) angeklagt. CEO Arthur Hayes, wird zusammen mit den Mitbegründern beschuldigt, eine nicht registrierte Handelsplattform zu betreiben.

Bitcoin fällt und BitMEX, eine der größten Derivate-Börsen des Krypto-Markt ist angeklagt. BitMEX soll die Anti-Geldwäsche-Gesetze (AML) und Know-Your-Customer-Regeln (KYC) der US-Behörde CFTC missachtet haben.

Statement der Commodity-Future-Trading-Comission

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Im Wortlaut der Pressemitteilung, die CFTC am 1. Oktober veröffentlicht hat, heißt es:

BitMEX ist für das Betreiben eines Handelsplatzes für Terminkontrakte ohne die Genehmigung der CFTC angeklagt. BitMEX hat außerdem gegen die Regeln der CFTC verstoßen, indem es versäumt hat, Know-Your-Customer-Verfahren, ein Kundeninformationsprogramm und Anti-Geldwäsche-Verfahren zu implementieren.

In einer separaten Klage erhebt das Justizministerium Strafanzeige gegen CEO Arthur Hayes und weitere Mitglieder der Führungsetage von BitMEX. Einer der Börsen-Betreiber wurde am Donnerstagmorgen in Massachusetts verhaftet und wird dort vor ein Bundesgericht gestellt.

Schlechte Nachrichten für DeFi?

Vielen Investoren fragen sich nun, was der BitMEX-Fall für den restlichen Krypto-Markt bedeutet. Dezentrale Bitcoin-Börsen (DEX), die keine Anti-Geldwäsche-Vorschriften und Know-Your-Customer-Verfahren verwenden sind dabei im Fokus. DeFi-Projekte wie Uniswap oder Kybernetwork versuchen die Governance-Systeme ihrer Netzwerke zu dezentralisieren.

Die nächsten Schritte der Regulierungsbehörden sind unklar. Viele DeFi-Protokolle glauben, dass sie sich Regulierungsbehörden durch die vollständige Dezentralisierung entziehen können.

DeFi zu zentralisiert

Dennoch gibt es zunehmende Zweifel daran, ob dies möglich ist. Eine Vielzahl von DeFi-Protokollen ist zuletzt unter Druck geraten, weil sie zu zentralisiert sein sollen. In vielen Top-DeFi-Projekten besitzen die Gründer Administrationsrechte zur vollständigen Kontrolle der Projekte. Um eine nachhaltige Entwicklung der dezentralen Finanz Infrastruktur zu ermöglichen müssen sich diese Projekte stärker dezentralisieren.

DeFi-Projekte müssen sich weiterhin auf den Aufbau einer unaufhaltsamen finanziellen Infrastruktur durch freien und offenen Code konzentrieren,

meint etwa Henrik Andersson, Chief Investment Officer beim Vermögensverwalter Apollo Capital.

In einem Twitter-Thread untersucht Angel-Investor und Blockchain-Berater Adam Cochran indessen die potentiellen Auswirkungen des BitMEX-Falls für die DeFi-Protokolle.

Große Teile von Krypto-Twitter verstehen nicht, warum die heutigen Nachrichten nicht nur schlecht für CeFi, sondern auch für DeFi sind. […]

Cochran argumentiert, dass Regulierungsbehörden eine DEX zwar nicht direkt abschalten können; Regulatoren könnten aber gezielt Entwickler oder die Besitzer der Web-Domain in die Mangel nehmen.

Auch Cochran sieht bei vielen DeFi-Projekte ein großes Problem hinsichtlich der Zentralisierung von Macht.

Das Entscheidende ist, dass ein Protokoll nicht außerhalb der Reichweite der Regierung liegt, es gibt immer Angriffspunkte, die angewandt werden können.

Insgesamt sollte es jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor DeFi-Projekte vor Gericht landen.

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BitMEX weist Anklagepunkte zurück, Krypto-Handel soll weiterlaufen

In einem Blogeintrag vom Donnerstag wehrt sich die Krypto-Handelsplattform BitMEX gegen die jüngste Anklage, die die US-Aufsichtsbehörde CFTC und das Justizministerium gegen das Unternehmen und dessen Betreiber erhoben haben.

So entgegnet BitMEX in der Mitteilung, dass sie „schon in der Anfangszeit als Startup darum bemüht war, sich an geltendes amerikanisches Recht zu halten, so wie dieses damals ausgelegt wurde, und gemäß den damals vorhanden Hilfestellungen zu agieren“.

Was als „geltendes amerikanisches Recht“ zu verstehen ist, wird wohl Verhandlungssache in der Klage gegen BitMEX sein. Die Handelsplattform, die auf Krypto-Derivate spezialisiert ist, hat in der Vergangenheit immer wieder betont, dass sie nicht für amerikanische Kunden zugänglich ist. Diese Behauptung wurde jedoch schon von anderer Seite kritisch hinterfragt. Der hauptsächliche Vorwurf der CFTC-Klage besteht darin, dass BitMEX sich nicht ordnungsgemäß als Handelsplattform für Derivate bei der Behörde registriert haben soll.

Das amerikanische Justizministerium (DoJ) legt der Kryptobörse wiederum zur Last, dass diese keine ausreichenden Maßnahmen zur Einholung von Kundeninformationen (KYC) und zur Geldwäschebekämpfung (AML) implementiert haben soll. Beide Regierungsbehörden heben hervor, dass BitMEX Jahre lang gewarnt wurde, dass der Betrieb in dieser Form illegal sei.

Im Rahmen des Blogeintrags betont BitMEX, dass der Handel auf der Plattform trotz Klage uneingeschränkt fortgeführt wird. Dies gleicht einer regelrechten Kampfansage, denn Samuel Reed, einer der Mitgründer der Kryptobörse, wurde im Laufe des Tages festgenommen.

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Mitglied der Bitcoin-Erpresser von Dark Overlord verurteilt

Ein Mitglied der Hackergruppe The Dark Overlord wurde in den USA zu einer mehrjährigen Haft- sowie einer gesalzenen Geldstrafe verurteilt.

Die Hackergruppe The Dark Overlord sorgte zuletzt im vergangenen Jahr für Aufsehen, als sie vermeintlich brisante Dokumente zu den Terroranschlägen auf das World Trade Center gegen Bitcoin angeboten hat. Angeblich sollten die Dokumente – es handelte unter anderem um E-Mail-Korrespondenzen von Versicherungsunternehmen – die Anschläge in ein neues Licht rücken. Das Hackerkollektiv drohte den beteiligten Unternehmen mit der schrittweisen Veröffentlichung der Dokumente, sollten diese nicht zwischen 10.000 und zwei Millionen US-Dollar berappen. Nun wurde in den USA ein Mitglied des Kollektivs – ein 39-jähriger Brite aus Northhamptonshire – zu einer Haftstrafe und der Zahlung von Schadensersatz verurteilt.

Nathan W. befand sich bereits seit 2017 in Gewahrsam der britischen Strafverfolgungsbehörden. Seine Auslieferung in die USA erfolgte Ende 2019. Ihm wird schwerer Identitätsdiebstahl und Betrug vorgeworfen.  

Nathan W. [Name von Redaktion gekürzt] nutzte seine technischen Fähigkeiten, um Jagd auf die privaten Daten der Amerikaner zu machen und nutzte den sensiblen Charakter ihrer medizinischen und finanziellen Aufzeichnungen zu seinem persönlichen Vorteil aus.

Der Angeklagte zeigte sich geständig. Er habe The Dark Overlord unterstützt, indem er VPN-Accounts, Kommunikation und Zahlungen für das Kollektiv verwaltete. Auch dass Verfassen von erpresserischen Nachrichten an die Opfer räumte der 39-jährige ein. 

Erstes Mitglied der Bitcoin-Erpresser im Netz der Behörden

Das US-Justizministerium macht keinen Hehl daraus, dass man an Nathan W. ein Exempel statuieren wollte:

„Das heutige Schuldgeständnis und das heutige Urteil zeigen das Engagement des [US-Justizministeriums], sicherzustellen, dass Hacker, die versuchen, durch illegales Eindringen in die Privatsphäre von Amerikanern zu profitieren, gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden, unabhängig davon, wo sie sich befinden.“

Entsprechend hoch fällt das Strafmaß für den Bitcoin-Erpresser aus. Das Mitglied von Dark Overlord, das bislang gefasst werden konnte, muss fünf Jahre ins Gefängnis. Dazu kommt eine Schadensersatzzahlung von über einer 1,5 Millionen US-Dollar.

Der zuständige Staatsanwalt zeigt sich angetan von der Arbeit der Ermittler und dem Mut der Betroffen:

The Dark Overlord hat unzählige Arbeitgeber in den Vereinigten Staaten schikaniert, viele von ihnen wiederholt, sagte der US-Staatsanwalt. Ich bin den Opfern dankbar, die sich trotz Drohungen gemeldet haben, sowie den Staatsanwälten und Agenten, die als erste ein Mitglied des Dark Overlord in den Vereinigten Staaten gefasst und bestraft haben,

heißt es dazu in der Pressemitteilung des US-Justizministerium.

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