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Welcome to Miami – Drittgrößter Flughafen der USA stellt Bitcoin-Geldautomaten auf

Das Krypto-Unternehmen Bitstop hat auf dem Miami International Airport einen ersten Bitcoin-Geldautomaten aufgestellt, wie am 15. Oktober aus einer entsprechenden Pressemitteilung hervorgeht.

Demnach wurde der Bitcoin-Geldautomat am Flughafen von Miami im Terminal G am Gate 16 aufgestellt und erlaubt den Reisenden damit, ihr Geld in Bitcoin zu wechseln.

Strategische Platzwahl

Wie Bitstop angibt, ist die Platzierung in Miami strategisch bewusst gewählt, da der dortige Flughafen den drittgrößten Reiseverkehr in den gesamten USA verzeichnet. Zudem ist der Miami International Airport „die wichtigste Schnittstelle zwischen den USA und Lateinamerika“, so die Pressemitteilung.

Anzahl der Bitcoin-Geldautomaten nimmt zu

Bitstop Mitgründer und Chef-Stratege Doug Carrillo meint, dass Bitcoin eine immer größer werdende Rolle im Reiseverkehr spielt, weshalb die Aufstellung entsprechender Geldautomaten umso sinnvoller ist:

„Immer mehr Menschen entscheiden sich aus Bequemlichkeit und Sicherheitsgründen dazu, mit Bitcoin zu reisen anstatt mit Bargeld. Der Flughafen von Miami ist für Reisende der perfekte Ort, um US-Dollar in Bitcoin zu wechseln und umgekehrt.“

Damit hat Bitstop nun bereits 130 Bitcoin-Geldautomaten in den USA aufgestellt, wobei es das erklärte Ziel ist, die Anzahl der Maschinen bis 2020 auf 500 auszubauen.

Wie Cointelegraph im Juni berichtet hatte, beläuft sich die weltweite Anzahl an Bitcoin-Geldautomaten mittlerweile schon auf über 5.000. Bei Redaktionsschluss werden insgesamt 5.756 Bitcoin-Geldautomaten gezählt.

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Analysten: „Druck auf Libra könnte für Chinas Digitalwährung den Weg frei machen“

Analysten der Investmentbank RBC Capital Markets warnen, dass der politische Druck auf Facebook Libra dafür sorgen könnte, dass China freies Feld hat, um die eigene Zentralbank-Digitalwährung als Marktführer in Schwellenländern zu etablieren.

China intensiviert Entwicklung seiner Digitalwährung

Wie das Finanzmagazin Markets Insider am 15. Oktober berichtet, sind die RBC Analysten überzeugt davon, dass China die Entwicklung seiner Zentralbank-Digitalwährung nach der Ankündigung von Libra intensiviert hat. So mahnte die RBC zuletzt in einem Rundschreiben:

„Wenn die amerikanischen Aufsichtsbehörden Libra zum Scheitern bringen und gleichzeitig keine förderlichen Rahmenbedingungen für Krypto-Innovationen schaffen, dann könnte China dadurch in bester Position sein, um mit der eigenen Digitalwährung zum Marktführer in Schwellenländern zu werden.“

US-Finanzminister Steven Mnuchin sieht derweil kein Fehlverhalten der Politik und führt den jüngsten Exodus von potenziellen Libra Investoren darauf zurück, dass das Facebook Projekt schlicht nicht die hohen regulatorischen Auflagen hinsichtlich der Geldwäschebekämpfung erfüllen kann:

„Wenn Facebook unsere Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche oder die Standards der FinCEN nicht einhalten kann, dann müssen wir rechtliche Maßnahmen gegen das Projekt einleiten. Ich denke die etwaigen Partner haben gemerkt, dass das Projekt diesen Standards noch nicht gerecht wird, weshalb sie sich vorerst zurückgezogen haben.“

Nichtsdestotrotz gehen die RBC Analysten davon aus, dass viele Unternehmen weiterhin daran interessiert sind, an Libra mitzuwirken, auch die vermeintlichen Aussteiger könnten unter Umständen eine Rückkehr wagen:

„Wenn es klare gesetzliche Vorgaben gibt, die Libra einen erfolgreichen Start ermöglichen, dann wäre es nicht verwunderlich, wenn einige Unternehmen wieder in das Projekt zurückkehren.“

Bitcoin die bessere Alternative?

Der US-Politiker Warren Davidson hat derweil einen ganz anderen Vorschlag, indem er meint, dass Facebook viel lieber Bitcoin (BTC) in die eigene Plattform integrieren solle, als an einer firmeneigenen Kryptowährung zu arbeiten. Dementsprechend kann er dem Streit um den Stablecoin auch etwas Positives abgewinnen, da Facebook Libra, seiner Meinung nach, die Probleme hervorhebt, die ohnehin von dem sozialen Netzwerk ausgehen.

So würden sich dieselben gesellschaftspolitischen Fragen auftun, die sich zuletzt verstärkt im Bezug auf die sozialen Medien gestellt haben:

„Facebook filtert bereits Inhalte. Einige nennen das Zensur und andere finden wiederum gut, dass sie damit gegen Hass und Hetze vorgehen […] Das wirft jedoch die Frage auf, ob wir einen Meinungsfilter oder Meinungsfreiheit wollen. Genauso stellt sich die Frage, ob wir Zahlungsfreiheit oder einen Zahlungsfilter wollen.“

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US-Finanzminister sieht rechtliche Bedenken als Ursache für Investoren-Exodus bei Libra

Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin ist überzeugt, dass der Exodus aus dem Facebook Krypto-Projekt Libra größtenteils auf rechtliche Bedenken der potenziellen Investoren zurückzuführen ist.

Wie Mnuchin am 14. Oktober gegenüber CNBC mutmaßte, verlassen die planmäßigen Investoren das Projekt, weil es insbesondere den amerikanischen Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche „nicht gerecht wird“. So meint der Finanzminister:

„Wenn Facebook unsere Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche oder die Standards der FinCEN nicht einhalten kann, dann müssen wir rechtliche Maßnahmen gegen das Projekt einleiten. Ich denke die etwaigen Partner haben gemerkt, dass das Projekt diesen Standards noch nicht gerecht wird, weshalb sie sich vorerst zurückgezogen haben.“

Große Namen verlassen Libra

Die neuen Aussagen von Mnuchin kommen nur wenige Tage nachdem mit Visa, eBay, Stripe und Mastercard gleich mehrere große Namen von der Facebook Kryptowährung Abstand genommen haben.

Der große Zahlungsdienstleister PayPal hatte im Vorfeld bereits seinen Ausstieg von Libra bekanntgegeben, da dieser angesichts des starken politischen Gegenwindes von einer Zusammenarbeit absieht. Ein Sprecher bestätigte gegenüber Cointelegraph den Ausstieg des Unternehmens und ergänzte:

„Wir unterstützen weiterhin die Ambitionen von Libra und wollen weiterhin den Dialog suchen, um in Zukunft möglicherweise zusammenzuarbeiten. Facebook ist ein langjähriger und geschätzter Partner von PayPal, weshalb wir in verschiedenen Bereichen weiter mit Facebook kooperieren werden.“

Der Coinbase Geschäftsführer Brian Armstrong kritisiert die amerikanische Politik derweil scharf, da er deren Druck als maßgeblichen Grund für den Ausstieg der namhaften Libra Investoren sieht. Besonders die jüngsten Briefe zweier US-Senatoren empfindet er als „unamerikanisch“, da in diesen explizit auf den Ausstieg von Visa, Mastercard und Stripe hingewirkt wurde.

Das Facebook Krypto-Projekt Libra wurde offiziell im Sommer vorgestellt und soll als Zahlungsdienst in verschiedene Facebook-Services eingebunden werden, wie zum Beispiel Instagram. Seit der Ankündigung des Projektes hat sich der politische Gegenwind weltweit nach und nach intensiviert, da viele Stimmen befürchten, dass der potenzielle Umfang der Kryptowährung eine Bedrohung für die Stabilität des Finanzsystems werden könnte.

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Telegram: Schreiben an Investoren wegen SEC-Verhandlung

Die Entwickler von Telegram Open Network (TON) wandten sich an ihre Investoren, nachdem amerikanische Regulierungsbehörden abrupt bekanntgegeben hatten, dass ihr Token-Verkauf, der bisher 1,7 Mrd. US-Dollar aufbrachte, illegal sei.

18 Monate ohne klares Feedback von SEC

Laut einem TON-Schreiben an die Investoren, das Cointelegraph vorlag, versuche das Unternehmen seit 18 Monaten bereits, ein Feedback von der US-Regulierungsbehörde SEC bezüglich der TON-Blockchain einzuholen. Es hieß darin:

„Wir waren überrascht und enttäuscht, dass die SEC unter derartigen Umständen Klage eingereicht hat. Wir sind mit der rechtlichen Argumentation der SEC nicht einverstanden.“

Gerichtsverhandlung am 24. Oktober

In dem Schreiben erklärte Telegram, dass man weiterhin die besten Lösungen für diese Situation im Sinne aller Parteien prüfe. Es werde unter anderem auch erwogen, den Termin für die Ausgabe zu verschieben.

Nachdem die SEC das Initial Coin Offering (ICO) von Telegram für illegal befunden hatte, beantragte die SEC zusätzlich auch eine vorübergehende einstweilige Verfügung. Zu diesem Antrag wurde eine Gerichtsverhandlung in New York für den 24. Oktober angesetzt.

Als das öffentlich wurde, wies der New York Times-Reporter Nathaniel Popper am 12. Oktober über Twitter auf die Beteiligung hochkarätiger Investoren am Telegram-ICO hin, das bisher 1,7 Mrd. US-Dollar aufbrachte. Unter diesen sind etwa Benchmark, Sequoia und Lightspeed. Er schrieb:

„Der Schritt der SEC, das Kryptoprojekt von Telegram auf Eis zu legen, wirft Fragen im Zusammenhang mit den großen Risikokapitalgesellschaften auf, die 1,7 Mrd. US-Dollar investiert haben selbst davon überzeugt waren, dass es die behördlichen Auflagen erfüllen würde. Das sind zum Beispiel Benchmark, Sequoia und Lightspeed.“

Gestern hat ein privater Telegram-Kanal für TON-Investoren alle vorhergehenden Posts entfernt und angekündigt, dass er angesichts der hohen Regulierungsunsicherheit eine Pause einlegen würde.

Kritik an SEC: Wenig Klarheit im Hinblick auf Krypto

Die SEC wurde insbesondere wegen der fehlenden klaren Richtlinien im Hinblick auf Kryptowährungen und ICOs kritisiert. Ende September schickte eine Gruppe von Gesetzgebern aus dem US-Kongress einen Brief an Jay Clayton, den Vorsitzenden der Behörde. Darin wurde die Kommission aufgerufen, klare Richtlinien für Kryptowährungen herauszugeben. Zuvor hatte der Abgeordnete Warren Davidson eine Krypto-Diskussionsrunde veranstaltet, bei der die Teilnehmer ihre Bedenken über die bestehende Rechtslage bei ICOs und Krypto äußerten.

Anfang des Jahres kritisierte John Berlau, ein Mitglied des libertären Think-Tanks Competitive Enterprise Institute, die Vorgehensweise der SEC bei der Regulierung von Kryptowährungen. Er erklärte, dass die „belastende Regulierung“ eine transformative Innovation ersticke. Er argumentierte auch, dass die SEC die Funktionalität der Blockchain-Technologie gefährden könnte, wenn die Behörde Kryptowährungen als Wertpapiere behandelt. Anfang April wurde in den USA der Token Taxonomy Act wieder eingeführt. In diesem ist vorgesehen, Krypto von den Wertpapiergesetzen auszunehmen.

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Die Betreiber des Telegram Channels TON legen „Zwangspause“ ein

Nach dem kürzlichen Warnsignal der US-Aufsichtsbehörden legt ein privater Telegramm-Kanal für Investoren von Telegram Open Network (TON) eine Pause ein.

Temporärer Stopp für mehr Klarheit

Am 12. Oktober kündigten die Betreiber des TON Channels aufgrund der zunehmenden regulatorischen Unsicherheit eine vorübergehende Aussetzung ihrer Arbeit an.

Außerdem wurden alle auch alle vorherigen Beiträge des Channels gelöscht, sodass die letzte Ankündigung der einzige Beitrag im Kanal ist.

Wie in der Kanalbeschreibung angegeben, ist TON Board ein privater Kanal, der von Investoren für Investoren in der TON sowie für zukünftige Großinhaber von Grams erstellt wurde. Der Channel hatte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels 2.400 Abonnenten.

In der Ankündigung erklärte das TON Board, dass sie eine Pause einlegen werden, um neue Informationen zu analysieren und sich an die Richtlinien anzupassen. Der Channel stellte fest, dass sie planen, zurückzukehren, sobald sie mehr Klarheit über den rechtlichen Status von TON und Gram sowie eine zulässige Art von Analyse haben, die sie veröffentlichen können.

SEC stoppt Gram noch Wochen vor dem Start

Der Schritt erfolgte, nachdem die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC bekannt gab, dass der Token-Verkauf von Telegram im Wert von 1,7 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018 illegal war. Am 11. Oktober reichte die Regulierungsbehörde eine Dringlichkeitsklage und eine einstweilige Verfügung gegen Telegram und die TON ein, um zu verhindern, dass die ersten Investoren Grams erwerben können.

Die behördliche Bekanntgabe erfolgte nur wenige Wochen vor dem mit Spannung erwarteten TON-Start Ende Oktober, wie von der Firma offiziell geplant. Zur Vorbereitung des Starts hat Telegram am 8. Oktober die Nutzungsbedingungen für die native Krypto-Wallet Grams Wallet veröffentlicht. Dabei wird darauf hingewiesen, dass Telegram nicht in Ländern verwendet werden darf, in denen seine Dienste durch geltende Gesetze, Bestimmungen oder Vorschriften verboten sind.

Einen Tag vor der Notfall-Erlassung gab die US-amerikanische Krypto-Börse Coinbase bekannt, dass er plant, Gram seine Unterstützung für die digitale Aufbewahrung zukommen zu lassen, sobald diese online geht. Zuvor erklärte ein Digital Asset Custodian des Softwareunternehmens Anchor Labs, dass es das erste Unternehmen sein werde, das für die Unterstützung der institutionellen Verwahrung von Gram qualifiziert ist, und dass der Token am 31. Oktober auf den Markt kommen wird.

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SEC stoppt Telegram-Offering: Verstoß gegen Wertpapiergesetz

Die US-Regulierungsbehörde SEC hat bekanntgegeben, dass Telegram und der geplante GRM-Token ein nicht registriertes digitales Token-Offering darstellen würden.

Einer Pressemitteilung vom 11. Oktober zufolge hat die SEC einen Antrag auf eine Notmaßnahme und einstweilige Verfügung gegen Telegram und das Telegram Open Network (TON) beim Gericht in Manhattan eingereicht.

Vorwürfe

In dem Antrag wird behauptet, dass Telegram und TON den Verkauf der GRM-Token nicht registriert habe. Die SEC betrachte diese Token als Wertpapiere und daher hätten diese unter dem Wertpapiergesetz von 1933 bei der SEC registriert werden müssen.

Stephanie Avakian kommentierte dazu:

„Unsere Notmaßnahme von heute soll verhindern, dass Telegram die US-Märkte mit digitalen Token überschwemmt, die in unseren Augen rechtswidrig verkauft wurden.“

Weitere SEC-Maßnahmen

Am 11. Oktober berichtete Cointelegraph, dass die SEC Krypto-Nutzer gemeinsam mit den US-Regulierungsbehörden CFTC und FinCEN vor Verstößen gegen das Bankgeheimnisgesetz, insbesondere im Zusammenhang mit der Verwendung von Krypto bei Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, warnte.

Vor zwei Wochen berichtete Cointelegraph über eine SEC-Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss. Dabei blieben viele Fragen offen. Zum Beispiel die Frage, ob Regulierungsbehörden oder Gesetzgeber die entscheidende Stimme bei der Bestimmung des Status von Kryptowährungen hat. Damals sagte der SEC-Kommissar Robert J. Jackson Jr. gegenüber Cointelegraph: 

„Wird das eher eine legislative oder eine SEC-Angelegenheit? […] Im Moment weiß ich das nicht.“

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US-SEC, FinCEN, CFTC: Gemeinsame Warnung vor illegaler Krypto-Nutzung

Die Vorsitzenden der drei wichtigsten Finanzaufsichtsbehörden der Vereinigten Staaten haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie Krypto-Nutzer zu Maßnahmen gegen Geldwäsche (AML) und gegen Terrorismusfinanzierung (CFT) ermahnen.

Alle für einen, einer für alle

Die Erklärung vom 11. Oktober ist ein seltenes Beispiel für eine gemeinsame Aktion der Regulierungsbehörden für Futures und Optionen (CFTC), für Finanzkriminalität (FinCEN) und Wertpapiere (SEC).

In der Erklärung ermahnen die Regulierungsbehörden Kryptohändler an ihre Meldepflicht nach dem Bankgeheimnisgesetz, insbesondere in Bezug auf die illegale Nutzung von Krypto. Diese sei in letzter Zeit für die Regulierungsbehörden eine Priorität gewesen. Im Hinblick auf die Gesetze zu AML und CFT heißt es in der Erklärung: 

„Unter diese AML/CFT-Verpflichtungen fallen die Verpflichtung zur Einrichtung und Umsetzung eines wirksamen Maßnahmenkatalogs zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML-Programm) sowie die Anforderungen hinsichtlich der Buchführung und Meldung. Das schließt auch die Anforderungen hinsichtlich der Meldung verdächtiger Aktivitäten mit ein.“

Die Erklärung wurde vom CFTC-Vorsitzenden Heath Tarbert, dem FinCEN-Direktor Kenneth A. Blanco und dem SEC-Vorsitzenden Jay Clayton unterzeichnet.

Kürzliche Maßnahmen der US-Regulierungsbehörden

Am 10. Oktober sagte Heath Tarbert auf einer Konferenz, dass er Ether (ETH) als Wertpapier betrachte und prognostizierte, dass der Handel mit ETH-Futures bald möglich werde.

Am 10. Oktober lehnte die SEC auch den von Bitwise vorgeschlagenen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (BTC-ETF) ab. Im Konkurrenzkampf um den ersten BTC-ETF, der von der US-Regulierungsbehörde zugelassen ist, gibt es noch keinen Gewinner.

Am 11. Oktober wurde ein Entwurf des IRS-Formulars 1040 für dieses Geschäftsjahr mit neuen Fragen öffentlich. Darin ist auch eine neue Meldepflicht für Krypto-Vermögenswerte vorgesehen: 

„Haben Sie im Jahr 2019 zu irgendeinem Zeitpunkt finanzielle Anteile an einer virtuellen Währung erhalten, verkauft, gesendet, getauscht oder anderweitig erworben?“

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Vorsitzender der US-CFTC: Ether ein Handelsgut und ETH-Futures geplant

Der Vorsitzende der US-Regulierungsbehörde CFTC glaubt, dass Ether (ETH) ein Handelsgut ist . Außerdem soll der Handel mit ETH-Futures Realität werden.

Heath Tarbert, der das Amt im Juli von J. Christopher Giancarlo übernommen hatte, äußerte seine Haltung gegenüber Kryptowährungen und geforkten Coins auf dem All Markets Summit am 10. Oktober, wie Yahoo Finance berichtete.

Erste CFTC-Richtlinie zu Ether

Die CFTC hat zwar ganz klar gesagt, dass Bitcoin ein Handelsgut sei, aber das ist das erste Mal, dass die Behörde sich nun zum Ether, der zweitgrößten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, äußert. Tarbert sagte dazu:

„Wir haben über Bitcoin ganz klar gesagt: Bitcoin ist ein Handelsgut. Wir haben aber nichts über Ether gesagt – bis jetzt. Als Vorsitzender der CFTC bin ich der Meinung, dass Äther eine Ware ist.“

„Ähnliche digitale Vermögenswerte sollten ähnlich behandelt werden.“

Dem Bericht zufolge räumte Tarbert ein, dass eine Unsicherheit über den Status von Altcoins bestehe. Er behauptete jedoch, dass ähnliche digitale Vermögenswerte auch ähnlich behandelt werden sollten.

Tarbert meinte, dass geforkte Kryptowährungen, wie etwa Bitcoin Cash (BCH) oder Ethereum Classic (ETC), genauso behandelt werden sollten, wie der ursprüngliche Vermögenswert, von dem sie abstammen. Gleichzeitig erklärte der Vorsitzende, dass sich der Status eines geforkten Coin ändern könne, wenn der „Fork nach einem üblichen Howey-Test Fragen im Zusammenhang mit den Wertpapiergesetzen aufwirft“.

Tarbert behauptete:

„Es liegt nahe, dass ähnliche Vermögenswerte auch ähnlich behandelt werden sollten. Wenn der zugrunde liegende Vermögenswert, der ursprüngliche digitale Vermögenswert, nicht als Wertpapier gilt und daher ein Handelsgut ist, wird das sehr wahrscheinlich auch beim geforkten Vermögenswert der Fall sein.“

CFTC in den Nachrichten

Im Dezember 2018 kündigte die CFTC an, eine Informationsanfrage veröffentlichen zu wollen, um öffentliche Meinungen und Richtlinien zur Ethereum-Blockchain einzuholen. Damals wollte die Behörde die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Ether und Bitcoin (BTC) besser verstehen.

Mitte September ernannte die CFTC die ehemalige Vizepräsidentin von Coinbase Dorothy D. DeWitt zur neuen Marktaufsichtsdirektorin.

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Zuckerberg soll sich vor Kongress zu Stablecoin Libra äußern

Der Facebook-CEO Mark Zuckerberg wird sich am 23. Oktober vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses über das vom Unternehmen geplante Stablecoin-Projekt Libra äußern.

Am 9. Oktober gab die Kongressabgeordnete Maxine Waters offiziell bekannt, dass Zuckerberg bei einer Kongressanhörung mit dem Titel „Eine Untersuchung zu Facebook und seinem Einfluss auf den Finanzdienstleistungssektor“ erscheinen würde.

Entwicklungsstopp für Libra und Calibra

In der Ankündigung wird erklärt, dass Waters und andere Demokraten im Ausschuss im Juli einen Brief an Facebook geschickt hätten, in dem sie einen sofortigen Entwicklungsstopp für die Kryptowährung Libra und die digitale Wallet Calibra forderten.

In der Erklärung wird auch auf den Gesetzesentwurf mit dem Titel „Gesetz für die Heraushaltung von Tech-Riesen aus dem Finanzwesen“ hingewiesen. Dieser hatte das Ziel, großen Technologieunternehmen die Lizenzierung als Finanzinstitut in den Vereinigten Staaten zu verbieten. In der Ankündigung heißt es:

„Der Gesetzesentwurf verbietet es großen Plattformen, wie etwa Facebook, als US-Finanzinstitut gechartert, lizenziert oder registriert zu werden (wie etwa von Steuerzahlern unterstützte Banken, Investmentfonds und Börsen) oder anderweitig mit solchen Finanzinstituten zusammenzuarbeiten.“

Zuvor hatte sich der Calibra-CEO David Marcus im Juli 2019 in Anhörungen vor dem Finanzdienstleistungsausschuss und dem Ausschuss für Bankendienstleistungen des Senats über die potenziellen Vorteile von Libra geäußert. Ende September veröffentlichte Marcus eine Erklärung, in der er die Mängel bei Zahlungssystemen, wie etwa SWIFT und RT1, kritisierte.

Am 26. September behauptete Zuckerberg, dass die Firma beim Libra viel sorgfältiger vorgehe als bei ihren früheren Projekten.

In einer durchgesickerten Audio-Aufnahme aus einer Fragerunde zwischen Facebook-Mitarbeitern und Zuckerberg betonte der CEO, das man für den Libra einen konsultativen Ansatz wolle. Dabei erklärte er auch, dass eine private Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden substanzieller und weniger dramatisch sei als öffentliche Verfahren, wie etwa Anhörungen im Kongress.

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Abwehrhaltung der US-Regierung gegenüber Libra könnte nationale Sicherheit gefährden

Katie Haun, eine ehemalige amerikanische Bundesstaatsanwältin, findet, dass die Abwehrhaltung der US-Politik gegenüber der Facebook Kryptowährung Libra womöglich negative Konsequenzen für die nationale Sicherheit hat.

Die entsprechenden Äußerungen von Haun, die mittlerweile bei der großen Vermögensverwaltung Andreessen Horowitz tätig ist, hat CNBC am 6. Oktober berichtet.

Keinen Präzedenzfall schaffen

Die Aussagen der ehemaligen Bundesstaatsanwältin kommen nicht von Ungefähr, da die Vermögensverwaltung Andreessen Horowitz eines der Gründungsmitglieder der Libra Association ist, die wiederum für die Verwaltung von Facebook Libra zuständig ist.

Im Hinblick auf die geplante Kryptowährung meint Haun, dass Libra „der gleichen Kritik“ und den gleichen Vorurteilen ausgesetzt ist wie der Rest der Kryptobranche, jedoch würde das Projekt des Social-Media Konzerns noch genauer unter die Lupe genommen:

„Allein, weil Facebook involviert ist und auf Grund der Tragweite des Projekts hat Libra viel mehr Aufmerksamkeit und Kritik auf sich gezogen. Aber ich finde es sehr gefährlich, einen Präzedenzfall zu schaffen, bei dem eine technologische Innovation schon gestoppt wird, ehe sie entwickelt wurde.“

In diesem Zusammenhang betonte Haun, dass es womöglich sogar negative Konsequenzen für die nationale Sicherheit der USA haben könnte, wenn das Land im Bereich Kryptowährungen ins Hintertreffen gerät, besonders im Hinblick auf die Krypto-Bemühungen der Chinesen und Russen.

Wie Cointelegraph zuvor wiederholt berichtet hat, arbeitet China bereits seit 2014 an einer eigenen Digitalwährung, wobei deren Entwicklung im Jahr 2018 erst richtig angefacht wurden. Diesen August hat die chinesische Zentralbank (PBoC) daraufhin bekanntgegeben, dass sie kurz vor der Fertigstellung des Projektes stehen würde, was einen weiten Vorsprung vor Facebook Libra suggeriert.  

Ein Sprecher der Chinesischen Volksbank hat bereits bestätigt, dass die chinesische Zentralbank-Digitalwährung in ihrer Struktur gewisse Ähnlichkeiten zu Libra aufweist und dass die Konzeptionierung des Facebook Projektes im Nachhinein sogar noch Auswirkungen auf die Gestaltung des „digitalen Yuans“ hatte.  

Vom Justizministerium in die Kryptobranche

Katie Haun war als Bundesstaatsanwältin im amerikanischen Justizministerium tätig und hat dort in der Abteilung für nationale Sicherheit gearbeitet, wobei sie speziell für die Bekämpfung von Terrorismus, organisierter Kriminalität und sonstiger Kriminalität zuständig war. Im Zuge dessen kam sie auch mit Kryptowährungen in Berührung, als sie die Nutzung von Bitcoin (BTC) für Erpressungen untersucht hat.  

Allerdings ist sie dabei zu dem Schluss gekommen, dass die Sichtweise eines Strafverfolgers auf Bitcoin fehlgeleitet ist, da dies gleichbedeutend wäre, als wenn man versuchen würde „Bargeld zur Rechenschaft zu ziehen“. Dementsprechend hat sie 2015 eine Sonderkommission für Digitalwährungen gegründet, die als Anlaufpunkt für Strafverfolger und Behörden dienen sollte.

Im Rahmen dieser Arbeit hat Huan Schulungsseminare und Konferenzen in Abstimmung mit dem amerikanischen Finanzministerium, dem Finanzamt und weiteren Regierungsbehörden abgehalten. Außerdem hat sie an der renommierten Universität Stanford eine Lehrveranstaltung zum Thema Kryptowährungen betreut.

Nachdem Haun aus dem behördlichen Dienst ausgeschieden war, ist sie als erste weibliche Miteigentümerin bei der Vermögensverwaltung Andreessen Horowitz eingestiegen, die sich stark im Bereich Krypto-Investitionen engagiert. Zuvor saß sie im Aufsichtsrat der großen amerikanischen Kryptobörse Coinbase.

Libra gerät schon leicht ins Wanken

Die Kritik an Facebook Libra hat derweil erste Auswirkungen gezeigt, so hat sich der Zahlungsdienstleister PayPal wegen des heftigen politischen Gegenwindes vorerst aus der Libra Association zurückgezogen.

Wie Cointelegraph am 2. Oktober berichtet hatte, sorgen sich auch Visa, Mastercard und Stripe, ebenfalls potenzielle Mitglieder der Libra Association, um eine etwaige Rufschädigung durch das Projekt, allerdings sind diese Befürchtungen wohl noch nicht so weit fortgeschritten, dass sie einen Austritt ausgelöst haben.

Libra stößt seit seiner Vorstellung auf heftigen politischen Gegenwind in fast allen Ländern der Welt, wobei besonders die Angst im Raum steht, dass die Facebook Kryptowährung die Geldpolitik der Regierungen untergraben könnte.

Derweil bleibt die technische Entwicklung von Libra vorerst unberührt, weshalb jüngst ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Einführung erreicht werden konnte.

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