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Nach Kapitol-Stürmung: Bitcoin-Spende an Rechtsextreme aufgetaucht

Nach der Stürmung auf das Kapitol, sind Berichte aufgetaucht, die eine großzügige Bitcoin-Spende aus Frankreich an Rechtsextreme in den USA offenlegen.

Das Online-Medium yahoo!news schreibt in einem Exklusivbericht, dass Rechtsextreme in den USA eine großzügige Bitcoin-Spende erhalten hätten, einen Monat vor der Erstürmung des Kapitols. Demnach seien am 8. Dezember 28,15 BTC (500.000 US-Dollar) auf 22 Wallets verschiedener Persönlichkeiten und Organisationen aus dem rechten politischen Spektrum des Landes transferiert worden.

Das Software-Unternehmen Chainalysis stellte Nachforschungen auf Basis der Yahoo-Daten über den Ursprung der Spende an. Die Spuren führen dabei nach Frankreich. Demnach kamen die Zuwendungen von einem Account auf einer französischen Krypto-Börse und gingen unter anderem an rechte Nachrichtenseiten und Influencer, wie VDARE, Daily Stormer oder Nicholas Fuentes. Dabei handle es sich laut Recherchen von Chainalysis um einen französischen Programmierer, der einen Blog betreibe. Einen der Beiträge interpretierte die Research-Firma als Abschiedsbrief. Dort prophezeite der Franzose den „Niedergang der westlichen Zivilisation“ und vermache deshalb sein Vermögen „bestimmten Zwecken und Leuten“. Ob der Finanzier tatsächlich tot ist, bleibt ungeklärt. Allerdings gab es auf dem Blog des Programmierers seit 2014 keinen neuen Eintrag mehr.

Wie eine anonyme Quelle berichtet, beschäftigen sich nun auch Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste mit der verdächtigen Transaktion, um mehr Informationen zu den finanziellen Hintergründen des Aufruhrs in Washington zu erfahren. Damit hofft die Regierung, zukünftige Angriffe zu verhindern und eine potenzielle ausländische Beteiligung oder Unterstützung von rechtsgerichteten Aktivitäten frühzeitig aufzudecken. Bei einer Pressekonferenz sagte US-Staatsanwalt Michael Sherwin, dass das FBI die Untersuchung als „erhebliche Terrorismusbekämpfung oder Spionageabwehr“ betrachte. Dazu sichten die Ermittlungsbehörden aktuell Geld-, Reise – und Kommunikationsaufzeichnungen sowie Dispositionen und allgemeine Bewegungen.

Irreführende Darstellung bremst Bitcoin-Adoption

Bitcoin haftet nach wie vor ein Schmuddel-Image an. Doch obwohl sich unter Kriminellen inzwischen herumgesprochen haben dürfte, dass es durchaus anonymere Kryptowährungen als Bitcoin gibt, wird die bekannteste der digitalen Währungen nach wie vor für illegale Zwecke verwendet. So gibt es aktuell im Darknet zweifelhafte Angebote, bei denen man sich einen Corona-Impfstoff gegen Bitcoin sichern können soll.

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Der Yahoo-Beitrag vermittelt dabei den Eindruck, dass Bitcoin lediglich ein Zahlungsmittel von Kriminellen sei. Eine Studie von Chainalysis von 2019 belegt dabei, dass tatsächlich nur 1,1 Prozent aller Krypto-Aktivitäten eine kriminelle Basis hätten. Dennoch bremsen solche Darstellungen die Adoption des digitalen Wertspeichers und anderer Kryptowährungen aus.

Erschwerend hinzu kommen Äußerungen von verschiedenen Funktionären aus Politik und Finanzen, wie beispielsweise Christine Lagarde. Die EZB-Chefin äußerte sich vor Kurzem in einem Livestream von Reuters über Bitcoin und Co. Sie sagte:

Bitcoin ermöglicht zweifelhafte Geschäfte und erleichterte einige tadelnswerte Geldwäsche-Aktivitäten. Es muss Regulierung auf einem globalen Level geben, die durchgesetzt und auf die sich geeinigt werden muss. Wenn es eine Ausweichmöglichkeit gibt, dann wird diese auch genutzt.

Finanzbehörden versagen beim Kampf gegen Geldwäsche

Doch diese Aussage ist irreführend. Ein Großteil der Geldwäsche wickelt sich nach wie vor über Fiat-Währungen ab. Das wird beispielsweise aus den im September letzten Jahres bekannt gewordenen FinCEN-Files deutlich. Demnach tun sich Banken und Finanzbehörden bei der Durchführung von AML-Maßnahmen schwer.

Bei dem Leak aus dem US-Finanzministerium handelt es sich um Dokumente, die belegen, dass große Geldhäuser wie JPMorgan, HSBC, Barclays oder die Deutsche Bank große Geldsummen von Kriminellen oder anderen umstrittenen Personen bewegt haben, obwohl diese eigentlich auf Sanktionslisten vermerkt waren. Insgesamt transferierten sich so fast zwei Billionen US-Dollar. Das entspricht fast der dreifachen Marktkapitalisierung des Bitcoin.

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Auch bei wichtigen…

Auch bei wichtigen Entscheidungsträgern in Sachen Regulierung findet der Krypta-Sektor immer mehr Unterstützung, wie das Beispiel des scheidenden OCC-Direktors Brian Brooks zeigt.

Wie aus einer aktuellen Meldung des U.S. Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hervorgeht, hat die  Krypto-Depotbank Anchorage eine bedingte Genehmigung für eine nationale Treuhand-Charta erhalten und ist damit die erste nationale “Digital Asset Bank” der USA.

Bisher standen den Finanzinstituten die Verwahrung, Verwaltung und der Handel digitaler Vermögenswerte anbieten wollten, eine Vielzahl regulatorischer Hürden gegenüber. Diese Hindernisse werden nun aber peu à peu beseitigt. Das OCC ist ein Teil des Finanzministeriums, das dafür zuständig ist, die Banken sowohl sicher als auch wettbewerbsfähig zu halten. Es hat nun drei Auslegungsschreiben herausgegeben. Diese schaffen die Grundlage für digitales Asset-Management. In ihnen ist festgelegt, wie Banken wie Anchorage Kryptowährungen verwahren, an Blockchain-Netzwerken teilnehmen und diese Technologie für den Zahlungsverkehr nutzen.

Wir sind eine nationale Bank. Der einzige Unterschied zu anderen Banken ist der, dass wir Krypto-Vermögenswerte anbieten. Der Vorteil einer föderal unterstützten Bank ist, dass sie per se zu allen staatlichen Gesetzen konform ist. Die Zulassung der ältesten Regulierungsbehörde für Banken in den Vereinigten Staaten … sendet eine sehr klare Botschaft

, zitiert das Portal Coindesk aus einem Interview mit Anchorage-Präsident Diogo Mónica.

Anchorage konnte bereits Visa als Partner gewinnen

Anchorage erklärte in einem Blog-Beitrag zur Ankündigung, dass seine neue bundesstaatlich gecharterte Bank „eindeutig die Definition einer qualifizierten Depotbank erfüllen wird“. Als „qualifizierte Depotbanken“ gelten Finanzinstitute in den USA, die Kundengelder verwalten und Wertpapiere auf bestimmte, definierte Weise halten. Bundesaufsichtsbehörden wie die Securities and Exchange Commission (SEC) können Einrichtungen als qualifizierte Verwahrer benennen, staatliche Aufsichtsbehörden hingegen nicht. Prompt nach dieser Ankündigung bezüglich Anchorage gab OCC-Chef Brian Brooks bekannt, dass er von seinem Amt zurücktritt. Ein Nachfolger steht mit Blake Paulson bereits fest. Unter Insidern war es kein Geheimnis, dass die Erteilung einer Banklizenz für Kryptounternehmen ein erklärtes Ziel von Brooks war.

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“,

Blockchains sind im Grunde genommen ein Bankgeschäft, denn was sie tun, ist die Transaktion von Werten über Netzwerke hinweg zu ermöglichen … das tun sie auf eine andere Weise als im traditionellen Bankgeschäft

, so Brooks in seinem Abschieds-Statement. 

Anchorage hat sich in der Vergangenheit bereits bei vielen institutionellen Investoren mit seinen Krypto-Verwahrdiensten einen Namen gemacht. Seit etwa anderthalb Jahren gehört auch der Kreditkartenanbieter Visa zu den Partnern. 

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Reuters über Gary Gensler: SEC-Führung unter Biden

Der designierte Präsident Biden hat seinen Kandidaten für die Leitung der US-Wertpapieraufsicht SEC bekanntgegeben.

Gary Gensler soll Bidens Kandidat für den Vorsitz der SEC sein. Reuters beruft sich dabei auf eine anonyme Quelle in einem Bericht vom Dienstag. In Obamas Regierung war Gensler Vorsitzender der Regulierungsbehörde CFTC. Er war für die Durchsetzung der vielen neuen Bestimmungen des Dodd-Frank Acts verantwortlich, der eine Reaktion auf die Finanzkrise von 2008 war.

Gensler hat während der Präsidentschaft von Trump am MIT Kurse über digitale Vermögenswerte und Blockchain unterrichtet. Wenn er nominiert wird, wird der von Demokraten kontrollierte Senat wohl sicher bereit, ihn auch zu nehmen. Gensler wäre wahrscheinlich der SEC-Leiter, der am meisten über Krypto informiert ist.

Der ehemalige SEC-Vorsitzende Jay Clayton, der im Dezember zurücktrat, war dafür bekannt, dass er während seiner Amtszeit Initial Coin Offerings verfolgte. Zu Beginn seiner Amtszeit veröffentlichte die Kommission ihren DAO Report. Der Bericht war die erste Erklärung in der es hieß, dass digitale Vermögenswerte Wertpapiere sein könnten und daher der Zuständigkeit der SEC unterliegen würden. 

Gensler ist seit kurz nach Bidens Wahlsieg Anfang November einer der Führungspersönlichkeiten in der Finanzpolitik in Bidens Übergangsteam. Es gab damals viel Spekulation darüber, welche Rolle Gensler zukünftig in der kommenden Regierung übernehmen würde. Viele glaubten bereits da, dass er für die SEC zuständig gemacht wird. 

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Geplantes Corona-Hilfspaket von Joe Biden könnte Bitcoin weiter befeuern

Die Regierung von Joe Biden, die bereits in wenigen Tagen ihr Amt antreten wird, will der amerikanischen Wirtschaft mit massiven neuen Hilfszahlungen unter die Arme greifen, was dem aktuellen Rekordlauf von Bitcoin (BTC) einen weiteren großen Schub geben könnte.

Wie das texanische Nachrichtenportal Axios am Donnerstag berichtet hat, hat Joe Biden den Kongress bereits darum gebeten, Einmalzahlungen in Höhe von 2.000 US-Dollar an jeden amerikanischen Bürger freizugeben, um die durch die Coronakrise gebeutelte Wirtschaft anzukurbeln. Darüber hinaus hat der bevorstehende Präsident ein Hilfspaket im Umfang von 3 Bio. US-Dollar vorgeschlagen, das über Steuererleichterungen und Investitionen in die Infrastruktur für neue Wirtschaftskraft sorgen soll.

Am Freitag hat Biden sich erneut für die direkten Hilfszahlungen stark gemacht, nachdem gestern die Arbeitslosenzahlen für Dezember veröffentlicht wurden, die einen weiteren Stellenabbau von 140.000 Jobs ausweisen.

Dementsprechend fordert Biden:

„Wirtschaftliche Analysen bestätigen, dass es in Situationen wie der momentanen Krise, besonders bei so geringen Zinsen wie aktuell, umso wichtiger ist, sofort einzugreifen und der Wirtschaft zu helfen, selbst wenn dafür Schulden gemacht werden müssen.“

Wenn 2020 als Referenzpunkt genommen wird, dann könnten die neuen Hilfszahlungen wieder als Katalysator für Bitcoin wirken, denn je mehr Geld in den Markt fließt, desto höher wird der Kurs der marktführenden Kryptowährung getrieben.

Donald Trump hatte vergangenen März das größte Hilfspaket in der Geschichte der USA verabschiedet, das sich auf 2 Bio. US-Dollar belief. Im Dezember hatte er zusätzlich ein Hilfspaket in Höhe von 900 Mrd. US-Dollar genehmigt, das Einmalzahlungen von 600 US-Dollar vorsieht.

Trotz der guten Absichten sind die Hilfspakete und Hilfszahlungen allerdings umstritten, da durch sie Geld in den Umlauf gebracht wird, ohne dass dafür ein Gegenwert erzeugt wird. Dies könnte eine steigende Inflation verursachen, was den US-Dollar und damit auch Vermögen abwerten würde. Die aggressive Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank, die eine Liquiditätskrise verhindern soll, indem immer mehr Geld „gedruckt“ wird, könnte diesen Effekt ungewollt verstärken.

Verschuldung der US-Zentralbank. 

Obwohl diese Maßnahmen vorteilhaft für risikoreiche Finanzprodukte wie Aktien sind, könnte auch Bitcoin profitieren, denn die Kryptowährung macht sich zunehmend als Absicherungsmittel gegen Inflation einen Namen.

Nicht nur die starke Entwicklung in den 11 Jahren seit Gründung der Kryptowährung sind ein Beleg dafür, dass diese von der Inflation unberührt bleibt, sondern auch das steigende Interesse institutioneller Investoren ist als Fingerzeig zu verstehen, der diese These stützt.

Das Narrativ um Bitcoin als digitales Gold ist dementsprechend eine treibende Kraft hinter der erhöhten Nachfrage durch Institutionen. Hierdurch konnte Bitcoin trotz (oder gerade wegen) der Krise im Jahr 2020 um 300 % hinzugewinnen. Allein in den letzten drei Wochen hat sich der Kurs der Kryptowährung verdoppelt. Sollte der US-Dollar durch die neuen Hilfsmaßnahmen an Wert verlieren, könnte der Höhenflug von Bitcoin weiter befeuert werden.

Selbst die einflussreiche Investmentbank JPMorgan Chase hat inzwischen bestätigt, dass Bitcoin Marktanteile von Gold abgreift. Am Freitag entsprach eine Einheit der Kryptowährung mehr als 22 Unzen Gold, was ein neuer Rekordwert ist.

Gold und Bitcoin im Vergleich.

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Neue Klage gegen Ripple: XRP fällt erneut hinter LTC zurück

XRP hat seinen Platz als viertgrößte Kryptowährung erneut verloren. Die Klagen gegen Ripple häufen sich, nachdem einer der Hauptinvestoren dem Beispiel der SEC folgte und eine Klage gegen das Projekt einreichte.

Einem Bericht von Bloomberg vom 6. Januar zufolge hat Tetragon, einer der Hauptinvestoren in einer 200-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde der Serie C für Ripple im Jahr 2019, vor dem einem Gericht in Delaware eine Klage gegen die Firma eingereicht.

Die Investmentgesellschaft behauptet, sie wolle vor Gericht „ihr vertragliches Recht durchsetzen“, von Ripple die Rücknahme der von Tetragon gehaltenen Vorzugsaktien der Serie C zu verlangen. Darüber hinaus beantragt die Firma bei Gericht, Ripple bis zur Klärung der Angelegenheit daran zu hindern, „Bargeld oder andere liquide Mittel“ einzusetzen.

Ripple hat auf die Vorwürfe reagiert und behauptet, die Klage sei „unbegründet“. Das Unternehmen wirft Tetragon vor, die „mangelnde regulatorische Klarheit“ in den Vereinigten Staaten bei der Klage auszunutzen.

Die Führungskräfte der Firma haben zuvor die Regulierungsbehörden in den USA kritisiert. Sie machten dabei Andeutungen, die Firma könnte ihren Hauptsitz ins Ausland verlegen, um der „Regulierung durch Durchsetzung“ in den Vereinigten Staaten zu entgehen.

Wohl aufgrund der Klagen von der US-Wertpapieraufsicht SEC und jetzt auch von Tetragon hat der XRP seine Position als viertgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung verloren. Laut Daten von CoinMarketCap liegt die Marktkapitalisierung von XRP mit 10,3 Mrd. US-Dollar hinter der von Litecoin mit 10,5 Mrd. US-Dollar. LTC ist in den letzten sieben Tagen um 26 Prozent gestiegen, während die Marktkapitalisierung von XRP stagnierte. Litecoin hat XRP am Sonntag zum ersten Mal überholt, aber das war nur kurzzeitig.

Im Dezember verklagte die SEC den Ripple-CEO Brad Garlinghouse und den Mitbegründer Chris Larsen wegen der Durchführung eines „unregistrierten, fortlaufenden Wertpapierangebots für digitale Vermögenswerte“ über ihre XRP-Verkäufe. Es soll dazu eine virtuelle Vorverhandlung im Februar stattfinden.

Viele Kryptobörsen, darunter Coinbase, Bittrex, OKCoin, Bitstamp, OSL, Beaxy, und CrossTower haben sich von XRP daraufhin distanziert. Einige haben angekündigt, den Handel mit XRP aussetzen zu wollen, während andere den Token ganz aus ihrem Angebot streichen.

Bei Redaktionsschluss lag der XRP bei 0,22 US-Dollar. Er ist seit Ende November um 70 Prozent gefallen.

Cointelegraph bat Voatz um einen Kommentar, aber bis Redaktionsschluss lag noch keine Antwort vor. 

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Bitcoin bei der Bank kaufen: In den USA bald Realität?

Die US-amerikanische Bankenaufsicht OCC hat in einem Schreiben den rechtlichen Rahmen für die Verwahrung von Kryptowährungen und den Betrieb von Netzwerkknoten für US-Banken abgesteckt.

US-amerikanische Banken dürfen künftig Netzwerkknoten, sogenannte Nodes, in Zahlungsnetzwerken betreiben. Dafür haben sie am 4. Januar von der zuständigen Behörde, dem Office of the Comptroller of the Currency (OCC), grünes Licht erhalten. Damit einher geht die Erlaubnis, Bankdienstleistungen mit Stablecoins anzubieten. Dabei handelt es sich um Digitale Währungen, die – beispielsweise durch eine 1:1 Deckung durch Dollar-Rücklagen – einen möglichst stabilen Wechselkurs gewährleisten. Die US-Großbank JPMorgan experimentiert intern bereits seit längerem mit einem eigenen Stablecoin für den Interbanken-Handel. Der OCC-Brief verwendet für dezentral verwaltete Zahlungsnetzwerke den Begriff „Independent Node Verification Network“ (INVN). Wörtlich heißt es in dem Schreiben an die US-Geldhäuser:

Nationale Banken und Bundessparkassen (gemeinsam als „Banken“ bezeichnet) können neue Technologien, einschließlich INVNs und damit verbundene Stablecoins, verwenden, um bankenzugelassene Funktionen durchzuführen, wie z.B. Zahlungsaktivitäten.

Bitcoin bei der Bank kaufen – keine Zukunfstmusik mehr

Das OCC legt damit die Grundlage für eine weitere Verzahnung von Krypto- und traditioneller Finanzwirtschaft in den USA. Die Erlaubnis, Netzwerkknoten zu betreiben und Stablecoins zu verwalten, könnte die Verbreitung von klassischen Krypto-Assets wie Bitcoin und Ether weiter befördern, denn:

INVNs können mehrere verschiedene Kryptowährungen übertragen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Stablecoins. Stablecoins dienen als Mittel zur Abbildung von Fiat-Währung auf einem INVN. Auf diese Weise bietet der Stablecoin ein Mittel für Fiat-Währung, um Zugang zu den Zahlungsschienen eines INVN zu erhalten.

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Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Banken künftig auch eine Anlaufstelle für den Kauf und Verkauf von Bitcoin und Co. werden könnten. Die Weichen hat dafür hat das OCC bereits im September 2020 gestellt, als sie Banken die Verwahrung von Stablecoins erlaubt hat. Der Weg von der Bank zum Kryptoverwahrer war damit geebnet – auch wenn sich die Erlaubnis seinerzeit noch explizit auf Stablecoins beschränkt hat, die 1:1 mit einer einzigen Fiat-Währung gedeckt sind. Der jüngste Brief des OCC scheint den Banken hier einen größeren Spielraum zu gewähren.

OCC-Chef Brooks hat Blockchain-Erfahrung

Der aktuelle Chef der Behörde, Brian P. Brooks, hat damit bereits zum zweiten Mal ein starkes Signal an die Blockchain-Industrie gesendet. Der im Mai 2020 von der Trump-Regierung ins Amt berufene Banker, Anwalt und Unternehmer hat bereits Erfahrungen im Blockchain-Sektor gesammelt. Brooks war von 2018 bis 2020 der Chief Legal Officer bei der US-amerikanischen Bitcoin-Börse Coinbase. Gleichzeitig saß Brooks im Beirat von Spring Labs, einem Blockchain-Start-up für Finanzdienstleistungen. Es ist durchaus denkbar, dass Brooks in seinen verbleibenden Amtszeit von viereinhalb Jahren noch das ein oder andere Schmankerl für die US-amerikanische Tokenökonomie bereit hält.

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Krypto-Regulierung: FinCEN zieht Daumenschrauben an

Zum Jahresauftakt deutet sich an, dass die Regulierungsvorschriften für den Krypto-Markt drastisch verschärft werden. Insbesondere in den USA. Die FinCEN präsentiert gleich zwei Initiativen.

Das US-Finanzministerium besitzt mit dem Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) eine Abteilung, die auf die Überwachung potenzieller Verstöße gegen inländische Finanzgesetze spezialisiert ist. Nun plant man dort eine neue Vorschrift. US-Amerikaner sollen es demnach melden müssen, wenn sie mehr als 10.000 US-Dollar (USD) in Kryptowährungen bei ausländischen Finanzdienstleistern oder Anbietern virtueller Vermögenswerte haben.

Wie es in einer Notiz der FinCEN heißt, definieren derzeit die Vorschriften zur Meldung ausländischer Bank- und Finanzkonten (FBAR) ein ausländisches Konto mit virtuellen Währungen nicht als eine Art von meldepflichtigem Konto. Dies ist nur dann der Fall, wenn das Konto neben virtuellen Währungen auch meldepflichtige Vermögenswerte hält. Derzeit müssen FBARs von Personen eingereicht werden, die insgesamt mehr als 10.000 USD in ausländischen Finanzkonten, einschließlich Fremdwährungen in Form von Fiatgeld haben. Virtuelle Währungen sind von dieser Meldepflicht aktuell noch ausgeschlossen.

Die Pläne der FinCEN zur veränderten Regelsetzung wurden am Silvesterabend veröffentlicht. Dies geschah vielleicht nicht von ungefähr. Gemeinhin rechnet man mit einem Wechsel an der Spitze des Finanzministeriums in etwa drei Wochen. Eine genaues Datum des Inkrafttretens der neuen Regelung ist in der Verlautbarung gleichwohl nicht enthalten. 

Krypto-Szene über FinCEN-Vorstoss wenig begeistert

Die FBARs müssen den Namen des Kontoinhabers, die Kontonummer, den Namen und die Adresse der ausländischen Bank beinhalten. Auch die Art des Kontos und der maximalen Wert, der während des Jahres dort auftauchte, sind vonnöten. Personen, die die Steuererklärung nicht einreichen, müssen mit verschiedenen Strafen rechnen. Dazu zählen auch Geldstrafen, so die Website des International Revenue Service (IRS). Ob die FinCEN von Krypto-Anlegern auch zusätzliche Informationen wie etwa Blockchain-Adressen fordert, ist derzeit noch unklar. 

Zusätzlich dazu möchte die FinCEN noch eine andere Regulierungsvorschrift umsetzen. Darin geht es um eine Verpflichtung der Krypto-Börsen zur Speicherung von Kundendaten, wenn mehr als 3.000 USD zu ungehosteten Wallets transferiert werden. Diese Ankündigung eine Woche vor Weihnachten kam in der Krypto-Szene alles andere als gut an. Ihre Durchsetzung würde für viele insbesondere kleinere Krypto-Projekte einen immensen Verwaltungs-Mehraufwand bedeuten. Viele Aktive der Krypto-Community haben ihre Nutzer daher aufgefordert, Kommentare gegen diesen Vorschlag einzureichen. Einige Beobachter sehen diesen Vorstoß als eine Art Abschiedsschuss gegen Kryptowährungen des derzeitigen Finanzministers Steven Mnuchin. Besonders laut tönte der Hilferuf von Brian Armstrong, seines Zeichens Gründer und CEO der Bitcoin-Börse Coinbase.

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FinCEN schlägt Meldepflicht für ausländische Krypto-Vermögen vor

Das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), also die amerikanische Behörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität, hat am 31. Dezember eine Änderung für das amerikanische Geldwäschegesetz, den Bank Secrecy Act, vorgeschlagen. Diese betrifft ausländische Konten, auf denen Digitalwährungen angelegt sind. Derzeit werden Digitalwährungen in den Geldwäschevorschriften für ausländische Konten (FBAR) nicht explizit berücksichtigt.

Mit ihrer jüngsten Eingabe will das FinCEN dahingehend eine Änderung erwirken, die amerikanische Staatsbürger dazu verpflichten würde, Vermögen in Form von Kryptowährungen, die bei ausländischen Finanzinstituten angelegt sind, melden zu müssen, sofern diese größer sind als 10.000 US-Dollar.

Noch ist nicht bekannt, wann der entsprechende Entwurf offiziell veröffentlicht wird, denn die jüngste Eingabe der Behörde drückt lediglich deren Absicht zur Änderung aus.

Der Vorschlag erfolgt knapp drei Wochen bevor die Leitung des amerikanischen Finanzministeriums von der Trump-Regierung auf die neu gewählte Regierung von Joe Biden wechselt.

Das Finanzministerium, dem das FinCEN angehört, hatte Anfang Dezember wiederum einen weiteren Gesetzentwurf vorgestellt, der die Auflagen für Transaktionen zu „selbstverwalteten“ Krypto-Wallets verschärfen will.

Viele Köpfe der Kryptobranche fordern die Krypto-Nutzer auf, Kritik an diesem Gesetzentwurf zu äußern, da sie darin lediglich einen letzten Versuch des scheidenden Finanzministers Steven Mnuchin zur Beeinflussung der Krypto-Regulierung sehen.

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Bürgermeister von Miami lobt Bitcoin als „stabiles Investitionsprodukt“ in Krisenzeiten

Francis Suarez, der Bürgermeister von Miami, ist die nächste einflussreiche Person, die Bitcoin (BTC) öffentlich lobt, was die Adoption der marktführenden Kryptowährung weiter unterstreicht.

In einem entsprechenden Tweet vom Donnerstag bezeichnet Suarez Bitcoin als „stabiles Investitionsprodukt in einem von unglaublicher Instabilität geprägtem Jahr“. Dem fügte er an, dass er von prominenten Krypto-Experten wie Tyler Winklevoss und Anthony Pompliano über die Digitalwährung aufgeklärt wurde.

Sowohl Winklevoss als auch Pompliano haben anschließend auf Tweet von Suarez reagiert. So meinte Tyler, dass er dem Bürgermeister von Miami gemeinsam mit seinem Bruder Cameron eine handsignierte Ausgabe ihres Buches „Bitcoin-Milliardäre“ mitbringen will, wenn sie das nächste Mal in der Stadt sind.

Pompliano meinte derweil, dass Miami auf bestem Weg sei, die erste „Bitcoin-City“ der USA zu werden. Eine Idee, die auch ein weiterer Twitter-Nutzer aufgriff, indem er dem Bürgermeister nahelegte, die Blockchain-Technologie auch ins politische Geschehen der Stadt einzubauen. Suarez scheint auch dem nicht abgeneigt, denn er antwortete: „Das werden wir auf jeden Fall prüfen!“

Francis Suarez wurde im November 2017 als parteiloser Kandidat zum Bürgermeister von Miami gewählt. Vor seiner Karriere in der Politik hatte er als Anwalt gearbeitet und war in der Immobilienbranche tätig.

Miami wird als einer der interessantesten Anlaufpunkte für Kryptowährungen in den USA gehandelt, was an der lockeren Regulierung und dem reichlich vorhandenen Kapital der Stadt liegt. Die Nordamerikanische Bitcoin-Konferenz, an der namhafte Branchengrößen wie Charles Hoskinson, Roger Ver und Riccardo Sagni teilgenommen haben, wurde Anfang des Jahres in Miami abgehalten.

Die aktuelle Höhenflug der marktführenden Kryptowährung, der durch ein gesteigertes Interesse von Großinvestoren und Unternehmen getragen wird, hat Bitcoin wieder ins Rampenlicht gerückt. Die Adoption der Kryptowährung wird zunehmend als Vorteil in Zeiten der Krise und wirtschaftlichen Unsicherheit gesehen.

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ICO-Werbung mit DJ Khaled und Floyd Mayweather: Gründer zu einem Jahr Haft verurteilt

Ein Gericht in Manhattan hat den Betreiber der betrügerischen Krypto-Investmentfirma Centra Tech zu einem Jahr und einem Tag Gefängnis verurteilt.

In einer Ankündigung am Dienstag vom US-Justizministerium hieß es, Robert Farkas habe während des Initial Coin Offering-Booms im Jahr 2017 25 Mio. US-Dollar verdient. Berühmt wurde dieses ICO durch die Werbung mit dem Boxer Floyd Mayweather und dem Musiker DJ Khaled. Beide sind in rechtliche Schwierigkeiten geraten, weil sie nicht angegeben hatten, dass sie dafür bezahlt wurden.

Zusätzlich zu der prominenten Unterstützung hat Farkas auch falsche Angaben über die Lizenzierung von Centra Tech als Gelddienstleistungsunternehmen in 38 Staaten sowie über Partnerschaften mit Visa und Mastercard gemacht. In Anbetracht der Dreistigkeit wollte die Staatsanwaltschaft eine möglichst schwere Bestrafung für Farkas erreichen. Das Urteil ist mit einem Jahr und einem Tag leichter als erwartet ausgefallen. Das ist die Mindeststrafe für Schwerverbrecher.

Die Mitbegründer Sohrab Sharma und Raymond Trapani haben sich ebenfalls schuldig bekannt.

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