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Bitcoin: Sind die Versprechen von Dezentralität und Sicherheit eine Lüge?

Seit seiner Geburt im Jahr 2009 gründet sich Bitcoins Erfolg auf zwei Kernversprechen: Dezentralität und absolute Sicherheit. Die erste und mächtigste Kryptowährung der Welt wird von ihren Befürwortern als digitales, unabhängiges und faires Geldsystem gepriesen, eine Antwort auf die Hegemonie der zentralisierten Wall Street und eine Alternative zu nationalen Währungen wie dem US-Dollar. Offen für alle mit Internetzugang, dezentral verteilt und lückenlos abgesichert über tausende von Netzwerke, ohne zentralen Herrscher. Das ist der Mythos von Bitcoin. Eine der Top-Blockchain-Sicherheitsfirmen rüttelt nun an den Grundfesten dieser verführerischen Erzählung.

“Are Blockchains Decentralized?” ist der Name des 26-seitigen Reports der Experten von Trail of Bits. Die 2013 gegründete Firma sichert einige der größten Kryptoprojekte ab, darunter Ethereum, Polygon, Polkadot und Chainlink. Sie berät Web2-Giganten wie Microsoft, Google und Zoom. Sie erstellte die Studie im Auftrag von DARPA, dem Forschungsministerium des US-Pentagons, unter anderem bekannt für die Erfindung des Internets.

Das Fazit des Reports zu Bitcoin? Ernüchternd. Die üblichen Verteidiger von Bitcoin im Space (Anthony Pompliano, Michael Saylor, Jack Dorsey und Co.) halten sich bisher dazu bedeckt. BTC-ECHO holt in den nächsten Tagen Einordnungen von Experten ein. Hier vorerst die wichtigsten Ergebnisse.

So gefährdet sind Bitcoin und Co.

  • 1. Beim sogenannten Proof-of-Work-Konsensalgorithmus halten Miner das Bitcoin-Netzwerk am Leben. Sie generieren neue Blocks, garantieren die Echtheit der Datenbank und die Sicherheit des Systems. Laut Trail of Bits geht 51 Prozent dieser Aktivität auf vier der größten Minerkollektive zurück. Das heißt 0.004 Prozent der Miner kontrollieren über die Hälfte der Hashrate, der Computerleistung des Netzwerks.
  • 2. 60 Prozent des Traffics von Bitcoin wird über nur drei Internetanbieter abgewickelt, die wiederum selbst hochgradig zentralisiert und fehleranfällig sind, unter anderem Amazon Web Services. Sie könnten den einzelnen Knotenpunkten im Netzwerk (Nodes) auch einfach den Zugang verwehren oder ihre Geschwindigkeit drosseln, wenn sie wollten.
  • 3. Fast 55 Prozent der Bitcoin-Nodes laufen zudem über einen Browser des Dark Webs, Tor. Ein Ausfall oder Angriff auf dieses Ökosystem könnte ebenfalls weitreichende Folgen für Bitcoin haben. Tor wurde letztes Jahr beispielsweise von einem russischen Hacker attackiert, der kurzzeitig 40 Prozent der Knotenpunkte im Netzwerk übernahm.
  • 4. 85 Prozent der Umlaufmenge an Bitcoins konzentriert sich im Besitz von weniger als fünf Prozent der Holder.
  • 5. Der weltweit führende Mining-Pool ViaBTC benutzt laut Trail of Bits für seine Konten das Passwort 123. Die Mining-Organisation Pooling überprüft Anmeldedaten gar nicht. Slushpool weist seine Nutzer sogar an, das Passwortfeld zu ignorieren. Diese drei Minerkollektive machen etwa 25 Prozent der gesamten Bitcoin-Hash-Rate aus.
  • 21 Prozent der Bitcoin-Nodes laufen noch auf einer alten Software, die seit Juni 2021 für ihre Sicherheitslücken bekannt ist.

In der Vergangenheit stellten Studien immer wieder fest, dass bestimmte Bereiche in der Blockchain nicht so dezentral sind, wie sie vermarktet werden. So kam Chainalysis zum Ergebnis, dass rund ein Prozent der Mitglieder in dezentralen Organisationen rund 90 Prozent der Abstimmungsrechte auf sich vereinen.

Im Bereich NFTs befinden sich laut einer anderen Studie von Chainalysis rund 80 Prozent der digitalen Kunstwerke im Besitz von zehn Prozent der Menschen, zumindest auf der Ethereum-Blockchain.

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Stolzer Papa – Frankreich verleiht Bundesverdienstkreuz an „Crypto Dad“ Giancarlo

Die französische Regierung hat dem ehemaligen Chef der amerikanischen Handelsaufsicht CFTC ihr „Bundesverdienstkreuz“ verliehen.

Wie aus einem Tweet des ehemaligen CFTC-Chefs Christopher Giancarlo hervorgeht, wurde dem als „Crypto Dad“ bekannten Regulierer am gestrigen Dienstag von der französischen Botschaft in Washington D.C. der Verdienstorden „Ordre national du Mérite“ verliehen, der in etwa dem deutschen Bundesverdienstkreuz entspricht. Unter den Anwesenden der Verleihungszeremonie waren auch die amtierenden und ehemaligen CFTC-Kommissare Rostin Behnam, Brian Quintenz, Christy Goldsmith Romero, Kristin Johnson, Caroline Pham und SEC-Kommissarin Hester Peirce.

Nachdem die französische Regierung den Verdienstorden bereits im Mai zugesprochen hatte, ist die Auszeichnung mit der Vergabe nun also amtlich. Wie Phillippe Etienne, Frankreichs Botschafter in den USA, erklärt, erhält der ehemalige CFTC-Chef die Auszeichnung unter anderem „für sein Verständnis der Finanzmärkte und des Potenzials von Kryptowährungen“.

„Dieser Verdienstorden zeichnet die Schaffung einer klaren Regulierung des Kryptomarktes und der Stärkung der Kooperation mit den Regulierungsbehörden auf der anderen Seite des Atlantiks aus, die mir während meiner Amtszeit gemeinsam mit meinen vielen kompetenten Kollegen gelungen sind“, wie Giancarlo die Ehrung selbst einordnet.

Christopher Giancarlo war fünf Jahre lang als Chef der US-Handelsaufsicht CFTC zuständig, ehe er die Behörde im April 2019 verlassen hat. In seiner Amtszeit hat der Regulierer eine entscheidende Rolle bei der Zulassung von Bitcoin-Futures gespielt. Sein freiheitlicher Regulierungsansatz im Bezug auf Kryptowährungen nach dem Credo „keinen Schaden anrichten“, hat ihm in der Branche den Spitznamen „Crypto Dad“ eingebracht.

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Ripple-Chef kritisiert SEC für „Widersprüchlichkeit“ bei der Krypto-Regulierung

Ripple-Chef Brad Garlinghouse ist der Ansicht, dass die Regulierungsbemühungen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC im Hinblick auf die Kryptobranche widersprüchlich ist.

Die entsprechenden Äußerungen hat Garlinghouse am Donnerstag im Rahmen der Collision Conference in Toronto im Gespräch mit dem Chefredakteur des einflussreichen Techmagazins Wired gemacht. Dabei verwies der Ripple-Chef natürlich auf den laufenden Rechtsstreit zwischen dem Blockchain-Dienstleister und der SEC, in dem die Bundesbehörde Ripple vorwirft, mit der Herausgabe der firmeneigenen Kryptowährung XRP unrechtmäßigen Wertpapierverkauf begangen zu haben. Gleichsam hat die Börsenaufsicht im April 2021 jedoch den Börsengang der Kryptobörse Coinbase durchgewunken, obwohl diese zum damaligen Zeitpunkt XRP in der Notierung hatte.

„Die SEC argumentiert in ihrer Klage, dass ‚XRP ein Wertpapier ist und schon immer war‘, aber nichtsdestotrotz haben sie den Coinbase-Börsengang goutiert, obwohl Coinbase kein zugelassener Wertpapierhändler ist“, wie sich der Ripple-CEO wundert. Dem fügt er an: „Die SEC widerspricht sich also selbst, so als ob die linke Hand nicht weiß, was die rechte Hand tut.“

Weiter führt Garlinghouse aus:

„Anstatt, dass die Börsenaufsicht daran arbeitet, klare Regeln und neue Regulierungsvorschriften für die Branche aufzustellen, geht sie lieber den Weg des geringsten Widerstandes, indem sie Regulierung durch Strafverfolgung betreibt, was nicht wirklich sinnvoll ist und die Innovation in den USA eher behindert.“

Auch der Einschätzung von SEC-Chef Gary Gensler, dass die Kryptobranche eine Art Wilder Westen ist, widerspricht der Ripple-Geschäftsführer vehement. Vielmehr müssten die Marktteilnehmer auch eine gewisse Eigenverantwortung tragen und Risiken einpreisen: „Natürlich ist der Kryptomarkt eine sehr volatile Anlageklasse, aber im Endeffekt haben alle Anlageklassen eine gewisse Volatilität. Ich finde nicht, dass es der Job einer Aufsichtsbehörde ist, zu bestimmen, wie Anleger und Unternehmen mit dieser Volatilität umgehen.“

Der Prozess zwischen dem XRP-Herausgeber und der wichtigen Behörde läuft immer noch. Beobachter erwarten, dass die letztendliche Entscheidung in dem Verfahren einen Präzedenzfall in den USA schaffen wird, der für die gesamte Kryptobranche wegweisend sein könnte.

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ARK36-Direktor sieht in CBDCs eine Bedrohung für Stablecoins

Ein Krypto-Experte befindet, dass die vielerorts geplanten Zentralbank-Digitalwährungen (CBDC) keine direkte Bedrohung für Krypto-Marktführer Bitcoin (BTC) sind, aber zur Konkurrenz für Stablecoins werden könnten.

Laut Mikkel Morch, dem Leitenden Direktor des Krypto-Hedgefonds ARK36, steht eine staatliche Digitalwährung wie der geplante digitale US-Dollar nichts zwangsläufig im Wettbewerb mit dezentralisierten Kryptowährungen.

Grund dafür ist nach Einschätzung des Experten, dass die Anwendungsfälle von dezentralisierten Kryptowährungen „oftmals über eine Funktion als bloßes Transaktionsmittel hinausgehen“.

In diesem Zusammenhang verweist Morch gegenüber Cointelegraph auf die Äußerungen von US-Zentralbankchef Jerome Powell, der Anfang des Jahres angedeutet hatte, dass die Federal Reserve „regulierte, privatwirtschaftliche Stablecoins“ nicht davon abhalten wird, gemeinsam mit dem digitalen US-Dollar der Zentralbank zu koexistieren.

Dementsprechend geht Morch davon aus, dass die voranschreitende Entwicklung von CBDCs nicht gleichsam bedeutet, dass nicht-staatliche Kryptowährungen wie Stablecoins ins Hintertreffen geraten. Vielmehr vermutet der Experte, dass eine breite Akzeptanz von Zentralbank-Digitalwährungen sogar „die Verbreitung von Krypto und Blockchain vorantreiben“ könnte.

Nichtsdestotrotz bergen die CBDCs auch Gefahren für Stablecoins, wie der ARK36-Direktor feststellt:

„Allerdings könnte eine CBDC die Rolle und die Nachfrage nach privaten Stablecoins abschwächen, sofern es in dem jeweiligen Land einen bestehenden Markt für Stablecoins gibt. In den USA ist dieser auf jeden Fall gegeben.“

In seinen Einschätzungen geht Morch auch auf die aktuellen Ankündigungen der Zentralbank und Finanzaufsicht von Singapur ein, die angesichts der momentanen Entwicklungen auf dem Kryptomarkt in Aussicht gestellt hat, „brutal und gnadenlos“ bei der Regulierung der Branche vorzugehen.

Als Alternative zu privaten Kryptowährungen will das Land deshalb in den nächsten drei Jahren eine eigene Zentralbank-Digitalwährung an den Start bringen.

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GitHub-Nutzer reagieren auf Gesetzesvorschlag von US-Senatoren Gillibrand und Lummis: Bitcoin-Gesetz gefordert

Interessierte Nutzer haben nun die Gelegenheit, einen Beitrag zu einem Krypto-Gesetzentwurf zu leisten, der bald schon die Richtlinien der Branche in den Vereinigten Staaten festlegen könnte: den sogenannten Responsible Financial Innovation Act (RFIA). Zu Deutsch heißt das etwa „Gesetz über verantwortungsvolle Finanzinnovation“.

Am Mittwoch luden die US-Senatoren Cynthia Lummis und Kirsten Gillibrand den vollständigen Responsible Financial Innovation Act (RFIA) auf GitHub hoch. Das ist eine beliebte Plattform für Software-Experten. Hier wollen die Senatoren Feedback von der Öffentlichkeit einholen. Vertreter von Lummis kommentierten dazu:

„Die Senatoren bitten um Kommentare von Vertretern aus der Branche, Verbrauchern und interessierten Parteien, um sicherzustellen, dass dieses bahnbrechende Gesetz den innovativen Charakter der Branche, die es regulieren soll, widerspiegelt. Gleichzeitig soll dabei Vertrauen und Stabilität für die Verbraucher geschaffen werden.“

Bei Redaktionsschluss gab es bisher nur eine Handvoll Kommentare auf der Seite des Gesetzesvorschlags. Einige davon sagen nicht viel aus („Steuern sind Diebstahl!“). Andere wiederum schlagen fragwürdige Änderungen für das Dokument vor.

Der GitHub-Benutzer „Stduey“ erklärt, warum Bitcoin anders sei und aufgrund seiner „absoluten Knappheit“ nicht zu den riskanten Vermögenswerten gezählt werden sollte. Er plädiert für ein separates Gesetz für Bitcoin:

„Wenn Sie 5.000 Satoshis für 1 US-Dollar kaufen, haben Sie 5.000/2,1 Billiarde Satoshis für immer, und niemand kann das ändern. Die Leute können das Ausmaß noch nicht begreifen, aber dieser kleine Unterschied ist es, der Bitcoin von allen anderen Kryptowährungen, Fiat, Edelmetallen und Rohstoffen unterscheidet.“

In einem weiteren GitHub-Kommentar spricht „savage1r“ über die Inkonsistenz des derzeitigen Rahmens in Bezug auf Airdrops. Der steuerpflichtige Wert von Coins wird darin anhand des Einstiegspreises festgelegt, der deutlich höher liegen kann als in der Auszahlungsphase:

„Airdrop-Empfänger sollten nur kurz- oder langfristige Steuern auf die eins zahlen müssen, die sie auszahlen lassen, vorausgesetzt, der anfängliche Wert beträgt 0 US-Dollar, weil sie die Gewinne nicht realisieren, bis sie handeln oder verkaufen.“

Der mit Spannung erwartete RFIA wurde am 7. Juni im US-Senat eingebracht. In der Community ist man sich weitgehend einig, dass der Gesetzentwurf für Kryptowährungen vorteilhaft ist.

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Stablecoins machen „strukturelle Schwachpunkte“ der Kryptobranche deutlich

Das Direktorium der amerikanischen Zentralbank weist angesichts der momentanen Schieflage auf dem Kryptomarkt darauf hin, dass Stablecoins große Risiken für Anleger und das gesamte Finanzsystem darstellen.

Die entsprechenden Feststellungen hat die Federal Reserve am Freitag in ihrem neuen Bericht zur Geldpolitik gemacht. So argumentiert die Zentralbank in diesem Zusammenhang, dass „der jüngste Zusammenbruch bestimmter Stablecoins“ – sehr wahrscheinlich eine Anspielung auf das gecrashte Blockchain-Projekt Terra und den zugehörigen algorithmischen Stablecoin TerraUSD (UST) – in Kombination mit den „aktuellen Schwierigkeiten“ des Kryptomarkts darauf hindeutet, dass es „strukturelle Schwachpunkte“ gibt. Dahingehend verweisen die Autoren auf einen weiteren Regierungsbericht vom November 2021, der zuvor zu dem Ergebnis gekommen ist, dass „dringend“ eine gesetzliche Regulierung braucht, um den daraus entstehenden finanziellen Risiken entgegenzuwirken.

„Stablecoins, die nicht durch verfügbare und ausreichende Liquidität gedeckt sind und nicht angemessenen regulatorischen Standards entsprechen, stellen Risiken für Anleger und potenziell auch für das gesamte Finanzsystem dar, unter anderem weil sie für destabilisierende Bankläufe sorgen können“, so die Zentralbank in ihrem neuen Bericht. Und weiter: „Diese Anfälligkeiten werden noch dadurch verschlimmert, dass es an Transparenz fehlt, was das Risiko und die Liquidität der Vermögenswerte angeht, an die die Stablecoins gekoppelt sind.“

Stablecoins agieren als eine Art Schmiermittel der Kryptobranche, denn die (wert-)stabilen Kryptowährungen helfen in vielerlei Hinsicht, den Markt zu organisieren und überhaupt erst möglich zu machen. Dies wird nicht zuletzt daran deutlich, dass der Zusammenbruch von Terra eine Kettenreaktion ausgelöst hat, die nun den gesamte Kryptomarkt unter massiven Druck setzt. Die Kritik der US-Zentralbank an Stablecoins ist also mit einer grundlegenden Kritik am Krypto-Ökosystem gleichzusetzen.

Der Bericht der Federal Reserve kommt derweil wenige Tage bevor deren Chef Jerome Powell im US-Parlament zur möglichen Einführung einer amerikanischen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) sprechen wird. Demnach könnte diese auch „helfen, den internationalen Stellenwert des Dollars aufrechtzuerhalten“.

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Inflation in USA: 8,6 Prozent setzen Fed unter Druck

Das U.S. Bureau of Labor Statistics hat heute die neuen Inflationszahlen in den USA für den Monat Mai bekannt gegeben. Die Vereinigten Staaten plagen sich mit der höchsten Teuerungsrate seit 40 Jahren. Im Jahresvergleich liegt die Inflation nun bei 8,6 Prozent und übertraf damit die Prognosen von Analysten um 0,3 Prozent. Preistreiber seien hierbei vor allem die Bereiche: Wohnen, Lebensmittel und Energie, schreibt die Behörde in ihrer Erklärung. So legte der Strom- und Gassektor binnen eines Jahres um 34,6 Prozent zu. Preise für Nahrungsmittel verteuerten sich um 10,1 Prozent.

Die ausufernden Zahlen setzen die US-Notenbank Fed indessen weiter unter Druck. In der Konsequenz hatte die Zentralbank bereits Anfang Mai den Leitzins um 0,5 Prozent angehoben, um die galoppierende Inflation wieder einzufangen – bisher jedoch erfolglos. Experten werfen dem Währungshüter zögerliches Verhalten vor. Sie rechnen mit weiteren, aggressiveren Anhebungen – mit negativen Folgen für die Finanzmärkte. BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck sieht die Fed unter Zugzwang:

Die weiterhin ausufernde Inflation dürfte die US-Notenbank Fed dazu veranlassen, die Anleihekäufe noch schneller zurückzufahren und weitere Zinserhöhungen in Betracht zu ziehen.

Die damit einhergehende Verknappung der Liquidität am Markt würde sich kurzfristig negativ auf die Investitionsbereitschaft in Technologiewerte und Kryptowährungen auswirken, so Lübeck.

Inflation sorgt für Unruhe an Finanzmärkten

Erste Effekte sind dabei bereits absehbar. Auf den globalen Börsen sorgte die Bekanntgabe der Zahlen zur Inflation für unruhige Stimmung unter Anlegern. Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 verloren gegenüber dem Vortag 2,01 respektive 2,88 Prozent. Auch der DAX handelt mit einem Verlust von 2,53 Prozent inzwischen wieder unter der 14.000er-Marke. Im Krypto-Sektor sank die Gesamtmarktkapitalisierung um 3 Prozent auf nunmehr 1,26 Milliarden US-Dollar. Zuvor drückte bereits die Ankündigung der EZB, erstmals seit 11 Jahren den Leitzins anheben zu wollen, das Sentiment.

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Bitcoin-Derivatedaten prognostizieren BTC-Kurs unter 30.000 US-Dollar

Bitcoin (BTC) ist am 31. Mai kurz über 32.000 US-Dollar ausgebrochen, aber die Freude währte nur kurz. Weniger als 4 Stunden später ist er schon wieder darunter gefallen. Im Vergleich zum Tief von 27.000 US-Dollar vom 12. Mai entspricht der Anstieg auf 32.300 US-Dollar einem Plus um 20 Prozent. Dadurch konnten die Bullen neue Hoffnung schöpfen und höhere Call-Optionen um 34.000 US-Dollar einrichten.

Am 1. Juni wurden sie negativ überrascht, als BTC in weniger als sechs Stunden um 7,6 US-Dollar einbrach und unter 30.000 US-Dollar fiel. Dieser Einbruch fiel mit dem Beginn des Bilanzabbaus der US-Zentralbank zusammen.

Am 2. Juni erklärte der ehemalige CEO der Kryptobörse BitMEX Arthur Hayes, dass der Bitcoin-Boden im Mai ein starkes Signal gewesen sein könnte. Anhand von On-Chain-Daten prognostiziert Hayes eine starke Unterstützung bei 25.000 US-Dollar.

Während Analysten optimistische Prognosen abgeben, dämpft die drohende Regulierung weiter den Optimismus der Anleger. Am 2. Juni gab es eine weitere negative Nachricht, als die US-Regulierungsbehörde CFTC Klage gegen Gemini Trust Co wegen mutmaßlich irreführender Aussagen im Jahr 2017 im Zusammenhang mit der Bewertung eines Bitcoin-Futures-Kontrakts einreichte.

Am 7. Juni wurde im russischen Parlament ein Gesetzentwurf zum Verbot digitaler Vermögenswerte als Zahlungsmittel vorgelegt. In dem Gesetzesentwurf werden digitale Finanzanlagen grob als „elektronische Plattformen“ definiert, die als Subjekte des nationalen Zahlungssystems anerkannt werden können und verpflichtet sind, sich beim Zentralbankregister zu melden.

Bullen wetten auf 32.000 US-Dollar und mehr

Das offene Interesse für den Auslauf der Optionen am 10. Juni liegt bei 800 Millionen US-Dollar, aber die tatsächliche Zahl wird viel niedriger sein, da die Bullen zu optimistisch waren. Diese Trader haben sich vom kurzzeitigen Anstieg auf 32.000 US-Dollar am 31. Mai täuschen lassen, denn für den Auslauf der Optionen am Freitag wurden Wetten auf bis zu 50.000 US-Dollar abgegeben.

Bitcoin-Optionen, offenes Interesse für den 10. Juni. Quelle: Coinglass

Das Verhältnis Call- zu Put-Optionen liegt bei 0,94 und zeigt, dass ein Gleichgewicht zwischen den offenen Call-Optionen (Kauf) im Wert von 390 Millionen US-Dollar und den Put-Optionen (Verkauf) im Wert von 410 Millionen US-Dollar besteht. Derzeit liegt Bitcoin bei 30.000 US-Dollar. Das bedeutet, dass die meisten bullischen Wetten wahrscheinlich wertlos werden.

Wenn der Bitcoin-Kurs am 10. Juni unter 30.000 US-Dollar fällt, sind nur noch Call-Optionen im Wert von 20 Millionen US-Dollar verfügbar. Zu diesem Unterschied kommt es, weil es nutzlos ist, Bitcoin bei 30.000 US-Dollar kaufen zu können, wenn BTC unter diesem Niveau liegt.

Bären wollen Kurs unter 29.000 US-Dollar sinken lassen

Im Folgenden nennen wir die drei wahrscheinlichsten Szenarien anhand der aktuellen Kursentwicklung. Die Anzahl an Optionskontrakten, die am 10. Juni für Call- und Put-Instrumente zur Verfügung stehen wird, hängt vom Auslaufkurs ab. Die Seite, die im Folgenden mehr hat, würde theoretisch Gewinn machen:

  • Zwischen 28.000 US-Dollar und 29.000 US-Dollar: 50 Calls versus 7.400 Puts. Das Nettoergebnis beläuft sich auf 205 Millionen US-Dollar für die Bären
  • Zwischen 29.000 US-Dollar und 30.000 US-Dollar: 700 Calls versus 5.500 Puts. Das Nettoergebnis beläuft sich auf 140 Millionen US-Dollar für die Bären.
  • Zwischen 30.000 US-Dollar und 32.000 US-Dollar: 3.700 Calls versus 3.400 Puts. Das Nettoergebnis ist zwischen Bullen und Bären ausgeglichen.
  • Zwischen 32.000 US-Dollar und 33.000 US-Dollar: 7.700 Calls versus 750 Puts. Das Nettoergebnis beläuft sich auf 220 Millionen US-Dollar für die Bullen.

Bei dieser groben Schätzung geht man davon aus, dass Call-Optionen bei neutralen bis bullischen Wetten und Put-Optionen bei bärischen Wetten eingesetzt werden. Diese grobe Vereinfachung lässt jedoch komplexere Anlagestrategien außen vor.

Trader könnten etwa eine Put-Option verkauft haben und damit ein positives Engagement bei Bitcoin über einen bestimmten Kurs eingegangen sein. Leider ist es nicht so einfach, solche Strategien zu messen.

In diesem Zusammenhang: „Es könnte nicht leichter sein“: Bitcoin-Wale diktieren BTC-Spanne und bieten Orientierung

Bullen wollen Kurs über 30.000 US-Dollar halten

Die Bitcoin-Bullen müssen den Kurs am 10. Juni über 30.000 US-Dollar steigen lassen, um einen Verlust in Höhe von 140 Millionen US-Dollar zu vermeiden. Auf der anderen Seite müssten die Bären den Kurs auf unter 29.000 US-Dollar sinken lassen, um möglichst viel Profit zu machen.

Am 6. Juni wurden Long-Positionen im Wert von 200 Millionen US-Dollar liquidiert, daher ist eine kleinere Marge nötig, um den Kurs höher steigen zu lassen. Die Bären werden allerdings nicht so leicht aufgeben und versuchen, den BTC-Kurs unter 30.000 US-Dollar zu halten.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

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SEC vs. Krypto: Fast alle US-Senatoren sehen Altcoins als Wertpapiere

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Cardano (ADA) auf 1 US-Dollar? Vorfreude auf Hard Fork im Juni lässt Kurs steigen

Cardano (ADA) hat am 6. Juni unter den Top-Kryptowährungen eine der besten Entwicklungen verzeichnet. Bei der Blockchain gab es ein wichtiges Upgrade, das die Smart-Contract-Funktionen verbessern soll.

FOMO um „Vasil“ Hard Fork

Der Hard Fork mit dem Namen „Vasil“ soll am 29. Juni 2022 stattfinden. Im Zuge der Euphorie um dieses Upgrade setzen Händler verstärkt auf das Aufwärtspotenzial bei ADA. Damit verzeichnete der Coin eine bessere Entwicklung als andere große, digitale Vermögenswerte.

So stieg der Kurs von ADA am 6. Juni um über 14 Prozent auf 0,64 US-Dollar, während sein größter Konkurrent Ether (ETH) am selben Tag um 6 % zulegte.

Die Kursentwicklung von Cardano weist ein ähnlich euphorisches Verhalten der Händler im Vorfeld auf, wie bei vorhergehenden Hard Forks. Im Vorfeld des „Alonzo“-Upgrades im September 2021, bei dem Smart-Contract-Funktionen in das Cardano-Netzwerk eingeführt wurden, gab es eine Rallye bei ADA um über 200 Prozent.

ADA/USD, Tages-Chart. Quelle: TradingView

Auch beim „Mary„-Hard Fork im März 2021 kam es zu einem Anstieg um 1.600 Prozent.

ADA legt Bullenfalle aus

Die vorhergehenden Erholungen im Vorfeld der Hard Forks fanden ebenfalls in einem expansiven Makroumfeld statt. Damals lagen die Zinssätze fast bei Null und die US-Zentralbank kaufte jeden Monat Staatsanleihen im Wert von 120 Milliarden US-Dollar.

Nun hat sich die Geldpolitik der US-Zentralbank im Zuge des anhaltenden Inflationsanstiegs geändert. Viele Analysten glauben daher, es gebe nun weniger US-Dollar-Liquidität, um risikoreiche Vermögenswerte, wie Aktien und Kryptowährungen, zu kaufen.

Cardano ist aufgrund der Straffung durch die US-Zentralbank zurückgegangen. ADA liegt fast 80 Prozent unter seinem Höchststand von 3,16 US-Dollar vom September 2021. Bei diesem starken Rückgang gab es auch beträchtliche Erholungen, wie im Chart unten zu sehen ist.

ADA/USD, Tageschart mit Kurserholungen im aktuellen Bärenmarkt. Quelle: TradingView

ADA-Kurs auf 1 US-Dollar?

ADA testet derzeit einen Widerstand, bei dem eine fallende Trendlinie, sein 50-Tage-EMA bei 0,62 US-Dollar (rote Linie) und eine horizontale Trendlinie bei 0,62 US-Dollar zusammenkommen. Das sieht wie ein „Doppelboden“-Muster aus.

ADA/USD, Tageskurschart mit Doppelboden. Quelle: TradingView

Ein Ausbruch über diese Widerstände könnte einen Ausbruch über den doppelten Boden auslösen.

In diesem Zusammenhang: Verwaltete Kryptowährungen: Niedrigstes Niveau seit Juli 2021

Das Ausbruchsziel eines Doppelbodens liegt in der Regel um den Abstand zwischen den Bodenniveaus und dem Halsausschnitt höher. Daraus ergibt sich ein für Juni ein Ziel von 0,87 US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg um etwa 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. Dieses wird wahrscheinlich noch vor dem Vasil-Upgrade erreicht.

Bei einer weiteren Erholung könnte ADA auch seinen 200-Tage-EMA bei knapp 1 US-Dollar testen (blaue Linie). Angesichts der aktuellen makroökonomischen Risiken scheintvon hier aus jedoch ein Rückgang wahrscheinlicher.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wieder. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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