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AMD: Beitritt zu Blockchain Game Alliance

Das transnationale IT-Unternehmen Advanced Micro Devices (AMD) aus den USA ist der Blockchain Game Alliance beigetreten und hat zwei neue Partnerschaften geschlossen. Damit will die Firma den Einsatz der Technologie in der Branche fördern.

Einer Pressemitteilung vom 12. Dezember zufolge, arbeitet der Chiphersteller mit den Blockchain-Technologieanbietern Robot Cache und ULTRA zusammen. Beide Unternehmen entwickeln und betreiben Blockchain-basierte Online-Gaming-Marktplätze. Mit diesen Marktplätzen sollen neue, sichere Kaufoptionen und Vertriebskanäle für Spielehersteller und -nutzer entwickelt werden.

Die Blockchain Game Alliance (BGA) ist eine Organisation, die sich für die Einführung von Blockchain-Technologien in der Spielebranche einsetzt. Sie fördert die Erarbeitung gemeinsamer Standards, die Vernetzung und den Wissensaustausch sowie Zusammenarbeit und die Umsetzung eines ethischen Verhaltens.

AMD ist der erste große Hardwarehersteller, der der Allianz beitritt. Auch der Schöpfer des Enjin-Token Fig und die bekannte Blockchain-Entwicklungsfirma EverdreamSoft sind Mitglieder dieser Allianz.

Der Pressemitteilung zufolge sollen beide Marktplätze die Grafikkarten und Prozessortechnologie von AMD etwa für Backend-Server und eine Blockchain-Infrastruktur sowie weitere Zwecke nutzen. Die Ryzen-Prozessoren und Radeon-Grafikkarten von AMD sind so konzipiert, dass sie eine optimale kryptografische Rechenleistung bieten.

AMD behauptet, dass seine CPU- und GPU-Technologie als starker Antrieb für rechenintensive Aufgaben in den Bereichen Blockchain und Gaming dienen werde. Der Hardwarehersteller will auch zuverlässig Sicherheit bieten, um digitale Inhalte vor einer Reihe von Online-Risiken zu schützen.

Anfang des Jahres übertraf AMD die Markterwartungen und konnte eine deutliche Steigerung der Bruttomarge erzielen. Der Umsatz durch Ryzen- und EPYC-Prozessoren und GPUs soll sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt haben.

Spielebranche als Einstieg in Blockchain

Namhafte Unternehmen aus der Gaming-Branche haben ebenfalls, wie die BGA, Lizenzvereinbarungen mit neuen Blockchain-Unternehmen in diesem Bereich geschlossen. Atari, das Unternehmen hinter Tetris und Pac Man, hat mehrere Verträge mit dem Blockchain-Gaming-Startup Animoca Brands unterzeichnet hat. 

Im Februar 2018 ist der Atari-Aktienkurs um über 60 Prozent in die Höhe geschossen, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, in Kryptowährung investieren zu wollen.

Die weltbekannte Rennserie Formel 1 hat Animoca mittels einer globalen Lizenzierungsvereinbarung im März dieses Jahres gestattet, seine Marke zu verwenden. Das ermöglichte die Entwicklung des Blockchain-basierten Spiels F1 Delta Time Game. Im November dieses Jahres veranstaltete F1 Delta Time eine Auktion, in der digitale Sammlerstücke, genauer gesagt nicht-fungible Token (NFTs) der Marke F1, jeweils mit einem Startgebot von 30 Ether (ETH) versteigert wurden.

Der Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat erklärt, dass NFTs und Spiele potenziell dazu beitragen könnten, die Attraktivität der Blockchain-Technologie auszuweiten. Damit würde die Technologie auch über die Finanzbranche hinaus verwendet werden.

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23-Jähriger wegen Krypto-Betrug durch SIM-Tausch angeklagt

Die Behörden der Vereinigten Staaten haben einen Mann aus Pennsylvania wegen Verschwörung, Überweisungsbetrug und Erpressung über eine Reihe von SIM-Swaps, die Kryptowährungsexperten und Investoren zum Ziel hatten, angeklagt.

Beim SIM-Tausch – auch als Port-Out-Betrug bezeichnet – wird eine Mobiltelefonnummer gestohlen, um auf Online-Konten für Finanzen und soziale Medien zuzugreifen. Dies wird durch die Tatsache ermöglicht, dass viele Unternehmen automatisierte Nachrichten oder Telefonanrufe für die Kundenauthentifizierung verwenden.

Laut einer Pressemitteilung des US-Justizministeriums vom 11. Dezember setzte Anthony Francis Faulk (23) angeblich „Betrug, Täuschung und Social Engineering-Techniken“ ein, um Telekommunikationsmitarbeiter davon zu überzeugen, Nummern von SIM-Karten zu übertragen.

Die Anklage wurde von dem US-Anwalt David L. Anderson und dem zuständigen FBI-Sonderbeauftragten John Bennett eingereicht und beim US-Bezirksgericht in Nordkalifornien eingereicht.

Die Anklage sieht eine Höchststrafe von 20 Jahren vor

Faulk und seine Mitverschwörer, von denen keiner identifiziert wurde, sollen ihr Vorhaben zwischen Oktober 2016 und Mai 2018 begangen haben.

Während die Gerichtsdokumente nicht den Betrag der angeblich gestohlenen Kryptowährung offenbaren, behauptet die Anklage, dass Faulk den Erlös für den Kauf eines Hauses, eines Ferraris und dreier weiterer Autos, Schmuck, einer Rolex-Uhr und Lizenzrechte für zwanzig Songs verwendet habe.

Wenn Faulk verurteilt wird, verfällt das unrechtmäßig erworbene Eigentum. Nach seiner Verhaftung erschien Faulk am 11. Dezember vor einem Gericht im Westbezirk von Pennsylvania.

Ihm wurde eine Verschwörung zur Begehung von Überweisungsbetrug und eine zwischenstaatliche Kommunikation mit der Absicht zur Erpressung vorgeworfen.

Die erste Anklage sieht eine Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar vor, die zweite eine Höchststrafe von 2 Jahren und ebenfalls eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar.

Faulk wurde vorübergehend für eine Kaution in Höhe von 250.000 USD freigelassen und soll am 9. Januar 2020 vor Gericht erscheinen.

Eine anhaltende Bedrohung

Der Austausch von SIM-Karten ist zu einer zunehmenden Sorge der Strafverfolgungsbehörden geworden und hat Telekommunikationsunternehmen für ihre angebliche Mitschuld an der Straftat ins Rampenlicht gerückt.

Michael Terpin – ein Blockchain- und Krypto-Investor, der eine SIM-Tausch-bezogene Klage gegen den Telekommunikationsanbieter AT & T eingereicht hat – sagte Cointelegraph, das größte Risiko für Krypto-Investoren bestehe darin, dass große Telefongesellschaften Ihnen Sicherheit versprechen und diese nicht einhalten.

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New Yorker Finanzaufsicht ändert Richtlinien der BitLicence

Seit die New Yorker Finanzaufsicht (NYDSF) vor fünf Jahren mit der Vergabe der BitLicence im US-Bundesstaat begann, zogen sich viele Krypto-Unternehmen aus dem New Yorker Markt zurück. Kraken, Paxful oder Bitfinex verließen damals mit einigen anderen Krypto-Firmen den Bundesstaat. Besonders für Start-ups waren die Gebühren zu hoch: 5.000 US-Dollar für die Bewerbung und bis zu 100.000 US-Dollar für die Ausstellung der Lizenz, die den individuellen Rechtsrahmen zur Regulierung von Unternehmen der digitalen Währungsbranche festlegt. Auch mussten sich die Unternehmen jedes Mal aufs Neue bewerben, wenn sie einen neuen Service lancierten. Nun sollen die Bestimmungen überarbeitet werden.

24 Unternehmen halten die Lizenz heute, darunter Coinbase, Square oder Circle. Alleine acht Lizenzen vergab die Behörde in diesem Jahr. „Die Zahl der auf dem Markt verfügbaren Coins wächst, heißt es in der Mitteilung vom 11. Dezember. „Wir müssen Klarheit und Effizienz schaffen, um sicherzugehen, dass die Regulierung von virtuellen Währungen der Realität entspricht.

Unternehmen zertifizieren neue Coins ohne Finanzaufsicht

Die großen Änderungen betreffen das Eintragen von Aktien im Handelsregister. Alle zugelassenen Token werden dabei von der New Yorker Finanzaufsicht auf einer Webseite zusammengefasst. Mit den aufgelisteten Coins kann ohne Zustimmung der Finanzbehörde gehandelt werden. Zudem plant die Behörde die Erarbeitung einer Rahmenordnung für Coin Listings. Das Regelwerk ermöglicht Lizenznehmern, neue Coins selbst zu zertifizieren, sollten diese nicht in der vorherigen Liste enthalten sein. Dazu muss das Unternehmen lediglich schriftlich mitteilen, wozu und wie es die neuen Coins nutzen will.

Token, die momentan für die Liste in Frage kommen, sind Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Ethereum (ETH), Ethereum Classic (ETC), Litecoin (LTC), Ripple (XRP), Paxos Standard (PAX) und Gemini Dollar (GUSD).

Ausgestellte BitLicences verbleiben

Die bestehenden Lizenzen bleiben erhalten, Unternehmen müssen sich somit nicht neu bewerben. Bis Ende Januar 2020 nimmt die Finanzbehörde Kommentare entgegen, auch können Lizenznehmer bereits Vorschläge für die Adaption weiterer Coins senden.

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Bitcoin-Börse BitMEX sieht sich 300 Millionen US-Dollar Klage gegenüber

Der Gründer der Bitcoin-Börse BitMEX, Arthur Hayes, muss nun mit seinem Unternehmen vor Gericht ziehen. Denn die Handelsbörse muss sich mit einer Klage zweier früherer Investoren auseinandersetzen. Die BitMEX-Investoren der frühesten Stunde, Frank Amato und RGB Coin LTD, haben die Klage beim Obersten Gerichtshof des US-Bundesstaates Kalifornien in San Francisco eingereicht. Bei dem Fall geht es um 300 Millionen US-Dollar. Angeblich sollen die Investoren durch die Verbreitung von Falschinformationen durch Arthur Hayes selbst finanzschädigende Nachteile gehabt haben.

Im Jahr 2015 investierten Frank Amato und RGB Coin LTD rund 30.000 US-Dollar in die aufsteigende Bitcoin-Börse. Das Investitionspaket sollte mit einem Eigenkapital Schwung in die Krypto-Börse BitMEX bringen. Die Investoren erwarteten dafür eine Rückzahlung von 50 Millionen US-Dollar, die sie bis heute nicht erhalten haben sollen. Nun geht es Frank Amato und RGB Coin LTD aber nicht mehr nur um die vermeintlich verlorenen 50 Millionen US-Dollar. Sondern um zusätzliche 250 Millionen US-Dollar Schadensersatz, wie Bloomberg am 11. Dezember berichtete.

Keine Stellungnahme der Bitcoin-Börse

Bisher fehlt eine öffentliche Stellungnahme durch BitMEX selbst. Allerdings ist dies nicht die erste Hürde, die die Krypto-Plattform meistern muss. Denn in diesem Jahr war die Börse bereits in regulatorische Schwierigkeiten in den USA verwickelt. Damals ermittelte die CFTC gegen die Krypto-Optionsbörse. Dabei ging es um möglicherweise unzureichende KYC-Maßnahmen, die amerikanischen Investoren mit einem einfachen VPN Client die Nutzung der Plattform ermöglichten. Das Problem daran war, dass BitMEX zu diesem Zeitpunkt keinerlei Zulassung für Krypto-Geschäfte in den USA hatte.

Zudem hatte die Plattform auch mit einem nicht unerheblichen Datenleck zu kämpfen. Ein Fehler eines Mitarbeiters führte zur Offenlegung einiger E-Mail-Adressen von Kunden in einem Aktualisierungsschreiben. Damals reagierte BitMEX schnell, damit keine weiteren sensiblen Daten an das Licht der Öffentlichkeit dringen konnten.

Nun stellt sich die Frage, wie viele Unglücksfälle“ eine Krypto-Börse verkraften kann, bevor das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Von dem Hype rund um das Bitcoin-Trading-Rekordvolumen Mitte des Jahres ist nun nicht mehr viel zu spüren.

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Bitcoin & Co.: US-Börsenaufsicht verklagt ICO-Betreiber

Bitcoin 2017: Goldgräberstimmung und ICO-Wahn

Als Bitcoin in seiner Boomphase Ende 2017 steckte, herrschte Goldgräberstimmung am Krypto-Markt. Initial Coin Offerings (ICOs) eröffneten die Möglichkeit, durch die Herausgabe neuer Token innerhalb kurzer Zeit viel Kapital einzusammeln. Hinter den Token steckte ein (meist aus der Luft gegriffener) Anwendungsfall, der das Projekt als Blockchain-Killer-App vermarkten sollte. Mit jedem Tag wurden neue unregulierte Token auf den Markt geworfen. Nicht wenige davon waren nur ein weiterer Betrug im Bitcoin-Ökosystem. Behörden und Regierungen kamen kaum hinterher, die Betreiber dingfest zu machen und Investoren zu schützen.

Shopin Token und ICO-Betrug

So mag es kaum überraschen, dass nach und nach neue Meldungen über Klageschriften und Verurteilungen ans Licht kommen, in denen ebensolche Betrugsfälle vor Gericht landen. So hat die Securities and Exchange Commission (SEC) am 11. Dezember eine Meldung über eine neue Klage veröffentlicht. Darin heißt es, dass sie den Betreiber von UnitedData anklagt, in einem betrügerischen ICO 42 Millionen US-Dollar eingesammelt zu haben.

Im Zeitraum von August 2017 bis April 2018 soll Eran Eyal ohne Wertpapierlizenz den Verkauf von Shopin Tokens betrieben haben. Während Bitcoin in seiner Boomphase steckte, versprach er, universelle Käuferprofile zu erstellen, über die sich Konsumentenprofile auf der Blockchain tracken lassen. Laut SEC habe es diese Plattform jedoch nie gegeben. Ferner habe der Betreiber Investoren falsche Tatsachen berichtet sowie nicht vorhandene Partnerschaften vorgetäuscht, um die Attraktivität seines Projektes zu erhöhen. Ferner soll er mindestens 500.000 US-Dollar für die „persönliche Verwendung […] wie Miete, Shopping, Entertainment und einen Dating Service“ ausgegeben haben.

Dazu SEC New York Vorsitzender Marc P. Berger:

Wie in der heutigen Klage behauptet, will die SEC Eyal und Shopin dafür verantwortlich machen, unschuldige Investoren mit falschen Behauptungen über Beziehungen und Verträge zu betrügen, die sie zur Unterstützung eines blockchainbasierten Universal-Shopper-Profils erworben hatten. Privatanleger, die eine Investition in ein digitales Vermögen in Betracht ziehen, das der Definition eines Wertpapiers entspricht, müssen die gleichen wahrheitsgemäßen Angaben erhalten wie bei jedem traditionellen Wertpapierangebot.

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US SEC: Shopin-Gründer soll mit ICO Investoren um 42 Millionen US-Dollar betrogen haben

Die United States Securities and Exchange Commission (SEC) hat Eran Eyal, dem Gründer von Shopin, vorgeworfen, ein betrügerisches Initial Coin Offering (ICO) organisiert zu haben.

In einer Pressemitteilung vom 11. Dezember macht die SEC geltend, dass der Geschäftsmann und sein Unternehmen Hunderte von Investoren in einem ICO betrogen hätten. Bei dem ICO wurden von August 2017 bis April 2018 mehr als 42 Millionen Dollar eingesammelt. Nach Angaben der SEC sei die Ausgabe des Shopin-Tokens nicht wie erforderlich registriert worden.

Eyal versprach den Investoren, die Mittel aus dem Token-Verkauf zur Erstellung von Blockchain-basierten Käuferprofilen zu verwenden. Diese Profile sollten anschließend die Kaufhistorie der Kunden bei Online-Händlern verfolgen und auf der Grundlage dieser Informationen Produkte empfehlen. Eyal schuf jedoch nie eine entsprechend funktionierende Plattform. Marc P. Berger, Direktor des New Yorker Regionalbüros des SEC, sagte:

„Wie in der heutigen Klage vorgetragen, will die SEC Eyal und Shopin dafür verantwortlich machen, unschuldige Investoren mit falschen Behauptungen zu Geschäftsbeziehungen und Verträgen betrogen zu haben, die sie sich zur Unterstützung eines Blockchain-basierten universellen Käuferprofils gesichert hatten [….] Privatanleger, die eine Investition in ein digitales Asset in Betracht ziehen, das der Definition eines Wertpapiers entspricht, müssen wahrheitsgemäß die gleichen Informationen erhalten wie bei jedem traditionellen Wertpapierangebot.“

Darüber hinaus soll Eyal über die Bildung von angeblich bestehenden Partnerschaften mit etablierten Einzelhandelsgeschäften gelogen haben, obwohl es in Wirklichkeit keine solchen Partnerschaften gab.

Die SEC behauptet außerdem, Eyal habe Anlegergelder zur Deckung persönlicher Ausgaben missbraucht. Von der SEC heißt es dazu:

„Eyal benutzte über 500.000 US-Dollar an Investorengeldern für Ausgaben wie Miete, Einkäufe im Einzelhandel, Vergnügung, Tickets für philanthropische Veranstaltungen und einen Dating-Service, versäumte es aber, den Investoren mitzuteilen, dass er alle Einnahmen für seinen eigenen Vorteil verwenden würde.“

Die Kommission hat Eyal und Shopin wegen Verstoßes gegen die Betrugsbekämpfungs- und Registrierungsbestimmungen der Bundeswertpapiergesetze angeklagt und beantragt Unterlassungsansprüche, Vollstreckung mit Vorzugszinsen sowie zivilrechtliche Geldstrafen. Die SEC strebt auch ein Verbot gegen Eyal und Shopin an, um ihnen die Teilnahme an zukünftigen verbrieften Token-Angeboten zu untersagen.

Eyal war zuvor wegen Anlegerbetrugs um 600.000 US-Dollar angeklagt worden, da er die Mitarbeiter und Kunden seines vorherigen Startups Springleap nicht wie vereinbart vertreten hatte.

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US-Börsenaufsicht schätzt ihren Ansatz zur Krypto-Regulierung als „gemäßigt“ ein

Die amerikanischen Aufsichtsbehörden fahren laut eigener Aussage einen „gemäßigten, aber proaktiven Ansatz“ bei der Regulierung von Kryptowährungen.

Die entsprechenden Aussagen machte Jay Clayton, der Vorsitzende der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, am 10. Dezember in einer offiziellen Aussage vor dem US-Parlament.

SEC will Blockchain-Innovation fördern

Im Rahmen seiner Aussage vor dem parlamentarischen Komitee für Bankenwesen betonte Clayton, dass die Blockchain-Technologie dabei helfen könne, Kapital effektiver zu verteilen.

„Wie ich zuvor schon gesagt hatte, bin ich zuversichtlich, dass die Blockchain-Technologie die Verteilung von Kapital verbessern kann, indem sie sowohl für institutionelle Investoren als auch für Kleinanleger neue Investitionsgelegenheiten schafft“, so der SEC Chef.

Dementsprechend fasst Clayton auch die bisherige Strategie seiner Behörde beim Umgang mit der Blockchain-Technologie positiv zusammen:

„Ich bin der Meinung, dass wir insgesamt einen gemäßigten, aber proaktiven Ansatz fahren, der einerseits die Innovation und die effektivere Verteilung von Kapital fördert und andererseits Schutz für Märkte und Anleger bietet.“

In der Praxis bisher sehr gemischt

Während sich Clayton persönlich darum bemüht, einen Mittelweg im Umgang mit Kryptowährungen zu finden, wird die Börsenaufsicht für ihre bisherige Krypto-Strategie jedoch kritisiert.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, führt die Behörde zum Beispiel weiterhin Strafverfahren gegen Unternehmen, die 2017 Token-Verkäufe per ICO durchgeführt haben. Ihr Rechtsstreit mit dem Messengerdienst Kik hatte zuletzt fast dazu geführt, dass das Unternehmen seinen Betrieb einstellen musste. 

In einer Fragerunde, die im Anschluss an seine Aussage im Parlament abgehalten wurde, beschrieb Clayton die Strafverfolgung in Krypto-Verfahren als kompliziert.

Als er nach seiner Einschätzung zur geplanten Facebook Kryptowährung Libra gefragt wurde, antwortete er, dass es eine dringende Auseinandersetzung mit dieser bräuchte.

Diesen Monat hatte Clayton sich wiederum einer Studie angeschlossen, die von verschiedenen ranghohen Mitgliedern der amerikanischen Aufsichtsbehörden verfasst wurde und eine großflächige Einführung von Stablecoins ablehnt.

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Großbanken BNY Mellon und Credit Suisse waren in Verkauf der Telegram Kryptowährung involviert

Die beiden Großbanken BNY Mellon und Credit Suisse waren 2018 wohl in den 1,7 Mrd. US-Dollar schweren Token-Verkauf der GRAM Kryptowährung des Messengerdienstes Telegram involviert.

Wie Telegram wohl gegenüber seinen Investoren angegeben haben soll, hat das Unternehmen sowohl die BNY Mellon als auch die Schweizer Credit Suisse genutzt, um die durch den Token-Verkauf eingenommenen Gelder zu bewegen und zu lagern. Dies berichtet das Krypto-Nachrichtenportal Coindesk am 10. Dezember unter Bezugnahme auf entsprechende Gerichtsdokumente.

Telegram Mitarbeiter legt Details offen

Demnach soll Shyam Parekh, ein Telegram Mitarbeiter, der am heutigen 10. Dezember in dem Fall vor einem New Yorker Gericht aussagen soll, Details über die Kapitalbewegungen von Telegram offengelegt haben.

So geht aus den Gerichtsdokumenten hervor, dass Parekh den Kapitalfluss des Token-Verkaufs, wie folgt nachzeichnet:

„Wir haben die eingenommenen Gelder über die BNY Mellon erhalten, die die Gelder dann an die Credit Suisse (Schweiz) AG transferieren wird, wodurch die Gelder letztendlich bei der Credit Suisse AG liegen.“

Laut Coindesk Bericht wollten weder die BNY Mellon noch die Credit Suisse bisher dazu Stellung nehmen.

Gerichtsdokumente geben Namen der Investoren bekannt

Des Weiteren sollen die Gerichtsunterlagen die Namen vieler Investoren offenlegen, die sich am Token-Verkauf beteiligt hatten. So soll der Risikokapitalgeber Kleiner Perkins zum Beispiel 30 Mio. US-Dollar in die Telegram Kryptowährung investiert haben, während das Investmentunternehmen Lightspeed China 25 Mio. US-Dollar investiert hat. FBG Capital soll wiederum mit 10 Mio. US-Dollar eingestiegen sein.

Wie weitere Nachrichten aus den Gerichtsdokumenten zeigen, ist unter den Investoren auch ein in Kalifornien ansässiger Fonds, der von Elysium Ventures verwaltet wird und eine Investition von 12 Mio. US-Dollar getätigt hat.

Auch namhafte Einzelpersonen haben scheinbar in die Telegram Kryptowährung investiert, so finden sich darunter Foursquare Mitgründer Naveen Selvadurai, WordPress Hauptentwickler Matt Mullenweg, Yelp Geschäftsführer Jeremy Stoppelman, True Ventures Teilhaber Om Malik, die ehemalige TechCrunch Redaktionsleiterin Alexia Bonatsos sowie der Modeschöpfer Silas Chou.

Aus den Gerichtsdokumenten geht zusätzlich hervor, dass ein beträchtlicher Anteil der Investitionssumme aus Russland und der Gemeinschaft der Unabhängigen Staaten (GUS) kommt, was wohl auf Verbindungen zum russischen Telegram Gründer Pavel Durov hindeutet.

Investoren stärken Telegram den Rücken

Wie zuvor berichtet, soll Durov am 7. oder 8. Januar 2020 im Prozess um die Telegram Kryptowährung aussagen. Ilya Perekopsky, der Vize-Präsident des Messengerdienstes, soll wiederum am 16. Dezember 2019 seine Aussage machen.

Am 7. Dezember hatte die amerikanische Börsenaufsicht SEC beim Obersten Gerichtshof von England und Wales beantragt, dass John Hyman, der ehemalige Investitionsleiter des Telegram Token-Verkaufs, in dem Fall zu einer Aussage verpflichtet werden müsse.

Der Gerichtsprozess um die Telegram Kryptowährung ist ins Rollen gekommen, nachdem die amerikanische Börsenaufsicht im Oktober 2019 entschieden hatte, dass sie den Token-Verkauf für illegal erklärt, da es sich hierbei um einen vermeintlichen Verstoß gegen das Wertpapiergesetz handelt. Die Investoren der GRAM Kryptowährung haben sich gemeinschaftlich jedoch dagegen entschieden, dass Telegram ihnen ihre Gelder zurückerstattet, wodurch sie dem Unternehmen gleichsam ihr Vertrauen ausgesprochen haben.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, hat das Bezirksgericht von Süd-New York die weiteren Verhandlungen in dem Fall auf den 18. – 19. Februar 2020 verschoben.

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Steuerberatungsgesellschaft und Krypto-Unternehmen entwickeln Krypto-Steuersoftware

Die Steuerberatungsgesellschaft CPA.com und der Krypto-Softwarehersteller Lukka haben sich zusammengetan, um gemeinsam ein Tool zur Steuererklärung für Kryptowährungen auf den Markt zu bringen.

Die Kooperation zwischen den beiden Organisationen wurde am 9. Dezember von CPA.com vermeldet. So heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung, dass das Tool namens „LukkaTax for Professionals“ Steuerberatern künftig dabei helfen soll, steuerrechtliche Fragen hinsichtlich Kryptowährungen beantworten zu können.

Insbesondere will die CPA Unternehmen dabei helfen, digitale Vermögenswerte ordnungsgemäß zu bewerten.

Steigende Nachfrage im Krypto-Steuerrecht

Wie CPA.com erklärt, sei die Zusammenarbeit mit Lukka eine logische Schlussfolgerung, da immer mehr Amerikaner Kryptowährungen besitzen und diese dementsprechend auch steuerlich geltend machen müssen. Daraus würde sich eine Nachfrage ergeben, auf die die beiden Unternehmen nun gemeinsam reagieren wollen. Geschäftsführer Erik Asgeirsson beschreibt dies, wie folgt:

„Das Bedürfnis von Unternehmen, den Vermögenswert Kryptowährung besser zu verstehen, hat sich deutlich multipliziert, nachdem das Finanzamt zuletzt Tausende von Aufforderungen zur Angabe von Krypto-Vermögenswerten verschickt hat. Die Software von Lukka kann Steuerberatern in Kombination mit unserem Fachwissen dabei helfen, die diesbezüglichen Anfragen ihrer Kunden zu beantworten.“

Laut Pressemitteilung kann das Tool Steuerberatern dabei helfen, gleich mehreren Firmenkunden auf einmal zu helfen. Der Geschäftsführer von Lukka hebt in diesem Zusammenhang hervor, wie wichtig die korrekte steuerliche Angabe von Kryptowährungen ist:

„Jeder Steuerberater wird seine Firmenkunden irgendwann nach Krypto-Vermögenswerten fragen müssen […] Da es bereits mehrere Millionen amerikanische Anleger gibt, die Kryptowährungen besitzen, werden diese Steuerberater Tausende Krypto-Steuererklärungen machen müssen, die natürlich wasserdicht sein müssen. Das ist eine Herausforderung, bei der es keine Fehlertoleranz gibt.“   

CPA.com gehört dem American Institute of Certified Public Accountants, also einem Zusammenschluss der amerikanischen Steuerberater, an und ist damit eine der wichtigsten Organisationen in der Steuerberatungsbranche.

Die steigende Nachfrage nach Krypto-Steuerberatung hat einen neuen Markt für spezialisierte Fachleute geschaffen, aus dem nicht nur die CPA nun Kapital schlagen will.

Wie Cointelegraph Ende November berichtet hatte, hat der in Missouri ansässige Softwarehersteller CryptoTrader.Tax ebenfalls ein Programm entwickelt, das Krypto-Anlegern bei der Angabe ihrer Krypto-Vermögenswerte helfen soll.

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Börsenaufsicht SEC beantragt erneutes Verfahren gegen Bitcoin-Betrüger

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen den Bitcoin-Betrüger Renwick Haddow beantragt, da dieser die von der Behörde geforderten Strafzahlungen noch nicht beglichen hat.

Den entsprechenden Antrag, zur Wiederaufnahme des Verfahrens, hat die SEC am 6. Dezember beim Bezirksgericht von Süd-New York eingereicht. Vergangenes Jahr hatte die Börsenaufsicht Haddow zur Last gelegt, Bitcoin-Anleger um mehr als 37 Mio. US-Dollar betrogen zu haben. Im Juni 2019 hatte ihn ein Gericht auch deswegen schuldig gesprochen.

Bitcoin-Betrüger muss erneut vor Gericht

Wie es in dem neuen Antrag heißt, hatte das Gericht am 10. September 2019 eine Einigung mit Haddow erzielt, weshalb der Fall am 5. Dezember geschlossen wurde.

Die Börsenaufsicht moniert nun allerdings, dass die von ihr geforderten Strafzahlungen durch die Schließung des Falles jedoch unter den Tisch fallen würden. Mit dem Antrag will die Behörde nun erreichen, dass es entweder eine weitere Einigung mit Haddow gibt oder dass die Einholung der Zahlungen gänzlich neu verhandelt wird.  

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, wurde Haddow vergangenes Jahr von Marokko an die USA ausgeliefert, woraufhin er einem Gericht in Manhattan vorgeführt wurde. Die Staatsanwaltschaft warf ihm damals vor, „Gelder von Anlegern veruntreut zu haben“ sowie Anleger durch die betrügerischen Projekte Bitcoin Store, Bar Works und weitere „bewusst in die Irre geführt“ zu haben.

Kryptowährungen werden immer mehr zur Streitsache

Im November hatte das Bezirksgericht von Süd-New York in einem ähnlichen Fall entschieden, dass sich die Staatsanwaltschaft einer zivilrechtlichen Klage gegen Jon Barry Thompson anschließen darf, dem vorgeworfen wird, „Bitcoin-Anleger bewusst getäuscht und damit um mehr als 7 Mio. US-Dollar betrogen zu haben“.  

In einem weiteren Fall hat Dennis Blieden, ein ehemaliger Manager einer in Hollywood ansässigen Marketingfirma, eingestanden, Gelder seiner Mitarbeiter in Höhe von 22 Mio. US-Dollar veruntreut zu haben, um damit Kryptowährungen zu kaufen und Glücksspiel zu betreiben.

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