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Kraken-Justiziar plädiert für mehr Dialog zwischen Behörden und Kryptobranche

Nachdem mehrere große amerikanische Kryptobörsen in den vergangenen Wochen heftigen Gegenwind von den Behörden zu spüren bekommen haben, fordert der Chefjustiziar der Kryptobörse Kraken nun mehr Pragmatismus von beiden Seiten.

Wie Kraken-CLO Marco Santori am Donnerstag im Gespräch mit Bloomberg zunächst feststellte, wäre es „ein Wunschtraum, zu glauben, dass die Kryptobranche zukünftig nicht denselben strengen Regulierungsvorschriften ausgesetzt ist wie die Wall Street.“

Damit nahm Santori Bezug auf die jüngsten Maßnahmen der SEC, die amerikanische Börsenaufsicht hatte Anfang des Monats mit einer Klage gegen die große Kryptobörse Coinbase gedroht. Hintergrund ist, dass die Behörde ein Krypto-Investitionsprodukt der Plattform als Wertpapierverkauf einstuft. Geschäftsführer Brian Armstrong äußerte sich daraufhin in den sozialen Medien unzufrieden und gar konfrontativ, obwohl die Börse inzwischen eingelenkt und das betreffende Produkt eingestellt hat.

Auch Santori verfolgte die Debatte und unterstützt seinen Kollegen: „Ich habe die Tweets von Brian gelesen, und finde, dass die Krypto-Community ehrlich zugeben muss, dass sie es zumindest ein Bisschen so sieht wie er.“

Allerdings räumt er ein, dass bei Kraken hingegen ein pragmatischer Kurs im Umgang mit den Behörden gefahren wird:

„Eigentlich kann ich diese Art von Umgang mit den Aufsichtsbehörden nicht gutheißen, denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass dieser Ansatz wenig erfolgreich ist und die SEC grundsätzlich gesprächsbereit ist.“

Die amerikanischen Finanzaufsichtsbehörden, besonders die SEC unter der Ägide von Gary Gensler, wollen in diesem Jahr eine Reihe von Regulierungsvorschriften einführen, die Kryptowährungen, Token-Verkäufe (IEOs), Dezentralisierte Finanzdienstleistungen (DeFi), Stablecoins, Krypto-ETFs und Krypto-Zinsprodukte stärker regeln sollen. Obwohl Genlser sich dabei kompromisslos gibt, hat er die Branche wiederholt zum Dialog mit seiner Behörde aufgefordert. Obwohl die Gesetzeslage um den Kryptomarkt also noch längst nicht abschließend geklärt ist, reagiert dieser sehr empfindlich auf Ankündigungen und öffentliche Mitteilungen, die von Zeit zu Zeit von den Behörden abgegeben werden.

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Folgt Texas dem Beispiel von El Salvador? 37 Prozent der Bürger wollen Krypto-Zahlungen

Aus einer neuen Umfrage von Newsweek geht hervor, dass bis zu 10,8 Millionen Texaner bei der nächsten Wahl die Legalisierung von Kryptowährungen unterstützen würden.

Laut einem Bericht vom 20. September, wurden bei einer Umfrage von Newsweek über 9.700 Wahlberechtigte in zehn US Bundesstaaten befragt. 37 Prozent der Einwohner von Texas gaben dabei an, sie würden für eine Legalisierung von Kryptowährungen stimmen. 42 Prozent gaben an, sie würden eine kryptofreundliche Gesetzgebung ähnlich der in Wyoming unterstützen. Bei einer Bevölkerung von rund 29 Millionen Bewohnern (Stand: 2021) würden in Texas damit über 10 Millionen Menschen eine Legalisierung von Kryptowährungen unterstützen.

Die Umfrage wurde von der britischen Firma Redfield & Wilton Strategies zwischen dem 20. und dem 24. August im Vorfeld des Inkrafttretens von zwei Krypto Gesetzen in Texas durchgeführt. Die sogenannten House Bills 1576 und 4474 sehen die Einrichtung von Blockchain-Arbeitsgruppen und eine Anpassung des Handelsgesetzes des Staates vor. Bei dieser Anpassung sollen Kryptowährungen unter dem Handelsgesetz anerkannt werden.

Texas wird allmählich ein interessanter Ort für Krypto-Mining-Firmen. In dem US-Bundesstaat gibt es nämlich viel erneuerbare Energie und einen locker reguliertes Stromnetz. Doch nicht alle Einzelhandelsgeschäfte akzeptieren Bitcoin (BTC) als Zahlungsmittel. Im Juni hat die große Supermarktkette H-E-B angekündigt, sie würde Krypto-Geldautomaten der Firma Coin Cloud aufstellen. Einige Bewohner des US-Bundesstaates zögern allerdings noch im Hinblick auf größere Schritte hin zu einer Akzeptanz.

„Mir ist nicht ganz wohl dabei, wenn eine nicht-physische Währung die einzige Währung wäre“, so der texanische Reddit-Nutzer LodPimpernell. „Mir ist bewusst, dass das Bargeld allmählich abgeschafft werden soll, um die Leute besser verfolgen und besteuern zu können. Ich bin zu sehr ein alter Pirat, um das hinzunehmen.“

Cointelegraph hat kürzlich berichtet, dass Kalifornien einer der „kryptobereitesten“ US-Bundesstaaten ist. Aber Texas liegt in Sachen Krypto-Geldautomaten insgesamt auf Platz drei hinter New Jersey. Denn dort gibt es rund 2.396 von diesen laut Crypto Head. Auch in Sachen Pro-Krypto-Gesetzesvorschlägen liegt Texas hinter diesem US-Bundesstaat.

In diesem Zusammenhang: Noch einige Hürden: Texas will dem Beispiel von Wyoming in Sachen Krypto-Gesetzen folgen

In Texas wurde im Repräsentantenhaus bereits im Mai ein Gesetzesvorschlag verabschiedet und dann aber vom Senat abgelehnt. Bei diesem Gesetzesvorschlag war vorgesehen, die Einrichtung einer Arbeitsgruppe für digitale Identität zu prüfen, die aus Gesetzgebern und Bürgern besteht.

„Wenn eine Partei Wähler, die an Krypto interessiert sind, überzeugen möchte, muss sie schnell handeln. Nicht nur, um der anderen Partei sondern auch einer Gesetzgebung zuvorzukommen, die schwer zu revidieren wäre, würde diese Inkrafttreten“, so die Redfield & Wilton-Mitarbeiterin Louisa Idel.

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Nach Kinoadoption in USA: Ethereum dreht auf | BTC-ECHO

Die US-Kinokette AMC führt nach Bitcoin-Zahlungen nun auch die Möglichkeit für Ethereum und Litecoin ein. Die Kurse der Kryptowährungen drehen derweil gen Norden.

Nachdem es vergangene Woche zu leichten Turbulenzen am Krypto-Markt gekommen war, können Bitcoin, Ethereum und Co. wieder erfreuliche Zahlen präsentieren. So verzeichnete etwa die Kryptoleitwährung ein Plus von knapp 3 Prozent gegenüber dem gestrigen Handelstag. Zu Redaktionsschluss handelt der digitale Wertspeicher damit bei 48.378 US-Dollar.

Unter den zehn wertvollsten Kryptowährungen ist jedoch Ethereum der große Tagessieger. Mit einem Kursgewinn von knapp 8 Prozent greift ETH langsam aber sicher erneut die 4.000-US-Dollar-Marke an. Zu Redaktionsschluss handelt der zweitwertvollste Krypto-Coin bei 3.631 US-Dollar. Auch der übrige Altcoin-Sektor kann Boden gutmachen. Bis auf Solana (SOL) und Polkadot (DOT) handeln alle Top-10-Coins im Plus.

AMC akzeptiert Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash

Dass Ethereum im Krypto-Ranking Kurs-technisch am besten abschneidet, könnte dabei kein Zufall sein. Denn der Anstieg geht einher mit einer Meldung von AMC, der größten Kinokette der Vereinigten Staaten. Auf Twitter postete CEO Adam Aron:

Krypto-Enthusiasten: Ihr wisst wahrscheinlich, dass @AMCTheatres angekündigt hat, Bitcoin als Zahlungsmittel für Online-Tickets oder Konzessionszahlungen zu akzeptieren. Heute kann ich bestätigen, dass wir darüber hinaus auch Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash zulassen werden.

Adam Aron, CEO von AMC Theatres

Erst Mitte August hatte AMC verkündet, Bitcoin als Zahlungsmittel zuzulassen. Nun folgt also die Expansion auf Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash. Dass die Kinokette die vier Kryptowährungen nun akzeptiert, ist dabei ein durchaus kalkulierter Schritt. Denn im Zuge des Pumps der GameStop-Aktie durch die Reddit-Gruppe r/WallStreetBets profitierte auch AMC mit einem kräftigen Zugewinn der eigenen Unternehmens-Aktie. Am gestrigen 15. September schloss das Wertpapier bei 46,84 US-Dollar – ein Plus von 2.131 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Es ist kein Geheimnis, dass auch Kryptowährungen zu den auf Reddit beliebten Anlageklassen gehören – so verhalf unter anderem das Krypto-Pendant r/SatoshiStreetBets unter anderem Dogecoin zu dessen enormem Wachstum. AMC hofft nun eventuell mit der Akzeptanz der vier genannten Kryptowährungen die Bindung zu dieser Gruppe auszubauen.

Neben Ethereum könnte die Nachricht auch den beflügelten Kurs von Litecoin erklären. Zu Redaktionsschluss verzeichnet LTC einen Zugewinn von knapp 5 Prozent und handelt bei 191,27 US-Dollar. Zuvor stand der “Bruder”-Coin von Bitcoin in den Schlagzeilen, nachdem der Pressedienst Global Newswire fälschlicherweise eine Mitteilung von Walmart in die Welt gesetzt hatte. Darin wurde behauptet, der Retail-Riese hätte Litecoin als Zahlungsmittel zugelassen – Fake News, wie Walmart-Sprecher Randy Hargrove erklärte.

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Schlupflöcher schließen: Demokraten stellen neue Krypto-Steuerpläne vor

Nachdem El Salvador Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel erklärte, denken auch Politiker:innen aus anderen Entwicklungsländern öffentlich über die Vorzüge von Krypto und Blockchain nach. So auch Simbabwes Finanzminister.

Mthuli Ncube, Simbabwes Finanzminister, hat sich wohlwollend zur Blockchain-Technologie und der Adoption von Bitcoin und Co. in seinem Land geäußert. Anlässlich eines Besuchs in Dubai twitterte er:

Ich habe das DMCC CRYPTO CENTRE in Dubai besucht, ein faszinierendes Zentrum für Kryptowährungs- und Zahlungslösungen. Ich stieß auf Lösungen, die die Gebühren für Überweisungen aus der Diaspora senken könnten.

Mthuli Ncube

Nach Angaben der Weltbank erhalten die Bürger:innen des afrikanischen Staates jährlich 1,2 Milliarden US-Dollar aus dem Ausland. Dabei sollen laut Medienberichten bis zu 90 Millionen US-Dollar an Transaktionsgebühren anfallen. In Südamerika bildet die Absenkung derartiger Gebühren ebenfalls ein wichtiges Argument für die Krypto-Adoption. Ncube hatte seine Landsleute bereits vor einigen Jahren zu Investitionen in Bitcoin aufgerufen.

Gemischtes Echo auf Bitcoin-Statement

Während Teile der Bitcoin-Community die Äußerung des Finanzministers positiv aufnahmen, gab es auch kritische Stimmen. Victor Mapunga, CEO des Simbabwer Krypto-Unternehmens FlexFinTx, erinnerte den Minister daran, dass es im Land bereits Firmen gibt, die in der Branche tätig sind. Laut ihm täte die Politik besser daran, nicht auf Dubai zu schauen, sondern die örtlichen Akteure zu fördern.

Andere Stimmen erkannten in Bitcoin und Co. weiterhin ein wirksames Kompensationsmittel zum Inflations-gebeutelten Simbabwe-Dollar. Wobei sich hier ebenfalls Parallelen zur Situation in den lateinamerikanischen Staaten auftun. Der ehemalige simbabwische Senator Jopa SaYeyo gab allerdings bei der Inflationsfrage eine deutlich andere Einschätzung zum besten:

Wenn die Banken aufhören, den Devisenkurs zu manipulieren, kann die RBZ [Simbabwes Zentralbank; Anm. d. Red.] vielleicht Kryptowährungen in Betracht ziehen. Andernfalls wird es zu einem massiven Absturz des ZWL führen.

Auch in El Salvador regt sich unterdessen Missmut zur Einführung von Bitcoin. Die Kritik betrifft unter anderem den autoritären Regierungsstil von Präsident Bukele, der auch beim Beschluss des Krypto-Gesetzes zum Tragen kam.

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Blockstream will neuen klimaneutralen Mining-Standort eröffnen

Eine neue Partnerschaft zwischen Blockstream und der australischen Investmentbank Macquarie Group will einen klimaneutralen Mining-Standort in den USA eröffnen.

Das Mining bildet das Rückgrat von Bitcoin. Nicht nur sorgt es für den Zufluss neuer BTC, es sichert das Netzwerk gleichzeitig auch gegen Angriffe von außen ab. Mit zunehmender Popularität und steigenden Kursen nahmen die Aktivitäten rund um das Schürfen des digitalen Goldes zu – und damit logischerweise auch der Stromverbrauch. Bitcoin steht deswegen immer wieder in der Kritik und muss sich Fragen zu seiner Nachhaltigkeit gefallen lassen. Zuletzt flammte die Debatte im Mai wieder auf, als Tesla-Chef Elon Musk per Twitter die Aussetzung von Bitcoin-Zahlungen beim Autobauer aufgrund von Umweltbedenken verkündete. Und auch der bisherige Mining Hotspot China sprang auf den Zug auf und schränkte sukzessive Schürfaktivitäten unter dem Vorwand der Klimaneutralität im Reich der Mitte ein.

Seit der letzten Debatte zeigt sich jedoch, dass Miner immer bemühter sind, das Image als klimaschädliche Stromfresser abzuschütteln. Jüngstes Beispiel dafür bildet eine Partnerschaft zwischen Blockstream und der australischen Investmentbank Macquarie Group. Das Unternehmen aus den USA liefert Bitcoin-Mining-Ausrüstung an institutionelle und Unternehmenskunden. Blockstream bietet auch Hosting-Dienste an, bei denen es Mining-Ausrüstung bereitstellt und anschließend an den Kunden übergibt. Wie der Anbieter in einer Pressemitteilung am Donnerstag erklärte, ist das Ziel der Kooperation die Eröffnung eines neuen “klimaneutralen” Mining-Standortes in den Vereinigten Staaten.

“Bitcoin Mining kann saubere Energiewende vorantreiben”

Die jüngste Partnerschaft von Blockstream folgt dabei einer Reihe von Kooperationen, die der Mining-Hardware-Anbieter in diesem Jahr bekannt gab. So stand das Unternehmen etwa Anfang Juni im Fokus der Berichterstattung, als der Zahlungsdienstleister Square 5 Millionen US-Dollar in eine solarbetriebene Mining-Anlage investierte. Zuvor sorgte die Meldung um die Zusammenarbeit zwischen dem Mining-Anbieter und dem norwegischen Energieunternehmen Aker für Aufsehen. Damals sagte Blockstream CIO Chris Cook:

Letztendlich hoffen wir zu demonstrieren, wie Bitcoin Mining in Verbindung mit erneuerbarer Energie dazu beitragen kann, die saubere Energiewende voranzutreiben.

Blockstream CIO Chris Cook.

Diese grüne Trendwende kann man bereits seit einiger Zeit beobachten – auch über den Mining-Sektor hinaus. So lancierte die US-Investmentgesellschaft Viridi Funds Ende Juli einen ETF, der ausschließlich in klimaneutrale Aktien von Mining-Gesellschaften und Halbleiterunternehmen investiert.

Falls ihr mehr zum tatsächlichen Umwelteinfluss des Minings wissen wollt, sei euch die Juli-Ausgabe des Kryptokompass ans Herz gelegt. Darin haben wir die populärsten Vorwürfe gegenüber dem digitalen Schürfprozess einem ausführlichen Faktencheck unterzogen.

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SEC beauftragt Blockchain-Analysedienst mit der Überwachung von DeFi

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC soll einen 125.000 US-Dollar schweren Vertrag mit der Blockchain-Analysefirma AnChain.AI abgeschlossen haben, um Hilfestellung bei der Beaufsichtigung des Bereichs der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) zu bekommen.

Wie am Freitag aus einem Bericht von Forbes hervorgeht, bestätigt ein Sprecher von AnChain.AI den Vertragsabschluss mit der Aufsichtsbehörde. Der Vertrag kann für vier weitere Jahre jeweils zu den selben Konditionen verlängert werden, wobei pro Jahr ebenfalls 125.000 US-Dollar bzw. 625.000 US-Dollar insgesamt fällig werden.

„Die SEC ist sehr bemüht, zu verstehen, was in der Welt der auf Smart Contracts basierenden Digitalwährungen vor sich geht“, so An.Chain-CEO Victor Fang. Und weiter: „Wir stellen ihr die notwendige Technologie zur Verfügung, um Smart Contracts zu analysieren und nachzuverfolgen.“

Die Kooperation zwischen der Aufsichtsbehörde und der Blockchain-Analysefirma kommt kurze Zeit nachdem SEC-Chef Gary Gensler die DeFi-Branche dazu aufgefordert hatte, sich bei der Börsenaufsicht zu registrieren. In diesem Zusammenhang argumentierte er, dass DeFi-Projekte oftmals eben doch sehr zentralisiert sind, wodurch sie unter die Zuständigkeit der SEC fallen. Die Behörde ist zuletzt erst gegen ein DeFi-Projekt vorgegangen, das Anleger betrogen haben soll.

Laut den Daten von CoinGecko hat die Branche derzeit eine Marktkapitalisierung von mehr als 126 Mrd. US-Dollar, wobei Uniswap als größte Dezentralisierte Kryptobörse des Markts gilt. In den letzten 24 Stunden hat die Plattform ein Handelsvolumen von über 1 Mrd. US-Dollar an DeFi-Tokens verzeichnet. Die firmeneigene Kryptowährung UNI führt hier wiederum mit einer Marktkapitalisierung von 14,2 Mrd. US-Dollar das Feld an.

Das in Kalifornien ansässige Unternehmen AnChain.AI ist auf Blockchain-Analysedienste spezialisiert. Dabei macht es verdächtige Adressen und Transaktionen ausfindig, um illegale Aktivitäten schon im Vorfeld zu verhindern.

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US-Infrastrukturgesetz: Bitcoin-Lobby versagt in Washington

Das US-Repräsentantenhaus hat alle Versuche blockiert, die im Infrastrukturplan von Präsident Joe Biden enthaltenen Steuervorschriften für Bitcoin und andere digitale Währungen zu ändern.

Bitcoin strauchelt und die aktuellsten Nachrichten aus Washington könnten dafür verantwortlich sein. Am vergangenen Dienstag haben die Demokraten im US-Repräsentantenhaus jegliche Änderungen am US-Infrastrukturgesetz abgelehnt. Wenige Wochen zuvor hatte nämlich der Senat, ein parteiübergreifendes Infrastrukturgesetz verabschiedet, mit dem die verschiedensten Projekte finanziert werden sollen – darunter der Bau von Brücken, Straßen und die Aufbereitung von sauberem Wasser.

Um dieses Vorhaben zu finanzieren, sollen nun auch diejenigen miteinbezogen werden, die digitale Vermögenswerte wie Bitcoin besitzen. Das hätte zur Folge, dass nun alle als Broker bezeichneten Konstrukte im Namen ihrer Kunden Formulare bei der Bundessteuerbehörde der Vereinigten Staaten (IRS) einreichen müssen. Neben Krypto-Börsen wären davon auch Miner, Staker und Protokolle aus den Decentralized Finance (DeFi) betroffen. Prognosen gehen davon aus, dass es dadurch möglich wäre, bis zu 28 Milliarden US-Dollar an Steuereinnahmen zu generieren.

Rückschlag für den Krypto-Space

Diese Anforderungen sind für zentralisierte Börsen wie Coinbase oder Binance sicherlich erfüllbar. Krypto-Lobbygruppen wie Coin Center argumentieren aber, dass die neue Definition des Brokers zu weit gefasst ist. Coin Center kritisiert, dass die neue Definition des Brokers auch diejenigen mit einschließt, die für die Verarbeitung von Transaktionen auf der Blockchain verantwortlich sind.

Das Problem sieht die Lobby darin, dass es insbesondere für Bitcoin Miner, Staker und dezentrale Protokolle schlichtweg unmöglich wäre, an all die Daten zu gelangen, die die IRS verlangt. Diese Akteure könnten sich angesichts der dezentralen und pseudonymen Natur von Blockchains und Kryptowährungen unmöglich an diese Anforderungen halten, so die Krypto-Lobby. Datenschutzgruppen schossen sich diesem Tenor an und bezeichneten das Gesetz als Hintertür für eine verschärfte finanzielle Überwachung.

Ein vorheriger Antrag der Krypto-Lobby scheiterte zuletzt im Senat, nachdem der 87-jährige Senator von Alabama Richard Shelby ihn blockiert hatte. Während das Finanzministerium unter der Biden-Administration Berichten zufolge angedeutet hat, dass es die steuerlichen Meldepflichten für Miner und dergleichen nicht durchsetzen wird, sind Krypto-Lobbygruppen und auch der Steuerchef von Coinbase der Meinung, dass das Repräsentantenhaus den nun vorliegenden Gesetzentwurf hätte ändern sollen.

Viele Krypto-Befürworter hatten gehofft, dass das Repräsentantenhaus die steuerliche Meldepflicht anpasst und den Gesetzesentwurf umfassend überarbeitet. Nun ist klar, diese Hoffnung war vergeblich – dennoch gibt es immer noch Chance den Entwurf zu überarbeiten.

Anna Eshoo macht Bitcoin-Lobby Hoffnung

Die Abgeordnete der Demokraten, Anna Eshoo, hatte in einer Erklärung darauf gedrängt, das Gesetz genauer zu definieren.

Ich werde weiterhin alle Möglichkeiten zur Verbesserung der fehlerhaften Definitionen innerhalb des Infrastrukturgesetz prüfen.

Neben der Politikerin rief auch die Geschäftsführerin der Blockchain Association, Kristin Smith, dazu auf, die Formulierung des Krypto-Gesetzes zu überdenken.

Anstatt eine Formulierung zu klären, die noch nicht einmal Gesetz ist, ermutigen wir das Repräsentantenhaus, den Entwurf abzulehnen. Nur durch die Zusammenarbeit mit der Bitcoin- und Krypto-Industrie kann die USA weiterhin zu den führenden Innovatoren gehören.

Um den Entwurf auf der Ebene des US-Repräsentantenhauses abzulehnen ist es nun aber zu spät. Die Abgeordneten stimmten mit 220 gegen 212 Stimmen für den Gesetzesentwurf des 3,5 Billionen US-Dollar schweren Konjunkturprogramms. Joe Biden hatte bereits versprochen, dass er das Gesetz unterzeichnen wird, wenn das Repräsentantenhaus es absegnet. Wie die Washington Post berichtet, plant die Krypto-Lobby nun, das Haushaltsgesetz zu nutzen, um das Gesetz doch noch zu beeinflussen.

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Coinbase: Steuerchef Zlatkin kritisiert neuen Krypto-Gesetzesentwurf

Die US-Steuerbehörde IRS möchte neue Bestimmungen im Hinblick auf Einkünfte aus Krypto-Investments. Der Vorschlag stößt dem Coinbase Steuerchef sauer auf.

In den USA steht eine Gesetzesänderung an, die für die Krypto-Branche durchaus weitreichend sein könnte. Dazu hat sich nun Lawrence Zlatkin, Global Vice President of Tax bei Coinbase, geäußert. Die Bestimmungen innerhalb dieses Gesetzes für Kryptowährungen, seien “in letzter Minute” hinzugefügt worden. Neben dem Inhalt des Gesetzes kritisiert Zlatkin einen “mangelnden Diskurs” bei dessen Zustandekommen. 

Heute besitzen rund 60 Millionen Amerikaner Kryptowährungen. Das sind etwa ein Fünftel der gesamten US-Bevölkerung. Diese Amerikaner und das gesamte Krypto-Ökosystem verdienen mehr Dialog und keine Bestimmungen, die bei Nacht und Nebel eingefügt wurden.

Lawrence Zlatkin, Global Vice President of Tax bei Coinbase

Der Steuerchef von Coinbase reagiert damit auf einen Bloomberg-Artikel, der den Vorschlag des US-Kongresses zu einer Kryptosteuer gutheißt. Für die meisten Anleger, die in Finanzprodukte investieren, ist die Steuerberechnung relativ einfach. Die steuerpflichtigen Gewinne werden in dem “Formular 1099” zusammengefasst. Makler händigen dieses ihren Kunden jedes Jahr aus. Die Steuerbehörde erhält eine Kopie, damit sie die Steuererklärungen überprüfen kann.

In der Krypto-Welt jedoch ist es mit diesem Formular 1099 nicht mehr ganz so einfach. Denn der Handel erfolgt über eine Vielzahl von Handelsplätzen wie Coinbase, Kraken, und viele andere mehr. Es ist demgemäß schwer für Investoren, geschweige denn für das Finanzamt, Gewinne und Verluste zu verfolgen. Der Kommissar der US-Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) Charles Rettig meint gar, dem Fiskus gingen deswegen rund 1 Billion US-Dollar pro Jahr durch die Lappen. 

Coinbase-Manager sieht durch Gesetz Nachteile für die USA

Die Maßnahmen, die der neue Gesetzesentwurf vorsieht, gehen Zlatkin und Coinbase jedoch entschieden zu weit. Der hinzugefügte Abschnitt weitet die Meldepflicht auf digitale Vermögenswerte aus. Er räumt der Regierung weitreichende Befugnisse ein, um zu entscheiden, welche Vermittler meldepflichtig sind. Als “Makler” gilt:  “jede Person, die […] Übertragungen von digitalen Vermögenswerten im Namen einer anderen Person bewirkt”.

Zlatkin kritisiert eine Steuerpolitik, die es von Nicht-Brokern verlangt, über Transaktionen von Personen zu berichten, die nicht einmal ihre Kunden sind. Dazu würden laut der neuen Version auch Wallet- und Blockchain-Entwickler gehören. Diese könnten die Vorschriften allerdings gar nicht einhalten und würden den USA daher schlimmstenfalls den Rücken kehren, meint Zlatkin. 

Daher bringt der Coinbase VP of Tax den Lösungsvorschlag, den Begriff “Broker” für digitale Vermögenswerte so zu definieren, wie er heute in anderen Teilen des Finanzsystems verstanden wird. Außerdem sollten Anhörungen im Kongress stattfinden, um eine Steueraufsicht für Kryptowährungen einzuführen, damit es eine solide Debatte zu diesem Thema gibt.

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VanEck und ProShares ziehen geplante Ethereum-ETFs unmittelbar zurück

Weniger als zwei Tage nachdem die Vermögensverwaltungen VanEck und ProShares zwei voneinander unabhängige Ethereum-ETFs bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC beantragt haben, wurden diese schon wieder zurückgezogen.

Wie aus den neuen Anträgen hervorgeht, will sowohl VanEck als auch ProShares den jeweiligen Ether-Indexfonds nicht länger an den Start bringen. Zunächst hatte VanEck am Mittwoch den „Ethereum Strategy ETF“ bei der Börsenaufsicht beantragt, ehe ProShares noch am gleichen Tag ebenfalls einen „Ether Strategy ETF“ eingereicht hat.

Beide Investitionsprodukte waren so gestaltet, dass die Kursentwicklung von Ether (ETH) durch Ether-Futures und andere Ether-Finanzprodukte nachgebildet wurde, wodurch die Anleger indirekt in die zweitgrößte Kryptowährung hätten investieren können. Noch ist unklar, wieso beide Vermögensverwaltungen ihre sehr ähnlichen Anträge fast gleichzeitig gestellt und nun auch zurückgezogen haben.

SEC-Chef Gary Gensler hatte diesen Monat offengelegt, dass er eher dazu geneigt ist, Krypto-ETFs zu akzeptieren, die auf Krypto-Futures basieren, anstatt direkt auf der zugehörigen Kryptowährung zu beruhen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die VanEck bereits einen ETF für Bitcoin (BTC) und Ether beantragt, reichte dann jedoch einen Bitcoin-Indexfonds nach, der an Bitcoin-Futures angebunden ist.

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Grundeinkommen durch Bitcoin? – Amerikanischer Bürgermeister plant neues Modell

Der Bürgermeister der amerikanischen Kleinstadt Cool Valley, die im Bundesstaat Missouri liegt, zieht in Erwägung, 1 Mio. US-Dollar in Bitcoin an die 1.500 Bewohner der Stadt zu verteilen.

Wie am Donnerstag aus einem Interview mit dem Lokalsender KSDK hervorgeht, will Bürgermeister Jayson Stewart erreichen, dass „jeder Haushalt in der Stadt Bitcoin bekommt“. Die entsprechenden Gelder würden wiederum durch „sehr großzügige Spender“ zur Verfügung gestellt, jedoch schließt er nicht ganz aus, dass auch Geld aus den Corona-Hilfszahlungen der Regierung womöglich dafür verwendet werden.

Wie viel Bitcoin (BTC) konkret an jeden einzelnen Bürger fließen sollen, ließ Stewart zunächst noch offen, wobei er eine Größenordnung von 1.000 US-Dollar pro Kopf bzw. 1,5 Mio. US-Dollar insgesamt anpeilt. Allerdings könnte die Bevölkerung dazu verpflichtet werden, die Gelder zunächst für fünf Jahre halten zu müssen.

„Meine größte Sorge ist, dass die Leute ihre Bitcoin einfach verscherbeln, um damit die nächste Rate für das Auto abzubezahlen, doch wenn der Kurs in ein paar Jahren bei 500.000 US-Dollar steht, dann werden sie das sehr bereuen“, so der Bürgermeister.

Dem fügt er an:

„Ich denke, die beste Grundversorgung ist, denjenigen Leuten Bitcoin zu geben, die sie am meisten gebrauchen können.“

Stewart schreibt Bitcoin also großes transformatives Potenzial zu, das nicht nur die bloße Wertsteigerung betrifft, sondern für soziale Absicherung sorgen kann. Der Bürgermeister hofft also, dass die 1.000 US-Dollar in BTC gut investiert sind, und langfristig zu einer Art „Grundeinkommen“ für seine Bevölkerung werden.

Das bedingungslose Grundeinkommen spielte bereits im vergangenen US-Wahlkampf eine Nebenrolle, als Präsidentschaftskandidat Andrew Yang eine monatliche Zahlung von 1.000 US-Dollar an jeden amerikanischen Bürger vorgeschlagen hatte. Ein Thema, das in den Medien heiß diskutiert wurde, wird mit der Idee des Bürgermeisters von Cool Valley nun völlig neu gedacht.

Auch andere Städte öffnen sich immer mehr für Kryptowährungen, so schlägt Francis Suarez, der Bürgermeister von Miami, zum Beispiel vor, dass Steuern in Form von Bitcoin gezahlt werden sollen.

Laut den Daten von Cointelegraph Markets Pro beläuft sich der Kurs der marktführenden Kryptowährung aktuell auf 48.700 US-Dollar, nachdem heute zwischenzeitlich schon mehr als 49.000 US-Dollar auf dem Tableau standen.

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