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YouTube: Weiterer Krypto-Livestream abgebrochen

Ein Live-Stream des Krypto-YouTubers Sunny Decree wurde kürzlich von YouTube abgebrochen. Die Plattform gab an, das Video habe gegen ihre Richtlinien für „schädliche und gefährliche“ Inhalte verstoßen.

Laut einem Tweet vom 5. September von Sunny Decree stoppte die Video-Plattform einen seiner Livestreams auf seinem englischsprachigen Kanal. Der YouTuber kommt aus der Schweiz und macht auch Videos auf Deutsch. Er wurde verwarnt und es hieß, dass ein weiterer Verstoß zu einer einwöchigen Sperrung von Livestreams, Uploads und Beiträgen führen würde.

Quelle: Twitter

Der Kanal von Decree wurde bereits zuvor von YouTube ins Fadenkreuz genommen. Im Dezember 2019 hat die Plattform allmählich auf aggressive Weise Videos mit Krypto-Inhalten gelöscht. Auf bekannten Kanälen, wie etwa den von Decree, der 123.000 Abonnenten hat, wurden Videos ohne Erklärung entfernt. YouTube sagte später über diesen Schritt, das sei ein „Fehler“ gewesen, Viele der Videos wurden im Zuge dessen wieder online gestellt.

Die Plattform hat jedoch weiterhin viele Krypto-Kanäle ins Visier genommen. Das war offenbar eine Reaktion auf die gefälschten Betrugsvideos mit „Krypto-Werbegeschenken“, die regelmäßig online kommen.

Im Juni nahm die Plattform den offiziellen Kanal der Kryptowährungs-Nachrichtenseite Bitcoin.com wegen „Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube“ offline. Nach einem Widerspruch wurde der Kanal mit 40.000 Abonnenten zwei Tage später wiederhergestellt.

Cointelegraph hat ähnliche Erfahrungen mit der seltsamen Haltung von YouTube gegenüber Kryptowährungen gemacht. Die Plattform hat im Mai plötzlich unseren Live-Stream zum Bitcoin-Halving sowie kürzlich einen Live-Stream zum Twitter-Hack am 15. Juli abgebrochen.

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Studie deckt Methoden der nordkoreanischen Krypto-Geldwäsche auf

Die britische Cybersicherheitsfirma BAE Systems und die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, auch bekannt unter dem Kürzel SWIFT, haben eine gemeinsame Studie über Geldwäsche per Kryptowährungen verfasst.

Laut der Studie namens „Follow the Money“ ist die Anzahl der Fälle, in denen Kryptowährungen zur Geldwäsche genutzt werden, im Vergleich zu üblichen Methoden noch relativ gering.

Nichtsdestotrotz weist die Studie auf einige nennenswerte Beispiele hin, wobei unter anderem die Methoden der Lazarus Group, eine Hackergruppe, die vom nordkoreanischen Staat unterhalten wird, detailliert aufgedeckt werden.

Die Lazarus Gruppe geht dabei so vor, dass sie Gelder von einer Kryptobörse klaut und diesen dann über andere Kryptobörsen mehrfach verschiebt, um die eigenen Spuren so gut wie möglich zu vertuschen.

Um dies zu erreichen, setzen die Hacker ostasiatische Mittelsmänner ein, die für ihre Mithilfe wiederum einen Anteil der gestohlenen Summe ausgezahlt bekommen. Die Mittelsmänner verschieben die Gelder dazu über verschiedene Wallet-Adressen, die ihnen gehören, wodurch „die Herkunft der Gelder verschleiert wird“. So heißt es:

„Die Mittelsmänner bewegen einen Teil der Gelder über Bankkonten, die wiederum mit ihren Konten auf Kryptobörsen verbunden sind. Dadurch können sie Kryptowährungen problemlos in Fiatwährungen umwandeln. Andere Teile der Gelder werden zum Beispiel von Bitcoin in Prepaid-Karten umgewandelt, die dann wiederum für den Ankauf von sauberen Bitcoin genutzt werden können.“

Cointelegraph hatte jüngst darüber berichtet, dass Lazarus einige der wichtigsten Köpfe der Kryptobranche über das Karrierenetzwerk LinkedIn angreift.

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CEO von Ryanair: „Ich würde nie auch nur einen Cent in Bitcoin investieren“

Micheal O’Leary, der CEO der großen Billigfluggesellschaft Ryanair, hat sich gegenüber Bitcoin (BTC) sehr pessimistisch geäußert.

O’Leary sprach mit The Times und setzte Bitcoin dabei mit einem Pyramidensystem gleich. Er riet Investoren, diesem aus dem Weg zu gehen:

„Ich habe nie und würde nie auch nur einen Cent in Bitcoin investieren. Meiner Meinung nach ist er ein Pyramidensystem. […] Ich würde jedem, der auch nur einen Funken gesunden Menschenverstand hat, dringend raten, diesen Betrug zu ignorieren und Bitcoin wie die Pest zu meiden.“

O’Leary bezog sich dabei auf den offensichtlichen Krypto-Betrug „Bitcoin Lifestyle“. Die Leute hinter diesem behaupteten, seine Zustimmung für eine Werbekampagne zu haben. 

In einem gefälschten Nachrichtenartikel auf einem gefälschten Nachrichtenportal wurde behauptet, dass O’Leary in einem Interview in der Late Late Show das Publikum und den Moderator Ryan Tubridy schockiert habe, als er zeigte, wie viel Geld er mit dem Bitcoin-System verdiene. Dieses wurde als automatisiertes Handelssystem angepreist.

Laut dem Betrug habe die National Ireland Bank sich gezwungen gesehen, in der Sendung anzurufen und die Ausstrahlung des Interviews zu unterbinden.

Aber die National Ireland Bank gibt es überhaupt nicht.

Reiche und berühmte Persönlichkeiten werden oft benutzt, um Kryptowährungsbetrügereien zu bewerben. Das ist eine sehr verbreitete Taktik, um bei potenziellen „Investoren“ Glaubwürdigkeit zu erlangen. Anfang April hieß es bei einem anderen Bitcoin-Betrug, dass der Herzog und der Herzogin von Sussex Prinz Harry Charles Albert David und Meghan Markle an diesem beteiligt seien.

Im März forderte Janet Jacksons Ex-Ehemann und Milliardär Wissam Al Mana Facebook auf, offenzulegen, wer für Werbeanzeigen bezahlt und mit seinem Bild einen Krypto-Betrug beworben hat.

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Japan konfisziert erstmals Bitcoin

Das Bezirksgericht von Tokio hat die erste Konfiszierung von Kryptowährungen in Japan angeordnet. Bei den betreffenden Bitcoin (BTC), die einen Gegenwert von 46.000 US-Dollar haben, handelt es sich um Gelder, die in Verbindung mit dem Hackerangriff auf die Kryptobörse Coincheck aus dem Jahr 2018 stehen.

Wie Kyodo berichtet, haben die Strafverfolgungsbehörden das Bitcoin-Vermögen bereits sichergestellt, das sich zuletzt im Besitz eines Doktors aus Hokkaido und eines Unternehmers aus Osaka befand. Die beiden Männer wurden im Zusammenhang mit dem Hackerangriff auf die Kryptobörse festgenommen.

Die beiden Beschuldigten sollen die gestohlenen Gelder in Form der Kryptowährung NEM (XEM) vorsätzlich im Darknet gekauft haben und damit gegen das japanische Strafgesetz verstoßen haben.

Wie Cointelegraph im Januar 2018 berichtet hatte, wurde die Kryptobörse Coincheck damals Opfer eines massiven Hackerangriffes, bei dem NEM-Gelder gestohlen wurden, die insgesamt einen Gegenwert 534 Mio. US-Dollar hatten.

Aus nachfolgenden Untersuchungen ging hervor, dass einige Computer der Coincheck Belegschaft mit einem Virus russischer Hacker infiziert waren.

Im Juni 2020 gab es nun einen erneuten Angriff auf die Coincheck, der jedoch weniger schlimm ausfiel.

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Lukaschenko wiedergewählt: Was bedeutet das für Krypto?

In Weißrussland sind nach der Wiederwahl des autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko, der am 9. August gegen die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja einen Erdrutschsieg mit über 80 Prozent der Stimmen errungen hat, Proteste ausgebrochen. Doch hochrangige Offizielle innerhalb und außerhalb von Weißrussland verurteilen die Wahlergebnisse und sagen, sie seien gefälscht.

Der berüchtigte weißrussische Präsident ist seit 1994 in seinem Amt, aber er hat sich in letzter Zeit mehrfach für die Blockchain-Technologie ausgesprochen. Lukaschenko legalisierte Kryptowährung und ICOs im Dezember 2017. 

In einem Video von Lukaschenko vom April 2019 schlug er vor, überschüssige Energie aus dem ersten Kernkraftwerk des Landes, das Ende 2020 fertiggestellt werden soll, zu nutzen, um Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) zu minen und zu verkaufen. 

Seine Worte ernteten ihm Publikumsgelächter, aber der Bitcoin-Bulle Anthony Pompliano antwortete darauf: „Jedes Land wird Mining betreiben und jedes Land wird Bitcoin halten.“

Eine weißrussische staatliche Untersuchungsbehörde bat die Legislative im März um die Befugnis, Kryptowährungen von Kriminellen zu beschlagnahmen. Die Zentralbank des Landes richtet auch ein Programm ein, das kommerziellen und staatlichen Banken erlauben soll, Token einzuführen und als Kryptobörsen tätig zu sein.

Trotz der unvermeidlichen Komplikationen, die sich daraus ergeben, dass „Europas letzter Diktator“ seine Herrschaft fortsetzt, scheint das Land bereit zu sein, Kryptowähungen national weitläufig zu verwenden.

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Deutschland: Mutmaßliche Darknet-Dealer wegen Bitcoin-Drogenhandel vor Gericht

Die mutmaßlichen Händler, die an „Chemical Revolution“ beteiligt waren, stehen heute vor Gericht. Das ist Deutschlands größter Marktplatz für Darknet-Drogen.

Die große Zahl der Angeklagten in diesem Fall hat dazu geführt, dass der Prozess in einer großen Kongresshalle in Gießen verhandelt wird.

Sieben Angeklagte stehen heute vor Gericht, obwohl im Juni 2019 im Zusammenhang mit dem Fall insgesamt 11 Personen verhaftet wurden. 

Sie wurden angeklagt, riesige Mengen von Drogen, wie MDMA, Amphetamin, Heroin, Kokain und Cannabis, im Tausch gegen Bitcoin (BTC) verkauft zu haben. 

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wirft den 11 Angeklagten vor, zwischen September 2017 und Februar 2019 über 130 Kilo Amphetamine, 42 Kilo Cannabis, 17 Kilo kristallines Ecstasy, 6 Kilo Kokain und Kilo Heroin über „Chemical Revolution“ verkauft zu haben.

Sie sollen dabei über 1 Mio. Euro verdient haben. Damit ist die Plattform der vermutlich größte Online-Drogenhandel des Landes gewesen.

Komplexes, illegales Netz von Operationen

Die monatelangen Ermittlungen, die im Juni letzten Jahres in der Schließung, Beschlagnahmung von Drogen und Verhaftungen gipfelten, begannen Anfang 2018. 

Die deutsche Polizei infiltrierte das komplexe Geflecht aus Lieferkette und Verwaltungsstrukturen hinter der Webseite durch verdeckte Ermittler und vorgetäuschte Drogenkäufe sowie durch Insider-Informanten. 

Der mutmaßliche Haupttäter im Fall „Chemical Revolution“ ist ein 26-jähriger Deutscher mit Wohnsitz auf Mallorca.  

Die Angeklagten waren über „verschiedene Punkte innerhalb der Versorgungskette“ am Betrieb der Seite involviert, so die Staatsanwälte.

In einer Studie der Bundespolizei über den Online-Drogenhandel vom September 2019 heißt es laut der Deutschen Welle, dass es für das Jahr 2018 einen Anstieg der damit verbundenen Drogendelikte um 27,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gegeben habe.

Anonymisierung, Verschlüsselungssoftware und Unterstützung für Bitcoin-Käufe sollen den Betrieb der Webseite erleichtert haben.

In früheren Berichten über den Fall hieß es, dass die Dealer von Chemical Revolution auch Verkäufe über Wall Street Market, den zweitgrößten Darkweb-Markt der Welt, abwickelten. Dieser wurde im Frühjahr letzten Jahres ebenfalls von der deutschen Polizei ausgehoben.

Der Gesamtumsatz auf dem Darknet erreichte 2019 einen neuen Höchststand und überstieg erstmals 600 Mio. US-Dollar, wie aus einer Studie hervorgeht, die im Januar dieses Jahres von der Blockchain-Analysefirma Chainalysis veröffentlicht wurde.

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Hacker stehlen über 1,1 Mio. Euro von europäischer Krypto-Handelsplattform

Eine europäische Kryptowährungshandelsplattform namens 2gether ist kürzlich von einer unbekannten Gruppe von Hackern zum Opfer gefallen. Die Kriminellen stahlen am 31. Juli bei einem Cyberangriff über 1,183 Mio. Euro aus den Investmentkonten der Plattform.

Ramon Ferraz Estrada, der CEO der Kryptofirma, erklärte in über Twitter, dass der Hack Krypto-Investitionskonten ins Visier genommen und Benutzerpasswörter öffentlich gemacht habe. Euro-Konten und Wallets seien hingegen „sicher“.

Um die Nutzer für das gestohlene Geld zu entschädigen, hat 2gether ihnen den firmeneigenen Token 2GT zu einem Preis von 5 Cent pro Stück angeboten. Das 2gether-Team will auch versuchen, zusätzlich Geld zu beschaffen, um die übrigen Verluste zu decken.

Keine Details zum Hackangriff

Die Krypto-Handelsplattform erklärte auch, dass ihre App so bald wie möglich „mit allen verfügbaren Sicherheitsmaßnahmen“ wieder angeboten werden soll. Das Unternehmen wird auch eine Reddit-Fragerunde veranstalten, um verbleibende Zweifel der Kunden im Hinblick auf den Angriff auszuräumen.

Die britische Kryptowährungsbörse Cashaa meldete vor kurzem, dass ihr über 336 Bitcoin (BTC) auf ähnliche Weise von Hackern gestohlen worden seien. Das Unternehmen hat seither alle Krypto-Transaktionen vorübergehend eingestellt, obwohl Benutzer von diesem Hack nicht betroffen gewesen sein sollen.

Whale Alert twitterte am 27. und 28. Juli, es gebe Anzeichen darauf, dass die Wallet-Adressen im Zusammenhang mit dem Hack auf Bitfinex 3503 BTC (etwa 38,7 Mio. US-Dollar) in 12 Transaktionen verschoben hätten.

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Reiseveranstalter CWT bezahlt 4,5 Mio. US-Dollar in Bitcoin an Hacker

Das US-Geschäftsreiseunternehmen CWT zahlte 4,5 Mio. US-Dollar in Form von Bitcoin als Lösegeld an Hacker, die sensible Dateien des Unternehmens gestohlen hatten.

Laut einem Bericht von Reuters vom 31. Juli zahlten Vertreter von CWT (ehemals Carlson Wagonlit Travel) am 27. Juli 414 Bitcoin (BTC) Lösegeld an Ransomware-Hacker. Das waren damals etwa 4,5 Mio. US-Dollar in zwei Transaktionen. Blockchain-Daten zeigen, dass die Kriminellen das Geld innerhalb einer Stunde an eine andere Adresse überwiesen haben.

Die Angreifer sagten, sie hätten die Ransomware Ragnar Locker benutzt, um den Zugriff auf 30.000 Computer in der Firma zu sperren. Dabei hätten sie auch sensible Daten gestohlen. Sie verlangten zunächst 10 Mio. US-Dollar, akzeptierten aber weniger als die Hälfte, nachdem ein CWT-Vertreter behauptete, die Firma habe während der Pandemie finanzielle Verluste erlitten. 

Lösegeldverhandlung für alle sichtbar

In einer scheinbar ungewöhnlich herzlichen Verhandlung diskutierten ein Vertreter für CWT und ein Hacker in einer öffentlich zugänglichen Online-Chat-Gruppe über den Preis für die Wiederherstellung des Computerzugangs. 

Die Gruppe erklärte zunächst, ein solches Lösegeld sei wahrscheinlich „viel billiger“ als ein Gerichtsprozess. In dem Chat boten sie sogar einen „Bonus“ an. Sie würden CWT Empfehlungen geben, wie das Unternehmen seine Sicherheitsmaßnahmen verbessern könnte, wenn sie bezahlen.

Online-Chat zwischen CWT-Vertreter und Hacker

Online-Chat zwischen CWT-Vertreter und Hackern. Quelle: Jack Stubbs

Aus einem Chat-Verlauf geht hervor, dass die Ransomware-Gruppe vorgeschlagen hat, die Passwörter jeden Monat zu ändern, immer mindestens drei Systemadministratoren arbeiten zu lassen und die Benutzerprivilegien zu überprüfen. 

Nachdem CWT das Lösegeld bezahlte, beendeten die Hacker den Chat mit den Worten „es ist ein Vergnügen, mit professionellen Leuten zu arbeiten“.

Einfach bezahlen der beste Weg?

Viele Unternehmen und Organisationen, die von Ransomware-Gruppen angegriffen wurden, haben am Ende Millionen von US-Dollar bezahlt, anstatt zu riskieren, dass sensible Informationen veröffentlicht werden oder für längere Zeit keinen Computerzugang zu haben.

Die San Francisco School of Medicine der University of California soll am 1. Juni 1,14 Mio. US-Dollar Lösegeld in Krypto an die Hacker gezahlt haben, die diese ebenfalls mit einem Ransomware-Angriff unter Druck setzten. Auch das multinationale Technologieunternehmen Garmin hat kürzlich einen Dechiffrierer erhalten, um Zugriff auf seine Dateien zu bekommen. Zuvor gab es einen massiven Hackangriff und offenbar hat das Unternehmen die von den Hackern geforderten 10 Mio. US-Dollar ganz oder teilweise bezahlt.

Doch nicht jeder leistet den Forderungen der Kriminellen Folge. Ein ungenannter Verein aus der englischen Fußballliga weigerte sich, ein Lösegeld in Höhe von 3,6 Mio. US-Dollar zu zahlen, das Hacker forderten. Im Juli wurden die Firmensicherheitssysteme von diesen gehackt. Der Club weigerte sich zu zahlen und erlitt dadurch einen enormen Datenverlust.

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Russisches Gericht: BTC-Diebstahl keine Straftat

Am 30. Juni lehnte ein russisches Gericht einen Antrag auf Entschädigung an ein Opfer ab. In vielen Regionen gilt Bitcoin-Diebstahl als Straftat, aber das Gericht argumentierte, dass Bitcoin (BTC) als virtuelle Währung nicht denselben Schutz genieße wie andere Vermögenswerte.

In dem Fall aus dem Jahr 2018 haben sich zwei Männer als Agenten des staatlichen Sicherheitsdienstes FSB ausgegeben. Ihre Komplizen entführten das Opfer stahlen ihm gewaltsam umgerechnet 90.000 US-Dollar in bar und 99,7 BTC, die damals etwa 900.000 US-Dollar wert waren. Die Entführer wurden zu zwischen acht und zehn Jahren Haft verurteilt. 

Virtuelle Währungen haben keinen Rechtsstatus

Im Rahmen des Strafverfahrens beantragte das Opfer, dass die Diebe ihm das Geld zurückzahlen, die sie ihm gestohlen hatten. Das Gericht entschied teilweise zu Gunsten des Opfers und entschied, die Diebe müssten die 90.000 US-Dollar zurückzahlen. Im Hinblick auf die Kryptowährung jedoch erklärte das Gericht, es könne diesem Antrag nicht stattgeben, da virtuelle Währungen von den russischen Gesetzen nicht als gesetzliches Zahlungsmittel oder ähnliches anerkannt sind.

Das Opfer kann sein Glück noch vor einem Zivilgericht versuchen. Diese Gerichtsentscheidung ist bemerkenswert, weil sie im Wesentlichen aussagt, dass Bitcoin-Diebstahl in Russland kein Verbrechen sei.

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Südkorea: Anleger mit Schneeballsystem betrogen

Die südkoreanischen Behörden ermitteln, weil 950 Investoren behaupten, einem Krypto-Schneeballsystem zum Opfer gefallen zu sein.

Laut TV Chosun ermittelt die Polizei in einem Fall, bei dem über 160 Personen diesen mutmaßlichen Betrug namens Futurenet betrieben haben sollen. Das Futurenet-Team soll auch etwa 16,66 Mio. US-Dollar von Investoren gestohlen und das Geld über Kryptowährungen transferiert zu haben.

Opfer bezahlten in Krypto

Die Opfer geben an, dass zum Kauf eines „Werbepakets“ verleitet wurden, bei dem zunächst Krypto verwendet wurde. Bei diesen Käufen wurden aber nie Werbeanzeigen erworben.

Ein Polizeibeamter der Polizeidienststelle Seoul Seocho sagt, die Ermittlung sei „noch am Anfang“, so dass keine weiteren Einzelheiten über die Struktur oder die involvierten Kryptowährungen bekannt sind. Bis Redaktionsschluss wurden noch keine Verhaftungen vorgenommen.

In den letzten Wochen leitete die Seoul Metropolitan Police Agency am 12. Juni eine Ermittlung ein, bei der zwei ungenannte Krypto-Wallets durchsucht und beschlagnahmt wurden.

Das Ziel der Ermittlung ist es, einen Ethereum (ETH) Verbrecherring im Wert von 41,5 Mio. US-Dollar zu zerschlagen.

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