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Für 13 Mrd. US-Dollar: Finanzriese Morgan Stanley übernimmt E*Trade

Die große Investmentbank Morgan Stanley kauft das Online-Handelsunternehmen E*Trade Financial Group. Damit wird das Angebot der Bank für Kleinanleger ausgeweitet.

Der Deal im Umfang von 13 Mrd. US-Dollar ist die größte Übernahme von Morgan Stanley seit der Krise im Jahr 2008. Diese bringt der Bank auch fünf Millionen Kunden von E*Trade, 360 Mrd. US-Dollar an Vermögenswerten und eine Online-Bank, wie das Wall Street Journal am 20. Februar berichtete.

Mit der Übernahme von E*Trade gehen über 4.000 Firmenkunden und Aktien im Wert von 580 Mrd. US-Dollar, die im Namen ihrer Mitarbeiter gehalten werden, an Morgan Stanley. Der CEO von E*Trade Michael Pizzi soll seine Position behalten und das Unternehmen wird ebenfalls seine Marke, seine Einzelhandelsgeschäfte und seine Werbekampagnen behalten.

Engagement im Krypto-Bereich

Im April kündigte E*Trade an, digitalen Währungshandel auf seiner Plattform anbieten zu wollen. Zu dieser Zeit plante das Unternehmen, Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) anzubieten. Danach sollten weitere Kryptowährungen hinzukommen.

Morgan Stanley plante seit dem Herbst 2018 Swaps auf Bitcoin-Futures zu lancieren, erhielt aber bis Ende des Jahres keinen einzigen Kontrakt. Nichtsdestotrotz ist die Firma bereit, Kryptodienste zu lancieren, sobald es Anzeichen einer Nachfrage gibt, wie Quellen aus dem Umfeld damals erklärten.

Der Wall-Street-Riese hat seine Pläne für einen aktiveren Einstieg in die Krypto-Branche aufgeschoben, als der Wert der Kryptowährungen Ende 2018 fiel.

Ehemalige Führungskräfte von Morgan Stanley im Krypto-Raum

Zuletzt haben acht ehemalige Kernentwickler von Morgan Stanley in Singapur eine neue Handelsplattform für Kryptowährungsderivate namens Phemex eröffnet. Die Entwickler behaupten, die Plattform sei zehnmal schneller als herkömmliche Krypto-Handelsplattformen und biete gleichzeitig eine 100-fache Hebelwirkung für private und institutionelle Investoren bei Perpetual Contracts auf BTC, ETH und XRP an.

Morgan Stanley zögert offenbar noch, in den Kryptowährungsraum einzutreten. Einige der ehemaligen Führungskräfte des Unternehmens sind hingegen bereits in diese Branche gegangen. Der ehemaliger Leiter für Derivate bei Morgan Stanley Asia Jeffrey Wang hat bei der Amber Group angefangen. Das ist ein Kryptowährungsunternehmen aus Shenzhen. Noah Perlman, der ehemalige globale Leiter für Finanzkriminalität und globale Leiter für Sonderermittlungen bei Morgan Stanley, ist nun bei der Kryptobörse Gemini als neuer Leiter der Konformitätsabteilung tätig.

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Stellungnahme der CFTC schafft keine weitere Klarheit im Fall Telegram

Eine weitere amerikanische Aufsichtsbehörde hat sich im Rechtsstreit zwischen dem Messenger-Dienst Telegram und der US-Börsenaufsicht SEC zu Wort gemeldet.

Nachdem das verhandelnde Bezirksgericht von Süd-New York, um eine entsprechende Stellungnahme gebeten hatte, hat die amerikanische Aufsichtsbehörde für den Handel von Commodities und Optionsscheinen (CFTC) am 18. Februar mit einem Brief geantwortet, indem sie ihre Einschätzung zur Telegram Kryptowährung Gram abgibt.

CFTC stuft Gram Kryptowährung als Commodity ein

Laut Brief ist die Sichtweise der CTFC „relativ eindeutig“, wobei die Aufsichtsbehörde zu dem Schluss kommt, dass „die Digitalwährung eine Commodity“ ist. Das Schreiben weist jedoch auch explizit darauf hin, dass es von der Rechtsabteilung der CFTC stammt und deshalb nur die Ansicht dieser Abteilung widerspiegelt und nicht zwangsläufig auch die Auffassung der gesamten CFTC oder einzelner Kommissare.

Zunächst stellt die CFTC fest, dass Telegram selbst argumentiert, dass die firmeneigene Gram Kryptowährung als Commodity (Handelsware) und nicht als Wertpapier einzustufen sei:

„Uns ist bewusst, dass der Beklagte, also die Telegram Group, Inc., ihre geplante Gram Digitalwährung als Commodity versteht und nicht als Wertpapier, wodurch diese nicht unter geltendes Wertpapierrecht fallen würde.“

Zu diesem Ergebnis kommt auch die CFTC, die die Kryptowährung ebenfalls als Commodity einstuft. Allerdings sorgt dieser Sichtweise nicht für die im Fall erhoffte Klarheit, da die Aufsichtsbehörde im gleichen Atemzug eine Relativierung ihrer Einstufung abgibt. So betont die CFTC, dass nach dem amerikanischen Commodity-Recht Wertpapiere durchaus auch Handelswaren sein können, wobei für diese dann allerdings das Wertpapierrecht gilt:

„Dementsprechend kann eine Digitalwährung natürlich unter das Wertpapierrecht fallen, unabhängig davon, ob sie eine Commodity ist oder nicht. Ausschlaggebend ist letztendlich nur, ob sie nach den Bestimmungen des Wertpapierrechts als Wertpapier eingestuft wird.“

Aus diesem Grund will die CFTC in dem Fall keine Empfehlung abgeben, wie mit der Telegram Kryptowährung Gram umzugehen sei und schreibt schlichtweg, dass sie dazu „keine Meinung“ habe.

Das Antwortschreiben der CFTC ist nur wenige Tage, bevor eine weitere Anhörung in dem Rechtsstreit ansteht, eingegangen. Wie Reuters berichtet hatte, wird Bezirksrichter Kevin Castel am 19. Februar erneut beide Seiten zu dem Fall anhören.

Die Frage, ob der Token-Verkauf der Telegram Kryptowährung einen Investitionsvertrag darstellt, und damit ein unrechtmäßiger Verkauf von Wertpapieren ist, oder nicht, ist der Kern des Rechtsstreits zwischen der US-Börsenaufsicht und Telegram. Die SEC hatte den Stein im Oktober 2019 ins Rollen gebracht, als sie eine Notverordnung gegen den Messenger-Dienst erlassen hatte. Während Telegram steif und fest behauptet, dass die Gram Kryptowährung keinerlei Investitionsprodukt ist, hält die SEC dagegen, dass es sich dabei um ein Wertpapier handelt, für das entsprechend das Wertpapierrecht gilt.

Der Fall könnte sich demnächst womöglich noch verkomplizieren, wenn eine Schutzregelung der SEC-Kommissarin Hester Peirce durchgewunken werden sollte. Der Entwurf der Schutzregelung vom 6. Februar sieht vor, dass Blockchain-Projekten eine dreijährige Schonfrist beim Aufbau eines Blockchain-Netzwerkes eingeräumt wird, ohne dass sie in dieser Zeit Konsequenzen von der SEC zu befürchten haben.

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US-Finanzamt will auf Konferenz steuerrechtliche Fragen zu Kryptowährungen klären

In den USA werden bald die Steuererklärungen für das Jahr 2019 fällig, wobei Krypto-Anleger und -Unternehmen noch im Dunkeln tappen, wie sie ihre Einnahmen genau versteuern sollen.

Laut einem Bloomberg Bericht vom 19. Februar hat das amerikanische Finanzamt (IRS) Mitglieder der Kryptobranche deshalb für den 3. März zu einer Konferenz nach Washington D.C. eingeladen. Sinn und Zweck der Veranstaltung ist es, steuerrechtliche Aufklärung und Klarheit zu schaffen.

Im Rahmen der Konferenz werden deshalb Diskussionsrunden zu Themen wie der rechtlichen Einordnung, Angabe in der Steuererklärung, Herausforderungen für Kryptobörsen und technologische Neuerungen abgehalten. Jede Diskussionsrunde soll 90 Minuten dauern und setzt sich aus Mitgliedern der Kryptobranche und Vertretern des Finanzamts zusammen.

Amerikanische Krypto-Anleger müssen Kryptowährungen ab sofort erstmals im Formular 1040 ihrer Steuererklärung angeben.

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Krypto-freundlicher US-Präsidentschaftskandidat Andrew Yang: Bürgermeister in New York City?

„Wir sehen uns in New York“, so Andrew Yang, als er seine US-Präsidentschaftskampagne beendete.  

Kryptowährungsnutzer haben im Jahr 2020 im Präsidentschaftskandidaten Andrew Yang einen Verbündeten gefunden. Die Nachricht, dass er am 11. Februar seinen Wahlkampf beendete, war daher eine große Enttäuschung. Yang hat sich unter den Kandidaten sehr stark für Blockchain und Krypto eingesetzt. Er erklärte seine Pläne für die Kryptowährungsbranche und sprach über eine Einführung von mobilen Blockchain-Abstimmungen für die bevorstehende Wahl. Eines der politischen Aktionskomitees (PAC), das Yang unterstützt, erlaubte sogar Spenden in Bitcoin.

Yang hatte progressive Vorstellungen in Sachen bedingungsloses Grundeinkommen. Damit konnte er mit seiner Kampagne im Jahr 2019 national Aufmerksamkeit erregen. Dennoch konnte er nicht soviel Unterstützung, wie die Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Sanders in den Vorwahlen in Iowa und New Hampshire erreichen, um seine Präsidentschaftskandidatur fortzusetzen. Trotz dieser Rückschläge deutete der Unternehmer an, sich nach seiner Rückkehr nach New York City an den Kommunalwahlen beteiligen zu wollen:

„Ich würde eine erneute Kandidatur sicher nicht ausschließen.“

Wer von den übrigen Kandidaten würde Krypto noch auf nationaler Ebene unterstützen?  

Cointelegraph hat bereits berichtet, dass Bernie Sanders als Präsident „wunderbar für Bitcoin“ wäre. Aber der Kandidat hat sich selten (wenn überhaupt) zu diesem Thema geäußert. Senatorin Elizabeth Warren hat gesagt, dass Kryptowährungen leicht zu stehlen seien. Sie würde sich zusätzliche Regelungen wünschen, um Betrug zu verhindern.

Die Krypto-Community mag ihren Präsidentschaftskandidaten verloren haben. Dennoch hat Andrew Yang als Bürgermeister von New York City immer noch die Möglichkeit, seinen progressiven Ansatz in Bezug auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie einzubringen:

„Ich verschwinde nicht. Die Yang Gang verschwindet nicht. Wir wollen die Ideen dieser Kampagne immer noch umsetzen. Also werden wir auch weiter da sein.“

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MIT findet Schwachstellen bei Voatz: Medici Ventures verteidigt Abstimmungs-App

Jonathan Johnson, der CEO von Overstock und Präsident von Medici Ventures, hat eine Erklärung herausgegeben, in der er sich für die Blockchain bei Abstimmungen ausspricht. Die Erklärung war eine Reaktion auf die Behauptungen vom 13. Februar, laut denen die Technologie Schwachstellen aufweise.

Neue Technologien gerieten in die Kritik von Regulierungsbehörden aufgrund einer mobilen Software-Anwendung, die bei der Stimmzählung bei einer kürzlichen Abstimmung in Iowa helfen sollte. Diese soll nicht funktioniert und dazu geführt haben, dass die Demokratische Partei die Veröffentlichung der Ergebnisse vom vergangenen Montag verschieben musste.

Aber versagt die Blockchain tatsächlich bei Abstimmungen?

Nach dem Skandal in Iowa gerieten Blockchain-Abstimmungsprogramme in die Kritik. Deshalb hat das Massachusetts Institute of Technology bei Voatz, dem wohl ersten Internet-Abstimmungsprogramm, das bei US-Bundeswahlen eingesetzt wurde, eine Sicherheitsanalyse durchgeführt.

Die Forscher behaupteten, dass sie bei Voatz Schwachstellen gefunden hätten. Über diese können „verschiedene Arten von Gegnern, die Stimme eines Nutzers ändern, aufhalten oder öffentlich machen. Auch ein Seitenkanalangriff ist möglich, bei dem ein völlig passiver Netzwerkgegner den geheimen Wahlzettel eines Benutzers wiederherstellen kann.“ 

Daher kamen die Autoren der Analyse zu dem Schluss, dass die App nicht sicher sei. Sie fügten hinzu: „Unsere Ergebnisse sind ein konkretes Beispiel für die allgemeine Weisheit, dass wir gegen Internet-Wahlen sein sollten. Sie zeigen auch die Bedeutung von Transparenz für die Legitimität von Wahlen.“

Unterdessen führte Voatz mit dem CISA Hunt and Incident Response Team (HIRT) eine eigene Analyse durch. Dabei sollte festgestellt werden, ob es Hinweise auf gezielte und böswillige Aktivitäten im Netzwerk der App gibt. Die Analyse des HIRT ergab:

„Die HIRT-Analytiker haben innerhalb der Voatz-Netzwerke keine bedrohlichen Verhaltensweisen oder Hinweise darauf entdeckt, dass es solche Aktivitäten gegeben hat. Das HIRT identifizierte einige Bereiche, in denen der tiefgehende Schutz und die Konfiguration der Verteidigung stellenweise verbessert werden könnten, um dem IT-Sicherheitspersonal von Voatz bei Schutz des Unternehmensnetzwerks zu helfen. Das HIRT lobt Voatz für die proaktiven Maßnahmen bei der Verwendung von Informanten, Bug-Bounties, Shodan-Warnungen sowie für die aktive interne Beobachtung und Verbesserung der Effizienz.“

Diskussionen auf Tech-Platformen

In seiner Erklärung am 13. Februar unterstützte Johnson Voatz und sagte, dass ein solche Programm Wahlbetrug verhindere und die Privatsphäre aller Wähler schütze. Er erklärte, dass die jüngsten Spekulationen über die Technologie bei Wahlen sich nun so weit hochgeschaukelt hätten, dass sie zu einer technik- und lernfeindlichen Haltung geworden seien. Johnson kommentierte dazu:

„Ich glaube fest daran, dass das den amerikanischen Fortschritt untergräbt. Diese falsche Prämisse behindert unser Streben nach Tests, Erprobung und der Entwicklung von Technologien, die nicht nur Risiken mindern, sondern Abstimmungen auch für Bevölkerungsgruppen zugänglich machen, die nicht physisch zu Wahlen gehen können.“

Anfang Februar verwies Votem, eine weitere große Blockchain-Abstimmungsfirma, darauf, dass noch immer nicht ganz klar sei, welche Funktion die Anwendung bei der Abstimmung in Iowa hatte. Pete Martin, der CEO von Votem, sagte in einer E-Mail an Cointelegraph:

„Unsere Einschätzung ist, dass das keine wirkliche mobile Abstimmung war, bei der ein nachweislich authentifizierter Wähler einen nachweisbaren und überprüfbaren elektronischen verschlüsselten Stimmzettel abgibt, der gemischt und dann öffentlich ausgezählt wird. Die Abstimmung ist einzigartig, weil die Identität des Wählers bekannt ist. Aber in den meisten Fällen wird die Identität des Wählers von seinem Stimmzettel getrennt, um seine Identität zu schützen. Das wird in unserem Protokoll ‚Beweis der Stimmabgabe‘ ausführlich beschrieben.“

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Koservative US-Denkfabrik: Digitale Zentralbankwährung unnötig

Die konservative US-Denkfabrik Heritage Foundation argumentiert, dass die Regierung, statt eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) auszugeben, dafür sorgen sollte, dass die Öffentlichkeit die von ihr bevorzugten Währungen, einschließlich private, verwenden kann.

In einem Kommentar am 12. Februar erklärte die Heritage Foundation, das globale Stablecoin-Projekt Libra von Facebook sei „nur eines von vielen Beispielen dafür, dass die Ausgabe von Geld keine zentralisierte Funktion der Regierung sein muss“. Im Bericht wird auf Aussagen eingegangen, laut denen der öffentliche Sektor sicherstellen müsse, dass souveräne Währungen im Zentrum des Finanzsystems jeder Nation bleiben:

„Regierungsbeamte sollten alternative Geldformen nicht unterdrücken, um souveräne Währungen zu schützen; sie sollten die Entscheidungsfähigkeit der Menschen darüber schützen, welche Formen von Geld das beste Zahlungsmittel sind.“

Verbrauchersouveränität statt Währungssouveränität

Im Bericht heißt es, dass das Prinzip der Währungssouveränität, von dem das Gouverneursratsmitglied der US-Zentralbank Lael Brainard im Februar sprach, durch das Konzept der Konsumentensouveränität ersetzt werden sollte.

Die Heritage Foundation spricht auch die allgemeine Besorgnis an, dass Stablecoins und Kryptowährungen das Risiko von Kriminalität und Betrug erhöhen würden. Dazu hieß es, „die Regierung muss keine eigene digitale Währung schaffen, um Leute vor diesen Problemen zu schützen“. Im Dokument heißt es:

„Wie beim derzeitigen Zahlungssystem kann jedes System, das auf Kryptowährungen basiert, von Regierungen auf Betrug, Verbraucherverluste und illegale Aktivitäten überwacht werden.“

Wettbewerb zwischen US-Zentralbank und Privatbanken

Im Bericht werden auch die Bedenken angesprochen, dass die US-Zentralbank nicht mit dem privaten Sektor konkurrieren sollte. Die Zentralbank konkurriere mit ihrem Echtzeit-Zahlungsinstrument mit Privatbanken. Cointelegraph berichtete, dass man erwarte, dieser stelle eine Bedrohung für private Banken dar. Im Dokument heißt es, dass eine CBDC auch eine Art von Wettbewerb zum Nachteil des privaten Sektors wäre:

„Wenn nicht nur Banken oder bestimmte Arten von Finanzunternehmen, sondern alle einen direkten Zugang zu den Konten bei der US-Zentralbank haben, dann werden die Privatbanken in direktem Wettbewerb mit der Zentralbank um Privatkunden stehen. Wenn sich die US-Zentralbank in diese Richtung bewegt, werden die Privatbanken und auch ihre Kunden verlieren. Letztendlich hätte die Bundesregierung die volle Kontrolle über das Geld, das auf das Konto jedes Einzelnen eingezahlt und auch wieder ausgezahlt wird.“

Dem Bericht zufolge ist die direkte Kontrolle der Regierung über die Konten aller Leute eines der Ziele solcher Handlungen. Laut der Heritage Foundation sei „dieses Niveau von staatlicher Kontrolle einfach nicht mit wirtschaftlicher und politischer Freiheit vereinbar“.

CBDCs in Washington im Gespräch

Wie Cointelegraph Anfang des Monats berichtete, sagte Brainard auch, dass die Institution gegenüber einer digitalen Zentralbankwährung offener sei als zuvor. Gestern befragte der Kongressabgeordnete Bill Foster einen Mitarbeiter der US-Notenbank zu den Fortschritten im Zusammenhang mit der US-CBDC. Darauf hieß es, dass die Institution noch nicht sicher sei, ob die Einführung einer solchen digitalen Währung eine gute Idee wäre.

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US-Militärunternehmen sucht Kryptowährungsexperten

BAE Systems, Inc., ein Anbieter von Support- und Servicelösungen für Verteidigungs-, Aufklärungs- und Zivilsysteme aus den USA, sucht nach Kryptowährungsexperten.

BAE Systems veröffentlichte eine Stellenausschreibung für Kryptowährungsexperten auf der Job-Plattform LinkedIn. Bei der Stelle geht es darum, den Betrieb bei einem Kunden des Unternehmens im Großraum Washington zu unterstützen. In der Stellenausschreibung heißt es:

„Kandidaten müssen Fähigkeiten im Bereich der Kryptowährung mit anerkannten und überprüfbaren Referenzen in diesem Bereich aufweisen. Diese Stelle wird vorzugsweise an einen Geprüften Bitcoin-Professionellen (CBP), einen Geprüften Bitcoin-Experten (CBX) oder einen Kandidaten mit einem tiefgehenden Verständnis der angewandten Kryptographie vergeben. Darunter fallen etwa Bereiche wie ECDSA-Signaturalgorithmen, Schnorr-Signaturen und Zero Knowledge Proofs.

Darüber hinaus sollten die Kandidaten Kenntnisse über Datenschutz-Coins, Wallet-Typen, volle und einfache Knoten sowie über die Funktionsweise von Kryptowährungsnetzwerken haben. 

BAE Systems behauptet, im Jahr 2018 einen Umsatz von 10,8 Mrd. US-Dollar erzielt zu haben. Das Unternehmen entwickelt und produziert elektronische Systeme sowohl für militärische als auch für kommerzielle Zwecke. Das Unternehmen entwickelt auch Sicherheits- und Schutzprodukte und bietet Fachwissen im Bereich IT für die Entwicklung, Integration, den Betrieb und die Wartung von Systemen an.

Militär-fokussierte Organisation an Blockchain interessiert

Andere Organisationen mit militärischem Schwerpunkt in den USA haben ebenfalls Interesse an der Blockchain-Technologie gezeigt. Zuletzt hat das Naval Air Warfare Center, eine Forschungsgruppe der US Navy aus Kalifornien, dem Blockchain-Software-Startup Simba Chain fast 10 Mio. US-Dollar zur Verfügung gestellt, um eine sichere Messaging-Plattform zu integrieren.

Im vergangenen Jahr hat sich die US Airforce mit einer neuen Technologie zur Unterstützung von Lieferketten und zur Neuanordnung von Daten befasst. Die Behörde hat Simba Chain mit der Entwicklung eines Blockchain-Prototypen für die Registrierung und Verfolgung von Komponenten der additiven Fertigung in ihrem gesamten Lebenszyklus beauftragt. Diese Art der Fertigung wird auch als 3D-Druck bezeichnet.

Auch das US-Verteidigungsministerium (DoD) hat in seinem Vierjahresplan vom Juli 2019 Pläne für Blockchain-Tech öffentlich gemacht. Der Vierjahresplan trägt den Titel „Digitale Modernisierungsstrategie des DoD: Strategischer Plan des DoD zur Verwaltung von Informationsressourcen FY19-23“.

Damals erklärte die Organisation, dass es potenziell wertvolle Anwendungsszenarien für Blockchain in der Datenspeicherung gebe:

„Technologien für verteilte Konsensprotokolle wurden durch ihre herausragende Rolle in der Kryptowährung und in den Blockchain-Technologie revolutioniert. Diese Technologien haben dramatische Auswirkungen auf die Sicherheit und Belastbarkeit kritischer Datenspeicher- und Berechnungsaufgaben, auch für das Verteidigungsministerium.“

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Fintech-Forschungsabteilung der CFTC: Bürozeiten für Innovatoren

Das Fintech-Labor der US-Aufsichtsbehörde CFTC wird in der New Yorker Fintech Week Bürozeiten anbieten.

Im April will das LabCFTC, die Fintech-Forschungsabteilung der CFTC, während der New Yorker Fintech Week Bürozeiten anbieten, um mit Innovatoren auf diesem Gebiet sprechen zu können. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Ankündigung hervor.

Das Ziel von LabCFTC ist es, marktfördernde Fintech-Innovationen und den Wettbewerb zu fördern sowie der CFTC ein besseres Verständnis für aufkommende Technologien zu vermitteln. In den Öffnungszeiten können interessierte Leute an Diskussionen zu diesem Thema teilnehmen und eine Präsentation vor der Regulierungsbehörde halten. 

LabCFTC: Leuchtturm im aufkommenden Fintech-Bereich

Die CFTC richtete LabCFTC im Jahr 2017 ein. Die Abteilung untersteht direkt dem Vorsitzenden der Behörde Heath Tarbert. Tarbert kommentierte das damals:

„Blockchain, digitale Vermögenswerte und andere Entwicklungen sind für unsere Wirtschaft sehr vielversprechend. Jetzt ist es an der Zeit, dass LabCFTC eine noch größere Rolle bei der Entwicklung und Erstellung der Regeln für diese transformativen neuen Produkte spielt. Diese Tatsache erfordert ein Engagement auf höchster Ebene innerhalb der CFTC. Deshalb befördere ich das LabCFTC zu einer unabhängigen Abteilung der Behörde, die mir direkt untersteht.“

Im Oktober 2019 verlieh die CFTC dem LabCFTC den Status einer unabhängigen Abtelung. Neben dem neuen Status des LabCFTC wurde auch ein Leitfaden über künstliche Intelligenz auf den Finanzmärkten veröffentlicht.

Hilfe beim Markteintritt

Der Fintech-Sektor reift immer mehr. Große Akteure aus der Branche wollen zu der Entwicklung dieses Bereichs beitragen. So hat im August letzten Jahres der Bitcoin SV (BSV)-Blockchain-Entwickler und Gründer des Blockchain-Organisationsdienstes Open Directory synfonaut einen Beratungsdienst eingerichtet.

Der Dienst gibt Entwicklern, die Hilfe benötigen, die Möglichkeit, mit erfahrenen Bitcoin SV-Entwicklern über Bitcoin SV-Projekte zu sprechen.

Im letzten Jahr hat die New Yorker Blockchain-Firma ConsenSys auch ein neues Blockchain- und DApp-Entwickler-Job-Kit herausgebracht. Angehende Ethereum-Blockchain-Entwickler wird damit der Einstieg in den Markt erleichtert.

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Andrew Yang ist raus – Krypto-Community verliert Fürsprecher im US-Wahlkampf

Krypto und Blockchain müssen im amerikanischen Präsidentschaftswahlkamp ab sofort auf einen ihren größten Fürsprecher verzichten.

Der Unternehmer Andrew Yang, der als ein möglicher Kandidat für die Demokratische Partei im Wahlkampf angetreten war, hat seine Bemühungen nun aufgegeben, wie NPR am 11. Februar berichtet. An seine Anhänger richtete sich Yang dabei mit folgenden Worten:

„Es gibt zwar noch viel zu tun, aber ich bin Mathematiker durch und durch, weshalb nach den heutigen Zahlen klar ist, dass wir dieses Rennen nicht mehr gewinnen werden […]. Ich bin keiner dieser Politiker, der einen verlorenen Kampf nicht aufgibt, um weiter Spenden einzuheimsen. Aus diesem Grund gebe ich hiermit bekannt, dass ich mich aus dem Präsidentschaftswahlkampf zurückziehe.“

Der amerikanische Wahlkampf befindet sich momentan in seiner Vorphase, in der die Demokratische Partei zunächst ihren Kandidaten für den Antritt gegen den Republikaner und aktuellen Präsidenten Donald Trump bestimmt. Bei den internen Wahlen im Bundesstaat Iowa konnte Yang lediglich 1% der Stimmen gewinnen, in New Hampshire hatte er zuvor ein ähnlich schwaches Ergebnis erzielt, was ihn nun wohl zu seiner Entscheidung bewegt hat.

Auf seinem Twitter-Profil zeigt er sich nichtsdestotrotz kämpferisch und verspricht seinen Anhängern, dass er „zurückkommen“ werde.

Krypto-Fürsprecher Yang

Yang war unter den angetreten Wahlkämpfern für einen Mix aus wirtschaftsliberaler und sozialer Politik bekannt. So zeigte er sich einerseits als großer Befürworter für technologische Weiterentwicklungen wie Blockchain und Kryptowährungen, während er sich andererseits auch für die Stärkung des „kleinen Mannes“ einsetzte, weshalb er das Bedingungslose Grundeinkommen zu einem seiner hauptsächlichen Programmpunkte gemacht hatte.

Vergangenen Sommer hatte Yang zum Beispiel erklärt, dass er Blockchain-basierte Wahlverfahren einführen würde, falls er ins Präsidentenamt käme. Im November 2019 zeigte er dann wiederum auf, wie er die Kryptobranche regulieren würde, wobei er betonte, dass es klare Regeln geben müsse. Diese Forderung hatte er zuvor schon im April formuliert.

Im November 2019 stieß er in der Krypto-Community allerdings auch auf Gegenwind, da sein Bedingungsloses Grundeinkommen aus dieser Ecke Kritik erntete. So befürchteten einige Stimmen damals, dass er mit seiner Idee „jedem Amerikaner Geld zu geben“, die Verschuldung der USA weiter vorantreiben und für eine zusätzliche Entwertung des US-Dollars sorgen würde.

Außerdem hatte Yang seinen Anhängern ermöglicht, Wahlkampfspenden in Form von Bitcoin über das Lightning Network zahlen zu können.

USA öffnet sich bereits für Krypto und Blockchain

Selbst ohne die zukünftige Unterstützung von Yang scheinen Krypto und Blockchain in den USA immer weiter Fuß zu fassen. So verzeichnet das Land immer mehr Unternehmen und Patente in diesem Sektor.

Das Blockchain-Startup Simba Chain hatte zum Beispiel gegenüber Cointelegraph Anfang des Monats angegeben, dass eine Forschungsgruppe der amerikanischen Marine 10 Mio. US-Dollar in das Projekt investiert hat, um einen sicheren Blockchain-basierten Messenger-Dienst zu entwickeln.

Auch die amerikanische Zentralbank öffnet sich angesichts der bevorstehenden Zentralbank-Digitalwährung Chinas mittlerweile für den Gedanken einer eigenen Digitalwährung. So hatte der Aufsichtsrat der „Fed“ jüngst signalisiert, womöglich ein solches Projekt untersuchen zu wollen.

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US-Parlamentarier befragt Zentralbank-Chef eindringlich zu Digitalwährungen

Der amerikanische Parlamentarier Bill Foster hat Jerome H. Powell, den Chef der US-Zentralbank (Fed), im Rahmen einer heutigen Anhörung zur Geldpolitik, nach den Fortschritten hinsichtlich einer amerikanischen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) befragt.

Foster hofft auf digitalen Dollar

So fragte Foster Powell zunächst:

„Sind Sie der Meinung, dass die Einführung eines digitalen Dollars dabei helfen könnte, dass die USA ihre Vormachtstellung im globalen Finanzsystem aufrechterhalten kann?“

Powell bejahte dies und betonte im gleichen Atemzug die Wichtigkeit des US-Dollars für das amerikanische Finanzsystem:

„Ich denke, das Modell, nur eine regierungsgesteuerte Währung im Mittelpunkt des Finanzsystems zu haben, hat sich bisher bezahlt gemacht und ist so grundlegend, dass es nicht in Frage gestellt wird.“

Im Hinblick auf die Einführung einer Zentralbank-Digitalwährung äußerte sich Powell dementsprechend vorsichtig: „Ob uns eine Digitalwährung weiterhilft, ist noch nicht ganz klar. […]. Alle Zentralbanken versuchen momentan, diese Frage zu beantworten.“

Parlamentarier warnt vor Chinas Digitalwährung

Bei der Betrachtung der verschiedenen Ausgestaltungsmöglichkeiten für Zentralbank-Digitalwährungen wollte Foster dann von Powell wissen, wie dieser die Bedrohungslage durch die bevorstehende Einführung einer chinesischen Digitalwährung einordnet und ob die USA in der Lage wären adäquat auf diese zu antworten.

Foster mahnte in diesem Zusammenhang, dass China den digitalen Yuan durch die flächendeckende Reichweite bestehender Mobilfunknetzwerke schnell etablieren könne.

Daraufhin antwortete Powell jedoch lediglich, dass es sich bei den Absichten der amerikanischen und der chinesischen CBDC um „zwei völlig verschiedene Hintergründe“ handelt.

Foster befürchtet, dass die schleppende Entwicklung eines digitalen Dollars womöglich dazu führen könnte, dass China den USA zuvorkommt und dadurch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteilerlangt. Da China scheinbar plant, die eigene Digitalwährung auch auf Länder auszuweiten, die sich an der chinesischen „Belt and Road“ Initiative beteiligen, könnte die Vormachtstellung des US-Dollars beträchtlich gefährdet werden.

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