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movie2k.to: Bitcoins in Höhe von 25 Millionen Euro sichergestellt

Im Falle der illegalen Filmplattform movie2k.to kooperiert einer der beiden Hauptbeschuldigten mit den Behörden. 22000 BTC wurden sichergestellt, ein weiterer Täter bleibt flüchtig.

Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ meldet, ist den Ermittlern ein Schlag gegen die Betreiber der illegalen Filmplattform movie2k.to gelungen. Laut Generalstaatsanwaltschaft Dresden habe man Anfang dieser Woche Bitcoins in Höhe von umgerechnet 25 Millionen Euro beschlagnahmen können. Einer der Haupttäter habe die Summe freiwillig herausgegeben, nach eigenem Bekunden möchte er damit zur „Schadenswiedergutmachung“ beitragen. Nach einem weiteren an dem Betrieb der illegalen Plattform beteiligten Programmiere fahnden die Ermittler derzeit noch, heißt es. 

Die Seite movie2k.to ist Ende Mai 2013 vom Netz genommen worden. Man wirft den Betreibern vor, in den knapp für Jahren ihres vorherigen Bestehens fast 900.000 illegale Kopien von Spielfilmen und Serien auf der Plattform verfügbar gemacht zu haben. Damit war es interessierten Besuchern der Seite möglich, die Inhalte auch ohne ein Peer-to-Peer-Netzwerk herunterzuladen. 

Juristisch macht das aber keinen Unterschied, wie der „Spiegel“ in einer Analyse des Urteils gegen die Betreiber von kino.to vom November 2011 schreibt. Im einen wie im anderen Fall handele es sich ganz klar um eine Rechtsverletzung.

22.000 Bitcoin durch Werbung und Abofallen

Das Geld, von dem die Ermittler jetzt gleichwohl nur einen Teil sicherstellen konnten, kam durch Werbung und versteckte Abofallen auf der Internetseite zustande. Wie der „Spiegel“ schreibt, haben die Akteure hinter movie2k.to seit Mitte 2012 ihre Einnahmen verstärkt in Bitcoin investiert. Es ist von einem Gesamtbetrag von 22.000 BTC die Rede, was zur Zeit etwa 208 Millionen Euro entspricht. Mit Hilfe eines Immobilienunternehmers aus Berlin habe man das Geld dann in Immobilien investiert. Dieser Unternehmer, wie auch einer der Betreiber von movie2k.to, von dem das sichergestellte Geld stammt, sind geständig. Seit November letzten Jahres sitzen beide in Untersuchungshaft. Wie es heißt, wollten sie die Behörden tatkräftig dabei unterstützen, den zweiten Haupttäter dingfest zu machen.

Nachdem die Adresse movie2k.to seit Mai 2013 nicht mehr existiert, haben mehrere andere gleichfalls illegale Seiten behauptet, der „legitime“ Nachfolger zu sein. Das gilt beispielsweise für die aktuell noch intakte Homepage von movie4k.to. 

Als vor fast neun Jahren den Machern von kino.to der Prozeß gemacht wurde, hieß es zunächst, damit sei auch den Hauptverantwortlichen von movie2k.to das Handwerk gelegt. Doch anscheinend ist das kriminelle Netzwerk größer, als damals angenommen. Das Strafmaß, mit dem die Schuldigen rechnen müssen, dürfte durchaus bei mehrjährigen Haftstrafen liegen.

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5 Gründe wieso wir Bitcoin brauchen

„To the moon“ schön und gut. Neben ungeahnten Kursgewinnen gibt es gute Argumente, wieso man Bitcoin gut finden sollte. Hier sind 5 Gründe, wieso wir BTC brauchen.

Abschaffung des Bargelds

Man stelle sich einmal folgendes Szenario vor. Aufgrund einer globalen Krisensituation hören EC-Karten plötzlich auf zu funktionieren; Bürger strömen an die Bankschalter um abzuheben, was als Zahlungsmittel noch funktioniert: Bargeld.

Doch halt, wieviel Bargeld gibt es überhaupt? Laut Europäischer Zentralbank (EZB) befinden sich aktuell etwa 1,3 Billionen Euro als physisches Geld (Banknoten und Münzen) in Umlauf. Verglichen mit der deutlich weiter gefassten Geldmenge M3 (13,9 Billionen Euro) ist das nur ein Bruchteil.

Folglich lässt sich nur etwa 10 Prozent des Bankguthabens der Bürgerinnen und Bürger in Bargeld umtauschen – soll heißen, wir sind auf elektronische Zahlungen bereits heute angewiesen. Als zentralisiertes System ist der traditionelle Banken- und Finanzsektor natürlich deutlich anfälliger als dezentrale Systeme wie Bitcoin. Wer sich absichern will, hält also BTC.

Dieses Szenario hatte übrigens auch Post Malone in der neuesten Ausgabe der Joe Rogan Experience eröffnet.

Absicherung gegen Inflation

Man muss realistisch sein. In Europa und den USA wird man vermutlich auch in den kommenden Jahren keinem signifikantem Druck auf den Verbraucherpreisindex ausgesetzt sein. Dafür sind Euro und US-Dollar als Weltreservewährungen trotz unkonventioneller Geldpolitik nach wie vor zu stark.

Anders verhält es sich etwa in Argentinien und der Türkei. Mit dem letzten Bull Run hat BTC bereits jetzt das Allzeithoch gemessen in Argentinischen Pesos (ARS) erreicht. Will heißen: Jeder Argentinier, der jemals Bitcoin gegen ARS getauscht hat, ist im Plus. Das dürfte nicht mehr lange unentdeckt bleiben und für weitere Nachfrage sorgen.

Mit seiner begrenzen Geldmenge ist BTC ein durchaus geeignetes Mittel, um sich gegen überbordende Inflation abzusichern.

BTC/ARS seit 2015. Quelle Coingecko.

Privatsphäre

Was du kaufst und verkaufst sagt mehr über dich aus als deine Worte.

Alex Gladstein

Damit trifft es Alex Gladstein, seines Zeichens Chief Strategy Officer der Human Rights Foundation (HRF) und ein Befürworter der Kryptowährung Nr 1., auf den Kopf. Denn wie der Aktivist in einem Twitter-Video zusammenfasst, könnte die Abschaffung des Bargeldes langfristig zum gläsernen Bürger führen. Denn über elektronische Zahlungen, die von zentraler Stelle verwaltet werden, lassen sich viele Rückschlüsse auf den Käufer beziehungsweise Verkäufer ziehen.

Bitcoin kann da Abhilfe schaffen. Schließlich verzichtet BTC auf zentrale Intermediäre wie Banken und ermöglicht Peer-to-Peer-Zahlungen, die dezentral verbucht werden. Das setzt Überwachungstendenzen durch Unternehmen und Regierungen gewisse Grenzen.

Finanzielle Inklusion

Etwa 1,7 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu rudimentärer Fiananzintermediation. Dies geht aus Daten des Global Findex hervor, einer Datenbank, die die Weltbank jährlich herausgibt. Der Löwenanteil befindet sich in Subsahara-Afrika sowie in Indien.

Mangelende Finanzintermediation bedeutet, dass die Betroffenen kein Bankkonto eröffnen können und den Großteil der Ersparnisse als Barreserven lagern müssen. Vor allem diejenige, die auf Unterstützung von Verwandten im Ausland angewiesen sind, stellt unzureichender Zugang zum Finanzsektor ein großes Problem dar. Schließlich lässt sich Bargeld nicht per Überweisung sondern nur mittels Remittance-Dienstleistern wie Western Union versenden – und die sind teuer.

Wer auf Bitcoin setzt, hat indes bessere Karten. Schließlich benötigt man für die Teilnahme am Protokoll nur ein mobiles Endgerät und Zugang zum Internet. Zwei Dinge, die deutlich weiter verbreitet sind, als Bankkonten.

Kapitalkontrollen

Wer heute versucht, über die Türkisch-Griechische Grenzen in die EU zu gelangen, riskiert alles. Neben Gefahren wie eine Corona-Ansteckung sind die europäischen Grenzschützer nicht gerade für ihr bedachtes Vorgehen bekannt. Berichte über Misshandlungen sowie Diebstähle an Geflüchteten sind keine Seltenheit. Wer Wertsachen wie Bargeld dabei hat, dem droht der Verlust.

Auch hier lässt sich eine Verknüpfung mit dem digitalen Gold herstellen. Schließlich ist der Besitz an BTC über die Kenntnis des Private Key der dazugehörigen UTXOs geregelt. Wer in der Lage ist, den Seed Phrase mnemonisch auswendig zu lernen, kann sein gesamtes Vermögen im Kopf über Landesgrenzen hinweg bei sich tragen. Diebstahl, Beschlagnahmung oder Verlust ausgeschlossen.

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Bitcoin versus Fiatgeld: Stürzt BTC Euro, US-Dollar und Co. vom Thron?

Bitcoin und Fiatgeld repräsentieren zwei inkompatible Paradigmen der Geldtheorie. Wir wagen die Gegenüberstellung.

Nachdem wir letzte Woche erörtert haben, wieso Bitcoin besser ist als Gold, ziehen wir in dieser Woche den Vergleich zu Fiatgeld. Ring frei für Runde zwei.

Knappheit

In Sachen Knappheit hat Bitcoin ein Heimspiel. Die Kryptowährung Nr. 1 ist die härteste Geldform der Menschheitsgeschichte – Tendenz steigend. Denn alle vier Jahre halbiert sich die Inflationsrate; man spricht von den sogenannten Halvings.

Bitcoins Geldmengenwachstum ist bis ins Jahr 2140 festgelegt.

Während der ersten vier Jahre von Bitcoins Bestehen kamen je Block 50 BTC in Umlauf, mittlerweile sind es gerade einmal 6,25. Damit wird Bitcoins Geldmengenwachstum zunehmend knapper und bildet einen diametralen Unterschied zu Fiatgeld.

Schließlich kennt das Geldmengenwachstum der globalen Zentralbanken dieser Tage kein Halten mehr. Befeuert durch alarmierende Wirtschaftszahlen bedingt durch die Corona-Pandemie fluten Notenbanken die Finanzmärkte geradezu mit Liquidität.

Erst kürzlich vermeldeten die US-Währungshüter, die Programme zum Ankauf von Anleihen bis zum Jahresende fortzuführen. Ursprünglich hieß es, man wolle Quantitative Easing nur bis Ende September betreiben. Falls das immer noch nicht ausreiche, gäbe es noch die Möglichkeit, mit weiteren Liquiditätsspritzen für direkte Lockerung am Finanzmarkt zu sorgen. Ihre Bereitschaft dazu hat die Fed bereits signalisiert.

Wer sich gegen die Unwägbarkeiten von flexibler Geldpolitik absichern will, ist mit Bitcoin dieser Tage gut beraten.

Wir gehen einfach eine kalkulierte Wette ein, dass sich dieser Trend des schwindenden Vertrauens in unsere politischen und monetären Systeme fortsetzen wird, und Bitcoin bietet die beste Alternative, auf die man zurückgreifen kann, wenn die Dinge wirklich den Bach runtergehen,

schreibt etwa Bitcoin Podcaster Marty Bent in seinem Newsletter.

Privatheit

So viel ist sicher: Der Trend geht zu digitalem Geld. Wie dieses beschaffen sein wird, ist aber noch völlig unklar. Denn physisches Geld, also Bargeld, ist überall auf der Welt ein rückläufiger Trend. Nicht umsonst hat Satoshi Nakamoto Bitcoin als eine Form digitalen Bargelds geframt. Definiert man Bargeld als ein Wertspeicher- und Tauschmedium, das ohne Intermediär übertragbar ist, fällt BTC tatsächlich in diese Kategorie. Ganz im Gegenteil zu digitalem Zentralbankgeld. Denn bereits heute ist das Gros der globalen Geldmenge digital. Ohne Finanzintermediation von (Noten)Banken und Co. kommen Euro, US-Dollar und Yen indes nicht aus. 

Das führt spätestens dann zu Problemen, wenn etwa aus der Macht von Reservewährungen politisches Kapital geschlagen wird. So geschehen etwa mit dem Ausschluss des Irans vom SWIFT-System. In Sachen Privatheit ist Bitcoin derweil sicher kein ideales Medium. Gegen mögliche Überwachungstendenzen des Fiatgeld-Systems ist das digitale Gold Euro und Co. aber um Längen voraus.

Woher Geld seinen Wert bezieht

Im Kern könnte Bitcoin und Fiatgeld unterschiedlicher kaum sein. Das eine bezieht seinen Wert aus einem nicht-korrumpierbaren Konstrukt aus Mathematik, Anreizen und Kryptografie. Das andere beruht auf dem Vertrauen, die Druckerpresse nicht zu sehr in Anspruch zu nehmen sowie Gesetzen wie eine Annahmepflicht.

Letzteres ist ein klarer Vorteil für Fiatgeld. Alleine die zu begleichende Steuerlast sorgt für ungemeine Nachfrage nach Zentralbankgeld. Dies sowie Wirtschaftsindikatoren wie die Außenbilanz der jeweiligen Staaten bestimmen über den Wert von Fiatgeld.

Bitcoin hingegen negiert die Relevanz der Tauschmittelfunktion von Geld und optimiert auf dessen Eigenschaften als Wertspeicher. Bitcoins Wertversprechen speist sich vor allem aus seiner Knappheit – und das Narrativ greift. Erst in dieser Woche überschritt die Kryptowährung Nr. 1 abermals die 11.000-US-Dollar-Marke.

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Bitcoin versus Gold: Welcher Wertspeicher ist besser?

Wie wahrscheinlich ist es, dass Bitcoin Gold eines Tages überholt? Wir werfen einen Blick auf die Eigenschaften der beiden Wertspeicher und zeigen, wo BTC dem Edelmetall bereits heute voraus ist.

Das Standard-Narrativ der Bitcoin-Szene kennt keinen Zweifel: Eines Tages ersetzt Bitcoin Gold als Wertspeicher Nr. 1. Schließlich sei BTC so designt, alle Eigenschaften, die Gold aus Investmentsicht so attraktiv machen, perfekt zu reproduzieren. Mehr noch: In einigen Belangen sei das digitale Gold seinem traditionellen Pendant bereits jetzt überlegen. Wie stichhaltig sind die Argumente der Bitcoiner?

Bitcoin ist fälschungssicher

Mindestens einige der 83 Tonnen Goldbarren, die als Sicherheit verwendet wurden, erwiesen sich als nichts anderes als vergoldetes Kupfer.

Dies schreibt Nikkei Asian Review Ende Juni. Die Rede ist von einem der größten Skandale in der Geschichte des Edelmetalls. Nach Inhalt des Artikels gewährte eine ganze Reihe chinesischer Banken Kredite an Wuhan Kingold Jewelry Inc., einem der größten Gold-Verarbeiter in der Region. Als Sicherheit haftete das Unternehmen mit seinen Goldreserven.

Als einer der Gläubiger seine Besicherung jedoch liquidieren wollte, flog der Schwindel auf. Anstatt Gold war lediglich vergoldetes Kupfer hinterlegt.

Die Anekdote zeigt, dass das etablierte Finanzsystem um das Edelmetall nicht immer durchsichtig ist. Zwar hätten die Gläubiger ihre Goldbestände jederzeit begutachten können. Man zog es aber vor, dem Juwelier zu vertrauen – und war geprellt.

Dies steht diametral zum Bitcoin-Mantra „Don’t trust; verify“. Schließlich ist BTC darauf ausgelegt, trustless zu sein. Dass heißt, alle Teilnehmer können ohne großen Kostenaufwand verifizieren, ob es sich bei Satoshis auch wirklich um BTC handelt. Als Besicherung für Darlehen ist das digitale Gold also deutlich besser geeignet.

1 zu 0 für Bitcoin.

Knappheit

Als Hartgelder bedienen beide Güter ähnliche Marktnischen. Auch aus Portfoliosicht sind es ähnliche Investments. Nämlich solche, die keinen Cash Flow genieren, sondern lediglich als Wertspeicher und Portfoliodiversifikation dienen.

Ausschlaggebend für den Wert der beiden Assets ist daher seine Knappheit. Als monetäre Güter ist dabei aber nicht die absolute Knappheit relevant, sondern vielmehr seine relative. Also das Verhältnis zwischen bestehender Menge und der Inflation – auch als Stock-to-Flow-Rate bekannt.

Seit dem Halving im Mai dieses Jahres hat Bitcoin Gold in Sachen Knappheit fast schon eingeholt. Die S2F-Rate von Gold beträgt aktuell 62 und die der Kryptowährung etwa 56. Das heißt, mit dem aktuellen Geldmengenwachstum würde es 62 Jahre bei Gold und rund 56 Jahre bei BTC dauern, um den aktuellen Supply zu verdoppeln.

Während Gold mehrere Jahrtausende für die Akkumulation des Supplys gebraucht hat, hat BTC mit der sinkenden Inflationsrate bedingt durch die Halvings eine Abkürzung genommen. Bereits in vier Jahren verdoppelt sich die S2F-Rate von Bitcoin abermals; dann ist das digitale Gold das knappste Gut der Menschheit.

Bitcoins Geldmengenwachstum. Man erkennt die zunehmende Verknappung des Angebots. Quelle: „The Bullish Case for Bitcoin“.

Ein weiterer Vorteil spricht für BTC. Nämlich der, dass Bitcoins Geldmengenwachstum vorhersehbar ist. Zwar lassen sich auch bei Gold solide historische Durchschnittswerte berechnen (jedes Jahr werden etwa 3.500 Tonnen des Edelmetalls gefördert, das entspricht einem Marktwert von 212 Milliarden US-Dollar).

Neue Schürftechniken oder das sogenannte Asteroiden-Mining könnten Goldinvestoren indes kalt erwischen.

Wann welcher BTC ins System kommt, ist seit dem Genesis-Block klar. An Bitcoins Geldmengenwachstum lässt sich daher nicht rütteln und Investoren wissen zu jedem Zeitpunkt, wie viel Prozent sie vom Gesamtsupply ihr Eigen nennen.

Ein weiterer Punkt für die Kryptowährung Nr. 1.

Vertrauen

Neben der Knappheit speist sich der Wert monetärer Güter wie Gold, Fiatgeld oder Kryptowährungen aus Vertrauen. Nutzer müssen davon ausgehen können, dass das Gut relativ wertstabil ist und dass eine gewisse Akzeptanz vorhanden ist.

Hier macht eindeutig Gold das Rennen. Bitcoins Geschichte ist zu diesem Zeitpunkt viel zu skandalbehaftet und unberechenbar um das notwenige Vertrauen als Weltreservewährung zu gewinnen. Gold gilt derweil nach wie vor als krisensicher und gewinnt auch in der aktuellen Corona-Krise an Wert.

Allein in diesem Jahr stieg der Wert des gelben Edelmetalls um 23 Prozent an.

Gold-Kurs 2020. Quelle: Tradingview.

Übertragbarkeit

Bitcoins sind der übertragbarste Wertspeicher, der je vom Menschen geschaffen wurde. Private Keys, die Hunderte von Millionen von Dollar repräsentieren, können auf einem winzigen USB-Stick gespeichert und überallhin mitgenommen werden.

Das schreibt Bitcoiner Vijay Boyapati in seinem viel zitierten Medium-Beitrag „The Bullish Case for Bitcoin“. An der Übertragbarkeit zeigen sich die Unterschiede der beiden Assets am deutlichsten. Während man mit BTC Wert innerhalb von Minuten um die Welt schicken kann, gestaltet sich das Versenden von Gold schwierig – und passiert daher nicht sehr häufig. Vielmehr handelt man auf dem Weltmarkt eher mit Zertifikaten, sogenannten IOUs oder gleich mit Derivaten wie Futures. Das Gold sitzt dabei immer im gleichen Tresor und nur die Ansprüche darauf wechseln den Besitzer. Dass das schief gehen kann, zeigt die obige Story aus China.

Fazit

Bis Bitcoin die etablierte Geschichte sowie das Vertrauen, dass Investoren in das Edelmetall haben, imitieren kann, dürfte es noch ein Weile dauern. Stellt man die Eigenschaften beider Assets jedoch gegenüber, scheint die permabullishe Haltung der Bitcoiner langfristig nicht ganz unbegründet. Dennoch muss man sagen, dass objektive Vergleiche bei Wertgegenständen nicht immer das überzeugendste Argument sind. Schließlich muss es auch genügend Menschen geben, die diesen Wert sehen und bereit sind, einen hohen Preis zu zahlen. Das kann nur die Zeit zeigen.

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Paper Wallet: Bitcoin sicher aufbewahren – auf Papier

Börsen-Hacks, SIM-Swaps, der Verlust von Smartphone oder Laptop – Hot Wallets sind praktisch, aber anfällig. Eine Paper Wallet kann hier Abhilfe schaffen. Mit vergleichsweise wenig Aufwand, wovon ihr euch in unserem Paper Wallet Tutorial überzeugen könnt.

Das Argument, dass die Verwahrung von Bitcoin eine komplizierte Angelegenheit ist, hält sich hartnäckig. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Apps für Desktop und Smartphone, die das Erstellen einer Wallet zum Kinderspiel machten – sofern man denn des Lesens mächtig ist. Das Problem: Da Smartphone beziehungsweise PC meistens in der Regel mit dem Internet verbunden sind, ist die Verwahrung von Bitcoin auf diesen Endgeräten mit einem inhärenten Risiko verbunden. Malware-Attacken gefährden den Zugriff auf die Einlagen ebenso wie der mögliche Verlust des Handys. Fest steht: Die Private Keys zum eigenen Bitcoin-Vermögen richtig aufzubewahren, will gelernt sein. Zu den sichereren Methoden gehört die Erstellung einer Paper Wallet.

Was ist eine Paper Wallet?

Eines vorweg: Die Frage, wie viel Aufwand für die Sicherung seiner Krypto-Assets angebracht ist, muss jeder für sich beantworten. Für technisch unbedarfte, die überdies nur vergleichsweise kleine Beträge halten wollen, kann eine Software Wallet mit intuitiver Bedienoberfläche sinnvoller sein, als sich beispielsweise bei der Aufteilung des Private Keys zu verzetteln. Ein weiterer Vorteil von online (auch: „Hot“) Wallets besteht darin, dass Kryptowährungen schneller zur Hand sind, wenn es ums Überweisen, Bezahlen oder Traden geht.

Spätestens, wenn es um das HODLN größerer Beträge geht, sollte man sich jedoch nach Möglichkeiten umschauen, seine Bitcoin-Einheiten – genauer: die privaten Schlüssel dazu – offline aufzubewahren. Genau das ermöglicht eine Paper Wallet. Neben der öffentlichen Bitcoin-Adresse beinhaltet eine Paper Wallet auch den Private Key für diese. Es ist gewissermaßen damit vergleichbar, seine E-Mail-Adresse und das dazugehörige Passwort auf einem Stück Papier zu sichern.

Wie erstellt man eine Paper Wallet?

Eine Bitcoin-Adresse sieht auf den ersten Blick wie eine zufällige Kombination von Zahlen und Buchstaben aus. Tatsächlich lässt sie sich aber genau berechnen – und zwar aus dem Private Key. Darum darf der Private Key keinesfalls in fremde Hände geraten – es wäre ein leichtes, die zugehörige Bitcoin-Adresse zu ermitteln und sich der darauf hinterlegten BTC-Einheiten zu bemächtigen.

Der erste Schritt bei der Erstellung einer (Paper) Wallet besteht in der Generierung eines Private Keys. Dafür sollte man (wenn man nicht selbst die Würfel in die Hand nehmen möchte) einen zuverlässigen Zufallsgenerator, wie man ihn beispielsweise bitaddress.com findet. Die Website bietet alle Funktionen, die man braucht, um eine Paper Wallet zu erstellen. Eine gängige Alternative zu bitaddress.com ist die Website WalletGenerator.com.

Für welches Tool man sich auch entscheidet, der Private Key sollte in jedem Fall offline generiert werden. Bei den oben genannten Websites ist das kein Problem, denn ihr Code lässt sich auch offline ausführen. Dazu muss man die Websites herunter laden, in dem man rechtsklickt und „speichern unter“ beziehungsweise „save as“ auswählt.

Download der Website bitaddress.org mit dem Brave Browser

Nachdem man seinen Computer vom Internet getrennt – oder noch besser: die heruntergeladene Html-Datei per USB-Stick auf einen Offline-Rechner geladen – hat, kann es mit der Erstellung der Paper Wallet losgehen. Die Datei wird wie gewohnt im Browser ausgeführt.

Bitcoin schwarz auf weiß

Zunächst erfolgt die Generierung des Private Keys. Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen, erfordert das Programm vom Benutzer eine Reihe beliebiger Tastatur- oder Maus-Eingaben. Aus diesen Eingaben generiert das Programm den Seed, der als Keimzelle für alle weiteren Wallets dient. Im nächsten Schritt klickt man auf den Reiter Paper Wallet beziehungsweise Papier-Wallet und erhält prompt drei Bitcoin-Adressen samt Private Key. Wer will, kann seine Wallets mit einem Passwort sichern. Doch Obacht: Nicht alle Wallets sind mit BIP38 kompatibel.

Die Paper Wallet in ihrer digitalen Form

Es ist ratsam, sein Bitcoin-Vermögen auf mehrere Wallets aufzuteilen um das Risiko eines Totalverlusts zu senken. Über den Button „Drucken“ lassen sich die Paper Wallets in die analoge Welt holen. Auch hier sollte ein Drucker zum Einsatz kommen, der mit keinem Netzwerk verbunden ist.

Nun kann man die ausgedruckten Paper Wallets noch mit Bitcoin befüllen. Dazu schickt man BTC an die öffentliche Adresse („Look and Verify“).

Drei Paper Wallets (links), daneben der Kryptokompass (jetzt auch auf Papier!)

Tipps zum Umgang mit Paper Wallets

Eine Paper Wallet ist nur so sicher, wie sie aufbewahrt wird. Da Papier nicht gerade für seine Beständigkeit bekannt ist, sollte man bei der Aufbewahrung einer Paper Wallet einige Punkte beachten:

  • Die Paper Wallet in einem versiegelten Plastikbeutel aufbewahren, um es vor Wasser und Feuchtigkeit zu schützen.
  • Alternativ oder zusätzlich dazu die Paper Wallet laminieren.
  • Die Wallet in einem Safe aufbewahren, um es vor Diebstahl und Feuer zu schützen.
  • Eine Kopie der Paper Wallet an einem sicheren Ort, bei einer Vertrauensperson oder einem Notar verwahren

Wer mehr über die verschiedenen Wallet-Arten lernen möchte, dem sei unsere BTC-ACADEMY wärmstens ans Herz gelegt.

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Bitcoin-Kurs (BTC): Rendite ist, was du draus machst

Wie kann man vom Bitcoin-Kurs profitieren? Was ist die beste Strategie für mich? Hodl versus Trading.

Seit dem Corona-Crash und der nachfolgenden Erholung scheint der Bitcoin-Kurs bisweilen wie erstarrt. Die Kryptowährung pendelt beharrlich zwischen der 9.000- und der 10.000 US-Dollar-Marke hin- und her. Ein Ausbruch scheint möglich, geschafft hat es die Kryptowährung in den zurückliegenden Wochen jedoch nicht. Welche Möglichkeiten gibt es nun, dennoch zu profitieren?

Lass dich nicht verunsichern

Der Krypto-Markt wartet mit einigen Fallstricken auf, die Krypto-Beginner kennen sollten. Zu unruhig ist der Krypto-Markt, zu hoch die Verlockung, den eigenen Gefühlen aufzusitzen. Auf der einen Seite der zu vermeidenden Effekte wäre da die Fear of Missing Out, die Angst, etwas zu verpassen, kurz: FOMO. Sie tritt bisweilen bei Anfängern, wohl aber auch bei alteingesessenen Tradern ein. Die Gier, schnell noch auf einen Bullrun aufzuspringen und die eigenen Profite zu maximieren, verleitet zu Impulsivkäufen und lässt Trader im Regen stehen, sobald die Euphorie abgeflacht ist.

Auf der anderen Seite steht FUD: Fear, Uncertainty and Doubt, zu deutsch: Angst, Unsicherheit und Zweifel. Beispiel: Der Bitcoin-Kurs fällt, eine Schreckensnachricht breitet sich aus im Krypotversum. Hängen die BTC-Miner ihre Geräte an den Nagel? Wird die US-Regierung Bitcoin zu Tode regulieren? Oder zwingt Kim Jong Un den Bitcoin-Kurs in die Knie, indem er seine von Südkorea gestohlenen BTC auf den Markt wirft? So absurd es bisweilen klingen mag: Alle diese Meldungen gab es bereits. Und alle sind im Nachhinein wieder im großen Krypto-News-Rauschen verschwunden. Was Trader jedoch davon lernen können: Sich nicht verunsichern lassen.

Bitcoin-Trading-Strategie: Wähle weise…

Grundsätzlich gibt es zwei Strategien, mit denen man am Bitcoin-Kurs teilnehmen kann: Hodln und traden.

Hodl ist die Strategie für Krypto-Fans mit langem Atem. Sie glauben, mal mehr, mal weniger intensiv, an das Potential, dass Bitcoin mit sich bringt: Eine digitale Alternative zu Gold, ein Wertspeicher oder einfach nur die Art und Weise, wie sich Menschen in der Zukunft untereinander bezahlen. Den Rest wird die Zeit richten: Bei einer steigenden Nutzung, so wollen es die Marktgesetze und die Geldausschüttungspolitk hinter Bitcoin, wird der Bitcoin-Kurs schon steigen. Hodler investieren derweil in BTC und warten darauf, bis der Bitcoin-Kurs hoch genug ist, dass sie mit Profit rausgehen. (Oder, für die ganz maximalistischen, eben so lange, bis es außer BTC ohnehin keine anderen nennenswerten Währungen mehr gibt).

Für Hodler bietet sich indes das Modell des Cost-Dollar-Averaging an. Dabei investiert man einen festgesetzten Betrag in wiederkehrenden Abständen zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Woche/Monat/Jahr und baut damit nach und nach einen wachsenden Bestand an BTC auf. Durch die Regelmäßigkeit gleicht das Modell, zumindest der Theorie nach, die Kursschwankungen aus.

…und bleib dabei

Eine andere häufig verwendete Strategie, um am Bitcoin-Kurs zu partizipieren, ist das DayTrading. Dabei nutzt man ebenjene Bitcoin-Kurs-Volatilität aus und profitiert, indem man klar definierte Ziele hat. Grob heruntergebrochen: Daytrader steigen bei einem bestimmten Kurs ein, warten die Gunst der Stunde ab, und verkaufen dann wieder. Dabei behalten sie wichtige Indikatoren wie Moving Average (MA), Relative Strength Index (RSI) und Co. stets im Auge und handeln im richtigen Moment.

Was bei bei den Bitcoin-Trading-Strategien wichtig ist: Nicht zwischen den Strategien hin und her zuspringen. Wer gerade fleissig am Hodln ist, sollte sich nicht plötzlich mit einem DayTrader verwechseln. Wer dennoch beide Strategien fahren will, dem empfiehlt sich ein aufgeteiltes Budget, am besten mit verschiedenen Wallets. Nur so kann man den Überblick behalten und sicherstellen, nicht den Kopf zu verlieren.

Disclaimer: Diese Zeilen ersetzen keine Investmenberatung, Investitionen in den Krypto-Markt erfolgen auf eigene Gefahr. Investiere nur so viel, wie du bereit bist, zu verlieren. Weitere Tipps zum Trading gibt es auf der BTC-ACADEMY.

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Was macht Bitcoin (BTC) einzigartig? Das kleine Krypto 1×1

Tether Limited, das Unternehmen hinter dem gelichnamigen Stable Coin, hat fast 40 Holder von USDT auf eine Schwarze Liste gesetzt Ý und damit defacto zensiert.

Das Unternehmen Tether ist nicht gerade für vorauseilenden Gehorsam bekannt, wenn es um Regulierungsfragen geht. Man erinnere sich an den Eiertanz, den Tether Limited vollzogen hatte., als es darum ging, zu beweisen, dass es tatsächlich über die Rücklagen verfügt, die eine Deckung des Stable Coins gewährleisten. Mittlerweile ist das Unternehmen von der Behauptung abgerückt, dass für jede Einheit USDT ein US-Dollar in der Reserve gehalten wird. Stattdessen gibt man nun an, dass auch andere Assets zur Deckung von USDT gehalten werden, auch wenn Fiat-Einlagen noch den überwiegenden Anteil ausmachen sollen.

Tether zensiert USDT-Adressen

Dennoch scheint Tether in letzter Zeit verstärkt mit Regulierungsbehörden zusammen zu arbeiten. Darauf lässt ein Dashboard eines Programmiers schließen, das Wallet-Adressen zeigt, die Tether blockiert hat. Philippe Castonguay, so der Name des Entwicklers, hat sein Dashboard auf Twitter vorgestellt. Ein ähnliches Projekt hatte Castonguay zuvor bereits für den Stable Coin USDC ins Leben gerufen.

Es stellt sich heraus, dass bis jetzt 39 Adressen die Verwendung von USDT auf Ethereum verboten wurde. Ich habe ein weiteres Dashboard erstellt, um den Überblick über die USDT-Bans hier zu behalten:

Offenbar stehen gesperrten Adressen auf eine Kooperation mit Strafverfolgungsbehörden zurück. Gegenüber dem Krypto-Nachrichtenportal The Block erklärt Stuart Hoegner von der Rechtsabteilung der Bitcoin-Börse Bitfinex:

Tether unterstützt die Strafverfolgungsbehörden routinemäßig bei ihren Ermittlung […] Durch die Funktion zum Einfrieren von Adressen konnte Tether Benutzern und Börsen helfen, von Hackern gestohlene Dutzende Millionen Dollar zu retten

Bitfinex ist ein Tochterunternehmen von Tether Ltd. Die personellen Verstrickungen zwischen der Stable Coin Emittentin und der Krypto-Börse ließen bereits mehrfach den Vorwurf der Martkmanipulation laut werden.

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Bitcoin-Netzwerk (BTC): Wie bleibe ich möglichst anonym?

Wie bewege ich mich im Bitcoin-Netzwerk anonym? Wir haben Mittel und Wege für mehr Anonymität für Bitcoin-Nutzer zusammengefasst.

Eines der großen Missverständnisse über Bitcoin ist der Grad der Anonymität, den Nutzer erreichen können. Wer denkt, mit Bitcoin lasse sich absolut privat Handel treiben, der ist schief gewickelt. Bitcoin-Zahlungen, und das muss man in aller Deutlichkeit sagen, sind nicht anonym, sie sind pseudonym.

Denn eines der großen Versprechen der Blockchain ist der Umstand, dass sich Transaktionen, die in der Vergangenheit liegen, im Nachgang nicht mehr ändern lassen. Die Bitcoin Blockchain ist im Grunde ein öffentlich einsehbares Kassenbuch, das alle legitimen, jemals bestätigten Transaktionen abbildet. Das ist gut so, denn auf diese Weise kann jeder Netzwerkteilnehmer völlig unabhängig die Transaktionshistorie auf ihre Tadellosigkeit hin untersuchen.

Allerdings bringt die pseudonymisierte Bitcoin-Transaktionshistorie auch Nachteile mit sich. Für so manchen ist einer dieser Nachteile ein damit einhergehender Mangel an Privatheit. Für ein „Peer-to-Peer electronic cash system“ ist das in den Augen vieler ein Problem. Denn nach wie vor gilt: Das einzige wirklich anonyme Zahlungsmittel ist Bargeld.

Doch auch hierfür gibt es Abhilfe. Wie ihr eure Anonymität auch beim Verwenden von Bitcoin maximieren könnt, haben wir an dieser Stelle zusammengefasst.

Exchanges für Bitcoin & Co.

Um aus pseudonymen Bitcoin-Adressen eine Verbindung zu realen Personen herzustellen, braucht es einen Link in die analoge Welt. Diesen Link gibt es. Denn um Bitcoin überhaupt habhaft zu werden, müssen Nutzer zunächst Fiatwährungen wie Euro oder US-Dollar in Bitcoin umtauschen. Dabei greifen sie in aller Regel auf Krypto-Börsen zurück.

Hierzulande geht das allerdings nicht ohne Registrierung – und voheriges Durchlaufen von KYC. Und da haben wir unseren Link.

Sollten Strafverfolgungsbehörden auf die Idee kommen, nach der Exchange-Adresse einer verdächtigen Person zu fragen und diese ausgehändigt bekommen, ist es um die Privatheit geschehen. Dass Exchanges mitunter nicht zögerlich sind, diese sogar ohne gerichtliche Anordnung herausrücken, haben Krypto-Börsen wie bitcoin.de bereits bewiesen.

Welche Möglichkeiten gibt es, um Bitcoin anonym zu erwerben?

Die Antwort lautet: Dezentrale Exchanges, oder DEX. Dezentrale Exchanges bauen auf einer Blockchain auf und sind daher nicht an einem physischen Ort angesiedelt. Es gestaltet sich also schwierig, DEX regulatorisch fassbar zu machen, da es sich streng genommen nicht einmal um juristische Personen handelt.

Adressen wechseln

Die zweite goldene Regel der Privatheit ist das häufige Wechseln von Adressen. Denn durch das Wiederverwenden derselben BTC-Adresse lassen sich Muster viel einfacher ableiten, eine gute Verschleierungstaktik ist daher für jede Transaktion eine neue Adresse zu verwenden.

Mit modernen Wallets ist das auch problemlos möglich. Zudem ist die mögliche Anzahl von generierbaren Bitcoin-Adressen durch den SHA-256-Algorithmus praktisch unbegrenzt.

Bitcoin-Mixer verwenden

Wer nicht will, dass Ein- und Ausgänge von BTC-Transaktionen einander zuzuordnen sind, kann auf sogenannte Mixer zurückgreifen. Dies funktionieren wie folgt:

Zunächst senden Bitcoin-Nutzer die gewünschte Menge an Bitcoin auf einen sogenannten „Processing Server“. Dieser „mixt“ die eigene Transaktion mit Transaktionen anderer Nutzer des Netzwerks und erstellt am Ende einen finalen Output an die gewünschte Zieladresse. Zu diesem Zeitpunkt ist die ursprüngliche Quelle der Transaktion für Außenstehende aber kaum noch auszumachen. Es ist lediglich eine Reihe von In- und Outputs auf den Server des Mixers abzulesen. Welcher Input welchem Output zuzuordnen ist, lässt sich nicht mehr feststellen. Je nachdem, wie häufig man die eigene Transaktion durch den Mixer jagt, bieten solche Tumbler ein relativ hohes Maß an Anonymisierung.

Es sei aber an dieser Stelle angeraten, sich über den jeweiligen Mixer vorab genau zu informieren. Denn Bitcoin-Mixer haben sich in der Vergangenheit immer wieder als Betrug herausgestellt. Schließlich müssen User ihre Bitcoin zunächst auf den Server des Mixers senden, sie sind also streng genommen ein Single Point of Failure.

Fazit

Diese Liste soll nur einen ersten Überblick über Mittel und Wege für eine gesteigerte Anonymität im Netzwerk verschaffen. Dies gilt ausdrücklich auch für Nutzer, die sich in der Legalität bewegen. Bei einer zunehmenden Adaption von Bitcoin sollten auch unbescholtene Bürger die Möglichkeit für anonyme digitale Zahlungen haben. Bitcoin bringt dafür die notwendigen Voraussetzungen mit – ein bisschen Mithilfe der User ist aber (noch) notwendig.

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ETH vs. BTC: Neuer Index sieht Flippening zu 55 Prozent abgeschlossen

Ist Ethereum bereits auf dem halben Weg, Bitcoin abzulösen? Der Flippening-Index von Blockchain.net suggeriert das.

Wer einen Blick auf einschlägige Bitcoin-Kurs-Seiten wirft, stellt schnell fest, dass der Branchenprimus seinen Epigonen in Sachen Marktkapitalisierung um Meilen – beziehungsweise Jahre – voraus ist. Trotzdem spuckt der „Flippening-Index“ des Blockchain-Datenaggregators Blockchain.net eine erstaunliche Zahl aus, wenn man ihn danach fragt, wie nah Ethereum Bitcoin auf den Fersen ist. Das Flippening zwischen Bitcoin und Ethereum ist laut dem Flippening Index bereits zu 55 Prozent abgeschlossen.

Flippening schon auf halbem Weg?

Die zunächst sehr hoch anmutende Zahl – schließlich beträgt die Marktkapitalisierung von Ethereum nur einen Bruchteil (15 Prozent) jener von Bitcoin – erklärt sich dadurch, dass Blockchain.net dem Flippening Index neben der Marktkapitalisierung noch diverse andere Metriken zugrundelegt.

Tatsächlich hat Ethereum Bitcoin in zwei Kategorien schon überholt: Einerseits hat Ethereum Bitcoin bei der Gesamtzahl der Transaktionen bereits seit geraumer Zeit abgelöst. Relativ neu ist dagegen der Umstand, dass im Ethereum Netzwerk insgesamt mehr Transaktionsgebühren bezahlt werden. Damit hat Ethereum bereits an zwei Füßen von König Bitcoins Thron die Säge angesetzt.

Marktkapitalisierung: Nur bedingt aussagekräfitg

Außerhalb der Marktkapitalisierung stehen vor allem die Kategorien Handelsvolumen, Transaktionsvolumen und Google-Suchvolumen dem Flippening im Weg.

Der Flippening Index von Blockchain.net

Es ist durchaus sinnvoll, den Fokus auf die Marktkapitalisierung um andere wichtige Netzwerkdaten zu erweitern, wenn es um den Vergleich von Kryptowährungen geht. Diese ist letztlich nur ein Richtwert – ein suggestiver noch dazu. Sie errechnet sich, angelehnt an den traditionellen Aktienmarkt, aus der Anzahl der zirkulierenden Coins multipliziert mit dem Kurs. Allerdings fallen auch verlorene (Bitcoin-)Einheiten darunter. Auch Hard Forks tragen ihren Teil zur Verzerrung der Marktkapitalisierung von Kryptowährungen bei. Diese Verzerrung hat auch Auswirkungen auf einen weiteren Indikator.

Bitcoin-Dominanz

Die Bitcoin-Dominanz beschreibt üblicherweise den Anteil von Bitcoin an der Marktkapitalisierung des Krypto-Marktes. Bevor Ethereum Initial Coin Offerings (ICO) in den Krypto-Space brachte, war der Krypto-Markt ein Synonym vom Bitcoin-Markt: Die Bitcoin-Dominanz betrug praktisch 100 Prozent. Als im Jahr 2017 der ICO-Hype seinen Höhepunkt erreichte, fiel die Bitcoin-Dominanz zwischenzeitlich unter die Marke von 40 Prozent – aus heutiger Sicht schwer nachvollziehbar, zumindest für Bitcoin-Maximalisten.

Bitcoin-Dominanz. Quelle: TradingView.com

Wie die Marktkapitalisierung muss auch die Bitcoin-Dominanz muss in Relation gesehen werden. Sie zeigt lediglich eine Tendenz im aktuellen Marktgeschehen an und lässt wenig Schlüsse über die Zukunft zu. Schließlich ist aus dem ICO-Hype keine Massenadaption, sondern ein Massensterben von Krypto-Projekten hervorgegangen.

Flippening Index: Kein Herz für die Hash Rate

Ein baldiges Flippening von Ethereum und Bitcoin ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. So lobenswert der Ansatz ist, lässt er einen wichtigen Vergleichswert für Proof-of-Work-basierte Kryptowährungen unter den Tisch fallen: die Hash Rate, also die Rechenleistung, die für das Bestätigen von Transaktionen und damit letztlich zur Sicherheit des Netzwerks beiträgt, gehört nicht zu den 8 Kategorien. Bitcoin spielt hier in einer ganz anderen Liga als die Altcoins.

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¡Ay, caramba! – Bart Simpson und der Bitcoin-Kurs (BTC)

Die Welt der technischen Bitcoin-Kurs-Analysen erscheint bisweilen wunderlich. Zwischen EMA20, Fibonacci-Retracement-Level und Co. fällt es bisweilen schwer, den Überblick zu behalten. Heute im Fokus: Das Bart Simpson Pattern.

Bart Simpson dürfte den allermeisten, die diesen Text lesen, ein Begriff sein. Doch was hat er mit dem Bitcoin-Kurs zu tun? Tatsächlich kommt er in der techischen Kursanalyse bisweilen vor, um ein bestimmtes Phänomen zu benennen: Das Bart Simpson Pattern.

Was ist das Bart Simpson Pattern?

Das Bart Simpson Pattern beschreibt ein Phänomen, indem der Bitcoin-Kurs-Verlauf an die typische Kopfform des rebellischen Simpson-Charakters erinnert. Dieses kommt zustande, wenn der Bitcoin-Kurs für kurze Zeit stark ansteigt, sich dann im Zickzack-Kurs zur Seite bewegt und kurz danach wieder genauso schnell absackt. Analysten machen mitunter Wale für das Pattern verantwortlich. Die Bitcoin-Großbesitzer können solche Pattern auslösen, indem sie in kurzer Zeit viele BTC kaufen (Kurs schnellt in die Höhe) und sie dann auf dem Plateau wieder verkaufen (Kurs sackt ab). Danach ist der Bitcoin-Kurs mehr oder weniger auf dem selben Niveau wieder vorher: Bart Simpson ist vorbeigeskated und hat BTC zum Bestpreis verkauft.

Chart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf Bitpay, Bart-Simpson-Ausschnitt von Shutterstock, Bearbeitung: PH.

In der Vergangenheit war das Bart Simpson Pattern vor allem aufgetaucht, wenn sich der Bitcoin-Kurs der 10.000 US-Dollar-Marke angenähert beziehungsweise sie für kurze Zeit überschritten hat. Eine mögliche Erklärung wäre, dass, in dem Moment, wenn die Kryptowährung die Marke erreicht, eine Vielzahl an Sell-Orders ausgelöst wird, sodass sich der Kurs nur für kurze Zeit über der Marke halten kann, nur um dann wieder auf sein vorheriges Niveau zu sinken.

Laut Bloomberg deutet das Pattern außerdem darauf hin, dass es zu einer kurzfristig erhöhten Nachfrage bei einer bestimmten Kryptowährung kommt. Diese könne unter anderem bei einem erhöhten Volumen beziehungsweise Handel von Derivaten auftreten. Das Pattern tritt somit verstärkt in Zeiten einer erhöhten Volatilität auf.

Die Simpsons und Satoshi Nakamoto

Bereits Ende Februar berichteten wir darüber, dass Bitcoin bei den Simpsons Erwähnung fand. In einer zu dieser Zeit ausgestrahlten Episode erklärte Jim Parson, Zuschauern besser bekannt als Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory, die Funktionsweise von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Darüber hinaus deuteten die Macher an, zu wissen, wer sich hinter dem Pseudonym des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto befindet. Verraten haben sie es bisher allerdings nicht.

Das Chartbild wurde mithilfe von TradingView erstellt.

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