Deutschland, Land der Kryptoverwahrer? : Stefan Schmitt von Plutoneo erklärt im Interview den Markt der Token Custody

Das Interview ist zuerst in der Februar-Ausgabe vom Kryptokompass erschienen. 

BTC-ECHO: Auf eurer Homepage steht, dass ihr nicht nur Custody, sondern auch Asset Management und Issuing anbietet. Kannst du genauer ausführen, was euer Dienstleistungsspektrum alles umfasst?

Stefan Schmitt: Die Vision ist es, ein digitales Ökosystem für institutionelle Anleger zu schaffen, die eine End-to-End-Infrastruktur für digitale beziehungsweise tokenisierte Assets suchen. Das startet mit der Emission und geht dann über das Handeln sowie das Asset Management, also die Bündelung digitaler Assets in verschiedenen digitalen Fondsvehikeln.

Als Basis für all das brauchen wir verlässliches Custody (zu Deutsch: Verwahrung) mit höchsten Sicherheitsstandards. Wenn wir über Emission, Vermittlung, Custody und über das Asset Management reden, bieten wir genau das Set-up, das institutionelle Anleger bis heute über eine Vielzahl an Anbietern in der „alten Welt“ finden. Wir wollen diese Infrastruktur jetzt aus einer Hand mithilfe der Blockchain-Technologie anbieten.

BTC-ECHO: Ist die reine Custody denn überhaupt lohnenswert, sofern man nicht signifikante Summen an Assets Under Management hat?

Stefan Schmitt: Ich kann mir vorstellen, dass Custody zu Beginn noch ein einigermaßen lukrativer Markt ist. Für die nächsten zwei Jahre sehen wir auf dem deutschen Markt ein ziemlich festes Wettbewerberumfeld. Denn wer 2019 noch keine Assets verwahrt hatte, wird so schnell von der BaFin auch keine Lizenz als Custodian erhalten. Über den sogenannten Bestandsschutz (Grandfathering) sind wir allerdings dabei. Später sehe ich jedoch einen Preiskampf auf die Wettbewerber zukommen. Schließlich wird es über den Service selbst wohl keine Differenzierung geben – sondern nur über die Kosten. Aktuell ist Custody für digitale Vermögenswerte eine notwendige Infrastruktur, die jeder braucht, der am Markt für digitale Assets partizipieren möchte. Logischerweise fangen wir also damit an und wollen dann unsere anderen Services darauf aufbauen.

BTC-ECHO: Welche Akteure aus der „alten Welt“ fordert ihr denn heraus?

Stefan Schmitt: Offen gestanden sehen wir in der „alten Welt“ weniger Konkurrenz, sondern eher strategische Partner. Wir sehen uns als DLT-Infrastruktur-Provider und nicht notwendigerweise als digitales Finanzinstitut. Unser Ziel ist es vielmehr, mit unserer Infrastruktur etablierte Finanzinstitute über eine offene API-Struktur anzubinden und somit ihren (institutionellen) Kunden Zugang zur Welt der tokenisierten Assets zu ermöglichen. Wir nehmen Banken damit die Not, eigene Kapazitäten in den Aufbau einer Infrastruktur zu stecken.

BTC-ECHO: In welchen Bereichen seht ihr in absehbarer Zeit den größten Mehrwert durch Blockchain bei Finanzinfrastrukturen?

Stefan Schmitt: Grundsätzlich ist die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) hervorragend geeignet, um maximal disruptiv innerhalb der Wertschöpfungskette eines Wertpapier-Lebenszyklus zu wirken. Man hat im Rahmen einer Emission über Handel und Verwahrung mehr als zehn Marktteilnehmer, die für den Anleger zum Teil nicht ersichtlich sind (Broker, Verwahrstellen, Clearing- & Settlementstellen, Paying Agents, Transfer Agents, Depotbanken, Fund Admins etc.). Vieles davon fällt durch die DLT schlicht weg; die Auswirkung auf die Transaktionskosten und die Markteffizienz wird dadurch deutlich spürbar sein. Damit stellen wir vor allem institutionellen Anlegern eine interessante Alternative zu ihrer Anlagestrategie bereit.

BTC-ECHO: Und auf welchen Blockchain-Protokollen setzt ihr dann auf?

Stefan Schmitt: Wir starten auf ERC-20-Basis sowie Bitcoin. Bis Ende des Jahres wollen wir aber für die Anbindung der Top-5-Kryptowährungen gewappnet sein. Zusammenfassend kann man sagen, dass man über die Blockchain allen voran Intermediäre abbauen kann. Prozesse können dadurch schneller und kostengünstiger gestaltet werden – das dürfte der Hauptunterschied zur alten Welt sein. Generell ist das Schlagwort aber die Tokenisierung von physischen Assets im digitalen Raum und die damit verbundene Generierung von ganz neuen Asset-Klassen wie tokenisierten Aktien und Immobilien. Heute sehen wir, dass viele Tokenisierungsprojekte auf dem ERC-20-Standard beziehungsweise auf Ethereum aufbauen. Daher ist es wichtig, für diese Token eine Custody-Lösung bereitzustellen, denn die großen Kryptowährungen bieten nicht genug Vielfalt für eine anspruchsvolle Fondsstrategie.

BTC-ECHO: Nun schlägt das Thema Custody in Deutschland hohe Wellen und führt auf regulatorischer Seite nach wie vor zu Verunsicherung. Wie ist eure Position? Was bereitet euch Kopfschmerzen, was läuft gut?

Stefan Schmitt: Aufgestellt sind wir folgendermaßen: Wir haben uns für die Krypto-Asset-Custody-Lizenz beworben und sind aktuell in der „Grandfathering-Phase“. Das Ziel ist es, bis zum 30.11.2020 eine Lizenz für die Verwahrung von Krypto-Assets zu beantragen. Das Problem, das ich aktuell sehe, ist, dass die deutsche Gesetzgebung in der aktuellen Form veraltet ist. Das heißt zum Beispiel, dass die Wertpapierdefinition des Kreditwesengesetzes (KWG) das Thema Token aktuell nicht oder fast nicht reflektiert. Für den Austausch mit der BaFin bedeutet das, dass man ein neues Produkt mit veraltetem Vokabular abstimmen muss. Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert, ein Gesetz, wie beispielsweise in Liechtenstein, zu verabschieden, das dem Endkunden hilft, zu verstehen, was digitale Assets eigentlich meint.

BTC-ECHO: Welche Entwicklungen werden in den nächsten 12 Monaten im Themenfeld der Token Custody auf uns zu kommen?

Stefan Schmitt: Persönlich rechne ich damit, dass sich im Bereich Custody fünf bis zehn Unternehmen etablieren werden. Sicherlich gibt es bereits Wettbewerber, die zurzeit etwas Vorsprung haben. Zudem wird es auch 2020 weiterhin verschiedene STO-Projekte geben, die zunehmend durch Banken begleitet werden. Der Markt als solcher wird deutlich von FinTechs getrieben werden, die bereits jetzt die Rahmenbedingungen schaffen, um die Finanzindustrie nachhaltig zu verändern. Meine Befürchtung ist, dass die Banken diese Entwicklung wieder verschlafen und sich nicht frühzeitig um strategische Partnerschaften mit FinTechs wie Plutoneo bemühen und ähnlich wie im Bereich Zahlungsverkehr wieder als Zaungast enden.

In den nächsten zwölf Monaten wird es spannend zu beobachten sein, ob Banken tatsächlich aktiv werden oder nicht. Werden Partnerschaften abgeschlossen oder fährt der Zug in Deutschland abermals ab?

BTC-ECHO: Und abschließend, was sind nun die nächsten Schritte von Plutoneo?

Stefan Schmitt: Wir entwickeln zum jetzigen Zeitpunkt unser Produkt und wollen es in Q2 2020 zur Marktreife bringen. Zudem sind wir bald verstärkt auf Tagungen anzutreffen. Wir entwickeln unser Produkt übrigens nicht ausschließlich selbst, sondern verlassen uns auf einen Partner – die GISA. Das Unternehmen ist im Energiesektor tätig, einem stark regulierten Umfeld mit höchsten Sicherheitsstandards, und ist zudem BAIT zertifiziert, das macht uns als Start-up absolut einzigartig. Denn diese Erfahrung und etablierten Sicherheitsstandards übertragen wir auf das Feld der Kryptowerte-Verwahrung. Das ist der Unterschied zu Mitbewerbern, die ihre Produkte häufig in Eigenregie entwickeln.

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Bitcoin (BTC)-feindlicher Milliardär plant Machtwechsel bei Twitter!

Offenbar plant der milliardenschwere Investor Paul Singer, den Bitcoin (BTC)-Freund Jack Dorsey als CEO von Twitter abzusetzen. Singer hat BTC in der Vergangenheit heftig als “Betrug” kritisiert.

Der US-milliardär Paul Singer, der über seinen Hedge Fund Elliott Management an Twitter beteiligt ist, will den Mitgründer der Plattform Jack Dorsey aus seiner aktuellen Position als CEO entfernen. Das berichtete CNBC unter Berufung auf eine “Person, die mit der Angelegenheit vertraut ist”.

Dorsey ist Bitcoin-Freund, Singer Bitcoin-Feind

Angeblich ginge es darum, dass der Twitter-Chef wegen seiner zusätzlichen Belastung als CEO des Zahlungsverarbeiters Square nicht voll und ganz auf sein soziales Medium konzentrieren könne. Auch sei man bei Elliott nicht damit einverstanden, dass Dorsey nach Afrika ziehen wolle.

Darüber hinaus sind Singer und Dorsey allerdings auch in ihrer Haltung bezüglich Bitcoin (BTC) vollkommen gegensätzlicher Meinung. Der Twitter-CEO hat mehrfach öffentlich erklärt, in BTC investiert zu haben.

Vor Kurzem machte seine Kurznachrichten-Plattform der Krypto-Gemeinde eine Freude, als sie ein besonderes Emoji einführte, das automatisch auftaucht, wenn jemand “#Bitcoin” eingibt. Squares Cash App unterstützt außerdem den Kauf von BTC.

Paul Singer hat sich dagegen sehr negativ über die Kryptowährung geäußert. Sie seien “einer der brillantesten Betrugsfälle der Geschichte”, schrieb er in einem Brief an seine Kunden Anfang 2018. Weiterhin hieß es darin:

“Aber ist es nicht herrlich, dass, wenn das Äquivalent von nichts Priester und Gemeindemitglieder anzieht, die den Preis in die Höhe treiben, die Bereitschaft des Pöbels, es zu immer höheren Preisen zu kaufen, eher als Bestätigung der Sache angesehen wird, als ein Hinweis auf die grenzenlose Unwissenheit von Teilen der menschlichen Rasse? 

Glaubst Du, dass es einen großen Unterschied macht, ob Twitter von einem Bitcoin-Anhänger oder -Gegner geleitet wird? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Andreas Eldh, Flickr.comLizenz, editiert

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Warum Bitcoin (BTC) krisenfester als Gold und Silber ist!

Bitcoin (BTC) hat sich diese Woche nicht gerade als “sicherer Hafen” gezeigt, sondern ist mit den Aktienpreisen gefallen. Warum man dennoch nicht seine BTC verkaufen und stattdessen in Edelmetalle investieren sollte: 

Die letzten Tage waren eine Enttäuschung für die Anhänger des Narrativs von Bitcoin (BTC) als “sicherem Hafen” in der Krise. Diese Auffassung besagte, dass BTC und auch andere Kryptowährung stabil bleiben oder an Wert gewinnen würden, wenn die Aktienmärkte in einen Crash gerieten.

Tatsächlich folgte jedoch Bitcoin in Zuge der Coronavirus-Eskalation der preislichen Abwärtsspirale von DAX, Dow Jones und Co. und sank auf aktuell nur noch 8.600 US-Dollar.

Edelmetalle sind auch nicht besser dran

Allerdings sollte man vor diesem Hintergrund auch nicht Edelmetall-Händlern auf den Leim gehen, die einem einreden wollen, Bitcoin sei gar kein “digitales Gold” und man solle besser das Original kaufen. Das Paradebeispiel hierfür ist Peter Schiff, Vorsitzender der Firma SchiffGold, der immer wieder mit Anti-Krypto-Tiraden von sich reden macht.

Edelmetall-Anhänger müssen nämlich den für sie unbequemen Fakt anerkennen, dass auch ihre angeblich so sicheren Investitionen von der aktuellen Krise hart getroffen wurden. Gold erlebte beispielsweise am Freitag den größten Einbruch seit 2013. Auch bei Silber und Platin ging es bergab.

Warum Bitcoin die bessere Investition ist:

Peter Schiff versuchte sich aus diesem Dilemma herauszureden, indem er solche Einbrüche für “sehr selten” erklärte. Bitcoin würde viel öfter und viel häufiger Werteinbrüche erleben.

Das mag vielleicht technisch gesehen stimmen, doch dabei ignoriert der Gold-Advokat vollkommen den Elefanten im Raum, nämlich die langfristig beispiellose Erfolgsgeschichte des Bitcoin-Preises.

Wer vor zehn Jahren Gold gekauft hätte, läge heute mit rund 75 im Plus, was sicherlich einen netten Gewinn darstellt. Bitcoin dagegen wird nicht umsonst als die beste Investition des letzten Jahrzehnts bezeichnet. Denn wer vor neun Jahren in BTC investiert hätte, könnte heute einen sagenhaften Gewinn von 900.000 Prozent verzeichnen, so Daten von CoinDance.

Investierst Du neben Kryptowährungen auch in Edelmetalle? Schreib es uns in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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Bitcoin Prognose: Analyst vermutet BTC bei $18.000 vor Halbierung

Bitcoin hat sich in der vergangenen Woche nicht allzu gut entwickelt, nachdem der Preis der führenden Kryptowährung am vergangenen Wochenende 10.000 Dollar erreicht hatte, fiel er von diesem wichtigen psychologischen Widerstand auf einen Preis von nur 8.450 Dollar – ein Rückgang von 15%.

Während eine Reihe von Analysten darauf hinweist, dass diese Rückführung ein Vorläufer einer tieferen Korrektur ist, behauptet eine wachsende Zahl von Kommentatoren, dass BTC kurz davor steht, sich auf das vorherige Allzeithoch von 20.000 $ zu erholen.

Noch interessanter an diesen Vorhersagen ist, dass einige wenige Händler erwarten, dass solche Preisaktionen über einige Monate hinweg stattfinden werden und nicht über Jahre.

Könnte Bitcoin in den kommenden Monaten wirklich 18.000 Dollar erreichen?

Trotz der Angst, die derzeit in der Kryptoindustrie aufgrund der starken Korrektur der letzten Woche umhergeht, hat Polar Hunt kürzlich die untenstehende Analyse geteilt. Die Analyse versucht, die Preisaktion zwischen der Marktstruktur in den Jahren 2014-2016 mit der jetzigen zu vergleichen. Diese deutet darauf hin, dass sich Bitcoin derzeit “gut hält”.

BTC nach dem vorherigen Marktzyklus auf T, gemäß dem Chart von Polar Hunt, bedeutet, dass Bitcoin bis zum Zeitpunkt der Blockbelohnungsreduzierung im Mai 2020 auf 18.000 Dollar steigen wird.

Obwohl dies übermäßig optimistisch klingen mag, zeigt das untenstehende Diagramm unheimliche Ähnlichkeiten in den Marktstrukturen zwischen dem vorherigen Marktzyklus und dem aktuellen.

Polar Hunt ist bei weitem nicht der einzige Analyst, der vermutet, dass sich Bitcoin in den kommenden Monaten erholen wird. In einem vor zwei Wochen veröffentlichten Interview mit CNBC argumentierte Mike Novogratz – der CEO von Galaxy Digital und ein ehemaliger Partner von Goldman Sachs -, dass Bitcoin möglicherweise stark ansteigen wird.

Während er in diesem Interview keine Katalysatoren für einen solch “rasenden” Schritt nannte, hat der Investor zuvor die Politik der Zentralbank, die Halbierung und die Beteiligung der Institutionen als entscheidende Katalysatoren für das zukünftige Wachstum des BTC genannt.

Auch Financial Survivalism – der Trader, der die Preisaktion von Bitcoin im Januar Wochen zuvor vorhersagte – schlug in einem TradingView-Post mit dem Titel “Warum ich glaube, dass Bitcoin bis zum 1. Juli alle Zeit-Hochs erneut testen wird, 2020″ vor, dass BTC bis zum 1. Juli über 20.000 Dollar handeln wird. Er zitierte einen Zusammenfluss von technischen Indikatoren, um seinen Standpunkt zu untermauern.

Textnachweis: newsbtc

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Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

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Be your own Analyst: Ethereum-Peaks mit Santiment vorhersagen

„Korrelation impliziert keine Kausalität“ – dem kann man nicht widersprechen. Dennoch lohnt sich gerade für Anleger ein Blick auf dieselben. Manchmal sind Muster zu erkennen, die für das eigene Investment höchst profitabel sein könnten.
Maksim Balashewich von Santiment hat sich den Zusammenhang zwischen Ethereum-Kursentwicklung und verschiedenen Metriken genauer angeschaut. Seine Gedanken wollen wir etwas nachvollziehen. Außerdem wollen wir mal wieder unsere Analystik-Skills etwas auffrischen und selbst mit den Daten herumspielen.

Volumen – ein Messsingal für Massenpsychologie

Maksim fokussiert sich bei der Analyse auf den Ether-Kurs und verschiedene Maße für Volumen. Warum der Fokus auf Volumina? Weil sie viel über die Massenpsychologie hinter den Kursen aussagen.

Einen erstarkenden Trend begleitet immer ein ansteigendes Handelsvolumen. Das lässt sich über Massenpsychologie oder Herdentrieb erklären. Die Marktteilnehmer realisieren, dass es zu einer Trendbildung gekommen ist und alle springen darauf an.

Ebenso gilt bei einem schwächer werdenden Trend, dass man hier eine gewisse Divergenz zwischen einem weiterhin dem Trend folgenden Kurs und einen fallenden Handelsvolumen sieht. Warum ist das so? Weil nun alle Marktteilnehmer auf den Trend gesprungen sind und deshalb kein neues Geld hineinfließen kann.
Natürlich passiert so etwas nicht immer, aber es sind durchaus Pattern, die an Finanzmärkten vorkommen.

Kommt man nun auf neue Erkenntnisse, wenn man neben dem Handelsvolumen andere Volumina betrachtet? Um das zu überprüfen, schauen wir neben dem Handelsvolumen auf das soziale Volumen und die On-Chain-Aktivität. Ein probates Maß, welches Santiment bereitstellt, sind dabei die Anzahl aktiver Adressen.

Wie komme ich an die Daten von Santiment?

Wir arbeiten dabei mit den Daten, nicht den Graphen von Santiment. Diese lassen sich einfach über den Punkt „Download as csv“ herunterladen:
Wie man schnell an csv-Daten für Santiment kommt.
Falls der Leser keinen Account oder „nur“ einen kostenfreien Account besitzt, ein Teil der Daten ist auch dann über csv verfügbar, sodass alle etwas mitmachen können. Wie in den ersten zwei Artikeln unter dem Banner „Be your own Analyst“ werden wir R und das tidyverse nutzen, um die Daten aufzubereiten.

Im ersten Schritt laden wir wieder die notwendigen Packages:

library(tidyverse)
library(lubridate)
library(patchwork)
library(TTR)

Die heruntergeladene csv-Datei bereiten wir für R auf, sodass wir damit arbeiten können. Dank des Tidyverse-Package ist das schnell gemacht. Das Einzige, die wir für die Daten noch unternehmen, ist, die Unixzeit in ein für Menschen verständlicheres Zeitformat umzuwandeln:

daten <- read_csv("pfad/zur/csv-datei.csv") %>% mutate(Date=as_datetime(Date/1000))

Mit diesen Daten können wir nun spielen und sie vor allem darstellen. Eine Übersicht mit vier Subplots lässt sich einfach erstellen. Dazu fokussieren wir uns für jeden Subplot auf eine der über 2019 betrachteten Größen und verbinden die Plots am Ende miteinander:

p1 <- daten %>% select(Date,Price) %>% ggplot(aes(x=Date,y=Price)) + geom_line(col = "#FFA838",show.legend = F) + labs(x="",y="Kurs in US-Dollar")
p2 <- daten %>% select(Date,`Social Volume`) %>% ggplot(aes(x=Date,y=`Social Volume`)) + geom_col(col = "#FF555C",show.legend = F) + labs(x="",y="Soziales Volumen")
p3 <- daten %>% select(Date,`Daily Active Addresses`) %>% ggplot(aes(x=Date,y=`Daily Active Addresses`/1000)) + geom_col(col = "#216BF9",show.legend = F) + labs(x="",y="Aktive Adressen * 1000")
p4 <- daten %>% select(Date,Volume) %>% ggplot(aes(x=Date,y=Volume/10^9)) + geom_col(col = "#7D66E3",show.legend = F) + labs(x="",y="Volumen / Mrd. US-Dollar")
p1/p2/p3/p4

Bit diesem Code können wir nun die Kursentwicklung und die Entwicklung der unterschiedlichen Volumina anschauen. Seit Anfang 2019 haben sich diese Metriken wie folgt entwickelt:
Ether-Kurs und Soziales Volumen
Volumen und aktive Adressen bei Ethereum

Wir sehen ein interessantes Pattern: Solange die Volumina gemeinsam mit dem Kurs ansteigen, steigt auch der Kurs von Ethereum. Fällt das Volumen, fällt auch der Kurs. 2019 konnte sich also die Hypothese bezüglich Massenpsychologie bestätigen.

Kurs von Ethereum in Abhängigkeit von verschiedenen Volumina

Um die einzelnen Volumina genauer anzuschauen, erstellen wir Ansichten, die den Ethereum-Kurs und eine der drei betrachteten Volumen-Metriken zeigt. Derartige Betrachtungen werden von Datenanalysten eher argwöhnisch betrachtet. Der Grund dafür ist sehr schön auf Spurious Correlations illustriert: Das Plotten zweier unabhängiger Größen übereinander suggeriert Zusammenhänge, die absolut nicht bestehen müssen. Entsprechend sind diese Ergebnisse natürlich mit Vorsicht zu genießen. Um jedoch in einem Plot das soziale Volumen und den Ether-Kurs darstellen zu können, müssen wir das soziale Volumen so transformieren, dass beide Größen sinnvoll gemeinsam dargestellt werden. Das Ganze erreicht man dann wie folgt:

daten %>% select(Date,Price,`Social Volume`) %>% ggplot() +
geom_col(aes(x=Date,y=`Social Volume`/25+100),col = "#FF555C", alpha=0) + geom_line(aes(x=Date,y=Price),col="grey",show.legend = F) +
scale_y_continuous("Kurs in US-Dollar",limits = c(121,336), oob=rescale_none) + scale_x_datetime("", limits=c(as_datetime("2019-03-01"),as_datetime("2019-12-31"))) +
# Prinzipiell ist hier der Plot fertig. Wir fügen noch einige Anmerkungen an. Dazu gleich mehr
annotate("rect", xmin = as_datetime("2019-03-01"), xmax = as_datetime("2019-05-17"), ymin = 115, ymax = 340,col = "#FFA838", alpha = 0.2, size = 2, fill="green") +
annotate("rect", xmin = as_datetime("2019-05-17"), xmax = as_datetime("2019-07-11"), ymin = 115, ymax = 340,col = "#FFA838", alpha = 0.2, size = 2, fill="red") +
annotate("text", x = as_datetime("2019-04-07"), y = 330, label = "Gesund") +
annotate("text", x = as_datetime("2019-06-12"), y = 330, label = "Ungesund") +
+ labs(title = "Soziales Volumen und Ether-Kurs")

Ähnlich gehen wir für die aktiven Adressen („Daily active Addresses“) und das Handelsvolumen („Volume“) vor und erhalten diese Charts:

Ethereum-Kurs und Volumen IIIEthereum-Kurs und Volumen I Ethereum-Kurs und Volumen II

Das generelle Finding, welches wir vorher besprochen haben, haben wir hier noch durch zwei Boxen dargestellt. Wie man bei allen Volumina sieht, gibt es eine Phase des gemeinsamen Anstiegs des Ether-Kurses. Bevor es zu einem dramatischen Kurssturz kommt, fallen die Volumina. Investoren sollten also bei Auftreten derartiger Divergenzen vorsichtig sein.

Konkret kann man Folgendes beobachten:

  • Das Handelsvolumen sprang noch ein letztes Mal in die Höhe, bevor der Kurs nachgab.
  • Dasselbe lässt sich über das soziale Volumen aussagen.
  • Die Anzahl der aktiven Adressen fiel seit Anfang Juni rapide ab.

Was lernen wir daraus?

  • Es lohnt sich, unterschiedliche Volumina im Blick zu haben. Insbesondere die Anzahl aktiver Adressen kann ein hilfreiches Signal zur Früherkennung von Blasenbildungen sein.
  • Sobald alle Volumenmetriken Peaks bildeten und Divergenzen zum Kurs entstehen, sollten Anleger ihre Long-Position überdenken.

Jenseits des Ether-Kurses: On- und Off-Chain-Volumen

Interessant ist noch, die Korrelation zwischen der Anzahl aktiver Adressen und dem Handelsvolumen zu betrachten. Für diese Korrelationsbetrachtung wählen wir eine etwas andere Darstellung und tragen stattdessen das Handelsvolumen über den aktiven Adressen als Streudiagramm auf. Eine ungefähre Information über den Ethereum-Kurs werden wir in diesem Plot über die Punktgröße berücksichtigen, während über die Farbe dargestellt werden soll, zu welchem Quartal die aufgetragenen Werte gehören. Der Code dafür ist einfach:

daten %>% filter(Date<as_datetime("2020-01-01")) %>% mutate(quarter = as_factor(quarter(Date))) %>% ggplot(aes(x=`Daily Active Addresses`,y=Volume, col=quarter, size=Price)) +
geom_point() + scale_x_log10("Anzahl aktiver Adressen") +
scale_y_log10("Handelsvolumen") +
labs(size = "Ether-Kurs", col = "Quartal",title = "Zusammenhang zwischen Handelsvolumen und aktiven Adressen")

Betrachtet man diesen Plot, kann man schön die vier Ethereum-Jahreszeiten von 2019 betrachten. Viel wichtiger ist jedoch, dass man etwas Information über das Verhalten von Handelsvolumen und aktiven Adressen lernt:

Zusammenhang zwischen Onchain- und Offchain-Volumen bei Ethereum

Im ersten Quartal, noch vom Sell-Off Ende 2018 erschüttert, war alles klein: Ether-Kurs, Handelsvolumen und die Anzahl aktiver Adressen. Ethereum war im Winterschlaf.

Der Krypto-Frühling kam und alles sprang in die Luft: Kurs, aktive Adressen und Handelsvolumen erklommen neue Höhen.

Der Sommer war weiterhin von hohen Kursen geprägt, jedoch begann sich der Bull Run zu verlangsamen: Sowohl die Anzahl aktiver Adressen als auch das Handelsvolumen gingen dramatisch zurück.

Im Herbst sah wieder alles nach Bärenmarkt aus: Zwar blieb das Handelsvolumen gleich, jedoch ging die Anzahl der aktiven Adressen, gemeinsam mit dem fallenden Ethereum-Kurs zurück.

Steht Ethereum vor einer neuen Blase?

Was können wir aus den Erkenntnissen für die Gegenwart lernen? Schauen wir uns dazu wieder die Entwicklung der Volumina und des Ethereum-Kurses an, diesmal für das Jahr 2020:

Ethereum-Kurs und Volumen IV

Ein Blick auf das Handelsvolumen 2020Ethereum-Kurs und Volumen V

Wir fühlen uns an die Lektionen aus dem letzten Jahr erinnert. Wieder haben wir eine Kursrallye, an die sich jetzt eine Konsolidierung anschloss. Im Umfeld dieser Kursentwicklung entwickelten sich die Volumina ähnlich wie 2019:

  • Das soziale Volumen erreichte am 14. Februar und am 26. Februar neue Maxima.
  • Im Handelsvolumen zeigte sich eine ähnliche Doppelpeak-Formation.
  • Wieder erreichte die Anzahl aktiver Adressen ein Maximum deutlich vor der Peak-Bildung.

Folgt alles dem Muster des letzten Jahres, ist die Botschaft freilich eine negative: Es würde bedeuten, dass der frische Bull Run von 2020, zumindest für Ethereum, schon jetzt ins Stocken kommt.

Santiment ist eine Market-Intelligence-Plattform, die dem Krypto den Kontext hinzufügt. Sie liefert saubere Daten und Werkzeuge für Marktforschung, Verhaltensanalyse, Handel und Risikomanagement sowie Coin/Project Due Diligence.

Das Projekt sammelt On-Chain-, Social-Media-, Preis- und Entwicklungsinformationen von mehr als 800 Coins und ihren Netzwerken und verwendet diese Daten, um benutzerdefinierte Tools, Metriken und einzigartige Marktkenntnisse zu erstellen.

Auf der Website der Firma findet ihr benutzerdefinierte Charts, Signale mit niedriger Latenz, Marktinformationen und mehr. Die hier benutzten Metriken finden sich auf der App Sanbase. Sanbase kostet 49 US-Dollar im Monat, ist jedoch aktuell für zwei Wochen gratis testbar.

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Blockchain: Home-Run in der Sportwelt – Mehr Anwendungsfälle in 2020

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts wird Blockchain-Technologie endlich in realen Fallszenarien wie etwa im Sportbereich eingesetzt. Viele Blockchain-Befürworter sprechen begeistert von der Vielfalt möglicher Anwendungsfälle. Reale Umsetzungen sind jedoch oft schwer zu finden.

Das Potenzial der Technologie zur Untermauerung einer Vielzahl von Systemen im Sportsektor wird schon lange diskutiert. Zwei Monate nach Jahresbeginn gibt bereits mehrere prominente Anwendungsfälle, in denen  Blockchain-Technologie zur Verbesserung von Angeboten für Fans eingesetzt wird.

Vom fußballbegeisterten Kontinent Europa bis hin zur NFL und der Baseball-Liga in den USA werden bereits auf Blockchain basierende Anwendungen eingesetzt, um Ticketing, Merchandising und Interaktion zwischen Publikum und Sportteams und Organisationen zu verbessern.

Tickets für Fußball-Europameisterschaft auf der Blockchain

Alle vier Jahre treten die besten internationalen Fußballmannschaften Europas bei der UEFA-Europameisterschaft gegeneinander an. Die 16. Ausgabe des Turniers wird zwischen Juni und Juli in 12 europäischen Städten ausgetragen. Die besten 24 Mannschaften der Qualifikationsspiele kämpfen bei dem Wettbewerb um die Krönung zum König des europäischen Fussballs.

Das Ticketing ist einer der anspruchsvollsten Aspekte für die Organisatoren des Turniers. Für das Turnier im Jahr 2020 werden über 28 Millionen Kartenanfragen aus 200 Ländern erwartet.

Zum ersten Mal überhaupt setzt die UEFA auf eine mobile App mit Blockchain-Technik, um ihren Fans eine zeitgemäße Ticket-Lösung zu bieten. Die UEFA hat sich zum Ziel gesetzt, über die Euro 2020-App alleine eine Million Karten bereitzustellen.

App-basierte Ticketingsysteme bieten einige Vorteile. Erstens schließen sie die Möglichkeit aus, Tickets zu replizieren. Die Fans müssen auch nicht mehr zu Kartenverkaufsstellen gehen, sondern können bei ihrer Ankunft im Stadion einfach das WiFi auf ihren Smartphones einschalten, um dann ihre Ticket-QR-Codes aufzurufen und den Eintritt zu ermöglichen. Durch diesen Schritt wird auch Papiermüll beseitigt.

Der Hauptvorteil eines app-basierten Ticketing-Systems ist deren einfacher paralleler Einsatz in einer Vielzahl von Ländern. Letztendlich ist der Schritt der UEFA, Blockchain-Technologie für den Kartenverkauf zu nutzen, ein großer Segen für die Branche. Da Fußball die beliebteste Sportart der Welt ist, könnte die Einführung dieser Technologie einen Trend setzen, dem andere Anbieter dann folgen.

Blockchain-Plattform für Fußballfans

Die Blockchain-gestützte Fan-Plattform Socios scheint aktuell den Weg für Blockchain-Akzeptanz in der Sportwelt vorzugeben. Wie bereits berichtet, ermöglicht Socios Sportorganisationen und -teams die Einführung eigener Token, die dann für eine Vielzahl von Aktivitäten auf der Plattform verwendet werden können. Benutzer können an Abstimmungen für Clubentscheidungen teilnehmen und mit den Token auch Inhalte und Fanarktikel erwerben.

Socios arbeitet bereits mit einer Reihe der größten Fußballvereine der Welt zusammen – unter anderem mit dem FC Barcelona, Juventus, Paris-Saint Germain, Galatasaray, Atletico Madrid und dem A.S. Rom.

Im Februar 2020, nur eine Woche vor der Ankündigung des Eintritts in den amerikanischen Sportmarkt, hat Socios den FC Barcelonaals Partner zu seiner Plattform hinzugefügt. Die Fintech-Plattform Chiliz, aus welcher Socios hervorgegangen ist, arbeitet zudem mit der Marketing-Agentur Lagardere Sports and Entertainment zusammen.

Die Agentur ist in den Vereinigten Staaten stark verankert, und Chiliz hofft, über Lagardere eine Reihe neuer Teams und Organisationen an Bord der Socios-Plattformen zu holen. Dabei hat das Unternehmen vor allem NFL- und Major League-Baseball-Teams im Blick.

Digitale Sammelkarten

Im Rahmen einer Partnerschaft mit der im Februar 2020 angekündigten Blockchain-Plattform Sorare wurden auch eine Reihe von Fussballteams für digitale Sammelartikel lizenziert. Die Plattform bietet den Fans auf Blockchain basierende Spieler-Tauschkarten an, mit denen sie ein Fünf-Karten-Fantasy-Fußballspiel spielen können. Die Spielerkarten erhalten dabei Punkte im Verhältnis zur tatsächlichen Leistung des Spielers in realen Spielen.

Die Karten sind dabei gestaffelt, wobei für die seltensten Karten Blockchain-Technologie auf digitalem Weg Knappheit garantiert. Diese Sammelkarten können auch auf die Ethereum-Blockchain übertragen werden. Laut der Website der Plattform wurden über 38 Clubs offiziell lizenziert.

Sacramento Kings ganz vorne mit dabei

Einige NBA-Teams nehmen bereits seit einigen Jahren Zahlungen in Bitcoin (BTC) entgegen.

Die Sacramento Kings und die Dallas Mavericks haben ihren Fans erlaubt, Tickets und Waren mit Bitcoin zu kaufen. Die Kings tun dies seit 2014, während die Mavericks seit 2019 Kryptowährung akzeptieren.

In der Welt des Sports sind die Sacramento Kings aktuell wohl die innovativsten Blockchain-Anwender. Die Organisation bezeichnet sich auch selbst als eine der technologisch fortschrittlichsten Sportmarken der Welt. Das Dach ihres Golden 1 Center-Stadions ist etwa mit Solarzellenplatten bestückt, es gibt dort rasend schnelles WLAN für die Fans und auf den eigenen Servern betreibt die Organisation Krypto-Mining und spendet die damit etzielten Gewinne an lokale Wohltätigkeitsorganisationen.

Wenn das nicht beeindruckend genug ist, bieten die Kings ihren Fans außerdem exklusive Memorabilien und andere Gegenstände auf einigen Blockchain-basierten Plattformen an. Im Jahr 2019 brachten sie Krypto-Fanartikel auf den Markt, die von der Ethereum-basierten Plattform CryptoKaiju betrieben werden.

Im Anschluss daran stellten die Kings im Januar 2020 in Zusammenarbeit mit Consensys ein neues Angebot vor, welches es Fans ermöglicht, über eine mobile App Sportausrüstung zu ersteigern, die von Kings-Spielern während der Live-Spiele getragen wurde.

Für Fan-Memorabilia gibt es einen riesigen Markt. Die Authentizität versteigerter Objekte war dabei jedoch schon immer ein Problem. Mit der App kann dieses Problem auf elegante Art gelöst werden. Über einen Auktionsmarktplatz kann dort im Spiel getragene Ausrüstung in Echtzeit angeboten werden.

Lancashire Cricket Club startet Blockchain-Ticketverkauf

In Anlehnung an die UEFA kündigte der englische County-Cricket-Klub Lancashire an, ab Anfang 2020 mit dem Verkauf von Eintrittskarten über die Blockchain-basierte Ticketplattform TIXnGO zu beginnen.

Der Klub wird nach der Erprobung der Plattform im Jahr 2019 Karten für lokale und internationale Spiele auf dem Cricket-Platz in Old Trafford verkaufen. Da immer mehr Fans ihre Tickets online kaufen, nutzt der Klub die Blockchain-Plattform gegen Ticketbetrug und um die Datenerhebung über den Ticketvertrieb zu verbessern. 

Dank der Technologie ist es für die Menschen auch viel einfacher, Tickets an andere Fans weiterzuverkaufen oder zu verschenken. Lancashire vollzieht damit eine Premiere in der Cricket-Welt und wird damit zu einer Sportorganisation, die sich ebenfalls  die Vorteile von Blockchain-Technologie zunutze macht.

Tatsächliche Anwendungsfälle sprechen Bände

Der Einsatz von Blockchain-Technologie durch eine Reihe von Sport-Organisationen ist ermutigend. Sowohl die Nutzung für den Vertrieb vonexklusiven Inhalten und Momorabilia als auch zur Validierung von Eintrittskarten. Sportbegeisterte werden damit langsam an Blockchain-basierte Lösungen herangeführt, auch wenn sie sich dessen oft nicht bewusst sind.

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Wilshire Phoenix antwortet auf die Ablehnung des Bitcoin ETF

Wilshire-Phoenix reagierte gestern auf die Entscheidung der SEC in dieser Woche, die ihren Antrag für einen Bitcoin ETF verweigerte. Ihre Kritik steht im Einklang mit der Ablehnung mehrerer ETF-Anträge durch die SEC, die von SEC-Kommissar Hester Pierce abgelehnt wurde.

Ein weiterer Antrag eine weitere Ablehnung

Die SEC hatte bis zum 26. Februar Zeit, um eine Entscheidung über den Vorschlag von Wilshire-Phoenix für den Bitcoin ETF zu treffen, der im vergangenen Jahr eingereicht wurde. Die SEC erließ eine Verfügung, in der sie den ETF-Antrag und Wilshire-Phoenix ablehnte.

Diese Ablehnung ist nicht überraschend, die SEC hat im letzten Jahr etwa neun weitere Anträge abgelehnt, darunter die von Van Eck vorgeschlagenen ETFs und die von den Winklevoss-Brüder.

Auch wenn es nicht überraschend ist, dass der ETF des Wilshire-Phoenix keine Genehmigung erhalten hat, so hat Wilshire-Phoenix dennoch ihre Enttäuschung über die Entscheidung der SEC zum Ausdruck gebracht.

Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds und ein Anlageinstrument, das institutionellen Anlegern eine vollständig regulierte Möglichkeit bietet, in Bitcoin zu investieren ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert, in diesem Fall Bitcoin, halten oder verwahren zu müssen.

Wilshire-Phoenix ist der Ansicht, dass die SEC dem ETF-Antrag nicht ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt hat, da Wilshire-Phoenix angeboten hat, Schlüsseldaten und zusätzliche Informationen zur Verfügung zu stellen, um die Notierung des ETF zu erleichtern.

Sie stimmen mit den Kommentaren von SEC-Kommissar Hester Pierce überein, wo sie ihre persönliche Uneinigkeit mit der Ablehnung vieler ETF-Vorschläge durch die Behörde zum Ausdruck brachte. Sowohl institutionelle als auch Privatanleger glauben, dass ein ETF für den Fortschritt von Bitcoin entscheidend ist.

Erstickt die SEC die Innovation?

Die Ablehnung des Wilshire-Phoenix ETF-Antrags durch die SEC folgt auf die Einführung des ersten inversen ETPs für Bitcoin durch die Börse Stuttgart. Anfang dieser Woche führte die zweitgrößte deutsche Börse den 21Shares Short Bitcoin ETP ein.

Der 21Shares ETP ermöglicht es Anlegern, Bitcoin bei sinkenden Kursen zu verkaufen. Wilshire-Phoenix behauptet, dass die US-Finanzmärkte dringend einen ETF oder ETP benötigen.

Hester Pierce stimmt dem zu und äußerte ihre Unzufriedenheit mit der Ablehnung des Winklevoss-ETFs durch die SEC. Sie machte kürzlich auch Schlagzeilen, weil sie eine “Safe Harbor”-Politik vorschlug, die es Start-ups von Blockchain-Unternehmen ermöglichen würde, eine “Schonfrist” für Durchsetzungsmaßnahmen der SEC gegen nicht registrierte Wertpapierangebote zu erhalten.

Ein anderer SEC-Kommissar Robert Jackson Jr. erklärte, dass ein ETF für Bitcoin unvermeidlich sei, fügte jedoch hinzu, dass es den Rahmen und die Richtlinien der Behörde erfüllen müsse. Wilshire-Phoenix ist der Ansicht, dass sie die Richtlinien erfüllt wurden und man diesen dennoch ablehnte.

Textnachweis: bitcoinist

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Warum der Versuch eines Hedge-Fonds, Twitter-CEO Jack Dorsey zu verdrängen, Krypto schaden könnte

Gestern wurde enthüllt, dass ein Hedge-Fonds die Absicht hat, Twitter-CEO Jack Dorsey zu stürzen. Interessanterweise könnte Krypto von diesem Schritt negativ beeinflusst werden.

Hedge-Fonds will den Twitter-CEO Jack Dorsey stürzen

Während Jack Dorsey seine Liebe zu Bitcoin und Krypto in den letzten Monaten zu einem großen Teil seiner persönlichen Marke gemacht hat, ist er in erster Linie der Geschäftsführer der Social-Media-Plattform Twitter und der führenden Fintech-Firma Square. Dorseys Führungsposition bei Twitter könnte bald enden – wenn es nach einem Hedge-Fonds geht.

Einem Bloomberg-Bericht zufolge, könnte der Pro-Krypto-Manager bald ersetzt werden, weil die Elliot Management Corp, ein aktivistischer Hedge-Fonds, eine beträchtliche Beteiligung an Twitter übernimmt.

Die Quellen erklärten, dass diese Beteiligung es Elliot ermöglicht, einige seiner Leute in den Verwaltungsrat zu berufen, was ihnen möglicherweise die Möglichkeit gibt, den amtierenden CEO von Twitter zu ersetzen, der in der Vergangenheit von einigen kritisiert wurde, weil er zwei Unternehmen gleichzeitig betreibt.

So verrückt das auch klingen mag, aber dieser Schritt könnte die Aussichten von Bitcoin und Krypto beeinträchtigen. Lina Seiche, Marketingdirektorin von BTSE, teilte am Samstag die folgenden Schlagzeilen mit und zeigte, dass das Elliot-Management im Jahr 2018 die Krypto-Assets als “einen der brillantesten Betrügereien der Geschichte” bezeichnete.

Tatsächlich hat der Fonds, wie Business Insider in dieser Angelegenheit berichtete, in einem Brief an seine Kunden erklärt, dass “Kryptowährungen nichts anderes sind als die Marketingkraft von Erfindern, Finanziers und anderen, die die Idee des Kaufs einer Black Box lieben”. Sie bezeichneten die kryptografischen Vermögenswerte als “nicht nur eine Blase” und “nicht nur einen Betrug” sondern als “brutalsten Raubzug”.

Dies ist relevant da Dorsey und Twitter die Absicht haben, Funktionen zu implementieren, die sich um Bitcoin drehen könnten. Wenn es dem Elliot-Management gelingt, jemand anderen als Dorsey einzusetzen, werden die potenziellen Versuche von Twitter, Kryptowährungen zu integrieren, wahrscheinlich abgebrochen.

Dorsey noch immer am Platz verschanzt

Obwohl Dorseys Position bei Twitter gefährdet ist, scheint er als CEO von Square, der gerade eine “positive Gewinnprognose” veröffentlicht hat, wie MarketWatch es ausdrückte, perfekt etabliert zu sein.

Außerdem hat das Fintech-Unternehmen seine eigene Krypto-Abteilung, die erst kürzlich ihr erstes Produkt herausgebracht hat: Das Lightning Development Kit, das die Nutzung des Lightning Network, einer Skalierungslösung von Bitcoin, wesentlich erleichtern soll.

Textnachweis: newsbtc

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Newsflash: Die Top Bitcoin und IOTA News der Woche

Willkommen zum BTC-ECHO Newsflash. Die wichtigsten Bitcoin und IOTA News der vergangenen Woche.

Irischer Drogendealer verliert Bitcoin im Wert von 53,2 Millionen Euro

Clifton Collins ist die Schablone für das Bitcoin-Bild, das von Kritikern allzu gerne gemalt wird: ein Drogendealer, der sein Geld durch den Anbau und Verkauf von Cannabis verdiente und damit Bitcoin gekauft hat. Gut ausgegangen ist die Geschichte für ihn jedoch nicht. So hat die irische Polizei den (ehemaligen) Bitcoin-Millionär eingesperrt, die Private Keys zu seinem Krypto-Vermögen gelten als verschollen. Tatsächlich könnten sie für immer verloren sein.

Finnischer Zoll wird Bitcoins nicht los

Zum Hodler wider Willen ist indes der finnische Zoll geworden. Bereits seit vier Jahren verwaltet die Zollbehörde ein Bitcoin-Vermögen, das keine Käufer findet. Sie will es jedoch auch nicht so recht herausgeben – fürchtet sie doch, dass man die Kryptowährung für illegale Dienste einsetzen könnte. Eine öffentliche Aktion, wie sie etwa bereits in den USA und Deutschland stattgefunden hat, schließt die Behörde daher aus.

Diese Rolle wird Bitcoin als sicherer Hafen noch spielen

Während der Kurs in der vergangenen Woche im Zuge der Coronavirus-Panik an den Aktienmärkten auf Talfahrt ging, kam in Teilen der Anleger-Community immer wieder Zweifel am Bitcoin-Narrativ „Sicherer Hafen“ auf. Hat die Kryptowährung ihre Funktion als Ausweichasset in Zeiten der Krise etwa verfehlt? Mitnichten – vor voreiligen Schlüssen sollte man sich in diesem Zusammenhang hüten.

Zwischen Reichtum und Ruin

Gerade in Zeiten starker Kursschwankungen, wie sie sich am Krypto-Markt gegenwärtig wieder mehren, bekommen Krypto-Kritiker vermehrt Wasser auf die Mühlen. Die Behauptung, Bitcoin sei nichts weiter als ein Spekulationsobjekt, das obendrein stark manipuliert wird, scheint in solchen Momenten mehr Kraft zu bekommen. Ihnen gegenüber steht ein Lager bisweilen fast verblendeter Bitcoin-Enthusiasten, die in der Kryptowährung eine neue Revolution sehen. Dass die Realität irgendwo dazwischen liegt, scheinen beide Seiten nicht zu begreifen.

IOTA steckt in einer Sinnkrise

Seit IOTA im Zuge eines Angriffs den Koordinator abschalten musste, ging es mit den Kursen in den Keller. Die Koordinator-Kontroverse, Streit im Entwicklerteam und unvollendete Projekte zeichnen es derzeit ab: IOTA steckt in einer Sinnkrise.

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