Dogecoin „CEO“ Elon Musk schickt Astronauten ins Weltall

Der ehemalige PayPal-Mitgründer Elon Musk, der zum inoffiziellen CEO der Kryptowährung Dogecoin gewählt wurde, hat am 30. Mai 2020 als erster Privatunternehmer Menschen ins Weltall geschossen.

„Mit dem Start fliegt zum ersten Mal ein Privatunternehmen anstatt einer staatlichen Behörde ins Weltall“, wie Fox News dementsprechend am 27. Mai feststellt. Dahingehend ergänzt der Nachrichtensender: „Darüber hinaus ist es das erste Mal seit 2011, dass Astronauten von amerikanischem Boden aus starten.“

Der kometenhafte Aufstieg von SpaceX

Musk, der heutzutage am ehesten als Geschäftsführer des Elektroautobauers Tesla bekannt ist, ist Anfang 2000 mit seinem Unternehmen SpaceX in die Raumfahrt eingestiegen. Das Unternehmen machte anschließend schon sehr schnell mit beträchtlichen Fortschritten auf sich aufmerksam.

Heute hat das Musk-Unternehmen in gemeinsamer Kooperation mit der NASA zwei Astronauten mit der Raumflugkapsel „Crew Dragon“, die von einer Falcon 9 Rakete betrieben wird, ins Weltall befördert.

In der 18-jährigen Firmengeschichte von SpaceX ist dies der erste bemannte Flug des Unternehmens.

Ursprünglich war der Start schon für den 27. Mai geplant, allerdings musste dieser aufgrund schlechter Wetterbedingungen verschoben werden. 

Elon Musk und Krypto

Obwohl Elon Musk nicht direkt in der Kryptobranche tätig ist, hatte er in der Vergangenheit immer wieder Stellung zu Kryptowährungen genommen. Der ehemalige PayPal-Mitgründer hat beträchtliche Erfahrung in der Zahlungsbranche, gibt jedoch an, selbst nur 0,25 Bitcoin (BTC) zu besitzen.  

Die Lieblings-Kryptowährung von Musk scheint der Dogecoin (DOGE) zu sein, da er die „ironische“ Kryptowährung schon des Öfteren positiv hervorgehoben hat. So ist es auch wenig verwunderlich, dass Musk in einer Scherzumfrage zum inoffiziellen „Geschäftsführer“ des Krypto-Projekts ernannt wurde.

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Amazon meldet Patent für Blockchain-Tracking-System an

Der Onlinehändler Amazon hat ein Patent für ein Blockchain-System eingereicht, das die Bewegung von Waren entlang der Lieferkette nachverfolgen soll.

Das Amazon-Patent, das auf den 26. Mai datiert ist, spricht dabei von einem „Distributed-Ledger-Zertifizierungssystem“. Distributed-Ledger-Technologie (DLT) ist der Oberbegriff für dezentralisierte Technologien, darunter auch Blockchain.

Das im Patent beschriebene System hat zum Ziel, die Echtheit, der auf Amazon verkauften Waren, sicherzustellen. So heißt es dahingehend in der Beschreibung:

„Die Plattform soll die Authentizität eines Produktes entlang der Lieferkette verifizieren, indem ein dezentrales Register (Distributed-Ledger) zum Einsatz kommt.“

Im weiteren Text erklären die Autoren des Patents, dass das System „Vertrauenswürdigkeit“ schaffen soll, indem „Händler ihre globalen Lieferketten nachverfolgbar machen“. Das Tracking-System würde dazu den Weg eines Produkts im Verlauf der Lieferkette von der Produktion bis hin zum Endkunden nachzeichnen.

Allerdings soll das System nicht nur dem bloßen Tracking von Produkten dienen, sondern Herstellern, Lieferanten, Zwischenhändlern und Endverbrauchern ermöglichen, bestimmte Vermerke einzutragen, sofern sie entsprechend autorisiert sind. Über diesen Mechanismus könnten zudem spezielle Qualitätskontrollen in das System eingebaut werden, die das betreffende Produkt nur dann weiterlaufen lassen, wenn bestimmte Standards erfüllt sind.  

Ein Tracking-System für moderne Lieferketten

Die Notwendigkeit für ein solches Blockchain-basiertes Tracking-Systems sieht das Patent darin, dass bestehende Systeme meist nur einen Teil der jeweiligen Supply-Chain abbilden. Dementsprechend könnte diese nicht den modernen Lieferketten gerecht werden, die oftmals stark fragmentiert sind:

„Lieferketten sind zunehmend verteilt und modularisiert und zudem arbeitet jeder Lieferant gleich mit mehreren Absatzwegen, weshalb eindimensionale Tracking-Systeme bisher nicht viel genutzt werden. Das im Patent beschriebene Tracking-System löst diese Problematik, indem auf unterster Ebene offene Standards und Verfahren geschaffen werden, die einen vertrauenswürdigen Rahmen bilden, den jeder nachvollziehen kann.“

Die Konzeptionierung der Blockchain-Technologie bringt optimale Voraussetzungen für das Tracking von Lieferketten mit. Die Hauptgründe dafür sind, dass Blockchains dezentralisiert sind und durch ihre Konsensmechanismen Vertrauenswürdigkeit schaffen.

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JPMorgan Chase muss 2,5 Mio. Dollar an Krypto-Investoren zurückzahlen

2018 entschied sich JPMorgan Chase, die größte Bank der USA, höhere Gebühren für den Kauf von Kryptowährungen mit ihrer Kreditkarte zu verhängen. Als Begründung nannte die Bank, dass es sich hierbei um einen Bargeldvorschuss handelt und die abweichenden Gebühren deswegen gerechtfertigt sind. Doch die Kunden von JPMorgan ließen sich das nicht gefallen.

Wie Reuters berichtet, wurde am Dienstag ein Antrag am Bundesgericht in Manhattan eingereicht. Darin berichten die Kläger, dass insgesamt 95% der Gebühren, die unrechtlich verhängt wurden, zurückbezahlt werden. Das entspricht einer Rückzahlung von 2,5 Mio. Dollar, deutlich mehr als die ursprünglich angedachte Summe von 1 Mio. Dollar. Nach Angaben von Reuters gesteht sich JPMorgan Chase keine Schuld ein.

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Buterin und Winklevoss-Zwillinge kritisieren „Zensur“ durch Twitter – Blockchain als Alternative?

Der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin und die beiden Gründer der Kryptobörse Gemini, Tyler und Cameron Winklevoss, haben sich gegen die Einflussnahme von Twitter im politischen Diskurs ausgesprochen und verweisen auf die Blockchain-Technologie als alternatives neutrales Kommunikationsmedium.

„Ich habe in der Vergangenheit wiederholt darauf hingewiesen, wie Konzerne immer mehr auf Regierungen einwirken und jetzt zensiert Twitter sogar den US-Präsidenten wegen Aufrufes zur Gewalt“, wie Buterin am 29. Mai auf Twitter schreibt.

Dahingehend ergänzt er: „Das ist die nächste große Eskalationsstufe in der Beziehung zwischen Wirtschaft und Staat.“

Steint des Anstoßes war ein Tweet von US-Präsident Donald Trump, in dem sich dieser am 28. Mai zu den Protesten im US-Bundesstaat Minnesota äußerte. Die Proteste stehen vor dem Hintergrund des von der Polizei getöteten Afro-Amerikaners George Floyd. Trump droht nun, gegebenenfalls die Nationalgarde einzuschalten, sollten die Proteste nicht aufhören.

Kurz darauf legte er in einem weiteren Tweet nach, den Twitter letztendlich sperrte, weil dieser vermeintlich gegen die Nutzungsbedingungen des sozialen Netzwerks verstößt. So schrieb Trump:

„Diese SCHWEINE beschmutzen das Andenken an George Floyd und das werde ich nicht zulassen. Ich habe eben mit Gouverneur Tim Walz gesprochen und habe ihm zugesagt, dass er notfalls das Militär an seiner Seite hat. Sollte es weitere Schwierigkeiten geben, dann werden wir dafür sorgen, dass wir die Kontrolle zurückgewinnen. Sobald geplündert wird, fallen die ersten Schüsse. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!“

Buterin mahnt zur Aufmerksamkeit

Der Tweet und die anschließende Zensur durch Twitter regten Buterin zu den eingangs genannten Kommentaren an. Diese Gedanken führte er in weiteren Einträgen fort, indem er meinte: „Dies ist ein bedeutender Schritt, der weitreichende Konsequenzen haben könnte, weshalb wir jetzt ganz aufmerksam sein sollten.“

In diesem Zusammenhang stellte Buterin klar, dass er Aufrufe zur Gewalt keinesfalls befürwortet. Stattdessen fordert er vielmehr ein besseres, Blockchain-basiertes Kommunikationssystem, „das auf organischem und neutralem Weg Anreize hervorbringt, die positive Inhalte belohnen“.

Darüber hinaus stellt Buterin fest, dass einflussreiche Politiker ohnehin immer große öffentliche Aufmerksamkeit genießen werden, völlig unabhängig, welche Kommunikationswege sie wählen.

Winklevoss-Zwillinge wittern Zensur

Zudem unterzieht Twitter die Einträge des US-Präsidenten seit neuestem einem Faktencheck, was ebenfalls für viel Aufsehen sorgte. Dies stößt auch Cameron Winklevoss, dem Mitgründer der Kryptobörse Gemini, sauer auf. So meint er am 29. Mai: „Stellt euch mal vor, euer Telefonanbieter würde eure Telefongespräche oder E-Mails einem Faktencheck unterziehen!“

Cameron Winklevoss schlägt in dieselbe Kerbe, indem er ein Zitat aus dem Buch „Die Farm der Tiere“ von George Orwell abwandelt und damit auf die Parteiergreifung des sozialen Netzwerks hindeutet: „Alle Tweets sind gleich, aber manche sind gleicher als die anderen.“

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Bitcoin (BTC): Verkünden diese Exchange-Daten den nächsten Bullrun?!

Laut der Krypto-Datenplattform Glassnode haben die Bitcoin (BTC)-Bestände auf Exchanges einen Jahrestiefststand erreicht. 2019 schoss Bitcoin nach diesem Phänomen auf den Höchstpreis des Jahres hoch:

Je mehr Bitcoins (BTC) auf Exchanges gelagert werden, desto mehr könnten auf einen Schlag verkauft werden. Also ist die Gefahr eines Preiseinbruchs umso geringer, je weniger BTC auf den Börsen lagern. Diese Denkweise deckt sicherlich nicht das ganze Bild ab (man kann ja z.B. auch Bitcoin Over the Counter (OTC) verkaufen), ergibt aber durchaus Sinn.

Bitcoin (BTC)-Stand auf Exchanges erreicht Jahrestief

Entsprechend muss man es als sehr positives Signal werten, dass die BTC-Menge auf namhaften Exchanges laut der Datenplattform Glassnode gerade den bislang niedrigsten Stand des Jahres 2020 erreicht hat. Dazu veröffentlichte Glassnode am Freitag einen ausführlichen Bericht.

Nur noch rund 2,3 Millionen BTC befänden sich aktuell auf den untersuchten Kryptobörsen, während der Wert früher im Jahr noch bei über 2,65 Millionen gelegen hätte. Auffällig sei der starke Rückgang nach dem schwarzen Donnerstag (12. März), dem Tag des bislang größten Bitcoin-Preiseinbruch Jahr 2020.

Der oben ausgedrückte Gedanke (wenig BTC auf Exchanges ist gut für den Preis) passt auch gut zu den Daten von Glassnode zum vergangenen Jahr. Denn damals wurde der Exchange-Tiefststand etwa Anfang Juni erreicht, während sich der Preis auf seiner größten Rally des Jahres befand.

Glassnode vorsichtig mit Deutung

Glassnode lässt sich jedoch nicht darauf ein, die aktuelle Entwicklung als eindeutig bullisches Signal einzuordnen. So sei beispielsweise auffällig, dass Bitfinex, MitMEX und Huobi immer weniger BTC hätten, aber Binance und Bitstamp seit dem schwarzen Freitag noch Zuwächse verzeichneten. Der Bericht zieht folgendes uneindeutiges Fazit:

Insgesamt sind die Gründe für diesen scheinbar unerklärlichen Rückgang des BTC-Standes an den Exchanges vielfältig. Es gibt wahrscheinlich keine eine treibende Kraft, die die Benutzer dazu veranlasst, ihre BTC von Bitfinex, BitMEX und Huobi zu entfernen, während sie sie bei anderen beließen. Vielmehr ist es die Kombination der oben genannten Faktoren und wahrscheinlich andere Marktkräfte und Trends, die diesen Effekt verursacht.

Hältst Du den geringen Bitcoin-Stand auf Exchanges für ein bullisches Zeichen? Wo lagerst Du Deine BTC? Schreib es uns in die Kommentarspalte!

© Bild via Patrick Klok, Flickr.comLizenz, editiert

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ICO Versprechen nicht eingehalten: BitClave muss Investoren $25,5 Mio. USD zurückzahlen

Wie die SEC am gestrigen Donnerstag, dem 28. Mai 2020 bekannt gibt, muss das Krypto-Projekt BitClave insgesamt 25,500,000 US-Dollar an die Investoren zurückzahlen. Hinzu eine Strafe in Höhe von 400,000 US-Dollar. Nach Angaben des offiziellen SEC-Berichts hat das Unternehmen der Zahlung zugestimmt.

BitClave veranstaltete, wie unzählige andere Projekte, im November 2017 ein ICO, Initial Coin Offering. Investoren haben dabei die Möglichkeit, Kryptowährungen der Projekte noch vor einer Listung auf Börsen zu kaufen. Der Consumer Activity Token (CAT) wurde an 9,500 Personen verkauft, inklusive Investoren aus den USA. Das Kapital sollt dazu verwendet werden, eine Blockchain-basierte Suchmaschine zu entwickeln.

Kristina Littmann, Chief  der SEC Enforcement Division’s Cyber Unit, betont im Bericht, dass sich alle Vertreiber an die Gesetze halten müssen:

Herausgeber von Wertpapieren, ob traditionell oder digital, müssen die Registrierungsanforderungen der bundesstaatlichen Wertpapiergesetze erfüllen. 

Nach Angaben der SEC hatte BitClave das ICO nie angemeldet, obwohl es sich bei dem Consumer Activity Token CAT um Wertpapiere handelt. Der CAT Token wurde bereits von den meisten Exchanges entfernt. Das Unternehmen wurde angewiesen, CAT von allen verbleibenden Krypto-Börsen mit sofortiger Wirkung entfernen zu lassen.

Markus von KRYPTOKUMPEL.
Bildnachweis: pixabay.com | CC0

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„Internet der Blockchains“ – AVA Labs startet in letzte Testphase

AVA Labs, das Blockchain-Protokoll, des türkisch-amerikanischen Informatikprofessors Emin Gün Sirer, will im Rahmen der finalen Testphase 2 Mio. Tokens der zugehörigen Kryptowährung ausgeben, ehe das Blockchain-Netzwerk im Sommer offiziell an den Start geht.

Das sogenannte „Denali Testnetzwerk“ ist der letzte Probelauf in Vorbereitung auf den Start des Hauptnetzwerks der AVA Blockchain. Auf dem Testnetzwerk kann jeder Teilnehmer, der sich als Validator-Node zur Verfügung stellt, bis zu 2.000 Tokens der zugehörigen Kryptowährung verdienen, wie AVA Labs am 29. Mai bekanntgegeben hat.

Die Kryptowährung von AVA Labs ist bisher noch auf keiner Kryptobörse verfügbar und kann auch nicht anderweitig gekauft werden, so AVA Labs gegenüber Cointelegraph.

Ein letzter Testlauf

Die Anmeldung für das Testnetzwerk hat am gestrigen 29. Mai begonnen, wobei die Inbetriebnahme am 1. Juni erfolgt. Ab diesem Zeitpunkt können die Teilnehmer dann auf der Blockchain als Nodes mitwirken. Der Testzeitraum läuft bis zum 15. Juni, wonach im Sommer 2020 der Startschuss für das Hauptnetzwerk erfolgen soll. Bisher gibt es allerdings noch keinen konkreten Termin, wie ein AVA Labs Sprecher bestätigt.

Das Denali Testnet ist der zweite Test der AVA Blockchain, nachdem zuvor bereits erfolgreich das Testnetzwerk „Cascade“ betrieben wurde. Mit Cascade wurde Mitte April 2020 getestet, wobei sich daran knapp 300 Entwickler beteiligt hatten.

AVA Labs will „Internet der Blockchains“ schaffen

Die AVA Labs Blockchain, die 2019 von Sirer ins Leben gerufen wurde, ist eine Open-Source-Plattform, die hauptsächlich als Grundgerüst für Dezentralisierte Finanzdienstleistungen (DeFi) und Blockchain-Anwendungen für Firmenkunden dienen soll. Die Plattform schickt sich an, DeFi-Anwendungen und andere Blockchain-Lösungen in einem gemeinsamen Ökosystem zusammenfassen. Die Ambitionen sind dabei nicht zu knapp, denn AVA Mitgründer Kevin Sekniqi hofft, dass das eigene Netzwerk das „Internet der Blockchains“ wird.

Ende April hatte AVA Labs Gründer Emin Gün Sirer für Aufsehen gesorgt, als er meinte, dass 95 % aller Kryptowährungen reine „Abzocke“ wären und keinen wirklichen Mehrwert bieten würden.

Die zukünftige Kryptowährung von AVA Labs sollte nicht mit der bestehenden Kryptowährung namens AVA verwechselt werden, die wiederum dem Blockchain-Reiseportal Travala.com angehört. In Kooperation mit der großen Kryptobörse Binance ermöglicht Travala.com unter anderem, Reisebuchungen per Kryptowährung zu bezahlen.

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Krypto als Ausweg? Twitter und soziale Medien geraten unter Beschuss

Krypto-Assets und Blockchain haben seit langem mehrdeutige Anwendungsfälle. Einige sagen, dass diese Industrie gut geeignet ist, traditionelle Institutionen wie Regierungen und Finanzdienstleister zu ersetzen. Andere sagen, dass der einzige Zweck von Blockchains darin besteht, die Effizienz moderner Unternehmen zu steigern, die ihre Lieferketten möglicherweise beschleunigen müssen.

Unglücklicherweise sind viele dieser Anwendungsfälle für Krypto-Bullen nicht zum Tragen gekommen. Die Protokolle zur dezentralen Finanzierung (DeFi) sind jährlich vielen Hacks ausgesetzt, während die öffentliche Blockchaintechnologie in der Geschäftswelt bisher nur in begrenztem Maße angenommen wurde. Und das trotz vieler Pilotprojekte von großen Unternehmen.

Doch  ein prominenter Investor sagt, dass der Anwendungsfall für die Kryptotechnologie noch nie stärker war als jetzt.

Twitter & soziale Medien geraten unter Beschuss

Die letzten Tage waren hart für Twitter und andere Social-Media-Plattformen. Twitter kennzeichnete kürzlich einen wahlbezogenen Tweet von Präsident Trump als etwas, das auf Fakten überprüft werden sollte. Einige haben diesen Schritt gelobt, während andere die Aktion kritisiert haben.

Präsident Trump sah dies jedoch als Zeichen dafür, dass Twitter und andere Plattformen “unkontrollierte Macht” haben. Daraufhin unterzeichnete er eine auf Social-Media-Websites abzielende Durchführungsverordnung, die darauf abzielt, einige der rechtlichen Immunitäten aufzuheben, die diese Plattformen als Medium der freien Meinungsäußerung genießen.

Laut Su Zhu ist dies ein Trend, der dem Web 3.0-Anwendungsfall von Krypto, der 2017/2018 populär war, dramatisch helfen wird. Der CIO von Three Arrows Capital erklärte zu diesem Thema:

Man geht davon aus, dass mit der Einführung dezentraler Mechanismen des Wert- und Softwaretransfers in Blockchains eine Zunahme dezentraler Social-Media-Plattformen entstehen könnte, die nicht von einem zentralen Akteur verwaltet werden.

Der anhaltende Streit zwischen Social-Media-Plattformen und dem Weißen Haus ist nicht der einzige geopolitische und makroökonomische Trend, der zeigt, dass Kryptowährungen Sinn machen. Raoul Pal – Vorstandsvorsitzender von Real Vision und ehemaliger Mitarbeiter von Goldman Sachs – hat vor kurzem damit begonnen zu postulieren, dass die anhaltende Rezession die letzte des Fiat-Systems sein könnte.

Er erklärte, dass der US-Dollar aufgrund struktureller Risiken im Fiat-Währungssystem und der Art und Weise, wie die Weltwirtschaft mit der Verschuldung umgeht, “brechen” könnte. Bitcoin und Krypto-Anlagen sind für ihn die logische Weiterentwicklung aus einer Welt, in der die Macht der Fiat-Währungen abnimmt. Dies erklärte er kürzlich in einem Newsletter:

“Wenn ich in die Zukunft blicke, sehe ich nur das potenzielle Risiko eines Versagens unseres Geldsystems selbst oder, weniger dramatisch, der gegenwärtigen Finanzarchitektur. Bitcoin ist die Kaufoption im zukünftigen System”.

Textnachweis: newsbtc

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“Ignorieren Sie nicht, was mit Ethereum vor sich geht” – Analyst

Aufgrund einer Explosion in der Nachfrage nach Stablecoins auf Basis von Ethereum hat ETH in der heimischen Blockchain rasch an Dominanz verloren. Das heißt, dass ETH in den kommenden Wochen vielleicht nicht die treibende monetäre Kraft in ihrer eigenen Chain sein könnte. Ryan Watkins, ein Forschungsanalyst der Kryptodatenfirma Messari, teilte mit:

“Die ERC-20-Token nähern sich 50% des Gesamtwertes, der auf Ethereum gespeichert ist. In den letzten zwei Jahren hat sich die Art und Weise, wie der Wert auf der Ethereum-Blockchain gespeichert und übertragen wird, völlig verändert.”

Aufgrund des Zuwachses an Stablecoins und anderen ERC-Coins sind die Gebühren, die von den Nutzern von Ethereum ausgegeben werden, in den letzten Monaten dramatisch gestiegen und haben fast einen historischen Höchststand erreicht. Gleichzeitig ist der Wert, der in der dezentralisierten Finanzierung gebunden ist, parabolisch gestiegen.

Die identifizierten Trends sind noch am Anfang, aber der Messari-Analyst sagte, dass sie zeigen, wie sich die fundamentale Natur der Ethereum-Blockchain dramatisch verändert hat.

“Kurz gesagt, Ethereum wird mehr denn je verwendet, und in nur zwei Jahren hat sich Ethereum von einer leeren Leinwand zu einer Agglomeration neuartiger Formen von Wert- und Anwendungsfällen entwickelt.”

Er fügte hinzu, dass man angesichts der Entwicklungen “nicht ignorieren kann, was bei Ethereum geschieht”.

Investoren ignorieren Ethereum nicht

Watkins hat Recht: Die Großinvestoren scheinen das, was mit der zweitgrößten Blockchain geschieht ernst zu nehmen. Und diese sind weitgehend optimistisch, trotz der Behauptungen einiger, dass ETH keine richtige Investition sei.

Wie bereits zuvor berichtet, hat die Blockchain-Analytikfirma Santiment festgestellt, dass einige der grössten ETH-Inhaber in den letzten Wochen eine starke Zunahme von Coins verzeichnet haben.

Die Bestände der Top 100 ETH-Adressen haben allein in den letzten zwei Tagen “weitere 145’000 ETH” im Wert von rund 30 Millionen Dollar hinzugewonnen. Es ist nicht klar, wer hinter diesen “Wal”-Adressen steckt, die Coins im Wert von Millionen von Dollar anhäufen, aber es gibt einige Mitbewerber.

Zum einen enthüllten Tyler Winklevoss und Cameron Winklevoss von der Gemini-Börse, dass sie “definitiv eine Menge Ether besitzen”. Es gibt aber auch eine Analyse, die darauf hindeutet, dass “Wallets, die mit wichtigen Akteuren wie JPMorgan Chase, Reddit, IBM, Microsoft, Amazon und Walmart verbunden sind”, auch Ethereum anhäufen.

Textnachweis: cryptoslate

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Unbound: Custody-Gigant über die Herausforderungen in der Krypto-Verwahrung

Die Verwahrung digitaler Assets ist eines der großen Branchenfelder in der Krypto-Ökonomie. Viele neue Player sind in den letzten Monaten entstanden, die sich um die professionelle Aufbewahrung von Token für ihre Kunden kümmern. Das israelische IT-Sicherheitsunternehmen zählt zu den weltweiten Marktführen im Bereich Custody und hat sich seit einiger Zeit auch dem Thema Token-Aufbewahrung verschrieben. Rebecca Aspler von Unbound (Director, Product Management) war so nett, uns einen tieferen Einblick in die Welt der Krypto-Verwahrung geben.

Das Interview wurde auf Englisch geführt und anschließend ins Deutsche übersetzt.

BTC-ECHO: Kannst du uns einen etwas tieferen Einblick geben, was ihr konkret macht?

Unbound ist ein Anbieter von Softwarelösungen. Unsere Kunden sind die Custodians, die die Lösungen von Unbound implementieren und sind somit diejenigen, die die Custody-Lizenz besitzen. Als Experte in der Betreuung von Unternehmenskunden bedient Unbound Kunden, die nicht bereit sind, die Verwahrungslizenz mit den Technologieanbietern zu teilen. Ihre Kunden erwarten von ihnen, dass sie die Verantwortung für die Assets übernehmen, daher die gesetzliche Haftung.

BTC-ECHO: Wer sind eure Kunden? Nur Krypto-Start-ups oder auch Banken?

Unbound ist erst vor kurzem in den Krypto-Space eingetreten. Eigentlich sind wir ein IT-Sicherheitsunternehmen für unterschiedlichste Unternehmen. Unser Hauptanwendungsfall ist die Virtualisierung von Hardware-Sicherheitsmodulen (HSMs), die ein traditionelles „Coldstorage-Modell “ für kryptographische Schlüssel ermöglicht. Im Jahr 2018 stellten wir fest, dass die HSMs auch gut für Krypto–Asset– und Enterprise-Blockchain beziehungsweise deren Keys gut geeignet sind, und wir erkannten, dass wir etwas anzubieten haben, um den Markt schneller und sicherer zu machen. Ursprünglich lag aber unser Hauptaugenmerk auf traditionelle Finanzinstitute.

BTC-ECHO: In welchem Bereich seht ihr euch als Disrupter?

Ich denke, dass Unbound in vielerlei Hinsicht disruptiv ist. Insbesondere im Bereich der Key SecurityHardware. Unbound war das erste Unternehmen, das die Theorie der sicheren Mehrparteien-Berechnung (SMPC) als kommerzielles Produkt für den Einsatz in Unternehmen lieferte; diese Technologie selbst ermöglicht zum ersten Mal einen fortschrittlichen Schlüsselschutz (für traditionelle oder Blockchain-Schlüssel) durch softwaredefinierte, nicht hardwareabhängige Kryptographie.

Unabhängig davon, ob traditionelle Finanzmärkte Blockchain-Schlüssel für digitale Vermögenswerte oder kryptographische Schlüssel zur Sicherung von Fiat-Vermögenswerten nutzen, sie verlassen sich auf HSMs, bei denen es sich um ein über 20-30 Jahre altes, hardwarebasiertes System handelt.

Und das aus gutem Grund: HSMs leisten hervorragende Arbeit, wenn es darum geht, Schlüssel sicher aufzubewahren. Aber bei digitalen Vermögenswerten reicht es nicht aus, nur Schlüssel sicher aufzubewahren; aufgrund der Art der Sperrkette muss eine böswillige Partei den Schlüssel nur einmal sehen – und ihn missbrauchen -, damit der Inhaber den Vermögenswert verliert. Physische HSMs stoßen hier an ihre Grenze.

BTC-ECHO: Was sind die größten Herausforderungen für die Verwahrung von digitalen Assets?

Die Überwindung regulatorischer Fragen, die dem Schutz des Kunden dienen – im Umgang mit Fiat-Vermögen aber leichter zu erfüllen sind. Unter anderem aus Gründen der Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML), des Anlegerschutzes, der Besteuerung usw. Ebenjene Vorschriften werden aber durch das Unveränderlichkeitsprinzip der Blockchain – das heißt, dass Transaktionen endgültig und für alle sichtbar im dezentralisierten Hauptbuch erfasst werden (im Falle einer öffentlichen Blockchain) – komplizierter.

Das bedeutet – wenn der Verwahrer digitaler Vermögenswerte nicht mit einem Blockchain-Security-Spezialisten zusammenarbeitet -, dass Transaktionen zu Folgendem neigen:

  • Im Falle von Betrugsfällen oder AML-Prüfungen können abgeschlossene Transaktionen nicht rückgängig gemacht werden
  • Operationelle oder administrative Fehler kann man nicht mehr rückgängig machen
  • Kunden können ihre eigenen Transaktionen nicht rückgängig machen

BTC-ECHO: Wann glaubt ihr, werden Security Token eine größere Rolle als Bitcoin vom Gesamtvolumen her einnehmen?

Der Markt für digitale Vermögenswerte ist zu jung, um solch gewagte Vorhersagen zu treffen. Im Gegensatz zum Fiat-Geld, bei dem die wichtigsten Assets festgelegt sind und seit Jahrzehnten die Märkte anführen, sind die wichtigsten Asset-Klassen oder die wichtigsten Assets selbst noch nicht bekannt. Ich glaube, dass Stable Coins eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, das Vertrauen der Anleger schneller und in größerem Umfang zu gewinnen als Security Token.

BTC-ECHO: Worin seht ihr euren Hauptvorteil gegenüber Konkurrenten?

Wir arbeiten seit über fünf Jahren mit Tier-1-Banken zusammen und betreuen die größten, strengsten und bekanntesten globalen Unternehmen der Welt. Ein Teil dieses Kundenkreises ist darauf zurückzuführen, dass wir die weltweit führenden Kryptographen – die Professoren Yehuda Lindell und Nigel Smart – zu unseren Mitbegründern und (im Fall von Yehuda) zum CEO zählen. Nichts ersetzt die interne kryptographische Sicherheitsexpertise in Bezug auf unsere Fähigkeit, Sicherheitsprobleme vorherzusehen, zu verhindern und zu beheben. Wir sind zudem für die Post-Quantum-Kryptographie bereit.

Darüber hinaus sind viele unserer Wettbewerber im Bereich Security-as-a-Service (SaaS) tätig. Es gibt einen Platz für SaaS für kleine bis mittelgroße Kunden – aber die größeren Organisationen wären nicht bereit, die Verwahrung (d.h. den Schlüssel) mit einem SaaS-Anbieter zu teilen. Wir haben auch die Flexibilität, die größere Unternehmen benötigen, was für die Geschäftsexpansion entscheidend ist. 

BTC-ECHO: Im Moment seid ihr in den USA und in Israel ansässig; was sind eure Pläne für den europäischen Markt?

Die physischen Standorte des Managements und des F&E-Teams haben nichts mit einem geographischen Schwerpunkt zu tun. Unser europäischer Markt im Bereich Digital Asset wächst ständig, und wir freuen uns darauf, unsere Aktivitäten im europäischen Wirtschaftsraum weiter auszuweiten.

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