Hodl-Stimmung? Nur 27% aller Bitcoin wurden im Jahr 2020 bewegt

Derzeit läuft der Bitcoin (BTC) weiterhin eher seitwärts, was den Handel und die damit mittelfristigen Aussichten etwas schwierig gestaltet. Wie Daten zeigen, sind zwei Drittel aller Bitcoin seit 2020 unberührt, was den Grund dafür erklären dürfte.

Großteil der Bitcoin ist unberührt

Wie neue Daten nun zeigen, ist die Bitcoin (BTC)-Preisentwicklung im Laufe des Jahresende 2020 von einer erheblich begrenzten Anzahl von Marktteilnehmern vorangetrieben worden, was möglicherweise erklärt, warum sich der BTC seit über sechs Wochen zwischen 9.000 bis 10.000 USD bewegt.

Laut dem Analyseunternehmen Glassnode haben sich im Jahr 2020 nur 27 Prozent des zirkulierenden Bitcoin (BTC)-Angebots bewegt. Das bedeutet, dass die verbleibenden 73 Prozent inaktiv geblieben sind und aktive Händler Margin-Trading, Futures und Optionen nutzen, die vermutlich für die gesamte Volatilität sorgen.

Dies gehen aus einem Bericht hervor, der zeigt, dass der grundlegende Zustand der Benchmark-Kryptowährung allmählich zunimmt und möglicherweise die Tore öffnet, damit sie in den kommenden Wochen und Monaten weitere Aufwärtsbewegungen verzeichnen kann.

Die mehrwöchige Konsolidierung von Bitcoin hat die Stimmung der Anleger beeinträchtigt und viele zu der Meinung bewegt, dass der BTC zusammenbrechen und einen neuen Abwärtstrend auslösen wird.

Es gibt einige Faktoren, dieses Szenario tatsächlich unterstützen, wie das Triple Top bei 10.500 US-Dollar, einer aufeinanderfolgenden Ablehnung der 10.000 US-Dollar-Marke.

Auf der anderen Seite gibt es einen Indikator, der darauf hinweist, dass Bitcoin während seiner Konsolidierungsphase eine wachsende fundamentale Gesundheit aufweist, was zu einer Bewegung durch Käufer führen könnte.

Bei dem Indikator handelt es sich um Glassnodes Compass, der zeigt, dass der BTC in den letzten Monaten langsam in das Bullengebiet übergegangen ist.

“Zum fünften Mal in Folge befindet sich der Kompass in Gebiet 1 und repräsentiert einen bullischen Zustand für den Markt und für Aktivitäten in der Kette. Die Preisentwicklung von BNE und Bitcoin ist gegenüber der Vorwoche leicht zurückgegangen, bleibt aber weiterhin fest in der grünen Zone.”

Das Unternehmen erklärt weiter, und spricht von einer stabilen Position von Bitcoin innerhalb der grünen Zone, was ein gutes Zeichen für die mittelfristige Aussicht darstellt.

“Diese anhaltende Stabilität sowohl in der Kette als auch außerhalb der Kette ist ein gutes Zeichen für BTC … Während diese optimistische Stimmung nicht unbedingt zu sofortigen Kursgewinnen für BTC führen wird, sind die langfristigen Aussichten optimistisch.”

Anderen Daten von Glassnode zeigen, dass im Jahr 2020 nur 27 Prozent der im Umlauf befindlichen Bitcoin bewegt wurden. Der Rest blieb unberührt.

Dieser Zustand bedeutet, dass der Markt derzeit von einem kleinen Prozentsatz der Marktteilnehmer angetrieben wird, da diese 27 Prozent nur dem Handel entsprechen dürften.

CTO von Glassnode, Rafael Schiltze-Kraft twitter kürzlich dazu:

“Nur 27% des zirkulierenden # Bitcoin-Angebots haben sich im Jahr 2020 bewegt. Richtig, 73% aller existierenden Bitcoins (~ 13,5 Mio. BTC) sind seit 2019 und früher inaktiv.”

©Bild via Pixabay / Lizenz

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Pollen, Nectar, Honey: IOTA will mehr Ordnung schaffen

Die IOTA Foundation hat eine neue Nomenklatur eingeführt, damit Nutzer bei all den Neuerungen noch mitkommen. Und inszeniert sich dabei als fleißiges Bienchen.

IOTA-Fans hatten es im letzten Jahr nicht unbedingt leicht. Das Projekt, das sich auf Mikrotransaktionen für das Internet der Dinge ausgerichtet hat, startete mit einer Bruchlandung ins neue Jahr. Im Februar 2020 entfaltete sich dahingehend eine (h)ausgemachte Sinnkrise. Zunächst wälzten sich die Entwickler Sergey Ivancheglo und David Sønstebø in einer öffentlichen Schlammschlacht. Dabei ging es um die stattliche Menge von 25 Millionen MIOTA, die Sønstebø Ivancheglo schulden soll. Während diese Streitigkeiten bereits überkochten, musste kurzfristig der Coordinator abgeschaltet werden, weil die Trinity Wallet gehackt wurde.

So hatten es Unbekannte am 12. Februar geschafft, sich über eine Schnittstelle beim Zahlungsdienstleister Moonpay Zutritt zu 50 Seeds zu verschaffen. Ihre Beute: IOTA Token im (damaligen) Gegenwert von 2,3 Millionen US-Dollar. Auch der IOTA-Kurs performte indes nicht sonderlich gut. Seit seinem Jahresstart von 0,16 US-Dollar konnte er zwar inzwischen auf knapp 0,21 US-Dollar aufholen. Von seinem Einstigen Allzeithoch von 5,38 erscheint das jedoch noch Lichtjahre entfernt.

Doch es gibt auch Lichtblicke: So betont die IOTA Foundation immer wieder, dass das geplante Update und die Entfernung des zum Teil ungeliebten Coordinators immer näher rückt. Dass IOTA-Fans dabei den Überblick behalten können, bekommen sie von der IOTA Foundation nun neue Namen an die Hand gelegt.

IOTA: Die neuen Namen für die Updates

Die neue Nomenklatur, so teilt die Foundation im Blogeintrag mit, soll der Community und den Partnern des Projektes helfen „den anstehenden technologischen Fortschritt von IOTA“ besser einordnen zu können. Sie lauten Pollen (dt: Pollen), Nectar (dt: Nektar) und Honey (dt. Honig).

Pollen: Testweise zur Blaupause

Das Testnet des IOTA 2.0. Netzwerks soll den Grundbaustein für ein Netzwerk ohne Coordinator legen. Allen Beteiligten sollen die Umgebung schonmal auf Herz und Nieren prüfen dürfen, bevor es dann (irgendwann) in die Live-Umgebung gehen an. Dabei soll, so die Foundation weiter, die „endgültige Blaupause“ für IOTA 2.0. entstehen.

Nectar: Voll in der Testphase

Der Nektar soll von den fleißigen IOTA-Bienchen noch in der zweiten Hälfte des Jahres geertnet werden. Dabei handelt es sich um eine „volle Implementierung der Coordicide-Module“ auf einem – man mag es bereits ahnen – Testnet. Hier sollen nochmal letzte Fehler gefunden und behoben werden, bevor es dann Richtung Honey geht.

Honey: Lecker Mainnet?

In der Honey-Phase soll das Netzwerk dann alle Module enthalten, die zur „vollen und finalen Spezifizierung des Coordicides“ führen. Honey sei dann die erste Version eines „komplett dezentralisierten IOTA-Mainnet“. Einen Termin geben die fleißigen Bienchen jedoch noch nicht bekannt.

Bis dahin heißt es wohl: Testen, Abwarten und Honig schlürfen.

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Bankenverband warnt: Ein Digitaler Dollar würde der Fed viel zu viel Macht geben

Die American Bankers Association ist der Meinung, dass ein von der US-Notenbank ausgegebener digitaler Dollar zu viel Macht an den Staat abgeben würde. Die American Bankers Association (ABA) hat sich über einen von der US-Notenbank ausgegebenen digitalen Dollar geäußert. Die Fed würde “als zentrale Kontrollstelle für die Überwachung und mögliche Verweigerung von Transaktionen politisiert”, so die ABA.

Zeugenaussagen, die heute bei einer Senatsanhörung gemacht wurden, sprechen sich jedoch für eine Fed-eigene digitale Währung aus. Die American Bankers Association, ein privates Konsortium amerikanischer Banken, hat Anfang dieses Monats erklärt, dass eine digitale Währung der Zentralbank (CBDC) ein unangenehmes Maß an Macht in die Hände der Federal Reserve legt.

Eine von der US-Notenbank geführte digitale Währung wäre eine, die “gesellschaftliche Werte und Privatsphäre impliziert”, schreibt die Vereinigung in einer Erklärung vom 11. Juni. Andere Zeugenaussagen, die bei einer Anhörung des Senatsausschusses heute vorgelegt wurden, sprechen jedoch eine andere Sprache.

Eine von der Zentralbank geführte digitale Währung ist eine Währung, die von einer Zentralbank geprägt und verteilt wird. Einige Entwürfe für digitale Zentralbankwährungen verwenden Blockchains, aber viele CBDCs stützen sich nicht auf Blockchain-Technologien.

Die ABA erklärt, sie wolle nicht zulassen, dass die Federal Reserve einen digitalen Dollar schafft. Ihre Argumentation geht über das Offensichtliche hinaus: sie würde “das Retail-Banking-Modell gefährden” – das Modell, auf das sich die ABA verlässt.

Weit gefehlt: Ihre vernichtendste Kritik war, dass ein CBDC “gesellschaftliche Werte und die Privatsphäre beeinträchtigt”. Ein CBDC der Federal Reserve – oft als “digitaler Dollar” bezeichnet – würde die Fed zu “dem nahezu monopolistischen Anbieter von Währung, Bankkonten und Zahlungsdiensten der Nation” machen, heißt es. Die Konsequenz: “Die Federal Reserve würde schnell als zentrale Kontrollstelle für die Überwachung und mögliche Verweigerung von Transaktionen politisiert werden”.

“Für umstrittene, aber lokal regulierte Käufe wie Cannabis und Schusswaffen würde eine digitale Währung der Zentralbank die Federal Reserve als nationalen Schiedsrichter in sozialen Fragen verstricken”, erklärt die Bankenvereinigung.

Und:

“Das Recht der Menschen, Geschäfte außerhalb der Sichtweise der Zentralbank zu tätigen, ist eine geschätzte bürgerliche Freiheit, die durch das ordnungsgemäße Verfahren eines wettbewerbsfähigen privaten Bankensektors bewahrt und geschützt wird.“

Wer ist also am besten in der Lage, eine digitale Währung zu betreiben? Die Banken natürlich – wie jene, die die ABA bilden, so die Argumentation der Vereinigung.

Nicht alle stimmen dem zu. Christopher Giancarlo, der ehemalige CFTC-Vorsitzende, der das neu gegründete Digital Dollar Project leitet, eine Pro-CBDC-Forschungsgruppe, hält einen digitalen Dollar für eine großartige Idee.

Giancarlo sagte heute in einer Zeugenaussage in einer Senatsanhörung, dass die derzeitige Bankeninfrastruktur verrostet und ein blockchainbasierter CBDC, der gemeinsam mit der Industrie entwickelt wird, der richtige Weg sei.

Ein digitaler Dollar hätte Giancarlo zufolge die Auszahlung von Hilfspaketen an die durch die Pandemie in den Bankrott getriebenen Amerikaner erleichtert – und er würde auch die unterfinanzierten Amerikaner erreichen sowie die verfassungsmäßigen Werte aufrechterhalten. Der Kongress wird nun über das weitere Vorgehen entscheiden.

Textnachweis: Decrypt, Robert Stevens

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Ein Mann hat gerade die Geburt seines Neugeborenen auf der Bitcoin-Blockchain protokolliert

Der Pseudonym Tookdrums hat den Anlass der Geburt seines Sohnes auf der Blockchain “verewigt” und eröffnet ein Sparkonto für sein Neugeborenes. Ein Reddit-User hat seinen Erstgeborenen in der Welt durch eine Bitcoin-Transaktion begrüßt.

“Tookdrums” schrieb bei seiner Transaktion eine Nachricht an seinen Sohn. Er hat auch ein kleines Sparkonto für sein Neugeborenes eröffnet. Ein europäischer Mann hat die Geburt seines kleinen Jungen auf der Bitcoin-Blockchain verewigt.

Unter dem Pseudonym “Tookdrums” hat der User die Nachricht am Sonntag auf Reddit veröffentlicht. Er begrüßte seinen Erstgeborenen, Noah, am 14. Juni durch eine Transaktion auf der Bitcoin-Blockchain in der Welt.

“Hallo Noah! Willkommen in der Welt, Kleiner”, so Tookdrums in seiner Transaktion. Der Reddit-User hatte den Text in Hexadezimalcode beigefügt.

Da sie sich auf der Bitcoin-Blockchain befindet, kann die Nachricht niemals entfernt werden. Sie ist “verewigt”, so Tookdrums in seinem Reddit-Post. Und weiter:

“Ich fand es eine nette und lustige Art und Weise, diesen wichtigen Moment zu feiern. Es war auch die perfekte Gelegenheit, ein kleines Sparkonto für ihn einzurichten.”

Tookdrums, aus Europa, verheiratet und in seinen späten Zwanzigern, hat nun 0,05 Bitcoin (~$457) auf dem Konto und plant, dem Konto weiterhin Geld hinzuzufügen; “vielleicht auch Nachrichten”.

“Ich habe vor, ihm den privaten Schlüssel der Adresse an seinem 18. Geburtstag zu geben, aber je nach seinem Interesse könnte ich ihm vorher von der eingebetteten Nachricht erzählen”

Und so könnte das seiner Meinung nach ablaufen:

“Ich habe deinen Namen und dein Geburtsdatum in dieser großartigen, dezentralisierten und unveränderlichen Datenbank gespeichert, so dass nichts und niemand sie jemals entfernen könnte.“

“Du bist so lahm und geekig, Dad!”

“Es kommt außerdem mit 0,05 BTC.”

“Danke Dad, du bist der Beste!”

Wunderbar. Tookdrums hat erwägt, eine Bedingung hinzuzufügen, die die Gelder seines Sohnes bis zu seinem 18. Lebensjahr sperrt – entschied sich aber im Falle einer Protokollaktualisierung oder eines anderen Ereignisses, das eine Verschiebung der Gelder erfordern würde, dagegen. Auf die Frage, ob er das Gleiche für seine anderen, ungeborenen Kinder tun würde, sagte Tookdrums: “definitiv”.

“Ich könnte mir vorstellen, ein zweites Kind auszutricksen, damit es glaubt, dass ich, als sein großer Bruder Bitcoin bekam, auch Dogecoin für ihn geholt habe.“

Tookdrums arbeitet nicht in der Blockchain-Industrie; er ist nur ein Bitcoin-Bastler. Er hat auch an anderen Blockchain-Projekten herumgebastelt.

Im Moment bereitet er gerade ein Geschenk für einen Freund vor, in dem er einen ERC20-Coin mit dem Spitznamen seines Freundes prägen und ihm dann alle Coins schickt, damit er sie nach Belieben verteilen kann.

Und zur Hochzeitsfeier erhielt er einen leeren Bitcoin-Papierwallet. Ein paar Tage später deponierte ein mysteriöser Wohltäter etwas Bitcoin, dem “ein privater Witz beigefügt war, der mir half, das Passwort zu erraten”.

Nun: Herzlichen Glückwunsch, Mr. und Mrs. Bitcoin!

Textnachweis: Decrypt, Robert Stevens

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#915 TenX und Crypto.com Visa Karten, TikTok BTC Spionage Verdacht & PundiX Krypto per Paypal

Hey Informanten,

willkommen zur Bitcoin-Informant Show Nr. 915. Heute sprechen wir über folgende Themen: TenX und Crypto.com reaktivieren Visa Karten, TikTok Spionage Verdacht – Gefahr für BTC & PundiX Merchants können Krypto über Paypal verkaufen.

Die heutige Show wird gesponsert von PrimeXBT.com – Handel mit über 30 Vermögenswerten per Bitcoin –
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https://prime-bonus.com/en/btcinformant/2-50/

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1.) TenX und Crypto.com reaktivieren Visa Karten
https://bitcoin-kurier.de/tenx-und-crypto-com-reaktivieren-visa-karten/

2.) Bitcoin in Gefahr? TikTok spioniert womöglich BTC-Adressen und andere Daten aus der Zwischenablage aus
https://coincierge.de/2020/bitcoin-in-gefahr-tiktok-spioniert-womoeglich-btc-adressen-und-andere-daten-aus-der-zwischenablage-aus/

3.) American Pundi X Merchants Can Now Sell Crypto Via PayPal
https://cointelegraph.com/news/american-pundi-x-merchants-can-now-sell-crypto-via-paypal

Telegram Kanal: https://t.me/bitcoininformant
LBRY.tv: https://lbry.tv/$/invite/@bitcoininformant:e
Steemit: https://steemit.com/@denniskoray
HIVE: https://hive.blog/@denniskoray
Instagram: https://www.instagram.com/denniskoray/
Facebook: https://www.facebook.com/btcinformant/

Top 10 Kryptowährungen am 01.07.20 um 08:00Uhr

Sonnige Grüsse

Dennis „Bitcoin Informant“ Koray

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Zockt der Grayscale Bitcoin Trust Händler ab?

Grayscale bietet vor allem institutionellen Händlern die Möglichkeit, in Bitcoin (BTC) investieren zu können, ohne sich dabei um die Verwahrung und Sicherheit kümmern zu müssen. Dafür zahlen sie auch eine dementsprechend hohe Prämie wie sich zeigt.

Seit langem ist die institutionelle Akzeptanz eine Narrative über Bitcoin und Grayscale hat dazu einiges beigetragen, um dieses Vertrauen zu erfüllen und den Anlegern den Zugang zu Bitcoin leichter zu machen. Händler die allerdings über Grayscale investieren, verlieren allerdings sofort 10 Prozent ihrer Investition.

Institutionen sind für viele der Treibstoff, der den Bitcoin-Preis zu einem sechsstelligen Bereich führen wird. Der Grayscale Bitcoin Trust wurde im September 2013 gegründet, um den Anlegern den Zugang zu ermöglichen, ohne ihre Coins verwahren zu müssen. Zwei Jahre später erteilte FINRA Grayscale die Genehmigung, diese Aktien im freien Markt zu verkaufen.

GBTC bietet Anlegern institutionellen Anlegern Zugriff auf Bitcoin, ohne dass diese sich um Cold-Storage-Lösungen, private Keys oder um Hacking-Risiken kümmern müssen.

Anleger die über Grayscale investieren zahlen allerdings eine beträchtliche Prämie für GBTC. Was noch dazu kommt ist, dass sie ihre Grayscale-Anteile nicht einmal gegen echte Bitcoin einlösen können.

Derzeit wird eine GBTC-Aktie für 9,6 USD verkauft, was etwa 1/1.033 eines Bitcoin entspricht. Um einen ganzen Bitcoin in Form dieser Aktie zu kaufen, müssten 9.800 USD dafür bezahlt werden, was einer Prämie von ungefähr 670 USD entspricht. Diese Investoren verlieren ungefähr 7 Prozent ihrer Investition, nur weil Anteile von Grayscale Trust kaufen.

Die Gebühren hören damit allerdings nicht auf. Dazu fallen noch weitere 2 Prozent pro Jahr für die “Verwahrung” an.

Makler nehmen auch einen Teil des Kaufs. Die typischen Gebühren, die Makler dafür erheben liegen zwischen 3,5 Prozent und 8,5 Prozent. Insgesamt kann das Halten von GBTC-Aktien im Wert von 10.000 USD über einen Zeitraum von drei Jahren zu Gebühren von 1.000 bis 3.000 USD führen, verglichen mit dem Kauf von BTC.

Wenn derselbe Investor Bitcoin im Wert von 10.000 USD kaufen würde, würde er nur 50 USD an Gebühren dafür zahlen müssen.

Unabhängig von den sehr hohen Gebühren ist Grayscale für diese Wertpapiere verlangt, machen institutionelle Anleger den Großteil ihrer Kunden aus.

Lauf dem einem jüngsten Investor-Bericht belaufen sich die Gesamtinvestitionen in Grayscale-Produkte im ersten Quartal dieses Jahres auf 504 Millionen US-Dollar. Es gibt derzeit auch keinen Hinweis darauf, dass sich die Investitionen bald verlangsamen werden.

©Bild via Depositphotos

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Blockchain-Transformation der Australischen Börse verzögert sich

Der australisch-britische Rohstoffgigant BHP Group Limited gab am Montag bekannt, dass sie die Blockchain für einen Deal im Wert von 14 Millionen US-Dollar verwendeten, um Eisenerz an einen Top-Stahlproduzenten zu verkaufen.

Der multinationale Bergbaukonzern BHP Group hat diese Woche die erste Eisenerztransaktion auf Blockchain-Basis mit, Chinas größtem Stahlproduzenten, Baosteel, erfolgreich abgewickelt. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht, machte BHP am 12. Mai öffentlich, dass Eisenerz im Wert von 14,1 Millionen US-Dollar letzten Monat an Baosteel verkauft wurde.

Die technologische Grundlage dafür lieferte die Blockchain-Plattform Minehub. So kam die Technologie bei der digitalen Verarbeitung von Vertragsbedingungen, zum Austausch von Dokumenten sowie zur Echtzeit-Transparenz der Fracht zum Einsatz.

Der Einsatz der Technologie durch BHP solle dazu dienen den Rohstoffsektor zu digitalisieren, um den Dokumentationsprozess zu erleichtern, erklärt der Vertriebsleiter von BHP, Michiel Hovers, gegenüber Reuters am 29. Juni.

Sowohl BHP als auch Minehub betonen in unterschiedlichen Mitteilungen, dass die Blockchain die Effizienz und Transparenz erhöhen würde. Ob der Rohstoffkonzern bereits zuvor mit der Blockchain-Technologie arbeitete, ging allerdings nicht aus den Kommentaren hervor. Infolge des erfolgreichen Handels erklärte BHP die Blockchain für zukünftige Transaktionen weiter zu erforschen.

China hat mittlerweile bereits mehrere Projekte in der Stahlindustrie auf der Blockchain umgesetzt.

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Lage am Mittwoch: Wirecard-Aktie zieht an, Bitcoin-Nachfrage steigt

Der Bitcoin-Handel in Afrika zieht beinahe so stark an, wie die Gas Fees bei Ethereum, wenn das Netzwerk an seine Kapizitätsgrenze stößt. Für letzteres sollen Verbesserungsvorschläge nun Abhilfe schaffen. Derweil verdoppelt sich der Aktienkurs des Pleite-FinTechs Wirecard, das unter anderem Debitkarten für Krypto-Plattformen bereitstellt. Die Lage am Mittwoch.

Die Wirecard-Aktie reagiert auf die Entlassung von CEO Markus Braun mit Kurszuwächsen, die man sonst eher bei Bitcoin und Co. wähnt. Im vorbörslichen Handel bewegt sich die Aktie des insolventen FinTechs mit 6,95 Euro fast 96 Prozent über dem Niveau zum Handelsbeginn am gestrigen 30. Juni.

Der Anstieg, der gestern früh begann, korreliert mit der außerordentlichen Kündigung des Ex-Vorstandsvorsitzenden Markus Braun, gegen den die Staatsanwaltschaft München wegen des Verdachts auf Bilanzfälschug und Aktienbetrugs ermittelt. Wirecard hat unter anderem Debitkarten für die Krypto-Projekte crypto.com und TenX geliefert. Bei einer Bilanzprüfung kam heraus, dass Bargeldrücklagen im Wert 2,1 Milliarden Euro unauffindbar waren – falls sie denn je exisitierten. Eines steht fest: Mit Blockchain wäre so etwas nicht passiert.

Bitcoin-Boom Afrika

In Subsahara-Afrika hat sich ein Trend, der im Frühjahr begann, weiter verstärkt: Das Peer-to-Peer Handelsvolumen für Bitcoin ist sich innerhalb der letzten drei Monate stark angestiegen – in Ghana sogar um 257 Prozent. Das geht aus Daten der Website usefultulips.org hervor, die Daten über das Peer-to-Peer-Trading auf den Handelsplattformen localbitcoins und Paxful aggregiert.

Allein in Nigeria, Kenya, Südafrika und Ghana kaufen und verkaufen Menschen wöchentlich rund 15 Millionen US-Dollar in Bitcoin auf der Peer-to-Peer-Handelsplattform Localbitcoins, wie Marktanalyst Kevin Rooke in einem Tweet zitiert:

Die Einführung von Bitcoin in Afrika setzt jetzt jede Woche neue Rekorde.

In nur 3 Monaten stieg das P2P-Volumen:

125 Prozent in Nigeria

199 Prozent Kenia

194 Prozent in Südafrika

257 Prozent in Ghana

Zusammengenommen tauschen diese vier Währungen jetzt über 15 Mio. USD/Woche Bitcoin um.

Der Verdacht liegt nahe, dass die verstärkte Hinwendung zu Bitcoin auch mit der Coronavirus-Pandemie in Zusammenhang steht, die im selben Zeitraum in Afrika deutlich an Fahrt aufgenommen hat, wie folgendes Beispiel aus Ghana illustriert:

Corona-Fallzahlen in Ghana. Quelle: Worldometer.info

Möglicherweise erlebt das Narrativ vom „sicheren Hafen“ Bitcoin in Afrika gerade ein Revival.

Ethereum kämpft gegen Wucherpreise

Als First Mover genießt Ethereum bei Entwicklern noch immer die größte Popularität unter der den Smart-Contract-Plattformen. Ohne Gebühren geht bei Ethereum nichts. Nicht nur für Überweisungen fallen Kosten (Gas Fees) an, sondern auch für jede Operation, die ein Smart Contract ausführt. Damit geht jedoch eine chronisch hohe Auslastung des Ethereum-Netzwerks einher, das mitunter zu horrenden Transaktionsgebühren führen kann. Seit April sind letztere durchschnittlich um 500 Prozent gestiegen.

Durchschnittliche Transaktionsgebühren für Ethereum (lila) und Bitcoin (rot). Quelle: coinmetrics.io

Diverse Vorschläge der Ethereum-Entwicklergemeinde wollen dem Nach Bitcoin zweitgrößten Krypto-Netzwerk nun einen Mechanismus einverleiben, der im Falle von explosiv ansteigenden Gebühren einschreitet und diese moderiert. EIP [Ethereum Improvement Proposal] 1559 stammt teilweise aus der Feder von Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin höchstselbst. So soll einerseits die Blockgröße von Ethereum dynamisch an das Transaktionsaufkommen angepasst werden. Die Blockgröße bedingt wiederum die Höhe der Grundgebühr (Base Fee) für eine Transaktion. Die Base Fee erhält niemand – sie wird „verbrannt“. Gleichzeitig soll die Möglichkeit bestehen bleiben, sich mit einer Extragebühr (jetzt: Miner Fee) einen vorderen Platz in der Warteschlange zu ergattern. Ethereum-Entwickler Barnabé Monnto erklärt auf Github:

In schwierigen Zeiten, in denen jeder versucht, sein CryptoKitty aufzurüsten oder seine Schuldenpositionen verzweifelt abzubauen, nehmen die Blockgrößen zu, da mehr Nutzer bereit sind, die aktuelle Grundgebühr zu zahlen. In diesem Fall erhöht der Mechanismus die Grundgebühr, um Benutzer, die es nicht genug wollen, auszupreisen und die Blockgrößen wieder auf ihr festes Ziel zurückzuführen.

Das Ethereum-Netzwerk hat bislang noch nicht über den 2018 eingereichten EIP abgestimmt. Nach der jüngsten Kostenexplosion könnte es jedoch schon bald dazu kommen.

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