Grund zur Sorge? – Bitcoin verbleibt unter 50.000 US-Dollar Marke

Bitcoin (BTC) hat es am Wochenende noch nicht wieder geschafft, die psychologisch wichtige 50.000 US-Dollar Marke zu knacken, stattdessen ist der Kurs am gestrigen 6. März unter 48.000 US-Dollar abgerutscht.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: Tradingview

Die Anleger hoffen weiter darauf, dass das BTC/USD-Währungspaar erneut über die 50.000 US-Dollar Hürde klettern und den vorherigen Höhenflug fortsetzen kann. Ein Abschwung unter 46.000 US-Dollar würde hingegen die Tür für einen weiteren Abschwung öffnen, der womöglich sogar dem aktuellen Rekordlauf, der schon fast ein Jahr intakt ist, ein Ende bereiten könnte.

Der Krypto-Trader unter dem Pseudonym Rekt Capital fasst dementsprechend ähnliche Marken für die kurzfristige Kursentwicklung ins Auge. Sollte Bitcoin nun unter 46.000 US-Dollar fallen, dann erwartet er zunächst eine Bodenbildung im Bereich zwischen 38.000 – 45.000 US-Dollar, obwohl die marktführende Kryptowährung zuletzt höhere Tiefs ausbilden konnte.

„Die höheren Tiefs halten für einen kurze Zeit, und schon sind sie wieder passé“, wie er wenig überzeugt feststellt (siehe unten). Und weiter: „Jede Bewegung nach dem höheren Tief im Januar war schwächer und schwächer. Es könnte jetzt wieder so kommen. Wir sollten lieber vorsichtig sein und uns auf einen deutlichen Abschwung nach diesem höheren Tief einstellen.“

Ein entscheidender Faktor für den momentanen Verkaufsdruck ist vermutlich die Einflussnahme der Bitcoin-Wale, also der Anleger mit besonders hohen Vermögen. Wie die Daten von CryptoQuant zeigen, gab es am 6. März verstärkt große Transaktionen, die sehr wahrscheinlich von dieser Gruppe ausgehen, denn die Verkaufsaktivität der Miner ist weiterhin gering.

Das unten stehende Diagramm verdeutlicht, dass hohe Auszahlungen von Kryptobörsen durch die Wale (blaue Spitzen) im Zeitraum vom 3. und 4. März für einen merkbaren Kursrückgang gesorgt haben.

Verkaufsaktivität der Wale (blau) und Miner (orange) im Vergleich mit Bitcoin (rot). Quelle: CryptoQuant

Gegenwind für Bitcoin

Wie Cointelegraph berichtet hat, wird Bitcoin zudem durch die gesamtwirtschaftliche Lage heruntergezogen, denn 10-jährige US-Staatsanleihen weisen zurzeit ungewöhnlich hohe Renditen auf, was für eine Abwanderung von Kapital sorgt.

Der US-Dollar-Index (DXY) ist derweil über einen starken Widerstand geklettert und konnte sich dadurch auf den höchsten Wert seit November 2020 hieven, was ebenfalls schlecht für den Krypto-Marktführer ist, der von einem schwachen Dollar profitiert.

Bitcoin (blau) und US-Dollar (orange) im Vergleich. Quelle: Tradingview

Cointelegraph Markets Analyst Michael van de Poppe weist darauf hin, dass der auf kurze Sicht entstandene Abwärtstrend durch das Scheitern an der 50.000 US-Dollar Marke weiter Bestand hat.

„Der kurzfristige Trend geht weiter nach unten“, so der Experte. Dem fügt er an: „Die 50.000 US-Dollar Marke ist zurzeit eine No-go-Area für Bitcoin.“

Allerdings gibt es sowohl für Bitcoin als auch für Gold Licht am Ende des Tunnels, denn der US-Dollar-Index und die US-Staatsanleihen nähern sich nun ihrerseits Widerständen.

„Ich denke, dass die Staatsanleihen und der US-Dollar schon bald an eine Decke stoßen“, wie van de Poppe dahingehend erklärt. Und weiter: „Beide befinden sich in Widerstandsbereichen, was bedeutet, dass sie jeweils kurz vor einer Deckenbildung stehen. Gold und Bitcoin sollten hingegen ihre Bodenbildung abschließen.“

Daraus schlussfolgert er:

„ Der März ist oftmals ein schlechter Monat für die Märkte und Geschichte wiederholt sich eben. Insgesamt bin ich also weiterhin positiv gestimmt und erwarte trotz der aktuell starken Staatsanleihen eine Fortsetzung des Rekordlaufs.“

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