BaFin warnt Binance vor hoher Geldstrafe: Aktien-Token-Angebot entspricht nicht dem Wertpapiergesetz

Nachdem es Binance mit dem Aktien-Angebot versäumt hat, relevante Begleitdokumente vorzulegen, muss die Kryptobörse mit hohen Geldstrafen rechnen, warnt die deutsche Finanzmarktaufsicht. 

BaFin warnt Binance

Das Angebot von Binance, traditionelle Märkte in den Kryptoraum über fraktionierte Aktien-Token einzuführen hat sehr viel Aufmerksamkeit erregt, vor allem auch bei der deutschen Finanzmarktaufsicht.

Die Finanzmarktaufsicht (BaFin) warnte am Mittwoch, dass die weltweit größte Kryptobörse mit hohen Bußgeldern für die Einführung von Aktien-Token ohne Anlegerprospekt rechnen könnte.

Am 26. April hat Binance fraktionierte Aktien-Token für Apple, MicroStrategy und Microsoft zur Verfügung gestellt, Token für Coinbase und Tesla wurden Anfang des Monates hinzugefügt. Die Börse hatte die deutsche Aktiengesellschaft CM-Equity AG damit beauftragt, ihr Depotportfolio der zugrundeliegenden Wertpapiere zu halten. Laut Binance werden die Token finanziell vollständig gedeckt.

Die BaFin sagte, dass das Versäumnis von Binance einen Verstoß gegen das Wertpapiergesetz der Europäischen Union darstelle und dazu führen könnte, dass Binance mit einer Geldstrafe von fünf Millionen EUR bestraft wird.

Die BaFin erklärte:

“Die BaFin hat Grund zu der Annahme, dass Binance Germany Aktien in Deutschland in Form von Aktien-Token verkauft, ohne die erforderlichen Prospekte anzubieten.”

Sie fügte hinzu:

“Bitte beachten Sie, dass Wertpapieranlagen immer nur auf der Grundlage der erforderlichen Informationen getätigt werden sollten.”

Binance hat sich offiziell noch nicht dazu geäußert. Die Sprecherin Jessica Jung sagte zuvor zu Bloomberg, dass die Börse die verschiedenen gesetzlichen Vorschriften erfüllen möchte und alle Schritte unternehmen werde, um diese auch zu erfüllen.

“Binance nimmt seine Compliance-Verpflichtungen sehr ernst und verpflichtet sich, die lokalen Regulierungsanforderungen zu befolgen, wo immer wir tätig sind. Wir werden mit den Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, um eventuelle Fragen zu beantworten.”


Bildquelle: Pixabay / Lizenz


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