Kryptoexperten: Bitcoin könnte Fiat in 20 Jahren ersetzen

Der aktuelle Kursrückgang bei Bitcoin (BTC) konnte den Optimismus einiger Experten im Hinblick auf die größte Kryptowährung der Welt nicht dämpfen. 

In einer neuen Umfrage der Finanzvergleichsplattform Finder.com gab die Hälfte der Befragten an, dass Bitcoin bis 2040 das Fiat-Geld, also die von den Zentralbanken ausgegebenen Währungen, überholen werde. 

Die Anzahl der Befragten ist zwar gering, aber Finder.com sagt, der Bericht stütze sich dabei auf 42 Kryptowährungsexperten. Das zeigt, dass der Kurseinbruch von Bitcoin vom Allzeithoch im April keinen Einfluss auf die langfristige Perspektive unter Krypto-Profis hatte.

Aus der Umfrage geht hervor, dass 50 Prozent der Befragten darauf warten, das Bitcoin das globale Finanzwesen überholt. Dieses Ereignis wird auch als Hyperbitcoinisierung bezeichnet und soll den Experten zufolge innerhalb der nächsten 20 Jahre passieren. Ein Drittel der Teilnehmer glaubt, dass das Ereignis noch vor 2035 eintreten werde. 44 Prozent sagen voraus, dass Bitcoin niemals dominierend im globalen Finanzwesen wird.

Die Tatsache, dass El Salvador Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt hat, sei der Mehrheit der Befragten zufolge nur der Anfang der Einführung von BTC als Hauptwährung in Entwicklungsländern. 33 Prozent der Krypto-Experten glauben, dass die erste Kryptowährung innerhalb der nächsten 10 Jahre die häufigste Form von Geld in Entwicklungsländern werde. Weitere 21 Prozent glauben, dass wir die Einführung sehen werden, aber es werde 10 Jahre oder länger dauern.

Die Umweltbedenken rund um das Bitcoin-Mining sind eine Sache, wo sich alle Befragten einig sind. 93 Prozent erwarten, dass die Diskussion um grüne Energie dem Bitcoin weiterhin schaden werde. 31 Prozent glauben, dass der Energieverbrauch den Kurs deutlich beeinflussen wird.

In diesem Zusammenhang: Dan Held: Milliarden Nutzer für Bitcoin? Vielleicht in 10 Jahren

Dennoch glaubt mehr als die Hälfte der Experten nicht, dass der Wechsel zu einem umweltfreundlichen Proof-of-Stake-Modell die Lösung ist, trotz der potenziellen Auswirkungen auf den Kurs. 66 Prozent der Befragten bezeichneten das Proof-of-Work-Modell als „notwendiges Übel“.

In einem exklusiven Interview sagte der Leiter für das Wachstum bei Kraken Dan Held gegenüber Cointelegraph, dass Bitcoin die Weltreservewährung werden könnte, aber es werde mindestens 10 Jahre dauern. Er sagte, dass Bitcoin in Entwicklungsländern hauptsächlich Zensur vermeiden könne. In der westlichen Welt sei Bitcoin als Absicherung gegen das Gelddrucken der Zentralbanken attraktiv.

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