Tether möchte für Transparenz sorgen – in kommenden Monaten soll ein Audit stattfinden

Wie der General Counsel von Tether bekannt gab, werde man in wenigen Monaten ein vollständiges Audit bei USDT durchführen.

Tether spricht von kommenden Audit

Tether wird immer wieder damit konfrontiert, nicht transparent genug zu sein. Es gab zwar den einen oder anderen Bericht, aus dem hervorging, wodurch der Stablecoin genau gedeckt ist, was allerdings vielen nicht reicht. Einige der Krypto-Community gehen sogar so weit, dass sie Tether als Pulverfass sehen, dass, wenn es explodiert, die ganze Krypto-Branche mitnehmen könnte.

Dies ist ein Grund dafür, warum Tether angekündigt hat, in wenigen Monaten ein vollständiges Audit durchführen zu lassen, das schon seit mehreren Jahren erwartet wird. Der zunehmende Regulierungsdruck scheint diesen Prozess auch beschleunigt zu haben.

In einem Interview mit CNBC stellten sich sowohl der CTO von Tether Paolo Ardoino als auch der General Counsel Stu Hoegner mehreren Fragen zum Thema Transparenz und Deckung des USDT.

Hoegner antwortete auf diese Fragen wie folgt:

“Wir arbeiten daran, Finanzprüfungen durchzuführen, die noch niemand im Stablecoin-Sektor durchgeführt hat.”

Hoegner sagte, dass das Unternehmen hofft, dies Audits bald in Monaten und nicht in Jahren erfolgen werden. Er hat erklärt, dass Tether 1:1 durch seine Reserven gedeckt ist, gab aber zu, dass diese Reserven nicht alle in USD waren. Sie sind allerdings stark in USD gewichtet, umfassen aber auch Zahlungsmitteläquivalente, Anleihen, besicherte Kredite, Krypto-Assets und andere Investitionen.

Laut einem Transparenzbericht von Tether beträgt die Marktkapitalisierung von USDT derzeit 62 Milliarden USD. Seit Jahresbeginn konnte ein Wachstum von 195% verzeichnet werden.

Bei der Konkurrenz sieht die Deckung nicht viel anders aus. Bei Circle gab man bekannt, dass USDC bis zu 61% in liquiden Mitteln angelegt ist und der Rest in Commercial Paper-Konten, Staatsanleihen und anderen Anleihen.

Paxos sticht unter den Stablecoins mit einer 96%-igen Deckung durch Bargeldreserven hervor. In einem Blog-Post vom 21. Juli hat das Unternehmen Tether als auch Circle durchsucht und behauptet, dass sie von keiner Finanzaufsichtsbehörde genauer überwacht werden.

“Weder USDC noch Tether sind regulierte digitale Vermögenswerte, aus dem einfachen Grund, dass keiner der Token eine Regulierungsbehörde hat. Tatsächlich sind weder USDC- noch Tether-Token „Stablecoins“ in einem anderen als dem Namen.”

Man darf also gespannt sein, wie das Audit bei Tether ausgehen und wie es von der Krypto-Community angenommen wird.


Bildquelle: Depositphotos

Anzeige

auf Blockchain Hero lesen