Deutschland weiter auf dem Weg zur Krypto-Adaption – Gesetz erlaubt Institutionen in Bitcoin & Kryptowährungen zu investieren

Am 2. August tritt in Deutschland ein Gesetz in Kraft, dass potentiell sehr viel Geld in Kryptowährungen bringen könnte.

Was ist genau geschehen?

Das sogenannte Fondsstandortgesetz, welches am 2. August in Kraft tritt, wird die Türe zu Bitcoin und Kryptowährungen für viele deutsche institutionelle Fonds öffnen und so könnten bis zu 415 Milliarden Dollar in Kryptowährungen fließen.

Das geplante Gesetz ist auf der offiziellen Seite des Bundesfinanzministeriums einsehbar.

Was bedeutet das jetzt genau?

Das Gesetz besagt, dass deutsche Spezialfonds somit ab nächster Woche bis zu 20% ihres Portfolios in Kryptowährungen investieren können.

Das neue Gesetz soll Deutschland für Investitionen auf globaler Ebene attraktiver machen, da es aufgrund bestehender Barrieren weiterhin hinter europäischen Ländern wie Luxemburg und Irland zurückbleibt.

Weltweit ist dieses Gesetz auf jeden Fall ein großer Schritt und ein sehr wichtiges Zeichen, denn Deutschland erlaubt es bestimmten institutionellen Fonds zum allerersten Mal, Milliarden von Dollar in Krypto-Assets zu investieren.

Welche Fonds sind das genau?

Gemeint sind hier Spezialfonds mit festen Anlageregeln, die somit bis zu einem Fünftel ihrer Bestände in Bitcoin und andere Kryptoanlagen investieren können. Aktuell können auf diese Fonds aber keine Privatpersonen sondern nur institutionelle Anleger wie Pensionsgesellschaften und Versicherungen zugreifen. Diese Fonds verwalten derzeit rund 1,8 Billionen Euro (2,1 Billionen Dollar), was bedeuten würde dass maximal 360 Milliarden Euro (ca. 415 Milliarden Dollar) in Kryptowährungen fließen könnten.

Die Adaption von Krypto-Vermögenswerten durch die Gesetzgeber geht nur sehr langsam voran, natürlich auch aufgrund der stark schwankenden Bewertungen bzw. hohen Volatilität und einer Dominanz weniger Big-Player. Dieser Schritt geht definitiv in die richtige Richtung und könnte Kryptowährungen bald in den Mainstream schieben.

Die Gesetzgeber auf der ganzen Welt haben Krypto-Vermögenswerte nur langsam akzeptiert, da deren Bewertungen stark schwanken und die Märkte von einer kleinen Anzahl von Anlegern dominiert werden. Der Schritt markiert eine Verschiebung der Anlageklasse in den Mainstream und folgt auf Investitionen von einigen der größten Namen in der Finanzbranche, darunter Mike Novogratz und Alan Howard.

Wie reagiert die Finanzbranche?

Tim Kreutzmann, Experte für Krypto-Assets beim BVI, dem Verband der deutschen Fondsindustrie ist der Meinung dass dieser Schritt etwas langsamer aufgenommen werden wird als von vielen erhofft:

“Die meisten Fonds werden zunächst deutlich unter der 20-Prozent-Marke bleiben. Zum einen haben institutionelle Anleger wie Versicherungen strenge regulatorische Vorgaben für ihre Anlagestrategien. Andererseits müssen sie auch in Krypto investieren wollen.”

Die Volatilität der Anlagen könnte für traditionelle und konservative Vermögensverwalter möglicherweise nicht attraktiv sein, so Kamil Kaczmarski, ein Berater für Finanzdienstleistungen bei Oliver Wyman LLC, einer Unternehmensberatung. Er geht denkt, dass die Fonds mit Kryptowährungen zuerst auf einem kleinen Niveau experimentieren werden. In frühestens 5 Jahren werden die meisten von ihnen frühestens an diese Schwelle herankommen.

Wir sind gespannt was dieser Schritt verändern wird und wie er auch den Bitcoinpreis beeinflussen wird.

Bild via Pixabay / Lizenz

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