„Universelle DeFi-Wallet“ – Rabby fordert MetaMask heraus

Endlich ist es so weit – MetaMask bekommt einen weiteren ernstzunehmenden Konkurrenten. DeBank, eine Krypto-Datenanalyseplattform, hat eine neue Browser-Wallet speziell für DeFi veröffentlicht.

DeFi ist zurück und sowohl der Total Value Locked (TVL) als auch die Kurse der meisten DeFi-Token konnten in den letzten sieben Tagen einen Zuwachs verzeichnen. Auf Wochenbasis flossen über 10 Milliarden US-Dollar in die Smart Contracts des jungen Sektors. Zu Redaktionsschluss beläuft sich der TVL damit auf 114,69 Milliarden US-Dollar.

DeFi Total Value Locked
Quelle: https://defillama.com/home

Darüber hinaus konnte der “DeFi-ETF-Token” DeFi Pulse Index (DPI) von Index Coop im selben Zeitraum knapp acht Prozent zulegen. Im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum ist das Wachstum des DeFi-Sektors in dieser Woche aber deutlich schlechter ausgefallen – BTC stieg innerhalb der letzten Woche um knapp 20 Prozent, während ETH mehr als 15 Prozent zulegte.

THORChain (RUNE) meldet sich zurück

Nachdem die Cross-Chain-Swaps-Plattform THORChain (RUNE) im Juli mehrmals Opfer eines DeFi-Exploits gewesen ist, hat sie nun ein starkes Comeback hingelegt. Am Freitag gehörte RUNE, der native Token des DeFi-Projekts, zu den Top-Performen des Handelstages und konnte über 35 Prozent wachsen.

Einige haben den Glauben an die Cross-Chain-Swaps-Plattform vermutlich schon verloren und sind nun überrascht. Doch das Netzwerk hatte Glück im Unglück. Denn beim zweiten Exploit entpuppte sich der Angreifer als “White Hat”. Ein “White Hat” ist ein sogenannter Hacker, der Systeme in “guter Absicht” auf seine Schwachstellen testet und diese anschließend darauf hinweist.

Daraufhin hat THORChain angekündigt, dass man über 20 Partnerschaften mit externen Sicherheitsunternehmen abgeschlossen hat, um den Code der Cross-Chain-Swaps-Plattform auf Herz und Nieren zu testen. In einer großangelegten “Code Walkthrough”-Runde, bei der auch die Communities der verschiedenen Sicherheitsfirmen beteiligt waren, suchen sie derzeit gemeinsam nach Schwachstellen im Netzwerk.

Investoren scheinen diese Maßnahmen mit kräftigen Zukäufen belohnt zu haben. Wie effektiv das Krypto-Kollektiv die Sicherheitslücken schließen kann, wird sich zeigen. Zum jetzigen Zeitpunkt deutet jedoch vieles darauf hin, dass sich THORChain das Vertrauen der Community zurück erkämpfen konnte. Zu Redaktionsschluss handelt THORChain bei 5,25 US-Dollar.

Nach Jahren der Monopolstellung bekommt MetaMask zunehmend Konkurrenz. DeBank, bislang vor allem als DeFi-Datenplattform bekannt, hat mit Rabby eine neue Multi-Chain-Browser-Wallet, die sich speziell an DeFi-Nutzer richtet, auf den Markt gebracht. Beispielsweise kann die Wallet automatisch zwischen den Chains von verschiedenen Blockchains wechseln. In der Praxis heißt das, dass wenn ein DeFi-User zwei Tabs geöffnet hat – einen auf der Ethereum-Börse-SushiSwap und einen auf der Binance-Smart-Chain-Börse-PancakeSwap – dann erkennt Rabby dies und wechselt entsprechend zwischen den Blockchains der beiden dezentralen Anwendungen.

Außerdem will Rabby seinen Nutzern mehr Details zu Transaktionen anzeigen, die sie bestätigen müssen.

Viele DeFi-User unterschreiben blindlings Transaktionen, die sie nicht wirklich verstehen.

Medium-Beitrag von Rabby

Darüber hinaus führt Rabby eine neue Risikoprüfung von Transaktionen ein, die Nutzer warnen soll, wenn sie potenziell riskante Transaktionen ausführen. Falls beispielsweise ein Smart Contract bereits gehackt wurde, erhalten Nutzer eine Benachrichtigung, bevor sie mit diesem interagieren.

Insbesondere in der DeFi-Community erhält die Wallet von DeBank schon einigen Zuspruch. Haseeb Qureshi, Geschäftsführer bei Dragonfly Capital, twitterte, dass der MetaMask-Konkurrent vielversprechend aussehe und fragte:

Warum hat es so lange gedauert, bis jemand eine von Menschen lesbare Transaktionssignierung geschaffen hat?

Zudem äußerte sich auch das Sidechain-Projekt xDai auf Twitter zu Wort und pries Rabby als “für die DeFi-Ära entwickelte Wallet” an.

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