Ethereum London Hard-Fork ist live – was ändert sich damit?
















Ethereum London Hard-Fork ist live – was ändert sich damit?










Am 5. August 2021 hat der lang erwartete London Hard-Fork von Ethereum im Block 12.965.000 stattgefunden.

London Hard-Fork ist live

Der London Hard-Fork bringt einige verschiedene Ethereum Improvements zum Einsatz. Er ist auch Teil des Weges zu Ethereum 2.0, bei der die Blockchain letztendlich vom aktuellen Proof-of-Work (PoW) zu Proof-of-Stake (PoS) wechselt.

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Etwa 77% der Nodes von Ethereum sind aufgerüstet, um den Hardfork zu unterstützen. Zum Einsatz kommen die Versionen Besu 21.7.1, OpenEthereum v3.3.0-rc.4, früher bekannt als Parity, und EthereumJS VM v.5.5.0.

Die größte Änderung ist EIP 1559, da diese ein anderes Transaktionsgebühren-Schema implementiert. Damit sollen die Transaktionsgebühren gesenkt werden, die sich als Problem für das Netzwerk erwiesen haben, insbesondere, wenn es verstopft ist. Anstatt Gasgebühren an Miner zu schicken, damit diese Transaktionen in einen Block aufnehmen, senden die Benutzer die Gasgebühren an das Netzwerk selbst.

Dies wird als Grundgebühr bezeichnet und ist auch eine Art “Burn”. Dazu gibt es ein optionales Trinkgeld, das an Miner gezahlt wird. Die verbrannte Gebühr wird ebenfalls algorithmisch festgelegt und kann je nach Netzwerküberlastung von Block zu Block variieren. Wenn beispielsweise mehr Transaktionen in einen Block als in einen anderen aufgenommen werden sollen, steigen damit auch die Gebühren und umgekehrt.

Der DeFi-Kommentator Korpi erläuterte auf Twitter in einem ausführlichen Thread die technischen Details des Vorschlags im Hinblick auf den bevorstehenden Übergang zu Ethereum 2.0, womit er einige Missverständnisse beiseiteräumen möchte.

“EIP-1559 ist eines der wichtigsten Upgrades in der Geschichte von Ethereum. Sein Zweck besteht darin, die Benutzererfahrung an der ETH zu verbessern, indem geändert wird, wie Transaktionsgebühren geschätzt werden und wie das Netzwerk auf Nutzungsspitzen reagiert.”

Er sagte allerdings auch, dass dies die Gebühren auf lange Sicht nicht senken würde, da dies keine Verbesserung der Skalierbarkeit sei. Der Vorschlag kann jedoch den Benutzern helfen, aufgrund eines besseren Gebührenschätzungsprozesses nicht zu viel für Transaktionen zu bezahlen. Er glättet auch die Gaspreise zwischen den Blöcken dank variabler Blockgrößen.

Auch erwähnenswert ist, dass EIP-1559 keine Angebotsobergrenze für die ETH einführt und die Kryptowährung nicht deflationär macht.

Mit EIP-3198 wird die UX-Verbesserung von EIP-1559 auf Smart Contracts verbessert.

EIP-3529 entfernt Rückerstattungen im Netzwerk, womit es stabiler werden soll.

EIP-3541 ebnet den Weg für zukünftige Updates. Es wird damit Platz im Netzwerk reserviert, um andere unterschiedliche Arten von Smart Contracts zu erstellen.

EIP-3554 zielt darauf ab, die Difficulty Bomb auf Dezember 2021 zu verschieben. Diese “Bomb” ist im Wesentlichen eine Schwierigkeitserhöhung, die es den Minern erschwert, die kryptografischen Probleme zu lösen und so Ether zu verdienen.


©Bild via Pixabay / Lizenz

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