Studie belegt: So viele Krypto-User vergessen ihr Passwort

In einer Studie wurden Krypto-Investoren rund um das Thema Passwörter und Sicherheit ihrer Krypto-Werte befragt.

Passwort zur Wallet vergessen? Damit ist man nicht alleine. Immer wieder gibt es Krypto-Investoren, die ihre Passwörter vergessen haben. Beispielsweise der deutsche Programmierer Stefan Thomas, der seine Passwörter vergessen und so auch den Zugang zu seinen 7.002 Bitcoins verloren hat. Ähnlich erging es James Howells. 2013 hatte der aus Versehen seine Festplatte inklusive der darauf befindlichen Private Keys zu seinen Krypto-Wallets weggeschmissen – 7.500 Bitcoin waren darauf. Auch nach Jahren haben beide bis heute nicht aufgegeben, ihre Passwörter wiederzufinden.

In einer aktuellen Studie wurden 1.021 Krypto-Investoren aus den Vereinigten Staaten befragt zur Aufbewahrung und Sicherheit ihrer Token befragt. 26,6 Prozent der Befragten bevorzugten einen Passwortmanager zur Aufbewahrung. 18,6 Prozent entschieden sich für eine handschriftliche Notiz für ihre Passwörter. Für einen Screenshot entschieden sich 10,3 Prozent. Ganze 6 Prozent teilten ihre Zugänge mit Freunden oder der Familie. Und 4,8 Prozent sicherten ihre Passwörter mittels einer Handynotiz. Aber nur 34,8 Prozent der Befragten verwenden eine Zwei-Faktor-Authentifizierungs-Methode zur Steigerung der Sicherheit ihrer Passwörter. 61 Prozent gaben dennoch an, dass sie ihre Passwörter sicher aufgehoben sahen. 

Vergesslichkeit im Krypto-Space

Die erschreckende Erkenntnis der Studie: Ganze 39,7 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal ihr Passwort vergessen zu haben. Für immer verloren? Glücklicherweise nicht.  Denn 95,6 Prozent der Krypto-Investoren, die ihre Passwörter vergessen hatten, konnten dieses wiederherstellen und so wieder den Zugang zu ihren Krypto-Werten erhalten. Erstaunlich ist auch, dass 85,7 Prozent dieser User einen Wiederherstellungs-Service nutzten. Also Unternehmen, die sich auf diese speziellen Dienste spezialisieren. BTC-ECHO berichtete erst am 27. Juni darüber, wie ein Berliner Unternehmen Bitcoin- und Ethereum-Wallets wiederherstellen kann. Und so gibt es auch in Deutschland Hoffnung, wieder an verlorengeglaubte Krypto-Werte zu gelangen. 

Neben der bevorzugten Art und Weise, ihr Passwort sicher zu verwahren, wurden die Befragten gefragt, ob sie schon einmal Opfer eines Scams wurden. 32,6 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie einem solchen Betrug zum Opfer fielen. 92 Prozent der betrogenen Studienteilnehmer sahen hierbei ihre eigene Krypto-Sicherheits-Strategie als Hauptgrund.

47,7 Prozent wurden durch eine E-Mail, 45,2 Prozent durch eine Fake-Website und 44,6 Prozent durch eine gefälschte mobile App betrogen. Der ermittelte durchschnittliche Verlust betrug 538 US-Dollar. Der größte Schaden für die Befragten entstand bei betrügerischen Webseiten. Daraus entstand durchschnittlich ein Schaden von 932 US-Dollar. 

So verwahrt ihr sicher eure Coins

Einige Tipps an dieser Stelle: Diskretion über das eigene Engagement, in Bezug auf Krypto, ist eine gute Idee. Warum sollte schließlich jeder wissen, wie viel Bitcoin man besitzt oder welche Token man gerade nachgekauft hat? Die Sicherheit des eigenen Computers ist ein weiterer wesentlicher Sicherheitsfaktor. Dazu sollte man sich Gedanken darüber machen, was passiert, wenn der eigene Computer gestohlen wird. Sind die Börsen, auf denen man handelt vertrauenswürdig? Generell sollte man im Krypto-Bereich lieber einmal mehr skeptisch sein. Und ab und an sollte man sich auch das alte Sprichwort “Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, dann ist es das vermutlich auch” im Hinterkopf haben. 

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