Machtwechsel bei Kryptobörse: Chef von Bitstamp Europe nun globaler CEO

Bitstamp ist eine der ältesten Kryptobörsen der Welt und hat nach dem Ausscheiden von Julian Sawyer nun Jean-Baptiste Graftieaux zu ihrem neuen globalen CEO gemacht.

In einer Ankündigung am Montag sagte Bitstamp, Sawyer, der erst im Oktober 2020 CEO der Kryptobörse wurde, „hat sich entschieden, etwas anderes zu tun“. Graftieaux hat die Position am 7. Mai übernommen und war zuvor seit Mai 2021 der CEO von Bitstamp Europe. Nach Angaben der Börse hat Graftieaux über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen „Krypto, Zahlungen und Finanzen“. Er kam im November 2014 zu Bitstamp und wurde dort zunächst Chief Compliance Officer. Davor hat er fünf Jahre lang bei PayPal gearbeitet.

„Jean-Baptiste war schon seit den Anfängen von Bitstamp dabei und hat unser europäisches Geschäft im vergangenen Jahr auf bewundernswerte Weise geleitet“, so der Vorstandsvorsitzende von Bitstamp Nicolas Huss. „Wir freuen uns, einen CEO mit einer so beeindruckenden Erfolgsbilanz bei uns begrüßen zu dürfen. Und wir sind sehr gespannt auf den Beitrag und die Perspektive, die er in seiner neuen Position in das Unternehmen einbringen wird.“

Graftieaux ist nach dem Ausscheiden von Sawyer der dritte globale CEO von Bitstamp. Sawyer hatte diese Position wiederum vom Mitbegründer der Börse Nejc Kodric übernommen. Noch ist unbekannt, ob Sawyer weiterhin im Bereich der digitalen Vermögenswerte tätig sein wird. In seinem LinkedIn-Profil steht, er sei ein ehrenamtlicher Senior Visiting Fellow an der City University of London und Vorstandsberater für die Neobank Volt.

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Bitstamp wurde im Jahr 2011 gegründet und liegt laut Daten von CoinMarketCap auf Platz 11 in der Liste der Kryptobörsen. Das tägliche Handelsvolumen beläuft sich auf über 322 Millionen US-Dollar. Im April hat die Börse seine Nutzer gebeten, ihre Konten zu aktualisieren, um die Herkunft der Kryptowährungen nachvollziehen zu können, die auf der Plattform aufbewahrt werden. Damit will die Börse konform mit den Regulierungen werden.

Cointelegraph hat Julian Sawyer um einen Kommentar gebeten, erhielt bis Redaktionsschluss allerdings noch keine Antwort.

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