Überraschende Wendung: Celsius will „in Kürze“ Insolvenz anmelden

  • Laut einer anonymen CNBC-Quelle will Celsius Insolvenz anmelden.
  • Kurz zuvor hat die Krypto-Kreditplattform noch all ihre DeFi-Schulden abbezahlt.
  • Was mit dem Geld der Kunden passiert, ist bisher noch nicht bekannt.

Die Krypto-Kreditplattform Celsius soll nun Insolvenz angemeldet haben. Die Anwälte des Unternehmens haben am Mittwoch allmählich die Regulierungsbehörden der einzelnen US-Bundesstaaten informiert.

CNBC hat darüber berichtet und sich dabei auf eine ungenannte Quelle berufen, die anonym bleiben wollte, da das Verfahren noch unter Verschluss sei. Von dieser Quelle hieß es, das Unternehmen wolle „in Kürze“ Insolvenz anmelden.

Nur wenige Tage zuvor hat die angeschlagene Kreditplattform ihre zuvor beauftragte Anwaltskanzlei Akin Gump Strauss Hauer & Feld LLP durch Kirkland & Ellis LLP ersetzt. Eben diese Kanzlei hat letzte Woche erst Voyager Digital bei der Anmeldung von deren Insolvenz unterstützt.

Kurz zuvor hatte Celsius seine letzten DeFi-Schulden bei Compound, Aave und Maker zurückgezahlt und damit seine anfänglichen Schulden von 820 Millionen US-Dollar im Laufe eines Monats auf nur 0,013 US-Dollar reduziert.

Was nun mit dem Geld der Anleger auf der Kreditplattform passiert, ist noch nicht bekannt. Weder das Unternehmen noch sein CEO Alex Maschinski haben sich öffentlich dazu geäußert, ob die Einleger ihr Geld oder zumindest Teile davon zurückerhalten werden.

Am Dienstag hat die Regulierungsbehörde DFR aus Vermont vor der Krypto-Kreditfirma gewarnt und die Verbraucher daran erinnert, dass die Firma keine Lizenz habe, um ihre Dienste in diesem US-Bundesstaat anzubieten.

Die DFR erklärte außerdem, das Unternehmen sei „äußerst zahlungsunfähig“ und verfüge nicht über die „Vermögenswerte und Liquidität“, um seinen Verpflichtungen gegenüber den Kunden nachzukommen. Die Behörde wirft der Plattform vor, Kundengelder falsch verwaltet zu haben, weil die Plattform diese in riskante Anlagen investiert hatte.

Nach Alabama, Kentucky, New Jersey, Texas und Washington ist Vermont nun der sechste US-Bundesstaat, der eine Untersuchung der Krypto-Zinskonten von Celsius eingeleitet hat.

Bereits im vergangenen Monat gingen Gerüchte um, dass Celsius Insolvenz sei, nachdem sich die Krypto-Kreditplattform am 13. Juni aufgrund „extremer Marktbedingungen“ gezwungen sah, Auszahlungen auszusetzen.

Aktualisierung: Celsius verspricht, aus der Insolvenz wieder zurückzukommen. Experten befürchten aber, dass es sich wie bei der zusammengebrochenen Kryptobörse Mt. Gox entwickeln könnte.

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