Für Krypto-Regulierung – FCA macht hochrangige Beamte zu neuen Direktoren

Die britische Finanzdienstleistungsaufsicht (FCA) hat im Rahmen ihrer Dreijahresstrategie allein in diesem Jahr bereits 500 neue Mitarbeiter eingestellt, darunter auch sechs Direktoren, deren Ernennung am gestrigen Dienstag erfolgt ist.

So hat die Behörde nun unter anderem einen neuen Direktor für Onlinezahlungen und Digitalwährungen eingeführt, der neben digitalen Zahlungsdienstleistungen auch die Regulierung von Kryptowährungen vorantreiben soll. Als erster Amtsträger wurde Matthew Long ernannt, der zuvor bei der Nationalen Kriminalbehörde als Direktor für Wirtschaftskriminalität zuständig war. Zuvor war Long Abteilungsleiter für Finanzkriminalität. Seine ersten Schritte hat Long als Ermittler bei der Polizei von Kent gemacht, inzwischen hält der hochrangige Polizeibeamte allerdings auch einen Doktor in Risikomanagement. Seinen neuen Posten tritt er im Oktober an.

Im September wird zudem Karen Baxter als Direktorin für Strategie, Regulierungspolitik und Internationales die FCA verstärken. Baxter war zuvor als Koordinatorin für Wirtschaftskriminalität bei der Polizei von London tätig, zudem sitzt sie im Aufsichtsrat der Medienaufsichtsbehörde von Nordirland.

Darüber hinaus hat die FCA zwei Interimsdirektoren permanenten Status verliehen und zwei weitere Direktoren für den Schutz von Endkunden und Firmenkunden ernannt.

Mit all diesen Verstärkungen will die Finanzaufsicht erreichen, dass sie in Zukunft besser mit Innovation schritthalten kann und mehr Durchschlagskraft hat, damit sie:

„Die Digitalisierung der Finanzdienstleistungen proaktiv mitgestalten kann, indem ein Regulierungsapparat für digitale Märkte aufgebaut wird.“

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eToro muss Börsengang per SPAC zunächst auf Eis legen

Am gestrigen Dienstag hat das Akquisitionszweckunternehmen FinTech Acquisition Corp. V bekanntgegeben, dass die Übernahme der israelischen Kryptobörse eToro zum Zwecke eines Börsengangs per SPAC nach gegenseitigem Einvernehmen nun zunächst auf Eis gelegt wurde. Betsy Cohen, die Vorsitzende von FinTech V, erklärt dahingehend:

„eToro ist weiterhin eine der weltweit führenden Handelsplattformen, die sich am Markt bewiesen hat und weiter starkes Wachstum zeigt. Wir sind enttäuscht, dass die Transaktion auf Grund von äußeren Umständen, die außerhalb der Macht beider Seiten lagen, nicht zustande gekommen ist. Wir wünschen [Geschäftsführer] Yoni und seinem Team weiterhin viel Erfolg.“

Letztes Jahr hatten eToro und Fintech V die geplante Übernahme per SPAC angekündigt, wobei der Deal einen Wert von satten 10 Mrd. US-Dollar haben sollte. Allerdings ist die eToro inzwischen wohl in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die mit dem anhaltenden Bärenmarkt zusammenhängen. Um diese Schieflage zu beheben, will die Handelsplattform zwischen 800 Mio. – 1 Mrd. US-Dollar Investitionskapital einsammeln.

Das börsennotierte Akquisitionszweckunternehmen Fintech V, dessen ganzer Zweck es ist, mit einem Privatunternehmen zu fusionieren, damit dieses ebenfalls den Status als „börsennotiert“ erhalten kann, verfügt derweil über Reserven in Höhe von 250 Mio. US-Dollar.

Yoni Assia, der Geschäftsführer von eToro, betont angesichts der gescheiterten Übernahme, dass sein Unternehmen dennoch gesund ist:

„Unsere finanzielle Situation ist weiterhin gut und wir werden auch in Zukunft Wachstum und Rentabilität sinnvoll vereinbaren. Wir haben das Q2 2022 mit knapp 2,7 Mio. aktiven Accounts beendet, was einem Anstieg von 12 % gegenüber Ende 2021 entspricht. Das zeigt, dass sich unsere Kundengewinnung und Kundenbindung weiter verbessern.“

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Bank von England über Volatilität auf dem Kryptomarkt: Verstärkte Regulierung und Strafverfolgung nötig

Die Bank von England fordert eine „verstärkte“ Regulierung von Kryptowährungen, um potenziellen Risiken für die Finanzstabilität des Landes entgegenzuwirken. Die Krypto-Marktkapitalisierung ist um über 2 Billionen US-Dollar gefallen.

Im „Financial Stability Report — July 2022“ des Ausschusses der britischen Zentralbank für Finanzpolitik erklärte die Bank von England, dass Faktoren wie das Wachstum des Kryptomarktes und der Klimawandel keine „unmittelbare Bedrohung“ für das Finanzsystem von Großbritannien seien. In Zukunft könnte sich das aber ändern. Vom Ausschuss hieß es, die jüngsten Ereignisse in dieser Branche, wie etwa die extreme Kursvolatilität bei Kryptowährungen, „Liquiditätsungleichgewichte“, das schwindende Vertrauen der Anleger in Stablecoins und die „Auflösung fremdfinanzierter Positionen“ könnten die Finanzstabilität bedrohen, wenn diese nicht kontrolliert werden.

„Wenn nicht gegengesteuert wird, würden systemische Risiken entstehen, wenn sich die Kryptoaktivität und ihre Verflechtung mit dem Finanzsystem insgesamt weiter entwickeln“, wie es im Bericht der britischen Zentralbank heißt. „Hier wird deutlich, dass eine verstärkte Regulierung und Strafverfolgung nötig ist, um den Entwicklungen auf diesen Märkten zu begegnen.“

Dem Bericht zufolge gebe es im Kryptobereich eine „Reihe von Schwachstellen“, die zuvor ähnlich eine Rolle bei der Instabilität im traditionellen Finanzwesen gespielt haben. Das habe dazu geführt, dass die Marktkapitalisierung von rund 3 Billionen US-Dollar im Jahr 2021 auf derzeit weniger als 900 Milliarden US-Dollar gefallen ist. Seit seinem letzten Bericht im Dezember 2021 habe der Ausschuss das den Finanzstabilitätsrat dabei unterstützt, die Vorgehensweise in Bezug auf „nicht besicherte Krypto-Assets“ mit internationalen Behörden zu koordinieren. Der Ausschuss akzeptiere auch, dass Behörden Krypto als ein mögliches Mittel für Russland betrachten, um Sanktionen zu umgehen.

In einer Pressekonferenz am Dienstag zum Bericht des Ausschusses bekräftigte der Gouverneur der Bank von England Andrew Bailey, dass die jüngsten Entwicklungen auf dem Markt nichts an seiner Ansicht, dass „nicht besicherte“ Kryptowährungen keine unmittelbare Bedrohung für das Finanzsystem darstellen, geändert hätten. Der stellvertretende Gouverneur für Finanzstabilität der Zentralbank Jon Cunliffe fügte hinzu, der jüngste Kurseinbruch bei Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) habe keine spürbaren Auswirkungen auf das Finanzsystem des Landes gehabt. Das deute darauf hin, dass der Kryptomarkt noch nicht so groß ist, dass er die traditionellen Märkte wesentlich beeinträchtigen könnte.

„Technologie ändert nichts an den Gesetzen der Wirtschaft, der Finanzen und an den Risiken“, so Cunliffe. „Wenn ein Vermögenswert spekulativ ist und keinen inneren Wert hat – er ist lediglich so viel wert, wie jemand bereit ist dafür zu bezahlen – kann er sehr schnell fallen, wenn das Vertrauen verloren geht. Wenn die Leute das Vertrauen verlieren, weil sie nicht glauben, dass sie ihren Wert erhalten können – denken Sie an Terra, denken Sie an Luna – dann gerät das gesamte System unter Druck.“

Der stellvertretende Gouverneur fügte hinzu:

„Wir müssen jetzt ein Regulierungssystem einführen, das diese Risiken in der Kryptowelt auf die gleiche Weise handhabt wie in der traditionellen Welt.“

Die US-Finanzministerin Janet Yellen ist sich in diesen Punkten mit der Bank von England einig. Nachdem TerraUSD (UST) im Mai seine Kopplung an den US-Dollar verloren hatte und Tether (USDT) kurzzeitig unter 1 US-Dollar fiel, sagte Yellen, der Stablecoin-Markt sei noch nicht so groß, dass ein Kurseinbruch eine Bedrohung für die Finanzstabilität des Landes darstellen würde. Dennoch berge das ähnliche Risiken wie ein Ansturm auf Banken.

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Bitkom: Jeder Fünfte in Deutschland wünscht sich Urlaub im Metaverse

Ein Hotel von Zuhause aus erkunden, im Schlafzimmer Stadtfelsen von Athen besteigen, virtuelle Zeitreisen unternehmen  durch dreidimensionale Modelle realer Orte schafft das Metaverse neue Erlebnisse. Klingt das nicht faszinierend? Für ein Fünftel der Deutschen ist das eine gute Alternative zum Reisebüro. Laut einer neuen Bitkom-Umfrage unter mehr als 1.000 Personen in Deutschland wollen 21 Prozent der Befragten unbekannte Orte und Reiseziele in Zukunft im Metaverse oder mit Virtual-Reality-Brillen entdecken, statt klassische Reisen mit echten Erfahrungen zu unternehmen. 

Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren ist Urlaub im Metaverse sogar beliebter – in dieser Alterskategorie ist jeder Vierte davon überzeugt (26 Prozent). 15 Prozent sind es unter den Älteren ab 65 Jahren. 

Quelle: Bitkom Research

Virtuell unterwegs

Im Metaverse könne man, “die Welt neu entdecken und Erfahrungen machen, die in der Realität nicht möglich wären”, wie Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer, die Ergebnisse der Umfrage kommentierte. Dank dem Metaverse könnten Menschen laut dem Bitkom-Chef schwer erreichbare oder unerreichbare Orte besichtigen oder potentielle Urlaubsziele im Voraus erkunden. 

Einige Länder, wie zum Beispiel, Südkorea, wollen sogar ganze Städte für das Metaverse virtualisieren. Im Februar dieses Jahres kündigte das südkoreanische Ministerium für ICT, Wissenschaft und Zukunftsplanung an, ein Metaverse-Ökosystem schaffen zu wollen, mit dem das Land die Führung in der neuen virtuellen Welt übernehmen will.

Zeitreisen sind bereits virtuell möglich – auch in Deutschland. Über Virtual-Reality-Technologie bietet das Unternehmen TimeRide historische Zeitreisen mittlerweile in fünf deutschen Städten an: Köln, Dresden, Berlin, Frankfurt und München.

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Kampf der Top-Stablecoins 2022: USDC von Circle bald größer als Tether (USDT)?

Das Wachstum des Stablecoin von Circle namens USD Coin (USDC) in den letzten zwei Monaten im Vergleich zu seinem Konkurrenten Tether (USDT) ist geradezu spektakulär.

USDT/USDC Marktkapitalisierungsverhältnis erreicht niedrigsten Wert aller Zeiten

Die Marktkapitalisierung von USDC ist seit Mai um 8,27 Prozent gestiegen und erreichte am 2. Juli mit 55,9 Milliarden US-Dollar ihren höchsten Stand. Im Gegensatz dazu ist die Marktbewertung von USDT um über 19 Prozent gesunken und liegt derzeit bei 66,14 Milliarden US-Dollar.

USDT zirkulierende Marktkapitalisierung. Quelle: Messari

Damit rückt der USDC dem USDT in Sachen Marktkapitalisierung immer näher.

Im August 2020 lag das Verhältnis der Marktkapitalisierung von USDT zu USDC bei über „9“. Im Juli sank dieses jedoch auf 1,20 und damit auf den niedrigsten Stand überhaupt.

Verhältnis der Marktkapitalisierung von USDT zu USDC. Quelle: TradingView

Es liegen nur noch 10 Milliarden US-Dollar zwischen den beiden Stablecoins und bei der derzeitigen Geschwindigkeit kann USDC den USDT nach Marktkapitalisierung in ein paar Monaten oder sogar Wochen überholen. 

Tatsächlich hat USDC den USDT hinsichtlich des „realen Volumens“ auf der Ethereum-Blockchain bereits überholt.

USDT von Zweifeln unberührt

Krypto-Investoren sind seit dem Zusammenbruch von Terra vorsichtig geworden. Das „algorithmischen Stablecoin“-Projekts bis vor kurzem noch 40 Milliarden US-Dollar wert und ist im Mai stark eingebrochen. Anleger befürchten, dass USDT dasselbe passieren könnte. Das ist in erster Linie auf Gerüchte zurückzuführen, denen zufolge die Tether USDT-Token nicht zu 100 Prozent mit Bargeld und anderen traditionellen Vermögenswerten besichert sind, wie das Unternehmen behauptet.

Daher haben Leerverkäufer noch stärker darauf gewettet, dass USDT bald unter die Marke von 1 US-Dollar fällt. Das Wall Street Journal berichtete, dass diese bärischen Positionen in die „Hunderte von Millionen“ Dollar gehen könnten.

In diesem Zusammenhang: Tether-CTO: Tether ist ein „Instrument der Freiheit“ und „Einstiegsmöglichkeit in Bitcoin“ (BTC)

Bei diesem Wetten gehen die Trader davon aus, dass Tether nicht in der Lage wäre, bei einem Ansturm alle seine USDT gegen Dollar einzutauschen. Infolgedessen würden die Leute ihre Stablecoins mit einem Abschlag verkaufen, wodurch der Coin die Kopplung verlieren würde.

USDT hat in der Vergangenheit bei extremer Marktvolatilität die Marke von 1 US-Dollar unter- oder überschritten. Als das Projekt gerade angefangen hatte, war das noch stark ausgeprägt.

So fiel der Wert des Tokens im Oktober 2018 auf bis zu 0,85 US-Dollar (auf Kraken), als Gerüchte aufkamen, dass das Schwesterunternehmen, nämlich die Kryptobörse Bitfinex, insolvent ist.

USDT-Kurschart seit 2015. Quelle: CoinMarketCap

Dasselbe geschah nach dem Zusammenbruch von Terra im Mai. Der Wert des USDT fiel kurzzeitig auf bis zu 0,97 US-Dollar. Dennoch hat der Stablecoin seine Kopplung an den Dollar jedes Mal wiederhergestellt.

Im Gegensatz dazu ist USD Coin seit seiner Einführung im Jahr 2018 nur zweimal unter 1 US-Dollar gerutscht. Während des „COVID-19-Crashs“ im März 2020 fiel er auf 0,97 US-Dollar und erholte sich dann schnell wieder auf 1 US-Dollar. Im selben Monat fiel er dann erneut auf 0,98 US-Dollar.

USDC-Kurschart seit 2019. Quelle: CoinMarketCap

Krypto-Investoren haben vor allem deshalb Vertrauen in den USDC gewonnen, weil Circle als Gelddienstleistungsunternehmen tätig ist und bei der FinCEN und 46 anderen staatlichen Regulierungsbehörden in den USA registriert ist. Daher meldet das Unternehmen den Behörden seine Rücklagen, wie es in den Geldüberweisungsgesetzen vorgesehen ist.

Außerdem wird Circle von Grant Thornton, einer weltweit führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft.

In diesem Zusammenhang: Nach überraschendem Wirtschaftsminister-Rücktritt: Aufschläge bei USD-Stablecoins in Argentinien

Paolo Ardoino, der technische Leiter von Tether, hat im Juni versprachen, die Reserven von einer der 12 führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vollständig prüfen zu lassen. Die Buchhaltungsfirma MHA liefert vierteljährliche Bescheinigungen über die Tether-Reserven.

Bis dahin könnte USDC durchaus USDT überholen, zumal die Nachfrage nach Stablecoins inmitten der wirtschaftlichen Turbulenzen weltweit weiter hoch ist.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wieder. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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Krypto-Community kann sich drei wichtige Termine für Juli anstreichen: Wie wird der Markt reagieren?

Für die Krypto-Community gibt es in diesem Monat drei wichtige Tage, die die Entwicklung des Kryptomarktes und das makroökonomische Umfeld in den USA insgesamt in diesem Jahr tiefgreifend beeinflussen könnten.

Am 13. Juli werden der monatliche Verbraucherpreisindex (VPI) und Daten über die Inflation veröffentlicht. Am 26. und 27. Juli wird entschieden, ob die Zinsen weiter angehoben werden, und am 28. Juli werden die Schätzungen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Vereinigten Staaten für das zweite Quartal 2022 zeigen, ob sich das Land technisch betrachtet in einer Rezession befindet.

13. Juli: Daten zu Inflation und Verbraucherpreisindex

Michaël van de Poppe, CEO und Gründer der Krypto-Beratungs- und Aufklärungsplattform EightGlobal, sagte am Montag auf Twitter, „alle Augen sind in der nächsten Woche auf die Daten zu Verbraucherpreisindex gerichtet“. Dazu gab er auch bullische Prognosen für Bitcoin (BTC) ab, wenn dieser über die Marke von 20.000 US-Dollar klettern sollte.

Der Mitbegründer der Crypto Academy mit dem Twitter-Namen Wolves of Crypto sagte, man sollte sich dieses Datum in Kalender markieren und er fügte hinzu, ein niedrigerer Raucherpreisindex als erwartet „könnte der Katalysator für einen Dead Cat Bounce“ für Bitcoin sein:

„Am 13. Juli sollte man sich auf die Zahlen zu Verbraucherpreisindex konzentrieren. Wenn der Verbraucherpreisindex niedriger ausfällt, könnte das der Katalysator für einen Dead Cat Bounce sein“.

Der Verbraucherpreisindex ist eines der Messinstrumente im Hinblick auf die Inflationsentwicklung. Bei diesem wird die durchschnittliche Veränderung der Verbraucherpreise auf der Grundlage eines repräsentativen Korbs von von Haushaltswaren und Dienstleistungen gemessen.

Eine weiter steigende Inflation könnte sich auf die Nachfrage nach Kryptowährungen auswirken, da die Verbraucher mehr Geld ausgeben müssen, um über die Runden zu kommen als zuvor.

Interessanterweise wurde Bitcoin zwar inmitten der hohen Inflation nach der globalen Finanzkrise 2008 entwickelt und wird aufgrund seines festgelegten Angebots und seiner Knappheit als Inflationsschutz angepriesen, doch in den letzten Jahren hat sich die Kryptowährung ähnlich wie traditionelle Tech-Aktien entwickelt und hat sich nicht als immun gegen die Inflation erwiesen.

Die nächste planmäßige Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex in den USA ist für den 13. Juli 2022 vorgesehen.

Nach Angaben von Trading Economics wird derzeit eine Inflationsrate von 8,7 Prozent für Juni erwartet, die damit etwas höher als im Mai (8,6 Prozent) liegt.

26. und 27. Juli: Zinserhöhung durch US-Zentralbank

Die Anhebung des Leitzinses um 75 Basispunkte war im Juni einer der höchsten monatlichen Erhöhungen seit 28 Jahren. Nun wird erwartet, dass der Leitzins nach der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Zentralbank Ende dieses Monats weiter steigen wird.

Zinserhöhungen sind ein wichtiges Instrument der US-Zentralbank, um die Inflation durch eine Verlangsamung der Wirtschaft in den Griff zu bekommen. Höhere Zinssätze führen zu einem Anstieg der Kreditkosten, was Verbraucher und Unternehmen von Ausgaben und Krediten abhalten kann.

Das kann auch einen Abwärtsdruck für risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen nach sich ziehen, da Anleger bereits anständige Renditen erzielen können, wenn sie ihr Geld auf zinsbringenden Konten oder risikoarmen Anlagen parken.

Diesen Monat wird der Offenmarkt der US-Zentralbank voraussichtlich entscheiden, ob er die Zinsen um 50 oder 75 Basispunkte anheben wird. Charlie Bilello, Gründer und CEO von Compound Capital Advisors, glaubt an eine stärkere Erhöhung.

28. Juli: Befinden wir uns in einer Rezession?

Am 28. Juli wird die US-Behörde für Wirtschaftsanalysen das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten für das zweite Quartal 2022 schätzen und einen Bericht dazu veröffentlichen.

Nach einem BIP-Rückgang um 1,6 Prozent im ersten Quartal 2022 erwartet der GDPNow-Tracker der Atlanta Federal Reserve nun einen Rückgang des BIP-Wachstums um 2,1 Prozent im zweiten Quartal 2022.

Ein zweiter BIP-Rückgang im zweiten Quartal in Folge würde bedeuten, dass die USA sich in einer „technischen Rezession“ befinden.

In diesem Zusammenhang: Am Rande der Rezession: Kann Bitcoin seine erste globale Wirtschaftskrise überleben?

Wenn die Wirtschaft der Vereinigten Staaten offiziell in einer Rezession ist, was für 2023 erwartet wird, steht Bitcoin vor seiner allerersten vollständigen Rezession und wird wahrscheinlich zusammen mit den Tech-Aktien einen weiteren Rückgang verzeichnen.

Gibt es Hoffnung?

Trotz der düsteren Makroprognosen sehen einige der führenden Kryptoexperten den jüngsten Einbruch des Kryptomarktes aufgrund des Makroumfeldes insgesamt als positives Zeichen für die Branche.

Der Krypto-Experte Erik Voorhees, Mitbegründer von Coinapult und CEO und Gründer von ShapeShift, sagte, der aktuelle Krypto-Crash sei für ihn „am wenigsten besorgniserregend“, da es sich um den ersten Krypto-Einbruch handele, der auf Makrofaktoren außerhalb der Kryptowirtschaft zurückzuführen sei.

Qiao Wang, ein wichtiger Akteur der Alliance DAO, äußerte sich ähnlich auf Twitter und erklärte, dies sei der erste Zyklus, in dem der Hauptgrund für den Bärenmarkt ein „exogener Faktor“ sei:

„Die Leute, die sich wegen der Makroökonomie Sorgen um Krypto machen, wissen doch, wie bullisch das eigentlich ist, oder?“

„Das ist der erste Zyklus, in dem der Hauptgrund für den Bärenmarkt ein exogener Faktor ist. In früheren Zyklen waren die Ursachen endogen, etwa Mt.Gox (2014) und ICOs (2018)“, wie er erklärte.

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Institutionelle Investoren: Short-Positionen auf Bitcoin machen 80 Prozent der wöchentlichen Zuflüsse aus

Institutionelle Anleger haben in der vergangenen Woche Anlageprodukte im Wert von 51,4 Millionen US-Dollar gekauft. Bei diesen handelt es sich allerdings um Short-Positionen auf den Bitcoin (BTC)-Kurs.

Laut den Daten aus dem aktuellen wöchentlichen CoinShares-Bericht „Digital Asset Fund Flows“ über die Flüsse bei digitalen Vermögenswerten gab es zwischen dem 27. Juni und dem 1. Juli Zuflüsse in Höhe von 64 Millionen US-Dollar für digitale Anlageprodukte. Short-BTC-Fonds machten 80 Prozent davon aus.

Der Löwenanteil der Zuflüsse entfiel mit 46,2 Million US-Dollar auf US-Anleger. Short-BTC-Investmentprodukte haben dabei eine starke Nachfrage verzeichnet, nachdem ProShares am 22. Juni den ersten börsengehandelten Short-BTC-Fonds (ETF) in den USA auf den Markt brachte. Der ETF wird unter dem Ticker BITI gehandelt und bietet über Futures-Kontrakte Leerverkäufe an:

„Das zeigt, dass die Anleger bei den aktuellen Kursen ihre Long-Positionen aufstocken. Die Zuflüsse in Short-Bitcoin-ETFs sind möglicherweise eher auf die erstmalige Verfügbarkeit von solchen in den USA zurückzuführen als auf eine erneute negative Stimmung.“

CoinShares stellte auch fest, dass institutionelle Investoren aus Brasilien, Kanada, Deutschland und der Schweiz Krypto-Investmentprodukte im Wert von insgesamt 20 Millionen US-Dollar gekauft haben. Schweden hat diese Summe teilweise mit Abflüssen in Höhe von 1,8 Millionen US-Dollar ausgeglichen.

Short-BTC-Produkte verzeichneten im bisherigen Jahresverlauf Zuflüsse in Höhe von 77,2 Million US-Dollar und liegen damit nur noch hinter Multi-Asset-Produkten und Solana (SOL)-Produkten, die im Jahr 2022 bisher Zuflüsse in Höhe von 213,5 Millionen US-Dollar und 110,3 Millionen US-Dollar verbuchen konnten.

Betrachtet man die Zuflüsse bei anderen digitalen Anlageprodukten, so erzielten Ether (ETH)-Produkte 4,9 Millionen US-Dollar. Das ist die zweite Woche in Folge mit Zuflüssen, nachdem es 11 Wochen in Folge Abflüsse gab. Dennoch sind die ETH-Fonds im bisherigen Jahresverlauf mit Abflüssen in Höhe von 450,9 Millionen US-Dollar weiterhin im Minus.

Die übrigen Zuflüsse verteilten sich mit 4,4 Millionen US-Dollar auf Multi-Asset-Fonds. Produkte in Verbindung mit SOL, Polkadot (DOT), Cardano (ADA) und BTC haben ebenfalls kleinere Zuflüsse in Höhe von jeweils 1 Million US-Dollar, 700.000 US-Dollar, 600.000 US-Dollar und 600.000 US-Dollar verzeichnet.

In diesem Zusammenhang: CoinShares übernimmt französische Krypto-Investmentfirma Napoleon AM

In der Woche zuvor gab es Abflüsse bei digitalen Anlageprodukten in Höhe von 423 Millionen US-Dollar. Das ist der höchste, der jemals von CoinShares verzeichnet wurde. Insbesondere Short-BTC-Fonds blieben in dieser Woche von den Rückgängen verschont und verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 15,3 Millionen US-Dollar, während BTC-Produkte erhebliche Abflüsse in Höhe von 453 Millionen US-Dollar verzeichneten.

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Schließung der Bank von Peter Schiff bestärkt Krypto-Community: Bitcoin ultimative Alternative für traditionelles Finanzsystem

Die Aufsichtsbehörden von Puerto Rico haben die Bank des bekannten Wirtschaftsexperten Peter Schiff, der in der Community für seine kryptofeindliche Haltung bekannt ist, zur Schließung gezwungen. Die Krypto-Community auf Twitter reagierte auf diese Nachricht und wies auf die „Ironie“ hin, dass Schiffs Vorhersage für Bitcoin (BTC) nun bei seiner eigenen traditionellen Bank wahr wurde.

Die Aufsichtsbehörden von Puerto Rico schlossen die Bank von Schiff, weil sie die Mindestanforderungen im Hinblick auf das Eigenkapital nicht erfüllte. Von dieser Schließung waren auch Kunden betroffen, die nach dem Einfrieren der Konten keinen Zugang mehr hatten.

Schiff erklärte, „Kunden könnten Geld verlieren“, und dass ihm die gesetzlichen Mindestbeträge nicht bekannt gewesen seien. Er habe vor der abrupten Schließung auch keine rechtlichen Hinweise erhalten. Er fügte hinzu:

„Es kostet ein Vermögen, eine kleine Bank zu führen. Deshalb habe ich auch nie wirklich Geld verdient. Die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften sind unverschämt hoch.“

Die Krypto-Community hält diese Wendung für sehr amüsant und ironisch. In einigen Kommentaren an Schiff hieß es, das hätte ihm mit Bitcoin nicht passieren können.

Auch der Bitcoin-Podcaster Stephan Livera sprach über diese Nachricht: „Er ist ein #bitcoin-Skeptiker seit 17,50 US-Dollar.“ Die plötzliche Schließung von Schiffs Bank in Puerto Rico hat die Diskussion darum neu entfacht, dass Bitcoin nicht den traditionellen Voraussetzungen unterliegt. .

„Die Ironie hier ist unbezahlbar“, wie @HodlMagoo hinzufügte. Andere gaben Schiff Ratschläge und Empfehlungen für eine vielversprechende Alternative zum traditionellen Finanzwesen. Er wurde dabei gefragt, „verstehen Sie nun, warum Sie Bitcoin brauchen?“

Puerto Rico gilt als aufgeschlossene Region im Hinblick auf die Kryptoakzeptanz. Am 20. April haben die Behörden von Puerto Rico als vierte Region in den USA Binance.US eine Lizenz als Geldübermittler ausgestellt. Binance.US ist eine US-Tochter der Kryptobörse Binance.

Die Krypto-Community zeigte sich empathisch gegenüber Schiff und den Kunden der Bank wegen ihrer Verluste. Doch diese sieht sich nun auch darin bestätigt, dass Bitcoin der ultimative Ersatz für das traditionelle Finanzwesen ist.

In diesem Zusammenhang: Deutsche Bank sieht Bitcoin-Kurs bis Ende 2022 zurück auf 28.000 US-Dollar

Analysten der Deutschen Bank prognostizieren, dass der BTC-Kurs trotz des anhaltenden Bärenmarktes bis Jahresende wieder auf 28.000 US-Dollar ansteigen werde.

Die Analysten Marion Laboure und Galina Pozdnyakova gehen davon aus, dass der Standard and Poor (S&P) wieder auf sein Niveau vom Januar zurückkehren wird. Das wiederum würde den Wert von Bitcoin bis Mitte 2022 um 30 Prozent auf 28.000 US-Dollar steigen lassen.

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Bitcoin (BTC) gerät durch starken US-Dollar direkt wieder unter Druck

Bitcoin (BTC) ist am heutigen 5. Juli fast punktgenau zur Handelseröffnung an der Wall Street weiter nach unten abgerutscht, während der umgekehrt korrelierte US-Dollar spürbar zulegen konnte.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

US-Dollar übertrifft sich selbst

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView, ist BTC/USD dementsprechend auf ein zwischenzeitliches Tagestief von 19.281 US-Dollar gefallen, womit das verlängerte Wochenende in den USA für die Krypto-Anleger gleich wieder mit einem Nackenschlag beginnt.

Dabei konnte die marktführende Kryptowährung am amerikanischen Nationalfeiertag „Independence Day“ noch zulegen, doch diese Gewinne sind am Dienstag nun direkt wieder verpufft, was wohl allen voran an der wiederkehrenden Stärke des US-Dollars liegt.

Der Bitcoin-Kurs rutscht also knapp 1.000 US-Dollar ins Minus, während es für den Goldkurs um über 2 % nach unten geht und auch der amerikanische Aktienmarkt spürbar verliert. So verzeichnet der S&P 500 einen Rückgang von 2,2 % und der Nasdaq Composite Index einen Abschwung von 1,7 %.

Goldkurs. Quelle: TradingView

Der US-Dollar-Index (DXY) ist unterdessen auf 106,59 Punkte geklettert und damit auf den höchsten Stand seit Dezember 2002 bzw. sogar noch höher als das Hoch, das im Q2 des laufenden Jahres erreicht wurde.

Entsprechend nüchtern fallen heute die Beobachtungen der Krypto-Experten aus, die allen voran die Stärke der globalen Leitwährung bestaunen.

„Der Euro steht bei 1,033 US-Dollar auf Rekordhoch. Das hatten wir zuletzt 2002 – 2003 und natürlich schießt der DXY kurze Zeit später nach oben wie eine Rakete“, wie Cointelegraph-Experte Michaël van de Poppe die Entwicklungen auf dem Devisenmarkt kommentiert.

Caleb Franzen, der Chefanalyst von Cubic Analytics, zieht aus der Stärke des DXY wiederum Rückschlüsse auf die Stimmungslage der Gesamtwirtschaft.

„In der letzten Woche sind die Zinsen wieder gefallen, aber der Dollar legt trotzdem zu. An dieser Dynamik können wir erkennen, dass die Investoren auf Sicherheit setzen, weil sie wahrscheinlich noch immer Angst vor einer Rezession haben“, so der Experte auf Twitter.

US-Dollar-Index (DXY).Quelle: TradingView

Crypto Fear & Greed auf zweimonatigem Hoch

Obwohl die Volatilität langsam wieder in den Kryptomarkt zurückkehrt, macht sich die astronomische Stärke des US-Dollars noch nicht in gleichem Maße bemerkbar.

Das Stimmungsbarometer Crypto Fear & Greed Index steht derweil bei 19/100 Punkten und damit noch immer im Bereich der „extremen Angst“, der höchste Wert seit dem Debakel um das gescheiterte Krypto-Projekt Terra (LUNA) im Mai.

Crypto Fear & Greed Index (Screenshot). Quelle: Alternative.me

Wie Cointelegraph berichtet, ist die einflussreiche Vermögensverwaltung ARK Invest hingegen deutlich optimistischer, denn deren Analysten schätzen die weitere Kursentwicklung von BTC als „neutral bis positiv“ ein.

Ein Analyst von CryptoQuant dämpft mit Blick auf die Bitcoin-Futures jedoch jegliche Euphorie, denn noch sei es zu früh, um eine baldige Erholung zu prognostizieren.

Dahingehend verweist dieser auf die sogenannte Taker Buy/Sell Ratio, die Kennzahl zeigt an, ob die Käufer oder Verkäufer am Drücker sind, die sich heute zwar ein wenig verbessert hat, aber noch längst nicht über den Berg ist.

„Wir sollten uns klar sein, dass das hier womöglich nur eine Konsolidierung oder ein kleiner Aufschwung ist, ehe es nochmal weiter nach unten geht“, so der Experte in seinem Blogeintrag. Dem fügt er an:

„Es gibt noch so viele andere Faktoren, die in den kommenden Wochen berücksichtigt werden müssen, um bestimmen zu können, ob und wann ein neuer Abwärtstrend bevorsteht.“

Bitcoin Taker Buy/ Sell Ratio. Quelle: Edris/ Twitter

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BitMEX schließt russische Nutzer von innerhalb der Europäischen Union aus

Die große Kryptobörse BitMEX bemüht sich um eine strengere Einhaltung der Finanzsanktionen gegen Russland, weshalb die Handelsplattform nun bestimmte russische Nutzer ausschließt.

Wie Cointelegraph erfahren hat, hat die BitMEX dementsprechend neue Restriktionen für den Bereich der Europäischen Union (EU) geltend gemacht.

Bereits am Montag hat die Kryptobörse E-Mails an potenziell betroffene Nutzer verschickt, um diese über die baldigen Änderungen zu informieren.

Laut einer E-Mail, die von Cointelegraph eingesehen werden konnte, können russische Staatsbürger und russische Einwohner ab dem 11. Juli 2022 nicht mehr von innerhalb der EU auf BitMEX zugreifen. Sofern keine „Ausnahmeregelungen“ zutreffen, können sich die jeweiligen Nutzer nicht mehr in ihre BitMEX-Konten einloggen und auch keine Services der Plattform mehr nutzen.

Zu diesen Ausnahmen gehören unter anderem russische Staatsbürger und Einwohner innerhalb der EU, die in der EU oder Schweiz wohnhaft sind. Auch Nutzer mit doppelter Staatsbürgerschaft in Russland und EU bzw. Schweiz, die außerhalb Russlands wohnen, dürfen weiterhin auf die Kryptobörse zugreifen.

„Wenn Sie ein Bewohner der EU oder Schweiz, oder ein doppelter Staatsbürger in EU oder Schweiz, der außerhalb Russlands lebt, sind, dann können Sie diese Informationen an uns übermitteln, um unter die Ausnahmeregelung zu fallen und weiterhin von der EU aus zugreifen zu können“, wie die E-Mail dahingehend erklärt.

Die restriktive Maßnahme gilt für alle Arten von Krypto-Tradern, ob russische Privatanleger, die sich über die EU auf BitMEX einwählen, oder Unternehmen aus Russland, die ihre Dienste innerhalb der EU anbieten.

Allerdings beinhaltet die E-Mail keinerlei Informationen darüber, wie mit russischen Nutzern verfahren wird, die direkt aus Russland auf die BitMEX zugreifen.

Die Maßnahmen der BitMEX gegen russische Nutzer innerhalb der EU kommen, nachdem zuvor auch andere Kryptobörsen wie Binance ähnliche Schritte gegen Russen ergriffen haben. Der Großteil kam dabei allerdings innerhalb der ersten zwei Monate nach Beginn des Ukraine-Konflikts.

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