Wegen illegalem Krypto-Mining – CEO der Börse von Teheran tritt zurück

Ali Sahraee, der Geschäftsführer der Börse von Teheran, ist zurückgetreten, nachdem in den Räumlichkeiten der Börse illegale Mining-Geräte gefunden wurden.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Republic News Agency berichtet, wird Mahmoud Goudarzi, der Vize-Präsident der Tehran Stock Exchange (TSE), ab sofort die Geschäftsleitung übernehmen. Hauptgrund für den plötzlichen Abgang von Sahraee sollen demnach „mehrere Mining-Geräte“ sein, die in den Kellerräumen des Börsengebäudes im Stadteil Sa’adat Abad entdeckt wurden.

Die TSE dementierte zunächst, dass es sich dabei um Hardware für das Mining von Kryptowährungen handelt, vielmehr wären die Geräte Teil eines Forschungsprojekts. Nachdem sich dies jedoch als Falschinformation herausstellte, gestand der stellvertretende TSE-Direktor Beheshti-Sarsht ein, dass die Börse nun die Verantwortung für ihr unrechtmäßiges Handeln tragen müsse.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hatte im Mai angekündigt, dass Krypto-Mining über die Sommermonate weitestgehend verboten sein wird, um die daraus entstehende Belastung für das Stromnetz des Landes zu minimieren. Im Fall der TSE waren die Behörden durch eine „kurzfristige Razzia“ auf die Mining-Geräte gestoßen. Wann genau diese gefunden wurden, ist unklar, doch das oben genannte Mining-Verbot gilt ohnehin bis zur letzten Septemberwoche.

In der Verbotszeit sind die iranischen Behörden gegen viele kleine und große Krypto-Miner vorgegangen. Auch Privatleute wurden für den Abbau von Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) belangt. Der Großteil der Ermittlungen fokussierte sich dabei auf leerstehende Fabrikgebäude, Privatwohnungen und kleine Unternehmen, weshalb der Fall der Teheraner Börse in diesem Zusammenhang nun umso größere Wellen schlägt.

Der Iran ist in den letzten Monaten von einer regelrechten Energiekrise geplagt, die immer wieder zu massiven Stromausfällen im ganzen Land geführt hat. Regierung und Behörden schieben dabei allen voran dem Krypto-Mining den Schwarzen Peter zu. Der Abbau von Kryptowähurngen soll übermäßig viel Strom verschlingen, und die Krise dadurch überhaupt erst auslösen. Ein Bericht des iranischen Wirtschaftsministeriums hatte im August dann jedoch ergeben, dass der etwaige Stromverbrauch durch Krypto-Mining „maßlos übertrieben“ ist.

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Tesla-Chef Elon Musk: Krypto ist „unzerstörbar“

Während Regulierungsbehörden weltweit Kryptowährungsbranche genau auf die Finger sehen, äußerte der Tester-Chef Elon Musk seine Unterstützung für Krypto und sagte, Krypto sei unzerstörbar.

„Ich glaube, es ist nicht möglich Krypto zu zerstören. Aber Regierungen können durchaus den Fortschritt verlangsamen“, so Musk auf der Code Conference in Kalifornien, wie CNBC am Dienstag berichtete.

Laut dem Tesla-Chef könnte die dezentralisierte Natur von Kryptowährungen eine Herausforderung für die chinesische Regierung sein, die letzten Freitag Krypto erneut den Krieg erklärte.

„Ich glaube Kryptowährungen sollen im Grunde genommen die Macht einer zentralisierten Regierung mindern“, so Musk. Er fügte hinzu: „Die mögen das nicht.“ Er vermutete auch, dass das kürzliche harte Durchgreifen von China gegen Krypto wahrscheinlich etwas damit zu tun habe, dass das Land „beträchtliche Probleme mit der Stromerzeugung“ habe.

„Es könnte teilweise auch auf den Strommangel in vielen Teilen Chinas zurückzuführen sein. Viele Leute im Süden Chinas haben willkürliche Stromausfälle, weil die Stromnachfrage höher als erwartet ist. Das Krypto-Mining könnte dabei eine Rolle spielen“, wie er weiter erklärte.

Obwohl Musk sich selbst nicht als „großer Kryptowährungsexperte“ sieht, betonte der Tesla-Chef, dass Regulierungsbehörden nicht versuchen sollten, die Kryptowährungsakzeptanz zu verlangsamen. Auf die Frage, ob die US-Regierung in der Regulierung von Krypto involviert sein sollte, antwortete Musk:

„Ich würde sagen: Tut gar nichts.“

In diesem Zusammenhang: Trotz niedrigstem TX-Niveau seit 2017: Dogecoin beliebter denn je

Musk entpuppte sich als ein bedeutender Einfluss auf den Krypto-Kurs über Twitter. Viele Experten stellten eine Verbindung zwischen seinen Posts und den massiven Kursbewegungen bei Token, wie etwa Shiba Inu (SHIB), Dogecoin (DOGE) und Bitcoin (BTC) fest. Der Tesla-Chef wurde von der Krypto-Community kritisiert, nachdem er die BTC-Zahlungen bei Tesla wegen angeblicher Umweltbedenken im Zusammenhang mit Bitcoin-Mining im Mai 2021 aussetzte.

Musk hatte im Februar für großen Optimismus auf dem Kryptomarkt gesorgt, als er bekannt gab, dass Tesla Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar gekauft hat.

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Erster Kryptowährungs-Fonds in der Schweiz genehmigt

Die Kryptowährungsakzeptanz gewinnt in der Schweiz immer mehr an Schwung, da die lokalen Finanzbehörden immer mehr Genehmigungen für Krypto-Investmentinstrumente erteilen.

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA hat den Crypto Market Index Fund und damit den „ersten Krypto-Fonds nach Schweizer Gesetz“ genehmigt, wie die Behörde am Mittwoch offiziell bekannt gab.

Der Fonds wird vom Schweizer Vermögensverwalter Crypto Finance aufgelegt und wird von der Investmentverwaltungsfirma PvB Pernet von Ballmoos AG verwaltet. Die Verwahrung übernimmt der regulierte Verwahrer SEBA Bank AG.

FINMA merkte an, der nun genehmigte Fonds ist ausschließlich für qualifizierte Investoren gedacht, die hauptsächlich in Kryptowährungen oder digitale Vermögenswerte investieren, „die auf Blockchain oder Distributed-Ledger-Technologie basieren“.

Die Regulierungsbehörde sagte, der Crypto Market Index Fund dürfe ausschließlich in führende Kryptowährungen investieren, die ein „ausreichend großes Handelsvolumen“ vorweisen können. Laut Crypto Finance werde der Fonds die Entwicklung des Crypto Market Index 10 abbilden. Dieses Produkt wird von der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange verwaltet.

„Das Ziel des Crypto Market Index 10 ist es, die Entwicklung der größten liquiden Kryptovermögenswerte und Token zuverlässig zu messen, und eine für Investitionen geeignete Benchmark für diese Anlageklasse zu bieten „, so Crypto Finance.

In diesem Zusammenhang: SEBA Bank erhält erste Lizenz als Schweizer Verwahrer für digitale Vermögenswerte

Die FINMA fügte hinzu, dass Anleger ausschließlich über etablierte Gegenparteien investieren müssen, die aus einem Mitgliedsland der Financial Action Task Force kommen und sich an die entsprechenden Vorschriften gegen Geldwäsche halten.

Die FINMA hat kürzlich erst der SEBA Bank AG eine CISA-Lizenz erteilt, mit der die Bank nun als Verwahrer für digitale Vermögenswerte tätig sein darf. Anfang September hatte die Behörde der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange erlaubt, ein digitalen Marktplatz zu eröffnen, der auf Distributed-Ledger-Technologie basiert.

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Ehemaliger Bitcoin-Entwickler prognostiziert Untergang des BTC-Netzwerks: Kurs soll allerdings gigantisch steigen

Ein ehemaliger, leitender Entwickler des Bitcoin-Netzwerks hat ein mögliches Zukunftsszenario für die weltweit größte Kryptowährung gemalt. Dieses umfasst auch eine sehr kühne Kursprognose.

Der Softwareentwickler Gavin Andresen hat kürzlich einen Blogbeitrag mit dem Titel „A Possible Bitcoin Future“, also „eine mögliche Bitcoin-Zukunft“, veröffentlicht. Darin prognostiziert er den Untergang des Bitcoin-Netzwerks.

Bevor Bitcoin (BTC) sein Ende findet, wird er einen Kurs von 6 Millionen US-Dollar pro Coin im Jahr 2061 erreicht haben, wie Andresen prognostiziert. Doch bevor Sie sich jetzt zu sehr freuen: Er fügte hinzu, dass 1 Million US-Dollar heute in den nächsten 40 Jahren 6 Millionen US-Dollar entsprechen würden, weil es eine massive Inflation geben werde.

Die ehemalige Bitcoin-Programmierer räumte ein, dass seine Prognosen „ein wenig Science-Fiction“ seien, doch dieses Szenario sei durchaus möglich. Die Transaktionsgebühren werden sich auf etwa 7.500 US-Dollar belaufen, aber die meisten Transaktionen werden nicht auf dem Netzwerks selbst stattfinden, wie er weiter ausführte.

Stattdessen werden diese auf einer gespiegelten Chain mit Wrapped-Token getätigt, um Gebühren zu sparen und die Geschwindigkeit zu erhöhen. Die Wale, die das alles kontrollieren werden, werden weiter auf der Haupt-Chain Transaktionen durchführen. Im Jahr 2100 werden diese Wale erkennen, dass die Mining-Belohnung auf fast null gefallen ist. Daher wird es weniger Transaktionen geben, so dass sie ihn letztlich abschalten werden, wie Andresen weiter vorhersagt.

„Letztendlich werden keine neuen BTC auf dem BTC-Netzwerk mehr produziert und null BTC auf dem BTC-Netzwerk im Umlauf sein. Es gibt nichts mehr was man beschützen muss und die Chain hört einfach auf.“

Das Gute an der Sache ist, dass immer noch rund 20 Millionen BTC auf anderen Blockchains im Umlauf sein werden. Diese werden ihren Wert aufgrund der Knappheit auch behalten, wie er hinzufügte. Mathematisch betrachtet, sollte der letzte Bitcoin im Jahr 2140 gemint werden Derzeit gibt es noch 2,17 Millionen BTC oder 10,5 Prozent, die gemint werden können.

In diesem Zusammenhang: Fünf überraschende Fakten über die Deposition von Gavon Andresen

Andresen hat seine Führungsrolle im Jahr 2014 aufgegeben und hat die Bitcoin Foundation gegründet. In den letzten Jahren ist er aus dem Rampenlicht weitgehend verschwunden. Im Jahr 2016 wurde er von der Bitcoin-Community heftig dafür kritisiert, dass er Craig Wright bei seiner Behauptung unterstützte, der Bitcoin-Schöpfer Satoshi Nakamoto zu sein.

Im Juli 2020 räumte er ein, dass das ein Fehler gewesen sei und er sich von den Behauptungen von Wright habe blenden lassen.

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ETH 2.0 rückt näher: Entwickler kündigen Altair-Upgrade für Oktober an

Das von langer Hand geplante Upgrade des Ethereum-Netzwerks auf ein skalierbares Proof-of-Stake-Modell rückt immer näher. Entwickler haben nun ein Datum für das sogenannte Altair-Upgrade genannt. 

Altair wird als das erste Mainnet-Upgrade für die Beacon Chain bezeichnet. Dieses soll bei Epoche 74240 stattfinden, das entspricht etwa dem 27 Oktober, wie der Forscher der Ethereum Foundation Danny Ryan erklärte.

Ryan erläuterte dieses technische Upgrade:

„Dieses Upgrade bringt die Unterstützung für Light-Clients auf den Kern-Konsens, macht die Anreizbuchhaltung für Beacon State ordentlicher, löst ein paar Probleme mit den Anreizen für Validatoren und schraubt die Parameter für Strafen etwas höher, wie es im EIP-2982 vorgesehen ist.“

EIP-2982 führt „Strafparameter“ ein, um sicherzustellen, Dass das Proof-of-Stake-Protokoll wirtschaftlich abgesichert ist. Zwei Strafen, die vorgeschlagen wurden, sind „Inactivity Leak“ und „Slashing“.

Der London-Hardfork bei Ethereum trat fast pünktlich am 5. Oktober in Kraft. Dieser brachte die Umsetzung des mit Spannung erwarteten EIP-1559 mit sich. Befürworter lobten den EIP-1559, weil dieser deflationär wirken sollte, indem Basisgebühren verbrannt werden und damit das im Umlauf befindliche Angebot an ETH reduziert wird.

In diesem Zusammenhang: Ethereum-Alternativen und Layer-One-Lösungen verzeichnen im September Zuwächse

Joseph Lubin ist einer der Mitbegründer von Ethereum, der dann zu ConsenSys überging. Er sagte, London würde dafür sorgen, dass ETH „ultraa-solides Geld“ werde. Das Konzept von „solidem“ oder „ultra-solidem“ Geld wurde von der Bitcoin (BTC)-Community popularisiert und bezieht sich auf einen Vermögenswert, der nicht anfällig für eine plötzliche Entwertung im Hinblick auf den Wert oder die Kaufkraft ist.

Der ETH-Kurs ist am Dienstag stark gefallen. Der Kryptowährungsmarkt im allgemeinen hat einen großen Rückgang verzeichnet, genauso wie Aktien. ETH lag zuletzt bei 2.822 US-Dollar und ist damit über den Tag um 6,5 Prozent gefallen

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Ethereum-Kurs fällt erneut unter 3.000 US-Dollar: Anzeichen von Angst

Technische Analysen sind umstritten, aber höhere Tiefs sind meistens ein Zeichen von Stärke. Am achte und 20. September ist Ether (ETH) 30 Prozent unter seinem Hoch vom 12. Mai (4.380 US-Dollar). Aber der aktuelle Kurs von 3.050 US-Dollar ist immer noch 78 Prozent höher, als das sechs Monatstief von 1.700 US-Dollar. Um herauszufinden, ob das etwas Gutes ist, muss man analysieren, wie private und professionelle Trader sich auf den Derivatemärkten positioniert haben.

Ether-Kurs auf Coinbase in US-Dollar. Quelle: TradingView

Am 24. September haben chinesische Behörden neue Maßnahmen verkündet, um die Kryptoakzeptanz zu unterbinden. Dadurch sah sich der zweitgrößte ist Helium-Mining-Pool Sparkpool gezwungen, sein Betrieb einzustellen. Sparkpool zufolge soll dieser Schritt die Sicherheit der Vermögenswerte der Nutzer gewährleisten und ist eine Reaktion auf die „Änderungen der regulatorischen Bedingungen“.

Binance hat ebenfalls bekanntgegeben, die Börse würde Fiat-Einzahlungen und Spot-Kryptohandel für Nutzer aus Singapur vorläufig aussetzen, da die lokalen Vorschriften das nun fordern würden. Huobi ist ebenfalls eine führende Derivate- und Spotbörse in Asien. Diese kündigte ebenfalls an, sie würde die Nutzerkonten in China bis zum Jahresende schließen.

Professionelle Trader sind neutral: Aber die Angst sitzt tief

Um herauszufinden, ob professionelle Trader optimistisch sind, sollte man die Futures-Prämie, auch bekannt als „Basisrate“, betrachten. Dieser Indikator misst die Differenz zwischen Futures-Kontrakten und den aktuellen Spotkursen.

Die vierteljährlichen Futures bei Ether werden von Walen und Arbitrage-Desks gerne verwendet. Obwohl das für private Trader aufgrund des Abwicklungsdatums und der Kursdifferenz gegenüber dem Spotmarkt kompliziert erscheinen mag, ist der klare Vorteil, dass es keine schwankende Finanzierungsrate gibt.

Vierteljährliche Basisrate Ether. Quelle: Laevitas

Die vierteljährlichen Futures werden in der Regel mit einer annualisierten Prämie von 5 bis 15 Prozent gehandelt, was mit der Kreditrate bei Stablecoins vergleichbar ist. Für die Aufschiebung der Abwicklung fordern Verkäufer einen höheren Preis. Das verursacht die Kursdifferenz.

Wie oben zu sehen ist, ist die Basisrate auf 5 Prozent gefallen, als Ether am 26. September unter 2.800 US-Dollar gefallen ist. 

Private Trader nutzen in der Rege sogenannte l Perpetual Swaps. Hier wird alle 8 Stunden eine Gebühr fällig, je nachdem, welche Seite die Oberhand hat. Um also zu sehen, ob Trader mit Long-Positionen aufgrund der Nachrichten in den letzten Tagen in Panik geraten, muss man die Finanzierungsrate auf dem Futures-Markt analysieren.

Ether Perpetual Futures Finanzierungsrate. Quelle: Bybt

Auf einem neutralen Markt liegt die Finanzierungsrate zwischen 0 Prozent und 0,03 Prozent. Diese liegt derzeit bei 0,6 Prozent pro Woche und bedeutet, dass Trader mit Long-Positionen diese zur Zeit zahlen.

Zwischen dem 1. September und dem 7. September gab es eine moderate Spitze bei der Finanzierungsrate. Diese löste sich auf, als es zu einem plötzlichen Einbruch auf dem Kryptomarkt kam, bei dem Future-Kontrakte im Wert von 3,54 Milliarden US-Dollar liquidiert wurden. Abgesehen von einigen kurzzeitigen und leicht negativen Zeiträumen, hat sich dieser Indikator seitdem nicht großartig bewegt.

Professionelle Trader und private Investoren zeigen sich unbeeindruckt davon, dass die Unterstützung bei 2800 US-Dollar getestet wird. Wenn Ether allerdings unter dieses Niveau fällt, das sich bereits seit 52 Tagen halten kann, könnte die Situation sich schnell ändern und „Angst“ einsetzen.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

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Binance: Deutsche Kunden müssen Krypto-Derivate bis Weihnachten liquidieren

Deutsche Kunden der Kryptobörse Binance müssen bis 23. Dezember alle Positionen in Krypto-Derivaten auflösen, so eine in sozialen Netzwerken geteilte und noch unbestätigte Mail des Unternehmens.

Freiwilliger Verkauf oder Zwangs-Liquidation

Die durch Binance bislang nicht offiziell bestätigte E-Mail weist deutsche Kunden offenbar an, jegliche Positionen in Krypto-Derivaten innerhalb von 90 Tagen aufzulösen:

Deutsch: 

„Sehr geehrte Benutzer,
 
Wichtiger Hinweis – Schließung Ihrer Derivatepositionen bis zum 23. Dezember 2021
 
Wir haben bereits angekündigt, dass wir das Derivateangebot für bestehende Nutzer aus Deutschland.
 
Mit sofortiger Wirkung haben Sie 90 Tage Zeit, um Ihre Positionen in den folgenden Produkten zu reduzieren und zu schließen:
– Termingeschäfte
– Optionen
– Marge
– Gehebelte Token
 
Sie können Ihr Margenguthaben aufstocken, um Nachschussforderungen und Liquidationen zu verhindern, aber Sie können Ihre Positionen nicht erhöhen oder neue Positionen eröffnen.
Bitte überwachen Sie alle offenen Positionen und schließen Sie diese vor dem 23. Dezember 2021, 23:59 Uhr UTC. Danach werden Sie nicht mehr in der Lage sein, die Positionen manuell zu schließen und Binance wird alle verbleibenden offenen Positionen schließen.
 
Wir bemühen uns, diesen Übergang so einfach wie möglich zu gestalten. Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gerne an unser Customer Support Team wenden, um Hilfe zu erhalten.
 
Vielen Dank,
Binance”

Maßnahme bereits vorab angekündigt

Auch wenn Binance die E-Mail und das darin angekündigte Vorgehen bislang nicht offiziell bestätigt hat, besteht an deren Echtheit nur wenig Zweifel. Als Binance den Handel mit Futures und Derivaten auf Kryptowährungen im Juli einstellte, war bereits von einer geplanten 90-Tage-Frist zur Auflösung von Restpositioinen die Rede gewesen.

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Privatbank Hauck & Aufhäuser übernimmt Krypto-Verwahrer mit Bafin-Lizenz

Die deutsche Privatbank Hauck & Aufhäuser übernimmt den Krypto-Verwahrer Kapilendo, so das Institut in einer Pressemitteilung

Kapilendo hat Bafin-Erlaubnis

Wie Hauck & Aufhäuser betont, verfügt Kapilendo seit dem 14. September über die für Krypto-Verwahrgeschäfte in Deutschland benötigte Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Damit übernehme die Privatbank “der ersten Kryptoverwahrer mit der Erlaubnis zur Verwahrung von Kryptowerten in Deutschland”. Neben Kapilendo verfügt auch die Kryptohandelsplattform Coinbase über eine entsprechende Bafin-Lizenz.

Hauck & Aufhäuser wolle in der Folge sein Servicespektrum im Bereich Digital Assets ausbauen. Die geplante Übernahme muss durch die Aufsichtsbehörden noch genehmigt werden. Danach soll Kapilendo Namen Hauck & Aufhäuser Digital Custody AG firmieren und der Bank ermöglichen, “die gesamte Wertschöpfungskette von digitalen Assets hausintern abzudecken”.

“Wir gehen davon aus, dass die Tokenisierung von Vermögenswerten zu einem elementaren Bestandteil der Fondsbranche wird. Diesen Wandel werden wir bei Hauck & Aufhäuser für und mit unseren Fondskunden aktiv vorantreiben und mitgestalten”, erklärt Dr. Holger Sepp, Mitglied des Vorstands bei Hauck & Aufhäuser.

Nach der Ausgliederung von Kapilendo will die bisherige Unternehmensmutter Bloxxon die Zusammenarbeit mit Hauck & Aufhäuser weiter ausbauen.

Bislang auch als Tokenisierungsplattform aktiv

Bloxxon betreibt unter dem Namen Kapilendo neben Verwahrdiensten auch eine Tokenisierungs-Plattform, welche etwa bereits durch die Restaurantkette L’Osteria zur Ausgabe einer tokenbasierten Anleihe genutzt wurde.

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Bitcoin-Wale bewegen BTC-Rekordmengen: Kursvolatilität könnte drohen

Bitcoin (BTC)-Analysten glauben, dass es kurzfristig zu Volatilität kommen könnte, da die Wale ein zuvor noch nie beobachtetes Verhalten an den Tag legen.

Aktuelle Daten zeigen, dass Wale nicht nur äußerst aktiv auf dem Markt waren, sondern auch Rekordmengen an Bitcoin bewegt haben.

Wal-Aktivität weit über Bitcoin-Allzeithochs

Obwohl der BTC-Kurs in einer engen Spanne um 40.000 US-Dollar stagniert, sind großvolumigen Bitcoin-Investoren sehr aktiv.

In den letzten Wochen haben diese Wale mehr Coins im Netzwerk bewegt, als je zuvor. Sie übertrafen sogar die Zahlen, die während Allzeithochs von 60.000 US-Dollar und mehr verzeichnet wurden.

Transaktionen mit jeweils 10 Millionen US-Dollar und mehr haben kürzlich ein Volumen von über 10 Milliarden US-Dollar verzeichnet.

Analysiert man ihr handeln weiter, sieht man, dass verschiedene Klassen von Walen auf die kürzlichen Kursentwicklungen auf verschiedene Art reagiert haben.

„Kleinere“ Wale haben verkauft, während die großvolumigen Anleger hingegen ihre Positionen sogar noch vergrößert haben, die Daten der On-Chain-Analysewebseite Material Indicators diese Woche zeigten.

„Wale haben BTC verkauft, Mega-Wale haben gekauft und rote Wale haben eine weitere Kauforder aufgegeben“, wie Forscher kommentierten. Dazu luden sie einen BTC/USD-Chart mit den Kauf- und Verkaufsniveaus hoch.

„Wenn man dieses Verhalten die der Wale nachvollziehen möchte, muss man nur auf die geringe Liquidität schauen, die sie nach oben treiben wollen.“

Bitcoin-Wale Börsenaktivität versus BTC/USD-Tages-Chart. Quelle: Material Indicators/Twitter

Die Tatsache, das es fast keinen Widerstand zwischen dem aktuellen Spotkurs von 42.000 US-Dollar und 46.500 US-Dollar gibt, zeigt sich bei den Rückgängen, sobald der Kurs über 44.000 US-Dollar steigt.

„Schnelle und volatile“ Bewegungen bei Bitcoin unter 40.000 US-Dollar zu erwarten

Unterdessen warnen weitere Daten zu Walen, dass es eine starke Volatilität geben könnte.

In diesem Zusammenhang: BTC-Rückgang unter 43.500 US-Dollar: Bärisches Bitcoin-Fraktal mit 78 Prozent Erfolgsrate zeigt sich

Das „Börsen-Wal-Verhältnis“ verfolgt die Größe der Zuflüsse unter den Top-10-Börsen im Vergleich zum Rest nach. Dieses ist auf Niveaus gestiegen, auf denen es in der Vergangenheit sehr starke Schwankungen gab.

„In der Regel können wir das als einen kurzfristigen Ausverkauf betrachten. Doch da wir uns in kritischen Bereichen befinden, müssen wir sicherstellen, dass der Kurs über 40.000 US-Dollar bleibt“, so die On-Chain-Analysewebseite CryptoQuant am 28 September.

„Die Kursentwicklung unter 40.000 US-Dollar könnte schnell und volatil verlaufen.“

Bitcoin Börsen-Wal-Verhältnis, Chart Quelle: CryptoQuant

Wie Cointelegraph berichtete, wird erwartet dass das Niveau um 36.000 US-Dollar einen eindeutigen Boden bildet, falls Bitcoin unter 40.000 US-Dollar fallen sollte.

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KryptoFAV: Bund plant Kryptofondsanteileverordnung

Die Bundesministerien für Finanzen und Justiz haben einen Entwurf für eine Kryptofondsanteileverordnung (KryptoFAV) veröffentlicht.

Erweiterte Regelung für Kryptofondsanteile

Der mit nur vier Seiten sehr knappe Entwurf umfasst eine rechtlichen Definition von Kryptofondsanteilen und sieht für diese die Anwendbarkeit des Gesetzes zur Einführung von elektronischen Wertpapiere (eWPG) vor.

Kryptofondsanteilen sind demnach “Anteile an Sondervermögen” in form “elektronischer Anteilscheine, die in ein Kryptowertpapierregister eingetragen sind”.

Die KryptoFAV nennt darüber eine Reihe von Vorschriften des eWPG, welche auch für solche Kryptofondsanteile anwendbar wären, sollte die Verordnung in der vorgeschlagenen Form verabschiedet werden.

Abweichend von den Regeln für elektronische Wertpapiere sieht die KryptoFAV als “registerführende Stelle” die jeweilige Verwahrstelle vor. 

Die KryptoFAV wird den Weg zur Begebung von Anteilen an Investmentvermögen in Form von Token ebnen, die wie verbriefte Anteilsscheine von Anlegern erworben werden können. Auch ein Zweitmarkthandel der Kryptofondsanteile wäre damit möglich.

eWPG schafft Wertpapierurkunden ab

Das im Juni in Kraft getretene Gesetz zur Einführung elektronischer Wertpapiere umfasst gesonderte Regelungen im Vergleich zu klassischen Wertpapieren. Die Pflicht von Wertpapierurkunden entfällt für elektronische Wertpapiere und wurde durch eine Pflicht zur Eintragung in ein Wertpapierregister ersetzt.

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