Investment-App Betterment: Noch unsicher im Hinblick auf Krypto-Dienste

Betterment, ein Finanzberatungsunternehmen, das Robo-Advising und Cash-Management-Services anbietet, ist noch unentschlossen, ob es Kryptowährungen auf seiner Plattform einführen wird.

Betterment untersucht noch eine mögliche Ausweitung seiner Dienste. Dabei sollen möglicherweise digitale Vermögenswerte wie Bitcoin (BTC) einbezogen werden, so die CEO Sarah Levy.

„Wir glauben, es ist in Ordnung, sich an diesen neueren Anlageklassen zu beteiligen, wenn wir den richtigen Kontext und die richtige Beratung bieten können“, wie Levy in einem Interview am Dienstag auf dem Bloomberg Wealth Summit erklärte. „Ich würde mir wünschen, dass wir einen Weg finden, Krypto auf verantwortungsvolle Weise anzubieten, aber ich kann nicht sagen, dass wir schon so weit sind. Ich denke, wir sind immer noch in einer Art Beobachtungs- und Lernmodus“, fügte sie hinzu.

Betterment wurde im Jahr 2008 gegründet und ist eine beliebte Plattform in den USA, die Kunden dabei hilft, in ein weltweit diversifiziertes Portfolio aus Aktien und Anleihen zu investieren. Jedes ist einem „angemessenen Risikoniveau“ für einen bestimmten Zeitraum zugeordnet. 

Im April meldete das Unternehmen ein Rekordwachstum im ersten Quartal 2021. Das verwaltete Vermögen stieg dabei um 10 Mrd. US-Dollar und es konnte die Zahl der Neukunden um 116 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Zuvor hatte Betterment die US-Tochter des kanadischen Robo-Advisor-Unternehmens WealthSimple übernommen. Das Unternehmen wurde im September 2020 als Kanadas erste regulierte Kryptobörse eröffnet.

Große Wall-Street-Firmen wie Goldman Sachs und Morgan Stanley haben ebenfalls bereits Schritte unternommen, um wohlhabenden Kunden Investitionen in Kryptowährungen zu ermöglichen. Der globale Zahlungsriese PayPal sagte, die Nachfrage nach seinen Krypto-Diensten hätte die Erwartungen des Unternehmens übertroffen. Die Firma hat ihre ersten Krypto-Angebote Ende 2020 eingeführt.

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8. Mai wird zu Wendepunkt für Dogecoin: DOGE könnte wie XRP 2018 abschmieren

Dogecoin (DOGE) steigt und Bitcoin (BTC) stagniert. Aber ein Analyst sagt voraus, dass diese Woche die DOGE-Blase platzen soll.

Auf Twitter hat der bekannte Nutzer Lowstrife am Dienstag die Ähnlichkeiten zwischen Dogecoin und XRP hervorgehoben. Das deutete er als Warnzeichen dafür, dass „das Ende“ nahe sei.

„Endspurt“

Wie Cointelegraph berichtete, ist das DOGE/USD-Paar in dieser Woche weiter nach oben geklettert und hat seine vorhergehenden Verluste wieder wettgemacht und seinen vorherigen Höchststand von 0,47 US-Dollar übertroffen. Seit Jahresbeginn ist das Paar um 7.000 Prozent gestiegen.

Da Elon Musk, der als Befürworter von DOGE bekannt ist, am Samstag seinen Auftritt bei Saturday Night Live als „The Dogefather“ hat, gilt dieses Datum jedoch als wichtiger Wendepunkt für die weitere Entwicklung des Meme-Altcoins.

Musk hat bereits das ganze Jahr über Schlagzeilen wegen seiner Befürwortung des Dogecoin gemacht. Damit hat er gezeigt, dieser nicht organisch wächst, sondern sehr leicht von sozialen Netzwerken beeinflussen lässt.

Sollte sich das Blatt jedoch wenden, könnten Hodlern Verluste drohen, die an das Ende der „Alt-Saison“ von 2018 erinnern.

Der Kryptowährungshändler Lowstrife sieht bereits Anzeichen einer solchen Altcoin-Apokalypse auf dem Spotmarkt.

„Alle großen Rallyes von Doge in diesem Jahr waren kleiner und weniger aggressiv. Was anfangs 18 Stunden gedauert hat, läuft jetzt schon seit 2 Tagen“, kommentierte Lowstrife.

„Ich vermute, dass das der Endspurt ist, bevor alles endgültig vorbei ist. Der 8. Mai ist der Tag, den man im Auge behalten sollte.“

DOGE/USD 1-Tages-Kerzenchart (Bittrex). Quelle: TradingView

Wie die Allzeithochs von XRP

Die jüngste Phase des DOGE-Wunders ähnelt auffallend dem letzten Schub von XRP im Jahr 2018. Daraufhin ist das XRP/USD-Paar auf sein Allzeithoch von 3,20 US-Dollar geklettert. Anschließend ging das Paar langsam zurück und erreichte ein Tief von 0,14 US-Dollar. Das ist ein Verlust von 95,6 Prozent.

XRP/USD 1-Wochen-Kerzenchart (Bitstamp). Quelle: TradingView

Die aktuelle Situation kommt auch neueren Marktteilnehmern nur allzu bekannt vor. Das GameStop-Debakel, bei dem einzelne Händler den Kurs der Aktie in die Höhe trieben, um die Hedgefonds mit ihren Leerverkäufen zu vernichten, hat den Weg für eine ähnliche Bewegung bei den Kryptowährungen geebnet.

Anders als bei Aktien gibt es für die Regulierungsbehörden keine Möglichkeit, Druck auf die Händler auszuüben oder den Zugang zum Vermögenswert selbst einzuschränken. Außer, sie würden die Handelsplattformen zwingen, das für sie zu tun.

Adam Back, der CEO von Blockstream, erklärte dazu, dass der DOGE-Bullenlauf ein Beispiel für einen Casino-ähnlichen Markt sei.

„Wie ein GME-Short-Squeeze. Nicht weil der Markt sagt, dass das einen Wert hat, sondern im Gegenteil, weil es zu Recht als wertlos leerverkauft wird“, wie er auf Twitter sagte.

„Je witziger und einfacher zu pumpen, desto mehr Leute werden sich zusammen finden und das Ding in Casino-Manier pumpen und dumpen.

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Bericht einer Zentralbank: „DeFi kann zu einem Paradigmenwechsel führen“

Ein Bericht der Zentralbank von St. Louis hat sich mit der Expansion des dezentralen Finanzwesens und der Rolle von Ethereum dabei befasst.

Die Studie wurde von Fabian Schär verfasst und am Sonntag veröffentlicht. Dabei betrachtet er die DeFi-Welt sehr genau und erklärt, dass, wenn die Sicherheitsbedenken und Risiken ausgeräumt werden können, das zu großen Veränderungen in der Finanzbranche führen könnte.

„DeFi nutzt Smart Contracts, um Protokolle zu erstellen, die bestehende Finanzdienstleistungen offener, interoperabler und transparenter abbilden“, so Schär. Dabei lobt er auch die Effizienz, Zugänglichkeit und Kompatibilität.

„DeFi kann zu einem Paradigmenwechsel in der Finanzbranche führen und möglicherweise zu einer robusteren, offeneren und transparenteren Finanzinfrastruktur beitragen.“

DeFi ist im letzten Jahr sehr stark gewachsen. Der Gesamtwert, der im Ökosystem eingeschlossen wurde, stieg dabei um 700 Prozent. Bei Redaktionsschluss wurde laut DefiLlama ein neues Allzeithoch von rund 134 Mrd. US-Dollar erreicht.

Schär erklärte, das Rückgrat des gesamten DeFi-Ökosystems seien Smart Contracts, Die meisten von diesen laufen auf Ethereum. Im Bericht werden eine Reihe von beliebten DeFi-bezogene Token aufgezählt. Es wird aber darauf hingewiesen, dass die überwiegende Mehrheit der Token auf dem Ethereum-Netzwerk ausgegeben wird.

Ether (ETH) wird auch als Sicherheit für viele DeFi-Protokolle verwendet und 10,5 Millionen ETH, oder 9 Prozent des gesamten Angebots, sind laut DeFi Pulse eingeschlossen.

Schär, ein Professor für Distributed-Ledger-Technologie an der Universität Basel in der Schweiz, erklärte, Ethereum habe eine Welle von Innovationen ausgelöst, die auf Blockchain-Technologie basieren.

Er fügte hinzu, das Wachstum von digitalen Vermögenswerten wie ETH und das Potenzial für DeFi können zu noch größere Dingen beitragen:

„Das spektakuläre Wachstum dieser Vermögenswerte und einige wirklich innovative Protokolle deutet darauf hin, dass DeFi noch viel relevanter werden könnte. Der Bereich hat das Interesse von politischen Entscheidungsträgern, Forschern und Finanzinstituten geweckt.“

Laut dem „DeFi Report“ für Q1 von ConsenSys ist die Anzahl der Ethereum-Adressen, die mit DeFi-Protokollen interagieren, auf einem Allzeithoch von 1,75 Millionen und hat sich seit Anfang 2020 verzehnfacht.

In dem Bericht heißt es weiter, dass Ethereum sich bullischer entwickelt ist als Bitcoin (BTC). Der Vermögenswert kletterte dabei auf ein Allzeithoch von knapp über 3.500 US-Dollar.

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Auktionsriese Sotheby’s will BTC und ETH als Zahlungsoption akzeptieren

Sotheby’s, eines der ältesten und größten Auktionshäuser der Welt, hat angekündigt, bei einer geplanten Auktion die wichtigsten Kryptowährungen als neue Zahlungsmethode akzeptieren zu wollen.

Der CEO von Sotheby’s Charles Stewart sagte, das Unternehmen werde Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) bei der geplanten Auktion von Banksys „Love is in the Air. akzeptieren werden. Die neue Zahlungsmethode wird in Partnerschaft mit der größten Kryptowährungsbörse der USA Coinbase möglich gemacht, wie Stewart in einem Interview bei der CNBC-Sendung Squawk Box erklärte.

„Darüber haben wir schon seit einiger Zeit nachgedacht“, so der CEO. Weiter hieß es, dass Sotheby’s damit Krypto-Zahlungen für physische Kunst weiter fördere. Die Firma hat Anfang des Jahres auch nicht-fungible Token (NFTs) erstmals versteigert.

„Love is in the Air“ ist ein ikonisches Kunstwerk über Protest und stammt vom englischen Straßenkünstler Banksy. Das Werk wird in der Abendauktion von Sotheby’s für zeitgenössische Kunst am 12. Mai in New York angeboten, wie Esquire berichtete. Die Gebote für das Werk, das auf einen Wert zwischen 3 und 5 Mio. US-Dollar geschätzt wird, werden in US-Dollar abgegeben. Den Betrag kann man anschließend aber mit Kryptowährungen bezahlen.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, sind Auktionshäuser weltweit in den letzten Monaten immer stärker in die Kryptobranche eingestiegen. Im Februar kündigte das britische Auktionshaus Christie’s eine NFT-Auktion eines digitalen Kunstwerks von Mike Winkelmann an. Der Titel dieses Werks lautet „Everydays: The first 5000 Days“. In der Auktion kamen beim NFT-Verkauf fast 70 Mio. US-Dollar zusammen. Im Oktober 2020 verkaufte Christie’s außerdem ein Kunstwerk und NFT zum Thema Bitcoin für über 130.000 US-Dollar.

Derzeit gibt es eine große Altcoin-Rallye, bei der Ether am Dienstag ein neues Allzeithoch von über 3.500 US-Dollar erreichte.

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Kein Scherz mehr: DOGE-Marktkapitalisierung überholt Nintendo und XRP

Die Marktkapitalisierung von Dogecoin (DOGE), der Meme-Kryptowährung, die vor sieben Jahren als Scherz begann, hat nach einer Rallye die Marktkapitalisierung des großen japanischen Videospielunternehmens Nintendo überholt.

Laut Daten von AssetDash ist die Marktkapitalisierung von DOGE auf 77,7 Mrd. US-Dollar am Dienstag nach einer Rallye gestiegen. Der Coin ist damit zum ersten Mal auf über 0,60 US-Dollar geklettert. Mit dieser Rallye schaffte es die Marktkapitalisierung des Projekts vor die Kryptowährungsbörse Coinbase mit 73,8 Mrd. US-Dollar und Nintendo mit 76,3 Mrd. US-Dollar. DOGE liegt derzeit bei 0,65 US-Dollar und ist damit auch nach wie vor an XRP vorbeigezogen. Er liegt auf Platz 4 unter den Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung laut CoinMarketCap.

Zuvor konnte der Token an Tether (USDT) vorbeiziehen, nachdem die Handelsplattform eToro angekündigt hatte, dass sie nun Dogecoin unterstützt. Am Dienstag folgte auch die große Kryptobörse Gemini diesem Beispiel. Tyler Winklevoss nannte DOGE „organisch, respektlos und lustig“.

Die Marktkapitalisierung von Dogecoin lag bei Redaktionsschluss bei rund 82 Mrd. US-Dollar mit einem großen Abstand zu Binance Coin (BNB) mit 96 Mrd. US-Dollar und der Marktkapitalisierung großer US-amerikanischer Unternehmen wie General Motors und FedEx. Als der Token 0,61 US-Dollar erreichte, hat er die Marktkapitalisierung des bulgarischen Lew überholt.

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Digitaler Euro: Datenschutz in einem zentralisierten System kaum möglich

Das Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank Fabio Panetta hat im April vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung der Europäischen Union die Bedeutung des Datenschutzes bei einer möglichen Einführung einer CBDC betont.

Die EZB hatte eine öffentliche Konsultation in Bezug auf einen möglichen digitalen Euro durchgeführt und sich dabei die Meinung von über 8.000 Privatpersonen und Unternehmen angehört. Aus den Antworten geht insgesamt hervor, dass der Datenschutz die größte Sorge bei der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung sei.

Da 43 Prozent der Befragten den Datenschutz als wichtigste Anforderung hervorhoben, erklärte Panetta, dass der digitale Euro diese Anforderungen erfüllen könne, ohne die Sicherheitsstandards zu lockern.

Aus der Umfrage ging auch hervor, dass ein digitaler Euro sichere Zahlungen bieten sollte (18 Prozent). Auch grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der Europäischen Union wurden oft genannt (11 Prozent). Einige Befragte betonten, sie wollen niedrige Gebühren (9 Prozent) und das System auch offline nutzen können (8 Prozent).

„Wie ich bereits erwähnt habe, wäre die Privatsphäre die wichtigste Eigenschaft eines digitalen Euros. Der Schutz der persönlichen Daten der Benutzer und die Gewährleistung eines hohen Maßes an Vertraulichkeit werden daher Priorität bei unserer Arbeit haben“, so Panetta.

Die EZB hat Methoden zur Verbesserung des Datenschutzes bereits erforscht, noch bevor das Konzept eines digitalen Euro aufkam. Vorläufige Untersuchungen ergaben, dass ein digitales System immer noch auf unerlaubte Aktivitäten überwacht werden aber gleichzeitig Transparenz und Datenschutz bieten könnte.

Die EZB findet zwar stets die richtigen und schöne Worte im Hinblick auf eine mögliche CBDC, aber dennoch glaubt nicht jeder, dass das Endergebnis so positiv ausfallen wird.

Die ehemalige Apple-Produktmanagerin und jetzige Geschäftsführerin von Oasis Labs Anne Fauvre-Willis sagte, die EU habe sich in der Vergangenheit in Sachen Verbraucherschutz aufgeschlossen gezeigt. Aber das wird nicht viel wert sein, wenn der digitale Euro über ein zentrales System ausgegeben wird.

„Die EU hat eine gute Erfolgsbilanz in Sachen Verbraucherschutz, aber es ist immer noch ein zentralisiertes System“, so Fauvre-Willis gegenüber Cointelegraph. Sie fügte hinzu: „Anstatt das über eine zentralisierte Bank zu organisieren, warum nicht ein dezentrales Protokoll dafür verwenden?“

Würde ein digitaler Euro beispielsweise auf der Ethereum-Blockchain ausgegeben werden, hätte er den gleichen Grad an Dezentralisierung und Autonomie wie Ether (ETH) und jeder andere Token, der über Ethereum ausgegeben wird.

Aber es ist wohl unwahrscheinlich, dass eine Zentralbank die gesamte Kontrolle über ihre Geldmenge an ein dezentrales Netzwerk abgibt.

Außerdem könnte der natürliche Drang des Menschen, den einfachsten Weg zu gehen, dazu führen, dass die Nutzer den digitalen Euro verwenden, unabhängig davon, wie viel Privatsphäre sie dabei aufgeben, so Fauvre-Willis.

„In Bezug auf die Akzeptanz des digitalen Euros denke ich leider, dass die Bequemlichkeit über den Datenschutz siegen wird“, wie Fauvre-Willis weiter erklärte.

„Datenschutz ist eine Eigenschaft, aber das reicht nicht aus, um Menschen dazu zu bringen, ihr Verhalten von sich aus zu ändern. Stattdessen müssen wir, die wir wirklich an den Schutz der Privatsphäre glauben, gleichzeitig darauf hinarbeiten, überzeugende und lebensverändernde Produkte herzustellen. Dabei müssen wir den Datenschutz in den Mittelpunkt stellen“, fügte sie hinzu.

Die EZB forscht weiter an einem digitalen Euro und die endgültige Entscheidung soll im Sommer 2021 fallen.

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Binanc-CEO warnt vor CBDC-Nachteilen: Arbeit am digitalen US-Dollar geht unterdessen weiter

Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) werden „eine Weile“ mit eingeschränkteren digitalen Währungen wie Chinas digitalem Yuan parallel existieren, so der Binance-CEO Changpeng Zhao in einem Bloomberg-Interview am Montag.

Laut Zhao können digitale Zentralbankwährungen einige der wichtigsten Eigenschaften von Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), etwa Nutzungsfreiheit und begrenztes Angebot, nicht bieten. „Am Ende des Tages sind das die Kerneigenschaften, die den Benutzern wichtig sind“, erklärte er.

Zhao sagte, die Unterschiede zwischen diesen beiden Arten von digitalen Vermögenswerten könnten digitale Zentralbankwährungen für die Leute in der Kryptobranche unattraktiv machen. „Die meisten digitalen Zentralbankwährungen werden stark kontrolliert“, so Zhao weiter.

Anders als Fiatwährungen, wie etwa der US-Dollar, hat die größte Kryptowährung der Welt Bitcoin ein begrenztes Angebot. Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoins auf der Welt geben. Viele Krypto-Befürworter heben immer wieder die Inflation durch den Gelddruck hervor und sagen, dass Bitcoin eine potenzielle Absicherung gegen die Fiat-Katastrophe sein könnte. 

Die USA arbeiten unterdessen weiter an ihren CBDC-Plänen. Das gemeinnützige Digital Dollar Project kündigte am Montag fünf Pilotprogramme für einen digitalen Dollar an. Für die nächsten 12 Monate hat sich die Organisation mit dem Buchhaltungsriesen Accenture zusammengetan. Das Unternehmen arbeitet bereits seit 2019 mit der schwedischen Zentralbank an der Entwicklung einer CBDC zusammen.

Trotz der Arbeit am digitalen Dollar bekräftigte der Vorsitzende der US-Zentralbank Jerome Powell letzte Woche, es sei „viel wichtiger“, einen digitalen Dollar richtig zu machen, als der erste dabei zu sein. Powell hat bereits zuvor Bedenken im Zusammenhang mit der CBDC dargelegt, darunter etwa den Datenschutz und die Sicherheit der Benutzer. 

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Mehr weiße Kittel: Neue digitale und dezentrale Wirtschaft braucht akademische Validierung

Wir sind an einem entscheidenden Moment in der Entwicklung der neuen digitalen Wirtschaft. Das Interesse an allem, was mit Krypto zu tun hat, wächst exponentiell. Auch die großen Investitionen folgen dicht darauf. Es ist wohl noch nie so viel Geld in eine Produktklasse geflossen, die von der Allgemeinheit als auch von den meisten Investoren so wenig verstanden wurde. Statt die Hintergründe tatsächlich zu verstehen müssen die Akteure im Kryptobereich sich auf den Ruf und das allgemeine Vertrauen verlassen. Daraus ist ein gefährlicher neuer Betrug entstanden. 

Im Gegensatz zu den ganz klaren Betrügereien wie bei OneCoin oder Bitconnect nutzen Blockchain-Opportunisten und Hochstapler oft eine gefälschte Wissenschaft. „Lesen Sie unser Whitepaper hier“, „Schauen Sie sich diesen Forschungsbericht an, den wir auf arXiv hochgeladen haben“, „Laden Sie unseren Datensatz herunter“. Das klingt alles ganz legitim, oder nicht? Es fehlt nur ein entscheidendes Element: Eine akademische Validierung.

Nicht alle Papiere sind gleich

Jeder kann ein „Whitepaper“ erstellen und zum Download anbieten. Im Jahr 2018 erteilte die US-Wertpapieraufsicht SEC leichtgläubigen Krypto-Investoren eine wertvolle Lektion. Sie lancierte ein gefälschtes Initial Coin Offering für den fiktiven „HoweyCoin“, das ein weißes Papier als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit hervorhob. Im Gegensatz dazu kann nur ein ausgebildeter Forscher, am besten noch mit einem Doktortitel und umfangreichem Wissen auf dem Gebiet, eine Arbeit in einer von Experten begutachteten Zeitschrift veröffentlichen lassen. Das ist der Goldstandard, den die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) anstreben sollte.

Sie würden sich ja auch keinen Impfstoff injizieren lassen, der von Studienabbrechern entwickelt wurde, die ihre Arbeit nicht von Experten aus der Biochemie und Immunologie überprüfen lassen. Warum sollten Sie also Ihr Geld, Ihre persönlichen Daten und Ihre automatisierten Geräte in DLT-Lösungen stecken, die nicht gründlich geprüft wurden?

Akademische Validierung beginnt mit einer Experten-Begutachtung

Ein Peer-Review, also eine Experten-Begutachtung, ist ein wichtiger Aspekt der akademischen Validierung. Dabei überprüfen Experten auf einem wissenschaftlichen Gebiet die Forschungsergebnisse der anderen vor und nach der Veröffentlichung auf Fehler und Inkonsistenzen. Einerseits ist das Peer-Review-Verfahren ein entscheidender Schritt bei der wissenschaftlichen Publikation und erhöht die Transparenz, die Zuverlässigkeit und das Vertrauen. Um eine unabhängige Validierung zu ermöglichen, lassen die Autoren ihre Daten, Methoden und Ergebnisse zunächst von anonymen Experten fachlich prüfen. Andererseits kann eine Forschungsarbeit, sobald sie die erste Überprüfung bestanden hat und veröffentlicht wird, jederzeit überarbeitet, revidiert oder sogar zurückgezogen werden, wenn neue Informationen aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft hinzukommen. Akademische Validierung ist also ein immerwährender Prozess.

Die Arbeit innerhalb eines Peer-Review- und akademischen Validierungssystems gewährleistet fortlaufende Innovation und Wissensschöpfung. Gute wissenschaftliche Publikationen reihen ihre einzigartigen Beiträge neben frühere Leistungen ein. Sie überprüfen systematisch, was bereits getan wurde, bauen darauf auf und weisen den Weg für zukünftige Innovationen. Pseudowissenschaftliche Publikationen hingegen erfinden das Rad oft neu und versehen es zur Sicherheit mit ein paar Ecken und Kanten.

Nicht zuletzt umfasst ein Peer Review einen Kodex im Hinblick auf akademische Integrität Verhalten. In der Popkultur haben viele Superschurken einen Hochschulabschluss. Im wirklichen Leben sind die allermeisten Akademiker wohlmeinende, sehr ethische Menschen, deren Handeln vom Streben nach Fakten und Wissen geleitet wird. Das akademische Validierungssystem ist zwar auch nicht immer vor menschlichen Fehler oder moralischen Ausrutschern gefeit, doch wir können sagen, dass es weitgehend gelungen ist, die wissenschaftliche Entwicklung auf dem rechtschaffenen Weg zu halten. Diese Beobachtung gilt auch für viele Branchenableger, etwa im Biotech-Bereich.

Biotech: Aushängeschild für Peer-Review-Verfahren in der Branche

Eine Branche, in der das Peer-Review-Verfahren seit langem erfolgreich integriert und weithin akzeptiert ist, ist die Biotechnologie. Kürzliche Aufsteiger wie BioNTech und Triumvira Immunologics publizieren regelmäßig in Top-Journalen und stellen sich dem akribischen Peer-Review. Andernfalls würde sich niemand darauf einlassen. Die Branche hat ihre Lektion nach mehreren spektakulären Fällen von Pseudowissenschaft gelernt. Das größte Beispiel dafür ist wohl Theranos.

Zwischen der Gründung im Jahr 2003 und der Zwangsschließung im Jahr 2018 verdiente das Bluttest-Biotech-Einhorn Theranos rund 700 Mio. US-Dollar. Die Chefin des Unternehmens Elizabeth Holmes und der Betreibsleiter Ramesh „Sunny“ Balwani haben die Investoren mit ihrem Charme und Gerede über Technologien eingewickelt, die ihre Firma nie wirklich entwickelt hat. Die beiden Bluttestgeräte, die Theranos auf den Markt gebracht hat, nämlich das Edison und das miniLab, wurden offensichtlich nicht von Experten begutachtet.

Schließlich wurde der Druck seitens von Investoren, Forschern und den Medien immer größer, diese Arbeit validieren zu lassen. Irgendwann war dieser auch zu groß, um ihn zu ignorieren. Nach einer unabhängigen, wissenschaftlichen Prüfung erwies sich das Edison als praktisch unbrauchbares Diagnosewerkzeug. Theranos hat das miniLab nach diesem Skandal nicht einmal einer unabhängigen Untersuchung unterzogen. Bald darauf haben sich Partner und Investoren aufgelehnt. Die Top-Führungskräfte des Unternehmens wurden nun von der SEC wegen eines, wie die Behörde es nannte, ausgeklügelten Betruges im großen Stil, verklagt.

Die gesamte Biotech-Industrie hat aus dem Theranos-Debakel gelernt, wie viel Peer-Reviews und die damit verbundene Transparenz sowie das Vertrauen wert sind. In einem Bereich, der so komplex und hochtechnologisch ist, dass er nur von wenigen wirklich verstanden wird, ist das Peer-Review-System heute ein allgemein anerkannter Wächter. Damit werden Leute, wie Elizabeth Holmes und Ramesh Balwani ausgemerzt und es wird dafür gesorgt, dass Innovationen nachvollziehbar bleiben.

„Dr.“ und „DLT“ sollen zusammengehören

Warum also verlässt sich der Blockchain-Bereich nicht viel stärker auf ein Peer-Review? Lediglich eine viel zu kleine Gruppe unter den großen Akteuren in diesem Bereich bemüht sich darum, ihre Innovationen akademisch zu veröffentlichen. In diesem Bereich gab es bereits auch einige Betrügereien in der Größenordnung von Theranos. Statt verifizierter Fakten ist ein Gewinnversprechen der größte Anreiz für Investitionen. Das ist schlecht und potenziell gefährlich.

In diesem Zusammenhang: Sind Sie darauf reingefallen? 13 ICO-Betrügereien, die Tausende Leute getäuscht haben

Vielleicht ist die Faszination der Tech-Branche für Studienabbrecher, wie Steve Jobs, Steve Wozniak, Bill Gates und Jack Dorsey eine Erklärung dafür. Doch jedem innovativen „Schulabbrecher-Unternehmer“ gingen unzählige Experten in Laborkitteln und dicken Brillengläsern voraus. Man sollte sich vor Augen halten, dass im Jahr 2017 30 Prozent der Entwickler von Google einen Doktortitel hatten. Auch bei Apple, Microsoft, Facebook und Twitter waren Hochschulabsolventen in der Mehrheit.

Wir bauen hier eine völlig neue digitale Wirtschaft auf. Unser heutiges System wäre ohne solide akademische Prozesse, wo das Wissen die Hauptsache ist, nicht denkbar. Man denke an die Beiträge von John Hicks und Kenneth Arrow zur ökonomischen Gleichgewichtstheorie, an die Analysen der Handelstheorie von Paul Krugman oder die Erkenntnisse von Ronald Coase zu Transaktionskosten und Eigentumsrechten. Das sind nur einige wenige unter den Nobelpreisträgern und vielen, vielen weiteren Spitzenforschern, deren gemeinsame Bemühungen das globale Wirtschaftssystem, wie wir es heute kennen, geprägt haben. Die neue digitale Wirtschaft verdient und erfordert sogar das gleiche Maß an akademischer Strenge.

Die Krypto-Revolution wird von „Rockstars“ vorangetrieben, Visionären, denen oft ein akademischer Hintergrund fehlt. Ihre Ideen von Dezentralisierung und Offenheit sind erfrischend anti-systemisch und optimistisch. Doch diese Visionen sind nur möglich dank der Arbeit von Generationen von Wissenschaftlern, die schon vor Jahrzehnten die Grundlagen der heutigen Krypto-Protokolle gelegt haben und sie bis heute noch weiterentwickeln. Die Krypto-Revolution ist das Produkt von Träumen und Ideologien einerseits und von Peer-Review-Forschung und Entwicklung andererseits.

Die Ansichten, Gedanken und Meinungen, die hier geäußert werden, sind allein die des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten und Meinungen von Cointelegraph wider.

Serguei Popov promovierte im Jahr 1997 in Mathematik an der Staatlichen Universität Moskau und hatte Forschungs- und Lehraufträge an der Universität von Sao Paulo und der Universität von Campinas. Derzeit ist er leitender Forscher an der Universität von Porto. Sein Interesse an Krypto kam im Jahr 2013 auf, als er seine Kenntnisse in allgemeiner Mathematik, Wahrscheinlichkeit und stochastischen Prozessen allmählich auf die Distributed-Ledger-Technologie anwendete. Er ist Mitbegründer der Iota Foundation und Mitglied des Vorstands.

Die hier geäußerten Meinungen sind die des Autors und spiegeln nicht notwendigerweise die Ansichten der Universität oder der mit ihr in Verbindung stehenden Unternehmen wider.

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Bitcoin-Rally steht bevor: Glassnode-Prognose anhand von Stablecoin-Angebotswerten

Das im Umlauf befindliche Angebot der vier größten Stablecoins ist auf neue Allzeithochs gestiegen. Das deutet darauf hin, dass die Käufer bald einen weiteren Anstieg auf dem Bitcoin- und Kryptomarkt auslösen könnten.

Die Gesamtkapitalisierung von Tether (USDT), USD Coin (USDC), Binance USD (BUSD) und Dai (DAI) ist seit Anfang dieses Jahres um fast 190 Prozent von 27 Mrd. US-Dollar auf fast 78 Mrd. US-Dollar gestiegen.

Im Bericht Week on Chain vom 3. Mai erklärte der On-Chain-Analyse-Anbieter Glassnode, dass Tether nach wie vor führend in dem Sektor der Stable-Token sei. Zwei Drittel der Gesamtkapitalisierung aller vier großen Stablecoins gehen von diesem aus. Das gesamte geprägte USDT-Angebot erreichte Ende letzter Woche ein Allzeithoch von 51,78 Mrd. US-Dollar. In nur sieben Tagen ist dieses um 1,48 Mrd. US-Dollar oder 3 Prozent gestiegen.

Das USDC-Angebot ist in der vergangenen Woche ebenfalls um etwa 1 Mrd. US-Dollar gestiegen. Derzeit beläuft sich die Marktkapitalisierung auf 14,5 Mrd. US-Dollar, wie es laut CoinGecko heißt. Am 30. April erreichte der Coin kurzzeitig einen Höchststand von 15 Mrd. US-Dollar.

Das im Umlauf befindliche Angebot des BUSD stieg am 3. Mai auf 7,8 Mrd. US-Dollar, während das DAI Angebot zu diesem Zeitpunkt ein Allzeithoch von 3,9 Mrd. US-Dollar erreicht hat.

Glassnode sagt, dass das Bitcoin-Stablecoin-Angebotsverhältnis (SSR) auf einem Jahrestief von 13,4 liege und sich seinem Allzeittief von 9,6 nähere. Das SSR misst das Bitcoin-Angebot geteilt durch das Stablecoin-Angebot.

Bitcoin-Stablecoin-Angebotsverhältnis: Glassnode

Auf dem Chart sieht man, dass das SSR in den Jahren 2020 und 2021 durchgehend niedrig war, da das Angebot an Stablecoins größtenteils im Verhältnis zum Kursanstieg von Bitcoin gestiegen ist.

Laut Glassnode ist ein sinkender SSR-Wert ein bullisches Signal, da das globale Stablecoin-Angebot im Verhältnis zur Bitcoin-Marktkapitalisierung größer wird:

„Wenn das Gesamtangebot an Stablecoins steigt, deutet das auf eine erhöhte ‚Kaufkraft‘ von Krypto-Kapital hin. Dieses kann schnell in BTC und andere Krypto-Vermögenswerte getauscht und gehandelt werden.“

Die Liquiditäts-Mining-Anreize von Aave vom 27. April hatten die Stablecoin-Nachfrage ebenfalls angekurbelt, da der Großteil der Belohnungen für den Einsatz von USDT, USDC und DAI ausgeschüttet wurde. DeFi-Investoren haben beobachtet, dass das Ertrags-Farming von Aave einen unmittelbaren Einfluss auf das Stablecoin-Kreditvolumen hatte. Dieses hat sich seit Ende April mehr als verdoppelt.

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Für das Kleingeld: CME Group bringt Micro-Bitcoin-Futures heraus

Die Chicago Mercantile Exchange (CME) hat offiziell ihr neuestes Bitcoin (BTC)-Derivatprodukt auf den Markt gebracht. Damit könnte die Akzeptanz für digitale Vermögenswerte steigen.

Tim McCourt, der globale Leiter für den Equity Index und alternative Investmentprodukte der CME Group, sagte, das neue Produkt biete „eine effiziente, kostengünstige Möglichkeit für viele verschiedene Marktteilnehmer — von Institutionen bis hin zu anspruchsvollen, aktiven Händlern. Damit können sie ihr Bitcoin-Engagement genau regulieren und ihre Handelsstrategien verbessern“.

Der Micro Bitcoin-Futures-Kontrakt hat einen Wert von 0,1 BTC. Damit haben Händlern ein zusätzliches Tool zur Absicherung ihres digitalen Währungskursrisikos.

J. B. Mackenzie, der Geschäftsführer von TD Ameritrade Futures and Forex, sagte, die Micro Bitcoin-Futures würden die zwei größten Probleme mit Kryptowährungsinvestitionen lösen. Diese seien „nämlich die hohen Kosten und der Wunsch, sich bei einer Investition in einer regulierten Umgebung zu bewegen“.

Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach kleineren Kontrakten gab die CME Group am 30. März erstmals bekannt, ein Mikro-BTC-Derivatprodukt einführen zu wollen. Damals war 1 Bitcoin etwa 58.000 US-Dollar wert. Das entspricht auch den aktuellen Kursen in etwa. Die führende digitale Währung schoss im April auf über 64.000 US-Dollar und ging dann stark zurück.

Die Verwendung von Kryptowährungsderivaten hat exponentiell zugenommen, seit die CME im Dezember 2017 den allerersten Bitcoin-Futures-Kontrakt eingeführt hat. Obwohl die Chicago Board Options Exchange schnell nachzog, gab der Konkurrent das Produktangebot schließlich ganz auf.

Der Handel mit Krypto-Derivaten machte im Dezember 2020 55 Prozent des Gesamtmarktes aus. Das werden in Zukunft wohl viel mehr werden, da Derivatbörsen wie Bybt, FTX und BitMEX nach wie vor eine Anlaufstelle für Händler sind, die eine wesentlich größere Investition in digitale Vermögenswerte tätigen wollen.

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