Krypto-Community kann sich drei wichtige Termine für Juli anstreichen: Wie wird der Markt reagieren?

Für die Krypto-Community gibt es in diesem Monat drei wichtige Tage, die die Entwicklung des Kryptomarktes und das makroökonomische Umfeld in den USA insgesamt in diesem Jahr tiefgreifend beeinflussen könnten.

Am 13. Juli werden der monatliche Verbraucherpreisindex (VPI) und Daten über die Inflation veröffentlicht. Am 26. und 27. Juli wird entschieden, ob die Zinsen weiter angehoben werden, und am 28. Juli werden die Schätzungen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Vereinigten Staaten für das zweite Quartal 2022 zeigen, ob sich das Land technisch betrachtet in einer Rezession befindet.

13. Juli: Daten zu Inflation und Verbraucherpreisindex

Michaël van de Poppe, CEO und Gründer der Krypto-Beratungs- und Aufklärungsplattform EightGlobal, sagte am Montag auf Twitter, „alle Augen sind in der nächsten Woche auf die Daten zu Verbraucherpreisindex gerichtet“. Dazu gab er auch bullische Prognosen für Bitcoin (BTC) ab, wenn dieser über die Marke von 20.000 US-Dollar klettern sollte.

Der Mitbegründer der Crypto Academy mit dem Twitter-Namen Wolves of Crypto sagte, man sollte sich dieses Datum in Kalender markieren und er fügte hinzu, ein niedrigerer Raucherpreisindex als erwartet „könnte der Katalysator für einen Dead Cat Bounce“ für Bitcoin sein:

„Am 13. Juli sollte man sich auf die Zahlen zu Verbraucherpreisindex konzentrieren. Wenn der Verbraucherpreisindex niedriger ausfällt, könnte das der Katalysator für einen Dead Cat Bounce sein“.

Der Verbraucherpreisindex ist eines der Messinstrumente im Hinblick auf die Inflationsentwicklung. Bei diesem wird die durchschnittliche Veränderung der Verbraucherpreise auf der Grundlage eines repräsentativen Korbs von von Haushaltswaren und Dienstleistungen gemessen.

Eine weiter steigende Inflation könnte sich auf die Nachfrage nach Kryptowährungen auswirken, da die Verbraucher mehr Geld ausgeben müssen, um über die Runden zu kommen als zuvor.

Interessanterweise wurde Bitcoin zwar inmitten der hohen Inflation nach der globalen Finanzkrise 2008 entwickelt und wird aufgrund seines festgelegten Angebots und seiner Knappheit als Inflationsschutz angepriesen, doch in den letzten Jahren hat sich die Kryptowährung ähnlich wie traditionelle Tech-Aktien entwickelt und hat sich nicht als immun gegen die Inflation erwiesen.

Die nächste planmäßige Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex in den USA ist für den 13. Juli 2022 vorgesehen.

Nach Angaben von Trading Economics wird derzeit eine Inflationsrate von 8,7 Prozent für Juni erwartet, die damit etwas höher als im Mai (8,6 Prozent) liegt.

26. und 27. Juli: Zinserhöhung durch US-Zentralbank

Die Anhebung des Leitzinses um 75 Basispunkte war im Juni einer der höchsten monatlichen Erhöhungen seit 28 Jahren. Nun wird erwartet, dass der Leitzins nach der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Zentralbank Ende dieses Monats weiter steigen wird.

Zinserhöhungen sind ein wichtiges Instrument der US-Zentralbank, um die Inflation durch eine Verlangsamung der Wirtschaft in den Griff zu bekommen. Höhere Zinssätze führen zu einem Anstieg der Kreditkosten, was Verbraucher und Unternehmen von Ausgaben und Krediten abhalten kann.

Das kann auch einen Abwärtsdruck für risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen nach sich ziehen, da Anleger bereits anständige Renditen erzielen können, wenn sie ihr Geld auf zinsbringenden Konten oder risikoarmen Anlagen parken.

Diesen Monat wird der Offenmarkt der US-Zentralbank voraussichtlich entscheiden, ob er die Zinsen um 50 oder 75 Basispunkte anheben wird. Charlie Bilello, Gründer und CEO von Compound Capital Advisors, glaubt an eine stärkere Erhöhung.

28. Juli: Befinden wir uns in einer Rezession?

Am 28. Juli wird die US-Behörde für Wirtschaftsanalysen das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten für das zweite Quartal 2022 schätzen und einen Bericht dazu veröffentlichen.

Nach einem BIP-Rückgang um 1,6 Prozent im ersten Quartal 2022 erwartet der GDPNow-Tracker der Atlanta Federal Reserve nun einen Rückgang des BIP-Wachstums um 2,1 Prozent im zweiten Quartal 2022.

Ein zweiter BIP-Rückgang im zweiten Quartal in Folge würde bedeuten, dass die USA sich in einer „technischen Rezession“ befinden.

In diesem Zusammenhang: Am Rande der Rezession: Kann Bitcoin seine erste globale Wirtschaftskrise überleben?

Wenn die Wirtschaft der Vereinigten Staaten offiziell in einer Rezession ist, was für 2023 erwartet wird, steht Bitcoin vor seiner allerersten vollständigen Rezession und wird wahrscheinlich zusammen mit den Tech-Aktien einen weiteren Rückgang verzeichnen.

Gibt es Hoffnung?

Trotz der düsteren Makroprognosen sehen einige der führenden Kryptoexperten den jüngsten Einbruch des Kryptomarktes aufgrund des Makroumfeldes insgesamt als positives Zeichen für die Branche.

Der Krypto-Experte Erik Voorhees, Mitbegründer von Coinapult und CEO und Gründer von ShapeShift, sagte, der aktuelle Krypto-Crash sei für ihn „am wenigsten besorgniserregend“, da es sich um den ersten Krypto-Einbruch handele, der auf Makrofaktoren außerhalb der Kryptowirtschaft zurückzuführen sei.

Qiao Wang, ein wichtiger Akteur der Alliance DAO, äußerte sich ähnlich auf Twitter und erklärte, dies sei der erste Zyklus, in dem der Hauptgrund für den Bärenmarkt ein „exogener Faktor“ sei:

„Die Leute, die sich wegen der Makroökonomie Sorgen um Krypto machen, wissen doch, wie bullisch das eigentlich ist, oder?“

„Das ist der erste Zyklus, in dem der Hauptgrund für den Bärenmarkt ein exogener Faktor ist. In früheren Zyklen waren die Ursachen endogen, etwa Mt.Gox (2014) und ICOs (2018)“, wie er erklärte.

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Facebook begräbt Krypto-Projekt endgültig – Schließung von Novi im September

Das erste große Krypto-Projekt des ehemaligen Facebook-Konzerns, inzwischen Meta, nimmt im September sein unrühmliches Ende, denn dann wird das Pilotprojekt der zugehörigen Novi-Wallet beendet.

Die Novi-Webseite wurde entsprechend überarbeitet, um die Teilnehmer des Pilotprojkets darüber zu informieren, dass die Plattform am 1. September abgeschaltet wird. Damit geht ein acht Monate langes Pilotprojekt zu Ende, an dem sich Nutzer aus der ganzen Welt beteiligt haben.

Die bestehenden Nutzer werden angewiesen, ihre verbleibenden Gelder bis dahin aus ihren Novi-Wallets zurück auf die jeweils verknüpften Bankkonten auszuzahlen. Nutzer aus Guatemala können sich ihre Guthaben alternativ auch an bestimmten Einrichtungen in Guatemala-Stadt in bar auszahlen lassen.

Zudem wird den Novi-Nutzern geraten, auch ihre Kontoinformationen bis zur Schließung herunterzuladen, darunter zum Beispiel Transaktionsdaten und Daten über Handelsaktivitäten, denn ab dem 1. September wird kein Zugriff mehr möglich sein. Ab dem 21. Juli werden deshalb auch alle Einzahlungen in die Krypto-Wallets von Meta abgeschaltet.

Cointelegraph hat Novi um Stellungnahme gebeten, ob das Wallet-Projekt zu einem späteren Zeitpunkt doch noch auf den Markt kommt. Bei Redaktionsschluss lag noch keine Rückmeldung vor.

Die Schließung von Novi kommt fünf Monate nachdem das Facebook-Krypto-Projekt Diem an die Silvergate Capital Corporation verkauft wurde. Das ehemals als Libra bekannte Projekt sollte einen Stablecoin innerhalb des Meta-Ökosystems etablieren, der hauptsächlich über die firmeneigene Novi-Wallet läuft.

Der große Druck von Politik und Behörden auf der ganzen Welt hat letztendlich dazu geführt, dass Meta die Marke Diem an Silvergate veräußert und das Krypto-Projekt begraben hat. Mit Novi fällt nun der letzte verbleibende Service der ambitionierten Pläne.

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„Wichtiger Schritt in die richtige Richtung“ – Experten loben europäische MiCA-Regulierung

Die Europäische Union (EU) hat nun in letzter Instanz den viel diskutierten Gesetzesrahmen zur Regulierung von Kryptowährungen verabschiedet. Die sogenannten „Markets in Crypto-Assets“ (MiCa), die für die Zukunft klare Richtlinien für europäische Krypto-Dienstleister vorgeben. Die ersten Reaktionen der Experten auf die neue Regelung fallen überwiegend positiv aus, doch auch kritische Stimmen werden laut.

So bekräftigt Richard Gardner, der CEO der Trading-Techfirma Modulus, stellvertretend, dass die neuen Vorgaben einen klareren Weg für die sogenannten „Crypto Asset Service Providers“ (CASPs) aufzeigen:

„Nicht alles, was festgelegt wurde, wird jedem Player in der Branche gefallen, aber zum jetzigen Zeitpunkt muss die Branche erst mal nur vermittelt bekommen, was überhaupt von ihr erwartet wird. Ein solches Regelbuch, durch das die Marktteilnehmer wissen, in welche Richtung sie arbeiten können, ist schon lange überfällig.“

Gardner ist sogar derartig optimistisch, dass er in den neuen Richtlinien eine Chance sieht, die anhaltende Krise der Kryptomärkte zu kippen, indem nun neue Innovationen vorgebracht werden können. Der Experte ist der Ansicht, dass die Gesetze in erster Linie darauf abzielen, einen „Schutz gegen Missbrauch und Manipulation“ zu schaffen.

Petr Kozyakov, der CEO vom Zahlungsdienstleister Mercuryo, ist ebenfalls voll des Lobes und bewertet die endgültige Verabschiedung der MiCA als „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Allen voran die schwarzen Schafe der Branche könnten so aus dem Markt gedrängt werden:

„Es gibt einen großen Bedarf an klaren Regeln, die Privatpersonen und Unternehmen auf dem Kryptomarkt schützen, die schwarzen Schafe verdrängen und dadurch noch weitere Menschen dazu bringen können, sich an Kryptowährungen auszuprobieren.“

Kozyakov ist der festen Überzeugung, dass die EU-Vorgaben endlich „das volle Potenzial freisetzen“ können, das in der Branche schlummert. Vielleicht kann so endlich die lang ersehnte Massentauglichkeit erreicht werden.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die in den MiCA nicht nur Positives sehen. So meint Seth Hertlein, der Global Head of Policy beim Wallet-Hersteller Ledger, in einem ausführlichen Twitter-Thread, dass die EU unter anderem eine große Chance verpasst hat, die Verfehlungen, die Europa in der Vergangenheit beim Web2 gemacht hat, im Web3 nicht zu wiederholen. Zudem sieht Hertlein in den Bestimmungen für Stablecoins und der umstrittenen Transfer of Funds Regulation (TFR) Verstöße gegen grundlegende Rechte der europäischen Bevölkerung.

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Trotz Krypto-Winter: Coinbase will stärker nach Europa expandieren

Coinbase expandiert inmitten des „Krypto-Winters“ in mehrere europäische Länder. Obwohl das Unternehmen viele Mitarbeiter entlassen und Stellenangebote zurückgenommen hat, gab die Vizepräsidentin von Coinbase Nana Murugesan bekannt, die Plattform wolle sich in Italien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden registrieren.

In der Schweiz hat die US-Kryptowährungsbörse bereits die ersten Mitarbeiter eingestellt und hat Lizenzen für den Handel mit Kryptowährungen in Großbritannien, Irland und Deutschland.

In einem Interview am 29. Juni erklärte Murugesan, das Unternehmen wolle nun nach Europa expandieren. Außerdem ist das Unternehmen angesichts des Einbruchs auf dem Kryptowährungsmarkt auch offen für Übernahmen in der Region.

Er glaubt, das ist der ideale Zeitpunkt, um in andere Länder zu expandieren, da viele auf Kryptowährungen spezialisierte Unternehmen mit mangelnder Liquidität und drohenden Insolvenzen zu kämpfen haben. Der Einbruch auf dem Kryptomarkt hat die Marktkapitalisierung um fast 2 Billionen US-Dollar reduziert. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung bei etwa 900 Milliarden US-Dollar. Die Liquiditätskrise hat Three Arrows Capital und Celsius Network dabei fast zur Schließung gezwungen. Er erklärte dazu:

„Als wir in Großbritannien und Europa in den Markt eintraten, war das während des letzten großen Bärenmarktes zwischen 2015 und 2016.“

Cointelegraph hat Coinbase um einen Kommentar gebeten, aber bis Redaktionsschluss noch keine Antwort erhalten.

Coinbase ist die bekannteste Kryptowährungsbörse in den Vereinigten Staaten und hat mit anderen Anbietern, wie etwa Binance, FTX und Crypto.com, harte Konkurrenz. Als die US-amerikanische Tochtergesellschaft von Binance ankündigte, sie würde keine Gebühren mehr für den Bitcoin-Handel erheben, fielen die Aktien von Coinbase.

Coinbase will mit seinen Konkurrenten Schritt halten, da diese in anderen Regionen der Welt immer beliebter werden. Binance und FTX haben Lizenzen im Nahen Osten erhalten. Außerdem hat sich Binance Lizenzen in Frankreich und Italien gesichert und bemüht sich um Registrierungen in weiteren europäischen Ländern.

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In der Technologiebranche kommt es weltweit zu Entlassungen und auch Coinbase kann sich diesem Trend nicht verschließen. Aufgrund der Krise musste das Unternehmen im Juni weltweit fast 18 Prozent seiner Belegschaft entlassen.

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Europäischer Rat einigt sich: Neue Anti-Geldwäschebehörde soll Krypto-Firmen beaufsichtigen

Der Europäische Rat hat sich über die Einrichtung einer Stelle zur Bekämpfung von Geldwäsche geeinigt, die dann bestimmte Krypto-Vermögenswertdienstleister beaufsichtigen soll.

In einer Mitteilung vom Mittwoch erklärte der Rat, er habe sich auf einen Teil des Vorschlags zur Einrichtung einer speziellen Anti-Geldwäsche-Behörde geeinigt. Dem Europäischen Rat zufolge soll die AML-Behörde „risikoreiche und grenzüberschreitende Finanzunternehmen“ beaufsichtigen, darunter auch Kryptounternehmen, „wenn sie als riskant angesehen werden“.

Ondrej Kovarik, ein Mitglied des Europäischen Parlaments, sagte, der Rat habe auch eine „vorläufige politische Einigung“ über die Geldtransferverordnung erzielt. Bei Redaktionsschluss sind noch nicht alle Details der Überarbeitung bekannt. Cointelegraph berichtete bereits, dass ein Entwurf der Verordnung vom März Kryptodienstleister dazu verpflichten könnte, personenbezogene Daten bei Überweisungen jeglicher Größe zu und von nicht gehosteten Wallets zu erheben und möglicherweise auch deren Richtigkeit zu überprüfen.

„Wir setzen dem wilden Westen der unregulierten Kryptowährungen ein Ende und schließen wichtige Schlupflöcher in den europäischen Anti-Geldwäsche-Vorschriften“, so der Europaabgeordnete Ernest Urtasun. „Die Verordnung gilt nicht für P2P-Überweisungen, an denen kein Verpflichteter beteiligt ist. Krypto-Vermögenswertdienstleister werden verpflichtet, Informationen zu sammeln und verstärkt ihrer Sorgfaltspflicht in Bezug auf alle Überweisungen, die nicht gehostete Wallets betreffen, nachzukommen. Das wird je nach Risiko beurteilt.“

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Das Anti-Geldwäschegesetz wurde erstmals im Juli 2021 vorgeschlagen und sollte im Jahr 2024 in Kraft treten. „Die Arbeit der direkten Aufsicht wird etwas später beginnen“, wie es von der Europäische Kommission hieß. Die Finanzaufsichtsbehörde wird eine der ersten Regulierungsorgane sein, das Geldwäsche in großen Regionen Europas überwachen, sich mit den Finanzermittlungsstellen der jeweiligen Länder absprechen und mit lokalen Regulierungsbehörden zusammenarbeiten soll.

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Krypto-Markteinbruch bringt Nordkorea Verlust ein: Wert der gestohlenen Kryptowährungen sinkt heftig

Nordkorea ist weltweit führend im Bereich Krypto-Kriminalität. Es gibt über 15 dokumentierte Fälle von Cyber-Angriffen, bei denen 1,59 Milliarden US-Dollar gestohlen wurden. Die aktuellen Turbulenzen auf dem Kryptomarkt haben dem Land jedoch Verluste in Höhe von Millionen von Dollar in ihrem Krypto-Portfolio eingebracht.

Der Einbruch auf dem Kryptomarkt hat in der Krypto-Branche Verluste in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar verursacht. Der Großteil der Krypto-Vermögenswerte ist dabei um mehr als 70 Prozent von ihrem Höchststand gefallen. Infolgedessen verzeichnete der Großteil der gestohlenen Kryptowährungen, die Nordkorea gestohlen hat, ebenfalls einen deutlichen Einbruch.

Einem Bericht von Coinclub.com zufolge hat Nordkorea 7.000 Vollzeit-Hacker eingesetzt, um sich durch Cyberangriffe, Ransomware und Hackangriffe auf Kryptoprotokolle Geld zu beschaffen.

Der Hackangriff auf die Ronin Bridge im April, bei dem 600 Millionen US-Dollar gestohlen wurden, wurde ebenfalls mit der bekannten Ransomware-Gruppe Lazarus aus Nordkorea in Verbindung gebracht. Ether (ETH) ist stark gesunken, daher ist auch der Wert der gestohlenen Coins um 230 Millionen US-Dollar gefallen. Das entspricht einem Rückgang um über 60 Prozent.

Laut einem Chainalysis-Bericht besitzt Nordkorea rund 170 Millionen US-Dollar an gestohlenen und ungewaschenen Kryptowährungen aus 49 Hacks innerhalb von vier Jahren. Der Wert dieser gestohlenen Coins ist inzwischen auf 63 Millionen US-Dollar gesunken.

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Der Chainalysis-Bericht geht davon aus, dass Nordkorea bereits 2016 über Kryptowährungen besaß. Das deute darauf hin, dass die Hacker das gestohlene Geld nur langsam gewaschen haben. Das könnte zum Teil auf die Transparenz der Blockchain-Technologie zurückzuführen sein, bei der das Protokoll, sobald es einen Hackangriff gab, oft mit Kryptobörsen und Stablecoin-Emittenten koordiniert, um das gestohlene Geld einzufrieren. Selbst die kleinsten Bewegungen werden oft aufgespürt.

In einem weiteren Krypto-Analysebericht von CNAS wurde hervorgehoben, dass der Diebstahl nur der erste Teil sei. Da Nordkorea Broker für den Umtausch in Fiat oder Bitcoin (BTC) suchen muss, bleibt oft nur ein Drittel des Wertes des gestohlenen Geldes übrig.

Nordkorea wurde mit zahlreichen Sanktionen aus der ganzen Welt belegt. Das erschwert den Handel und Transaktionen auf dem internationalen Markt und Experten glauben, das habe das Land dazu bewegt, Kryptowährungen als Alternative in Erwägung zu ziehen. Kryptowährungen machen jedoch nur einen winzigen Teil der Finanzmittel Nordkoreas aus. Der Großteil des Kapitals stammt aus dem Kohleschmuggel und zwielichtigen Geschäften mit China, wie Reuters berichtete.

Angesichts der immensen Summe an gestohlenem Geld und den immer besser werdenden Analyseinstrumenten und staatlichen Maßnahmen ist es für Nordkorea immer schwieriger, das gestohlene Geld zu waschen.

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Aus und vorbei? – Amtsgericht ordnet Liquidation von Three Arrows Capital an

Der in Schieflage geratene Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) steht Medienberichten zufolge wohl vor dem endgültigen Aus.

Wie die britische Nachrichtenagentur Sky News dementsprechend am heutigen Mittwoch berichtet, soll ein Amtsgericht auf den Britischen Jungferninseln die Liquidation von 3AC angeordnet haben.

Der Medienbericht bezieht sich dabei auf eine anonyme Quelle mit Insiderwissen. Bei Redaktionsschluss hat Three Arrows Capital noch nicht auf Anfrage von Cointelegraph reagiert.

Three Arrows Capital bzw. 3AC ist einer der wohl einflussreichsten Krypto-Hedgefonds überhaupt, was einen endgültigen Zusammenbruch der Investmentfirma umso folgenschwerer machen würde. Der 2012 von Kyle Davies und Su Zhu, zwei bekannten Köpfen der Kryptobranche, gegründete Investmentfonds ist durch den Crash von Bitcoin (BTC) auf nur noch 20.000 US-Dollar massiv in Bedrängnis geraten, denn durch die damit einhergehenden Verluste konnte die Firma erste Verbindlichkeiten nicht mehr erfüllen, und als dann gleich mehrere Kreditgeber Rückzahlungen eingefordert haben, verschlimmerte sich die Lage bis zur scheinbaren Zahlungsunfähigkeit.

Insgesamt soll der Hedgefonds in kürzester Zeit 400 Mio. US-Dollar verloren haben und nun insolvent sein.

Die Gründer von 3AC waren bisher bemüht, ihre Kunden zu beschwichtigen, zudem wurden mehrere Finanzberater ins Boot geholt, um adäquate Lösungen für die Zahlungsprobleme zu finden, indem Schulden umstrukturiert und neue finanzielle Mittel von anderen Geldgebern eingeholt werden. Sollte sich die Insolvenz mit der Entscheidung des Gerichtes nun bestätigen, würde eine wichtige Säule in Kryptobranche wegbrechen, die womöglich noch viele weitere Unternehmen mit nach unten zieht, die mit 3AC in Verbindung stehen.

Darunter zum Beispiel die Kryptobörse Voyager Digital, die in dieser Woche angekündigt hat, „rechtliche Schritte“ gegen Three Arrows zu prüfen, denn der Investmentfonds schuldet der Handelsplattform 15.250 BTC und 350 Mio. USD Coin (USDC).

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Studie: Millenials investieren eher in Kryptowährungen als in Investmentfonds

Laut einer Studie der Investmentfirma Alto unter erwachsenen US-Amerikanern investieren unter den Millenials, also Menschen in der Altersgruppe zwischen 25 – 40 Jahren, mehr Anleger in Kryptowährungen als in Investmentfonds.

Demnach haben bereits 40 % der Umfrageteilnehmer aus der Gruppe der Millenials in Kryptowährungen investiert. Entsprechend stellt die Studie fest, dass dieser relative Anteil „größer ist als der Prozentsatz unter den Millenials, die Investmentfonds gekauft haben“. Die Investitionsbereitschaft im Hinblick auf Aktien hält sich wiederum ungefähr mit Kryptowährungen die Waage.

Die Studie unter dem Motto „Wie Millenials ihre finanzielle Zukunft sehen“, stellt in diesem Zusammenhang weiter fest, dass die meisten Millenials entweder bereits Kryptowährungen besitzen oder zukünftig in diese investieren wollen. Alto-CEO Eric Satz weist allerdings darauf hin, dass die momentane Weltwirtschaftslage besonders für die junge Altersgruppe schwierige Voraussetzungen für Investitionen schafft. Dahingehend führt er aus:

„In einer Welt des ständigen Konsums, steigender Lebenshaltungskosten und hohen Studiengebühren ist es für Millenials schwer, mit Blick auf die Zukunft zu investieren, wenn sie sich schon kaum die Gegenwart leisten können.“

Diejenigen Umfrageteilnehmer, die angeben, dass sie bereits Kryptowährungen besitzen, würden die Anlageklasse auch für ihre Rentensparpläne nutzen. So sollen 70 % der Millenials, die Krypto besitzen und einen IRA-Rentensparplan fahren, Kryptowährungen schon in diesen eingebaut haben.

Eine andere Umfrage aus dem Juni hatte zuvor gezeigt, dass auch immer mehr wohlhabende Personen Gefallen an Krypto finden. Laut dem „World Wealth Report“ haben bereits 71 % aller wohlhabenden Teilnehmer schon in Kryptowährungen investiert. Die gewählten Finanzprodukte reichen dabei von Kryptowährungen über Non-Fungible Tokens (NFT) bis hin zu Krypto-ETFs.

Die Marktforscher von Blockware Intelligence unterstreichen diesen Trend, indem diese jüngst zu dem Ergebnis gekommen sind, dass die Adoptionsraten von Bitcoin (BTC) inzwischen sogar schneller voranschreitet als bei wichtigen technologischen Fortschritten wie Smartphone, Internet oder Social-Media.

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Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert: Zentralafrikanische Republik lanciert Krypto-Initiative

Faustin-Archange Touadéra, der Präsident der Zentralafrikanischen Republik, hat angekündigt, die Regierung werde eine Initiative zur Entwicklung der Blockchain-Infrastruktur des Landes finanzieren.

In einer Ankündigung auf Twitter am Montag sagte Touadéra, die Regierung der Zentralafrikanischen Republik eine Krypto-Initiative namens Sango lancieren, die vorschlagen wurde, nachdem das Land im April Bitcoin (BTC) als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hatte. Laut der Webseite von Sango will die Regierung das Programm im Rahmen einer Veranstaltung am 3. Juli offiziell starten. Bei der Veranstaltung wollen der Präsident, Mitglieder seines Kabinetts und Branchenexperten über die physische und digitale Infrastruktur, die die ZAR für den Eintritt in den Krypto-Raum benötigt, sowie den rechtlichen Rahmen für das Land sprechen.

Das Projekt Sango sieht den Aufbau eines „legalen Krypto-Zentrums“ vor, das Unternehmen und Krypto-Enthusiasten aus aller Welt anziehen soll. Außerdem soll im Rahmen des Projekts die Akzeptanz von Bitcoin im Land gefördert und eine virtuelle „Krypto-Insel“ eingerichtet werden. Diese dient als Sonderwirtschaftszone im Metaversum, die wohl auch ein Gegenstück in der realen Welt haben wird. Die Zentralafrikanische Republik plant, bis Ende 2022 einen eigenen Rechtsrahmen für Krypto zu erarbeiten.

„Die ehrgeizige Strategie für den raschen Aufbau einer erfolgreichen Wirtschaft kann sich nur auf neue Technologien stützen, die die Welt im Sturm erobert und das Geld auf eine neue Ebene gehoben haben, allen voran Bitcoin“, so Touadéra.

Die Pläne von Touadéra und der Zentralafrikanischen Republik in Bezug auf Kryptowährungen sind offenbar eng an den Plänen von El Salvador angelehnt. Dort ist im September 2021 das sogenannte Bitcoin-Gesetz in Kraft getreten, mit dem die digitale Währung zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt wurde. Das lateinamerikanische Land kündigte außerdem an, eine eigene Bitcoin-Stadt aufbauen zu wollen. Diese soll mit BTC-Anleihen im Wert von 1 Milliarde US-Dollar finanziert werden. Aufgrund des aktuellen Bären-Markts wurden diese Pläne allerdings aufgeschoben.

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Traditionelles Geschäftsmodell nicht auf Metaversum anwendbar: Innovationsleiter von EY

Magnus Jones, Innovationsleiter bei der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY), glaubt, dass das Metaverse von der jüngeren Generation geführt werde und nicht auf denselben Grundsätzen des Unternehmensgeschäftsmodells aufgebaut werden könne.

Jones sprach in einem exklusiven Interview mit Cointelegraph-Chefredakteur Alex Cohen auf der European Blockchain Convention (EBC) 2022 über genau dieses Thema.

Der Innovationsleiter bei EY erläuterte die Investitionsstrategie des Unternehmens und erklärte, warum ein großer Teil davon in Unternehmen der jüngeren Generation und in Startups fließt. Jones zufolge hätten sich viele dieser jungen Unternehmen mit wertvollen Produkten und Umsätzen in Millionenhöhe bewiesen.

Er sagte, dass die jüngere Generation treibe die Branche derzeit voran. Außerdem hieß es von ihm:

„Wir konzentrieren uns ganz klar darauf, die jüngeren Generationen zu verstehen und haben auch gesehen, dass die jüngeren Generationen mehrere Schlüsselelemente dieses Bereichs aufbauen.“

Im Hinblick auf Innovation sagte Jones, das uralte Unternehmensgeschäftsmodell werde im Metaverse keinen Erfolg haben. Unternehmen und Tech-Riesen würden über den Tellerrand der bestehenden Denkweise hinaus schauen müssen.

„Es ist nicht unbedingt einfach, hier eine traditionelle Geschäftsmodellstruktur anzuwenden.“

Anschließend sprach er auch über den Hype um Non-fungible Token (NFT) und darüber, ob es für etablierte Marken notwendig ist, mit aufstrebenden Technologien zu experimentieren. Jones sagte, etablierte Marken würden sich nicht auf den Aufbau von Comunitys konzentrieren und einfach dem Trend folgen. Das sei in gewisser Weise nach hinten losgegangen. Er erklärte dazu:

„GAP zum Beispiel, das britische Bekleidungsunternehmen, hat plötzlich aus heiterem Himmel eine NFT-Kollektion mit goldenen Pullovern auf den Markt gebracht, aber keine Zeit in den Aufbau einer Community investiert. Soweit ich auf Twitter gesehen habe, haben sich die Leute gedacht, ob das nicht ein Betrug ist.“

Jones sagte auch, die jüngeren Generationen würden den Trend im Metaverse bestimmen und die älteren Generationen müssten zusehen und lernen.

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