Thailand plant eigenen Utility Token für Touristen

Northern Data nimmt mit der Übernahme von Bitfield Kurs auf größere Marktanteile im Mining-Sektor.

Das in Frankfurt am Main ansässige Blockchain- und Computing-Unternehmen hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, das Unternehmen Miner Bitfield NV aus Amsterdam zu übernehmen. Mit sofortiger Wirkung gehen damit 6.600 einsetzbare Miner in die Hände der deutschen Firma. Bis 2022 sollen 26.000 weitere neue Miner, größtenteils in Nordamerika, in Betrieb genommen werden. Damit gelingt es Northern Data nach eigener Aussage, seine Dienste von Bitcoin Hosting, Altcoin Mining und Cloud Computing nun auf Bitcoin Mining auszudehnen.

Bitcoin-Mining Weltspitze in Aussicht

Ziel der Übernahme sei “ein führendes globales Bitcoin-Mining-Unternehmen mit rund 33.000 ASIC-Minern der neuesten Generation zu werden” zu werden. Northern Data möchte in diesem Jahr “eine kombinierte globale Hashrate von mehr als 6 Prozent verwalten”. Dabei soll der Fokus auch auf einem ESG-konformen Ausbau (Environment, Social, Governance) liegen. Das Unternehmen verweist auf die “selbst entwickelte Soft- und Hardware mit intelligenten Konzepten und einer besonders nachhaltigen Kühltechnologie”.

Bitfield N.V. könnte in diesem Bereich auch etwas Expertise bieten. Das Unternehmen macht es sich zur Aufgabe, die Infrastruktur des Bitcoin-Netzwerkes bei “gleichzeitiger Förderung der Weiterentwicklung erneuerbarer Energiequellen” zu stärken. Für Bitcoin sehen sie deshalb die Notwendigkeit der Entwicklung einer “CO2-neutralen und nachhaltigen Hash-Rate”.

Northern Data nimmt Fahrt auf

Dass das Unternehmen im Angriffsmodus ist, zeigen die aktuellen Pool-Hashrates. Northern Data ist seit 2018 Mitglied bei Rawpool. Dieser hat innerhalb der letzten 24 Stunden 27,56 Prozent zugelegt (Stand 28.09.21). Somit scheinen die 3.000 PH/s (Petahashes pro Sekunde) (oder zumindest ein Teil dessen), die das Unternehmen mit der Übernahme von Bitfield dazugewonnen hat, bereits Wirkung zu zeigen. Denn neuerdings positioniert sich Rawpool auf Platz 10 der Hash-Pools – mit guten Aussichten in Zukunft noch weitere Positionen nach oben zu klettern.

Übersicht über die größten Hashpools, Stand 29.09.2021, btc.com.

Die drei größten Mining Pools, AntPool, F2Pool und ViaBTC waren in der Vergangenheit zu großen Teilen in China ansässig. Diese mussten im Zuge der Verbote im letzten Jahr ihren Standort wechseln, wodurch jeweils zunächst ein Einbruch der Hashrate zu sehen war. Beliebte Ziele zum Wiederaufbau waren für die Miner vor allem die USA, Südamerika, Iran und Kasachstan. Allerdings sind chinesische Mining-Unternehmen noch nicht gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Im Gegenteil: Wie Leon Waidmann zeigt, sind die derzeitigen Top-Pools allesamt chinesische Unternehmen. Mehr dazu hier.

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SEBA Bank erhält erste Lizenz als Schweizer Verwahrer für digitale Vermöägenswerte

Die SEBA Bank AG ist eine vollständig regulierte, Schweizer Institution, die digitale Kryptowährungsvermögenswerte anbietet. Heute hat sie bekannt gegeben, dass sie eine CISA-Lizenz von der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA erhalten hat. Damit darf sie nun Verwahrungsdienstleistungen für kollektive Investitionsprogramme im Land anbieten.

Mit dieser Lizenz ist die Bank die erste in der Schweiz und sogar auf der Welt, die sich auf digitale Vermögenswerte konzentriert und Verwahrungsdienstleistungen anbieten darf. Damit kann das Institut nun professionellen Händlern größere Investmentmöglichkeiten in den aufstrebenden Kryptomarkt bieten.

Die Bank wurde Mitte 2018 gegründet und befürwortet die sogenannte nächste Generation des digitalen Banking. Sie gilt als Pionier im regulierten Sektor für digitale Vermögenswerte. Im August 2019 hat die Bank eine Lizenz erhalten, mit der sie Banken- und Wertpapierdienstleistungen anbieten darf. Dabei brachte sie ihre SEBAWallet-App, einen E-Banking-Dienst und die SEBA Card auf den Markt, die fünf große Kryptowährungen unterstützten, darunter Bitcoin und Ethereum.

Der CEO der SEBA Bank Guido Buehler kommentierte den kürzlichen Erfolg der Bank so:

„Vor zwei Jahren hat die SEBA Bank eine Lizenz erhalten, mit der sie Banken- und Wertpapierdienstleistungen anbieten darf. Nun feiert sie weitere geschäftliche Erfolge, da die institutionelle Akzeptanz von Krypto und digitalen Vermögenswerten weltweit immer weiter wächst.“

Regulatorische Sicherheit in einem Markt, der oft als volatil betrachtet wird, hat schon bald die Eliten Europas gelockt. Mitte 2020 hat die französische Zentralbank SEBA dazu eingeladen, an ihrem Pilotprojekt für einen digitalen Euro teilzunehmen. Dabei sollte erforscht werden, ob eine CBDC bei grenzüberschreitenden Zahlungen Sinn macht.

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Buehler kommentierte auch, was eine CISA-Lizenz für die europäische Akzeptanz bedeutet:

„Mit unserer neuen CISA-Lizenz kann die SEVA Bank ihre Pionierrolle im institutionellen Bereich für digitale Vermögenswerte weiter ausbauen. Vermögensverwalter können einem breiteren Publikum nun Strategien mit Fokus auf Krypto oder andere digitale Vermögenswerte anbieten. Dabei können sie Schweizer Fondsstrukturen verwenden, die von der SEBA Bank als CISA-lizenzierter Verwahrer abgesichert werden.“

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China greift weiter durch: Alibaba verbietet Verkauf von Krypto-Minern

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba stellt seine Kryptowährungsdienstleistungen aufgrund des harten Durchgreifens von China gegen Krypto nun ebenfalls ein.

Alibaba hat am Montag offiziell bekanntgegeben, dass die Plattform den Verkauf von Kryptowährungs-Minern verbieten werde. Auch die Kategorien Blockchain-Miner und Zubehör sollen ab dem 8. Oktober von der Webseite verschwinden.

Neben dem Verkaufsverbot für Krypto-Mining-Geräte will Alibaba auch unterbinden, dass auf seiner Plattform Kryptowährungen wie etwa Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und kleinere Coins wie like Quark (QRK) verkauft werden.

Diese Verbote beziehen sich auch auf Krypto-Mining-Hardware und -Software sowie Tutorials, Lehrbücher und Strategien im Zusammenhang mit dieser Branche, wie es in der Ankündigung heißt.

Verkäufern, die nach dem 15. Oktober weiterhin Krypto-Miner oder Produkte in diesem Bereich auf den Plattformen von Alibaba anbieten, drohen Strafen, wie die Firma in einer ausführlichen Beschreibung der neuen Verbote warnte. Diese Strafen umfassen etwa die Sperrung von Shops, das Einfrieren und die Schließung von Handelskonten, wenn man sich den neuen Regeln widersetzt. Unter diese neuen Regeln fallen etwa das absichtliche Angebot von Produkten aus diesem Bereich in anderen Kategorien, wie Alibaba erklärte.

Das Unternehmen erklärte, dass diese Änderung der Nutzungsbedingungen eine Reaktion auf Compliance-Probleme bei der Auflistung von Produkten und den Umgang mit Transaktionen seien.

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„Mitglieder sind dafür verantwortlich, sich an die geltenden Gesetze und Regulierungen zu halten, die in dem jeweiligen Verkaufsland gelten. Wie werden politische Änderungen in jedem Land nachfolgen und unsere Nutzungsbedingungen dementsprechend anpassen“, so das Unternehmen weiter. Cointelegraph bat Alibaba um einen Kommentar, erhielt aber bis Redaktionsschluss keine Antwort.

Kurz zuvor hat die chinesische Regierung neue Maßnahmen angekündigt, um die Kryptoakzeptanz zu bekämpfen. Dabei erklärte sie jegliche Kryptotransaktionen im Land am Freitag für illegal. Als Reaktion auf dieses erneute harte Durchgreifen habe große Börsen, wie etwa Binance und Huobi, einige Dienstleistungen in China eingestellt. Sparkpool, der zweitgrößte Ethereum-Mining-Pool auf der Welt, hat bekannt gegeben, seinen Betrieb einstellen zu wollen.

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PayPal bringt neue App heraus: Krypto, Sparkonto und direkte Einlagen

Der Zahlungsriese PayPal hat angekündigt, eine neue App herausbringen zu wollen, die digitale Zahlungsfunktionen für seine Kunden aus einer Hand bieten soll.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, erklärte der PayPal-Chef Dan Schulman im Juni, dass die Super-App des Unternehmens für die Vereinigten Staaten bereits fertiggestellt sei.

In einer Erklärung vom Dienstag hieß es, die neue PayPal-App werde Nutzern Zugang zu allen digitalen Finanzprodukten des Unternehmens bieten.

Die neue App bietet Dienstleistungen im und außerhalb des Kryptobereiches an. Dabei kann man zwischen der Wallet für die Kryptowährungszahlungen und Sparkonten mit hohen Erträgen hin und her wechseln.

In der Ankündigung von PayPal wurde auch eine Partnerschaft mit der Synchrony Bank bekannt gegeben, in deren Rahmen ein Sparkonto mit hohen Erträgen über die App angeboten wird.

In der Ankündigung hat der digitale Zahlungsriese auch bekannt gegeben, dass Kunden bis zu 0,40 Prozent Zinsen auf ihre Ersparnisse mit der App bekommen würden.

Kunden können ihre Ersparnisse auch vom Sparkonto abheben und auf ihr PayPal-Guthaben übertragen, um damit online einzukaufen.

Weitere neue Funktionen sind etwa die Möglichkeit, Rechnungen zu bezahlen, Cashback, Rabatte sowie direkte Einzahlungen. Mit der letzteren Funktion sollen Kunden Zahlungen zwei Tage früher erhalten können.

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PayPal erklärte ebenfalls, in den kommenden Monaten seien weitere Funktionen für die App geplant. Darunter etwa Offline-Zahlungen mit einem QR-Code und Investitionsmöglichkeiten. Im August berichtete Cointelegraph, dass PayPal erwägt, auch Aktienhandel anzubieten.

Erst vor einigen Tagen hat das Unternehmen den Kryptohandel für Nutzer in Großbritannien eingeführt.

Schulman hatte zuvor erklärt, dass digitale Zahlungen immer wichtiger werden. Im Dezember 2020 hat er gesagt, es sei Zeit für eine Massenakzeptanz von Kryptowährungen.

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Präsident Erdoğan: „Wir befinden uns im Krieg mit Kryptowährungen“

Die türkische Bevölkerung gilt als Krypto-affin. Präsident Erdoğan teilt diese Affinität nicht und erklärt dem Space den Krieg.

Im Zuge eines Q&A-Events äußerte sich Präsident Recep Tayyip Erdoğan unter anderem zu den Themen Kernenergie, Social Media und auch zum Thema Krypto. Auf letzteres Thema scheint der türkische Präsident nicht ganz so gut zu sprechen zu sein, wie sich im Laufe des Frage-Antwort-Panels herausstellte.

Der türkische Präsident sagte gegenüber den Anwesenden, dass die Türkei “kein Problem habe, sich für digitale Vermögenswerte zu öffnen”. Weiter wolle die Türkei ihre eigene Währung verbreiten – ein Hinweis auf den digitalen Lira. So berichtete auch die Nachrichtenseite Daily Sabah kürzlich, dass die türkische Zentralbank eine eigene Plattform für digitale Währungen aufgesetzt habe.

Gegen Kryptowährungen im Ganzen äußerte sich der türkische Präsident jedoch weiterhin sehr kritisch:

Wir haben einen separaten Krieg und einen eigenen Kampf [gegen Kryptowährungen]. Wir würden niemals Kryptowährungen unterstützen. Denn wir werden unsere eigene Währung mit eigener Identität weiterführen.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan

Was genau der türkische Präsident an Kryptowährungen auszusetzen hat, ließ er vorerst offen. Neu ist die Ablehnung jedoch nicht. Denn bereits im April dieses Jahres berichtete auch BTC-ECHO über den harten Kurs der türkischen Zentralbank gegen den Krypto-Space – die Notenbank hatte mit einer Verordnung alle Krypto-Zahlungen verboten. Damit fährt die Türkei einen ähnlichen Regulierungs-Weg wie etwa Russland. Denn türkische Staatsbürgerinnen und -Bürger dürfen zwar Bitcoin und Co. halten, doch für Zahlungen von Dienstleistungen darf man Kryptowährungen in dem Land nicht verwenden.

Krypto-Affinität der türkischen Bevölkerung

Konträr zur Krypto-kritischen Haltung der Notenbank und des türkischen Präsidenten gehören die türkischen Staatsbürger:innen derweil zu den Krypto-affinsten Menschen der Welt. Wie die Ergebnisse einer Umfrage aus dem Jahr 2018 zeigen, hielten bereits damals ungefähr 18 Prozent der Türken Kryptowährungen. Dabei lockt gerade diese Krypto-Affinität der Bevölkerung viele Betrüger auf den Plan. So berichtete BTC-ECHO jüngst über einen Dogecoin-Mining-Scam. Bei diesem Betrug entstand bei den – hauptsächlich türkischen – Anlegern ein Schaden in Höhe von 120 Millionen US-Dollar.

Jüngste Betrugsfälle

Auch Binali Yildirim, stellvertretender Vorsitzender der AKP, äußerte sich bei dem Event in Mersin:

Leider öffnet der Handel mit Kryptowährungen auch die Tür für Betrugsfälle. Es ist also ein Thema, das einer ernsthaften Überwachung bedarf. Es gibt eine Art imaginären zukünftigen Verkauf. Und dann haben wir einige schlechte Beispiele dafür gesehen, wo es Opfer solcher Betrugsfälle gab. Aber in der Zukunft kann es natürlich als Staat, als Regierung notwendig sein, einige Vorkehrungen zu treffen, um solche Betrugsfälle und Fehler zu verhindern. Die Arbeit an solchen Vorkehrungen wurde bereits begonnen.

Binali Yildirim, stellvertretender Vorsitzender der AKP

Und Binali Yildirim dürfte mit seiner Aussage einen wunden Punkt treffen. Denn in der jüngsten Krypto-Historie der Türkei gab es mehrere Betrugsfälle. Solche Betrugsfälle tragen sicher zu dem skeptischen und defensiven Kurs der Notenbank gegenüber Kryptowährungen bei. Erdogans jüngste Äußerung dürfte derweilen keine freundlichere Einstellung der Regierung gegenüber Kryptowährungen nach sich ziehen. Im Gegenteil: Eine härtere Regulierung des Marktes könnte folgen, um den “Krieg gegen Kryptowährungen” nicht zu verlieren.

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Türkischer Präsident Erdoğan: „Wir führen einen Krieg“ mit Krypto

Die Türkei will ein Blockchain-Zentrum werden, da das Land sowohl in Europa als auch in Asien liegt. Doch für Kryptowährungen hat das Land nichts übrig, wie der türkische Präsident Recep Tayyib Erdoğan kürzlich erneut bekräftigte.

Erdoğan veranstaltete eine Fragerunde in der türkischen Stadt Mersin, an der Jugendliche aus dem ganzen Land teilnehmen konnten. Einer der Teilnehmer sprach die digitale Kollaborationsplattform für die türkische Lira an, die letzte Woche angekündigt wurde. Er fragte, ob die Zentralbank Kryptowährungen begrüßen würde. Er fragte Erdoğan auch, was er von Krypto halte.

„Wir wollen Kryptowährungen absolut nicht begrüßen“, wie der Präsident antwortete. Er fügte hinzu:

„Ganz im Gegenteil, wir führen einen Krieg, einen Kampf gegen sie. Wir würden Kryptowährungen niemals unterstützen. Denn wir werden mit unserer eigenen Währung Fortschritte machen, ihre eigene Identität hat.“

Die ehemalige türkische Premierminister Binali Yıldırım ergänzte dazu, dass Kryptowährungen aufgrund ihres potentiellen Risikos eine strenge Aufsicht bräuchten. „Es ist wie der Verkauf eines fiktiven Termingeschäfts“, wie er erklärte.

In diesem Zusammenhang: Türkische Zentralbank: Zusammenarbeitet mit lokalen Tech-Firmen an Forschung und Entwicklung einer digitalen Währung

Türkei hat im Jahr 2019 erstmals Pläne angekündigt, an einer nationalen Blockchain-Infrastruktur arbeiten zu wollen. Seitdem haben sich die Regierung und die lokalen Behörden positiv über Blockchain geäußert. Die Regierung kündigte für Ende 2021 auch Tests für eine digitale Zentralbankwährung an.

Die türkische Zentralbank hat einen großen Schritt in Richtung einer digitalen Zentralbankwährung gemacht und die digitale Kollaborationsplattform für die türkische Lira eingerichtet, an der auch drei lokale Technologieunternehmen beteiligt sind.

Doch diese jüngsten Kommentare von Präsident Erdoğan über Kryptowährungen könnten das Ende der Krypto-Freundlichkeit der Türkei einläuten. Dort haben sich mehrere globale Kryptobörsen, wie etwa Binance und Huobi, Büros eingerichtet.

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Nach El Salvador: Schwappt die Bitcoin-Welle jetzt nach Afrika?

MicroStrategy kauft den Dip. Gleich mehrere tausend BTC führt das Unternehmen seinen Beständen zu.

Als hätten sie nicht ohnehin genug: Wie Michael Saylor, CEO und Gründer von MicroStrategy, am Mittag des 13. September via Twitter bekannt gab, hat das Unternehmen abermals Bitcoin gekauft. Laut Saylor waren es diesmal 5.050 BTC, die das Unternehmen zum Durchschnittspreis von 48.099 US-Dollar je BTC erstanden hatte. Die Neubeschaffung der Coins kostete das Unternehmen demnach 242,9 Millionen US-Dollar.

Insgesamt hält MicroStrategy nun 114.042 BTC im Gesamtwert von sage und schreibe 5,131 Milliarden US-Dollar. Damit ist das US-Unternehmen einer größten BTC-Hodler der Welt und hält rund 0,5 Prozent aller umlaufenden Bitcoin.

Die Aktionärinnen und Aktionäre des Unternehmens dürfte es freuen. Schließlich hat MSTR “lediglich” 3,16 Milliarden US-Dollar für seinen BTC-Bestand ausgegeben, liegt also rund 2 Milliarden US-Dollar im Plus. Der Durchschnittspreis aller Einkäufe beläuft sich dabei auf 27.713 US-Dollar pro Bitcoin – “inklusive Gebühren”. Das geht aus einem Dokument an die US-Börsenaufsicht SEC hervor, die das Unternehmen heute eingereicht hat.

Zuvor hatte Saylor noch einen seiner berühmten Aphorismen auf Twitter gepostet und damit wohl auf seine Akkumulationsstratgie in Sachen digitales Gold verwiesen.

Michael Saylor gilt freilich als einer der bullishsten Bitcoin-Investoren überhaupt. Seit sein Unternehmen im Sommer 2020 erstmals in die Kryptowährung investiert hatte, vergeht kaum ein Monat, in dem wir nicht über neue Zukäufe zum möglicherweise bald größten digitalen Goldschatz der Erde berichten. Vor Markteröffnung in den USA liegt der Stückpreis der MicroStrategy-Aktie rund 1 Prozent im Plus und notiert zur Stunde bei 615 US-Dollar.

Bitcoin selbst nimmt von dem Einkauf indes kaum Notiz und steht zur Stunde lediglich 0,1 Prozent im Plus.

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Große Aufgabe: Coinbase will 1,5 Milliarden US-Dollar aufbringen

Coinbase, die größte Kryptowährungsbörse in den Vereinigten Staaten, will über eine Anleiheemission 1,5 Milliarden US-Dollar aufbringen, wie das Unternehmen am Montag offiziell bekannt gab.

Die an der Nasdaq gelistete Kryptobörse möchte dieses Kapital nutzen, um die Bilanz des Unternehmens für allgemeine Unternehmenszwecke und mögliche Investitionen und Übernahmen anderer Unternehmen, Produkte oder Technologien auszubauen. Der Abschluss dieser Anleiheemission hängt vom Markt und anderen Umständen ab, wie die Firma erklärte.

Im Rahmen dieser neuen Kapitalerhöhung will das Unternehmen vorrangige Anleihen ausgeben, die in den Jahren 2028 und 2031 fällig sind. Diese haben einen Gesamtwert von 1,5 Milliarden US-Dollar und werden vollständig von der Coinbase Inc. garantiert. Das ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Coinbase, die als Holdinggesellschaft fungiert. Der Zinssatz, die Rückzahlungsbedingungen und andere Konditionen der Anleihe werden zwischen Unternehmen und den Erstkäufern verhandelt.

Coinbase wies darauf hin, dass die Anleihen und die damit verbundene Garantie nur im Rahmen eines privaten Angebotsmemorandums an Personen angeboten und verkauft werden, bei denen man davon ausgehen kann, dass es sich um „qualifizierte institutionelle Käufer“ nach den geltenden Wertpapiergesetzen handelt.

„Weder die Anleihen noch die zugehörige Garantie wurden oder werden nach Wertpapiergesetzen registriert und dürfen, sofern sie nicht registriert sind, in den Vereinigten Staaten weder angeboten noch verkauft werden, es sei denn, es liegt eine Ausnahme von dieser Registrierungspflicht vor“, fügte Coinbase hinzu.

In diesem Zusammenhang: Regulierungs- und Datenschutzbedenken nach SEC-Drohung gegen Coinbase

Coinbase ist in letzter Zeit ins Visier von Wertpapierbehörden geraten. Die US-Wertpapieraufsicht SEC drohte, die Börse wegen ihres Krypto-Kreditprogramms verklagen zu wollen. Der Coinbase-Chef Brian Armstrong machte darauf aufmerksam, dass viele andere Krypto Firmen auf dem Markt derzeit ähnliche Kreditprodukte anbieten würden.

Mit einem täglichen Handelsvolumen von über 5,6 Milliarden Dollar ist Coinbase eine der größten Kryptowährungsbörsen der Welt. Das Unternehmen wollte im Mai 2021 über eine private Emission von Schuldverschreibungen 1,25 Milliarden US-Dollar aufbringen. Mitte April ist es mit einer direkten Notierung an der Nasdaq an die Börse gegangen.

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Western Union und Co.: Millionenverluste wegen Bitcoin-Gesetz?

Mit der Bitcoin-Einführung ist El Salvador einen historischen Schritt gegangen. Die Legalisierung könnte zukünftig Überweisungsanbieter wie MoneyGram oder Western Union obsolet werden lassen.

Am 7. September trat in El Salvador offiziell das Gesetz in Kraft, das Bitcoin im lateinamerikanischen Land offiziell als Zahlungsmittel einführte. Seitdem können Bürger die Kryptoleitwährung für ihre Geschäftsaktivitäten verwenden – egal, ob beim Einkauf von Lebensmitteln, dem Bezahlen der Stromrechnung oder der Entrichtung von Steuern. Die Regierung um Präsident Nayib Bukele erhofft sich mit dem Schritt mehr Wirtschaftswachstum und vor allem mehr Unabhängigkeit von der bisherigen Nationalwährung – dem US-Dollar. In zwei Etappen deckte sich El Salvador am Montag mit 400 BTC ein.

Doch auch für die salvadorianische Diaspora bringt die Einführung von Bitcoin einen massiven Vorteil, der gleichzeitig zum massiven Problem für Überweisungsdienstleister à la Western Union oder MoneyGram werden könnte. Denn die Legalisierung ist ein Gamechanger für den lateinamerikanischen Staat, bedenkt man, dass knapp 70 Prozent der Einwohner auf finanzielle Hilfsleistungen von Verwandten aus dem Ausland angewiesen sind. Laut aktuellen Zahlen der Weltbank machen diese Überweisungen knapp 24 Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes aus. Gegenwärtig nutzt ein Großteil dafür noch die Dienste besagter Unternehmen. Doch damit könnte bald Schluss sein, denn die teils hohen Transaktionsgebühren, die Western Union und Co. erheben, lassen Kunden nach kostengünstigeren Alternativen suchen. Darüber hinaus berichtet der in Kanada lebende Exil-Salvadorianer Jaime García gegenüber CNBC:

Wenn ich Geld überweise, müssen die Menschen mit dem Bus zur nächsten Filiale fahren, um die Sendung abzuholen. Um die Standorte herum tummeln sich jedoch oftmals Gangs, die genau wissen, warum die Bürger zu den Abholstellen kommen. Überfälle sind keine Seltenheit.

Jaime García gegenüber CNBC

Heilsbringer hört in El Salvador auf den Namen “Chivo”

In El Salvador könnte die Lösung auf den Namen “Chivo” hören. Die Staats-Wallet bietet ihren Nutzern die Möglichkeit grenzüberschreitende Überweisungen gebührenfrei durchzuführen. Zugegeben, Startschwierigkeiten bremsten die Euphorie der Bürger etwas, nachdem einige die App entweder nicht herunterladen oder aufgrund von Serverüberlastungen nicht verwenden konnten. Doch alles in allem ist die Resonanz auf “Chivo” bisher positiv.

Sobald die “Chivo”-Wallet sich im täglichen Zahlungsverkehr in El Salvador etabliert, könnte es eng werden für MoneyGram und Western Union. Der CNBCBericht beruft sich auf Aussagen von Präsident Bukele, der einen jährlichen Verlust von etwa 400 Millionen US-Dollar für Überweisungsdienstleister prognostizierte.

Dass immer mehr Menschen aus Schwellenländern den bisherigen Platzhirschen den Rücken kehren, zeigt sich zuvor schon auf dem afrikanischen Kontinent. Um Verwandte zu unterstützen, setzen immer mehr Afrikaner auf Überweisungen via Krypto-Börsen. So sind nicht nur die Transaktionsgebühren wesentlich geringer, auch lassen sich damit Defizite der Fiat-Volatilität zwischen verschiedenen afrikanischen Währungen umgehen.

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Immutable Insight: Ein neues Ökosystem mit Null-Emissionen

Immutable Insight stellt zwei neue börsengehandelte Wertpapiere auf Blockchain Basis vor: “Substainliquid” und “Kryptobest”.

Von wegen Klimakiller, die “Infrastruktur der Zukunft ist die Blockchain-Technologie”. Diese Vision hat das Start-up Immutable Insight, über das wir bereits in der Vergangenheit berichteten. Die Gründerin Katharina Gehra verfolgt zusammen mit dem Mitbegründer Dr. Volker-Henning Winterer die Vision eines Ökosystems mit genau Null-Emission. Das 2019 gegründete Unternehmen hat das Ziel, das “volle Potenzial der Blockchain-Technologie durch datengesteuerte Ansätze und Krypto-Asset-Analysen zu nutzen”. Auf Basis dieser Instrumente wurden nun zwei neue börsengehandelte Wertpapiere (ETI) vorgestellt: “Substainliquid” und “Kryptobest”. Diese seien aus der Motivation raus entstanden, “auch kleinen Investoren die Möglichkeit an[zu]bieten, von unserer Expertise profitieren zu können”, erklärt Gehra gegenüber BTC-ECHO.

Substainliquid

Bei Substainliquid handelt es sich der Website nach um ein ETI, dass das Ziel verfolgt, positive Renditen bei geringem Risiko ESG-Konform auszuschütten.
Dazu werde ausschließlich in Proof-of-Stake (Staking-) Blockchains und dezentralisierte Finanzsysteme (deFi) investiert. Dabei sei nur investmentwürdig, was sich dem Unternehmen nach sowohl bewiesen, als auch ein großes Wachstumspotential hat.

Gehra erklärt BTC-ECHO, dass der Energieverbrauch somit automatisch gesenkt werden würde:

Andere Konsensmechanismen [zum Proof-of-work] wie Proof-of-Stake ersetzen Strom durch Kapital in der Gestaltung als Anreizsystem. Dies führt automatisch dazu, dass der Energieverbrauch von solchen Systemen um mehr als drei Größenordnungen verringert wird, wodurch auch der CO₂-Fußabdruck von solchen Blockchains im selben Ausmaß reduziert wird.

Katharina Gehra

Wie funktioniert Substainliquid?

Das angelegte Kapital wird zunächst in ein Token einer Staking-Blockchain umgewandelt, bevor es dann in Smart Contracts hinterlegt wird.
Durch die Smart Contracts würden Transaktionsgebühren und Inflationsgebühren eingenommen werden, die dann an die Anleger:innen ausgezahlt werden. Dabei peilt Immutable Insight eine Rendite von circa drei Prozent an. Um einen sozialen Beitrag zu leisten, sollen ungefähr 30 Prozent des Stalking-Rewards an Givewell gehen. Das Unternehmen möchte mit Substainliquid besonders Privatanleger:innen ansprechen.

Gehra nach bekäme man durch Substainliquid alle Vorteile des Stakings, kann seine CO₂-Emissionen verwalten und etwas Geld kassieren. Dabei ist sie der Meinung, dass die “Blockchain-Technologie … der einzige systemische Hebel für echte ESG” (Environmental Social Governance) ist.

ESG: Umwelt, Soziale und Unternehmensführungskriterien

Die ESG_Anlagekriterien gehen aus den EU-Vorschriften mit dem Namen Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) hervor, die darauf abzielen, die EU bis 2050 kohlenstoffneutral zu gestalten.

[Wir] fokussieren … uns auf Proof-of-Stake-Blockchains, um die energieärmeren Konsensmechanismen zum einen und die Transparenz und Verbindlichkeit der Blockchain-Daten auf der anderen Seite für einen besseren ESG Ansatz zu nutzen.

Katharina Gehra

Kryptobest

Wie bei Substainliquid soll auch für Kryptobest die Grundlage eine “mathematische und physikalische Modellierung auf Basis von Echtzeitdaten” sein. Im ETI Kryptobest sollen führende Kryptowährungen mit Investitionen in verschiedene Token kombiniert werden. Das Ziel sei eine angemessene Diversifikation des Anlagedepots. Dadurch möchte das Unternehmen die Preisschwankungen so gut es geht reduzieren. Dabei kann der Website zufolge jede:r investieren, der oder die bereit ist, mindestens 1.000 Euro anzulegen.

Gehra erklärte, dass der Fokus auf dem Token selbst liegt. Denn:

Wir glauben an die Tokenökonomie und wollen das neue Internet investierbar machen. Wer also schon mal Bitcoin und/oder Ether
gekauft hat, aber wem die Vielzahl und Dynamik der Token privat zu viel Aufwand ist, der bekommt hier den one-stop-shop für ein breites, aktiv gemanagtes Kryptoportfolio.

Katharina Gehra, 9. September 2021

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