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EU will 177 Mrd. US-Dollar in Blockchain und andere Zukunftstechnologien investieren

Die Europäische Union (EU) will mit Investitionen in Höhe von 177 Mrd. US-Dollar verschiedene innovative Technologien fördern.

Wie Bloomberg berichtet, will die EU die entsprechenden Investitionen auf Bereiche wie Blockchain, Quantencomputer, Künstliche Intelligenz und 5G aufteilen.

Die Summe von 177 Mrd. US-Dollar macht knapp 20 % des beschlossenen Förderprogramms in Höhe von 750 Mrd. Euo (bzw. 887 Mrd. US-Dollar) aus, mit dem die EU der europäischen Wirtschaft nach der Coronakrise wieder auf die Sprünge helfen will.

Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, betont in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit von Investitionen in digitale Technologien.

Darin sieht von der Leyen eine wichtige Stütze für die gesamte Region, weshalb die EU einen Teil der Gelder auch für die Entwicklung von Prozessoren bereitstellen wird, um eine ähnliche Situation zu verhindern wie zuletzt, als eine weltweite Verknappung bei der Chip-Herstellung beträchtliche Auswirkungen auf eine Vielzahl an Branchen hatte.

Obwohl die EU also schon offengelegt hat, in welche innovativen Technologien sie die 177 Mrd. US-Dollar investieren will, nennt sie keine genaue Aufteilung.

Im September wurde die IOTA Foundation nebst sechs weiteren Unternehmen zur Unterstützung des EU-Projekts „European Blockchain Services Infrastructure ausgewählt, das sich um den Aufbau einer Blockchain-Infrastruktur in Europa bemüht.

Im April 2019 hatte die EU bereits die International Association of Trusted Blockchain Applications gegründet, die ebenfalls die Adoption von Distributed-Ledger-Technologien (DLT) vorantreiben soll.

Die Blockchain-Technologie wird von der Europäischen Union also ganz klar als Zukunftstechnologie erkannt, weshalb sich die Regulierer auch um einen einheitlichen Gesetzesrahmen bemühen, der für diese förderlich sein kann.

Eine aktuelle Umfrage ergibt allerdings, dass die Mehrheit der Europäer eine nationale Regulierung von Krypto und Blockchain gegenüber einer Lösung aus Brüssel bevorzugt.

Immerhin plant die EU, schon bald mit der USA die Konzipierung gemeinschaftlicher Regulierungsvorgaben zu beginnen.

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Heftiger Widerstand in El Salvador – Demonstranten zünden Bitcoin-Geldautomaten an

Bitcoin-Kritiker und Demonstraten in El Salvador haben ein ausdrückliches Zeichen gegen Präsident Nayib Bukele und dessen Einführung der Kryptowährung als Zahlungsmittel gesetzt, indem sie einen Bitcoin-Geldautomaten in Brand gesteckt haben.

Wie das Nachrichtenportal Teleprensa berichtet und mehrere Videos in den sozialen Medien zeigen, brannte am Mittwoch ein Bitcoin-Kiosk inmitten eines Demonstrationszuges in der Hauptstadt San Salvador. Der Geldautomat ist einer von vielen, die die Regierung von El Salvador in den letzten Wochen aufgestellt hat, um die Infrastruktur für die Anerkennung von Bitcoin (BTC) als offiziellem Zahlungsmittel zu schaffen. Zudem wurde der Kiosk mit Anti-Bitcoin-Botschaften und dem Slogan „Demokratie ist unverkäuflich“ beschmiert.

Bürgermeister Mario Durán bestätigt, dass die Feuerwehr der Brandstelle zunächst ferngeblieben ist, nachdem die Demonstranten mit Gewalt gedroht hatten. Zu einem späteren Zeitpunkt kam es dann zur Löschung. Der Schaden an dem „Chivo-Geldautomaten“, benannt nach der regierungseigenen Krypto-Wallet, ist größtenteils oberflächlich, doch auch Mobiliar des Kiosks wurde verbrannt.

Insgesamt wurden in El Salvador bisher knapp 200 Bitcoin-Geldautomaten aufgestellt. Präsident Bukele hofft, dass die Chivo-Kioske bald „überall“ im Land stehen, damit die Kryptowährung flächendeckend als Zahlungsmittel genutzt werden kann. Obwohl Bitcoin in dem mittelamerikanischen Land neben dem US-Dollar nun als offizielles Zahlungsmittel anerkannt ist, will Bukele niemanden zur Nutzung zwingen.

Noch bevor das entsprechende Gesetz am 7. September in Kraft getreten ist, regte sich in El Salvador massiver Widerstand gegen den geplanten Schritt. Schon im Juli demonstrierten deshalb mehrere Protestgruppen durch die Straßen der Hauptstadt. Wie breit der Widerstand in der Bevölkerung gefächert ist, zeigt sich daran, dass sich selbst eine Gruppe aus Rentnern formiert hat, die die Bitcoin-Einführung ablehnt. Die größte Befürchtung ist dabei, dass die Kryptowährung für eine massive Verschlechterung der ohnehin schwachen Wirtschaft sorgen könnte.

Am gleichen Tag, an dem das Bitcoin-Gesetz in El Salvador in Kraft getreten ist, ging es für den Krypto-Marktführer prompt zurück unter 43.000 US-Dollar, was Bukele dazu veranlasste, den Abschwung „aufzukaufen“ bzw. zusätzliche 150 BTC für sein Land zu erwerben. Bei Redaktionsschluss liegt Bitcoin schon wieder auf knapp 48.000 US-Dollar, was dem Präsidenten zumindest für den Moment Recht gibt.

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„Meilenstein“ – PayPal führt Kryptowährungen in Großbritannien ein

Der große Zahlungsdienstleister PayPal hat am heutigen Freitag in Großbritannien den offiziellen Startschuss für den Handel mit Kryptowährungen auf der eigenen Plattform gegeben.

Ab sofort können britische PayPal-Kunden also die vier großen Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und Bitcoin Cash (BCH) handeln. Wie zuvor angekündigt, können allerdings nur verifizierte Nutzer den neuen Service nutzen.

Die Krypto-Pläne von PayPal für Großbritannien waren Ende August konkret kommuniziert worden, woraufhin nun der offizielle Startschuss folgt. Damit weitet der Zahlungsdienstleister die Verfügbarkeit von Kryptowährungen erstmals auf ein Land außerhalb der USA aus.

Ein Sprecher bestätigt gegenüber Cointelegraph, dass „PayPal mit diesem Schritt Kryptowährungen für britische Kunden eingeführt hat“. Dem fügt er an:

„Wir sind gespannt, zu beobachten, wie unsere Kunden Kryptowährungen kaufen, halten und verkaufen, bis wir weitere Features und Funktionen einführen.“

Der Sprung von PayPal in den britischen Kryptomarkt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Banken immer mehr von der Zusammenarbeit mit Kryptobörsen Abstand nehmen. So hat die Großbank HSBC im August zum Beispiel Kreditkartenzahlungen zur Binance unterbunden, da sie darin „mögliche Risiken für Bankkunden“ sieht. Die Barclays und die NatWest hatten dies zuvor ebenfalls getan.

Gregory Klumov, der CEO von Stasis, sieht in dem Markteintritt von PayPal „frischen Wind“ für Großbritannien, denn das Vereinigte Königreich „beheimatet eine Top-10 Wirtschaft, weshalb ein solcher Meilenstein die Adoption von Kryptowährungen in Europa und darüber hinaus entscheidend vorantreiben wird“.

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Franklin Templeton seeks experts for Bitcoin trading and crypto research

Auch das Investmentunternehmen Franklin Templeton sucht inzwischen nach Fachkräften aus dem Bereich Kryptowährungen, wie neue Stellenanzeigen der Firma zeigen.

Wie auf dem Karriereportal LinkedIn ersichtlich ist, hat die amerikanische Vermögensverwaltung am 1. September jeweils eine Stelle für Marktforschung und Trading mit Kryptowährungen ausgeschrieben.

Die beiden neuen Positionen suchen nach Fachkräften, die im Umgang mit den „größten und am meisten gehandelten Kryptowährungen“ vertraut sind, darunter natürlich auch Bitcoin (BTC) und Ether (ETH).

Die Stelle für Marktforschung ist für das Erstellen und Auswerten von Analysemodellen und Daten zuständig, über die das Management der Investmentfirma zuverlässige Entscheidungen zu Investitionen, technologischen und rechtlichen Entwicklungen treffen kann. Zudem soll der Analyst/die Analystin Franklin Templeton dabei helfen, neue Krypto-Investitionsprodukte zu entwickeln.

Für den Trading-Posten ist wiederum eine Fachkraft für den Handel mit Kryptowährungen gefordert, die zum Beispiel bei der Ausbalancierung von Portfolios und Abwicklung von Trades hilft. Darüber hinaus soll der „quantitative Trader die Automatisierung vorantreiben, um gemeinsam mit den Entwicklern Tools zu erstellen, die das Wachstum der firmeneigene Handelsplattform beschleunigen“.

Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 1,4 Bio. US-Dollar gehört Franklin Templeton zu den größten unabhängigen Vermögensverwaltungen der Welt, die mehrere professionelle Investmentfonds anbietet. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits ein reges Interesse an Blockchain und Kryptowährungen gezeigt.

So zum Beispiel im Jahr 2019 als Franklin Templeton einer der führenden Geldgeber für ein soziales Blockchain-Netzwerk war. Darüber hinaus hat die Vermögensverwaltung im gleichen Jahr bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC beantragt, einen ihrer Fonds per Blockchain abwickeln zu dürfen.

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„DeFi for the People“ – Celo-Konsortium launcht Förderprogramm

Eine von Celo initiierte Kooperation aus 20 verschiedenen DeFi-Projekten, will den Sektor auf der Mobile-First-Plattform fördern.

Ein Konsortium um die Mobile-First-Plattform Celo hat heute den Startschuss für “DeFi for the People” gegeben. Dabei handelt es sich um eine 20-köpfige Kooperation verschiedener Krypto-Organisationen wie Aave, Curve, SushiSwap oder Chainlink, die gemeinsam die Adoption von dezentralen Finanzdienstleistungen für Smartphone-Nutzer voranbringen möchten. Dafür stehen insgesamt 100 Millionen US-Dollar für Weiterbildungen und Förderungen zur Verfügung. Mit der Zusammenarbeit werden gleichzeitig verschiedene Krypto-Projekte in die Celo Blockchain integriert. Zu der Motivation der Initiative meint Celo-Partner Markus Franke gegenüber BTC-ECHO:

Celo startet “DeFi for the People”, eine Zusammenarbeit globaler Krypto-Organisationen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: DeFi zu den sechs Milliarden Smartphone-Nutzern auf der ganzen Welt zu bringen. DeFi for the People wird Mobile zu einem größeren Teil der DeFi-Geschichte machen, was letztendlich mehr DeFi-Tools in die Hände von mehr Nutzern auf der ganzen Welt bringen wird, und die Vorteile dezentraler Finanzen für jeden mit einem Mobiltelefon zugänglich machen wird.

Markus Franke, Partner bei Celo/cLabs gegenüber BTC-ECHO

Celo will Lösung für Länder mit schwachen Finanzinfrastrukturen sein

Die Initiative passt dabei in die Philosophie von Celo. Schön länger versucht man, die Probleme mangelnder finanzieller Inklusion für Menschen, die in Ländern mit gering ausgeprägten Finanzinfrastrukturen leben, zu beheben. Deshalb arbeitet das DeFi-Projekt an einer mobilen Payment-Lösung für Kunden aus aller Welt und erhält dafür auch Unterstützung von traditionellen Finanzdienstleistern. So verkündete man erst vor knapp einem Monat eine Partnerschaft mit “PayU”. Das niederländische Payment-Unternehmen schaltete daraufhin für knapp 450.000 Händler eine Zahlungsfunktion in cUSD (Celos hauseigenem Stablecoin) frei.

Nun folgt mit “DeFi for the People” das nächste ambitionierte Unterfangen, DeFi für eine breite Masse zugänglich zu machen. Dazu Markus Franke:

Wir sehen, dass sich das Wachstum im DeFi-Bereich in Zukunft noch verstärken wird. Es wird viel investiert, um Anreize zu setzen, dass die beste DeFi App entwickelt wird. Noch gibt es viele Barrieren zwischen den unterschiedlichen Projekten, welche die Nutzung erschweren, daher setzen wir auf Interoperabilität und einen Mobile-First-Ansatz

Markus Franke, Partner bei Celo/cLabs gegenüber BTC-ECHO

Die Initiative steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, deshalb baut Celo auch auf die Unterstützung durch weitere Entwickler und Unternehmen. Dazu kündigte das Konsortium einen Hackathon im Oktober mit dem Ziel an, mehr DeFi-Projekte auf die Plattform zu locken. Unter anderem winken Preise und Gründungsfinanzierungen in Höhe von einer Million US-Dollar.

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Noch viel Zeit auf der Uhr – Finanzexperte sieht Bitcoin noch nicht als uneinholbar

Seit seiner Gründung im Jahr 2009 ist Bitcoin (BTC) mit einigem Abstand die größte und erfolgreichste Kryptowährung überhaupt. Inzwischen gibt es eine Menge Konkurrenz, aber kann davon jemals ein Projekt den Vorsprung des heutigen Marktführers aufholen?

„Wir befinden uns noch in der Anfangsviertelstunde und aktuell ist Bitcoin klar in Führung, doch genauso wie Bayern damals gegen Manchester kann es immer noch anders kommen, als man denkt“, wie Daniel Strachman, Teilhaber der Finanzberatung A&C Advisors LLC, in diesem Zusammenhang gegenüber Cointelegraph erklärt. Dahingehend führt er aus: „Letztendlich sind das Verhalten des Marktes und das Interesse der Investoren ausschlaggebend. Es gibt viele Stimmen, die meinen, dass ETH irgendwann BTC überholen wird, und das ist tatsächlich ein denkbares Szenario, aber es müssen erst ein paar mehr Spielminuten vergehen, bevor wir das wirklich sagen können.“

Die Kryptobranche hat bereits mehrere Marktzyklen durchlaufen, und ist mit jedem etwas größer geworden. Die Marktkapitalisierung der einzelnen Projekte ist inzwischen dementsprechend beträchtlich. Laut CoinMarketCap verzeichnen fast alle Top-100 Kryptowährungen zurzeit eine Marktkapitalisierung von mindestens 1 Mrd. US-Dollar, was das stetige Wachstum des gesamten Markts deutlich unterstreicht.

Auch die Technologie dahinter hat sich seit der Markteinführung von Bitcoin grundlegend weiterentwickelt, weshalb immer wieder die These aufkommt, dass ein anderes Projekt dem Marktführer zukünftig den Rang ablaufen könnte. Doch was bräuchte es, damit dies geschieht?

„Mehrwert und Anlegerinteresse sind die beiden Faktoren, die eine oder sogar zwei Kryptowährungen irgendwann an Bitcoin vorbeiziehen lassen könnten“, wie Strachman diese Frage beantwortet.

Für Bitcoin ist die Bitcoin dabei relativ eindeutig, denn mit einer begrenzten und relativ knappen Angebotsmenge liegt der Mehrwert der marktführenden Kryptowährung allen voran in ihrer Funktion als Absicherungsmittel. Zudem hat sie eine eingeschworene Anhängerschaft und den höchsten Bekanntheitsgrad im Mainstream, was ihr eine gute Ausgangslage für weiteren Erfolg verschafft.

„Der Kryptomarkt ist eine Anlageklasse, die gekommen ist, um zu bleiben“, wie Strachman zu bedenken gibt. Auch wenn der Marktführer also den Vorsprung hat, sieht er noch Chancen für einen zukünftigen Machtwechsel:

„Sie wird nicht einfach so wieder verschwinden. Wenn es eine Kryptowährungen schaffen sollte, an BTC vorbeizuziehen, dann auf Grund des Mehrwerts und des Interesses der Anleger. Wenn wir uns angucken, welche Firmen in den 80er-Jahren am größten waren, dann waren das Exxon, GM, Ford und Texaco. Heute sind es hingegen Apple, Microsoft, Google, Saudi Aramco und Amazon die an der Spitze stehen. Die Zeiten ändern sich, aber das ist auch völlig in Ordnung, denn so funktioniert der freie Markt nunmal.“

Die Wahrscheinlichkeit für eine Wachablösung ist also gegeben, doch schwer zu erfassen. Eigentlich werden Ethereum (ETH) dafür die besten Chancen eingeräumt, allerdings gibt es auch Stimmen, die dieses Szenario für gänzlich undenkbar halten.

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„Zensur-anfällig, politisiert und manipulativ“ – harsche Kritik an Cardano

Eine Partnerschaft zwischen Cardano und Coinfirm, veranlasste Weiss Crypto zu heftiger Kritik. Doch was war passiert?

Für Cardano (ADA) hätte die Woche kaum besser laufen können. Zunächst startete man mit einem neuen Allzeithoch, verdrängte daraufhin BNB vom Krypto-Treppchen und zu alldem steht auch noch die lang erwartete “Alonzo” Hard Fork vor der Tür, die endlich Smart Contracts bei dem Krypto-Projekt einführen wird. Bei all den positiven Meldungen rund um den Ethereum-Konkurrenten sorgte eine Nachricht dann doch vereinzelt für Aufregung.

Grundlage war die Verkündung einer Partnerschaft zwischen Cardano und dem Blockchain-Analyse-Unternehmen Coinfirm. In Zukunft werde man den AML- und CFT-Service der Plattform zu Überwachungszwecken innerhalb des eigenen Netzwerks einsetzen, erklärte das Projekt in einem Blog-Beitrag. Damit wollte man internationalen Standards der FATF oder auch der “6. EU Geldwäscherichtlinie” entsprechen. Die Regelwerke legen unter anderem Vorgaben zur Verhinderung und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung fest. Ein notwendiger Schritt, den jede Kryptowährung auf dem Weg zur Massen-Adoption gehen müsse, so die Erklärung der Cardano Foundation.

“Enttäuschender, schlechter Schritt für Cardano”

Diese Meinung teilten jedoch nicht alle. So veröffentlichte Weiss Crypto – eine Firma, die unter anderem Krypto-Assets bewertet – auf Twitter einen Thread über sieben Seiten, auf dem man die Kooperation kritisierte. Zusammenfassend schätzt das US-Unternehmen die Zusammenarbeit zwischen Cardano und Coinfirm als “enttäuschenden, schlechten Schritt” ein und begann seine Kritik mit einem Vergleich zum Banken-System, das durch exzessive Regulierungen “zu Tode gewürgt” worden sei. Cardano stünde als “freies und dezentrales Netzwerk nun kurz davor, durch “Politisierung, Zensur- und Manipulations-Anfälligkeit” korrumpiert zu werden.

Die Sinnhaftigkeit des Krypto-Space bestehe jedoch darin, ein neues Finanz- und Ökosystem aufzubauen, “frei von der Kontrolle und Repression derer, die unsere Weltwirtschaft an den Rand des totalen Scheiterns gebracht haben”, meint Weiss Crypto. Die Cardano-Partnerschaft bewirke nun jedoch genau das Gegenteil:

Dieser Schritt bewirkt nun das genaue Gegenteil. Es ist allgemein bekannt, dass die sogenannten “AML-Gesetze” von den Hohepriestern der Finanzwelt erlassen werden, um sicherzustellen, dass ihnen nichts entgeht. (…) Die Finanzeliten werden NIEMALS die Krypto-Industrie akzeptieren. Wenn ihr nach ihren Regeln spielt, wird das nur euren Untergang bedeuten.

Weiss Crypto auf Twitter

Trotzdem sei die Einhaltung von rechtlichen Rahmenbedingungen wichtig. Diese sollten jedoch nicht vom Netzwerk selbst, sondern von den einzelnen Projekten erfüllt werden. Der Basis-Layer müsse neutral und unpolitisch bleiben, betont das US-Unternehmen.

Cardano-Gründer reagiert

Durch die heftige Kritik an Cardano sah sich Gründer Charles Hoskinson gezwungen, zu reagieren. In einer Videobotschaft verteidigte er die Partnerschaft. “Der Sinn und Zweck des Netzwerks bestand schon immer darin, Layer, Module und Ökosysteme aufzubauen, die die Einhaltung lokaler Vorschriften ermöglichen”.

Weiter meint der Cardano-Gründer:

Während es den Basis-Layer des Systems nicht kümmert, ob man aus den USA, China, Japan oder sonst woher kommt, kann man Identität und Metadaten und alle möglichen anderen Dinge hinzufügen, und diese anderen Dinge geben einem die Möglichkeit, mit seinem Geschäftsfeld konform zu sein, ob reguliert oder nicht.

Und genau deshalb sind diese Partnerschaften so wichtig. Sie schaffen Klarheit und liefern eine Menge geschäftlicher und technischer Anforderungen. Sie ermöglichen uns, die Software für jeden überall besser zu machen und Cardano in allen Branchen, ob reguliert oder nicht, mehr Akzeptanz zu verschaffen.

Cardano-Gründer Charles Hoskinson

Weiss Crypto fordert Hoskinson zum Diskurs auf

Allgemein fällt die Resonanz auf den Thread durchwachsen aus. Ein Großteil der Nutzer stärkt der Cardano-Partnerschaft den Rücken und fragt sich, wie eine globale Adoption von Krypto- und Blockchain-Projekten vonstattengehen solle, wenn keine AML- oder KYC-Richtlinien eingehalten würden. Man müsse auch bereit sein, Kompromisse mit der traditionellen Finanzwelt einzugehen, siehe Binance.

In der Zwischenzeit hat auch Weiss Crypto auf Hoskinsons Antwort reagiert. Darin bedankte man sich für das Feedback und lud den Cardano-Chef zu einem Diskurs per Video Call ein. Zu Redaktionsschluss ging Charles Hoskinson bisher noch nicht auf den Vorschlag ein.

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Schweizer Luxushotel führt Bitcoin und Ether als Zahlungsmittel ein

Nach längerer Planung führt ein Schweizer Luxushotel in Andermatt nun Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) als Zahlungsmittel ein.

Wie die Blick am gestrigen 26. August berichtet, ermöglicht das Fünfsternehotel The Chedi Andermatt seinen Gästen ab sofort, Rechnungen ab einem Betrag von 200 Schweizer Franken mit einer der beiden führenden Kryptowährungen zu begleichen. Die erhaltenen Krypto-Gelder konvertiert das Hotel anschließend direkt in die Schweizer Landeswährung.

„Uns war schon lange bewusst, dass Kryptowährungen auch im Hotelbetrieb Zukunft haben“, wie General Manager Jean-Yves Blatt in diesem Zusammenhang erklärt. Dem fügt er an: „Im Zuge der immer grösseren Verbreitung und Akzeptanz von Kryptowährungszahlungen sind wir daher stolz, unseren Gästen als eines der ersten Schweizer Luxushotels Kryptowährungen als sicheres Zahlungsmittel anbieten zu können.“

Das im Jahr 2013 eröffnete Hotel hat 123 Zimmer, wobei der Mindestpreis für eine Suite bei 1.300 Schweizer Franken pro Nacht liegt. Dies würde einem Gegenwert von 0,03 BTC bzw. 0,45 ETH entsprechen. Laut Coinmap gibt es in der Region lediglich eine Ferienwohnung, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert.

Obwohl sich immer mehr Unternehmen für Kryptowährungen öffnen, ist die Schweiz in dieser Hinsicht ganz klar einer der Vorreiter. So wird unter anderem das Kanton Zug als „Crypto Valley“ bezeichnet, weil sich auf hier Grund der förderlichen Rechtslage und Infrastruktur besonders viele Krypto-Firmen aus der ganzen Welt angesiedelt haben. Seit Februar ermöglicht Zug auch Steuerzahlungen in Form von Kryptowährungen.

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El Salvador: Der Bitcoin-Countdown tickt, die Chovi-Wallet kommt

Am 7. September soll es laut El Salvadors Präsident Bukele soweit sein. Die Chico-Wallet startet und jeder Bürger kann als Bonus 30 USD erhalten. Eine gesetzliche Pflicht dazu besteht allerdings nicht.

El Salvadors von der Regierung unterstützte Wallet wird laut Präsident Nayib Bukele Anfang nächsten Monats in Betrieb genommen. Bukele twitterte am Sonntag, dass die sogenannte Chivo-Wallet am 7. September zum Download zur Verfügung stehen wird. Die Nutzung der Wallet ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben. Wer sie aber herunterlädt, erhält während des Einrichtungsprozesses 30 Dollar in Bitcoin. Bukele versucht damit, die Skepsis zu zerstreuen, die viele seiner Landsleute in Bezug auf die Kryptowährung hegen.

Mittels der Chivo-Wallet ist es dann in El Salvador künftig möglich, Zahlungen in Bitcoin oder Dollar zwischen Privatpersonen und Unternehmen vorzunehmen. Die Zahlung kann weltweit, also auch von außerhalb des Landes geschehen. Auch Personen anderer Staatsbürgerschaften haben Zugang zu der Wallet. Bukele möchte sie damit wohl auch für Touristen attraktiv machen. Diese könnten dann beispielsweise Trinkgelder oder Hotelrechnungen in Bitcoin mittels Chivo bezahlen.

Neben dieser Wallet wird es auch Geldautomaten geben, die sogenannten Cajeros Chivo. An 200 Automaten dieser Art können die Bürger Geld von Chivo aus in Dollar abheben. Überdies kommen auch noch 50 Puntos Chivos zum Einsatz. Dort sind Einzahlungen und Abhebungen möglich. Außerdem übernehmen sie die Funktion als Anlaufstelle für die Fehlerbehebung und die Aufklärung über Kryptowährungen im Zusammenhang mit der Wallet-Infrastruktur.

Bitcoin-Gesetz in El Salvador jetzt etwas abgeschwächt

Damit, dass die Wallet nicht heruntergeladen muss, schwächt El Salvadors Präsident Bukele das ursprünglich von ihm geplante Bitcoin-Gesetz etwas ab. Auf Twitter schreibt er dazu:

Wenn jemand weiterhin Bargeld mit sich führen, keinen Anmeldebonus erhalten, keine Kunden mit Bitcoin gewinnen, sein Geschäft nicht ausbauen und keine Provisionen für Überweisungen zahlen möchte, kann er dies weiterhin tun. Wenn Sie [Chivo, Anm.d.Red.] nicht wollen, können Sie jederzeit zu Western Union gehen und eine Provision zahlen. Überhaupt kein Problem.

Präsident Nayib Bukele auf Twitter

Die Legislative El Salvadors verabschiedete im Juni dieses Jahres ein Gesetz, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennt. Nachdem Bukele das Gesetz unterschrieben hatte, musste das Land weitere 90 Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt, also bis zum 7. September, warten. Zu diesem Zeitpunkt wird die Chivo-Wallet-App in den App-Stores verfügbar sein. Um mehr für die Infrastruktur zu tun, versuchte Bukele unlängst, ein staatliches Unternehmen für geothermische Energie mit ins Boot zu holen. Dieses solle seine Anlagen für Bitcoin-Miner zur Verfügung stellen. Mehr als die Hälfte der Energie des Landes stammt aus erneuerbaren Energien. Da es in El Salvador 23 aktive Vulkane gibt, beträgt die derzeit installierten geothermische Leistung mehr als 200 Megawatt.

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Grundeinkommen durch Bitcoin? – Amerikanischer Bürgermeister plant neues Modell

Der Bürgermeister der amerikanischen Kleinstadt Cool Valley, die im Bundesstaat Missouri liegt, zieht in Erwägung, 1 Mio. US-Dollar in Bitcoin an die 1.500 Bewohner der Stadt zu verteilen.

Wie am Donnerstag aus einem Interview mit dem Lokalsender KSDK hervorgeht, will Bürgermeister Jayson Stewart erreichen, dass „jeder Haushalt in der Stadt Bitcoin bekommt“. Die entsprechenden Gelder würden wiederum durch „sehr großzügige Spender“ zur Verfügung gestellt, jedoch schließt er nicht ganz aus, dass auch Geld aus den Corona-Hilfszahlungen der Regierung womöglich dafür verwendet werden.

Wie viel Bitcoin (BTC) konkret an jeden einzelnen Bürger fließen sollen, ließ Stewart zunächst noch offen, wobei er eine Größenordnung von 1.000 US-Dollar pro Kopf bzw. 1,5 Mio. US-Dollar insgesamt anpeilt. Allerdings könnte die Bevölkerung dazu verpflichtet werden, die Gelder zunächst für fünf Jahre halten zu müssen.

„Meine größte Sorge ist, dass die Leute ihre Bitcoin einfach verscherbeln, um damit die nächste Rate für das Auto abzubezahlen, doch wenn der Kurs in ein paar Jahren bei 500.000 US-Dollar steht, dann werden sie das sehr bereuen“, so der Bürgermeister.

Dem fügt er an:

„Ich denke, die beste Grundversorgung ist, denjenigen Leuten Bitcoin zu geben, die sie am meisten gebrauchen können.“

Stewart schreibt Bitcoin also großes transformatives Potenzial zu, das nicht nur die bloße Wertsteigerung betrifft, sondern für soziale Absicherung sorgen kann. Der Bürgermeister hofft also, dass die 1.000 US-Dollar in BTC gut investiert sind, und langfristig zu einer Art „Grundeinkommen“ für seine Bevölkerung werden.

Das bedingungslose Grundeinkommen spielte bereits im vergangenen US-Wahlkampf eine Nebenrolle, als Präsidentschaftskandidat Andrew Yang eine monatliche Zahlung von 1.000 US-Dollar an jeden amerikanischen Bürger vorgeschlagen hatte. Ein Thema, das in den Medien heiß diskutiert wurde, wird mit der Idee des Bürgermeisters von Cool Valley nun völlig neu gedacht.

Auch andere Städte öffnen sich immer mehr für Kryptowährungen, so schlägt Francis Suarez, der Bürgermeister von Miami, zum Beispiel vor, dass Steuern in Form von Bitcoin gezahlt werden sollen.

Laut den Daten von Cointelegraph Markets Pro beläuft sich der Kurs der marktführenden Kryptowährung aktuell auf 48.700 US-Dollar, nachdem heute zwischenzeitlich schon mehr als 49.000 US-Dollar auf dem Tableau standen.

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