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Caitlin Long kritisiert New York Times wegen Krypto-Artikel

Die Chefin von Avanti Bank and Trust Caitlin Long auf einen kürzlich erschienenen Artikel der New York Times reagiert, in dem behauptet wird, dass Kryptowährungen und die dezentrale Finanzierung (DeFi) „das Bankwesen“ so schnell stören, dass die Regulierungsbehörden nicht mithalten können.

Das traditionelle Finanzwesen zu stören ist genau das, was Krypto und DeFi tun wollen, aber der Artikel vom Sonntag mit dem Titel „Crypto’s Rapid Move Into Banking Elicits Alarm in Washington“, was grob übersetzt „Der schnelle Eintritt von Krypto in das Bankwesen ist für Washington alarmierend“ bedeutet, enthielt laut Long mehrere falsche Aussagen und Auslassungen.

In dem Artikel wird das DeFi-Startup BlockFi als Beispiel hergenommen das Hauptargument war, dass Krypto-Derivate und stark gehebelte Produkte zu einem Alptraum für die Regulierungsbehörden geworden sind, die versuchen, Schritt zu halten. Bei Spekulationen mit hohen Einsätzen Donanlegern große Verluste, wie die New York Times berichtete.

Long erklärte jedoch, das Thema sei nicht nur schwarz oder weiß. Sie meinte, dass „kryptofeindliche Kräfte“ ständig versuchen würden, die gesamte Branche über einen Kamm zu scheren. „Schlechte Akteure verdienen es, dass man sie anprangert. Aber in dem Artikel wird einfach ausgelassen, dass es Firmen gibt, die die Vorschriften einhalten“, fügte sie hinzu.

Long bemängelte insbesondere, dass in dem Artikel nicht erwähnt wurde, dass es bereits Krypto-Banken gibt, die vollständig reguliert sind. Als Beispiel nannte sie ihre Firma Avanti aus Wyoming, die im Oktober 2020 gegründet wurde.

Sie erklärte, dass Wyomings spezielle Bankcharta keine „Kryptowährungseinlagen“ zulasse. Regulierte Banken können Verwahrungsdienstleistungen für Kryptowährungen anbieten, erklärte sie weiter, können aber nur Einlagen in Fiat-Währung entgegennehmen.

„In dem Artikel wird dieser entscheidende Punkt einfach ignoriert. Eine Feuerwand schützt das Zahlungssystem der US-Zentralbank vor allem, was nicht mit dem US-Dollar zu tun hat.“

Im Artikel heißt es auch, dass viele Krypto-Intermediäre einige der „schlechten Verhaltensweisen“ des traditionellen Finanzwesens übernommen hätten. Als Beispiel wurden extreme Hebel genannt, ohne dass ein Kapitalpuffer gefordert ist. Das seien laut Long berechtigte Kritikpunkte. Sie hat bereits zuvor vor Hebel-Geschäften gewarnt. Sie fügte hinzu, dass nur wenige Krypto-Intermediäre, wie Broker oder Dritte, die zwischen der Bank und der Blockchain agieren, Informationen über ihre Reserven offenlegen.

In diesem Zusammenhang: Caitlin Long: ‚Bitcoin ist kein Vermögenswert, der gehebelt werden sollte‘

Long erklärte, dass insbesondere DeFi-Plattformen weitaus mehr Transparenz bieten als Krypto-Intermediäre oder traditionelle Banken, was nach wie vor eine ihrer besten Eigenschaften sei. Banken wickeln ihre Bücher einmal am Tag ab, während in der Kryptobranche innerhalb von Minuten abgewickelt wird, so Long. Abschließend sagte sie noch:

„Regulierte Banken, die mit Kryptowährungen zu tun haben, müssen in eine Zwangsjacke gesteckt werden. Das ist der einzige sichere und solide Weg, um Krypto und traditionelle Systeme zu integrieren.“

Die kryptowährungskritische US-Senatorin Elizabeth Warren hat diese Woche erst gesagt, die gesamte Kryptowährungsbranche sei eine „neue Schattenbank“. Sie äußerte sich insbesondere besorgt über Stablecoins und die fehlende Transparenz im Hinblick auf die Reserven.

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Coinbase nutzt Dienst der Solarisbank zur Kundenidentifikation

Der in kürze in Deutschland startende Ableger der US-Kryptobörse Coinbase wird seine Kunden nach dem KYC-Verfahren über einen Dienst der Solarisbank identifizieren, so eine Mitteilung der Solarisbank. 

Solarisbank-System zur voll-automatischen Verifizierung

Die Solarisbank bietet in ihrer KYC-Plattform über digitale Schnittstellen verschiedene digitale Identifikationskomponenten an, welche an die spezifischen Bedürfnisse eines Unternehmens angepasst werden können. Neben gängigen Verfahren wie der Videoidentifikation werde Coinbase auch eine von der Solarisbank entwickelte Bankident-Lösung einsetzen, schreibt das Unternehmen. Diese arbeite im Vergleich zu anderen agentenbasierten Lösungen vollständig digital und könne leicht skalierbar rund um die Uhr Kunden identifizieren.

Coinbase hat unter anderem dieser effiziente Ansatz beeindruckt, der auch mit vielen Anfragen in kurzer Zeit abwickeln kann.

“Die Expertise im Bereich Compliance und die hocheffiziente KYC-Plattform haben uns überzeugt, die Solarisbank als Partner auszuwählen. Über eine einzige API konnten wir verschiedene Dienste in kürzester Zeit integrieren und können unseren Kunden in Deutschland nun ein flexibles Onboarding-Erlebnis bieten”, kommentiert Sascha Rangoonwala, Coinbase Country Manager für Deutschland, die Entscheidung.

Coinbase startet als BaFin-regulierter Krypto-Verwahrer in Deutschland

Coinbase ist in Deutschland jetzt ein voll-regulierter Krypto-Verwahrer und kann seine Kunden hierzulande direkt und mit einem größeren Angebot bedienen. Neben dem Handel von Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Ether (ETH) und Litecoin (LTC) ist in Deutschland über Coinbase künftig auch das Staking über Token wie ATOM und XTZ möglich.

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WTO-Generaldirektorin: Blockchain kann für finanzielle Inklusion von Frauen sorgen

Ngozi Okonjo-Iweala, die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO) und ehemalige Finanzministerin von Nigeria, ist der Ansicht, dass die Blockchain-Technologie den bankenlosen Frauen auf der ganzen Welt helfen kann, am Finanzsystem teilhaben zu können.

Cointelegraph-Redaktionsleiterin Kristina Cornèr fragte im Rahmen des „G20 High Level Independent Panels“ zum Thema finanzielle Grundversorgung in Zeiten der Coronakrise die teilnehmenden Diplomaten und Politiker, wie die Blockchain-Technologie in der Coronakrise und darüber hinaus bei der finanziellen Inklusion von Frauen helfen kann. Okonjo-Iweala, die als Mitvorsitzende im Panel war, lieferte die einzige Antwort über das Potenzial, das die Blockchain-Technologie für Frauen birgt.

„Natürlich schafft die Blockchain mehr Transparenz bei der Abwicklung von Geschäften und entfernt Mittelsmänner“, so die WTO-Generaldirektorin zunächst. Weiter führt sie aus: „Ganz besonders in der Finanzwelt kann dies von Vorteil sein. Ich denke, dass allen voran Frauen davon profitieren könnten, denn zu oft wird ihnen der Zugang zu finanziellen Mitteln noch verwehrt. Das ist eine gute Sache, die wir weiter untersuchen sollten.“

Foto von Kristina Cornèr

In der Tat ist in vielen Ländern für Frauen der Zugang zu Geld und Finanzdienstleistungen deutlich schwerer als für Männer. Eine Situation, die sich durch die Coronakrise noch verschlimmern könnte, da viele Finanzinstitute ihren Geschäftsbetrieb auf ein Minimum reduziert haben. Viele Experten raten dazu, Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie zu nutzen, um finanzielle Inklusion in Entwicklungsländern voranzutreiben. Hier bestehen für Frauen oftmals eine Vielzahl von Hindernissen, so können diese in einigen Ländern nur unter Einschränkungen Bankkonten eröffnen oder dürfen kein Eigentum besitzen.

Das Weltwirtschaftsforum hatte erst im April darauf hingewiesen, dass es auch in der Blockchain-Branche selbst ein Ungleichgewicht gibt, denn hier sind Frauen als Arbeitskräfte ebenfalls deutlich in der Unterzahl. Die Welthandelsorganisation hat es sich bereits zum erklärten Ziel gesetzt, durch die verstärkte wirtschaftliche Einbindung von Frauen die Bekämpfung von Armut zu beschleunigen. Dabei sollen digitale Lösungen eine wichtige Rolle spielen:

„Der E-Commerce über Onlinehändler ist ein leicht zugänglicher und kostengünstiger Weg für Frauen, am globalen Handel teilzuhaben, auf andere Märkte zu kommen und ihr Geschäft und ihren Unternehmergeist präsentieren zu können.“

Die Nutzung von Krypto und Blockchain für diesen Zweck ist eine logische Schlussfolgerung, denn Kryptowährungen und Blockchain dienen nicht nur als Zahlungsmittel, sondern bieten noch viele andere Möglichkeiten an. Allerdings ist unklar, wie sich dies in der Zeit nach der Coronakrise manifestieren wird. Immerhin scheint die Weltpolitik gewillt, sich diese innovativen Technologien für ihre Zielerreichung zunutze zu machen.

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US-amerikanische Banking App setzt auf Polkadot-DeFi

Er kann es nicht lassen: abermals pumpt der Tesla-CEO den Dogecoin-Kurs via Twitter. Diesmal mit deutscher Unterstützung.

“Technoking” Elon Musk kann es nicht lassen: Der E-Autobauer zieht den Krypto-Space abermals mit einem enigmatischen Tweet durch die Manege – und den Dogecoin-Kurs (DOGE) in die Höhe. Gegen 12:40 am gestrigen Donnerstag, dem 20. Mai, veröffentlichte Musk ein Bild, auf dem eine unscharfe Dollarnote abgebildet ist. Bei näherer Betrachtung ziert die vermeintliche Dollarnote jedoch nicht das Antlitz des ersten US-Präsidenten George Washington, sondern einen Shiba Inu, das Wappentier des Memecoins Doge. “Wie viel ist der Doge im Fenster wert?” fragte Musk mit seinem Tweet und spielte damit auf einen DOGE-Kurs von 1,0 USD an. Ein Kursziel, das seinerseits zu einem eigenen Meme gekommen ist.

Wenige Stunden später lüftete Musk das Geheimnis um den Dogecoin-Dollar. Es handele sich um einen Aufkleber, der seit kurzem seinen Gaming-Laptop ziere, erklärte Musk, um in einem weiteren Tweet Auskunft über die Provenienz desselben zu geben – in fast fehlerfreiem Deutsch:

Dogecoin reagiert mit Kurs-Sprung, Bitcoiner gereizt

Wie zu erwarten war, hatte Musks Tweet abermals einen sprunghaften Anstieg beim DOGE-Kurs zur Folge. Binnen weniger Minute schoss DOGE von 0,36 USD auf 0,42 USD. Zu Redaktionsschluss handelt DOGE bei 0,427 USD – 33 Prozent über dem Niveau vom Vortag.

Der Musk-Effekt: Dogecoin-Kurs (DOGE) via TradingView

Während die Dogecoin-Community Musk feiert, treibt der Tesla-CEO mit seinem Dogecoin-Tweet die Bitcoin-Hardliner auf die Palme. Der bekannte Krypto-Influencer und Podcaster Peter McCormack hat Musk nun dazu aufgerufen, seine Bitcoin zu verkaufen. Dafür erhielt McCormack viel Beifall, musste aber auch seinerseits Kritik einstecken.

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Von wegen Krypto-Umweltverschmutzer: Bankensystem verbraucht doppelt so viel Strom wie Bitcoin

Es bestehen weiterhin Bedenken im Hinblick auf den Energieverbrauch von Bitcoin (BTC). Nun heißt es in einer neuen Studie, dass das traditionelle Bankensystem verbrauche viel mehr Energie als das Bitcoin-Netzwerk.

Die Kryptowährungsfirma Galaxy Digital von Michael Novogratz hat am Freitag einen Bericht mit dem Titel „On Bitcoin’s Energy Consumption: A Quantitative Approach to a Subjective Question“ (Über den Bitcoin-Stromverbrauch: Ein quantitativer Ansatz für eine subjektive Frage) veröffentlicht. In diesem hat jeder offen Zugang zur Methodik und den Berechnungen.

Die Daten wurden von der Mining-Abteilung bei Galaxy zusammengestellt. Die Studie schätzt den jährlichen Stromverbrauch von Bitcoin auf 113,89 Terawatt pro Stunde. Dabei wurden auch der Strom für die Miner-Nachfrage, der Stromverbrauch der Miner, der Stromverbrauch der Pools und der Stromverbrauch der Knoten mit eingerechnet. Das ist nach Schätzungen von Galaxy mindestens doppelt so niedrig im Vergleich zum gesamten Energieverbrauch des Bankensystems sowie der Goldbranche pro Jahr.

Quelle: Galaxy Digital

Der Energieverbrauch von Bitcoin ist mit Tools wie dem Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index transparent und leicht in Echtzeit zu verfolgen. Die Schätzung des Energieverbrauchs in der Goldbranche und im traditionellen Finanzsystem hingegen nicht so einfach, so Galaxy Digital Mining.

„Das Bankwesen meldet die Daten zum Stromverbrauchs nicht direkt“, wie es im Bericht heißt. Außerdem erfordere das System der Privat- und Geschäftsbanken mehrere Abrechnungsebenen, während Bitcoin eine Endabrechnung hat. Laut den Schätzungen von Galaxy zum Stromverbrauch von Bankrechenzentren, Bankfilialen, Geldautomaten und Rechenzentren von Kartennetzwerken liegt der jährliche Gesamtenergieverbrauch des Bankensystems bei 263,72 TWh weltweit. 

Um den Energieverbrauch der Goldbranche zu berechnen, hat Galaxy Digital Mining Schätzungen für die gesamten Treibhausgasemissionen der Branche aus einem Bericht des World’s Gold Council mit dem Titel „Gold and climate change: Current and future impacts“ (Gold und Klimawandel: Aktuelle und zukünftige Auswirkungen) übernommen. In der Studie wird geschätzt, dass die Goldbranche etwa 240,61 TWh pro Jahr verbraucht. „Diese Schätzungen schließen möglicherweise wichtige Energieverbraucher und Emissionen aus, die Effekte zweiter Ordnung der Goldbranche sind. Darunter etwa die Energie- und Kohlenstoffintensität der in Goldminen verwendeten Reifen“, so Galaxy.

Die Analyse von Galaxy Digital zum Energieverbrauch von Bitcoin kommt gerade jetzt, wo es zum einem großen Kryptomarkteinbruch kam. Der Grund dafür ist ein Tweet des Tesla-Chefs Elon Musk, der aufgrund von Umweltbedenken keine BTC mehr als Zahlungsmittel für Autokäufe akzeptieren will. „Kryptowährung ist auf vielen Ebenen eine gute Idee und wir glauben, dass sie eine vielversprechende Zukunft hat, aber das kann nicht zu Lasten der Umwelt gehen“, so der CEO letzte Woche auf Twitter.

Musk erntete dafür viel Kritik aus der Krypto-Community. Einige Leute meinten, SpaceX müsse seine Raketen auf „nachhaltigere Energie“ umstellen, damit er nicht „wie ein ahnungsloser großer Heuchler dasteht“.

Die Kryptomärkte fielen um über 500 Mrd. US-Dollar, seit Musk das auf Twitter bekanntgab. Bitcoin ist dabei heute zum ersten Mal seit Anfang Februar unter 43.000 US-Dollar gerutscht. Er verschärfte die Situation, als er andeutete, dass Tesla seine Bitcoin verkaufen wolle. Musk stellte allerdings klar, dass das nicht der Fall sei.

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Krypto-Verwahrer Paxos erhält bundesweite „Banklizenz“ für die USA

Die amerikanische Bankenaufsicht (OCC) hat dem Krypto-Unternehmen Paxos eine vorläufige bundesweite „Banklizenz“ ausgestellt. Der Stablecoin-Herausgeber und Verwahrungsdienstleister, der unter anderem mit PayPal zusammenarbeitet, ist erst das dritte Krypto-Unternehmen, das eine entsprechende Zulassung erhalten hat.

Krypto-Verwahrer Anchorage hatte als erstes eine „Federal Charter“ zugesprochen bekommen, woraufhin später dann auch der Krypto-Verwahrer Protego eine gleichartige Genehmigung durch die OCC bekam.

Allerdings ist der Ausdruck „Banklizenz“ etwas irreführend, denn auch wie in den anderen beiden Fällen wird die Paxos keinerlei Einzahlungen von Privatkunden verarbeiten. Vielmehr fungieren die Krypto-Verwahrer als eine Art Treuhandunternehmen, die nun über eine neuartige „Fintech-Lizenz“ verfügen, die vom ehemaligen OCC-Chef Brian Brooks ins Leben gerufen wurde. Nichtsdestotrotz dürfen die Krypto-Unternehmen damit auf Bundesebene quasi als „Banken“ agieren.

Demnach ist es Paxos durch die neue Genehmigung erlaubt, „Verwahrungsdienstleistungen für digitale Vermögenswerte, Verwahrung und Management von US-Dollar Reserven für Stablecoins, Zahlungen, Handelsaktivitäten und andere Zwischenhändleraufgaben zu übernehmen“. Auch alle anderen Dienstleistungen für Kryptowährungen wie Handel, Kauf und Verkauf gibt die Bankenaufsicht frei.

Wie es in dem Zulassungsschreiben heißt, bietet die Paxos Trust Company bereits alle der genannten Dienstleistungen an, allerdings nur unter der sogenannten BitLicense, die von der New Yorker Finanzaufsicht ausgestellt wurde. Damit ist das Krypto-Unternehmen eigentlich auf den Raum New York beschränkt, wohingegen die neue Banklizenz eine bundesweite Befähigung einräumt.

Das „Office of the Comptroller of the Currency“ schreibt zudem, dass es aus dem traditionellen Bankenwesen Widerstand gegen die Vergabe der neuartigen Banklizenz gab.

Während des öffentlichen Konsultationsverfahrens zur neuen Genehmigung erhielt die OCC „einen Brief, der von mehreren Banken unterzeichnet wurde“, in dem argumentiert wurde, dass die Dienstleistungen des Krypto-Verwahrers „nicht in den Aufgabenbereich der OCC bei der bundesweiten Beaufsichtigung von Banken fällt“. Zudem würde der Antrag von Paxos „keine ausreichenden Informationen über deren Geschäftsmodell beinhalten“.

Die OCC entgegnete daraufhin, dass sie „über ausreichende Informationen verfügt, um eine gut überlegte Entscheidung treffen zu können“. Demnach wäre es „zulässig eine vorläufige Genehmigung zu erteilen, damit das Unternehmen den Aufbau ihrer Bank weiter vorantreiben kann.“

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Chinesische Holding Ping An: Mehr Blockchain-Patente als Tencent

Die chinesische Holding Ping An Group hat laut einem neuen Bericht im Jahr 2020 die meisten Patente im Zusammenhang mit Blockchain angemeldet.

Das auf geistiges Eigentum fokussierte Magazin Intellectual Asset Management hat einen Bericht veröffentlicht, in dem eine Rangliste der weltweit führenden Blockchain-Patentbesitzer aufgestellt wurde. Auf der Grundlage von Daten aus dem Derwent World Patents Index zeigt die Rangliste, dass Ping An im vergangenen Jahr 1.215 Blockchain-Patentfamilien angemeldet hat. Das sind mehr als Tencent und Ant Group zusammen angemeldet haben.

Mit insgesamt 1.749 Blockchain-Patentfamilien hat Ping An seit 2019 wesentlich mehr Patente angemeldet. Damals waren es noch 291. Ping An hat seinen Sitz in Shenzhen und ist ein Finanz- und Versicherungskonzern, der eine breite Palette von Dienstleistungen anbietet, darunter Bankgeschäfte, Vermögensverwaltung und Treuhanddienstleistungen. Das Unternehmen hat sich in der Branche etabliert, als die Ping An Bank im Jahr 2018 eine auf Blockchain fokussierte Boutique eingerichtet hat.

Ping An hat Tencent in Sachen Patentfamilien überholt. Der chinesische Finanzriesen hat insgesamt 1.666 Patente in diesem Bereich angemeldet. Die Ant Group hat im vergangenen Jahr 586 Patente angemeldet, bleibt mit insgesamt 2.298 allerdings trotzdem der größte Blockchain-Patentinhaber.

Quelle: Intellectual Asset Management

Der globale Tech-Riese IBM ist das einzige amerikanische Unternehmen, das in dem Bericht erwähnt wird. Mit insgesamt 647 Blockchain-Patenten (Stand 2019) belegt es den vierten Platz. Chinesische Unternehmen sind in der Frage nach der Anzahl der Patente weltweit zwar führend, aber die Blockchain-Patente von IBM werden in der Branche am häufigsten erwähnt. Das Unternehmen hat auch einige der ältesten geistigen Rechte im Blockchain-Bereich, so der Bericht.

Quelle: Intellectual Asset Management

Laut dem Bericht ist die Anzahl der jährlichen Blockchain-Patentanmeldungen weltweit in den letzten drei Jahren stetig gesunken, und zwar von 12.300 im Jahr 2018 auf 11.299 im Jahr 2019. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 9.415 Blockchain-bezogene Patente angemeldet, wie aus den Daten hervorgeht.

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Protego erhält als zweites Krypto-Unternehmen eine bundesweite „Banklizenz“

Das „Office of the Comptroller of the Currency“ (OCC), also die amerikanische Bankenaufsicht, hat einem weiteren Krypto-Unternehmen eine Zulassung erteilt.

Wie aus einer entsprechenden Pressemitteilung an Cointelegraph hervorgeht, hat der im US-Bundesstaat Washington ansässige Krypto-Verwahrer Protego erst als zweites reines Krypto-Unternehmen eine bundesweit gültige Genehmigung von der OCC für das Offerieren seiner Dienstleistungen bekommen. Dies erleichtert allen voran die Zusammenarbeit mit anderen Banken.

Die „Banklizenz“ gibt dem Krypto-Verwahrer eher den Status eines Treuhänders als einer normalen Bank, allerdings akzeptiert Protego ohnehin keine Einzahlungen und muss deshalb auch nicht für Einlagensicherung sorgen. Da die Lizenz in regelmäßigen Abständen erneuert werden muss und zunächst nur für 18 Monate gültig ist, muss sich das Unternehmen nun sputen, denn aktuell befindet es sich noch im Aufbau.

Die OCC ist die Bundesbehörde des amerikanischen Bankenwesens. In den vergangenen Monaten hat sich die Behörde verstärkt um die Krypto-Regulierung in ihrem Zuständigkeitsbereich bemüht, was in diesem Monat die allererste Banklizenz für ein Krypto-Unternehmen hervorgebracht hat.

Während die Kryptobranche darüber erfreut ist, stoßen diese Ambitionen nicht überall auf Gegenliebe. So haben sich mehrere amerikanische Landesbehörden für Bankenaufsicht zusammengetan und eine Klage gegen die OCC eingereicht, die ihrer Meinung nach die Definition einer Bank zu weit fasst.

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Ehemaliger Ripple-Berater soll neuer Chef von US-Bankenaufsicht werden

Wie das Wall Street Journal berichtet, soll ein ehemaliges Mitglied des Firmenbeirats von Ripple der nächste „Comptroller of the Currency“ werden.

Dies Berichtet das renommierte Magazin unter Berufung auf Quellen, die Insiderinformationen über die geplante Ernennung durch den neuen Präsidenten Joe Biden haben sollen. Demnach wird Michael Barr der nächste Vorsitzende der amerikanischen Bankenaufsicht.

Der sogenannte „Comptroller of the Currency“ ist in den USA der Leiter der Behörde „Office of the Comptroller of the Currency“ (OCC), und damit für die Beaufsichtigung des Bankensystems auf Bundesebene zuständig. Dementsprechend bezeichnet auch das WSJ das Amt als einen der wohl einflussreichsten Posten im US-Finanzsystem:

„Der Comptroller leitet die Beaufsichtigung von hunderten Finanzinstituten in den USA, was ihn zu einem der wichtigsten Regulierer im Bankensystem macht.“

Die offizielle Bekanntgabe der Ernennung von Barr steht noch aus, zudem konnte das WSJ die Story noch nicht durch das Weiße Haus, das Finanzministerium oder Barr verifizieren.

Falls es tatsächlich so kommen sollte, wäre Michael Barr der nächste Comptroller mit Hintergrund in der Kryptobranche. Sein Vorgänger Brian Brooks, der letzte Woche nach achtmonatiger Amtszeit in der Regierung von Donald Trump zurückgetreten ist, war zuvor in der Geschäftsführung der Kryptobörse Coinbase tätig.

Im Jahr 2015 wurde Barr in den Beratungsausschuss von Ripple Labs berufen. Damals hatte er sich zum Ziel gesetzt, Innovation in der Zahlungsbranche voranzutreiben:

„Das globale Zahlungssystem ist total veraltet. Ich finde, dass es Innovation braucht, um unser Finanzsystem sicherer und kostengünstiger zu machen, und um den Zugang und die Effizienz für Verbraucher und Unternehmen zu verbessern.“

Die Regierung von Joe Biden soll auch Mehrsa Baradaran, eine Professorin der Universität von Kalifornien, für den Posten in Erwägung gezogen haben.

Zudem hat Gary Gensler wohl beste Chancen der neue Chef der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) zu werden. Gensler war zuvor der Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die wiederum für die Beaufsichtigung des Derivatehandels zuständig ist. Der ehemalige CFTC-Chef ist bekannt dafür, dass er eine etwas offenere Haltung gegenüber Digitalisierung, Blockchain und Krypto hat.

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Bitwala setzt für Kryptoverwahrung von Bitcoin und Co. auf Solarisbank

Die deutsche Krypto-Bank Bitwala hat sich für die Verwahrung von Kryptowährungen in Bitcoin und Ether ihrer Kunden für Solaris Digital Assets entschieden, so eine Mitteilung der Solarisbank vom 17. November. 

Solaris Digital Assets ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Solarisbank AG, welche Krypto-Dienstleistungen für die Konzernmutter und deren Partnerunternehmen anbietet.

Kryptoverwahrung für Bitwala-Kunden

Der neue gemeinsame Service von Bitwala und Solaris Digital Assets soll ab Januar 2021 verfügbar sein. Zur künftigen Zusammenarbeit mit Bitwala schreibt die Solarisbank:

“Im neuen Krypto-Wallet-Setup werden die sogenannten „Private Keys“ der Bitwala-Kunden, die Zugang zu den digitalen Vermögenswerten auf der Blockchain gewähren, von Solaris Digital Assets in ihrer sicheren Infrastruktur generiert und verwaltet.”

Bitwala-Kunden müssen sich künftig nicht mehr selbst um die Erstellung einer eigenen Wallet kümmern. Über die Bitwala-App wird eine Krypto-Wallet bereitgestellt werden, die Token direkt in der Verwahrlösung von Solaris Digital Assets speichert. Die Nutzung einer eigenen „Self-Custody“-Wallet wird erfahrenen Kunden aber auch in Zukunft möglich sein.

Die Solarisbank hebt die Sicherheit des neuen Ansatzes hervor. Jede Transaktion werde dabei vom Endkunden separat genehmigt und von Bitwala authentifiziert, bevor sie von Solaris Digital Assets validiert wird. Das Risiko eines sogenannten “Single Point of Failure” könne dadurch reduziert werden.

Neue Rechtslage zur Kryptoverwahrung als Grundlage

Solaris Digital Assets war erst Ende 2019 an den Start gegangen, um von der neuen Rechtslage zu profitieren. Krypto-Verwahrgeschäfte benötigen seit dem 01.01.2020 eine Erlaubnis der BaFin. Mit einer Entscheidung am 14. November hatte der Deutsche Bundestag beschlossen, Kryptowerte in Deutschland zu einem offiziellen Finanzinstrument mit entsprechender Regulierung zu machen.

Bitwala bietet zusammen mit der Solarisbank seit Dezember 2018 ein Online-Girokonto mit eingebauter Handelsfunktion für Kryptowährungen an. 2019 lancierte die Krypto-Bank ihre eigene Smartphone-App für Bitcoin-Banking auf iOS und Android.

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