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Für das Kleingeld: CME Group bringt Micro-Bitcoin-Futures heraus

Die Chicago Mercantile Exchange (CME) hat offiziell ihr neuestes Bitcoin (BTC)-Derivatprodukt auf den Markt gebracht. Damit könnte die Akzeptanz für digitale Vermögenswerte steigen.

Tim McCourt, der globale Leiter für den Equity Index und alternative Investmentprodukte der CME Group, sagte, das neue Produkt biete „eine effiziente, kostengünstige Möglichkeit für viele verschiedene Marktteilnehmer — von Institutionen bis hin zu anspruchsvollen, aktiven Händlern. Damit können sie ihr Bitcoin-Engagement genau regulieren und ihre Handelsstrategien verbessern“.

Der Micro Bitcoin-Futures-Kontrakt hat einen Wert von 0,1 BTC. Damit haben Händlern ein zusätzliches Tool zur Absicherung ihres digitalen Währungskursrisikos.

J. B. Mackenzie, der Geschäftsführer von TD Ameritrade Futures and Forex, sagte, die Micro Bitcoin-Futures würden die zwei größten Probleme mit Kryptowährungsinvestitionen lösen. Diese seien „nämlich die hohen Kosten und der Wunsch, sich bei einer Investition in einer regulierten Umgebung zu bewegen“.

Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach kleineren Kontrakten gab die CME Group am 30. März erstmals bekannt, ein Mikro-BTC-Derivatprodukt einführen zu wollen. Damals war 1 Bitcoin etwa 58.000 US-Dollar wert. Das entspricht auch den aktuellen Kursen in etwa. Die führende digitale Währung schoss im April auf über 64.000 US-Dollar und ging dann stark zurück.

Die Verwendung von Kryptowährungsderivaten hat exponentiell zugenommen, seit die CME im Dezember 2017 den allerersten Bitcoin-Futures-Kontrakt eingeführt hat. Obwohl die Chicago Board Options Exchange schnell nachzog, gab der Konkurrent das Produktangebot schließlich ganz auf.

Der Handel mit Krypto-Derivaten machte im Dezember 2020 55 Prozent des Gesamtmarktes aus. Das werden in Zukunft wohl viel mehr werden, da Derivatbörsen wie Bybt, FTX und BitMEX nach wie vor eine Anlaufstelle für Händler sind, die eine wesentlich größere Investition in digitale Vermögenswerte tätigen wollen.

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Ether macht’s möglich: Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin nun Krypto-Milliardär

Vitalik Buterin, der Mitbegründer der weltweit populärsten Smart-Contract-Plattform, nämlich der Ethereum-Blockchain, ist nun offiziell ein Krypto-Milliardär.

Buterins öffentliche Ether-Adresse, die er 2018 als seine Haupt-Wallet bezeichnete, hat nach dem enormen Anstieg von Ether auf über 3.000 US-Dollar am Montag einen Kontostand von 1 Mrd. US-Dollar erreicht.

Bei Redaktionsschluss enthielt die Adresse rund 333.500 Ether (ETH), die laut On-Chain-Daten von Etherscan aktuell 1,029 Mrd. US-Dollar wert sind. Der Wert von ETH hat sich von rund 700 US-Dollar Anfang 2021 mehr als vervierfacht.

Bei Redaktionsschluss lag der weltgrößte Altcoin bei 3.144 US-Dollar. Dabei ist er in den letzten 24 Stunden um 8,6 Prozent und über die letzte Woche um 36 Prozent gestiegen, wie aus Daten von CoinGecko hervorgeht.

Ethereum-Kurschart letzte 180 Tage Quelle: CoinGecko

Laut einigen bekannten Krypto-Nutzern könnte der 27-jährige Buterin damit nun der jüngste Selfmade-Milliardär der Kryptowährungsbranche sein. 

Buterin war trotz des Anstiegs sehr großzügig mit seinem Krypto-Bestand. Ende April spendete der russisch-kanadische Programmierer 100 Ether und 100 Maker (MKR) an einen COVID-19-Hilfsfonds für Indien.

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Bitcoin springt auf 57.000 US-Dollar – April nimmt versöhnliches Ende

Bitcoin (BTC) ist am gestrigen 30. April überraschend zurück über die 57.000 US-Dollar Marke geklettert, was der marktführenden Kryptowährung letztendlich einen versöhnlichen Abschluss für einen „schwachen“ Monat beschert.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Optionen laufen aus

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und Tradingview zeigen, ist BTC/USD am Freitag um 5 % gestiegen, wodurch es die monatliche Kursentwicklung für den April fast doch noch in den „grünen“ Bereich geschafft hat.

Bei Redaktionsschluss kann der Krypto-Marktführer die 57.000 US-Dollar Marke weiterhin verteidigen, allerdings hätte es einen Sprung über 58.800 US-Dollar gebraucht, damit für den April keine „roten Zahlen“ zu Buche stehen.

Die Krypto-Trader verweisen darauf, dass der Ablauf von Bitcoin-Optionen zum Ende des Monats, die einen Gesamtwert von 4,2 Mrd. US-Dollar hatten, inzwischen durch ist, was dem Kurs wieder mehr Luft nach oben gibt und den gestrigen Anstieg bedingt haben könnte.

Wie schon des Öfteren berichtet, hängen auslaufende Bitcoin-Futures und Optionen zum Ende eines Monats oftmals wie ein Damoklesschwert über dem Kryptomarkt, das in der Regel starken Verkaufsdruck zur Folge hat. Die anschließenden Aufschwünge können diese Verluste nicht immer wieder aufholen und bleiben manchmal sogar gänzlich aus.

April doch noch gerettet

Lex Moskovski, der CIO von Moskosvski Capital, sieht die aktuelle Marktlage derweil optimistisch.

„Der Bitcoin-Aufschwung geht vom Spotmarkt aus, während die Funding-Rate zugleich abnimmt“, wie er dahingehend feststellt.

Damit legt er nahe, dass Short-Positionen, also Trader, die auf einen Abschwung hoffen, gegenüber den Long-Positionen, also Tradern, die auf einen Aufschwung hoffen, ins Hintertreffen geraten, und diese quasi „finanzieren“, was ein gutes Zeichen für die weitere Kursentwicklung ist.

Sein Verweis auf den Sportmarkt, der Markt, auf dem Kryptowährungen direkt gehandelt werden, deutet derweil darauf hin, dass die Kursbewegungen nicht maßgeblich durch Leverage, die finanzielle Hebelwirkung beim Handel mit Derivaten, beeinflusst ist, sondern organisch von den Privatanlegern ausgeht. Kurz gesagt: Hinter dem Aufschwung steckt also ein tatsächliches Kaufinteresse, was einen weiteren Drang nach oben umso wahrscheinlicher macht.

Funding-Rates von Bitcoin im Vergleich zum Bitcoin-Kurs. Quelle: Lex Moskovski/ Twitter

Noch vor wenigen Tagen sah es so aus, als ob Bitcoin nach drei starken Monaten einen „roten“ April hinlegen würde, der so schlecht ist wie seit 2015 nicht mehr. Obwohl die aktuellen Zugewinne nicht ganz für den Sprung ins „Grüne“ reichen, zieht die marktführende Kryptowährung damit immerhin ein wenig ihren Kopf aus der Schlinge, und gibt Grund zur Hoffnung, dass der Rekordlauf schon bald fortgesetzt werden könnte.

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Altcoin-Saison könnte blühen: Bitcoin-Dominanz fällt und Widerstand hält

Der gesamte Kryptowährungsmarkt verzeichnete am Dienstag einen weiteren Tag mit Gewinnen. Der Ausverkauf hat am Wochenende gute Kaufgelegenheiten für private und institutionelle Anleger geboten.

Niedrigere Gasgebühren nach dem Berlin-Upgrade auf dem Ethereum-Netzwerk und ein Anstieg der institutionellen Käufe und der dezentralen Finanzaktivitäten ließen den Ether-Kurs auf ein neues Allzeithoch bei 2.680 US-Dollar steigen.

Aus Daten von Cointelegraph Markets und TradingView geht hervor, dass Bitcoin (BTC) auf über 54.000 US-Dollar geklettert ist und die Bullen nun das Widerstandsniveau von 55.000 US-Dollar für eine mögliche Rallye auf 58.000 US-Dollar durchbrechen wollen.

BTC/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Da Ether und Altcoins Anzeichen von Stärke aufweisen und BTC in einer gewissen Spanne bleibt, gibt es auf Krypto-Twitter im mehr Leute, die glauben, eine Altcoin-Saison stehe bald bevor.

Erholung ähnelt früheren Böden

Wie es in einem aktuellen Bericht von Ben Lilly, Mitbegründer und Analyst bei Jarvis Labs, heißt, ähnelt die starke Rallye um 11,5 Prozent am Montag früheren Erholungen des BTC-Kurses nach einer Bodenbildung.

Stärke der Bitcoin-Erholung Quelle: Jarvis Labs

Die lilafarbenen Linien im Chart oben stellen die „Tiefststände der Bitcoin-Futures auf jährlicher Monatsbasis“ dar. Lilly hebt das als mögliches Signal für einen bevorstehenden Ausbruch hervor.

Lilly sagte:

„Jedes Mal, bevor es zu einer Umkehrung kam, lag die Prämie für Futures einen Monat im Voraus etwa 6 oder 7 Prozent über den Spotkursen.“

Einige Altcoins erreichen neue Allzeithochs

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Mehrere Altcoins verzeichneten am Dienstag neue Rekordhöhen.

Polygon (MATIC) setzte seine starke Rallye fort und stieg bis auf 0,75 US-Dollar, bevor er eine kurze Verschnaufpause einlegte. Uniswap (UNI) verzeichnete ebenfalls ein Rekordhoch bei 40,50 US-Dollar, nachdem er sich am Montag um 17 Prozent von den Tiefstständen erholt hatte.

Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen liegt jetzt bei 2,08 Bio. US-Dollar und die Dominanz von Bitcoin beläuft sich auf 49,5 Prozent.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wider. Jeder Investment- und Handelsschritt birgt ein Risiko und man sollte gut recherchieren, bevor man eine Entscheidung trifft.

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Bitcoin-Kurs: Rallye führt Bitcoin zurück über die 55.000 USD

Nachdem die Bären den Bitcoin-Kurs am Wochenende bis an die Schlüsselunterstützung bei 47.000 USD drücken konnten, kamen neue Käufer zurück in den Markt und sorgten für eine dynamische Gegenbewegung zurück in Richtung 55.000 USD. Die Bitcoin-Dominanz tendiert weiter schwach und droht die psychologische Marke von 50 Prozent aufzugeben.

Bitcoin (BTC): Bitcoin-Kurs arbeitet wichtiges bearishes Kursziel ab

BTC-Kurs: 55.202 USD (Vorwoche: 55.458 USD)

Widerstände/Ziele: 55.817 USD, 56.867 USD, 58.386 USD, 59.527 USD, 61.122 USD, 61.771 USD, 64.896 USD, 67.416 USD, 69.744 USD, 70.000 USD, 70.856 USD, 76.472 USD, 77.678 USD, 80.323 USD, 86.295 USD, 89.982 USD, 100.258 USD, 113.074 USD

Unterstützungen: 54.077 USD, 51.307/50.305 USD, 49.423 USD, 48.222 USD, 47.070 USD, 44.878 USD, 43.030 USD, 41.967 USD, 40.240 USD, 39.130 USD, 36.904 USD

Kursanalyse Bitcoin (BTC) KW16

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf Coinbase

Die Krypto-Leitwährung Bitcoin blickt auf eine bewegte Woche zurück. Nachdem es zu einem bearishen Ausbruch aus dem übergeordneten Trendkanal kam, rutschte der BTC-Kurs deutlich ab und fiel zurück an das in der Vorwochenanalyse angesprochene Kursziel bei 47.070 USD. Hier kamen die Bullen zurück auf das Parkett und hievten Bitcoin innerhalb von drei Handelstagen zurück an den Kreuzwiderstand aus roter horizontaler Widerstandslinie und EMA20 (rot). Am heutigen Mittwoch scheiterte der Bitcoin-Kurs im ersten Anlauf an diesem Widerstand und handelt aktuell knapp unterhalb bei 55.059 USD.

Bullishes Szenario (Bitcoin-Kurs)

Bullishe Anleger nutzten die vorübergehende Kursschwäche sowie den überverkauften Status von Bitcoin und sendeten die Krypto-Leitwährung wieder über die psychologische 50.000-USD-Marke. Auf der Unterseite scheint der Bitcoin-Kurs im Bereich der 47.000 USD vorerst gut abgesichert. Damit handelt der BTC-Kurs nun wieder im Bereich der 55.000 USD und könnte kurzfristig versuchen, zurück über den wichtigen Widerstand bei 55.817 USD zu klettern. Überwindet Bitcoin diese Kursmarke und springt in der Folge auch zurück über den horizontalen Widerstand bei 56.867 USD, ist ein Anstieg bis an die 59.514 USD einzuplanen. Hier entscheidet sich abermals, ob die Bullen es schaffen, den BTC-Kurs zurück in den Aufwärtstrendkanal zu schicken. Sollte der Kreuzwiderstand aus Trendkanalunterkante, 161er Fibonacci-Extension und Supertrend nach oben durchbrochen werden, rückt zunächst die Widerstandsmarke bei 61.771 USD wieder in den Blick. Hier findet sich das alte Verlaufshoch vom 14. März 2021. Eine Rückeroberung der psychologischen Marke von 60.000 USD würde das Chartbild wieder deutlich aufhellen. Erst wenn jedoch die 61.771 USD per Tagesschlusskurs durchbrochen wird, können sich die Bullen wieder berechtigte Hoffnung auf einen Angriff auf die rote Widerstandszone machen. Springt der Bitcoin-Kurs zurück in diesen Bereich, ist ein Angriff auf das Allzeithoch bei 64.896 USD wahrscheinlich.

Der Weg in Richtung 100.000 USD

Wird das Allzeithoch ohne nennenswerte Gegenwehr überwunden, rückt zunächst das 138er Fibonacci-Extension bei 67.416 USD in den Blick. Hier verläuft zudem das obere Bollinger-Band. Schaffen es die Bullen, weiter Kaufdruck zu generieren, kommt es in dem Bereich zwischen 69.744 USD und 70.856 USD zu einem Kräftemessen zwischen Käufern und Verkäufern. Neben dem 161er Fibonacci-Extension der aktuellen Kursbewegung sowie dem 200er Fibonacci-Extension der übergeordneten Handelsbewegung indiziert auch ein Blick ins Orderbuch einen starken Widerstand bei 70.000 USD. Erst wenn die Bullen genug Aufwärtsdruck erzeugen können und diesen Bereich nachhaltig nach oben durchbrechen ist ein Durchmarsch an das 200er Fibonacci-Extension der aktuellen Aufwärtsbewegung bei 76.472 USD einzuplanen. Nur unwesentlich entfernt verläuft zudem das nächste relevante Kursziel bei 77.678 USD. Dieser Kreuzwiderstand bildet sich aus der Trendkanaloberkante und einem Widerstandslevel aus dem Monatschart aus. Hier dürften erste Verkäufe einsetzen bevor Bitcoin mittelfristig den die Kursmarke von 80.323 USD anvisieren dürfte. Bleibt das Interesse der Bullen weiter hoch und der Trendkanal wird nach oben zu verlassen, ist ein Durchmarsch an das 261er Fibonacci-Extension der übergeordneten Kursbewegung vorstellbar. Diese Kursprojektion verläuft bei 86.295 USD. Auch ein direkter Anstieg bis an das 461er Fibonacci-Extension, welches dem Stundenchart entnommen ist, wäre sodann vorstellbar. Diese Widerstandsmarke findet sich bei 89.982 USD. Ausgehend von diesem Widerstandsniveau dürfte der Bitcoin-Kurs zunächst bis an die Trendkanaloberkante korrigieren. Solange der BTC-Kurs sich oberhalb des Trendkanals stabilisieren kann, werden die Anleger die 100.000 USD weiter fest im Blick haben. Neben dieser psychologischen Marke findet sich bei 100.258 USD zudem das 361er Fibonacci-Extension der aktuellen Kursbewegung. Ein Erreichen dieser Zielmarke ist jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte vorstellbar. Nehmen bullishe Anleger auch hier nicht nachhaltig Chips vom Tisch, ist in 2021 sogar ein Anstieg bis in den Bereich zwischen 113.074 USD und 114.959 USD möglich.

Bearishes Szenario (Bitcoin-Kurs)

Die Freude der Bären auf eine Korrektur in Richtung 43.000 USD oder tiefer währte nur kurz. Nach einer 30-prozentigen Kurskorrektur war an der 47.070 USD vorerst Schluss mit der Konsolidierung des Bitcoin-Kurses. Die Bullen hievten den Bitcoin-Kurs dynamisch zurück bis an den EMA20 (rot). Schaffen es die Bären, den Bitcoin-Kurs in den kommenden Handelstagen unter der 56.867 USD, spätestens aber an der Trendkanalunterkante bei 59.514 USD zu halten, besteht eine erneute Chance für eine Kurskorrektur zurück in Richtung des orangen Supportbereichs zwischen 54.077 USD und 52.713 USD. Sollte dieser Bereich per Tagesschlusskurs unterboten werden, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine neue Abwärtsbewegung. Können die Bären in der Folge genug Verkaufsdruck aufbauen, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Retest des blauen Supportbereichs. Der Unterstützungsbereich zwischen 51.307 USD und 50.327 USD dürfte eine Vorentscheidung liefern, ob die Bären mutig genug sind, die dunkelgrüne Unterstützungszone zwischen 48.222 USD und 47.070 USD erneut anzulaufen.

Prallt der BTC-Kurs hier nicht nachhaltig nach oben ab und bildet einen Doppelboden aus, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Korrekturausweitung bis an die 44.878 USD spürbar an. In der Folge wird auch ein Rückfall bis an das Verlaufstief bei 43.030 USD zunehmend wahrscheinlicher. Dieses Supportlevel in Form des Verlaufshochs vom 8. Januar 2021 dürfte abermals von Interesse für das Bullenlager sein. Sollte der BTC-Kurs diese starke Unterstützung aufgeben, aktivieren sich Kursziele bei 41.967 USD und 40.240 USD. Knapp unterhalb bei 39.130 USD verläuft zudem der EMA200 (blau). Daher werden bullishe Anleger abermals zugreifen wollen. Maximal wäre ein kurzer Absacker bis an die 36.904 USD vorstellbar. Mehr ist den Bären aktuell nicht zuzutrauen. Langfristig wäre ein Retest des “Tesla-Ausbruchslevels” begrüßenswert, um genug Kraft für eine Kursrallye in Richtung 100.000 USD zu sammeln.

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Bitcoin-Dominanz: Marktdominanz erreicht Schlüsselunterstützung bei 50 Prozent

Kursanalyse Bitcoin-Dominanz (BTC-Dominanz) KW16

Bitcoin-Dominanz auf Basis von Werten von Cryptocap dargestellt

Die Dominanz der Krypto-Leitwährung Bitcoin tendierte in den letzten Handelswochen weiter bearish. In der Folge sackte die BTC-Dominanz bis an die psychologische 50-Prozent-Marke ab. Aktuell scheint die orange Unterstützungszone Halt zu geben. Solange die Bitcoin-Dominanz jedoch unterhalb der roten Widerstandslinie bei 52,19 USD handelt, ist die Möglichkeit einer Aufgabe der 50 Prozent Schwelle nicht gebannt. Ein Rückfall in Richtung 45,71 Prozent oder tiefer ist perspektivisch nicht auszuschließen.

BTC-Dominanz: Bullishes Szenario

Die BTC-Dominanz testete in den letzten Handelstagen mehrfach den Bereich um 50 Prozent Marktdominanz und kann sich aktuell oberhalb stabilisieren. Erst wenn die BTC-Dominanz jedoch zurück in den Abwärtstrendkanal springen kann, rückt die Marke von 52,19 Prozent wieder in den Blick. Überwindet der Kurs diesen Resist, kommt es in der grauen Widerstandszone kurzfristig zu einer Richtungsentscheidung. In den letzten 14 Handelstagen prallte die Dominanz hier immer wieder nach unten ab. Zudem verläuft an der Oberkante bei 53,16 Prozent der EMA20 (rot). Schafft es die Bitcoin-Dominanz per Tagesschlusskurs zurück über diesen gleitenden Widerstand, sollte sich die Erholungsrallye weiter fortsetzen. Ein erstes mögliches Kursziel findet sich im Bereich der 54,23 Prozent. Bereits hier dürfte die Luft für einen Folgeanstieg bereits dünner werden.

Vorerst ist das maximale Ziel der Erholungsrallye bei 55,72 Prozent zu sehen. Überwindet die BTC-Dominanz auch den starken Widerstand bei 55,72 Prozent und steigt weiter in Richtung 57,12 Prozent, klart sich das Chartbild zunächst weiter auf. Ein Anstieg über den lila Widerstandsbereich zwischen 57,12 Prozentpunkten und 57,78 Prozent aktiviert das maximale Erholungsziel bei 58,80 Prozent wahrscheinlich. Spätestens an dieser Widerstandsmarke ist mit einem erneuten Rückfall in Richtung 55,72 Prozent zu rechnen. Höhere Ziele sind vorerst nicht zu erwarten, zu groß ist das Anlegerinteresse an vielen Altcoins aktuell. Insbesondere die bullishe Kursentwicklung der Verfolger Ethereum (ETH) und dem Binance Coin (BNB) verringern die Chance auf eine nachhaltige Erholung der Bitcoin-Dominanz zurück über die 60-Prozent-Marke.

BTC-Dominanz: Bearishes Szenario

Bereits in den letzten Wochen war die anhaltende Schwäche der BTC-Dominanz thematisiert worden. Bitcoins Marktmacht rutschte in den letzten sieben Handelstagen weiter ab und fiel in die orange Unterstützungszone. Zwar scheint dieser starke Supportbereich aktuell Halt zu geben, solange jedoch keine nachhaltige Umkehrbewegung ersichtlich wird, könnte die Stabilisierung nur von kurzer Dauer sein. Solange die BTC-Dominanz nicht deutlich vom Supportbereich zwischen 50,88 Prozent und 50,01 Prozent nach oben abprallt, ist jederzeit mit einem Bruch der 50,01 Prozent zu rechnen.

Fällt die Bitcoin-Dominanz per Tagesschlusskurs unter die 50-Prozent-Schwelle, ist eine Ausweitung der Kursschwäche in Richtung 45,71 Prozent vorstellbar. Kommt es auch an dieser Supportmarke zu keiner Gegenbewegung, ist eine Korrekturausweitung an die Kreuzunterstützung bei 43,26 USD nicht ausgeschlossen. Hier verläuft eine wichtige horizontale Unterstützung aus dem Jahr 2018. Gibt auch der Bereich um 43,26 Prozent keinen Halt, rückt die grüne Unterstützungszone zwischen 39,14 Prozent und 37,67 Prozent in den Blick. Solange die psychologische Marke von 50 Prozent jedoch nicht nachhaltig aufgeben wird, ist zumindest eine kurzfristige Erholung vorstellbar.    

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,83 Euro.

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Bitcoin macht’s möglich: Tesla verzeichnet starken Q1-Gewinn durch Verkauf

Tesla Motors hat im ersten Quartal 2021 einen Teil seiner Bitcoin (BTC)-Bestände verkauft und dabei einen Nettogewinn von 272 Mio. US-Dollar erzielt, wie der Fahrzeughersteller berichtete.

In einem 30-seitigen Bericht zu den Quartalsergebnissen merkte Tesla an, dass Bitcoin-Verkäufe einen „positiven Einfluss“ von 101 Mio. US-Dollar hatten:

„Im Jahresvergleich wurden die positiven Auswirkungen des Volumenwachstums, des Umsatzwachstums bei regulatorischen Krediten, der Verbesserung der Bruttomarge durch weitere Produktkostensenkungen und den Verkauf von Bitcoin (positiver Einfluss in Höhe von 101 Mio. US-Dollar abzüglich der damit verbundenen Wertminderungen in der Zeile Restrukturierung & Sonstiges) hauptsächlich durch einen niedrigeren ASP, einen höheren SBC, zusätzliche Kosten für die Lieferkette, Investitionen in Forschung und Entwicklung und andere Posten ausgeglichen. Die Umstellungskosten für das Model S und das Model X wirkten sich sowohl auf den Bruttogewinn als auch auf die Forschungs- und Entwicklungskosten negativ aus.“

In der vierteljährlichen Kapitalflussrechnung gab das Unternehmen an, die „Erlöse aus dem Verkauf digitaler Vermögenswerte“ seien mit 272 Mio. US-Dollar wert gewesen.

Der Elektrofahrzeughersteller wirbelte im Februar einigen Staub auf, als er einen strategischen Kauf von BTC im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar bekannt gegeben hatte. Das entsprach damals 7,7 Prozent des Bruttobargelds von Tesla. Das Unternehmen kündigte auch an, Bitcoin als Zahlungsmittel für seine Autos akzeptieren zu wollen. Dabei sollen diese nicht unbedingt in Fiat-Währung umgewandelt werden. 

Tesla verzeichnete in dem Quartals außerdem einen Nettogewinn von 438 Mio. US-Dollar. Das ist ein neues Allzeithoch. Der Gewinn pro Aktie betrug 93 Cent bei einem Umsatz von 10,39 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen von Elon Musk sagte auch, es erwarte in diesem Jahr ein Wachstum im Hinblick auf Fahrzeugauslieferungen um mehr als 50 Prozent. Das würde bedeuten, dass sich die Mindestauslieferungszahl auf etwa 750.000 Fahrzeuge für das Jahr 2021 beläuft.

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Satoshi Nakamotos letzte Nachricht: 10 Jahre ist es her

Der Bitcoin-Schöpfer Satoshi Nakamoto verließ die Kryptowährungs-Community heute vor genau zehn Jahren mit einer Abschiedsbotschaft: „Ich wende mich anderen Dingen zu.“ 

In den vergangenen Jahren hat sich Bitcoin (BTC) von einem obskuren, esoterischen Projekt zu einem Billionen-Dollar-Vermögenswert entwickelt, der die Aufmerksamkeit von Regierungen, Finanzinstituten, Unternehmen und Investoren auf sich gezogen hat. Trotz viele plausibler Theorien ist Nakamotos Identität unbekannt. Das geschätzte Vermögen von 1 Million BTC ist seitdem unberührt geblieben.

Bei einem aktuellen BTC-Kurs von rund 54.000 US-Dollar beläuft sich Nakamotos geschätztes Vermögen auf rund 54 Mrd. US-Dollar. Wie Cointelegraph kürzlich spekulierte, würde Nakamoto bei einem BTC-Kurs von 182.000 US-Dollar zum reichsten Menschen der Welt werden. Viele Krypto-Enthusiasten halten einen solchen Kurs für wahrscheinlich. Der Bitcoin-Kurs erreichte Anfang des Monats ein Allzeithoch über 64.000 US-Dollar und brach daraufhin ein.

Das Mysterium um Nakamoto war Thema in einem Interview von Cointelegraph Brasil vom März mit Dustin D. Trammell. Er war einer der ersten Cypherpunks, die die digitale Währung gemint haben. Im Interview erklärte Trammell, es sei unwahrscheinlich, dass Nakamoto vor Bitcoin an einem elektronischen Bargeldprotokoll gearbeitet habe, da er bei der Implementierung neuer Technologien „nicht befangen“ gewesen sei.

Er erklärte weiter:

„Im Nachhinein betrachtet hat Satoshi offenbar nicht versucht, ein technisches Problem zu lösen, sondern eher ein soziales Problem. Ein systemisches Problem beim traditionellen Finanzsystem. Damals waren sie jedoch sehr auf die Technologie fokussiert, so dass einige philosophische Punkte übersehen oder heruntergespielt worden sein könnten, wenn man nicht genau genug aufgepasst hat.“

Bitcoin konnte zwar noch nicht allen Ansprüchen aus Nakamotos ursprünglichem Whitepaper aus dem Jahr 2008 gerecht werden, doch seine bewährte Geldpolitik hat ihn dennoch zu einem attraktiven Wertaufbewahrungsmittel gemacht. Derzeit betrachten Mainstream-Investoren Bitcoin zunehmend als ein unveränderliches „digitales Gold“.

Man weiß nicht, ob Nakamoto jemals wieder auftauchen wird oder ob er überhaupt noch am Leben ist. Aber die Kryptowährungs.Community hat sich damit abgefunden, dass er wohl für immer anonym bleiben wird. Nakamotos Arbeit war die Wurzle der Akzeptanz der Blockchain-Technologie, die auf Dezentralisierung aufbaut. Die Cointelegraph Top 100 haben vor Kurzem aufgezeigt, dass die einflussreichste Person in der Kryptowelt „wir alle“ sind, die zu einer dezentraleren Welt beitragen:

„In diesen Netzwerken, auf denen wir oft unter einem Pseudonym aktiv sind, spüren wir, dass wir die Chance haben, etwas zurückzugewinnen, was wir an zunehmend zentralisierte Instanzen verloren haben. Diese haben unsere Daten, dringen in unsere Privatsphäre ein, diktieren die Bedingungen, unter denen wir Werte austauschen dürfen, und legen die Höhe des finanziellen Risikos fest, dem wir ausgesetzt werden sollen.“

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Altcoins holen auf – Bitcoin schrumpft erstmals wieder unter 50 % Marktanteil

Der Marktanteil von Bitcoin (BTC) ist in dieser Woche erstmals seit Januar 2018 wieder unter 50 % abgerutscht, was ein klares Signal dafür ist, dass die Krypto-Anleger aktuell lieber mit Altcoins spekulieren wollen.

Der „Bitcoin Dominance Index“, also der Marktanteil von Bitcoin gemessen am gesamten Kryptomarkt, hat am Donnerstag dementsprechend einen Tiefstwert von 49,35 % erreicht, wie CoinMarketCap ausweist. Anfang 2021 lag die Marktherrschaft hingegen noch bei 70,68 %.

Stand Donnerstag kommt „Altcoin-Marktführer“ Ethereum (ETH) derweil auf einen Marktanteil von 15 %, was einem Zuwachs von 4 Prozentpunkten seit Anfang 2021 entspricht.

Dabei hat die zweitplatzierte Kryptowährung den Klassenprimus in den letzten Tagen deutlich übertrumpft, denn für ETH steht in dieser Woche ein sattes Plus von 9,5 % auf dem Tableau. Im Vergleich zum jüngsten Rekordhoch von vor ein paar Tagen ist Ethereum zwar wieder 10 % im Minus, doch Bitcoin hat nach Erreichung der aktuellen Bestmarke sogar mehr als 20 % verloren.

Der Binance Coin (BNB) greift langsam auch immer mehr Marktanteile ab, so hat sich die firmeneigene Kryptowährung der großen Kryptobörse Binance von 0,71 % Marktanteil am 1. Januar 2021 bis zum heutigen 25. April auf 4,17 % verbessert. Dabei sprechen die starken Fundamentaldaten von BNB eindeutig dafür, dass diese Entwicklung kein Zufall ist. Neben dem zunehmenden Interesse an Binance als Ganzes wurden im ersten Quartal auch Währungseinheiten im Wert von 600 Mio. US-Dollar verbrannt, was das verfügbare Angebot umso mehr geschrumpft hat.

Auch die Kryptowährungen außerhalb der Top-10 konnten ihren Marktanteil von 11 % zum Jahresbeginn auf nun mehr als 18 % steigern.

Obwohl Bitcoin so stark ist wie nie, schrumpft der Marktanteil des Marktführers zunehmend. Quelle: CoinMarketCap

Meltem Demriors, die Chefstrategin der Krypto-Investmentfirma CoinShares, kommentiert diese Entwicklungen, indem sie feststellt, dass sich momentan „viele Leute auf der Jagd nach Profit in riskantere Gefilde trauen“.

In diesem Zusammenhang weist sie darauf hin, dass aktuell 94 Kryptowährungen eine Marktkapitalisierung von 1 Mrd. US-Dollar oder mehr verzeichnen. Bei Redaktionsschluss ist dieser Wert zwar schon wieder auf 87 Krypto-Projekte gefallen, doch die betreffenden 7 Kryptowährungen, die den Unterschied machen, liegen weiterhin bei mehr als 900 Mio. US-Dollar.

Die Krypto-Experten sind sich allerdings noch uneinig, ob die sogenannte „Alt-Season“ also bereits in vollem Gange ist. Der Begriff bezeichnet einen Marktzyklus, in dem die „alternativen Kryptowährungen“ gegenüber Bitcoin und dem US-Dollar stark zulegen können. Obwohl dem eindeutig so scheint, meint Ben Lilly, Analyst und Mitgründer von Jarvis Labs, gegenüber Cointelegraph, dass die Zeit noch nicht reif ist, um von Bitcoin auf Altcoins umzusteigen.

Der Krypto-Experte Filbfilb, einer der Mitgründer von Decentrader, stellt in einer neuen Analyse hingegen fest, dass die Boomphase der Altcoins immer näher rückt.

Die Gesamt-Marktkapitalisierung der Altcoins, also aller Kryptowährungen außer Bitcoin, beläuft sich inzwischen auf 937 Mrd. US-Dollar, womit die magische Schallmauer von 1 Bio. US-Dollar nun auch für den Rest des Markts greifbar wird. Der Marktführer ist längst nicht mehr der „Alleinherrscher“.

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Halb so schlimm – Krypto-Experten sehen Crash von Bitcoin überwiegend positiv

Der Kryptomarkt hat in den vergangenen Tagen einen regelrechten Crash hingelegt, was maßgeblich durch den heftigen Absturz von Marktführer Bitcoin (BTC) bedingt ist, dessen Kurs zwischenzeitlich sogar unter 48.000 US-Dollar abgesackt war.

Während die Gründe für den plötzlichen Abschwung zunächst unklar waren, kommt nun langsam Licht ins Dunkel. Ein überhitzter Futures-Markt und eine erhöhte Verkaufsaktivität kleinerer und mittlerer Großinvestoren stehen dabei an vorderster Front. Abseits des Kryptomarkts könnte zudem eine Erhöhung der Kapitalertragsteuer in den USA durch die Regierung von Joe Biden dafür gesorgt haben, dass sich die Stimmung größerer Investoren zusätzlich verschlechtert hat.

Wie die Daten von Cointelegraph Markets und TradingView zeigen, sorgte heftiger Verkaufsdruck zunächst dafür, dass der psychologisch wichtige Support bei 50.000 US-Dollar am 23. April eingeknickt ist, ehe der Kurs auf ein vorübergehendes Tief von 47.500 US-Dollar geschlittert ist. Einige mutige Investoren konnten die marktführende Kryptowährung anschließend immerhin wieder über 49.000 US-Dollar heben.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Der Abschwung unter die 50.000 US-Dollar Marke entspricht einem Rücklauf von satten 25 % im Vergleich zum jüngsten Rekordhoch von über 65.000 US-Dollar. Damit liegt Bitcoin nun wieder auf einem Niveau wie zuletzt Anfang März.

Großinvestoren sorgen für Verkaufsdruck

Micah Spruill, der Investmentchef von S2F Capital, vermutet, dass der Abschwung „ein gezielter Versuch ist, den Kurs unter die wichtige 50.000 US-Dollar Marke zu drücken, da eine beträchtliche Menge an Verkaufsoptionen dadurch profitabel bleiben würde.“

Wie Spruill erklärt war „eine große Menge an Bitcoin-Kapitalzuflüssen mit Verkaufsabsicht“ der Katalysator, der den Kurs „auf den nächsten Support bei 47.500 US-Dollar abgesenkt hat“. Dahingehend merkt der Experte zudem an, dass „die meisten Bitcoin, die in der jüngsten Verkaufswelle bewegt wurden, erst kürzlich aufgekauft wurden“. Es handele sich dabei also nicht um Bitcoin-Vermögen von Anlegern mit langfristigen Absichten. Daran lässt sich wiederum erkennen, dass die Mehrheit der Anleger den Rekordlauf noch nicht aufgegeben hat, sondern dass kurzfristige Trader vielmehr strategische Ziele verfolgen.

Bitcoin-Nettokapitalzufluss auf Kryptobörsen. Quelle: Glassnode, S2F Capital

Élie Le Rest von der Krypto-Vermögensverwaltung ExoAlpha sieht derweil gute Karten, falls der Krypto-Marktführer den momentanen Kurs halten kann, denn darin würde sich „bestätigen, dass institutionelle Investoren unterhalb von 50.000 US-Dollar weiter ankaufen, was Bitcoin in den kommenden Wochen und Monaten noch viel Luft nach oben gibt“.

Falls der Kurs jedoch weiter fallen sollte, sieht Le Rest die 43.000 US-Dollar Marke als nächsten wichtigen Support, wobei er ausdrücklich darauf hinweist, dass die Altcoins „aufgeblüht“ sind, als Bitcoin im Februar längere Zeit in diesem Bereich lag.

Dementsprechend könnte sich ein Abschwung des Marktführers zurück in diese Gefilde umso heftiger auf die Altcoins auswirken, die dadurch womögliche ihre gesamten jüngsten Gewinne wieder verlieren. Der Marktanteil von Bitcoin könnte dann wiederum über 60 % steigen.

Le Rest sieht beide Szenarios letztendlich optimistisch:

„So oder so, dieser Abschwung ist auf jeden Fall gesund, da wir dadurch diejenigen Investoren herausfiltern können, die sich übernommen haben, und eine stabilere Grundlage aufbauen können.“

Das Boot ist gekentert

Ben Lilly, einer der Mitgründer von Jarvis Labs, verbildlicht den plötzlichen Abschwung anhand einer Analogie, in der er Bitcoin-Anleger mit Passagieren in einem Boot vergleicht, das zu kentern droht. Dadurch ließe sich das Phänomen der „spontanen Synchronisation“ verdeutlichen.

So führt Lilly aus:

„Wenn ein Boot zu kentern droht, dann lehnen sich ein paar Passagiere in die entgegengesetzte Richtung. Je mehr das Boot in die andere Richtung gedrückt wird, desto mehr Passagiere lehnen sich rüber, und plötzlich kentert das Boot.“

Gemäß dieser Bildsprache haben die Krypto-Anleger den jüngsten Abschwung nach und nach genutzt, um die satten Zugewinne der Altcoins zu verkaufen. Kapital wäre vielmehr eingesetzt worden, um durch Verkäufe Gewinn zu machen, und nicht um anzukaufen.

Wie schnell sich dieser Effekt verselbständigt hat und wie sehr auch die institutionellen Investoren überrascht waren, verdeutlicht der Blockchain-Datendienst Whalemap in einem Tweet (siehe unten). Aus der zugehörigen Grafik wird ersichtlich, dass bei 55.000 US-Dollar eigentlich verstärkt Kapital von den Großinvestoren in den Markt gespült wurde, um den Support zu stützen, doch selbst diese Investitionen reichten nicht aus, um den Abschwung aufzuhalten.

Ein weiterer Tweet von Whalemap gibt jedoch wieder Grund zum Optimismus, denn die Analysten sehen den Abschwung unter die 50.000 US-Dollar Marke als gute Kaufgelegenheit:

„Die gemittelten stündlichen Verluste sind höher als die Gewinne, was in der Regel eine gute Kaufgelegenheit bedeutet.“

Gemittelte Verluste und Gewinne für Bitcoin (MPL). Quelle: Whalemap

Der Kryptomarkt wartet nun gespannt, wohin es für den Marktführer als nächstes geht. Kann der Rekordlauf fortgesetzt werden, und handelt es sich nur um eine geringfügige Korrektur, oder leitet der Crash einen längerfristigen Abschwung ein, der das Ende des mehrmonatigen Aufwärtstrends bedeutet?

Der viel zitierte Krypto-Experte PlanB gibt zumindest Entwarnung, und interpretiert den Rücklauf als positives Zeichen für den weiteren Rekordlauf.

Altcoins bluten schon jetzt

Die Altcoins wurden vom Bitcoin-Rücklauf schon jetzt hart getroffen, denn für die Mehrheit der Top-100 Kryptowährungen stehen zweistellige Verluste auf dem Tableau.

Marktvisualisierung von Coin360

Selbst Altcoin-Marktführer Ether (ETH) musste Blut lassen, was sich in einem Verlust von 12 % im Vergleich zum neuen Rekordhoch vom 22. April äußert. XRP und DOGE sind derweil die beiden Altcoins aus den Top-10, die es am heftigsten getroffen hat. So geht es für beide Kryptowährungen um mehr als 20 % nach unten.

Die einzigen Ausnahmen sind COMP, WAVES und HNT, die bei Redaktionsschluss jeweils einen Zugewinn von 13 %, 9 % und 8 % schaffen.

Die Gesamt-Marktkapitalisierung beläuft sich derweil auf 1,862 Bio. US-Dollar, woran Bitcoin einen Marktanteil von 50,7 % hat.

 

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Halbzeitpause? – Krypto-Experte sieht den Rekordlauf von Bitcoin erst auf halber Strecke

In den vergangenen paar Tagen ist Bitcoin (BTC) von den neuen Rekordhöhen über 60.000 US-Dollar zurück unter die psychologisch wichtige 50.000 US-Dollar Marke abgerutscht. Allerdings ist dies noch längst nicht das Ende des momentanen Rekordlaufs, wie der viel zitierte Krypto-Experte PlanB meint.

Nachdem dieser den Crash am Freitag bereits als „Erleichterung“ bezeichnet hatte, gab er noch am selben Tag zu bedenken, dass kein Investitionsprodukt ununterbrochen „in einer geraden Linie nach oben geht“. Dahingehend führte er aus:

„Bis zu diesem Monat ist #Bitcoin 6 Monate in Folge nach oben gegangen. Es sieht so aus, als ob wir nun den großen Abschwung zur Halbzeitpause machen, den wir auch bei den Rekordläufen von 2013 und 2017 auf halber Strecke vollzogen haben.“

PlanB ist in der Kryptobranche allen voran als Erfinder des Stock-To-Flow (S2F) Prognosemodells bekannt, das die langfristige Kursentwicklung der Kryptowährung anhand der vierjährigen Kurszyklen um die regelmäßig wiederkehrenden Bitcoin-Halvings, also die Halbierungen der Anstiegsrate, abbildet. Die hauptsächliche Variable für die Berechnungen ist dementsprechend die zunehmende Verknappung bzw. die Verringerung des vorhandenen Angebots von Bitcoin.

In den vergangenen Monaten hat die marktführende Kryptowährung ihr Rekordhoch von 2017 deutlich in den Schatten gestellt, indem sie dieses am 14. April mit einer neuen Bestmarke von fast 65.000 US-Dollar beinahe mehr als verdreifacht hat. Seitdem geht es jedoch scheinbar im Sturzflug wieder nach unten, wodurch der Kurs am 23. April zwischenzeitlich sogar auf ein Tief von 47.500 US-Dollar crashte, was einen Rückgang von deutlichen 26 % bedeutet. Nichtsdestotrotz ist dieser Abschwung völlig im Rahmen der Normalität, wie PlanB bestätigt.

Seine These, dass es sich vielmehr um den üblichen Abschwung auf halber Strecke handelt, untermauert der Experte anhand einer grafischen Darstellung, die die Kursentwicklungen während der vorherigen Kurszyklen abbildet (siehe unten). In den Jahren 2012, 2016 und 2020 gab es jeweils Bitcoin-Halvings, auf die anschließend in den Jahren darauf, also 2013, 2017 und 2021, jeweils ein Rekordlauf folgte.

Wie hier ersichtlich ist, gab es auch in früheren Rekordläufen zwischenzeitlich deutliche Rückgänge auf dem Weg nach oben (siehe Kreis). Die Daten von TradingView zeigen, dass der Rekordlauf von 2013 zwischen April und Juli einen noch heftigeren Crash von 75 % hingelegt hat, ehe in den nachfolgenden Monaten weitere satte Gewinne verzeichnet werden konnten.

Im September 2017 ging es für Bitcoin derweil 40 % abwärts, doch diesen Absturz quittierte die marktführende Kryptowährung später mit einem neuen Rekordhoch, das noch bis vor kurzem Bestand hatte.

Der Vergleich mit der Vergangenheit lässt also vermuten, dass auch die aktuelle Kletterpartie von Bitcoin noch längst nicht am Ende angekommen ist. Vielmehr bliebe demnach sogar noch erstaunlich viel Raum für weitere Zugewinne. Sowohl die früheren Kursentwicklungen (blaue Graphen) als auch die von den beiden Varianten des Stock-To-Flow Modells ausgegebenen Prognoseziele (grüne Linien) sagen demnach noch in diesem Zyklus einen Aufschwung bis über 100.000 US-Dollar vorher.

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