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Bitcoin-Mining-Schwierigkeit: Anstieg um 31 Prozent seit Juli

Die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks erholt sich weiter und Miner weltweit schaffen sich immer größere Kapazitäten an. Die Mining-Schwierigkeit steigt unterdessen immer weiter an.

Am Dienstag verzeichnete das Bitcoin-Netzwerk eine weitere Steigerung der Mining-Schwierigkeit um 3,2 Prozent. Damit beläuft sich die Schwierigkeit auf fast 19 Billionen, wie aus Daten des Blockchain-Explorers BTC.com hervorgeht.

Die jüngste Anpassung ist der fünfte Anstieg der Bitcoin (BTC)-Mining-Schwierigkeit in Folge seit Mitte Juli. Die Schwierigkeit ist dabei von etwa 13,7 Billionen um über 31 Prozent gestiegen. Diese 13,7 Billionen waren das niedrigste Schwierigkeitsniveau seit Juni 2020.

Diese Anpassungen nach oben folgten auf vier aufeinanderfolgende Rückgänge der Schwierigkeit, die Ende Mai mit einem Rückgang um 16 Prozent begannen, weil es Bedenken im Hinblick auf die Umwelt, die Gesellschaft und Unternehmensleitung im Zusammenhang mit Bitcoin gab. Auch der harte Durchgriff Chinas gegen Kryptowährungs-Mining spielte dabei eine tragende Rolle.

Trotz dieser fünf positiven Anpassungen nacheinander, ist die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit immer noch weit von ihrem Allzeithoch von über 25 Billionen vom Mai 2021 entfernt.

Letzte 10 Anpassungen der Bitcoin-Mining-Schwierigkeit. Quelle: BTC.com

Die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit ist ein Maß dafür, wie schwer es ist, einen BTC-Block zu minen. Eine höhere Schwierigkeit erfordert mehr Rechenleistung, um Transaktionen zu verifizieren und neue Coins zu minen. Die Anpassung der Bitcoin-Schwierigkeit erfolgt alle 2.016 Blöcke, also etwa alle zwei Wochen, da Bitcoin so programmiert ist, dass er sich selbst anpasst. Das tut er, um eine Blockzeit von etwa 10 Minuten zu halten.

In diesem Zusammenhang: Bitcoin-Mining soll im Jahr 2030 0,9 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen ausmachen

Der kontinuierliche Anstieg der Schwierigkeit beim BTC-Mining geht mit einem deutlichen Anstieg der Bitcoin-Hashrate einher. Die Hashrate ist die gesamte Rechenleistung, die für das Mining und die Verarbeitung von BTC-Transaktionen benötigt wird. Die Bitcoin-Hashrate stieg Ende August auf 150 Exahashes (EH/s), nachdem sie im Juni auf 52 EH/s gefallen war. Damit erholte sie sich wieder auf das Niveau von Anfang Juni, was darauf hindeutet, dass die Miner nach dem harten Durchgreifen Chinas wieder online sind.

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Genesis Digital: Investitionsrunde bringt dem Miner 431 Mio. USD

Das Bitcoin-Mining-Unternehmen Genesis Digital Assets sammelt 431 Millionen US-Dollar unter der Führung von Paradigm ein. Institutionelle Anleger pumpen trotz Kursschwankungen weiter hohe Beträge in den Kryptomarkt.

Der in Island ansässige Bitcoin-Mining-Unternehmen Genesis Digital Assets hat eine strategische Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Unter der Leitung des Investmentunternehmens Paradigm ist es gelungen, 431 Millionen US-Dollar einzusammeln. In einer Mitteilung vom vergangenen Dienstag heißt es, dass NYDIG, Stoneridge, FTX, Ribbit, Electric Capital, Skybridge und Kingsway Capital zu den wichtigen Investoren in dieser Runde zählen. Kingsway investierte in einer früheren Runde im Juli ebenfalls 125 Millionen USD in Genesis. Auch die Family Offices von Paul Tudor Jones gehören zu den Beteiligten.

Erst diese Woche gab es mit Sorare ein weiteres Mega-Funding auf dem Kryptomarkt zu vermelden. Dieses brachte sogar 680 Millionen USD ein. Das ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass das Interesse institutionelle Anleger am Kryptobereich trotz wilder Kursschwankungen und sogar eines heftigen Einbruchs zur Jahresmitte weiterhin groß ist – und wächst.

Genesis-Investor FTX selbst mit Finanzierungsrunde erfolgreich

Vor zwei Monaten sammelte die an der Runde von Genesis Digital beteiligte Kryptobörse FTX ihrerseits 900 Millionen US-Dollar ein. Damit konnte sie ihre Bewertung auf insgesamt 18 Milliarden US-Dollar steigern. Hinter der noch jungen Börse steckt Sam Bankman-Fried (oder kurz SBF), ein 29-jähriger Multimilliardär. Die Börse hat eine Million Nutzer und kommt laut eigenen Angaben auf ein tägliches Handelsvolumen von 10 Milliarden US-Dollar im Schnitt. 

Genesis Digital ist seinerseits seit 2013 aktiv. Seither hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 1 Milliarde US-Dollar in Bitcoin gemint. Erst kürzlich kaufte Genesis 20.000 Mining-Rigs von dem in China ansässigen Hersteller Canaan Inc. Damit verfolgt der Miner das Ziel, seine Präsenz in Nordamerika und Skandinavien auszubauen. Genesis will mit den Erlösen aus der Investitionsrunde seine Hashrate erhöhen, um bis 2023 eine Energiekapazität von 1,4 Gigawatt für das Bitcoin-Mining zu haben.

Während wir auf unser Ziel hinarbeiten, bis 2023 1,4 Gigawatt ans Netz zu bringen, wird das Kapital aus dieser Runde verwendet, um unsere Bitcoin-Mining-Aktivitäten an Standorten zu erweitern, an denen saubere Energie leicht zugänglich ist. Wir sind begeistert, strategische Investoren an Bord zu haben und freuen uns darauf, unsere Mission gemeinsam zu erfüllen

, so Marco Streng, CEO und Mitbegründer von Genesis Digital Assets.

Das Unternehmen spricht von seiner eigenen Hash-Leistung von über 3,3 Exahashes pro Sekunde (Stand September). Das entspricht immerhin etwa 2,5 Prozent der aktuellen Hashrate des gesamten Bitcoin-Netzwerks. Im Rahmen der Investition ist der Mitbegründer und geschäftsführende Partner von Paradigm, Matt Huang, dem Vorstand des Bitcoin-Mining-Unternehmens beigetreten. 

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Energiewährung – Hat Henry Ford vor 100 Jahren schon den „Bitcoin“ erfunden?

Bereits im Jahr 1921 hat der berühmte, amerikanische Unternehmer Henry Ford eine „Energiewährung“ vorgeschlagen, die als Basis für ein neues Geldsystem dienen sollte. Erstaunlicherweise weist dieser Vorschlag beträchtliche Ähnlichkeiten zum Whitepaper von Satoshi Nakamoto im Jahr 2008 auf, aus dem wiederum Bitcoin (BTC) hervorgegangen ist.

Titelseite der New York Tribune vom 4. Dezember 1921. Quelle: Library of Congress

Eine Energiewährung namens Bitcoin?

Am 4. Dezember 1921 berichtete die New York Tribune in einem Artikel über die Vision von Ford (siehe oben). Dieser wollte den Goldstandard durch seine Energiewährung ersetzen, um die alleinige Vorherrschaft der Eliten zu durchbrechen und Kriege zu beenden. Um dies zu erreichen, wollte er das „weltgrößte Kraftwerk“ bauen, durch das eine neue Währung entstehen sollte, die auf „Währungseinheiten der Energie“ basiert.

Ford, der 1903 die gleichnamige Automobilmarke gegründet hatte, verriet der Zeitung damals:

„Die Energiewährung würde einen neuen Standard schaffen, bei dem eine bestimmte Menge an Energie pro Stunde im Gegenwert zu einem Dollar stehen würde. Dafür müssen wir lediglich die Denk- und Rechenweise ablegen, die uns von der internationalen Bankenelite vorgegeben wird, und an die wir uns gewöhnt haben, als ob es keinen anderen denkbaren Standard geben könnte.“

Die genauen Details über den Wert der Währung würden „geklärt werden, sobald der Kongress sich dafür interessiert“, so Ford weiter.

Obwohl der visionäre Unternehmer diese Idee nie umsetzen konnte, hat Bitcoin dieses Versprechen ein knappes Jahrhundert später scheinbar eingelöst. So wurden seit 2009 mehr als 18,8 Mio. BTC durch energieintensives Mining geschöpft, indem komplexe mathematische Probleme durch schiere Rechenleistung gelöst werden. Dieses sogenannte Proof-of-Work (PoW) Konsensverfahren ist in den letzten Wochen und Monaten wegen seines hohen Energiebedarfs allerdings massiv in die Kritik geraten. Dabei wird nur selten berücksichtigt, dass die marktführende Kryptowährung dadurch zugleich auch einen Anreiz für den Umstieg auf erneuerbare Energien schafft.

Ohne Gold kein Krieg?

Besonders die etwaige Verbindung zwischen Gold und Kriegstreiberei mahnte Ford damals an:

„Das grundlegende Übel an Gold ist seine Verbindung zum Krieg, denn es kann besessen und kontrolliert werden. Wenn wir diese Kontrolle verhindern, dann verhindern wir Kriege.“

Auch einige Bitcoin-Fans sind der Überzeugung, dass Bitcoin auf indirektem Weg für weniger Krieg auf der Welt sorgen könnte, denn durch den deflationären Charakter der Kryptowährung wäre eine schuldenbasierte Finanzierung von Kampfhandlungen nicht möglich. Obwohl der Goldstandard es für Regierungen zwar ebenfalls erschwerte, Geld zu drucken, war dieses Gold mehrheitlich im tatsächlichen Besitz der „internationalen Banken“. Durch diesen Besitz konnten sie wiederum einen aktiven Geldmarkt schaffen, der besonders in Kriegszeiten nur so florierte.

Die Überbleibsel des Goldstandards wurden 1971 durch den US-Präsidenten Richard Nixon abgeschafft, indem zwischenzeitlich der Wechsel zwischen US-Dollar und dem Edelmetall ausgesetzt wurde. Bis 1973 blieb der Goldstandard zwar mehr oder weniger intakt, doch spätestens 1976 wurden alle Verbindungen zwischen den beiden Assets aufgehoben. Eigentlich wurde der Goldstandard bereits 1931 aufgelöst, dem hatte sich zwei Jahre später auch die USA angeschlossen, doch de facto dauerte er hier noch bis zur Entscheidung von Nixon an.

Die Rückschau auf die zukunftsträchtige Idee von Ford machte am Samstag im Reddit-Unterforum r/CryptoCurrency die Runde, und bekam reichlich Gegenliebe. Obwohl Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto nie explizit Bezug auf Henry Ford genommen hat, spekulieren nun einige Krypto-Nutzer, dass der Entwickler vielleicht doch vom erfolgreichen Unternehmer inspiriert worden ist. Andere, nicht ganz ernst gemeinte, Thesen vermuten gar, dass das Pseudonym Satoshi lediglich der Deckname der Reinkarnation von Ford ist, denn dieser glaubte an die Wiedergeburt.

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Greenidge: Grünes Mining-Unternehmen startet an der Nasdaq

Mithilfe des neuen Vorschlags der Demokraten zur Krypto-Besteuerung sollen “Wash Sales” der Krypto-Investierenden verhindert werden.

Machen die US-Demokraten der Krypto-Industrie nun das Leben unerträglich oder sind sie tatsächlich am Allgemeinwohl interessiert?

Der jetzige Vorschlag der Demokraten geht noch einen Schritt weiter als das Infrastrukturgesetz es bislang vorsah. Bloomberg zufolge soll die “Wash-Sale”-Regel auch auf Rohstoffe, Währungen und digitale Vermögensgegenstände ausgedehnt werden. Bislang geht es bei dieser vordergründig um Wertpapiere. Die Demokraten rechnen nun damit, dass dem Staat durch diese Ausdehnung in den kommenden zehn Jahren circa 16 Milliarden US-Dollar Steuern zufließen könnten.

Was ist passiert?

Das schwere Infrastrukturgesetz von Biden soll die Wirtschaft der USA ankurbeln. Es soll Arbeitsplätze schaffen und die Infrastruktur modernisieren. Konkret sollen Brücken und Straßen erneuert werden, es soll das Internet ausgebaut und die Wasser- und Stromversorgung modernisiert werden. Dafür möchte der amerikanische Präsident insgesamt über eine Billion US-Dollar zu Verfügung stellen. Dazu ist er bereit, sowohl neue Schulden aufzunehmen, als auch die Steuersätze für alle die zu erhöhen, die mehr als 400.000 US-Dollar im Jahr verdienen.

Ach, und: Die Krypto-Industrie soll bitte auch als Geldgeber herhalten.

Aktuelle Regelungen

Nachdem, wie schon im August berichtet, die Krypto-Lobby im Repräsentantenhaus versagte, sind die Aussichten für eine freie Krypto-Industrie jetzt noch düsterer geworden. Bislang fielen Krytowährungen in erster Linie unter die Kategorie Eigentum. Deswegen griffen gewisse Steuerregelungen bislang nicht. Das soll sich ändern: Nun sollen im Endeffekt alle, die digitalen Vermögenswerte in irgendeiner Form besitzen, als Broker gelten. Darunter fallen also auch Miner, Stalker und gewisse Protokolle aus dem DeFi Bereich. Sie sollen im Namen ihrer Kunden Formulare bei der Bundessteuerbehörde der Vereinigten Staaten (IRS) einreichen und damit einen Beitrag zur Modernisierung Amerikas leisten. Somit könnten Steuereinnahmen bis zu 28 Milliarden US-Dollar verzeichnet werden.

Hintergrundinformationen zu Wash-Sale

“Wash-Sale” bezeichnet den Vorgang, dass Investor:innen ihre Wertpapiere mit Verlust verkaufen und mit sofortiger Wirkung vollständig zurückkaufen. Dieses Verfahren ist deshalb so attraktiv, weil sich so die Steuerlast reduziert. Denn schlussendlich werden nur realisierte Gewinne versteuert.

Deshalb gibt es das Wash-Sale-Verbot, das vorsieht, dass zwischen Kauf und Verkauf mindestens 30 Tage liegen müssen.

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Bitcoin-Rallye: Nachfrage nach Krypto-Mining in Vietnam steigt

Der Kryptowährungs-Mining-Markt in Vietnam entwickelt inmitten der aktuellen Krypto-Rallye reges Leben. Bitcoin (BTC) ist unterdessen erstmals seit Mai wieder auf über 51.000 US-Dollar geklettert.

Krypto-Unternehmer und -Enthusiasten in Vietnam haben einen beträchtlichen Anstieg der Nachfrage nach Krypto-Mining-Geräten im Land verzeichnet, wie die lokale Nachrichtenagentur VnExpress am Montag berichtete.

Quang Thuan, der Besitz einer Ladenkette, die Kryptowährungs-Miner in der Hauptstadt Ho Chi Minh, sagte dass die Umsätze des Unternehmens Anfang September um das dreifache gestiegen seien. Er erklärte, dass der Mining-Geräte-Markt in Vietnam vor dem Anstieg von Bitcoin auf über 50.000 US-Dollar Mitte August eher schleppend lief.

Die steigende Nachfrage hat dazu geführt, dass die Preise für Krypto-Miner beträchtlich gestiegen sind. Einige Geräte kosten und teilweise umgerechnet 220 US-Dollar mehr als noch Mitte August, wie der vietnamesischen Krypto-Mining-Enthusiast Ngoc Van meldete. Grafikkarten von AMD oder Nvidia, die als Mining-Geräte verwendet werden, kosten zwischen 3.500 US-Dollar und 4.400 US-Dollar, wie er hinzufügte.

Laut Le Hung, dem Verwalter der lokalen Krypto-Mining-Community mit fast 80.000 Mitgliedern, entwickelte der Krypto-Mining-Markt in Vietnam im Zuge der aktuellen Krypto-Rallye und der Corona-Pandemie neues Leben. „Zunächst haben Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen gleichzeitig Kursanstiege verzeichnet und die Miner haben allmählich Gewinne erzielt. Außerdem zieht sich die Pandemie in die Länge und reduziert Anlagemöglichkeiten. Daher sind die Leute dazu übergegangen, Coins zu minen“, wie er erklärte.

In diesem Zusammenhang: Nvidia verkauft im zweiten Quartal weniger Krypto-Mining-GPUs als erwartet

Die vietnamesische Regierung ist gegenüber Kryptowährungen weiterhin skeptisch. Der Finanzminister hat die Öffentlichkeit Anfang des Jahres gewarnt, das Krypto im Land noch unreguliert sei. Im Jahr 2018 wurden Kryptowährungen als Zahlungsmittel verboten und vietnamesische Behörden haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, Krypto zu vermeiden.

Obwohl die Regierung dagegen ist, gab es unter 26 Ländern in Vietnam die höchste Kryptowährungs-Akzeptanz im August. In Sachen realisierte Bitcoin-Gewinne im Jahr 2020 lag das Land auf Platz 13, obwohl es in Sachen Bruttoinlandsprodukt nur auf Platz 53 rangiert.

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Weißrussischer Präsident Lukaschenko: Aufruf zu Krypto-Mining

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die Regierung dazu aufgerufen, Kryptowährungen mittels einer Reserve Strom-Infrastruktur zu minen.

Lukaschenko hielt am 27 August eine Rede bei der Öffnung der Petrikowski Mining-und Verarbeitungsanlage und rief die Arbeiter dabei auf, in das Krypto-Mining in Weißrussland einzusteigen anstatt schlecht bezahlte Landwirtschaftjobs zu machen, wie die russische Nachrichtenagentur RBC berichtete.

Der Präsident sagte, Weißrussland habe genügend Stromressourcen, um Kryptowährung-Mining zu betreiben. Er verwies dabei auf verlassene Industrieorte, die dazu verwendet werden können, um Einkommen zu erzielen. Lukaschenko erklärte:

„Wir müssen verstehen, dass niemand auf uns wartet. Machen Sie etwas mit Strom. Fangen Sie damit an, Kryptowährungen zu minen oder wie man das auch immer nennt. Es gibt genug Strom im Land.“

Die Petrikowski Anlage ist offiziell das größte Investment-Projekt der staatlichen Firma Belaruskali. Sie ist eine der größten Produzenten von Kaliumdüngern und soll im Jahr 2019 20 Prozent des globalen Angebots ausgemacht haben. Einzige Kalium-Exporteur in Weißrussland, nämlich Belaruskali, fiel unter die Sanktionen der Vereinigten Staaten von Mitte August. Daneben gab es auch weitere Strafmaßnahmen gegen Präsident Lukaschenko.

In diesem Zusammenhang: Neues Projekt will globale Krypto-Miner nach Russland bringen

Zuvor hatte die weißrussische Regierung bereits versucht, in den wachsenden Sektor des Kryptowährung-Mining einzusteigen. Im Februar das Energieministerium Weißrussland gesagt, sie untersuche die Risiken und Vorteile des Krypto-Mining, und wolle möglicherweise in diesen Sektor einsteigen. Merkel 2019 schlug Lukaschenko vor, überschüssigen Strom aus dem ersten Kernkraftwerk des Landes zu nutzen, um Kryptowährungen zu minen und diese dann zu verkaufen.

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KuCoin bemüht sich um umweltfreundliches Krypto-Mining

Die Kryptobörse KuCoin von den Seychellen hat einen Pool lanciert, der Proof-of-Work-Minern Umsätze bescheren soll, wenn sie ihre Anlagen integriert haben.

In einer Mitteilung am Mittwoch sagt die Börse, ihr KuCoin-Pool würde Minern auf der ganzen Welt die Möglichkeit geben, zu Bitcoin (BTC) und Bitcoin Cash (BCH) beizutragen und sich die Belohnungen zu teilen. Derzeit müssen Miner die nötige Hardware installieren und laufen lassen, um dem Pool beizutreten. Aber KuCoin sagte, die Börse würde bald Cloud-Mining anbieten.

Der KuCoin-Chef Johnny Lyu behauptete auch, der Pool würde Miner dazu ermutigen, sich an umweltfreundlichen Lösungen zu beteiligen. Nutzt man erneuerbare Energien für das Mining, erhält man Rabatte. Viele Mining-Firmen gehen allmählich dazu über, saubere und erneuerbare Energien zu nutzen.

„Bestehende KuCoin-Nutzer können ihre Mining-Geräte ganz einfach so einstellen, dass sie passives Einkommen sofort generieren“, so Lyu. „Miner können sich mit dieser Mining-Plattform aus einer Hand und ihren Funktionen sehr schnell einrichten und ihren Betrieb aufnehmen.

Die Börse kommt relativ spät zum Mining, wenn man das mit anderen großen Firmen wie Binance vergleicht, die bereits im April 2020 ihren Mining-Pool lancierte. Laut Blockchain-Daten sind die größten BTC-Miner unter anderem Antpool , der dem chinesischen Mining-Riesen Bitmain gehört, Poolin, ViaBTC und F2Pool.

In diesem Zusammenhang: Sind KuCoin-Aktien überbewertet? Kurs in einem Monat um 100 Prozent gestiegen

KuCoin wurde im Jahr 2017 gegründet und meldete diese Woche, dass die Plattform nun 10 Millionen Nutzer habe. Das ist ein Anstieg um 1.114 Prozent seit dem letzten Jahr. Letztes Jahr haben Hacker etwa 275 Millionen US-Dollar von der Börse gestohlen. KuCoin konnte allerdings den Großteil dieses Geldes wiedererlangen.

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Im Mining-Rausch – Riot Blockchain mit beindruckenden Quartalszahlen

Riot Blockchain hat die Geschäftszahlen für das zweite Quartal veröffentlicht und konnte in diesem den Umsatz um 1.540 Prozent steigern.

Das Börsen-gelistete Bitcoin-Mining-Unternehmen Riot Blockchain hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Im vergangenen Quartal konnte das Unternehmen seinen Mining-Umsatz um 1.540 Prozent, auf 31,5 Millionen US-Dollar steigern. Die Umsatzrentabilität des Unternehmens stieg von 25 Prozent auf 70 Prozent. Riot Blockchain erwirtschaftete dabei im zweiten Quartal einen Rekord-Nettogewinn von 19,3 Millionen US-Dollar. Das Bitcoin-Mining-Unternehmen selbst hat im vergangenen Quartal 675 Bitcoin geschürft, was einer Steigerung von 38 Prozent gegenüber dem ersten Quartal entspricht. Aktuell liegt der Aktien-Kurs des Unternehmens bei 35,73 US-Dollar. Riot Blockchain kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von über drei Milliarden US-Dollar.

Die guten Quartalszahlen ließen dabei nicht nur Anleger frohlocken, sondern auch CEO Jason Les.

Wir sind sehr erfreut über das Rekordquartalsergebnis von Riot. Denn die verbesserten Finanzergebnisse des Unternehmens sind ein direktes Ergebnis der absoluten Konzentration von Riot auf Bitcoin-Mining und dem Wachstum seiner Mining-Aktivitäten. (…) Wie bereits angekündigt, baut Riot seine Kapazitäten in Whinstone aggressiv aus, was voraussichtlich die kritische Infrastruktur bereitstellen wird, die notwendig ist, um das weitere Wachstum des Unternehmens erfolgreich voranzutreiben.

Riot Blockchain CEO Jason Les

Mining-Exodus: Neue Konkurrenz aus China?

Anfang des Jahres versetzte die Nachricht, dass China alle Mining-Aktivitäten verbieten werde, die Szene in Panik. Diverse Provinzregierungen stellten das digitale Schürfen im Reich der Mitte unter Strafe. Begründet wurde dies mit den hohen CO2-Emissionen aus Kohlekraft und anderen fossilen Energieträgern. Aber auch nachhaltige Bitcoin Miner litten unter dem Verbot. Immer mehr digitale Schürfer verlegten daraufhin ihre Geschäftsaktivitäten in andere Länder – auch in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Aber bereits ein paar Monate später sieht die Welt für Bitcoin-Miner schon viel goldiger aus – zumindest in den Vereinigten Staaten. Immer mehr digitale Goldschürfer wagen den Schritt mittels IPO an die traditionellen Finanzmärkte. Auch die Kritik am Carbon Footprint einiger Mining-Unternehmen scheinen sich die Betriebe zu Herzen genommen zu haben. Mittlerweile schmücken sie sich bei Kunden mit den begehrten Federn der nachhaltigen und sauberer Energie – quasi als Wettbewerbsvorteil. Somit entsteht auch für etablierte US-amerikanische Mining-Unternehmen wie Riot Blockchain eine neue Konkurrenzsituation.

Indessen sind die aktuellen Entwicklungen in der Mining-Branche spannend zu beobachten. Im Moment kann man einen kurzfristigen Trend erkennen, dass Bitcoin-Mining scheinbar nachhaltiger wird. Inwiefern sich daraus eine langfristige Entwicklung voraussagen lässt, bleibt abzuwarten.

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Iran will Bitcoin-Mining-Verbot ab September aufheben

Der Iran will ab der letzten Septemberwoche Bitcoin- und Krypto-Minern wieder erlauben, im Land tätig zu sein.

Wie es in einem Bericht der iranischen Zeitung Financial Tribune heißt, hat Tavanir, der Stromanbieter des Landes, diese Entscheidung bereits im August bekannt gegeben.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, hat die iranische Regierung im Mai Bitcoin (BTC) und Krypto-Mining verboten. Diese Entscheidung wurde getroffen, um zu verhindern, dass Miner das Stromnetz in den heißen Sommermonaten zu sehr belasten.

Die ständigen Stromausfälle und Stromengpässe im Iran wurden auf Bitcoin-Miner zurückgeführt. Das Problem wurde so groß, dass der Iran Stromexporte in das Nachbarland Afghanistan vorläufig einstellen musste.

Im April nahmen chinesische Investoren das größte Bitcoin-Mining-Zentrum des Landes wieder in Betrieb, nachdem es vier Monate lang aufgrund von Beschwerden im Zusammenhang mit übermäßigem Stromverbrauch den Betrieb einstellen musste

Das illegale Krypto-Mining soll jedoch der wahre Grund für die beträchtliche Belastung in der Stromversorgung sein. Daher werden nur zugelassene Miner den Betrieb wieder aufnehmen dürfen, sobald das Moratorium im September aufgehoben wird.

Im Juni vergab das iranische Handelsministerium 30 Krypto-Mining-Lizenzen. Die iranischen Behörden drängen unterdessen weiterhin auf eine Regulierung des Kryptowährungs-Mining.

Im Juni beschlagnahmte die Polizei in Teheran über 7.000 Geräte aus illegalen Mining-Betrieben in der ganzen Stadt.

In diesem Zusammenhang: Lizenzierte iranische Krypto-Miner müssen Produktion „komplett“ einstellen

Der Iran hat im Jahr 2020 mit der Legalisierung des Bitcoin-Minings begonnen und im Januar 2020 über 1.000 Lizenzen vergeben. Die Regierung ist jedoch sehr daran interessiert, ihren Krypto-Mining-Sektor lokal zu halten. Das Parlament erwägt sogar einen Gesetzesentwurf, der die Verwendung von „im Ausland geminten“ Kryptowährungen für Zahlungen im Land verbietet.

Die Regierung geht davon aus, dass sich Bitcoin und Krypto-Mining zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig im Land entwickeln werden, und prognostizierte bereits im Mai Einnahmen in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar. Das Sommerverbot könnte jedoch dazu führen, dass das Ziel zumindest für 2021 nicht erreicht wird.

Die iranische Krypto-freundliche Politik könnte könnte sich deutlich ausweiten, da auch die Steuerbehörde des Landes kürzlich einen gesetzlichen Rahmen für Krypto-Handelsaktivitäten forderte.

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Auf der grünen Welle – Bitcoin-Mining wird nachhaltig(er)

Elon Musks Kritik an der Bitcoin-Ökobilanz ließ den Krypto-Markt kollabieren. Die Klimadebatte zieht aber auch positive Konsequenzen nach sich.

Anfang des Jahres twitterte Elon Musk die Hiobsbotschaft, dass man Tesla nicht mehr mit Bitcoin kaufen kann. Musk begründete seine Entscheidung damit, dass das digitale Gold keine nachhaltige Energie beim Mining nutzt. Unter anderem diese Botschaft war der Auslöser für eine krachende Abwärtsfahrt für die Märkte. Ein paar Monate später hat sich die Lage am Krypto-Markt weltweit entspannt. Nach einer kleinen Durststrecke setzten Ethereum und Co. jüngst sogar zu einer neuen Rally an. Aber nicht nur in den Märkten gab es spannende Entwicklungen. Auch in der Krypto-Mining-Szene kam es nach der Kritik von Musk zu Veränderungen bei den Prozessen.

Ein Unternehmen, was sich dabei eventuell die Worte von Elon Musk zu Herzen nahm, ist Argo Blockchain. Am 17. August verkündete Argo, dass es als weltweit erstes börsennotiertes Bitcoin-Mining-Unternehmen klimapositiv ist. Peter Wall, der Vorstandsvorsitzende von Argo, sieht dabei sein Unternehmen als Teil eines Transformationsprozesses der Mining-Branche:

Wir sind stolz darauf, das erste börsennotierte Bitcoin-Mining-Unternehmen zu sein, das klimapositiv ist, und konzentrieren uns weiterhin darauf, andere Unternehmen zu ermutigen, sich uns anzuschließen. Darüber hinaus wollten wir unsere Klimastrategie öffentlich machen, in der Hoffnung, die Zusammenarbeit, den Input und den Dialog zwischen allen Unternehmen zu fördern, um eine klimapositive Umgebung zu schaffen.

Die Einstufung basiert auf dem System der drei Scope-Emissions-Stufen. Nach der Carbon Trust Organisation lassen sich die drei Emissions-Scopes folgend einteilen: Scope 1: Kraftstoffverbrennung, Unternehmensfahrzeuge, Scope 2: gekaufter Strom, Wärme und Dampf, Scope 3: gekaufte Waren und Dienstleistungen, Geschäftsreisen, Abfallentsorgung und Investitionen.

Klimaneutral bedeutet in dem Fall, dass ein Unternehmen all seine Emissionen misst, die aus den drei Scope-Stufen anfallen und diese ausgleicht. Beispielsweise durch CO₂ Zertifikate oder andere Maßnahmen, die den CO₂-Ausstoß abmildern. Im Fall von Argo Blockchain geht das Unternehmen sogar noch einen Schritt weiter und “entzieht” der Atmosphäre quasi CO₂ und wird so klimapositiv.

Nur Greenwashing?

Nicht nur Argo Blockchain versucht, nachhaltig Bitcoin zu minen. Grüne & saubere Bitcoins werden immer mehr zu einem Marktvorteil, mit dem man werben kann. Denn da auch Mining-Kunden sich immer weiter für die Nachhaltigkeit Bitcoins sensibilisieren, sehen das Bitcoin-Miner ebenfalls als Marktvorteil.

Elon Musks Nachricht, Bitcoin nicht mehr akzeptieren zu wollen, mag ihm vielleicht nicht gerade viel Sympathie-Punkte eingebracht haben. Doch hat er mit seiner Kritik am Stromverbrauch von BTC einen nachhaltigen und wichtigen Impuls für die Mining-Branche gesetzt. Viele Bitcoin-Miner versuchen grün(er) zu werden und nachhaltige Energiequellen zu verwenden.

Aber ist es denn nur Greenwashing, was die Mining Unternehmen hier betreiben? Vielleicht wollen die Krypto-Miner Elon Musk und den anderen Bitcoin-Kritikern demonstrieren, dass sie gar nicht so dreckige Bitcoin minen. Im Moment auch andere Unternehmen, die sich einen nachhaltigen Bitcoin-Mining-Prozess zum Ziel genommen haben, beispielsweise Iris Energy. Auf jeden Fall ist der Trend um nachhaltige Bitcoin eine erfreuliche Nachricht für die Krypto-Welt.

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