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Digitaler Euro: Datenschutz in einem zentralisierten System kaum möglich

Das Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank Fabio Panetta hat im April vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung der Europäischen Union die Bedeutung des Datenschutzes bei einer möglichen Einführung einer CBDC betont.

Die EZB hatte eine öffentliche Konsultation in Bezug auf einen möglichen digitalen Euro durchgeführt und sich dabei die Meinung von über 8.000 Privatpersonen und Unternehmen angehört. Aus den Antworten geht insgesamt hervor, dass der Datenschutz die größte Sorge bei der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung sei.

Da 43 Prozent der Befragten den Datenschutz als wichtigste Anforderung hervorhoben, erklärte Panetta, dass der digitale Euro diese Anforderungen erfüllen könne, ohne die Sicherheitsstandards zu lockern.

Aus der Umfrage ging auch hervor, dass ein digitaler Euro sichere Zahlungen bieten sollte (18 Prozent). Auch grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der Europäischen Union wurden oft genannt (11 Prozent). Einige Befragte betonten, sie wollen niedrige Gebühren (9 Prozent) und das System auch offline nutzen können (8 Prozent).

„Wie ich bereits erwähnt habe, wäre die Privatsphäre die wichtigste Eigenschaft eines digitalen Euros. Der Schutz der persönlichen Daten der Benutzer und die Gewährleistung eines hohen Maßes an Vertraulichkeit werden daher Priorität bei unserer Arbeit haben“, so Panetta.

Die EZB hat Methoden zur Verbesserung des Datenschutzes bereits erforscht, noch bevor das Konzept eines digitalen Euro aufkam. Vorläufige Untersuchungen ergaben, dass ein digitales System immer noch auf unerlaubte Aktivitäten überwacht werden aber gleichzeitig Transparenz und Datenschutz bieten könnte.

Die EZB findet zwar stets die richtigen und schöne Worte im Hinblick auf eine mögliche CBDC, aber dennoch glaubt nicht jeder, dass das Endergebnis so positiv ausfallen wird.

Die ehemalige Apple-Produktmanagerin und jetzige Geschäftsführerin von Oasis Labs Anne Fauvre-Willis sagte, die EU habe sich in der Vergangenheit in Sachen Verbraucherschutz aufgeschlossen gezeigt. Aber das wird nicht viel wert sein, wenn der digitale Euro über ein zentrales System ausgegeben wird.

„Die EU hat eine gute Erfolgsbilanz in Sachen Verbraucherschutz, aber es ist immer noch ein zentralisiertes System“, so Fauvre-Willis gegenüber Cointelegraph. Sie fügte hinzu: „Anstatt das über eine zentralisierte Bank zu organisieren, warum nicht ein dezentrales Protokoll dafür verwenden?“

Würde ein digitaler Euro beispielsweise auf der Ethereum-Blockchain ausgegeben werden, hätte er den gleichen Grad an Dezentralisierung und Autonomie wie Ether (ETH) und jeder andere Token, der über Ethereum ausgegeben wird.

Aber es ist wohl unwahrscheinlich, dass eine Zentralbank die gesamte Kontrolle über ihre Geldmenge an ein dezentrales Netzwerk abgibt.

Außerdem könnte der natürliche Drang des Menschen, den einfachsten Weg zu gehen, dazu führen, dass die Nutzer den digitalen Euro verwenden, unabhängig davon, wie viel Privatsphäre sie dabei aufgeben, so Fauvre-Willis.

„In Bezug auf die Akzeptanz des digitalen Euros denke ich leider, dass die Bequemlichkeit über den Datenschutz siegen wird“, wie Fauvre-Willis weiter erklärte.

„Datenschutz ist eine Eigenschaft, aber das reicht nicht aus, um Menschen dazu zu bringen, ihr Verhalten von sich aus zu ändern. Stattdessen müssen wir, die wir wirklich an den Schutz der Privatsphäre glauben, gleichzeitig darauf hinarbeiten, überzeugende und lebensverändernde Produkte herzustellen. Dabei müssen wir den Datenschutz in den Mittelpunkt stellen“, fügte sie hinzu.

Die EZB forscht weiter an einem digitalen Euro und die endgültige Entscheidung soll im Sommer 2021 fallen.

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Der Internet-Computer – das Live-Event zu „Genesis“

Die DFINITY Foundation launcht am 7. Mai ihren lang ersehnten Internet-Computer. Was du dazu wissen musst, erfährst du hier.

Nach fünf Jahren intensiver Forschung und Entwicklung durch die weltbesten Kryptographen, Experten für verteilte Systeme und Programmiersprachen sowie Krypto-Unternehmer, ist der Zeitpunkt gekommen: Der Internet-Computer startet und wird mit dem öffentlichen Internet verbunden.

Schließe dich der DFINITY Foundation und über 100.000 Mitgliedern des wachsenden Internet-Computer-Ökosystems beim “Mercury Genesis” Launch Event am 7. Mai um 19 Uhr hier im Livestream auf BTC-ECHO an und erfahre als erster, wann und wo die Tokens der dritten Innovation der Blockchain handelbar werden. Neben einem detaillierten Überblick über die Technologie des Internet-Computers und dessen Funktionalitäten werden auch erste darauf laufende Applikationen vorgestellt. Das Event ist komplett auf Englisch. 

Um auch in Zukunft keine Events von DFINITY mehr zu verpassen, tragt euch hier ein.

Am Freitag, dem 7. Mai wird hier ab 19 Uhr der YouTube-Livestream verfügbar sein.

Was ist der Internet-Computer?

Die Internet-Computer-Blockchain erfindet das öffentliche Internet neu – die weltweit erste Blockchain, die mit Web-Geschwindigkeit läuft und ihre Kapazität unbegrenzt ausbauen kann. Dabei erweitert der Internet-Computer die Funktionalität des öffentlichen Internets von einem Netzwerk, das Milliarden von Menschen (über TCP/IP-Protokolle) verbindet, zu einer öffentlichen Rechenplattform, die Millionen von Entwicklern und Unternehmern (über das ICP-Protokoll) befähigt, revolutionäre, offene Internetdienste für den Massenmarkt sowie branchenübergreifende Plattformen, sichere Unternehmenssysteme und -Websites sowie DeFi aufzubauen. Alles ohne den Bedarf an veralteter IT wie zentralisierter Cloud-Computing-Dienste, Datenbanken und Firewalls.

Der Internet-Computer schafft ein dezentrales Protokoll (ICP), das mathematisch sicher ist und die Rechenkapazitäten von Tausenden von unabhängigen Rechenzentren auf der ganzen Welt zu einer einheitlichen, nahtlosen öffentlichen Rechenumgebung kombiniert. Diese laufen mit Web-Geschwindigkeit und unbegrenzter Kapazität.

Was ist der ICP-Utility-Token?

Der Internet-Computer vervollständigt das Blockchain-Dreigestirn – Bitcoin, Ethereum und den Internet-Computer – und markiert damit die drei wichtigsten Innovationen der Blockchain-Technologie. Diese drei dezentralen Netzwerke ergänzen sich gegenseitig und dienen unterschiedlichen Zwecken: Bitcoin (Kryptowährung), Ethereum (Smart Contracts) und Internet Computer (Blockchain-Computer).

Dabei spielt der ICP-Utility-Token als nativer Governance-Token drei Schlüsselrollen im Netzwerk: erstens die Erleichterung der Netzwerk-Governance, zweitens die Bezahlung für das Hosten von Software und drittens die Belohnung für die Teilnahme an der Governance oder die Bereitstellung von Berechnungen für das Hosten des Netzwerks. Während des Events am 7. Mai erfährst du als erster, wann der letzte Dezentralisierungsschritt stattfindet und mit dem “Genesis Unlock”-Vorschlag das “Network Nervous System” (NNS) veranlassen wird, ICP-Governance-Token freizugeben. 

Was ist das Network Nervous System?

ICP Token können zusätzlich zur Teilnahme am Governance System genutzt werden. Das Netzwerk des Internet-Computers steuert sich durch ein Algorithmus-basiertes Governance System, das man Network Nervous System (NNS) nennt. Besitzer von ICP-Tokens können diese innerhalb des Systems aufbewahren, um sogenannte “Neurons” zu erzeugen. Diese erlauben ihnen, über Vorschläge abzustimmen, die sich auf den Betrieb des Netzwerks auswirken. Im Gegenzug erhalten sie dann Rewards in Form von zusätzlichen Tokens.

Da ein Inhaber von Neuron-Token innerhalb des Governance Systems investiert hat, legt er großen Wert darauf, dass die richtigen Vorschläge angenommen werden, da sonst der Wert der Token negativ beeinflusst werden könnte. Neurons können jedoch so konfiguriert werden, dass sie abstimmen, indem sie der Aktion anderer Neuronen ihres Vertrauens folgen. Das erspart die manuelle Abstimmung über jeden Vorschlag – da stündlich eine große Anzahl eingehen.

Sei dabei und schließe dich der dritten Welle von Blockchain-Technologien an!

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Ist Gaming der Key für die Massenanwendung von Blockchain und Kryptos?

Experten sagen, dass Gaming der erste echte Anwendungsfall für Blockchain ist, der die Branche überarbeitet und Spiele so eindringlich wie nie zuvor macht.

Jede disruptive Technologie hat einen Wendepunkt. Dies ist genau der Moment, in dem es von Early Adopters zu einer breiten Akzeptanz kommt. Könnten wir uns genau wie bei Google Ende der 1990er Jahre und Smartphones in den 2000er Jahren dem Wendepunkt für Blockchain nähern?

Laut einer neuen Studie stehen Vermögensverwalter kurz vor einem Wendepunkt in Bezug auf Kryptowährung, und eine von mehreren laufenden Entwicklungen könnte die Branche dazu veranlassen, die Akzeptanz der aufstrebenden Anlageklasse zu erhöhen. Etwa 10% der Finanzberater empfehlen derzeit zumindest einigen Kunden Kryptowährungsbestände. Dies geht aus dem kürzlich von Grayscale Investments in Zusammenarbeit mit InvestmentNews Research erstellten Whitepaper hervor.

Gaming ist eine globale Industrie, in der professionelle Spieler aus der ganzen Welt über digitale Plattformen zusammenkommen. Blockchain ermöglicht nahezu sofortige Zahlungen auf der ganzen Welt und hebt damit die derzeitigen Beschränkungen für globale Multiplayer-Spiele auf. Die Blockchain-Technologie, wie z. B. Stablecoins, kann im Wesentlichen jeden Vermögenswert widerspiegeln und unterliegt keinen Handelsembargos oder anderen Einschränkungen.

Blockchain fungiert als dezentrales Hauptbuch aller Transaktionen in einem Netzwerk. Wenn eine Transaktion stattfindet, weiß jeder im Netzwerk davon. Blockchain ist manipulationssicher und praktisch augenblicklich und registriert eine Transaktion in dem Moment, in dem jede Partei sie überprüft. Die Kette besteht aus dem Verlauf der Transaktionen. Sobald die Daten gespeichert sind, können sie nicht mehr geändert oder gelöscht werden. Diese Attribute machen Blockchain sowohl sicher als auch transparent und ein Werkzeug mit nahezu unbegrenztem Potenzial.

Die Einführung der Kryptowährung könnte früher als später erfolgen. Im vergangenen Monat war Morgan Stanley die erste Wall Street Bank, die ihren wohlhabenderen Kunden Zugang zu Bitcoin bot. Goldman Sachs folgte schnell diesem Beispiel, was den Druck auf andere Finanzinstitute erhöhen könnte. Neue Produkte und Dienstleistungen, die Beratern bei der Arbeit mit Kryptowährung helfen sollen, werden weiterhin auf den Markt gebracht.

Inzwischen hat die SEC eine Vielzahl von Anträgen für einen Kryptowährungs-ETF vor sich. Die Auflegung von zwei Bitcoin-ETFs in Kanada Anfang dieses Jahres und ein Führungswechsel bei der US-Aufsichtsbehörde lassen viele Beobachter optimistisch über ihre Aussichten sein.

Für die Gaming-Branche könnte Blockchain zur Norm für ein neues Spielerlebnis, die Transaktionen digitaler Gegenstände und die Back-End-Infrastruktur der Spiele selbst werden.

Das französische Spieleunternehmen Ubisoft hat bereits ein Blockchain-Sammelspiel namens Rabbids Tokens auf den Markt gebracht, um Geld für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zu sammeln. Letzten Monat hat Ubisoft angekündigt, dass es dem Tezos-Ökosystem beitreten wird, als Teil seiner fortgesetzten Erforschung der Blockchain-Technologie, die von seinem Strategic Innovation Lab geleitet wird.

Square Enix, der japanische Spielegigant, der hinter weltbekannten Spielen wie Final Fantasy und Tomb Raider steht, hat sich ebenso hinter das Potenzial von Blockchain im Gaming-Sektor gestellt und in den Ethereum-basierten Spieleentwickler TSB Gaming investiert.

Gaming ist ein Versuchsfeld für die Zukunft der Blockchain und ein Lernwerkzeug, nicht nur für Blockchain, sondern auch für andere Anwendungen. Aber man wird schon sehen, wie fruchtbar diese neuen Allianzen zwischen führenden Blockchain-basierten Gaming-Unternehmen und großen Gaming-Unternehmen sein werden.

Bild@ Pixabay / Lizenz

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Hochschule Mittweida bastelt an Blockchain-basiertem Wahlsystem

Wenn es nach dem größten Anteilseigner von Ripple geht, dann ist ein Börsengang der XRP-Mutter bereits gemachte Sache.

“Wir werden nicht die ersten und auch nicht die letzten sein” – so äußerte sich Ripple-CEO Brad Garlinghouse noch auf dem Weltwirtschaftsgipfel 2020 zum Thema Börsengang. Freilich hat sich das kalifornische FinTech damals noch nicht im Clinch mit der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC befunden. Denn wenn es nach der Behörde geht, dann hat Ripple mit XRP bereits ein Wertpapier unters Volk gebracht. Ende 2020 hat die SEC das Unternehmen Ripple sowie CEO Garlinghouse und Mitgründer Chris Larsen mit einer Klage überzogen.

Die Verhandlung mit der SEC ist offenbar die letzte Hürde, die Ripple nehmen muss, bevor das FinTech an die Börse drängt. Das behauptet zumindest Yoshitaka Kitao, seines Zeichens Chef des FinTech-Konglomerats SBI Group, der größten externen Anteilseignerin von Ripple.

Nach dem aktuellen Rechtsstreit wird Ripple an die Börse gehen. Der aktuelle CEO will das tun. Chris möchte das tun,

zeigte sich Kitao bei der Präsentation der Quartalszahlen von SBI am 28. April überzeugt.

Frustrierend: Garlinghouse kritisiert US-Regulierung

Zwei Tage später hat Brad Garlinghouse im US-Fernsehen seiner Frustration über die US-amerikanische Krypto-Regulierung Luft gemacht. In der CNBC-Show Squawk Box lobte Garlinghouse Singapur und Japan für das klare Regelwerk, an dem sich Krypto-Unternehmen in diesesn Ländern orientieren könnten. Den USA attestierte der Ripple-Chef bei dieser Gelegenheit erheblichen Nachholbedarf: “Ironischerweise haben sie hier in den Vereinigten Staaten nicht die gleiche Klarheit geschaffen. Es ist das einzige Land auf dem Planeten, das gesagt hat, XRP ist etwas anderes als eine Währung.”

Ripple-Kurs (XRP) schaltet in den Rallye-Modus

Der XRP-Kurs befindet sich seit Wochenbeginn im Bullen-Modus. Zu Redaktionsschluss hat XRP die Marke von 1,6 USD geknackt. Im direkten 7-Tage-Vergleich konnte der Kurs um kräftige 47 Prozent zulegen.

XRP-Kurs im Wochenverlauf. Quelle: BTC-ECHO

Mit einem Tagesplus von 16 Prozent druckt XRP von allen Top-10-Coins am 30. April erneut die grünsten Kerzen. Das schlägt sich auch in der Bitcoin-Dominanz nieder, die derzeit auf dem niedrigsten Stand seit langem ist.

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Überholt Ethereum Bitcoin? ETH steigt erstmals über 3.000 US-Dollar

Der Ethereum-Token ETH hat heute die psychologisch wichtige Marke von 3.000 US-Dollar überschritten und lag auf Binance bei Redaktionsschluss bei bis zu 3.170 US-Dollar. Der ETH-Kurs hat den Meilenstein zunächst an mehreren großen Börsen erreicht, darunter Bybit, Coinbase und BitMEX. 

Mit diesem Anstieg konnte Ethereum große Firmen, wie die The Walt Disney Company und die Bank of America im Hinblick auf die Gesamtmarktkapitalisierung überholen. Der weltweit größte Smart-Contract-Anbieter ist über die Woche um 24 Prozent auf 346,72 Mrd. US-Dollar gestiegen, wie aus Daten der Tracking-Webseite Infinite Marketcap hervorgeht. Bitcoin hat im Vergleich dazu derzeit eine Marktkapitalisierung von 1,079 Bio. US-Dollar und liegt damit direkt unter der Gesamtmarktkapitalisierung des Edelmetalls Silber mit 1,416 Bio. US-Dollar und über dem Social-Media-Riesen Facebook mit 923,12 Mrd. US-Dollar.

Dieser bemerkenswerte Lauf hat auch erneut zu Spekulationen geführt, dass Ethereum Bitcoin überholen und den Platz von BTC als größte digitale Währung der Welt einnehmen könnte. Dieses Ereignis wird in der Community gemeinhin als „Flippening“ oder „Flippen“ bezeichnet.

Der Anstieg von Ethereum wurde durch mehrere Faktoren begünstigt. Zum einen steigt die Aktivität auf der Chain, unter anderem auch von Seiten der institutionellen Einrichtungen: Anfang der Woche gab die Europäische Investitionsbank bekannt, dass sie in Zusammenarbeit mit Banken wie Goldman Sachs eine zweijährige digitale Anleihe im Wert von 121 Mio. US-Dollar ausgeben wird. Auch der Einzelhandel hat in letzter Zeit immer stärkeres Interesse an DeFi gezeigt. Die Anzahl der abgeschlossenen Verträge hat mit einem Gesamtwert von über 100 Mrd. US-Dollar einen Höchststand erreicht.

Der „London“-Hardfork, der eine Überarbeitung der Ethereum-Gebührenstruktur nach dem EIP-1559 und den allmählichen Übergang zu einem Proof-of-Stake-Konsens (ETH 2.0) umfasst, ist jedoch wohl eines der wichtigsten Ereignisse, die Investoren erwarten. Man erwartet, dass diese Upgrades die Gebühren deutlich senken und die Menge an ETH, die an Miner ausgezahlt wird, reduzieren. Das wiederum dürfte den Verkaufsdruck auf diesen Vermögenswert verringern.

David Hoffman, ein Moderator beim Ethereum-Aufklärungsmedienunternehmen Bankless, hat diese verschiedenen Ereignisse mit drei separaten „Halvenings“, also Halbierungen, gleichgesetzt. Eine solche Halbierung findet etwa alle vier Jahre bei Bitcoin statt, wobei die Blockbelohnung um die Hälfte reduziert wird. Man vermutet, dass diese Halbierungen einen Kursanstieg von Bitcoin zur Folge haben. 

Allerdings hat Ethereum auch einige Konkurrenz durch andere Smart Contract-fähige sogenannte Layer-One-Chains. Die wachsende Popularität von Ethereum hat zum Teil zu den sehr hohen Transaktionsgebühren auf der Chain beigetragen. In den letzten Wochen haben diese allerdings etwas nachgelassen. Der Mangel an praktikablen Layer-2-Skalierungslösungen, wie etwa Rollups, hatte zur Folge, dass mehrere konkurrierende Chain einen Aktivitäten-Zuwachs verzeichnet haben. 

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Alchemy – Das „Amazon Web Services“ der NFT-Branche bekommt Finanzspritze

Das Blockchain-Unternehmen Alchemy hat in einer aktuellen Finanzierungsrunde 80 Mio. US-Dollar Investitionskapital eingesammelt, wodurch der „Motor“ der NFT-Branche nun noch mehr Power bekommt.

Die Finanzierungsrunde vom 28. April wurde von den Investmentfirmen Coatue und Addition Capital angeführt, letztere ist ein Investmentfonds des amerikanischen Großinvestors Lee Fixel.

Zu den weiteren Teilnehmern der Finanzierungsrunde gehören die Familie Glazer, die als Eigentümer des Footballteams Tampa Bay Buccaneers und des Fußballklubs Manchester United bekannt ist, sowie der Risikokapitalgeber DFJ Growth, der bereits in innovative Projekte wie Coinbase, SpaceX und Stripe investiert hat.

Außerdem befinden sich unter den Investoren der Series B Funding Round noch klangvolle Namen wie die Band The Chainsmokers und Schauspieler/Musiker Jared Leto, die ebenfalls einen kleinen Teil dazu beigetragen haben, dass der Unternehmenswert von Alchemy nun auf 500 Mio. US-Dollar gestiegen ist. Zu den bestehenden Investoren des Blockchain-Unternehmens gehören wiederum Firmen und Organisationen wie Pantera Capital, Coinbase, Samsung und die Universität, während auch wohlhabende Privatpersonen wie Charles Schwab und Yahoo-Mitgründer Jerry Yang beteiligt sind.

Die Liste der Geldgeber ist also lang und beeindruckend, doch dieses Vertrauen scheint das Projekt zu rechtfertigen, denn wie CNBC berichtet, ist Alchemy einer der größten Profiteure des aktuellen Hypes um sogenannte Non-Fungible Tokens (NFT), denn das firmeneigene Blockchain-Netzwerk dient als Grundgerüst für einen Großteil der „Krypto-Sammelgegenstände“. Obwohl Alchemy erst im Dezember 2019 gegründet wurde, verzeichnet die Plattform ein rasantes Wachstum, das allein in den letzten acht Monaten nahezu eine 100-fache Steigerung hingelegt hat. Die Anzahl der Blockchain-Projekte, die auf dem Alchemy-Netzwerk fußen, hat sich im ersten Quartal gleichsam verdoppelt.

Einer der bekanntesten Partner von Alchemy ist Dapper Labs, das Entwicklerteam hinter den erfolgreichen NFT-Projekten CryptoKitties und NBA Top Shot. Während ersteres Pionierarbeit in der NFT-Branche geleistet hat, ist letzteres die wohl populärste NFT-Plattform, die für den aktuellen Hype um „Krypto-Sammelkarten“ maßgeblich mitverantwortlich ist. Auch an der NFT-Rekordauktion des Künstlers Beeple, die im März 69 Mio. US-Dollar eingespielt hat, war Alchemy beteiligt.

Das Blockchain-Unternehmen spielt in der Branche also eine gewichtige Rolle, die auf grundlegender Ebene anzusiedeln ist, denn das Alchemy-Netzwerk ist quasi das „Amazon Web Services“ (AWS) der NFT-Welt. Dahingehend erklärt CTO Joe Lau:

„Jedes Mal, wenn sie Netflix öffnen, greifen sie im Hintergrund auf die Infrastruktur von AWS zurück. Jedes Mal, wenn sie mit einem NFT interagieren, greifen sie auf Alchemy zurück. Alchemy ist sozusagen der Motor unter Haube.“

Erklärung: Die „Amazon Web Services“ sind der Cloud-Computing-Dienst des Onlinehändlers Amazon, der sich allerdings längst nicht nur auf die eigene Infrastruktur beschränkt, sondern für viele Internetdienste als Grundgerüst dient, darunter Twitter, Twitch und Facebook. Laut Spiegel ist Amazon mit einem Marktanteil von 30 % sogar der Marktführer unter den Cloud-Diensten.

Der Vergleich mit den AWS scheint dementsprechend hoch gegriffen, jedoch kommt dieser nicht nur aus der eigenen Führungsetage, sondern auch Paul Veradittakit von Geldgeber Pantera Capital sieht Alchemy als „das Amazon Web Services (AWS) der Blockchainbranche“.

Und in der Tat steckt das Blockchain-Netzwerk inzwischen bei vielen wichtigen NFT-Plattformen „unter der Haube“, darunter OpenSea, Nifty Gateway, CryptoKitties und Gods Unchained. Auch auf der Webseite des Projekts wird deshalb explizit der Vergleich mit dem Cloud-Dienst von Amazon gezogen:

„Genauso wie die AWS die Plattform für Internetdienste wie Uber, Netflix und viele andere sind, ist Alchemy der Motor hinter vielen großen Playern in der Blockchainbranche.“

Das Unternehmen will die neuen Investitionsgelder nutzen, um weitere Blockchains in ihr Netzwerk einzubinden und die Belegschaft, die sich derzeit erst auf 22 Mitarbeiter beläuft, zu erweitern.

Ende März hatte sich Alchemy mit der Flow-Blockchain zusammengetan, um die Reichweite in der NFT-Branche zu vergrößern.

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Fantom schießt nach Upgrade 52 Prozent nach oben

Die Kryptowährung der Smart-Contract-Plattform Fantom (FTM) hat am heutigen Donnerstagmorgen einen rasanten Kurssprung von 52 % hingelegt, nachdem das zugehörige Blockchain-Netzwerk erfolgreich ein lang ersehntes Upgrade eingeführt hat.

Das Upgrade namens „Go-Opera“ liefert eine Reihe wichtiger technischer Änderungen, die das Netzwerk schneller, effizienter und zuverlässiger machen sollen, wie es in einer entsprechenden Erklärung der Fantom Foundation heißt.

Die vollständige Umsetzung des Upgrades wurde in den Morgenstunden vermeldet, woraufhin für den FTM-Kurs schon wenig später eine steile Kletterpartie begann, die innerhalb kürzester Zeit eine Wertsteigerung von 52 % gegenüber dem Vortag eingebracht hat.

Der Kurs der Kryptowährung konnte sich in diesem Zeitraum also von 0,461821 US-Dollar auf 0,705069 US-Dollar verbessern.

Die Smart-Contract-Plattform von Fantom ist keine klassische Blockchain, sondern ein sogenannter Gerichteter Azyklischer Graph, eine Technologie, die auch das beliebte deutsche Krypto-Projekt IOTA einsetzt. Diese ermöglicht, dass Transaktionen asynchron geschaltet werden können und nicht synchron ablaufen müssen, wie es in der Regel bei der Blockchain der Fall ist.

Laut Fantom Foundation wird das Fantom-Netzwerk durch das Go-Opera Upgrade deutlich effizienter bei der Verarbeitung von Transaktionen, was die Bestätigungsdauer auf 1 Sekunde reduzieren soll. Zugleich wird das Synchronisieren zwischen Netzwerk und Nodes auf ein Viertel der vorherigen Dauer verringert. Es ergeben sich also beträchtliche Geschwindigkeitsvorteile.

Der Kurswert von FTM ist seit Anfang 2021 um mehr als 4.000 % gewachsen, wodurch die Kryptowährung zuletzt immer wieder neue Rekordmarken aufgestellt hat. Am Mittwoch erhielt das Krypto-Projekt dann einen zusätzlichen Schub, als Hyperchain Capital eine Investition in Höhe von 15 Mio. US-Dollar getätigt hat. Damit steigert die Investmentfirma ihre erste Investition um 100 %.

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Luxemburg Blockchain-Spitzenreiter? Premierminister Bettel hat sich dieses Ziel gesetzt

Eines der kleinsten Länder Europas, nämlich Luxemburg, hat sich zum Ziel gesetzt, bei der Einführung von Blockchain und Kryptowährungen an der Spitze zu stehen, so die Regierung.

In einer vorab aufgezeichneten Botschaft an die Teilnehmer der Luxembourg Blockchain Week sagte der Premierminister Xavier Bettel, das Land plane im Hinblick auf innovative Technologien wie Blockchain, „weiterhin nach vorne zu schauen“ und „weiterhin Risiken einzugehen“. Bettel sagte, bei Blockchain ginge es derzeit hauptsächlich um „Kryptowährungen und Hype“. Er meinte auch scherzhaft, er könnte einen nicht fungiblen Token (NFT) seiner Schals erstellen und „in sehr kurzer Zeit eine Menge Geld machen“.

„Das Ziel meiner Regierung ist es, aus Luxemburg den digitalen Spitzenreiter zu machen, der es auch so schon bereits ist“, so der Premierminister. „Es liegt in der Natur des Spitzenreiters, sich weiterzuentwickeln, anstatt den momentanen Vorsprung zu bewahren.“

Seit 2013 ist Bettel Ministerpräsident und er stellte klar, er sei „technisch nicht bewandert“ oder Entwickler sei. Dennoch sei er „zu 100 Prozent von Technologie überzeugt, die unser Leben erleichtern und uns dabei helfen kann, uns auf unsere menschlichen Beziehungen zu konzentrieren“

Viele Leute betrachten Luxemburg als eines der proaktivsten Länder in Sachen Blockchain und Krypto. Die Regierung bezeichnete Kryptowährungen zuvor als „immaterielle Vermögenswerte“, die nicht der Einkommenssteuer unterliegen würden, bis sie in Fiat getauscht werden. Das Zahlungsinstitut hinter der Kryptowährungsbörse Bitstamp hat seinen Sitz ebenfalls in dem Land.

Die Luxembourg Blockchain Week ist eine vom Luxembourg Blockchain Lab organisierte, einwöchige Konferenz, die vom 26. bis 30. April stattfindet.

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Ethereum und Tezos nun über Blockchain-Brücke verbunden

Entwickler haben eine Chain-übergreifende Brücke zwischen der Ethereum- und Tezos-Blockchain geschaffen und damit den Kryptowährungsraum wieder ein Stück näher zusammengebracht. Mit der Einführung des Wrap-Protokolls, das von Bender Labs entwickelt wurde, können nun Ethereum-basierte ERC-20- und ERC-721-Token mit Tezos kompatibel gemacht werden. Ether (ETH)-Inhaber können so mit dem Tezos-Ökosystem interagieren.

Token-Wrapping ist eine mittlerweile beliebte Methode, um die Nutzer unterschiedlicher Blockchain-Plattformen einander näher zu bringen. Das beste Beispiel dafür sind Wrapped Bitcoin (WBTC), die eine ERC-20-Version von Bitcoin (BTC) auf der Ethereum-Blockchain sind.

Das Wrap-Protokoll „wickelt“ Ethereum-Token in den Tezos FA2 Token-Standard ein. Das bedeutet, dass sie ohne technische Schwierigkeiten oder Kursunterschiede Eins-zu-Eins dargestellt und verwendet werden können.

Wie Ethereum hat auch Tezos ein eigenes dezentrales Finanz-Ökosystem. Im Gegensatz zu Ethereum, das etwa noch ein Jahr warten muss, bevor es auf einen Proof-of-Stake-Konsens umsteigt, ist das Staking bei Tezos bereits in Verwendung und bietet ETH-Besitzern eine praktische und frühe Chance, etwas passives Einkommen zu generieren.

Die Nutzer des Wrap-Protokolls beteiligen sich mit der Verwendung des WRAP-Tokens an der Steuerung. Dieser ist mit Tezos und mit Ethereum kompatibel und funktioniert sowohl auf der FA2- als auch auf der ERC-20-Infrastruktur.

Der Erfolg von Wrapped Bitcoin ist anhand der Marktkapitalisierung von 8 Mrd. US-Dollar ersichtlich. Damit wird der Wert der auf Ethereum gehosteten BTC dargestellt. Er ist derzeit der fünftgrößte Ethereum-Token hinter Tether (USDT), UNI von Uniswap, LINK von Chainlink und USD Coin (USDC). Zudem ist das Kryptowährungsprojekt insgesamt auf Platz 19. Auf dem populärsten DeFi-Protokoll von Ethereum, nämlich Uniswap, befinden sich derzeit WBTC im Wert von 200 Mio. US-Dollar.

Die vorübergehende Konvertierung von Token auf andere Blockchains ermöglicht es auch, hohe Gebühren zu vermeiden, wenn auf der ursprünglichen Chain zu hohe Transaktionskosten anfallen. Bei WBTC war das so, als die Ethereum-Gebühren noch so niedrig waren, dass sie nur einen Bruchteil der Bitcoin-Gebühren betrugen. Das ist aufgrund der wachsenden Nutzerzahl bei Ethereum und der daraus resultierenden Überlastung nun nicht mehr der Fall. Dadurch kam es zu äußerst hohen Transaktionskosten. Die durchschnittliche Gebühr stieg dabei auf über 30 US-Dollar.

Eine aktuelle Tezos-Blockchain-Statistik zeigt, dass Transaktionen im Wert von über 1 Mio. US-Dollar gegen eine Gebühr zwischen 0,01 und 0,15 US-Dollar versendet werden. Damit gibt es einen unmittelbaren Anwendungsfall für das Wrap-Protokoll. Layer-2-Protokolle, die diesen Anwendungsfall für Ethereum-Nutzer bereits erfüllen, sind hierbei eine starke Konkurrenz.

Hugo Renaudin, der CEO von Bender Labs, sagte, die programmierte Blockchain-Infrastruktur sei aufgrund ihrer Transparenz und Unveränderlichkeit günstiger als traditionelle Finanzsysteme und fügte hinzu, die Aufgabe von Bender Labs sei in seinen Augen die Schaffung einer autonomen Bank.

„Wir entwickeln Bender: eine selbstfahrende Bank für ein offenes Finanzsystem. Denn wir glauben, dass die Finanzmärkte offen, transparent und unaufhaltsam sein sollten und sich hauptsächlich auf Programmierungen und nicht auf Intermediäre stützen sollten“, so Renaudin.

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Deutsches Blockchain-Startup Immutable Insight: Finanzierungsrunde bringt Millionenbetrag

Das auf Analyse und Beratung zu Blockchain-Technologie spezialisierte Startup Immutable Insight aus Bayern hat bei einer Finanzierungsrunde einen einstelligen Millionenbetrag eingenommen, berichtet Finance Forward.

Deutsche Unternehmerfamilien beteiligt

Wie das Magazin schreibt, gehört auch der Sohn von SAP-Gründer Dietmar Hopp, Daniel Hopp, zu den Investoren. Andere deutsche Unternehmerfamilien sollen ebenfalls beteiligt sein.

Immutable Insight hilft Mittelständlern bei Blockchain-Projekten und bereitet aktuell einen eigenen Blockchain-Fonds mit einem Umfang von bis zu 100 Millionen Euro vor. Investieren soll der Fonds offenbar in Projekte rund um die Ethereum-Blockchain. Daniel Hopp gehört laut Finance Forward auch dort zu den Geldgebern. 

“Wir überwachen und analysieren dabei über unsere Algorithmen weltweit und in Echtzeit die Nutzungsdaten von Blockchain-Anwendungen, um das Geld unserer Kunden dort zu investieren, wo die reale Nutzung exponentiell steigt“, so Gründerin Katharina Gehra gegenüber dem Magazin.

Bitcoin-Rally treibt Interesse an Krypto

Der Blockchain-Sektor insgesamt profitiert aktuell von Höchstständen bei Bitcoin und Co. Am 13. April hatte die Kryptowährung mit 63.478 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht, wenn auch innerhalb letzter Woche knapp 22 Prozent verloren und sich aktuell unter 50.000 US-Dollar befindet.

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