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Coinbase ebnet den Weg für den Krypto-Mainstream | BTC-ECHO

Seit Mitte April ist das Unternehmen auf der NASDAQ gelistet – kann Coinbase das Anleger-Versprechen halten und sich zum “Apple der Kryptowelt” etablieren?

Am 14. April hat das US-amerikanische Unternehmen Coinbase ein neues Kapitel im Krypto-Markt eingeleitet: Die Handelsplattform ist seitdem an der New Yorker Tech-Börse NASDAQ gelistet, jenem Aktienmarkt, der auch Größen wie Apple, Amazon, Microsoft, Tesla und Google-Mutter Alphabet beherbergt. Im Vorfeld des DPOs wurde viel spekuliert über den Schritt – würden sich Anleger auf $COIN stürzen und den Kurs direkt durch die Decke schießen, oder wäre der Markt noch nicht bereit für eine Krypto-Handelsplattform auf dem Parkett der Hochfinanz?

Der Krypto-Space durchlebt derzeit einen Wandel. Angetrieben von den Investitionen der Institutionellen, dem Hype von Influencern und CEOs, die ihr Vertrauen in die Entwicklungen von Bitcoin und der Blockchain auf Twitter und Co. kundtun und Projekten, die durch rasante Entwicklungsfortschritte immer bessere Produkte anbieten, erleben fast alle Kryptowährungen derzeit Hochkonjunktur – wenngleich der Flash Crash aus der Mitte des vergangenen Monats so manchen Hodler skeptisch werden ließ. 

Dennoch: Neben zahlreichen Neuanlegern, die die Gunst der Stunde für Investitionen genutzt haben und dadurch binnen kurzer Zeit enorme Renditen einfahren konnten, profitiert vor allem eine Unternehmenssparte von dem – bis auf kleinere Aussetzer – bestehenden Bullenmarkt und der Aufmerksamkeit, die Bitcoin, Ethereum, Cardano und auch Dogecoin derzeit genießen: die Handelsplattformen. Eine dieser Plattformen, die nun ihr Debüt auf dem Parkett der Hochfinanz feierte, ist Coinbase.

Unpraktisches Fiatgeld und der Weg in den Mainstream

Gegründet wurde Coinbase im Juni 2012 von Brian Armstrong, der bis dahin als Software-Entwickler für Airbnb tätig war, und Fred Ehrsam, einem ehemaligen Goldman-Sachs-Trader mit dem Ziel, Krypto-Fans den Handel mit Coins zu ermöglichen. Der damals 29-jährige Armstrong war bereits 2010 über das von Satoshi Nakamoto publizierte Whitepaper gestoßen, dass den Grundstein für die Krypto-Szene legen sollte. Bei Airbnb sah er sich ständig der Problematik ausgesetzt, über einhundert verschiedene Währungen aus den Ländern, in denen Airbnb-Nutzer ihre Wohnungen, Zimmer und Häuser anboten, unter einen Hut zu bringen, wie er im vergangenen Jahr gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Forbes einräumte. 

Das erste Startkapital erwirtschafteten die zwei Unternehmer dank des Gründerzentrums Y Combinator, die das junge Unternehmen mit 150.000 US-Dollar versorgten – und den Launch der Plattform im Oktober des gleichen Jahres ermöglichten.

Den Aufstieg in die “Big League” feierte das junge Team bereits ein Jahr später, als die Risikokapitalgesellschaft Union Square Ventures Coinbase im Zuge einer Series-A-Finanzierungsrunde 5 Millionen US-Dollar bescherte. Weitere 25 Millionen USD sollten noch im selben Jahr folgen, unter anderem dank dem Investment von Andreessen Horowitz. Dass die Investitionen sich lohnten, dafür sprachen auch die Nutzerzahlen – die magische Marke von einer Million wurde 2014 gebrochen.

Ebenfalls 2014 dann die ersten Anzeichen, dass es sich bei Coinbase um mehr als nur ein Tool für die Techies der Krypto-Nische handeln sollte, als das Unternehmen mit einer kleinen Anzahl von US-Firmen kooperierte, um diesen Bitcoin-Inzahlungsnahmen zu ermöglichen – Dell, Expedia und Time Inc. gehörten dazu: große Schritte in Richtung Mainstream.

Heute ist der Coinbase-Gründer Brian Armstrong 38 Jahre alt und 10 Milliarden US-Dollar schwer. Quelle: Ethan Pines, Coinbase

Ein Platz am Erwachsenentisch

Trotz der Millionen, die Coinbase von Jahr zu Jahr in Finanzierungsrunden einnehmen konnte – laut dem Portal TechCrunch waren es 2017 bereits 117 Millionen US-Dollar – so richtig ernst nahmen die Big Player der Wall Street das kalifornische Start-up nicht. Spätestens seitdem Coinbase jedoch mit einem Unternehmenswert von 1,6 Milliarden US-Dollar, den das Team im August desselben Jahres erreichte, den Rang des ersten “Krypto-Unicorns” für sich beanspruchte, bekam Coinbase die Aufmerksamkeit, die es verdiente. Daran konnte auch die Bärenstimmung, die den Krypto-Markt von Anfang 2018 bis Ende 2019 beherrschte, nichts ändern.

Gerüchte um einen eventuellen Börsengang des Unternehmens machten seit Jahren die Runde. Konkretisiert wurden sie jedoch erst im Dezember vergangenen Jahres, als Coinbase Global das Bestreben auf ein Direct Public Offering (DPO) erstmals gegenüber der US-Finanzaufsichtsbehörde SEC äußerte.

Seitdem überschlägt sich die Krypto-Berichterstattung mit Nachrichten zu dem Schritt. Krypto-Portale und Wirtschaftsmagazine ließen keine Gelegenheit aus, über die Auswirkungen dieses ersten Krypto-Börsengangs zu mutmaßen. Von Unternehmenswerten bis hin zu 100 Milliarden US-Dollar wurde gesprochen, von einem Börsengang, der die Finanzwelt für immer verändern sollte.

Klarheit schuf dann der 14. April dieses Jahres, als es endlich so weit war: Zu einem Startpreis von 381 US-Dollar ging Coinbase unter dem Tickersymbol $COIN auf der US-Tech-Börse NASDAQ an den Start. Den ersten Handelstag beendete die Aktie mit 328,28 US-Dollar, seitdem bewegt sich der Kurs langsam in Richtung Süden, handelt zu Redaktionsschluss (3. Juni, 16:59 Uhr) um die 237-US-Dollar-Marke – unter anderem geplante Steuererhöhungen der Biden-Administration haben der Aktie (wie dem Gesamtmarkt) einen Dämpfer verpasst. Damit blieb die Kursexplosion, die sich einige Anleger sicher erhofft hatten, zwar aus. Ein Grund für eine Nicht-Investition sollte das jedoch nicht sein – die sind eher in der immer größer werdenden Konkurrenz zu sehen.

Coinbase gegen den Rest der Welt

So erreichte uns erst vor wenigen Wochen die Nachricht, dass die ebenfalls in Kalifornien ansässige Krypto-Handelsplattform Kraken Unterstützung vom milliardenschweren Investmentfonds RIT Capital Partners erhält. Der Grund? Laut Medienberichten ein eventuell bevorstehender Börsengang. Gleichzeitig wagen auch etablierte NASDAQ-Player immer größere Schritte in Richtung Krypto-Adaption.

So bieten sowohl Paypal als auch dessen Tochterunternehmen Venmo der US-amerikanischen Kundschaft den Handel und die Verwahrung von Kryptowährungen an – Zahlungen per Bitcoin und Co. in abertausenden Shops inbegriffen. Für Coinbase kann das nur eine Kampfansage bedeuten – und ein Duell, dass Armstrong und sein Team für sich entscheiden müssen.

Und dann wäre da noch die SEC, die zwar unter US-Präsident Biden mit Gary Gensler einen Krypto-affinen neuen Chef verpasst bekommen hat, gleichzeitig jedoch über die Macht verfügt, Coinbase und Co. nicht nur Steine, sondern unüberwindbare Berge in den Weg zu setzen. Und während Paypal einen Verlust des Kryptogeschäfts wohl wegstecken könnte, bedeutete ein Krypto-Handelsverbot, wie es von einigen gefordert wird, für Coinbase den totalen Verlust jeglicher Geschäftsgrundlage.

Brian Armstrong selbst muss sich darum freilich keine Sorgen machen. Im Zuge des Direct Public Offerings hat der einen großen Teil seiner Unternehmensanteile für insgesamt 291,8 Millionen US-Dollar verkauft.

Disclaimer

Dieser Artikel wurde geprüft und aktualisiert und wurde zuerst in der Mai-Ausgabe unseres monatlich erscheinenden Magazins Kryptokompass veröffentlicht. Für Informationen rundum ein Abonnement geht es hier entlang.

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Neues Rekordtief – Coinbase-Aktie entkoppelt sich vom Kryptomarkt

Die Aktie der marktführenden amerikanischen Kryptobörse Coinbase Global Inc. ist am gestrigen Donnerstag auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem der Aktienmarkt allgemein verstärkt aus hoch bewerteten Tech-Aktien aussteigt. Der Kryptomarkt konnte sich derweil auf eine neue Rekord-Marktkapitalisierung von 2,4 Bio. US-Dollar aufschwingen, was vermuten lässt, dass sich das Wertpapier der Handelsplattform zunehmend abkoppelt.

Bei Redaktionsschluss hat die Coinbase-Aktie (COIN) ein neues Rekordtief von 255,15 US-Dollar aufgestellt, das sich in unmittelbarer Nähe des Referenzkurs von 250 US-Dollar befindet, der im Vorlauf zum Börsengang vom 14. April festgelegt wurde. Durch einen erfolgreichen Einstand konnte COIN diesen zunächst deutlich übertrumpfen, doch befindet sich seither im Sinkflug. Die Marktkapitalisierung der Krypto-Handelsplattform beträgt auf Grund dieser Entwicklung nur noch 48,7 Mrd. US-Dollar, was weniger als die Hälfte der zwischenzeitlichen Rekordsumme von 100 Mrd. US-Dollar ist.

Kursentwicklung der Coinbase-Aktie (COIN) seit Börsengang. | Chart: TradingView

Mike Bailey, der leitende Marktforscher von FBB Capital Partners, führt den deutlichen Abschwung gegenüber Bloomberg auf eine „Mini-Spekulationsblase“ zurück, die nun langsam platzt. Dahingehend erklärt er:

„Für Aktien von SPACs, IPOs, Krypto, Clean-Tech und Hyper-Growth hat sich Ende 2020 und Anfang 2021 eine Mini-Spekulationsblase gebildet, die für viele dieser Anlageklassen nun platzt.“

Die Behauptung, dass sich der Kryptomarkt in einer Spekulationsblase befindet, die aktuell platzt, scheint allerdings ein wenig aus der Luft gegriffen, denn seit dem 1. Januar hat sich die Anlageklasse im Wert mehr als verdreifacht, wobei die Marktführer Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) jetzt immer noch mit großen Schritten vorangehen und in neue Rekordhöhen klettern.

Nichtsdestotrotz ist der Kryptomarkt jedoch weiterhin extremer Volatilität ausgesetzt, die sich auch ins Negative verkehren kann. So wurden im Zeitraum vom 17. – 23. April Hunderte Milliarden Dollar vernichtet, als Bitcoin vorübergehend auf 47.000 US-Dollar gecrasht war. Schon kurze Zeit später kletterte der Kurs dann über 50.000 US-Dollar, und zuletzt konnte sogar wieder die 58.000 US-Dollar Marke zurückerobert werden.

Die Talfahrt der COIN entspricht hingegen vielmehr der Entwicklung des Nasdaq Composite Index. Der wichtige Aktienindex für Technologieunternehmen liegt fünf Tage in Folge im Minus und ist über sieben der acht letzten Handelstage im roten Bereich. Nachdem am 26. April nahe dem Rekordhoch von 14.138,78 Punkten geschlossen werden konnte, ging es für den Nasdaq Composite um mehr als 4 % nach unten. Die Aktie der Kryptobörse orientiert sich zuletzt also eher an der Wertentwicklung vergleichbarer Unternehmen als am Kryptomarkt.

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Coinbase-Börsengang: Scaramucci verwundert über ausbleibende Reaktion der Banken

Anthony Scaramucci, ein ehemaliger Kommunikationsdirektor der Regierung Trump und zugleich der Gründer des Hedgefonds Skybridge Capital, zeigt sich verwundert, dass der Börsengang der amerikanischen Kryptobörse Coinbase in dieser Woche bisher keine deutliche Reaktion aus dem Bankenwesen nach sich gezogen hat.

„Ich bin ziemlich überrascht, dass dadurch bei den Banken nicht die Alarmglocken angegangen sind, wie es 1995 bei Microsoft nach dem Börsengang von Netscape geschehen ist“, wie Scaramucci am Freitag dahingehend im Interview mit CNBC erklärt. Allein schon die enge Verzweigung der Kryptobörse mit Bitcoin (BTC) müsste angesichts der aktuellen Stärke der Kryptowährung für Banken Grund zur Sorge sein.

Weiter führt er aus:

„Selbst Bill Gates dachte zunächst, dass das Internet nur eine Modeerscheinung ist. Als dann der Börsengang von Netscape kam, pumpte er plötzlich mehrere Milliarden Dollar in eine Internetstrategie, die den Internet Explorer hervorgebracht hat, und die Microsoft den Umstieg auf das Internet ermöglicht hat. Ich bin überrascht, dass Banken, dass Leute wie Jamie Dimon (CEO von JPMorgan Chase) nicht plötzlich massenweise Geld in einen Coinbase-Klon stecken.“

Damit spielt der Finanzexperte darauf an, dass der Börsengang von Coinbase eine ähnliche Tragweite für die Kryptobranche hat wie das Netscape-IPO damals für die Internetbranche. Auch Michael Novogratz, der CEO von Galaxy Digital, hatte diesen Vergleich jüngst bemüht, und als Meilenstein für Krypto ausgerufen.

„Ich glaube, dies ist ein sehr wichtiger Moment“, wie Scaramucci in dieselbe Kerbe schlägt. Dazu ergänzt er: „In den ersten paar Tagen bewegt sie sich wie Facebook und Google damals.“

„Die Leute sehen zunächst nur die schwache Kursentwicklung kurz nach dem Börsengang, aber schaut euch an, wie sich diese Aktien in den Folgejahren entwickelt haben.“

Dabei war der Einstieg der Coinbase zunächst relativ stark, denn am Eröffnungstag konnte ein zwischenzeitliches Hoch von 429 US-Dollar erzielt werden. Anschließend ging es zurück bis auf knapp 340 US-Dollar, wie die Daten von TradingView zeigen. Die Aktie der Krypto-Handelsplattform wird an der Börse unter dem Kürzel COIN gehandelt, während auf Kryptobörsen eine tokenisierte Version unter dem Ticker FTX im Umlauf ist.

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Nach turbulentem Start – Coinbase-Aktie pendelt sich bei 350 US-Dollar ein

Die neu an der Börse notierte Aktie der Krypto-Handelsplattform Coinbase (COIN) ist am gestrigen Mittwoch bei einem Kurs von 381 US-Dollar eingestiegen, was deutlich höher ist als der zuvor festgelegte Referenzkurs von 250 US-Dollar. Das Interesse der institutionellen Investoren am neuen Wertpapier ist also gleich zum Start schon höher als erwartet.

Bei diesem anfänglichen Kursstand von 381 US-Dollar belief sich die Martkapitalisierung von Coinbase bereits auf atemberaubende 99,6 Mrd. US-Dollar. Über den Tag konnte ein zwischenzeitliches Hoch von 429,54 US-Dollar erreicht werden, was einer Steigerung von 71,8 % im Vergleich zum Referenzkurs entspricht. Bei Redaktionsschluss hat sich die COIN-Aktie allerdings deutlich weiter unten eingependelt, so stehen laut Yahoo Finance zuletzt 350 US-Dollar auf dem Tableau, was immerhin noch einen starken Gewinn von 43 % gegenüber der Referenz bedeutet.

Turbulente Kursentwicklung der Coinbase-Aktie. Quelle: Yahoo Finance

Der auf Technologieunternehmen spezialisierte Aktienindex Nasdaq Composite, in dem auch das Coinbase-Wertpapier notiert ist, verliert über den Tag nichtsdestotrotz 0,6 %, was wiederum die momentane Stärke der COIN umso mehr betont.

Wie die Nasdaq am Dienstag erklärte, ist der Referenzkurs nicht mit dem Einstiegskurs zu verwechseln, denn die festgelegten 250 US-Dollar zum Startzeitpunkt sind vielmehr eine Schätzung und nicht durch vorherige Aktienverkäufe errechnet. „Der Einstiegskurs geht wiederum aus den tatsächlichen Ordern zum Markteintritt hervor“, wie die Aktienbörse dahingehend ausführt.

Dass die Coinbase-Aktie am ersten Tag stark schwanken würde, war zu erwarten, denn im Vorfeld hatte sich ein reges Interesse gezeigt, das sich kurz nach der Notierung dann in einem deutlichen Aufschwung entladen hat. Auch der darauffolgende Rücklauf war wenig überraschend, denn auf dem Kryptomarkt konnte die COIN-Aktie zuvor schon in „tokenisierter“ Form gehandelt werden. Hier zeigte sich, dass der zugehörige Krypto-Token auf der Kryptobörse FTX zunächst bis auf 640 US-Dollar hoch schoss, ehe ein Crash auf 420 US-Dollar folgte. Ähnlich turbulent ging es für COIN dann auch die ersten Stunden auf dem Aktienmarkt zu.

Der Börsengang der Coinbase steht nicht nur für sich, sondern wird von einigen Beobachtern als regelrechter „Wendepunkt“ für die Kryptobranche angesehen. So bescheinigt Michael Novogratz der Kryptobörse gar, damit nun einen ähnlichen Stellenwert für die Weiterentwicklung von Krypto inne zu haben wie die Entwicklerfirma Netscape früher auf das Internet.

Jarvis Labs Mitgründer Ben Lilly stützt diese These, denn in der COIN-Aktie sieht er wiederum eine „Brücke“ zum traditionellen Finanzwesen, die auch alteingesessenen bzw. risikoscheuen Investoren und Investmentfonds nun die Möglichkeit eröffnet, in den Kryptomarkt zu investieren.

Die Aktien anderer Krypto-Unternehmen konnten in diesem Jahr überwiegend starke Gewinne einfahren, was ein erfreuliches Vorzeichen für Coinbase sein dürfte. Diese Zugewinne kamen allen voran durch den anhaltenden Rekordlauf von Bitcoin (BTC) zustande, was zeigt, wie eng Branche und Marktführer miteinander verflochten sind. Es bleibt abzuwarten, ob nun auch die marktführende Kryptowährung vom Coinbase-Börsengang profitieren kann.

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„Das Netscape der Kryptobranche“ – Novogratz sieht Coinbase-IPO als Wendepunkt

Mike Novogratz, der Gründer und Geschäftsführer von Galaxy Digital, sieht im jüngsten Börsengang der Krypto-Handelsplattform Coinbase einen Meilenstein für die gesamte Kryptobranche.

Im Interview mit dem Fernsehsender CNBC bezeichnete Novogratz die Kryptobörse dementsprechend als „das Netscape der Kryptobranche“, womit er einen Vergleich zum Unternehmen hinter dem früheren Internetbrowser Netscape Navigator, und dessen Börsengang, zieht.

„Heute ist ein wichtiger Tag für die gesamte Kryptowelt“, wie Novogratz angesichts des Coinbase-IPOs feststellt. Dem fügt er an: „Dadurch machen wir klar, dass unsere Branche eine ernstzunehmende Anlageklasse ist, die gekommen ist, um zu bleiben.“

Der Börsengang von Netscape war ähnlich erfolgreich wie bei Coinbase. So ging es für die Aktie des Browserentwicklers am ersten Tag direkt von 28 US-Dollar auf 75 US-Dollar. Doch viel wichtiger als der rasante Einstieg war die symbolische Strahlkraft des Netscape-IPOs, denn viele Beobachter sahen darin einen Meilenstein und Wendepunkt für die Internetbranche, was sich im Nachhinein bewahrheitete. Novogratz schreibt dem Coinbase-Börsengang nun also das Potenzial für eine ähnliche Wirkung zu:

„Die institutionellen Investoren werden zukünftig in den Markt strömen, wir können das bereits jetzt beobachten. Wir sehen das schon bei Bitcoin, und auch auf den Aktienmärkten wird es so kommen. Coinbase ist die erste große Krypto-Aktie, über die sich auch einflussreiche Investmentfonds und Vermögensverwaltungen endlich in den Kryptomarkt trauen können.“

Die Coinbase-Aktie, die unter dem Ticker COIN gehandelt wird, ist auf der Nasdaq mit einem Kurs von 381 US-Dollar eingestiegen. Um es dem Erfolg von Netscape gleichzutun, müsste der Kurs in den nächsten Stunden jedoch 167 % zulegen, was einen Kurswert von 636 US-Dollar ergeben würde.

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Coinbase Börsengang: Alle Infos zum Direct Public Offering

Am heutigen 14. April ist es so weit: Coinbase führt sein Direct Public Offering durch (DPO). Im Windschatten des wohl gewichtigsten Börsengangs des Krypto-Spaces explodieren die Kurse fast aller Kryptowährungen. Der Newsticker zum Coinbase-Börsengang.


14.04.2021 – 11:40 Uhr: Coinbase Token auf Binance

Binance will Coinbase Token listen. In einem Blogbeitrag schreibt der Coinbase-Konkurrent, dass Nutzer der Krypto-Handelsplattform noch am heutigen 14. April in der Lage sein würden, COIN Token über ihre Plattform zu handeln.


14.04.2021 – 09:20 Uhr: Die Infos zum Coinbase-Börsengang

In wenigen Stunden ist es so weit, dann geht mit Coinbase der größte amerikanische Krypto-Broker an die Börse. Bei dem Börsengang handelt es sich um ein Direct Public Offering (DPO) an der US-Tech-Börse NASDAQ´(Handelskürzel: COIN) und nicht um ein Initial Public Offering (IPO). Dabei unterscheiden sich beide Börsengänge in bestimmten Schlüsselbereichen voneinander. Ein Kernunterschied liegt beispielsweise in der Haltefrist für Altaktionäre. Während ein IPO eine Haltefrist von bis zu einem halben Jahr vorschreiben kann, gibt es bei einem DPO keine. Das bringt gewisse Risiken mit sich, da Investoren ihre Stocks für schnelle Gewinnmitnahmen direkt wieder verkaufen können.


13.04.2021 – 17:34 Uhr: NASDAQ mit 250 USD-Bewertung

Die NASDAQ hat einen Zielpreis für den Börsengang von Coinbase festgelegt. Demnach soll eine Aktie für 250 US-Dollar den Besitzer wechseln, was dem US-Unternehmen einen Marktwert von 65 Milliarden US-Dollar bescheinigt. Besonders aussagekräftig muss diese Einschätzung jedoch nicht sein, denn Experten halten auch eine Unternehmensbewertung von 100 Milliarden US-Dollar und mehr für möglich. Zumal der durchschnittliche Kurs, zu dem Coinbase-Aktien bereits vor dem DPO den Besitzer wechselten (etwa auf Exchanges wie der FTX) vom 1. Januar bis zum 15. März bei 343,58 US-Dollar lagen. Und angesichts des aktuellen Bullenmarktes, der vielen Kryptowährungen Allzeit- und Jahreshochs beschert, scheint nach oben keine Grenze gesetzt zu sein.


09.04.2021 – 11:30 Uhr: Lohnt sich der Kauf der Coinbase-Aktien?

In seinem Freitagskommentar widmet sich BTC-ECHO-Chefredakteur Sven Wagenknecht der Frage, ob sich ein Kauf der Coinbase-Aktie ($COIN) für Anleger lohnt und wägt Pros und Contras ab:

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02.04.2021 – 11:13 Uhr: Termin zum Coinbase-Börsengang steht fest

Nach langem Warten und Mutmaßen ist es endlich so weit: Coinbase teilt den Termin seines Börsengangs mit. In einem Blogeintrag bestätigt das US-Unternehmen, dass die Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) die eingereichten Dokumente abgesegnet habe. Demnach wird die Krypto-Plattform am 14. April 2021 Stammaktien der Klasse A auf der Tech-Börse NASDAQ unter dem Ticker $COIN handeln. Bei dem Börsengang hat sich Coinbase für ein Direct Public Offering entschieden, statt den eher traditionellen Weg eines Initial Public Offerings zu gehen. Das birgt Risiken, als auch Chancen in sich.

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Auch Kryptobörse Kraken will 2022 per „Direct Listing“ an die Börse gehen

Die große Kryptobörse Kraken plant einen etwaigen Börsengang im nächsten Jahr, wie CEO Jesse Powell bestätigt.

Die entsprechenden Äußerungen machte Powell beim Fernsehsender CNBC, nachdem Kraken zuvor Rekordzahlen für das erste Quartal 2021 veröffentlicht hatte, die einen beträchtlichen Anstieg an neuen Kunden und beim Handelsvolumen ausweisen.

„Unser erstes Quartal hat das gesamte letzte Jahr geschlagen“, wie der CEO stolz verkündet. Dem fügt er an: „Wir hatten die Zahlen vom Vorjahr schon im Februar übertroffen. Der ganze Markt ist einfach völlig explodiert.“

Angesprochen auf eine potenzielle Notierung an der Börse bestätigte Powell dann, dass es bei der Kryptobörse tatsächlich Überlegungen für einen Börsengang gibt, der jedoch erst 2022 erfolgen soll:

„Wir arbeiten darauf hin, dass wir irgendwann im nächsten Jahr an die Börse gehen können. […] Ähnlich wie Coinbase würden wir wohl einen direkten Börsengang anpeilen.“

Die Coinbase ist mit ihren Planungen schon deutlich weiter, denn Börsengang der konkurrierenden Krypto-Handelsplattform soll bereits am 14. April durchgeführt werden. Ein großer Schritt für Kryptobranche und Wall Street, denn börsennotierte Krypto-Unternehmen eröffnen für Investoren einen konventionellen Weg, um in Kryptowährungen zu investieren.

Wie Kraken-Chef Powell für sein Unternehmen in Aussicht stellte, wählt auch Coinbase dabei die Form eines „Direct Listings“, was den Prozess deutlich beschleunigt und weitaus weniger kostenintensiv macht. Bei einem Direct Listing verkaufen die Anteilseigner einer Firma direkt ihre bestehenden Anteile, anstatt erst neue „Shares“ auszustellen, wie es bei einem Initial Public Offering (IPO) der Fall ist.

Genau wie Kraken hat auch Coinbase ein Rekordquartal hingelegt, wodurch der Umsatz der Kryptobörse auf 1,8 Mrd. US-Dollar gestiegen ist. Das Handelsvolumen der Plattform ist zugleich um 276 % nach oben geschossen.

Obwohl die Kraken durch einen Börsengang wohl nicht eine Unternehmensbewertung von 100 Mrd. US-Dollar erreichen wird, wie es Beobachter bereits für die Coinbase prognostizieren, dürfte sich dieser Schritt auch für die kleinere Kryptobörse lohnen, denn die Handelsplattform ist inzwischen zu groß um per SPAC an die Börse zu gehen. Ein alternativer Weg, der in den USA immer mehr an Beliebtheit gewinnt, doch überwiegend von kleineren Firmen genutzt wird.

Dahingehend erklärt ein Kraken-Sprecher gegenüber Cointelegraph:

„Wenn Kraken an die Börse geht, dann per Direct Listing und nicht per SPAC, denn dafür sind wir mittlerweile zu groß.“

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Trotz GameStop-Affäre – Robinhood verzeichnet massiven Zuwachs beim Krypto-Handel

Die beliebte Trading-App Robinhood, die allen voran auf junge Kleinanleger abzielt, ist in den vergangenen Monaten zu einer der wichtigsten Krypto-Handelsplattformen überhaupt geworden, was einen weiteren Beleg dafür liefert, dass Kryptowährungen mehr und mehr im Mainstream ankommen.

Wie am Donnerstag aus einem firmeneigenen Blogeintrag hervorgeht, haben im ersten Quartal 2021 knapp 9,5 Mio. Nutzer auf der Plattform mit Kryptowährungen gehandelt. Dies entspricht einem sechsfachen Anstieg im Vergleich zum vorherigen Quartal.

Robinhood bietet gebührenfreies Trading für mehrere große Kryptowährungen an, darunter Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Bitcoin SV (BSV), Dogecoin (DOGE), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und Ethereum Classic (ETC). Für knapp ein Dutzend weiterer Kryptos werden zudem Marktdaten ausgewiesen.

Dass das Krypto-Geschäft der Robinhood in den letzten Monaten zugelegt hat ist wenig verwunderlich angesichts der massiven Wertsteigerung des Kryptomarkts in diesem Zeitraum. So hat die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen Anfang April die Schallmauer von 2 Bio. US-Dollar durchbrochen, was einer Verdopplung in weniger als drei Monaten entspricht.

Ein Großteil dieser Zugewinne wurde durch Marktführer Bitcoin eingefahren, der seinen Wert seit Januar ebenfalls nahezu verdoppeln konnte. Als Bitcoin dann langsam abkühlte, ging es wiederum für die Altcoins nach oben. Die „alternativen Kryptowährungen“ machen dadurch inzwischen 45 % des gesamten Markts aus, wie die Daten von CoinMarketCap zeigen.

Das Jahr 2021 war bisher allerdings nicht durchweg positiv für Robinhood, denn das Unternehmen spielte eine tragende Rolle in der GameStop-Affäre, was für heftige Kritik sorgte. So hatte die Robinhood vorübergehend den Handel der Aktie des Videospielherstellers eingestellt, obwohl die Handelsplattform die wohl zentrale Anlaufstelle für Kleinanleger war, die sich zum gemeinschaftlichen Kauf des Wertpapiers verabredet hatten. Viele Beobachter sahen in diesem Schritt einen scheinbaren Kotau vor der Hochfinanz, was den Ruf der Robinhood so stark beschädigte, dass ein geplanter Börsengang zunächst aufgeschoben wurden.

Trotz der Kontroverse hält das Unternehmen jedoch an den Plänen für ein Initial Public Offering (IPO) fest, wie aus aktuellen Unterlagen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Obwohl es noch kein konkretes Datum gibt, bestätigt Robinhood in dem Schreiben, dass der Börsengang erfolgen soll, sobald die SEC „ihren Prüfungsprozess abgeschlossen hat“.

Ähnlich wie Robinhood hat auch die Kryptobörse Kraken ein starkes erstes Quartal hingelegt. Dies hat die Krypto-Handelsplattform nun ebenfalls dazu animiert, einen Börsengang in Erwägung zu ziehen.

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Kurz vor Börsengang: Coinbase gibt Quartalszahlen bekannt

Die größte Krypto-Börse der USA hat der SEC ihre Quartalszahlen vorgelegt. Damit ist das Unternehmen nur noch einen Katzensprung vom IPO entfernt.

Kurz vor dem geplanten Börsengang, der am 14. April stattfinden soll, hat Coinbase nun seine aktuellen Quartalszahlen der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) vorgelegt. Das geht aus einem Dokument der Börsenaufsichtsbehörde hervor. Demnach erwirtschaftete das Unicorn aus San Francisco im ersten Quartal des laufenden Jahres einen Gesamtumsatz von circa 1,8 Milliarden US-Dollar. Dabei liegt der Nettogewinn laut Schätzungen von Coinbase zwischen 730 und 800 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum vierten Quartal 2020 konnte der Umsatz des Unternehmens damit um ganze 208 Prozent wachsen, während sich der Nettogewinn gar vervierfachte.

Dabei dürfte dieses exorbitante Wachstum, neben den überaus positiven Entwicklungen des Krypto-Sektors, vor allem damit zusammenhängen, dass die Zahlen der User, die mindestens einmal pro Monat eine Transaktion tätigten, enorm zunahmen. Waren es Ende 2020 noch 2,8 Millionen Nutzer, konnte sich diese Zahl mit aktuell 6,1 Millionen mehr als verdoppeln. Insgesamt gibt die Krypto-Börse an, über 56 Millionen verifizierte Nutzer zu verfügen. Durch diese neue Flut an Usern konnte Coinbase, ein erhöhtes Tradingvolumen feststellen. Lag es im vierten Quartal vergangenen Jahres noch bei 193,1 Milliarden US-Dollar, steigerte es sich im Folgequartal auf 335 Milliarden US-Dollar.

Experten rechnen mit Bewertung von 100 Milliarden US-Dollar

Das erste Quartal 2021 ist somit das erfolgreichste viertel Jahr in der Unternehmenshistorie. Schließlich kommt die überwiegende Mehrheit der Einnahmen durch Provisionen zustande. Darüber hinaus gab Coinbase Mitte März bekannt, dass der Durchschnittspreis seiner Aktien, die zwischen dem 1. Januar und dem 15. März in privaten Transaktionen verkauft wurden, 343,58 US-Dollar betrug. Legt man diese Zahlen zugrunde, entsteht eine Gesamtbewertung von 68 Milliarden US-Dollar. Durch die fulminanten Quartalszahlen dürfte die Evaluation jedoch noch positiver ausfallen. Experten schließen derweilen auch einen Börsenwert von 100 Milliarden US-Dollar nicht aus.

Gerüchte um Wiederaufnahme von XRP-Handelpaaren bei Coinbase

Unterdes kursieren aktuell Gerüchte um Coinbase, die die Wiederaufnahme von XRP-Handelspaaren zum Gegenstand haben. Zuvor hatte die US-Krypto-Börse, wie die meisten größere US-Handelsplattformen, den Verkauf von XRP ausgesetzt. Grund dafür sind die andauernden Rechtsstreitigkeiten mit der SEC, die Ripple vorwirft mit seinem Coin ein unregistriertes Wertpapier zu verkaufen. Gerüchten nach zu urteilen, soll aber zumindest Coinbase alsbald eine Kehrtwende einlegen. Denn wer die Coinbase Pro API nach “XRP” oder “Ripple” durchsucht, wird fündig. Zumindest im Backend scheint der Coin also bereits wieder angekommen zu sein.

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Krypto-Experte: Bitcoin trotz Coinbase-IPO kurz vor „starkem Ausbruch“

Bitcoin (BTC) ist reif für einen baldigen Aufbruch aus der anhaltenden Seitwärtsbewegung, doch neben einer wahrscheinlichen Fortsetzung des Rekordlaufs drohen auch neue Abschwünge.

Wie Filbfilb, Mitgründer der Trading-Plattform DecenTrader, am heutigen Freitag in seinem neuen Marktupdate prognostiziert, geht es für BTC/USD ab sofort wieder nach oben.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: Tradingview

Bitcoin schielt auf starken Ausbruch

Mit einem kurzzeitigen Aufschwung über die 60.000 US-Dollar Marke hat die marktführende Kryptowährung die heftigen Verluste unter der Woche bereits wieder wettgemacht.

So steht für die letzten sieben Tage nun insgesamt ein Zugewinn von 13 % auf dem Tableau, was ein positives Zeichen für die weitere Kursentwicklung ist, denn die bisherige Seitwärtsbewegung nähert sich dem Ende.

„Wir gehen mit einer starken Woche ins Wochenende, was es schwierig macht, nicht optimistisch zu sein“, wie der Krypto-Trader dementsprechend resümiert. Und weiter:

„Ich glaube zwar nicht, dass der Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung heftig sein wird, aber ich denke, dass wir nichtsdestotrotz kurz vor einem starken Aufschwung stehen.“

Dabei zieht er einen Vergleich zur Kursentwicklung von Bitcoin bevor die 20.000 US-Dollar Marke durchbrochen werden konnte. Damals zeigte sich ebenfalls eine längere Seitwärtsbewegung, die immer wieder von Abschwüngen unterbrochen wurde, ehe die psychologisch wichtige Hürde nachhaltig geknackt wurde. Auch bei der 60.000 US-Dollar Marke zeigt sich nun ein ähnliches Muster.

„Vor ein paar Wochen hatte ich auf eine vergleichbare Marktstruktur hingewiesen, die sie bei 20.000 US-Dollar ergeben hat. Hier ging es zurück auf 15.000 US-Dollar, ehe ein heftiger Durchbruch diese Hürde erfolgte“, wie Filbfilb ausführt. Dem fügt er an:

„Seither bewegt sich der Kurs fast wieder genauso, und deutet auf einen baldigen Durchbruch hin.“

Bitcoin-Tagesdiagramm (Bitstamp). Quelle: Tradingview

Coinbase-IPO als Damoklesschwert

Dieser etwaige Durchbruch könnte in den kommenden Wochen allerdings noch einige Steine in den Weg gelegt bekommen, denn der angestrebte Börsengang von Coinbase, der größten amerikanischen Kryptobörse, am 14. April könnte für Verkaufsdruck sorgen.

Wie in dieser Woche am Börsengang von Deliveroo zu erkennen war, löst eine Notierung an der Börse oftmals zunächst Verkaufsdruck aus, was nun also auch Bitcoin drohen könnte, wenn eine der größten Kryptobörsen überhaupt diesen Schritt wagt.

„Es könnte im Zeitraum um den 14. April zu erhöhter Volatilität kommen, außerdem sollten wir von diesem Datum an genau auf den Auslauf der Bitcoin-Optionen zum Ende des Monats achten“, wie Filbfilb deshalb abschließend warnt.

Volumen der monatlichen Bitcoin-Optionskontrakte nach Ablaufdatum. Quelle: Bybt

Das Auslaufen von Terminkontrakten zum Ende eines Monats kann den Kurs mit einem Schlag nach oben katapultieren oder nach unten abstürzen. Zum Ende März erreichten die auslaufenden Bitcoin-Optionen einen neuen Rekordwert von 6 Mrd. US-Dollar, weshalb einige Experten ebenfalls vor einem plötzlichen Kurseinbruch warnten, der jedoch nicht kam.

„Der Rekordlauf ist noch lange nicht vorbei“, wie Krypto-Analyst Willy Woo mittelfristig ähnlich optimistisch ist.

Woo bezieht sich dabei auf die Daten des Krypto-Marktforschungsinstituts Glassnode, die darauf hinweisen, dass es vor einer etwaigen Deckenbildung noch viel Luft nach oben gibt.

Auch trotz dem drohenden Coinbase-Börsengang, das wie ein Damoklesschwert über der unmittelbaren Kursentwicklung zu hängen scheint, sieht Woo deshalb keine Gefahr, dass Bitcoin unter die 46.400 US-Dollar Marke abrutscht. So schreibt er:

„Nach meinem Berechnungsmodell geht es in diesem Zyklus nicht wieder unter die 46.400 US-Dollar.“

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