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Bundesbank-Monatsbericht diskutiert digitales Zentralbankgeld und DLT

Im von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Monatsbericht für April 2021 setzt sich die Zentralbank ausführlich mit den Fragestellungen rund um digitales Geld auseinander.

Diskussion von digitalen Währungen und CBDC

Wie die Bundesbank betont, intensivieren sich aktuell weltweit die Arbeiten zur Entwicklung von digitalem Zentralbankgeld (CBDC) und warnt, ”eine weitgehende Substitution von Geschäftsbankengeld durch CBDC könnten Auswirkungen auf die Geldpolitik und die Finanzstabilität haben und zu einem Bedeutungsverlust von Banken als Intermediäre im Finanzsystem führen.”

In ihrer Analyse der momentan laufenden digitalen Transformation im Zahlungsverkehr hebt die Bundesbank die Auswirkungen von Digital Ledger Technologie (DLT) hervor, welche eine “automatische Verzahnung des Zahlungsverkehrs mit anderen Prozessen” und sinkende Transaktionskosten ermögliche.

Für digitales Geld sieht die Bundesbank eine Reihe von Anforderungen, welche für einen nutzbringenden Einsatz erfüllt werden müssten. Neben Universalität für den breitest möglichen Einsatz als Zahlungsmittel werden herbei auch Effizienz und Sicherheit als wichtige Faktoren genannt.

Gleichzeitig dürften neue digitale Geldformen aber “die Funktionalität bestehender Geldformen nicht gefährden”, so die Bundesbank:

“Ihre Nutzung als Tauschmittel, als Recheneinheit und zur Wertaufbewahrung erfordert ein hohes Maß an Wertstabilität, welches durch eine stabilitätsorientierte Geldpolitik der Zentralbanken erreicht und durch eine begleitende Stabilisierung des Finanzsystems flankiert wird. Unabhängig von den sonstigen Eigenschaften neuer Geldformen ist es deshalb erforderlich, dass die geldpolitische Transmission weiterhin effektiv erfolgen kann.”

Die im aktuellen Geldsystem den Zentralbanken obliegende Kontrolle senkt laut Bundesbank Risiken. Sie schreibt dazu:

“Diese Aufteilung senkt Risiken und sichert gleichzeitig Innovationskraft, Kundenorientierung sowie eine effiziente Kapitalallokation. Beides dürfte im Falle einer rein öffentlichen Bereitstellung digitalen Geldes nicht in gleichem Maße erreichbar sein.”

Ausgehend von diesen Prämissen wird erläutert, in welchem Rahmen sich die Bundesbank digitales Geld vorstellen könnte. Genannt werden hierbei sogenannte Trigger-Lösungen zum “automatischen Anstoßen” von Zahlungen, “tokenisiertes Geschäftsbankengeld” sowie Stablecoins.

Nach einem Vergleich der zwei Varianten von digitalem Zentralbankgeld in Form sogenannter “Wholesale-Token” für die ausschließliche Nutzung durch Banken und anderen Zentralbank-“Geschäftspartnern” oder dem “digitalen Zentralbankgeld für jedermann” verweist der Beitrag auf den bereits 2020 veröffentlichten Bundesbank-Bericht zur möglichen Ausgabe eines digitalen Euro.

In seinem Fazit warnt der Monatsbericht vor hochgesteckten Erwartungen an einen digitalen Euro:

“Es wird dabei darauf ankommen, zu gut durchdachten, sicheren und komfortablen Lösungen zu kommen. Anders lassen sich weder die hochgesteckten politischen Erwartungen an einen Digitalen Euro als Alternative zu privatwirtschaftlichen Stablecoins noch die gleichzeitige Verantwortung der Zentralbank für die Stabilität  und Erhaltung einer marktbasierten Funktionsweise des Finanzsystems nicht erfüllen.”

Digitale Zentralbankwährungen in anderen Ländern

Die schwedische Zentralbank Riksbank hat kürzlich ein laufendes Pilotprojekt zur Schaffung einer digitalen Version der schwedischen Krone bis 2022 verlängert. Laut einer Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) befasst sich die große Mehrheit befragter Zentralbanken mit Studien oder konkreten Projekten für die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung.

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Bundesbank: „DLT ist ein wichtiger Baustein für digitale Transformation“

Der Zahlungsverkehr befindet sich im digitalen Wandel. Bis Bargeld aber zum Auslaufmodell wird, ist es ein langer Weg. Während verschiedene E-Euro-Versionen auf dem Prüfstand stehen, hebt die Deutsche Bundesbank den Einsatz von Blockchain-Technologien für programmierbares Geld hervor.

Im aktuellen Bundesbank-Monatsbericht bezieht auch die Notenbank Position zur laufenden E-Euro-Debatte. Als Kerneigenschaft lokalisiert der Bericht die Programmierbarkeit von Geld, “um die Möglichkeiten der digitalen Transformation voll auszuschöpfen”. Dabei bezieht DLT (Distributed-Ledger-Technologie) eine zentrale Stellung.

Effizienzsteigerung durch DLT

Der Bundesbank nach müssten Technologien auf die “Funktionen des neuen Geldes” abgestimmt werden. Drei Anforderungen müsse programmierbares Geld demnach erfüllen: Wertstabilität, universelle Einsetzbarkeit und reibungslosen Wechsel in andere Geldformen.

Dafür seien verteilte Datenbanken eine Schlüsseltechnologie. Zwar könnten “dezentrale Netzwerke voraussichtlich die Effizienz des Zahlungsverkehrs selbst nicht verbessern”.

Allerdings können durch den Einsatz der DLT unternehmensübergreifende Abwicklungs- und Zahlungsprozesse integriert werden, sodass automatisierte synchrone Leistungs- und Geldflüsse möglich werden.

Dafür seien programmierbare Zahlungen erforderlich, “die entweder als tokenisiertes Geld oder durch eine technische Brücke zwischen privatwirtschaftlichen DLT-Systemen und dem konventionellen Zahlungsverkehr (“Trigger-Lösung”) ermöglicht werden”. Doch in welcher Form auch immer:

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In der Gesamtbetrachtung könnte Geld, wenn es in programmierbaren Anwendungen nutzbar ist, effizienzsteigernd wirken.

Bundesbank hebt Smart-Contract-Einsatz hervor

Das Für eines DLT-basierten Zahlungsverkehrs liege somit in der “automatischen Verzahnung des Zahlungsverkehrs mit anderen Prozessen”. Diese reichen von “einfachen” bis komplexen Vorgängen. So unterstütze eine DLT-Infrastruktur unternehmensinterne Prozesse, wie “die Integration der Zahlungsvorgänge in die Prozesse der Buchhaltung”, aber auch Anwendungen im größeren Maßstab, wie eine “unternehmensübergreifende Integration von Zahlungs- und Abwicklungsprozessen”. In Token-Form ließen sich schließlich digitale Werte problemlos “zwischen voneinander unabhängigen Entitäten übertragen”, betont die Bundesbank.

Der nächste logische Schritt sei folglich der Einsatz von Smart Contracts zur Effizienzsteigerung digitalisierter Zahlungsvorgänge.

Durch Nutzung von DLT und insbesondere sogenannter Smart Contracts können komplexe Verträge vollständig automatisiert abgewickelt werden. Die Voraussetzung dafür ist, dass Leistung und Geld entweder selbst tokenisiert und programmierbar vorliegen oder in programmierbaren Anwendungen verwendbar sind.

Gleichzeitig ermögliche die Programmierbarkeit von Geld Kostensenkungen bei Zahlungsabwicklungen. Da “zahlreiche Abstimmungsprozesse” durch den DLT-Einsatz entfallen, ließen sich Gebühren “für die Abwicklung komplexer Prozesse, bei denen die Transaktionsdaten unter Umständen noch für Folgeprozesse benötigt werden”, deutlich minimieren.

Bei einer “verteilten Datenhaltung” können schließlich “alle Beteiligten auf dieselbe Datenbasis zugreifen”. Prozesse lassen sich automatisieren, wodurch Smart Contracts “im Idealfall die vollständige Steuerung synchroner und automatisierter Leistungs- und Geldflüsse zu vorher festgelegten Bedingungen übernehmen”.

So zeigt sich die Bundesbank überraschend Technologie-offen und befürwortet den Einsatz dezentraler Technologien für E-Geld-Abwicklungen. Mehr noch: Dem Bericht nach sei die Nutzung von DLT nicht weniger, als “ein wichtiger Baustein für die digitale Transformation einer Volkswirtschaft”.

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Bundesbank wickelt Bundesanleihe über DLT ab – CBDC nun überflüssig?

Die Deutsche Notenbank hat gemeinsam mit der Bundesagentur für Finanzen und der Deutschen-Börse eine neue Lösung erprobt, die DLT und klassisches Finanzsystem zusammenbringen soll – und das ohne digitales Zentralbankengeld (CBDC).

Die Bundesbank hat ein neues DLT-Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen, das digitalem Zentralbankengeld (CBDC) zur Gefahr werden könnte. Gemeinsam mit der Bundesfinanzagentur und weiteren Marktteilnehmern hat die Notenbank eine Abwicklungsschnittstelle für elektronische Wertpapiere entwickelt, die eine Brücke zwischen dem traditionellen Zahlungsverkehr und DLT-basierten Wertpapieren schlagen soll. In einem Test emittierte die Bundesfinanzagentur eine Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit, wie erfolgreich über die neue DLT-Lösung abgewickelt wurde.

Direkter Draht zu TARGET2 statt CBDC

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In dem System kommen zwei Softwaremodule zum Einsatz. Eines davon besteht in der sogenannten “Trigger Chain”, die die Bundesbank verwaltet. Die Trigger Chain verbindet TARGET2, das Zahlungssystem der Zentralbanken, mit einem DLT-basierten Wertpapiersystem und löst Transaktionen aus. Sie basiert auf der Blockchain-Plattform Hyperledger Fabric. Das zweite Modul ist ein “Transaktionskoordinator”, der von der Deutschen Börse betrieben wird. Der Transaktionskoordinator synchronisiert die Trigger Chain mit dem DLT-Wertpapiersystem und sorgt dafür, dass die Transaktion durchgeführt wird.

Durch den direkten Anschluss an TARGET2 kann eine Transaktion direkt in Zentralbankengeld abgewickelt werden, ohne dass es dazu einen digitalen Euro in Form einer CBDC braucht. Dadurch lasse sich das System vergleichsweise einfach in die konventionelle Zahlungsinfrastruktur einbinden, glaubt Burkhard Balz, Vorstand der Bundesbank für die Bereiche Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme:

Nach dem erfolgreichen Test dürfte die Implementierung einer entsprechenden Lösung durch das Eurosystem in relativ kurzer Zeit möglich sein, zumindest deutlich schneller als etwa die Emission von digitalem Zentralbankgeld,

Bedeutet das nun das Ende der europäischen CBDC-Ambitionen? Gegenüber BTC-ECHO erklärt die Pressereferentin der Bundesbank, dass die Trigger-Lösung als Ergänzung zu einem etwaigen digitalen Euro zu verstehen sei – nicht als Ersatz.

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Die Bundesbank sieht die Trigger-Lösung als komplementäre Option. Diese könnte vor allem die Nutzung der DLT im sogenannten Wholesale-Geschäft (Kapitalmarkttransaktionen von Finanzinstituten und größere Transaktionen von Unternehmen) unterstützen und wäre verhältnismäßig schnell realisierbar. Demgegenüber besteht bei digitalem Zentralbankgeld noch weiterer Klärungsbedarf im Hinblick auf Chancen und Risiken sowie auf mögliche Designoptionen. Der derzeit im Eurosystem diskutierte Digitale Euro ist zudem eher als Angebot für Jedermann (also Retail-Kunden) konzipiert,

Elektronische Wertpapiere rücken näher

Jutta Dönges, Geschäftsführerin der Finanzagentur des Bundes, zieht für den DLT-Feldversuch der Bundesbank ebenfalls eine positive Bilanz:

Die Entwicklung dieser innovativen Technologie unterstützen wir gern mit unserem Know-How. Die Transaktionen zwischen uns und unseren Geschäftspartnern sind sehr erfolgreich verlaufen.

Neben der Bundesbank, der Bundesfinanzagentur und der Deutschen Börse waren auch Vertreter aus der Privatwirtschaft an dem Projekt beteiligt. Darunter: Goldman Sachs, Citibank und die Commerzbank – allesamt keine Blockchain-Neulinge.

Gegenüber BTC-ECHO bestätigte die Deutsche Börse, dass es sich bei dem DLT-Wertpapiersystem um den Vorläufer eines Zentralregisters für elektronische Wertpapiere handelt, wie es das Gesetz zur Ausgabe von elektronischen Wertpapieren (eWpG) vorsieht.

Ein Bestandteil der Lösung, das DLT-Wertpapiersystem, ist in der Tat ein Prototyp für ein zentrales Register für elektronische Wertpapiere gemäß eWpG. Die übrigen Bestandteile der Lösung, also die Trigger Chain und der Transaktionskoordinator, haben keinen direkten Bezug zum eWpG, können aber in Zukunft wichtige Bausteine für die Abbildung von Zug-um-Zug-Prozessen in Zusammenhang mit DLT-Lösungen und digitalen Wertpapieren sein,

erklärt die Deutsche Börse in via Mail an BTC-ECHO.

“Tragisch”: Bundesblock kritisiert Vorstoß

Wenig angetan von der Trigger-Lösung zeigt sich indessen der Bundesverband Blockchain. Zwar begrüße man es grundsätzlich, dass die Bundesbank DLT-Experimente wagt. Aber:

…das eingesetzte Verfahren [ist] gerade kein Ersatz für einen Blockchain-basierten Euro-Stablecoin. Selbstverständlich kann mithilfe sog. Oracles eine klassische Giralgeld-Zahlung “getriggert” werden durch eine Blockchain-Transaktion. Dabei kommen jedoch diverse Vertrauensintermediäre ins Spiel, die einen echten Effizienzgewinn gerade vereiteln,

erklärt Bundesblock-Präsident Florian Glatz gegenüber BTC-ECHO. Glatz plädiert für ein Europa mit vielen unterschiedlichen Euro-Stablecoins, um “den unterschiedlichen Bedürfnissen des Marktes” gerecht zu werden zu können. Der Bundesblock-Präsident verweist auf die Fortschritte der Stablecoin-Regulierung in den USA, wo Banken bereits Transaktionen mit privaten Stablecoins abwickeln dürfen.

Die Dollarisierung des Blockchain-Space schreitet rasant voran, während man in Europa versucht das Giralgeld zu retten. Das ist ziemlich tragisch,

findet Glatz.

Auch BTC-ECHO Chefredakteur Sven Wagenknecht teilt in seinem aktuellen Kommentar die Auffassung, dass Europa in Sachen Blockchain-Regulierung gegenüber der USA und China zunehmend ins Hintertreffen gerät.

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Bundesbank: Bitcoin wird Bargeld nie ersetzen

Laut Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz handelt es sich bei Bitcoin um keine Währung, sondern um eine hochspekulative Anlage, so Balz in einem Interview mit Focus Online vom 8. März.

Bitcoin kein Ersatz für Zentralbankgeld

Bitcoin erfülle Geldfunktionen “nicht einmal ansatzweise”. Eine Währung bezeichne immer das Geld eines Staates oder wie im Euroraum von einem Zusammenschluss von Staaten und sei grundsätzlich durch den Gesetzgeber anerkannt.

Das Vertrauen der Menschen in eine Währung und damit Preisstabilität werde durch die dafür verantwortlichen Zentralbanken hergestellt. Das Fehlen dieses Vertrauens führe deshalb zu ständig starken Wertschwankungen.

Dem stehe auch nicht entgegen, dass Bitcoin seinen Wert bislang langfristig habe steigern können, so Batz. Es handele sich dabei um ein Spekulationsobjekt, “bei dem bis hin zum Totalverlust alles möglich ist”.

Auch für Gold stelle Bitcoin keinen Ersatz dar, da das Edelmetall im Gegensatz zu der Digitalwährung einen inneren Wert aufweise, der sich über Jahrhunderte erhalten habe.

Die Aussicht, die Deutsche Bundesbank könnte irgendwann Bitcoin wie Gold als Reservewährung halten, bezweifelt der Bundesbanker ebenfalls, da Bitcoin im Gegensatz zu US-Dollar oder Yen nicht werthaltig und liquide sei und im Notfall schnell “zur Verfügung stehen könne”. 

Angesprochen auf die mögliche Einführung eines digitalen Euro betont Balz, dass es sich dabei um keine Kryptowährung handeln würde. Eine solche digitale Zentralbankwährung (CBDC) würde den Besitzern, ähnlich wie beim Bargeld, Forderungen gegenüber dem Eurosystem verleihen.

Eine Entscheidung zu der aktuell in einer EZB-Arbeitsgruppe diskutierten Möglichkeit steht laut Balz im Frühsommer 2021 an. Nach Aussagen von EZB-Prä­si­den­tin Chris­ti­ne Lag­ar­de könnte das Eurosystem “in fünf Jahren den digitalen Euro einführen”.

Digitale Zentralbankwährungen in anderen Ländern

Die schwedische Zentralbank Riksbank hat kürzlich ein laufendes Pilotprojekt zur Schaffung einer digitalen Version der schwedischen Krone bis 2022 verlängert. Laut einer Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) befasst sich die große Mehrheit befragter Zentralbanken mit Studien oder konkreten Projekten für die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung.

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„Bitcoin wird Bargeld niemals ersetzen“: Bundesbank mit der BTC-Absage

In einem Interview hat das Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz Bitcoin-Reserven seitens der deutschen Notenbank abgelehnt. Darüber hinaus gab er Einblicke in die Planung des E-Euro.

Nachdem die Bundesbank Anfang März verkündet hatte, infolge der Corona-Pandemie erstmals seit 1979 keine Gewinne erwirtschaftet zu haben, lehnte die deutsche Zentralbank nun den Aufbau von Bitcoin-Reserven in einem Webseiten-Beitrag ab. Konkret handelt es sich dabei um ein Interview mit Vorstandsmitglied Burkhard Balz.

Dabei kritisiert Balz Kryptowährungen als “hochspekulative Assets”, die sich weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher eigneten. So erfülle vor allem Bitcoin die Geldfunktion überhaupt nicht. Auch der Vergleich mit Gold sei falsch, da das Edelmetall einen inneren Wert besitze, der sich über Jahrhunderte erhalten habe. Gold biete zu jeder Zeit Sicherheit und Liquidität, Bitcoin könne da nicht mithalten. Aus diesen Gründen halte es Balz für äußerst unwahrscheinlich, dass die Bundesbank jemals Bitcoin-Reserven aufbauen werde.

Auf die Frage, ob bestimmte Kriterien, mit denen die Bundesbank Bitcoin und Co. bemisst, nicht veraltet seien, antwortete das Vorstandsmitglied:

Sicher nicht. Es geht im Kern darum, dass die Menschen einer Währung vertrauen können. Nur wenn sie Vertrauen haben, bleiben die Preise auch stabil. Dieses Vertrauen herzustellen, ist die wichtigste Aufgabe der Zentralbanken.

Burkhardt Balz gegenüber Wirtschaftskurier

Inwiefern sich das Vertrauen in konventionelle Fiat-Währungen vom Vertrauen in Krypto-Assets unterscheidet, ließ Balz hingegen unbeantwortet. Für ihn sei jedoch klar, dass ein stabiler Geldwert essenziell für eine Volkswirtschaft sei. Bitcoin könne das mit seiner hohen Volatilität nicht zuverlässig gewährleisten. Das ändere sich auch nicht durch den Umstand, dass BTC auf einen kontinuierlichen Wertzuwachs zurückblicken könne. Es bleibe ein Spekulationsobjekt, bei dem bis hin zum Totalverlust alles möglich sei.

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Bitcoin-Petition vom Tisch

Mit der klaren Haltung der Bundesbank gegenüber Bitcoin und Co. ist wohl auch die Petition von Sven Hildebrandt vom Tisch. Gemeinsam mit Fabian Friedrich, dem Initiator der Blockchain Europe Conferenz, fordern sie die Bundesbank auf, neben Gold-Rücklagen auch Bitcoin-Reserven aufzubauen, da sich die Kryptowährung immer stärker als Gold 2.0 etabliere und viele Gold-ähnliche Eigenschaften besitze. So sei es durchaus naheliegend, seine Bestände mit dem digitalen Gold etwas zu diversifizieren.

Hildebrandt schlägt eine Bitcoin-Beimischung von 1 bis 5 Prozent zu den anderen Reserve-Assets vor. Schließlich erkennt auch er die hohe Volatilität von Bitcoin an. Mit BTC-ECHO hatte er sich im Interview ausführlich über die Petition unterhalten. Hildebrandts Hoffnungen dürften sich mit den jüngsten Äußerungen der Bundesbank jedoch zerschlagen haben – vorerst zumindest.

Bundesbank lässt Entscheidungszeitraum für E-Euro durchblicken

Neben der Kritik am Bitcoin ließ das Vorstandsmitglied der Bundesbank auch seine Meinung zu den digitalen Währungsplänen der EZB durchblicken. Seiner Ansicht nach biete eine einheitliche digitale Zentralbankwährung im Euroraum den Vorteil, dass Bürger ihre Forderungen direkt an das Eurosystem richten könnten. Jedoch könnten Geschäftsbanken durch die Einführung eines E-Euro nur noch eine Nebenrolle spielen.

Aktuell sitzt Balz in der Arbeitsgruppe, die sich mit dem E-Euro befasst. Im Interview sagte er, dass aktuell noch über die Thematik beraten werde. Eine Entscheidung wolle der EZB-Rat dann im Frühsommer fällen. Darüber hinaus glaubt der Bankier, dass Bargeld nie ganz verschwinden werde. Es sei ein Wertaufbewahrungsmittel in Krisenzeiten und biete “ein Stück Freiheit” in Zeiten, in denen der Bürger immer gläserner werde.

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Bundesbank zum ersten Mal seit 40 Jahren ohne Gewinne: Zeit für BTC?

Die deutsche Notenbank erzielt in 2020 nur eine ausgeglichene Bilanz. Schuld sei laut der Bundesbank die Corona-Pandemie. Höchste Zeit also, Bitcoin-Positionen zu schaffen?

Eigentlich überweist die deutsche Bundesbank jedes Jahr um diese Zeit ein nettes Sümmchen in Milliardenhöhe an den Bund. Doch dieses Jahr wird daraus nichts. Denn wie aus der heutigen Pressekonferenz zum Jahresabschluss hervorgeht, erzielt die deutsche Notenbank 2020 keinen Überschuss. Zum Vergleich: 2019 hatte die Deutsche Bundesbank noch einen Überschuss von 5,9 Milliarden US-Dollar an das Bundesfinanzministerium überwiesen.

Dem Bundeshaushalt fehlt damit wichtige Liquidität in Milliardenhöhe. Schließlich plant das Finanzministerium den jährlichen Scheck vonseiten der Währungshüter fest ein.

Grund für den ersten Ausfall eines Bilanzüberschusses seit 1979 waren nach Angaben von Bundesbankpräsident Jens Weidmann höhere Wagnisrückstellungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Die erhöhte Risikovorsorge ist der Hauptgrund, weshalb die Bundesbank für 2020 ein ausgeglichenes Jahresergebnis ausweist und zum ersten Mal seit 1979 keinen Gewinn ausschüttet

Jens Weidmann

Die Wagnisrückstellung wurde um 2,4 Milliarden Euro auf 18,8 Milliarden Euro aufgestockt, weil die Bewertung der Risiken einen erheblichen Anstieg anzeigte, schreiben die Währungshüter.

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Bilanzsumme deutlich ausgeweitet – Inflation steigt

Die allgemeine Geldpolitik hat unterdessen ein Rekordjahr hinter sich. Die geldpolitischen Stützungsmechanismen, die der Notenbank zur Verfügung stehen, nutzte die Deutsche Bundesbank 2020 voll aus. So stieg die Bilanzsumme im Jahresvergleich um sage und schreibe 42 Prozent an. Grund sind deutlich höhere Aufwendungen in den Refinanzierungsgeschäften und Wertpapierankäufen wie Staatsanleihen.

Dass Sorgen vor einem Anstieg der Inflation bei derart expansiver Geldpolitik nicht ganz unbegründet sind, räumt die Bundesbank indes offen ein. Demnach erwartet Weidmann eine Inflationsrate von 3 Prozent bis Jahresende. Bedenkt man, dass die Menschen im Lockdown kaum Möglichkeiten haben, Geld auszugeben und damit für Nachfrage zu sorgen, erscheint dieser Wert schon recht hoch. Wie wir im Kommentar argumentieren, könnte es nach Ende der Pandemie durchaus zu hohen Inflationsraten kommen. Schließlich sitzt die von den Notenbanken erschaffene Liquidität vor allem im Aktienmarkt und auf Sparkonten. Das könnte sich aber bald ändern und so auch die Verbraucherpreise in die Höhe treiben.

Zeit für eine Bitcoin-Position?

Bereits Mitte Februar berichtete BTC-ECHO über Sven Hildebrandt und dessen Ansinnen, die Bundesbank möge sich mit einer strategischen Bitcoin-Position ausstatten. Denn nebst Devisen (die zunehmend an Wert verlieren) hält die Bundesbank auch enorme Mengen Gold auf ihrer Aktivseite. Aktuell befindet sich Gold im Wert von 146 Milliarden auf der Bilanz der Notenbank. Die Urheber der Petition erkennen die volatile Natur des digitalen Pendants indes an und taxieren ihren Vorschlag auf einen geringen Anteil der Gesamtbilanz. Lediglich 1 bis 5 Prozent ihrer Assets soll die Notenbank demnach in Bitcoin halten.

Wer mit der Idee von Hildebrandt sympathisiert, der kann auf der Homepage von openPetition seine Unterschrift leisten.

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Die Deutsche Bundesbank und Ocean Protocol kooperieren

Die Krypto-Börse Coinbase bietet ihre Krypto-Debitkarte nun auch in den USA an. Somit bekommen 35 Millionen weitere Nutzer die Möglichkeit, im Alltag mit Kryptowährungen zu bezahlen. In einigen EU-Ländern und Großbritannien wurde die Karte bereits herausgegeben.

Am 28. Oktober machte Coinbase die Nachricht öffentlich. Die Karte soll mit Hilfe von Partner Metabank, der in Besitz einer Visa-Lizenz ist, sowie dem Dienstleister Marqeta, der sich auf die Ausgabe von Debitkarte spezialisiert hat ausgegeben werden. In Europa arbeitete Coinbase hierbei mit dem Unternehmen Paysafe zusammen.

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Mit diesem Satz bewirbt Coinbase die neue Krypto–Debitkarte. Coinbase kündigte an, Rewards zu vergeben, mit denen Nutzer nach jedem Kauf einen Teil ihres gezahlten Betrags in XLM oder BTC zurückerstattet bekommen. Die Coinbase Card unterstützt über 30 verschiedene Kryptowährungen. Das Unternehmen äußerte sich indes zu den Vorzügen der Debitkarte:

Coinbase Card-Inhaber können direkt von ihren Coinbase-Konten aus Geld ausgeben, ohne Geld auf ihr Bankkonto überweisen zu müssen. Kryptowährung wird vor dem Abschluss von Einkäufen und Abhebungen am Geldautomaten in US-Dollar umgerechnet

Coinbase-Kunden erhalten die Karte kostenlos. Jedoch fällt beim Wechsel von Kryptowährungen in US-Dollar eine Gebühr an.

Das Start-up TenX wollte bereits im Jahr 2017 eine Debitkarte herausgeben, die mit Krypto-Wallets verknüpft ist. Der Versuch scheiterte jedoch an einem Rückzieher des Kartenherausgebers. 2019 fand man mit Wirecard einen neuen Partner und gab seine Debitkarte unter anderem in Deutschland aus. Doch am 1. Oktober 2020 kündigte TenX an, dass die aktuellen Dienste des Unternehmen eingestellt werden müssen. Grund dafür sei gewesen, dass Finanzdienstleister Wirecard seinen Betrieb mit sofortiger Wirkung stilllegen musste.

Anders sieht es beim Hongkonger Start-up Crypto.com aus. Das Unternehmen bietet Kunden ebenfalls eine Krypto–Debitkartean und erlebt momentan eine gewaltigen Aufschwung. Indes kündigteauch Paypal an, seinen Nutzern ab 2021 Transaktionen mit Kryptowährungen zu ermöglichen. Dieses Vorhaben könnte die komplette Krypto-Branche noch massentauglicher gestalten. Coinbase-Konkurrent Binance hat seine Krypto-Debitkarte bereits im Juli in Europa lanciert.

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Deutsche Bundesbank vergibt Auftrag für Blockchain-Projekt

Wie aus einem Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union hervorgeht, wurde das in Berlin ansässige Blockchain-Unternehmen BigchainDB GmbH damit beauftragt, ein Dezentralisiertes Datenaustauschprotokoll für die Deutsche Bundesbank aufzubauen.

Wie die deutsche Zentralbank angibt, kam das Ocean Protocol der Firma, das in der Branche eher unbekannt ist, wegen „fehlenden vergleichbaren Mitbewerbern“ als einziger Auftragnehmer in Frage.

In ihrer Bekanntmachung führt die Bundesbank weiter aus, dass das Ziel des Auftrags „der Aufbau eines dezentralen Netzwerkansatzes, welcher gleichgestellten Teilnehmern einen permanenten, symmetrischen Datenzugang zur Realisierung von real-time Updates von Statistiken unter Bewahrung der Datenhoheit erlaubt“ ist.

Das Finanzinstitut will durch Unterstützung des Ocean Protocols eine auf der Blockchain-Technologie basierende Plattform für die sichere Verarbeitung und Übertragung von Daten entwickeln.

Wie Cointelegraph am 21. Oktober berichtet hatte, erwägt die deutsche Zentralbank eine Alternative zu einer eigenen Digitalwährung (CBDC). Es ist denkbar, dass die beschriebene Blockchain-Plattform ein erster Baustein hierfür ist.

Im Juli hatte das Ocean Protocol wiederum bekanntgegeben, dass es ein Pilotprojekt mit der zu Mercedes-Benz gehörenden Daimler AG ins Leben gerufen hat.

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CBDC in Europa: Deutsche Bundesbank diskutiert digitalen Euro

Sich anpassen, um glücklich zu bleiben – so hat Burkhard Balz Konfuzius zitiert, um die Überlegungen für eine mögliche digitale Zentralbankwährung (CBDC) zu rechtfertigen. Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank hat einige Fragen vorgestellt, die die Europäische Zentralbank als höchste Notenbank Europas beantworten muss.

Der Zentralbanker Balz hat in seiner am 20. Oktober online gehaltenen Rede zu CBDC (Central Bank Digital Currency) viele Fragen aufgeworfen. Dabei nahm er zuerst die COVID-19-Pandemie zum Anlass, über zumindest kurzfristige Änderungen der Zahlungsweisen in Europa zu reden. In Deutschland etwa zahlten im ersten Halbjahr 20 Prozent mehr Leute auf elektronischem Weg als noch im ersten Halbjahr 2019. In diesem Bereich des Privatsektors nehmen Zentralbanken nach Balz ebenfalls eine wichtige Rolle ein.

So kam der 51-Jährige schnell auf digitale Zentralbankwährungen zu sprechen. Bei der Entwicklung solcher CBDC liege die Europäische Union (EU) im Moment zwar noch weit zurück. Als Begründung führt Balz an, dass man erst wichtige Fragen kläre wolle, bevor man in Sachen CBDC auf europäischer Ebene tätig wird. Vorteile, Risiken, konkrete Gründe für die Einführung eines digitalen Euro und den Weg zum Ziel müsse man erst ergründen. Dabei dienten die Zentralbanken aber nur als Dienstleister. Die Entscheidung treffe letztlich die Politik, meint Balz.

CBDC zwischen Finanzen und Politik

Das Bundesbank-Vorstandsmitglied hat dabei auch vom geplanten Facebook Stable Coin Libra gesprochen. Das Unternehmen Facebook verspricht, durch die geplante Digitalwährung Zahlungen schneller und billiger zu machen. Zu dem Zeitpunkt der Projektvorstellung im Juni 2019 hatte man in Europa längst angefangen, sich mit CBDC auseinanderzusetzen. Die Frage, wann eine europäische digitale Währung notwendig sei, ist aber nicht leicht zu beantworten.

Die Hauptfrage, die es zu stellen gilt, lautet: Unter welchen Bedingungen könnte die Einführung einer CBDC oder eines digitaler Euro für die Öffentlichkeit wünschenswert werden?

Das führt Burkhard Balz in seiner Rede an.

Der Trend geht insgesamt in Richtung bargeldloses Zahlen. Sinkt die Nachfrage an Bargeld, so steigt die Bedeutung von Geschäftsbanken und anderen Zahlungsdienstleistern. Vertrauen in private Anleger wäre ein Imperativ, dem sich wohl nicht alle Bürger beugen wollen. Eine digitale Alternative zu Bargeld sei daher nur eine Lösung der Bundesbank beziehungsweise der Europäischen Zentralbank, impliziert Balz. Die EZB verspricht, dass eine Euro-CBDC nur komplementär wäre – zumindest, solange die Nachfrage nach Bargeld gegeben ist.

Digitale Umwälzungen erfordern Anpassung des Finanzsystems

Balz versteht die Aufgabe des freien Markts darin, Innovationen zu entwickeln. Die Aufgabe der Bundesbank sei dabei, die Interessen der Gesellschaft zu schützen. In ihrem Fall ist das die finanzielle und wirtschaftliche Souveränität, die sich dann auch auf die politische auswirkt. Daher sieht er die Einführung besonders ausländischer digitaler Währungen als eine Gefahr an. Stable Coins, die potenziell globale Ausmaße annehmen könnten, müssten daher umfangreich reguliert werden. Eine eigene CBDC ist daher eine Option von vielen, Flexibilität sei wichtig. Ein E-Euro auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) sei daher ebenfalls nur eine Möglichkeit. Ein Allheilmittel für Probleme sieht er darin ebenfalls nicht.

Tatsächlich haben die Bahamas am gleichen Tag ihre eigene CBDC gestartet. Der Sand Dollar ist nun die erste digitale Zentralbankwährung, die außerhalb eines Pilotprojekts Anwendung findet. Zwar ist der mittelamerikanische Inselstaat mit knapp einer halben Million Einwohner schwer mit Europa vergleichbar. Trotzdem könnte der Gebrauch der Währung Antworten auf Probleme liefern.

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Deutsche Bundesbank: Ein weiter Weg bis zur CBDC-Einführung

Jens Weidmann sprach in Frankfurt über die mögliche Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC). Konkrete Aussagen traf er allerdings nicht.

In Frankfurt sprach der Präsident der Deutschen Bundesbank Dr. Jens Weidmann in einer Rede am 11. September über mögliche Formen zukünftiger Bezahlsysteme. Die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) bildete den Fokus seiner Ausführungen. Zuerst kam er auf Möglichkeiten der CBDC zu sprechen, anschließend widmete er sich den Vorteilen und Risiken und wägte abschließend Alternativen ab.

In der Debatte über Zahlungssysteme identifiziert er zwei Schlüsselthemen. Einerseits gehe es um die Entwicklung und Vermittlung einfacher, sicherer und effizienter Zahlungsmethoden für den Konsumenten. Daran anknüpfend stellt sich die Frage, welche Rolle Zentralbanken dabei spielen.

In Bezug auf CBDC sprach er von einer gewissen Ironie: Wollte man der Ursprungsidee nach mit der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) Zentralbanken eigentlich umgehen, so sind von ebendiesen Banken entwickelte CBDC fast schon paradox. Eine Zentralbank muss deshalb als erstes wissen, welche Ziele sie mit einer digitalen Ausgabe ihrer Währung verfolgt. Danach muss sie sich fragen, ob eine Einführung dieser Digitalwährung andere Ziele beeinträchtigt, beispielsweise die Preisstabilität.

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Hierzu sind laut Weidmann ausschlaggebende Fragen: Geht es um ein insgesamt besseres Transaktionssystem oder um die Ersetzung von Bargeld? Ob die Zentralbank CBDC Konsumenten anbietet oder es über Mittelsmänner in Umlauf bringt, muss ebenso geklärt werden. Soll es Zinsen geben und gibt es einen Maximalbestand, den jemand haben kann? Die Antworten auf diese technischen und wirtschaftlichen Fragen hängen vom Ziel jeder Zentralbank ab.

Ein Argument für die Einführung von CBDC laute, dass sie eine Alternative zu Geschäftsbanken bieten. Diesen Standpunkt lässt Weidmann allerdings nicht unkommentiert stehen. Man sorge sich um die Souveränität der europäischen Zentralbanken, wenn internationale Unternehmen außerhalb ihres typischen Sektors Fuß fassen. Durch billigere Transaktionen könnten aber neue Geschäftsmodelle entstehen (Schlagwort Mikrozahlungen). Auch Zinsen könnten die Geldpolitik-Effizienz erhöhen.

Dass man jedoch Bargeld nicht ersetzen wolle, stehe außer Frage. Anonyme und nicht auf Technologien angewiesene Zahlungen wollen europäische Zentralbanken den Bürgern nicht nehmen. Die Verwendung von Zentralbankgeld wäre allerdings wegen Regularien und rechtlicher Rahmenbedingen weit weniger anonym als Bargeld.

CBDC muss europäischen Ansprüchen gerecht werden

Zu einem Risiko von CBDC gehört die radikale Änderung des Finanzsystems. Wenn Anleger nur noch CBDC hätten, würden Geschäftsbanken über wenig Geld verfügen. Wegen Geldmangels könnten sie bei der Kreditvergabe an kleine Unternehmen und Privatpersonen Schwierigkeiten bekommen, zitiert Weidmann den amerikanischen Ökonomen Kenneth Rogoff. Er spricht es nicht an, aber: Abhilfe könnte – zumindest im kleinen Rahmen – Decentralized Finance (DeFi) schaffen.

Durch DeFi können auch Kleinstanleger Kredite leicht aufnehmen. Das sehr junge Feld ist bisher allerdings noch stark risikobehaftet und kann dem bisherigen Volumen nach nur einen kleinen Teil in der Kapitalverteilung übernehmen.

Ein nicht auf DeFi aufbauender Lösungsvorschlag ist deshalb eine niedrige Verzinsung hoher CBDC-Beträge. Geschäftsbanken wären immer noch liquide, da die Motivation niedrig wäre, CBDC zu halten. Wegen der aktuell ohnehin niedrigen Zinsen ist diese Aussage allerdings wohl eher auf die Zukunft denn auf die momentane Situation am Markt bezogen. Ein niedrigeres Risiko von Bankenkrisen, die Wettbewerbssteigerung und neue Dienstleistungen wären wohl nach Weidmann dennoch die Folge einer CBDC-Einführung.

„Besonnen und vorsichtig“: Bundesbank von Entscheidung noch weit entfernt

Viele Überlegungen und Analysen der Bundesbank sind für eine abschließende Entscheidung für oder gegen einen E-Euro noch nötig – Weidmann möchte deshalb nicht, dass Beobachter bestehende Arbeitsgruppen zu einer CBDC als Zeichen eines positiven Urteils werten. Konkrete Angaben zu dessen Stand machte er ebenso wenig. Erstaunlich in Anbetracht der Aussage von Christine Lagarde am vorherigen Tag, die Europäische Zentralbank (EZB) wolle sich in den kommenden Wochen zur Einführung eines E-Euros äußern.

Weidmann stellte klar, dass statt CBDC auch andere Bezahlformen denkbar seien. Nach Auffassung des 52-Jährigen sind Zentralbanken für das Finanzsystem im Ganzen zuständig, Geschäftsbanken allerdings für spezielle Fragen. Eine Lösung auf dieser Ebene wäre demnach ebenso denkbar. Die European Payments Initiative (EPI) von 16 Zentralbanken, die eine einzige Karte und Wallet für ganz Europa etablieren möchte, ist außerdem an der Problemlösung beteiligt.

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