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Federal Reserve hat noch keine Entscheidung zum digitalen Dollar getroffen

Die amerikanische Zentralbank prüft weiter die Einführung einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC), denn noch ist sie in dieser Hinsicht zu keiner finalen Entscheidung gelangt.

Dies bestätigte Zentralbankchef Jerome Powell in dieser Woche im Rahmen einer Pressekonferenz. Demnach prüft die „Federal Reserve“ aktuell, welche Vor- und Nachteile eine digitaler Dollar haben könnte. Die Ergebnisse dieses Prüfungsprozesses sollen anschließend in einer Studie vorgestellt werden.

„Wir arbeiten proaktiv an der Herausgabe einer CBDC und an einer möglichen Form“, wie Powell eine dahingehend Frage beantwortete. Weiter führte er aus:

„Wir sehen es als unsere Pflicht an, sowohl die gesellschaftlichen als auch die technischen Implikationen genau zu ergründen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Die letztendliche Frage bei einer Zentralbank-Digitalwährung und anderen digitalen Innovationen ist immer, ob die tatsächlichen Vorteile die Kosten und Risiken überwiegen.“

Obwohl inzwischen schon mehrere Länder beim Thema Digitalwährung deutlich weiter voraus sind, verspürt der amerikanische Zentralbankchef keinen Zeitdruck.

Vielmehr würde der Fokus der „Fed“ nicht auf einer schnellen Herausgabe, sondern auf einer richtigen Herausgabe liegt. Zudem sieht Powell die USA längst nicht so weiter hinterher, wie es den Anschein hat.

Zentralbank-Digitalwährungen sind für die Regierungen und Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt inzwischen auch ein beliebtes Stilmittel, um Kryptowährungen den Kampf anzusagen.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, unterstützt die Großbank HSBC deshalb zum Beispiel explizit die Einführung von CBDCs gegenüber Kryptowährungen und Stablecoins.

Die amerikanische Senatorin Elizabeth Warren bezeichnet die Zentralbank-Digitalwährungen im Vergleich mit Kryptowährungen gar als „legitimes öffentliches Digitalgeld“. Die Politikerin gilt als ausgewiesene Gegnerin von Bitcoin & Co.

Im September hatte James Mackintosh, ein Kolumnist vom Wall Street Journal, allerdings gewarnt, dass digitales Zentralbankgeld für „starke Negativzinsen“ sorgen könnte.

Auch Fed-Gouverneur Chris Waller sieht die Einführung von CBDCs kritisch, denn diese wären „die Lösung für ein Problem, das erst noch gefunden werden muss“.

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Bhutan: Gemeinsame nachhaltige CBDC-Testphase mit Ripple

Bhutan fördert finanzielle Eingliederung und Nachhaltigkeit mit der CBDC-Lösung von Ripple zugunsten des “Bruttonationalglücks.” Wenn das so weitergeht, läuft Asien in Sachen digitaler Zentralbankwährung Europa den Rang ab.

Die königliche Währungsbehörde von Bhutan (Royal Monetary Authority, kurz: RMA) geht eine Partnerschaft mit Ripple ein. Das gemeinsame Ziel ist es, eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) in dem buddhistischen Königreich zu testen. In einer Ankündigung vom Mittwoch teilte Ripple Labs das Vorhaben mit. Die Zentralbank von Bhutan möchte demnach die Vorteile des privaten Ledgers nutzen, um digitale Ngultrum auszugeben und zu verwalten. 

Der Grund für diesen Schritt ist der Wunsch des Landes, den digitalen und grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu verbessern. Zudem möchte man die Bemühungen um finanzielle Inklusion vorantreiben. Zeitgleich will das Königreich das Engagement für Nachhaltigkeit als einziges kohlenstoffnegatives Land der Welt ausbauen.  

Die RMA ist davon überzeugt, dass einfachere, schnellere und erschwinglichere Zahlungen sowohl im Inland als auch international dazu beitragen werden, ihr Ziel zu erreichen, die finanzielle Inklusion bis 2023 um 85 Prozent zu erhöhen. Die Leistungsfähigkeit der Technologie, die dem XRP-Ledger zugrunde liegt, kombiniert mit der Erfahrung von Ripple im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und der Tokenisierung, soll dazu ihren Beitrag leisten. 

Das Bruttoinlandsprodukt Bhutans mit seinen rund 800.000 Einwohnern belief sich im Jahr 2020 auf 2,5 Milliarden Dollar. Die Tendenz der letzten Jahre ging dabei deutlich nach oben, wenngleich man im vergangenen Jahr eine leichte Rückwärtsbewegung verzeichnete. Obwohl vielen Nachrichten von einem “Bruttonationalglück” als Alternative zu traditionellen Finanzmitteln sprechen, haben Tausende bhutanischer Bürger keinen Zugang zu einem Sparkonto oder einer Kreditkarte. 

Bhutan definiert mit “Bruttonationalglück” eigenen Parameter

Bhutans Premierminister Tshering Tobgay versteht es als Mission seines Landes, das Glück über das Wirtschaftswachstum zu stellen und einen weltweiten Standard für die Erhaltung der Umwelt zu setzen. Tief im Himalaya an der Grenze zwischen China und Indien gelegen, hat sich das Königreich Bhutan für alle Zeiten auch verfassungsrechtlich dazu verpflichtet, klimaneutral zu bleiben. Daher war neben der Technologie für Bhutan auch das Engagement von Ripple für Nachhaltigkeit wichtig. Die CBDC-Lösung ist ebenfalls kohlenstoffneutral, da sie auf dem öffentlichen XRP-Ledger basiert und damit als 120.000-mal energieeffizienter gilt als Proof-of-Work-Blockchains. 

Das Vorhaben kommt mehr als sechs Monate nachdem Ripple angekündigt hatte, eine private Version des XRP-Ledgers zu testen, um Zentralbanken eine Lösung für die Einführung eines CBDC zu bieten. Bhutan ist jetzt eines der ersten Länder, das diesen Service in Anspruch nimmt. Mit Indien und natürlich China sind weitere asiatische Länder in puncto digitaler Zentralbankwährung vorne mit dabei. Die Europäische Zentralbank wird am 1. Oktober eine Versuchsphase starten. Und auch die USA mischen im Rennen um die Erforschung und Einführung einer nationalen CBDC mit.

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Folgt Indien bald El Salvador? Finanzministerium gibt Hoffnung | BTC.ECHO

Nach der zweiten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen mit 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet und ist somit zum Unicorn aufgestiegen.

In der letzten Finanzierungsrunde der Serie B konnte das Blockchain-Knoteninfrastruktur-Unternehmen Blockdaemon weitere 155 Millionen US-Doller einsammeln. Das Unternehmen um Gründer und CEO Konstantin Richter wird somit zum Unicorn. Die von SoftBank Vision Fund 2 angeführte Runde möchte das Unternehmen dafür nutzen, die internationale Expansion zu ermöglichen und den Technologie-Stack auszubauen. Auch sollen neue Talente für das Unternehmen gewonnen werden.

Einem Pressebericht zufolge besteht die nächste Phase vor allem in der technischen Weiterentwicklung des Ökosystems:

Die nächste Strategiephase wird darin bestehen, den Zugriff auf Protokolle über APIs zu überbrücken, die Finanzberichterstattungsfunktionen für Institutionen zu erweitern und ihre Infrastrukturkapazitäten zu vertiefen, um die Integration für die nächste Phase des Blockchain-Ökosystems zu erleichtern.

Weitere Investitionen

Damit setzt das Unternehmen seine erfolgreiche Vergrößerung fort. Bereits in der Serie-A-Finanzierungsrunde im Juni 2021 konnte Blockdaemon 28 Millionen US-Dollar einsammeln. Insgesamt beläuft sich die Gesamtsumme an fremd investiertem Kapital nun auf 190 Millionen US-Dollar. Dabei gehörten in der Series B auch zuvor Investierte wie Boldstart Ventures, Goldman Sachs, Greenspring Associates, CoinFund, Kenetic, Kraken Ventures, Borderless Capital, und Lerer Hippeau auch dieses Mal wieder zu den Geldgebenden.

Darüber hinaus erhielt das Unternehmen in der jetzigen Runde eine Bewertung von 1,25 Milliarden US-Dollar. Somit ist Blockdaemon nun nicht nur ein Unicorn, sondern zugleich auch das weltweit größte Blockchain-Infrastrukturunternehmen für die Knotenverwaltung und Staking.

Blockdaemon gibt Gas

Das Unternehmen unterstützt bislang weltweit mehr als 40 Blockchain-Netzwerke. Dabei ist das Kerngeschäft das Bereitstellen und Betreiben der Blockchain-Knoteninfrastruktur. Diese soll auf institutionellem Niveau das Einsetzen, Skalieren und Bereitstellen von Knoten mit Sicherheit und Überwachung ermöglichen. Nutzer des Angebots sind Unternehmen von Börsen über Finanzinstituten bis hin zu Entwicklern. Indessen kommuniziert Blockdaemon vor allem, dass sie kommerzielle Akteure miteinander verbinden und innovative Tools zur Entwicklung eigener Blockchain-Lösungen zur Verfügung stellen möchten.

Im Vergleich zum vorangegangen Jahr konnte das Unternehmen die Anzahl seiner Mitarbeitenden, seinen Umsatz und die Bewertung erheblich erhöhen. Darüber hinaus wurden mehrere neue ETH-Validatoren eingeführt, neue Cloud-Regionen und Rechenzentren aufgebaut und mittels Diversifizierung und Absicherung in Vermögenswerte das Risiko für die Kund:innen reduziert. Außerdem führte Blockdaemon für diese auch eine Versicherungsgarantie ein.

Das in New York ansässige Unternehmen habe sein Wachstum in den letzten 90 Tagen erheblich beschleunig, heißt es. So sei die Anzahl der verwalteten Knoten von 8.000 auf 18.000 erhöht worden.

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Digital Euro Summit: EZB nicht experimentierfreudig | BTC-ECHO

Beim diesjährigen Digital Euro Summit zeigt sich die EZB stolz auf den aktuellen Fortschritt in Bezug auf den E-Euro.

Heute fand der diesjährige Digital Euro Summit des deutschen Digitalverbands Bitkom statt. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft kamen zusammen und besprachen unter anderem die Zukunft des “E-Euro”. Dabei ging es etwa um die Frage nach möglichen Use Cases und Antriebskräften für die Implementierung einer EU-weiten CBDC. Mit dabei war Jürgen Schaaf, der bei der Europäischen Zentralbank (EZB) als Berater im Bereich “Market Infrastructure und Payments” beschäftigt ist. In der Gesprächsrunde legte er die Motivation des Währungshüters dar, einen E-Euro in Umlauf zu bringen. Zur Erinnerung: die EZB hatte Mitte Juli offiziell angekündigt, eine Untersuchungsphase zum E-Euro einzuleiten. Diese startet ab dem 1. Oktober und wird 24 Monate evaluieren, inwiefern sich die Einführung eines digitalen Zentralbankgelds im Euroraum lohnt.

Die Beweggründe brach Schaaf in seinem Beitrag insgesamt auf drei Kernüberlegungen herunter. Zunächst hätte der E-Euro positive Auswirkungen auf die Digitalisierung innerhalb des Staatenverbundes. Weiter habe man vor allem während der Pandemie einen steten Rückgang von Bargeldzahlungen zur Kenntnis genommen. In Skandinavien etwa wickelten laut EZB aktuell nur noch knapp 4 Prozent aller Bürger ihre täglichen Transaktionen Cash ab. Zu guter Letzt sei eine EU-weite digitale Zentralbankwährung auch insofern wichtig, als man damit privaten Projekten, wie etwa Facebooks Diem, entgegentreten könnte.

EZB zum E-Euro: “Experimente können wir nicht eingehen”

Allgemein versteht die EZB den E-Euro erst einmal als Retail-Lösung. In dem Kontext predigte Schaaf das Kernmantra der Zentralbank, dass ein digitaler Euro Bargeld nicht ersetzen, sondern nur ergänzen solle. Eine Wholesale-Lösung sei bisher nicht geplant.

Wir sehen den E-Euro als Servicedienstleistung für die Öffentlichkeit und wollen den privaten Sektor dafür ebenfalls ins Boot holen. Natürlich sind wir uns darüber im Klaren, dass viele der innovativen Lösungen aus dem privaten Sektor kommen und nicht von uns.

Jürgen Schaaf, Europäische Zentralbank

Ein weiterer Kritikpunkt, der auch auf der Digitalveranstaltung geäußert wurde, betraf die Geschwindigkeit, mit der die EZB zum E-Euro forsche. So meinte etwa Jens Hachmeister von der Deutschen Börse:

Wir sollten nicht warten, bis wir alles fertig haben. Wir unterstützen den Weg, den die EZB geht, aber in der Zwischenzeit sollten wir uns auch über andere Interimslösungen Gedanken machen.

Jens Hachmeister, Deutsche Börse

Daraufhin entgegnete der Vertreter der EZB:

Überall auf der Welt befindet man sich aktuell in einem Evaluationsprozess. Etwa 80 Prozent aller Zentralbanken untersuchen CBDC-Lösung. Wir sind tatsächlich nicht die Langsamsten. Wir sind auch nicht wie die Zentralbank der Bahamas oder die Zentralbank von El Salvador, wo das Währungssystem nicht richtig funktionierte und sie mit sehr kuriosen Lösungen darauf geantwortet haben. Solche Experimente können wir nicht eingehen. Wenn wir unsere Lösung präsentieren, muss sie sicher und gesund sein.

Jürgen Schaaf, Europäische Zentralbank

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WSJ: Zentralbank-Digitalwährungen könnten „starke Negativzinsen“ verursachen

Das Wall Street Journal befürchtet, dass die vielerorts geplanten Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) zukünftig massive Negativzinsen begünstigen könnten.

Zu diesem Schluss kommt zumindest Chefkolumnist James Mackintosh in seiner neuen Kolumne „Digital Currencies Pave Way for Deeply Negative Interest Rates“. In dieser argumentiert er, dass bei Negativzinsen der wahre Unterschied zwischen Bargeld und den Digitalwährungen erst so richtig offensichtlich werden würde, denn in einem solchen Fall würden die Verbraucher logischerweise lieber ihr Bargeld unter der Bettmatratze lassen und nichts daran verdienen, als beim digitalen Zentralbankgeld einen etwaigen Wertverlust in Kauf zu nehmen.

Demnach würden eigene, breit genutzte Digitalwährungen den Zentralbanken also ein weiteres einflussreiches Werkzeug für die Gestaltung ihrer Zinspolitik an die Hand geben.

Negative Zinsen werden von den Zentralbanken oftmals als letzte Stellschraube genutzt, um eine Wirtschaft anzukurbeln, indem das Verleihen und Ausgeben von Geld attraktiver gemacht wird, denn in diesem Fall muss ein Kreditnehmer weniger Geld zurückbezahlen als ursprünglich aufgenommen.

In den USA ist der Leitzins mit 0,25 % aktuell so niedrig wie selten zuvor. Die Federal Reserve hatte diesen im März 2020 sogar auf 0 % abgesenkt, um dem Crash der Finanzmärkte durch die Coronakrise entgegenzuwirken.

Benoît Coeuré, der Leiter des Innovationszentrums der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, betont gegenüber dem WSJ jedoch, dass die Zentralbanken darauf hinarbeiten, dass ihre geplanten Digitalwährungen eben nicht als etwaige geldpolitische Machtinstrumente gesehen werden. Dahingehend erklärt er:

„Negativzinsen sind nicht leicht zu verstehen. Auf jeden Fall werden die Zentralbanken und die Banken versuchen, starke Negativzinsen zu vermeiden.“

Jedoch sind Negativzinsen auch ein interessantes Werkzeug, um eine Deflation zu bekämpfen, indem die eigene Landeswährung abgewertet wird. Dadurch würden Exporte wiederum billiger werden und die steigenden Importkosten würden zugleich für mehr Inflation sorgen.

So oder so resümiert Mackintosh zum Ende seiner Kolumne, dass „elektronisches Geld den Zentralbanken mehr Freiheiten bei der Gestaltungen ihres Leitzins gibt“.

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Deloitte: „Ein neues Zeitalter von digitalen Vermögenswerten beginnt“

Ein neues Zeitalter von digitalen Vermögenswerten bricht an – so eine Studie von Deloitte. Die Teilnehmer sind sich einig: Digitale Vermögenswerte werden Fiat-Währungen ersetzen. Aber wann?

Deloitte ist eines der größten Wirtschaftsprüfungs-, Management- und Strategieberatungsunternehmen der Welt. Im Zeitraum vom 24. März bis zum 10. April 2021 hat die Firma eine Studie zum Thema Blockchain durchgeführt. Das übergeordnete Thema war, welche Rolle Blockchain und Kryptowährungen im Bereich der Finanzdienstleistungen spielen werden. Teilnehmer der Studie waren unter anderem Senior-Führungskräfte aus der Finanzdienstleistungsbranche.

Digitale Vermögenswerte werden Fiat ersetzen

Über dreiviertel der Befragten aus der Finanzbranche waren sich in einem Punkt einig: Digitale Vermögenswerte werden traditionelle Fiat-Währungen langfristig ersetzen. Vor allem der Zeitraum, in dem digitale Vermögenswerte Fiat-Währungen ablösen, ist dabei interessant. Denn geht es nach den Studienteilnehmern, soll das nicht etwa erst in den nächsten einhundert, sondern bereits in fünf bis zehn Jahren der Fall sein.

Blockchain ist im Mainstream angekommen

Bitcoin oder Blockchain waren nie nur als theoretisches Konstrukt gedacht. Beide Technologien sind mit der Absicht entwickelt worden, Prozesse in der Finanzwelt zu revolutionieren. Hat Bitcoin im Jahr 2021 die Mainstream-Adoption erreicht? Beeindruckende 81 Prozent der Befragten bejahten das. Dazu gaben sie an, dass die Blockchain weitläufig skalierbar und so als Grundlage für Geschäftsprozesse geeignet sei.

Das klare Bild zeigt sich auch in der nächsten Frage. 73 Prozent der Teilnehmer glauben, dass ihre Organisation einen wichtigen Wettbewerbsvorteil verlieren, sollte sie die Blockchain-Technologie oder digitale Vermögenswerte nicht in ihre Geschäftsprozesse einbinden. Auch weiter waren sich die Führungskräfte aus der Finanzbranche einig: 80 Prozent sind sich sicher, dass Kryptowährungen und/oder digitale Vermögenswerte in den kommenden 24 Monaten eine wichtige Rolle für ihre Industrie spielen werden.

Gänzlich neue Gewinnmöglichkeiten

Digitale Vermögenswerte, Kryptowährungen und Blockchain haben das Potenzial, viele Branchen grundlegend zu verändern. Neue Prozesse, Ideen oder sogar Industriezweige können entstehen. Auch die Studienteilnehmer empfinden das so. Denn ganze 80 Prozent der Studienteilnehmer sind überzeugt, dass ihre Industrie gänzlich neue Gewinn- und Umsatzmöglichkeiten durch Blockchain-basierte Lösungen sehen werden.

Zusätzlich bringt die Technologie frischen Wind in viele alte Prozesse, die Zahlungen, Kreditwesen und Investments betreffen. So arbeiten bei mindestens 80 Prozent der Teilnehmer Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden bereits heute an Unternehmenslösungen, die zum Beispiel die Blockchain-Technologie nutzen.

Hindernisse für die Blockchain-Adoption

Auch nach den Herausforderungen für eine wirklich flächendeckende Blockchain-Adoption wurden die Führungskräfte befragt. Für einen durchschlagenen Erfolg der Technologien müssten zuvor einige Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, so der Tenor. Folgende Gebiete wurden von den Teilnehmern als primär und besonders wichtig eingestuft, um die Blockchain-Adoption voranzutreiben:

  • 68 Prozent sehen die Datensicherheit und Privatsphäre als größte Herausforderung
  • 57 Prozent erkennen in Industrie-spezifischen und regulatorischen Regeln Hindernisse
  • 48 Prozent identifizieren letztlich geografische Faktoren, beispielsweise die EU Datenschutzverordnung oder den US Patriot Act, als Hindernis

Befragte wurden auch zu digitalem Zentralbankgeld (CBDC) befragt

Zentralbanken rund um die Welt denken über die Einführung einer eigenen digitalen Zentralbankwährung nach. Die meisten haben sogar bereits eigene Pilotprojekte gestartet oder planen schon den Start einer solchen digitalen Währung. Wie zum Beispiel die Europäische Union mit dem digitalen Euro, China oder auch afrikanische Länder wie Ghana.

Auf die Frage “Was sehen Sie als die wichtigste Eigenschaft und Fähigkeiten von CBDCs an?” gaben nur 41 Prozent der Befragten an, dass CBDCs neue Innovationen für Bezahlungen anregen. Weiter sahen lediglich 23 Prozent CBDCs als schnellen und kostengünstigen Weg, Geld ins Ausland, beispielsweise zu Familien oder Freunden zu schicken.

Die Studienteilnehmer kommen aus zehn verschiedenen Ländern: Beispielsweise Brasilien (90 Befragte), Deutschland (160 Befragte), Hongkong (105 Befragte), Japan (60 Befragte), Vereinigtes Königreich (120 Befragte), Südafrika (30 Befragte) oder die Vereinigten Staaten (425 Befragte). Alle Teilnehmer hatten zumindest ein grundlegendes Verständnis von Blockchain, Kryptowährungen oder digitalen Vermögenswerten.

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Nigeria: Zentralbank schließt Partnerschaft mit Fintech-Firma Bitt Inc für CBDC-Einführung

Die Fintech-Firma Bitt Inc von den Barbados-Inseln ist nun technischer Partner der Zentralbank von Nigeria bei ihrer geplanten Digitalwährung E-Naira.

In einer Ankündigung am Montag hat die Zentralbank von Nigeria gesagt, sie habe sich für Bitt Inc entschieden, weil die Firma „technologische Kompetenz, Effizienz, Plattformsicherheit, Interoperabilität und Implementierungserfahrung“ vorweisen könne. Die Zentralbank hat dabei auch die Erfahrung der Fintech-Firma bei der Entwicklung der Digitalwährung der ostkaribischen Zentralbank, den DCash, für beachtlich empfunden.

Die Zentralbank hat am selben Tag und vorläufige Richtlinien für ihre digitale Zentralbankwährung (CBDC) namens E-Naira veröffentlicht. Diese Initiative der nigerianischen Zentralbank namens Project Giant soll an die Fiat-Währung des Landes, den Naira, gekoppelt sein. Die nigerianische Zentralbank plant, die CBDC im Oktober erstmals zu testen. Auch die Zentralbank des Nachbarlandes Ghana erwägt eine digitale Währung.

In diesem Zusammenhang: Wertpapieraufsicht von Nigeria: Kryptoverbot der Zentralbank hat Markt gestört

Im Februar hat die Zentralbank von Nigeria Geschäftsbanken verboten, Dienstleistungen für Kryptobörsen zu erbringen. Aus Berichten geht allerdings hervor, dass das Handelsvolumen und Interesse an Kryptowährungen im Land, trotz dieses harten Durchgriffs weiter steigt.

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Indische Zentralbank-Digitalwährung könnte noch in diesem Jahr getestet werden

Die indische Zentralbank könnte noch in diesem Jahr mit ersten Tests für eine eigene Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) beginnen.

Wie Shaktikanta Das, der Gouverneur der Reserve Bank of India (RBI), am Donnerstag gegenüber CNBC erklärte, geht die Zentralbank beim Thema Digitale Rupie bisher noch „extrem vorsichtig“ vor, obwohl viele andere Länder bereits aktiv an eigenen Digitalwährungen arbeiten.

Laut Das will die RBI im Vorfeld zunächst untersuchen, welche Auswirkungen eine indische Zentralbank-Digitalwährung auf die heimischen Finanzmärkte haben könnte. Besonders der Einfluss auf die Geldpolitik steht dabei ganz oben auf der Agenda.

In technischer Hinsicht wägt die RBI die Vor- und Nachteile zwischen zentralisierten und dezentralisierten Systemen als Grundlage für die CBDC ab. Eine echte Blockchain wäre naturgemäß ein dezentralisiertes System.

Obwohl also noch viele Fragen zu klären sind, ist Das zuversichtlich, dass „bis zum Ende des Jahres vielleicht schon die ersten Tests starten“.

Die neuen Äußerungen des Zentralbankchefs decken sich mit den Aussagen seiner Kollegen, die zuletzt ebenfalls angedeutet hatten, dass die Digitale Rupie noch ziemlich am Anfang steht.

So hatte der stellvertretende Zentralbankchef Rabi Sankar im Juli angegeben, dass die RBI nichts überstürzen will, und stattdessen zu einer mehrstufigen Umsetzung tendiert.

Angetrieben von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) forschen immer mehr Länder an der Einführung einer CBDC, um eine Antwort auf Kryptowährungen und privatwirtschaftliche Stablecoins zu geben, die weltweit zunehmend an Beliebtheit gewinnen.

Wie die Atlantic Council im Juli berichtet hatte, arbeiten Länder, die zusammen 90 % des globalen Bruttoinlandsprodukts ausmachen, bereits an eigenen Zentralbank-Digitalwährungen.

Ganz klar führend ist dabei China, denn das Reich der Mitte hat inzwischen schon mehrere Pilotprogramme gestartet, um die Annahme des Digitalen Yuans zu befördern. Auch andere asiatische Länder sind in dieser Hinsicht schon weit fortgeschritten.

Internationale Zusammenarbeit ist ein weiterer wichtiger Punkt bei der Gestaltung einer CBDC, denn einige Länder in Asien und der Karibik setzen ihre Digitalwährungen nur regional beschränkt ein.

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Bitcoin: Neue BTC-Cashback-Karte und Indien als Krypto-Platz im Aufwind

Eine neue Bitcoin-Karte und Millionen Investments in indische Blockchain Projekte. Es tut sich viel in Indiens Krypto-Szene.

Erst Anfang des Jahres brachte die Nachricht, dass Indien eventuell alle Kryptowährungen verbietet, Bitcoin und den gesamten Krypto-Markt ins Straucheln. Nun jedoch positive Impulse aus dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt. Denn wie das indische Start-up GoSats vor Kurzem ankündigte, bringt das Unternehmen eine Krypto-Debitkarte auf den indischen Markt. Diese verfügt unter anderem über großzügige Cashback Funktionen. Hinzu überraschte man Anleger mit der Zusammenarbeit mit der “National Payments Corporation of India” (NPCI) – einer Unterorganisation der indischen Zentralbank “Reserve Bank of India” (RBI). Diese war zuvor eher für ihre Krypto-skeptische Haltung aufgefallen.

Das Unternehmen GoSats wurde am 5. August 2020 von Mohammed Roshan und Roshni Aslam gegründet. Am 15. August 2021 – knapp ein Jahr später – hat das Unternehmen nun zwei Krypto-Cashback-Karten gelauncht. Die eine ist eine Premium Goldkarte mit 100 Prozent Cashback und die andere bietet Nutzern immerhin 25 Prozent Cashback in Bitcoin auf ihre Einkäufe. Als Basis für die Bitcoin-Karten dient die Technik von RuPay auf der GoSats die Cahsback-Funktion aufbaut. Die NPCI gründete bereits Jahre zuvor RuPay als indisches Pendant zu VISA und Mastercard. Die neue Karte könnte dafür sorgen, dass Krypto in Indien mehr Zuspruch und Akzeptanz erhält.

Indiens Bitcoin-Szene im Aufwind

Indien ist das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt und Investoren scheinen in dem Land ein enormes Potenzial zu erkennen. Klar, denn die fast 1,4 Milliarden Inder bilden zusammen einen riesigen Markt. Das scheinen auch Investoren aus den Vereinigten Staaten so zu sehen. Denn immer mehr amerikanische Geldgeber investieren Millionen in indische Kypto-Start-ups. Anfang des Jahres investierte beispielsweise Mark Cuban in das in Mumbai gegründete Blockchain-Unternehmen Polygon. Auch der deutsch-amerikanische Startinvestor Peter Thiel, mit seiner Venture-Capital Firma “Valar Ventures”, investierte 25 Millionen US-Dollar in das Start-up Vauld. Das Hauptquartier von Vauld befindet sich zwar in Singapur – doch die Mehrheit des Teams sitzt in Indien.

Und erst diesen Monat verkündete das 2018 gegründete Unternehmen CoinDCX, dass es das erste Krypto-“Einhorn” Indiens sei. Das Unternehmen sammelte über 90 Millionen US-Dollar von namhaften Investoren ein und schaffte es so auf eine Unternehmens-Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar. Unter den CoinDCX Investoren fand sich beispielsweise auch Facebook-Mitgründer Eduardo Saverin.

Die Regierung Indiens überlegt selbst noch, wie es bezüglich Krypto weitergehen soll. Im Moment sieht es jedoch so aus, als würden Firmen in Indien immer mehr Maßnahmen ergreifen, um das Thema Krypto, Bitcoin und Blockchain Milliarden von Indern zugänglicher zu machen. So beispielsweise das Unternehmen Unocoin. Dieses wurde 2013 gegründet, ermöglicht seinen Nutzern das Handeln mit Bitcoin und veröffentlichte auf ihrem Blog am 24. Juli 2021, dass sie ihren Kunden die Möglichkeit bietet, Gutscheine von mehr als 90 Marken mit Bitcoin zu kaufen. Neben Marken wie Dominos Pizza sind auch Gutscheine von Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Schmuck oder Lebensmitteln erhältlich.

RBI: “Zeit für CBDC ist vielleicht gekommen”

Zweifellos dürfte sich die Zunahme von Krypto-Dienstleistern positiv auf die Adoption auswirken. Der Umstand, dass mehr Inder Kryptowährungen nutzen, könnte auch die Zentralbank unter Zugzwang bringen. Eventuell hat sich die Meinung des ehemalig Krypto-skeptischen, ja fast Krypto-feindlichen, Währungshüters aufgeweicht. Sicher ist: eine indische CBDC dürfte auch im Interesse der RBI liegen. Erst Ende Juli äußerte man sich positiv zu einem digitalen Zentralbankgeld:

Die Einführung von CBDC kann erhebliche Vorteile mit sich bringen, so zum Beispiel eine geringere Bargeld-Abhängigkeit, einen höheren Geldschöpfungsgewinn aufgrund geringerer Transaktionskosten und ein geringeres Abwicklungsrisiko. Die Einführung von einem digitalen Zentralbankengeld würde möglicherweise zu einer robusteren, effizienteren, vertrauenswürdigen, regulierten und auf gesetzlichen Zahlungsmitteln basierenden Zahlungsoption führen. Zweifelsohne sind damit Risiken verbunden, diese müssen sorgfältig gegen die potenziellen Vorteile abgewogen werden. (…) Man sagt, dass jede Idee darauf warten muss, ehe ihre Zeit gekommen ist. Vielleicht ist die Zeit für CBDC gekommen.

So die indische Zentralbank in ihrem Blog am 22. Juli 2021.

Sollte die Reserve Bank of India eine CBDC herausbringen, so würde sie sich damit in eine Reihe mit mehreren anderen Zentralbanken stellen. Neben der Europäischen Zentralbank überlegen auch die Zentralbanken kleinerer Länder, wie Ghana, ob digitales Zentralbankgeld ihren Ländern einen Vorteil bringen könnte.

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Die Bank of Ghana kooperiert für CBDC mit deutschem Unternehmen

Aufgrund der wachsenden Nachfrage von institutionellen Investoren nach DeFi Produkten unterstützt die eidgenössische SEBA künftig weitere Coins.

Seit dem 12. August 2021 bietet die SEBA Bank ihren institutionellen Kunden Dienstleistungen – Investment, Verwahrung und Trading – für die DeFi-Token Aave (AAVE) und Chainlink (LINK) an. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt. Danach wurde die Integration der beiden Token wurde im Rahmen einer gründlichen Recherche durchgeführt. AAVE bietet Nutzern die Möglichkeit, Krypto-Kredite aufzunehmen und zu vergeben. Chainlink hat es sich zum Ziel gesetzt, Daten aus der realen Welt für Blockchain Projekte zugänglich zu machen.

SEBA: Institutionelles Interesse an Kryptowährungen wächst

Mit dem Ausbau ihrer Krypto-Integration unterstreicht die SEBA Bank einen Trend, der sich bereits seit einigen Jahren abzeichnet: Das Krypto-Interesse aufseiten der Großinvestoren und Institutionen ist ungebrochen und beschränkt sich längst nicht mehr auf Bitcoin.

Das Interesse der Anleger an digitalen Vermögenswerten wächst rasant, und viele wollen über das Investieren ausschließlich in Bitcoin hinausgehen. Die SEBA Bank bietet institutionellen Anlegern nun einen maßgeschneiderten Zugang zu den Rendite- und Diversifikations-Vorteilen dieser neuen Anlageklasse. Wir freuen uns, unsere Expertise im Bereich digitaler Assets zur Verfügung zu stellen, um in dieser neuen Vermögenssparte ein Portfolio aufzubauen. Die SEBA Bank hat es sich zum Ziel gesetzt eine Brücke zwischen der traditionellen Finanzwelt und der sich neu entwickelnden Welt der digitalen Vermögenswerte aufzubauen. Dabei sollen Vorgänge einfach, reibungslos und sicher aufgebaut sein,

lässt sich SEBA COO Alistair Heggie in der Pressemitteilung zitieren.

Institutionellen Investoren wird nun die Möglichkeit geboten, ERC-20 Token auf einer Cold Wallet sicher zu verwahren. Neben Bitcoin und Ether werden USD Coin (USDC), Uniswap (UNI), Yearn Finance (YFI), Synthetix (SNX), Chainlink (LINK) und Aave (AAVE) unterstützt. Der Auswahl-Prozess von neu hinzugefügten Token ist dabei auf quantitative Messgrößen, den Tokenomics und qualitativen Analysen gestützt.

Die SEBA Bank ist die erste Krypto-Bank der Schweiz und ist von der FINMA, der schweizerischen Finanzaufsicht, lizenziert. Zu den Hauptkunden der 2018 gegründeten Bank gehören vor allem professionelle Investoren, Family-Offices, Banken, Vermögensverwalter und Blockchain-Unternehmen. Zudem kooperierte die SEBA Bank mit der französischen Notenbank, um das Potenzial von digitalem Zentralbankengeld (CBDC) zu eruieren.

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