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Gemini will mit CO2-Zertifikaten Umweltschäden von Bitcoin ausgleichen

Die große Kryptobörse Gemini, die von den prominenten Winklevoss-Zwillingen Cameron und Tyler gegründet wurde, will ihren CO2-Fußabdruck durch den Handel mit Bitcoin (BTC) mindern, indem sie Emissionsrechte erwirbt.

Den entsprechenden Schritt hat die Krypto-Handelsplattformen am heutigen Donnerstag im Rahmen einer langfristigen Kooperation mit der Non-Profit-Organisation Climate Vault, die von der Universität Chicago ins Leben gerufen wurde, bekanntgegeben.

Im Zuge dessen will die Gemini Emissionsrechte im Umfang von 350.000 Tonnen CO2 aufkaufen, um die Umweltschädigung durch das Mining von Bitcoin wenigstens etwas aufzufangen.

Wie aus der zugehörigen Mitteilung hervorgeht, kauft Gemini die Zertifikate direkt aus dem staatlich regulierten Emissionshandel, der auf eine bestimmte Menge beschränkt ist. Dies bedeutet wiederum, dass andere Unternehmen die entsprechenden Zertifikate nicht zur Verfügung haben, und stattdessen ihren CO2-Ausstoß reduzieren müssen. Die Umweltbelastung von Bitcoin würde so also indirekt sinken. Laut den Rechnungen von Gemini ist der Wert der erworbenen Zertifikate vergleichbar mit dem Ausstoß eines Autos nach 1 Mrd. Meilen.

Die Partnerschaft mit Climate Vault hat langfristig zum Ziel, dass die Umweltbelastung der von Gemini gehaltenen Bitcoin stetig reduziert und irgendwann auf null gesenkt wird. Doch dabei soll es nicht bleiben, denn die Kryptobörse spendet zudem über ihren Gemini Opportunity Fund 1 Mio. US-Dollar Fördergeld an Unternehmen, die vorrangig auf Nachhaltigkeit setzen, was zugleich Teil der eigenen Umweltschutzkampagne Gemini Green ist.

„Je mehr Bitcoin sich als marktführendes Wertaufbewahrungsmittel durchsetzt, desto mehr sind wir dazu verpflichtet, die Nachhaltigkeit für zukünftige Generationen zu berücksichtigen. Wir freuen uns, gemeinsam mit Climate Vault, unsere Belastung durch Mining, das nicht mit erneuerbaren Energien betrieben wird, reduzieren zu können und die Umweltverträglichkeit von Bitcoin steigern zu können“, wie Gemini-CEO Tyler Winklevoss erklärt.

Dass auch die Anleger ein erhöhtes Interesse an Klimaneutralität zeigen, ist am Beispiel von One River Digital zu erkennen. Der Bitcoin-Investmentfonds der Firma, der sich überwiegend aus „grünen“ Bitcoin zusammensetzt, wurde im Juni besonders stark nachgefragt.

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BitMEX verpflichtet sich zur Klimaneutralität

Die Krypto-Handelsplattform BitMEX, die im vergangenen Jahr in erster Linie für Negativschlagzeilen gesorgt hat, will nicht nur ihren Ruf, sondern scheinbar auch den Ruf der Kryptobranche insgesamt aufpolieren, indem sie die Umweltschädlichkeit von Proof-Of-Work (PoW) Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) durch Ausgleichszahlungen abfedern will.

In einer entsprechenden Mitteilung vom 21. Mai schreibt die BitMEX zwar, dass es „stark unterschiedliche Meinungen und Informationen“ bezüglich der tatsächlichen Umweltschädigung von PoW-Kryptowährungen gibt, nichtsdestotrotz sieht sich die Krypto-Handelsplattform in der Verantwortung, „einen positiven Beitrag zu leisten“.

Dieser „Beitrag“ ist finanzieller Natur, denn die BitMEX will ihren CO2-Fußabdruck damit ausgleichen, dass sie 0,0026 US-Dollar für jeden 1 US-Dollar an Transaktionsgebühr spendet, den sie von ihren Nutzern bezahlt bekommt. An welche Organisationen die Spendengelder gehen, ist bisher unbekannt, denn die Handelsplattform sieht sich derzeit noch nach Partnern um.

In diesem Zusammenhang heißt es:

„Der Emissionsausgleich ist nicht der einzige Weg, um die Umweltbelastung von Kryptowährungen zu verringern, aber er ist ein guter Anfang. […] Die Branche muss an einem Strang ziehen, um dieses Problem zu lösen, und damit unsere guten Ideen dadurch nicht zur Nebensache werden.“

BitMEX hat den Spendenwert von 0,0026 US-Dollar aus einer groben Berechnung von Sam Bankman-Fried abgeleitet, der wiederum Geschäftsführer der Krypto-Handelsplattform FTX und von Alameda Research ist. Demnach wären in dieser Berechnung „große Puffer“ eingebaut, sodass alle Krypto-Unternehmen mit Emissionsabgaben in dieser Größenordnung klimaneutral werden könnten.

Allerdings muss die Kryptobranche wahrscheinlich einen viel umfangreicheren Lösungsansatz wählen, wie die BitMEX bereits einräumt. Der Finanzstabilitätsrat der Europäischen Zentralbank hatte diesen Monat ausdrücklich den „exorbitanten CO2-Fußabdruck“ von Kryptowährungen angemahnt. Auch einflussreiche Firmen und Organisationen wie Tesla und Greenpeace sehen inzwischen wegen Umweltbedenken von Bitcoin als Zahlungsmittel ab.

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„Spielgeld von Nerds für Kinder“ – Comedian Bill Maher schießt gegen Krypto

Der amerikanische Komiker und Moderator Bill Maher kritisiert die Kryptobranche scharf, wobei dieser besonders an den populären Kryptowährungen Bitcoin und Dogecoin kein gutes Haar lässt, denn diese hätten keinen „echten“ Wert und wären hochgradig umweltschädlich.

Die entsprechende Kritik äußerte der Comedian, der in den USA für seinen provokanten Zynismus bekannt ist, am Freitag im Rahmen seiner Late-Night-Show „Real Time with Bill Maher“. In seinem achtminütigen Monolog bezeichnete Maher Kryptowährungen als „Spielgeld für Kinder“, das nicht in der Realität verortet ist, sondern vielmehr der verzweifelte Versuch von „Nerds“ ist, Wirtschaft und Finanzwelt in die virtuelle Welt zu verlagern.

Dabei hebt er besonders hervor, dass Kryptowährungen keinen „realen“ Wert hätten, was er mit einem Zitat von Investmentguru Warren Buffett untermauert, der in der Tat ein ausgewiesener Kritiker von Bitcoin & Co. ist. So würde deren Wert durch einen „völlig willkürlichen“ Prozess wie Mining bestimmt werden, der keinen Mehrwert schafft, aber Unmengen an Energie verbraucht.

Dahingehend führt der Comedian aus: „Es ist doch ein innerer Widerspruch, dass Milliarden Dollar virtuelles Vermögen geschöpft werden können, ohne dass jemals ein Mehrwert geschaffen wird, ohne dass ein Produkt hergestellt oder eine Dienstleistung verrichtet wird. […] Sehr real ist allerdings die unvorstellbare Menge an Strom, die diese massiven Supercomputer für ihr Mining verbrauchen.“

Dem fügt er an:

„Bitcoin verbraucht mehr Strom pro Transaktion als jede andere Methode in der Geschichte der Menschheit. Eine einzige Bitcoin-Transaktion verbraucht mehr Strom als über eine Million Visa-Transaktionen, und hat einen CO2-Fußabdruck wie 85.000 Stunden an YouTube-Videos. […] Bitcoin benötigt mehr Energie als Netflix, Apple, Facebook, Microsoft und Google zusammen.“

Dass seine kontroverse Meinung allerdings nicht ganz fundiert ist, räumt der Moderator ein, so benennt er den Erfinder von Bitcoin (BTC) falsch und gesteht ein, dass er Kryptowährungen schlichtweg „nicht kapiert“. Gemäß seiner Intonation ist dies jedoch wohl nur als Stilmittel zu verstehen, mit dem er seine Geringschätzung für die Anlageklasse zum Ausdruck bringt.

In der Krypto-Community stieß der komödiantische Vortrag von Maher erwartungsgemäß auf wenig Gegenliebe (siehe unten), so rät Krypto-Experte Anthony Pompliano zum Beispiel, keine Finanztipps von Komikern zu erbitten, während Binance-Chef Changpeng Zhao das Segment als „traurig“ empfindet.

„Ich liebe Bill Maher, denn er trifft oft den Nagel auf den Kopf, aber seine Meinung über Kryptowährungen ist mir viel zu einseitig“, wie Alex Iskold von 2048 Ventures derweil auf Twitter schreibt. Des Weiteren entgegnet er: „Na klar gibt es Spekulation, aber die Zukunft des Geldes ist digital, und die Blockchain-Technologie hat in diesem Zusammenhang viele, viele Verwendungszwecke.“

Obwohl besonders Mahers bissige Kritik im Stil von „Kryptowährungen sind nur ein Kinderspielzeug“ in der Community aneckt, halten einige Krypto-Anleger seinen Einwand bezüglich deren Umweltschädlichkeit für gerechtfertigt. Der massive Stromverbrauch von Marktführer Bitcoin wird nicht nur in den Medien zunehmend diskutiert, sondern schlägt auch innerhalb der Branche hohe Wellen.

So meinte Alex de Vries, Mitgründer von Digiconomist, im Streitgespräch mit einem weiteren Krypto-Experten jüngst, dass die negativen Auswirkungen auf die Umwelt „schnell völlig außer Kontrolle geraten könnten“. Twitter-Chef Jack Dorsey und Tesla-Chef Elon Musk, die mit ihren Firmen jeweils in Bitcoin investiert haben, stützen wiederum die These, dass die marktführende Kryptowährung dabei helfen kann, erneuerbare Energien optimaler zu nutzen und deren Produktion zu fördern.

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Experten streiten im Cointelegraph Crypto Duel über Umweltbelastung von Bitcoin

Im aktuellen Cointelegraph Crypto Duel liefern sich Alex de Vries, Gründer von Digiconomist, und Joseph Pallant, CEO und Gründer von Blockchain for Climate, einen hitzigen Schlagabtausch zur Fragestellung wie hoch die Umweltbelastung durch Bitcoin wirklich ist und wie diese zukünftig verringert werden kann.

Dabei weist de Vries zunächst darauf hin, dass der Stromverbrauch von Bitcoin im Gleichschritt mit der Popularität der Kryptowährung steigt. Je mehr der Krypto-Marktführer also in der breiten Öffentlichkeit ankommt, desto dramatischer werden die Auswirkungen auf die Umwelt.

„Ich befürchte, dass dieser Teufelskreis schnell außer Kontrolle geraten könnte, wenn Bitcoin erst so richtig im Mainstream ankommt“, wie der Krypto-Experte warnt.

Eine regelrechte Zwickmühle, denn solange das Blockchain-Netzwerk von Bitcoin am Proof-Of-Work (PoW) Konsensverfahren festhält, wird es zunehmend schwieriger, den Energieverbrauch zu reduzieren. Zudem sieht er keinen wirklichen Anreiz für Miner, auf erneuerbare Energien zu setzen, da diese noch nicht flächendeckend und ausreichend zur Verfügung stehen.

„Es gibt bisher noch keinen Anreiz für Miner, auf diese Energien zu setzen, wenn sie dann nur eine Stunde Strom pro Tag bekommen“, wie de Vries meint.

Dementsprechend würde es zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass die große Mehrheit der Miner in unmittelbarer Zukunft weiterhin auf fossile Brennstoffe setzt.

Sein Kollege widerspricht dieser These allerdings, denn Joseph Pallant ist überzeugt davon, dass erneuerbare Energien eine immer wichtigere Rolle beim Mining spielen werden, und damit auch der CO2-Fußabdruck der marktführenden Kryptowährung kleiner wird.

„In vielen Regionen sind Solarenergie und Windenergie schon jetzt die günstigsten Stromquellen“, wie er dahingehend zu bedenken gibt.

Darüber hinaus bringt Pallant noch einen weiteren Lösungsansatz ins Spiel: So schlägt er vor, dass per Blockchain Buch darüber geführt wird, welche Bitcoin mit erneuerbaren Energien gewonnen werden, wodurch „Grüne Coins“ einen erkennbaren Stellenwert bekommen würden. Diese wären wohl allen voran für institutionelle Investoren interessant, die um mehr Nachhaltigkeit bemüht sind. Eine gesteigerte Nachfrage nach diesen Währungseinheiten würde umweltfreundliches Mining wiederum umso attraktiver machen.

„Wir könnten dadurch auf einen Netto-Fußabdruck von null kommen, indem wir einerseits den CO2-Ausstoß verringern und den Rest ausgleichen“, so der Experte.

Die gesamte Diskussion um das Thema können sich Krypto-Anleger auf dem YouTube-Kanal von Cointelegraph anschauen, und sich eine eigene Meinung bilden.

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Microsoft nutzt Blockchain-Technologie zum Kauf von Kohlenstoffgutschriften in Australien

Microsoft hat die Blockchain-Technologie eingesetzt, um Bodenkohlenstoffzertifikate in Australien zu kaufen. In Kombination mit dem Regen Network, das auf der Cosmos-Blockchain aufbaut, wurden die CarbonPlus Grassland Credits zunächst an zwei Ranches in New South Wales ausgegeben.

Die Kohlenstoffgutschriften werden als Maß für die Sequestrierung im Boden verwendet. Das ist der Begriff für den Prozess der Aufnahme von atmosphärischem Kohlendioxid und dessen Speicherung im Boden. Das wird durch die Fernerkundungstechnologie von Regen Network erreicht und soll auch dabei helfen, das Wohlergehen der Tiere, die Bodengesundheit und die allgemeine Gesundheit des Ökosystems zu überwachen.

Insgesamt wurden 43.338 Tonnen Emissionsgutschriften an die Wilmot Cattle Co. ausgegeben. Das geschah im Rahmen einer Initiative, die von der Naturkapitalfirma Impact AG angeregt wurde, bevor Microsoft sie kaufte. Die Bauern von Wilmot sollen die Konzentration von organischem Kohlenstoff im Boden auf ihrem Land auf bis zu 4,5 Prozent erhöht haben, was durch kontrolliertes Weiden erreicht wurde. Die ideale Konzentration von organischem Kohlenstoff im Boden liegt zwischen 4 und 6 Prozent.

Microsoft kündigte im Jahr 2020 an, seinen CO2-Fußabdruck bis zum Jahr 2030 auf Null reduzieren zu wollen. Darüber hinaus will Microsoft die Menge an Kohlenstoff eliminieren, die das Unternehmen seit Beginn seines Betriebs im Jahr 1975 verursacht hat.

Der CEO von Regen Network Christian Shearer lobte die Initiative und fügte hinzu, dass sie die Hoffnung wecke, dass natürliche Ansätze zur Bekämpfung des Klimawandels verfolgt werden können.

„Unsere Arbeit mit Impact Ag und Wilmot Cattle Co gibt uns mehr Hoffnung denn je, dass landwirtschaftliche und natürliche Lösungen für den Klimawandel nicht nur real sind, sondern potenziell auch Kohlenstoff schnell binden und unsere Nahrungsmittelsysteme widerstandsfähiger machen können“, so Shearer. Er fügte hinzu: „Die Menge an Emissionsgutschriften, die Microsoft kauft, sollte uns allen Hoffnung geben, dass die Wirtschaft ein Katalysator für Veränderungen sein kann und wird.“

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Green Chain Initiative: Blockchain für Klimawandel

Wie kann die Blockchain helfen, den CO2-Ausstoß zu verringern und die Erneuerbaren Energien zu beschleunigen? Auf dem Global Manufacturing and Industrialisation Summit (GMIS) wurde ein Lösungsansatz präsentiert.

Die Energiepolitik der Bundesregierung erhält ganz aktuell durch den Fall Nawalny neue Brisanz. Sogleich flammen Diskussionen auf, ob der Ausstieg aus Atom- und Kohleenergie womöglich zu früh erfolgt sei. Das Pipeline-Projekt „Nord Stream 2“ scheint derzeit durch die Spannungen zwischen Berlin und Moskau auf der Kippe zu stehen. Die Frage nach dem, Ausbau der Erneuerbaren Energien gewinnt dadurch umso mehr an Bedeutung. In diesem Zusammenhang lässt eine Meldung aufhorchen, wonach der Gipfel Global Manufacturing and Industrialisation (GMIS) eine globale Initiative „Green Chain“ angekündigt hat. Deutsche Verbände sind hierin federführend. Konkret geht es darum, die Dekarbonisierung der Industrie und die Entwicklung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Hierbei spielt auch die neue Wasserstoffstrategie der Bundesregierung eine besondere Rolle. 

Diese „Green Chain“ genannte Initiative zielt darauf ab, neue, erneuerbare Energie-Wertschöpfungsketten zu entwickeln. Dafür wurde eine Crowd-Sourcing-Plattform mit Blockchain–Technologie erstellt, um eine integrative und nachhaltige industrielle Entwicklung zu fördern. BTC-ECHO berichtete bereits mehrfach über Blockchain-Projekte, bei denen das Thema Nachhaltigkeit im Fokus steht.

CO2-Reduzierung herausfordernd, aber machbar

Die deutschen Verantwortlichen sind sich bewusst, dass sie bei der Förderung sauberer Energien weltweit eine Führungsrolle inne haben. So waren bei der Ankündigung der „Green Chain Initiative“ Holger Lösch, stellvertretender Generaldirektor und Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), und Dr. Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), anwesend. 

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Die Fachleute mahnten an, dass man in Bezug auf die CO2-Reduzierung unbedingt langfristig denken müsse. Lösch sagte, dass die CO2-Reduzierungen der letzten Monate sehr wohl einen hohen Preis für Menschen hatten, die ihre Lebensgrundlagen dadurch beeinträchtigt sahen. Zudem wies Lösch auf die Auswirkungen des Coronavirus hin. Diese würden wahrscheinlich noch jahrelang anhalten.

Um das Klima zu schützen, müssen wir alles an unserer Art zu wirtschaften ändern, und deshalb müssen wir uns wirklich auf enorm intelligente und effiziente Wege konzentrieren, um dieses Problem anzugehen,

so seine Einschätzung. Die „Green Chain Initiative“ würde helfen, die diversen Problemstellungen unter einen Hut zu bekommen.

Treier forderte die Staaten zur Zusammernarbeit auf.

„Im Moment ist Deutschland ein gutes Vorbild, aber wir brauchen einen europäischen Ansatz, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, weil wir ein hochindustrialisiertes Land sind“,

sagte er. „Das Problem ist, dass die politischen Entscheidungsträger mehr oder weniger auf nationaler Basis handeln, und nicht auf europäischer oder multilateraler Grundlage“.

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Blockchain-Lösung für die Stromversorgung von morgen

Einige der größten europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNBs) haben sich auf einer Blockchain-basierten Plattform für erneuerbare Energien zusammengetan. Ziel der Kooperation ist ein stabiles Stromnetz und das Erreichen der Klimaneutralität in Europa bis zum Jahr 2050.

Die Energiewende schreitet voran. So lag etwa in Deutschland der Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2019 bei 43 Prozent. Doch dadurch nimmt auch die Volatilität im Stromnetz zu. Denn die Stromgewinnung durch Wind und Sonne ist naturgemäß Schwankungen unterworfen und fossile Kraftwerke, die das Netz stabil hielten, fallen sukzessive weg. Darüber hinaus verändern neue Technologien den Energieverbrauch, beispielsweise durch die steigende Nachfrage an Elektroautos. Daher gilt es, Schwankungen von Erzeugung und Verbrauch auszugleichen und Engpässe zu verhindern. Führende Unternehmen des Energiemarkts lösen dieses Problem nun länderübergreifend durch eine Blockchain-basierte Plattform.

Hierbei spielen auch die Endverbraucher eine wichtige Rolle: Mit der Crowd Balancing Plattform Equigy lassen sich die Stromkapazitäten von Privathaushalten nutzen. Solche kleinen, dezentralen Erzeuger können beispielsweise PV-Anlagen, Wärmepumpen, Heimbatteriespeicher und sogar die Batterien von Elektroautos sein. Im Bedarfsfall kann die überschüssige Energie abgerufen werden. Dadurch wird das Stromnetz flexibler und stabiler.

Stabiles Stromnetz dank dezentraler Erzeuger

Um die Datenmengen, die sich aus der Vielzahl der dezentralen Stromerzeuger, -verbraucher und -speicher ergeben zu verwalten, setzen die Equigy-Partner auf Hyperledger Fabric, eine Open-Source-Blockchain-Lösung von IBM. Über die Plattform lassen sich flexible Kapazitäten von Heimspeichergeräten sichtbar machen. Sie registriert und validiert die Energietransaktionen und stellt den Datenaustausch zwischen den Marktakteuren sicher.

Laut Coindesk profitiert unter anderem die Elektromobilität von Equigy.

Wir können die Ursache des Problems, also all die erneuerbaren Energien und die vielen Nutzer von Elektrofahrzeugen, auch zur Lösung machen.

Leo Dijkstra von der IBM-Abteilung für Energie, Umwelt und Versorgung das Projekt.

Wie das Magazin weiter berichtet, sei das Projekt laut Dijkstra auch durch das Einbeziehen der Endverbraucher besonders interessant für die Hersteller von E-Fahrzeugen. Denn die Nutzer von Elektroautos können durch ihre Teilnahme an der Plattform die Kosten für den Betrieb reduzieren.

Klimaneutrales Europa mit Blockchain

Die Kooperationspartner des Konsortiums sind echte Schwergewichte im europäischen Energiemarkt, was dem Projekt guten Rückenwind geben dürfte: Tennet betreibt das Hochspannungsnetz in den Niederlanden und in großen Teilen Deutschlands, Swissgrid ist die nationale Netzgesellschaft der Schweiz und das italienische Energieversorgungsunternehmen Terna ist der größte Stromnetzbetreiber Europas.

Die Crowd Balancing Plattform soll zunächst in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Italien starten. Die Projektbeteiligten gehen davon aus, dass weitere europäische Netzbetreiber dazukommen werden.

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Klimaschutz in Spanien: Blockchain beschleunigt den Handel von Emissionszertifikaten

Bei diesen Bemühungen spielen nicht zuletzt auch neue Technologien eine entscheidende Rolle. Ein Projekt aus Spanien beweist, dass auch die Blockchain hier durchaus Anwendung finden kann.

Der Energiearm des Großkonzerns Acciona ist eine Kooperation mit dem Blockchain-Start-up Climate Blockchain Initiatives (CBI) eingegangen. Das Ziel der Zusammenarbeit der spanischen Unternehmen ist die Förderung der ClimateTrade-Plattform von CBI. Die blockchainbasierte Plattform verspricht, den Handel mit Emissionszertifikaten zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Der Emissionshandel gibt Unternehmen ein Instrument an die Hand, um den von ihnen verursachten Ausstoß an CO2 und anderen Treibhausgasen auszugleichen. Dies geschieht, indem sie C02-Zertifikate von klimafreundlichen Projekten erwerben, die die Emission von C02 wiederum vermeiden. Derartige Projekte können etwa Windkraftanlagen oder Wasserkraftwerke sein. Hinter dem System steht freilich ein ökonomisches Kalkül. Denn der Emissionshandel erlaubt, den Ausstoß von C02 an jenen Stellen zu reduzieren, an denen es ökonomisch am sinnvollsten ist.

Das System des Zertifikatshandels beruht auf den Vereinbarungen des Kyoto-Protokolls. Diese Form des Handelns mit Zertifikaten ging bislang allerdings vergleichsweise langsam vonstatten. Denn laut der Pressemitteilung von Acciona dauert ein derartiges Zertifikatgeschäft in der Regel zwei Monate. Der spanische Großkonzern und die Climate Blockchain Initiatives geben hingegen an, dass ihre Plattform diesen Zeitraum auf 48 Stunden herabsetzen kann.

Blockchain-Plattform verspricht „vollständige Rückverfolgbarkeit, Sicherheit und Transparenz“

Die ClimateTrade-Plattform verbindet Unternehmen, die Zertifikate erwerben möchten, mit solchen, die sie anbieten. Der gesamte Transaktionsprozess soll dabei deutlich schneller ablaufen. Nach Angaben der Kooperationspartner gestattet die Blockchain-Technologie eine derartige Beschleunigung bei gleichzeitiger Einhaltung der international geforderten Sicherheitsstandards.

Die Pressemitteilung geht an dieser Stelle zwar nicht ins Detail, aber es erscheint naheliegend, dass die Blockchain insbesondere die Echtheit und Einmaligkeit der gehandelten Zertifikate garantieren kann. Beim gewöhnlichen Emissionshandel gilt es schließlich sicherzustellen, dass die Zertifikate tatsächlich nur einmal gehandelt und danach aus dem Verkehr gezogen werden. Diese Überprüfung oblag bisher global operierenden Datenbanken.

Acciona stellt Emissionszertifikate bereit

Während Climate Blockchain Initiatives die Plattform selbst entwickelt, unterstützt Acciona das Projekt durch die Bereitstellung von Emissionszertifikaten. Die Zertifikate stammen aus Projekten für erneuerbare Energie, die Acciona in Mexiko, Chile und Costa Rica betreibt. Im Einklang mit den internationalen Bestimmungen sollen diese Projekte dabei nicht nur klimafreundlich sein, sondern auch bestimmte Mindeststandards an sozialer Verträglichkeit erfüllen. Santiago Gómez Ramos, Leiter des Energiemanagements bei Acciona, äußerte sich folgendermaßen zu der Kooperation:

ClimateTrade wird die Handelstransaktionen zwischen Erzeugern und Käufern von Emissionsrechten erheblich erleichtern und Acciona eine sehr interessante geschäftliche und innovative Perspektive im Rahmen des Übergangs zu einer dekarbonisierten Wirtschaft eröffnen, die unsere Haupttätigkeit der Versorgung mit erneuerbarer Energie ergänzt.

Acciona hat unterdessen nach eigenen Angaben bereits weitere Blockchain-Projekte im Energiesektor realisieren können. Dazu zählt unter anderem die blockchainbasierte Nachverfolgung von erneuerbarer Energie.

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Bitcoin Mining als Lösung gegen Abfackeln von Erdgas?

Das in Denver ansässige Crusoe Energy Systems hat den Start von neuen Bitcoin-Mining-Anlagen lanciert. Das Besondere: Crusoe platziert die mobilen Recheneinheiten für die Schürfoperation an Ölfeldern. Dabei sollen die Rechner Energie aus überschüssigem Erdgas nutzen, das für gewöhnlich im Rahmen der Ölförderung verschwendet wird. Das Projekt, das somit Werterzeugung mit Umweltbewussten zu vereinen verspricht, konnte bereits 70 Millionen US-Dollar an Finanzierung sichern.

Crusoe Energy Systems gab am 6. Dezember bekannt, dass es die Gelder durch zwei Finanzierungsrunden eingenommen hatte. Das US-Unternehmen sammelte zum einen 30 Millionen US-Dollar durch den Verkauf von Anteilen. Zu den namhaften Investoren zählen unter anderem Bain Capital Ventures, the KCK Group, Winklevoss Capital sowie der Founders Fund vom PayPal-Mitbegründer Peter Thiel. Die übrigen 40 Millionen für die Bitcoin-Mining-Operation erhielt Crusoe vom Kreditfonds Upper90 in der Form eines Projektinvestments. „Es ist ein sehr kreativer Weg, um ein Umwelt- und Wirtschaftsproblem für die Öl- und Gasindustrie zu lösen“, sagte Alex Urdea, Chief Investment Officer bei Upper90, zu Bloomberg über das Projekt.

Schürfen gegen Abfackelung

Mit seinen mobilen Recheneinheiten möchte Crusoe auf das Problem der Abfackelung antworten. Damit gemeint ist eine gängige Praxis von Erdöl- und Erdgasfeldern. Bei der Ölförderung entstehendes Erdgas, das etwa aufgrund einer mangelnden Pipeline-Infrastruktur nicht verwertet werden kann, wird hierbei in fackelartigen Vorrichtungen verbrannt.

Nach Angaben von Crusoe vergeuden allein Ölförderer in den USA jährlich so viel Erdgas, wie für die Versorgung von zehn Millionen Haushalten nötig ist. Einen Teil dieses überschüssigen Gases verwendet Crusoe nun für den Betrieb seiner mobilen Recheneinheiten. Das Unternehmen gab gegenüber Bloomberg an, für die Bitcoin-Mining-Operation täglich etwa 280.000 Kubikmeter Gas nutzen zu wollen. Zudem ist bis Ende 2020 der Betrieb von 70 Recheneinheiten geplant, von denen jede über eine Leistung von einem Megawatt verfügt.

Neben dem Bitcoin Mining möchte das Unternehmen die eigene „digitale Abfackelvermeidungstechnologie“ auf lange Sicht für die Entwicklung eines Cloud-Netzwerks nutzen, das über Künstliche Intelligenz verfügt.

Bitcoin Mining wird zum US-Trend

Indessen erfreut sich die USA als Standort für Bitcoin-Schürfoperationen insgesamt zunehmender Beliebtheit. Der US-Bundesstaat Texas konnte zum Beispiel aufgrund von geringen Strompreisen selbst den chinesischen Bitcoin-Mining-Riesen Bitmain anlocken. Bitmain plant in Texas nicht weniger als den Bau der größten Mining-Anlage der Welt. Zusätzlich zu den Strompreisen macht auch die regulatorische und politische Stabilität die USA für BTC-Miner attraktiv.

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Deposy: Diese IOTA-Lösung soll unser Müllproblem in den Griff bekommen

IOTA-Technologie für Mülltrennung

Dezentrale Technologien werden im Zusammenhang mit Energieeffizienz und CO2-Ausstoß in der öffentlichen Wahrnehmung nicht unbedingt als erstes genannt. Gerade der hohe Energieaufwand bei Bitcoins Proof-of-Work-Konsensmechanismus überschattet hier oft bestehende Lösungen.

Obwohl die Blockchain helfen kann, den Energiehandel an sich effektiver zu gestalten, und in vielen weiteren Anwendungsfällen ein mehr an Effizienz bietet, haftet dem Bitcoin-Kosmos also nach wie vor ein unangenehmer (CO2-)Geruch an.

Doch es gibt Lösungen. So entsteht aktuell mit der ARTIS Blockchain und dem zugehörigen Moon Update eine Plattform, die energieeffizientes Handeln fördern will – etwa mit einer Blockchain-Lösung für Elektroautos.

Auch an anderer Seite im dezentralen Blockchain-Kosmos entstehen Lösungen: Das IOTA-basierte Projekt „Deposy“ widmet sich der effektiven Mülltrennung und dem Einsatz von Mikrotransaktionen über das IOTA Tangle.

Belohnungssystem soll Mülltrennung fördern

Belohnungssysteme, so postuliert das Deposy-Team auf seiner Webseite, seien nötig, um die Bevölkerung dazu zu bringen, an Prozessen wie der Beseitigung von Plastikmüll mitzuarbeiten. Nur durch Belohnung, so die Annahme, sei es auch möglich, Menschen zur Mithilfe zu bringen.

Eben hier sieht Biota – die Vereinigung hinter Deposy – einen IOTA-Anwendungsfall für das Recyclingsystem. Das Sammeln und die Entsorgung von Plastikmüll soll einen monetären Anreiz erhalten. Gegenwert, so die Annahme, soll unter anderem aus dem wirtschaftlichen Wert von CO2-Vermeidung entstehen.

Smarte Pfandautomaten durch Product Identity und IOTA

Um dieses System einzuführen, will Deposy mit Produktidentitäten arbeiten. Hier kommt dann auch das IOTA Tangle ins Spiel. Der azyklische Graph, auf dem IOTA-Transaktionen stattfinden, soll als Speicherplatz für Produktinformationen dienen. Zu diesen Informationen sollen etwa der CO2-Fußabdruck sowie Eigenschaften der Produkte gehören. Diese werden wiederum – IOTA-Machine-to-Machine-Kommunikation sei Dank – an etwaige Automaten mitgeteilt, die die Produkte dank der Informationen sortieren können:

Produkte werden zu smarten Produkten aufgrund der Product Identity,

heißt es dazu weiter.

Die Product Identity von Deposy hilft also dabei, Produkte eindeutig zu identifizieren und ihnen Wert bei der Rückgabe beizumessen – smarte Pfandautomaten, wenn man so will.

Durch diese ID soll das Plastikmüll-System letztlich auch besser überprüfbar werden und damit neue Möglichkeiten für mehr Effizienz schaffen.

Die IOTA-Technologie sieht Deposy indes für ihre Lösung als besonders geeignet. Demnach sei es vor allem die hohe Skalierbarkeit sowie die Abwesenheit von Transaktionsgebühren, die sie für das smarte Pfandsystem attraktiv macht.

Über Deposy

Deposy steht unter der Schirmherrschaft von Biota (Verein für Bio, Umwelt- und Klimaschutz mit Tangle-Anwendungen), der im September 2019 gegründet worden ist. Deposy (kurz für deposit system) ist derzeit das Hauptprojekt des Vereins. Durch das beschriebene System will der Verein sortenreinen Plastikmüll erhalten. Dadurch soll den Menschen ein Anreiz gegeben werden, Müll zu sammeln und zu trennen.

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