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„Wie die ersten Handys“ – Coinbase-Präsidentin sieht Kryptobranche noch in der Frühphase

In Sachen Produkte und Dienstleistungen hat die Kryptobranche seit der Markteinführung von Bitcoin im Jahr 2009 bereits beträchtliche Fortschritte gemacht, doch Emilie Choi, die Präsidentin und Operative Geschäftsführerin (COO) der Kryptobörse Coinbase mahnt, dass die Benutzerfreundlichkeit von Kryptowährungen noch viel Luft nach oben hat.

„Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir die größtmögliche Benutzerfreundlichkeit für die Menschen schaffen“, so Choi am 13. Mai dementsprechend im Interview mit Bloomberg.

„Ich bemühe immer den Vergleich zu den ersten Handys, die total klobig und schwerfällig zu bedienen waren. Und genau in dieser Phase befindet sich die Kryptobranche auch, wir müssen viel leichter nutzbar werden. Wir müssen die Zugänglichkeit erhöhen. Wir brauchen mehr rechtliche Klarheit, damit viele neue Leute einsteigen und mitmachen wollen.“

Obwohl es bereits eine große Bandbreite an Anwendungsmöglichkeiten auf dem Kryptomarkt gibt – vom bloßen Handel bis hin zu Zahlungsdienstleistungen wie BitPay – und auch der Einstieg über große Player wie PayPal inzwischen deutlich erleichtert ist, ist die eigentliche Nutzung von Kryptowährungen und Krypto-Diensten oftmals kompliziert und überfordernd. Auch die bisher uneindeutige steuerrechtliche Behandlung der Anlageklasse erschwert den Umgang zusätzlich.

Choi erinnert mit ihrem Vergleich an die Anfangstage der Handys, als diese noch groß und sperrig waren, und Textnachrichten auf einem analogen Ziffernblatt nur unter viel Aufwand geschrieben werden konnten. Die heutigen Smartphones sind hingegen flacht und leicht, und bieten über Touchscreens nicht nur ein vereinfachtes Schreiben von Nachrichten, sondern noch eine ganze Fülle anderer Funktionen, die leicht zugänglich sind.

„Es gibt jetzt schon so viele Teilnehmer, weshalb wir das Gefühl haben, dass in der Zukunft tolle Chancen auf uns warten“, so die Coinbase-Präsidentin abschließend. In der Tat ist die Kryptobranche im vergangenen Jahr immer mehr im Mainstream angekommen. Der wilde Rekordlauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist nur ein Hinweis auf das Potenzial, das in einer breiten Adoption schlummert.

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DOGE bald Zahlungsmittel bei Tesla? – Musk katapultiert Dogecoin nach oben

Elon Musk äußert sich nun erneut zum Kryptomarkt, wobei er dieses Mal dem DOGE Schützenhilfe leistet, anstatt eine Hiobsbotschaft für den Marktführer zu überbringen.

„Wir arbeiten mit den Entwicklern vom Doge, um die Effizienz des Transaktionssystems zu verbessern. Das könnte vielversprechend sein.“

Laut Coingecko ist der Dogecoin-Kurs daraufhin gestern von 0,38 US-Dollar auf 0,48 US-Dollar gestiegen, was einem Sprung von 26 % entspricht.

Der Tweet heizt die Gerüchte an, dass Tesla schon bald auf den Dogecoin (DOGE) als Zahlungsmittel ausweichen könnte, nachdem Musk jüngst bekanntgegeben hatte, wegen Umweltbedenken zukünftig auf Bitcoin als Zahlungsmethode verzichten zu wollen. Im gleichen Atemzug hatte der Tesla-Chef verkündet, dass seine Firma nach umweltfreundlicheren Kryptowährungen „Ausschau halten“ will.

Dogecoin-Kurs. Quelle: CoinGecko

Der Krypto-Datendienst TradingView antwortete auf den gestrigen Tweet von Musk, dass die Marktkapitalisierung des DOGE auf dessen Tweet um mehr als 10 Mrd. US-Dollar in die Höhe geschossen ist. So lag der Dogecoin am Freitagmorgen noch bei 49 Mrd. US-Dollar und ist inzwischen sogar auf satte 66,7 Mrd. US-Dollar geklettert, was einen Anstieg von fast 18 Mrd. US-Dollar bedeutet.

Ein weiterer Grund für diesen explosionsartigen Zuwachs könnte allerdings sein, dass die einflussreiche Kryptobörse Coinbase nun angekündigt hat, die „Scherz-Kryptowährung“ in ihre Notierung nehmen zu wollen (siehe unten).

Nachdem CEO Brian Armstrong im Rahmen des Quartalsberichts für das Q1 diese Pläne offengelegt hatte, bestätigte Coinbase-Finanzdirektorin Alesia Haas am Donnerstag gegenüber CNBC diesen geplanten Schritt. So antwortete sie auf die Frage, ob Anleger den Dogecoin ernst nehmen sollten, dass die Entscheidung darüber möglichst bei den Anlegern selbst liegen sollte:

„Wir sind eine Handelsplattform. Wir vollen alle Handelsprodukte anbieten, die unseren Standards entsprechen und wollen der Ort sein, an dem Anleger alles handeln können, was sie wollen.“

Die Hunde boomen

Dabei scheinen sich allen voran Kryptowährungen mit Hundebezug immer größerer Beliebtheit zu erfreuen. So sind in Anlehnung an den DOGE mittlerweile auch weitere Kryptowährungen entstanden, die ihre Namen aus Hunderassen ableiten, diese sind Shiba Inu (SHIB), Husky (HUSKY) und Akita Inu (AKITA).

Der Akita Inu konnte in den letzten 30 Tagen 32,933 % zulegen und hatte sich damit zumindest am Dienstag noch auf ein neues Rekordhoch von 0,00002904 US-Dollar gehievt, ehe am Freitag ein massiver Einbruch von 72,6 % auf 0,00000787 US-Dollar folgte. Das Handelsvolumen der letzten 24 Stunden beläuft sich dabei immerhin auf starke 177 Mio. US-Dollar.

Der SHIB bekommt aktuell deutlich weniger Aufmerksamkeit, so weist CoinGecko für diesen lediglich ein Handelsvolumen von 5,4 Mio. US-Dollar in den letzten 24 Stunden aus. Der Kurs der Kryptowährung brach am Mittwoch gleichsam ein, nachdem Ethereum-Gründer Vitalik Buterin beträchtliche Mengen des Coins verschenkt hatte. Nichtsdestotrotz liegt der Shiba seit Markteinführung noch 12.263 % im Plus.

r/dogecoin übernimmt Google

Die Nutzer des Reddit-Unterforums r/dogecoin wollen ihre Begeisterung für die Mutter aller Hunde-Kryptowährungen derweil verstärkt auf die breite Öffentlichkeit übertragen. So haben sie die Suchmaschine von Google dahingehend beeinflusst, dass ein Bild des DOGE gezeigt wird, wenn als Suchanfrage „One Dollar“ eingegeben wird.

Dieser harmlose Scherz ist eine Anspielung auf das gewünschte Kursziel von 1 US-Dollar, das die Fans des Krypto-Projekts immer wieder mantraartig befeuern.

Google-Suchergebnisse für One Dollar.

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Starker Start – Coinbase verdreifacht Umsatz im ersten Quartal 2021

Der Umsatz der marktführenden, amerikanischen Kryptobörse Coinbase hat sich im ersten Quartal 2021 gegenüber dem vierten Quartal 2020 mehr als verdreifacht.

Die entsprechenden Zahlen gehen aus einem offiziellen Geschäftsbericht an die amerikanische Börsenaufsicht SEC einher, den das börsennotierte Unternehmen pflichtgemäß einreichen muss. Der Gewinn pro Aktie beläuft sich dabei auf 3,05 US-Dollar, während sich der Gesamtumsatz auf 1,8 Mrd. US-Dollar beziffert. Damit verpasst Coinbase allerdings den angepeilten Gewinn von 3,07 US-Dollar pro Aktie.

Im vierten Quartal 2020 konnte die Kryptobörse trotz des Rekordlaufs von Bitcoin (BTC) „nur“ 585 Mio. US-Dollar Umsatz einfahren, während es im Q1 2019 sogar lediglich 191 Mio. US-Dollar waren.

Knapp 94 % des Nettoumsatzes wird durch Gebühren eingenommen, die die Plattform beim Handel mit Kryptowährungen erhebt.

Der Nettogewinn der Coinbase ist im Vergleich zum vorherigen Quartal ebenfalls stark angestiegen, so erzielt sie im Q1 2021 771 Mio. US-Dollar, was einer Vervierfachung gegenüber dem Q4 2020 entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies sogar eine massive Steigerung um das 24-Fache.

Das Handelsvolumen auf der Kryptobörse hat sich gegenüber dem vorherigen Quartal knapp verdreifacht, wobei sich die Anzahl der aktiven Nutzer von 2,8 Mio. auf 6,1 Mio. mehr als verdoppelt hat.

Trotz der positiven Entwicklungen, wagt das Unternehmen keinen überschwänglichen Ausblick in die Zukunft, sondern dämpft die Erwartungen vielmehr:

„Unsere Investoren sollten beachten, dass unser Geschäftsmodell von Natur aus nicht vorhersehbar ist.“

Nichtsdestotrotz wagt sich Coinbase an die Vorhersage, dass sich die Nutzerzahlen pro Monat im laufenden Jahr auf einen Wert zwischen 5,5 Mio. bis 9 Mio. einpendeln werden.

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Coinbase verdrängt TikTok von Spitze des Apple App-Stores

Star-Investorin Cathie Wood (ARK Invest) gehört ab sofort zum Leitungs- und Kontrollgremium des Krypto-Startups Amun Holdings.

Diesen Montag trat die prominente Wall-Street-Investorin Cathie Wood dem Vorstand der Krypto-Fintechs Amun Holdings bei. Dies geht aus einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor. Amun schreibt sich auf die Fahne, den Zugang zu Kryptowerten sowohl für Privatkunden als auch für institutionelle Anleger zu erleichtern. Das Unternehmen erwirtschaftet etwa zwischen 40 Millionen und 50 Millionen US-Dollar pro Jahr an Gewinnen. So betreibt Amun Holdings etwa die 21Shares AG, die sich auf börsengehandelte Fonds spezialisiert hat.

21Shares geht einen neuen Weg für Krypto ETPs, indem es mit Forschung und einem scharfen Verständnis für diese sich entwickelnde Anlageklasse führend ist. Ich bin begeistert, diese Bemühungen unterstützen zu können

, wird Wood von Bloomberg zitiert. 

Eines der Angebote des Unternehmens, der 21Shares Short Bitcoin ETP, ermöglicht es Anlegern allerdings, gegen die Kursentwicklung von Bitcoin zu wetten. Der 21Shares Crypto Basket Index wiederum bildet die fünf wichtigsten Kryptowährungen nach Marktwert ab.

Amun Holdings kann die Expertise von Cathie Wood nur nützlich sein. Sie kann man mit Fug und Recht eine Berühmtheit der Krypto-Szene nennen. Wood ist Gründerin und CEO von ARK Invest, überdies wird sie von einigen Experten auch als “beste Investorin der Welt” betitelt.

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Coinbase überholt TikTok: Platz 1 im Apple App Store in USA

Die mobile App der bekannten Kryptowährungsbörse Coinbase führt nun die Charts im Apple App Store in den USA an.

Laut der Top-Charts-Liste im Apple App Store ist Coinbase derzeit die beliebteste App in den USA vor TikTok, YouTube, Facebook, Instagram und der Trading-App Robinhood. Mit der Cash App können Nutzer Geld senden und Bitcoin (BTC) kaufen. Diese liegt bei Redaktionsschluss auf Platz 12, während die Apps von Binance und Trust auf Platz 16 und 17 liegen. 

Die App von Coinbase hat sich im letzten Monat an die Spitze von Apples App Store gesetzt, lag aber oft auf Platz zwei hinter Robinhood. Seitdem das Unternehmen im April seine Aktien an der Nasdaq gelistet hat, bekommt nicht nur die Börse sondern auch die App viel mehr Aufmerksamkeit. Die Kryptobörse hat sich auch seit mit dem Auktionsriesen Sotheby’s zusammengetan, um dort Krypto-Zahlungen anzubieten.

Im Gegensatz dazu haben die US-Gesetzgeber möglicherweise immer noch Robinhood im Fadenkreuz. Der Handels-App und großen Hedge-Fonds wurden als Reaktion auf den Short-Squeeze durch Reddit-Nutzer bei GameStop- und anderen Aktien Anfang des Jahres Marktmanipulation vorgeworfen. Letzte Woche hielt der Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses seine dritte und wohl letzte Anhörung in Bezug auf die Kontroverse um die Short-Positionen auf GameStop-Aktien ab. Aber der CEO von Robinhood Vlad Tenev hat sich schon bei der ersten Anhörung im Februar geäußert.

Die Handels-App von Coinbase, die seit 2014 im Apple App Store erhältlich ist, wurde im April etwa 2 Millionen Mal heruntergeladen, wie aus Daten der Analyseseite SensorTower hervorgeht.

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Know-Your-Customer: Auftragskiller in Bitcoin über Coinbase bezahlt

Mark Zuckerberg nennt seine Ziege Bitcoin. Ein bullishes Zeichen – solange man ausblendet, dass der Mann Ziegen schlachtet.

Im Gegensatz zu Tesla, Twitter und Square hat Facebook noch keine Bitcoin-Reserve verkündet. Das Krypto-Engagement des Social-Media-Riesen beschränkt sich bislang auf die Entwicklung seines eigenen Stablecoins: Diem. Doch offenbar hegt Facebook CEO Mark Zuckerberg auch zur Kryptowährung Nr 1. eine gewisse Zuneigung. Das legt zumindest ein Post nahe, den Zuckerberg heute auf seiner Heimatplattform abgesetzt hat. Demnach hat der Social-Media-Mogul eine seiner Ziegen auf den Namen Bitcoin getauft.

Quelle: facebook.com/zuck (Screenshot)

Zuckerbergs Bitcoin-Ziege: Kompliment oder Kampfansage?

Ende April kursierten noch Gerüchte, dass Facebook bei der Präsentation seiner Quartalszahlen eine Bitcoin-Reserve offenbaren werde. Die Spekulationen hab sich als falsch erwiesen. Freilich hält Zuckerbergs Ziegenpost Krypto-Twitter nicht davon ab, erneut über einen Einstieg Facebooks oder zumindest Zuckerbergs in Bitcoin zu spekulieren. Manche User sehen in der Aktion ein Bekenntnis zum Bitcoin-Maximalismus. Zum einen, weil die andere Ziege “Max” heißt. Zum anderen, weil das englische “Goat” auch häufig als Akronym für “Greatest of all time”, den größten aller Zeiten, Verwendung findet.

Es gibt unterdessen auch weniger bullishe Interpretationsansätze für Zuckerbergs Bitcoin-Ziege. Denn Zuckerberg zieht Ziegen auch zum Verzehr groß. So hat Zuckerberg dem Twitter-Chef und bekennenden Bitcoin-Unterstützer Jack Dorsey laut einem CNBC-Bericht schon einmal eine eigenhändig geschlachtete Ziege serviert. Vor diesem Hintergrund ist Zuckerbergs Ziege möglicherweise doch nicht so bullish, wie ihn weite Teile der Community interpretieren. Die Vorstellung, dass Zuckerberg Bitcoin zum Schafott führen möchte, ist angesichts der Ambitionen, die Facebook mit Diem verfolgt, nicht allzu abwegig.

Fest steht: Dem Bitcoin-Kurs hat Zuckerbergs Ziegentaufe nicht geholfen, im Gegenteil. Die Kryptowährung Nr. 1 handelt zu Redaktionsschluss knapp unterhalb der Marke von 55.000 USD und damit 5 Prozent unter dem Vortagesniveau.

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Rekordlauf bleibt intakt – Glassnode sieht Bitcoin weiter im „gesunden Aufwärtstrend“

Immer mehr Bitcoin (BTC) verlassen die große Kryptobörse Coinbase, was ein positives Zeichen für die weitere Kursentwicklung der marktführenden Kryptowährung ist.

Laut den Daten des Krypto-Marktforschungsinstituts Glassnode wurden allein am Freitag innerhalb von nur einer Stunde 12.354 BTC (knapp 700 Mio. US-Dollar) von der Coinbase abgezogen.

Anleger denken langfristig

Da die amerikanische Kryptobörse im aktuellen Rekordjahr einer der wichtigsten Umschlagplätze war, kann daraus geschlussfolgert werden, dass die Anleger ihre Bitcoin lieber langfristig halten wollen, anstatt diese demnächst wieder zu verkaufen.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, ist es dabei nicht ungewöhnlich, dass Tranchen von mehr als 10.000 BTC auf einen Schlag in private Wallets verschoben werden.

Bitcoin-Vermögen auf Coinbase Pro. Quelle: Bybt

Analyst Lex Moskovski findet es allerdings schwierig, einzuordnen, welche Art von Anleger hinter solchen Bewegungen steckt. So könnten dies sowohl Gruppen von kleinen Privatanlegern sein als auch große institutionelle Investoren.

„Ob Institutionen oder nicht, das sind auf jeden Fall beträchtliche Kapitalabflüsse“, wie er nichtsdestotrotz feststellt.

Bitcoin-Ausbuchungen von Coinbase. Quelle: Lex Moskovski/ Twitter

Gesunder Aufwärtstrend

Auch eine weitere Kennzahl stützt die positive Lesart dieser Entwicklung. So verweist der deutsche Krypto-Experte und Glassnode-Mitgründer Rafael Schultze-Kraft in diesem Zusammenhang auf die sogenannte „Realisierte Marktkapitalisierung“ (Rcap).

Die Realisierte Marktkapitalisierung ist ein Maß ähnlich der „normalen“ Marktkapitalisierung, die an Stelle der Gesamtheit aller Währungseinheiten der verfügbaren Umlaufmenge und dem aktuellen Kurs vielmehr auf den letzten erzielten Verkaufswert jeder einzelnen Währungseinheit blickt. Auf diesem Weg lassen sich bessere Erkenntnisse über Marktstruktur und Stimmungslage der Anleger gewinnen.

„Hinsichtlich der Realisierten Marktkapitalisierung sehen wir derzeit noch nie da gewesene Kapitalzuflüsse in Bitcoin“, wie Schultze-Kraft im Bezug auf die Rcap feststellt. Dem fügt der Experte an:

„In den vergangenen 6 Monaten ist die Realisierte Marktkapitalisierung um sagenhafte 250 Mrd. US-Dollar gewachsen, was knapp 200 % sind. Wir befinden uns also in einem sehr gesunden Aufwärtstrend.“

Abschließend gibt er zu bedenken, dass die Rcap allein in diesem Zeitraum die gleiche Wertsteigerung erzielt hat wie die „normale“ Marktkapitalisierung seit Dezember 2020.

Realisierte Marktkapitalisierung und Kurs von Bitcoin. Quelle: Rafael Schultze-Kraft/Twitter

Im Verhältnis zur traditionellen Marktkapitalisierung bleibt der Rcap dabei sogar noch Luft nach oben, was vermuten lässt, dass der aktuelle Rekordlauf noch nicht am Ende ist. Die MVRV, die das relative Verhältnis der beiden Kennzahlen abbildet, beläuft sich in dieser Woche auf einen Wert von 4,4, wohingegen im Februar noch eine 7,6 zu Buche stand. In vorherigen Rekordläufen wurde jedoch erst oberhalb von 10 ein Höhepunkt der Kursentwicklung erreicht, was die Bitcoin-Anleger zuversichtlich stimmen sollte.

„Die Torschlusspanik (FOMO) unter den institutionellen Investoren hat noch gar nicht eingesetzt, aber sie wird irgendwann kommen“, wie Timothy Kim die Zahlen von Glassnode dementsprechend kommentiert.

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Neues Rekordtief – Coinbase-Aktie entkoppelt sich vom Kryptomarkt

Die Aktie der marktführenden amerikanischen Kryptobörse Coinbase Global Inc. ist am gestrigen Donnerstag auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem der Aktienmarkt allgemein verstärkt aus hoch bewerteten Tech-Aktien aussteigt. Der Kryptomarkt konnte sich derweil auf eine neue Rekord-Marktkapitalisierung von 2,4 Bio. US-Dollar aufschwingen, was vermuten lässt, dass sich das Wertpapier der Handelsplattform zunehmend abkoppelt.

Bei Redaktionsschluss hat die Coinbase-Aktie (COIN) ein neues Rekordtief von 255,15 US-Dollar aufgestellt, das sich in unmittelbarer Nähe des Referenzkurs von 250 US-Dollar befindet, der im Vorlauf zum Börsengang vom 14. April festgelegt wurde. Durch einen erfolgreichen Einstand konnte COIN diesen zunächst deutlich übertrumpfen, doch befindet sich seither im Sinkflug. Die Marktkapitalisierung der Krypto-Handelsplattform beträgt auf Grund dieser Entwicklung nur noch 48,7 Mrd. US-Dollar, was weniger als die Hälfte der zwischenzeitlichen Rekordsumme von 100 Mrd. US-Dollar ist.

Kursentwicklung der Coinbase-Aktie (COIN) seit Börsengang. | Chart: TradingView

Mike Bailey, der leitende Marktforscher von FBB Capital Partners, führt den deutlichen Abschwung gegenüber Bloomberg auf eine „Mini-Spekulationsblase“ zurück, die nun langsam platzt. Dahingehend erklärt er:

„Für Aktien von SPACs, IPOs, Krypto, Clean-Tech und Hyper-Growth hat sich Ende 2020 und Anfang 2021 eine Mini-Spekulationsblase gebildet, die für viele dieser Anlageklassen nun platzt.“

Die Behauptung, dass sich der Kryptomarkt in einer Spekulationsblase befindet, die aktuell platzt, scheint allerdings ein wenig aus der Luft gegriffen, denn seit dem 1. Januar hat sich die Anlageklasse im Wert mehr als verdreifacht, wobei die Marktführer Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) jetzt immer noch mit großen Schritten vorangehen und in neue Rekordhöhen klettern.

Nichtsdestotrotz ist der Kryptomarkt jedoch weiterhin extremer Volatilität ausgesetzt, die sich auch ins Negative verkehren kann. So wurden im Zeitraum vom 17. – 23. April Hunderte Milliarden Dollar vernichtet, als Bitcoin vorübergehend auf 47.000 US-Dollar gecrasht war. Schon kurze Zeit später kletterte der Kurs dann über 50.000 US-Dollar, und zuletzt konnte sogar wieder die 58.000 US-Dollar Marke zurückerobert werden.

Die Talfahrt der COIN entspricht hingegen vielmehr der Entwicklung des Nasdaq Composite Index. Der wichtige Aktienindex für Technologieunternehmen liegt fünf Tage in Folge im Minus und ist über sieben der acht letzten Handelstage im roten Bereich. Nachdem am 26. April nahe dem Rekordhoch von 14.138,78 Punkten geschlossen werden konnte, ging es für den Nasdaq Composite um mehr als 4 % nach unten. Die Aktie der Kryptobörse orientiert sich zuletzt also eher an der Wertentwicklung vergleichbarer Unternehmen als am Kryptomarkt.

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Wendepunkt erreicht: Wie Binance die Spielregeln am Krypto-Markt ändert

Auch die Blockchain-Ökonomie kann sich nicht von Machtkonzentrationen freisprechen. Insbesondere die neuen “Krypto-Konzerne” Coinbase und Binance verändern das Marktumfeld signifikant. Warum langfristig der Wettbewerb im Krypto-Sektor in Gefahr ist, warum von Binance ein systemisches Risiko für den Krypto-Markt ausgeht und wieso der Sektor mehr denn je auf Lobbyismus setzen muss.

Ein Start-up kümmert sich in erster Linie um sich selbst. Es muss sein Geschäft aufbauen. Erst wenn es zu einem etablierten Unternehmen herangewachsen ist, kommt ein signifikanter Ökosystem-Ausbau durch Übernahmen, den Aufbau von Akzeleratoren und Lobby-Aktivitäten hinzu. Vor allem aber ändern sich die wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnisse. Bislang war ein Krypto-Start-up, sofern es keinen Retail Token Sale gemacht hat, von den Wagniskapitalgebern wie VC-Firmen oder strategische Investoren wie Banken abhängig. Nun können die einstigen Start-ups selbst zu Investoren werden und ein schlagkräftiges Ökosystem nach ihren Vorstellungen um sich herum bauen. Die ersten Krypto-Unternehmen, die zu dieser neuen Garde gezählt werden können, sind Coinbase und Binance.

Von wegen dezentrale Ökonomie

Trotz des Dezentralisierungs-Narrativs der Blockchain-Ökonomie, entwickeln sich im Krypto-Sektor Zentralisierungstendenzen. Wie auch in anderen Märkten, die sich etablieren, entstehen Marktführer, die immer mehr Anteile für sich gewinnen können. Während kleinere Börsen und Broker geschluckt werden oder aufgeben müssen, bildet sich zusehends eine Oligopolstruktur heraus. So beanspruchen die Krypto-Börsen Binance, Huobi und OKEx zusammen rund 77 Prozent des gesamten Trading-Volumens.

Zwar ist der Netzwerkeffekt nicht so ausgeprägt wie bei den Plattformgiganten aus dem Silicon Valley, doch gerade deswegen wird versucht, ein Dienstleistungsspektrum um die Kernservices herumzubauen, damit die Wechselbereitschaft der Nutzer reduziert wird.

Doch nicht nur bei den Handelsplattformen kann man Zentralisierungstendenzen beobachten. Letztlich ist auch das Ethereum-Blockchain-Protokoll als Smart-Contract-Plattform im DeFi oder NFT-Bereich klar führend. Solange es ausreichend Herausforderer wie beispielsweise Cardano oder Polkadot gibt, als auch Unterscheidungsmerkmale, stellt die aktuelle Ethereum-Dominanz allerdings kein Problem dar. Insbesondere das DeFi-Ökosystem auf der Binance Smart Chain kann immer mehr Marktanteile aus dem ursprünglichen Ethereum-Ökosystem gewinnen.

Ebenfalls lassen sich im Mining-Sektor Zentralisierungstendenzen beobachten. Um wirtschaftlich Kryptowährungen zu schürfen, nimmt mit steigender Mining-Schwierigkeit die Bedeutung von Größeneffekten immer weiter zu. Kleinere Betreiber geraten dabei schnell ins Hintertreffen.

Binance ist einen Schritt voraus

Kein anderes Krypto-Unternehmen verkörpert die “Ökosystem-Strategie” stärker als Binance. So ist Binance in unzählige Krypto-Start-ups investiert und hat besonders mit dem Kauf des Informationsdienstes Coinmarketcap einen gigantischen Übernahmedeal hingelegt. Der reichweitenstärkste Informationsdienst soll Binance 400 Millionen US-Dollar wert gewesen sein.

Anstatt sich ausschließlich auf einzelne Produkte wie Lending oder Staking zu konzentrieren, geht Binance einen Schritt weiter und möchte die gesamte Wertschöpfungskette kontrollieren. Zukünftig kann sich das Unternehmen so unabhängiger vom Margendruck machen und Branchenstandards etablieren.

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Krypto-Mischkonzern: Überschreitet Binance bereits eine Grenze?

Auch wenn Coinbase durch sein Direct Listing an der NASDAQ mehr im Rampenlicht steht als Binance, ist die ursprünglich aus China stammende Handelsplattform deutlich breiter aufgestellt. Von eigenen Token, Krypto-Debitkarten, einem Token Launchpad, diversen Kreditservices und sogar einer eigenen Blockchain kann Binance fast jeden Winkel im Krypto-Sektor abdecken. Inzwischen ähnelt Binance mehr einem Krypto-Mischkonzern als einer Handelsplattform. Ein Krypto-Start-up kann auf der Binance Blockchain eine Anwendung bauen, kann anschließend seine Token-Emission über die Plattform abwickeln und sich zu guter Letzt dort listen lassen. Dabei entstehen Abhängigkeitsverhältnisse, wie wir sie sonst nur von Internetplattformen wie Amazon kennen.

Projiziert man das gegenwärtige Wachstum der Krypto-Plattform zwei bis drei Jahre in die Zukunft, dann sind Sorgen hinsichtlich einer gefährlichen Marktabhängigkeit nicht von der Hand zu weisen. Man denke hier nur an den Stablecoin Tether USDT mit Verbindungen zur Krypto-Börse Bitfinex. Das Handelsvolumen von USDT überschreitet gut und gerne die 100 Milliarden US-Dollar-Marke am Tag. Das Wohlbefinden des Krypto-Marktes ist maßgeblich vom Funktionieren des Stablecoins abhängig.

Gefährlich hohe Marktkapitalisierung

Zwar lässt sich die Bewertung von Aktien und Token nur schwer über einen Kamm scheren, dennoch liegt Binance mit seinem Binance Coin (BNB) auch hier gegenüber Coinbase mit rund 100 Milliarden US-Dollar klar vorne. Die Marktkapitalisierung der Coinbase-Aktien kommt gegenwärtig auf “nur” 60 Milliarden US-Dollar. Bedenkt man, dass die Token im Gegensatz zu Aktien keine Investorenrechte inkludieren und rechtlich gesehen nicht viel mehr als bessere Gutscheine sind, ist diese Höhe besonders besorgniserregend. Hinzu kommt, dass Binance deutlich weniger mit der Realwirtschaft verbunden ist, als eine Bank. Schließlich werden mit den Binance-Einlagen keine Immobilien oder Unternehmen finanziert.

Wäre Binance eine Bank, dann wäre sie heute unter den 20 größten Banken der Welt. Würde sich das Kurswachstum der letzten drei Monate noch einmal wiederholen – wovon nicht auszugehen ist – dann wäre die Marktkapitalisierung von BNB größer als die Marktkapitalisierung der weltweiten Nr. 1: JP Morgan, die aktuell auf 390 Milliarden US-Dollar Bewertung kommt.

Dieses Beispiel zeigt, dass geradezu systemische Risiken für den Krypto-Markt von einem Akteur wie Binance ausgehen können.

Mehr Lobbyismus wagen

So besorgniserregend das Wachstum einer Binance ist, kann der Markt von derart potenten Akteuren aus politischer Sicht profitieren. Zumindest gegenwärtig dürfte die Etablierung der Krypto-Konzerne mehr Vorteile als Nachteile mit sich bringen. Solange ausreichend Wettbewerb gegeben ist, können diese Konzerne eine dringend notwendige Führungsrolle im Krypto-Sektor einnehmen. Die Lobbyinteressen des Krypto-Sektors können nur schlecht durch Start-ups an die Politik artikuliert werden, die dafür schlicht keine Ressourcen besitzen. Auch fehlt es den ehrenamtlich gegründeten Verbänden, wie in Deutschland dem Blockchain Bundesverband (Bundesblock), an finanziellen Mitteln, um schlagkräftige Lobbyarbeit zu leisten.

Das Thema Regulierung wird weiter an Relevanz zunehmen und damit auch die Notwendigkeit der politischen Einflussnahme. Eine nur auf sich konzentrierte Krypto-Start-up-Szene läuft da schnell Gefahr, in den nächsten Monaten an der ein oder anderen Stelle schwer einstecken zu müssen. Der Schaden falscher oder überbordender Regulierung ist gravierend bis existentiell für die Krypto-Unternehmen. Coinbase und Binance sind inzwischen zu groß, um sie – oder ihre Absichten – zu ignorieren.

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Auktionsriese Sotheby’s will BTC und ETH als Zahlungsoption akzeptieren

Sotheby’s, eines der ältesten und größten Auktionshäuser der Welt, hat angekündigt, bei einer geplanten Auktion die wichtigsten Kryptowährungen als neue Zahlungsmethode akzeptieren zu wollen.

Der CEO von Sotheby’s Charles Stewart sagte, das Unternehmen werde Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) bei der geplanten Auktion von Banksys „Love is in the Air. akzeptieren werden. Die neue Zahlungsmethode wird in Partnerschaft mit der größten Kryptowährungsbörse der USA Coinbase möglich gemacht, wie Stewart in einem Interview bei der CNBC-Sendung Squawk Box erklärte.

„Darüber haben wir schon seit einiger Zeit nachgedacht“, so der CEO. Weiter hieß es, dass Sotheby’s damit Krypto-Zahlungen für physische Kunst weiter fördere. Die Firma hat Anfang des Jahres auch nicht-fungible Token (NFTs) erstmals versteigert.

„Love is in the Air“ ist ein ikonisches Kunstwerk über Protest und stammt vom englischen Straßenkünstler Banksy. Das Werk wird in der Abendauktion von Sotheby’s für zeitgenössische Kunst am 12. Mai in New York angeboten, wie Esquire berichtete. Die Gebote für das Werk, das auf einen Wert zwischen 3 und 5 Mio. US-Dollar geschätzt wird, werden in US-Dollar abgegeben. Den Betrag kann man anschließend aber mit Kryptowährungen bezahlen.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, sind Auktionshäuser weltweit in den letzten Monaten immer stärker in die Kryptobranche eingestiegen. Im Februar kündigte das britische Auktionshaus Christie’s eine NFT-Auktion eines digitalen Kunstwerks von Mike Winkelmann an. Der Titel dieses Werks lautet „Everydays: The first 5000 Days“. In der Auktion kamen beim NFT-Verkauf fast 70 Mio. US-Dollar zusammen. Im Oktober 2020 verkaufte Christie’s außerdem ein Kunstwerk und NFT zum Thema Bitcoin für über 130.000 US-Dollar.

Derzeit gibt es eine große Altcoin-Rallye, bei der Ether am Dienstag ein neues Allzeithoch von über 3.500 US-Dollar erreichte.

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