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Digitale Vermögenswerte: Institutionelle Investoren zeigen großes Interesse

Institutionelle Marktteilnehmer zeigen verstärkt Interesse an Investments in digitale Vermögenswerte. Dies meldete  die deutsche Unternehmensberatung Zeb am 15. Juli unter Verweis auf die Ergebnisse einer selbst durchgeführten Umfrage.

Zwei Drittel mit Interesse an digitalen Assets

Befragte Finanzmarktteilnehmer, darunter Vermögensverwalter, Versicherer und Kreditinstitute, sollten die Bedeutung von digitalen Vermögenswerten als Anlageklasse einschätzen, um “auf Basis eines breiten Spektrums an institutionellen Investoren die aktuelle Stimmungslage im Digital-Assets-Markt zu beleuchten”, so Zeb.

Laut Zeb zeigten sich rund 65 Prozent der institutionellen Anleger an Investitionen in Digital Assets interessiert, wobei bislang lediglich 30 Prozent erste Erfahrungen im Kontext von digitalen Vermögenswerten gesammelt bzw. erste Investitionen getätigt hätten.

Alle interessierten Investoren, die noch nicht im Digital-Assets-Markt investiert haben, halten es für wahrscheinlich bzw. sehr wahrscheinlich, innerhalb der nächsten zwei Jahre hier aktiv zu werden.

Hinsichtlich der Art von digitalen Assets zeigten sich die Befragten zudem offen und hätten keine Präferenz für eine spezifische Art, wie etwa Kryptowährungen, Security-Token oder Kryptowertpapiere. Als präferierte Anlageform stechen allerdings Direktanlagen heraus, so Zeb weiter.

“In Bezug auf die Anlageform – unter Berücksichtigung von Mehrauswahl – werden vor allem Direktanlagen (75 Prozent), Fondsvehikel in Form von Spezial-AIFs (≈ 60 Prozent) und ETFs (50 Prozent) präferiert. Hinsichtlich der Direktanlagen spiegelt das Ergebnis die Marktpraxis bspw. im traditionellen Wertpapierbereich wider, wonach einzelne Institute über 80 Prozent der Vermögenswerte über eine Direktanlage halten.”

Ein Großteil der Befragten gebe zudem an, “eine Investition in digitale Vermögenswerte über ETFs (≈ 50 Prozent, Mehrfachauswahl möglich) tätigen zu wollen”. Für das bei digitalen Vermögenswerten noch zurückhaltend agierende Drittel seien “Compliance- und Sicherheitsbedenken” der Hauptgrund.

Andere Studien zeichnen ähnliches Bild

Eine jüngst im Auftrag des Fonds-Verwalters Fidelity Investments durchgeführte Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Etwa 70 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre in digitale Vermögenswerte investieren werden.

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Blockchain-Strategie der Bundesregierung: Umsetzung zieht sich in die Länge

Die Umsetzung der von der Bundesregierung in 2019 beschlossenen Blockchain-Strategie zieht sich in die Länge. Dies geht aus der am 21. Juli veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

Aktivität in vielen Bereichen

Von insgesamt 44 geplanten Projekten der Blockchain-Strategie sind inzwischen zwar bis auf drei alle gestartet worden. Nur sechs dieser Projekte konnten bislang bereits abgeschlossen werden.

Zu den wichtigsten bereits umgesetzten Projekten gehören neue Regelungen für Kryptoverwahrer auf Basis der nationalen Umsetzung der 5. EU-Geldwäscherichtlinie sowie ein geplantes Gesetz für elektronische Wertpapiere in Form von Security Token. Zudem fanden wie geplant ein Round Table zum Thema Blockchain und Datenschutz sowie ein Follow-up-Workshop statt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kooperationen von Unternehmen wurden mit dem GWB-Digitalisierungsgesetz verbessert.

Wie aus einem von der Bundesregierung im Mai veröffentlichten Bericht zur Umsetzung der Blockchain-Strategie hervorgeht, sind Projekte mit konkreten Anwendungsfällen immerhin gestartet und teilweise pilotiert worden. Dazu gehört etwa das Vorhaben der Bereitstellung und Weiterentwicklung von digitalen Identitäten auch auf Blockchain-Basis.

Im Rahmen eines Innovationswettbewerbs werden aktuell in vier Projekten mit Städten und Regionen Self-Sovereign-Identities (SSI) mit Anwendungen mit über 100 Partnern erprobt. Auf nationaler Ebene arbeitet man im Rahmen der Initiative Govdigital zudem an einer nationalen Blockchain Infrastruktur für den öffentlichen Sektor, unter anderem zur Unterstützung der behördenübergreifenden Kommunikation und Zusammenarbeit im Asylprozess oder zur transparenten und sicheren Umsetzung öffentlicher Investitionen in Entwicklungsländern.

An anderen Lösungen wie zum Beispiel an einer elektronischen Fahrzeugakte (eFA), effizienteren Zollwertbestimmungen von E-Commerce-Transaktionen mit Drittländern oder an digital verifizierten Kompetenzzertifikaten und Arbeitszeugnissen werde “aktuell noch gearbeitet”, so die Stellungnahme der Bundesregierung.

Geplante Kryptowertetransferverordnung sorgt für Unmut

Die von der Bundesregierung Anfang Juni vorgestellte Kryptowertetransferverordnung, durch die eine Offenlegung von Sendern und Empfängern bei Krypto-Transaktionen erzwungen werden soll, wurde vom IT-Branchenverband Bitkom scharf kritisiert. Andere bereits umgesetzte Maßnahmen und gesetzliche Initiativen der Blockchain-Strategie bewertet der Bitkom aber als positiv.

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Bitkom: Deutsche Wirtschaft kommt bei Blockchain nicht voran

Laut einer repräsentativen Umfrage des deutschen IT-Branchenverbands Bitkom interessieren sich nur wenige Unternehmen für Blockchain-Technologie, so eine veröffentlichte Pressemitteilung zu den Ergebnissen.

Unternehmen bleiben zurückhaltend

Eine große Mehrheit der 652 befragten Unternehmen hielten die Blockchain-Technologie zwar für eine der wichtigsten Zukunftstechnologien und halten diese für stark unterschätzt.

Nur 43 Prozent der Unternehmen gaben allerdings an, sich bereits mit Blockchain-Technologie generell beschäftigt zu haben, und nur 26 Prozent stünden dieser aufgeschlossen und interessiert gegenüber.

Die positive Bewertung von Blockchain als wichtige Zukunftstechnologie erreichte bei Unternehmen mit 500 bis 1.999 Beschäftigten sogar 74 Prozent und bei denen ab 2.000 Beschäftigten 82 Prozent.

Quelle: Bitkom

Diese eher allgemeine Einschätzung steht damit im Widerspruch zum eigenen Handeln vieler Unternehmen. “Die Blockchain ist eine Basistechnologie, die Chancen für neue Produkte und neue Geschäftsmodelle in den unterschiedlichsten Branchen eröffnet, vom Finanzwesen über die Logistik bis zur Energieversorgung“, kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder die Ergebnisse.

Diese Erkenntnis sei in der Wirtschaft zwar durchaus angekommen. Ihren Weg in die praktische Umsetzung müsste sie in den Unternehmen aber erst noch finden.

Der Hauptgrund für die fortbestehende Zurückhaltung scheint mangelnde Fachkenntnis zu sein. 87 Prozent der befragten Unternehmen bescheinigen sich selbst fehlendes Know-How und einen Mangel an qualifiziertem Personal (81 Prozent). Fehlende belastbare Anwendungsfälle (79 Prozent), mangelnde Standardisierung (74 Prozent) und rechtliche Unsicherheiten (73 Prozent) folgen dicht dahinter.

Weitere genannte Hürden für den Blockchain-Einsatz sehen die Unternehmen in Datenschutzanforderungen (69 Prozent), IT-Sicherheit (62 Prozent). “67 Prozent sind der Meinung, die Blockchain-Technologie sei noch nicht ausgereift, 58 Prozent fehlen Performance und Skalierbarkeit der Technologie. Nur rund die Hälfte (52 Prozent) hat nicht das nötige Geld und in 3 von 10 Unternehmen (31 Prozent) scheitert die Blockchain an mangelnder Unterstützung durch die Geschäftsführung”, so der Bitkom weiter.

Leichte Zunahme seit 2018

Im Vergleich zur letzten vergleichbaren Blockchain-Umfrage aus dem Jahr 2018 hat sich das Bild zwar etwas aufgehellt. Damals zeigten sich gerade einmal 12 Prozent der Technologie gegenüber aufgeschlossen. Inzwischen  hätten immerhin 38 Prozent von Initial Coin Offerings (ICOs) oder Token Sales gehört. Laut der aktuellen Bitkom-Umfrage haben sich 9 von 10 Unternehmen (87 Prozent) bislang immer noch nicht mit Einsatzmöglichkeiten der Blockchain im eigenen Unternehmen beschäftigt. Vor drei Jahren lag dieser Anteil genauso hoch (86 Prozent).

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LBBW-Studie: Der digitale Euro kommt

Eine am 12. Juli veröffentlichte Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hält die Einführung des digitales Euros als digitale Zentralbankwährung (CBDC) für wahrscheinlich.

Kampf um Vorherrschaft im Zahlungsverkehr

Wie der LBBW-​Analyst Guido Zimmermann schreibt, sei unter Staaten, Zentralbanken und Big-Tech-Firmen ein Wettrennen um die monetäre Vorherrschaft im Zahlungsverkehr zu erwarten. 

“Eine Entscheidung für einen Digitalen Euro seitens der EZB sehen wir daher als notwendig an, auch wenn es entscheidend darauf ankommt, dass das Design stimmt, will man nicht unbeabsichtigte negative Konsequenzen in Zukunft tragen”, heißt im Fazit der 28-seitigen Analyse “Kein Blockchain-​Geld für den Euroraum”.

Der von der Studie vorhergesagte Start einer ersten Designphase für den digitalen Euro durch die EZB hat sich mittlerweile bewahrheitet. In einer sogenannten “Untersuchungsphase” für den digitalen Euro will die Eurogruppe darin eine digitale Währung entwerfen, die sich an den „Präferenzen der Nutzer und der technischen Beratung durch Händler und Vermittler” orientiere.

Für die kommenden Jahre sagt die LBBW-Studie zudem die Emission einer Retail-CBDC im Rahmen einer Public-Private-Partnership mit Banken und Sparkassen voraus. Möglich sei zudem, “dass im Interbankenhandel auf Grundlage einer DLT auch irgendwann eine Wholesale-CBDC begeben wird”, so die Studie weiter.

Dies werde seitens der Zentralbanken und damit auch von der EZB bislang nicht priorisiert. “Synthetische Wholesale-CBDC, Giralgeld-Token oder Trigger- bzw. Brückenlösungen seitens der Banken zwischen alten und neuen Zahlungsverkehrssystemen” seien aber sehr wahrscheinlich und auch notwendig. Formen eines privaten digitalen Euro (sCBDC) und Trigger-Lösungen könnten “komplexe Lösungen in der Industrie 4.0, im B2B-Bereich oder bei Machine-to-Machine-Zahlungen (M2M) ermöglichen”.

Das Geschäftsmodell bestimmter Banken, die ihr Angebot nicht rechtzeitig um benutzerfreundliche Apps, digitale Wallets und “Tresore” zur Nutzung von CBDC erweitern, sieht die Studie als bedroht. Den Banken insgesamt würde zudem ein gewisser Teil an Einlagen verloren gehen, welche durch Finanzierung am Kapitalmarkt kompensiert werden müsste.

Kreditwirtschaft fordert CBDC-Ökosystem

In Bankenkreisen hält man die Einführung des digitalen Euro nur noch für eine Frage der Zeit, wie ein Anfang Juli veröffentlichtes Grundlagenpapier nahelegt. In dem Text beschreiben Fachleute der fünf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände in Deutschland ein über eine digitale Zentralbankwährungen (CBDC) hinaus reichendes “Ökosystem” für den digitalen Euro. Dieses müsse eine CBDC um einen Giralgeld-Token und eine sogenannte Triggerlösung ergänzen.

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Mobilitäts-Startup Bloxmove setzt auf Blockchain von Daimler

Der deutsche Automobilkonzern Daimler hat dem ausgegründeten Startup Bloxmove eine Nutzungslizenz für die selbst entwickelte Mobility Blockchain Platform erteilt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Schnittstelle für Mobilitätsanbieter

Bloxmove will im urbanen Raum eine nahtlose und integrierte Mobilitätsinfrastruktur unter Einbindung aller Mobilitätsanbieter aufbauen. Ziel sei es, die Komplexität für die Anwender zu reduzieren.

“Unsere dezentralisierte und gemeinsam nutzbare Technologie macht es möglich, die Vielzahl von Mobilitätsangeboten auf der Welt mit einem Klick und in einem Shop zu verbinden“, schreibt CEO Sophia Rödiger. 

“Mobilitätsnutzer, die von A nach B und auch mal weiter nach C möchten”, sollen über die Bloxmove-Lösung nahtlos alle angebundenen Angebote länderübergreifend nutzen können, “ohne eine Vielzahl an verschiedenen Apps zu benötigen”, so Rödiger weiter. Die angeschlossenen Mobilitätsanbieter sollen gleichzeitig ihre direkte Kundenbeziehung bewahren können.

Mobility Blockchain Platform von Daimler

Die Mobility Blockchain Platform war als Pilotprojekt bei Daimler entwickelt worden und wird seitdem in Zusammenarbeit mit verschiedenen Blockchain-Startups wie Ontology, Spherity, Riddle & Code und 51nodes weiter verbessert und um einen Marktplatz für die Lieferung von Dienstleistungen ergänzt. Kunden wie Bloxmove sollen mit der Plattform in die Lage versetzt werden, Transaktionen für Flotten- und Mietgeschäfte vollständig automatisiert abwickeln zu können.

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IOTA startet NFT-Marktplatz auf dem IOTA 2.0-Devnet

IOTA hat auf dem DevNet für IOTA 2.0 einen ersten Marktplatz für Non-fungible Token (NFT) in den Testbetrieb genommen, so IOTA am 12. Juli in einem Blogbeitrag.

Fast gebührenfreier NFT-Handel

Im Gegensatz zu anderen NFT-Marktplätzen auf Blockchain-Basis komme die eigene Lösung nahezu ohne Gebühren aus. Nutzer, welche den Tangle zum Tausch ihrer NFTs nutzen wollen, müssten lediglich eine minimale Kommission bezahlen.

Bei Marktplätzen für NFTs auf Blockchain-Basis fallen die Gebühren aufgrund schlechter Skalierbarkeit und damit einhergehend steigenden Transaktionskosten oft sehr hoch aus, betont IOTA, und verweist auf das Beispiel der Plattform Foundation. Bei dieser könnten für einen einzigen NFT-Verkauf Kosten bis zu 200 US-Dollar entstehen. 

Der eigene Tangle-Marktplatz habe dieses Problem nicht, weshalb IOTA den Tangle auch als das am besten zugängliche DLT-Netzwerk für NFTs bewirbt:

“Obwohl derzeit nur im Testmodus verfügbar, verspricht der neue, von der Community aufgebaute IOTA NFT-Marktplatz eine zugänglichere Zukunft für NFTs. Transaktionen werden im IOTA-Netzwerk immer gebührenfrei bleiben, diese Hürde fällt also bereits weg. Auch die Mining-Gebühren sind dank des IOTA Digital Assets Frameworks vernachlässigbar. Es verbleibt lediglich die Provision für den IOTA-NFT-Marktplatz, da die Infrastruktur in irgendeiner Weise mit Strom versorgt werden muss. Alles in allem wird die NFT-Lösung, die auf dem IOTA-Netzwerk basiert, deutlich günstiger sein als jede andere bestehende Lösung und damit für alle Marktteilnehmer attraktiver.”

Devnet als Zestnet für IOTA 2.0

Das den NFT-Marktplatz ausführende DevNet wurde von IOTA im Juni gestartet und kann mit einer gesonderten DevNet-Wallet für Testzwecke genutzt werden. Auch das von IOTA im März gestartete IOTA-Smart-Contract-Protocol kann auf dem DevNet bereits getestet werden.

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Deutsche Kreditwirtschaft fordert digitalen Euro als CBDC und Giralgeld-Token

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) empfiehlt in einem am 5. Juli veröffentlichten Grundlagenpapier die Schaffung eines Ökosystems für einen digitalen Euro in Form einer CBDC und Giralgeld-Token. Ein von der Europäischen Zentralbank (EZB) inzwischen angekündigtes Projekt zu einem digitalen Euro begrüße man, so eine am 14. Juli veröffentlichte Pressemitteilung. Ein digitaler Euro wie, ihn die EZB andenkt, reiche laut der DK dafür aber nicht aus.

Forderung nach CBDC-Ökosystem

In dem zuvor veröffentlichten Grundlagenpapier beschreiben Fachleute der fünf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände in Deutschland ein über eine digitale Zentralbankwährungen (CBDC) hinaus reichendes “Ökosystem” für einen digitalen Euro. Nur dann könne ein digitaler Euro erfolgreich sein, so die Autoren.

Neben einer sogenannten Wholesale-CBDC für Banken und Sparkassen solle dieses Ökosystem auch eine Retail-CBDC für den privaten Gebrauch sowie Giralgeld-Token für den Einsatz in der Industrie umfassen.

Dr. Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), aktuell Federführer der Deutschen Kreditwirtschaft, fasst diese Sichtweise wie folgt zusammen:

“Der digitale Euro muss drei Dinge leisten, um erfolgreich zu sein: Er muss für Verbraucher so einfach zu händeln sein wie Bargeld. Er muss für Unternehmen zukunftsfähig einsetzbar sein – beispielsweise bei automatisierten Zahlungen von Maschine zu Maschine. Und der digitale Euro muss gut eingebettet sein in unser fein austariertes, sorgfältig abgesichertes und hochgradig reguliertes europäisches Finanzsystem. Denn dieses System gewährleistet die sichere und faire Teilhabe aller Menschen in Europa an Finanz- und kreditwirtschaftlichen Dienstleistungen.”

Die Kreditwirtschaft stehe bereit, “mit innovativen Geldformen neue Lösungen für ihre Unternehmenskunden anzubieten”, so Schmalzl weiter. Die EZB müsse “den Rahmen dafür so setzen, dass Europas Kreditwirtschaft und Realwirtschaft die neuen Möglichkeiten sinnvoll ausschöpfen können.”

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) vom 14. Juli, ein Projekt zur Vorbereitung eines digitalen Euros zu starten, wird von der DK in ihrer Stellungnahme am gleichen Tag begrüßt, reicht aber nach deren Auffassung nicht aus. Um “unsere Volkswirtschaft sicher in die Zukunft zu begleiten”, brauche es “zusätzlich sowohl tokenisiertes Giralgeld als auch tokenisiertes Zentralbankguthaben.”

EZB will Möglichkeit eines digitalen Euro untersuchen

Am 14. Juli startete der EZB-Rat eine sogenannte Untersuchungsphase für einen digitalen Euro. Innerhalb von zwei Jahren will die Eurogruppe darin eine digitale Währung entwerfen, die sich an den „Präferenzen der Nutzer und der technischen Beratung durch Händler und Vermittler orientiert“.

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IOTA: Tangle-System soll afrikanische Exporteure aus der Papierflut retten

IOTA und die Non-Profit-Organisation Trademark East Africa arbeiten gemeinsam an einem Tangle-basierten System zur Digitalisierung des Dokumentationsaufwands afrikanischer Exporteure, so IOTA in einem Blogbeitrag vom 6. Juli.

Pilotprojekt mit Blumenexporteuren aus Kenya

In einem Pilotprojekt wurde dafür der Dokumentationsprozess von Blumenexporteuren aus Kenya digitalisiert und mit einem neu entwickelten System auf den Tangle gebracht. Wie IOTA schreibt, werden für eine einzige Handelstransaktion bislang bis zu 96 einzelne Papierdokumente benötigt.

Um diesen Prozess zu vereinfachen, habe man sich mit den technischen Teams innerhalb der Grenzbehörden wie der kenianischen Steuerbehörde (KRA), dem Kenya Plant Health Inspectorate Services (KEPHIS) und anderen Behörden ausgetauscht und das Tangle-basierte System entwickelt. Dieses vereinfache den Aufwand für die Exporteure stark, wie IOTA erläutert:

“Heute haben wir ein System, das die wichtigsten Handelsdokumente auf dem Tangle verankern und mit dem Zoll in den Zielländern teilen kann, um den Exportprozess zu beschleunigen und kenianische Unternehmen weltweit wettbewerbsfähiger zu machen. Das System wird derzeit mit Blumenexporteuren, Fluggesellschaften und Spediteuren getestet und erprobt.” 

Die Funktionsweise des “Trade Logistics Information Pipeline” genannten Systems wird von IOTA in folgendem Video genauer vorgestellt.

Aufgrund erster vielversprechender Ergebnissen habe Trade Mark East Africa das Projekt zu einer strategischen Priorität gemacht und seinen Vertrag mit der IOTA Foundation für dessen Weiterentwicklung verlängert. 

In einem nächsten Schritt sei geplant, die Tests auf weitere Handelswege auszudehnen, wie etwa für den Tee-Export nach Großbritannien, Fisch-Export nach Belgien oder den Textilien-Export in die USA. Die Partner wollen neben Kenya auch mit anderen Regierungen in Ostafrika zusammenarbeiten, um die Integration der Technologie auch mit deren Grenzbehörden zu testen.

Finanziell unterstützt wird das Projekt laut IOTA durch die Entwicklungsagenturen der Niederlande, dem Vereinigten Königreich und den USA.

IOTA glänzt durch Partnerschaften

Die IOTA-Foundation unterhält zahllose Partnerschaften mit Unternehmen und Organisationen aus dem privaten und öffentlichen Sektor, um das selbst entwickelte Tangle-System für verschiedenste Anwendungsfälle nutzbar zu machen. So beteiligt sich die IOTA Foundation etwa auch an dem von der EU geförderten Projekt Orchestra für die Entwicklung von Verkehrsmanagement-Konzepten im Internet der Dinge (IoT) und für das autonome Fahren.

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21Shares schließt Partnerschaft mit comdirect: Krypto-ETPs für Sparkonten geplant

Der Anlageprodukteanbieter 21Shares hat sich mit comdirect, einem führenden Online-Broker aus Deutschland, zusammengetan. Er will seine börsengehandelten Kryptowährungsprodukte (ETPs) auf den Sparkonten der Bank anbieten.

Über diese Partnerschaft können fast 3 Millionen Kunden der comdirect physisch besicherte Krypto-ETPs in ihr Sparkonto integrieren können. 21Shares behauptet, dies sei das erste Mal, dass Anleger über ihre Sparkonten in Krypto investieren können.

Marco Infuso, der Geschäftsführer bei 21Shares, sagte, mit dem neuen Angebot können comdirect-Kunden Kryptowährungen in ihrer Vorsorge mit einbeziehen. Es würde auch Anleger anziehen, die wegen der mangelnden Investitionsmöglichkeiten darüber nachdenken, in Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen zu investieren.

„Wir wollten mit diesem Projekt Leuten die Möglichkeit geben, zu wählen, wie sie für ihren Ruhestand vorsorgen“, sagte er. „Das ist sehr spannend für alle Investoren, die über einen Bitcoin-Kauf nachgedacht haben, aber nicht die richtigen Anlageinstrumente hatten, um das in einem Sparplan umzusetzen.“

21Shares und andere Krypto-Asset-Firmen haben daran gearbeitet, digitale Assets in den traditionellen Finanzbereich zu integrieren. Bitcoin-ETPs haben sich als eine beliebte Option für Anleger erwiesen, die eine alternative Investitionsmöglichkeit in Kryptowährungen suchen.

Im Jahr 2019 war 21Shares der erste Krypto-Emittent, der ein vollständig besichertes Bitcoin-ETP an deutschen Börsen gelistet hat. Erst letzten Monat hat sich das Unternehmen mit dem Vermögensverwalter Ark Invest zusammengetan und einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds in den Vereinigten Staaten beantragt.

In diesem Zusammenhang: Investmentprodukt-Emittent 21Shares will Bitcoin-ETP an Börse Aquis notieren

Die US-Börsenaufsicht hat zwar noch keinen Bitcoin-ETF genehmigt, aber die Regulierungsbehörden könnten in den nächsten Jahren ihre Haltung allmählich aufweichen, so Todd Rosenbluth. Der Leiter der ETF- und Investmentfonds-Forschung glaubt, dass ein US-Bitcoin-ETF bis 2023 genehmigt werden könnte.

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USA haben beste Voraussetzungen für Kryptobranche, Deutschland in den Top-10

Obwohl die USA noch keinen richtigen gesetzlichen Rahmen für Kryptowährungen haben, bietet das Land im Vergleich zu allen anderen Nationen der Welt die besten Voraussetzungen für die Kryptobranche.

Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der „Crypto-Ready Index“ des Marktforschungsinstituts Crypto Head, der den USA den Spitzenwert von 7,3 von 10 Punkten zuweist. Als Grundlage für diese Bewertung dienen verschiedenste Kennzahlen und Gegebenheiten, darunter die Menge der Google-Suchanfragen, die Anzahl der Krypto-Geldautomaten und die Rechtslage um Kryptowährungen.

„In Sachen Krypto-Geldautomaten sind die USA mit mehr als 17.000 Maschinen weltweit mit Abstand führend, denn das nächstplatzierte Land verzeichnet knapp 16.000 Automaten weniger“, wie dahingehend im Index heißt. Und weiter: „Das amerikanische Recht erlaubt den Besitz von Kryptowährungen und deren Nutzung durch Banken, zudem gab es in den USA im vergangenen Jahr einen Anstieg der Suchanfragen zu Kryptowährungen von 140 %.“

Überraschenderweise ist Zypern das Land auf der Welt, das am zweitmeisten „crypto-ready“ ist, was allen voran an den stark gestiegen Google-Suchanfragen zu Krypto auf dem Inselstaat liegt.

Die restlichen Top-5 werden von Singapur, Hongkong und Großbritannien komplettiert.

Irland, Slowenien, Australien, Deutschland und Kanada sind ebenfalls in den Top-10. Quelle: Crypto Head.

Vor einigen Monaten sah es hingegen noch so aus, als ob sich die Rechtslage in den USA dramatisch verschlechtert, denn die scheidende Trump-Regierung wollte noch schnell weitaus strengere Auflagen für Krypto-Wallets verabschieden, was jedoch nicht mehr durchgesetzt wurde. Die Regierung von Joe Biden scheint der Branche etwas offener gegenüberzustehen, was allein schon an der Ernennung von Gary Gensler zum Chef der US-Börsenaufsicht abzulesen ist.

Obwohl sich inzwischen selbst die Wall Street für Krypto öffnet, bleibt die Krypto-Regulierung in den USA zunächst weiterhin ungewiss. Allen voran die Aufsichtsbehörde für Derivatehandel (CFTC) und die Behörde für Finanzkriminalität (FinCEN) werden wohl zunehmend in die Beaufsichtigung der Branche eingebunden werden.

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