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Bitfinex-Tochter Ethfinex Trustless bietet dezentralen OTC-Handel an

Die Hybrid-Kryptowährungsbörse Ethfinex Trustless, die Bitfinex gehört, kündigte an, einen dezentralen On-Chain-Dienst für den außerbörslichen Handel (OTC) auf den Markt bringen zu wollen, wie es in einer Pressemitteilung am 3. Juni hieß, die Cointelegraph vorlag.

Das System soll kein zentrales Orderbuch oder ein Matching-Engine haben und nur Finanzinstrumente sind von der Plattform aus eingeschränkt. Darüber hinaus heißt es in der Pressemitteilung:

„Kunden können mit jedem ERC20-Token handeln und sogar benutzerdefinierte Ethereum-Adressen für Token angeben, die derzeit nicht an einer Börse notiert sind.“

Der Mitteilung zufolge verwendet das neue System Blockchain, um eine OTC-Transaktion als Atomic-Swap zu erzwingen. Damit wird ein Treuhänder überflüssig und dadurch wir „OTC für jedermann verfügbar, da die Gebühren mit 0,02 Prozent deutlich niedriger sind“. In der Pressemitteilung wird angegeben, dass diese Gebühren auf traditionellen OTC-Handelsplätzen normalerweise bei 2 bis 5 Prozent liegen.

In der Pressemitteilung wird erklärt, dass Ethfinex Trustless OTC keine Identitätsprüfung (KYC) oder Registrierung benötige, aber dass Personen mit Wohnsitz in den USA und anderen eingeschränkten Ländern diesen Dienst nicht nutzen können.

Wie Cointelegraph gestern berichtete, will die dezentrale Börse (DEX), die von der großen Kryptowährungsbörse Binance entwickelt wurde, den Zugang zur Webseite für Benutzer aus 29 Ländern, darunter die USA, sperren.

Diese Woche hat auch die finnische P2P-Bitcoin (BTC)-Handelsplattform LocalBitcoins offenbar die Option, Krypto-gegen-Bargeld zu handeln, aus seinem Dienst entfernt, wie es in Online-Medien hieß. Das Unternehmen hatte im Februar angekündigt, dass es darauf hinarbeiten würde, die Standards der Europäischen Union hinsichtlich der Anti-Geldwäsche/KYC-Maßnahmen einzuhalten.

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Marktforscher: „Blockchain-Technologien könnten schon in 18 Monaten veraltet sein“

Das Marktforschungsinstitut Gartner warnt, dass 90% der Blockchain-Technologien, die Unternehmen bereits zum Einsatz bringen, in den nächsten 18 Monaten veraltet sein werden. Dies berichtet ITPro am 3. Juni.

Adrian Lee, der Forschungsleiter von Gartner, erklärt dahingehend, dass die Blockchain-Branche bisher noch sehr fragmentiert sei, was wiederum dazu führt, dass Unternehmen ein hohes Risiko eingehen, wenn sie jetzt schon auf Blockchain setzen. Nach seiner Schätzung könnten die jeweiligen Lösungen bis zum Jahr 2021 gänzlich obsolet oder zumindest unsicher sein.

Einen der Hauptgründe für diese Entwicklung sieht Lee in dem irreführenden Marketing der Blockchain-Unternehmen, die oft an den tatsächlichen Anforderungen ihrer Firmenkunden vorbei werben. Dementsprechend wird es für die Kunden schwieriger, genau einschätzen zu können, welchen Nutzen sie aus der Einbindung von Blockchain ziehen können, was zu folgender Problematik führt:

„Viele IT-Chefs überschätzen die tatsächlichen Möglichkeiten und den wirklichen Nutzen, den die Blockchain-Technologie für ihre Firma bedeuten kann, weshalb sie mit einer unrealistisch hohen Erwartungshaltung an die Blockchain-Lösungen herangehen.“

Dies verschleiert den Unternehmen wiederum den Blick, um objektiv entscheiden zu können, welche Blockchain für ihre Geschäftstätigkeit am sinnvollsten ist, was unweigerlich zur Folge hat, dass einige Firmen falsch ausgerüstet sind.

Lee geht davon aus, dass die Zersplitterung der Blockchain-Branche in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird, denn anstatt sich um Standardisierung und gemeinsame Projekte zu bemühen, wird an verschiedenen konkurrierenden Plattformen gearbeitet. In Folge dessen prognostiziert Gartner, dass sich auch bis 2024 noch keine Blockchain-Plattform als klarer Marktführer herauskristallisiert hat.

Im Februar hatte Gartner ebenfalls schon gewarnt, dass Unternehmen zunächst die Finger von der Blockchain lassen sollten. Marktforscher David Furlonger meinte damals, dass die Branche noch nicht ausgereift sei, weshalb die Technologie noch nicht im großen Stil einsatzbereit ist.

Im April hatte das Forschungsinstitut allerdings errechnet, dass 20% der Top-10 Lebensmittelhändler bis zum Jahr 2025 Blockchain in ihre Abläufe eingebunden haben.

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Coinbase nimmt Kryptowährung EOS ins Angebot

Die große amerikanische Kryptobörse Coinbase hat nun die Kryptowährung EOS in ihr Angebot genommen, wie aus einer Pressemitteilung vom 30. Mai hervorgeht.

Der neue Token ist ab sofort in den meisten Regionen verfügbar, die von Coinbase abgedeckt werden, einzige Ausnahmen sind derzeit Großbritannien und New York.

Des Weiteren heißt es in der Pressemitteilung, das für EOS keinerlei Transaktionsgebühren anfallen, stattdessen wird eine Quasi-Gebühr durch das zur Verfügung stellen von Rechenleistung (z.B. Arbeitsspeicher oder Prozessorleistung) eingeholt. Nutzer, die sich auf der EOS Blockchain bewegen, können ebenfalls EOS verdienen, indem sie ihre Rechenleistung nutzbar machen.

Mit EOS fügt Coinbase eine weitere große Kryptowährung hinzu, der Coin hat momentan eine Marktkapitalisierung von 8 Mrd. US-Dollar. Erst im Februar hatte die Kryptobörse den XRP-Token von Ripple ins Angebot genommen, während kürzlich die großen Stablecoins DAI und USD Coin (USDC) gefolgt sind.

Im Mai hat Coinbase seine globale Reichweite vergrößert und auf mehr als 50 weitere Länder ausgedehnt. Außerdem wurde ein Krypto-Lernprogramm namens Coinbase Earn auf den Weg gebracht, an dem in mehr als 100 Ländern teilgenommen werden kann.

Vor kurzem hat die Coinbase Vize-Präsidentin Emilie Choi angekündigt, dass die Kryptobörse zunächst nicht auf dezentralisiertes Trading setzten wird. Choi verweist dahingehend auf die etwaigen Probleme bei der Befolgung von gesetzlichen Vorschriften, die im Zuge einer solchen dezentralisierten Kryptobörse (DEX) entstehen könnten:

„Wenn wir eine dezentralisierte Kryptobörse eröffnen wollen, müssen wir sicherstellen, dass für Sicherheit und Gesetzestreue gesorgt ist. Allerdings gibt es bisher keinen konkreten Plan, wie man so etwas umsetzen könnte. Wir finden die Idee sehr interessant, aber investieren momentan keine Ressourcen in diese Richtung.“

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Deutsche Telekom geht Partnerschaft mit Blockchain-Firma für Internet-of-Things Geräte ein

Eine Abteilung der Deutschen Telekom hat sich mit dem auf Binance eingetragenen Blockchain-Projekt Fetch.AI (FET) zusammengetan, um gemeinsam dezentralisierte Innovationen im Bereich Internet-der-Dinge zu schaffen. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die Cointelegraph am 22. Mai zugespielt wurde.

Fetch.AI, ein in Cambrdige ansässiges Startup, ist eine Absichtserklärung (MoU) mit T-Labs, einer Abteilung der Deutschen Telekom, eingegangen, um an sogenannten „Autonomen Agenten“ zu arbeiten, die auf dem Blockchain-Netzwerk von Fetch.AI basieren und in Internet-of-Things Geräte eingebaut werden sollen. Autonome Agenten sind komplexe Softwaresysteme, die über eingespeiste Daten eigenständige Entscheidungen treffen können.

Im Rahmen der neuen Partnerschaft soll erforscht werden, wie autonome Agenten in IoT-Geräte integriert werden können, um diese selbständig und ohne menschliches Einwirken steuern zu können, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Humayun Sheikh, der Geschäftsführer von Fetch.AI, gibt in einer dazugehörigen E-Mail gegenüber Cointelegraph an, dass das Projekt dabei besonders auf die Verbindung zwischen Maschinellem Lernen, Künstlicher Intelligenz und Smart Contracts abzielt.

Dahingehend erklärt Sheikh, dass dadurch zum Beispiel neue Forschungsgeräte entwickelt werden könnten, die Daten erfassen und dann über die autonomen Agenten miteinander kommunizieren.

Wie Sheikh weiter ausführt, zielt das Projekt speziell darauf ab, ein modulares Framework zu entwickeln, dass der T-Labs ermöglicht, die technologischen Lösungen von Fetch.AI in ihre Geräte einzubauen. Als Beispiel führt er ein Projekt an, bei dem Maschinelles Lernen für E-Scooter eingesetzt werden soll.

Sowohl Fetch.AI als auch die T-Labs sind Mitglied des Blockchain-basierten IoT-Konsortiums Trusted IoT Alliance, dem auch schon andere große Technologiekonzerne wie Bosch und Siemens angehören, so die Pressemitteilung.

Der neuen Partnerschaft ist der erfolgreiche Token-Verkauf von Fetch.AI vorausgegangen, der im Februar auf Binance Launchpad durchgeführt wurde. Wie zuvor berichtet, wurde durch den Verkauf von mehr als 69 Mio. Tokens ein Investitionskapital in Höhe von 6 Mio. US-Dollar erzielt. Der Verkauf war innerhalb von nur 22 Sekunden beendet.  

Die Deutsche Telekom, der fünftgrößte Telekommunikationskonzern der Welt, hatte sich im Februar wiederum mit der SK Telecom, dem größten Mobilfunkanbieter Südkoreas, zusammengetan, um gemeinsam an einem Blockchain-Projekt für den Mobilbereich zu arbeiten.

Wie Cointelegraph kürzlich berichtet hatte, plant der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung wiederum, seine geplanten Blockchain-Funktionen auch in Geräte aus dem niedrigeren Preissegment einzubinden.

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Tron kündigt BitTorrent-basierte IPFS-Variante für ein Dezentrales Dateisystem an

Die hinter der dezentralen, webfokussierten Kryptowährung TRX stehende Blockchain-Plattform Tron hat angekündigt, eine BitTorrent-basierte Version des dezentralen Dateisystems InterPlanetary File System (IPFS) zu entwickeln. Dies teilte die Firma am 30. Mai in einer Pressemitteilung gegenüber Cointelegraph mit.

Laut der Mitteilung soll das BitTorrent File System (BTFS) eine Variante der Open-Source-Software IPFS werden, die es den Anwendern ermöglichen soll, „Speicherplatz auf ihren Computern mit anderen Personen und Unternehmen zu erhalten und bereitzustellen“. Interne Tests des BTFS-Protokolls sollen bereits Ende Mai begonnen haben. Justin Sun, Gründer von Tron und – seit der Bittorent-Übernahme im Juni letzten Jahres – CEO von BitTorrent, sagte dazu:

„Wir schaffen eine Plattform mit BTFS, BitTorrent Speed Blockchain-Integration und dem BTT Utility Token, um Benutzer weltweit schnell und privat miteinander interagieren zu lassen, ganz ohne Zwischeninstanzen oder staatliche Eingriffe.“

Die Pressemitteilung zitiert eine nicht näher spezifizierte Studie des McKinsey Global Institute aus dem Jahr 2018, in der es heißt, dass „5.750 der weltweit größten privaten und öffentlichen Unternehmen mit einem Umsatz von 1 Milliarde US-Dollar oder mehr festgestellt hätten, dass ein Prozent dieser Unternehmen 36 Prozent des gesamtne wirtschaftlichen Gewinns erzielten“. Der Autor der Mitteilung behauptet in Bezug darauf:

„Ein dezentrales Internet würde ein Szenario schaffen, in dem einige dieser Gewinne, von Anzeigenverkäufen, Datenerfassung und anderen Mitteln, an Menschen zurückgegeben werden, die sich für die Geschäftsmodelle großer Unternehmen entscheiden.“

Wie Cointelegraph Ende März berichtete, hatte BitTorrent angekündigt, eine öffentliche Beta-Version seiner dezentralen Social Media App BitTorrent Live im zweiten Quartal 2019 zu veröffentlichen.

Im Januar sagte Simon Morris, ehemaliger Chief Strategy Officer bei BitTorrent, dass Tron nicht in der Lage sein wird, das für die Tokenisierung von BitTorrent erforderliche Transaktionsvolumen zu stemmen. Als Antwort darauf sagte ein Tron-Sprecher Cointelegraph damals, dass „Handlungen und die Realisierung eine deutlichere Sprache sprechen werden als die Worte eines verärgerten ehemaligen Mitarbeiters“.

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Toyota, UTokyo und Trende testen Blockchain-basiertes Stromhandelssystem

Die Universität Tokio, der japanische Automobilhersteller Toyota Motor Corporation und der japanische Online-Anbieter für erneuerbare Energien Trende Inc. planen, gemeinsame Tests für ein Blockchain-betriebenes Stromsystem. Dies gab Toyota in einer offiziellen Pressemitteilung am 23. Mai bekannt.

Der für den 17. Juni geplante Pilotversuch soll ein Peer-to-Peer-Energiesystem testen, das es Haushalten, Unternehmen und Elektrofahrzeugen, die an das Stromnetz angeschlossen sind, ermöglicht, Strom über Blockchain zu handeln. Der Test soll am Higashifuji Technical Center von Toyota und in der Umgebung stattfinden.

Wie in der Pressemitteilung dargelegt, befindet sich das nationale Stromversorgungssystem Japans aktuell in einer Übergangsphase, da die dezentrale Stromversorgung – einschließlich Solarmodulen, Sekundärbatterien und Elektrofahrzeugen – zunehmend an Fahrt gewinnt. Dieser Übergang bringt eine Verschiebung „von einem traditionellen großen konsolidierten System zu einem verteilten System“ mit sich, bei der Einzelpersonen und Unternehmen die Eigentümer ihrer eigenen Stromversorgung sein können.

Für das Pilotprojekt werden die Partner Berichten zufolge eine für alle Teilnehmer zugängliche Strombörse einrichten sowie ein mit künstlicher Intelligenz (KI) betriebenes Strommanagementsystem, einen in den Räumlichkeiten der einzelnen Teilnehmer installierten „Stromhändler“.

Dieser KI-basierte Stromhändler wird basierend auf ihrem Stromverbrauch im Namen der Teilnehmer Kauf- und Verkaufsaufträge an der Börse platzieren und dabei Vorhersagen über den von Solarmodulen zu erzeugenden Strom auf ihrem Gelände machen.

In der Pressemitteilung heißt es, dass der Pilot den ersten Test für ein verteiltes Stromhandelssystem darstellt, das Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs), Solarmodule und Sekundärbatterien umfassen soll.

Zu den erklärten Zielen gehört es, dass Stromkonsumenten und „Prosumer“ Strom durch Markttransaktionen handeln und überprüfen und dabei Algorithmen zur Vorhersage der Anforderungen von PHEVs einzusetzen.

Ein Prosumer ist in der Pressemitteilung definiert als eine Prägung für „einen Stromverbraucher, der auch ein Produzent von Strom mit eigenen Stromerzeugungsanlagen ist“.

Wie bereits berichtet, kooperierte Toyota im Herbst 2018 mit dem Blockchain-Werbeanalytikunternehmen Lucidity, um Betrug bei digitalen Werbekampagnen zu bekämpfen.

Diese Woche gaben die großen Automobilhersteller Honda und General Motors ihre eigene gemeinsame Forschungsinitiative zur Interoperabilität von Elektrofahrzeugen und Smart Grids unter Verwendung von Blockchain bekannt.

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Inflations-Bug noch immer eine Gefahr für mehr als die Hälfte aller vollständigen Knoten von Bitcoin

Die vom Bitcoin-Kernentwickler Luke Dashjr veröffentlichten Zahlen zeigen, dass auf mehr als der Hälfte der vollständigen Knoten im Bitcoin-Netzwerk noch Client-Software ausgeführt wird, die für den im September 2018 entdeckten Inflationsfehler anfällig ist.

Diese Enthüllung stellt eine gewisse Gefahr für das Netzwerk dar, da Software-Schwachstellen eine eindeutige und gegenwärtige Gefahr für die Treue von Bitcoin (BTC) darstellen. Jetzt, da sich die Kryptowährung auf dem ersten Platz inmitten eines positiven Kursverlaufs befindet, ist es vielleicht wichtig, dass Schritte unternommen werden, um das Inflationsproblem endgültig zu beseitigen.

Die meisten Bitcoin-Vollknoten sind immer noch anfällig für den Inflationsfehler

Wie Cointelegraph am 8. Mai berichtete, zeigen Untersuchungen von Dashjr, dass auf mehr als 50% der vollen Knoten im Bitcoin-Netzwerk immer noch Softwareversionen des Bitcoin-Clients ausgeführt werden, die für den Inflationsfehler anfällig sind.

Ab diesem Zeitpunkt ist die Anzahl jedoch leicht von etwa 60% auf 54% gesunken. Dies bedeutet, dass in den letzten Tagen einige vollständige Knoten auf ein neueres Client-Software-Update aktualisiert wurden.

Bereits im September 2018 entdeckten Entwickler den Inflationsfehler – der es Minern theoretisch ermöglichen könnte, das gesamte Bitcoin-Angebot über die 21 Millionen BTC hinaus zu erhöhen, indem sie mehrere nicht verwendete Transaktionsausgaben (UTXOs) in derselben Transaktion gebraucht.

Angesichts der Art des Fehlers hielten die Entwickler es geheim und veröffentlichten ohne großes Aufsehen zu erregen eine neue Version des Clients. Ein Auszug aus dem von Bitcoincore.org veröffentlichten CVE-Bericht (Common Vulnerabilities and Exposures – geläufige Schwachstellen und Gefahrenpotenzial) vom September 2018 lautet:

„Um schnelle Upgrades zu fördern, wurde beschlossen, die weniger schwerwiegende Denial-of-Service-Sicherheitsanfälligkeit sofort zu beheben und offenzulegen. Gleichzeitig wurde die Veröffentlichung des vollständigen Problems verzögert, um Minern, Unternehmen und anderen Beteiligten Zeit zu geben, um ihre System aktualisieren zu können. Am 20. September berichtete ein Beitrag in einem öffentlichen Forum über die volle Wirkung und obwohl er schnell zurückgezogen wurde, breitete sich die Behauptung weiter aus.“

Eine wichtige Erkenntnis aus der Analyse von Dashjr ist die Gesamtzahl der vollen Knoten im Bitcoin-Netzwerk. In den meisten Bitcoin-Literaturquellen wird die Anzahl der Vollknotenzahlen auf etwa 10.000 geschätzt.

Dashjr ist jedoch der Ansicht, dass diese Zahl näher an 100.000 liegt und dass der Grund für diese Diskrepanz in der Tatsache liegt, dass viele Quellen nur Knoten berücksichtigen, die aktiv im Netzwerk mithören.

Diese als Überwachungsknoten bezeichneten Vollknoten verfügen über offene Portverbindungen, die geprüft werden können. Jedoch sind nicht alle Vollknoten gleichzeitig Empfangsknoten. Einige, die sich hinter Firewalls verstecken oder so konfiguriert sind, dass sie nicht aktiv auf neue Verbindungen warten, haben keine leicht erkennbaren offenen Port-Verbindungen.

Die Schwere des Inflationsfehlers

Um die Schwere des Inflationsfehlers zu verstehen, ist es wichtig, den Mechanismus zu kennen, mit dem das Problem ausgenutzt werden kann. Dieser Prozess würde eine Zusammenfassung beinhalten, die den Doppelausgabenangriff, den Inflationsfehler selbst und die Probleme erklärt, die auftreten können, wenn sie nicht überprüft werden.

Der frühe Erfolg von Bitcoin ist Satoshi Nakamoto – dem Erfinder von Bitcoin – zuzuschreiben, der eine hervorragende Lösung für das Problem der doppelten Ausgaben gefunden hatte. Ein Problem, das viele virtuelle Währungen vor Bitcoin in den Ruin getrieben hat.

Durch die Erstellung eines unveränderlichen Hauptbuchs mit Knoten, die Transaktionen validieren, wurde es theoretisch fast unmöglich, dasselbe UTXO für zwei verschiedene Transaktionen zu verwenden.

Die Schwere des Inflationsfehlers

Was passiert jedoch, wenn ein böswilliger Akteur versucht, mit einer Transaktion mehrere UTXOs auszugeben, anstatt die UTXO in zwei verschiedenen Transaktionen auszugeben? Aufgrund der Art und Weise, wie Bitcoin für die Arbeit entwickelt wurde, würde diese Aktion bedeuten, dass neue Coins praktisch aus dem Nichts erzeugt werden, wodurch das gesamte Angebot aufgeblasen wird – daher der Name Inflationsfehler.

Mehrere aufeinanderfolgende Aktualisierungen der Bitcoin-Software haben versucht, die Immunität der Blockchain gegen die erste Art von Doppelausgabenangriffen zu verbessern. Mit der Core 0.14.x-Version des Bitcoin-Software-Clients stellten Entwickler jedoch fest, dass im Software-Client die Möglichkeit einer Sicherheitsanfälligkeit durch Distributed Denial-of-Service (DDoS) bestand.

Der Fehler ermöglichte es einem böswilligen Angreifer, Knoten mit der Softwareversion 0.14.x zum Absturz zu bringen, indem er versuchte, dasselbe UTXO zweimal auszugeben. Dabei wäre es das Ziel gewesen, so viele Knoten wie möglich zum Absturz zu bringen und nicht die gesamte Bitcoin-Versorgung zu inflationieren.

Bei dem Versuch, das Problem zu beheben, enthielt das nächste veröffentlichte Update, 0.15.0, Funktionen, die es einem böswilligen Angreifer versehentlich ermöglichten, dasselbe UTXO in einer Transaktion doppelt auszugeben. Anstatt einen Systemabsturz zu verursachen, hat dieser neue Fehler ältere Software-Clients dazu veranlasst, solche Doppelausgaben als gültig zu erkennen.

Nach der Entdeckung veröffentlichten die Entwickler zuerst eine neue Version der Software, bevor sie den Fehler der breiteren Krypto-Community bekannt gaben. Einige Monate, nachdem das Problem behoben werden sollte, scheint es jedoch, dass auf mehr als der Hälfte der vollständigen Knoten im Netzwerk noch Client-Implementierungen ausgeführt werden, die für den Fehler anfällig sind.

Cointelegraph sprach mit Dashjr über die Auswirkungen des Inflationsfehlers, worauf der Bitcoin-Entwickler antwortete:

„Der Inflationsfehler ist in der Praxis ein netzweites Risiko. Ein „51%-Miner-Angriff“ würde eine Inflation verursachen (etwas, das solche Angriffe normalerweise nicht können). Die Inflationskette würde nur von gefährdeten Knoten und Light-Wallets akzeptiert. “

Dashjr ging weiter auf die Gefahren durch den Bug ein und fuhr fort:

„Es macht aus einem vermeintlichen vollen Knoten in dieser Hinsicht eigentlich nur eine Light-Wallet. Wenn mehr als nur eine kleine Minderheit Light-Wallets verwendet, können sich die Miner die Vorschriften ausdenken.“

Alles, was Knoten tun müssen, ist ein Upgrade

Wenn Entwickler einen Fehler dieser Art entdecken, besteht die Lösung immer darin, die Knoten auf eine neuere Version der Software zu aktualisieren, die hoffentlich über Funktionen verfügt, mit denen das Problem behoben werden kann. Manchmal kann dieser Prozess dazu führen, dass ein anderes Problem auftaucht – wie 2018 zu sehen war, als die Lösung des DDoS-Fehlers dazu führte, dass sich der Inflationsfehler manifestierte.

Auf die Frage von Cointelegraph, was in Bezug auf die Situation zu tun ist, kam Dashjrs Antwort einfach und direkt auf den Punkt:

Jeder sollte auf einen festen vollständigen Knoten aufgewertet werden.“

Besteht für das Bitcoin-Netzwerk während dieses Prozesses ein glaubwürdiges Risiko, da die Hälfte aller Knoten für den Inflationsfehler anfällig ist? Die Antwort auf die Frage könnte darin liegen, wer wirklich die Macht im Netzwerk besitzt: Miner oder Entwickler?

Im Jahr 2018 brachte der Bitcoin-Entwickler Jimmy Song die Ansicht zum Ausdruck, dass es für Kriminelle, die versuchen, den Inflationsfehler auszunutzen, fast unmöglich sein würde, Erfolg zu haben. Zum einen sagte Song, dass nicht jeder vollständige Knoten den Bitcoin-Kern ausführt, sondern dass eine große Anzahl es vorzieht, benutzerdefinierte Iterationen des Bitcoin-Clients bereitzustellen.

Die Tatsache, dass einige Knoten den Core-Client nicht bereits ausführen, verringert den Angriff, da solche Knoten den Block mit den aufgeblasenen UTXOs ablehnen. Wenn eine signifikante Anzahl von Minern den befallenen Block ablehnt, tritt wahrscheinlich ein „Chain-Split“ auf.

Im Jahr 2010 veröffentlichten Entwickler während des in Block 74.638 entdeckten „Vorfalls eines Wertüberlaufs“ ein neues Update für den Client in weniger als fünf Stunden. Der fragliche Block enthielt eine Transaktion, die ungefähr 184 Milliarden BTC für drei Adressen erzeugte, wobei zwei Adressen jeweils 92,2 Milliarden BTC bekamen. Der Miner, der für die Berechnung des Blocks verantwortlich war, erhielt nur 0,01 BTC.

Die Diskrepanz hielt nur für die nächsten 53 Blöcke an, und bis Block 74.691 waren keine Spuren des Überlaufwerts im Netzwerk mehr vorhanden. Knoten, die anfangs den Chain-Split mit dem fehlerhaften Block akzeptierten, kehrten bald zu dem Chain-Split zurück, die den aufgeblasenen Block nicht enthielt.

Gleiches gilt für den Inflationsfehler: Sobald die Spaltung eintritt, werden Entwickler und andere im Netzwerk es bemerken, wie Song in diesem Auszug seines Blogposts erklärte:

„Aufgrund dieser Unregelmäßigkeiten hätten die Leute im Netzwerk dies bald aufgespürt, wahrscheinlich einige Entwickler alarmiert und die Kernentwickler hätten es behoben. Wenn es eine Fork gegeben hätte, würde der soziale Konsens an dem Punkt, an dem die richtige Chain gefunden wurde, diskutiert und der Block, der eine unerwartete Inflation verursacht, wäre wahrscheinlich rausgeworfen worden. Wenn es eine Verzögerung gegeben hätte, wäre wahrscheinlich ein freiwilliger Rollback in Erwägung gezogen worden, um den Angreifer zu bestrafen.“

Angesichts der Wirtschaftlichkeit des Angriffs ist es für Song unwahrscheinlich, dass verbrecherische Miner eine solche Taktik anwenden wollen. Der Bitcoin-Lehrer sagte jedoch, dass Hacker, die für Länder mit Anti-Bitcoin-Einstellungen arbeiten, den Fehler ausnutzen könnten, um das Netzwerk zu zerstören.

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Diar: Bitcoin-Mining-Hashrate verteilt sich stärker auf Pools

Die Bitcoin (BTC)-Mining-Hashrate verteilt sich immer stärker auf Mining-Pools, wie es in einem Bericht vom 13. Mai vom Kryptowährungs-Forschungsunternehmen Diar heißt.

Dem Bericht zufolge sind kleinere Mining-Pools in diesem Jahr erheblich gewachsen, da unbekannte Miner entweder abspringen oder die Pools wechseln.

Prozentsatz der geminten Bitcoin-Blöcke pro Mining-Pool

Prozentsatz der geminten Bitcoin-Blöcke pro Mining-Pool. Quelle: Diar

Unbekannte Bitcoin-Miner sollen zu Beginn des letzten Jahres noch 6 Prozent der Blöcke gelöst haben, während es bis Ende 2018 schon 22 Prozent wurden.

Im Bericht heißt es jedoch, dass dieser Trend inzwischen zurückgehe, da kleinere Pools in den letzten zwei Monaten nun zwischen 23 Prozent und 24 Prozent der Blöcke gelöst hätten. Das sei doppelt so viel wie im Vorjahr. Diar erklärt, dass eine solche Verteilung zwar ihre Vorteile hat, aber auch ein weiterer Trend zu beobachten war:

„Eine Verteilung der Hash-Power schützt sicherlich besser vor koordinierten Angriffen, aber die Zahl der Pools nimmt weiter ab. Bis heute haben seit Anfang 2018 40 Prozent der Pools ihren Betrieb eingestellt.“

Wie Diar vor einer Woche berichtete, stiegen die durchschnittlichen Bitcoin-Transaktionsgebühren im April im Vergleich zum März um fast 200 Prozent.

Ende Mai berichtete Cointelegraph, dass die Hashrate des chinesischen Kryptowährungs –Mining-Riesen Bitmain innerhalb eines Monats deutlich gesunken ist.

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Microsoft entwickelt Identitätsnetzwerk auf der Bitcoin-Blockchain

Microsoft entwickelt derzeit ein dezentralisiertes Identitätsnetzwerk (DID), das auf der Bitcoin-Blockchain liegt, wie aus einer entsprechenden Ankündigung vom 13. Mai hervorgeht.

In besagtem Blog-Eintrag heißt es, dass das sogenannte „Identity Overlay Network“ (ION) auf offenen Standards beruht, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Dezentralisierte Identität abgestimmt wurden.

Microsoft gibt an, dass das Hauptaugenmerk zunächst auf der Verarbeitungsleistung lag, da „selbst die besten dezentralisierten Blockchains nur wenige Transaktionen pro Sekunde abwickeln können, was niemals ausreichen würde, um der Identitätsverarbeitung der ganzen Welt zu genügen“. Im Gegensatz dazu könnte das neue System von Microsoft mehrere tausend Anfragen pro Sekunde verarbeiten. Das erklärte Ziel des Identity Overlay Networks wird dabei wie folgt beschrieben:

„Wir finden, dass jeder Mensch eine dezentralisierte, digitale Identität besitzen sollte, die er selbst kontrolliert, gestützt von Identifikationsmerkmalen, die einen sicheren Austausch ermöglichen, um den höchstmöglichen Datenschutz zu garantieren. Diese digitale Identität sollte sich reibungslos in den Alltag integrieren und muss den Menschen in den Mittelpunkt stellen.“

Daniel Buchner, ein leitender Entwickler aus der betreffenden Abteilung bei Microsoft, gibt an, dass dezentralisierte Netzwerke dabei helfen sollen, die Verfügungsgewalt von Apps, Dienstleistungen und Unternehmen abzubauen, die Nutzerdaten zentral speichern.

Microsoft will nach eigener Aussage darauf hinarbeiten, dass „Milliarden von Menschen sicher über ein gemeinsames, übergreifendes System interagieren können, das auf offenen Standards beruht“.

Im Zuge dessen will Microsoft auch mit Open-Source Entwicklern kooperieren, damit das ION in den nächsten Monaten auf der Bitcoin-Blockchain in Betrieb genommen werden kann.

Technologische Lösungen, die den Nutzern mehr Kontrolle über ihre digitalen Daten geben, gewinnen zunehmend an Beliebtheit, so hat der große Finanzdienstleister PayPal vergangenen Monat ebenfalls in ein entsprechendes Startup investiert.

Das Identity Overlay Network ist allerdings nicht das erste Blockchain-Projekt von Microsoft. Erst Anfang Mai wurde zum Beispiel ein Programmierwerkzeug für die Ethereum-Blockchain vorgestellt, das zukünftig auch von Starbucks genutzt wird.

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Blockchain-Smartphone HTC Exodus 1S wird als „Full-Node“ auf dem Bitcoin-Netzwerk agieren

Elektronikhersteller High Tech Computer (HTC) hat bekanntgegeben, dass sein neues Smartphone Exodus 1S in der Lage ist, als sogenannte „Full-Node“ auf der Blockchain von Bitcoin (BTC) zu wirken. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die Cointelegraph am 11. Mai zugespielt wurde.

In der Pressemitteilung heißt es, dass das neue Modell Ende des dritten Quartals 2019 auf den Markt kommen soll. Damit ist es der offizielle Nachfolger des Exodus 1, dem ersten Blockchain-fähigen Smartphone, das HTC zuvor herausgebracht hat. Das Exodus 1S soll nun allerdings das erste Smartphone sein, das als „Full-Node“ – also als vollwertiger Knotenpunkt einer Blockchain – agieren kann.  

Wie in diesem Kontext erklärt wird, kann das Smartphone also die gesamte Bitcoin-Blockchain verarbeiten, wodurch die Nutzer nun unmittelbar auf das Netzwerk zugreifen können, was entscheidende Vorteile mit sich bringt. Dazu heißt es: „Die Full-Node Funktion ist zwingend erforderlich, um Bitcoin wirklich anonym nutzen zu können.“ Außerdem kommt den vollwertigen Knotenpunkten eine wortwörtlich tragende Rolle zu, da „Full-Nodes den Fortbestand von Bitcoin sichern“, was entscheidend für den langfristigen Erfolg des Netzwerks ist. Dementsprechend begeistert zeigt sich Phil Chen, Leiter für dezentralisierte Technologien bei HTC, der die neue Funktion als wahren Meilenstein beschreibt:

„Full-Nodes sind die entscheidenden Grundpfeiler des Bitcoin-Netzwerks und wir haben es nun geschafft, dass wirklich jeder einen Knotenpunkt einrichten kann, […] um am globalen Bitcoin-Netzwerk teilnehmen zu können, das Transaktionen auf der ganzen Welt ermöglicht.“

Des Weiteren hat HTC ein Programmierwerkzeug für die eigene Hardware-Wallet namens Zion Vault veröffentlicht, das Entwicklern auf GitHub zur Verfügung gestellt wird. Außerdem soll das neue Smartphone den Ethereum (ETH) Blockchain-Browser Etherscan und die europäische Suchmaschine Qwant enthalten, gleichsam werden nun auch Tokens auf Basis des ERC-721 Standards unterstützt.

Wie Cointelegraph im Februar berichtete, hat das neue Galaxy S10 des südkoreanischen Elektronikherstellers Samsung ebenfalls eine Wallet-Funktion, hier sind wiederum Ether, Bitcoin und zwei weitere Tokens implementiert.

Im April musste das Startup Sirin Labs, das seinerseits an einem Blockchain-Smartphone arbeitet, ein Viertel der Belegschaft entlassen.

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