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Schweiz macht es wieder: Sygnum Bank bietet als erste Bank Verwahrung von Internet Computer Token an

Die Schweizer Kryptowährungsbank Sygnum bietet nun Verwahrungs- und Bankdienstleistungen für Internet Computer (ICP) Nutzungs-Token ein.

Sygnum gab am Dienstag bekannt, dass ICP-Inhaber ihre Token auf den institutionellen segregierten Wallets der Bank einzahlen können. Das Unternehmen sagte, es sei die erste Bank, die eine Verwahrung für ICP-Nutzungs-Token anbietet. Diese kamen am 11. Mai auf den Markt.

In der zweiten Phase der ICP-Unterstützung will Sygnum eine Reihe von Bankdienstleistungen für den Token anbieten, darunter etwa den Spot-Handel sowie später den Optionshandel. Die Bank plant außerdem, in Zukunft Sygnum Lombard-Kredite für ICP anzubieten. Damit können Kunden Liquidität im Tausch gegen ICP-Token erhalten.

Neben den Verwahrungs- und Handelsdienstleistungen für den ICP-Token ist Sygnum auch Mitglied der Internet Computer Association, einer unabhängigen Organisation aus Genf, die sich für das Internet Computer Network einsetzt. 

Das Projekt wurde von Dfinity Foundation gegründet, einer gemeinnützigen wissenschaftlichen Forschungsorganisation aus Zürich. Internet Computer ist ein dezentrales Blockchain-Projekt, das die Funktionen des öffentlichen Internets erweitern soll. Das Projekt will von Standard-Internetprotokollen zu einem öffentlich zugänglichen globalen Supercomputer übergehen, der auf einem eigenen ICP-Protokoll basiert.

Sygnum-Mitbegründer und -Vorstandsmitglied Manuel Krieger sagte dazu: „Wir glauben, dass Dezentralisierung und Offenheit des Internet Computer zu vielen Innovationen im Zusammenhang mit Internet-Diensten, Software-Plattformen und Benutzererfahrung führen wird.“

Eine Woche zuvor kam der ICP-Token auf großen globalen Börsen, wie Coinbase Pro, Binance, Huobi und OKEx, heraus. Nach fünf Jahren Entwicklung verzeichnete der ICP-Token unmittelbar nach seiner Markteinführung einen parabolischen Anstieg und war am Mittwoch die viertgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung. Auf Binance lag er bei bis zu 3.093 US-Dollar.

Der ICP-Token hat seit seinem Beginn über 60 Prozent verloren und lag bei Redaktionsschluss bei 196 US-Dollar. ICP ist derzeit die neuntgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung. Diese liegt bei 24 Mrd. US-Dollar, wie aus Daten von CoinMarketCap hervorgeht.

ICP 7-Tages-Kurschart Quelle: CoinMarketCap

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Trotz Krypto-Diskussionsverbot: WallStreetBets bekämpft Marktmanipulation mit Blockchain

WallStreetBets, die mittlerweile für die massiven Short-Squeezes bekannte Reddit-Bewegung, hat eine neue Blockchain-basierte Anwendung gestartet, die Marktmanipulationen in der traditionellen Finanzwelt bekämpfen soll. 

Die Gruppe kündigte die WallStreetBets Exchange Traded Portfolios (ETPs) an. Anleger können damit in verschiedene Vermögenswerte auf vollständig dezentralisierte Weise investieren. Die Gruppe erläuterte dazu:

„WallStreetBets ETPs können als Alternative zur Marktmanipulation durch undurchsichtige und politisch verbundene Banken und Hedgefonds dienen.“

Das Produkt wird von einer dezentralen, autonomen Organisation (DAO) betrieben. Das bedeutet, dass die Neugewichtung des Portfolios allein durch die Community-Mitglieder geschieht. Diese können ihre Stimmrechte über den geplanten WSB-Token ausüben. Die Gruppe hat zwar nicht angegeben, wann das neue Produkt eingeführt wird, aber sie soll Experten aus den Bereichen Blockchain und Fintech engagiert haben, um das neue Angebot zu entwerfen.

Jaime Rogozinski, der Gründer des Subreddits r/Wallstreetbets, bezeichnete die Verschmelzung von Blockchain und Finanzmärkten als den „nächsten logischen Schritt für die Finanzwelt“. Er fügte hinzu: „Das wird zu stärkeren, demokratischeren Märkten führen und Leuten auf der ganzen Welt etwas Macht wiedergeben.“

Der Subreddit r/Wallstreetbets hat derzeit 10 Millionen Mitglieder und konnte damit seit Ende Januar, zur Zeit des GameStop-Skandals, seine Mitgliederzahl mehr als verdoppeln. WallStreetBets wurde bekannt, als die Community kollektiv GameStop- und AMC-Aktien aufkaufte, auf die Hedgefonds viele gehebelte Short-Positionen eröffneten. Das hat deren Kurs in die Höhe getrieben und den leerverkaufenden Hedge-Fonds Milliardenverluste beschert. Die Besten und Klügsten Köpfe der Wall Street, die gegen diese so genannten „Meme-Aktien“ wetteten, verloren dabei über 5 Mrd. US-Dollar.

Obwohl das neueste Produkt auf Blockchain aufbaut, hat r/Wallstreetbets vor kurzem alle Diskussionen über Kryptowährungen verboten, nachdem Bloomberg den Fokus der Gruppe auf den Markt für digitale Vermögenswerte kritisiert hatte. Der Subreddit-Moderator u/Bawse1 erklärte:

„Aufgrund des Artikels von Bloomberg, in dem es hieß, ‚WallStreetBets beugt sich dem Kryptomarkt‘, sind Krypto-Diskussionen auf unbestimmte Zeit verboten. Ich habe viele dumme Artikel gelesen, die über WSB geschrieben wurden. Dieser hier ist die Krönung. P.S.: Wie immer. Bitte bleibt respektvoll.“

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Digitaler Euro: Datenschutz in einem zentralisierten System kaum möglich

Das Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank Fabio Panetta hat im April vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung der Europäischen Union die Bedeutung des Datenschutzes bei einer möglichen Einführung einer CBDC betont.

Die EZB hatte eine öffentliche Konsultation in Bezug auf einen möglichen digitalen Euro durchgeführt und sich dabei die Meinung von über 8.000 Privatpersonen und Unternehmen angehört. Aus den Antworten geht insgesamt hervor, dass der Datenschutz die größte Sorge bei der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung sei.

Da 43 Prozent der Befragten den Datenschutz als wichtigste Anforderung hervorhoben, erklärte Panetta, dass der digitale Euro diese Anforderungen erfüllen könne, ohne die Sicherheitsstandards zu lockern.

Aus der Umfrage ging auch hervor, dass ein digitaler Euro sichere Zahlungen bieten sollte (18 Prozent). Auch grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der Europäischen Union wurden oft genannt (11 Prozent). Einige Befragte betonten, sie wollen niedrige Gebühren (9 Prozent) und das System auch offline nutzen können (8 Prozent).

„Wie ich bereits erwähnt habe, wäre die Privatsphäre die wichtigste Eigenschaft eines digitalen Euros. Der Schutz der persönlichen Daten der Benutzer und die Gewährleistung eines hohen Maßes an Vertraulichkeit werden daher Priorität bei unserer Arbeit haben“, so Panetta.

Die EZB hat Methoden zur Verbesserung des Datenschutzes bereits erforscht, noch bevor das Konzept eines digitalen Euro aufkam. Vorläufige Untersuchungen ergaben, dass ein digitales System immer noch auf unerlaubte Aktivitäten überwacht werden aber gleichzeitig Transparenz und Datenschutz bieten könnte.

Die EZB findet zwar stets die richtigen und schöne Worte im Hinblick auf eine mögliche CBDC, aber dennoch glaubt nicht jeder, dass das Endergebnis so positiv ausfallen wird.

Die ehemalige Apple-Produktmanagerin und jetzige Geschäftsführerin von Oasis Labs Anne Fauvre-Willis sagte, die EU habe sich in der Vergangenheit in Sachen Verbraucherschutz aufgeschlossen gezeigt. Aber das wird nicht viel wert sein, wenn der digitale Euro über ein zentrales System ausgegeben wird.

„Die EU hat eine gute Erfolgsbilanz in Sachen Verbraucherschutz, aber es ist immer noch ein zentralisiertes System“, so Fauvre-Willis gegenüber Cointelegraph. Sie fügte hinzu: „Anstatt das über eine zentralisierte Bank zu organisieren, warum nicht ein dezentrales Protokoll dafür verwenden?“

Würde ein digitaler Euro beispielsweise auf der Ethereum-Blockchain ausgegeben werden, hätte er den gleichen Grad an Dezentralisierung und Autonomie wie Ether (ETH) und jeder andere Token, der über Ethereum ausgegeben wird.

Aber es ist wohl unwahrscheinlich, dass eine Zentralbank die gesamte Kontrolle über ihre Geldmenge an ein dezentrales Netzwerk abgibt.

Außerdem könnte der natürliche Drang des Menschen, den einfachsten Weg zu gehen, dazu führen, dass die Nutzer den digitalen Euro verwenden, unabhängig davon, wie viel Privatsphäre sie dabei aufgeben, so Fauvre-Willis.

„In Bezug auf die Akzeptanz des digitalen Euros denke ich leider, dass die Bequemlichkeit über den Datenschutz siegen wird“, wie Fauvre-Willis weiter erklärte.

„Datenschutz ist eine Eigenschaft, aber das reicht nicht aus, um Menschen dazu zu bringen, ihr Verhalten von sich aus zu ändern. Stattdessen müssen wir, die wir wirklich an den Schutz der Privatsphäre glauben, gleichzeitig darauf hinarbeiten, überzeugende und lebensverändernde Produkte herzustellen. Dabei müssen wir den Datenschutz in den Mittelpunkt stellen“, fügte sie hinzu.

Die EZB forscht weiter an einem digitalen Euro und die endgültige Entscheidung soll im Sommer 2021 fallen.

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Mehr weiße Kittel: Neue digitale und dezentrale Wirtschaft braucht akademische Validierung

Wir sind an einem entscheidenden Moment in der Entwicklung der neuen digitalen Wirtschaft. Das Interesse an allem, was mit Krypto zu tun hat, wächst exponentiell. Auch die großen Investitionen folgen dicht darauf. Es ist wohl noch nie so viel Geld in eine Produktklasse geflossen, die von der Allgemeinheit als auch von den meisten Investoren so wenig verstanden wurde. Statt die Hintergründe tatsächlich zu verstehen müssen die Akteure im Kryptobereich sich auf den Ruf und das allgemeine Vertrauen verlassen. Daraus ist ein gefährlicher neuer Betrug entstanden. 

Im Gegensatz zu den ganz klaren Betrügereien wie bei OneCoin oder Bitconnect nutzen Blockchain-Opportunisten und Hochstapler oft eine gefälschte Wissenschaft. „Lesen Sie unser Whitepaper hier“, „Schauen Sie sich diesen Forschungsbericht an, den wir auf arXiv hochgeladen haben“, „Laden Sie unseren Datensatz herunter“. Das klingt alles ganz legitim, oder nicht? Es fehlt nur ein entscheidendes Element: Eine akademische Validierung.

Nicht alle Papiere sind gleich

Jeder kann ein „Whitepaper“ erstellen und zum Download anbieten. Im Jahr 2018 erteilte die US-Wertpapieraufsicht SEC leichtgläubigen Krypto-Investoren eine wertvolle Lektion. Sie lancierte ein gefälschtes Initial Coin Offering für den fiktiven „HoweyCoin“, das ein weißes Papier als Zeichen der Vertrauenswürdigkeit hervorhob. Im Gegensatz dazu kann nur ein ausgebildeter Forscher, am besten noch mit einem Doktortitel und umfangreichem Wissen auf dem Gebiet, eine Arbeit in einer von Experten begutachteten Zeitschrift veröffentlichen lassen. Das ist der Goldstandard, den die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) anstreben sollte.

Sie würden sich ja auch keinen Impfstoff injizieren lassen, der von Studienabbrechern entwickelt wurde, die ihre Arbeit nicht von Experten aus der Biochemie und Immunologie überprüfen lassen. Warum sollten Sie also Ihr Geld, Ihre persönlichen Daten und Ihre automatisierten Geräte in DLT-Lösungen stecken, die nicht gründlich geprüft wurden?

Akademische Validierung beginnt mit einer Experten-Begutachtung

Ein Peer-Review, also eine Experten-Begutachtung, ist ein wichtiger Aspekt der akademischen Validierung. Dabei überprüfen Experten auf einem wissenschaftlichen Gebiet die Forschungsergebnisse der anderen vor und nach der Veröffentlichung auf Fehler und Inkonsistenzen. Einerseits ist das Peer-Review-Verfahren ein entscheidender Schritt bei der wissenschaftlichen Publikation und erhöht die Transparenz, die Zuverlässigkeit und das Vertrauen. Um eine unabhängige Validierung zu ermöglichen, lassen die Autoren ihre Daten, Methoden und Ergebnisse zunächst von anonymen Experten fachlich prüfen. Andererseits kann eine Forschungsarbeit, sobald sie die erste Überprüfung bestanden hat und veröffentlicht wird, jederzeit überarbeitet, revidiert oder sogar zurückgezogen werden, wenn neue Informationen aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft hinzukommen. Akademische Validierung ist also ein immerwährender Prozess.

Die Arbeit innerhalb eines Peer-Review- und akademischen Validierungssystems gewährleistet fortlaufende Innovation und Wissensschöpfung. Gute wissenschaftliche Publikationen reihen ihre einzigartigen Beiträge neben frühere Leistungen ein. Sie überprüfen systematisch, was bereits getan wurde, bauen darauf auf und weisen den Weg für zukünftige Innovationen. Pseudowissenschaftliche Publikationen hingegen erfinden das Rad oft neu und versehen es zur Sicherheit mit ein paar Ecken und Kanten.

Nicht zuletzt umfasst ein Peer Review einen Kodex im Hinblick auf akademische Integrität Verhalten. In der Popkultur haben viele Superschurken einen Hochschulabschluss. Im wirklichen Leben sind die allermeisten Akademiker wohlmeinende, sehr ethische Menschen, deren Handeln vom Streben nach Fakten und Wissen geleitet wird. Das akademische Validierungssystem ist zwar auch nicht immer vor menschlichen Fehler oder moralischen Ausrutschern gefeit, doch wir können sagen, dass es weitgehend gelungen ist, die wissenschaftliche Entwicklung auf dem rechtschaffenen Weg zu halten. Diese Beobachtung gilt auch für viele Branchenableger, etwa im Biotech-Bereich.

Biotech: Aushängeschild für Peer-Review-Verfahren in der Branche

Eine Branche, in der das Peer-Review-Verfahren seit langem erfolgreich integriert und weithin akzeptiert ist, ist die Biotechnologie. Kürzliche Aufsteiger wie BioNTech und Triumvira Immunologics publizieren regelmäßig in Top-Journalen und stellen sich dem akribischen Peer-Review. Andernfalls würde sich niemand darauf einlassen. Die Branche hat ihre Lektion nach mehreren spektakulären Fällen von Pseudowissenschaft gelernt. Das größte Beispiel dafür ist wohl Theranos.

Zwischen der Gründung im Jahr 2003 und der Zwangsschließung im Jahr 2018 verdiente das Bluttest-Biotech-Einhorn Theranos rund 700 Mio. US-Dollar. Die Chefin des Unternehmens Elizabeth Holmes und der Betreibsleiter Ramesh „Sunny“ Balwani haben die Investoren mit ihrem Charme und Gerede über Technologien eingewickelt, die ihre Firma nie wirklich entwickelt hat. Die beiden Bluttestgeräte, die Theranos auf den Markt gebracht hat, nämlich das Edison und das miniLab, wurden offensichtlich nicht von Experten begutachtet.

Schließlich wurde der Druck seitens von Investoren, Forschern und den Medien immer größer, diese Arbeit validieren zu lassen. Irgendwann war dieser auch zu groß, um ihn zu ignorieren. Nach einer unabhängigen, wissenschaftlichen Prüfung erwies sich das Edison als praktisch unbrauchbares Diagnosewerkzeug. Theranos hat das miniLab nach diesem Skandal nicht einmal einer unabhängigen Untersuchung unterzogen. Bald darauf haben sich Partner und Investoren aufgelehnt. Die Top-Führungskräfte des Unternehmens wurden nun von der SEC wegen eines, wie die Behörde es nannte, ausgeklügelten Betruges im großen Stil, verklagt.

Die gesamte Biotech-Industrie hat aus dem Theranos-Debakel gelernt, wie viel Peer-Reviews und die damit verbundene Transparenz sowie das Vertrauen wert sind. In einem Bereich, der so komplex und hochtechnologisch ist, dass er nur von wenigen wirklich verstanden wird, ist das Peer-Review-System heute ein allgemein anerkannter Wächter. Damit werden Leute, wie Elizabeth Holmes und Ramesh Balwani ausgemerzt und es wird dafür gesorgt, dass Innovationen nachvollziehbar bleiben.

„Dr.“ und „DLT“ sollen zusammengehören

Warum also verlässt sich der Blockchain-Bereich nicht viel stärker auf ein Peer-Review? Lediglich eine viel zu kleine Gruppe unter den großen Akteuren in diesem Bereich bemüht sich darum, ihre Innovationen akademisch zu veröffentlichen. In diesem Bereich gab es bereits auch einige Betrügereien in der Größenordnung von Theranos. Statt verifizierter Fakten ist ein Gewinnversprechen der größte Anreiz für Investitionen. Das ist schlecht und potenziell gefährlich.

In diesem Zusammenhang: Sind Sie darauf reingefallen? 13 ICO-Betrügereien, die Tausende Leute getäuscht haben

Vielleicht ist die Faszination der Tech-Branche für Studienabbrecher, wie Steve Jobs, Steve Wozniak, Bill Gates und Jack Dorsey eine Erklärung dafür. Doch jedem innovativen „Schulabbrecher-Unternehmer“ gingen unzählige Experten in Laborkitteln und dicken Brillengläsern voraus. Man sollte sich vor Augen halten, dass im Jahr 2017 30 Prozent der Entwickler von Google einen Doktortitel hatten. Auch bei Apple, Microsoft, Facebook und Twitter waren Hochschulabsolventen in der Mehrheit.

Wir bauen hier eine völlig neue digitale Wirtschaft auf. Unser heutiges System wäre ohne solide akademische Prozesse, wo das Wissen die Hauptsache ist, nicht denkbar. Man denke an die Beiträge von John Hicks und Kenneth Arrow zur ökonomischen Gleichgewichtstheorie, an die Analysen der Handelstheorie von Paul Krugman oder die Erkenntnisse von Ronald Coase zu Transaktionskosten und Eigentumsrechten. Das sind nur einige wenige unter den Nobelpreisträgern und vielen, vielen weiteren Spitzenforschern, deren gemeinsame Bemühungen das globale Wirtschaftssystem, wie wir es heute kennen, geprägt haben. Die neue digitale Wirtschaft verdient und erfordert sogar das gleiche Maß an akademischer Strenge.

Die Krypto-Revolution wird von „Rockstars“ vorangetrieben, Visionären, denen oft ein akademischer Hintergrund fehlt. Ihre Ideen von Dezentralisierung und Offenheit sind erfrischend anti-systemisch und optimistisch. Doch diese Visionen sind nur möglich dank der Arbeit von Generationen von Wissenschaftlern, die schon vor Jahrzehnten die Grundlagen der heutigen Krypto-Protokolle gelegt haben und sie bis heute noch weiterentwickeln. Die Krypto-Revolution ist das Produkt von Träumen und Ideologien einerseits und von Peer-Review-Forschung und Entwicklung andererseits.

Die Ansichten, Gedanken und Meinungen, die hier geäußert werden, sind allein die des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten und Meinungen von Cointelegraph wider.

Serguei Popov promovierte im Jahr 1997 in Mathematik an der Staatlichen Universität Moskau und hatte Forschungs- und Lehraufträge an der Universität von Sao Paulo und der Universität von Campinas. Derzeit ist er leitender Forscher an der Universität von Porto. Sein Interesse an Krypto kam im Jahr 2013 auf, als er seine Kenntnisse in allgemeiner Mathematik, Wahrscheinlichkeit und stochastischen Prozessen allmählich auf die Distributed-Ledger-Technologie anwendete. Er ist Mitbegründer der Iota Foundation und Mitglied des Vorstands.

Die hier geäußerten Meinungen sind die des Autors und spiegeln nicht notwendigerweise die Ansichten der Universität oder der mit ihr in Verbindung stehenden Unternehmen wider.

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Mina Protocol: Was ist die „leichteste Blockchain der Welt“?

Das Mina Protocol will die Probleme der Skalierbarkeit und Dezentralisierung mit seiner eigenen Blockchain lösen. Der Clou: Das Netzwerk ist nur 22 Kilobyte groß.

Die Blockchain hält mittlerweile in immer mehr Bereichen des Lebens Einzug. Obwohl verschiedene Forscher die ersten Überlegungen dazu bereits in den 90er-Jahren anstellten, verknüpfen viele den Ursprung der Technologie nach wie vor mit einer Lichtgestalt des Krypto-Space: Satoshi Nakamoto. Dabei ranken sich um die Entwicklung seines Lebenswerks, Bitcoin, ebenso viele Mythen, wie um den Erfinder selbst. Über die Jahre keimte aus dieser Idee eine ganze neue Krypto-Industrie mit unzähligen verschiedenen Kryptowährungen auf, allesamt mit – mal mehr, mal weniger unterschiedlichen – Optimierungs- oder Lösungsansätzen auf Probleme, die die Digitalisierung mit sich bringt.

Doch neue Technologien bedeuten auch neue Herausforderungen. Themen wie Datenschutz, Netzwerküberlastungen, Transaktionskosten, Benutzerfreundlichkeit und die einfache Integration in herkömmliche Dienste spielen alle eine Rolle, die den Fortschritt begrenzen können. Das will das “Mina Protocol” ändern. Die “leichteste Blockchain der Welt” möchte ein “datenschutzfreundliches Tor” zwischen der realen und der Krypto-Welt schaffen. Dazu setzt das Krypto-Projekt von O(1) Labs vor allem auf Skalierbarkeit und Dezentralisierung.

Blockchain auf 22 Kilobyte

Die Größe des Blockchain-Leichtgewichts ist dabei im Vergleich mit anderen Modellen geradezu winzig. Die Bitcoin Blockchain weist beispielsweise aktuell eine Größe von etwas über 338 Gigabyte auf. Beim Mina Protocol sind es gerade einmal 22 Kilobyte: ein Sandkorn in der Blockchain-Sahara.

Trotz der Größe soll jeder Nutzer Peer-to-Peer-Verbindungen herstellen und das System schnell synchronisieren und verifizieren können. Der User wird so zum “Full Node” und hat direkten Einfluss auf die Blockchain. Darüber hinaus bietet das Proof-of-Stake-Protokoll programmierbare Zahlungen und allen voran Privatsphäre, alles unter Einhaltung der Sicherheitsstandards der Kryptografie.

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Mina Protocol setzt auf Zero-Knowledge-Proofs

Dass das Mina Protocol diese Funktionen trotz der Größe ermöglicht, liegt an der Verwendung von sogenannten Zero-Knowledge-Proofs (ZKP). Dabei handelt es sich um Implementierungen, die auf einer Blockchain dazu beitragen sollen, ein datenschutzkonformes, dezentrales Identitätsmanagement zu realisieren und private Transaktionen auf einer Blockchain zu skalieren. Dazu gleicht es vertrauliche Informationen (beispielsweise Kontostände) ab, ohne dass die Kommunikationspartner dafür einander ihre Daten offenbaren müssen. Langfristig sehen Experten ZKP als Mittel, um die Akzeptanz von Unternehmen gegenüber der Technologie allgemein zu erhöhen. So könnte man beispielsweise beim Carsharing Validierungsprozesse beschleunigen.

Ein Beispiel aus der Praxis liefert die spanische Bank BBVA. In Zusammenarbeit mit dem Madrider Forschungsinstitut IMDEA Software soll die Zero-Knowledge-Proof-Technologie massentauglich gemacht werden.

Der Nutzen der Blockchain-Technologie ist unumstritten. Dennoch stehen immer mehr demokratische Staaten vor der Herausforderung, wie man Dezentralität und Anonymität, mit notwendigen Regulierungen vereinbaren kann. Das führte mittlerweile dazu, dass andere Blockchain-Ökosysteme, wie Bitcoin, nur noch eingeschränkt anonym sind, was wiederum datenschutzrechtliche Fragen aufwirft. Zero-Knowledge-Proofs könnten hier ein Lösungsansatz bieten.

Während bei anderen Blockchain-Ökosystemen vor Miner mittlerweile den Platz von Intermediären eingenommen haben, verspricht Mina, dass der Antrieb seines Mechanismus allein auf der Aktivität der Community beruht. Laut eigenen Angaben möchte das Projekt damit “die Infrastruktur für die sichere, demokratische Zukunft bieten, die wir alle verdienen.” Ob es das Versprechen halten kann, wird sich zeigen.

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Alarmstufe Rot für Krypto-Nutzer – 500 Mio. Nutzerdaten von Facebook geleakt

Wie ein Sicherheitsexperte berichtet, wurden am heutigen Ostersonntag die persönlichen Daten von mehr als einer halben Milliarde Facebook-Nutzern in einem Hacking-Forum veröffentlicht. Besonders Krypto-Nutzer sind dadurch einer Bedrohung durch sogenannte SIM-Swap-Attacken und andere Formen von Identitätsdiebstahl ausgesetzt.

Den durchgesickerten Datenberg hat Alon Gal, Technischer Leiter der Cybersicherheitsfirma Hudson Rock, entdeckt, woraufhin er bei Twitter auf den Leak aufmerksam machte:

Demnach wurden die Daten von 533.000.000 Facebook-Nutzern aus 106 Ländern kostenfrei in dem Forum zur Verfügung gestellt, was die Gefahr etwaiger Angriffe zusätzlich erhöht. Wie Gal erklärt, wurde die betreffende Sicherheitslücke bereits 2019 entdeckt. Im Januar 2021 wurde dann bekannt, dass die Hacker die mit Facebook-Konten verbundenen Telefonnummern einsehen konnten. Daraus konnten sie dann wiederum eine Datenbank erstellen, die noch viel umfänglichere Informationen zu den einzelnen Nutzern enthalten, so sind neben der Telefonnummer inzwischen auch „Facebook-ID, Name, Ort, Geburtsdatum, E-Mailadresse, Beziehungsstatus und Lebenslauf“ für die Hacker ersichtlich.

Mit diesen Informationen könnten potenzielle Angreifer und Betrüger für eine Reihe von kriminellen Aktivitäten verwenden, wie Gal warnt:

„Kriminelle werden diese Informationen höchstwahrscheinlich für Social-Hacking, Scamming, Hacking und betrügerisches Marketing ausnutzen.“

Krypto-Nutzer sollten sich dabei besonders vorsehen, denn gerade SIM-Swap-Attacken werden für diese eine zunehmende Gefahr und mit den gelakten Daten wäre dies problemlos möglich. Erst Anfang des Jahres hatte ein Opfer eines solchen Angriffs den Mobilfunkanbieter T-Mobile verklagt, weil dieser auf den Betrug hereingefallen war, wodurch dem Kunden Bitcoin im Wert von 450.000 US-Dollar gestohlen wurden. Wie Kaspersky Labs im Jahr 2018 herausgefunden hat, konnten Hacker im Zeitraum von 12 Monaten 21.000 ETH über Social-Engineering ergaunern, die mittlerweile einem Gegenwert von 43 Mio. US-Dollar entsprechen würden.

Das Datenleck von Facebook ist weitaus größer als das Leck des Wallet-Dienstleisters Ledger im vergangenen Jahr. Obwohl hier „nur“ die Daten von 270.000 Nutzern offengelegt wurden, sahen sich viele Krypto-Nutzer mit Angriffen und sogar Erpressung konfrontiert.

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IOTA integriert Reputationssystem Mana in Pollen-Testnet

Die IOTA Foundation erprobt den dezentralen Identifikationsmechanismus für Nodes im Tangle-Netzwerk Mana jetzt auch im sogenannten Pollen-Testnet, so IOTA in einem Blogbeitrag vom 11. März.

Wichtiger Schritt für das Pollen-Testnet

Bei den ersten Testläufen von Mana soll dessen Funktionsweise erprobt werden, um die Stabilität zu verbessern und Bugs aufzuspüren. In einem weiteren Schritt soll IOTA Mana auch für Kernmodule, wie die “Congestion Control”, den “Fast Probabilistic Consensus”-Mechanismus, Autopeering und den dezentralen Zufallszahlengenerator als Sybil-Schutzmechanismus eingesetzt werden.

Das Pollen-Testnet wird dafür auf Version 0.5.0 aktualisiert, was einen Reset des Test-Netzwerks und dem darin präsenten Tangle mit sich bringt. 

Die neue Pollen-Version bringt auch eine Reihe neuer APIs und einen neuen Mana-Bereich auf dem lokalen Dashboard, dem Pollen Analyzer Dashboard sowie auf dem Grafana Dashboard mit. Die GUI- als auch die CLI-Wallets wurden dabei ebenfalls aktualisiert, um dem Benutzer die Möglichkeit zu geben, die Identität eines Nodes als Empfänger von Mana für eine Transaktion festzulegen.

Mana garantiert dezentrale Verifizierung von Nodes

Das von IOTA im September 2020 vorgestellte Reputationssystem Mana soll bei der kommenden IOTA-Release den bisher zentral arbeitenden Koordinator ersetzen. Zum Einsatz sollen dabei als Mana genannte Reputationspunkte kommen, die bei einer erfolgreichen Transaktion einem beteiligten Node zugewiesen werden. Durch zuverlässige Arbeit im Tangle-Netzwerk sollen Nodes dadurch im Zeitverlauf eine höhere Reputation basierend auf ihrer Zuverlässigkeit aufbauen können.

Pollen ist die erste von insgesamt drei Phasen bis zum geplanten Coordicide mit IOTA 2.0, die in Anlehnung an Bienenvölker durch die zwei Phasen Nektar und Honig ergänzt werden wird. Die Roadmap für die geplante Abschaffung des Tangle-Koordinators hatte IOTA im Juli 2019 vorgestellt.

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Brave übernimmt Suchmaschine: Alternative zu Google Suche geplant

Der auf Privatsphäre fokussierte Browser Brave kommt seinem Ziel, eine datengeschützte Suchmaschine anzubieten, immer näher. 

Brave gab am Mittwoch bekannt, der Browser-Anbieter habe das Unternehmen Tailcat übernommen. Das ist eine offene Suchmaschine, die von einer Gruppe entwickelt wurde, die früher bei Cliqz an datengeschützter Suche und an Browserprodukten gearbeitet hat. Das Unternehmen Cliqz, das mehrheitlich Hubert Burda Media gehörte, beendete im Mai 2020 seine Arbeit an Browser- und Suchtechnologien.

Laut der Ankündigung wird Tailcat als Grundlage für den geplanten Dienst namens Brave Search fungieren. Dieser wird eine eingebaute Suchmaschine, die privates und transparentes Surfen im Web ermöglichen soll.

Der CEO und Mitbegründer von Brave Brendan Eich sagte gegenüber Cointelegraph, dass das Unternehmen die Einführung von Brave Search bis zum Sommer 2021 erwartet. „Brave arbeitet jetzt daran, diese Technologie zu integrieren und sie als Brave Search für alle anzubieten. Zunächst über einen frühen Zugang für Tester und dann bis zum Sommer für die Allgemeinheit“, so Eich.

Der Brave-Browser setzt derzeit auf große externe Suchmaschinen und bietet dem Benutzer die Wahl zwischen den datenschutzfreundlichen Suchmaschinen DuckDuckGo und Startpage sowie anderen Mainstream-Tools wie Google Suche. Laut Brave werden „fast alle heutigen Suchmaschinen entweder von Big-Tech-Unternehmen gebaut oder greifen auf deren Ergebnisse zurück.“

Im Gegensatz dazu baut Tailcat auf einem völlig unabhängigen Index auf und sammelt weder IP-Adressen noch persönliche Daten, um die Suchergebnisse zu verbessern. Eich gab an, dass die Tailcat-Entwickler „die letzten sieben Jahre an einer datenschutzfreundlichen Suche gearbeitet haben, während sie bei Cliqz waren und dann nach der Schließung von Cliqz an dem Tailcat-Projekt“.

Kurz zuvor hatte Brave einen wichtigen Meilenstein in seiner Browser-Akzeptanz verzeichnet und konnte seine aktive Nutzerzahl von 11 Millionen auf über 26 Millionen monatliche Nutzer verdoppeln. Ende Februar veröffentlichte Brave seine „BAT-Roadmap 2.0“. Darin kündigte das Unternehmen an, den Nutzen seines Basic Attention Token (BAT) für Suchmaschinen zu untersuchen. Im Rahmen der Roadmap arbeitet das Unternehmen auch an einem DEX-Aggregator und einer NFT-Funktion.

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Bitcoin-Verteilung: 50 Prozent der Wallets halten nur 0,02 Prozent der BTC

Bitcoin ist mit einer Rekord-Hash-Rate sicherer denn je. Darüber hinaus stellen Kleinst-Investoren mittlerweile 50 Prozent der Bitcoin-Adressen. Die Vermögensverteilung ist indes noch ausbaufähig. Das Marktupdate.

Bitcoin (BTC) ist vor allem eine Antwort auf das aus den Fugen geratene Finanzsystem – diese Überzeugung ist fester Bestandteil der Krypto-Liturgie. Neben der algorithmisch definierten Schöpfungsrate zählt vor allem die Dezentralität des Netzwerks zu den großen Stärken von BTC. Über 73.000 Netzwerkknoten (Nodes) kontrollieren mittlerweile die Bitcoin Blockchain. Das zeigen Daten des Bitcoin-Core-Entwicklers Luke Dashjr.

Bitcoin-Implementierungen (Auszug, Screenshot) Quelle: Luke Dashjr

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Knapp 10.000 davon sind sogenannte Listening Nodes (mehr zum Thema Nodes hier).

Bitcoin Cash und BSV: 51-Prozent-Angriff zum Schnäppchenpreis

Auch was die Rechenleistung (Hash Rate) angeht, die das Bitcoin-Netzwerk sichert, ist BTC nach wie vor unerreicht. Sowohl BTC als auch seine Fork BCH und die BCH Fork BSV verwenden den SHA-256 Algorithmus für ihren Proof of Work. Dass BTC nach wie vor mit großem Abstand der Liebling der Miner ist, illustrieren indessen Daten von Coindance auf eindrucksvolle Weise.

Hash Rates von BTC, BCH und BSV (Stand: 3.3.2021). Quelle: Coin Dance

Die hohe Hash Rate sorgt dafür, dass ein Angriff auf das Bitcoin-Netzwerk eine äußerst kostspielige Angelegenheit ist. Schließlich müsste ein Angreifer über 51 Prozent der Rechenleistung des Netzwerks zur Verfügung stellen, um eine Chance zu haben, die Blockchain nach seinen Wünschen umzuschreiben. Mit gemieteter Hardware würde ein solcher Angriff aktuell über 700.000 US-Dollar pro Stunde kosten. Aufgrund der vielen Augen, die die Bitcoin Blockchain überwachen, stehen die Chancen für einen unentdeckten Angriff bei null. Im Fall des Falles würde der von einem Angreifer propagierte Zweig der Blockchain vom Netzwerk mittels einer Fork abgestoßen, wie der Schwanz einer Eidechse.

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Ein 51-Prozent-Angriff auf Bitcoin Cash (BCH) wäre dagegen schon für 8.560 USD die Stunde möglich, zumindest nach den Preisen des Cloud-Mining-Anbieters NiceHash. Noch düsterer sieht es bei Bitcoin Satoshi Vision aus: Hier würde eine 51-Prozent-Attacke mit lediglich 6.912 USD zu Buche schlagen.

Kosten einer 51-Prozent-Attacke mit gemieteter Hardware (Stand: 3.3.2021). Quelle: Crypto51

Luft nach unten: Die Vermögensverteilung in Bitcoin

Eine andere Facette der Dezentralisierung ist die Vermögensverteilung innerhalb von Bitcoin. Auch von dieser Front gibt es positive Neuigkeiten, jedoch nicht ohne Wermutstropfen. So hat zwar die Zahl der Wallets, auf denen mindestens ein Satoshi liegt, jüngst ein neues Allzeithoch aufgestellt. Das geht aus den Daten des Blockchain-Analysehauses Glassnode hervor.

Bitcoin-Adressen mit mindestens einem Satoshi. Quelle: Glassnode Studio

Dabei machen Wallets mit einem Betrag zwischen 0 und 0.001 BTC mittlerweile rund die Hälfte der BTC-Adressen aus. Allerdings verfügen diese Mini Hodler mit insgesamt 3.823 BTC lediglich über 0,02 Prozent aller Bitcoin-Einheiten. Den größten Anteil besitzen mit rund 29 Prozent Adressen, auf denen zwischen 1.000 und 10.000 BTC lagern.

Die Vermögensverteilung bei Bitcoin. Quelle: Bitinfocharts

Angeführt wird die BTC “Rich List” unterdessen von den Wallets der Bitcoin-Börsen. Die Top 3 der reichsten Adressen belegen laut der Tracking-Seite Bitinfocharts Cold Wallets von Huobi (141.452 BTC), Binance (118.485 BTC) und Bitfinex (98.511 BTC). Dabei kontrollieren alleine die beiden Cold Wallets von Huobi und Binance 1,39 Prozent aller BTC. Von bitinfocharts nicht erfasst sind die Cold-Wallet-Bestände von Coinbase, die mit 747.000 mit Abstand die größten sind. Was jedoch alle Bitcoin-Börsen miteinander verbindet ist die Tendenz, dass ihnen langsam aber sicher die BTC auszugehen drohen. Einen Hoffnungsschimmer gibt indes: Die Zahl der großen BTC-Wale mit mehr als 10.000 BTC befindet sich seit November 2020 im Sturzflug.

Bitcoin-Adressen mit mehr als 10.000 BTC. Quelle: Glassnode Studio

Dennoch bleibt festzuhalten: Während die Dezentralisierung und Sicherheit des BTC-Netzwerks sich auf Rekord-Niveau bewegen, ist bei der Vermögensverteilung noch deutlich Luft nach oben.

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Sony Europe tritt Validator-Programm von Theta-Blockchain bei

Die europäische Niederlassung von Sony ist dem Validator-Programm des Theta Network beigetreten. Das Theta Network ist ein dezentrales Blockchain-basiertes Videoprotokoll.

Die Forschungs- und Entwicklungsgruppe von Sony Europe, das Center Europe Brussels Laboratory, ist dem Validator- und Governance-Ratsprogramm von Theta für Unternehmen beigetreten, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Sony soll einen Validierungsknoten für Unternehmen in Europa betreiben, um Netzwerktransaktionen auf Basis des Proof-of-Stake-Konsensprotokolls von Theta zu validieren. Sony Europe ist auch Mitglied des Governance-Rates und wird sich an der strategischen Technologieplanung beteiligen und die Sicherheit und Stabilität des Netzwerks gewährleisten.

Das Validator-Programm umfasst große Technologiefirmen wie Google und Samsung sowie Branchenunternehmen wie Binance, Blockchain.com und Gumi. Theta Labs-CEO Mitch Liu sagte gegenüber Cointelegraph:

„Mit 14 Unternehmensvalidatoren, von denen sieben von Theta Labs betrieben werden, bewegt sich das Theta Network schnell auf eine vollständige Dezentralisierung zu. Mit Sony Europe als siebtem externen Validator haben wir einen wichtigen Meilenstein für das Projekt erreicht.“

Theta plane eine tiefere strategische Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Distributed-Ledger-Technologien mit Sony in den Bereichen dezentrales Finanzwesen und nicht-fungible Token, so Liu.

Ein Sprecher der Sony Group sagte gegenüber Cointelegraph, das Unternehmen weiterhin erforsche weiterhin mögliche Anwendungen für Blockchain in verschiedenen Bereichen, wie etwa Authentifizierung und digitale Inhalte. Sony arbeitet auch an einer digitalen Währungs-Hardware-Wallet-Technologie mit IC-Karten.

Theta Labs ist eine Tochtergesellschaft des großen Virtual-Reality-Livestreaming-Unternehmens Sliver.tv und wurde im Jahr 2017 gegründet. Der firmeneigene Token des Theta-Protokolls THETA hat in letzter Zeit ein beachtliches Wachstum verzeichnet. Er erreichte neue Allzeithochs und übertraf sogar die Bitcoin-Rallye (BTC) von Ende 2020.

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