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Biden: Neues Verteidigungsgesetz beinhaltet Strategie für DLT

Donald Trump wettert gegen Kryptowährungen und rudert damit gegen den Kurs vieler seiner republikanischer Parteikollegen.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wiederholte kürzlich, dass er kein Fan von Kryptowährungen sei. Im selben Atemzug äußerte er sich aber positiv über die kürzlich angekündigte NFT-Plattform der ehemaligen First Lady Melania Trump. “Sie wird Großartiges leisten”, sagte Trump über das NFT-Projekt in einem Gespräch mit der Fox-News-Moderatorin Maria Bartiromo.

Sehen Sie, ich will eine Währung namens Dollar, ich will nicht all diese anderen haben. Das kann eines Tages zu einer Explosion kommen, wie wir sie noch nie gesehen haben. Dagegen wird die große Technologieexplosion wie Kinderkram aussehen. Ich denke, das ist eine sehr gefährliche Sache.

, so Trumps dystopisch angehauchte Einschätzung in Bezug auf Krypto.

Nicht alle Republikaner sind der Meinung von Trump

Was das betrifft, scheint Trump aber im Widerspruch zu zahlreichen anderen Mitgliedern seiner Partei zu stehen. Als Beispiele seien hier etwa Senator Ted Cruz gennant, der darauf erpicht ist, mehr Bitcoin-Miner nach Texas zu locken. Auch die für ihre Kryptofreundlichkeit bekannte Cynthia Lummis gehört der Partei der Republikaner an. Erst in diesem Herbst versuchte zudem der führende Republikaner im House Committee on Financial Services (HSFC), Patrick McHenry, durch eine Safe-Harbor-Bestimmung Anreize für Token-Startups zu setzen.

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Dezentrales Versicherungswesen Etherisc entwickelt Blockchain-Prototyp

“Schneller, leistungsfähiger, besser” Free Ton will mit neuem Whitepaper die Evolution nach Bitcoin und Ethereum fortsetzen.

Die Entwickler:innen von Free Ton (The Open Network) melden sich zurück. Was sie verkünden, ist die Veröffentlichung ihres Whitepapers mit der Vision eines offenen und freien Internets: “WebFree”. Die grundlegende Idee der Entwickler:innen ist es, ein Blockchain-basiertes-System zu schaffen, in dem Fehler der Governance nicht zu fatalen Konsequenzen führen. Der Trick der Entwickelnden: Einfach niemandem die Entscheidungshoheit geben – sondern allen zugleich. Eine Revolution im Krypto-Space?

Free Internet?

In dem am 16. September veröffentlichten Whitepaper erklärt Mitja Goroshevsky, heutiger Chief Technology Officer bei TON Labs, die Idee hinter Free Ton. Im Grunde bestünde die Plattform aus einer End-to-End-Architektur. Diese funktioniere mittels besonderer Konsensinnovationen schneller als alle bisherigen Blockchains. Als zweckgebundene öffentliche Blockchain für Unternehmen verfüge Free Ton über Multi-Threading und Sharding. Diese Innovationen ermöglichen, so Goroshevsky, die Verarbeitungen von mehr als zehn Millionen Smart Contracts pro Sekunde. Darüber hinaus können angeblich 45.00 Transaktionen pro Sekunde im offenen Internet geleistet werden. Zum Vergleich: Bitcoin schafft sieben Transaktionen, Etherum 15.

Jede:r kann Mitglied der Community werden. Und jede:r kann kostenlos die Token der Plattform erhalten – die sogenannten TON Crystals oder kurz TONS. Verteilt werden diese dem CTO zufolge nach einer “meritokratischen Token-Verteilung” (MTD). Das bedeutet, dass Token als Belohnung vergeben werden für Projekte, die von den anderen Mitgliedern als Gewinner:in in einem Wettbewerb bewertet werden. Dazu implementierten die Entwickler:innen, so eine Pressemitteilung, auch nochmals besondere Mechanismen, die eine faire und anonyme Abstimmung erlauben. Insgesamt besteht die Community mittlerweile aus “über 3.000 Entwicklern, Zehntausenden von Mitgliedern und Dutzenden von Partnern”, die am Ökosystem Free Tons beteiligt sind. Diese seien jedoch alle vollkommen anonym, nicht mal das Kernteam an Entwickler:innen kenne die Einzelnen.

Und woher jetzt die Dezentralität?

Der Vorwurf, der indirekt im Whitepaper mitzuschwingen scheint, ist, das niemand aufgrund seiner Größe oder Macht die Möglichkeit haben sollte, ein System so gut wie alleine zu bestimmen. Deshalb würde selbst das Kernteam Ton Labs, nur fünf Prozent aller Token halten (ähnlich Satoshi Nakamoto und Bitcoin). Und deshalb sollten die Mitglieder die Produkte und Ideen, die auf der Blockchain entwickelt werden sollen, in Wettbewerben mittels Mehrheitsentscheidungen unabhängig von der Tokenzahl anonym bestimmen. Somit könne dezentral, diskret und spontan ein Konsens gefunden werden, ohne dass die Mitglieder sich gegenseitig vertrauen müssen.

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EU: Milliardenschwere Blockchain-Investitionen stehen ins Haus

Der deutsche Online-Broker justTRADE verkündet, dass dieser sein Krypto-Angebot kräftig ausbaut.

In einer aktuellen Pressemitteilung verkündet der Online-Broker justTRADE, dass dieser sein Krypto-Angebot kräftig ausbaut. Ab sofort sind zwölf Kryptowährungen und auch 23 Krypto-ETPs (Exchange Traded Products) handelbar. Neu handelbare Kryptowährungen sind Cardano, Binance Coin, Solana und Tezos.

Exchange Traded Products können dabei zum Beispiel ETFs (Exchange Traded Funds), ETCs (Exchange Traded Commodities) oder ETNs (Exchange Traded Notes) sein. Die neue Produktpalette ist durch eine neu gewonnene Partnerschaft mit dem schweizerischen Unternehmen 21Shares möglich.

So erklärt Ralf Oetting, der Gründer von justTRADE:

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit, bauen wir doch dank 21Shares unser Produktspektrum signifikant aus – und können mit Fug und Recht behaupten, das größte Krypto-Angebot aller deutschen Online-Broker aufzuweisen.

Ralf Oetting, Gründer von justTRADE

Auch der Managing Director von 21Shares, Marco A. Infuso, äußert sich positiv zu der neuen Partnerschaft:

Mit den richtigen Partnern in der DACH-Region zu wachsen ist meine oberste Priorität. Den physischen Coin-Erwerb von justTRADE mit unseren ETPs zu ergänzen war daher nur eine logische Folge. Ich freue mich auf die Kooperation und vor allem die Möglichkeit, zukünftig Retail- und professionelle Investoren gleichermaßen von unserer Qualität überzeugen zu dürfen.

Marco A. Infuso, Managing Director von 21Shares

Der Neo-Broker bietet so seinen Kunden an, über Indizes in den Kryptowährungs-Markt zu investieren. So äußerte sich Ralf Oetting:

Dabei wird das Krypto-Universum, auch Krypto-ETPs, stetig und rasant größer. Daher möchten wir unseren Kunden auch in diesem Bereich alle erdenklichen Möglichkeiten zum Trading eröffnen und ihnen zudem die Gelegenheit zur größtmöglichen Diversifikation geben, auch und gerade im Sinne der Risikostreuung.

Ralf Oetting, Gründer von justTRADE

Neben Bitcoin und Co. – weitere Möglichkeiten

Neben den angebotenen zwölf Kryptowährungen, bietet das Unternehmen seinen Kunden die Möglichkeit, in über 8.500 Aktien und ETPs zu investieren. Weiter ist es möglich, unter mehr als 500.000 Zertifikaten auszuwählen.

Mit den neu angebotenen ETPs haben Kunden des Online-Brokers justTRADE nun die Möglichkeit, auf fallende Kurse zu spekulieren. Und so ist es möglich, eine abwechslungsreichere Anlagestrategie zusammenzustellen.

Dazu äußert sich Michael B. Bußhaus:

Auch wenn Kryptowerte die Anlageklasse der Zukunft sind – hier gelten ähnliche Mechanismen und Regeln wie im Bereich klassischer Wertpapier-Anlageformen: Es kann mit den Kursen nicht nur hinauf, sondern auch hinuntergehen – und in einem solchen Marktumfeld sollen sich unsere Kunden optimal und flexibel bewegen können.

Michael B. Bußhaus, ebenfalls Gründer von justTRADE

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Krypto-Handelsplattform der Schweizer Börse SIX bekommt offizielle Zulassung

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA hat der Schweizer Börse SIX genehmigt, eine Handelsplattform für digitale Investitionsprodukte zu betreiben und dafür auch als Zentralverwahrer unter Zuhilfenahme der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) zu agieren.

Obwohl der Start der Handelsplattform eigentlich schon für Ende 2019 geplant war, wurde dieser aufgrund von behördlichen Einwänden immer wieder verschoben. Dementsprechend vorsichtig ist die Börse jetzt, denn trotz der Zulassung wurde bisher noch kein konkretes Startdatum bekanntgegeben. Allerdings können die Anleger davon ausgehen, dass dieser bald erfolgt, nachdem die FINMA nun endlich grünes Licht gegeben hat.

Nichtsdestotrotz arbeitet die SIX schon länger mit digitalen Investitionsprodukten, so wurde im Februar zum Beispiel das weltweit erste Polkadot-ETP an der Schweizer Börse notiert.

Ohnehin gilt die Schweiz als eines der Länder, das am offensten gegenüber der neuen Anlageklasse ist. Nicht umsonst trägt das Kanton Zug den Spitznamen „Crypto Valley“, denn hier sind die Voraussetzungen für die Kryptobranche besonders förderlich. Auch eine Änderung des Steuerrechts halten die Eidgenossen aktuell nicht für notwendig, denn dies wäre schon jetzt ausreichend vorteilhaft für Blockchain-Unternehmen.

Neben Bermuda und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Schweiz deshalb eine der attraktivsten Regionen zur Ansiedlung für die Branche, wie das Tax Justice Network meint. Die Alpenrepublik hat also beste Karten, um zukünftig vom rasanten Wachstum des Kryptomarkts zu profitieren.

Thomas Zeeb, der Global Head of Exchanges und Mitglied der Konzernleitung von SIX, sieht den Erhalt der beiden Zulassungen dementsprechend optimistisch:

„Die Digitalisierung der Finanzmärkte schreitet weiter voran. Auch wenn die endgültige Form des Marktes noch nicht feststeht, ist dies ein wichtiger Meilenstein, um institutionellen Anlegern eine sichere und robuste Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.“

Nach der Öffnung für Privatanleger will die SIX ihr Krypto-Angebot auch verstärkt auf institutionelle Investoren, Banken und Versicherungsgessellschaften zuschneiden.

Des Weiteren sollen neben Kryptowährungen zukünftig auch Aktien, Indexfonds (ETFs) und tokenisierte Güter wie Kunst oder Immobilien auf der digitalen Handelsplattform angeboten werden.

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VeChain lanciert Blockchain-Plattform für bessere Erfassung von CO2-Daten

Die Plattform für Lieferkettenmanagement VeChain hat angekündigt, es werde ein neuer Dienst herauskommen, mit dem Unternehmen ihr Datenmanagement für den CO2-Fußabdruck überarbeiten können.

Der neue Dienst wurde am Donnerstag in einem Medium-Beitrag angekündigt und kombiniert eine dezentrale Ledger-Technologie mit einem Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäftsmodell.

Mit dem sogenannten Digital Carbon Footprint SaaS Service „können Unternehmensanwender Schlüsseldaten protokollieren und sie mit weltweit führenden Drittanbietern innerhalb des VeChain-Partnernetzwerks integrieren. Diese Daten können dann später in neue Arten von Werten umgewandelt werden und die Nachhaltigkeit in der gesamten Organisation verbessern.“

In der Ankündigung erklärte VeChain, es gebe bei der Erfassung der Emissionsdaten von Unternehmen in traditionellen Lieferketten Vertrauens-und Transparenzprobleme. Eine öffentliche Blockchain löst dieses Problem und bietet eine transparente Rechenschaft für alle Ebenen des Lieferkettennetzwerkes:

„Der Blockchain-basierte Digital Carbon Footprint SaaS Service von VeChain bietet eine umfassende und skalierbare Plattform für alle Unternehmen. Diese können damit ihre CO2-Reduktion über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg besser berechnen, verfolgen und erfassen.“

Alexandre Gellert Paris, der Leiter für Partnerprogramme bei der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, erklärte kürzlich, „Blockchain kann zu einer stärkeren Einbindung der Interessenvertreter, Transparenz und Engagement beitragen. Sie kann ebenfalls Vertrauen und weitere innovative Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel schaffen und damit auch stärkere Klimaschutzmaßnahmen.“

Als weltweit größter CO2-Emittent spielt China eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien zur Unterstützung internationaler Klimaabkommen wie dem Pariser Klimaabkommen.

Im jüngsten Fünfjahresplan des chinesischen Präsidenten Xi Jinping heißt es, die größte Volkswirtschaft der Welt wolle sich aggressiv darum bemühen, einen CO2-armen Kurs einzuschlagen. Ziel dabei sei es, die maximale Emission vor 2030 zu erreichen und vor dem Jahr 2060 CO2-neutral zu werden.

Im Laufe des letzten Jahres hat sich China zu einem wichtigen Akteur in der Kryptowährungsbranche entwickelt und mehrere Regulierungsmaßnahmen in den Bereichen Handel und Bitcoin-Mining umgesetzt. Diese sollten den Einfluss des Marktes auf die Bevölkerung einschränken.

In diesem Zusammenhang: Bitcoin-Mining-Verbot in China: Wendepunkt für Akzeptanz von Elektroautos

Nach dem harten Durchgreifen gegen das Bitcoin (BTC)-Mining konnte die Provinz Guizhou 50 Terawattstunden Strom nutzen, um klimarelevante Initiativen wie etwa die Installation von 38.000 Ladestationen für Elektrofahrzeuge bis 2023 voranzutreiben.

Auch Peking will es ähnlich machen und plant, dass bis 2030 60 Prozent der Fahrzeuge des Landes mit nicht-fossilen Brennstoffen betrieben werden. Ausgehend von den Prognosen übertrifft das das Ziel der Vereinigten Staaten von 50 Prozent.

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Schweizer Gesetzesänderungen für DLT/Blockchain-Handelsplätze treten in Kraft

In der Schweiz ist gemäß eines Beschlusses des Bundesrats vom 18. Juni eine Gesetzesänderung für DLT– und Blockchain-Handelsplattformen in Kraft getreten.

Lizenzpflicht für Kryptobörsen

Diese benötigen künftig eine Lizenz der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma. Die Finma hat bereits im Vorfeld zu dem Inkrafttreten mit der Ausstellung entsprechender Lizenzen begonnen. So erhielt etwa der Schweizer DLT-Marktplatz Taurus Digital eXchange im April dieses Jahres eine Lizenz als Wertpapierhaus. Die im Crypto Valley Zug ansässige Crypto Broker AG erhielt eine entsprechende Lizenz bereits im Februar.

Neben der Lizenzpflicht regelt eine ebenfalls zum 1. August in Kraft getretene Anpassung des Insolvenzrechts künftig die Aussonderung kryptobasierter Vermögenswerte im Konkursfall und erhöht damit die Rechtssicherheit der involvierten Parteien.

DLT-/Blockchain-Gesetz der Schweiz

Der regulatorische Rahmen für die Gesetzesänderungen war vom Schweizer Bundesrat bereits im September 2020 beschlossen worden. Der erste Teil der neuen Regeln war bereits am 1. Februar in Kraft getreten. Die Umsetzung des neuen regulatorischen Rahmens sollte dazu beitragen, die aufkommende Krypto- und Blockchain-Szene in der Schweiz zu verbessern.

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IOTA startet NFT-Marktplatz auf dem IOTA 2.0-Devnet

IOTA hat auf dem DevNet für IOTA 2.0 einen ersten Marktplatz für Non-fungible Token (NFT) in den Testbetrieb genommen, so IOTA am 12. Juli in einem Blogbeitrag.

Fast gebührenfreier NFT-Handel

Im Gegensatz zu anderen NFT-Marktplätzen auf Blockchain-Basis komme die eigene Lösung nahezu ohne Gebühren aus. Nutzer, welche den Tangle zum Tausch ihrer NFTs nutzen wollen, müssten lediglich eine minimale Kommission bezahlen.

Bei Marktplätzen für NFTs auf Blockchain-Basis fallen die Gebühren aufgrund schlechter Skalierbarkeit und damit einhergehend steigenden Transaktionskosten oft sehr hoch aus, betont IOTA, und verweist auf das Beispiel der Plattform Foundation. Bei dieser könnten für einen einzigen NFT-Verkauf Kosten bis zu 200 US-Dollar entstehen. 

Der eigene Tangle-Marktplatz habe dieses Problem nicht, weshalb IOTA den Tangle auch als das am besten zugängliche DLT-Netzwerk für NFTs bewirbt:

“Obwohl derzeit nur im Testmodus verfügbar, verspricht der neue, von der Community aufgebaute IOTA NFT-Marktplatz eine zugänglichere Zukunft für NFTs. Transaktionen werden im IOTA-Netzwerk immer gebührenfrei bleiben, diese Hürde fällt also bereits weg. Auch die Mining-Gebühren sind dank des IOTA Digital Assets Frameworks vernachlässigbar. Es verbleibt lediglich die Provision für den IOTA-NFT-Marktplatz, da die Infrastruktur in irgendeiner Weise mit Strom versorgt werden muss. Alles in allem wird die NFT-Lösung, die auf dem IOTA-Netzwerk basiert, deutlich günstiger sein als jede andere bestehende Lösung und damit für alle Marktteilnehmer attraktiver.”

Devnet als Zestnet für IOTA 2.0

Das den NFT-Marktplatz ausführende DevNet wurde von IOTA im Juni gestartet und kann mit einer gesonderten DevNet-Wallet für Testzwecke genutzt werden. Auch das von IOTA im März gestartete IOTA-Smart-Contract-Protocol kann auf dem DevNet bereits getestet werden.

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IOTA 2.0-DevNet bekommt Unterstützung für Smart Contracts

Die nächste Release des IOTA-Smart-Contract-Protocols (ISCP) wird sich bereits mit dem IOTA 2.0-DevNet nutzen lassen, so IOTA in seinem Dev Status Update.

Neue Output-Types und Anpassung der Node-Software

Die IOTA-Entwickler haben in den letzten Wochen die bisherige Version des ISCP so überarbeitet, dass dieses auf dem IOTA 2.0-DevNet genutzt werden kann. 

Um dies zu ermöglichen, wurden neue Ausgabetypen implementiert und die Wasp-Nodes-Software überarbeitet. Ein neuer Konsens-Mechanismus wurde ebenfalls umgesetzt. Die nächsten Version wird laut IOTA vollständig programmierbar sein und Smart Contracts auf dem IOTA 2.0 Testnet ermöglichen.

IOTA fokussiert sich nach eigener Aussage zunehmend auf den näher rückenden Coordicide durch die geplante Release von IOTA 2.0, die Weiterentwicklung der Smart-Contracts- sowie der Ledger-Unterstützung für die eigene Firefly Wallet. Die Bee Node Software liegt laut Status Update inzwischen in Version 0.1.2 vor.

Smart Contracts und eigene Oracles

Das IOTA-Smart-Contract-Protocol war von IOTA erst Anfang März als Alpha-Version vorgestellt worden. Vorausgegangen war die Einführung eigener Oracles zur Einspeisung von Echtzeitdaten in Smart Contracts auf dem Tangle-Netzwerk im Februar. Im Mai startete IOTA das Chrysalis-Update für die Zwischenversion IOTA 1.5. Mit dem noch in diesem Jahr erwarteten Schritt zu IOTA 2.0 soll der bisher zur Verifikation von Transaktionen genutzte Koordinator begraben und der Tangle komplett dezentral werden.

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IOTA-DevNet: Neues Testnet für Coordicide-Version IOTA 2.0 geht live

Die IOTA-Foundation hat das IOTA 2.0-DevNet gestartet, ein Testnet zur Erprobung der kommenden Coordicide-Version, so IOTA in einem offiziellen Blogbeitrag.

Ersatz für das Pollen-Testnet

Das DevNet folgt auf das bisherige Pollen-Testnet für IOTA 2.0 und ist mit der zuvor angekündigten Entwicklungsstufe Nectar gleichzusetzen. Statt, wie zuvor angekündigt, den Namen Nectar für das neue Testnet, entschied sich IOTA aber schließlich für eine andere Bezeichnung.

Passend zum neuen Testnet bietet IOTA eine gesonderte DevNet-Wallet für Testzwecke an, welche von der Codeplattform GitHub heruntergeladen werden kann.

Als eines der wichtigsten neuen Features ermöglicht das DevNet erstmals die Ausgabe eigener Token über das sogenannte Digital Assets Framework. Ein neues Abstimmsystem mit dem “Fast Probability Consens Mechanism” sorgt zudem für die angestrebte Dezentralität.

Zum Einsatz kommt dafür der neue Identifikationsmechanismus für Nodes namens Mana sowie ein Autopeering-Modul. Weitere Verbesserungen für mehr Leistung, höhere Sicherheit und Energieeffizienz sind ebenfalls mit an Bord.

IOTAs MIOTA-Token reagierte auf die Veröffentlichung des DevNets zunächst mit starken Kursgewinnen von um die 15 Prozent. Im Rahmen der jüngsten Konsolidierung bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist dieser Aufschlag mittlerweile aber wieder abgebröckelt.

Coordicide rückt näher

Im Mai startete IOTA das Chrysalis-Update für die Zwischenversion IOTA 1.5. Mit dem noch in diesem Jahr erwarteten Schritt zu IOTA 2.0 soll der bisher zur Verifikation von Transaktionen genutzte Koordinator begraben und der Tangle komplett dezentral werden.

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Schiener-Exklusiv: Siegeszug der Smart-Contracts wird durch „Ghettoisierung“ verhindert

Der aktuelle Hype um die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) mischt das Internet auf, und im Zuge dessen sind Smart-Contracts gefragter als je zuvor. „Hab ich da was verpasst“, werden sie sich jetzt fragen, doch keine Sorge, denn Smart-Contracts sind weiterhin nur eine Randerscheinung der Kryptobranche, eine Randerscheinung, die allerdings potenziell Milliarden von Dollar schwer ist. Die Krux an der Sache, das vielversprechende Konzept wird in der breiten Wirtschaft noch nicht wirklich genutzt.

Trotz all der Schlagzeilen um Bitcoin und Co. hält sich das Interesse an Smart-Contracts bisher in Grenzen. Das ist wenig verständlich, denn die Fähigkeit sichere und komplexe Geschäftstransaktionen abwickeln zu können, ist eine Zugangshürde, die viele Menschen von einem erfolgreichen Eintritt in die Geschäftswelt abhält. Besonders große Unternehmen sollten händeringend jede sich bietende Chance ergreifen, um die immensen Kosten zu reduzieren, die bei der Abwicklung von Transaktionen durch das rechtliche Prozedere entstehen. Wenn zwei Parteien einen Vertrag schließen, kostet es oftmals Zeit und Geld, damit gegenseitiges Vertrauen entsteht und die vereinbarte Arbeit bzw. Gegenleistung erfüllt wird. Smart-Contracts können diesen Vorgang auf vielen Ebenen vereinfachen und damit für alle Beteiligten drastisch Kosten senken.

Obwohl es sich dabei definitiv nicht um leere Versprechungen handelt, wird diese spannende Entwicklung bisher nur in der Welt der Kryptowährungen eingesetzt. Hier fließen bereits Milliarden an Dollar durch Smart-Contracts, allerdings bleiben diese bisher auf den Rahmen des spekulativen Krypto-Handels reduziert. Was sind Smart-Contracts, und was braucht es, damit diese transformative Kraft allgegenwärtig den digitalen Wandel antreiben kann?

Was macht einen Contract smart?

Zunächst gilt es festzustellen, dass die „schlauen Verträge“ nicht von sich aus smart sind. Dafür, dass sie so schlau sind, haben Smart-Contracts eigentlich sogar einen ziemlich dämlichen Namen, der sich mit SpaceX und Chumbawamba die Hand reichen kann. Der einfachste Weg, um Smart-Contracts zu verstehen, ist sie sich als eine Art Computerprogramme vorzustellen. Wie bei ganz normalen Verträgen, sorgen diese Computerprogramme dafür, dass zwei oder mehr Parteien eine bindende Vereinbarung eingehen. Während normale Verträge (selbst in digitaler Form) verdammt viel Papierarbeit machen, in schwer verständlichem Juristendeutsch formuliert sind und nur im Schneckentempo von den langsamen Mühlen der Bürokratie gemahlen werden, sind Smart-Contracts kurz und bündig, schnell und flexibel.

Smart-Contracts sind ein organisches Produkt der Blockchain-Technologie bzw. der verwandten Distributed-Ledger-Technologien (DLT). Weil DLTs von Natur aus transparent und unveränderlich sind, sind Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit inhärente Eigenschaften von Smart-Contracts. Während es vor der Blockchain-Technologie noch nahezu undenkbar war, einen digitalen Vertrag umzusetzen, da es fast unmöglich war, für beide Seiten Vertrauen und Sicherheit herzustellen, ist dies mit Smart-Contracts problemlos möglich.

Es braucht auch keine rechtlichen Fachkenntnisse und schwurbeligen Formulierungen mehr um einen Vertrag aufzusetzen, denn all dies wird automatisch durch den Programmiercode der smarten Contracts ersetzt. Sobald zwei Parteien einen Smart-Contract eingehen, wird dieser automatisch unter den besten und sichersten Bedingungen für beide Seiten abgeschlossen. Dies spart besonders Unternehmen Zeit und Geld, während sich dadurch zugleich noch eine Fülle an weiteren Geschäftsmöglichkeiten ergibt. Also worauf wartet die Wirtschaftswelt noch? Wieso sind Smart-Contracts noch nicht im Mainstream angekommen?

Ohne Moos nix los

Da die meisten Smart-Contracts auf einem Blockchain-Netzwerk angesiedelt sind, wird für jede Transaktion eine Transaktionsgebühr fällig, um den zugehörigen Block validieren und in der Chain verewigen zu können. Der Grund, weshalb diese Gebühr zwangsläufig anfällt und nicht optional ist, ist dass sie zugleich als Anreiz für die Miner des Netzwerks dient, die Arbeit bzw. Rechenleistung verrichten, um einen neuen Block zu schöpfen. Ohne Gebühr kein monetärer Anreiz für Miner, ohne Miner keine neuen Transaktionen. Doch damit nicht genug, denn die Höhe dieser Gebühren ist zudem stark schwankend, da sie abhängig vom Traffic im jeweiligen Netzwerk und dem Kurswert der zugehörigen Kryptowährung ist.

Wenn man als Unternehmer also Teile seines Geschäfts über Blockchain-basierte Smart-Contracts abwickeln will, sorgen die Transaktionsgebühren wohl eher früher als später für Kopfschmerzen. Wenn man als Verbraucher die Macht der Blockchain nutzen will, um sich bei einer Vertragsschließung zu schützen, dann sind die Transaktionsgebühren von Smart-Contracts ggf. viel zu hoch, um eine tatsächliche Option darzustellen. Die Ideallösung wäre also ein Netzwerk, das keinerlei Gebühren erhebt, doch solange diese zumindest transparent und wertstabil sind, haben Unternehmer und Verbraucher immerhin schon mal Planungssicherheit für ihr Budget.

Das beliebteste Smart-Contract-Netzwerk ist zurzeit Ethereum. Doch der Marktführer befindet sich in einer selbst geschaffenen Zwickmühle, denn je beliebter er wird, desto teurer wird seine Nutzung. Dies ist das genaue Gegenteil eines erfolgreichen Geschäftsmodells, und vielmehr ein alarmierendes Zeichen dafür, dass das Design von Smart-Contracts einen grundlegenden Denkfehler hat.

Gefangen im Ghetto

Zum Vergleich: Die E-Mail hat die Geschäftswelt revolutioniert, doch stellen wir uns vor, lediglich die Nutzer ein und desselben Anbieters könnten untereinander E-Mails schreiben. Wenn das der Fall wäre, würden E-Mails wohl nur in vereinzelten Unternehmen genutzt, aber nicht im breiten Mainstream.

Analog diesem Beispiel verhält es sich derzeit bei Smart-Contracts, denn diese weisen aktuell auch keine solche Interoperabilität auf. Wenn ein Unternehmen also einen „smarten Contract“ mit einem anderen Unternehmen eingehen will, müssen beide Seiten die gleiche Kryptowährung dafür nutzen. Derartige Verträge werden zurzeit also überwiegend nur unter Unternehmen abgeschlossen, die ohnehin eng in einem ähnlichen Geschäftsfeld zusammenarbeiten, doch im Mainstream wird sich diese „Ghettoisierung“ niemals wirklich durchsetzen.

Dementsprechend kann von großen Unternehmen nicht erwartet werden, dass sie sich ausschließlich auf eine Kryptowährung und das dazugehörige Blockchain-Netzwerk spezialisieren, besonders weil die betreffende Kryptowährung massiven Kursschwankungen ausgesetzt sein kann. Die traurige Wahrheit ist jedoch, dass fast jedes Smart-Contract-Netzwerk fest mit seiner originären Blockchain verwoben ist. Eine Situation ohne Ausweg, denn die Schaffung von Kompatibilität zwischen den einzelnen Netzwerken ist eine regelrechte Mammutaufgabe.

Wer ist hier der Boss?

Die oben genannten Probleme können letztendlich nur von der Krypto-Community als Ganzes gelöst werden, indem deren Entwickler auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Allerdings gibt es noch weitere Stolpersteine, denn auch Umweltbelastung durch Mining, Verzögerungen bei der Abwicklung von Transaktionen, das Einrichten privater Netzwerke auf öffentlichen Blockchains und Oracles, die erst die Einbindung von externen Daten auf Blockchains möglich machen, sind allesamt Problemstellungen, die ebenfalls gelöst werden müssen.

Eine weitere große Aufgabe, aus einer völlig anderen Kategorie, ist die rechtliche Zuständigkeit. Dies kann die Krypto-Community nicht allein lösen. Das Vertragsrecht sieht in all seinen Ausführungen immer vor, dass in einem Vertrag die rechtliche Zuständigkeit geklärt sein muss. Dementsprechend gibt es ganze Branchen, die sich damit befassen, wer in welchem Fall haftet und welche Konsequenzen gezogen werden.

Smart-Contracts sind auch in dieser Hinsicht eine völlig neue Evolutionsstufe für das Konzept der rechtlichen Zuständigkeit. Juristisch gesehen bewegen sich Kryptowährungen in einem völlig neuen, unbekannten Hoheitsgebiet. Eine Vereinbarung, die auf eine dezentralisierten, globalen Netzwerk aus Computern besteht, die auf einer Währung basiert, die keiner zentralen Regierung unterliegt und die von einem Open-Source Programmiercode ausgeführt wird, ist juristisch schwer zu fassen, geschweige denn einem festen „Ort“ zuzuordnen. Es hat schließlich einen Grund, weshalb Kryptowährungen bisher noch kaum reguliert sind. Nicht umsonst wird die Kryptobranche oftmals als „Wilder Westen“ tituliert. Wenn man einen Smart-Contract eingeht und die andere Seite ihre Vereinbarung bricht, an welches Gericht wendet man sich dann?

Die Lösungen für all diese Probleme werden sich mit voranschreitender Entwicklung der Distributed-Ledger-Technologien ergeben. Dabei obliegt es Regierungen und Aufsichtsbehörden der Welt, einen gemeinsamen rechtlichen Rahmen zu schaffen, der Smart-Contracts und Blockchain-Transaktionen ordnungsgemäß regulieren kann. Zugleich werden diese neuen Technologien jedoch nie die nötige Akzeptanz bekommen, solange sich die Entwicklerteams der Kryptobranche wie die gierigen Goldgräber im Kalifornien des 19. Jahrhunderts verhalten. Es ist jetzt wichtiger denn je, dass die Community wahrhaft gemeinschaftlich denkt und auf die Massentauglichkeit hinarbeitet, anstatt in einer Ellenbogengesellschaft zu verharren, in der jeder sich selbst der Nächste ist.

Der vorliegende Artikel ist eine redaktionelle Übersetzung des englischen Originaltextes, den der deutsche IOTA-Chef Dominik Schiener exklusiv für Cointelegraph verfasst hat. Obwohl sich Wortlaut und Intention nah an das Original halten, handelt es sich nicht um die eigenen Worte von Schiener.

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Dominik Schiener ist einer der Mitgründer und Geschäftsführer der IOTA Foundation, der federführenden Organisation hinter IOTA, die in Berlin ihren Sitz hat. In seiner Funktion ist Schiener allen voran für die Bildung neuer Partnerschaften und für die strategische Gesamtumsetzung des Projekts verantwortlich. IOTA ist ein DLT-Netzwerk, das Kryptowährungen mit dem Internet of Things verbindet. Das ambitionierte Ziel des deutschen Projekts ist nichts Geringeres als der Aufbau der „Machine Economy“.

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